Zweifel

 

A- Crew B- Crew

Piloten Jens Köster Biggi Schwerin

Notärzte Dr. Michael Lüdwitz Dr. Gabriele Kollmann/

Dr. Karin Thaler

Sanitäter Peter Berger Florian Lenz/

Ralf Staller

 

 

Weitere Personen:

Thomas Wächter

Lisa und Laura Wächter

Julia Pfau (Basisleiterin)

Jasmin (Julias Tochter)

Heidi (Sekretärin)

 

``Wie oft soll ich es dir noch sagen? Ich liebe dich nicht. Ich Liebe eine andere Frau. Bitte Akzeptier das endlich´´ ``Nein, Nein das ist nicht war.´´

``Gabriele, Gabriele wach auf! Gabriele´´ langsam öffnete Gabriele die Augen und sah ihre Beste Freundin an. ``Er Liebt mich nicht. Er liebt eine andere´´ flüsterte sie und wischte sich den Schweiß von der Stirn. ``nein das stimmt nicht. Er liebt dich und das weißt du. Du hast nur schlecht geträumt.´´ versuchte Biggi ihre Freundin zu beruhigen. Sie wohnten jetzt schon seit Zwei Monaten bei Gabi. Biggi musste ihre Wohnung räumen und Gabi hatte ihr sofort angeboten bei ihr einzuziehen. Das dass keine Dauerlösung war wussten sie beide und Biggi sah sich auch schon nach etwas anderem um. Nach ein paar Minuten war Gabriele wieder eingeschlafen. Biggi wartete noch ein paar Minuten bis sie wieder in ihr bett ging.

Das ging jetzt schon seit ein Paar Wochen so. Gabriele hatte immer wieder Albträume aus denen Biggi sie wecken musste weil sie schrie oder Weinte.

``Das kann so nicht weiter gehen.´´ stellte Biggi am nächsten Morgen beim Frühstück fest. ``Und was soll ich deiner Meinung nach tun?´´ wollte Gabriele schlecht gelaunt wissen. ``Weis ich auch nicht aber irgendetwas muss sich ändern. Das ist alles nicht gut für dich oder für dein Kind´´ ``Woher weist du den das schon wieder?´´ ``Was? Das du schwanger bist? Na hör mal, ich bin deine Freundin und ich wohne mit dir zusammen in einer Wohnung. Hast du wirklich gedacht du könntest das Geheimhalten?´´ Gabriele senkte den Kopf. ``Es tut mir leid Biggi aber ich weiß im Moment einfach nicht wie es weiter gehen soll.´´ ``Das kann ich dir leider auch nicht sagen. Red mit ihm. Ihr sied jetzt schon über ein Jahr zusammen.´´ ``Eben, und warum will er dann immer noch nicht das wir zusammen ziehen?´´ ``Vielleicht weil er es nicht besonders Lustig findet mit seiner Freundin und deren Freundin unter einem Dach zu Leben?´´ ``Und warum sagt er das dann nicht so? Ich meine irgendeine Lösung werden wir schon finden´´ ``Ich glaube die Lösung habe ich schon. Ich muss jetzt Los, bis Später wir sehen uns auf der Basis´´ Biggi gab ihrer Freundin einen Kuss auf die Wange und verschwand durch die Tür.

``Papa sie kommt´´ rief Lisa und rannte ins Wohnzimmer. Dort saß ihr Vater über einem Haufen Rechnungen. Biggi sah noch einmal auf den Zettel den sie vorne an ihr Motorrad geklebt hatte und dann auf das Haus vor dem sie nun stand. Als sie sah das die Hausnummer stimmte machte sie den Motor aus und stellte ihre BMW auf den Bürgersteig. Sie wollte gerade klingeln als sie sah wie an einem der Fenster ein Kindergesicht verschwand und kurz darauf die Tür geöffnet wurde. ``Bist du Biggi?´´ wollte das etwa neun Jährige Mädchen gespannt wissen. ``Lisa´´ Ein zweites Mädchen erschien und sah ihre Schwester ermahnend an. ``Hallo, kommen sie doch herein. Ich bin Laura´´ Biggi nickte freundlich und folgte den beiden über eine Rampe ins Haus. Die ältere der beiden schätzte Biggi auf etwa Elf Jahre. ``Papa Frau Schwerin ist da´´ Laura stupste ihren Vater an. Der nickte. ``Ja danke Laura. Könntest du uns etwas zu Trinken bringen?´´ Er sah seine ältere Tochter bittend an. Laura nickte. Sie verschwand in der Küche und zog ihre Schwester mit. ``Los geh nach oben. Ich komme gleich nach´´ zischte sie ihr zu bevor sie mit einer Flasche und zwei Gläsern wiederkam. ``Danke mein Schatz´´ er lächelte sie an. Laura nickte und verschwand nach oben. ``Bitte setzten sie sich doch´´ Zum ersten mal sah der Mann hoch. Biggi war überrascht wie Jung er noch war. ``Danke´´ sie setzte sich auf das zweite Sofa. ``ich bin Thomas Wächter und das gerade waren meine Töchter Lisa und Laura.´´ ``Biggi´´ Biggi reichte ihm die Hand. ``Ok um es gleich zu sagen, ich bin Querschnittsgelähmt und habe zu Zeit keinen Job.´´ ``Aha´´ meinte Biggi und sah ihn an. ``Die Wohnung wegen der sie ja eigentlich gekommen sind liegt im Keller. Sie können sowohl von der Garage als auch über eine extra Treppe dort hinkommen.´´ Thomas lehnte sich zur Seite, erst jetzt sah Biggi den Rollstuhl. Thomas stützte sich ab und versuchte sich in den Rollstuhl zu setzten. ``Kann ich ihnen helfen?´´ ``Nein´´ fuhr er Biggi an. Erschrocken zuckte sie zurück. Na das konnte ja lustig werden. ``Bitte entschuldigen sie.´´ bat Thomas jedoch sofort. Biggi stand auf und half ihm auch wenn er es abgelehnt hatte. Sie kannte die Probleme eines Rollstuhls nur zu gut. ``Danke´´ murmelte Thomas und fuhr zur Haustür. Biggi folgte ihm. Über die Rampe fuhr er auf den Weg der zum Gartentor und zur Garage führte. Vor der Garage ging einen kleinen Berg runter. Vorsichtig manövrierte Thomas sich dorthinunter. ``Dort ist die Tür´´ er deutete nach Links wo Biggi eine weiße Haustür erkennen konnte. Das Garagentor öffnete sich elektrisch. In der Garage hatten zwei Autos Platz. Thomas fuhr nach Rechts und öffnete eine weitere Tür. Nun stand Biggi in einem Gemütlichen, kleinen Vorraum. Von dort ging es weiter in eine Küche und in einen Raum den sie sich als Wohnzimmer vorstellte. Beides war groß genug für sie. Dann fuhr Thomas in einen kleinen Flur. Nach einander öffnete er zwei Türen. Zu erst das Schlafzimmer und dann das Bad. Nun machte der Flur einen Knick. Vor sich sah Biggi die Tür die neben der Garage war. Der Flur lag also hinter der Garage. Thomas öffnete noch eine Tür. Dahinter war ein kleiner Abstellraum. ``Im Wohnzimmer ist ja noch eine Tür. Die Führt ins Treppenhaus zu uns hoch. Außerdem gibt es von dort aus noch einen weg in den garten den sie gerne mit benutzen dürfen. Meine Mädchen sind etwas neugierig und werden wohl trotz meines Verbotes ab und zu bei ihnen hier auftauchen. Dafür möchte ich mich jetzt schon mal entschuldigen und sie bitten den beiden einfach zu sagen wenn sie ihnen auf die nerven gehen.´´ Thomas brachte ein kleines lächeln zustande. ``Ich nehme sie´´ ``Was?´´ Thomas sah sie verdutzt an. ``ich nehme sie, die Miete ist ok, der Weg zur Basis ist nicht weiter als bei meiner alten Wohnung und wenn ihre Mädchen mich ab und zu Besuchen freue ich mich. Ich hasse es wenn ich alleine bin.´´ Biggi grinste und hielt ihm die Hand hin. Thomas schlug verdutzt ein. Bisher waren alle Interessenten aus irgendwelchen gründen abgesprungen. ``Wann kann ich den Einziehen?´´ ``Wenn sie wollen sofort.´´ ``Das ist gut. Könnten wir die Formalitäten vielleicht dann Regeln? Ich muss nämlich zum Dienst. Wenn es für sie Ok ist komme ich mit meinen Siebensachen am Freitagnachmittag.´´ ``Perfekt.´´ Thomas schaffte es endlich sie an zu grinsen. ``Ok also Tschüss bis Freitag´´ lachte Biggi und ging zu ihrer BMW. Sie musste sich jetzt echt beeilen. Da sie vorher noch etwas anderes erledigt hatte war es jetzt ziemlich knapp. Sie winkte den beiden Mädchen zu und machte sich dann auf den weg zur Basis. ``Und wieder nichts?´´ traurig sahen die Mädchen ihrem Vater entgegen. ``Doch, Freitag zieht sie ein´´ ``Juhuuu´´ die Mädchen liefen zu ihrem Vater und umarmten ihn. Thomas Atmete erleichtert auf. So hatte er schon mal ein Problem weniger.

``Sorry, bin etwas spät´´ rief Biggi. Sie lief sofort in die Umkleide. Florian und Gabi sahen ihr Verdutzt nach. Fünf Minuten später erschien Biggi wieder. Sie schloss ihren Reißverschluss und sah die beiden an. Fragend sah sie dann zu Gabi doch diese schüttelte ganz leicht den Kopf. Sie stand auf und ging an Biggi vorbei nach draußen. Biggi ging ihr nach. ``Hast du jetzt endlich mit ihm gesprochen?´´ ``Jein´´ ``Was heißt das den?´´ ``ich habe ihm noch nichts von dem Baby gesagt.´´ ``Ok und was hast du dann mit ihm besprochen?´´ ``Na ja… er…´´ ``Nun drucks hier nicht rum sondern sag was los ist.´´ ``Er hat gesagt das es wirklich an… dir liegt´´ ``Och das ist kein Problem. Freitag bin ich weg´´ ``WAS?´´ ``ich habe mir heute eine kleine Wohnung angesehen und werde Freitag dort einziehen.´´ erklärte Biggi. ``So schnell?´´ ``Das die Momentane Situation keine Dauerlösung ist wussten wir doch und so kann Flo auch bei dir einziehen.´´ ``Ja du hast recht. Ich freue mich für dich das du so schnell etwas gefunden hast.´´ Sie nahm ihre Freundin in den Arm. In den nächsten drei Tagen rief Biggi einen Freund an der ihr einen LKW leihen würde. Ebi meldete sie ihre neue Adresse und auch ihren Kollegen gab sie ihre neue Telefon Nummer doch eine Einweihungsparty lehnte sie bestimmt ab. Am Freitag brachte ihr Freund ihr bereits morgens den LKW. ``Danke Nico ich wusste ich kann mich auf dich verlassen. Ich vermute mal das ich ihn dir morgen wieder bringen kann.´´ ``Schon ok. Du weißt das ich dir sofort helfe wenn ich kann. Und du brauchst mich wirklich nicht um zu helfen?´´ ``Nein ich schaffe das schon. Und mit den Möbeln hilft mir Max. Bis morgen.´´ die beiden verabschiedeten sich voneinander und Biggi begann die ersten Kisten hinein zu stellen. Um zehn vor Acht wollte sie gerade los als das Telefon Klingelte. ``Oh man muss das jetzt sein?´´ stöhnte sie. ``Kollmann/Schwerin´´ ``Hi Biggi hier ist Gabi. Ebi hat uns für heute abgemeldet damit du packen kannst. Ich Fahre mit Flo noch in die Stadt oder sollen wir die helfen kommen?´´ ``Nee schon gut ich schaffe das. Hab ja nicht viel´´ sie legte auf und zog ihre Jacke wieder aus. Sie kam gerade mit einer weiteren Kiste herunter als sie gerufen wurde. Verwundert sah sie sich um. ``Was macht ihr zwei den hier? Habt ihr keine Schule?´´ ``Nein heute ist Ausflugstag der Lehrer.´´ ``Weiß euer Vater das ihr hier seid?´´ ``Nein er ist in der Klinik. Nachsorge´´ Lisa und Laura sahen sie an. ``Warum kann euer Papa eigentlich nicht Laufen?´´ ``Die Ärzte meinen er währe Psychisch blockiert´´ erklärte Lisa. Biggi nickte nur. ``Wir wollen dir helfen´´ ``Na gut dann kommt mal mit. Zusammen mit den beiden schaffte sie es bist um zehn alles in den LKW zu laden. Ihr Bett hatte sie auseinander gebaut, ebenso wie ihre drei Regale. Ihre anderen Möbel hatte sie auf der Basis gelagert da bei Gabi kein Platz war. Sie sah sich noch einmal um und als sie sicher war das sie alles hatte ging sie runter zum Auto. Nachdem alles gesichert war stieg sie vorne ein. ``Woher wusstet ihr eigentlich wo ich wohne?´´ ``Och es gibt da so etwas wie die Gelben Seiten´´ grinste Lisa. Biggi musste lachen. Sie fuhr zur Basis. Dort wartete Max auf sie. ``Na da bist du ja.´´ ``Hi Max. das sind Lisa und Laura. Die Töchter meines neuen Vermieters. Schaffen wir beide das mit den Möbeln oder soll ich Peter holen?´´ ``Nee ich denke wir schaffen das. Die meisten Sachen stehen ja auf den Rollbrettern´´ Biggi nickte und lud mit ihm die Möbel ein. ``Ok und jetzt los zu meinem neuen Heim´´ lachte Biggi und stieg ein. Max nickte und schloss die Klappe des LKWs. Dann stieg er in seinen Wagen und fuhr ihr nach. Bei ihrer neuen Wohnung angekommen fuhr Biggi vorsichtig in die Garage. Trotz der Schräge schaffte sie es ohne Probleme. ``nicht schlecht´´ stellte Max anerkennend fest. Sie luden alles vom LKW und stellten es in die den großen Raum der das Wohnzimmer werden sollte. Zum Glück war der Boden und auch die Tapete an den Wänden in so gutem Zustand das sie nicht renovieren musste. Als sie fertig waren verabschiedete sich Max.

``So Mädels jetzt brauch ich erst mal was zu Essen. Was ist mit euch?´´ Die beiden nickten begeistert. Biggi griff nach ihrem Handy und bestellte ihnen eine große Pizza. ``Wann kommt eigentlich euer Vater wieder?´´ wollte sie dann wissen. Keine Ahnung. Eigentlich müsste er schon da sein. Kommst du mit hoch?´´ ``ich weiß nicht…´´ Biggi zögerte. ``Doch komm mit. Und wir ziehen uns dann gleich um damit wir die besser helfen können.´´ Biggi gab auf und nickte. Hinter den Mädchen ging sie nach oben. ``Papa´´ ``Ja ich bin hier´´ Laura ging zu ihm. Biggi und Lisa folgten. ``Hi, die beiden haben mich mit hoch geschleppt´´ ``Schon gut. Hallo´´ lächelte Thomas. ``Die beiden sind bei mir aufgetaucht und haben mir schon geholfen den LKW zu beladen. Jetzt wollen sie mir helfen alles einzuräumen. Wenn es ihnen nichts ausmacht würde ich mich sehr darüber freuen.´´ ``Wenn es ihnen nichts ausmacht gerne. Ich kann leider nicht helfen´´ Er deutete auf seine Beine. ``Wieso nicht? Klar. Kommen sie mit runter´´ meinte Biggi kurzerhand. Thomas sah sie überrascht an. Lisa und Laura liefen nach Oben um sich umzuziehen und Biggi fuhr mit Thomas nach unten. ``Oh das ist die Pizza´´ meinte Biggi als es Klingelte. Sie ging zur Tür und öffnete. Der Pizzabote gab ihr die Schachtel und Biggi bezahlte. Gleichzeitig mit den Mädchen betrat sie ihr Wohnzimmer in Spee. ``Ok also jetzt wird gegessen und dann gearbeitet.´´ meinte sie grinsend und gab Thomas ein Stück.

Als sie die Pizza aufgegessen hatten machten sie sich an die Arbeit. ``Also wir machen erst mein Schlafzimmer und dann das Wohnzimmer ok´´ Die anderen drei nickten. ``Gut ich hab auf alle Kisten drauf geschrieben wo sie hinsollen.´´ Lisa und Laura halfen ihr die Bett teile ins Schlafzimmer zu tragen und Thomas brachte die Listen auf seinem Schoss nach. ``Danke ihr beiden. Könntet ihr jetzt vielleicht in der Küche anfangen?´´ Lisa und Laura nickten und verschwanden in die Küche wo sie kurz darauf anfingen das Geschirr in die Schränke zu Räumen. ``Wie währe es wenn wir uns Duzen?´´ fragte Biggi und sah Thomas an. ``Ok, Thomas´´ er reichte ihr die Hand ``Biggi´´ Biggi grinste ihn an und nahm seine Hand. Thomas wollte umdrehen und zu den beiden Kindern fahren. ``Hey, du bleibst mal schön hier. Soll ich mein Bett vielleicht alleine aufbauen?´´ Thomas blieb stehen und drehte sich um. ``Und wie soll ich dir helfen?´´ zweifelnd sah er erst auf die Teile des Bettes und dann auf seine Beine. ``Mach einfach das was ich dir sage.´´ meinte Biggi. ´´Hier halt das mal´´ sie gab Thomas das eine Seiten Teil in die Hand. Dann stellte sie das Kopfteil auf und nahm das Zweite Seitenteil. ``Als ich ungefähr zehn Jahre alt war hat man mich eigentlich nur im Reitstall angetroffen. Meine Eltern haben fast die Krise gekriegt. Ok jetzt pass auf. Du musst es da drüben einhängen. Moment möglichst mit mir zusammen. Ok und jetzt auf der anderen Seite das gleiche. Auf jeden fall war ich an einem Nachmittag auf der Außenbahn. Plötzlich ist ein Polizeiwagen den Feldweg entlang gefahren. Flöckchen, also mein Pferd hat mich abgeworfen und ich bin im Steigbügel hängen geblieben. Sie hat mich eine weile mitgeschleift. Als die anderen sie endlich beruhigen konnten war ich bereits bewusstlos. Ich bin erst in der Klinik aufgewacht. Tja von da an hieß es Rollstuhl fahren. Was glaubst du wohl wie ich mich gefühlt habe. Nicht mehr Reiten und Ski Laufen. Ich musste die Schule wechseln wegen der ganzen Treppen und wir mussten umziehen. Ich habe mich in meinem Zimmer vergraben. Habe nicht mehr mit Freunden gespielt. Jeden der mir helfen wollte habe ich als meinen Persönlichen Feind gesehen. Moment ich muss den Lattenrost drauflegen´´ meinte Biggi und ging ins Wohnzimmer. Kurz darauf kam sie zurück. Sie legte den Lattenrost aufs Bett und die Matratze obendrauf. ``Und was ist dann passiert?´´ wollte Thomas wissen. ``Wie schon gesagt ließ ich mir nicht helfen. Hatte ja eh keinen Sinn. Die Ärzte hatten gesagt das es keine Chance gab. Durch Zufall habe ich einen Jungen kennen gelernt dessen Vater eine Flugschule hatte. Nico hat mich oft mitgenommen wenn er dort hin gefahren ist. Er ist Zehn Jahre älter als ich und hat dort gearbeitet. Nach und nach habe ich meine Liebe zu Hubschraubern entdeckt. Ein paar mal ist er mit mir geflogen. Ich habe meine Hoffnung wieder gefunden und mein Selbstvertrauen. Ich habe alles versucht nur um wieder laufen zu können, und zu Fliegen.´´ Sie ließ kurz von der Regalwand ab die sie mit Thomas Hilfe gerade aufbaute und hob ihr T- Shirt. Thomas konnte mehrere Operationsnarben sehen. ``Eigentlich war es Hoffnungslos und ich weiß jetzt das ich meine Eltern echt Gequält habe. Trotzdem gab ich die Hoffnung nie Auf. Nach vier oder Fünf Jahren konnte ich eine Delphintherapie machen. Wir hatten genügend Spenden gesammelt und auch unsere Verwandten unterstützten uns. Und es hat wirklich geklappt. Zwar nur sehr langsam und sehr, sehr mühsam aber einen kleinen Erfolg hatte ich erzielen können. Ich konnte meine Beine bewegen, wenn auch nur ein paar Millimeter. Die Jahre die dann kamen waren der reinste Horror. Aber, und das ist das wichtigste, ich habe mein Ziel erreicht. Wie du siehst kann ich wieder Laufen und ich habe meine Liebe zum beruf gemacht.´´ ``Und warum erzählst du mir das?´´ ``Ich weiß von deinen beiden Kindern das es bei dir ``Nur´´ eine Psychische Blockade ist. Das heißt es gibt eine Chance. Du darfst nur die Hoffnung nicht aufgeben und nicht so an dir Zweifeln. Ich weiß wie es ist im Rollstuhl zu sitzen und sich nutzlos zu fühlen und ich kann dir sagen das es viel schöner ist im Rollstuhl zu sitzen und das Leben zu genießen.´´ Biggi hatte sich vor Thomas Gekniet und sah ihm in die Augen. Sie hatte schon bei ihrer Ersten Begegnung sich selber in Thomas gesehen. Thomas wollte etwas sagen doch Biggi schüttelte den Kopf. ``ich weiß, mich geht das ganze nichts an und ich mische mich wieder zu viel ein. Tut mir leid das ist eine Schlechte Angewohnheit´´ grinste sie. Auch Thomas musste lächeln. ``Ok machen wir weiter nach dem die Therapiestunde nun beendet ist?´´ wollte Thomas wissen. Biggi nickte. Sie Bauten die Schrankwand mit viel Gelache und Geschwitze fertig auf. Dann betrachteten sie ihr Meisterwerk. ``echt cool´´ meinte Biggi und ging ins Wohnzimmer. Thomas folgte ihr. ``Kuck mal, was hat Biggi den mit Papa gemacht? Der lächelt ja´´ stellte Lisa überrascht fest. Laura drehte sich zu ihr um und sah dann zu ihrem Vater. ``Keine Ahnung aber ich währe froh wenn das so bleib´´ meinte sie und sortierte das Besteck ein. Im Wohnzimmer rückten Biggi und Thomas den Tisch und die Sofas zurecht. Sie alle vier hatten einen Heidenspaß und der Thomas von vor ein paar Wochen war nicht wieder zu erkennen. ``Ach du sche…´´ meinte Biggi Plötzlich und sah auf ihr Handy. ``Was den?´´ Thomas fuhr hinter sie. ``Es ist gleich zehn Uhr´´ meinte Biggi und gab ihm ihr Handy. ``Oje´´ lachte Thomas. ``Wir haben wohl die Zeit etwas vergessen.´´ ``Das glaube ich auch.´´ ``Ok Mädels ab ins Bett´´ meinte Thomas. ``Och Nö´´ ``Nun kommt schon. Ich bin ja morgen immer noch da´´ meinte Biggi grinsend. ``Ok aber du musst mitkommen uns zu decken´´ meinte Lisa und verschränkte die Arme. Thomas wollte etwas einwenden doch Biggi war schneller. ``Na gut. Bin gleich wieder da Thomas.´´ sie grinste ihn an und verschwand mit den beiden nach oben. Eine Viertelstunde später kam sie wieder. ``Ich hab mich mal aufs Sofa gesetzt.´´ meinte Thomas entschuldigend. ``Ist gut. Ich Räume mal weiter ein.´´ Thomas nickte nur. ``Was ist los?´´ wollte Biggi ein paar Minuten später wissen. Thomas saß total in Gedanken da. ``Was?´´ ``Ich wollte wissen was los ist. Du siehst so nachdenklich aus´´ ``ich musste nur an die letzten Monate denken. Meine Frau, also Ex-Frau, hat mich zwei Monate nach diesem Unfall verlassen. Sie meinte zwar das hätte sie sowieso getan aber ich dachte mir halt das sie mich wegen der Behinderung verlassen hat. Anders konnte ich mir das nicht erklären. Ich hatte dann das Gefühl nichts mehr zu können und völlig unnütz zu sein. So wie du es beschrieben hast. Die Therapien habe ich abgebrochen usw. jetzt, nachdem du mir den Kopf gewaschen hast habe ich das Gefühl jemand hätte einen Schalter umgelegt.´´ Thomas sah auf seine Hände. ``Das ist ja schon mal ein kleiner erfolg.´´ lächelte Biggi und stellte ein Bild in die Glasvitrine die sie gerade einräumte. Dann stellte sie die Kiste zur Seite. Sie nahm die nächste Kiste und fing an ihre Bücher ins Regal zu Räumen. ``Hier, das war mein Erstes Buch über Helikopter. Ich habe es mir immer angesehen wenn ich Angst hatte das alles nicht zu schaffen´´ Biggi gab ihm ein Buch. Thomas nahm es in die Hand und blätterte vorsichtig darin. Dann gab er es Biggi wieder ohne etwas dazu zu sagen. ``Ich glaube ich muss auch ins Bett. Vielen Dank für alles´´ meinte Thomas ein Paar Minuten später. Er lächelte Biggi an und schob sich in seinen Rollstuhl. ``ich bring dich hoch´´ meinte Biggi und stand auf doch Thomas schüttelte den Kopf. ``Schon Gut ich schaffe das schon. Gute Nacht´´ ``Gute Nacht. Ich denke mal bis morgen´´ sie lächelte ihn an und brachte ihn noch zur Garage. Dann ging sie zurück und Räumte noch ein paar Kartons aus. Erst um halb eins machte sie sich fertig fürs Bett. Müde aber Glücklich fiel sie in ihr Bett und schlief auf der Stelle ein.

Am Samstagmorgen war sie schon sehr früh wieder wach. Sie hatte richtig gut geschlafen und freute sich jetzt darauf den Rest auszuräumen und alles so richtig gemütlich zu machen. Um kurz vor Zehn machte sie sich auf den weg zu Nico. ``Huch wie schnell bist du den?´´ wollte er überrascht wissen als er die Tür öffnete. ``Ich bin ganz Fix das weißt du doch´´ grinste Biggi und begrüßte ihn mit einem Kuss auf die Wange. ``Die Töchter meines neuen Vermieters haben mir geholfen und Ebi hat uns gestern frei gegeben. Also bin ich gestern umgezogen und hab schon die Hälfte verräumt.´´ ``Du meine Güte. Möchtest du mit Frühstücken?´´ ``Nein Danke. Ich wollte dir nur den LKW vorbeibringen und dann kurz in die Stadt.´´ meinte Biggi und drehte sie um. ``und wie kommst du dahin?´´ wollte Nico wissen. ``och du müsstest mich doch eigentlich gut genug kennen´´ meinte Biggi. Sie ließ die Laderampe herunter. Dann stellte sie sich darauf und fuhr die Klappe so weit hoch das sie mit dem Laderaum auf einer höhe war. Sie schob ihr Mottorad heraus und fuhr die Laderampe wieder runter. ``So fertig. Also bis demnächst´´ Biggi verabschiedete sich von Nico und fuhr Richtung Stadt. Nico sah ihr verdutzt nach. Dann zuckte er die Schultern und ging wieder ins Haus.

Gegen Mittag war Biggi zurück in ihrer neuen Wohnung. Als sie darauf wartete das dass Garagentor hochging sah sie Lisa am Fenster stehen. Sie winkte ihn zu und fuhr dann in die Garage. Sie stellte das Motorrad ab und hängte ihren Helm an den Lenker. In ihrer Wohnung schälte sie sich aus ihrer Motorrad Kluft und zog sich etwas Bequemes an. Dann machte sie sich daran ihre letzten Kisten auszuräumen. Endlich war sie Fertig. Jetzt musste nur noch das Telefon angeschlossen werden. Den Fernseher hatte Thomas am Abend vorher bereits angeschlossen. Nun ließ sie sich auf ihr Sofa fallen. Dann zog sie ihr Handy raus und rief bei Thomas an. ``Hi hier ist Biggi´´ meinte sie als Lisa abnahm. ``Oh hallo´´ ``Kann ich Thomas mal sprechen?´´ ``Ja klar. Sag mal was hast du mit dem gemacht?´´ ``ich? Ich hab gar nichts gemacht´´ verwundert setzte Biggi sich auf. ``Wieso? was ist den mit ihm?´´ ``Hör es dir selber an´´ meinte Lisa und gab das Telefon weiter. ``Hi Thomas hier ist Biggi´´ ``Hi Biggi, na alles klar?´´ `` na klar Ich wollte nur Fragen ob ich mir das Auto in der Garage mal ausleihen kann. Ich müsste mal einkaufen´´ ``Na klar. Ich kann ja schlecht damit fahren´´ ``Gut dann komme ich den Schlüssel gleich abholen.´´ ``Ok bis gleich´´ Biggi legte auf und überlegte was Lisa gemeint haben könnte. Eigentlich hatte sie das Gefühl das er ganz normal gewesen war und einfach nur gute Laune gehabt hatte. Sie zuckte die Schultern und zog sich um. Dann ging sie nach oben und Klingelte an der Haustür. Lisa öffnete ihr. ``Hi hier ist der Schlüssel. Darf ich mitkommen?´´ ``Lisa´´ ermahnend sah Thomas sie an. ``Hi Biggi, und wie war die erst Nacht im neuen Haus?´´ ``Super. Ich habe geschlafen wie ein Stein. Von mir aus kann sie mitkommen. Es wird allerdings eine weile dauern bis wir wiederkommen´´ ``Das macht nichts. Hier ist mir eh nur langweilig. Laura ist bei einer Freundin´´ erklärte Lisa. Sie nahm sich ihre Jeansjacke und zog ihre Schuhe an. ``Papa gibst du mir noch etwas Geld? Ich brauche eine neue Jeans und wenn ich eh in der Stadt bin´´ ``Schon gut,´´ grinste Thomas und gab ihr etwas Geld. ``Na dann komm. Bis später Thomas´´ meinte Biggi und ging mit Lisa zum Auto. ``Was war den nun mit Thomas?´´ wollte Biggi unterwegs wissen. ``hast du nichts bemerkt?´´ ``Nee was soll ich den bemerkt haben? Er hatte Gute Laune´´ ``Eben, weist du wann er das letzte mal Gute Laune hatte?´´ Biggi schüttelte den Kopf und suchte einen Parkplatz. ``Da vorne ist einer, ich weiß schon gar nicht mehr wann er gute Laune hatte´´ musste Lisa dann feststellen. Biggi fuhr in die Parklücke. ``Und was hab ich damit zu tun?´´ ``Keine Ahnung, das wollte ich ja von dir wissen. Seid gestern ist er so.´´ ``Aha, also ich habe ihm nur etwas erzählt und mit ihm geredet´´ ``War auf jedenfalls sehr wirkungsvoll´´ grinste Lisa. Die beiden stiegen aus und machten sich auf den weg ins Einkaufszentrum. Zu erst besorgten sie alles was Biggi brauchte und machten sich dann auf die Suche nach einer Jeans für Lisa. Erst gegen Sechs Uhr kamen sie zurück nach Hause. Lisa half Biggi noch ihre Einkäufe zu verräumen bevor sie mit dem Autoschlüssel und ihrer neuen Jeans nach oben zu ihrem Vater ging. Biggi machte sich Musik an und fing an ihre Einkäufe zu verräumen.

Plötzlich klingelte ihr Telefon. ``Schwerin´´ meldete sie sich gut gelaunt. ``Hi Biggi, hier ist Gabi´´ ``Hi Gabi, was ist den Los?´´ Biggi machte die Musik leiser und setzte sich an den Tisch. Sie hatte das Gefühl das dieses Telefonat länger dauern würde. ``Nichts, was soll los sein? Ich wollte einfach nur wissen wie es dir in deiner neuen Wohnung geht.´´ ``Danke mir geht es Prima. Thomas und die Mädels sind super nett und haben mir gestern geholfen. Gerade habe ich meine Einkäufe eingeräumt. Und was gibt es bei dir neues?´´ Ihr war klar das es etwas gab worüber Gabi reden wollte. Deswegen hatte sie auch angerufen und sie kannte ihre Freundin gut genug um zu wissen das sie es ihr gleich erzählen würde. ``Eigentlich nichts.´´ ``Und uneigentlich?´´ es blieb eine weile still bevor sie Gabi schluchzen hörte. ``Gabi? Hey was ist los?´´ ``Flo, er… er hat gesagt es Liegt an dir das er nicht zu mir ziehen möchte und jetzt hat er schon wieder was neues gefunden. Jeder brächte seinen Freiraum und so würde es ja auch gehen usw. Warum will er nicht das wir zusammen ziehen?´´ ``ich weiß es nicht Gabi. Hast du ihm den inzwischen erzählt das er Vater wird?´´ ``Nein´´ ``Und warum nicht?´´ ``Weil…weil… weil er ja gar nicht der Vater ist.´´ ``Was?´´ Biggi zog ihr Bein an und stützte ihren Ellenbogen darauf. Ihre Hand legte sie an ihre Stirn. ``Moment, noch mal damit ich sicher sein kann alles begriffen zu haben. Du hast ihn betrogen und erwartest nun ein Kind von einem anderen Mann. Trotzdem willst du unbedingt mit ihm zusammen ziehen aber er will absolut nicht. Ist das so richtig?´´ ``ja´´ antwortete Gabi leise. ``Kannst du mir mal sagen wie du das machen willst? Ich meine lange kannst du ihm nicht verheimlichen das du schwanger bist und dann kannst du es ihm auch gleich sagen´´ ``nein er wird davon nichts mitbekommen´´ ``Aha und wie stellst du das an?´´ ``Ich lass es weg machen?´´ ``WAS? Du willst das Kind abtreiben?´´ ``Ja´´ ``Gabi bitte tu mir einen Gefallen und mach jetzt erstmal langsam. Was ist den mit dem Vater des Kindes?´´ ``Keine Ahnung. Er war ein One-Night-Stand.´´ ``Gut, oder auch nicht und was ist mit Flo? Bist du sicher das du ihn liebst?´´ ``Natürlich, sonst würde ich doch das Kind nicht abtreiben.´´ ``Und du bist dir sicher das er dich Liebt?´´ ``Ja´´ antwortete Gabi sofort und Biggis Meinung nach etwas zu schnell. ``Wie währe es wenn du erst mal mit Flo redest. Vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung.´´ ``nein das geht nicht. Wenn er erfährt das ich von einem anderen Schwanger bin ist er sofort weg´´ ``Dann Liebt er dich nicht´´ ``Doch das tut er´´ Gabi klang wie ein kleines Trotziges Kind. ``Ok wenn du meinst aber bitte lass dir noch etwas zeit mit deiner Entscheidung´´ bat Biggi. ``Ja ja mache ich. Ich muss jetzt auflegen. Also bis morgen früh´´ Biggi konnte noch nicht einmal etwas erwidern so schnell legte Biggi auf. Stöhnend sah sie zu dem Bild an der wand wo ihre ganze Crew darauf abgebildet war. Dann schnappte sie sich ihre Jacke und lief zu ihrem Motorrad. Kaum war das Tor offen fuhr sie hinaus und Richtung Hauptstraße. Sie hoffte Flo zu Hause anzutreffen. Als sie das Haus erreichte hielt sie an. Langsam ging sie zur Tür und Klingelte. Doch es öffnete niemand. ``Möchten sie zu Herrn Lenz?´´ Biggi sah zu dem kleinen Balkon. Dann nickte sie. ``Herr Lenz ist heute nicht da.´´ ``Wissen sie wo ich ihn finden kann? Es ist sehr wichtig?´´ ``Ja einen Moment. Er hat da mal etwas erwähnt. Warten sie mal Kurz.´´ die ältere Dame verschwand im haus und kam kurz darauf wieder. ``Versuchen sie es mal hier´´ sie gab Biggi einen Zettel. ``Er sagte das währe die Adresse seiner Mutter. Da fährt er sonntags immer hin um sie zu Besuchen.´´ Biggi nickte ihr dankbar zu und fuhr zu der Adressen. Als sie das haus erreichte klingelte sie. Eine Junge Frau mit einem Baby auf dem Arm öffnete. ``Ja bitte?´´ ``Hallo, ich bin Biggi Schwerin. Kann ich bitte mal Flo sprechen?´´ ``Ja einen Moment. Schatz eine Frau Schwerin möchte dich sprechen.´´ Biggi stutzte. Wie hatte sie ihn gerade genannt? Schatz? Doch weiter darüber nachdenken konnte sie nicht den Florian kam auf sie zu. Entsetzt sah er sie an. ``Biggi was tust du den hier?´´ ``ich muss mit dir reden.´´ Sie sah kurz zu der anderen Frau. ``Es ist wegen Gabriele´´ Florian sah nervös zwischen ihr und der Jungen Frau hin und her. ``Ich bin gleich wieder da´´ meinte er dann zu der jungen Frau mit dem Baby und ging raus zu Biggi. ``Was ist mit ihr?´´ ``Kannst du mir das hier mal erklären?´´ wollte Biggi wissen. ``Klar kann ich tu ich jetzt aber nicht. Was ist mit Gabi?´´ Biggi sah ihn wütend an. Dann entschied sie sich härter durch zu greifen. Sie ging zu der Frau die noch immer in der Tür stand. ``Darf ich fragen wer sie sind?´´ ``Ich bin Julia Pfau, warum?´´ ``Darf ich noch fragen in welcher Beziehung sie zu Florian stehen?´´ ``Ja, ich bin seine Freundin. Aber warum wollen sie das alles wissen?´´ ``es tut mir leid aber ich fürchte ich muss hier mal eben etwas Klären.´´ meinte Biggi. Sie war Stink sauer und drehte sich nun zu Florian um. ``Sag mir das dass nicht wahr ist. Weißt du eigentlich was Gabriele gerade durchmacht? Nee kannst du ja gar nicht wissen.´´ ``Wer ist Gabriele?´´ wollte Julia wissen. ``Gabi ist unsere Kollegin und seine Freundin.´´ ``Was? Bitte kommen sie doch erst mal rein´´ bat Julia und ging vor ins Wohnzimmer. Ihre Tochter brachte sie nach oben ins Bett. ``So jetzt noch mal von vorne´´ bat sie als sie wieder kam. ``Heißt das du betrügst mich?´´ Flo stand am Fenster und sagte gar nichts. Biggi ging zu ihm. ``Hör mal zu du Arsch. Gabi ist meine beste Freundin. Seid Wochen muss ich sie muss ich sie nachts wecken weil sie Albträume hast in denen du ihr sagst das du nicht sie sondern eine andere Frau liebst. Du hast ihr gesagt du würdest nur wegen mir nicht einziehen. Ich bin ausgezogen und? Jetzt hältst du sie wieder hin. Wegen die will sie ihr Baby töten. Sie hat Angst du verlässt sie wenn du erfährst das sie dich betrogen hat. Aber ich glaube die Sorge ist nun nicht mehr so ganz gerecht fertigt oder? Und was ist Julia? Ihr Lügst du jetzt auch schon seid über einem Jahr etwas vor.´´ Biggi stand stink sauer vor ihm. Flo sah sie einfach nur an. Er wusste nicht so ganz was er sagen sollte. Das nahm ihm Julia dann ab. Sie ging zu ihm und knallte ihm eine. ``So das war dafür was du mir und unserer Tochter angetan hast. Ich ziehe auf der Stelle aus.´´ ``Aber Julia, ich Liebe nur dich. Bitte bleib, wo willst du den jetzt hin?´´ ``Weiß ich noch nicht. Ich wird schon irgendein Hotel finden.´´ Julia lief nach oben. Sie packte in aller Eile ein paar Sachen zusammen und nahm ihre Tochter. ``Ich warne dich, wenn du Gabi noch einmal zu nahe kommst kriegst du es mit mir zu tun´´ zischte Biggi und verließ das Haus. Kurz nach ihr verließ auch Julia das Haus. Biggi drehte sich bei ihrem Motorrad um. ``Wenn sie wollen können sie erst einmal mit zu mir kommen. Morgen können wir weiter sehen´´ ``Vielen Dank. Wenn es ihnen nichts ausmacht.´´ Biggi schüttelte den Kopf und gab ihr zu verstehen das sie einfach hinterher fahren sollte. ``Es sieht alles noch etwas unordentlich aus aber ich bin gestern erst eingezogen´´ entschuldigte sich Biggi. ``Macht nichts.´´ Julia zwang sich zu einem lächeln. Biggi sah zur Uhr. Dann nahm sie ihr Telefon. ``Haben sie Hunger?´´ ``Ja ein bisschen´´ gab Julia zu. Biggi nickte und setzte Wasser auf. ``Gabi? Hier ist Biggi. Könntest du zu mir kommen? Ok bis gleich´´ Biggi legte wieder auf. Als das Wasser Kochte schüttete sie die Spagetti hinein. ``Meine Freundin kommt gleich. Wir müssen sie irgendwie von der Abtreibung abbringen.´´ meinte Biggi. Julia nickte nur. Sie saß auf dem Sofa und hielt ihre Schlafende Tochter im Arm. ``Warum hat er das nur gemacht?´´ fragte sie leise. ``keine Ahnung´´ sagte Biggi. Sie machte zu den Spagettis eine Tomatensauce. Diese war gerade fertig als es Klingelte. Julia hatte sich bereits an den Tisch gesetzt. Biggi stellte die beiden Töpfe auf den Tisch und ging dann zu Tür. ``Hi Gabi. Es gibt Spagetti´´ meinte Biggi und begrüßte ihre Freundin. Gabi sah sich um und ging ihr nach. ``Julia, das ist Gabi´´ sie stellte die beiden einander vor. Julia sah nur kurz auf und konzentrierte sich dann wieder auf ihre Schlafende Tochter. Gabi stand im Raum und wusste nicht so genau was sie davon halten sollte. Biggi brachte noch etwas zu Trinken bevor sie anfingen zu essen. Keiner sagte etwas. ``Es war super lecker, danke´´ meinte Julia leise als sie alle fertig waren. ``Ok ich würde sagen ihr zwei unterhaltet euch jetzt mal währen ich die Sachen hier abwasche. Meine Spülmaschine Funktioniert nämlich noch nicht´´ sagte Biggi und verschwand mit den Tellern in die Küche. ``Haben sie ein Ahnung was Biggi meinte?´´ fragend sah Gabi zu Julia. Diese nickte. Fragend sah Gabi sie an. Julia stand auf und ging zu dem großen Fenster. Von hier aus konnte man in den Garten sehen. Vor dem Fenster war ein kleiner Graben der mit schönen Blumen verziert war. ``Sie meint wir sollen über Florian reden´´ meinte Julia. Sie sprach noch immer sehr leise. ``Wieso Florian? Woher kennen sie ihn?´´ Gabi stand auf und ging zu ihr. ``Er ist, nein er war mein Freund. Bis vor einer Stunde zumindest´´ ``Was?´´ Gabi sah sie entsetzt an. ``Das ist nicht war. Ich war mit ihm zusammen´´ ``Er war mit uns beiden zusammen´´ ``Und woher wissen sie von mir?´´ ``Weil Biggi heute bei uns aufgetaucht ist.´´ ``Biggi?´´ ``Ja, sie wollte eigentlich nur mit ihm reden. Als sie gemerkt hat das er mit uns beiden zusammen ist ist sie ganz schön ausgerastet.´´ Gabi setzte sich Fassungslos aufs Sofa. ``Deswegen wollte er nie mit mir wegfahren und nicht zu mir ziehen. Und meine Träume stimmten doch. Ach scheiße.´´ Sie stütze den Kopf in die Hände. ``Das können sie Laut sagen. Ich stehe jetzt mit meiner Tochter auf der Strasse. Ich bin froh das Biggi mir angeboten hat bei ihr zu übernachten. ``Und ich wollte wegen ihm mein Kind abtreiben, ich habe Biggi rausgeschmissen und ich habe Albträume gehabt und alles nur um zu erfahren das er mich belügt.´´ meinte Gabi traurig. ``Hey, ich währe auch so ausgezogen´´ meinte Biggi aus der Küche. Plötzlich klingelte Gabis Handy. Langsam las sie was in der SMS stand. ``Es tut mir leid aber wegen gewisser familiärer Angelegenheiten muss ich wegfahren. Ich weiß noch nicht wann ich wieder komme. Bitte sei nicht sauer und bis dem nächst. In Liebe Flo´´ ``Ich glaube der Spinnt´´ meinte Gabi und gab Julia das Handy. Die las die Nachricht und gab ihr das Handy zurück. ``Den sehen wir nie wieder, das kann ich euch versprechen´´ meinte sie und drehte sich wieder um. ``Warum bist du dir da so sicher?´´ ``ich kenne ihn, zumindest einigermaßen und ich weiß das er sich aus dem Staub macht wenn es Schwierigkeiten gibt´´ ``Und was hast du jetzt vor?´´ ``Ich weiß es nicht. Ich muss mir irgendwie einen Job suchen und eine Wohnung. Und kucken wie ich das mit der kleinen auf die reihe kriege.´´ ``Also ich hätte da unter umständen eine Idee´´ Gabi und Julia sahen sich an und dann Biggi. ``Na ja, jetzt wo ich ausgezogen bin bist du schon wieder alleine und ich glaube nicht das dass allzu gut ist. Julia sucht eine Wohnung.´´ ``Eigentlich hat sie recht´´ meinte Gabi und sah Julia an. Der Gedanke jetzt wieder alleine zu sein gefiel ihr so wie so nicht. ``Ich weiß nicht…´´ Julia zögerte. ``ich dachte du weißt nicht wo du hinsollst. Und ich würde mich wirklich freuen´´ Gabi lächelte sie an. ``Na gut´´ gab Julia nach und lächelte zum ersten Mal an diesem Abend. ``Dann hätten wir das ja schon mal geklärt. Und das mit deinem Job schaffen wir auch noch irgendwie´´ meinte Gabi. Julia nickte zuversichtlich. Die drei Frauen saßen noch eine ganze weile zusammen und unterhielten sich.

Als Biggi sich am nächsten Morgen auf den Weg zur Basis machte hatte sie schlechte Laune. Sie Hasste es am Sonntagmorgen schicht zu haben und besonders viel geschlafen hatte sie auch nicht. Als sie zur Basis kam saßen Gabi und Julia im AR. Sie war am Abend noch mit zu Gabi gefahren. Biggis Mine hellte sich etwas auf. ``Guten Morgen ihr beiden. Und was sagst du zu der Wohnung von Gabi?´´ ``Groß genug für zwei Verlassene Frauen mit Kleinkindern´´ grinste Julia. Sie und Gabi halfen sich gegenseitig Flo zu vergessen. ``Ist Ebi schon da?´´ wollte Biggi wissen. ``Nein, aber Heidi. Sie weiß allerdings auch nicht wo er steckt.´´ antwortete Gabi. In diesem Moment betrat Heidi den AR. ``Weißt du endlich wo Ebi steckt? Wir haben keinen Sani´´ ``Tja das wird leider auch so bleiben. Ihr müsst Peter anrufen. Ebelsieder hatte heute Morgen einen Autounfall. Er liegt in der Klinik.´´ Gabi und Biggi sahen sich entsetzt an. ``Und wie geht es ihm?´´ ``Ich habe keine Ahnung. Sie haben mir nur gesagt das er die nächsten Monate mit Sicherheit nicht arbeiten kann. Das heißt also wir haben niemanden der den Laden leitet und wir haben keinen Sanitäter. Michael hat ihn zwar schon mal vertreten aber ich glaube der hat im Moment genug Familiäre Sachen um die Ohren. Ihr wisst schon die Scheidung von Margarete, die Sache mit dem Sorgerecht für Dirk und so.´´ Gabi und Biggi nickten. ``Also wenn ihr wollt seh ich mir das mal an. Ich habe mal übergangsweise einen Basis geleitet. Allerdings war die etwas kleiner´´ Julia grinste in die Runde. Die anderen Lachten. ``Ok dann kommen sie mal mit. Ich bin Heidi´´ ``ich bin Julia´´ die beiden verschwanden. Gabi und Biggi sahen sich etwas perplex an. Dann zuckten sie die Schultern und folgten den beiden. Heidi meldete sie für heute ab da Peter mit Stella und Oliver unterwegs war und Julia sich nun in ruhe einarbeiten konnte. Biggi, Gabi und Heidi halfen ihr. Allerdings bemerkten sie im laufe des Tages das Ebelsieder zwar immer so korrekt getan hatte doch viele Zahlen stimmten nicht. ``kein Wunder das uns die Leitstelle keine zusätzlichen Urlaubstage wegen der Überstunden gibt. Die streicht der größtenteils einfach weg.´´ stellte Biggi fest. ``Und er hat viel zu Teures Kerosin geordert.´´ Stellte Julia fest nachdem sie ein Paar Minuten im Internet recherchiert hatte. Gabi, Biggi und Heidi sahen sich an. Am Abend hatte Julia erst einmal alles im griff. ``Ok könntet ihr euren Kollegen bescheid sagen das ich morgen früh alle hier sehen möchte?´´ die drei anderen nickten.

Am Abend bei Gabi und Julia:

``Noch mal vielen Dank das ich hier wohnen kann´´ meinte Julia. ``Ist schon gut. Ich glaube wenn ich jetzt hier alleine sitzen müsste würde ich nur an Florian denken. Ich meine das tue ich auch so aber es ist einfacher damit klar zu kommen wenn man weiß das man nicht alleine ist´´ Julia stimmte ihr zu.

