Zwei Schicksale –
Ein Auslöser
Haupt- Personen:
Karin Thaler
Biggi Schwerin
Thomas Wächter
Markus (Michael)
Dirk (Michaels Sohn)
Lisa und Laura (Thomas Töchter)
Katharina (Biggis Tochter)
``Karin kommst du zum Essen?´´ rief Biggi die Treppe hoch. Sie, ihre Tochter Katharina, Karin, Thomas und seine Mädels wohnten in einer Ziemlich großen Villa. Vor ein Paar Monaten hatte auch noch Michael, Karins Freund und ihr gemeinsamer Kollege, hier gewohnt. Zusammen mit seinem Sohn. Dann war Michael bei einem Einsatz von einer Explosion getötet worden und nur zwei Tage später wurde sein Sohn entführt. Bis heute war er nicht wieder aufgetaucht. Karin konnte diese beiden Schicksalsschläge kaum ertragen doch sie gab sich mühe sich nichts anmerken zu lassen. ``Ja ich komme gleich´´ antwortete sie von oben. Biggi tat es weh ihre Freundin so leiden zu sehen doch sie wusste nicht wie sie ihr helfen sollte. Traurig ging sie zurück zu Thomas in die Küche. ``Was sollen wir nur machen? Sie geht total kaputt´´ sagte Biggi leise und lehnte sich an Thomas. Ihr bester Freund nahm sie tröstend in den Arm. ``Ich weiß es auch nicht. Wirklich helfen können wir ihr nur wenn wir ihr Michael und Dirk wiederbringen aber das können wir nicht. Wir können nur für sie da sein.´´ Biggi sah das ein und nickte. Als sie hörten wie Lisa und Laura nach Hause kamen lösten sie sich schnell voneinander. ``Wo habt ihr den Katharina gelassen?´´ wollte Biggi wissen. ``Wir sollen dir sagen das sie sich noch mit Freunden trifft und erst später kommt. Biggi war zwar nicht sonderlich begeistert doch sie sagte nichts. Sie hatte auch so schon genug Schwierigkeiten mit ihrer Sechzehnjährigen Tochter. Sie setzten sich an den Tisch und nachdem Karin herunter gekommen war fingen sie an zu essen. Erst am Abend kam Katharina nach Hause. Ihre Mutter erwartete sie bereits. ``Wo bitte schön warst du den ganzen Tag?´´ wollte sie wissen. Katharina zog ihre Schuhe aus und warf sie in die Garderobe. Sie sah ihre Mutter nur Flüchtig an. ``Weg´´ ``Ja das habe ich auch gemerkt. Ich wollte wissen wo du warst.´´ ``Haben die Kücken nicht gesagt das ich noch weg gehe?´´ ``Du sollst sie nicht immer Kücken nennen. Doch sie haben bescheid gesagt. Allerdings sagten sie du würdest etwas später kommen. Jetzt ist es gleich halb Acht´´ ``Was so spät schon? Ich wollte mich mit Alex und Andi im Kino treffen.´´ sagte Katharina und verschwand ohne ein weiteres Wort nach oben in ihr Zimmer. Biggi stand im Flur und sah ihr Traurig nach. Als Katharina wieder runter kam bot Biggi ihr an sie zum Kino zu Fahren da sie sowieso schon spät dran war und Biggi noch etwas in der Stadt besorgen musste. Katharina nickte nur und ging nach draußen. Thomas war im Türrahmen erschienen und nickte ihr aufmunternd zu. Biggi lächelt ihn dankbar an und ging nach draußen. Katharina saß im Auto und kaute gelangweilt auf einem Kaugummi herum. ``Wer ist mein Vater?´´ wollte sie Plötzlich wissen. Vor lauter schreck über diese Frage fuhr Biggi eine Rechtskurve. Mühsam lenkte sie den Wagen wieder auf die Strasse. Katharina sah sie an. Biggi brauchte eine weile bis sie antworten konnte. ``Er Lebt nicht mehr´´ sagte sie dann und bemühte sich möglichst ruhig zu bleiben. Katharina sah sie an. ``Und das soll ich dir glauben?´´ Biggi sah sie an doch bevor sie etwas antworten konnte war Katharina vor dem Kino schon ausgestiegen. Biggi sah ihrer Tochter nach. Dann lies sie den Kopf aufs Lenkrat sinken und weinte. Schließlich seufzte sie und fuhr wieder los. Sie machte ein paar Besorgungen und fuhr dann wieder nach Hause.
Zwei Jahre später:
Karin ging es immer noch nicht besser. Sie war depressiv und verlies ihr Zimmer kaum.
Biggi war einkaufen gewesen und machte sich nun auf den weg nach Hause. Als sie dort ankam rief sie nach Karin doch die Antwortete nicht. Mit einem Unguten Gefühl im Bauch ging Biggi nach oben. Sie Klopfte an Karins Tür und trat dann vorsichtig ein. Erschrocken schrie sie auf. Karin lag auf dem Bett, um sie herum nur Fotos von Michael und eine Schachtel mit Schlaftabletten. Biggi lief zum bett und hob die Packung auf. Sie war Leer. Biggi setzte sich neben Karin und schüttelte sie doch Karin reagierte nicht mehr. Biggis Angst wurde größer. Mit zitternden Fingern wählte sie den Notruf. ``Notruf was kann ich für sie tun?´´ ``Guten Tag ich bin hier in der Weldorferstr.10a In Pongau, Meine Freundin hat eine ganze Schachtel Schlaftabletten geschluckt´´ ``Bleiben sie ganz ruhig der RTW ist bereits zu ihnen unterwegs.´´ Biggi nickte auch wenn der Mann das nicht sehen konnte. Sie streichelte Karin über den Kopf und wartete voller Angst auf den RTW. Als es endlich Klingelte sprang sie erleichtert auf. Nun ging alles sehr schnell. Karin wurde notversorgt und in den RTW gebracht. Dann ging es mit Sonderrechten (Sirene) zur Klinik. Biggi fuhr mit ihrem Wagen hinterher. In der Klinik wurde Karin der Magen ausgepumpt. Biggi wartete ungeduldig in der Warte Zone. Nervös ging sie auf und ab. Plötzlich klingelte ihr Handy. Auf dem Display erschien Thomas Name… ``Biggi wo bist du? Wir waren verabredet.´´ ``Entschuldige Thomas ich hab’s vergessen. Ich Bin in der Klinik´´ ``Ist dir was passiert? Geht’s dir gut?´´ ``Ja bei mir ist alles ok aber Karin… Bitte, kannst du herkommen?´´ ``ja klar ich bin sofort bei euch.´´ Thomas legte auf und Biggi lehnte sich erleichtert an die Wand. 15 Minuten später war Thomas bei ihr. Aufgeregt kam er den Flur entlang gelaufen. ``Was ist mit Karin?´´ wollte er sofort wissen. ``Sie hat Tabletten genommen. Ich weiß nicht wie es ihr geht. Sie haben mir noch nichts gesagt. Thomas ich habe Angst. Ich will sie nicht verlieren.´´ Thomas nahm sie in den Arm und versuchte sie etwas zu beruhigen. Kurz darauf kam Karins behandelnder Arzt zu ihnen. ``Wie geht es ihr?´´ wollte Biggi sofort wissen. ``Das war ganz knapp, nur ein paar Minuten später und wir hätten nichts mehr für sie tun können.´´ sagte der Arzt und sah sie ernst an. ``es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Haben sie eine Ahnung warum sie das getan hat?´´ Biggi nickte. ``Vor ein Paar Monaten ist ihr Verlobter bei einem Einsatz verunglückt und kurz darauf wurde sein Sohn entführt. Er ist nicht wieder aufgetaucht. Karin hat das nie verkraftet und ich fürchte jetzt konnte sie einfach nicht mehr.´´ Der Arzt nickte. ``Das erklärt einiges.´´ ``Was wollen sie jetzt tun?´´ fragte Thomas. ``ich möchte jetzt erstmal abwarten. Wenn sie wieder einigermaßen Fit ist würde ich eine reise empfehlen. Dadurch ist sie etwas Abgelenkt, Sie kann sich erholen und anfangen in ruhe alles zu verarbeiten. Ich denke das würde ihr gut tun. Am besten währe es natürlich wenn eine ihr nahe stehende Person sie begleiten würde damit sie nicht ganz alleine ist.´´ Thomas und Biggi sahen sich and nickten. Der Arzt ließ sie zu Karin doch diese lag regungslos in ihrem bett und reagierte nicht auf ihre Freunde. Schließlich ließen Biggi und Thomas sie wieder alleine.
Eine Woche später kam Karin wieder nach hause. Sie hatte seid ihrem Selbstmord versuch mit keinem mehr gesprochen. Biggi und die anderen hatten sie regelmäßig besucht, waren mit ihr im Park gewesen doch sie zeigte keine Reaktion. Zusammen mit dem Rest der Crew hatten Biggi und Thomas eine Kreutzfahrt gebucht. Biggi sollte Karin begleiten. Als sie Karin davon erzählten zeigte sie wie immer keine Reaktion. Also brachte Thomas die beiden Frauen am Freitagabend zum Hafen von wo aus die Reise losgehen sollte. Am Samstagmorgen liefen sie aus. Karin und Biggi hatten aneinander grenzende Kabinen. Am Abend hatte Karin sich sofort in ihre Kabine zurückgezogen. Am morgen trafen sie sich beim Frühstück. Wie immer Aß Karin nur sehr wenig. ``Guten Morgen Karin und wie hast du geschlafen?´´ Fröhlich wie immer begrüßte Biggi ihre Freundin. Auf eine Reaktion wartete sie gar nicht sondern sprach einfach weiter. Nach dem Frühstück musste Karin zum Schiffsarzt und Biggi begleitete sie. ``Guten Morgen die Damen´´ begrüßte er die beiden und gab ihnen die hand. Sein Name war Dr. Markus Hengsberg. Er war sehr sympathisch. Karin musterte ihn und setzte sich dann auf die Behandlungsliege. Biggi hatte die kleine Reaktion ihrer Freundin bemerkt und sie hoffte das vielleicht dieser Arzt es schaffen würde ihr zu helfen. Den Rest des Tages verbrachten sie am Pool und auf dem Sonnendeck. Am Nachmittag kam noch einmal Dr. Hengsberg. Er redete kurz mit Karin und verschwand dann wieder. Karin sah ihm lange nach und Biggi grinste. Als Karin ihr grinsen bemerkte drehte sie den kopf zur anderen Seite und schloss die Augen. Am Abend waren die beiden in dem schönen Veranstaltungssaal. Auf der Bühne wurde ein Konzert gegeben und Biggi hörte gebannt zu. Karin sah gelangweilt nach vorne und stand schließlich auf. Biggi sah ihr nach doch sie blieb sitzen. Karin ging nach draußen. Sie überlegte kurz und ging dann nach ganz vorne. Dort lehnte sie sich an die Rehling und hielt sich fest. Der Wind kam von vorne und wehte ihr durchs Haar. Karin schloss die Augen und dachte an Michael. Vor ihr ging die Sonne unter. Sie öffnete nur kurz die Augen um das Lichtschauspiel zu beobachten. ``Warum bist du gegangen? Ich brauchte dich doch. Ich will nicht ohne dich Leben. Nicht ohne dich und nicht ohne Dirk. Warum wurde er mir auch noch genommen? Karin sah nach oben und schloss die Augen wieder. Eine stumme Träne lief ihr aus den geschlossenen Augen. Sie winkelte das eine Bein an und lehnte sich auf die Rehling. ``Sie wollen aber nicht Springen oder?´´ Karin zuckte zusammen doch sie drehte sich nicht um. Im nächsten Augenblick lehnte sich der Doc neben sie an die Rehling. Karin sah ihn nur kurz an und sah dann wieder aufs Meer. Der Doc lächelte sie an und drehte sich um so dass er nun auch aufs Meer sah. ``Was ist ihnen Passiert? Warum sprechen sie nicht mehr? Ich weiß dass es keine Medizinische Ursache gibt. Ist es wegen Micha… ihrem Mann oder Freund?´´ Karin sah ihn abgrubt an. Was nahm dieser Mann sich eigentlich heraus? Er fragte sie einfach so nach Michael? Wenn er eh schon alles wusste warum fragte er dann noch? Karin sah ihn weiterhin böse an. Dann drehte sie sich um und ging Richtung Veranstaltungssaal. ``Ok, ok die Frage war nicht richtig. Bitte entschuldigen Sie.´´ der Arzt lief ihr nach und hielt sie am Arm fest. Karin sah erst ihn und dann seine Hand an. Der Arzt beugte sich vor und Küsste sie einfach. Er wusste genau dass er das nicht durfte doch jetzt gerade war es ihm egal. Karin war so überrascht dass sie sich nicht werte. Als er sie jedoch wieder ansah hob sie die Hand und scheuerte ihm eine. Mit Tränen in den Augen lief sie zu ihrer Kabine. Dort warf sie sich aufs Bett und weinte. Schluchzend holte sie ein bild von Michael und Dirk heraus. Sie Strich über Michaels Gesicht und küsste es dann. Sie drückte es an ihre Brust und weinte sich in den Schlaf. Nach der Veranstaltung ging Biggi sofort zu ihren Kabinen. Sie Klopfte bei Karin an und als sie nicht antwortete öffnete sie leise die Tür. Als sie Karin einfach so auf dem Bett liegen sah geriet sie in Panik. Sie bemerkte Michaels bild und auch ihr kamen die Tränen. Sie rannte zu ihrer Freundin und schüttelte sie an der Schulter. Sie wollte schon den Arzt holen da sie nicht aufwachte als Karin die Augen öffnete und sie Traurig ansah. Biggi atmete erleichtert auf und setzte sich zu ihrer Freundin aufs Bett. ``Bitte erschreck mich nicht noch einmal so´´ bat Biggi leise und nahm sie in den Arm. Karin nickte Traurig, legte sich wieder aufs Bett und drehte Biggi den Rücken zu. Biggi seufzte und strich ihr noch einmal über den rücken bevor sie das Zimmer verließ und an Deck ging. Dort holte sie ihr Handy heraus und rief Thomas an. ``Wächter´´ ``Hi Hier ist Biggi´´ ``Oh Hallo Mama, na wie ist es auf so nem Luxusdampfer?´´ ``Katharina? Wieso meldest du dich mit Wächter?´´ fragte Biggi erschrocken. Katharina lachte nur. ``Willst du mit Thomas sprechen?´´ ``Ähm ja´´ stotterte Biggi. Sie setzte sich auf eine der Liegen die an Deck standen und griff sich an den Kopf. ``Hallo Biggi´´ meldete sich Thomas kurz darauf gut gelaunt. ``Hi´´ war das einzige was Biggi erstmal herausbrachte. ``Alles OK? Ist was mit Karin?´´ ``Was? Nein sie schweigt weiterhin und der Rest ihres Zustandes hat sich auch nicht verändert. Vorhin habe ich sie auf ihrem Bett gefunden und dachte schon sie hätte es wieder versucht aber sie hat nur geschlafen. Wenn sich nicht bald etwas ändert halte ich das nicht mehr aus.´´ Biggi merkte wie auch ihr mittlerweile die Tränen kamen. ``Aha, und wie ist die Reise?´´ ``Ganz ok aber ich hätte mir gewünscht sie unter anderen umständen zu machen.´´ ``Das kann ich verstehen aber jetzt geniest sie halt.´´ ``Und bei euch alles ok? Gibt’s irgendwas Neues?´´ ``Nein eigentlich nicht. Alles in bester Ordnung. Die Mädels sind super lieb und helfen mir wenn ich mal wieder alles ins Chaos stürze.´´ Thomas lachte. Biggi Huschte nur ein leichtes Lächeln über die Lippen. Sie unterhielten sich noch eine weile bevor sie sich voneinander verabschiedeten und Biggi sich auf die Liege legte. Sie sah in den Steren Himmel und dachte nach.
``Und was wollte sie?´´ Katharina sah Thomas herausfordernd an. ``Nichts besonderes, wieso hast du dich mit unserem Namen gemeldet?´´ wollte Thomas wissen. ``hat sie das behauptet?´´ ``nein das habe ich gehört´´. Thomas sah sie streng an. Katharina zuckte die Schultern und drehte sich um. ``Moment Fräulein, hast du nicht was vergessen?´´ Katharina drehte sich genervt um. ``Und was?´´ Thomas hielt einen Brief hoch und Katharina konnte darauf den Stempel ihrer Schule erkennen. Für einen Moment sah sie ihn erschrocken an und vergaß auf ihrem Kaugummi herum zu Kauen. Der Brief war bereits geöffnet also hatte Thomas ihn gelesen. Katharina musterte Thomas um einzuschätzen wie er reagieren würde. ``Wie ich aus dem Brief entnehme war das nicht der erste sondern der Dritte´´ stellte Thomas fest. Katharina nickte langsam. Sie wusste dass es jetzt keinen Zweck mehr hatte alles zu leugnen. Sie setzte sich an den Tisch und sah aus dem Fenster. Thomas setzte sich ihr gegenüber. Er fühlte sich verantwortlich für Katharina auch wenn sie nicht seine Tochter war. ``Du bist Versetzungsgefährdet und zwar ziemlich extrem´´ stellte er fest während er den Brief noch einmal überflog. Katharina sah auf die Tischplatte. ``ich verstehe das halt einfach nicht was die da alles erzählen. Außerdem sind die in meiner Klasse alle so doof.´´ trotzig sah sie ihn an. ``Und warum hast du nicht früh genug Mal was gesagt? Ich meine Biggi weiß doch nichts davon oder liege ich da falsch?´´ ``Nein sie weiß nichts. Sie war ja in letzter Zeit auch nur noch mit Karin beschäftigt.´´ ``Und was ist mit mir?´´ Katharina zuckte die Schultern. ``Du hast doch deine eigenen Töchter´´ ``ja und das heißt ja nicht das ich für dich keine Zeit habe.´´ Katharina sah wieder auf den Tisch. Thomas beobachtete sie. Von dem Sechzehnjährigen Teenager der seiner Mutter das Leben schwer machte war nichts mehr zu sehen. Sie saß da, mit ihren Schwarz gefärbten Haaren und dem Nasenpircing und wusste nicht weiter. Thomas stand auf und setzte sich neben sie. ``Warum machst du es Biggi so schwer?´´ Katharina zuckte die Schultern. ``Sie hat kaum zeit für mich und wenn ich sie etwas frage kriege ich nur selten eine Antwort mit der ich etwas anfangen kann. In der Schule bin ich irgendwann nicht mehr mitgekommen und dann habe ich es gleich sein gelassen.´´ ``So kenne ich Biggi gar nicht. Normalerweise hat sie doch für jeden ein offenes Ohr.´´ ``Ja für alle außer für ihre Tochter. Außerdem…´´ ``Was?´´ ``Sie wollte mich gar nicht´´ sagte Katharina leise und sah zu Boden. Thomas sah sie entsetzt an. ``Wie kommst du den darauf?´´ ``Ich habe vor etwas mehr als zwei Jahren etwas auf ihrem Schreibtisch gesucht. Ich glaube meinen Pass wegen unserem Ausflug. Jedenfalls habe ich ein heft gefunden und es hat sich als ihr Tagebuch herausgestellt. Ich wollte gar nicht darin lesen, bestimmt aber dann habe ich meinen Namen gelesen und dann musste ich einfach wissen was da stand.