Am nächsten Morgen trafen sich alle um Neuen Uhr auf der Basis. ``Hey, hört mal alle her´´ langsam wurden alle Still und wandten Julia die Köpfe zu. ``Ich bin Julia und werde euren Laden mal etwas auf Vordermann bringen. Herr Ebelsieder hat da etwas locker gearbeitet. Also wenn etwas ist sagt mir bescheid. Ich wohne bei Gabi und bin auch dank ihr und Biggi hier gelandet. Wenn ihr alle so drauf seid wie die beiden kann das ganz schön lustig werden hier´´ sie grinste in die runde. ``Ihr habt sicher bemerkt das Florian fehlt. Das liegt daran das Biggi gestern etwas geklärt hat was ihm gar nicht passte. Jetzt ist er verschwunden. Da wir also für die B-Crew keinen Sani haben sind wir heute auch noch abgemeldet. Ich hoffe das der neue Kollege bis morgen da ist. Starten tut morgenfrüh erst mal die A-Crew.´´ Julia nickte noch einmal zum Zeichen das sie fertig war. ``Und Biggi was hast du wieder angestellt das unser Sani abhaut?´´ wollte Michael wissen. Biggi grinste ihn frech an. ``Angestellt hat er das ganz alleine.´´ meinte sie. ``Biggi, besuch für dich´´ rief Lisa Plötzlich von der Tür aus. Biggi drehte sich um. ``Lisa was machst du den hier?´´ ``Wir besuchen dich. Nico war bei uns und wollte den LKW bringen und dann hat er uns mit hergenommen´´ ``Uns?´´ ``Ja Papa ist noch draußen.´´ Biggi ging nach draußen und die anderen folgten. ``Oh nein dich hab ich ja ganz vergessen. Entschuldige Nico´´ Biggi ging zu ihm und begrüßte ihn. ``Hi Thomas.´´ lachte sie dann. ``Das habe ich gemerkt´´ grinste Nico. ``Ok Also das sind Thomas und seine Tochter Lisa. Mein neuer Vermieter´´ erklärte Biggi und stellte ihre Kollegen vor. ``Wofür brauchst du denn den LKW schon wieder?´´ wollte Nico wissen. ``Julia muss die Möbel ihrer Tochter holen.´´ ``ich glaube ich schenke dir zu deinem Geburtstag einen Umzugs LKW.´´ lachte Nico. Biggi grinste ihn einfach nur an. ``Hast du etwas zeit?´´ ``Ja klar´´ ``Gut dann fährst du am besten mit Julia zu Florians Wohnung. Kann von euch noch jemand mitfahren?´´ fragend sah Biggi Michael, Jens und Peter an. Peter und Michael mussten zu ihren Familien doch Jens wollte mitkommen. ``Wunderbar, alles in Butter.´´ lachte Biggi. Julia, Nico und Jens machten sich auf den Weg. Gabi fuhr genau wie Michael und Peter nach Hause und Biggi zeigte Thomas und Lisa die Basis.

Leise schlich Julia am nächsten Morgen an der schlafenden A-Crew vorbei. Sie ging ins Büro und setzte sich an ihren Schreibtisch. Jasmin legte sie auf die Decke die unter dem Fenster lag. Sie fuhr den Rechner hoch und griff zum Telefon.

Den ganzen Morgen verbrachte sie mit telefonieren. Endlich hatte sie einen neuen Sanitäter und sie hatte sich langsam aber sicher durch den ganzen Papierkram gearbeitet. ``Willst du auch nen Kaffee?´´ Julia sah auf. Dankend nahm sie die Tasse entgegen die Michael ihr hinhielt. ``Danke´´ murmelte sie und sah auf die Uhr. Dann sah sie auf ihre Tochter. Die lag auf der Decke und wedelte mit ihren kleinen Ärmchen. Julia lächelte sie an. ``Ebi tut immer so Korrekt und ordentlich aber irgendwie hat er sein eigenes System. Ich habe auch eine ganze weile gebraucht bis ich da durchgestiegen bin.´´ lächelte Michael. ``ja das merke ich. Aber ich glaube jetzt hab Ichs.´´ ``Hast du auch einen neuen Sani?´´ ``Ja er kommt heute Abend´´ ``Wow nicht schlecht, wenn Ebi mal Ersatz besorgen musste hat das mehrere Tage gedauert.´´ Michael sah sie anerkennend an. Julia zuckte nur die Schultern. Ich fahre mal nach hause um etwas zu Essen. Ich komme dann heute Abend mit Gabi wieder zum Schichtwechsel. Bis nachher´´ ``Ok bis später´´ nickte Michael. Julia nahm ihre Tochter und ging zum Auto.

``Du kommst genau richtig. Essen ist eben fertig geworden´´ begrüßte Gabi sie. Julia nickte Müde. ``Das ist Prima. Ich ziehe mich nur schnell um. Könntest du ein Auge auf Jasmin haben?´´ ``Klar´´ nickte Gabi und lächelte die kleine an. Zehn Minuten später saßen die beiden am Tisch. ``Warum legst du nicht eine Decke für sie ins Wohnzimmer? Dann muss sie nicht immer in der Babyschale liegen´´ fragte Gabi. ``Ich wollte mich nicht in der ganzen Wohnung ausbreiten´´ meinte Julia. ``Es ist auch deine Wohnung. Breit dich aus so viel du willst. In Fünf Monaten ist das hier eh das reinste Babygewusel. Dann haben wir hier zwei so kleine Racker rumlaufen.´´ lächelte Gabi. Sie war richtig froh das Biggi zu Flo gefahren war und sich das alles aufgeklärt hatte. Sie kam viel besser mit der Enttäuschung klar als sie dachte und sie hatte eine neue Freundin. ``Was ist eigentlich mit dem Vater des Kindes?´´ fragte Julia vorsichtig. ``Ein One-Night-stand. Auf einer Weiterbildung für Notärzte und Sanitäter habe ich ihn getroffen, eine Nacht mir ihm verbracht und ihn dann nicht wieder gesehen.´´ ``Ach ja, heute Abend kommt euer Sani. Ein Gewisser Ralf Staller.´´ Gabi verschluckte sich fast. ``Ralf Staller?´´ Julia nickte. ``Na super.´´ ``Was den? Kennst du ihn?´´ ``Ich glaube kennen währe übertrieben.´´ meinte Gabi. Jetzt wusste auch Julia was sie meinte. ``Oh nein, dein One-Night-Stand?´´ Gabi nickte. ``Oh scheiß, bitte entschuldige´´ ``Schon gut, du wusstest ja nichts davon. Ich weiß ja jetzt das er kommt dann schaffe ich das hofendlich. Außerdem freue ich mich ihn zu sehen, glaube ich.´´ Julia grinste sie an doch Gabi ignorierte das. ``Ich bin mir gar nicht so sicher ob ich Flo noch geliebt habe. Vielleicht hatte ich nur angst mir das einzugestehen und habe deswegen darauf gedrängt das wir zusammen ziehen.´´ ``Vielleicht´´ nickte Julia.

Um Kurz vor acht fuhren sie auf den Basishof. Gabi war etwas aufgeregt doch sie versuchte es zu verbergen. Hinter Julia ging sie in den AR. ``Hi Jungs, wie war eure Schicht?´´ fragte Gabi und setzte sich zu den dreien. Julia gab ihr Jasmin und verschwand dann im Büro. ``Es ging. Wir hatten drei Autounfälle, zum Glück ohne Tote und einen Transportflug. Spenderorgan. Manchmal komme ich mir echt wie ein Taxi vor´´ meinte Jens. ``Das ist doch Biggis Spruch´´ lachte Gabi. Jens zuckte die Schultern. Jasmin fing an zu weinen. ``Ich glaube unsere Maus hat Hunger. Bin gleich wieder da´´ meinte sie und verschwand mit Jasmin. Kurz nachdem sie weg war betrat ein Junger Mann den Raum. ``Hallo ich bin Ralf Staller, der neue Sanitäter.´´ ``Hi wir warten schon auf dich. Julia ist im Büro. Die Tür hinter dir´´ meinte Peter. Ralf nickte und ging zur Tür. Er wollte sie gerade öffnen als sie bereits aufgemacht wurde. ``Ok ich bin dann mal wieder… Huch, Oh hallo Ralf´´ Gabi lächelte ihn an und ging an ihm vorbei. Ralf sah ihr verdutzt nach. Dann ging er in das Büro. ``Hi ich bin Julia. Bitte entschuldigen sie aber meine Tochter richtet sich nicht so ganz nach meinen Terminen´´ sie reichte Ralf eine Hand. ``So sind Kinder nun mal.´´ lächelte Ralf.

Gabi saß im AR und versuchte sich zu beruhigen. Zwar hatte sie Ralf gegenüber ziemlich ruhig verhalten doch sie war ganz schön aufgeregt. Ihm so Plötzlich gegenüber zu stehen war doch etwas anderes als nur daran zu denken das er kommen würde. ``Hi da bin ich, wo ist unser neuer Sani?´´ gespannt sah Biggi in den AR. ``Hier´´ Biggi drehte sich um. Hinter ihr stand Julia mit einem Jungen Mann hinter ihr. Sie gingen an ihr vorbei in den AR. ``Also das ist Ralf Staller, das ist Peter ebenfalls Sani. Dann noch Jens unser Pilot der A-Crew, Biggi, Pilotin der B-Crew. Da drüben das sind Michael und Gabi unsere beiden Notärzte. Gabi ist mit dir und Biggi in einer Crew.´´ stellte Julia sie alle vor. ``Ok wir gehen uns dann mal umziehen. Du kannst mitkommen´´ meinte Michael und ging vor in die Umkleiden. Die drei anderen folgten im. ``Und alles Klar?´´ fragte Julia leise. ``Ja danke´´ nickte Gabi eben so leise. ``Wir sind dann mal weg. Eine ruhige schicht´´ meinte Jens und verschwand zu seinem Auto. Kurz nach ihm verschwanden auch Michael und Peter. Ralf setzte sich in den AR während Gabi und Biggi verschwanden um sich um zuziehen. ``Jasmin muss ins Bett. Bis morgen´´ verabschiedete auch Julia sich kurz darauf. Nun waren Biggi, Gabi und Ralf alleine. Biggi legte sich aufs Sofa und schlief schon kurz darauf ein. Gabi legte sich neben sie auf die Ersatzliege und Ralf setzte sich an den Tisch. Bereits ein paar Minuten später schliefen sie alle.

``Gabi´´ flüsterte Biggi. Kurz darauf öffnete Gabi die Augen. Biggi beugte sich zu ihr runter und schüttelte sie an der Schulter. ``Was den?´´ ``Ich finde es ja nett das du mit mir redest aber muss das ausgerechnet jetzt sein?´´ wollte Biggi wissen. Gabi grinste sie. ``Tschuldigung´´ meinte sie und legte sich wieder hin. Schon bald konnte sie Biggis gleichmäßiges Atmen hören. Doch sie konnte nicht mehr einschlafen. Schließlich stand sie auf und ging leise nach draußen. Im Vorbeigehen sah sie auf die Uhr an der Wand. Es war Kurz vor zehn. Leise ging sie runter zum Fluss und setzte sich auf einen der großen Steine.

 

``Hallo Schatz, wie war deine Schicht?´´ ``Lass uns nicht darüber reden.´´ bat Karin und setzte sich zu Michael auf die Terrasse. Seufzend lehnte sie sich an ihn. ``Du siehst Müde aus.´´ ``ich bin auch Müde. Heute Morgen um Halb Sechs hat meine Schicht angefangen. Seid dem habe ich Gearbeitet. Ich glaube lange halte ich das nicht mehr aus.´´ ``Ich verstehe sowieso nicht wie du das noch immer aushältst. Das geht doch jetzt schon seid Wochen so.´´ Karin zuckte nur Müde die Schultern. Langsam konnte sie wirklich nicht mehr. Margarete war Michaels Ex-Frau und seid sie von der Beziehung zwischen ihr und Michael wusste Mobbte sie Karin wo sie nur konnte. Immer wieder ließ sie sich etwas neues Einfallen. Eine weile saßen sie schweigend da. Als Michael auf das Gesicht seiner Freundin sah konnte er erkennen das sie eingeschlafen war. Vorsichtig hob es sie hoch und brachte sie ins Bett. Liebevoll sah er sie noch einmal an. Wenn er versuchen würde mit Margarete zu reden würde das nur noch alles verschlimmern. Also zog er sich um und legte sich neben Karin.

 

Ralf war aufgewacht als sich die beiden Frauen kurz unterhalten hatten. Bisher hatte er keine Chance gehabt mit Gabi zu reden doch jetzt wollte er es versuchen. Leise, um Biggi nicht zu wecken schlich Ralf sich nach draußen. ``Gabi´´ fragt er vorsichtig bevor er sich neben sie setzt. Gabi zuckt kurz zusammen doch dann lächelt sie ihn an. ``Wie geht es dir?´´ ``Danke, schon ok. Ich konnte nur nicht mehr schlafen und wollte euch nicht wecken. Außerdem ist es hier so schön ruhig und das muss ich genießen. Wer weiß wann der nächste Einsatz kommt.´´ ``Ja da hast du recht. Warum bist du nach unserer Nacht einfach so verschwunden?´´ Gabi sah ihn an. Es machte ihr gar nichts aus alleine hier mit ihm zu sitzen und zu reden. ``Weil ich zu dem Zeitpunkt noch mit einem Arsch von Mann zusammen war.´´ ``Aha´´ lächelte Ralf. Gabi überlegte ob sie ihm gleich von dem Baby erzählen sollte. Den raus finden würde er es sowieso. ``Ralf´´ ``Ja´´ ``Ich weiß das ist jetzt vielleicht etwas Plötzlich und ich weiß nicht ob es richtig ist es dir gleich heute zu sagen aber ich denke es ist besser so. Dann kann es auch keine Missverständnisse geben.´´ Ralf sah sie fragend an. ``Unsere Nacht ist nicht ohne Folgen geblieben´´ meinte sie dann leise. Ralf sah sie verdutzt an. ``Du bekommst ein Baby?´´ Gabi nickte. Ralf Atmete tief ein und fuhr sich mit der Hand durch die kurzen Haare. ``Und du bist dir sicher das ich der Vater bin? Ich meine du sagtest doch das du noch einen Freund hattest.´´ ``Ja ich weiß aber zu dem Zeitpunkt haben wir nicht miteinander geschlafen. Wegen irgendwas haben wir uns wieder gestritten. Wahrscheinlich weil er so selten da war. Ich war damals nämlich dann ziemlich froh alleine auf die Fortbildung fahren zu können. Und dann kamst du noch dazu.´´ sie lächelte ihn an. ``Wenn ich wirklich der Vater bin kümmere ich mich natürlich um das Kind wenn du das möchtest.´´ ``Mal sehen´´ nickte sie. ``Ich wollte es dir nur gesagt haben. Wenn Kind da ist können wir einen Vaterschaftstest machen wenn du möchtest.´´ Ralf nickte. ``Komm wir gehen wieder rein. Hier draußen ist es doch recht kühl und das ist nicht gut für werdende Mamis´´ lächelte Ralf und half ihr hoch. ```Du müsstest jetzt im Vierten Monat sein oder?´´ Gabi nickte und folgte ihm in den AR. Zum Glück konnten sie beide wieder einschlafen.

Als Julia auf die Basis kam fand sie die B-Crew selig schlafend vor. Sie lachte und ging in ihr Büro. Kurz darauf kam Gabi verschlafen ins Büro. ``Was machst du den schon hier?´´ ``Im Gegensatz zu euch arbeite ich.´´ grinste sie. Gabi verzog das Gesicht. ``Ich habe Brötchen mitgebracht. Hab nämlich auch noch nicht gefrühstückt´´ lächelte sie und holte eine Tüte mit duftenden, frischen Brötchen aus einem Korb unter ihrem Schreibtisch. ``Super ich decke dann mal den Tisch und mache Kaffee.´´ Gabriele strahlte sie an und verschwand mit den Brötchen. Leise ging sie in den AR. Vorsichtig, um die beiden anderen nicht zuwecken deckte sie den Tisch. Als sie gerade in der Küche stand und darauf Wartete das der Kaffee kochte wurde sie Plötzlich von hinten umarmt und bekam einen Kuss auf die Wange. ``Guten morgen Mama Gabi´´ grinste Ralf. Gabi knuffte ihn in die Seite und grinste zurück. Im ersten Moment hatte sie sich richtig erschrocken. Doch eigentlich war es ja ganz süß von ihm. ``Guten Morgen Papa Ralf´´ antwortete sie. ``Hab ich irgendwas verpasst?´´ verschlafen sah Biggi die beiden an. Gabi und Ralf brachen in schallendes Gelächter aus. ``Hey, ich will auch mitlachen´´ beschwerte sich Biggi. ``Sorry Biggi´´ lachte Gabi und brachte den Kaffee zum Tisch. ``Was ist den hier los?´´ wollte Julia wissen als sie in den AR kam und Gabi und Ralf lachen sah. ``Keine Ahnung. Ralf stand hinter Gabriele und sie haben gelacht.´´ meinte Biggi. ``Wow ihr seid aber flott´´ stellte Julia grinsend fest. ``Was? Womit?´´ wollte Biggi wissen. Sie verstand gar nichts mehr. ``Aha´´ machten Ralf und Gabi gleichzeitig. ``Ich will jetzt mitlachen´´ meckerte Biggi. ``Beruhig dich, du hast nichts verpasst. Ralf hat mich nur mit Guten morgen Mama Gabi begrüßt und ich habe geantwortete guten morgen Papa Ralf und dann kamst du und hast nicht mehr durchgeblickt´´ erklärte Gabi ihr. ``Heißt das Ralf ist der Vater?´´ ``Ja so ungefähr´´ grinste Gabi. Biggi rieb sich die Stirn. ``Ich brauch erstmal nen Kaffee´´ stellte sie dann fest. Ralf reichte ihr eine Tasse. Kurz darauf kamen auch die anderen drei. Ausnahmsweise konnten sie alle zusammen Frühstücken. Normalerweise wurden sie immer von einem Einsatz gestört. Nach dem Frühstück verabschiedete Biggi sich von den anderen und machte sich auf den Weg nach Hause. Auch Gabi machte sich bald auf den Weg. Juli musste noch ein bisschen arbeiten bevor sie ebenfalls nach Hause fuhr.

In den kommenden drei Monaten lief das Leben auf der Basis in geregelten bahnen. Julia kam immer besser mit ihrer neuen Aufgabe klar. Sie besuchte Ebelsieder zweimal in der Klinik doch beide male war er so unfreundlich das sie es bleiben ließ. Da sie noch mehr Unregelmäßigkeiten fand meldete sie ihn schließlich bei der Leitstelle. Diese Übertrug ihr schließlich die Arbeit Offiziell.

Gabi freute sich auf ihr Baby. Sie verbrachte viel Zeit mit Ralf doch das sie ein Paar währen stritten sie ab.

Biggi freundete sich immer mehr mit Thomas und den Mädchen an. Sie unternahmen eine ganze menge miteinander und hatten dabei einen haufen spaß.

 

``Karin bitte, du bist doch schon völlig fertig mit den Nerven. Tu mir einen Fallen und Kündige´´ Karin sah ihn nur Müde an. ``Nein Michael, ich lasse mich von ihr nicht fertig machen.´´ ``Du bist schon fertig. Karin bitte. Ich mache mir sorgen um dich´´ ``Danke Michael. Ich schaffe das schon. Ich gehe ins Bett gute Nacht´´ sie gab ihm einen leichten Kuss. Müde ging sie dann nach oben und ließ sich aufs Bett fallen. Vor Erschöpfung schlief sie sofort ein. Als Michael sie später so sah beschloss er endlich einzugreifen. Vorsichtig legte er sie richtig ins Bett und deckte sie zu. Dann nahm er ihren Wecker und stellte ihn aus. Am nächsten Morgen stand er früh genug auf um Margarete noch zu Hause zu erwischen. Er griff nach dem Telefon und wählte. Kurz darauf meldete Margarete sich. ``Hier ist Michael. Ich wollte nur bescheid sagen das Karin heute nicht kommen kann?´´ ``So… und warum nicht?´´ ``Weil sie krank ist. Sie ist völlig erschöpft und übernächtigt. Sie schläft ja kaum noch. Warum tust du ihr das an?´´ ``Ich tu gar nichts. Wenn sie dem Job nicht gewachsen ist sollte sie sich nach etwas anderem umsehen.´´ ``Du weißt genau das dass nicht stimmt. Sie ist eine Spitzen Notärztin.´´ ``Ja dann findet sie bestimmt auch bald einen neuen Job. Wir müssen in der Klinik Personal einsparen und es wurde entschieden das sie unter anderem gehen muss. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag´´ meinte Margarete und legte auf. ``Michael sah verdutzt auf das Telefon. ``Guten Morgen. Warum hat den mein Wecker nicht geklingelt? Ich bin schon viel zu spät dran´´ entsetzt lief Karin an ihm vorbei. ``Karin bleib hier. Ich habe den Wecker ausgemacht.´´ ``Was? Wieso den das?´´ ``kuck mal in den Spiegel. Du bist gar nicht mehr du selbst. Wenn du so weitermachst brauchst du bald gar keinen Wecker mehr.´´ ``Aber…´´ ``Nein nichts aber. Ich lasse nicht zu das meine Ex-Frau dich Tyrannisiert. Außerdem hat sie dich eben gefeuert.´´ Karin sah ihn verdutzt an. ``Sag das noch mal.´´ ``Sie hat gesagt das in der Klinik stellen abgebaut werden und deine gehört dazu.´´ Karin ließ sich verzweifelt in einen Sessel sinken. ``ich brauche den Job.´´ ``Na ja ich schaffe es vermutlich gerade noch dich mit durch zu füttern.´´ ``Du verstehst das nicht. Ich brauche das Geld wirklich.´´ ``Und für was?´´ ``Ach Michael.´´ Karin legte die Hände vor ihr Gesicht. ``Für Tommy´´ ``Wer ist den Tommy?´´ ``Er ist mein kleiner Bruder. Er ist behindert und lebt in einem Heim.´´ ``Was? Aber warum lebt er nicht hier bei uns oder bei deinen Eltern?´´ ``Weil er da seine Freunde hat und sehr Glücklich ist. Ich Besuche ihn regelmäßig und dann erzählt er mir immer was er alles macht. Unsere Eltern sind schon lange Tod. Ich brauche das Geld um den Jahresbeitrag zu bezahlen. Wenn ich den nicht mehr bezahlen kann muss er in ein anderes heim und das würde er nicht schaffen.´´ ``Hey wir schaffen das ok? Ich helfe dir so gut ich kann. Und das du dich für ihn so abrackerst und dir alles gefallen lässt würde er auch nicht wollen. Außerdem was hat er davon wenn du irgendwann vor Erschöpfung zusammen brichst?´´ ``Ist ja schon gut. Du hast ja recht´´ nickte Karin und ließ sich von ihm in den Arm nehmen.

Als Michael zu seiner schicht auf die Basis kam lief Julia auf dem Hof herum. Mit dem einen Arm hielt sie ihre Tochter und mit der anderen hand hielt sie ihr Handy. Jasmin weinte und Julia versuchte sie zu beruhigen. Michael ging zu ihr und nahm ihr die kleine ab. Julia nickte im Dankbar zu und Diskutierte dann weiter. Zehn Minuten später kam sie in den AR. ``Die anderen sind noch bei nem Einsatz.´´ ``Aha, und mit wem hast du da diskutiert?´´ wollte Michael wissen. ``Mit der Leitstelle. Ich brauche dringend eine Nachfolge für Gabi. Sie kann eigentlich schon gar nicht mehr mitfliegen.´´ ``Und was sagt die Leitstelle?´´ ``Nichts, sie haben keinen Notarzt frei. Scheint so als währen alle Notärzte ausgeflogen.´´ ``Das passt ja Prima´´ ``Nee finde ich mal gar nicht´´ ``Doch ich schon. Ich glaube ich habe die Lösung für dein Problem. Wart mal eben.´´ Michael ging zum Telefon. Julia sah lächelnd auf ihre Tochter. Die Lutschte an Michaels Finger und beobachtete ihn. ``Karin? Hier ist Michael. Kannst du mal mit zur Basis kommen? Gut bis gleich´´ Dann legte er wieder auf. Fragend sah Julia ihn an. ``Meine Freundin kommt gleich mal vorbei´´ erklärte Michael doch Julia sah ihn nur verständnislos an. Zehn Minuten später kam Karin in den AR. Sie war schon lange nicht mehr hier und kannte auch Julia noch nicht. ``Hi Schatz. Also das ist Julia und sie hat ein Problem´´ fragend sahen die beiden Frauen ihn an. ``Schau mal, du suchst nen neuen Doc und Karin ist Notärztin. Also Problem gelöst´´ Michael grinste die beiden an. ``Stimmt das?´´ wollte Julia wissen. Karin nickte langsam. ``Gut sie haben den Job. Ich denke mal wenn Michael sagt sie sind gut dann stimmt das auch´´ lächelte sie. ``Ich bin Julia´´ ``Ich bin Karin.´´ die beiden verschwanden im Büro. Kurze Zeit später kam die B-Crew wieder. Gabi stieg stöhnend aus dem Heli und hielt sich den Bauch. ``Hey alles ok mit euch?´´ wollte Ralf sofort wissen. Er war echt süß. Gabi nickte. ``Ja schon aber lange schaffe ich das nicht mehr.´´ stöhnte sie. ``Musst du auch nicht.´´ lächelte Michael sie an. Biggi, Ralf und Gabi sahen ihn verdutzt an. ``Heißt das es gibt endlich Ersatz?´´ ``Ja gibt es. Sie sitzt gerade bei Julia im Büro.´´ ``Was so schnell?´´ Gabi sah ihn verdutzt an. Michael nickte. Gabi lies sich aufs Sofa fallen und legte den Kopf nach hinten. Ralf brachte ihr etwas zu trinken. Kurz darauf kam Julia mit Karin zurück. ``Karin was machst du den hier?´´ Wollte Biggi überrascht wissen. ``Gabi ablösen´´ lächelte Karin. ``Echt? Ist ja cool´´ freute sich Biggi. Auch Gabi war sichtlich erleichtert.

Zwei Monate später brachte sie einen Gesunden Jungen zur Welt. Ralf kam mit zur Geburt und blieb Tapfer an ihrer Seite sitzen. Als sie ihren gemeinsamen Sohn endlich in den Armen hielten konnten sie ein paar kleine Tränen nicht verhindern. ``Ich Liebe dich´´ Flüsterte Ralf Plötzlich. Gabi sah ihn verdutzt an doch dann lächelte sie und gab ihm einen Zärtlichen Kuss. Die Zweifel die sie in den letzten Tagen noch gehabt hatten waren wie weggeblasen. Sie Liebte Ralf und wollte mit ihm zusammen sein. Und das nicht nur wegen ihrem Sohn.

 

 

 Fortsetzung

 

A- Crew

B- Crew

Piloten

Jens Köster

Biggi Schwerin/

Gina Aigner

Notärzte

Dr. Michael Lüdwitz

Dr. Karin Thaler

Sanitäter

Peter Berger

Ralf Staller

     

Weitere Personen:

Dr. Gabriele Kollmann

Lars (Sohn von Gabi und Ralf)

Thomas Wächter

Lisa und Laura Wächter

Stella (Peters Frau)

Oliver (Sohn von Peter und Stella)

Julia Pfau (Basisleiterin)

Jasmin (Julias Tochter)

Dirk (Michaels Sohn)

Heidi (Sekretärin)

Tommy(Karins Bruder)

 

In den Letzten zwei Jahren hat sich auf der Basis einiges verändert. Ralf ist bei Gabi und Julia eingezogen und die drei kommen Prima miteinander klar. Biggi ist seid einem Jahr mit Thomas zusammen und von ihm im Achten Monat Schwanger. Karin und Michael sind inzwischen Verheiratet und Dirk ist zu ihnen gezogen. Julia hat dafür gesorgt das die ganze Crew zwei Wochen Urlaub bekommt und den wollen sie alle zusammen in Holland verbringen. Über Freunde von Karin haben sie zwei Ferienhäuser Gemietet.

``Biggi mach voran, die anderen warten schon´´ drängte Lisa. Sie stand am Fuß der Treppe und sah nach oben. ``Stress mich nicht´´ antwortete Biggi und kam mit einer Tasche die Treppe runter. ``Du sollst doch nicht so schwer tragen.´´ ``Ich bin Schwanger und nicht Krank´´ schnaufte Biggi und brachte die Tasche nach draußen zum Auto. ``Biggi, stell sofort die Tasche hin.´´ Thomas kam ihr mit seinem Rollstuhl entgegen. ``Jawohl Chef´´ antwortete Biggi und stellte die Tasche ab. Thomas nahm sie auf seinen Schoss und brachte sie zum Auto. ``Eigentlich dürftest du gar nicht Fahren´´ meinte Thomas und sah sie an. ``Es wird schon alles gut gehen.´´ beruhigte Biggi ihn. ``Außerdem machen wir jede menge Pausen´´

``Gabi hast du alles?´´ ``Ja ich glaube, sicher weiß ich es aber erst wenn wir da sind´´ antwortete sie und zog die Tür hinter sich zu. Während sie abschloss nahm Ralf ihr ihren gemeinsamen Sohn Lars ab und schnallte ihn im Auto an. ``Und du Julia?´´ ``Mir geht es genau wie Gabi´´ grinste sie. Sie hatte ihre Tochter bereits angeschnallt. ``Mit euch beiden macht man was mit´´ stöhnte Ralf. Gabi und Julia lachten.

Um Kurz vor Sechs Trafen sich alle auf der Basis. Sie wollten die Nacht durchfahren damit die Kinder zumindest einen Teil der Strecke schlafen konnten. Zwar hatten alle versucht Biggi auszureden das sie fuhr doch sie hatte sich nicht darauf eingelassen. Sie war am Abend vorher extra früh ins Bett gegangen und fühlte sich jetzt Fit. Ralf, Peter, Jens und Biggi klärten die Strecke auf der Landkarte ab die sie fahren wollten und machten sich dann auf den weg. Ralf fuhr mit Gabi, Julia und den beiden Kindern in dem Weißen Toyota vorne weg. Danach fuhr Michael mit Karin und Dirk vom Hof. Dann Folgte Peter mit Stella und Oliver. Biggi fuhr mit Thomas und den Mädchen als Vorletztes. Jens bildete mit Heidi das Schlusslicht.

Gegen Mittag am nächsten Tag erreichten sie endlich ihre beiden Häuser. Müde und fertig mit den Nerven stiegen alle aus. Besonders die kleinen waren unterwegs anstrengend gewesen. Sie hatten zwar viele pausen gemacht und waren gut durchgekommen doch für die kleinen war das einfach zu lange. Im ersten Haus würden die nächsten zwei Wochen Thomas, Biggi, Lisa, Laura, Gabi, Ralf, Julia, Lars und Jasmin wohnen. Im zweiten zogen Michael, Karin, Dirk, Peter, Stella, Oliver, Jens und Heidi ein. ``Wow ist das Cool hier, dürfen wir ins Wasser?´´ Lisa und Laura standen vor Thomas und sahen ihn Bittend an. ``Von mir aus aber vergesst nicht euch einzucremen´´ Lisa und Laura nickten und waren im nächsten Moment verschwunden. Sie liefen zu Dirk und nahmen ihn mit ans Wasser. ``Biggi wo bist du?´´ wollte Thomas wissen. Doch er bekam keine antwort. Vorsichtig fuhr er durch die Wohnung. Im Schlafzimmer fand er Biggi. Mit der einen Hand auf ihrem Bauch lag sie im Bett und schlief. Thomas lächelte sie an und fuhr auf die Terrasse. ``Na, wie gefällt euch eure Wohnung?´´ wollte Ralf wissen und setzte sich neben seinen Freund. ``Super. Vor allem komme ich überall mit dem Ding hier durch´´ meinte Thomas. ``Wo ist den Biggi?´´ ``Die Schläft. Ich glaube das war doch alles etwas viel für sie. Es wird Zeit das ich endlich wieder laufen kann.´´ meinte er murrend. Er hob mit den Händen sein Bein hoch und stellte es auf den Boden. Das gleiche machte er mit dem anderen. Dann zog er sich vorsichtig am Geländer hoch. Er stand schon fast als ihm die Beine wegknickten. Ralf fing ihn auf und half ihm sich zu setzten. ``Ich schaff das einfach nicht´´ Traurig sah Thomas auf seine Gefühllosen Beine. ``Du darfst dich nicht so unter druck setzten.´´ meinte Ralf und Klopfte ihm auf die Schulter. Thomas nickte langsam. Er wusste ja das Ralf Recht hatte aber es viel ihm schwer. Eine halbe stunde später waren außer Ralf, Gabi, Thomas und Biggi alle ans Wasser gegangen. Gabi und Ralf waren noch da weil die beiden kleinen schliefen. Als sie wach waren machten sie sich auch fertig. Sie wollten gerade gehen als Biggi aufwachte und zu ihnen kam. ``Gabi ich habe mein Buch zu Hause vergessen. Kannst du mir etwas zu Lesen ausleihen?´´ ``Ja klar, Oben auf meinem Bett liegt mein Koffer. Da sind zwei Bücher drinnen. Eins davon kannst du dir nehmen´´ ``Danke´´ nickte Biggi und ging nach draußen zu Thomas. ``Hallo mein Schatz, na wie geht es dir?´´ wollte Thomas wissen. ``ich bin Müde. War wohl doch etwas viel. Außerdem Tritt der kleine ganz schön´´ antwortete Biggi und gab ihm einen Kuss. ``Ich hole mir bei Gabi schnell das Buch und setzte mich dann zu dir´´ ``Ist gut´´ nickte Thomas. Und konzentrierte sich wieder auf seine Übungen.

Biggi fand das Buch schnell und ging zurück zur Treppe. Als sie an einem Fenster vorbeikam sah sie nach draußen und lächelte als sie die anderen sah. Plötzlich spürte sie einen Stechenden Schmerz im Bauch. Sie Krümmte sich zusammen und hielt die Hand an die Stelle. ``Thomas´´ rief sie. ``Biggi? Biggi was ist Los?´´ ``Schnell hol Karin und Gabi´´ ``Biggi was ist Los´´ ``Ich weiß nicht. Irgendwas stimmt nicht. Bitte geh.´´ aber ich kann nicht. Mit dem Rollstuhl komme ich nie bis zu ihnen und schreien bringt nichts.´´ Thomas war an den Fuß der Treppe gekommen. ``Doch Thomas, du musst das schaffen. Bitte´´ verzweifelt sah sie ihn an. ``Ich kann nicht´´ flüsterte Thomas. Er war verrückt vor Sorge und er wusste nicht was er tun sollte. Biggi lag nun auf dem Boden und Krümmte sich. Thomas sah sie und konnte ihr doch nicht Helfen. Voller Angst sah er zu ihr hoch. Langsam griff seine Hand nach dem Treppengeländer. Vorsichtig zog er sich hoch. ``Ich weiß das du es kannst´´ flüsterte Biggi doch Thomas hörte sie Trotzdem. Vor Anstrengung taten ihm die Arme weh. Und Plötzlich taten ihm auch die Beine weh. Er konnte sie wieder Spüren. Vor Freude fing er an zu weinen doch sofort erinnerte er sich wieder an Biggi. Trotz der Schmerzen zwang er sich zur Tür zu gehen. Er hielt sich am Türrahmen fest und sah auf die Große Wiese. Hinter dieser lag der Damm. Wenn er es bis dorthin schaffte würden die anderen ihn sehen. Langsam aber stetig ging er über die Wiese. Immer wieder schwankte er und drohte hinzufallen doch er ging weiter. Als er den Damm erreichte Krabbelte er auf allen vieren dort hoch.

``Gabi, Karin´´ rief er als er oben war. ``Ist das da oben nicht Thomas?´´ wollte Gabi wissen. Ralf drehte sich um. ``Ja stimmt aber er sitzt nicht in seinem Rollstuhl. Kannst du verstehen was er ruft?´´ ``Ja er ruft nach Karin und mir´´ Gabi sprang auf. ``Karin, Julia schnell kommt her.´´ die beiden Frauen kamen zu ihr. ``Irgendwas stimmt bei Thomas und Biggi nicht. Er ruft nach Karin und mir. Julia kannst du dich um die Kinder kümmern?´´ Julia nickte und Gabi und Karin liefen zusammen mit Ralf los. Außer Atem erreichten sie Thomas. Der lag schwer atmend auf dem Boden. ``Thomas was ist Los?´´ rief Gabi. ``Biggi, sie hat schmerzen´´ stöhnte Thomas und deutete zum Haus. ``Kümmere du dich um Thomas´´ rief Gabi Ralf zu während sie mit Karin den Damm runter lief. ``Jens und Michael´´ rief Ralf und winkte. Michael und Jens sahen auf und winkten zurück. Es dauerte eine weile bis sie merkten das etwas passiert war. Nun rannten sie aus dem Wasser und auf den Damm zu. Die anderen hatten inzwischen auch gemerkt das etwas nicht stimmte. Lisa und Laura rannten auf ihren Vater zu. Stella nahm Oliver auf den Arm und Julia Jasmin. Dirk nahm den kleinen Lars und lief ebenfalls auf die anderen zu. Heidi schnappten sich die vier Taschen und stopfte dort noch die Sachen der anderen hinein. Thomas schmerzen wurden inzwischen fast unerträglich doch er hielt Tapfer durch. Auf die Fragen der anderen konnte er aber nicht antworten. Vorsichtig trugen sie ihn den Damm runter und Richtung Haus.

``Biggi wo bist du?´´ Gabi stürzte ins haus und sah den Rollstuhl an der Treppe. Erst jetzt wurde ihr Klar das Thomas ohne seinen Rollstuhl am Damm gewesen war. ``Hier´´ antwortete Biggi leise. Karin kam mit ihrem Notfall Koffer und lief nach oben zu Gabi. ``Was ist passiert Biggi?´´ ``Ich weiß es nicht, ich hatte Plötzlich solche Schmerzen. Was ist mit Thomas?´´ ``Um den Kümmern sich die anderen. Karin, die Fruchtblase ist bereits Geplatzt. Wir müssen das irgendwie hier schaffen. Bis in die Klinik schaffen wir es auf jeden fall nicht.´´ Karin nickte. Sie holte Handtücher und breiteten sie unter Biggi aus. Das Wasser der Fruchtblase wischten sie nur notdürftig weg.

Thomas lag nun auf dem Sofa im Wohnzimmer. Michael hatte ihm ein Schmermittel gegeben damit er die Schmerzen in seinen Beinen nicht mehr so Stark spürte. Julia hatten sie mit den anderen in das zweite Haus geschickt. Dort saßen sie nun und warteten auf irgendwelche Nachrichten.

Vier Stunden später war alles vorbei. Biggi lag Verschwitzt und Kraftlos im Flur. Karin und Gabi knieten neben ihr. Sie waren ebenso verschwitzt. In ein Handtuch gewickelt übergab Gabi Biggi ihren Sohn. ``Herzlichen Glückwunsch´´ lächelte sie. ``Ich möchte zu Thomas´´ sagte Biggi leise. ``kannst du gleich. Wo sind den deine Sachen. Dann hole ich dir ein Paar Frische Klamotten.´´ ``Unten im Schlafzimmer steht meine Tasche´´ sagte Biggi leise und schloss die Augen. Karin ging leise nach unten und holte eine Jogginghose und ein weites T-Shirt. Dann verschwand sie wieder nach oben. Gabi hatte ihre Freundin inzwischen etwas gewaschen und den kleinen untersucht. ``Es geht ihm gut. Obwohl er einen Monat zu früh dran ist´´ lächelte sie und gab ihn an Biggi zurück. Diese konnte nur nicken. Karin und Gabi halfen ihr beim Umziehen. ``ich hole Michael damit er dich runter trägt´´ meinte Karin und verschwand. Kurz darauf kam sie mit Michael zurück. ``Herzlichen Glückwunsch´´ lächelte Michael und hob sie hoch. Er trug Biggi runter ins Schlafzimmer und Karin trug den kleinen. Jens half inzwischen Thomas in seinen Rollstuhl und brachte ihn ebenfalls ins Schlafzimmer. Glücklich lächelte Biggi ihn an. Thomas legte sich mit Jens Hilfe neben sie. Leise verließen alle das Zimmer und Atmeten auf. Ralf ging zu Gabi hoch und half ihr beim Aufräumen während Karin nach drüben zu den anderen ging. ``Und? Was ist mit Papa? Und Biggi?´´ fragten Lisa und Laura sofort. ``Also Thomas geht es soweit ganz gut. Michael hat ihm die Schmerzen erträglich gemacht. Biggi geht es auch so weit ganz gut. Sie ist nur ziemlich Müde und erschöpft. Eurem kleinen Bruder geht es ebenfalls gut obwohl er einen Monat zu früh geboren ist.´´ ``Wir haben einen Bruder´´ Jubelten die beiden Mädchen. Die anderen Atmeten erleichtert auf. Eine Viertelstunde später kamen auch Ralf und Gabi zu ihnen.

Biggi und Thomas lagen Glücklich in ihrem Bett. Zwischen ihnen lag ihr Sohn. ``Ich bin so stolz auf dich´´ Flüsterte Biggi und streichelte Thomas Wange. ``Ich bin stolz auf dich, und auf unseren Sohn.´´ antwortete Thomas und gab ihr einen Zärtlichen Kuss. ``Tun deine Beine noch sehr weh?´´ ``Es geht. Michael hat mir etwas gegen die Schmerzen gegeben. Er sagt, ich habe die Beine gnadenlos überanstrengt. Deswegen tun sie auch so weh. Es ist sowie so ein Wunder das ich es bis zum Damm geschafft habe. Die Muskeln sind total erschlafft. Allerdings währe es jetzt vermutlich noch schlimmer wenn ich meine Übungen nicht seid zwei Jahren wieder machen würde.´´ ``Ich bin mir sicher das du das schaffst und dann wirst du mit unserem Sohn Fußball spielen´´ lächelte Biggi. Plötzlich ging leise die Tür auf und Laura steckte den Kopf herein. ``Dürfen wir reinkommen?´´ fragte sie ganz leise. Biggi nickte. Lisa und Laura kamen herein und krabbelten vorsichtig aufs Bett. ``Wie geht es euch?´´ wollte Lisa wissen. ``Es geht schon wieder Danke´´ lächelte Biggi. Laura Kuschelte sich an ihren Vater und Lisa an Biggi. Der kleine lag in der Mitte. Die beiden Mädchen sahen begeistert auf ihren kleinen Bruder. ``Wie heißt er eigentlich?´´ fragte Laura nach einer weile. ``Wir haben noch keinen Namen. Wie währe es wenn ihr einen aussucht?´´ schlug Biggi vor und Thomas nickte. ``Wie währe es mit Philipp´´ schlug Lisa vor und sah die anderen an. ``Philipp ist gut´´ stellte Laura fest und nickte ihrer kleinen Schwester zu. ``Hallo kleiner Philipp´´ meinte sie dann und gab dem kleinen einen Kuss auf die Wange. Biggi und Thomas lächelten sich Glücklich zu. ``Wollen wir mal zu den anderen gehen?´´ fragte Thomas. ``Ich meine fahren´´ ergänzte er dann lächelnd. Lisa, Laura und Biggi nickten. Sie halfen Thomas sich in seinen Rollstuhl zu setzten und schoben ihn zur Tür. Biggi kam mit dem kleinen Philipp nach. ``Schaut mal wer da kommt´´ meinte Karin Plötzlich und öffnete die Terrassentür. Lächelnd kam die kleine Familie ins Wohnzimmer und wurde von allen Beglückwünscht. ``Und das nächste mal jagt ihr uns bitte nicht so einen Schrecken ein´´ bat Jens. Die anderen lachten.

Gegen Abend verteilten sich alle auf ihre Wohnungen. Biggi legte sich mit dem kleinen wieder hin und Thomas machte mit den Mädchen Abendessen. Gabi und Julia kochten ebenfalls Abendessen während Ralf mit den beiden Kindern spielte und später den Tisch deckte. Michael, Karin, Peter, Stella, Jens und Heidi beschlossen zusammen zu Essen. Nach dem Essen gingen Michael und Karin mit Dirk, Lisa und Laura noch mal an den Strand.

Am nächsten Morgen waren Lisa, Laura und Dirk schon sehr früh wach. Sie trafen sich draußen und da sie hörten wie auch die ganz kleinen aufwachten beschlossen sie mit ihnen an den Strand zu gehen. Leise schlichen sich Lisa und Laura nach oben und holten Lars und Jasmin. Draußen trafen sie auf Dirk und Oliver. Laura hatte noch schnell etwas zu Essen eingepackt.

``Guten Morgen mein Schatz, na hast du gut geschlafen?´´ ``Wie ein Stein. Sag mal wie viel Uhr haben wir eigentlich?´´ ``Kurz vor Zehn warum?´´ ``Weil unser Herr Sohn uns normalerweise um Acht weckt´´ Gabi und Ralf sahen sich an und standen dann schnell auf. Im Flur trafen sie auf Julia. ``Wo wollt ihr den so schnell hin?´´ ``Zu Lars. Es ist Kurz vor Zehn´´ ``Das könnt ihr euch Sparren. Der ist nicht da´´ ``Was? Wo ist er denn?´´ ``Weg. Lisa und Laura haben die beiden kleinen abgeholt und sind mit ihnen und Dirk und Oliver zum Strand gegangen. Sie haben uns den Brief hier da gelassen.´´ Julia gab ihnen den Zettel.

``Hi wir nehmen die beiden süßen mit an den Strand und treffen uns dort mit Dirk und Oliver. Geniest den Kinderfreien Morgen. Lisa und Laura´´ Gabi grinste. ``Frühstücken wir auf der Terrasse?´´ Julia und Ralf nickten. Als sie nach unten kamen hatten Thomas und Biggi den Tisch bereits gedeckt. Im Garten kamen auch noch Michael, Karin, Peter und Stella dazu. ``Sagt mal wisst ihr wo Lisa und Laura sind?´´ fragte Thomas und sah seine Freunde an. ``Und Dirk´´ ergänzte Michael. ``Find ich ja super. Uns legen sie nen Zettel hin und euch nicht´´ lachte Stella. Michael, Karin, Thomas und Biggi sahen sie Verständnis los an. Nun viel ihnen auf das auch alle anderen Kinde fehlten. ``Die drei großen sind mit den kleinen heute Morgen zum Strand gegangen. Sie haben uns einen Zettel da gelassen das wir den Kinderfreien Vormittag genießen sollen.´´ lachte Gabi. Und das taten sie nun. In aller ruhe Frühstückten sie zusammen. ``Wo sind eigentlich Jens und Heidi?´´ wollte Julia wissen. ``Die sind irgendwo hingefahren. Keine Ahnung´´ antwortete Peter. Die anderen sahen sich viel sagend an. ``Na toll dann bin ich hier bald der einzige Single.´´ stellte Julia fest. ``Für dich finden wir auch noch den passenden´´ lachte Biggi. Nachdem sie fast die ganze Nacht wie ein Stein geschlafen hatte war sie wieder Fit. ``Nee bloß nicht. Eure Verkupplungs- Methoden kenne ich in zwischen. Da bleib ich Lieber Single´´ antwortete Julia lachend. ``Hey, immerhin haben sie bei Biggi und Thomas auch Funktioniert´´ stellte Gabi fest. Wie zur Bestätigung gab Thomas seiner Biggi einen Kuss. Wieder brachen alle in Gelächter aus.

``Oliver kannst du mal da drüben den graben weiter bauen?´´ ``Klar mach ich´´ rief der kleine und fing an zu Buddeln. Lisa musste lachen als sie sah wie der Fünfjährige Oliver wie ein Hund im Sand buddelte. Jasmin und Lars schaufelten ebenfalls fleißig. Lisa hatte es allerdings inzwischen aufgegeben eine große Burg zu Bauen da die kleinen immer wieder alles Kaputt machten. Doch sie hatten ihren Spaß und das war die Hauptsache. Laura und Dirk saßen etwas oberhalb auf der Decke und beobachteten die anderen. Langsam griff Dirk nach Lauras Hand. Laura lächelt ihn verliebt an. ``Ich Liebe dich´´ flüstert Dirk. ``Ich Liebe dich auch´´ antwortete Laura und kuschelte sich an ihn. Lisa sah kurz zu den beiden ohne das sie es bemerkten und grinste. ``Oliver pass auf gleich stürzt der gang ein´´ rief Lisa. Schnell zog Oliver seine Hand aus dem Loch bevor es zusammen brach. Traurig sah er auf das loch. ``Na komm wir bauen ein neues´´ Lisa nickte ihm aufmunternd zu. Oliver überlegte noch einen Augenblick und nickte dann.

Am Nachmittag kamen auch die Erwachsenen. Als die Kinder ihre Eltern sahen lachten sie und liefen auf sie zu. ``Danke ihr drei.´´ lächelte Gabi. Lisa, Laura und Dirk nickten nur bevor sie Richtung Wasser liefen.

Den Rest des Urlaubes konnten alle in Ruhe genießen. Die Familien fuhren immer mal wieder alleine irgendwo hin oder gingen zusammen an den Strand. Als sie zwei Wochen später wieder nach Hause mussten waren alle Traurig.

Bereits eine Woche später hatte der Alttag sie wieder.

``Hi Gina, na wie geht’s?´´ ``Danke gut. Nur Schade das ich nicht mit in den Urlaub konnte´´ Gina war Biggis Nachfolgerin und verstand sich mit allen Prima. Da sie sich zwei Tage bevor sie los fuhren eine Ordentliche Erkältung zugezogen hatte konnte sie nicht mitfahren. ``Es kommt bestimmt der nächste Urlaub´´ meinte Ralf tröstend. ``Ich hoffe nur das der dann etwas weniger Aufregend anfängt´´ grinste Karin als sie sich an die ersten Tage erinnerte. Ralf wollte gerade etwas erwidern als der Alarm losging. ``Wie habe ich dieses Geräusch vermisst´´ stöhnte Ralf und lief hinter Gina und Karin zum Heli. Gabi bestätigte den Einsatz und sah den anderen nach. Sie ging zu dem Büro ihrer Freundin Julia und Klopfte an. ``ich fahre nach Hause. Soll ich Jasmin mitnehmen?´´ ``Du bist ein Engel´´ lächelte Julia. Sie war eigentlich mitten in einem Telefonat doch Jasmin nörgelte schon die ganze Zeit. ``Komm Jasmin wir fahren nach Hause´´ Gabi sah die kleine an. Jasmin stand vom Boden auf und kam zu ihr gelaufen. Gabi nahm sie in den Arm und verabschiedete sich von Julia.