´´ Thomas sah sie fragend an. ``Da stand das mein Vater verheiratet war und sie ihn geliebt hat, er sie aber nicht. Sie hatten wohl einmal was miteinander und waren total betrunken. Dann stand da was darüber das es ihr total schlecht ging und sie hat immer wieder überlegt das Baby wegzumachen aber dann ist sie irgendwo hin gefahren und hat das Baby, also mich behalten. Du musst mir glauben das ich nicht absichtlich darin gelesen habe.´´ Katharina hatte Tränen in den Augen. Sie legte die Arme auf den Tisch und begann zu weinen. ``Und ich konnte mit niemanden reden. Dir… ich meine es war einfach keiner da´´ sie stockte und wischte die tränen weg. Thomas sah sie an. Er vermutete was sie sagen wollte. Er rechnete zurück und ihm viel auf das Katharina genau zu dem Zeit punkt mit ihrer ``Verwandlung´´ begonnen hatte als Dirk verschwand. Er lächelte und strich ihr über den Rücken. ``Komm, geh jetzt nach oben. Morgen Früh reden wir in ruhe darüber wie wir es hinbekommen da noch etwas zu retten.´´ Katharina sah ihn kurz dankbar an und verschwand dann in ihr Zimmer. Thomas sah ihr nachdenklich nach. Dann ging auch er ins Bett. Am nächsten morgen Fuhren Lisa und Laura ins Schwimmbad. Katharina blieb zu Hause. Sie setzte sich in die Küche und wartete auf Thomas. Als der runter kam sah er sie verwundert an. ``Warum bist du nicht mit ins Schwimmbad gefahren?´´ wollte Thomas wissen. ``Ich wollte mit dir reden´´ Thomas machte sich einen Kaffee und setzte sich zu ihr an den Tisch. Fragend sah er sie an. ``Ich will nicht das Mama das alles mitbekommt. Kannst du mir nicht ein bisschen helfen?´´ ``Ja schon aber ich glaube nicht das Nur die Schule das Problem ist´´ Thomas sah sie an. ``Ja…. Ist sie auch nicht wirklich. Ich meine ich kam ja auch immer gut mit aber damals als…´´ ``Als Dirk entführt wurde?´´ fragte Thomas. Katharina nickte. ``Ja, da wusste ich nicht mehr weiter. Er hat mir immer geholfen. Ich vermisse ihn. Als er weg war habe ich mich so alleine gefühlt. Ihr wart alle mit Karin beschäftigt und Lisa und Laura waren mit ihren eigenen Gefühlen beschäftigt.´´ Katharina knetete die ganze Zeit ihre Hände. Ihr Langärmliges, Schwarzes T- Shirt rutschte etwas hoch und Thomas sah etwas was ihn sehr erschreckte. Er starrte auf Katharinas Handgelenke und unterarm. Als Katharina seinen Blick bemerkte schob sie den Ärmel wieder runter und stand auf. Thomas fasste sich schnell wieder und lief ihr nach. Er hielt sie fest und schob die Ärmel wieder zurück. Traurig und Ängstlich sah Katharina ihn an. Thomas hatte Tränen in den Augen. Er nahm sie in den Arm und versuchte die Tränen zurück zu halten. Was hatten sie alle Falsch gemacht. Keiner hatte bemerkt wie schlecht es Katharina ging. Sie setzten sich aufs Sofa und Katharina lehnte sich an ihn. ``Wie lange machst du das schon?´´ fragte er leise. ``Seid Dirk weg ist. Er hat mir geholfen mit allem Klar zu kommen und Plötzlich war ich alleine. Er wusste von allem´´ ``Von was allem?´´ Thomas ahnte das da noch mehr kam.´´ Katharina wollte aufstehen doch Thomas hielt sie fest. ``Nun komm schon. Willst du dir weiter die Arme aufritzen und dich kaputt machen? Bitte ich will dir doch nur helfen´´ bat er eindringlich und sah wieder auf die narben. ``In der Schule bin ich in eine Clique rein geraten, Sie haben Schwarze Messen veranstaltet und so was. Am Anfang fand ich das total cool. Irgendwie war alles so geheimnisvoll aber irgendwann habe ich Angst bekommen. Der Anführer wollte mit mir Schlafen weil ich noch Jungfrau bin und er meinte ich solle den neuen Herrn Gebären.´´ Thomas merkte wie schwer es Katharina viel darüber zu reden. ``Ich wollte das nicht aber er hat mir gedroht das ich eine schwere Strafe bekommen würde. Aus Angst habe ich mitgemacht. Dirk hat etwas von dem ganzen mitbekommen und mich solange ausgequetscht bis ich ihm alles erzählt habe. Er hat mich kurz bevor es passiert ist da raus geholt. Er hat mich beschützt. Seid er sich um mich gekümmert hat hatte ich keine Angst mehr.´´ Katharina wischte die aufkommenden Tränen weg und Thomas fragte sich wieder wie es passieren konnte das sie alle nichts bemerkten. ``Er war immer für mich da, egal wann ich ihn brauchte. Er war einfach immer da. Als er dann weg war habe ich aufgehört irgendwas zu tun. Ich hatte das Gefühl nichts mehr zu spüren. Also habe ich damit angefangen und irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören.´´ Sie zeigte auf die Narben. Thomas wusste im ersten Moment nicht was er tun sollte. ``Wenn ich nach meinem Vater gefragt habe ist Mama mir immer ausgewichen. Und wenn ich nicht nachgelassen habe hat sie behauptet dass er nicht mehr lebt. Sie hasst mich deswegen´´ ``Weswegen?´´ ``weil ich immer wieder nach ihm gefragt habe´´ ``Das glaube ich nicht. Wir kommen nicht drum herum Biggi alles zu erzählen. Aber das mit der Schule muss sie ja nicht mitbekommen. Ich helfe dir so gut ich kann und ich denke die beiden anderen helfen dir auch. Dann bekommen wir zumindest das in den Griff. Den Rest sehen wir dann ok?´´ Katharina nickt langsam. Sie war froh nicht mehr mit allem alleine klar kommen zu müssen.
Eine Woche später:
Markus hatte immer wieder Karins nähe gesucht doch Karin schwieg weiterhin. Sie verließ das Schiff nicht und gab sich auch sonst sehr gelangweilt.
``Guten Morgen die Dame, darf ich?´´ ohne auf eine antwort zu warten setzte sich der Junge Mann zu Karin. Karin sah nicht auf, sie hatte die Stimme erkannt. ``Hast du gut geschlafen?´´ Karin sah ihn kurz an und ihre Augen signalisierten ihm das er gehen sollte doch er ignorierte es. Fröhlich lächelte er sie an. ``Und was machst du heute?´´ wollte er wissen. Karin wunderte sich das er sie Duzte doch sie sagte, wie immer, nichts. Nachdem sie fertig gefrühstückt hatte stand sie auf und ging zum Pool. Markus sah ihr lächelnd nach. Er gab einfach nicht auf und er hatte auch schon eine Idee wie er sie überraschen konnte. Karin zog ihr leichtes Sommerkleid aus und sprang ins Kühle Wasser. Markus sah ihr dabei zu. ``Wie sehr vermisse und Liebe ich dich´´ flüsterte er. ``Wie Bitte?´´ Markus drehte sich erschrocken um. Hinter ihm stand Biggi. Sie schien seinen letzten Satz gehört zu haben. ``Nichts, Nichts´´ murmelte er schnell doch Biggi ließ sich nicht abwimmeln. Markus merkte dass er ihr nichts vormachen konnte. Er nahm sie an der Schulter und führte sie auf die Brücke des Schiffes. Dort lehnte er sich an die Rehling und sah aufs Meer. ``Du bist nicht Markus, stimmt’ s´´ Markus drehte sich um und sah sie an. ``Woher weißt du das?´´ ``ich kenne dich. Du hast Karin sofort Geduzt, bist ihr kaum von der Seite gewichen, auch wenn sie noch so kalt war. Und du hast dich oft verplappert in dem du etwas erwähnt hast was Markus eigentlich gar nicht wissen kann.´´ ``Sie hat aber noch nichts gemerkt´´ ``Sie hat sich viel zu sehr in ihrem Schmerz vergraben. Sie bekommt gar nichts mehr mit und wenn sich das nicht schleunigst ändert weiß ich auch nicht weiter. Sie sieht nichts mehr außer Michael. Sie hat dich nicht einmal wirklich angesehen und sie achtet ja noch nicht mal auf das was du sagst sonst hätte sie auch schon etwas bemerkt. ´´ seufzte Biggi. Doch als erstes nahm sie ihren alten Freund in die Arme. ``Und wann willst du es ihr sagen?´´ ``Ich weiß nicht so genau. Ich kann ja jetzt nicht hingehen und einfach sagen: Hi hier bin ich. Ich habe mir überlegt das ich sie mit einem schönen Picknick überrasche und es ihr dann sagen.´´ ``ich glaube nicht das sie sehr begeistert sein wird wenn sie das hört.´´ stellte Biggi fest die sich die Reaktion ihrer Freundin deutlich vorstellen konnte. ``Ich weiß ich kenne sie schließlich gut genug aber ich weiß nicht wie ich es ihr sonst sagen soll.´´ ``was ist eigentlich passiert? Ich meine warum kannst du wieder so leben?´´ ``Sie haben vor Vier Wochen die Leute geschnappt denen ich im Weg war.´´ ``Und wo ist Dirk?´´ `` er ist auf Sri Lanka. Dort legen wir in Zwei Tagen an. Er Wartete dort auf mich´´ Biggi nickte. ``Dann wünsche ich dir mal viel Glück´´ lächelte sie und ging wieder nach unten. Karin lag in der Sonne. Sie hatte Kopfhörer auf doch Biggi wusste das sie keine Musik hörte. Sie hatte die Kopfhörer immer auf damit jeder dachte sie würde Musik hören und sie nicht angesprochen wurde. Biggi lächelte kurz und ging dann in ihr Zimmer. Kurz darauf kam Michael zu Karin. ``Hallo meine Schöne. Ich habe für uns beide einen Jeep gemietet mit dem wir in zwei Tagen, wenn wir in Sri Lanka sind, zu einem Kollegen von mir fahren.´´ Karin sah ihn nur an. Michael nahm das als Bestätigung und ließ sie wieder alleine. Karin sah ihm nach. Dieser Mann übte auf sie eine Anziehungskraft aus die ihr gar nicht gefiel. Er erinnerte sie so sehr an Michael und das tat weh. Auf der anderen Seite fühlte sie sich in seiner Gegenwart wohl, auch wenn sie das nie zugeben würde. Außerdem Liebte sie noch immer Michael und sie hatte ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber, auch wenn das eigentlich schwachsinnig war.
Zwei Tage später: ``Können wir los?´´ Karin hob den Kopf. Sie hatte den Ausflug total vergessen und lag auf einer der Liegen auf dem Sonnendeck. Nur wenige Minuten später viel ihr wieder ein was Michael mit ihr vorhatte. Sie stand auf, gab ihm zu versehenen das sie sich noch fertig machen wollte. Eine halbe Stunde später fuhren sie zusammen mit einem Gelände Wagen los. Karin sah die ganze zeit aus dem Fenster. Irgendwann bemerkte sie dass sie zur Küste fuhren. Sie sah zu Michael doch der sah lächelnd aus dem Fenster. Er hielt am Strand an und gab ihr ein Zeichen ihm zu folgen. Langsam stieg sie aus und folgte ihm zum Strand. Als sie um die letzte Kurve kam und auf den Strand sah hielt sie den Atem an. Auf dem Wasser schwammen Rosenblätter. In dem hellen, weißen Sand war ein Picknick aufgebaut und Michael stand mittendrin und lächelte sie an. Karin sah ihn fragend an. ``Dad? Du bist….´´ Karin drehte sich Perplex um. Hinter ihr stand Ein junger Mann. Er war vielleicht Siebzehn oder achtzehn. Er trug ein weites T- Shirt und Shorts. Er hatte mitten im Satz abgebrochen und sah nun die Frau an die ihm gegenüberstand. Karin sah entsetzt in das Gesicht das sie ansah. ``Dirk?´´ Sie musterte den Jungen von oben bis unten. Immer und immer wieder sah sie ihn an. Sie drehte sich um und sah zu Michael und dann wieder zu Dirk. Sie stand zwischen den beiden. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Sie versuchte sie zurück zu halten doch es hatte keinen Sin. Plötzlich rannte sie los. Sie lief so schnell sie konnte. Auf das rufen der beiden achtete sie nicht. Schon bald konnte sie vor Lauter Tränen nichts mehr sehen. Sie lief zum Wagen und Startete den Motor. Michael lief ihr zwar nach doch er kam zu spät. Er sah nur noch wie Karin um die Ecke fuhr. Sie fuhr auf direktem weg und mit hohem Tempo zurück zum Schiff.
Michael ging zurück zum Strand. ``Warum hast du mir nicht gesagt das sie kommt? Und das sie noch nichts weis?´´ fragte ihn der Junge. Michael zuckte mit den schultern und setzte sich. ``Ich weis es nicht. Aber so wie es aussieht habe ich jetzt keine Chance mehr.´´ ``Was? Wir haben sie endlich wieder und du gibst auf?´´ ``Was soll ich den machen?´´ wollte Michael verzweifelt wissen. ``Du musst mit ihr reden. Fahr zum Schiff und versuche es ihr zu erklären.´´ Michael nickte und machte sich schließlich auf den Weg. Karin war in ihre Kabine gelaufen und hatte sich eingeschlossen. Sie lag auf dem Bett und weinte. Wie konnte er ihr das nur antun? Sie hatte geglaubt er sei Tod und jetzt stand er einfach da, in Shorts und T- Shirt. Und jetzt wusste sie auch dass Markus Michael war. Jetzt wusste sie warum er sie so angezogen hatte und warum er sie so an ihn erinnerte. Sie konnte es nicht glauben dass die beiden so etwas mit ihr machten. Zwei Jahre war es her seit sie verschwunden waren und keiner der beiden hatte sich gemeldet und gesagt dass er lebte. Sie zwang sich dazu sich zu beruhigen. Nachdem sie kurz im bad gewesen war ging sie nach oben ans Sonnendeck. Sie wusste das Biggi erst am Nachmittag das Schiff verlassen wollte. Nach einigem suchen fand sie sie. Eigentlich wollte sie mit ihr reden über das was gerade passiert war den sie wusste dass sie alleine damit nicht klar kam. Biggi sah sie kommen und lächelte sie an. ``Und wie war dein Ausflug mich Micha…´´ Biggi brach ab. Karin nahm ihre Sonnenbrille ab und sah Biggi entsetzt an. Dann drehte sie sich abrupt um und lief zurück in ihre Kabine. Das konnte nicht war sein. Biggi wusste also bescheid. Was dachten die sich eigentlich? Sie schmiss ihre Klamotten in ihren Koffer. Warum hatte Biggi ihr nichts gesagt? Sie hatte genau gesehen wie sehr sie gelitten hatte. Waren sie vielleicht nur deswegen auf diesem Schiff? Hatte Biggi von Anfang an bescheid gewusst? Karin war verzweifelt. Sie griff zum Telefon und wählte die Kurzwahl Nummer 1 um sich an der Rezeption ein Flugticket nach Deutschland buchen zu lassen. Außerdem bat sie noch ausdrücklich darum dass niemandem gesagt wurde dass sie abreiste. Biggi blieb noch eine kurze Weile sitzen und wollte ihr dann Folgen doch in der Eingangs Halle traf sie auf Michael. ``Ist wohl nicht so toll gelaufen´´ stellte Biggi trocken fest da sie eigentlich von vornherein nicht geglaubt hatte das dass funktionieren könnte. Michael erzählte ihr alles. Karin kam gerade die Treppe hoch doch sie sah die beiden früh genug und versteckte sich. Die beiden beschlossen zusammen nach Karin zu sehen. Nachdem sie verschwunden waren lief Karin zur Rezeption. ``Haben sie noch einen Flug bekommen?´´ ``Ja, bitte schön hier ist ihr Ticket. In eineinhalb Stunden geht das Flugzeug.´´ ``Vielen Dank, Und Bitte sagen sie niemandem das ich ausgecheckt habe.´´ bat Karin noch einmal ausdrücklich. Die Frau an der Rezeption nickte. ``Ihr Taxi wartet bereits´´ Karin nickte Dankend und verlies das schiff. Das Taxi brachte sie auf direktem weg zum Flughafen.
Biggi und Michael hatten schon fast die Kabine von Karin erreicht als Michaels Handy klingelte. ``Ja?´´ ``Sie müssen sofort kommen. Einer unserer Passagiere hat sich vermutlich das Bein gebrochen. Sie sind allerdings noch in den Bergen. Wir müssen mit dem Hubschrauber hin und sie holen.´´ ``Ok Käpten haben sie schon einen Piloten?´´ ``Nein, wir haben zwar einen Helikopter aufgetrieben aber einen Piloten haben wir noch nicht.´´ ``Ok ich bringen einen mit´´ Michael verabschiedete sich und grinste Biggi an. ``Und was ist mit Karin?´´ ``Da müssen wir uns später drum kümmern´´ meinte Michael Schulter zuckend. Die beiden Flitzten los und trafen sich mit dem Kapitän. Während sie den Verletzten Passagier aus den Bergen holten und ihn zurück zum Schiff flogen stieg Karin ins Flugzeug nach Deutschland.
``Katharina´´ Thomas stand am Treppenaufgang und wartete auf eine antwort. ``Was den?´´ Katharina erschien oben an der Treppe. ``Lisa und Laura erklären mit gerade Mathe.´´ ``Das ist super. Wenn ich helfen kann sagt ihr bescheid.´´ Katharina nickte und verschwand wieder. Thomas wollte gerade wieder ins Wohnzimmer gehen als die Haustür aufging. Verwunderte drehte er sich um und sah in das verweinte Gesicht von Karin. ``Karin´´ Er ging auf sie zu und nahm ihr die Koffer ab. Dann brachte er sie ins Wohnzimmer. Die drei Mädchen hatten auch bemerkt dass jemand gekommen war und kamen nun herunter und als sie Karin sahen setzten sie sich zu ihr und Thomas. ``Wieso bist du schon wieder da? Und wo ist Biggi?´´ ``Ich bin früher zurück geflogen.´´ ``Und warum?´´ ``Also auf dem Schiff sollte ja der Schiffsarzt ein Auge auf mich haben. Gestern meinte er wir würden zu einem Kollegen von ihm fahren. Allerdings sind wir zum Strand gefahren. Dort ist dann… Dirk aufgetaucht und es hat sich herausgestellt das Markus Michael ist. An Bord wollte ich mit Biggi sprechen doch die wusste auch schon davon also habe ich den nächsten Flieger zurück hier her genommen.´´ Karin weinte wieder. Katharina sah sie entsetzt an. ``heißt das… Michael und Dirk leben?´´ Karin nickte. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und verließ das Zimmer. Thomas drückte Karin kurz die Hand und folgte ihr dann. Katharina lag in ihrem Zimmer und weinte. ``Warum hat er mir das angetan?´´ fragte sie Thomas leise. Dieser nahm sie in den Arm und versuchte sie zu trösten doch so richtig schaffte er das nicht. Nachdem Katharina in seinen Armen eingeschlafen war ging er wieder nach unten.
Biggi und Michael hatten inzwischen herausgefunden dass Karin nicht mehr an Bord war und dass sie bereits auf dem weg nach Deutschland war. Da Michael noch arbeiten musste flog Biggi alleine zurück. Als sie jedoch zu Hause ankam wurde sie nicht sehr Freundlich begrüßt. Katharina begrüßte sie gar nicht erst und verdrückte sich wieder in ihr Zimmer. Karin beachtete sie ebenfalls nicht und Thomas und die beiden anderen Mädchen waren sehr reserviert.
Biggi war klar das sie sich das selber zuzuschreiben hatte. ``Was hast du dir eigentlich dabei gedacht?´´ Wollte Thomas eines Morgens wissen. Biggi sah ihn an. Sie saß am Tisch und hatte vor sich eine Tasse Kaffee. Es war jetzt eine Woche her seid sie wieder da war. ``Wobei?´´ ``Na du wusstest doch das er Michael ist. Warum hast du Karin nichts gesagt?´´ ``Ich habe es zufällig herausgefunden und ihn darauf angesprochen. Er hat mir alles erklärt und mich darum gebeten nichts zu sagen.´´ ``Was hat er dir erklärt?´´ ``Na warum er nicht Tod ist.´´ ``Und warum ist er nicht Tod?´´ Thomas hatte sich nun zu ihr gesetzt und sah sie an. Er verstand das Biggi nichts dafür konnte. ``Kurz bevor er ``Gestorben´´ ist hatte er einen Mord beobachtet und musste ins Zeugenschutzprogramm. Da Dirk nun auch in Gefahr war musste er auch mit. Aber da er nicht einfach so verschwinden konnte, genau wie Michael wurde eben eine Explosion und eine Entführung vorgetäuscht. Er hat immer wieder Bemerkungen gemacht zu Karin die nur Michael hätte machen können. Also habe ich ihn gefragt. Ich habe ihm gleich gesagt dass Karin davon nicht so begeistert sein würde. Aber er meinte trotzdem das er das so versuchen will.´´ Traurig sah sie auf ihre Hände. ``Ich wollte nicht das dass ganze so läuft. Karin denk dass ich das ganze von Anfang an wusste aber das stimmt nicht. Ich habe das auch erst kurz vorher erfahren.´´ Thomas stand auf und ging zu ihr. ``Hey ist schon ok. Ich glaube dir ja.´´ er nahm sie in den Arm und Biggi lehnte sich erleichtert an ihn. Später erzählten Katharina und Thomas Biggi alles. Biggi kamen bereits nach ein Paar Minuten die Tränen. Sie konnte kaum glauben was die beiden ihr alles erzählten und vor allem das sie nichts davon mitbekommen hatte. ``Warum hast du nie etwas gesagt?´´ fragte sie leise und nahm Katharina in den Arm. Diese zuckte mit den Schultern. Sie weinte nun ebenfalls. Thomas verließ leise das Zimmer. Biggi und Katharina sprachen in ruhe und lange miteinander.