``Komm Papa du schaffst das. Wir wollen Biggi doch überraschen´´ Lisa stand vor ihrem Vater. Ganz langsam hob der ein Bein an und stellte es auf den Boden. Stöhnend lehnte er sich zurück. Seid sie wieder zu hause waren übten seine Töchter mit ihm. Die schmerzen in seinen Beinen waren Dank der vielen Übungen schon weniger geworden doch sie waren noch immer da. ``Ich kann nicht mehr´´ stöhnte er. ``Klar kannst du Papa. Du hast es doch schon mal geschafft´´ munterte Lisa ihn auf. Thomas seufzte. Er stellte den Zweiten Fuß auf den Boden und zog sich am Treppen Geländer hoch. Etwas Wackelig stand er auf seinen Beinen. ``ich stehe´´ strahlte er wie ein Kind. ``Na siehst du´´ lachte Lisa. ``Komm ganz langsam´´ sie gab ihrem Vater eine Hand. Thomas nahm sie und hielt sich mit der anderen an der Wand fest. Zwei Schritte schaffte er bis er merkte wie ihn die Kräfte wieder verließen. ``ich kann nicht mehr Lisa´´ meinte er. Lisa brachte ihm den Rollstuhl und er ließ sich stöhnend hinein fallen. ``Das war super. Wart ab in einem Halben Jahr bist du wieder voll auf dem Damm´´ lachte Lisa.

Zur gleichen Zeit flog die B-Crew zu ihrem Einsatz Ort. ``Da unten müsste es sein.´´ meinte Ralf und sah von der Karte hoch. ``Der Silberne Ford Focus da unten, ist das nicht das Auto von Biggi und Thomas?´´ meinte Karin die beim Überfliegen der Unfallstelle das Logo von Medicopter auf der Heckscheibe gesehen hatte. Sofort landete Gina. Ralf und Karin rannten zu dem Wagen. Schon von weiten hörten sie Philipp schreien. Karin rannte zum Wagen und sah hinein. Biggi hing Blutüberströmt in ihrem Sitz. Philipp lag noch in seinem Babysitz. Ihm schien nichts passiert zu sein. ``Holt Philipp hier raus´´ flüsterte Biggi und spuckte Blut. ``Gina kümmert sich um ihn. Was tut dir weh, Biggi´´ Nun traf auch die Polizei und die Feuerwehr ein. ``Beeilen sie sich. Sie müssen die beiden Türen aufbrechen´´ rief Karin und drehte sich wieder zu Biggi. ``Hey Biggi, sprich mit mir´´ rief sie doch Biggi reagierte nicht mehr. Drei Minuten später hatte die Feuerwehr die Türen geöffnet. Gina nahm sofort das Baby auf den Arm. Ralf und zwei weitere Rettungssanitäter des Krankenwagens legten Biggi auf die Trage. ``Sie ist weg´´ schrie Karin Panisch. Das EKG zeigte nichts mehr an. Sofort begann sie mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. ``Ralf den Defi, schnell´´ Ralf gab ihr den Defi und Kurz darauf betätigte Karin ihn. Doch es war weiterhin kein Signal auf dem Gerät zu sehen. Auch die beiden nächsten versuche scheiterten. ``Karin hör auf es hat keinen sinn mehr. Sie ist Tod´´ ``Nein, sie darf nicht sterben.´´ rief Karin. Ralf zog sie von Biggi weg und nahm sie in den Arm. Gina drückte das Baby an sich. ``Fliegen sie zurück. Ich kümmere mich um alles Weitere´´ sagte der Einsatzleiter. Ralf nickte ihm Dankbar zu und brachte Karin zum Heli. ``Gib mir das Baby´´ bat Karin. Gina gab ihr den kleinen. Karin schluckte einmal und riss sich dann zusammen. Sie untersuchte Philipp und als sie sicher war das soweit alles ok war Flogen sie zurück.

Als Gina auf der Basis landete sah Julia nur einmal kurz aus dem Fenster. Als sie jedoch die Gesichter ihrer Crew sah beendete sie das Telefonat und lief nach draußen. Alle drei waren leichenblass und Karin war total verheult. ``Was ist passiert´´ wollte Julia wissen. Erst jetzt sah sie die Decke in Karins Armen. ``Mir wird schwindelig´´ meinte Karin Plötzlich leise. Julia nahm ihr schnell das Baby ab und Ralf nahm sie auf den Arm. Nun sah Julia dass es Philipp war. ``Wo ist Biggi?´´ wollte sie mit einem Anflug von Panik wissen. ``Sie hatte einen Autounfall. Ein LKW hat sie gerammt. So wie es aussieht geht es Philipp gut aber für Biggi konnten wir nichts mehr tun´´ antwortete Gina leise. Entsetzt hielt sich Julia die Hand vor den Mund bevor auch sie anfing zu weinen. ``Wie sollen wir das Thomas bei bringen?´´ wollte sie dann wissen. Die anderen drei zuckten die Schultern. ``Ich meld uns erst mal ab und rufe Michael an damit er Karin abholt.´´ meinte Julia und verschwand in ihr Büro. Während sie Philipp an sich drückte rief sie die Leitstelle an. ``Leitstelle Medicopter 117, Bremer, was kann ich für sie tun.´´ ``Hier ist Julia Von der Basis in Traunstein. Ich muss die Basis für ein paar Tage schließen. Eine Kollegin ist tödlich verunglückt.´´ ``Wir haben davon bereits gehört. Gut schließen sie die Basis. Rosenheim wird ihre Schichten übernehmen. Herzliches Beileid´´ Julia bedankte sich und legte auf. Wieder kamen ihr die Tränen. Sie wählte Michaels Nummer und wartete. ``Michael? Kannst du bitte herkommen´´ bat sie dann als er abgenommen hatte. ``Um Gottes willen Julia was ist los?´´ wollte Michael wissen. ``Bitte komm so schnell wie möglich her´´ bat Julia noch einmal bevor sie auflegte. Zehn Minuten später fuhr Michael mit Quietschenden Reifen auf den Hof. Im AR lief er sofort zu Karin die auf dem Sofa lag. ``Was ist passiert?´´ wollte er wissen. ``Biggi, sie ist Tod?´´ antwortete Ralf. ``Was?´´ Michael sah ihn entsetzt an. ``Sie hatte einen Unfall. Wir konnten ihr nicht helfen´´ erklärte Ralf. ``ich habe bestimmt etwas übersehen. Ihre werte waren zwar nicht die Besten aber wir hätten es bis in die Klinik schaffen können.´´ murmelte Karin. ``Bitte sieh dir Philipp an. Nicht das er auch noch stirbt nur weil ich etwas übersehen habe.´´ ``Du hast nichts übersehen Karin. Ihre werte waren arg Kritisch. Ich bin mir sicher das du alles für sie getan hast was du konntest´´ antwortete Ralf. ``Aber es war nicht genug´´ schrie Karin und sprang auf. Michael drückte sie wieder aufs Sofa und bat Ralf bei ihr zu bleiben. Dann ging er in Julias Büro. Sie saß in einem der Sessel und sah auf Philipp. ``Wir sind für ein paar tage gesperrt.´´ sagte sie leise. Michael nickte und nahm ihr das Kind ab. Nachdem er ihn Untersucht hatte gingen sie zurück. ``Es ist alles ok Karin.´´ beruhigte Michael sie. Karin sah ihn zweifelnd an sagte jedoch nichts. ``ich fahre zu Thomas.´´ sagte Julia schließlich. ``Soll ich dich begleiten?´´ wollte Michael wissen. ``Nein kümmere dich um Karin. Ralf du wirst dich um Gabi kümmern müssen.´´ meinte Julia und nahm Philipp wieder auf den Arm. Die beiden anderen nickten. Sie verabschiedeten sich von einander und fuhren nach Hause.

``Papa´´ lachend lief der kleine Lars auf seinen Vater zu. Ralf fing den kleinen auf und drückte ihn an sich. ``Hey was machst du den schon hier?´´ wollte Gabi wissen und kam auf ihn zu. Ralf wischte sich eine Träne weg. Gabi merkte das und sah ihn entsetzt an. ``Was ist passiert?´´ Ralf ging weiter ins Kinderzimmer und setzte Lars neben Jasmin. Sofort begann der kleine mit seiner Freundin zu spielen. Im Wohnzimmer nahm er Gabi wortlos in den Arm. ``Bitte Ralf sag mir was los ist.´´ ``Biggi hatte einen Unfall´´ meinte er leise. ``Wo liegt sie, ich muss sofort zu ihr´´ rief Gabi und lief Richtung Tür. ``Sie ist Tod´´ sagte Ralf leise und setzte sich aufs Sofa. Gabi hörte ihn obwohl er so leise sprach und drehte sich auf dem Absatz um. ``Sie ist Tod?´´ fragte sie leise. Tränen liefen ihr über die Wangen. Ralf nickte langsam. ``Als wir ankamen war sie schon fast bewusstlos. Sie ist noch an der Unfallstelle verstorben´´ Ralf stand auf und ging zu ihr. ``Nein´´ rief Gabi und lies sich in seine Arme fallen. ``Und was ist mit Philipp?´´ ``Julia bringt ihn zu Thomas.´´ erklärte Ralf. Eine ganze weile saßen sie einfach nur da und weinten.

``ich geh schon´´ rief Lisa und lief zur Tür. ``Oh hallo Julia, komm rein´´ bat Lisa und ging zur Seite. ``Biggi ist mit Philipp in der Klinik zur Nachsorge. Papa sitzt im Garten.´´ meinte sie und ging an ihr vorbei da sie mit Freunden im Kino verabredet war. Julia nickte langsam und ging in den Garten. ``hallo Thomas´´ sagte sie leise. ``Hi Julia. Biggi ist nicht da. Aber ich denke sie wird gleich wieder kommen´´ lächelte Thomas und drehte sich wieder dem Tisch zu. Darauf waren mehrere Fotos vom Hollandurlaub verteilt und er war gerade dabei sie in ein Fotoalbum zu kleben. ``Nein, sie wird nicht wieder kommen´´ sagte Julia leise. Sie drückte Philipp an sich so als würde er ihr Mut geben. Thomas drehte sich langsam mit seinem Rollstuhl um. ``Warum nicht?´´ wollte er wissen. Erst jetzt bemerkte er seinen Sohn auf ihrem Arm. ``Was ist passiert?´´ ``Sie hatte einen Autounfall. Die anderen konnten sie nicht Retten.´´ Julia zwang sich ruhig zu bleiben. Es brachte keinem etwas wenn sie auch noch anfing zu weinen. ``Nein, Nein das darf nicht sein. Sie kommt bestimmt gleich nach Hause´´ rief Thomas und fuhr zur Terrassen Tür. ``Nein Thomas. Sie ist Tod. Philipp geht es gut. Karin hat ihn untersucht´´ ``Und woher weiß ich das er nicht auch noch Stirbt?´´ ``Michael hat ihn auch Untersucht. Sie sagen beide das alles in Ordnung ist.´´ Sie wollte ihm seinen Sohn geben doch Thomas Ignorierte ihn. Langsam fuhr er zum Tisch und nahm eines der Fotos auf dem Biggi zu sehen war. ``Warum sie? Ich brauche sie doch. Sie darf nicht Tod sein.´´ Flüsterte er. ``Bitte geh jetzt´´ ``Aber…´´ ``Geh´´ rief Thomas. Er beugte sich über die Bilder und begann zu weinen. Er wollte jedoch nicht das Julia das bemerkte. Julia stand da und wusste nicht was sie machen sollte. Schließlich drehte sie sich um und verließ das Haus. Mit dem Baby auf dem Arm lief sie zu ihrem Auto. Vorsichtig fuhr sie los doch bereits zwei Straßen weiter hielt eine Polizei streife sie an. ``Steigen sie mal Bitte aus´´ bat der Polizist. Julia stieg aus und stellte sich vor ihn. Der Polizist sah in ihr Gesicht und dann auf das Baby. ``Warum haben sie das Baby nicht angeschnallt? Sie können nicht mit dem Kind auf dem Arm Autofahren.´´ ``Und wie hätte ich es dann machen sollen? In den Kindersitz meiner Tochter passt der kleine nicht. Sie ist fast drei und er mal gerade drei Wochen.´´ ``Das ist gar nicht ihr Kind?´´ ``Nein, er ist der Sohn meiner Freundin´´ ``Und warum hat sie ihnen keinen Kindersitz gegeben?´´ ``Weil sie Tod ist´´ schrie Julia. Der Junge Mann schrak etwas zurück. ``Kann ich mal bitte ihren Personal Ausweis sehen?´´ ``Der ist in meiner Tasche und die ist noch auf der Basis.´´ ``Dann sagen sie uns Bitte die Adresse.´´ ``Fahren sie mich einfach nach Hause. Meine Freunde sind dort und die können alles bezeugen was sie wollen´´ bat Julia. Wieder kamen ihr Tränen. Verunsichert stand der Polizist vor ihr. Musste ihm so etwas gleich an seinem ersten Tag im Außendienst passieren? ``Warten sie bitte einen Augenblick´´ bat er und ging zu seinem Kollegen. Fünf Minuten später saß Julia im Polizei Wagen und wurde nach Hause gefahren. ``Da vorne rechts´´ meinte Julia und der Polizist bog ab. Zu Hause angekommen brauchte sie nur einmal kurz Klingelt. Gabi öffnete sofort die Tür und nahm sie in den Arm. ``Wie geht es Thomas?´´ ``Ich weiß nicht so genau. Philipp hat er auf jeden fall Ignoriert´´ antwortete Julia und deutete auf den Jungen. Gabi nahm ihr das Kind ab und rief nach Ralf. Ralf kam aus dem Kinderzimmer auf die beiden zu. Hinter Julia räusperten sich die beiden Polizisten. ``Ralf könntest du dich um die beiden Kümmern? Sie haben mich angehalten weil Philipp nicht angeschnallt war. Mein Perso ist aber auf der Basis.´´ Ralf nickte. ``Leg dich etwas hin´´ meinte er dann. ``Also was kann ich für sie tun?´´ wollte er wissen. ``nichts. Ich denke die Sache hat sich erledigt. Herzliches Beileid´´ meinte der Ältere der beiden und Tippte sich an die Mütze. Ralf nickte und schloss die Tür nachdem die beiden gegangen waren. Dann ging er zu Gabi und Julia die im Wohnzimmer saßen. ``Er hat mich rausgeschmissen. Die beiden Mädchen waren nicht da. Deswegen habe ich den kleinen mit hergebracht´´ erzählte sie Gabi gerade. ``Das ist gut so. Wir müssen uns jetzt irgendwie alle gegenseitig helfen. Und uns vor allem um Thomas und seine Kinder kümmern´´ meinte Gabi und sah die beiden anderen an.

Lisa und Laura kamen gleichzeitig zu Hause an. Gut gelaunt schlossen sie dir Tür auf und zogen ihre Schuhe aus. Trotzdem gaben sie sich mühe leise zu sein. Vorsichtig schlichen sie ins Wohnzimmer. Eigentlich hatten sie erwartete ihren Vater und Biggi zu sehen doch keiner von beiden war da. Sie sahen sich an und gingen dann in ihre Zimmer.

``Lisa wach auf wir haben verschlafen´´ rief Laura und schüttelte ihre Schwester. ``Was? Warum hat Biggi uns nicht geweckt?´´ ``ich weiß es nicht. Den Bus haben wir schon verpasst. Wir müssen die Fahrräder nehmen´´ meinte Laura und zog sich an. Dann schnappte sie sich ihren Schulranzen und lief nach unten. Lisa kam Fünf Minuten später nach. Sie schnappten sich den Garagenschlüssel und holten ihre Fahrräder. ``Sag mal Biggis Auto stand gar nicht in der Garage, ist sie Gestern überhaupt nach Hause gekommen?´´ wollte Laura wissen. Plötzlich bremste Lisa ab. ``Was ist? Wir sind eh schon spät dran also kom´´ ``Biggi war doch Gestern mit Philipp in der Klinik.´´ Laura nickte. Sie war nun ebenfalls stehen geblieben. ``Kurz bevor ich gestern gegangen bin kam Julia mit Philipp auf dem Arm. Ich hab das irgendwie gar nicht so richtig wahrgenommen weil ich direkt nach draußen gelaufen bin.´´ ``Moment, Gestern Abend um Halb zehn war keiner der beiden zu sehen, Biggis Auto war heute Morgen nicht da und Julia ist gestern vermutlich mit Philipp bei uns gewesen. Das heißt es ist irgendwas passiert´´ stellte Laura fest. ``Und was jetzt?´´ wollte Lisa wissen. ``Wir fahren zu Gabriele, Ralf und Julia. Die werden schon wissen was los ist. Und es ist näher als bis nach Hause´´ meinte Laura und stieg auf ihr Fahrrad. Zehn Minuten später klingelten sie bei den dreien. Gabi öffnete die Tür. Lisa und Laura sahen sie irritiert an. Gabi hatte eine Schwarze Hose und einen Schwarzen Rollkragenpulli an. Ihre Augen waren rot und ihr Gesicht wies spuren von Tränen auf. Die sonst so Ordentlichen Haare waren nur mit einer Spange hochgesteckt. Schweigend trat sie zur Seite und ließ die beiden rein. Etwas unsicher gingen sie an Gabi vorbei in die Küche. Julia und Ralf saßen am Tisch. Ebenfalls in Schwarz gekleidet. Laura entdeckte ihren Bruder auf Julias Arm. ``Was ist den hier los? Und warum ist Philipp bei euch?´´ wollte sie wissen und ging auf Julia zu. Sie nahm ihren Bruder auf den Arm und sah die Erwachsenen an. ``Ihr wisst noch nichts?´´ ``Wir wissen nichts wovon?´´ Lisa sah die anderen verständnislos an. Gabi sah zu Ralf und Julia. ``Setzt euch mal hin´´ bat sie dann. ``Sagt uns jetzt was los ist. Biggis Auto war nicht in der Garage und sie hat uns heute Morgen nicht geweckt. Papa haben wir seid gestern Abend auch nicht gesehen.´´ verzweifelt sah Laura von einem zum anderen. ``Biggi hatte gestern einen Autounfall´´ sagte Gabi vorsichtig. ``Also ist Papa bei ihr in der Klinik´´ fragte Lisa. ``Was hat sie?´´ wollte Laura wissen. ``Es ist doch nicht so schlimm oder?´´ ``Nein Thomas ist nicht in der der Klinik und Biggi auch nicht. Biggi ist… Sie ist Tod´´ Langsam schüttelte Lisa den Kopf. Dann fing sie an zu weinen. Gabi nahm sie in den Arm. Laura Saß da und streichelte das Köpfchen ihres Bruders. ``Komm Lisa wir müssen nach Hause zu Papa´´ sagte Laura und stand auf. ``Ich bringe euch´´ meinte Ralf und stand auf. ``Nein schon gut, wir haben unsere Fahrräder unten.´´ entgegnete Laura. ``Danke das ihr euch um Philipp gekümmert habt´´ war das letzte was sie von den beiden hörten bevor die Tür zuviel. Gabi, Julia und Ralf sahen sich an. ``Laura steht vollkommen unter Schock´´ stellte Gabi fest. ``Ja aber was sollen wir machen. Gerade eben hat sie uns deutlich zu verstehen gegeben das wir ihr nicht helfen sollen. Ihr wisst wie sie ist.´´ sagte Ralf und sah die anderen an.

Als Lisa und Laura mit ihrem Bruder nach Hause kamen war Thomas nicht zu sehen. ``Er liegt bestimmt im Bett´´ meinte Laura und ging ins Schlafzimmer. Tatsächlich lag Thomas im Bett. Er starrte auf das Bild von Biggi das neben ihm auf dem Bett lag. ``Hallo Papa.´´ sagte Lisa doch Thomas reagierte nicht. Fragend sah sie zu ihrer Schwester. ``Komm´´ meinte diese leise und ging zurück in die Küche. ``Ok also wir beide müssen uns zusammen reißen. Papa und Philipp brauchen uns. Ab jetzt müssen wir das Irgendwie ohne Biggi schaffen´´ schärfte Laura ihr ein. Lisa versuchte die Tränen zurückzuhalten. Doch es ging nicht so richtig. Sie vermisste Biggi viel zu sehr. ``Aber ich vermisse sie jetzt schon so doll´´ sagte sie leise. ``Ich auch Lisa. Wir kommen alleine Klar aber Philipp ist alleine. Papa kann sich im Moment nicht um ihn kümmern.´´ ``Und was ist mit den anderen? Warum bitten wir sie nicht um Hilfe?´´ ``Was sollen die den schon machen? Die sind mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt, immerhin war Biggi ihre Kollegin. Wir schaffen das Lisa´´ Laura sah sie eindringlich an. Lisa nickte. ``Ok was soll ich machen?´´ ``Wir müssen in die Schule fahren. Wir sind erst eine Stunde zu spät. Wenn wir Glück haben kommen wir mit der ausrede das wir verschlafen haben durch´´ ``Ich soll in die Schule gehen? Spinnst du? Man Biggi ist Tod begreifst du das eigentlich?´´ schrie Lisa. ``Natürlich begreife ich das. Aber was haben wir für eine Wahl? Wenn wir jetzt in der Schule fehlen muss Papa sich auch noch darum kümmern und findest du nicht auch das er im Moment genug um die Ohren hat?´´ antwortete Laura ruhig. Lisa sah ihre Schwester entsetzt an. Ihre ruhige Art verunsicherte sie. Ihre Schwester kam ihr unheimlich vor. ``Ich geh nicht in die Schule. Du spinnst ja´´ rief Lisa und lief aus dem Haus. Laura sah ich achselzuckend nach. ``Ich muss in die Schule, kümmere dich bitte solange um Philipp. Um zwei Uhr bin ich wieder da. Ich habe ihm gerade etwas Milch gegeben. Wir hatten zum Glück noch etwas Milchpulver.´´ Laura legte ihren Bruder neben Thomas und verließ das Haus.

Lisa war in der Zwischen Zeit zu Julia gelaufen. ``Hey Lisa was ist den Los?´´ wollte sie von dem Mädchen wissen obwohl sie sich dachte worum es geht. ``Ich will nicht in die Schule´´ sagte Lisa leise und lies sich von ihr in den Arm nehmen. ``Komm erst mal rein´´ meinte sie und schloss hinter Lisa die Tür. ``Kann ich bei dir bleiben?´´ ``Und was ist mit Laura, Philipp und Thomas?´´ ``Papa liegt nur in seinem Bett. Ich glaube der merkt gar nicht ob wir da sind. Laura hat gesagt wir müssen ganz normal weiter leben. Einfach so tun als hätte es Biggi nicht gegeben.´´ Sie Kuschelte sich an Julia und diese versuchte sie zu trösten. ``Aber das kann ich nicht. Sie ist Tod und wir werden sie nie wieder sehen´´ sie begann zu weinen. Julia strich ihr mit der Hand über den Rücken. ``Ich denke Gabi und Ralf haben nichts dagegen wenn du hier bleibst.´´ meinte sie leise.

Laura kam nun endlich in der Schule an. Hastig stellte sie ihr Fahrrad ab und lief durch die Sillen Gänge ihrer Schule. Als sie ihr Klassen Zimmer erreichte klopfte sie leise an und trat ein. ``Entschuldigung, ich habe verschlafen´´ entschuldigte sie sich. Ihre Lehrerin Frau Reh sah sie verwundert an doch sie nickte nur. Laura lief auf ihren Platz und holte ihre Sachen heraus.

Als sie um Kurz vor Zwei nach Hause kam war weder Lisa noch Thomas da. Etwas verwundert begann sie mit ihren Hausaufgaben. Eine Stunde später hörte sie ein Auto. Zehn Minuten später fuhr Thomas zur Tür herein. ``Hi, wo warst du?´´ wollte Laura wissen. ``In der Klinik´´ antwortete Thomas leise und fuhr zum Schlafzimmer. ``Was hast du den da gemacht und wo ist Philipp?´´ ``ich habe ihn in die Babyklappe gebracht´´ antwortete Thomas und schloss hinter sich die Tür. Laura sah ihm entsetzt nach. Dann sprang sie auf und lief ihm nach. ``Warum? Er ist das einzige was uns von Biggi bleibt´´ rief sie. Nun konnte auch sie die Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie hing sehr an ihrem Bruder und sie wollte ihn nicht verlieren. ``Er ist schuld das meine Biggi Tod ist´´ Thomas ließ sich in dem Dunklen Zimmer aufs Bett fallen und drückte ein T-Shirt von Biggi an sich. Laura sah ihn entsetzt an. ``Das ist nicht dein Ernst´´ ``Doch wenn er nicht da währe würde Biggi noch Leben den dann währe sie nicht auf dieser Strasse gewesen. Warum hat er überlebt und sie nicht?´´ Vorwurfsvoll sah er sie an. ``Du spinnst, was kann Philipp dafür wenn ein LKW sie rammt? Wo ist er? Ich hole ihn zurück´´ ``Nein das wirst du nicht. Ich ertrage es nicht wenn er weint. Warum bist du überhaupt noch hier? Lisa ist doch auch abgehauen´´ ``Ich soll gehen?´´ Laura sah ihn traurig an. Thomas lag da und sah sie nicht an. Eine kleine Träne lief aus seinem Augen Winkel. Laura konnte sie nicht sehen. Thomas reagierte nicht auf ihre Frage. Laura drehte sich um und lief aus dem Haus. Ihr eigener Vater schmiss sie raus und brachte ihren Bruder in die Babyklappe. Natürlich trauerte sie genau wie er. Sie hatte versucht alle Gefühle zu unterdrücken. Sie zu verdrängen doch das Funktionierte nun nicht mehr. Weinend lief sie durch die Stadt Richtung Krankenhaus. Plötzlich klingelte ihr Handy. ``Ja?´´ wollte sie schluchzend wissen. ``Laura was ist Los?´´ Es war Dirk und er merkte sofort das etwas nicht stimmte. ``Nichts ist los´´ ``Das höre ich, wo bist du?´´ ``Vor der Klinik´´ ``Und was machst du da?´´ ``Meinen Bruder holen´´ rief Laura lauter als sie wollte und unterbrach die Verbindung. Dirk sah verdutzt auf sein Handy. Dann rannte er zu seinem Fahrrad und machte sich auf den Weg zur Klinik. Laura wischte sich in der Zwischenzeit die Tränen aus dem Gesicht und machte sich auf den Weg zur Rezeption. ``Kann ich dir helfen?´´ ``Ja, ich wollte mich erkundigen was mit den Babys passiert die in der Babyklappe abgegeben werden?´´ ``Warum den das?´´ ``Ich brauch das für die Schule. Hab da so nen Referat´´ log Laura und die Junge Schwester glaubte ihr. ``Sie werden untersucht und wenn alles ok ist kommen sie auf die Babystation. Von dort werden sie zu einer Familie oder in ein Heim vermittelt´´ ``Danke´´ Laura lächelte zuckersüß und ging an der Schwester vorbei Richtung Babystation. Als sie dort ankam fragte eine Schwester sofort was sie wolle. ``Ich möchte meinen Bruder besuchen´´ lächelte Laura und stellte sich vor die Scheibe. Schon bald hatte sie Philipp entdeckt. Sie sah sich um und als gerade niemand da war ging sie in das Zimmer wo die Babys lagen. Philipp weinte doch als er Laura sah wurde er still. ``Hallo mein kleiner, na lassen sie dich einfach schreien?´´ sie nahm ihn auf den Arm und schlich aus dem Raum. Langsam lief sie den gang entlang. Es begegnete ihr niemand, der Flur war wie leer gefegt. Sie erreichte eine Tür die zur Feuertreppe führte und drückte sie auf. Draußen wehte ihr ein Kräftiger Wind entgegen. Langsam und vorsichtig ging sie die Treppe runter. Als sie im Park ankam lief sie so schnell sie konnte. ``Laura bleib stehen´´ erschrocken blieb Laura stehen. Sie drehte sich nicht um und drückte ihren Bruder an sich. Dirk holte sie ein. ``Was soll das? Was tust du hier?´´ Außer Atem stellte er sich vor sie. Laura sah ihn nicht an. ``Hey ich rede mit dir´´ Dirk hob ihr Kinn an so das sie ihn ankucken musste. ``Papa hat Philipp in die Babyklappe gelegt.´´ ``Warum das den?´´ ``Er sagt das er ihn nicht erträgt und er sei schuld das Biggi Tod ist´´ ``Ok du kommst jetzt erst mal mit nach Hause und dann kucken wir weiter.´´ ``Nein´´ schrie Laura mit Tränen in den Augen. ``Ich gebe Philipp nicht wieder her.´´ ``Das musst du nicht dafür Sorge ich schon ok´´ Laura sah in zweifelnd an doch dann gab sie nach. ``Ok ich rufe Papa an damit er das hier klärt.´´ Er holte sein Handy heraus uns rief seinen Vater an. Er hatte gerade wieder aufgelegt als jemand auf sie zu rannte. ``Bleiben sie stehen und geben sie das Baby her´´ die beiden sahen dem Arzt entgegen und rührten sich nicht. Schwer Atmend blieb er vor ihnen stehen.´´ ``Warum hauen sie mit dem Baby ab?´´ ``Weil ich nicht will das er in ein Heim kommt´´ sagte Laura trotzig. ``So geht das aber nicht. Sie können nicht einfach ein Baby mitnehmen nur weil es nicht ins Heim soll. Hören sie, geben sie mir das Baby und die Sache ist erledigt. Wenn wir Glück haben hat es noch keiner Bemerkt.´´ Laura drehte sich von ihm weg. ``Das Baby ist der Bruder meiner Freundin. Ihre Mutter ist gestern gestorben und ihr Vater hat das Baby hergebracht. Mein Vater ist der Notarzt des Medicopter 117 den kennen sie ja sicherlich. Die Mutter des Kindes war Biggi Schwerin die sie ja sicherlich auch kennen.´´ ``Ja kenne ich und es tut mir auch sehr leid. Trotzdem kann sie nicht einfach das Kind entführen. Auch wenn es ihr Bruder ist.´´ ``Was ist hier los?´´ Michael kam dazu. ``Laura hat Philipp aus dem Krankenhaus geholt´´ ``Und wie kommt er dahin?´´ ``Thomas hat ihn hergebracht.´´ ``Spinnt der?´´ Michael sah seinen Sohn und Laura an. Dann sah er zu dem Arzt. ``Können wir das wo anders regeln?´´ fragte er den Jungen Kollegen dann. Der nickte und führte ihn in die Klinik. Eine Viertelstunde später hatte Michael ihn davon überzeugt das sie den kleinen mitnahmen.

``Was hast du dir den bitte schön dabei gedacht?´´ wollte Michael wissen. Laura zuckte nur mit den Schultern. Michael sagte nichts weiter sondern achtete wieder auf die Strassen.

In der Nacht wurde Laura durch das weinen von Philipp geweckt. Sie stand auf und ging zu dem kleinen. Sie nahm ihn auf den Arm und ging mit ihm in die Küche um ihm die Flasche zu machen.

Eine Woche später wurde Biggi Beerdigt. Gabi und Ralf hatten mit der Hilfe der anderen alles Organisiert. Biggis Sarg wurde gerade in die Erde gelassen. Fast alle anwesenden hatten Tränen in den Augen. Thomas saß mit versteinertem Gesicht in seinem Rollstuhl und starrte auf das Loch im Boden.

Laura stellte sich vor die Gäste. In ihrem Arm hatte sie Philipp. Sie Atmete noch einmal tief durch und begann dann zu sprechen.

``In dir haben wir eine neue Mutter und eine Gute Freundin gefunden. Als du zu uns Kamst haben wir sofort gewusst das wir gute Freunde werden würden. Wir hatten immer eine Menge Spaß. Egal was wir zusammen unternahmen, es war einfach immer lustig. Lisa und ich konnten immer zu dir kommen wenn wir Hilfe brauchten oder einfach jemanden der uns zuhörte. Du hattest immer Zeit. Papa hast du in einem einzigen Gespräch die Zweifel genommen. Wir wissen nicht was du ihm erzählt hast aber es hat geholfen. Endlich war er wieder unser Papa wie wir ihn kannten. Du hast ihn aus seinem Schneckenhaus geholt und ihm gezeigt wie schön die Welt ist. Du hast ihm Kraft gegeben einfach dadurch das du da warst. Du hast dich für deine Freunde eingesetzt. Für dich standen wir alle immer an erster Stelle. Ich bin sehr Stolz auf dich.´´ Sie musste Schlucken und sah kurz auf ihren Bruder der sie mit großen Augen ansah.

``Wir Lieben dich Biggi und wir werden dich nie Vergessen. Ich hoffe das du immer auf uns aufpasst wo immer du auch bist.´´ Laura senkte den Kopf und warf eine Rose in das Grab an dem ein Bild war. Darauf war die ganze Familie Wächter zu sehen.

Nun kamen die Tränen doch. Nach einer weile gab sie es auf sie weg zu Wischen.

Nacheinander gingen alle an dem Grab vorbei und warfen eine Rose hinein. Nachdem alle Gäste Thomas und den Mädchen die Hand gegeben hatten fuhr Thomas zum Ausgang des Friedhofes. Ralf sah ihn und lief ihm nach. ``Kommst du nicht noch mit auf die Basis?´´ ``Nein´´ fuhr Thomas ihn an. Ralf wich erschrocken einen Schritt zurück. Thomas fuhr zu seinem Auto das so gebaut war das er trotz der Lähmung fahren konnte. Zehn Minuten später war er verschwunden.

Auf der Basis saßen alle an einem Tisch und Unterhielten sich in gedämpfter Lautstärke. Laura behielt Philipp die ganze Zeit auf dem Arm. Plötzlich fuhr ein Auto auf den Basishof. ``Guten Tag, entschuldigen sie das ich in dieser Situation stören muss. Ich bin Fr. Schnapp vom Jugendamt. Ist das Philipp Wächter?´´ Die Frau ging auf Laura zu. Laura stand auf und wich zurück. ``Was wollen sie?´´ wollte Michael wissen und ging zu Laura. ``Uns wurde mitgeteilt das die Mutter des Kindes verstorben ist und der Vater es in die Babyklappe gegeben hat. Dann wurde das Baby aus dem Krankenhaus entführt. Ich wurde gebeten das Kind abzuholen und es in ein Heim zubringen.´´ ``Der Kleine bleibt bei uns. Mit dem Krankenhaus haben wir das doch geklärt´´ meinte Michael. ``Der kleine kann nicht bei ihnen bleiben. Soweit ich weiß Arbeiten sie alle in einem sehr gefährlichen Job. Die beiden Töchter von Herrn Wächter wohnen auch bei ihnen seid dem Tod von Frau Schwerin. Er ist also nicht in der Lage sich um den Jungen zu Kümmern´´ ``Ich Arbeite nicht und werde mich um Philipp kümmern´´ meinte Gabi und stand auf. Doch so wie es aussah war Frau Schnapp sehr gut über die Crews informiert. ``Dann sind sie sicher Frau Dr. Kollmann. Ich weiß das sie nicht arbeiten doch sie haben selber einen Sohn und sie Betreuen die Tochter ihrer Freundin Frau Pfau. Drei Klein Kinder sind zu viel.´´ ``Aber…´´ setzte Michael an. ``Nichts aber. Wenn sie das Kind nicht Freiwillig heraus geben werde ich die Polizei holen müssen´´ schnitt ihm die Frau das Wort ab. ``Es ist schon ok. Aber bitte lassen sie den kleinen noch bis Morgen früh bei uns damit wir uns verabschieden können´´ bat Laura. Entsetzt sahen sie alle an. Die Frau nickte. ``Ok dann komme ich morgen früh um neun wieder her´´ meinte sie und ging zu ihrem Wagen. Laura sah ihr nach. ``Was soll das Laura?´´ wollte Michael wissen. ``Was sollen wir den machen? Sie hat ja recht?´´ Die anderen sahen sie Entgeistert an. ``Vor einer Woche hast du ihn aus dem Krankenhaus entführt weil du dich nicht von ihm Trennen wolltest und jetzt gibst du ihn freiwillig an das Jugendamt?´´ Michael sah sie an. ``Ich hab halt gemerkt das es nicht Funktioniert. Ich muss bald wieder in die Schule und ihr Müsst arbeiten. Da reicht es wenn ihr Lisa und mich am Hals habt. Ihr wisst selber wie anstrengend euer Job ist.´´ meinte Laura bestimmt und beendete damit das Thema. Dirk beobachtete sie die ganze Zeit. Er glaubt nicht das Laura das wirklich meinte was sie sagte.

Es war kurz nach Mitternacht als Laura leise aufstand. Zum Glück schliefen bereits alle. Sie holte ihren Gepackten Rucksack aus dem Schrank und schlich zu Philipp ins Zimmer. Leise nahm sie ihn aus seinem Bettchen und wickelte ihn in eine Decke. Dann nahm sie noch seinen Lieblingsbären und verließ das Zimmer. Sie lauschte doch es war alles ruhig. Also machte sie sich auf den weg nach unten. Dort öffnete sie die Terrassentür und schlich in den Garten. Von dort aus lief sie auf die Strasse und Richtung Bahnhof. ``Ich wusste doch das du was vorhast?´´ erschrocken blieb Laura stehen. ``Was willst du schon wieder?´´ zischte sie ihren Freund Böse an. ``Ich will wissen was du jetzt schon wieder vorhast.´´ ``Ich haue ab und du wirst mich nicht daran hindern´´ ``Und wo willst du hin?´´ ``Das sag ich dir nicht sonst kann ich ja gleich hier bleiben.´´ Trotzig sah Laura ihn an. ``Dann komme ich mit´´ ``Nein´´ sagte Laura bestimmt. ``Oh doch. Zum Glück kenne ich dich gut genug. Ich habe mir gedacht das du abhaust.´´ meinte er und holte hinter einem Busch seinen Rucksack hervor. Laura sah ihn verdutzt an. ``Also wo wolltest du hin?´´ Keine Ahnung. Erstmal in die Berge´´ antwortete Laura. ``Dann Los´´ meine Dirk und ging Zielstrebig Los.

Vier stunden später stiegen sie aus dem Zug. Sie waren in einem kleinen Dorf unterhalb des Semmering. ``Komm, noch ist es Dunkel. Wenn wir in die Berge gehen werden sie uns nicht so schnell finden. Denn das sie uns suchen werden ist Klar.´´ Meinte Dirk und sah zu den Bergen die sich hinter dem Dorf erhoben und von Neben umgeben waren. Laura sah ihn an. Sie drückte ihren Bruder an sich und nickte ihm zu. Sie war froh das er mit gekommen war. Dirk knipste seine Taschenlampe an. In der Dunkelheit liefen sie durch das Dorf auf die Berge zu. Sie fanden einen Trampelpfad und gingen ihn entlang. ``Soll ich Philipp mal nehmen?´´ fragte Dirk und sah Laura an. Sie blieb schwer Atmend stehen. Der Weg war sehr steil und Philipp auf die Dauer schwer. Außerdem war sie jetzt seid dem vergangenen Morgen auf den Beinen. Geschlafen hatte sie nicht bevor sie abgehauen war. Sie nickte und gab das Baby an Dirk weiter. Sie liefen weiter. Nach und nach wurde es Hell. Dirk merkte wie Laura immer schwächer wurde doch sie sagte nichts. Sie ging weiter vor ihm her. Zwei Stunden später war es Hell und der Nebel hatte sich verzogen. ``Wo wollen wir hier eigentlich hin?´´ wollte Laura wissen. ``ich meine…´´ ``Wie währe es mit der kleinen Hütte da vorne?´´ Unterbrach Dirk sie und deutete auf eine kleine Hütte. ``Und was ist wenn jemand kommt?´´ ``Ich glaube das ist eine kleine Hütte für die die mit den Kühen den Sommer über hier oben sind. Das heißt wir sind zumindest bis zum Sommer hier sicher. Zum Abhauen hast du dir echt eine Klasse Zeit ausgesucht. Hier in den Bergen wird es richtig Kalt.´´ ``Ich weiß aber wohin sollten wir den sonst? In der Stadt bräuchten wir überall Geld das würde heißen wir müssten Arbeiten. Das wäre ja an sich kein Problem aber die Wahrscheinlichkeit das sie uns finden ist arg groß. Wie wir das hier oben geregelt Kriegen weiß ich auch noch nicht´´ antwortete Laura. Dirk nickte. Er wusste ja was sie meinte. Sie erreichten die Hütte und Dirk brach sie auf nachdem sie sich kurz umgesehen hatten.

``Laura kommst du Frühstücken?´´ Karin öffnete die Tür. Verwundert sah sie in das Leere Bett. Dann zuckte sie die Schultern und ging weiter zu Dirks Zimmer doch auch er war nicht da. ``Da sind unsere beiden Turteltäubchen wohl schon unterwegs.´´ dachte sie sich. ``Kommt ihr jetzt zum Essen?´´ wollte Michael wissen. ``ich komme gleich. Laura und Dirk sind nicht da. Sie müssen schon unterwegs sein. Ich hole nur schnell den kleinen und komme dann runter´´ antwortete Karin während sie zu dem kleinen Zimmer ging in dem Philipp schlief. Hallo mein…´´ setzte Karin an doch auch sein Bettchen war Leer. Karin sah sofort das der Lieblingsteddy des Jungen Fehlte. ``Scheiße´´ Fluchte sie und rannte nach unten zu Michael. ``Die Kinder sind weg´´ ``Was?´´ Irritiert sah Michael sie an. ``Laura, Dirk und Philipp sind verschwunden. Sein Teddy fehlt auch. Wenn sie zusammen unterwegs währen hätten sie uns doch eine Nachricht hinterlassen.´´ sie sah Michael verzweifelt an. Dieser nickte und griff zum Telefon. ``Ralf? Hier ist Michael. Sind Laura, Dirk und Philipp bei euch?´´ ``Nein Warum?´´ ``Weil sie verschwunden sind. Alle drei. Karin schaut gerade nach ob Sachen fehlen.´´ ``Ok am besten wir Treffen uns auf der Basis.´´ antwortete Ralf. ``Wer war den das?´´ wollte Gabi wissen und gab ihm einen Kuss. ``Michael. Dirk, Laura und der kleine sind verschwunden´´ antwortete Ralf. Gabi sah ihn entsetzt an. In Windeseile setzten sie Lisa, Jasmin und Lars ins Auto und sagte Julia bescheid. Michael und Karin setzten sich ebenfalls ins Auto. Von Unterwegs riefen sie Peter an. Dieser machte sich als erstes auf den Weg zu Thomas.

Bei Thomas angekommen klingelte er Sturm. Doch auch nach mehrmaligem klingeln öffnete er nicht. Peter lief in den Garten. Doch auch von hier aus konnte er Thomas nicht sehen. Er lief wieder nach Vorne und suchte in dem zweiten Blumentopf neben der Treppe nach dem Ersatz Schlüssel. Als er ihn gefunden hatte schloss er die Tür auf und lief ins Haus. ``Thomas, Thomas wo bist du?´´ rief Peter immer wieder. Schließlich öffnete er die Schlafzimmer Tür. Das Zimmer war abgedunkelt und Thomas lag auf dem Bett. Neben ihm lag noch immer das Foto von Biggi und ihr T-Shirt. ``Thomas, Laura und Philipp sind mit Dirk verschwunden´´ rief Peter doch Thomas zeigte keine Reaktion. Er starrte einfach nur auf das Bild so als könne er sie so zurückholen. ``Thomas´´ rief Peter und schüttelte ihn. ``Lass mich in ruhe´´ fuhr Thomas ihn an. Peter sah erschrocken in das Gesicht seines Freundes. ``Thomas deine Kinder werden Vermisst´´ sagte Peter und sah ihn direkt an. ``Na und? Sie werden schon wiederkommen aber Biggi kommt nicht wieder. Sie ist weg. Tod´´ schrie Thomas ihn an. Peter schüttelte den Kopf und verließ das Zimmer. Er lief zu seinem Auto und fuhr zur Basis.


``Also ne Nobelherberge ist das nicht´´ stellte Dirk fest. Laura sah ihn an. ``Na und? Ich wollte ja nicht Urlaub machen. Und finden wird uns hier bestimmt keiner´´ antwortete Laura und gab Philipp seine Flasche.´´ Dirk stimmte ihr zu und verschwand hinter die Hütte um Holz zu Hacken.

``Und was machen wir jetzt?´´ wollte Michael wissen. Er saß mit Karin, Ralf, Gabi, Julia und Max im AR. Lisa war mit den kleinen draußen. ``Ich weiß es nicht.´´ antwortete Ralf ihm und sah die anderen an. In dem Augenblick kam Peter herein. ``Wo warst du den so lange?´´ wollte Gabi wissen und sah ihn fragend an. ``Ich war bei Thomas´´ Und was hat er gesagt?´´ wollte Michael wissen. ``Das sie schon wiederkommen werden aber Biggi nicht´´ ``Was? Zwei seiner Kinder sind verschwunden und er reagiert nicht?´´ fragte Julia entsetzt. Peter nickte. ``Ok Biggi ist Tod das ist schrecklich aber deswegen kann er doch seine Kinder nicht Ignorieren.´´ rief Gabi entsetzt. ``Du siehst ja das er es kann. Lisa ist seid ihrem Tod bei uns und Laura samt ihrem Bruder bei euch. Er hat Philipp sogar in die Babyklappe gebracht.´´ sagte Julia. ``Guten Morgen´´ alle drehten sich erschrocken um. Hinter ihnen stand Frau Schnapp vom Jugendamt. Michael stöhnte auf. ``Wo ist das Kind?´´ wollte sie wissen. ``Tja das ist so ein Problem. Laura, Dirk und Philipp sind…Verschwunden´´ meinte Michael und sah sie lächelnd an. ``Was soll das den heißen?´´ wollte die Frau wissen. ``Sie sind weg. So wie es aussieht sind sie letzte Nacht abgehauen´´ erklärte Michael. Abgesehen von der Sorge um die drei fand er es gar nicht so schlecht das Philipp nicht ins Heim musste. Fr. Schnapp fand das allerdings gar nicht so lustig. ``Drei Kinder verschwinden einfach so aus ihrem Haus ohne das Jemand etwas bemerkt?´´ wollte sie wissen. Michael zuckte nur mit den Schultern. ``Dirk ist 15 und Laura 13 da passen wir doch nicht Tag und Nacht darauf auf was sie tun.´´ ``Das wird ein Nachspiel haben´´ erklärte Fr. Schnapp und verschwand durch die Tür.

``Laura bist du dir eigentlich wirklich Sicher?´´ wollte Dirk wissen. ``Wobei?´´ stellte Laura die gegen Frage und legte den kleinen in eines der Betten. ``Ich meine sollen wir nicht Lieber zurück gehen?´´ ``Tut es dir leid das du mitgekommen bist? Dann geh halt zurück aber ich bleibe hier. Mama ist weg, Biggi ist Tod, Papa nicht mehr ansprechbar und Lisa bei Julia. Ich will nicht das auch noch Philipp weg kommt. Wie ich das schaffe weiß ich noch nicht aber ich werde es schaffen. Auch alleine´´ Laura sah ihn Böse an. ``Schon gut´´ antwortete Dirk und ging vor die Hütte. Laura legte sich zu ihrem Bruder und war kurz darauf eingeschlafen. Dirk sah hinunter ins Tal. Er wunderte sich immer wie viel Kraft Laura hatte. Seid dem ihre Mutter weg war ließ sie Gefühle nur selten zu. Er hatte lange gebraucht um sie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Biggi hatte ihm dabei ein wenig geholfen. Sie schien gar keine Zweifel zu haben obwohl es wirklich eine schlechte Zeit war um in die Berge zu Fliehen. Doch er würde bei ihr bleiben und alles tun damit sie durchkamen.

``Und was tun wir jetzt? Ich meine eigentlich ist es ganz gut so. Dann kommt Philipp wenigstens nicht ins Heim.´´ Meinte Michael und sah die anderen an. ``Du spinnst. Laura ist erst 13´´ entgegnetet Karin. ``Und Dirk 15. Er wird schon auf sie aufpassen.´´ beruhigte Michael sie. ``Na toll´´ meinte Karin. ``Hey jetzt beruhigt euch mal. Was sollen wir den machen? Die Polizei sucht erst nach 24 Stunden. Und unter den Umständen wird klar sein das die zwei abgehauen sind mit samt dem Kind.´´ warf Ralf ein und sah die anderen an. ``Du hast recht. Aber hier rum sitzen können wir auch nicht.´´ meinte Gabi. ``Nee können wir auch nicht. Aber angenommen wir suchen und finden sie muss Philipp ins Heim und wir haben den Ärger. Es glaubt uns ja wohl kaum jemand das die von alleine weg gelaufen sind nachdem wir gestern den Aufstand geprobt haben und Laura zugestimmt hat´´ erwiderte Julia. Die anderen stimmten ihr zu. Schließlich beschlossen sie nichts zu tun und erst mal ab zu warten. Sie hofften allerdings alle das die drei Kinder ok waren.

 Fortsetzung

 

A- Crew

B- Crew

Piloten

Jens Köster

Gina Aigner

Notärzte

Dr. Michael Lüdwitz

Dr. Karin Thaler

Sanitäter

Peter Berger

Ralf Staller

     

Weitere Personen:

Dr. Gabriele Kollmann

Lars (Sohn von Gabi und Ralf)

Thomas Wächter

Lisa und Laura Wächter

Philipp Schwerin/Wächter

Stella (Peters Frau)

Oliver (Sohn von Peter und Stella)

Julia Pfau (Basisleiterin)

Jasmin (Julias Tochter)

Dirk (Michaels Sohn)

Heidi (Sekretärin)

Tommy(Karins Bruder)

Fr. Schnapp (Jugendamt)

Mars und Lena (Bauern)

Markus (Arzt)

Vera (Ex-Frau von Thomas)

 

Es waren in Zwischen mehrere Tage vergangen. Fr. Schnapp war auf der Basis nicht mehr aufgetaucht und die Crews hatten ihren Dienst wieder aufgenommen. Sie hatten die Drei nicht als vermisst gemeldet den sie wollten nicht das man nach ihnen suchte. Sie Vertrauten den beiden großen und dachten sich das die beiden sich sofort melden würden wenn sie Hilfe brauchten.

``Du machst dir sorgen nicht war?´´ Ralf Trat hinter Gabi und Umarmte sie. ``Ja, es wird immer Kälter. Hoffentlich haben sie genug warme Sachen mit´´ antwortete sie Leise. ``Sie werden sich schon darum Kümmern. Laura ist für ihre 13 Jahre sehr Selbstständig. Und Dirk ist ja auch noch da. Er wird sie schon von Irgendwelchem Unsinn abhalten.´´ ``Ja schon aber sie sind beide noch Kinder und sie haben noch das Baby. Vielleicht hätten wir sie doch Suchen sollen.´´ Gabi sah ihn zweifelnd an. ``Und dann? Währe Schnappi (Wie sie Fr. Schnapp belustigt nannten) gekommen und hätte ihn mitgenommen. Uns würde sie bestimmt verletzte Aufsichtspflicht anhängen. Ich meine eigentlich hat sie ja auch recht aber was hätten wir den tun sollen. Sie anketten? Nur weil sie unter umständen eventuell abhauen könnte?´´ fragend sah Ralf sie an. ``Du hast ja Recht´´ meinte Gabi leise und Kuschelte sich an ihn.