Nach und nach hatte sich alles wieder etwas beruhigt. Katharina und Biggi machten lange Spaziergänge und sprachen über vieles was in den letzten Jahren Passiert war und alle halfen ihr in Sachen Schule. Karin dachte immer öfter an Michael und Dirk und sie überlegte ob sie nicht etwas überreagiert hatte. Bereits nach kurzer zeit begann sie wieder sich zurück zu ziehen und sie sprach wieder weniger. Biggi und Thomas waren zu einem Spaziergang in einen kleinen Wald gefahren. ``ich mache mir immer noch Sorgen um Karin.´´ seufzte Biggi. Thomas nickte und legte einen Arm um sie. Biggi lächelte ihn an. Sie war froh ihn zu haben. Er verstand sie immer auch wenn sie nichts sagte.
Zur Gleichen Zeit bei Karin:
Als es an der Tür klingelte ging Lisa hin um zu Öffnen. ``Guten Tag´´ sagte sie zu dem Mann der vor der Tür stand. Er erinnerte sie an jemanden doch sie wusste nicht genau an wen. ``Guten Tag, Ich würde gerne mit Karin sprechen.´´ ``Ähm einen Moment bitte.´´ Sie ging in den Flur um Karin zu rufen und überlegte weiter woher sie den Mann kannte. ``Karin kommst du mal bitte.´´ rief sie nach oben. Kurz darauf erschien Karin am Treppenabsatz. ``Wer ist es den?´´ Lisa zuckte die Schultern. Karin kam herunter und ging zur Tür. Als sie sah wer vor der Tür stand drehte sie sich auf dem Absatz um und ging wieder nach oben. Lisa sah ihre verdutzt nach. ``Ähm… wollen sie nicht erst mal rein kommen?´´ fragte Lisa und öffnete die Tür noch etwas weiter. Der Mann nickte dankend und ging an ihr vorbei und direkt ins Wohnzimmer. Lisa sah ihm verwundert nach. ``Es ist noch alles so wie damals´´ sagte der Mann und sah sich um. Endlich wusste Lisa wenn sie vor sich hatte. ``Michael´´ rief sie freudig und viel ihm um den Hals. Als jedoch die erste Freude vorbei war viel ihr wieder ein was passiert war. Bevor sie jedoch etwas sagen konnte war Michael bereits auf dem weg nach oben. Er wusste sofort wohin er musste. Er klopfte an Karins Tür und trat ein obwohl Karin ihn nicht herein gebeten hatte. Sie stand am Fenster und sah nach draußen. Michael sah sich in seinem alten Schlafzimmer um. An den wänden hingen Bilder von ihm, Dirk und Karin. Langsam ging er auf sie zu. ``Bitte geht´´ bat Karin leise. ``Bitte Karin, lass es mich doch erklären´´ bat Michael. Karin sagte nichts mehr also begann Michael einfach ihr alles zu erklären. Karin stand am Fenster und sah nach draußen. Sie hörte Michaels Stimme und ihr liefen die Tränen übers Gesicht. Michael redete und redete einfach. Sie hörte ihm gar nicht richtig zu. Sie hatte gehört wie Biggi Thomas alles erklärt hatte. Plötzlich drehte sie sich um. ``Du brauchst nichts mehr erklären. Bitte geh.´´ Michael sah sie Perplex an. ``Was? Aber…´´ ``Geh´´ Karin sah ihm direkt in die Augen. Sie brauchte Zeit, Zeit um das ganze zu Realisieren. Michael sah sie Traurig an und verlies das Zimmer. Mit Hängenden Schultern kam er die Treppe herunter. ``Michael´´ Michael drehte sich um und sah Lisa an. Sie konnte sehen das es nicht so gut gelaufen war. ``In welchem Hotel wohnt ihr?´´ Michael nannte ihr den Namen und verlies das Haus in dem er einmal so Glücklich war. Lisa sah ihm Traurig nach und ging dann zu Karin. Diese sah wieder aus dem Fenster. Lisa ging zu ihr und nahm sie in den Arm. ``Warum hast du ihn weg geschickt? Freu dich doch das er wieder da ist.´´ Karin erwiderte die Umarmung nicht und Reagierte auch nicht auf Lisas Frage. Lisa sah sie an und verlies das Zimmer. Sie lief aus dem Haus und über die Strasse. Dort bog sie in eine Seiten Strasse ab und Klingelte an einem Einfamilien Haus. Ein kleines Mädchen öffnete die Tür. ``Hallo Lisa´´ rief die Fünfjährige erfreut und lief ihr in die Arme. Lisa lachte und nahm Lina auf den Arm. ``Wo ist den Laura?´´ ``Die ist bei Timo im Garten.´´ Lisa lies sie wieder runter und schloss die Tür hinter sich. Sie ging durch das Wohnzimmer und die Küche in den Garten. Dort saß Laura am Tisch und fütterte den kleinen Timo. Er war eineinhalb. Laura Passte auf die beiden auf wenn ihre Mutter mal weg musste. Heute musste sie ein paar Besorgungen machen. ``Hallo Laura. Rate mal wer gerade da war.´´ rief Lisa ihrer Schwester direkt zu. Laura sah sie fragend an und gab Timo den letzten Rest von seinem Brei. ``Michael.´´ Laura sah sie groß an. ``Und wie hat Karin reagiert?´´ ``Gar nicht kennst sie ja. Das heißt zu erst schon. Ich habe sie runter gerufen weil ich nicht genau wusste wer das war. Als sie ihn gesehen hat ist sie direkt wieder nach oben. Michael ist ihr nach. Er wollte ihr alles erklären aber sie hat ihn rausgeschmissen. Er hat mir das Hotel gesagt in dem er und Dirk wohnen.´´ ``Dirk ist auch hier?´´ Lisa nickte. Sie half Laura die beiden Kinder anzuziehen und dann gingen sie gemeinsam zu dem Hotel. Sie wollten Dirk und Michael endlich richtig begrüßen. Sie konnten Karin natürlich verstehen. Sie hatte es nie akzeptiert das die beiden Tod waren, sie hatte sich beinahe umgebracht, sie redete kaum etwas und sie aß nur sehr wenig und das seit zwei Jahren. Und jetzt Plötzlich standen die beiden einfach da. Sie waren nicht Tod, sie Lebten. Sie hätten an Karins stelle vermutlich genauso reagiert doch auf der anderen Seite freuten sie sich einfach das die beiden noch Lebten. Eine Viertelstunde später erreichten sie das Hotel. An der Rezeption fragten sie nach dem Zimmer der beiden. Als sie die Zimmer Nummer hatten ließen sie den Kinderwagen in der Eingangshalle stehen und gingen mit den beiden nach oben zu den Zimmern. Als sie das Zimmer der beiden gefunden hatten klopften sie leise an. Kurz darauf wurde die Tür geöffnet und Dirk sah sie an. Als er sie erkannte breitete sich ein lächeln auf seinem Gesicht aus. ``Hallo ihr beiden´´ lächelnd lies er sie rein. Laura legte Timo aufs Bett und nahm ihn in den Arm. Lisa tat das gleiche. Auch Michael wurde Freudig begrüßt. Sie blieben noch Zwei Stunden und unterhielten sich mit den beiden über die letzten zwei Jahre. Michael und Dirk erzählten was sie in den letzten zwei Jahren so gemacht hatten und auch die beiden Mädchen erzählten was alles passiert war. ``Ich muss die beiden nach Hause bringen.´´ sagte Laura schließlich. Dirk stand sofort auf. ``ich begleite dich´´ ``und was ist mit dir Lisa?´´ wollte Laura wissen. ``Ich bleibe noch etwas bei Michael. Wenn es dir recht ist´´ fragend sah sie ihn an. Michael nickte und so machten sich Lara und Dirk mit den beiden auf den Weg. ``Wie geht es Katharina?´´ fragte Dirk leise. Laura sah ihn an. ``Nicht so toll, ehrlich gesagt.´´ Sie erzählte Dirk alles was sie wusste und wie sie ihr helfen wollten. ``Sie hat uns erst vor ein Paar Wochen alles erzählt bzw. Papa wusste schon vorher etwas. Uns haben sie erstmal nur von den Schulproblemen erzählt. Was sonst noch alles ist hat sie mir erst letztens erzählt. ``Glaubst du sie will mich sehen?´´ ``Ich weis es nicht. Als sie gehört hat dass du lebst ist sie weinend in ihr Zimmer gelaufen. Versuch es einfach.´´ Dirk nickte. Schweigend liefen sie nebeneinander her. Nachdem sie die beiden Kinder nach Hause gebracht hatten gingen sie zusammen in die Wächter/Thaler/Schwerin Villa. Laura hoffte dass Katharina zu Hause war. Als sie die Tür aufschloss kam ihnen Karin entgegen. Als sie Dirk sah blieb sie abrupt stehen. Auch Dirk blieb stehen und sah sie an. Dirk wollte gerade etwas sagen als Karin sich umdrehte und nach oben ging. Dirk sah ihr traurig nach. ``Ok also ich gehe hoch und kucke ob Katharina da ist. Wenn sie da ist rede ich mit ihr und komme dann mit ihr runter.´´ Dirk nickte. Laura ging nach oben und Klopfte an Katharinas Tür. Katharina lag auf ihrem Bett und Hörte Musik. Sie hatte die Kopfhörer an und dachte an Dirk. Sie wünschte sich so sehr ihn wieder zusehen doch sie wollte nicht einfach zu ihm hingehen. Vielleicht hatte er längst eine Freundin. Vielleicht würde sie ihn nur nerven. Eine kleine Träne lief ihr bei diesen Gedanken über die Wange. Das Klopfen bemerkte sie gar nicht. Sie öffnete die Augen erst als Laura neben ihr saß. Erschrocken sah sie auf. ``Laura´´ ``Hi Katharina. Entschuldige ich wollte dich nicht erschrecken. Ich habe jemanden mitgebracht der dich sehr gerne sehen würde.´´ Katharina hoffte das es Dirk war doch wirklich glauben konnte sie es nicht. Sie stand auf und ging hinter Laura nach unten. Als sie ins Wohnzimmer kam stand wirklich Dirk vor ihr und lächelte sie zaghaft an. ``Hallo´´ Katharina sah ihn an. Sie konnte nicht sprechen. Dirk ging auf sie zu. Er wusste nicht genau ob er sie in den arm nehmen konnte. Katharina löste sich endlich aus ihrer Starre und ging ebenfalls auf ihn zu. Plötzlich lief sie los und viel ihm um den Hals. Ihr war egal was er oder die anderen jetzt dachten. Sie wollte ihn einfach Spüren und wissen das er nicht Tod war. Dirk war froh das sie ihm um den Hals gefallen war. Er hielt sie ganz fest und redete leise mit ihr. Laura ging leise aus dem Zimmer. Sie hatte gehört wie jemand die Treppe herunter kam und da es nur Karin sein konnte wollte sie nach ihr sehen. Karin stand im Flur und sah zu Katharina und Dirk. Als sie merkte dass Laura zu ihr kam ging sie schnell weiter in die Küche. ``Katharina freut sich einfach das er lebt warum kannst du das nicht auch? Sie hat genauso viel Durchgemacht wie du, wenn nicht noch mehr und sie freut sich jetzt einfach.´´ Karin sah sie nur kurz an und verschwand dann wieder nach oben. Laura sah ihr Schulter zuckend nach.
``Es tut mir leid das ich dich im Stich gelassen habe´´ Dirk sah Katharina traurig an. Auch ihm viel es damals sehr schwer sie alleine zulassen und dann auch noch in dem glaube er sei Tod. Die beiden unterhielten sich noch lange. Dirk versuchte Katharina alles zu erklären so weit er es erklären konnte. Katharina freute sich einfach nur dass er da war. Die Erklärungen interessierten sie kaum. Etwas damit anfangen konnte sie jetzt eh nicht mehr.
Michael versuchte weiterhin mit Karin zu reden doch sie lies gar keinen an sich ran. Mit Hilfe der anderen schaffte Katharina das Schuljahr doch noch. Alle waren froh als das Schuljahr endlich geschafft war und sie Sommerferien hatten. Biggi und Katharina wollten zusammen weg fahren. Dirk nahmen sie mit. Thomas fuhr mit seinen Mädchen zu seinen Eltern und so war Karin alleine zu Hause. Sie saß Hauptsächlich in ihrem Zimmer und lass oder starte an die Decke. Die anderen hatten sie gefragt ob sie mit fahren wolle doch sie hatte alles abgelehnt. Sie wusste nicht so ganz was sie wollte. Meistens wollte sie einfach nur da liegen, nachdenken und von allen in ruhe gelassen werden. Schließlich gaben es alle auf und ließen sie einfach in Frieden.
Biggi war mit den beiden nach Holland ans Meer gefahren. Freunde von ihr hatten dort ein Haus. Am zweiten Abend saßen sie zusammen am Tisch und spielten Karten. Sie hatte viel mit Dirk gesprochen und nach und nach hatte sich ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein wieder erholt. Er war besser als jeder Therapeut. Sie sah kurz zu Dirk und nachdem der genickt hatte wandte sie sich an ihre Mutter. ``Hast du lust auf einen Spaziergang?´´ Biggi sah sie zwar Die beiden machten sich fertig und machten sich auf den Weg ans Meer. Dirk bereitete in der Zwischenzeit das Abendessen vor.
``Tust du mir einen Gefallen?´´ fragte Katharina vorsichtig. Ihre Mutter nickte. ``Bitte erzähl mir von Papa, und warum du nie über ihn sprichst.´´ Biggi blieb stehen und sah ihre Tochter an. Sie merkte dass sie ihr nicht mehr ausweichen konnte. ``Dein Vater war meine erste und einzige große Liebe, Wir gingen in die gleiche Klasse. Ich glaube in der 10. Klasse wurden wir ein Paar. Unsere Eltern waren irgendwie Geschäftlich verknotet. Keine Ahnung wie genau. Interessiert hat uns das nicht wirklich. Auf jeden Fall standen sie ziemlich in der Öffentlichkeit und unsere Väter waren beide etwas schwierig. Als ich Schwanger wurde hat ihnen das natürlich gar nicht gefallen. Ich war gerade mal 17. Also haben sie mich ins Internat gesteckt. Angedroht hatten sie es mir schon vorher weil meine Noten nicht gerade überragend waren. Marius, also deinem Vater, haben sie erzählt ich würde nichts mehr von ihm wissen und währe ins Ausland gegangen für ein Jahr. Da ich weg war hat er das auch geglaubt. Aus dem Internat bin ich abgehauen und zu ihm gefahren doch Marius war weg. Seine Mutter hat mir genau das gleiche erzählt wie ihm. Also bin ich alleine Losgezogen. Nach Hause und zurück ins Internat wollte und konnte ich nicht. Ich bin dann erst mal zu einer Freundin gezogen.´´ ``Aber wenn du ihn so sehr geliebt hast, warum wolltest du mich dann nicht?´´ ``Wie kommst du den darauf?´´ ``Na ja, ich habe damals nach meinem Pass gesucht wegen dem Ausflug. Jedenfalls habe ich dein Tagebuch gefunden. Ich wollte nicht lesen, ehrlich aber dann…´´ ``Schon ok. Der Hauptgrund weswegen sie mich ins Internat gesteckt haben war ja meine Schwangerschaft. Als ich dann gemerkt habe dass Marius nicht mehr da war dachte ich im ersten Moment das ich dich nicht möchte. Ich wusste einfach nicht weiter und anstatt unseren Eltern die Schuld zu geben habe ich sie dir gegeben. Ich habe mir eingeredet das du schuld daran bist das wir nicht mehr zusammen sein können. Natürlich war das Schwachsinn und schon kurz danach habe ich mich so auf dich gefreut. Du verbindest uns beide.´´ Katharina lief eine weile schweigend neben Biggi her. Schließlich hielt Biggi sie fest und nahm sie in den Arm. ``Ich Liebe dich. Du hast so viel von ihm und ich bin einfach nur froh das du da bist.´´ sie nahm ihre Tochter in den Arm. ``Und warum hast du immer gesagt das er Tod ist?´´ ``Irgendwann bin ich hier hergekommen. Ich habe den Job auf der Basis bekommen und habe für uns beide hier eine Wohnung gesucht. Als sich unser Leben wieder etwas beruhigt hatte habe ich angefangen nach ihm zu suchen.´´ ``Und?´´ ``Zwei Jahre nach deiner Geburt ist er mit dem Auto gegen einen Brückenpfeiler gefahren. In seinem Abschiedsbrief hat er geschrieben dass er ohne dich und mich nicht Leben wollte. In den zwei Jahren nach unserer Trennung hat er gearbeitet wie ein Irrer. Das Geld was er in dieser Zeit verdient hat, hat er für dich angelegt. Wenn du Achtzehn bist kannst du frei darüber verfügen.´´ ``Also das heißt irgendwie bin ich doch Schuld.´´ Katharina blieb stehen und sah aufs Meer. Biggi blieb abrupt stehen. ``Nein, Bitte hör auf dir das einzureden. Das Stimmt nicht. Schuld sind unsere Eltern. Oder wir oder sonst wer aber am aller wenigsten du.´´ sie nahm ihr Tochter in den Arm und drückte sie fest an sich. Ihr liefen Tränen übers Gesicht und auch Katharina begann zu weinen. Sie war froh dass sie endlich wusste warum Biggi so empfindlich auf ihren Vater reagierte. Sie gingen noch eine weile Spazieren bevor sie zurück zu Dirk gingen.