``Vielen Dank Lena, Laura wird sich Freuen´´ Dirk bedankte sich und machte sich an den Aufstieg zur Hütte. Lena sah ihm nach. Der Junge war einfach aufgetaucht und hatte sie und ihren Mann um Arbeit gebeten. Da Mars zurzeit ein gebrochenes Bein hatte konnten sie die Hilfe gut gebrauchen. Der Junge war sehr Schweigsam und Arbeitete Fleißig. Auf den Feldern war ja nicht mehr viel zu Tun doch am Haus und im Stall war einiges zu machen. Lena und ihr Mann waren um die 50 und noch recht Fit doch alles konnten sie nicht machen.

``Hallo Dirk´´ Laura sah ihrem Freund entgegen. ``Hallo.´´ ``Wie war’s?´´ ``Ganz gut. Die beiden sind Engel. Sie erkundigen sich immer wieder nach euch und sie hat mir noch eine Flasche Milch mitgegeben.´´ ``Danke.´´ lächelte Laura und gab ihm einen Kuss. ``Wo ist den der kleine?´´ ``Der Schläft schon´´ antwortete Laura und ging in die kleine Hütte. Dirk folgte ihr. Er Stellte den Rucksack auf den Tisch und ging in das Nebenzimmer in dem ein Großes Doppelbett stand. In der Mitte lag Philipp und schlief. Er lächelte und ging zurück zu Laura. Sie Aßen zusammen und setzten sich noch etwas vor die Hütte.

Am nächsten Morgen ging Dirk schon vor Sonnenaufgang Los damit er Pünktlich bei Mars war. So Früh am Morgen war es richtig kalt und der Tau lag auf den Wiesen. Als Dirk bei dem Bauernhaus ankam wer er ziemlich durchgefroren. ``Guten Morgen´´ er lächelte Lena zaghaft an. ``Um Himmelwillen Junge. Du bist ja ganz Durchgefroren. Komm erst einmal mit rein´´ ``Aber die Arbeit´´ entgegnete Dirk doch Lena winkte ab und nahm ihn mit in die Geräumige Küche. Sie machte ihm eine Warme Milch und setzte sich zu ihm. ``Wie alt ist Laura eigentlich?´´ wollte Lena wissen. Dirk hatte bisher nur erzählt das er mit Laura in den Bergen wohnte. Er war sich nicht sicher ob nach ihnen Gesucht wurde und er wollte kein Risiko eingehen. ``13´´ antwortete er leise. ``Was? Und warum seid ihr zwei bei dem Wetter in den Bergen? Es ist doch schon richtig Kalt und bald wird der erste Schnee fallen.´´ Lena sah ihn entsetzt an. Dirk sah sie an. Er kannte sie erst ein paar Tage doch er wusste das er ihr vertrauen konnte. ``Das ist eine Lange Geschichte´´ antwortete er dennoch ausweichend. ``Na dann´´ Lena sah ihn aufmunternd an. ``Vor ungefähr drei Wochen ist die Zweite Frau von Lauras Vater verstorben. Lauras Mutter hat ihn vor über Zwei Jahren Verlassen. Er sitzt im Rollstuhl. Biggi, also die zweite Frau hat ihn aus seinem Schneckenhaus geholt. Als sie gestorben ist ist für ihn eine Welt zusammen gebrochen. Lisa, Lauras Schwester ist noch am gleichen Tag als sie es erfahren hat zu Freunden gezogen. Laura hat alle Gefühle verdrängt und ist in die Schule gefahren. Ihren kleinen Bruder Philipp an sie zu ihrem Vater ins Bett gelegt. Als sie wiederkam hatte Thomas den kleinen in die Babyklappe gebracht. Laura hat ihn dort entführt. Bei der Trauerfeier von Biggi ist eine Frau vom Jugendamt aufgetaucht und wollte Philipp mit ins Heim nehmen. In der Nacht ist Laura abgehauen. Ich habe mir das schon gedacht und habe sie abgefangen. Mir war klar das sie sich nicht umstimmen lassen würde und deswegen bin ich mitgegangen. Wir sind in die Berge weil wir hofften dort sicher zu sein falls sie uns Suchen. Manchmal habe ich Angst das wir das nicht schaffen aber ich weiß nicht was ich machen soll. Laura ist so überzeugt das ich mich schon gar nicht mehr Traue sie zu Bitten wenigsten aus den Bergen raus zu gehen´´ Dirk nahm einen schluck aus seiner Tasse und senkte den Kopf. In letzter Zeit zweifelte er immer öfter an seiner Entscheidung doch er sagte nichts. ``Wie alt ist der kleine?´´ ``Einen Monat´´ antwortete Dirk leise. Lena sah ihn entsetzt an. ``Was? Seid ihr Wahnsinnig? Ihr könnt unmöglich den ganzen Winder dort oben verbringen. Wenn es erst einmal angefangen hat zu schneien werdet ihr da nicht mehr weg kommen.´´ ``Ich weiß.´´ antwortete Dirk und stand auf um an seine Arbeit zu gehen. Lena sah ihm nachdenklich hinterher. Dirk ging in den Stall und begann die Tiere zu Füttern.

``Wir müssen irgendwas tun, die drei können unmöglich in den Bergen bleiben.´´ Lena sah ihren Mann an. ``Ja du hast recht. Aber diese Laura scheint ziemlich genau zu wissen was sie will.´´ ``Ja das scheint so. Ich bewundere die beiden wirklich. Sie sind Kinder. Alle beide. Ihr scheint wirklich viel an ihrem Bruder zu liegen.´´ ``Und was ist wenn wir sie hier her holen? Dirk kann mir helfen und Laura dir.´´ Schlug Mars vor. ``Daran habe ich auch schon gedacht aber wie sollen wir die drei hier herunter kriegen. Laura hat viel zu viel Angst das Philipp ihr weggenommen wird.´´ entgegnete Lena. Mars zuckte die Schulter. Er wusste auch keinen anderen rat. Am Abend gaben sie Dirk noch eine Decke und etwas Heißen Tee mit auf den Weg. ``Hoffentlich schafft der Junge es bis zu der Hütte. Da braut sich was zusammen´´ Mars sah seine Frau an. Diese nickte und sah zum Himmel.

``Da bist du ja. Schnell komm. Philipp hat ziemlich hohes Fieber und das schon fast den ganzen Tag und es wird immer schlimmer.´´ Laura sah ihn verzweifelt an. Dirk rannte sofort in das kleine Schlafzimmer. Philipp lag in dem Bett und schlief sehr unruhig. Er drehte sich immer wieder hin und her und er schwitze sehr. Als Dirk ihm die Hand auf die Stirn legte zog er sie erschrocken zurück. ``Wir müssen zu Lena und Mars.´´ rief Dirk. Er nahm die Decke und wickelte den Jungen darin ein. ``Er darf nicht sterben´´ flehte Laura. Sie nahm den Tee und lief hinter Dirk her. Es wurde bereits Dunkel und ein Starker wind begann zu wehen. Die beiden Kämpften sich Tapfer weiter. Nach der hälfte des Weges begann es zu schneien. ``nein, Bitte nicht heute Nacht´´ Dirk sah weinend in den Schwarzen Himmel. Er konnte kaum noch und er merkte wie auch Laura langsamer wurde. ``Wir müssen weiter Laura´´ rief er und ging weiter. Laura nickte doch das sah er nicht. Der Sturm wurde stärker und die beiden Immer Kraftloser. Sie kamen nur sehr langsam voran und ihnen tat alles weh.

Lena lag im Bett und konnte nicht schlafen. Sie sah aus dem Fenster in das Schneetreiben. Dieses Jahr kam der Schnee besonders früh und sie musste die ganze Zeit an die drei Kinder denken. Wieder sah sie nach draußen und ihre Sorge Wuchs.

``Dirk wie weit ist es noch?´´ fragte Laura zaghaft. ``Wir sind gleich da´´ antwortete Dirk leise. Sie waren aus dem Schützenden Wald raus und liefen nun den etwas breiteren weg Richtung Dorf. Dirk konnte die Lichter des Bauernhofes bereits sehen. Doch der Sturm wurde hier noch heftiger. Dirk presste das Kind an sich und begann zu Laufen. Laura rannte ebenfalls. ``Da vorne ist es´´ stöhnte Dirk und deutete nach vorne. Wegen des Schnees konnte Laura kaum etwas sehen. Als sie die Haustür erreichten lies Dirk sich Kraftlos dagegen fallen. Er konnte nicht mehr und war total durchgefroren. Laura fing an gegen die Tür zu hämmern.

Lena fuhr erschrocken hoch. Sie war gerade voller sorge eingeschlafen als sie durch ein Geräusch wieder geweckt wurde. Sie zog sich ihren Morgenmantel über und ging zum Fenster. Vor lauter Schnee konnte man überhaupt nichts mehr sehen. Laura klopfte verzweifelt gegen die Tür. ``Die Schlafen bestimmt´´ wimmerte sie. ``Der Wind ist zu laut´´ Sie Kuschelte sie an Dirk der sich kaum noch bewegte. Langsam ging Lena ins Erdgeschoss und sah sich um. Der Wind Pfiff ums Haus und irgendwo klapperte ein Fensterladen. Sie meinte das Geräusch vor der Tür gehört zu haben doch es konnte Natürlich auch etwas umgefallen sein. Trotzdem ging sie zu der Schweren Holztür und schloss sie auf. Als sie die Tür öffnete wehte ihr sofort der Eiskalte Wind ins Gesicht. Sie sah nach draußen doch es war alles weiß. Sie konnte noch nicht einmal das gegenüberliegende Scheunentor sehen. Sie wollte die Tür gerade wieder schließen als sie merkte wie sich zwei gestalten rechts von ihr an die Hausmauer kauerten. ``Oh Gott´´ rief sie entsetzt und lief zu den beiden. Sie erkannte Dirk sofort. Laura sah zitternd zu ihr auf. ``Schnell lauf Rein´´ rief Lena zu ihr. Laura nickte und versuchte aufzustehen doch sie war zu Schwach. Lena kam zu ihr und stützte sie. Sie brachte Laura in die Wohnstube und holte dann Dirk. ``Mars, komm herunter´´ rief sie nach oben doch Mars war schon unterwegs. So schnell er mit seinem Gipsbein konnte kam er zu ihnen. Als er die beiden Kinder sah musste er schlucken. Er legte seine Krücken weg und nahm Laura auf den Arm. Dann humpelte er in das Gästezimmer. Dort legte er sie ins Bett. Lena setzte in der Zwischenzeit Wasser für Tee auf. Dirk saß noch immer auf der Bank. Nun kam Mars zurück und brachte auch ihn ins Bett. Dabei bemerkte er das Dirk noch etwas unter der Jacke hatte. Er öffnete diese und sah entsetzt auf das Kind. ``Lena wir brauchen einen Arzt´´ rief er seiner Frau zu. Er deckte die drei zu und legte Holz im Ofen nach. ``Bitte Markus du musst sofort kommen´´ Flehte Lena am Telefon. ``Ok ich versuche es aber nur weil du es bist.´´ sagte der Arzt und legte auf. ``Markus kommt gleich´´ antwortete Lena ihrem Mann. Es dauerte dann jedoch fast eine halbe stunde bis der Arzt zu ihnen kam. ``Es tut mir Leid aber bei dem Sturm ist das echt schwer.´´ entschuldigte er sich. ``Schon Gut. Aufgetaut sind die drei schon nur sie husten ziemlich stark und haben Fieber.´´ meinte Lena und brachte ihn zu den Kindern. ``Du meine Güte, in den Bergen waren sie sagst du?´´ Lena nickte. Der Arzt musste einmal schlucken und nahm das Baby auf den Arm. Er untersuchte ihn und dann die beiden anderen. Nachdem er ihnen Medikamente gegeben hatte setzte er sich zu Lena. ``Sie sind alle drei Stark erkältet und die beiden großen haben vermutlich eine Lungenentzündung. Ich hoffe die Antibiotika schlagen an. Ich würde gerne hier bleiben zur Sicherheit. Ist das ok?´´ ``Ja natürlich.´´ antwortete Lena sofort.

Karin wachte schweißgebadet auf. Schwer Atmend saß sie im Bett und sah aus dem Fenster. Der Schnee leuchtete Weiß. Sie rieb sich die Augen und sah zu Michael der sich gerade umdrehte. Karin stand leise auf und ging nach unten in die Küche. Sie machte sich einen Tee und stellte sich im Wohnzimmer ans Fenster. In Gedanken sah sie zu den Bergen. Sie versuchte sich an ihren Traum zu erinnern doch ihr vielen nur noch einzelne Bilder ein. Irgendwas hatte es mit den drei Ausreißern zu tun. Und sie konnte sich noch an jede menge Schnee erinnern. Mehr wusste sie nicht mehr. Sie seufzte und ließ den Blick über die Bergkette gleiten. Darüber erhob sich der Schwarze Himmel. Die Nacht war Kalt aber klar. ``Wo seid ihr drei Nur?´´ fragte sie leise und sah ihn den Sternenlosen Himmel. ``Hey was machst du den hier?´´ Karin zuckte zusammen und drehte sich um. Hinter ihr stand Michael und sah sie verschlafen an. ``Nichts, ich bin nur aufgewacht und habe mir einen Tee gemacht.´´ antwortete Karin und gab ihm einen Kuss. Zusammen gingen sie wieder ins Bett.

``ich Fahre zu Thomas´´ meinte Julia beim frühstück und sah die beiden anderen an. ``Ist ok wir nehmen Jasmin mit in den Zoo´´ antwortete Gabi und nickte ihrer Freundin zu. Nachdem Frühstück machten sie alles fertig und wenig später waren sie verschwunden. Julia machte sich ebenfalls auf den Weg. Von Peter wusste sie wo der Schlüssel war den sie ging davon aus das Thomas ihr nicht öffnen würde und so war es dann auch. Nachdem sie die Tür geöffnet hatte fand sie ihn im Schlafzimmer. Er lag wieder genauso da. ``Thomas´´ er reagierte nicht. Julia setzte sich aufs Bett und berührte ihn an der Schulter. ``Hey Thomas´´ ``Was?´´ wollte er wissen. Julia Atmete tief ein. Immerhin sprach er mit ihr. ``Wie geht es dir?´´ ``Super das siehst du doch´´ ``Bitte Thomas. Laura und Philipp sind noch immer Verschwunden´´ ``na und?´´ ``Thomas sie sind deine Kinder.´´ ``Ich habe keine Kinder´´ antwortete Thomas leise. Erschrocken sah Julia ihn an. Dann riss ihr der Geduldsfaden. Sie kniete sich neben Thomas und drehte ihn auf den rücken. Seine Augen sahen sie Traurig an. ``Jetzt Reicht es. Thomas Lisa vermisst dich. Sie leidet darunter Biggi und ihren Vater verloren zu haben. Abends weint sie manchmal bis tief in die Nacht. Laura ist mit Dirk und Philipp weggelaufen weil er ins Heim sollte. Sie sind Kinder Thomas und sie brauchen dich´´ ``Und ich brauche Biggi´´ antwortete Thomas leise. ``Sie wird aber nicht wiederkommen. Ich vermisse sie genau wie du. Sie war meine beste Freundin. Trotzdem vergrabe ich mich nicht und lasse mein Kind im Stich. Hast du mal rausgekuckt? Es hat geschneit´´ ``Biggi Liebte den Schnee´´ sagte Thomas. ``Ja und deine Kinder erfrieren darin. Wir haben keine Ahnung wo die drei sind was ist wenn sie in die Berge gegangen sind?´´ Thomas sagte nichts. Doch Julia merkte das er langsam begriff worum es ging. ``Und warum sind sie noch immer weg? Habt ihr nicht gesucht?´´ ``nein den dich interessiert es eh nicht und Philipp hätte ins Heim gemusst. Lisa und Laura vielleicht auch. Verstehst du nicht? Laura ist weg gelaufen weil sie sich nicht von ihrem Bruder trennen will. Vera hat sie im stich gelassen, Biggi ist weg, du Ignorierst sie und bringst ihren Bruder in die Babyklappe. Sie würde es nicht ertragen wenn Philipp ins Heim müsste. Fang endlich an zu kämpfen.´´ ``Wofür den? Wie du schon sagtest, es sind alle weg´´ ``Für dich Thomas und für deine Kinder.´´ ``Nein es hat keinen Sinn´´ ``Doch Thomas. Ich werde jeden Tag kommen und dir auf die Nerven gehen. Solange bis du endlich anfängst zu Kämpfen.´´ Thomas sah in die entschlossenen Augen von Julia und er wusste das sie es ernst meinte. ``So und damit du nicht den ganzen tag herum sitzt und nichts tust kommst du morgen früh zur Basis. Punkt Acht Uhr will ich dich in meinem Büro sehen´´ sagte sie eindringlich und stand auf. Thomas sah ihr nach. Was wollte sie von ihm? Was sollte er auf der Basis wo ihn auch alles an Biggi erinnerte? Warum tat sie ihm das an?´´

``Sie wachen auf´´ sagte Markus leise und ging zu den Kindern ins Zimmer. Dirk sah ihn mit Glasigen Augen an. ``Wer sind sie?´´ wollte er leise wissen. ``ich bin Markus. Und du bist Dirk nicht war? Ich bin Arzt und Lena hat mich letzte Nacht geholt´´ ``Was ist mit Philipp? Er hat ganz hohes Fieber´´ fragte Dirk. ``Nicht nur er´´ lächelte Markus und wollte wissen wie es ihm ging. ``Mir ist heiß und ich habe Hunger´´ antwortete Dirk. ``Das ist Gut. Lena macht euch schon eine Suppe. Das dir heiß ist ist klar, du hast 39°C Fieber.´´ antwortete Michael. ``Philipp, Philipp. Nein er darf nicht sterben´´ rief Laura Plötzlich und schlug um sich. Beinahe traf sie ihren Bruder. Markus ging sofort zu ihr um sie zu beruhigen. ``Keine Angst, deinem Bruder geht es soweit ganz gut´´ Laura öffnete die Augen und sah ihn an. ``Sicher?´´ ``Ja ich glaube schon. Ihr müsst nur noch eine ganze weile im Bett bleiben und viel Trinken.´´ antwortete Markus. Laura wurde von einem Hustenanfall geschüttelt und Dirk stimmte mit ein. Markus musste lächeln. ``Was rennt ihr auch zu der Zeit in den Bergen rum?´´ wollte er wissen. ``Philipp hatte schon den ganzen Tag so starkes Fieber und als Dirk kam sagte er wir müssten zu Lena und Mars. Der Sturm hat uns überrascht´´ sagte Laura mit schwacher stimme. ``Na gut ihr Helden. Jetzt esst erst mal´´ Markus deckte sie zu und ging zu Lena. ``Die Suppe ist sofort fertig´´ sagte sie leise. ``Hier ist der Tee für den kleine´´ sie gab ihm eine Flasche und Markus ging zurück in das Zimmer. Er nahm den hustenden Philipp auf den Arm und gab ihm die Flasche. Danach stützte er Laura beim Essen während Lena Dirk half. Sie waren beide noch zu Schwach um alleine zu Essen.

Es dauerte Fast drei Wochen bis die drei wieder Komplett auf den Beinen waren. Lena, Mars und auch Markus kümmerten sich Liebevoll um die Kinder. Draußen lag der Schnee sehr hoch und man konnte kaum vor die Tür gehen. Sobald sie einigermaßen Fit war stand Laura auf um Lena zu helfen. Diese versuchte noch einige Zeit Laura dazu zu bringen liegen zu bleiben doch sie merkte schnell das dass nichts brachte. Also gab sie es auf und gab ihr leichte Aufgaben.

``Bitte Karin, sag mir was mit dir ist.´´ Michael sah Karin eindringlich an. Schon seit Tagen lief sie unruhig herum. ``Nichts´´ wich Karin aus. ``Ich muss zum Dienst.´´ sagte sie und verließ das Haus. Michael sah ihr verwundert nach und dann auf die Uhr. Sie hatte noch eine Halbe stunde Zeit bis ihr Dienst begann. Er schüttelte den Kopf und ging zurück in sein Arbeitszimmer. Karin fuhr nicht zur Basis sondern zu Biggis Grab. Unterwegs kaufte sie noch eine weiße Rose. ``Hallo Biggi´´ sagte sie leise als sie das Grab erreichte. Sie legte die Rose hin und Kniete sich davor. ``Es tut mir leid ich war schon lange nicht mehr bei dir. Es ist einfach nur so das im Moment so viel Los ist. Seid über zwei Monaten sind die drei jetzt schon verschwunden. Ich mache mir richtig Sorgen. Wir wissen nicht wo sie sind und ob es ihnen gut geht. Ich hoffe es sehr. Julia hat es geschafft das Thomas wieder anfängt zu Leben. Er Arbeitet bei uns auf der Basis. Mal hilft er Max oder Julia. Je nachdem was gerade ansteht. Er blüht wieder etwas auf. Ich glaube das ist auch in deinem Sinne.´´ Karin senkte den Kopf und überlegte was sie Biggi noch erzählen wollte. Doch dann stand sie auf. ``Auf wieder sehen Biggi. Ich werde bestimmt bald wiederkommen´´ mit diesen Worten drehte sie sich um und ging zurück zu ihrem Auto. Als sie dieses erreichte konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie vermisste Biggi so sehr. Dazu kam die Sorge um die Kinder. Und noch etwas war da doch sie wagte nicht daran zu denken. Schnell wischte sie die Tränen und die Gedanken zur Seite. Als sie die Basis erreichte waren Ralf und Gina schon da. Ohne ein Wort verschwand Karin in den Umkleiden. Gina und Ralf sahen ihr verwundert nach. ``Karin kann ich dich mal sprechen?´´ Julia sah ihre Freundin Ernst an. Karin nickte und stand auf. Als sie im Büro saß sah sie Julia nicht an. Diese saß über einen Brief gebeugt da. ``Ich habe hier das Ergebnis der Flugtauglichkeitsuntersuchung´´ Karin sah noch immer nicht auf. ``Hat sich mein Verdacht bestätigt?´´ wollte Karin leise wissen. Julia sah sie an und nickte langsam. ``Danke´´ sagte Karin leise und verließ das Zimmer. Julia sah ihr verzweifelt nach. Die Diagnose machte ihr Angst so als würde es sie selber betreffen. Karin lief nach draußen zur Salzach doch noch bevor sie diese erreichte schrillte der Alarm und sie mussten los. ``Was ist mit dir?´´ wollte Gina im Heli wissen. Karin lehnte den Kopf zurück und schloss die Augen. ``nichts, mir geht es nicht so gut aber es ist schon ok. Macht euch keine Sorgen´´ antwortete sie dann mit fester Stimme. Gina und Ralf sahen sich an doch sie sagten nichts mehr.

``Es ist bald Weihnachten, wollt ihr euch nicht mal zu Hause melden?´´ Vorsichtig sah Lena zu Laura doch diese sah sie nur Böse an und schob das letzte Blech mit dem Kuchen in den Ofen. ``War ja nur ne Idee´´ sagte Lena und drehte sich um. Laura ging aus der Küche und über die Treppe ins Dachgeschoss. Hier wohnten sie und Dirk zusammen mit Philipp seid sie aus den Bergen gekommen waren. Das war jetzt schon drei Monate her. Laura legte sich aufs Bett und holte ein Foto aus der Hosentasche auf der sie mit Biggi zu sehen war. Das Bild war schon sehr verknittert. Sie hatte es immer bei sich und holte es heraus wenn sie Biggi mal wieder zu sehr vermisste. Sie merkte wie Philipp aufwachte und ging zu ihm. ``Hallo Süßer, na schon ausgeschlafen?´´ fragte sie und nahm den kleinen auf den Arm.

``Ich gehe mit Philipp etwas Spazieren brauchst du noch etwas aus dem Dorf?´´ ``Ja du könntest mir etwas Wolle mitbringen´´ antwortete Lena und gab ihr ein Stück von der Wolle mit damit sie die Richtige Farbe bekam. Laura steckte das Fädchen ein und zog ihren Bruder an. ``Tschüss bis später´´ rief sie und ging hinaus in den Schnee. Langsam und Singend ging sie durch das verschneite Bergdorf. Ihr ging es hier unten wesentlich besser als in den Bergen und sie war froh das sie bei Lena und Mars wohnen konnten. Im Sommer wollte sie allerdings wieder in die Berge. Die ersten Tage nachdem sie wieder gesund war hatte sie Angst gehabt raus zu gehen doch als sie sich sicher war das nicht, oder nicht mehr nach ihnen gesucht wurde ging sie öfter raus. Als sie den kleinen Laden erreichte begrüßte die Frau sie Fröhlich. ``Hallo Laura, na alles ok?´´ ``Ja danke Sophie. Ich brauche die Wolle hier für Lena. Sie strickt schon wieder Söckchen für den kleinen´´ lächelte Laura und gab ihr den Faden. ``Oh da muss ich im Lager kucken. Das kann ein Bisschen dauern´´ ``Macht nichts. Ich komme einfach in einer Viertelstunde wieder ok?´´ ``Ist gut Laura. Bis gleich´´ lächelte die ältere Frau und Laura verließ den Laden. Sie redete mit Philipp und schlenderte durch das verschneite Dörfchen. Plötzlich blieb sie wie angewurzelt stehen. ``Nein, Bitte nicht´´ flüsterte sie und drehte sich langsam um doch die Frau hatte sie bereits erkannt. ``Laura´´ rief sie. Laura blieb stehen. Wie immer wenn sie Angst hatte drückte sie ihren Bruder an sich so als würde er ihr die Kraft geben die sie brauchte. Ganz langsam drehte sie sich um. ``Hallo Vera´´ lächelte sie dann gequält. Vera kam auf sie zu gelaufen und wollte sie umarmen doch Laura wich zurück. Vera sah sie verwundert an. ``Philipp ist noch nicht wieder so ganz gesund. Nicht das du dich ansteckst´´ log sie. Erst jetzt bemerkte Vera das Kind auf Lauras Arm. ``Das ist aber nicht…?´´ ``Doch´´ antwortete Laura. Sie wusste genau was ihre Mutter sagen wollte. ``Aber du bist doch erst 12´´ ``14´´ korrigierte Laura. ``Was?´´ Laura sah ihre Mutter an. ``Hallo Liebling. Wer ist den das? Möchtest du mir die kleine nicht vorstellen?´´ Laura sah zu dem Jungen Mann. Er war ihr sofort Unsympathisch. Er hatte kurze Schwarze Haare die vom Gel glänzten. Sein Lächeln wirkte aufgesetzt. ``Das ist meine…´´ ``Nichte´´ viel Laura dazwischen. ``ich wusste gar nicht das du noch Geschwister hast´´ meinte der Mann und legte einen Arm um sie. Vera sah zu ihrer Tochter. Laura konnte in ihren Augen sehen das sie sie sehr verletzt hatte. Doch es war ihr egal. ``Ich muss los´´ sagte sie und ging davon. Vera sah ihr nach. Die Träne, die gerade über ihre Wange rollte wischte sie schnell weg. Als Laura außer sichtweite war begann sie zu laufen wobei sie aufpassen musste das sie nicht hinfiel. ``Du Lieber Gott was ist den mit dir passiert?´´ wollte Sophie wissen als Laura in den laden gelaufen kam. ``nichts, ich muss nur schnell nach Hause.´´ ``Es tut mir leid aber die Wolle hab ich nicht mehr. Morgen bekomm ich sie aber.´´ ``Ist gut Tschüss´´ rief Laura und war wieder verschwunden. ``Tschüss und grüß die Lena von mir´´ rief sie ihr nach. So schnell es ging lief Laura nach Hause.

``Hey Laura was ist den Los?´´ Dirk stand auf dem Hof und schippte den Schnee zur Seite als Laura in den Hof gerannt kam. Außer Atem blieb sie stehen. ``Wir müssen weg´´ ``Was? Es ist Mitte November´´ rief Dirk entsetzt. ``Vera, sie ist hier´´ Dirk sah sie verwundert an. ``Na und? Du hast sie doch immer vermisst. Freu dich doch´´ ``Nein ich Hasse sie´´ schrie Laura und rannte ins Haus. Dirk sah ihr verdutzt nach. ``Was war den mit Laura?´´ wollte Lena wissen und sah dem Mädchen nach. ``keine Ahnung so genau. Ich gehe mal kucken´´ meinte Dirk und legte die Schneeschaufel zur Seite. Lena nickte und ging zurück in die Küche.

``Was war das den eben?´´ wollte Dirk wissen und setzte sich zu Laura aufs Bett. Diese streichelte den Kopf ihres kleinen Bruders. ``Ich hasse sie´´ murmelte Laura nur. ``Das hab ich in zwischen auch schon verstanden.´´ ``Sie ist an allem Schuld.´´ ``Woran ist sie Schuld?´´ ``Wenn sie da geblieben währe könnte Papa vielleicht schon lange wieder laufen. Auch wenn sie sich dann getrennt hätten währe er nicht so verzweifelt gewesen. Außerdem hätte er Biggi dann besser unterstützen können. Und… Ach ich weiß auch nicht. Als ich sie gesehen habe hatte ich nur noch Wut im Bauch.´´ ``Was hat sie den gesagt?´´ ``Sie wollte wissen ob Philipp mein Sohn ist. Also ausgesprochen hat sie es nicht aber ich wusste das sie es sagen wollte. Sie hat vorher abgebrochen.´´ ``Und was hast du gesagt?´´ ``Ja´´ ``Was?´´ ``Nichts was. Ich habe gesagt das er mein Sohn währe.´´ ``Und dann?´´ ``Dann meinte sie ich währe doch erst 12´´ ``Oje´´ stöhnte Dirk. ``Sie hat deinen Geburtstag vergessen.´´ Laura nickte und sah ihn an. Dirk lächelte. ``Keine Angst ich habe ihn nicht vergessen aber mein Geschenk war vor zwei Tagen noch nicht Fertig.´´ er grinste sie an und holte ein kleines Päckchen aus seiner Hosentasche. Laura öffnete es gespannt. Hervor kam ein kleines Kästchen das mit Samt überzogen war. Sie öffnete es und hielt die Luft an. ``Für dich mein schatz. Alles Gute zum Geburtstag´´ lächelte er und gab ihr einen Kuss. Laura nahm die Kette heraus und nahm den kleinen Herzanhänger in die Hand. ``dreh ihn mal um´´ drängte Dirk. Laura drehte das Schmuckstück um. ``Für meinen kleinen Engel´´ war hinten eingraviert. ``Danke´´ flüsterte Laura und viel ihm weinend um den Hals. Dirk gab ihr einen Kuss. ``Ich Liebe dich´´ flüsterte er. Laura konnte nichts sagen. Dirk legte ihr die Kette um den Hals und Laura betrachtete sich im Spiegel. Plötzlich klopfte es. ``Ihr habt Besuch´´ lächelte Lena. ``Ok wir kommen.´´ sagte Laura und wischte die Tränen weg. Sie nahm Philipp auf den Arm und ging hinter Dirk die Treppe runter. Die ganze Zeit überlegte sie wer sie hier besuchen würde. Sie gab Philipp gerade einen Kuss auf die Stirn als Dirk stehe blieb und sie gegen ihn lief. ``Es tut mir Leid´´ sagte Vera und kam auf sie zu. Dabei sah sie immer wieder zu Dirk. Laura wich zurück. ``Was? Das du Papa und uns im Stichgelassen hast? Das du zwei meiner Geburtstage vergessen hast?´´ wollte Laura wissen. Vera blieb stehen. ``Wegen dir ist unsere Mutter Tod´´ schrie Laura. Vera sah sie verdutzt an. ``Wieso?´´ irritiert sah sie zu Dirk. Der ging zu Laura. ``Hey ganz ruhig. Laura beruhigt dich wieder. Ich bin bei dir und es wird dir nichts passieren. Und Philipp auch nicht´´ er gab Laura einen Kuss und drückte ihre Hand. ``Welche Mutter? Ich bin deine Mutter´´ wollte Vera wissen. ``Nein, das bist du schon lange nicht mehr. Biggi, sie war in den Zwei Jahren mehr Mutter als du es je sein wirst´´ sagte Laura leise und der Hass war nicht zu überhören. ``Aber…´´ ``Nichts aber. Dauernd warst du unterwegs. Immer musstest du Fotos machen. Nie hattest du Zeit. Und als Papa im Rollstuhl saß bist du einfach gegangen. Ein Mann ihm Rollstuhl macht sich nicht besonders gut bei Empfängen und Partys oder?´´ ``Aber…´´ setzte Vera wieder an doch Laura lies sie überhaupt nicht zu Wort kommen. ``Nein, jetzt rede ich. Du hättest dich wenigstens melden können. Eine Karte oder ein Brief, vielleicht auch mal ein Geschenk zum Geburtstag. Lisa hat über ein halbes Jahr lang deine Bilder aus Zeitungen ausgeschnitten um eine Erinnerung an dich zu haben.´´ Vera sah sie an. ``Es tut mir leid. Ich wusste ja nicht…´´ ``Nee woher den auch? Wir waren dir ja egal. Jetzt bist du mir egal.´´ zischte Laura und drehte sich um. ``Laura warte´´ rief Vera und lief ihr nach. Als sie sie einholte hielt sie ihre Tochter am Arm fest. ``Fas mich nicht an´´ Fuhr Laura sie an. Erschrocken sah Vera sie an und lies los. Laura ging nach oben. Vera verließ Fluchtartig das Haus. Dirk meinte Tränen gesehen zu haben doch er war sich nicht sicher. Eine halbe stunde später kam Laura wieder herunter. ``Was wollen wir an deinem Geburtstag machen?´´ fragte sie. ``Ich weiß nicht. Eigentlich habe ich keine Lust irgendetwas zu machen. Ich möchte einfach nur mit dir und Philipp zusammen sein´´ antwortete Dirk und nahm sie in den Arm.

An seinem Sechzehnten Geburttag zwei Wochen später machte Mars mit ihnen einen Ausflug zu einem der Skihänge. Philipp blieb bei Lena. Laura und Dirk genossen die gemeinsamen Stunden im Schnee und sie hatten alle drei einen rissen Spaß.

``Jetzt sag mir endlich was los ist. Ich sehe doch das dich Irgendetwas beschäftigt.´´ rief Michael. Karin stand vom Sofa auf und ging zum Fenster. ``Sie sind jetzt Bald ein halbes Jahr weg. Und es wird Weihnachten´´ sagte sie leise. ``Ja ich weiß aber ich glaube nicht das dass der Grund für dein verhalten ist. Bitte sag mir was los ist. Ist etwas mit Tommy?´´ ``Nein dem geht es Prima. Ich habe gestern einen Brief von ihm bekommen´´ ``Was ist es dann? Bitte Karin sag es mir doch´´ bat Michael. ``ich kann nicht´´ antwortete Karin leise und sah zu Boden. ``Warum nicht? Hast du einen anderen? Liebst du mich nicht mehr? Sag endlich was los ist´´ schrie er. ``Du spinnst. Ich liebe nur dich und das weißt du genau´´ ``Und warum bist du dann so drauf? Dauernd bist du schlecht gelaunt und Müde. Wenn man dich anspricht wirkst du oft abwesend. Was ist los?´´ er wurde nach und nach immer Lauter und wütender. Karin begann zu weinen. ``lass mich doch in ruhe´´ schrie sie und lief Richtung Tür. ``Nein du läufst jetzt nicht weg. Du bleibst hier und sagst mir was los ist.´´ Michael funkelte sie Böse an und hielt sie am Arm Fest. ``Ich habe Krebs´´ sagte Karin leise und sah ihm in die Augen. Darin verschwand die Wut augenblicklich und er sah sie entsetzt an. ``Was?´´ ``ich habe Brustkrebs. So wie es bisher aussieht muss die Linke Brust entfernt werden.´´ verzweifelt sah sie ihn an. Michael ließ ihren Arm los und setzte sich auf einen der Stühle die um den Tisch standen. Karin sah noch einmal zu ihm und lief dann raus.

15.08.05

Fortsetzung

 

A- Crew

B- Crew

Piloten

Jens Köster

Gina Aigner

Notärzte

Dr. Michael Lüdwitz

Dr. Gabriele Kollmann

Sanitäter

Peter Berger

Ralf Staller

     

Weitere Personen:

Dr. Karin Thaler

Lars (Sohn von Gabi und Ralf)

Thomas Wächter

Lisa und Laura Wächter

Philipp Schwerin/Wächter

Stella (Peters Frau)

Oliver (Sohn von Peter und Stella)

Julia Pfau (Basisleiterin)

Jasmin (Julias Tochter)

Dirk (Michaels Sohn)

Heidi (Sekretärin)

Fr. Schnapp (Jugendamt)

Mars und Lena (Bauern)

Markus (Arzt)

Vera (Ex-Frau von Thomas)

Jasmina

 

Es war Inzwischen Ende April. Laura, Dirk und Philipp hatten mit Lena und Mars ein wunderschönes Weihnachtsfest verbracht. Doch gleichzeitig vermissten sie auch immer mehr ihre Freunde. ``Laura´´ ``Ja?´´ Dirk sah zögernd zu seiner Freundin. Laura saß neben ihm auf der Wiese und sah Philipp beim Spielen zu. Sie waren seid Anfang März wieder hier oben. ``ich weiß du möchtest davon nichts hören aber meinst du nicht wir sollten uns mal zu Hause melden? Ich meine wir sind bald ein Jahr weg.´´ Laura sah eine ganze weile einfach nur hinüber zu den gegenüber liegenden Bergen. ``Lass uns hin fahren?´´ ``Wohin?´´ ``na nach Hause´´ Laura lächelte ihn an. Dirk konnte es erst gar nicht glauben. ``Du meinst… ist das wirklich dein Ernst?´´ ``Ja, ich habe in den letzten Tagen viel Nachgedacht. Wir können uns ja nicht ein leben lang in den Bergen verstecken. Außerdem vermisse ich die anderen genauso wie du.´´ antwortete Laura und lehnte sich an ihn.

Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg zu Lena und Mars. In der Hütte hatten sie aufgeräumt und alles verriegelt.

``Wie geht es dir mein Schatz?´´ Michael sah Karin an und wollte sie Küssen doch Karin drehte den Kopf weg. Michael sah sie an und ging dann zu Tür. ``ich liebe dich´´ sagte er leise und verließ das Zimmer. Karin drehte sich zur Seite und sah aus dem Fenster. Warum log er sie an? Er konnte sie gar nicht mehr lieben. So wie sie jetzt aussah.

``und wie geht es ihr?´´ Thomas sah seinen Freund an. ``Ich darf sie nicht berühren´´ sagte Michael verzweifelt. ``Sie weicht vor mir zurück selbst wenn ich sie nur Küssen möchte´´
Anfang Januar wurde Karin Operiert. Seid dem ließ sie sich nicht mehr von Michael berühren. Sie zweifelte auch immer öfter an seiner Liebe womit sie Michael sehr wehtat. Thomas wohnte seid ein paar Wochen bei ihnen. Er hatte es alleine in dem Haus nicht mehr ausgehalten. ``Soll ich mal mit ihr reden?´´ ``Du kannst es versuchen aber ich glaube nicht das es etwas bringt´´ sagte Michael leise und nahm seine Jacke. ``ich fahre zur Basis´´ sagte er und machte sich auf den Weg. ``Hey was ist den mit dir los?´´ wollte Gabi wissen als sie den Freund zur Tür herein kommen sah. Michael zuckte die Schultern und setzte sich an den Tisch. ``Karin, ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Ich darf sie überhaupt nicht mehr berühren und sie wirft mir immer wieder an den Kopf das ich nur aus Mitleid bei ihr bleibe´´ sagte er leise und sah seine Kollegin an. ``Michael, Karin hat eine Brust verloren. Durch Krebs. Es ist nicht sicher ob sie auch die Zweite verliert. Es ist normal das sie sich nicht mehr Attraktiv findet. Und sie ist der Meinung wenn sie sich nicht Attraktiv findet kannst du das erst recht nicht. Lass ihr zeit. Wenn sicher ist das sie den Krebs erst einmal besiegt hat und das es keine weiteren Komplikationen gibt legt sich das vielleicht wieder. Du darfst sie nur nicht drängen. Sei einfach für sie da.´´ ``Danke Gabi, ich werd es versuchen´´ Michael sah sie dankbar an. Seid Karin nicht mehr Arbeiten konnte Arbeitete Gabi wieder.

Die beiden hörten wie ein Auto auf den Hof fuhr und sahen auf. ``Wo sind eigentlich Gina und Ralf?´´ ``Im Hangar´´ antwortete Gabi und stand auf. Zusammen mit Michael ging sie nach draußen. Gerade stiegen aus dem Taxi ein Mädchen und ein Junge. Der Junge gab dem Taxifahrer Geld während der die Rucksäcke aus dem Kofferraum holte. Das Mädchen war mit dem Kopf wieder im Auto verschwunden. Nun tauchte sie wieder auf. Im Arm hatte sie ein Kind. ``Laura´´ schrie Gabi und rannte los. Laura drehte sich um und sah Gabi entgegen. Nun rannte auch Michael los. Das Taxi fuhr wieder weg und Michael nahm seinen Sohn in den Arm. Danach begrüßte er Laura und den kleinen. ``Man wo wart ihr? Hättet ihr euch nicht mal melden können?´´ Michael und Gabi überschütteten sie mit fragen. Durch den Radau aufmerksam gemacht kamen nun auch Ralf und Jens nach draußen. Auch sie begrüßten die drei voller Freude. ``Wo ist Papa?´´ wollte Laura leise wissen. ``Bei mir. Er wohnt seid kurzem in der Villa. Nun erzählt schon´´ ``Lass uns bitte erst mal ankommen´´ bat Dirk und sah seinen Vater an. ``Dirk hat recht, wie währe es wenn wir uns heute Abend alle in der Villa treffen. Dann können die beiden alles erzählen´´ schlug Jens vor. Die anderen stimmten zu. Michael stieg mit den dreien ins Auto und fuhr zur Villa. Thomas übte im Garten mal wieder laufen und hörte das Auto nicht. Laura stieg aus dem Auto und sah sich um. ``Es ist noch immer alles wie früher.´´ stellte sie fest und ging langsam um das Haus herum Richtung Garten. Als sie um die Ecke kam blieb sie stehen. Eine weile beobachtete sie Thomas. Plötzlich begann Philipp zu brabbeln. Erschrocken drehte Thomas sich um und sah seine Tochter und seinen Sohn an. Da er sich nicht mehr konzentrierte begann er zu schwanken und viel dann auf den Boden. Laura rannte sofort zu ihm. ``Papa´´ rief sie mit Tränen in den Augen. Thomas konnte es noch immer nicht glauben. Laura lies sich neben ihn Fallen. Philipp setzte sich neben sich und viel ihrem Vater um den Hals. Philipp sah ihr verwundert dabei zu. ``Du bist wirklich wieder da?´´ Thomas hatte nun ebenfalls Tränen in den Augen. Er schloss seine Tochter in die Arme. ``Es tut mir so leid´´ flüsterte er immer wieder. Laura konnte nichts sagen. ``Achtung Laura´´ schrie Dirk Plötzlich. Laura sah auf. Dirk deutete hinter sie. Ohne das es jemand bemerkte war Philipp los gekrabbelt. ``Nein´´ schrie Thomas. Laura saß einfach nur entsetzt da. Sie konnte sich vor schreck nicht bewegen. Philipp hatte den Gartenteich erreicht und streckte die Hand aus um das Wasser zu berühren. In diesem Moment verlor er das Gleichgewicht und viel ins Wasser. Laura schrie entsetzt auf und drehte sich um. Dirk rannte auf sie zu doch Thomas war schon aufgesprungen. Er lief etwas wackelig zum Teich und griff nach der Latzhose seines Sohnes. Dieser brüllte vor schreck und spuckte Wasser. Thomas lächelte ihn erleichtert an. ``Du hältst einen echt auf Trapp´´ rief er und drückte ihn an sich. Laura sah unter Dirks Arm hervor und als sie sah das alles ok war Atmete sie erleichtert auf. Zusammen gingen sie zu Thomas. ``ich bin so froh das ihr wieder da seid´´ lächelte er und gab seiner Tochter einen Kuss auf die Stirn. Philipp bekam auch einen. Dirk schüttelte er dankbar die Hand. ``Na ihr Ausreißer´´ Alle drehten sich. Laura und Dirk erschraken leicht als sie Karin sahen. Sie war Blas und sie hatte Rotgeweinte Augen. Laura lief als erste auf sie zu und umarmte sie. Karins Köperhaltung versteifte sich sofort. Sie gab sich mühe zu lächeln doch es viel ihr sehr schwer sich so von Laura umarmen zu lassen. Nun kam auch noch Dirk dazu. ``Wir haben euch alle so vermisst´´ sagte Laura leise und lächelte Karin an. Diese überwand sich und drückte sie an sich. ``Und wir euch erst´´ antwortete sie leise. Thomas kam zu ihnen. Mit der einen Hand hielt er Philipp. Mit der anderen stützte er sich auf eine der Krücken. ``Das klappt ja schon richtig super´´ freute Laura sich. Zusammen gingen sie ins Wohnzimmer.

``Julia? Kommst du heute Abend zu Villa? Und bring die Kinder mit´´ ``Was ist den Los?´´ wollte Julia wissen. ``Überraschung´´ grinste Gabi und verabschiedete sich von ihrer Freundin.

Am Abend machte sich die B-Crew gemeinsam mit Max auf den Weg zur Villa. Michael öffnete ihnen die Tür. ``Kommt rein, Julia ist schon da. Sie und Lisa sind aus allen Wolken gefallen.´´ lächelte er und ließ sie alle rein. Im Garten saßen schon alle an den beiden Biertischen. Laura und Lisa unterhielten sich während Thomas mit seinem Sohn am Grill stand. Laura sah immer wieder zu ihm hinüber und sie freute sich das Thomas den kleinen bei sich behielt. ``Nun erzählt schon´´ drängte Peter und sah sie an. Laura und Dirk begannen zu erzählen. Immer wieder wurden sie von den anderen Unterbrochen aber es wurde ein Lustiger Abend und sie kamen alle erst spät in ihre Betten. ``Gute Nacht Karin, Schlaf gut´´ sagte Michael leise und wollte das Zimmer verlassen. ``Nein Bitte bleib´´ bat Karin leise. Michael drehte sich zu ihr um. ``Du meinst ich darf wieder hier Schlafen?´´ fragend sah er sie an. Langsam nickte Karin. Michael ging in das Gästezimmer und holte sein Bettzeug. Dann legte er sich vorsichtig Neben sie. ``ich Liebe dich´´ flüsterte er. ``Ich weiß und es tut mir leid das ich daran gezweifelt habe. Bitte endschuldige´´ bat Karin und sah ihn an. ``Schon gut.´´ lächelte Michael und gab ihr Vorsichtig einen Kuss. Karin lächelte ihn an und Kuschelte sich an ihn. Michael wusste nicht was er tun sollte. Er hatte Angst seine Arme um sie zu legen. Er wollte nicht wieder zurückgestoßen werden. Doch Karin nahm einfach seinen Arm und hielt ihn fest. So schliefen sie kurz darauf ein.

``Nein, Was soll das? Bitte hör auf ich will nicht das du hier anrufst´´ ``Aber warum den? Ich dachte du Liebst mich.´´ ``Ja schon trotzdem´´ ``Ich verstehe dich nicht. Kann es sein das deine Freunde noch gar nichts von mir wissen?´´ ``Ja aber… ich meine ich sage es ihnen bei der nächsten Gelegenheit. Es war einfach zu viel Los in der letzten Zeit´´ ``Na super Toll. Kann es vielleicht sein das du ihnen mit Absicht noch nichts gesagt hast?´´ ``nein das ist nicht war´´ ``Ok aber bitte sag es ihnen bald. Ich Liebe dich. Bis bald´´ Julia legte langsam das Telefon auf die Station und lehnte sich an die Wand. ``Telefonierst du neuerdings nur noch mitten in der Nacht?´´ ``Gabi was tust du den hier?´´ ``ich hole mir was zu Trinken.´´ ``Sag mal geht’s dir nicht gut?´´ ``Doch doch alles in Ordnung. Mir ist nur etwas schlecht. Vermutlich eine Magenverstimmung. Sag mal gibt es da wen von dem wir nichts wissen?´´ wollte Gabi wissen und trank einen schluck Wasser. ``Nun sag schon´´ drängte Gabi. Julia setzte sich an den Tisch. ``Ich weiß nicht so genau.´´ Gabi sah sie fragend an. ``Na ja ich weiß nicht ob ich ihn Liebe´´ ``Also es gibt jemanden? Und wieso wissen wir nichts von ihm?´´ Julia seufzte. ``Ihr kennt ihn´´ ``Aha, also von unseren Jungs ist es keiner. Doch Thomas ist solo´´ ``Quatsch, Thomas doch nicht´´ Julia sah sie entsetzt an. Gabi musste grinsen. ``Schon Gut. Aber Jens währe sonst noch Übrig aber der ist ja mit Heidi zusammen´´ ``Also sind die beiden ein Paar?´´ wollte Julia wissen. ``Na hör mal, das sieht sogar ein Blinder´´ stellte Gabi belustigt fest. ``Wieso Diskutieren wir meine Beziehung nachts um 3?´´ wollte Julia mit einem Blick auf die Uhr wissen. ``Was kann ich dafür wenn du um die Uhrzeit Telefonierst und dich von mir erwischen lässt?´´ wollte Gabi wissen. Julia stand auf und ging zur Küchentür. ``Ich gehe ins Bett, gute Nacht´´ ``Gute Nacht aber morgen will ich wissen wer es ist´´ rief Gabi ihr leise nach. Dann ging auch sie ins Bett.

Am nächsten Morgen ging sie zu Julia ins Büro. ``Also wer ist es?´´ wollte sie wissen. ``Du nervst´´ antwortete Julia und sah wieder in ihren Ortner. ``Ich hab dich auch Lieb also?´´ Genervt sah Julia auf. ``Du gibst ja doch keine ruhe´´ Gabi grinste sie an. ``Nico´´ ``Nico? Biggis Bester Freund? Wie bist du den an den gekommen?´´ ``Über Biggi´´ ``Heißt das da läuft schon länger was zwischen euch?´´ Julia nickte langsam und versuchte zu lächeln. Gabi sah sie beleidigt an. ``Außerdem gibt’s da noch ein Problem´´ Fragend sah Gabi sie an. ``Wie du weißt ist er verheiratet´´ Eigentlich machte genau das ihre Beziehung zum Problem und sie wollte sie eigentlich gar nicht führen doch sie Liebte Nico. ``Liebst du ihn?´´ ``Ich weiß nicht. Ich bin mir nicht so sicher´´ ``Seid wann ist Liebe sicher?´´ wollte Gabi wissen. Julia sah auf. ``Gibt es bei dir und Ralf Probleme?´´ ``Falsches Thema, wir waren bei deinem Privatleben und nicht bei meinem´´ ``Ich habe keine Ahnung wies weiter geht und damit ist das Thema beendet´´ sagte Julia und beugte sich Demonstrativ über ihren Ordner. Gabi wollte gerade etwas erwidern als der Alarm losging. ``Wir sprechen uns noch´´ grinste sie ihrer Freundin zu bevor sie zum Heli lief. ``Was haben wir?´´ wollte sie wissen während sie in den Heli stieg.

``Ich bin so froh das ihr wieder da seid´´ lächelte Thomas und streich seiner Tochter über den Kopf. Laura lächelte ihn ebenfalls an. ``Ich auch aber ich glaube diese Zeit hat mir sehr geholfen. ``Hast du mal wieder was von…. Mama gehört?´´ ``Wie sollte ich sie ist Tod´´ ``Nein´´ lächelte Laura. ``ich meinte Vera´´ ``Ach so, nee wie du siehst gibt’s sie in meinem Kopf nicht mehr´´ Thomas grinste sie an und kitzelte seinen Sohn. ``Ich gehe mal eben zu Karin´´ meinte Laura und stand auf. Thomas nickte ihr zu und Laura verschwand nach oben. Sie Klopfte leise an die Tür und nachdem Karin sie herein gebeten hatte betrat sie das Zimmer. ``Hallo Karin´´ ``Guten Morgen Laura´´ lächelte Karin. Sie lag in ihrem Bett und las ein Buch. ``Wie geht es dir?´´ wollte Laura wissen und setzte sich neben sie aufs Bett. ``Danke es wird schon besser aber ich habe solche Angst das ich das nicht schaffe´´ ``Was?´´ Laura sah sie fragend an. ``Den Krebs, ich habe Angst ihn nicht zu besiegen. Das ich nicht stark genug bin.´´ ``Ich bin mir sicher du schaffst das. Wir sind ja jetzt wieder da und du hast Michael und all die anderen. Also alleine bist du am allerwenigsten und du weißt das alle deine Freunde hinter dir stehen.´´ ``Du hast ja recht´´ lächelte Karin und strich ihr über die Wange. Die beiden unterhielten sich noch eine weile bevor Laura wieder nach unten ging.

Am nächsten Morgen musste Karin in die Klinik. Sie lehnte es strickt ab das sie irgendwer begleitete. Alleine machte sie sich auf den Weg. Je näher sie der Klinik kam umso unguter wurde das Gefühl in ihrem Bauch. Sie musste ein Paar Minuten warten bis der Prof. sie in sein Zimmer bat. ``Guten Morgen Fr. Dr. Thaler. Wie geht es ihnen?´´ ``Im Moment überhaupt nicht gut, sagen sie mir Bitte die Wahrheit. Muss die andere Brust auch entfernt werden?´´ eine weile schwieg der Prof. und beobachtete Karin die immer Nervöser wurde. ``Nein, nach den letzten Untersuchungen können wir mit ziemlicher Sicherheit sagen das wir sie nicht entfernen müssen´´ in Karins Augen trat ein lächeln und sie Atmete befreit auf. ``Allerdings gibt es da ein neues Problem. Na ja unter anderen umständen währe es vermutlich ein großer Anlass zur Freude.´´ ``Jetzt sagen sie schon´´ drängte Karin. ``Sie sind Schwanger, im Fünften Monat´´ ``Was?´´ Karin sah ihn entsetzt an. ``Aber das geht doch überhaupt nicht.´´ ``Nee gibt es eigentlich auch nicht aber dieses Kind scheint ein Wunder zu sein. Wir gehen nach den bisherigen Untersuchungen davon aus das es Gesund ist. Sicher kann man das aber auch noch nicht sagen.´´ ``Aber die Chemo, die Narkosen, die Medikamente so etwas kann ein ungeborenes Kind doch überhaupt nicht überleben´´ Karin sah den Prof. entsetzt an. ``Bitte kommen sie doch mit´´ bat der Prof. und ging in eines der Behandlungszimmer. Dort bat er Karin sich auf die Liege zu legen und den Bauch frei zu machen. Er verteilte etwas von dem Gel auf ihrem Bauch. ``Sehen sie, hier ist das Herz und da sind die Hände und Füßchen. Ihr Nachwuchs ist ganz schön aktiv. Eigentlich müssten sie seine Tritte bereits gespürt haben.´´ ``Ja da war ab und zu etwas aber ich habe es nicht als wichtig eingestuft´´ sagte Karin und ließ sich zurück fallen. Für eine Abtreibung war es zu spät das war Klar. ``Wie hoch sind die Chancen das Baby das alles unbeschadet übersteht?´´ ``Ich getraue mich gar nicht irgendwas zu sagen. Dieses Baby ist ein Wunder. Aber da es jetzt so lebendig ist… ich kann es ihnen nicht sagen´´ gestand der Prof. der das noch immer nicht glauben konnte. Karin saß mit hängendem Kopf auf der liege. Die Sorge ob der Krebs wirklich besiegt war schob sie in den Hinterkopf. Viel mehr Angst hatte sie nun vor dem Baby oder besser gesagt davor ob es das ganze gesund überstehen würde. Langsam stand sie auf. Wie in Trance gab sie dem Prof. die Hand und verließ den Raum. Langsam und ohne das treiben um sich herum war zunehmen ging sie zum Haupteingang. ``Karin´´ langsam drehte sie sich um. ``Thomas was tust du den hier?´´ ``Ich hatte einen Nachsorge Termin und dachte ich warte auf dich. Fahren wir zusammen?´´ ``Nein. Bitte sei nicht böse aber ich muss etwas allein sein´´ antwortete Karin. ``Karin stimmt irgendwas nicht? Was hat der Prof. gesagt?´´ ``Später Thomas ok?´´ sie sah ihn an und drehte sich dann um. Thomas sah ihr nach wie sie über den Parkplatz ging und dann aus seinem Sichtfeld verschwand. Langsam und auf seine Krücken gestützt ging er zu seinem Auto und fuhr zur Basis. ``Hallo Thomas. Na wann spielst du mit deinem Sohn das erste Turnier?´´ wollte Peter wissen und grinste ihn an. ``Sobald wir beide ordentlich laufen können´´ lachte Thomas. Zusammen gingen sie in den AR wo Michael saß und auf sein Handy starrte. ``Wo ist den Jens?´´ wollte Thomas wissen. ``Na wo wohl?´´ stellte Peter die Gegenfrage und deutete mit dem Kopf zur Büro Tür. Wieder musste Thomas lachen. Vorsichtig ging er zur Bürotür und öffnete sie. Jens stand hinter Heidi und flüsterte ihr etwas ins Ohr worauf hin sie Glücklich lächelte. ``also doch´´ Thomas sah die beiden an. Diese zuckten erschrocken zusammen. ``Hey es ahnen sowie so alle also braucht ihr es auch nicht mehr zu verstecken´´ grinste er und ging weiter in Julias Büro. Jens und Heidi sahen sich verdutzt an doch dann grinsten sie. ``Hi Thomas, was kann ich für dich tun?´´ ``Weiß nicht so genau. Hast du ein paar Minuten Zeit?´´ ``Ja klar was gibt’s?´´ ``Also erst mal wollte ich mich bedanken das du mir in den Hintern getreten hast. Sonst würde ich vermutlich jetzt noch im Bett liegen oder neben Biggi´´ ``Kein Problem, das war ich Biggi schuldig. Außerdem hat Max gesagt das du eine Riesen Hilfe bist.´´ ``Danke und dann wollte ich noch über Karin reden´´ ``Über Karin?´´ ``Ja mit Michael geht das nicht. Er würde sich nur noch mehr Sorgen machen´´ ``Thomas was ist los? Das hört sich überhaupt nicht gut an´´ ``Ich weiß nicht so genau. Ich war ja eben in der Klinik wegen meiner Beine und ich hab mir gedacht ich könnte auf Karin warten und mit ihr zusammen heimfahren.´´ Thomas sah auf seine Hände. ``Und weiter?´´ ``ich habe sie auch getroffen aber sie wirkte irgendwie total in Gedanken und sie wollte alleine sein´´ ``Ich glaube aber nicht das dass ein Grund zur Aufregung ist´´ meinte Julia. ``Ja ich weiß aber irgendwas hat mich stutzig gemacht. Ich kann aber nicht genau sagen was und mit irgendwem musste ich reden´´ er sah sie entschuldigend an. ``Ist ja ok. Warten wir es ab bis sie kommt. Vielleicht ist ja alles ok´´ Thomas nickte und verließ das Büro. Thomas ging zu Max und half ihm beim Reparieren der Walkis. Michael saß weiterhin im AR und Hypnotisierte sein Handy. Als die B-Crew am Abend zum Schichtwechsel kam fuhr er sofort nach Hause. ``ist Karin da?´´ wollte er von Laura wissen die gerade Philipp Fütterte. ``Ja sie ist im Garten´´ ``Danke´´ rief er ihr zu und lief in den Garten. Dort saß Karin auf einer der Hölzernen Gartenliegen und sah zu den Bergen hinter denen die Sonne Unterging. ``Karin´´ Karin zuckte erschrocken zusammen doch sie drehte sich nicht um. ``Karin warum hast du mich nicht angerufen? Was hat der Prof. gesagt?´´ ``Alles in Ordnung´´ antwortete Karin leise und stand auf. Sie ging an Michael vorbei nach oben. ``Karin irgendwas stimmt doch nicht oder warum bist du schon wieder so bedrückt?´´ ``Nein es ist alles ok. Die andere Brust muss nicht entfernt werde. Ich gehe schlafen. Gute Nacht´´ mit diesen Worten verschwand sie im Schlafzimmer und lies den Verzweifelten Michael zurück. ``Was ist mit Karin?´´ möchte Laura wissen als sie die Treppe hoch kommt um ihren Bruder ins Bett zu bringen. ``Ich weiß es nicht. Sie redet nicht mir mir´´ sagte Michael traurig und ging nach unten. Laura sah ihm nach. Dann brachte sie ihren Bruder ins Bett und klopfte bei Karin an. Sie antwortete nur sehr leise. ``Hey Karin´´ leise ging Laura zu ihr und kniet sich vor das Bett. Sie sieht das Karin geweint hat. ``Was ist Los Karin? Nein sag nicht das alles ok ist den das stimmt nicht sonst würdest du Michael nicht so behandeln und weinen´´ ``Schon ok Laura. Es ist wirklich alles in Ordnung.´´ lächelte Karin. Laura zuckte die Schultern und verließ das Zimmer.

Einige Tage später:

``Hallo Biggi, da bin ich mal wieder. Du weißt bestimmt alles aber ich erzähle es dir trotzdem. Ich bekomme ein Baby und der Prof. sag das alles ok ist aber wie kann das sein? Ich meine ich hatte zwei Chemos, eine ziemlich harte OP und haufen weise Medikamente. Das kann doch kein Kind überleben. Was soll ich bloß machen? Ich komme doch selber kaum klar. Dauernd ist da diese Angst das der Krebs wieder ausbricht. Was ist wenn ich in einem Jahr Sterbe? Dann lasse ich hier ein Kind alleine zurück. Mit Michael kann ich nicht reden. Es geht einfach irgendwie nicht. Ich weiß nicht warum. Früher konnte ich ihm doch auch alles erzählen. Manchmal wünsche ich mir wirklich bei dir sein zu können. Warum mustest du gehen und ich muss diese Qualen ertragen. Das ist nicht Fair. Warum musstest ausgerechnet du sterben? Warum? Ich meine ihr wart so Glücklich.´´ Karin kniete sich vor das Grab und sah zu dem Grabstein. Tränen liefen ihr übers Gesicht. ``Ich halte das nicht mehr aus. Mein ganzes Leben besteht nur noch aus Warten, Angst und Ungewissheit. Was ist wenn das Baby stark behindert ist wegen der ganzen Medikamente oder wenn ich schon bald sterbe? Dann ist hier der nächste allein erziehende Vater. Außerdem hat Michael doch auch noch Dirk um den er sich kümmern muss.´´ wieder liefen ihr Tränen über das Gesicht. Außer ihrer Tasche nahm sie eine Schachtel mit Tabletten. ``ich will keine Angst mehr haben müssen. Ich will nicht das vielleicht ein behindertes Kind leben muss und ich sterbe. Dann kann ich ihm noch nicht einmal beistehen und für es da sein.´´ Sie löste die Tabletten aus der Packung. ``Außerdem ist es so auch besser für Michael. So kann er bald eine neue Frau kennen lernen aber mit noch einem Kleinkind wird er alleine bleiben und das will ich nicht.´´ Sie hatte alle Tabletten gelöst und wollte sie gerade in den Mund tun als eine Hand nach ihrem Handgelenk griff und sie festhielt. Erschrocken drehte sie sich um. ``Das hat keinen Sinn Karin´´ Gabi kniete sich neben sie und nahm ihr die Tabletten ab. ``Wie lange stehst du da schon?´´ ``Lange genug. Ich wollte genau wie du Biggi besuchen. Ich bin mir sicher das du das schaffst und wir helfen dir. Zu Biggi kommen wir alle irgendwann aber glaub mir es hat überhaupt keinen Sinn das du jetzt gehst. Oder willst du Michael wirklich alleine lassen?´´ ``Nein´´ sagte Karin leise und brach wieder in tränen aus. Gabi nahm sie in den Arm und strich ihr über den rücken. Eine ganze weile knieten sie so vor Biggis Grab. Karin weinte einfach und Gabi war für sie da. Schließlich richtete Karin sich auf und wischte die Tränen weg. ``Sollen wir noch ein bisschen Spazieren gehen?´´ wollte Gabi wissen. ``Wenn du noch etwas Zeit hast gerne´´ ``Sonst hätte ich ja nicht gefragt´´ sie lächelte Karin an. ``Ok also du bekommst ein Baby?´´ ``Ja aber das kann überhaupt nicht möglich sein. Du weißt ja was ich alles durchgemacht habe´´ ``Schein ein hartnäckiges Bürschlein zu sein´´ Karin musste lächeln. Die beiden gingen noch über eine Stunde lang spazieren.

``Kommst du mit zur Basis? Dann kannst du Michael alles erklären´´ schlug Gabi vor. Karin sah sie unsicher an. ``Nun komm schon du musst es ihm sowie so sagen´´ ``Ja vielleicht aber lass mir bitte noch etwas Zeit´´ Bat sie. Gabi nickte.

``Michael ich würde gerne ein Paar Tage weg fahren ist das ok?´´ Karin sah ihn fragend an. ``Seid wann sprichst du wieder mit mir?´´ wollte Michael wissen. ``Mach doch was du willst. Tust du ja eh´´ meinte er dann noch und hob wieder seine Zeitung. Karin sah ihn Traurig an. Sie wusste das sie ihn stark verletzt hatte. Seid ihrem Gespräch mit Gabi waren drei Monate vergangen. Man sah noch immer nicht das sie Schwanger war. Gabi hatte sie immer wieder gedrängt Michel etwas zu sagen doch Karin schob es vor sich her. Jetzt wo es auf die Geburt zu ging kam die Angst wieder die sie in den letzten Monaten unterdrückt hatte. Sie gab sich mühe ausgeglichen und einigermaßen Glücklich auszusehen doch auch wenn sie das nicht tat dachten alle das hätte etwas mit dem Krebs zu tun.

Eine halbe stunde später verließ sie das Haus. Michael hatte keine Regung gezeigt als sie an ihm vorbei ging. Sie stellte ihre Tasche ins Auto und fuhr aus der Einfahrt. Tränen liefen ihr übers Gesicht doch sie versuchte sie weg zu wischen. Ohne erfolg. ``warum musste das alles so Kompliziert werden? Warum hatte Gabi sie damals nicht sterben lassen? Warum musste sie das alles durchmachen?´´

``Hallo Gabi was machst du den hier?´´ wollte Michael wissen und ließ sie rein. ``Ich wollte Karin besuchen´´ ``Da kommst du leider zu spät´´ meinte Michael und setzte sich wieder in den Sessel. ``Was soll das heißen?´´ ``Sie ist vor einer halben stunde in den Urlaub gefahren´´ ``Was? Bist du wahnsinnig?´´ ``Warum?´´ Michael sah sie an. ``Scheiße, weißt du wo sie hinwollte?´´ ``Nein ich weiß es nicht. Aber was ist den Los?´´ wollte Michael wissen. ``Karin bekommt ein Baby´´ ``Was? Das geht doch überhaupt nicht´´ ``Doch das geht aber frag mich nicht wie. Vor drei Monaten wollte sie sich umbringen aber ich konnte sie davon abhalten. Sie hatte Angst zu sterben und dir ein Behindertes Kind zu hinterlassen. Ich habe sie dazu gedrängt es dir zu sagen aber das hat sie nicht. Ich vermute mal sie ist weg gefahren und bringt das Kind zur Welt. Was sie dann vorhat weiß ich nicht. Bitte überleg Michael, wo könnte sie hingefahren sein?´´ Michael lief im Zimmer auf und ab. ``Ich weiß es nicht´´ antwortete er verzweifelt. Er machte sich vorwürfe weil er sich nicht mehr um sie gekümmert hatte. Das er ihre Abneigung nicht einfach ignoriert hatte.

``Hallo Jasmina´´ ``Karin, das ist ja eine Überraschung. Komm doch herein´´ Karin nickte Dankbar und folgte ihrer Freundin in ihre Wohnung. ``Wie geht es dir?´´ Wollte sie wissen und gab ihr ein Glas Wasser. ``Ehrlich gesagt nicht so gut deswegen bin ich her gekommen. Ich hoffe es ist nicht all zu schlimm das ich dich in meinem Zustand einfach so überfalle.´´ ``Dafür sind Freunde doch da.´´ Jasmina lächelte sie an. ``Also was ist los´´ wollte sie dann wissen. ``Ich habe dir doch am Telefon erzählt das ich Krebst habe und… und das mir die eine Brust entfernt wurde.´´ ``Ja das hast du. Beim unserem letzten Telefonat hast du aber gesagt das alles ok ist und die zweite Brust nicht entfernt werden muss.´´ ``Ja das stimmt auch. Es sieht so aus als hätte ich den Krebs besiegt aber sicher sein kann man da ja nie. Aber das weißt du ja selber´´ sie lächelte ihre Freundin an. Jasmina lächelte. Sie war ebenfalls Ärztin. ``Aber das hört sich doch alles ganz gut an´´ ``Ja schon aber bei dem Termin bei dem mir der Prof. gesagt hat das soweit alles ok ist hat er noch etwas gesagt´´ ``Und was?´´ ``ich bekomme ein Baby.´´ ``Was? Wie ist das den möglich´´ ``Tja das wissen wir auch nicht. Der kleine hat anscheinend alles überstanden.´´ Die beiden unterhielten sich noch lange. Karin erzählte ihr von ihren Problemen mit Michael und ihn an sich heran zu lassen und das sie Angst hatte wie schwer das Kind behindert sein würde den das konnte man bisher noch nicht feststellen. ``Könnte ich etwas hier bei dir bleiben?´´ ``Ja natürlich´´ antwortete Jasmina sofort. Sie machte Karin das Gästezimmer fertig. In der Nacht wachte Karin auf. Sie war total verschwitzt und sie hatte starke schmerzen im Bauch. Sie stand auf und lief langsam ins Wohnzimmer. Die schmerzen wurden immer stärker. ``Jasmina´´ keuchte Karin und krümmte sich. Sie musste noch zweimal rufen bis Jasmina kam. Entsetzt sah sie ihre Freundin an die am Boden lag. ``Karin was ist?´´ ``ich weiß es nicht. Ich habe starke schmerzen im Bauch.´´ Während sie ihre Freundin untersuchte wählte sie die Nummer des Notrufs. Fünf Minuten später war der Notarztwagen da. Jasmina begleitete Karin in die Klinik. ``Tu mir bitte einen Gefallen und ruf diese Nummer an und frag nach Gabi wenn mir etwas passiert´´ bat Karin unter schmerzen. Jasmina sah ihre Freundin an und nickte. Karin wurde in den OP gebracht und Jasmina blieb auf dem Flur alleine zurück. Nervös lief sie auf und ab. Dann beschloss sie die Nummer anzurufen. ``Pfau´´ meldete sich Julia verschlafen. ``Entschuldigen sie die Späte Störung. Spreche ich mit Gabi?´´ ``Nein ich bin Julia ihre Mitbewohnerin. Mit wem spreche ich den?´´ ``Ich bin Jasmina, Karins Freundin. Ich müsste ganz dringend mit Gabi Telefonieren.´´ ``Ja Moment ich hole sie´´ antwortete Julia. Sie nahm das Schnurlose Telefon und ging leise in das Schlafzimmer ihrer Freundin. ``Gabi, Telefon für dich´´ flüsterte Julia und schüttelte ihre Freundin. Diese drehte sich murrend um und sah auf den Wecker. ``Es ist kurz vor drei´´ stöhnte Gabi. ``Ich weiß aber komm bitte´´ flüsterte Julia. Gabi löste sich vorsichtig aus Ralfs Armen und stand auf. ``Gabi´´ meldete sie sich als sie im Flur stand. ``Hallo, Bitte entschuldige noch einmal die späte Störung aber Karin ist heute zu mir gekommen. Heute Nacht hat sie schmerzen bekommen und ich habe sie in die Klinik gebracht. Sie ist jetzt im OP. Sie meinte ich soll dich anrufen falls ihr was passiert aber ich dachte ich rufe dich auch so an weil soweit ich weiß hat sie keinem von euch gesagt wo sie hinfährt´´ ``Ist schon ok, was ist mit Karin?´´ ``ich weiß es nicht. Wie gesagt sie ist noch im OP.´´ ``Ok ich komme. In welcher Klinik ist sie?´´ Jasmina sagte ihr in welcher Klinik Karin war und legte kurz darauf auf. ``Du willst jetzt dahin?´´ Julia sah sie entsetzt an. ``Ich muss.´´ sagte Gabi und sah sie ernst an. Dann packte sie leise ein paar Sachen und zog sich an. ``Bitte erklär das Ralf ok?´´ ``Ja mache ich. Sag Karin schöne grüße´´ sagte Julia. Gabi nickte und verabschiedete sich von ihr. Kurz darauf saß sie in ihrem Auto.

``Hi ich bin Gabi, ist Karin noch immer im OP?´´ ``Hi ich bin Jasmina. Ja ich weiß nicht warum das so lange dauert´´ antwortete Jasmina. Genau in dem Augenblick öffnete sich die Tür zu den OP Sälen. ``Was ist mit Frau Dr. Thaler?´´ wollten die beiden Frauen wissen. ``Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Während der OP gab es ein Paar Komplikationen aber wir haben alles im Griff.´´ ``Und was ist mit dem Baby?´´ wollte Gabi besorgt wissen. ``Kommen sie doch bitte, dem Baby geht es ebenfalls den Umständen entsprechend gut aber Fr. Dr. Thaler bat darum es ihnen selbst zu sagen.´´ sagte der Arzt und verabschiedete sich vor dem Zimmer von den beiden. Jasmina klopfte an und trat in das Zimmer. Gabi folgte ihr. ``Gabi was tust du den hier?´´ wollte Karin wissen. ``Dich besuchen´´ grinste ihre Freundin. ``Morgens um halb Sechs?´´ ``Klar´´ grinste Gabi. ``ich bin froh das ihr beide da seid´´ sie lächelte ihre Freundinnen an. ``Wie geht es dir? Und deinem Baby?´´ ``Mir geht es schon wieder ganz gut. Besser als ich dachte. Alex geht es ganz gut glaube ich. Allerdings, er ist Blind´´ sie sah auf ihren Sohn der in ihren Armen lag. ``Darf ich ihn mal halten?´´ wollte Gabi wissen. Karin nickte und gab ihr den kleinen. ``In der nächsten zeit wird er noch weitere Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen´´ lächelte Karin. ``Ok dann lassen wir euch mal schlafen und kommen später noch mal wieder ok´´ Karin nickte und so verabschiedeten sie sich von einander. ``Du kannst mit zu mir kommen. Dann können wir nachher zusammen wieder hier her fahren.´´ schlug Jasmina vor. Gabi nickte Dankbar. Um Halb elf waren sie wieder bei Karin und Gabi erkannte ihre Freundin kaum wieder. Sie strahlte und begrüßte die beiden fröhlich. ``Ich darf heute schon nach Hause. Aber ich musste dem Arzt versprechen mich zu schonen. Aber ich hab ja genug Ärzte zu Hause die aufpassen.´´ Gabi und Jasmina lächelten. ``Ich möchte wieder nach Hause. Bitte entschuldige Jasmina das ich hier so eingebrochen bin und gleich wieder abreise aber ich möchte so gerne zu Michael´´ ``Das verstehe ich. Am besten ihr Fahrt mit einem Wagen und du kommst mich mit Michael besuchen und nimmst dann deinen Wagen mit´´ schlug Jasmina vor. Die beiden anderen nickten.

Am Nachmittag machten sich Karin und Gabi auf den weg nach Hause. Karin konnte es gar nicht mehr erwarten nach Hause zu kommen und Gabi musste immer wieder grinsen.

``Na toll jetzt sind Gabi und Karin verschwunden´´ Ralf und Michael saßen am Tisch und starten auf ihre Handys. Julia hatte Ralf noch nicht getroffen da sie mit den beiden kleinen zum Turnen war und am Morgen war Ralf schon weg. Jens und Peter kamen gerade aus dem Hangar zurück in den AR als ein Auto vor der Basis Parkte ohne das es jemand bemerkte. ``Was ist den hier für ne Stimmung?´´ wollte Gabi wissen. Ralf sah verwundert auf und lief zu ihr. ``Wo warst du?´´ ``Hallo ich freue mich auch dich zu sehen´´ antwortete Gabi und gab ihm einen Kuss. Michael draußen möchte dich jemand sprechen´´ meinte sie dann möglichst normal. Michael stand auf und ging nach draußen. Karin stand am Auto und sah ihm entgegen. ``Ich wollte mich bei dir entschuldigen. Es tut mir leid wie ich mich verhalten habe.´´ ``ich müsste mich bei dir entschuldigen Karin. Aber wo warst du? Und warum bist du wieder da?´´ Bevor Karin antworten konnte begann Alex zu weinen. Karin drehte sich um und öffnete die Autotür. Sie hob den kleinen heraus. ``Wegen ihm. Ich war schwanger und hatte Angst. Der kleine hat meine ganzen Behandlungen überstanden. Ich hatte einfach Angst davor wie stark er behindert ist und wie du reagieren würdest.´´ Karin sah ihn vorsichtig an. ``Oh Karin´´ Michael lächelte sie an und nahm sie und den kleinen in den Arm. ``ich liebe dich und ich liebe den kleinen. Er ist unser Sohn.´´ ``Ja ich weiß.´´ ``Und was haben die Ärzte gesagt? Wie geht es ihm?´´ ``ungewöhnlich gut aber er ist Blind´´ ``Hauptsache er ist ansonsten Gesund´´ Kurz darauf kamen auch die anderen um den beiden zu Gratulieren. Auch Julia kam Bald und freute sich das ihre Crew wieder vollständig war.

``Was ist jetzt eigentlich mit Nico?´´ wollte Gabi leise wissen. ``Nichts. Er bleibt bei seiner Frau.´´ ``Was?´´ Gabi sah sie verwundert an. ``Wie du siehst waren meine Zweifel begründet.´´ ``Keine Angst für dich finden wir auch noch den Richtigen´´ ``Da bin ich mir sicher. Ich kenne ja eure Methoden´´ sie grinste ihre Freundin an und kassierte einen leichten Stoß in die Rippen.

Fortsetzung

A-Crew:
Jens Köster
Michael Lüdwitz
Peter Berger

B-Crew
Gina Aigner
Gabriele Kollmann
Ralf Staller

Sonstige Personen:
Karin Thaler, Julia Pfau, Vera Wächter, Lisa Wächter (13), Laura
Wächter(14), Dirk Lüdwitz(17), Lars Kollmann (4), Jasmin Pfau(4), Philipp
Schwerin(2 ½ ), Max (1/2)Heidi, Lena und Mars, Dr. Raff (Anwalt von Thomas),
Dr. Jakes (Veras Anwalt),



``Papa es hat geklingelt, gehst du öffnen?´´ ``Bin schon unterwegs´´ rief
Thomas zurück. ``Aber nicht schummeln´´ ``Tun wir nie´´ grinste Lisa. Sie
spielte mit ihrem Vater, Laura und Dirk Mensch Ärgere dich nicht und Thomas
war gerade in der Küche gewesen als es Klingelte. ``Ja bitte?´´ Thomas sah
den Rücken an der sich ihm zu drehte. Jetzt drehte die Frau sich um. ``Was
willst du den hier?´´ wollte Thomas dann unfreundlich wissen. ``Meine Kinder
besuchen´´ antwortete Vera und ging an ihm vorbei. Thomas lief an ihr
vorbei. ``Mädels eure Mutter ist da´´ ``Was? Biggi ist Tod´´ meinte Lisa.
Laura sah sie an und musste grinsen. Genau das gleiche hatte sie vor einem
Jahr zu Vera gesagt. Vera sah ihre Tochter entsetzt an. ``Oh Hallo Vera´´
meinte sie dann. Vera hatte Tränen in den Augen. Sie drehte sich um und
verließ das Haus wieder. Die anderen sahen ihr nach.
``Was meinst du warum Vera hergekommen ist?´´ wollte Laura von ihrem Vater
wissen. Sie saß mit ihm im Garten. ``Keine Ahnung. Vielleicht will sie euch
wirklich einfach nur wieder sehen.´´ ``Das glaubst du doch selber nicht. Als
wir klein waren war sie dauernd unterwegs wir haben sie ja kaum gesehen was
glaubst du warum wir Biggi Mama nennen obwohl wir sie nur zwei Jahre
kannten? Sie war einfach immer wie eine Mutter für uns´´ ``Ja ich weiß. Gebt
ihr eine Chance´´ ``Das wird uns aber sehr schwer Fallen. Außerdem mag ich
ihren neuen nicht´´ ``Woher kennst du den den?´´ wollte Thomas überrascht
wissen. ``Als wir noch bei Lena und Mars waren bin ich ihr im Dorf begegnet.
Sie denkt Philipp währe mein Sohn und ich hatte keine lust das auf zu
klären. Ich habe genauso reagiert wie Lisa. Ich bin dann weg gelaufen aber
später kam sie zum Haus von Lena und Mars. Ich habe ihr nur vorwürfe
gemacht. Dann hat sie den gleichen Abgang hingelegt wie hier.´´ ``Warum hast
du mir davon nichts erzählt?´´ wollte Thomas wissen. ``Weiß nicht, hab’s
verdrängt´´ ``Und sie glaubt sie ist Oma?´´ Laura nickte. Thomas begann zu
grinsen ihm gefiel die Vorstellung. ``Hey´´ Laura stupste ihn an und Thomas
lachte. ``Ich will auch mitlachen´´ Lisa stand hinter ihnen. Sie setzte sich
zwischen ihren Vater und ihre Schwester und grinste die beiden an.

``Hey Gabi was ist los mit dir? Geht’s dir nicht gut?´´ Ralf sah seine
Freundin zärtlich und besorgt an. ``Nein es geht schon danke. Kannst du mir
mal den Kuchen geben?´´ Gabi deutete in die Küche. ``Gabi kann es sein das
du mir was sagen solltest?´´ ``Nein warum?´´ Fragend sah sie ihn an.
``Gerade eben hast du Saure Gurken gegessen und jetzt willst du Kuchen. Für
mich klingt das arg nach nem Schwangerschaftssymptom´´ ``Na ja vielleicht
hast du… Recht´´ sie grinste ihn an. ``Wirklich?´´ Ralf sah sie erfreut an.
Gabi nickte langsam. ``Seid wann weist du es? Warum hast du mir nichts
gesagt?´´ ``Ich weiß es seid zwei Wochen. Keine Ahnung, ich wollte… den
richtigen Zeitpunkt abwarten.´´ sie grinste ihn an. Ralf nahm sie auf den
Arm und drehte sich mit ihr im kreis. ``Ralf hör auf ich habe einen leicht
empfindlichen Magen´´ ``Schon gut´´ er lachte und stellte sie wieder auf den
Boden. ``Danke´´ sie sah ihn an und küsste ihn dann zärtlich. ``Unser
Nachwuchs ist ganz schön Aktiv und gefräßig´´ Ralf fing an zu lachen. ``Ich
find das gar nicht Lustig. Bei Lars war es der reinste Spaziergang. In den
ersten Monaten ein bisschen Übelkeit und das war es. Jetzt bin ich im
Vierten Monat, mir ist dauernd Übel, ich hab Fressatacken, bin dauernd Müde
usw.´´ Sie legte die Hand an die Stirn und setzte sich aufs Sofa. Ralf
setzte sich Lachend neben sie. ``Lass deine Mama in ruhe, sei ganz Lieb
ok?´´ er legte sein Ohr auf ihren Bauch und redete mit dem Baby. Gabriele
lachte und streichelte seinen Kopf. ``Was macht Papa?´´ Gabi sah auf. Ihr
Sohn stand in der Tür und sah seine Eltern verwundert an. ``Hallo mein Süßer
Komm mal her´´ meinte Gabi und streckte die Hand aus. Ralf setzte sich auch
wieder richtig hin. Lars ging zu seinen Eltern und setzte sich zu seinem
Vater auf den Schoß. ``Also, du hast mir doch vor einiger Zeit gesagt das du
dir ein Geschwisterchen wünschst.´´ fing Gabi an. Lars nickte langsam. Er
schien zu überlegen. ``Ja ich möchte einen Bruder´´ meinte er dann ernst.
``Ok, also ein Geschwisterchen bekommst du aber ob es ein Brüderchen oder ob
es ein Schwesterchen wird wissen wir noch nicht´´ lächelte Gabi. ``Woher
bekommt ihr es den? Kann man sich das da nicht aussuchen?´´ fragend sah er
seine Eltern an. Zu erst sahen Gabi und Ralf etwas verdutzt drein doch dann
versuchten sie es ihm irgendwie Kindgerecht zu erklären.

``Komm Jasmin, wir fahren nach Hause. Mama ist Müde, das war eine….
Stressige Woche.´´ sie nahm ihre Tochter auf den Arm. ``Gute Nacht Jungs und
eine Ruhige Schicht´´ rief sie der A-Crew zu. ``Danke´´ kam es im Chor
zurück. ``Tschüss und schlaft gut´´ Jasmin winkte den dreien zu und
kuschelte sich dann an die Schulter ihrer Mutter. ``Ich weiß das war ein
langer Tag meine Süße und ich hoffe das ich bald eine Lösung finde damit du
nicht mehr bis so spät abends mitkommen musst.´´ Sie schnallte ihre Tochter
an und machte sich auf den weg nach Hause. Als sie dort ankam schlief Jasmin
bereits. Sie nahm sie auf den Arm und brachte sie nach oben. Sie legte
Jasmina in ihr Bett und setzte sich zu Gabi ins Wohnzimmer. Sie hatte einen
bequemen Jogginganzug an und eine Wärmflasche auf dem Bauch. ``Geht’s dir
nicht gut?´´ ``Nee nee mach dir keine sorgen alles… ok. Aber du siehst Müde
aus.´´ ``Ich bin auch Müde. Ich weiß nicht irgendwie wird das immer mehr
arbeit und ich weiß nicht wo die herkommt. Heidi und ich Arbeiten schon wie
wild. Dauernd muss ich mich mit der Leitstelle wegen irgendwelcher Finanzen
rumärgern. Ich wollte den Lager Raum der hinter dem AR lieg zu einem kleinen
Saniraum machen. Dafür währe so einiges Notwendig was die Leitstelle nicht
bezahlen will. Dann brächten wir… ach du weißt ja selber was wir brauchen
und nicht kriegen.´´ sie stand auf und holte sich etwas zu trinken. Dann
setzte sie sich wieder zu Gabi. ``Und was ist jetzt mir dir und Ralf?´´
``Warum was soll sein?´´ Gabi sah ihr Freundin unwissend an. ``Na ja kannst
du dich erinnern an diese eine Nacht wo du mein Privatleben analysieren
wolltest? Du erwähntest Probleme mit Ralf´´ ``Ja aber das ist schon eine
ganze weile her´´ wich Gabi aus. ``Ja schon das weiß ich auch aber…Na ja in
letzter zeit seit ihr irgendwie Komisch.´´ ``Wie Komisch? Es ist alles in
bester Ordnung, wir bekommen ein zweites Baby und es gibt keine
Schwierigkeiten´´ ``Du bist Schwanger?´´ ``Ja´´ Julia umarmte ihre Freundin.
``Und du bist sicher das alles zwischen euch ok ist?´´ ``Ja alles bestens´´
log sie ihre Freundin an. ``Ok dann werde ich jetzt mal ins Bett gehen´´
meinte Julia. Sie wünschte Gabi noch eine Gute Nacht und verschwand dann.
Gabi sah ihr nach, ihre Freundin sah wirklich Müde aus. Sie blieb noch eine
weile sitzen und ließ die Tritte ihres Kindes über sich ergehen und ging
dann ins Bett. Ralf war noch nicht wieder da. Gabi legte sich ins Bett und
Kuschelte sich in die Decke. Schlafen konnte sie nicht da dass Kind sie mal
wieder trat. So lag sie da und dachte an das was Julia gesagt hatte. Es
stimmte, schon seit einiger zeit hatten sie und Ralf Probleme. Er war immer
wieder weg und er kam erst spät nach Hause. Irgendwann schlief sie doch ein.
Als Ralf sich leise neben sie legte wachte sie auf. ``Wo warst du so
lange?´´ wollte sie verschlafen wissen. ``Schlaf weiter schatz, ich musste
nur noch etwas erledigen.´´ ``Morgens um drei?´´ ``Ja´´ antwortete Ralf nur,
legte einen Arm um sie und Schlief kurz darauf ein. Es dauerte noch eine
weile dann war auch Gabriele wieder eingeschlafen. Doch sie schlief sehr
unruhig. Bereits gegen sechs Uhr wurde sie wieder wach da ihr übel war. Sie
lief ins Bad und übergab sich. Danach setzte sie sich aufs Sofa. ``Was tust
du den schon hier?´´ wollte Julia verschlafen wissen. ``Mein neues
Mutterglück genießen´´ antwortete Gabriele schlechtgelaunt. ``Oh das hört
sich ja super an´´ grinste Julia. Gabi verzog nur das Gesicht. ``Sag mal wie
währe es wenn du mal mit deiner Tochter in Urlaub fährst?´´ ``Was? Wie soll
ich das den machen?´´ ``Kofferpacken und losfahren´´ ``Haha, ich habe
zufällig einen Job´´ ``Ja aber zwei Wochen schaffen wir das auch mal alleine
und du hast ja kaum noch Zeit für Jasmin´´ ``Ja du hast recht. Ich werd’s
mir überlegen´´ meinte Julia und ging in die Küche.
``Ralf, kommst du wir müssen zum Dienst´´ rief Gabriele ``Fahr schon mal
los, ich komme gleich mit meinem Wagen nach´´ antwortete er und verschwand
im Schlafzimmer. Gabi sah ihm nach und verließ dann das Haus. Etwas sauer
fuhr sie zum Dienst. ``Hi Gabi, na wie geht’s?´´ ``Nicht so gut, wie war
eure Schicht?´´ ``Ganz ok. Drei Einsätze gestern Abend und in der Nacht war
alles ruhig.´´ antwortete Michael. ``Da habt ihr glück gehabt. Wie geht es
Karin und dem kleinen?´´ ``Denen geht es gut, Karin lebt endlich wieder
richtig auf. Der kleine gibt ihr richtig Kraft. Wo ist den Ralf?´´ ``keine
Ahnung´´ antwortete Gabriele Knapp und verschwand in den Umkleiden. Danach
ging sie an die Salzach. Warum war er heute Morgen nicht mitgekommen? Warum
kam er immer so spät nach Hause? Wütend warf sie einen Stein ins Wasser. Der
Dienst blieb ohne Einsätze und so machte sich Gabi nach dem Schichtwechsel
auf den weg nach Hause. Sie hatte die ganze Zeit kein Wort mit Ralf
gewechselt. Zu Hause angekommen fing sie an etwas zu kochen. Lars war bei
Ralfs Mutter und sie wollte den heutigen Abend mit Ralf genießen. Als das
Essen fast fertig war klingelte das Telefon. Gut gelaunt nahm sie ab.
``Kollmann´´ ``Hi schatz hier ist Ralf, ich wollte nur sagen das es leider
etwas länger dauert bitte warte nicht auf mich.´´ ``Was? Aber… wo bist du
den?´´ ``Ich… bin bei einem Kumpel und wir müssen noch etwas besprechen für
das Wochenende´´ ``Wieso? Was ist am Wochenende?´´ ``Wir wollen doch ins
Stadion das Endspiel kucken´´ ``Was? Wieso weiß ich davon nichts?´´ ``Gabi
ich hab dir das doch erzählt.´´ ``Nein hast du nicht. Am Wochenende haben
wir endlich mal wieder frei. Ich dachte wir unternehmen gemeinsam etwas´´
``Gabi es tut mir leid, aber das Planen wir schon lange. Ich muss jetzt
Schluss machen bis später. Ich liebe dich und bitte warte nicht auf mich´´
``Aber…´´ doch Ralf hatte schon aufgelegt. Wütend warf sie das Telefon aufs
Sofa. Sie sah auf den gedeckten Tisch und die Wut wurde noch größer. Sie war
sich irgendwie sicher das er nicht zu dem Spiel ging und auch das er ihr das
nicht erzählt hatte. Sie machte den Herd und den Ofen aus und legte sich ins
Bett doch schlafen konnte sie nicht.

Drei Tage später machte Julia sich mit ihrer Tochter auf den weg zum
Reiterhof. Die anderen hatten so lange auf sie eingeredet bis sie sich um
eine Urlaubsvertretung gekümmert hatte. Nun winkten sie dem Auto nach. Gabi
und Ralf sprachen nur das nötigste miteinander. Gabriele war noch immer
Sauer wegen dem Wochenende doch Ralf schien das nicht zu merken.

``Was ist eigentlich mit dir und Ralf los?´´ ``Warum?´´ Gabi sah Karin
fragend an. Diese war mal wieder auf die Basis gekommen. Der kleine Max lag
auf ihrem Schoß. ``Na ja ihr redet nicht allzu viel miteinander. Kommt
getrennt zum Dienst und du hast in letzter Zeit eine scheiß Laune.´´ Gabi
sah in das Wasser der Salzach. ``Ich bin Schwanger.´´ ``Ja und? Ist das
nicht eher ein Grund sich zu freuen?´´ ``ja schon und Ralf hat sich auch
gefreut aber er ist in letzter Zeit dauernd weg und sagt mir nicht wo er hin
geht. Ich verstehe das nicht, ich meine es war doch immer alles ok und
manchmal ist auch alles in Ordnung und dann wieder nicht. Manchmal glaube
ich echt er hat ne andere´´ ``Spinnst du? Ralf liebt dich´´ ``Ach ja und
warum sagt er dann nicht wo er ist? Und außerdem ist auch irgendwas mit
Julia. Ich meine irgendwas verheimlichen mir die beiden´´ ``Du glaubst doch
nicht etwa das die beiden was miteinander haben?´´ Karin sah ihre Freundin
entsetzt an. ``Warum den? Ich meine ich bin Schwanger, Kotze mir die Seele
aus dem Leib, Bin übermüdet und werde immer Runder. Dazu kommt meine
schlechte Laune kein wunder das er sich eine andere Sucht.´´ ``Gabi du
spinnst´´ ``Nein tu ich nicht´´ meinte Gabi und stand auf. ``Gabi´´ rief
Karin doch Gabi war schon außer hörweite. ``Die spinnt´´ meinte sie und sah
ihren Sohn an. ``Hi, na wie geht’s unserem süßen?´´ ``Hi Michael. Dem geht’s
gut. Aber ich mach mir sorgen um Gabi´´ ``Was? Warum?´´ Karin erzählte ihm
was Gabi gerade erzählt hatte.

``Hier Papa deine Post´´ ``Danke Lisa, wo ist den Laura?´´ ``Die ist mit
Philipp und Dirk im Park. Und ich treffe mich gleich mit einer Freundin fürs
Kino.´´ ``Ist ok.´´ Lisa verschwand und Thomas sah seine Post durch. Ihm
viel ein Brief auf der den Stempel eines Anwalts trug. Er öffnete ihn und
begann zu lesen.

``Hallo Laura´´ Laura blieb stehen und drehte sich um. ``Hi Vera´´ Laura sah
ihre Mutter kühl an. ``Ok es mag sein das ich mich etwas wenig um euch
gekümmert habe und es tut mir leid, sehr leid sogar. Aber ich möchte ein
bisschen etwas wieder gut machen.´´ ``Ach und wie?´´ ``Gebt mir eine
Chance´´ bat Vera. Laura drehte sich um und schob den Kinderwagen weiter.
Dirk folgte ihr. Vera sah den beiden nach. ``Warum lässt sie uns nicht in
Ruhe?´´ fragte Laura. ``Ich weiß es nicht´´ antwortete Dirk und legte ihr
einen Arm um die Schulter. ``Komm lass uns nach Hause gehen, ich will ihr
nicht noch einmal begegnen´´ sie drehte den Kinderwagen um und ging mit Dirk
zurück. ``Hey da seid ihr ja schon wieder. Wie war’s?´´ ``Wir haben Vera
getroffen, da ist uns die Lust vergangen.´´ antwortete Laura und zog ihrem
Bruder die Jacke aus. ``Ich fürchte sie wird uns noch öfter begegnen´´ ``Wie
meinst du das?´´ ``ich habe heute einen Brief von ihrem Anwalt bekommen.´´
``Und was will der?´´ ``Sie will das Sorgerecht für euch´´ ``Was? Spinnt
die?´´ ``Keine Ahnung. Sie macht mir zum Vorwurf das ich meine
Aufsichtspflicht verletzt habe.´´ ``Was?´´ ``ich weiß auch nicht. Ich werde
damit nachher zu unserem Anwalt gehen mal sehen was der sagt.´´ ``Ok ich
lege den kleinen mal hin. Er ist eben schon fast eingeschlafen.´´ meinte
Laura und verschwand nach oben.

``Und was hat der Anwalt gesagt?´´ ``Wir können erst mal nichts tun. Wir
müssen abwarten. Sie scheint es ziemlich eilig zu haben. Auf jeden fall ist
in einer Woche der Termin vor Gericht.´´ ``Was so schnell?´´ Laura sah ihn
entsetzt an. ``Das kann sie doch nicht machen´´ meinte nun auch Lisa. ``Doch
sie kann. Sie weiß inzwischen das Philipp nicht ihr Enkel sondern mein Sohn
ist doch als Hauptgrund hat sie die Zeit nach Biggis Tod genommen und damals
war das Jugendamt sowieso schon hinter uns her. Einfach wird das bestimmt
nicht.´´

``Ralf? Oh störe ich?´´ Gabi stand im Flur und sah ins Wohnzimmer. Dort
standen Ralf und Julia und Umarmten sich. Erschrocken ließen sie sich los.
``Hallo Gabi Ähm… was tust du den hier? Wolltest du nicht mit Karin weg?´´
Ralf sah sie an. ``Nein das war Morgen aber egal. Ich kann ja wieder gehen´´
sie drehte sich um doch Ralf hielt sie fest. ``Was ist den los mit dir? Ich
habe Julia doch nur begrüßt.´´ ``Ja das habe ich auch gesehen. Ich bin ja
nicht Blind. Wieso bist du eigentlich schon wieder da? Ich dachte du
wolltest zwei Wochen bleiben´´ ``Ja schon aber Jasmin hat sich beim Reiten
das Bein gebrochen. Deswegen sind wir wieder hier.´´ ``Aha, ich gehe mich
dann mal umziehen.´´ meinte sie ohne ihre Freundin weiter zu begrüßen. ``Was
ist den mit Gabi los?´´ wollte Julia wissen. ``Hormone´´ meinte Ralf nur.
Gabi hörte das und ging traurig ins Bad. Danach machte sie sich fertig fürs
Bett. Sie hatte die letzten Nächte nur wenig geschlafen und ihr war noch
immer Übel. Sie hörte wie Julia und Ralf im Wohnzimmer lachten. Es dauerte
noch lange bis sie einschlafen konnte. Als Ralf ins Bett kam wachte sie auf
doch sie reagierte nicht.
Am nächsten Morgen fuhr sie schon sehr früh zur Basis. Die beiden anderen
schliefen noch. ``Hey, was machst du den schon hier?´´ wollte Peter wissen
und sah sie an. ``Euer Dienst beginnt erst in zwei Stunde´´ ``Was? Ja ich
weiß´´ murmelte Gabi und verschwand aufs Klo um sich zu übergeben. Sie blieb
eine stunde und schrieb Berichte bis sie beschloss doch noch einmal nach
Hause zu fahren. Sie wollte mit Ralf reden. Sie schloss die Tür zu Hause auf
und ging Richtung Schlafzimmer. Plötzlich hörte sie lachen aus der Küche.
Sie ging langsam auf die geöffnete Tür zu und sah hindurch. Ralf und Julia
saßen mit den Kindern am Tisch und Frühstückten. ``Gibst du mir mal das
Nutella? Unsere kleinen lieben doch Nutellabrötchen.´´ ``Na klar bitte
schön´´ Julia gab ihm das Glas und grinste ihn an. Ralf nahm es, schmierte
zwei hälften und gab sie den beiden Kindern. Gabi kamen Tränen und sie lief
aus dem Haus. Dabei schlug sie die Tür etwas laut zu. Ralf hörte das und
lief zum Fenster und sah wie sie zu ihrem Auto rannte. ``Was ist den jetzt
schon wieder?´´ fragte er leise und setzte sich dann wieder. Gabi fuhr
weinend zur Basis und lief sofort zur Salzach.