Michael hatte inzwischen einen Job in einem Krankenhaus und er hatte für sich und Dirk eine kleine Wohnung gefunden. Dirk war jedoch die meiste zeit in der Villa. Michael wollte die Zeit nutzen wenn alle weg waren und endlich richtig mit Karin reden. Mit einem Wunderschönen Blumenstrauß stand er nun vor der Tür und hoffte dass sie öffnen würde. Nach mehrmaligem Klingeln kam Karin endlich. Sie öffnete die Tür und wollte sie sofort wieder schließen als sie Michael sah doch dieser Stellte seinen Fuß dazwischen. ``Bitte Karin, sprich endlich mit mir´´ rief Michael verzweifelt. Karin wich jedoch einfach nur zurück und sah ihn traurig an. Eigentlich wollte sie ihn einfach nur umarmen und froh sein das er da war doch sie konnte nicht. Michael legte die Blumen weg und kam auf sie zu. ``Bitte Karin´´ bat er leise und eindringlich. Karin wollte etwas sagen doch sie konnte nicht. Ihre Stimme versagte, ihr wurde schwarz vor Augen und ihr beiden Trugen sie nicht mehr. Sie brach zusammen, kurz bevor sie auf den Boden aufschlug fing Michael sie auf. Entsetzt sah er sie an. ``Karin, Karin was ist mit dir? Bitte sag doch etwas´´ flehte er während er sie auf den Boden legte und ihre Vitalfunktionen überprüfte. Als er sich vergewissert hatte das sie noch Atmete legte er sie in die Stabile Seitenlage und griff nach seinem Handy. Nachdem er den Notruf abgesetzt hatte streichelte. Es kam ihm so vor als würde es stunden dauern bis der Notarztwagen endlich kam. Er begrüßte seine Kollegen und erzählte ihnen was passiert war. Karin bekam eine Infusion und wurde weiter Notversorgt. Michael fuhr im Krankenwagen mit. Die ganze Zeit streichelte er ihren Kopf. Unterwegs öffnete Karin die Augen. Panisch sah sie sich um doch als sie Michael sah beruhigte sie sich etwas. Sprechen konnte sie nicht, dafür war sie zu schwach. Im Krankenhaus wurde festgestellt das sie unterernährt und übermüdet war. Michael hatte von den anderen gehört dass Karin kaum etwas gegessen hatte. Dass sie jedoch auch nicht schlief hatte er nicht gewusst. Wie sehr musste sie gelitten haben? Und das alles nur weil er vor zwei Jahren zur Falschen zeit am Falschen ort war. ``Das kann jedoch unmöglich der erste Zusammenbruch gewesen sein.´´ stellte Michaels Kollegin Melanie Pfau fest. Michael sah sie an. ``Ja du hast recht, bei den Befunden müsste sie schon fast Tod sein. Aber die anderen haben mir nichts erzählt. Allerdings sagten sie dass sie mit keinem redete und sich die meiste Zeit in ihrem Zimmer einschloss. Da kann es schon sein das sie zusammen gebrochen ist ohne dass es jemand bemerkt hat.´´ ``Aber es wohnen doch so viele in dem Haus. Irgendjemandem muss doch aufgefallen sein das sie abgenommen hat und das auch sonst etwas nicht stimmt.´´ ``Nachdem sie jede Hilfe abgelehnt hat haben sich die anderen auch nicht mehr um sie gekümmert. Einen Vorwurf kann man ihnen auf jeden fall nicht machen. Karin ist erwachsen und sie ist selbst Ärztin.´´ Melanie nickte. Sie brachten Karin auf ihr Zimmer. Michael blieb die ganze Zeit bei ihr. Da Karin sich weiterhin weigerte etwas zu essen wurde sie über eine Magensonde ernährt. Michael war froh das die anderen alle noch Unterwegs waren so konnte er sich in Ruhe um Karin kümmern ohne alles erklären zu müssen. Außerdem hatte Karin so ihre Ruhe. Michael nahm sich Urlaub den ihm sein Chef nach einigem Hin und her auch gab. Er sah ein das Karin jetzt nicht alleine bleiben konnte. Ganz langsam erholte Karin sich wieder. Michael wusste das es ehr, sehr lange dauern würde bis sie wieder Fit sein würde doch er würde bei Ihr bleiben und mit ihr Kämpfen doch er wusste auch das Karin dafür erst mal wieder anfangen musste zu Kämpfen. Denn obwohl Michael da war schien sie ihren Lebensmut noch nicht wieder gefunden zu haben. Die vier Wochen, in denen die anderen weg waren vergingen schnell. Karin ging es zwar etwas besser doch der Ansturm der anderen würde sie übervordern. Also lies Michael sie in ein Krankenhaus an der Holländischen Küste verlegen. Den anderen hinterlegte er einen Brief das er mit Karin weg gefahren sei. Er war sich sicher dass Karin nicht wollte dass die anderen wussten wie schlecht es ihr ging. Er packte ein Paar Sachen und machte sich dann mit ihr zusammen auf den Weg. Ein Hubschrauber brachte sie in das andere Krankenhaus.
Als die anderen nach hause kamen und die Nachricht lasen freuten sie sich da sie glaubten die beiden hätten endlich wieder zu einander gefunden. In Wirklichkeit lag Karin in einem Krankenhaus Bett und wurde Künstlich ernährt.
So vergingen die Wochen. Die Kinder mussten wieder in die Schule. Michael saß Tag für Tag und Nacht für Nacht an Karins Bett. Sie erholte sich zwar Körperlich wieder doch sie sprach noch immer nicht. Michael merkte jedoch dass seine Anwesenheit wichtig für sie war. Michael machte mit Ihr Spaziergänge am Strand entlang und redete mit ihr auch wenn sie nicht antwortete. Er erzählte ihr wie er sich damals gefühlt hatte als er einfach weg musste. Was er die letzten zwei Jahre gemacht hatte und wie oft er an sie gedacht hatte. Nach und nach öffnete Karin sich ihm wieder. Sie lies sich von ihm in den Arm nehmen und lehnte sich auch mal an ihn an. Sie Aß auch wieder von Selber und Michael wusste das sie einen Kleinen schritt bereits geschafft hatten. ``Warum sprichst du nicht mit mir Karin?´´ wollte er leise wissen als sie zusammen auf einer Bank am Strand saßen und aufs Meer schauten. ``Ich möchte so gerne wissen woran du denkst, was du fühlst oder was du dir wünschst. Ich würde so gerne wissen wie es so weit kommen konnte das du zusammen brichst und trotzdem nichts unternimmst. Warum du dich deinen Freunden so verschließt.´´ Er nahm sie Fest in den Arm und Karin schmiegte sich an ihn. Sie dachte an die letzten beiden Jahre wo sie sich so alleine gefühlt hatte auch wenn ihre Freunde immer für sie da waren. ``Ich habe unser Kind verloren´´ sagte sie Plötzlich leise. Michael horchte verwundert auf. Er richtete sie auf und sah ihr Fragend in die Augen. ``Wie meinst du das?´´ ``Als du damals weg gegangen bist war ich Schwanger. Ich wollte es dir sagen an dem Abend als du nicht wieder gekommen bist. Als ich dann gehört habe das du Tod bist habe ich das Baby total verdrängt. Als dann auch noch Dirk entführt wurde und nicht wiederkam konnte ich nicht mehr. Ich habe alles verdrängt und es gab nur noch mich und das Baby. Ich weiß nicht warum aber ich habe mit allen mitteln versucht es vor den anderen zu verbergen. Irgendwann wurde der Stress zu groß. Ich hatte eine Todgeburt. Als man es bemerkte war es schon zu Spät. Wenn ich den anderen etwas erzählt hätte würde Jasmin vielleicht noch Leben.´´ Tränen liefen ihr über die Wangen. Michael merkte das sie sich die ganze Zeit vorwürfe gemacht hatte und das dass wohl ein weiterer Grund für ihren Momentanen zustand war. ``Die anderen hätten auch nichts tun können. Bitte mach dir keine vorwürfe. Jetzt kann man es eh nicht mehr ändern. Ich bin mir sicher das Jasmin in deinem Herzen Lebt und sie möchte bestimmt nicht das es dir so schlecht geht.´´ sagte Michael leise. Karin sah ihn Dankbar an. ``Danke Michael. Bitte entschuldige wie ich mir dir gegenüber verhalten habe. Ich bin froh das du mich hier her gebracht hast und das du die ganze zeit da warst.´´ Michael schüttelte den Kopf. ``Ich Liebe dich noch genauso wie damals. Es war Selbstverständlich das ich bei dir bleibe. Ich habe dich schon damals im Stich gelassen.´´ er nahm ihren Kopf in seine Hände und Küsste sie auf die Stirn. Karin lächelte ihn dankbar an und lehnte sich an ihn.
``Sag mal kommen die eigentlich auch wieder?´´ Lisa sah in die Runde. Laura, Dirk, Katharina, Biggi, Thomas und sie saßen zusammen im Wohnzimmer am Kamin. ``Eigentlich wollten sie doch nur in Urlaub fahren oder nicht?´´ Die anderen nickten. ``Ich habe zwar ab und zu mit Michael gesprochen aber eigentlich wissen wir überhaupt nichts.´´ stellte Thomas fest. ``Also für mich sieht das eher so aus als wollten sie das wir irgendwas nicht mitkriegen.´´ stellte Laura fest. Wieder nickten die anderen. ``Ja aber was? Wir sind ihre Freunde und Familie?´´ wollte Biggi wissen. ``Ich weiß es nicht aber komisch ist es schon, ich meine Karin lebt zwei Jahre total zurückgezogen, wenn Michael auftaucht redet sie nicht mit ihm und schmeißt ihn raus und jetzt auf einmal verschwinden sie zusammen für fast ein halbes Jahr und sagen uns nicht wirklich wo sie sind und was sie machen.´´ Die anderen Pflichteten Thomas zu. Schließlich beschlossen sie Michael anzurufen und ihn endlich zu fragen.
Karin und Michael waren mal wieder am Strand unterwegs. Jetzt nach diesen Fünf Monaten ging es Karin schon richtig gut. Sie brauchte zwar immer noch Erholung doch ansonsten war sie schon wieder ganz fit. Sie hatte an Gewicht zugenommen und durch die vielen Spaziergänge wieder etwas Farbe bekommen. Am in Arm liefen sie durch den Sand und reden über alles Mögliche. Plötzlich klingelte Michaels Handy. Er löste sich von Karin und nahm ab. ``Michael´´ ``Hallo Michael, hier sind alle die ihr so einigermaßen vergessen habt.´´ sagte Thomas. Er hatte den Lautsprecher vom Telefon an und so konnte Michael auch all die anderen hören. ``Hallo´´ Michael grinste Karin an. Er wusste dass er sich ziemlich selten bei den anderen gemeldet hatte. ``Sagt mal dürfen wir mal erfahren was ihr zwei macht?´´ wollte Thomas wissen ``Wir? Wir gehen am Strand spazieren.´´ ``Am Strand?´´ ``Ja am Strand. Wenn alles gut Läuft kommen wir in vier Wochen nach Hause´´ sagte Michael und hoffte damit erst mal keine Fragen mehr beantworten zu müssen. ``Aha.´´ sagte Thomas. Michael konnte hören das er sich mit dieser antwort überhaupt nicht zufrieden gab. Fragend sah er Karin an. Diese überlegte kurz und nahm ihm dann den Hörer aus der Hand. ``Hallo´´ sagte sie leise. Am anderen ende war Stille. Es war das erste Mal das sie mit den anderen sprach. Sie war zwar ab und zu dabei gewesen wenn Michael mit ihnen Telefonierte doch mit ihnen sprechen wollte sie nicht. ``Karin´´ Biggi war die erste die etwas sagen konnte. Sie vermisste ihre Freundin so sehr doch alle versuche mit ihr zu sprechen waren gescheitert. ``Wie geht es dir? Wo bist du? Warum sprichst du erst jetzt mit uns?´´ Karin musste lächeln. Sie setzte sich mit Michael auf eine Bank und kuschelte sich an ihn. ``Mir geht es gut mach dir keine Sorgen. Als ihr weg wart hatte ich einen Zusammenbruch und musste in die Klinik. Danach musste ich hier her in Kur. Die hat leider länger gedauert als erwartet. Michael hat mich begleitet. Er wollte nicht das ihr euch sorgen macht und hat deswegen nichts gesagt. Da ich jede Anstrengung vermeiden musste hat er euch auch nicht gesagt wo ich bin damit ihr mich nicht besuchen könnt. Bitte entschuldigt das wir euch nichts gesagt haben.´´ Karin unterhielt sich noch eine weile mit Biggi und auch mit den anderen. Sie alle waren froh endlich Karins Stimme zu hören. Nach dem Telefonat saßen die beiden noch eine weile schweigend auf der Bank. Michael versuchte sich zu erinnern wann Karin angefangen hatte zu Kämpfen. Doch es viel ihm nicht ein. Schließlich gab er es auf und Freute sich einfach das sie nun Kämpfte.