Der Tag der Verhandlung war gekommen und alle saßen im Gerichtssaal. Schon
seit geraumer Zeit diskutierten sie hin und her. ``Ich gebe zu das ich mich
nicht so um meine Kinder gekümmert habe wie ich es hätte tun sollen aber ich
möchte jetzt etwas davon nach holen. Es ist schließlich noch nicht zu spät.
Mein Ex-Mann hat das aber bisher verhindert. Ich weiß nicht was er den
Kindern erzählt hat auf jeden fall wollen sie beide nicht mit mir reden.
Außerdem hat er sie nicht wirklich im Griff´´ ``Natürlich habe ich das´´
rief Thomas erbost. Sein Anwalt legte ihm die Hand auf die Schulter damit er
sich wieder beruhigte. ``Nach dem Tod seiner Freundin Biggi Schwerin hat er
sich vergraben. Seine Tochter Lisa ist einen Tag später zu Freunden von
Biggi gezogen. Er brachte seinen Sohn in die Babyklappe aus der Laura den
Jungen entführte. Als sich das Jugendamt um das Kind kümmern wollte lief sie
weg mit ihrem Freund Dirk und dem Baby. Sie haben mehrere Wochen in den
Bergen in einer kleinen Hütte gewohnt. Bei einem Schneesturm sind die Kinder
hinunter ins Tal gelaufen. Sie sind beide Fast erfroren.´´ Fasste der Anwalt
von Vera zusammen und sah Thomas an. Vera nickte bestätigend. Thomas sah
entsetzt zu seiner Ex-Frau. ``Das ist jetzt nicht dein ernst oder? Kinder
Laufen schon mal weg. Laura hat zu erst ihre Mutter verloren dann habe ich
mich zurückgezogen, dann war ihre Schwester nicht mehr bei ihr und Biggi war
Tod. Nun sollte ihr auch noch ihr Geliebter Bruder weggenommen werden da ist
es völlig normal das sie Angst bekommen hat.´´ schrie Thomas. ``Beruhigen
sie sich Herr Wächter´´ meinte Dr. Raff und sah seinen Klienten an. ``Und
warum haben sie sie nicht als vermisst gemeldet? Ich meine sie waren 1 Jahr
lang verschwunden und keiner wusste wo sie waren.´´ Thomas wusste nicht was
er sagen sollte. ``Sie wissen das sie die Wahrheit sagen müssen´´ erinnerte
ihn der Richter. ``Ja ich weiß´´ Thomas senkte den Kopf. ``Wir waren uns
sicher das sie auf den kleinen aufpassen würden. Wir wussten wenn wir sie
suchen und finden würden würde Philipp ins Heim kommen und Laura
zerbrechen.´´ ``Und was währe gewesen wenn ihnen etwas zugestoßen währe?´´
wollte der Richter wissen doch Thomas zuckte nur die Schultern. ``Na sehen
sie, er ist nicht in der Lage sich um die Kinder zu Kümmern.´´ sagte Dr.
Jakes mit einem siegessicheren Lächeln. ``Jetzt hören sie mir mal zu, diese
drei Kinder sind alles für mich. Für sie habe ich wieder angefangen zu
leben. Diese Frau hat mich Verlassen als ich im Rollstuhl saß. Die beiden
Mädchen waren ihr egal. Sie hatte nur ihre Karriere im Kopf. Sie wollen ihr
jetzt nicht ernsthaft das Sorgerecht übertragen´´ schrie Thomas den Richter
an. ``Beruhigen sie sich Herr Wächter oder sie verlassen den Saal.´´ warnte
ihn der Richter. ``Ja ja schon gut´´ meinte Thomas und setzte sich wieder.
Vera grinste ihm zu und Thomas Kochte vor Wut. Es wurde noch eine Halbe
stunde hin und her geredet und Thesen aufgestellt die Thomas nur noch
Wütender machte. Schließlich rastete er ein weiteres mal aus. Vera drehte
alles so das es für sie passte und der Richter schien ihr zu glauben. Der
Richter verwarnte ihn ein weiteres Mal und er musste ein Ordnungsgeld
bezahlen.

``Und was ist?´´ Lisa sah ihren Vater an. Er stand Müde vor ihr. ``Wir haben
verloren. Morgen kommt sie euch holen.´´ ``Was? Aber das geht doch nicht.
Warum haben wir kein mitsprache Recht? Ich will nicht zu ihr ich will bei
dir bleiben´´ meinte Lisa mit Tränen in den Augen. ``Bitte tut mir den
gefallen und benehmt euch. Dann kann ich euch jedes Wochenende sehen. Mir
gefällt das ganze auch nicht und ich werde das Urteil anfechten. Aber im
Moment müssen wir uns alle zusammen reißen. Dann haben wir eine Chance.´´ Er
sah seine Kinder an. Lisa ging auf ihn zu und Thomas nahm sie in den arm.
Laura stellte sich zu den beiden. ``Und was ist mit Philipp?´´ ``Er bleibt
erst mal bei mir aber es kann sein das er noch ins Heim kommt´´ ``Bitte Papa
sorg dafür das wir bald wieder zu dir kommen.´´ ``Ich gebe mir mühe´´
lächelte Thomas.
``Kommt ihr´´ Vera sah die beiden Mädchen an. Diese sahen sie genervt an und
drehten sich zu Thomas um. ``Tschüss Papa, bis ganz bald´´ Lisa nahm ihn in
den arm und gab ihrem Bruder einen Kuss auf die Stirn. Dann verabschiedete
sie sich noch von Dirk, Michael, Karin und Max. Laura tat das gleiche. Dann
stiegen sie zu Vera ins Auto.
``Ok da sind wir´´ Vera wartete darauf das dass Elektrische Tor öffnete und
fuhr dann die große Einfahrt hoch. Lisa und Laura stiegen mit großen Augen
aus. Vor ihnen erhob sich ein Riesengroßes Modernes Haus mit großen Fenster
fronten. ``kommt mit ihr beiden. Ich zeige euch eure Zimmer.´´ Vera ging vor
und schloss die Tür auf. Die beiden Mädchen gaben sich mühe uninteressiert
auszusehen doch die Wohnung war echt der Wahnsinn. ``Also das ist dein
Zimmer und das ist deins´´ sie öffnete zwei große Schiebetüren und zeigte
den Mädchen ihre Zimmer. ``Ok ihr könnt eure Sachen auspacken und dann
runter kommen zum Essen.´´ Vera schloss die Tür und ging nach unten. ``Ok
wollen wir zu Papa zurück?´´ ``Ja wollen wir´´ ``Ok dann brauchen wir einen
plan´´ grinste Lisa. ``Hölle?´´ fragte Laura. ``Hölle´´ bestätigte Lisa.
``Ok, wie du merkst will sie uns kaufen. Das dürfen wir nicht zu lassen.´´
``Ok den Rest sehen wir dann. Auf jeden fall wird sie sich Wünschen nicht
zurückgekommen zu sein.´´ ``Na dann mal los´´ die beiden sahen sich an und
gingen gemeinsam nach unten. ``Da seid ihr ja schon. Und wie gefallen euch
eure Zimmer?´´ ``lässt sich aushalten´´ meinte Laura und sah sie Kühl an.
Vera lächelte verunsichert. ``Was gibt’s zu Essen?´´ fragte Lisa.
``Lasangne´´ antwortete Vera und stellte sie auf den Tisch. Die Lasangne sah
wirklich lecker aus doch die Mädchen verzogen das Gesicht. ``Probiert mal´´
meinte Vera und gab ihnen etwas. ``Also Biggis war eindeutig Besser´´
stellte Laura fest. Vera versuchte weiterhin zu lächeln. Der Rest des Essens
verlief Schweigsam und die Mädchen Aßen nur sehr wenig. Dann verabschiedeten
sie sich von Vera und gingen in ihr Zimmer. ``Also ich will noch einmal zu
Biggis Grab´´ meinte Laura Plötzlich. ``Na dann los´´ grinste Lisa. Die
beiden zogen sich an und stiegen über den Balkon in den Garten. Dann liefen
sie zur Hauptstrasse und machten sich auf den Weg zum Friedhof. In der
Zwischenzeit kam Lorenz, Veras Freund nach Hause. ``Hallo Liebes, wo sind
die Kinder?´´ wollte er wissen. Vera lächelte ihn an. ``Sie sind schon in
ihrem Zimmer. Morgen früh wirst du sie kennen lernen. Wie war dein tag?´´
``Er war einigermaßen ok.´´ er lächelte sie an und gab ihr einen Kuss.

``Ok ich fahre dann mal nach Hause´´ meinte Ralf. ``Ich fahre noch zum
Friedhof´´ sagte Gabi und verschwand. Ralf sah ihr nach dann stieg auch er
in sein Auto. ``Was ist eigentlich mit den beiden los? Das ist ja schlimm´´
stellte Gina fest. Die A-Crew stimmt ihr zu. Die beiden Mädchen hatten den
Friedhof inzwischen erreicht und gingen zu Biggis Grab. ``Hallo Biggi, bitte
sei uns nicht Böse das wir von Vera weg gelaufen sind aber wir wollten dich
mal besuchen. Wir waren schon so lange nicht mehr bei dir. Ich finde das
richtig Doof. Warum hast du nichts getan? Warum hast du zugelassen das sie
uns zu sich holt? Warum durften wir nicht bei Papa bleiben? Mama war doch
nie für uns da das weist du.´´ Lisa sah zu dem Grabstein und Tränen liefen
ihr über die Wangen. Laura drückte ihren Arm. ``Hey, was macht ihr beide den
hier?´´ erschrocken drehten die beiden sich um und sahen in Gabis Gesicht.
``Wir… wir wollten Biggi besuchen.´´ stammelte Laura. ``aha abends um neun
und alleine?´´ Lisa und Laura senkten die Köpfe. ``Na los kommt mit ich
bringe euch zu Vera.´´ sagte sie leise und nahm die beiden an die Hand.
``Ich kucke noch mal nach den beiden´´ meinte Vera und ging zu den Zimmern
der beiden. Sie sah erst in das eine Zimmer doch da hier war niemand also
ging sie in das andere Zimmer doch auch das war Leer. Sie lief zu der
geöffneten Terrassentür und sah in den Garten. ``Lorenz die Mädchen sind
weg´´ rief Vera. Sofort kam der Junge Mann zu ihr gelaufen. ``Was? Aber wo
sind sie den hin?´´ ``Keine Ahnung´´ meinte Vera und griff nach dem Telefon.
``Thomas? Sind die Mädchen bei dir?´´ ``Nein wie so? Was ist los?´´ ``Weil..
na ja sie sind …weg´´ ``Was? Meine Kinder sind noch keine 12 Stunden bei dir
und schon sind sie verschwunden?´´ Thomas war stink sauer und Vera wusste
nicht was sie tun sollte. Als es an der Tür klingelte ging Lorenz öffnen.
``Vera, sie sind wieder da´´ rief er ihr zu. ``Ok alles ok Thomas. Sie waren
nur im Garten´´ bevor er etwas sagen konnte legte sie auf. Sie ging zur Tür
und sah die beiden an. ``Wo wart ihr beiden? Ihr könnt mir doch nicht so
einen Schrecken einjagen.´´ Vera sah die beiden an. ``Wieso? Wir waren dir
doch bisher auch egal´´ Laura sah ihr Kalt in die Augen und ging dann an ihr
vorbei nach oben. Vera sah ihr nach und dann zu Gabi die noch immer in der
Tür stand. ``Wo waren die beiden?´´ ``Sie waren auf dem Friedhof.´´ ``Ok
danke das du sie her gebracht hast. Möchtest du noch etwas herein kommen?´´
``nein Danke. Guten Abend´´ sie sah Vera unfreundlich an und ging dann zu
ihrem Auto. Vera seufzte und schloss die Tür.
``Soll ich euch von der Schule abholen?´´ ``Wir sind keine Babys´´ Lisa sah
Vera angriffslustig an und packte ihre Schulsachen. ``Kommst du Laura?´´
``Bin schon da.´´ antwortete ihre Schwester. Die beiden gingen nach draußen.
Das Pausenbrot das Vera ihnen geschmiert hatte ließen sie liegen. ``Das kann
ja heiter werden´´ meinte Laura als sie die Schule erreichten. Laura nickte
nur und lief zu Dirk. ``Hallo Süße´´ ``Hi, wie geht es Papa und Philipp?´´
Dirk gab ihr einen Kuss. ``Denen geht’s so gut wie es ihnen ohne euch schon
gehen kann. Wenn du möchtest können wir uns heute im Park treffen. Ich
bringe Philipp mit´´ ``Würdest du das echt tun?´´ Dirk nickte und gab ihr
noch einen Kuss.
Am Nachmittag trafen sie sich im Park. Dirk brachte Philipp mit und auch
Thomas kam mit. Sie verbrachten zusammen einen wunderschönen Nachmittag und
es wurde spät bis Lisa und Laura nach Hause kamen. Vera erwartete sie
bereits doch sie sagte nichts. Laura setzte sich an den PC in ihrem Zimmer
und begann mit Dirk und ihren Klassenkameraden zu Chatten. ``Machst du bitte
gleich aus Laura. Und wo ist Lisa?´´ ``In ihrem Zimmer vermute ich mal.
Natürlich mache ich gleich aus wenn du das so möchtest´´ Laura lächelte sie
zuckersüß an doch als Vera die Tür wieder geschlossen hatte verzog sie das
Gesicht. Natürlich machte sie nicht aus sondern Chattete weiter bis spät in
die Nacht. Dann begann sie noch in ihrem Zimmer Bilder von den letzten drei
Jahren auf zu hängen. Nicht auf einem war Vera zu sehen.

``Ralf ich gehe Schlafen, kommst du auch?´´ Gabi sah ihren Freund Müde an.
Sie hoffte endlich mal mit ihm in ruhe reden zu können. ``Nein, tut mir
leid. Ich muss noch etwas mit Julia besprechen aber ich beeile mich.´´ Gabi
nickte Traurig und schloss die Tür doch sie ging nicht ins Wohnzimmer
sondern blieb vor der Tür stehen. ``Gabi darf davon auf keinen Fall etwas
erfahren ok?´´ ``Natürlich ich will sie ja auch nicht verlieren. Und ich
glaube wir sollten uns hier weniger treffen. Kümmere dich wieder etwas mehr
um sie sonst wird sie noch Misstrauischer als sie eh schon ist. Die
Schwangerschaft macht ihr zusätzlich sehr zu schaffen.´´ ``Ja du hast recht.
Ok dann gehe ich jetzt mal zu ihr. Gute Nacht und Schlaf gut´´ Gabi hörte
wie Ralf auf die Tür zu kam und lief schnell zum Schlafzimmer. Sie merkte
wie ihr die Tränen kamen. Schnell kroch sie unter die Decke und drehte das
Gesicht zur Wand. Ralf legte sich kurz darauf neben sie und begann sie zu
Küssen doch Gabi gab ihm zu verstehen das sie schlafen wollte. Doch schlafen
konnte sie mal wieder nicht.

``Sag mal ist euch auch auf gefallen das Julia und Ralf in letzter Zeit ein
bisschen oft in ihrem Büro verschwinden?´´ wollte Peter wissen. ``Ja das ist
mir auch schon aufgefallen. Haben er und Gabriele Probleme?´´ fragte Jens.
``Ich hab keine Ahnung, glaube aber schon´´ keiner der Jungs bemerkte Gabi
die in der Tür stand. Sie drehte sich um und lief wieder nach draußen. Dort
begegnete sie Karin. ``Gabi was ist den mit dir los? Du siehst ja
schrecklich aus´´ ``Danke schön´´ ``Hey so war das nicht gemeint´´ Karin
lief nach drinnen und gab Michael seinen Sohn. Dann lief sie ihr nach
Draußen nach. ``Gabi, bleib mal stehen´´ ``Warum?´´ ``Weil ich mit dir reden
muss.´´ ``Und worüber?´´ Gabi sah sie unfreundlich an doch davon ließ Karin
sich nicht beirren. ``Über dich und Ralf. Irgendwas stimmt da ganz gewaltig
nicht und du regst dich in letzter Zeit oft auf. Das ist nicht gut für euer
Kind.´´ ``Und was soll ich deiner Meinung nach tun?´´ ``Red mit ihm´´ ``Das
bringt doch nicht. Sogar den anderen ist schon aufgefallen das er auffällig
viel mit Julia zusammen steckt. Sie ist meine Beste Freundin und sie hat
etwas mit meinem Freund von dem ich ein Zweites Kind erwarte und den ich mal
Heiraten wollte.´´ ``Was macht dich so sicher das die beiden was miteinander
haben? Gabi, Ralf liebt dich und weder er noch Julia würden dir so etwas
antun.´´ ``Du glaubst also ich bilde mir das alles nur ein? Er und Julia
treffen sich nicht dauernd oder verschwinden?´´ ``Na ja sie sehen sich
wirklich etwas oft in letzter Zeit aber…´´ ``Na siehst du und da meinst du
ich soll mir keine Sorgen machen? Vielleicht erinnerst du dich daran das ich
schon mal einen Mann mit ihr geteilt habe, wenn auch unfreiwillig.´´ Wütend
sah Gabi Karin an. ``Florian hat mir damals auch geschworen ich sei seine
große Liebe, nur seine zweite große Liebe, die hat er mir verschwiegen.´´
``Gabi das war etwas anderes.´´ ``Ach und warum?´´ ``Gabi bitte reg dich
nicht so auf. Beruhig dich wieder etwas. Denk an euer Kind´´ ``Das lässt
sich gar nicht vermeiden. Dieses Kind tritt mich die ganze Zeit vor allem
wenn ich Schlafen will.´´ Karin stand ihr gegenüber und ihr wurde klar das
es keinen Sinn hatte mit ihr zu reden. Auch wenn Ralf und Julia viel
zusammen hingen war sie sich sicher das dass einen anderen Grund hatte.
``Ok ich rede gleich mit Ralf wenn er zum Dienst kommt.´´ ``Wenn du meinst´´
Gabi sah Karin nicht an und drehte sich weg. Langsam ging sie zu der großen
Wiese neben dem Hangar und legte sich ins Gras.
Karin ging zurück in den AR und nahm ihren Sohn wieder auf den Arm. Als Ralf
kam bat sie ihn mit ihr mitzukommen. ``Was ist den Karin?´´ ``Hast du was
mit Julia?´´ fragte Karin ihn direkt. ``Was?´´ Ralf sah sie perplex an.
``Hast du was mit Julia? Ja oder Nein?´´ wiederholte sie ihre Frage. ``Nein,
warum sollte ich?´´ ``Du musst zu geben das du in letzter Zeit etwas viel
mit ihr zusammen bist oder?´´ Herausfordernd sah sie ihn an. ``Ja schon aber
das heißt doch nicht gleich das ich mit ihr ins Bett steige. Sie ist eine
Gute Freundin und mehr nicht.´´ ``Dann würde ich das mal ganz schnell Gabi
erklären. Die redet sich nämlich mittlerweile immer mehr ein und wird fast
verrückt. So kenne ich sie gar nicht und ich mache mir sorgen um das Baby.´´
``Warum? Stimmt etwas nicht?´´ fragte Ralf besorgt. ``Ich weiß es nicht. Sie
hat immer mehr Angst das du was mit Julia hast und das ist nicht gut für das
Kind. Zudem scheint es sehr unruhig zu sein. Sie ist übermüdet. Wenn sie
sich nicht etwas zusammen reißt wird das gefährlich für sie und das Kind.´´
``Ja ist ok ich kümmere mich um sie.´´ antwortete Ralf und ging sich
umziehen. Die ganze Zeit überlegte er was er tun sollte um Gabi seine Liebe zu gestehen.

Fortsetzung

A-Crew:
Jens Köster
Michael Lüdwitz
Peter Berger

B-Crew
Gina Aigner
Gabriele Kollmann
Ralf Staller

Sonstige Personen:
Karin Thaler, Julia Pfau, Vera Wächter, Lisa Wächter (13), Laura Wächter(14), Dirk Lüdwitz(17), Max (1/2)Lüdwitz, Lars Kollmann (4), Jasmin Pfau(4), Philipp Schwerin(2 ½ ), Heidi, Lena und Mars, Dr. Raff (Anwalt von Thomas), Dr. Jakes (Veras Anwalt), Dr. Jaspa (Richter),

 

``Ich Liebe dich, und zwar nur dich´´ Ralf Küsste ihren Hals und Gabi lächelte ihn an. Sie hatten eine so wunderschöne Nacht wie schon lange nicht mehr verbracht. Es hatten nur sie beide Existiert. ``Ich weiß und es tut mir leid das ich so Eifersüchtig war.´´ ``Ich kann dich ja verstehen. Ich hatte in der letzten Zeit wirklich wenig Zeit für dich. Das tut mir leid ok´´ Gabi nickte und Küsste ihn wieder. Kurz darauf stand Ralf auf um Frühstück zu machen. Gabi lag im Bett und streichelte ihren Bauch. Das Baby schlief anscheinend was sie mit Freude feststellte. Mit einem Tablett in der Hand kam Ralf wieder. Gemütlich Frühstückten sie zusammen. ``Wie lange darfst du eigentlich noch arbeiten?´´ wollte Ralf wissen. ``Noch diese Woche. Das Baby ist so unruhig das es zu gefährlich währe weiter zu Fliegen. Karin übernimmt wieder.´´

Die beiden saßen noch eine ganze Weile zusammen, Frühstückten und Kuschelten. Gegen Mittag mussten sie jedoch dann zum Dienst.

``Laura, beeil dich wir wollten doch ins Kino´´ rief Lisa. Laura erschien kurz darauf. ``ich komme ja schon´´ ``Wo wollt ihr beide den hin?´´ Vera sah die beiden Mädchen an. ``Ins Kino´´ antwortete Lisa knapp. Laura sagte gar nichts sondern zog ihre Schuhe an. ``Wir wollten uns doch einen gemütlichen Abend machen´´ Vera sah die beiden an. ``Du wolltest einen Gemütlichen Abend, wir wollten ins Kino´´ entgegnete Laura und verließ das Haus. Sie holte ihr Fahrrad aus der Garage und machte sich mit ihrer Schwester auf den weg in die Stadt. Vera sah den beiden nach. Mit Tränen in den Augen ging sie zurück zu Lorenz. ``Sie sind so abweisend.´´ Lorenz nahm sie in den arm.

``Immerhin ist Lorenz nicht so schlimm wie der Typ den sie damals dabei hatte´´ meinte Laura. Lisa stimmte ihr zu. Sie hatte den Mann zwar nicht gesehen doch Laura hatte ihn ihr beschrieben. ``Sie ist ganz schön fertig´´ stellte Laura fest. ``Ja stimmt aber sie ist selber schuld. Warum konnte sie uns nicht da lassen wo wir waren?´´ ``ich weiß es nicht aber wenn wir so weiter machen dauert es nicht mehr lange bis sie uns zu Papa zurückschickt.´´ Die beiden grinsten und fuhren weiter zum Kino wo sie von Dirk und ihren Klassenkameraden begrüßt wurden.

``Ich muss noch mal weg´´ Ralf gab ihr einen Kuss. Gabi sah ihn an. ``Wohin den?´´ ``Sag ich dir später. Ich muss jetzt erst mal los, bin eh schon spät dran.´´ bevor sie noch etwas sagen konnte war er schon verschwunden. Gabi sah ihm nach. In dem Moment begann Lars zu weinen. Gabi stöhnte und ging zu ihm ins Kinderzimmer. Sie setzte sich zu ihm ans Bett. ``Du meine Güte du hast ja Fieber´´ rief sie erschrocken. Lars weinte und juckte sich am Bauch. Gabi schob sein Schlafanzug Oberteil hoch und sah entsetzt auf die kleinen Pustel die teilweise schon aufgekratzt waren. Gabi wusste sofort was ihr Sohn hatte. Sie lief zum Telefon und rief Ralf an doch es Meldete sich nur die Mailbox. Nach mehreren versuchen rief sie Michael an. ``Michael? Schnell du musst herkommen. Lars hat Windpocken.´´ Michael versprach sofort zu kommen. Gabi ging zurück zu ihrem Sohn. An ihr Baby dachte sie im Moment nicht. Kurz darauf Klingelte es und Gabi öffnete Michael die Tür. ``Ja du hast recht. Es sind Windpocken. Aber es sieht schlimmer aus als es ist. Vermutlich hat er es in zwei Wochen überstanden. Aber auf dich müssen wir aufpassen´´ ``Was? Warum das den? Erwachsene sind dagegen doch Immun.´´ ``Ja schon nur hast du vergessen das du Schwanger bist?´´ ``Oh nein.´´ Gabi verließ sofort das Zimmer und ging ins Wohnzimmer. Michael blieb noch kurz bei dem kleinen bis er wieder eingeschlafen war. Dann ging er zu Gabi ins Wohnzimmer. ``Im wievielten Monat bist du jetzt?´´ ``Im ende des Siebten.´´ ``Sobald irgendwas ist sagst du sofort bescheid´´ ``Haha sehr Lustig. Es ist die ganze Zeit irgendwas.´´ ``Ok Morgen besorgst du dir bitte sofort einen Termin in der Klinik.´´ ``ja mache ich.´´ ``Ich vermute mal das Jasmin sich angesteckt hat. Sagst du bitte Julia bescheid.´´ ``Ja mache ich aber was ist jetzt mit Lars? Ralf erreiche ich nicht und ich kann ja nicht zu ihm.´´ ``Moment´´ Michael stand auf und ging zum Telefon. ``Karin, ich schicke dir gleich Gabi. Bitte kümmere dich um sie.´´ er legte auf und bat Gabi ein paar von ihren Sachen zu Packen. ``Ich bleibe hier bei den Kindern. Ich werde auch Julia bescheid sagen wenn sie von der Basis kommt. Du gehst am besten zu Karin bis wir wissen wie es deinem Baby geht und bis wir sicher sind das die beiden nicht mehr ansteckend sind.´´ ``Danke Michael´´ nickte Gabi. Sie wusste das Michael recht hatte und Karin würde ihr sicher sofort helfen wenn etwas währe. Sie packte ein paar Sachen zusammen und fuhr zu Karin. ``Hi Gabi, komm rein´´ Gabi nickte und trat in den Flur. ``Wie geht es dir?´´ ``Soweit ganz gut danke Karin.´´ Gabi lächelte ihre Freundin an. Sie setzten sich ins Wohnzimmer und unterhielten sich.

Leise wurde die Haustür aufgeschlossen. Ralf und Julia kamen leise lachend in die Wohnung. Ralf flüsterte ihr etwas ins Ohr woraufhin sie wieder lachte. Das Licht im Flur ließen sie aus. Erst im Wohnzimmer machte Ralf es an. Als er Michael sah blieb er wie angewurzelt stehen und verstummte. Julia, die hinter ihm stand ging an ihm vorbei und sah Michael an. ``Was tust du den hier?´´ wollte sie dann wissen. ``Ich Passe auf eure Kinder auf.´´ antwortete Michael ruhig. Er beobachtete seine Kollegen aufmerksam. ``Und wo ist Gabi?´´ Ralf sah ihn fragend an. ``Sie ist bei Karin. Hier ist es zu gefährlich für sie. Wo kommt ihr beide eigentlich her? Es ist kurz nach zwei´´ ``Julia hatte noch eine Besprechung in der Leitstelle und ich musste etwas erledigen. Vor der Tür haben wir uns zufällig getroffen. Kannst du mir jetzt aber mal erklären was hier los ist?´´ ``Klar, Eure Kinder haben die Windpocken. Und zwar beide.´´ ``Was? Alle beide? Und warum bist du dann hier und nicht Gabi?´´ Ralf sah ihn entsetzt an. Er konnte nicht glauben das Gabi ihren Sohn alleine ließ wenn er Krank war. Michael sah ihn Tadelnd an. ``Denk mal nach. Ich dachte du wärst Sani´´ Ralf sah ihn noch immer verständnislos an bis es auch bei ihm klingelte. ``Oh nein, wie geht es ihr?´´ ``Ich glaube ihr würde es Besser gehen wenn du bei ihr gewesen wärst. Sie hat versucht dich auf dem Handy zu erreichen aber das war aus.´´ ``Wie aber… ja… Ähm der Akku war lehr´´ stotterte er. Michael nickte nur obwohl er ihm kein Wort glaubte.

Zur Gleichen zeit bei Vera. Vera ging zur Tür da es geklingelt hatte. Sie wunderte sich wer um diese Uhrzeit etwas von ihr wollte. Vor ihr standen zwei Polizisten. ``Frau Wächter?´´ Vera nickte. ``Sind das ihre Töchter. Wir haben sie in der Stadt aufgegriffen. Sorgen sie bitte dafür das sie um die Uhrzeit in ihren Betten liegen sonst müssen wir das melden´´ Der Polizist sah sie ernst an. Vera sah von den beiden Beamten zu ihren Töchtern und nickte. Die beiden verabschiedeten sich und Vera schon ihre Töchter ins Wohnzimmer. ``Wo ward ihr?´´ wollte sie streng wissen. ``Das hat dich bisher auch nicht interessiert. Lass und einfach in Ruhe. Papa hatte uns im Griff.´´ Laura sah ihre Mutter herausfordernd an. Vera schnappte nach Luft. ``Ist klar und deswegen hast du ein Jahr in den Bergen gelebt und Lisa bei Freunden´´ ``Das war etwas anderes klar?´´ ``Ihr geht jetzt in eure Zimmer. Die nächsten Wochen gibt’s keine Verabredungen. Verstanden?´´ ``Du hast uns gar nichts zu sagen´´ schrie Lisa und rannte in ihr Zimmer. Laura lief ihr nach. ``Was glaubt die eigentlich wer sie ist?´´ wollte sie mit Tränen in den Augen wissen. ``Ich weiß es nicht Lisa. Aber in Ordnung finde ich das ganz und gar nicht und ich werde etwas dagegen unternehmen. Vergraulen können wir sie ja anscheinend nicht.´´ sie sah ihre Schwester an. Dann ging sie in ihr Bett.

Am nächsten Morgen fuhr sie nicht zur Schule sondern in die Stadt. Nach Kurzer Zeit hatte sie gefunden was sie suchte. Sie stieg die breiten Treppen des Gerichtsgebäudes hoch und suchte Zimmer 405 im Dritten Stock. Sie klopfte an und trat in das kleine Vorzimmer. Die Ältere Dame hinter dem Schreibtisch sah sie an. ``Hallo, kann ich etwas für dich tun?´´ ``Ja ich muss mit Dr. Jaspa sprechen. Es ist sehr dringend.´´ Laura sah sie bestimmt an. ``Er hat sehr viel zu tun, ich glaube nicht das er zeit hat.´´ die Sekretärin versuchte sie wieder loszuwerden doch Laura gab nicht auf. Sie lief einfach auf die Große Flügeltür zu und stieß sie auf. Drei Männer sahen sie verdutzt an. ``Wer von ihnen ist Herr Jaspa?´´ wollte sie wissen. ``Dr. Jaspa es tut mir Leid. Sie ist einfach an mir vorbei gelaufen´´ Entschuldigend sah sie ihren Chef an. Der winkte nur ab. ``Ok dann sind sie das. Ich muss mit ihnen reden´´ ``Ist gut kleine, in einer Stunde hätte ich zeit für dich´´ ``Das ist mir egal. Ich muss jetzt mit ihnen reden. Sie Müssen ihre Entscheidung rückgängig machen´´ Dr. Jaspa sah sie an. Seine Kollegen sahen dem Schauspiel belustigt zu. ``Vielleicht sagst du mir erst mal wer du bist´´ schlug Dr. Jaspa ihr vor. ``Laura Wächter. Sie haben vor einigen Monaten beschlossen das meine Schwester und ich zu unserer Mutter sollen. Die hat sich aber 10 Jahre lang einen Scheißdreck um uns gekümmert. Papa war immer da und auch seine neue Freundin. Als sie Starb ist er zusammen gebrochen.´´ ``ja ich erinnere mich and en Fall. Dein Vater hätte fast ein Bußgeld bezahlen müssen. Du bist doch damals weggelaufen´´ Er bot ihr einen Platz an. ``Ja weil ich nicht auch noch meinen Bruder verlieren wollte. Mein Vater trauerte um Biggi, was verständlich ist und meine Schwester war zu Freunden gezogen. Das Jugendamt wollte Philipp ins Heim stecken weil mein Vater trauerte. Aber Papa hat nicht aufgegeben. Er hat gekämpft und wieder Laufen gelernt. Als wir zurückgekommen sind konnte er es schon wieder recht gut. Wir sind sein leben er erträgt es kaum das wir uns so selten sehr und meiner Schwester und mir tut es auch nicht gut bei Vera zu sein´´ Dr. Jaspa hatte sich inzwischen auch hingesetzt und musterte sie. Er merkte das sie es ernst meinte und sich nicht mit einer Ausrede abspeisen lassen würde. ``Aber euch fehlt es doch bei eurer Mutter an nichts´´ ``Doch an Liebe und Geborgenheit. Klar sie hat viel Geld. Jeder von uns hat ein Eigenes, großes und Modern Eingerichtetes Zimmer. Wir bekommen jede menge Taschengeld uns so aber wir fühlen uns nicht wohl bei ihr. Wir wollen zurück zu Papa. Wir verstehen sowieso nicht warum sie das Sorgerecht überhaupt bekommen hat. Immerhin war sie unser ganzes bisheriges Leben überall da wo wir nicht waren.´´ ``Da ist was wahres dran. Aber so einfach wie du dir das denkst geht das nicht.´´ ``Dann lassen sie sich etwas einfallen´´ meinte Laura knapp und stand auf. ``ich muss jetzt in die Schule. Ich hoffe ich höre von ihnen´´ mit diesen Worten drehte sie sich um und verschwand. Dr. Jaspa sah ihr nach bevor er sich seinen Kollegen mit einem Entschuldigenden Blick zuwandte.

``Guten Morgen Gabi, hast du gute geschlafen?´´ ``Es geht so. Ich musste dauernd an den kleinen denken. Ich währe so gerne bei ihm.´´ ``Ja ich weiß aber es währe zu gefährlich.´´ Gabi seufzte und setzte sich zu ihrer Freundin an den Tisch. ``Jetzt mach nicht so ein Gesicht. Es ist ja nicht für immer.´´ ``Ja schon.´´ Gabi nickte und dachte an Ralf. Wo war er gestern die ganze Zeit wieder gewesen? Dauernd war er weg und sagte ihr nicht wo er hinging. Sie konnte nichts tun aber die Eifersucht in ihr wurde immer stärker. ``Hey was ist?´´ wollte Karin wissen und gab ihrem Sohn sein Fläschchen. ``Nichts nicht´´ sagte Gabi schnell und bestrich sich ein Brötchen. ``Sicher?´´ Gabi nickte nur. Ein Paar Minuten später kam Michel herein. ``Guten Morgen ihr beiden. Wie geht es dir Gabi?´´ ``geht schon danke. Was ist mit Lars?´´ ``Ihm geht’s den Umständen entsprechend gut. Jasmin hat sich auch angesteckt. Julia und Ralf sind bei ihnen. Julia hat schon einen Ersatz für Ralf angefordert damit er sich um euren Sohn kümmern kann. Julia wird ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen.´´ erklärte er ihr und setzte sich. Gabi nickte nur. Sofort hatte sie das Bild von dem einen Morgen in ihrem Kopf. Sie sah vor sich wie Ralf und Julia gemeinsam die beiden Kinder Pflegten und sie fühlte sich ausgeschlossen und überflüssig. ``Entschuldigt mich´´ flüsterte sie und verließ das Zimmer. Der Gedanke an Julia und Ralf machte sie wahnsinnig. Sie wollte gerade ins Gästezimmer gehen als ihr übel wurde. Sie drehte sich um und lief ins Badezimmer. Dort übergab sie sich. Als sie in den Spiegel sah erschrak sie. Sie hatte tiefe Ringe unter den Augen und man sah ihr an das sie sehr wenig schlief. Unter dem Weiten T-Shirt sah man deutlich ihren Runden Bauch. Sie trat einen schritt zurück und lehnte sich gegen die Wand. Dann lief sie ins Gästezimmer und schloss sich ein. ``Gabi alles ok?´´ Karin klopfte an die Tür und versuchte zu hören was im Zimmer vor sich ging doch sie konnte nichts hören. ``Ja alles in Ordnung´´ antwortete Gabi und Karin merkte das sie weinte. Doch sie wusste nicht was sie machen sollte also ging sie wieder runter zu Michael. ``Sie hat sich eingeschlossen´´ sagte sie und seufzte. Michael nahm sie in den Arm. ``Und wie geht es dir?´´ ``Mir geht es gut und unserem Sohn auch´´ antwortete sie und lehnte sich an seine Brust.

Gabi hielt sich den bauch da das kleine sie schon wieder Trat und Boxte. ``Bitte lass mich nur ein bisschen schlafen. Du hast mich schon die halbe Nacht wach gehalten. Kein wunder das dein Vater sich ne neue sucht wenn ich so aussehe´´ sagte sie leise. Wieder trat das kleine Kräftig zu so als hätte es verstanden was sie sagte. ``Autsch, also so langsam reicht es mir echt. Das kann doch nicht war sein´´ fluchte sie und stand wieder auf. Langsam ging sie im Rum auf und ab. Wieder schweiften ihre Gedanken zu Ralf und Julia. Was sie wohl gerade machten?

``Papa ich habe Durst´´ rief Lars seinem Vater zu. Ralf kam kurz darauf zu ihm ins Wohnzimmer und gab ihm seinen Becher. ``ich will auch was´´ sagte Jasmin sofort. Sie lag neben Lars auf dem Sofa das Ralf und Julia ausgezogen hatten. So waren die beiden nicht alleine und man musste nicht immer von einem Zimmer ins nächste. Nachdem er getrunken hatte begann Lars seine kleinen Pusteln aufzukratzen. ``Lass das´´ sagte Ralf und schob seine Finger zur Seite doch Lars hörte nicht auf. ``Das juckt aber´´ meinte er trotzig und Kratze weiter. Natürlich machte Jasmin das gleiche. Ralf hoffte das Julia bald mit der Salbe aus der Apotheke kam. Zehn Minuten später war sie da. Sie betupften den beiden Kindern die Juckenden stellen und beschäftigten sie irgendwie was gar nicht so einfach war. Am Abend waren Ralf und Julia Müde und genervt. Die beiden kleinen waren echt anstrengend da es sie überall Juckte und ihnen Langweilig war. Nun saßen die beiden Im Wohnzimmer bei einem Glas Wein während die kleinen schliefen. ``Wann treffen wir uns das nächste Mal? Ich meine im Moment muss immer einer von uns hier bleiben.´´ Julia sah ihn fragend an. ``Wir treffen uns hier.´´ Ralf lachte sie an. ``Gabi kann hier nicht reinplatzen und wir sind in der nähe der Kinder.´´ Julia nickte. ``Ok dann machen wir hier weiter.´´ Sie stießen an und verschwanden eine halbe Stunde später in ihre Betten.

Zwei Wochen später: Den beiden Kindern ging es schon wieder Besser. Gabriele dagegen ging es immer Schlechter. Die Eifersucht nagte an ihr und ihr war immer noch dauernd übel. Außerdem währe sie so gerne bei ihrem Sohn gewesen. Michael erzählte ihr immer wie es Lars ging da er regelmäßig bei ihm vorbei sah. Wenn sie mal mit Ralf Telefonieren wollte verabschiedete er sich meistens schnell wieder unter dem Vorwand Lars würde etwas brauchen. Gabi fand sich immer Unattraktiver und steigerte sich da richtig rein. Karin versuchte mit ihr zu reden doch es war Sinnlos.

``Geht es dir etwas besser?´´ wollte Karin wissen als Gabi zum Frühstück herunter kam. ``Nein, ich habe nur wenig und schlecht geschlafen. Warum hört das nicht auf? Bei Lars war mir die ersten Monate übel aber das geht jetzt schon die ganze Schwangerschaft so.´´ Müde setzte sie sich an den Tisch. ``Ich weiß es nicht Gabi. Am besten du kommst nachher mit zu meinem Arzt. Ich muss mit Max zur Nachsorge. Und danach Bummeln wir durch die Stadt ok?´´ ``Nein ich…´´ ``Oh doch und keine Widerrede´´ sagte Karin eindringlich und sah sie an. Gabi gab sich geschlagen. Sie verschwand wieder nach oben. Zu erst ging sie Duschen und genoss das warme Wasser auf ihrem Körper. Dann schminkte sie sich zum ersten mal nach langer Zeit wieder richtig. Als sie fertig war suchte sie ihre Dunkelblaue Umstandsjeans heraus und ein Ärmelloses T-Shirt. Als sie sich im Spiegelbetrachtete musste sie lächeln. ``Ich sollte mich nicht so gehen lassen nur weil du mich ärgerst´´ sie strich über ihren Bauch. ``Bist du fertig Gabi?´´ wollte Karin von unten wissen. ``Ja ich komme´´ antwortete Gabi und ging die Treppe runter. ``Wow´´ grinste Karin als sie um die ecke kam. ``Was den? Hab mich nur mal wieder ordentlich angezogen und geschminkt´´ lachte Gabi. Sie hatte Plötzlich richtig gute Laune und sie freute sich darauf wieder mal nach draußen zu kommen. Die beiden machten sich fertig und fuhren in die Klinik. Dort waren sie nach einer halben Stunde Fertig. Bei Gabi und dem Baby war alles in Ordnung. Auch wenn es sie fast verrückt machte. Der Arzt hatte mehrere Untersuchungen gemacht und hatte nichts gefunden. So wie es aussah hatte sie sich auch nicht angesteckt. Bei Max war auch alles in Ordnung. In der Stadt Bummelten sie durch die Fußgänger Zone. ``Habt ihr eigentlich schon ein Kinderzimmer für das Baby?´´ wollte Karin wissen. ``Nein, das kleine wird wohl die erste Zeit bei uns schlafen und später bei Lars. Wir müssen uns eh eine Neue Wohnung suchen. Langsam wird das alles etwas eng.´´ ``Hast recht. Schau mal da drüben´´ Karin deutete auf ein Geschäft mit Braut Moden. ``Was wollen wir den hier?´´ wollte Gabi wissen. ``nichts nur mal kucken.´´ sagte Karin die gemerkt hatte wie Gabi reagiert hatte. Gabi sah nur kurz auf die Kleider und ging dann weiter. Karin sah ihr etwas verwundert nach. ``Hey alles ok?´´ wollte sie wissen. Gabi nickte nur. Sie musste an Ralf denken, wie er ihr den Heiratsantrag gemacht hatte und wie sie ohne zu zögern Ja gesagt hatte. Doch jetzt war sie sich nicht mehr so sicher. Die Eifersucht nagte noch immer an ihr.

``Komm wir gehen etwas Essen´´ schlug Karin vor. Gabi nickte und folgte ihr zu einem kleinen Cafè. Sie hatten sich gerade etwas bestellt als sie sah wie Ralf aus einem Großen Bürogebäude gegenüber kam. Neben ihm ging eine Junge Frau. Gabi sah entsetzt zu ihm rüber. Wer war die Frau? ``Karin schau mal, kennst du die Frau neben Ralf?´´ ``ja das ist die Sanitäterin die ihn vertreten hat.´´ ``Und was macht er bitte schön hier mit ihr?´´ wollte sie wissen. Karin konnte nur den Kopfschütteln. Gabi merkte wie ihr die Tränen kamen. Sie stand einfach auf und lief zur Straßenbahn. In letzter Sekunde erreichte sie diese. Sie fuhr ein Paar Stationen und stieg wieder aus. Sie sah sich kurz um und lief dann zu einem der Taxis. Von diesem ließ sie sich zu Karin und Michaels Haus bringen.

``Laura Post für dich´´ rief Vera von unten. Laura hoffte das es der Brief von Dr. Jaspa war und lief die Treppe runter. Vera stand im Wohnzimmer und hielt den Brief in der hand. Er war geöffnet. ``Was soll das? Warum ließt du meine Post?´´ ``das ist nicht wichtig. Was soll das hier?´´ Laura riss ihr den Brief aus der Hand und überflog ihn:

``An Frau Laura Wächter

Nach ihrem besuch habe ich mir noch einmal alles durch den Kopf gehen lassen und mir die Akten noch mal angesehen. Nach langer Überlegung habe ich mich dazu entschlossen das verfahren wieder aufzunehmen da auch ihr Vater Widerspruch eingelegt hat.

Mit Freundlichen Grüßen

Dr. Jaspa´´

``ja´´ rief Laura und begann zu Tanzen. Vera sah ihr dabei zu. ``Was ist los Laura?´´ Lisa stand hinter ihrer Schwester. ``Das verfahren wird wieder aufgenommen. Wir haben eine Chance zu Papa zurück zu kommen.´´ rief Laura begeistert und fiel ihrer Schwester um den hals. ``Warum tut ihr mir das an? Ihr habt es doch gut hier bei mir.´´ Vera sah die beiden verzweifelt an. ``Ja du hast recht. Geld fehlt uns wirklich nicht aber wir wollen kein geld sondern eine Familie und Freunde. Beides hatten wir bei Papa. Du isolierst und von beidem. Papa dürfen wir nur streng nach Vorschrift sehen und unsere Freunde sehen wir nur in der schule. Außer wir hauen ab. Und das kann nicht wirklich eine Lösung sein. Außerdem behandelst du uns wie Kleinkinder. Damals hätten wir eine Mutter gebraucht. Heute sind wir beide alt genug alleine klar zu kommen.´´ erklärte Laura und verschwand in ihr Zimmer.

``Gabi bist du da?´´ Gabi hörte Karin rufen doch sie reagierte nicht. Sie lag auf ihrem Bett und weinte. Kurz darauf kam Karin zu ihr ins Zimmer. ``Hey, was ist los? Und jetzt sag nicht schon wieder das nichts ist.´´ Gabi setzte sich auf. ``Ich letztens früher zu Hause gewesen. Julia, Ralf und die kleinen saßen am Tisch und haben gefrühstückt und rumgealbert. Sie sahen so Glücklich aus. Ein anderes mal haben sie sich gerade umarmt als ich rein kam. Ralf hat angefangen zu Stottern, das macht er sonst nie. Außerdem hängt er dauernd mit Julia rum. Euch ist das ja auch schon aufgefallen. Ich meine ich kann ihn ja verstehen das er mich nicht mehr Atrktiv findet und sich eine neue sucht aber warum sagt er es mir dann nicht?´´ ``das meinst du nicht ernst Gabi oder?´´ Karin sah sie entsetzt an obwohl ihr Ralfs verhalten auch aufgefallen war. Außerdem hatte Michael ihr erzählt wie die beiden an dem einen Abend nach Hause kamen. ``Doch ich meine es genauso wie ich es sage. Heute sah ich das erste mal wieder einigermaßen ordentlich aus.´´ ``Du redest Schwachsinn. Und das weißt du genau.´´ ``ich komme mir einfach Überflüssig vor. Die sind wie eine kleine, heile, wunderbare Familie und ich störe´´ ``Hör mir mal zu Gabi, Ralf Liebt dich das weiß doch jeder und den rest bildest du dir nur ein.´´ ``Glaubst du wirklich was du mir da erzählst?´´ wollte Gabi wissen. Dann stand sie auf und ging in den Garten. Karin sah ihr nach. Nein sie glaubte nicht das Gabi sich das nur einbildete. Ralf war in letzter Zeit wirklich Komisch.

``Dirk, wo bist du?´´ rief Laura leise. Kurz darauf kam Dirk ihr entgegen. ``Hallo, was gibt es den so dringendes?´´ ``Das verfahren wird wieder aufgenommen. Lisa und ich kommen vielleicht zu euch zurück.´´ erzählte Laura ihrem Freund strahlend. Dirk sah sie ungläubig an und nahm sie dann in den Arm. ``Wie hast du das den geschafft?´´ wollte er wissen doch bevor Laura antworten konnte blendete sie eine Taschenlampe. ``Du schon wieder´´ stöhnte der Polizist. Laura sah erschrocken auf. ``Wollen sie mich wieder zu Mutter bringen?´´ fragte Laura doch die antwort wusste sie. Also gab sie Dirk einen Kuss und stieg in den Streifenwagen der am Rande des Spielplatzes stand. Als Vera ihnen die Tür öffnete lief Laura direkt an ihr vorbei nach oben. Vera bedankte sich bei den Polizisten. Dann folgte sie Laura in ihr Zimmer. ``Wo warst du?´´ wollte sie streng wissen. ``Keine Ahnung, irgendwo halt. Und jetzt geh bitte ich muss lernen.´´ ``Nachts um Elf?´´ ``Ja genau´´ Laura drehte sich um und blickte in ihr Englisch Buch. Ihre Hausaufgaben hatte sie schon lange gemacht aber das musste Vera ja nicht wissen. Vera drehte sich sauer um und verlies das Zimmer wieder. Laura legte sich auf ihr Bett und hörte Musik.

``Ralf ich muss mit dir reden´´ Ralf drehte sich um. Hinter ihm stand Gabi. Sie sah Müde aus und ihre Augen wirkten Traurig. ``Was ist den?´´ wollte er wissen. Gabi war seid einer Woche wieder zu Hause doch sie kam sich wie ein Eindringling vor. ``Liebst du mich noch?´´ Ralf sah sie verwundert an. ``Was soll die Frage? Natürlich liebe ich dich. Wie kommst du darauf das dass nicht mehr so ist?´´ ``Vielleicht weil du dauernd mit anderen Frauen unterwegs bist? Mit Julia zum Beispiel, oder deiner Vertretung. Weil du mich am Telefon immer abgewürgt hast weil unser Sohn anscheinend etwas braucht.´´ ``Du spinnst Gabi, deiner Eifersucht ist ja schon Krank.´´ ``Nein ist sie nicht. Aber ich habe Augen im Kopf.´´ ``Vielleicht solltest du dir dann mal eine Brille kaufen.´´ schrie Ralf wütend und verließ das Zimmer. Gabi sah ihm Traurig nach. Dann beschloss sie etwas zu ihrer Mutter zu Fahren um etwas abstand von allem zu bekommen. Sie packte ein Paar Sachen und schrieb Ralf einen Brief. Dann setzte sie sich in ihr Auto und machte sich auf den weg.

Eine Stunde später erreichte sie die Villa ihrer Mutter am Stadtrand. Diese Freute sich sehr ihre Tochter mal wieder zu sehen. ``Hallo kleines, du siehst aber gar nicht gut aus´´ stellte sie fest und nahm sie in den arm. Gabi war froh das ihre Mutter jetzt bei ihr war und schon nach kurzer Zeit kamen ihr die Tränen. Ihre Mutter führte sie zum Sofa und hörte ihr zu bis sie alles erzählt hatte.

``Herr Staller, hier ist die Kita wann holen sie den ihren Sohn ab?´´ ``Was? Hat den meine Frau nicht abgeholt?´´ ``Nein, dann hätten wir ja nicht angerufen.´´ ``Ich bin gleich da´´ Ralf legte auf und setzte sich in seinen wagen. Auf dem weg zum Kindergarten sah er nochmals auf sein Handy und sah das er eine Nachricht darauf hatte die er vorhin nicht gesehen hatte.

``Hi, holst du bitte Lars von der Kita ab´´

Er fluchte und gab noch etwas mehr Gas. Lars saß alleine auf der Treppe vor der Tür und sah auf den Boden. ``Hallo Lars, es tut mir leid ich habe Mamas Nachricht zu spät bekommen.´´ ``Hast du Mama noch Lieb?´´ Ralf sah entsetzt auf seinen Sohn. ``Wie kommst du den darauf? Natürlich hab ich Mama lieb. Und jetzt komm oder willst du noch länger hier bleiben.´´ Lars schüttelte den Kopf und nahm die Hand seines Vaters. Als er zu Hause an kamen sah er den Zettel von Gabi.

``Hallo Ralf,

Ich glaube es ist Besser wenn wir etwas abstand voneinander bekommen. Ich bin bei meiner Mutter falls etwas Wichtiges ist. Ich hoffe sehr das unser der Abstand gut tut und das wir eine Lösung finden.

In Liebe Gabriele´´

Er ließ den Brief sinken und setzte sich an den Küchentisch. ``Wo ist Mama?´´ wollte Lars wissen nachdem er in allen Zimmern nach ihr Gesucht hatte. ``Sie ist bei Oma´´ antwortete Ralf und setzte seinen Sohn auf seinen Schoss. Später als Julia nach hause kam fuhr er noch einmal weg.

 

``Endlich heute ist es soweit. Heute ist der Gerichtstermin´´ rief Laura und rannte in das Zimmer ihrer Schwester die sie noch etwas verschlafen ansah. ``Was? Stimmt du hast ja recht´´ sofort war sie hell wach. Sie sprang aus dem Bett und zog sich schnell an. Ungeduldig warteten sie darauf das Vera endlich fertig war. ``Nun mach schon´´ rief Laura ungeduldig. Endlich war Vera da und sie Fuhren zum Gericht. Davor begegneten sie Thomas, Karin, Philipp, Michael, Dirk und Max. Voller Freude begrüßten sich alle. Vera stand etwas abseits daneben. Ihr wurde klar das ihre Töchter sie nie als Mutter Akzeptieren würden und das sie nur bei ihrem Vater und ihren freunden Glücklich werden würden. Nach zweieinhalb Stunden hatten sie den Richter davon überzeugt das sie bei ihrem Vater Besser aufgehoben waren. Vor dem Gericht vielen sich alle um den Hals und Jubelten. Laura nahm ihren Bruder auf den Arm und drückte ihn an sich. Sie sah wie Vera sich umdrehte um zu ihrem Auto zu gehen. ``Vera warte´´ rief sie und lief ihr nach. Vera blieb stehen und sah ihr entgegen. ``Und hat es bei dir wirklich an nichts gefehlt außer an Familie und Freunde. Du bist einfach zum Falschen Zeitpunkt aufgetaucht und hast das falsche getan. Vielleicht hätten wir eine Chance gehabt wenn du uns Zeit gelassen hättest nur jetzt währe es besser wenn du uns in ruhe lässt. Zumindest für eine weile. Vielleicht schaffen wir es noch irgendwann wieder normal miteinander umzugehen. Ok?´´ Sie sah Vera an und nahm sie Kurz in den Arm. Vera nickte und stieg in ihr Auto. Für sie war Klar das sie in der nähe bleiben würde. Sie würde auf ihre Kinder warten und darauf hoffen das es nicht zu lange dauernd würde. Sie nickte Laura noch einmal zu bevor sie weg fuhr. Laura winkte ihr noch kurz nach bevor sie sich um drehte und zu den anderen zurückging. ``Lasst uns auf die Basis Fahren. Die anderen warten sicher schon´´ meinte Thomas und nahm seinen Sohn wieder auf den Arm. Zusammen gingen sie zu den Autos und fuhren auf die Basis. ``Hey, Seid ihr wirklich wieder bei uns?´´ Max kam auf sie zu und umarmte Laura und Lisa. ``Ja wir sind wieder da. Vera hat es eingesehen und nachgegeben´´ antwortete Lisa und strahlte alle an. Als sie in den Hangar kamen wurden sie auch von allen anderen mit einer kleinen Willkommensfeier begrüßt. ``Schaut mal wer euch noch Besuchen wollte´´ Peter deutete hinter die beiden. Lisa und Laura drehten sich überrascht um. Durch das große Tor kamen Lena und Mars. Laura begann zu Jubeln und rannte auf die beiden zu. ``Was tut ihr beide den hier?´´ wollte sie voller Freude wissen. ``Thomas hat uns angerufen. Wir sind natürlich sofort hergekommen. Schließlich wollten wir euch drei wieder sehen und endlich deinen Vater und eure Freunde kennen lernen von denen ihr soviel erzählt habt.´´ Lächelte Lena und begrüßte auch Dirk. ``Wo ist den der kleine?´´ wollte Mars wissen. ``Bei seinem Papa, darf ich vorstellen das ist mein Papa Thomas und das Lena und Mars und das da ist meine Schwester Lisa.´´ Laura stellte auch noch all die anderen vor und gemeinsam verbrachten sie einen Wunderbaren Abend. Sie gingen alle erst spät ins Bett.

In dem nächsten Monat blieben Lena und Mars bei Familie Wächter. Gabi war noch immer bei ihrer Mutter. Ralf brachte Lars zwei-dreimal zu ihr doch meistens fuhr er bald wieder. Wenn sie mit ihm reden wollte wich er aus. Irgendwann gab sie es auf. Sie hatte keine lust dauernd von ihm abserviert zu werden.

``Mama wo bist du? Schau mal ich habe ein Bild für dich gemalt. Mama wo bist du den?´´ Lars lief durch den Großen garten seiner Großmutter und suchte nach seiner Mutter. ``Mama da bist du ja´´ rief er erfreut und rannte auf sie zu. Als er näher kam blieb er erschrocken stehen. ``Mama was ist mit dir?´´ Gabriele hatte Schweiß auf der Stirn und sie Atmete stoßweise. ``Schnell Lars ruf den Krankenwagen. Wie das geht habe ich dir erklärt.´´ Lars lief sofort um den Tisch herum zu dem kleinen Getränketisch und nahm das Telefon in die Hand. ``Hallo? Meine Mama Atmet ganz komisch.´´ ``Wo bist du den?´´ wollte der Mann in der Leitstelle wissen. ``In der Gartenstrasse 4 in Traunstein. Bei meiner Oma im garten. Bitte kommen sie ganz Schnell ich hab Angst um meinen Bruder´´ ``Deinen Bruder? Wo ist den der?´´ ``Bei meiner Mama im Bauch.´´ ``Ok dann geh mal zu deiner Mama und frag sie in welchem Abstand die Wehen kommen. Ich heiße Paul und du?´´ ``Lars´´ Paul hatte inzwischen einen Notarztwagen rausgeschickt und hörte nun wie Lars seine Mama fragte. ``Sie hat gesagt das sie alle zwei Minuten kommen´´ ``Gut, wie alt bist du eigentlich?´´ ``Vier´´ antwortete Lars und sah seine Mutter an. ``Sie müssen schneller machen´´ rief er ins Telefon. ``Der ist gleich bei euch. Ich habe ihm schon bescheid gesagt´´ beruhigte Paul ihn. ``Am besten läufst du zur Strasse und zeigst ihnen wo sie hinmüssen´´ schlug er dann vor. ``Aber ich kann meine Mama nicht alleine Lassen.´´ rief Lars aufgeregt. ``Stimmt da hast du recht.´´ ``Da kommt meine Oma jetzt kann ich zum Krankenwagen gehen´´ rief Lars und drückte seiner Großmutter das Telefon in die Hand. Dann rannte er zur Hofeinfahrt. ``Hallo?´´ fragte Angela. ``Hallo ok der Krankenwagen müsste bald da sein. Tschüss und viel glück´´ verabschiedete sich Paul. Lars nahm Kurz darauf die Rettungssanitäter in Empfang und führte sie durch den Garten zu seiner Mutter. Kurz darauf wurde Gabriele in den Krankenwagen gebracht. Lars durfte vorne drin mitfahren doch er drehte sich immer wieder nach hinten um.

Im Krankenhaus kümmerte sich eine Schwester um ihn während Gabriele in den Kreißsaal gebracht wurde. ``Darf ich mal Telefonieren?´´ Lars sah die Oberschwester an. ``Natürlich mein kleiner´´ antwortete sie und gab ihm das Telefon. Mit sicherer Hand wählte er die Handy Nummer seines Vaters. Es dauerte eine ganze Weile bevor Ralfs Mailbox anging. Lars legte auf und versuchte es zu Hause und auf der Basis. ``Hallo Lars, nein Ralf hat keinen Dienst. Sollen wir ihm etwas ausrichten?´´ fragte Karin, die Michael beim Dienst besucht hatte. ``Mama ist im Krankenhaus. Das Baby kommt´´ sagte Lars. ``Ok ich komme zu euch´´ versprach Karin. Lars sagte ihr noch wo sie waren und legte dann wieder auf. ``Danke´´ lächelte er die Oberschwester an und setzte sich wieder auf den Stuhl den sie ihm angeboten hatte.

Eine halbe Stunde später kam eine Schwester zu ihm. ``Bist du Lars?´´ Lars nickte. ``Du kannst jetzt zu deiner Mama.´´ Lars begann zu strahlen und lief hinter ihr her. Leise Klopfte sie an die Tür und lies ihn hinein. Ganz langsam ging er auf das Bett zu. Gabriele lächelte ihn Müde an. Neben ihr Stand ein Bettchen. Vorsichtig kletterte er auf ihr Bett und sah in das Bettchen. ``Wie heißt er?´´ wollte er wissen. ``Woher weißt du das es ein junge ist?´´ wollte Gabriele überrascht wissen. ``Weil ich mir einen Gewünscht habe´´ lachte er. Gabriele nahm ihn Glücklich in den Arm. ``Er hat noch keinen Namen.´´ Bevor Lars antworten konnte klopfte es und Karin betrat den Raum. Max lag in seinem Maxicosie. Karin lief zu ihrer Freundin und nahm sie in den Arm. ``Wie geht’s euch beiden?´´ ``Alles in Ordnung, obwohl er zu Früh geboren ist. Aber woher weißt du eigentlich das ich hier bin?´´ ``Lars hat auf der Basis angerufen und nach Ralf gefragt. Der hatte aber keinen dienst und war auch sonst nicht zu erreichen. Tut mir leid´´ wieder nahm sie sie in den Arm. ``Darf ich ihn mal halten?´´ Lars sah seine Mutter bittend an. ``Natürlich´´ sie lächelte und nahm den kleinen aus seinem Bettchen. Als Lars sicher saß legte sie ihm seinen Bruder in den Arm. Lars strahlte über das ganze Gesicht. Gabi strich ihm lächelnd übers Haar und beobachtete ihn. ``Hast du schon einen Namen?´´ wollte Karin wissen. ``Nicht so wirklich vielleicht…´´ ``Jascha, er soll Jascha heißen´´ Lars sah seine Mutter ernst an. Karin und Gabi mussten grinsen. ``In Ordnung´´ lachte Gabi dann.

Gegen Sechs Uhr machte Karin sich auf den Weg nach Hause. Als sie dort ankam erwarteten die anderen sie schon. Sie hatten sich alle in der Lüdwitz/Wächter Wohnung getroffen. Karin wollte gerade anfangen zu erzählen als es Klingelte und Julia und Ralf kamen. ``Was ist den Los? Thomas meinte am Telefon wir müssten unbedingt kommen.´´ er setzte sich zu den anderen aufs Sofa. ``Na ja ich weiß nicht wie wichtig du die Geburt deines Sohnes nimmst´´ meinte sie Patzig. Ihr gefiel es immer weniger wie Ralf sich verhielt. ``Was? Aber warum hat sie sich nicht gemeldet? Wie geht es ihr und dem Baby?´´ wollte er aufgeregt wissen. ``Vielleicht weil du dein Handy mal wieder ausgeschaltet hast?´´ Karin sah ihn Böse an. ``Es geht beiden gut. Dein Sohn heißt übrigens Jascha.´´ Ralf sah sie dankbar an und verschwand. Auf dem Weg zu seinem Auto holte er sein Handy heraus. ``Manni? Wir müssen uns beeilen. Das Baby ist heute schon gekommen. Ich fahre jetzt zu Gabi, Schaffst du es bis Morgen oder Übermorgen?´´ ``Was bleibt mir den anderes Übrig? Klar kannst dich auf mich verlassen. Viel Glück´´ lachte sein Freund bevor sie sich voneinander verabschiedete. Er setzte sich in seinen Wagen und machte sich sofort auf den Weg in die Klinik die Karin ihm noch schnell genannt hatte. Als er dort ankam fragte er die Nachtschwester am Empfang nach der Zimmernummer. ``Die Besuchszeit ist schon lange vorbei. Kommen sie Bitte Morgen wieder´´ bat sie ihn. ``Ja mache ich, können sie mir bitte Trotzdem sagen in welchem Zimmer sie liegt?´´ ``Na gut. Zimmer 56 im zweiten Stock´´ antwortete sie. Ralf nickte und lief nach draußen. Da er seinen Zivildienst in dieser Klinik gemacht hatte wusste er ungefähr wo das Zimmer liegen musste. Leise und Vorsichtig kletterte er über die Feuerleiter in den zweiten Stock und kletterte von dort aus auf den Balkon der einmal rund um das ganze Gebäude ging. Er schlich von Zimmer zu Zimmer und suchte Gabi. Er wollte gerade um die Ecke biegen als er Gabi sah. Sie kam aus dem kleinen Bad das hier in jedem Zimmer war. Er blieb stehen und beobachtete sie wie sie sich über das Bettchen beugte und ihren Sohn heraus nahm. Mit ihm auf dem Arm legte sie sich in ihr Bett. Ralf ging zur Terrassentür und drückte sie vorsichtig auf. ``Bitte erschrick nicht´´ bat er leise. Gabi schrie leise auf. ``Himmel was tust du den hier? Und wo kommst du bitte schön her?´´ wollte sie wissen. ``Ich komme vom Balkon. Ich muss mit dir reden´´ ``Ach auf einmal? Nachts um 11 Uhr?´´ ``Gabi bitte hör mir einfach nur zu. Danach verschwinde ich wenn du willst´´ Ralf sah sie Bittend an. Gabi setzte sich gemütlich hin und gab ihrem Sohn die Brust. ``Ok also es tut mir sehr leid das ich den letzten Monaten kaum zu Hause war und das mein Handy dauernd aus war aber es ging nicht anders. Ich weiß das ich dir sehr weh getan habe. Aber das ganze hat einen Grund und zwar nicht er den du meinst. Ich kann es dir jetzt noch nicht verraten aber ich verspreche dir sobald du hier herauskommst zeige ich es dir. Ich weiß nicht ob du mir das Glaubst was ich dir sage aber ich bitte dich mir eine Chance zu geben. Wenn ich die nicht bekomme verstehe ich das aber bitte überleg es dir. Ok das wollte ich dir sagen. Ich geh dann mal wieder´´ Er drehte sich um und ging langsam auf die Terrassentür zu. Gabi sah ihm nach. ``Willst du nicht wenigstens mal deinen Sohn sehen?´´ fragte sie leise kurz bevor Ralf das Zimmer verließ. Er blieb stehen und drehte sich langsam um. Dann ging er auf sie zu und setzte sich auf ihre Bettkante. Zärtlich sah er seinen Sohn an. ``Er heißt Jascha, Lars hat ihm den Namen gegeben´´ lächelte sie. ``Das er Jascha heißt hat Karin schon erzählt. Wo ist Lars eigentlich?´´ ``Angela war vorhin kurz da und hat ihn mit nach Hause genommen. ``Und… du hast wirklich keine andere?´´ fragte sie zögernd. Ralf sah ihr in die Augen. ``Nein. Für mich gibt es nur eine Frau und das bist du.´´ ``Aber warum warst du dann mit deiner Vertretung in der Stadt und warum warst du dauernd mit Julia unterwegs. Selbst den anderen ist das schon aufgefallen.´´ ``Ich kann es dir heute noch nicht sagen. Bitte gedulde dich noch bis wir nach hause kommen. Ich hoffe du kommst mit mir´´ Gabi legte den Kopf schief und sah ihn an. Als Jascha fertig getrunken hatte gab sie ihn an seinen Vater weiter. Glücklich lächelte er seinen Sohn an. Gabi lehnte sie auf seine Schulter und sah ebenfalls auf ihren Sohn. Irgendwann schliefen sie eng aneinander gekuschelt ein. Zwischen ihnen lag Jascha.

``Wie kommen sie den hier her?´´ wollte die Nachtschwester am nächsten Morgen wissen. Ralf setzte sich erschrocken auf. Er brauchte einen Augenblick bis er wusste wo er war. Als er Jascha sah der ihn mit großen Augen musterte lächelte er und weckte Gabi mit einem Guten morgen Kuss. ``Also was tun sie hier?´´ ``Ich besuche meine Frau. Wann wird sie den Entlassen?´´ wollte Ralf wissen. Die Nachtschwester schnappte nach Luft. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Ralf sah Gabriele fragend an. Diese zuckte nur die schultern und begann Jascha zu stillen. ``Wie geht es dir den?´´ wollte Ralf wissen und setzte sich wieder auf ihre Bettkante. ``Mir geht’s Prima. Es tut mir Leid das ich so Eifersüchtig war aber irgendwie war alles zu viel. Du warst dauernd unerreichbar und mit Julia unterwegs. Dazu kamen die Extremen Schwangerschaftsbeschwerden.´´ sie sah ihn Lieb an. Ralf lächelte und gab ihr einen Kuss. Eine halbe stunde später war Chefarztvisite. ``Wann kann ich den aus ihrem Hotel raus?´´ wollte Gabi wissen. Der Chefarzt musste lachen über die Frage seiner Kollegin. ``Wenn weiter nichts Auffälliges ist heute Nachmittag. Zuhause sind sie ja in den besten Händen.´´ lächelte er. Gabi nickte ihm dankbar zu.

Bis sie entlassen wurde redete sie mit Ralf und es tat ihnen beiden Gut. Als sie gegen drei endlich nach Hause durfte fuhren sie zu ihrer Mutter. Diese begrüßte sie Freude strahlend und auch Lars freute sich sein Brüderchen wieder zu sehen. ``Wann Fahren wir den heim?´´ wollte Gabi um kurz nach Halb vier wissen. ``Wir fahren Morgen früh. Jetzt würden wir in den Feierabend verkehr kommen´´ sagte Ralf und gab ihr einen Kuss. Gabi nickte und ging zu ihrer Mutter in die Küche.

Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Heimweg. ``Hey wo willst du den hin?´´ fragte Gabriele als sie bemerkte das Ralf weder nach Hause noch zur Basis oder einem ihrer Kollegen fuhr. ``Warst ab lächelte er und hielt an. Vorsichtig legte er Gabriele ein Tuch über die Augen und fuhr weiter. Nach Zehn Minuten hielt er wieder an. Er steig aus und öffnete zu erst Lars Tür. Dann ging er zu Jascha und nahm ihn aus seinem Autositz. Zu letzt half er Gabriele beim Aussteigen. Vorsichtig führte er sie ein Stück. ``Ok jetzt kannst du das Tuch abnehmen´´ sagte er leise. Langsam nahm Gabriele das Tuch ab und öffnete die Augen. Begeistert hielt sie die Luft an. Vor ihr erhob sich ein Wunderschönes Einfamilienhaus das Weiß verklickert war. Drei Stufen führten zu einer wunderschönen Haustür. Daneben ging ein Hochbeet um die Hausecke. Langsam ging sie auf das Haus zu. ``Das Hochzeitsgeschenk unserer Eltern´´ lächelte er und übergab ihr einen Schlüssel mit einem Herzanhänger. Gabriele öffnete die Tür und stand in einem Hellen, breiten Flur. Rechts war ein Gäste WC. An der wand waren mehrere Garderoben Hacken. Daneben stand ein Schuhschrank. Ehrfürchtig ging sie weiter ins Wohnzimmer. Dieses war sehr groß und Hell. Die Seite die zum Garten zeigte war Komplett verglast. Ein offener Durchgang führte in die Küche. Vom Wohnzimmer aus führte eine Breite Holztreppe nach oben. Im ersten Stock war ein Badezimmer, ein Abstellraum und die beiden Kinderzimmer. Gabriele hielt die Luft an als sie die Einrichtung der beiden Zimmer sah. Vor beiden Kinderzimmern war ein Balkon doch ein Gitter verhinderte das die Jungs ihn betraten. Eine weitere Treppe führte ins Dachgeschoss. Hier oben stand ein Schreibtisch, mehrere Regele und ihr gemeinsames Bett. Dieses war hinter einem Wunderschönen Raumteiler versteckt. ``Das ist der Wahnsinn´´ hauchte Gabriele und umarmte ihn. ``Es freut mich das es dir gefällt.´´ ``Ja das tut es aber was hat das alles mit Julia und dieser anderen Frau zu tun?´´ wollte Gabi wissen. ``Julias Bruder ist Architekt und hat sich auf Individuelle Bauwünsche spezialisiert. Mit ihm haben wir das alles geplant. Leider ging fast alles Schief. Deswegen musste ich dauernd auf der Baustelle sein. Deswegen waren wir so viel gemeinsam unterwegs. Chris, also meine Vertretung, war eine Freundin von Julia. Chris hatte eine Idee für die Gartengestaltung da sie das nebenbei macht.´´ ``Und deswegen warst du so abweisend zu mir?´´ ``Es tut mir leid aber das war hier ein Einziger Stress und ich wollte alles Perfekt machen. Das Julia und ich so oft zusammen unterwegs waren ließ sich nicht verhindern. Ich brauchte ihre Hilfe´´ ``Schon in Ordnung. Es ist wunderschön geworden.´´ antwortete sie und lehnte sich an ihn. Kurze Zeit später gingen sie wieder runter. Lars tobte im Garten rum, wo es einen Sandkasten, eine Schaukel, eine Rutsche und ein kleines Spielhäuschen. Gabi lachte als sie ihren Sohn sah.

Zwei Tage später trafen sich alle bei Gabi und Ralf. Max hatte den großen Dreibein Grill der Basis mitgebracht und legte nun die ersten Würstchen darauf. Philipp Tapste vorsichtig zwischen allen hin und her während Lars und Jasmin im Sandkasten. Max(junior) lag ihm Arm seiner Mutter und schlief. Gabi, Gina und Julia saßen neben Karin und unterhielten sich mit ihr. Thomas, Peter, und Michael unterhielten sich ebenfalls. Lisa, Laura und Dirk kamen später dazu. Es wurde ein gemütlicher Abend und alle freuten sich das sie mal wieder etwas alle zusammen machten.

Fortsetzung

A-Crew:
Jens Köster
Michael Lüdwitz
Peter Berger

B-Crew
Gina Aigner/Thomas Wächter
Karin Thaler
Ralf Staller

Sonstige Personen:
Karin Thaler, Julia Pfau, Vera Wächter, Lisa Wächter (14), Laura Wächter(15), Dirk Lüdwitz(17), Max (2)Lüdwitz, Lars Kollmann (4),Jascha Kollmann(3 Monate), Jasmin Pfau(5), Philipp Schwerin(3 ½ ), Heidi, Lena und Mars, Dr. Raff (Anwalt von Thomas), Dr. Jakes (Veras Anwalt), Dr. Jaspa (Richter), Kevin, Natalie(Nelly, Babysitterin), Veronika (Vero, Kevins Adoptivtochter),

``Mama, Mama wo bist du?´´ Schrie Lars durchs ganze Haus. Gabriele verdrehte genervt die Augen. ``Ich bin in der Küche. Was ist den?´´ ``Da draußen ist ein Mann der dich sprechen will.´´ Lars kam in die Küche geflitzt und sah sie an. Gabi trocknete ihre Hände ab und ging nach draußen. Lars kam ihr nach. Als sie sah wer vor dem Gartentor stand blieb sie entsetzt stehen. Sie Atme tief durch und ging dann langsam auf den Mann zu. ``Lars, lauf schnell rein und weck Papa´´ flüsterte sie ihrem Sohn zu. Dieser nickte und rannte ins Haus. ``Papa wach auf. Da draußen ist ein Mann und Mama hat gesagt ich soll dich holen.´´ er rüttelte die Schulter seines Vaters. Dieser wurde nun langsam wach. Verschlafen stand er auf und sah aus dem Fenster. ``was will der den hier?´´ wollte er dann wissen. Er zog sich schnell etwas über und lief nach draußen zu Gabi. Diese stand inzwischen vor dem Mann. ``Was willst du hier?´´ fragte sie unfreundlich. ``Dich wieder sehen. Du bist noch hübscher geworden. Wie geht es dir?´´ ``Danke mir geht’s Prima. Hast du deine Familien Angelegenheiten geklärt?´´ fragte sie. Florian sah sie fragend an bis er wusste was sie meinte. ``Ja meine Mutter war sehr Krank. Ich musste bei ihr bleiben und mich um sie kümmern´´ ``Aha und da gab es fünf Jahre lang kein Telefon?´´ ``Es tut mir leid Gabi. Du hast recht ich hätte mich öfter melden sollen. Kannst du mir noch einmal verzeihen?´´ er lächelte sie schleimig an. Gabi sah ihn angeekelt an. ``ich glaube du spinnst. Und jetzt geh bitte.´´ sie drehte sich um und sah das Ralf auf sie zu kam. Sie lächelte ihm dankbar entgegen. ``Du kannst mir nicht verbieten meinen Sohn zu sehen´´ schrie Flo Plötzlich. ``Natürlich kann ich das nicht. Du hast ja auch gar keinen. Zumindest keinen den ich kenne´´ Flo sah sie entsetzt an. ``Aber Biggi sagte damals was von einem Baby und außerdem habe ich Lars doch vorhin kennen gelernt. Er hat mir erzählt das er nächste Woche Fünf wird.´´ ``Ja und. Darf ich vorstellen? Ralf Staller. Mein Verlobter und der Vater von Lars und Jascha.´´ sie sah ihn herausfordernd an. ``Was? Aber… Ich meine wir waren doch zusammen zu dieser Zeit? Wie kann er da der Vater sein?´´ Gabi lachte auf. ``Das fragst ausgerechnet du? Ich glaube das weißt du weit aus besser als ich und jetzt verschwinde endlich.´´ ``Wir sprechen uns noch´´ zischte er bevor er sich umdrehte und verschwand. Gabi und Ralf sahen ihm nach. Zurück im Haus griff Gabi zum Telefon. ``Hallo?´´ ``Hi Jasmin, bist du das? Hier ist Gabi´´ ``Hallo Gabi, Mama ist gar nicht da.´´ ``Bist du alleine?´´ fragte Gabi verwundert. ``Nein, Nelli ist bei mir.´´ ``Aha und wo ist Julia?´´ ``Die ist mit Kevin Weg gefahren´´ Gabi überlegte Kurz. ``Ok dann schlaf gut. Und sag Nelly wenn es Klingelt soll sie auf gar keinen Fall aufmachen.´´ ``Ja mache ich gute Nacht´´ sie legten beide auf und Gabi ging zurück ins Wohnzimmer wo Ralf mit seinen Söhnen saß. Sie setzte sich zu ihnen und begann Lars aus seinem Lieblingsbuch vorzulesen:

``Lotta ist eigensinnig wie eine alte Ziege

Unser Papa macht so viel Spaß mit uns. Wenn er vom Büro nach Hause kommt, stehen wir auf dem Flur und sagen ihm Guten Tag, Jonas und ich und Lotta. Und dann lacht Papa und sagt: ``Oh, was hab ich für viele Kinder!´´….´´

``Werden wir auch mal so viele Kinder?´´ Lars sah seine Mutter gespannt an. ``Na ihr seid doch schon viele oder?´´ fragt Gabi und strich ihm über den Kopf. ``Ja schon aber mit ihm kann man gar nicht richtig spielen und Krach machen und Papa durch den Garten Jagen und so.´´ Lars sah auf seinen kleinen Bruder der ins Ralfs Armen lag und schlief. ``Außerdem schläft er immer.´´ Gabi und Ralf mussten lachen. ``Wart mal ab wenn Jascha größer ist dann kannst du Prima mit ihm spielen. Du warst auch mal so klein und hast viel geschlafen´´ Lars sah seine Mutter ungläubig an. ``Lies weiter. Warum ist Lotta wie eine Ziege?´´ gespannt sah er auf das Buch. Gabi legte einen Arm um ihn und lächelte Ralf zu dann las sie weiter.

Nachdem sie die Geschichte zu ende gelesen hatte versuchte Lars sie zu überreden weiter zu lesen doch Gabi blieb dabei nicht weiter zu lesen. Schließlich gab Lars auf und sah sich noch die Bilder von Lotta an die in dem Buch waren. Dann brachte seine Mutter ihn ins Bett während Ralf Jascha ins Bett brachte. Als die beiden Jungs versorgt waren setzten sie sich ins Wohnzimmer und Kuschelten noch eine ganze weile miteinander.

Flo fuhr in der zwischen zeit ziellos durch die Stadt. Er musste Julia finden. Da er Hunger bekam hielt er bei einem Restaurante und ging hinein. Er sah sich um und wollte gerade zu einem freien Tisch gehen als er Julia entdeckte. Er lächelte und ging auf sie zu. Als er allerdings um die Ecke kam sah er das ihr gegenüber ein Junger, gut aussehender Mann saß. Abrupt blieb er stehen. Der Mann hielt Julias Hände in seinen und flüsterte ihr etwas zu woraufhin sie glücklich lächelte und ihm einen Kuss gab. Langsam ging er zurück zu seinem Auto. Er musste es irgendwie schaffen ihr vertrauen wieder zu erlangen.

Am nächsten tag fuhr er zu ihrer Wohnung. Die Adresse hatte er im Telefonbuch gefunden. Er Klingelte und wartete gespannt. Nach kurzer Zeit hörte er wie jemand zur Tür kam und diese Öffnete. Er sah auf das kleine Mädchen und lächelte. Das musste Jasmin sein. Seine Tochter. ``Hallo, bist du Jasmin?´´ ``Ja bin ich und wer bist du?´´ fragend und abschätzend sah sie ihn an. ``Ich bin ein Freund deiner Mutter. Kann ich sie mal sprechen?´´ ``Mama für dich´´ rief Jasmin und verschwand. Flo betrat den Flur und schloss die Tür hinter sich. Er beschloss bei Julia etwas Taktischer vorzugehen als bei Gabi. Julia kam aus dem Badezimmer. Sie hatte eine Moderne, dunkel Jeans an und ein Langärmliches Top darüber. Ihre Haare hatte sie im Nacken zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Als sie ihre Kette zugemacht hatte und sie um ihren Hals lag sah sie auf. Als sie Florian sah erstarte sie. ``Was willst du hier?´´ zischte sie. ``Jasmin beeil dich. Du musst in den Kindergarten.´´ Sie ging an ihm vorbei und zog ihre Stiefel an. ``Ich möchte mit dir reden.´´ ``Ich habe keine Zeit und ich glaube nicht das wir noch etwas zu bereden hätten.´´ ``Doch das haben wir. Bitte´´ Er sah sie ganz lieb an. ``Ok na gut. Wir treffen uns um 17:00 Uhr im Park.´´ sagte sie gestresst und schob ihn zur Tür raus. Dann half sie schnell Jasmin beim Schuhe anziehen und brachte sie in den Kindergarten.

Den Ganzen Tag über war sie im Stress. Sie musste einen neuen Kerosinlieferanten finden da ihr bisheriger Pleite gegangen war. Dann musste sie neue Overalls für alle bestellen und die Medikamentenbestellung musste weg gefaxt werden. Schließlich rief auch noch Gina an und teilte ihr mit das sie zu ihrem Kranken Vater nach Spanien musste. Sie stöhnte auf und griff zum Telefon. ``Thomas? Hier ist Julia. Ab wann darfst du eigentlich wieder Arbeiten?´´ ``Der Arzt sagte das ich eigentlich schon wieder Fliegen darf aber ich habe bisher noch keinen Job gefunden.´´ ``Gut dann hast du jetzt einen. Gina muss nach Spanien und ich bekomme von der Leitstelle im Moment keinen Ersatz.´´ ``Echt? Super. Wann darf ich anfangen?´´ fragte Thomas begeistert. Julia musste Lachen. ``Morgen früh mit der ersten Schicht der B-Crew. Danke´´ ``ich muss mich bei dir bedanken.´´ Die beiden verabschiedeten sich kurz darauf voneinander. Julia lehnte sich zurück und sah aus dem Fenster. Solche Tage konnte sie überhaupt nicht leiden. Wenigstens konnte Gina jetzt zu ihrem Vater fliegen. Sie rief sie auch kurz darauf an und sagte ihr bescheid. Dann holte sie sich einen Kaffee aus dem AR.

Als sie sich um viertel vor Fünf auf den weg zum Park machte war sie bereits Tod müde. Florian wartete bereits auf sie. In der Hand hatte er eine einzelne weiße Rose. ``Hallo´´ sagte er leise und gab ihr die Rose. Julia nahm sie entgegen und sah ihn an. ``Also, was wolltest du?´´ ``Ich weiß das ich dir damals sehr weh getan habe und es tut mir Leid. Wirklich das musst du mir glauben. Geliebt habe ich immer nur dich, und ich kann mir nicht erklären wie es dazu kommen konnte das ich etwas mit Gabi anfing. Bitte Julia, es tut mir wirklich leid, auch das ich mich nicht um Jasmin gekümmert habe. Das würde ich jetzt gerne nachholen bitte gib mir die Chance´´ Er stellte sich vor sie und sah sie bittend an. Julia sah ihn an. Auf der einen Seite war sie noch immer Sauer auf ihn und verletzt doch auf der anderen Seite war das schon so lange her, dank ihm hatte sie die letzten fünf Jahre Glücklich und mit vielen neuen Freunden verbracht und Jasmin brauchte einen Vater. Alle Männer die sie bisher kennen gelernt hatte waren wieder aus ihrem Leben verschwunden. Natürlich war da jetzt Kevin aber auch bei ihm war sie nicht sicher wie er reagieren würde wenn er erfuhr das sie eine Tochter hatte. Außerdem brauchte Jasmin ihren Vater und nicht einen Vaterersatz. ``Lass mir zeit´´ bat sie und ging ohne ein weiteres Wort zurück zu ihrem Auto. Da sie ihm den Rücken zuwandte sah sie nicht wie er siegessicher grinste und ebenfalls zu seinem Wagen ging. Gegen halb sechs holte sie Jasmin aus dem Kindergarten und fuhr mit ihr nach Hause.

Eine Woche später feierte Lars seinen Geburtstag. Die ganze Medicopter Crew war gekommen und sie Grillten zusammen. Lars freute sich natürlich über all die Aufmerksamkeit und die Geschenke. Endlich stand er mal wieder im Mittepunkt. In den letzten Monaten drehte sich oft alles nur um seinen Bruder. Später am Abend als die kleinen bereits schliefen nahm Julia Gabi zur Seite. ``Ich müsste mal mit dir reden´´ ``Was gibt’s den?´´ fragte Gabi gespannt. Sie gingen in eine etwas ruhigere ecke des Gartens und setzten sich auf die Bank die dort stand. ``Also was ist los?´´ ``Florian war letzte Woche bei mir. Er hat mich um eine zweite Chance gebeten.´´ Gabi sah ihre Freundin an. ``Bei uns war er auch. Ich habe ihn weggeschickt. Wirst du ihm die Chance geben?´´ ``Ich weiß es nicht. Deswegen wollte ich mit dir reden.´´ ``Was hat das mit dir zu tun?´´ ``Na ja er hat uns beide ziemlich nieder gemacht und ich wusste nicht ob du vielleicht dagegen wärst das ich ihm die Chance gebe. Jasmin braucht einen Vater und ihr eigener währe da natürlich am besten.´´ ``Hey es geht um dich, nicht um mich. Ich habe Ralf und unsere beiden Söhne und ich bin Glücklich. Du sollst das auch sein und wenn du es nun mal mit Florian bist kann man da nichts dran ändern´´ sie lächelte ihre Freundin an und nahm sie in den Arm. ``Danke, ich weiß nicht ob es richtig ist aber ich denke ich versuche es´´ nickte Julia und zusammen gingen sie zu den anderen zurück.

Da am nächsten Tag Sonntag war rief sie Florian an und fragte ihn ob er lust hätte mit ihr und Julia in den Zoo zu gehen. Florian war natürlich sofort einverstanden und sie verabredeten sich für zehn Uhr am Haupteingang.

``Jasmin nun kom schon. Wir sind doch sowieso schon spät dran.´´ ``Ich will aber nicht mit dem in den Zoo. Kann nicht Kevin mitkommen?´´ fragte sie in Nörgelndem Ton. ``Jasmin Bitte. Kevin hat keine Zeit also komm schon´´ Jasmin schob die Unterlippe vor und senkte den Kopf. Mit langsamen schritten ging sie zum Auto und setzte sich in ihren Kindersitz. Julia beugte sich über sie und wollte sie anschnallen doch Jasmin stieß sie weg. ``Aua´´ Julia hatte sich den Kopf gestoßen und ihre Laune verschlechterte sich noch etwas mehr. Da sie eh schon spät dran waren und sie nicht wusste wie das mit ihr und Florian weiter gehen würde war ihre Laune die ganze Zeit nicht sonderlich. ``Ich kann das alleine´´ sagte Jasmin und versuchte sich anzuschnallen. Nach einer weile hatte sie es geschafft und Julia konnte Losfahren. Mit einer halben stunde Verspätung erreichten sie den Zoo. Jasmin wollte sich alleine wieder abschnallen und da der Gurt klemmte dauerte es noch eine Viertelstunde bis sie endlich zum Haupteingang kamen. Florian saß auf einer der kleinen Mauern die um die Blumenbeete standen. Julia ging auf ihn zu. ``Es tut mir leid. Jasmin ist einfach nicht fertig geworden.´´ sie hatte Jasmin auf dem Arm gehabt und stellte sie nun auf ihre Füße. Sie und Florian standen sich gegenüber und gaben sich schließlich zögernd einen Kuss auf die Wangen. Sie grinsten sich unsicher an. ``Jasmin, das ist Florian´´ stellte sie ihrer Tochter den jungen Mann vor. Florian lächelte und wollte ihr die Hand geben doch Jasmin drehte sich um und lief auf den Eingang zu. Julia sah ihn entschuldigend an. Dann folgten sie der kleinen. Florian bezahlte den Eintritt und sie gingen von einem Gehege zum nächsten. Jasmin lief immer vorne weg und so hatte Florian gar keine Möglichkeit sie näher kennen zu lernen. Er und Julia wussten am Anfang nicht so wirklich worüber sie reden sollten doch mit der Zeit schafften sie es normal miteinander umzugehen. Als sie an einem Eisstand vorbeikamen blieb Jasmin stehen. ``Möchtest du ein Eis haben? Fragte Flo der ihren Blick bemerkt hatte. Jasmin sah ihn unfreundlich an. ``Nein´´ sagte sie dann und lief weiter zum Gehe der Affen. Julia seufzte. ``Sagst du ihr das ich ihr Vater bin?´´ wollte Flo wissen und sah sie an. Julia überlegte. ``Ich weiß noch nicht genau. Lass ihr erst mal etwas zeit bis sie dich besser kennt. Ok?´´ Florian nickte. Sie gingen weiter und suchten Jasmin. Diese war inzwischen ins Affenhaus gelaufen und lachte über eines der Schimpansen Baby. Florian sah sie zu erst und stellte sich hinter sie. ``Das ist süß nicht war. Magst du Schimpansen Babys auch so wie ich?´´ fragend lächelt er sie an. Ohne eine Antwort drehte sie sich um und ging langsam an den Käfigen vorbei nach draußen. Als sie eine halbe stunde später auf den Spielplatz kamen verschwand Jasmin sofort. Es dauerte nicht lange bis sie eine Spielgefährtin gefunden hatte. Julia und Florian setzten sich auf eine der Bänke und sahen ihr zu. ``Es tut mir leid, ich weiß nicht was mit ihr los ist. Normalerweise ist sie nicht so.´´ Julia sah ihn entschuldigend an. ``Ist schon in Ordnung. Ich bin sicher das sie sich wieder beruhigt. Vielleicht hat sie heute nur einen schlechten Tag.´´ Julia nickte nur. Sie unterhielten sich noch eine weile. Als Julia nach ihrer Tochter suchte fand sie sie auf der Schaukel. Sie wollte sich gerade wieder Flo zu wenden als sie sah wie ein Mann auf die beiden Mädchen zutrat. Sofort erwachte ihre Mütterliche Vorsicht und sie Beobachtete genau was dort vor sich ging. Als Jasmins neue Freunden jedoch auf den Mann zu lief und er sie auf den Arm nahm entspannte sie sich wieder etwas. Doch als sich der Mann so drehte das sie sein Gesicht sah versteifte sich ihre Körperhaltung wieder. Sie hielt die Luft an und starte in das ihr bekannte Gesicht. Sie wollte gerade zu dem Mann gehen als eine Junge Frau zu den vieren. Sie strich dem Mädchen über den Kopf und lehnte sich an den Mann an. Julia stand auf und ging auf sie alle zu. Sie konnte nicht glauben was sie dort sah. ``Oh Hallo Julia, was machst du den hier?´´ fragte Kevin überrascht und wollte sie zur Begrüßung auf die Wange küssen doch Julia wich ihm aus. ``Genau wie du gehe ich mit meiner Tochter in den Zoo.´´ ``Du hast eine Tochter?´´ fragte Kevin überrascht. ``Du ja anscheinend auch.´´ Julia deutete auf das Mädchen auf seinem Arm und sah dann zu der Frau. Kevin verstand was sie dachte und wollte ihr das erklären doch Julia ließ ihn gar nicht zu Wort kommen. ``Schon ok, du musst mir nichts erklären. Das ist Übrigens Florian. Mein Freund. Jasmin kommst du bitte? Wir wollen Pommes Essen gehen.´´ Da sie Hunger hatte widersprach sie nicht. ``Tschüss Vero´´ sie winkte ihrer neuen Freundin zu die eigentlich Veronika hieß. Dann nahm sie die Hand ihrer Mutter und ging Los Richtung Zoo Restaurante. Als Flo jedoch ihre andere Hand nehmen wollte zog sie diese zurück.

Sie verbrachten den ganzen Restlichen Tag im Zoo. Jasmin verhielt sich die ganze Zeit sehr abweisend Florian gegenüber. Julia verstand ihre Tochter nicht doch sie sagte nichts. Sie und Florian kamen sich langsam wieder näher. Florian tastete sich langsam an sie heran und Julia tat nichts dagegen. Sie werte sich nicht. Sie wollte endlich einen Mann an ihrer Seite haben der sie nicht belog und der über ihre Tochter bescheid wusste. Der einfach für sie da war und ihr zuhörte. All das tat Florian im Moment. Er war Jasmins Vater und er schenkte ihr all seine Aufmerksamkeit. Am Abend saßen sie zusammen im Wohnzimmer und unterhielten sich. ``Weißt du was ich heute gemerkt habe?´´ ``Nein aber du wirst es mir gleich erzählen´´ lächelte Julia. ``Ich habe gemerkt…´´ ``ja was den?´´ hackte sie nach als er nicht weiter sprach. Er nahm ihre Hände und senkte den Kopf bevor er sie wieder ansah. ``ich habe gemerkt das ich noch immer etwas für dich empfinde. Und ich habe gemerkt wie dumm ich war dir damals so weh zu tun.´´ Julia saß ihm gegenüber und wusste nicht was sie sagen sollte. ``Florian…Ich…´´ Doch Florian unterbrach sie und legte ihr einen Finger auf den Mund. Langsam kamen sich ihre Gesichter näher und schließlich küssten sie sich. ``Halt, warte. Bitte Lass mir etwas Zeit´´ bat sie dann und stand auf. Florian stand ebenfalls auf und ging auf sie zu. Julia stellte sich ans Fenster und sah nach draußen. Florian stellte sich hinter sie. ``Ich lasse dir soviel Zeit wie du brauchst. Ich glaube ich gehe dann jetzt mal oder?´´ Julia nickte nur und brachte ihn zur Tür.

``Mama, ich will zu Vero´´ ``Das geht nicht.´´ ``Warum nichts? Ich will aber´´ ``Mensch Jasmin jetzt hör auf mich zu Nerven. Ich habe doch gesagt es geht nicht.´´ Genervt stützte Julia sich auf die Anrichte der Küche. Sie war Müde und fertig mit den Nerven. In der Basis ging zurzeit irgendwie alles drunter und drüber. Die neue Kerosin Firma war nicht zuverlässig und sie musste schon wieder eine neue Firma beauftragen. Karin musste eine zwei Monatige Pause machen wegen mehreren Untersuchungen und die Leitstelle genehmigte ihr keinen Ersatz. So wie es aussah musste Michael Doppelfliegen und die anderen musste sie irgendwie so einteilen das es für niemanden zu viel wurde. Für Gabi war es eigentlich noch zu früh wieder einzusteigen und sie wollte sie auch nicht wirklich fragen. Dann war Jasmin seid einiger zeit Bockig und Trotzig. Irgendwie wurde ihr alles zu viel, sie konnte nicht mehr. ``Jasmin, geh etwas in dein Zimmer Spielen. Du siehst doch das deine Mutter Müde ist´´ Florian sah sie auffordernd an. ``Du bist nicht mein Vater´´ schrie Jasmin ihn an. Florian blieb abrupt stehen und drehte sich um. ``Du hast mir nichts zu sagen und ich will dich nicht als Papa haben. Ich will das Kevin mein Papa wird und Vero meine Schwester´´ Julia sah ihre Tochter entsetzt an. ``Jasmin hör auf damit. Was redest du da? Hör mal zu liebes du hast dir doch immer gewünscht deinen Vater kennen zu lernen. Nun Florian ist dein Vater. Er ist dein Papa´´ Jasmin sah ihre Mutter entsetzt an. ``nein das will ich nicht. Ich hasse ihn. Er ist böse´´ ``Was? Wie kommst du den da drauf?´´ wollte Julia wissen. ``Darum ich weiß es eben´´ ``Jasmin hör mir jetzt mal zu. Ich habe zurzeit sehr viel zu tun und Florian wird sich etwas um dich kümmern. Er ist dein Vater und er wird bei uns bleiben. Bitte tu mir den gefallen und benimm dich etwas.´´ ``ich hasse dich und ihn und euch alle.´´ weinend lief Jasmin in ihr Zimmer. Julia stand auf und ging ins Wohnzimmer. Dort lehnte sie sich ans Fenster und lehnte den Kopf an die Scheibe. ``Hey, beruhig dich wieder. Es wird sich alles regeln. Du schaffst das schon und ich bin ja auch noch da.´´ Florian legte seine Arme von hinten um sie und Küsste ihren Hals. Jasmin war wieder aus ihrem Zimmer gekommen und sah den beiden zu wie sie sich Küssten. Sie verdrehte die Augen und verschwand in den Flur. Dort zog sie sich ihre Schuhe an und nahm ihre Jacke. Sie sah noch einmal ins Wohnzimmer wo ihre Mutter mit Flo Knutschte. Sie schienen sie total vergessen zu haben. Ganz leise ging sie in den Flur und schloss die Tür hinter sich. Dann lief sie durchs Treppenhaus in das Unterste Stockwerk. Dort klingelte sie an der ersten Haustür. Eine ältere Dame öffnete ihr. ``Jasmin, was ist den los?´´ ``Hallo Frau Schlei, kann ich mal Telefonieren? Mama ist nicht da.´´ ``Ja natürlich, aber du kannst auch bei mir bleiben.´´ ``Nein ich lasse mich von Gabi abholen.´´ lächelte Jasmin und griff zum Telefon. Die Nummer kannte sie auswendig. ``Kollmann´´ ``Hallo hier ist Jasmin. Gabi kannst du mich abholen?´´ ``Ja wo bist du den und was ist los?´´ wollte Gabi wissen. ``Ich kann es dir jetzt nicht sagen. Bitte komm mich holen ich bin zu Hause.´´ ``Ok ich bin gleich da.´´ sie legte auf und wandte sich zur Tür. ``Vielen Dank´´ lächelte sie noch bevor sie vors Haus lief. Dort wartete sie bis der Dunkelblauen BMW X5 von Gabi um die Ecke kam und vor ihr hielt. Jasmin lief auf das Auto zu und Gabi öffnete ihr die Tür. ``Hey was ist den los?´´ fragte Gabi sah und sah in den Rückspiegel. Jasmin schnallte sich in Lars Kindersitz an und drehte den kopf zum Fenster. Gabi sah noch einmal nach hinten und als sie sah wie traurig Jasmin war. Sie meinte auch eine Träne zu sehen. ``Jasmin was ist los?´´ fragte sie besorgt. Nun begann Jasmin richtig zu weinen. Gabi fuhr auf einen Feldweg und hielt an. Dann ging sie um das Auto herum und öffnete die Tür. Jasmin hatte sich abgeschnallt und fiel ihr jetzt entgegen. Gabi fing sie auf und drückte sie an sich. ``Kleines was ist los? Wo ist Julia?´´ ``Die ist zu Hause und macht mit ….Papa rum´´ Das Wort Papa betonte sie abwertend. Überrascht sah Gabi sie an. ``Ich mag ihn nicht. Ich hasse ihn und ich will nicht das er mein Papa ist´´ jammerte sie und lehnte sich wieder an Gabi. Gabi konnte sie gut verstehen. Sie konnte Florian auch nicht leiden doch sie sagte nichts da sie der Meinung war da Julia das selber entscheiden musste. Sie strich Jasmin über die Haare und den Rücken und versuchte sie zu beruhigen. ``Und warum kannst du ihn nicht leiden? Er ist doch ganz… Lieb´´ sie brachte ein lächeln zustande. Jasmin sah sie entsetzt an. Dann holte sie einen Zusammengefalteten Brief aus ihrer Tasche und gab ihn ihr. ``Lies mal vor´´ bat sie. Gabi nahm den Brief verwundert entgegen.