Als sie schließlich auflegten wussten sie noch immer nichts Genaueres außer warum sie weg waren. Dirk hatte jedoch eine Idee wo er was erfahren könnte. Er sagte jedoch nichts. Am nächsten Tag machte er sich auf den weg zum Krankenhaus. Katharina begleitete ihn. Als er dort ankam ging er direkt in den vierten Stock. Dort hatte Melanie Pfau ihr Büro. Er hatte glück und erwischte sie bevor sie sich auf den weg nach Hause machte. Michael stand in ständigem Kontakt mit ihr. So wusste sie genau bescheid wie es Karin ging. ``Hallo Melanie. Ich brauche deine Hilfe´´ sagte Dirk und stellte ihn Katharina vor. ``Was kann ich für dich tun Dirk?´´ ``Vor einem Halben Jahr, kam da Papa mit einer Frau hier an? Sie hatte einen Zusammen Bruch´´ ``Du weist das ich dir keine Auskunft über Patienten geben darf.´´ ``Ja ich weis aber sie ist meine Stiefmutter.´´ ``Und warum fragst du nicht Michael?´´ ``Weil der seit einem Halben Jahr irgendwo mit ihr ist und uns nicht sagt was los ist. Ich möchte aber gerne wissen wie es um sie steht.´´ ``Na gut. Als sie hier eingeliefert wurde war sie schon fast Tod. Das war nicht der Erste zusammen Bruch. Sie war Stark unterernährt und übermüdet. Michael hat sie im letzten Augenblick gefunden. Sie wollte nichts Essen und hatte überhaupt keinen Lebensmut mehr. Wir mussten sie mit einer Magensonde ernähren. Kurz bevor ihr aus dem Urlaub zurück kamt ist er mit ihr in eine andere Klinik damit ihr nicht mitbekommt wie schlecht es um sie stand. Dass ihre Genesung so lange dauert wussten wir nicht. Wir telefonieren fast jeden Abend und daher weis ich wie es ihr geht. Es hat sehr lange gedauert bis sie ihren Lebenswillen wieder hatte. Inzwischen ist sie fast wieder komplett gesund.´´ ``Sagst du mir in welcher Klinik sie sind?´´ Melanie zögerte doch als sie Dirks bittende Augen sah nickte sie. Sie gab ihm die Adressen und verabschiedete sich von ihm und Katharina. ``Was hast du jetzt vor?´´ wollte Katharina wissen. ``Ich fahre zu ihnen.´´ ``Aber sie haben doch mit Absicht eine Klinik in Holland ausgesucht damit wir sie nicht besuchen. Außerdem ist Schule.´´ ``Das ist mir beides Egal. Ich will endlich meinen Vater wieder sehen und Karin auch.´´ Katharina gab es auf. Wenn Dirk sich etwas vornahm hatte sie keine Chance das wusste sie. ``Ok aber ich komme mit. Keine wiederrede´´ sagte sie als Dirk ihr widersprechen wollte. Noch am Selben Tag regelten sie alles. Sie kauften Tickets und packten ihre Rucksäcke. Sie hatten Glück und von den anderen war keiner da. Thomas und Biggi waren schon früh mit den Mädchen weggefahren. Sie wollten den Zug am Nachmittag nehmen. Sie schrieben den anderen einen kurzen Brief und machten sich auf den weg zum Bahnhof. Katharinas Leistungen waren dank den anderen so gut dass Dirk es verantworten konnte sie mitzunehmen. Außerdem waren in zwei Wochen sowieso Weihnachtsferien. Klar hätte er bis dahin warten können doch er wollte sofort zu Michael und Karin. Da es unterwegs ein Paar Pannen gab konnten sie die Nacht in diesem Verbringen.
Als die anderen am Abend nach hause kamen riefen sie nach Dirk und Katharina doch die beiden antworteten nichts. ``Bestimmt sind unsere Turteltauben bei einem Romantischen Spaziergang im Mondlicht unterwegs.´´ grinste Laura. Lisa musste Kichern. Thomas und Biggi sahen sich verdutzt an und mussten dann ebenfalls lachen. Der verdacht war schon berechtigt da Katharina und Dirk fast nur noch zusammen unterwegs waren. Die beiden Mädchen verschwanden sofort nach oben in ihre Zimmer. Biggi ging in die Küche um ein Glas Wein für sich und Thomas zu holen. Sie wollten sich einen Gemütlichen Abend vor dem Fernseher machen. Gegessen hatten sie bereits unterwegs. ``Wo bleibst du den? Der Tatort fängt gleich an.´´ rief Thomas aus dem Wohnzimmer. Doch Biggi antwortete nicht. Thomas rief noch einmal doch auch Dieses mal antwortete sie nicht. Thomas stand auf und ging in die Küche um zu sehen warum Biggi nicht antwortete. ``Hey was ist den Los?´´ Biggi stand in der Küche und hielt einen Zettel in der Hand. ``Von wegen Spaziergang im Mondschein. Die beiden sind abgehauen´´ sagte Biggi leise und hielt ihm den Zettel hin.
``Wir wissen wo Michael und Karin sind und fahren zu ihnen. Ich weiß das ihr und auch Michael nicht sehr begeistert davon sein werdet aber ich möchte meinen Vater endlich wieder sehen. Bitte entschuldigt das ich Katharina mitgenommen habe aber sie wollte nun mal mit. Das mit der Schule kriegen wir schon hin. In zwei Wochen sind eh Ferien und das was wir verpassen holen wir nach. Versprochen. Bis Bald, wir melden uns wenn wir angekommen sind.
Dirk´´
``Das glaub ich jetzt nicht´´ sagte Thomas und sah Biggi an. Diese zuckte nur die Schultern. ``machen können wir jetzt eh nichts. Um Michael anzurufen ist es eh zu Spät.´´ meinte sie mit einem Blick auf die Uhr. Thomas stimmte ihr zu.
Als Dirk und Katharina im Krankenhaus ankamen wurde ihnen gesagt dass Karin und Michael am Strand waren. Sie brachten ihre Rucksäcke in Karins Zimmer und machten sich dann auf die Suche. Es Dauerte nicht lange bis sie die beiden vor sich sahen. ``Papa, Karin´´ rief Dirk und lief Los. Die beiden drehten sich erschrocken um. ``Sind das Dirk und Katharina?´´ wollte Karin wissen. Michael nickte. ``Sieht so aus.´´ er lächelte und schloss seinen Sohn in die Arme als dieser ihn erreicht hatte. ``Was macht ihr beide hier?´´ wollte Miochael wissen nachdem er auch Katharina begrüßt hatte. ``Nachdem Karin gesagt hatte das sie im Krankenhaus war habe ich an melanie gedacht. Sie hat mir alles erzählt und auch gesagt wo ich euch Finden kann. Katharina wollte unbedingt mit. ``Wissen die anderen wo ihr seid?´´ ``Ja wir haben ihnen einen Zettel hinterlegt.´´ sagte Dirk. ``Und was ist mit der Schule?´´ Dirk wollte gerade antworten als Michaels Handy Klingelte. ``Michael´´ ``Hallo Michael hier ist Thomas.´´ ``ja die beiden sind hier´´ sagte er bevor Thomas fragen konnte. ``Dann ist ja gut.´´ ``Wir bringen sie mit nach hause wen wir kommen.´´ ``Ok und wann sit das?´´ ``Muss ich noch abklären. Also bis demnächst´´ sagte Michael und verabschiedete sich. ``Ich möchte nach Hause Michael´´ sagte Karin Plötzlich. Michael hatte das erwartete. Er wusste wie sehr Karin ihre Freunde vermisste. Ihm ging es ja nicht viel anders. ``Ok dann würde ich sagen wir klären alles und machen uns dann auf den Heimweg. Die Klinik hat ihr Ok gegeben.´´ ``Aber du hast doch am telefon gesagt das ihr noch vier Wochen hier bleibt.´´ ``Ja ich weis aber wir haben gestern die neuesten ergebnisse von den untersuchungen bekommen. Medizinisch ist alles ok. Wir wollten nur noch abwarten bis du dich soweit fühlst das du nach hause willst.´´ Michael lächelte sie an und nahm sie in den Arm. Karin nickte. Ja sie wollte jetzt nach Hause. Sie wollte wieder zu ihren Freunden. Vier tage später machten sie sich auf den Weg. Karin wurde immer stiller je näher sie ihrem Haus kamen. Michael hielt die ganze zeit ihre Hand. Als das Txi, welches sie vom Bahnhof abgeholt hatte in der auffahrt zur Villa hielt zögerte Karin. Michael Lächelte sie aufmunternd an und nahm sie in den Arm. ``Du schaffst das ok?´´ Karin nickte. Sie stieg aus und ging langsam auf das große Haus zu.
``Karin´´ Lisa und Laura kamen auf sie zugelaufen und vielen ihr um den Hals. Sie hatten die ankömlinge als erste bemerkt. In der Tür erschienen nun auch Biggi und Thomas. Als nächstes begrüßte Biggi ihre Freundin. ``Hallo Karin´´ sie nahm ihre Freundin in den Arm. Thomas begrüßte Karin als letztes. Michael wurde natürlich auch begrüßt. Als dann alle im Wohnzimmer saßen musste Karin natürlcih erzählen was wirklich los war. Es viel ihr schwer alles zu erzählen und Michael half ihr von Zeit zu Zeit. Natürlich war Biggi ein wenig enttäuscht das ihre Freundin ihr nichts gesagt hatte doch irgendwie verstand sie Karin auch. Sie hätte sich warscheinlich genauso verhalten. Schließlich waren alle nur froh das alle wieder zusammen waren und das es allen gut ging.
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