Mein Lieber Sohn Florian,

Aufgrund meiner schlechten Gesundheitlichen Lage habe ich mich entschlossen unser Familienunternehmen an dich abzugeben.

Dies steht allerdings unter der Voraussetzung, dass du bis zu meinem sechzigsten Geburtstag einen (leiblichen) Stammhalter vorzuweisen hast, der das Unternehmen nach dir weiterführen wird.

Dein Vater Robert

``Was bedeutet das?´´ wollte Jasmin wissen. ``Woher hast du den?´´ fragte Gabriele. ``Er lag… im Flur. Er ist aus seiner Tasche gefallen. Ich habe gesehen wie er ihn gelesen hat und danach total sauer wurde. Deswegen habe ich ihn mitgenommen als er runter gefallen ist. Was bedeutet das den nun?´´ ``Schnall dich bitte wieder an´´ bat Gabi und schloss die Tür. Kurz darauf waren sie wieder auf der Straße. Gabi fuhr sehr zügig zu Karin. Jasmin saß die ganze Zeit still im Auto. Bei Karin angekommen nahm sie Jasmin auf den Arm und Klingelte. Es dauerte eine weile bis Dirk öffnete. ``Hallo Gabi, willst du zu Karin?´´ ``Ja´´ ``Sie ist im Garten.´´ ``Danke Dirk. Könntest du mir einen Gefallen tun und dich ganz kurz um Jasmin kümmern?´´ ``Ja natürlich´´ nickte Dirk und nahm ihr das Kind ab. Während Dirk mit Jasmin nach oben ging lief Gabi in den Garten. Karin lag in einem Liegestuhl in der Sonne. In ihrem Arm lag Max. ``Karin hast du 5 Min.?´´ ``Ja natürlich was ist den los? Du bist ja total aufgeregt.´´ Gabi setzte sich und gab ihr Wortlos den Brief. Während sie las setzte sich Karin langsam auf. ``Das ist jetzt nicht war oder? Erst damals und jetzt das. Kann der Kerl euch nur weh tun?´´ ``Was sollen wir den jetzt machen? Julia wird uns nicht glauben und nur sauer sein.´´ Sie lehnte sich zurück und Atmete tief durch. ``Wir Fahren zu diesem Robert und klären ihn mal über seinen Sohn auf. Wenn Florian kein Erbe mehr in Aussicht hat zeigt er vielleicht endlich sein Wahres Gesicht.´´ schlug Karin vor. Gabi stimmte ihr zu. Zusammen mit Jasmin und Max machten sie sich auf den Weg zu Robert nachdem sie über die Auskunft seine Adresse herausgefunden hatten.

Sie brauchten eineinhalb Stunden bis sie das Herrschaftliche Haus erreichten. Sie stiegen aus und Klingelten. Ein Dienstmädchen öffnete und sah sie fragend an. ``Wir würden gerne mit Herr Lenz sprechen´´ bat Karin in scharfem Ton über den sie sich selber wunderte. ``Einen Moment bitte´´ bat das Mädchen. Fünf Minuten später führte das Mädchen sie auf die große Terrasse und verschwand wieder nach drinnen. ``Herr Lenz? Ich bin Karin Thaler und das ist Gabriele Kollmann. Wir würden gerne mit ihnen reden´´ ``Bitte setzten sie sich doch. Was kann ich für sie tun?´´ Die beiden setzten sich und nahmen die Kinder auf ihren Schoß. ``Es geht um ihren Sohn Florian. Es kann allerdings sein das ihnen das was wir ihnen erzählen gar nicht gefällt´´ warte Gabi ihn. ``ich bin viel von ihm Gewöhnt. Bitte sprechen sie offen´´ bat der alte Mann. Gabi Atmete noch einmal tief durch. ``Vor Fünf Jahren war ich mit ihrem Sohn liiert. Wir hatten einige Probleme und eines Tages fuhr meine Freundin Biggi zu seiner Wohnung. Dort war er allerdings nicht. Eine Nachbarin gab ihr eine Adresse wo angeblich seine Mutter wohnte. Es stellte sich allerdings heraus das er dort mit seiner Freundin Julia und ihrer Gemeinsamen Tochter Jasmin wohnte. Als Julia, also seine Freundin erfuhr das er sowohl mit ihr als auch mit mir zusammen war hat sie sich von ihm getrennt. Dank Biggi Sind Julia und ich die Besten Freundinnen. Er hat uns beiden sehr wehgetan. Besonders Julia da ihre gemeinsame Tochter noch sehr klein war. Er war dann Fünf Jahre verschwunden bis er vor zwei oder drei Wochen wieder auftauchte. Seit dem Umgarnt er Julia und die beiden sind wieder ein paar. Ich wünsche meiner Freundin wirklich das sie Glücklich wird und wenn sie es mit ihm geworden währe hätte ich mich damit abgefunden. Doch Jasmin hat mir heute einen Brief gegeben den sie an ihren Sohn geschickt haben. Nun habe ich die Befürchtung das er Julia wieder enttäuschen wird wenn er das Erbe hat.´´ Gabi seufzte. Robert musterte sie. Langsam stand er auf und ging nach drinnen. Karin und Gabi sahen sich an. Kurz darauf kam er wieder und hatte ein Bild in der Hand. Wehmütig sah er darauf. ``Er war mal so ein Lieber Kerl aber nach und nach wurde er zum richtigen Eckel. Ich bin sehr traurig darüber das er sich so verändert hat.´´ er seufzte Schwer und wirkte Plötzlich sehr Müde und alt. Karin sah nur Flüchtig auf das Bild. ``Übrigens das hier ist Jasmin. Ihre Enkelin´´ Gabi lächelte und ging mit Jasmin an der Hand zu ihm. Jasmin stand schüchtern vor ihrem Großvater und sah ihn mit großen Augen an. ``Bist du mein Opa?´´ ``Sieht so aus ja´´ lächelte er und streichelte ihr über den Kopf. Jasmin ging näher auf ihn zu und nahm seine Hand. Gabi lächelte. Sie hatte die Ablehnung von Jasmin, ihrem Vater gegenüber deutlich gespürt und es freute sie sehr das sie so auf ihren Großvater zu ging. Plötzlich bemerkte sie das Karin entsetzt auf das Bild sah. Langsam nahm sie es in die Hand und starte es an. ``Karin, alles in Ordnung?´´ ``Das ist Flori´´ ``Flori?´´ fragte Gabi nach. ``Ja, Flori, mir fällt gerade auf das ich euren Florian nie kennen gelernt habe. Ich bin im Nie begegnet. Nein so stimmt das auch wieder nicht. Ich kenne ihn von Früher aber ich bin ihm nie begegnet während er mit dir oder Julia zusammen war.´´ Immer noch starte sie auf das Foto. Gabi sah zu Robert und dann zu Karin. Sie setzte sich neben ihre Freundin und legte einen Arm um ihre Schultern. ``Woher kennst du ihn?´´ ``Wir waren mal ein Paar´´ ``Was?´´ entsetzt sah Gabi sie an. ``ich war 17 und er 18 glaube ich. Wir waren so Glücklich bis ich feststellte das ich schwanger war. Zu erst war er total geschockt. Dann hat er sich total gefreut.´´ ``Du hast bereits ein Kind?´´ fragte Gabi sie. Karin nickte langsam. ``Als ich im Achten Monat war fanden wir eher zufällig heraus das mein kleiner Engel Behindert sein würde. Sofort hat Florian mich und das Kind abgelehnt. Er hat verleugnet mich zu Lieben und ist ein paar tage später verschwunden. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Meine Mutter hat mich so gut Unterstützt wie sie konnte aber sie war viel in der Klinik. Die wehen haben zwei Wochen zu früh eingesetzt und die Geburt war sehr schwer und Kompliziert.´´ Tränen liefen ihr übers Gesicht als sie an diese Stunde zurück dachte. Es waren Stunden gewesen in denen sie sich so alleine wie nie fühle. Die voller Schmerz und Angst waren. Gabi nahm sie fest in den Arm. Auch Robert musste Schlucken als er das nun hörte. ``Ich habe mich bemüht mit dem kleinen klar zu kommen. Für ihn da zu sein doch ich konnte nicht. Ich war überfordert. Schließlich hat meine Mutter ihn in ein Heim gebracht. Ich wusste lange zeit nicht wo er war. Als ich ihn endlich fand waren bereits 12 Jahre vergangen. Man hatte ihm erklärt das seine Mutter gestorben sei. Deswegen habe ich mich ihm als seine Schwester vorgestellt und ihn regelmäßig besucht.´´ sie wischte die Tränen weg und dachte an die vielen Jahre wo sie so oft an ihn gedacht hatte und sich so Hilflos vorkam. ``Und wo ist er jetzt? Weiß Michael das es ihn gibt?´´ ``Ja er weiß das es Tommy gibt aber er glaubt auch das Tommy mein Bruder ist. Er ist noch immer in dem Heim. Dort ist sein zu hause. Er fühlt sich dort sehr wohl und es würde ihn nur durcheinander bringen wenn ich ihn zu mir holen würde. Ich besuche ihn regelmäßig und jedes Mal erzählt er mir auf seine Art und weiße was er erlebt hat.´´ Ein lächeln erschien auf ihren Lippen. Doch als sie wieder auf das Bild sah verschwand es sehr schnell. ``ich wusste ja das er vor Problemen weg läuft aber so etwas hätte ich ihm dann doch nicht zugetraut´´ sagte Robert leise und sah die beiden Frauen an. Eine weile schwiegen sie alle. Keiner wusste was er sagen sollte und hing seinen Gedanken nach. ``und was machen wir jetzt? Ich meine ich glaube nicht das er es mit Julia ernst meint. Das kann ich mir nach all dem nicht vorstellen.´´ Gabi sah Robert und Karin an. ``Sein Erbe kann er sich auf jeden fall schon mal abschminken. Ich finde es Unverzeihlich was er mir euch dreien gemacht. Und er scheint ja gar nichts dazu zu lernen.´´ Robert sah traurig auf Jasmin. Sie saß mittlerweile am Tisch und Malte etwas. ``Darf ich den kleinen mal nehmen? Er ist ja eigentlich mein Halbenkel´´ Robert lächelte das Baby an. Karin nickte und gab ihm den Jungen. ``Darf ich fragen was mit seinen Augen ist?´´ ``Ja natürlich. Er ist Blind´´ Karin strich ihrem Sohn zärtlich über den Kopf. Sie blieben noch bis zum Abend und unterhielten sich mit Robert. Karin erzähle von ihrer Erkrankung und Gabi erzähle was sie mit Florian erlebt hatte. Am Ende entschlossen sie sich erst mal noch nicht mit Florian zu reden. Robert wollte ihn anrufen und Bitten zu ihm zu Kommen. Karin und Gabi würden Julia zu einem Ausflug überreden und dann ebenfalls mit ihr zu Robert fahren. Als sie im Auto saßen und auf dem Rückweg waren klingelte Gabis Handy. Es war Julia. ``Hi Julia.´´ ``Hallo Gabi, weißt du wo Jasmin ist?´´ fragte Julia Panisch. ``Ach vermisst du sie schon?´´ Gabi konnte sich diese Bemerkung nicht Verkneifen. Karin grinste sie Empört von der Seite an. ``Ja sie sitzt bei mir auf dem Rücksitz. Ich bringe sie jetzt nach Hause.´´ sagte Gabi dann mit etwas milderer stimme. ``Nein, ich will nicht nach Hause´´ rief Jasmin von hinten. Karin drehte sich zu ihr um und sah sie verwundert an. ``Währe es ok wenn Jasmin heute bei uns übernachtet?´´ fragte sie dann da sie merkte das Jasmin wirklich nicht nach Hause wollte. ``Wieso das den? Ja von mir aus. Sie wollte sowieso mal wieder bei Lars übernachten´´ gab Julia ihr ok obwohl sie nicht verstand warum ihre Tochter nicht nach Hause wollte. Kurz darauf legte Gabi wieder auf und fuhr zu Karin nach Hause. Nachdem sie sich von ihr verabschiedet hatte fuhr sie mit Jasmin nach Hause. Lars freute sich Riesig als er sah das Jasmin mitkam. Sofort verschwanden die beiden in seinem Zimmer. Gabi ging in die Küche zu Ralf. ``Hi wie war deine Schicht?´´ ``Es ging. Wir hatten nur drei Einsätze aber in nächster Zeit wird sich das vermutlich ändern.´´ ``Wieso den das?´´ sie gab ihm einen Kuss und nahm ihm ihren Sohn ab. ``Karin muss doch eine Pause machen und die Leitstelle stellt keine neue Notärztin zur Verfügung.´´ ``Und was ist mit wir? Ich kann doch wieder Fliegen.´´ ``ich weiß nicht warum sie dich nicht gefragt hat. Wo warst du eigentlich den ganzen Tag?´´ ``Karin und ich haben was geklärt. Ich kann noch nicht darüber sprechen. Sei mir nicht Böse´´ sie sah ihn lieb an und gab ihm einen Kuss. Ralf lächelte und machte das Essen fertig.

``Hast du Hunger?´´ ``Nein ich hab ja dich´´ lächelte Julia und Küsste Florian. Dieser Grinste und Rollte sich auf sie. ``Weißt du worauf ich jetzt Hunger hätte?´´ fragte er verführerisch. Julia sah ihn grinsend an. ``ich glaube du wirst es mir gleich sagen´´ statt einer antwort Küsste er sie und streifte ihr das Nachthemd über die Schultern. Julia sah ihm dabei zu bevor sie ihm seine Boxershorts auszog. Sie Küssten sich immer wieder Leidenschaftlich als Plötzlich das Handy von Florian klingelte. Genervt sahen die beiden sich an. ``Lass es Klingeln´´ bat Julia doch Florian rollte sich aus dem Bett und ging zu seiner Jacke. ``Ja?´´ wollte er wissen als er das Gespräch angenommen hatte. ``Hallo Florian, hier ist dein Vater. Könntest du bitte heute oder Morgen zu mir kommen?´´ ``Was gibt es den?´´ ``Ich müsste mit dir reden. Es ist sehr wichtig. Es geht um das Testament.´´ Robert wusste das Florian darauf reagieren würde. Prompt bot Florian an gleich vorbei zu kommen. ``Tut mir Leid Julia, ich muss Los.´´ Er gab ihr einen Flüchtigen Kuss und zog sich an. Julia sah ihn verwundert an. ``Wo musst du den hin?´´ ``Ich… Ich muss etwas wegen meinem Neuen Job abklären.´´ log er. ``Ok dann fahre ich zu Gabi und sehe nach Jasmin.´´ ``Tu das. Und red noch mal mit ihr.´´ ``Ja mache ich´´ sie küssten sich noch einmal und dann ging Florian. Julia sah auf das Bild ihrer Tochter das auf dem Nachttisch stand. Seid einer Woche war Jasmin nun schon bei Gabi. Sie weigerte sich nach Hause zu kommen und wenn Julia sie mitnehmen wollte schrie sie und schlug um sich. Gabi hatte gesagt es würde an Florian liegen doch Julia glaubte ihr nicht. Erst gestern hatten sie beide sich deswegen wieder gestritten. Julia hatte ihr vorgeworfen sie würde ihr das Glück mit Florian nicht gönnen. Gabi hatte darauf nichts geantwortet sondern hatte sie gebeten zu gehen.

``Hallo Gabi, kann ich mit Jasmin sprechen?´´ ``Ja sicher. Wenn sie mit dir redet. Aber ich wollte eh zu dir. Tust du mir einen gefallen und kommst du mal mit? Ich möchte dir etwas zeigen.´´ Gabi sah sie ernst an. Julia nickte nur. ``Jasmin, Lars kommt ihr mal runter? Wir fahren zu Robert.´´ ``Auch ja´´ schrie Jasmin und kam die Treppe herunter gepoltert. Gabi war mit ihr und Lars in der letzten Woche noch zweimal bei ihm gewesen. Robert freute sich immer wenn sie kam und er liebte die Kinder. Gabi nahm Jascha auf den Arm und packte schnell seine Wickeltasche zusammen. Während sie Jascha in seinen Kindersitz setzte rief sie Karin an. ``Robert hat mich gerade angerufen. Florian ist bereits auf dem weg zu ihm und ich Fahre jetzt auch los. Julia ist schon bei mir. Kommst du auch?´´ ``Ja ich mache mich gleich auf den weg´´ Gabi packte ihr Handy wieder weg und überprüfte ob auch Lars angeschnallt war. Julia saß bereits vorne und hatte von dem Telefonat nichts mitbekommen. ``Wer ist den Robert?´´ wollte sie wissen als sie auf der Autobahn waren. ``Das ist mein Opa´´ rief Jasmin von hinten. Gabi musste lächeln dich Julia sah eher entsetzt aus. ``Dein Opa? Du hast gar keinen Opa´´ ``Doch hat sie.´´ sagte Gabi und fuhr von der Autobahn. ``Florians Vater.´´ ``Was? Nein er lebt schon lange nicht mehr.´´ ``Doch tut er. Warts ab du wirst ihn gleich kennen lernen.´´ lächelte Gabriele. Kurz darauf fuhr sie die Einfahrt hoch und hielt vor dem großen Gebäude. Jasmin und Lars begannen zu Jubeln und liefen um das Haus herum in den Garten. Gabi nahm Jascha auf den Arm und hängte sich die Wickeltasche um. Links sah sie Florians wagen.

``Was wolltest du nun von mir?´´ fragte Florian ungeduldig. ``Opa Robert´´ schrie Plötzlich eine helle Kinderstimme die ihm sehr bekannt vorkam. Entsetzt drehte er sich um. Als Jasmin ihren Vater sah blieb sie abrupt stehen. Sie konnte ihn noch immer nicht leiden. Langsam ging sie an ihm vorbei zu Robert. ``Hallo Opa, schau mal was ich dir gemalt habe.´´ sie gab ihm ein Bild und zeigte ihm was darauf zu sehen war.

``Nun warte halt ab.´´ Gabi sah ihre Freundin an und ging ebenfalls in den Garten. Als Julia Florian sah blieb sie stehen. ``Was geht hier vor?´´ wollte Florian wissen und stand auf. Gabi ging zu Robert und begrüßte ihn. Sie gab ihm Jascha und setzte sich. Julia und Florian sahen sich an. ``Also darf ich vorstellen? Das ist Robert, Florians Vater.´´ stellte Gabi ihn vor. ``Robert, das ist Julia. Die Mutter von Jasmin.´´ ``Hallo Julia´´ lächelte Robert. ``Aber hast du nicht gesagt dein Vater lebt nicht mehr?´´ ``Nein… ich… ich habe gesagt meine Mutter ist gestorben. Mein Vater lebt. Das siehst du ja´´ er lächelte verwirrt. ``Hallo Zusammen´´ alle drehten sich um. Karin kam in den Garten. In der Babyschale lag Max und neben ihr ging ein Junger Mann. ``Tommy, das ist Robert.´´ sagte Katrin und deutete auf ihn. ``Hallo ich bin Tommy und ich bin 19 Jahre alt.´´ er reichte Robert die Hand und lächelte ihn an. Seine Geistige und Körperliche Behinderung war deutlich zu erkennen. Robert interessierte das aber nicht, er lächelte Tommy an und gab ihm die Hand. ``Hallo ich bin Robert.´´ ``Was geht hier vor?´´ schrie Florian dem es nach und nach zu viel wurde. ``Nicht schreien, nicht schreien´´ rief Tommy und schüttelte den Kopf. ``Hey beruhig dich. Tommy es ist alles in Ordnung.´´ Karin nahm ihn in den Arm und beruhigte ihn wieder. ``Hör auf hier so herumzuschreien ist das klar?´´ fuhr sie Florian dann an. ``Kann uns jetzt mal jemand erklären was hier los ist?´´ fragte Julia. ``Ja aber es wird nicht einfach für dich. Vor 19 Jahren waren Florian und ich zusammen. Als ich Schwanger wurde war er Glücklich doch als er erfuhr das Tommy behindert sein würde war er weg. Aus meinem leben verschwunden. Tommy wurde nach einiger Zeit ins Heim gegeben und als ich ihn wieder fand sagte mich ihm das ich seine Schwester bin damit er nicht zu sehr verwirt wird. Auf jedenfalls fand ich es sehr nett das du dich aus dem Staub gemacht hast.´´ Karin sah ihm in die Augen. Florian erinnerte sich wieder an sie. ``Karin, bist du das wirklich?´´ er stand auf und ging auf sie zu. ``Was? Du hast ein Kind mit Karin? Ein behindertes? Und du lässt sie alleine?´´ Julia sah ihn entsetzt an. ``Das ist noch nicht alles Julia. Hier diesen Brief hat Jasmin unter seiner Jacke gefunden. Er hat dich nur ausgenutzt. Er wollte nur das erbe seines Vaters´´ Gabi gab ihr den Brief den Julia ungläubig las. ``Flo sag das dass alles nicht war ist.´´ bat sie mit tränen in den Augen. Florian sah von einer zur anderen. ``Bevor ich es vergesse. Du bist enterbt. Ich finde es eine Sauerei was du diesen drei Frauen und ihren Kindern angetan hast. Ich bin Enttäuscht von dir. Geh und lass dich nie wieder sehen´´ fauchte sein Vater. Er war aufgestanden und stützte sich nun auf den Tisch. ``Aber…´´ ``Nichts aber. Verschwinde´´ rief Robert und setzte sich schwer Atmend wieder. ``ist alles in Ordnung?´´ wollte Gabi sofort wissen. ``Ja ja geht schon. Ich brauche nur etwas zu Trinken.´´ Er stöhnte leise und legte eine Hand auf die Stirn. Gabi reichte ihm ein Glas Wasser während Karin sich um Julia kümmerte. Diese sah noch immer entsetzt in die Richtung in die Florian verschwunden war. ``Warum tut er mir immer wieder so weh?´´ fragte sie leise. ``ich weiß es nicht´´ sagte Karin und nahm sie in den Arm. ``Mama, hast du mich jetzt wieder Lieb? Und ist Florian jetzt weg?´´ Julia sah ihre Tochter entsetzt an. ``Ich habe dich Immer lieb. Bitte denk nie wieder das ich dich nicht Liebe.´´ ``Ja ist gut.´´ Jasmin sah ihre Mutter mit Schräg gelegtem Kopf an. ``Und was ist mit Florian? Wohnt er immer noch bei uns?´´ ``Nein. Nein mein Engel. Er wird nie wieder bei uns leben und es tut mir Leid das ich so wenig Zeit für dich hatte und das ich dir nicht richtig zu gehört habe.´´ ihr liefen Tränen über die Wangen und sie drückte ihre Tochter an sich. ``Ist schon gut Mama´´ sagte Jasmin leise. Robert setzte sich neben sie und legte einen Arm um sie. Julia lehnte sich dankbar an ihn. ``Mama, was ist mit Julia?´´ Lars sah seine Mutter ängstlich an. ``Weißt du, Flo hat ihr sehr weh getan.´´ sie streichelte ihm über die Wange und versuchte zu lächeln. ``Aber sie Blutet doch gar nicht.´´ Verständnis los sah er sie an. Gabi musste leise lachen. ``Weißt du wenn man einem Menschen weh tut kann er auch Verletzungen in der Seele oder dem Herzen habe. Er muss nicht unbedingt Bluten.´´ ``Versteh ich nicht´´ murmelte Lars. ``Wenn du etwas älter bist wirst du es verstehen.´´ lächelte Gabriele.

Inzwischen waren Zwei Wochen vergangen. Julia kam langsam über die Enttäuschung hinweg und alle unterstützten sie. Robert wurde Regelmäßig von allen Besucht und freute sich darüber endlich nicht mehr allein zu sein. Alle Kinder liebte er wie seine Enkelkinder. Gabi sprang für die zeit ein in der Karin ihre Pause machen musste und von Florian hörte niemand mehr etwas.

``Ist Opa Robert da?´´ Fragend sah Laura das Dienstmädchen Laureta an. ``Ja er ist oben in der Bibliothek.´´ Laura nickte ihr Dankend zu und lief nach oben. ``Opa Robert´´ rief sie und ging auf den Alten Mann zu. Sie alle nannten ihn Opa Robert und sie Liebten ihn. ``Hallo Laura, das ist aber eine Freude´´ Laura gab ihm einen Kuss auf die Wange und setzte sich ihm gegenüber. ``Ich brauche deine Hilfe.´´ ``Das freut mich. Wenn ich kann helfe ich dir natürlich´´ lachte er. ``Also pass auf´´ begann Laura.

Drei Tage später: ``Guten Morgen Dirk, hast du gut geschlafen?´´ fragte Karin und deckte weiter den Tisch. Dirk sah sich verwundert um. ``Ja habe ich.´´ antwortete er dann. ``Dein Kursleiter hat vorhin angerufen. Der Unterricht fällt heute aus da mehrere Lehrer an einer Grippe welle erkrankt sind.´´ ``Ok danke. Und was habt ihr heute sonst noch so vor?´´ Er setzte sich an den Tisch und Trank einen kleinen Schluck Orangensaft. ``Morgen ihr beiden. Man bin ich spät dran. Julia killt mich´´ rief Michael und lief an ihnen vorbei. Karin drückte er noch einen Flüchtigen Kuss auf den Mund. Dirk sah ihm nach. ``Ich muss nachher mit Max in die Klinik. Wir haben beide Routine Untersuchungen.´´ Dirk nickte und ging wieder nach oben in sein Zimmer. Es konnte doch nicht sein das sie es wirklich vergessen hatten. Doch alles deutete darauf hin. Er saß eine weile da und starte auf sein Handy. Als es Plötzlich klingelte sprang er erfreut auf. ``Hallo Laura.´´ rief er begeistert. ``Alles in Ordnung mit dir?´´ fragte Laura. ``Ja. Ja natürlich´´ ``Gut ich wollte auch nur schnell bescheid sagen das ich leider nicht kommen kann heute. Mir ist was dazwischen gekommen. Tut mir Leid, sei mir nicht böse ok?´´ ``Natürlich nicht´´ sagte Dirk leise. Seine Gute Laune war wie weg geblasen. Selbst sie hatte es vergessen. Den Ganzen tag lief er unruhig umher und hoffte darauf das jemand daran dachte doch irgendwie schienen alle anderweitig beschäftigt zu sein. Am Spätnachmittag hatte seine Laune den Nullpunkt erreicht. Gelangweilt und sauer saß er vor dem Fernseher und Zapte durch die Kanäle. Eigentlich war er ja selber Schuld. Er hätte eine Party veranstalten sollen. Er hätte seine Freunde einladen sollen doch statt dessen hatte er allen erzählt das er keine große Feier wollte. Plötzlich klingelte sein Handy. ``Hi Geburtstagskind. Hier ist Robert´´ ``Hallo Robert. Wenigstens hast du dran gedacht.´´ ``ich bin zwar schon etwas älter aber an Alzheimer leide ich noch nicht. Aber wieso hast du so schlechte Laune?´´ fragte er scheinheilig. ``Alle haben ihn vergessen. Nicht einer hat mir Gratuliert.´´ sagte Dirk leise. ``Dann komm zu mir Junge. Wir machen uns einen Gemütlichen Abend und die anderen vergessen wir.´´ schlug Robert vor. Nach einigem Zögern gab Dirk nach und machte sich auf den weg.

``Er kommt´´ rief Lars leise und rannte in den Garten. Dort stellten sich nun alle auf und warteten gespannt.

``Na großer. Alles Gute zum Achtzehnten´´ Robert nahm ihn Kurz in den Arm und lächelte ihn aufmunternd an. Kom mit wir setzten uns noch etwas in den garten.´´ schlug er dann vor. Als sie jedoch auf die Terrasse traten blieb Dirk wie angewurzelt stehen. Der Ganze garten war wunder schön geschmückt und in den Bäumen hingen Girlanden. Eine Lange Tafel stand auf der Wieso und der Geruch von Leckeren Würstchen und Steaks stieg ihm in die Nase. ``Und los´´ rief Laura und alle begannen Happy Birthday zu singen. ``Du hast nicht wirklich geglaubt das wir ihn vergessen oder?´´ fragte sie ganz leise. ``Doch habe ich aber bei euch hätte ich mir so etwas denken müssen. Danke´´ er lächelte sie an und gab ihr einen Kuss. Als sie Fertig gesungen hatten Gratulierten sie ihm alle. Dirk standen Tränen in den Augen. Als Geschenk bekam er einen PC von Julia, Gabi, Ralf und Thomas. Von Peter und Stella ein Paar Medizin Bücher für sein Bevorstehendes Studium. Michael und Karin schenkten ihm ein eigenes Auto und Robert schenkte ihm einen Gutschein für die Fahrstunden. Von Heidi und Jens bekam er einen neuen MP3-Player da sein alter Kaputt war. Laura schenkte ihm einen Gutschein für eine Überraschung die sie ihm aber noch nicht verriet. Von Lisa bekam er eine CD seines Lieblingssängers und von Jasmin und Lars bekam er Selbstgebastelte Sachen. Er war Rundum Glücklich. Später kam auch noch Margarete vorbei worüber Dirk sich sehr freute. Lars und Jasmin schliefen irgendwann auf der Bank ein und wurden von Ralf und Thomas nach oben ins Gäste Zimmer gebracht. Jascha, Philipp und Max waren zu hause bei einer Babysitterin und so konnten alle den Abend Genießen.

``Ähm, wir müssten euch noch etwas sagen´´ Jens räusperte sich und hatte kurz darauf die Aufmerksamkeit aller. ``Na ja, das Heidi und ich ein Paar sind wissen ja nun mittlerweile alle.´´ er lächelte und auch die anderen mussten lachen als sie daran dachten wie lange die beiden versucht hatten es geheim zu halten. ``Auf jeden fall wollen wir euch in Sachen Kinder natürlich in nichts nachstehen.´´ Er machte eine Pause und sah zu Heidi. ``Heißt das ihr bekommt ein Baby?´´ fragte Thomas. Jens nickte. Sofort herrschte das reinste Chaos. Alle lachten und Gratulierten dem werdenden Elternpaar.

Erst Spät am Abend verabschiedeten sich alle nach und nach. Dirk und Laura waren schließlich die letzten die noch am Tisch saßen. Sie würden den Rest der Nacht hier bleiben. Zusammen sahen sie in den Sternenhimmel. ``Vielen Dank für den Wunderschönen Abend´´ flüsterte Dirk und Küsste sie auf die Stirn. ``Es freut mich wenn es dir gefallen hat. Ich liebe dich´´ ``ich Liebe dich auch´´ antwortete Dirk. Irgendwann schliefen sie Glücklich unter dem Sternen Himmel ein.

Fortsetzung

A-Crew:
Jens Köster
Michael Lüdwitz
Peter Berger

B-Crew
Thomas Wächter
Gabriele Kollmann
Ralf Staller

Sonstige Personen: Karin Thaler, Julia Pfau, Vera Wächter, Lisa Wächter (14), Laura Wächter(16), Dirk Lüdwitz(18), Max Lüdwitz(2), Lars Kollmann (5),Jascha Kollmann(3 Monate), Jasmin Pfau(5), Philipp Schwerin(3 ½ ), Heidi, Lena und Mars, Kevin, Natalie(Nelly, Babysitterin), Veronika(5) (Vero, Kevins Adoptivtochter), Maike (Mitarbeiterin des Jugendamtes), Leon (Veras neuer Freund),

Um diesen Teil zu verstehen muss man die vorherigen teile von Zweifel aufmerksam gelesen haben.

Zusammen gingen sie wieder nach unten. Laura setzte ihren Bruder in seinen Stuhl und machte ihm ein Brot fertig. Der Rest des Essens verlief schweigsam. Michael und Thomas versuchten damit klar zu kommen Opa zu werden und die anderen wussten nicht was sie sagen sollten. ``ich muss zum Dienst´´ murmelte Thomas und stand auf. Er verabschiedete sich Flüchtig und verließ das Haus. Laura sah ihm kurz nach und stand dann auf. Sie lief nach oben in ihr Zimmer und schloss sich ein. Dirk wusste nicht was er tun sollte und blieb erst einmal sitzen. Er wusste das Laura jetzt Zeit für sich brauchte.

``Was ist den mit dir los?´´ wollte Gabi von Thomas wissen als dieser herein kam. ``Nichts´´ sagte Thomas kurz und verschwand um sich umzuziehen. Gabi sah Ralf verwundert an. Dieser schüttelte nur den Kopf. Als Thomas wieder kam nahm er sich eine Tasse Kaffee und setzte sich nach draußen an die Salzach. Gabi beobachtet ihn vom Fenster aus. ``Weißt du inzwischen wo wir Heiraten sollen?´´ fragte Ralf und reichte ihr eine Tasse mit Dampfendem Kaffee. ``ich würde gerne im Winter Heiraten. Im Schnee.´´ sagte Gabi leise. Ralf überlegte Kurz. ``Mal was anderes´´ nickte er dann. ``ich mache mir Sorgen um Thomas´´ sagte sie dann. ``Das letzte mal als er so komisch drauf war ist schon Jahre her. Ich bitte Julia mal mit ihm zu reden´´ sagte Gabi. Sie gab Ralf einen Kuss und ging zu Julia ins Büro. ``Hey Julia. Und wie geht’s dir?´´ ``Danke mir geht’s gut. Kevin und ich suchen nach einer neuen Wohnung. Für uns vier. Die Mädchen freuen sich schon total.´´ antwortete Julia. ``Weißt du was zur Zeit bei Thomas und seinen Mädels los ist?´´ Gabis setzte sich auf den Stuhl der vor dem Schreibtisch stand. ``Nein keine Ahnung. Ich weiß nur das Laura, Dirk und Philipp drei Wochen bei Lena und Mars waren. Warum?´´ ``Thomas ist so komisch. Ich mache mir ein wenig sorgen.´´ antwortete Gabi. ``Ich red mal mit ihm.´´ nickte Julia doch dazu hatte sie keine Gelegenheit mehr. Ein Einsatz kam rein und Gabi, Thomas und Ralf mussten Los. Julia sah ihnen nach.

Es folgten noch zwei weitere Einsätze.

``Hi mein Schatz, wie lange musst du noch Arbeiten?´´ Kevin gab Julia einen Zärtlichen Kuss. ``Ich bin fast fertig für heute aber ich muss noch mal mit Thomas reden. Dann können wir los.´´ ``Was ist den los mit ihm?´´ Fragte Kevin Interessiert. Er hatte Thomas bereits kennen gelernt und verstand sich super mit ihm. ``Ich weiß nicht genau. Gabi sagte er sei Komisch und ich will mal fragen was los ist.´´ sagte Julia und nickte ihm zu. Kevin nickte und so warteten sie gemeinsam auf das Ende des Einsatzes. ``Eigentlich müssten sie gleich kommen. Sie sind schon über eine Stunde weg´´ meinte Julia. ``Aber das ist doch nicht ungewöhnlich oder?´´ fragte Kevin. ``Ja schon aber eigentlich sollten sie nur ein Kind aus der Kinderklinik in die Spezialklinik in Salzburg fliegen. Da brauchen sie eigentlich nicht so lange´´ Kaum hatte Julia zu ende gesprochen da hörten sie auch schon den Heli der kurz darauf landete. Julia ging auf Thomas zu. Dieser bemerkte sie jedoch gar nicht. Er ging direkt runter zur Salzach. Julia ging ihm nach. So kannte sie Thomas überhaupt nicht. ``Thomas, was ist los?´´ fragte sie und setzte sich neben ihn. ``nichts´´ antwortete Thomas nach kurzer zeit. ``Bitte lass mich in Ruhe, ich möchte etwas alleine sein´´ bat er dann. Julia nickte nur und ging zurück zu den anderen. ``Er möchte alleine sein, lasst ihn in Frieden aber achtet auf ihn´´ bat sie die beiden anderen und verließ mit Kevin den Hof.

Nach seiner Schicht fuhr Thomas noch eine ganze weile durch die Gegend bevor er nach Hause kam. ``Ist Laura da?´´ ``Nein, sie ist mit Dirk unterwegs´´ sagte Karin und fütterte Max weiter. Thomas nickte abwesend und ging nach oben in sein Schlafzimmer. Jedoch nur 15 Minuten später kam er wieder herunter. ``Ich fahre zu Biggi´´ sagte er zu Karin die im Garten lag und Max beim Spielen im Sandkasten zusah. Sie nickte und kümmerte sich nicht weiter um ihn. Thomas fuhr mit seinem Auto zum Friedhof. Langsam ging er zu Biggis Grab.

``Hallo Biggi,

Ich weiß ich war schon lange nicht mehr bei dir und es tut mir sehr leid. Aber in letzter Zeit ist so viel passiert. Die anderen haben dir bestimmt davon erzählt. Ich bin wieder einmal an einem Punkt an dem ich mir Wünsche das du bei mir bist. Laura, Dirk und Philipp waren ja drei Wochen bei Lena und Mars und es hat ihnen gut getan das sieht man ihnen an. Philipp läuft jetzt schon richtig schnell wenn er will und er kann schon ganz schön frech sein. Fast so wie du´´ er versuchte zu lächeln doch eine kleine Träne lief über seine Wange. ``Er hat dich nicht richtig kennen gelernt und trotzdem spüre ich das er dich vermisst. Manchmal will er wissen wo seine Mama ist aber ich glaube er versteht es noch nicht richtig. Er versteht nur das Max Karin hat aber führ ihn niemand da ist. Obwohl Laura sich viel Mühe gibt ihm eine Mutter zu sein. Ich bin mir sicher das du schon längst über alles bescheid weißt. Dir entgeht da oben nichts. Trotzdem will ich es dir erzählen weil ich nicht weiß mit wem ich sonst darüber sprechen soll. Laura hat mir heute Morgen erklärt das sie ein Baby bekommt. Aber sie ist doch erst 16. Ich weiß das sie schon lange kein Kind mehr ist und das sie reif ist weiß ich auch. Immerhin ist sie damals mit Philipp abgehauen und hat sich um ihn gekümmert. Aber sie ist noch ein Kind. Ich schaffe es einfach nicht damit klar zu kommen. Mir viel es mit Mitte Zwanzig schon schwer mich um Laura zu kümmern. Wie wird es ihr jetzt gehen. Ein baby ist eine große Verantwortung. Klar, sie hat sich jetzt auch schon um ihren Bruder gekümmert aber es war doch etwas anderes. Außerdem bekommen wir bestimmt Ärger mit dem Jugendamt. Diese Fr. Schnapp hat immer noch ein Auge auf uns. Laura ist noch nicht Volljährig. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich würde sie so gerne unterstützen aber ich komme damit nicht klar.´´ Er stützte den Kopf in die Hände. ``Warum bist du nicht mehr bei mir? Warum kannst du mir jetzt nicht sagen was ich tun soll? Warum kannst du nicht kommen und mir sagen das alles wieder gut wird? Laura bräuchte dich mit Sicherheit auch. Sie und auch Lisa sehen dich als ihre Mutter und nicht Vera. Bitte hilf mir?´´ bat Thomas und sah zu dem Grabstein. Eine weile war es ganz still. ``Thomas´´ erschrocken drehte Thomas sich um. In Gedanken war er noch immer bei Biggi und seinen Töchtern und der frage wie es weitergehen sollte. Hinter ihm stand Maike. Thomas sah noch einmal zum Grabstein und stand dann auf. ``Ich rede meistens mit ihr. Das hilft´´ sagte er entschuldigend. ``Das ist normal. Ich mache das mit meinem Mann auch.´´ Thoma sah sie fragend an. ``hast du etwas Zeit?´´ Er nickte und so gingen sie in den kleinen Wald der neben dem Friedhof lag. ``Mein Mann ist vor Sechs Jahren an Krebs gestorben.´´ ``Das tut mir leid´´ ``Das braucht es nicht. Er litt schon sehr lange und es war besser so für ihn. Außerdem ist er noch immer in meinem Herzen und so kann ich ihn auch nicht vergessen. Erzähl mir von deinen Kindern´´ bat sie dann. Julia hatte sie ihren Freunden kurz vorgestellt doch näher kannten sie sich nicht. Sie hatte das Gefühl das es Thomas im Moment gut tun würde wenn er ihr alles erzählen konnte. ``na ja was möchtest du den wissen?´´ fragte Thomas der froh war nicht allein zu sein. ``Erzähl einfach.´´ ``Ok also kurz nach der Geburt von Laura begann Vera wieder zu arbeiten. Sie ist meine Exfrau. Sie war Model und als sie ihre alte Figur nach ein Paar Diäten wieder hatte war sie wieder auf Titelbildern zu sehen. Als sie wieder Schwanger wurde passte ihr das natürlich gar nicht. Trotzdem schaffte sie es nach der zweiten Geburt wieder ins Geschäft einzusteigen. Sie war viel unterwegs und ich habe mich um die beiden Mädchen gekümmert. Ich muss zugeben am Anfang war es für mich sehr schwer aber ich habe meinen ``job´´ nach und nach Lieben gelernt und ich bin jetzt sehr froh über die Zeit die ich mit meinen beiden Töchtern hatte. Vor ca. 9 -10 Jahren hatte ich einen Autounfall woraufhin ich im Rollstuhl saß. Es hat nicht lange gedauert bis Vera mich verlassen hat. Laura war immer die Mutter für ihre Schwester und als Vera dann endgültig weg war und ich deprimiert im Rollstuhl saß hat sie sich um vieles gekümmert. Tja, eines Tages ist Biggi in unser Leben marschiert. Sie hat es ordentlich durcheinander geworfen und Lisa und Laura haben sie sofort geliebt. Es hat eine weile gedauert bis wir uns gefunden haben aber dann waren wir sehr glücklich. Sie hat mich wieder aus meinem Schneckenhaus geholt und sie war eine bessere Mutter für die Mädchen als Vera all die Jahre zuvor. Jedenfalls war sie Schwanger als wir in Urlaub gefahren sind mit all den anderen. Es ging nach Holland und sie ist gefahren obwohl es eigentlich nicht gut für sie war aber sie ließ sich davon nicht abbringen. Als wir angekommen waren hat sie sich hingelegt und die anderen sind zum Strand. Als sie dann oben war um sich ein Buch zu holen haben die Wehen eingesetzt. Wir waren alleine im Haus und so musste ich irgendwie die anderen erreichen. Ich bin dann langsam aufgestanden und über die wiese gelaufen. Auf dem Damm bin ich zusammen gebrochen aber die anderen hatten mich schon bemerkt. Sie sind sofort zu Biggi und haben sie bei der Geburt unterstützt. Michael hat mir ne Spritze gegen die Schmerzen gegeben. Ich war so froh als ich hörte das es beiden gut ging. Als wir wieder hier waren ist Biggi auf dem Weg von der Klinik nach Hause verunglückt. Philipp ist kaum etwas passiert doch sie war fast sofort Tod. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Ich lag nur noch im Dunklen Schlafzimmer. Ich wollte keines meiner Kinder sehen und auch sonst niemanden. Als Laura mit dem Baby kam habe ich ihn in die Babyklappe gebracht. Von dort hat sie ihn entführt. Lisa und zu der zeit schon bei Julia, Gabi und Ralf gewohnt. Auf der Beerdingungsfeier von Biggi ist Fr. Schnapp gekommen und wollte Philipp in Heim bringen da ich mich nicht um ihn kümmern konnte und Biggis Kollegen selbst genug zu Tun hatten. In der Nacht ist Laura mit ihm weggelaufen. Dirk hat sie begleitet. Zusammen sind sie in die Berge geflüchtet. Dirk hat Arbeit auf einem Hof gefunden. Dort sind sie auch hin als Philipp hohes Fieber bekam. Auf dem weg herunter begann ein Schneesturm und die drei waren Halb Tod als sie den Hof erreichten. Ein Jahr blieben sie bei Lena und Mars. Die anderen haben nichts unternommen als wir merkten das die drei weg waren. Sie vertrauten den zwei großen. Sie wussten wenn man Philipp ins Heim brachte und somit von Laura trennte würde sie zusammen brechen. Und sie waren sich sicher das die beiden gut für das Baby sorgen würden. Ich habe von all dem nichts mitbekommen. Eines Tages kam Julia und hat gesagt ich soll mich zusammen reißen. Sie hat mich auf der Basis arbeiten lassen und so konnte ich in ein normales Leben zurückfinden. Ein Jahr später kamen die beiden wieder. Ich konnte inzwischen fast wieder richtig Laufen. Zusammen haben wir uns um Philipp gekümmert.´´ Thomas stockte und dachte an all die Jahre zurück. Maike ließ ihn eine weile seinen Gedanken nachhängen bevor sie fragte warum er vorhin so durcheinander gewesen war. Thomas überlegte erst ob er ihr es erzählen wollte, dann entschied er sich dafür. ``Sie hat mir gestern gesagt das sie Schwanger ist´´ sagte er dann leise und blieb stehen. Maike blieb ebenfalls stehen und wartete bis er ihr das erzählt hatte was er vorher Biggi erzählt hatte. ``Ja du hast leider recht, ihr werdet mit dem Jugendamt sprechen müssen. Laura ist nicht verheiratet und Minderjährig und so springt Automatisch ihre Mutter als Vormund ein. Wenn diese aber nicht vorhanden ist das Jugendamt.´´ erklärte Maike. Sie saßen nun auf einer Band und sahen von einer Anhöhe hinunter ins Tal. ``Aber was ist mit Dirk? Ich meine er ist 18 und somit volljährig. Außerdem sind doch noch Michael, Karin, ich und all die anderen da´´ ``Ja schon aber so lange die beiden nicht verheiratet sind hat der Vater nichts zu sagen. Das ist nun leider so.´´ Maike sah ihn an. Thomas dachte nach. ``Aber mit Vera haben die beiden sich Zerstritten. Sie ist eines Tages hier aufgetaucht und hat sich per Gericht das Sorgerecht für die beiden geholt. Als Hauptgrund wurde die Situation nach dem Tod von Biggi angegeben. Ich bin im Gerichtssaal ausgerastet weil Vera sich alles so hingedreht hat wie es ihr gefiel. Laura und Lisa haben sich das natürlich nicht gefallen lassen. Bei einem Zweiten Verfahren wurde ihr das Sorgerecht wieder abgenommen. Sie versteht nicht warum die beiden sie nicht verstehen. Laura wird sich damit bestimmt nicht einverstanden erklären.´´ ``Sie wird es aber müssen wenn sie nicht will das dass Jugendamt sich um sie kümmert.´´ meinte Maike. Thomas nickte Dankbar. ``Danke schön, jetzt weiß ich darüber schon mal bescheid. Wann muss sie den dann zu Vera?´´ fragte Thomas. ``Das weiß ich nicht. Das entscheidet das Jugendamt. Ich meine bei euch ist die Situation etwas komplizierter.´´ Maike nickte ihm aufmunternd zu. Sie saßen noch eine weile zusammen bevor sie zurück zu ihren Autos auf dem Parklatz des Friedhofes gingen.

``Papa gehst du mal aufmachen? Ich muss Philipp fertig machen. Wir müssen los zu Opa Robert. Philipps Geburtstag feiern´´ rief Laura von oben und zog ihrem Bruder seine neue Hose an. ``Jetzt bleib halt mal stehen du kleiner Zappelphilipp´´ mahnte Laura ihren Bruder gestresst. ``ich will mal das Baby hören´´ rief er aufgeregt. Laura verdrehte die Augen. ``Wenn du fertig angezogen bist darfst du mal hören´´ versprach sie ihm. Philipp hielt nun still. Laura steckte sein Hemd in die Hose und schloss diese. Dann zog sie ihm seine Weste über und zupfte den Kragen zu Recht. ``So kleiner Mann und jetzt noch ein bisschen Gel und dann bist du fertig.´´ ``Und meine Schuhe?´´ wollte Philipp wissen und hielt ihr seinen Fuß hin. Laura lachte. Sie nahm etwas Gel auf die Hand und strich sein kurzes Blondes Pony hoch. Philipp lachte. Er leibte es wenn sein Pony hoch Gegellt war den dann sah er cool aus. Laura wollte ihn auf die Wickelkommode heben doch Philipp schüttelte den Kopf. ``Ich kann das alleine´´ sagte er und kletterte auf den Stuhl der neben dem Wickeltisch stand. Von dort kletterte er weiter hoch und setzte sich auf sie. Laura zog ihm seine Schuhe an und half ihm dann beim Runterklettern. ``Jetzt will ich aber hören´´ forderte er. Laura legte sich auf sein bett und schon ihr T-Shirt hoch. Philipp legte sein Ohr auf ihren Bauch und horchte gespannt. ``Hey, das Baby hat mich getreten´´ beschwerte er sich Plötzlich. Laura lachte und drehte dabei den Kopf zur Seite. Als sie sah wer in der Tür stand verging ihr das Lachen jedoch. Sie schob Philipp zur Seite, stand auf und schon ihr T-Shirt über ihren leicht gewölbten Bauch. Sie stand auf und stellte sich neben ihren kleinen Bruder. ``Geh weg´´ schrie Philipp Plötzlich und rannte zur Tür. Er gab ihr einen Schubs und bevor jemand reagieren konnte knallte er sie zu. ``Philipp´´ rief Laura ermahnend und kniete sich vor ihn hin. ``Warum machst du das den?´´ wollte sie wissen und sah ihm in die Augen. Philipp sah sie verwundert an. ``Sie will nichts gutes für dich und für mich auch nicht´´ rief er dann aufgebracht. Die Tür öffnete sich wieder und Fr. Schnapp trat herein. Laura sah erst zu ihr und dann zu ihrem Bruder. Dieser sah sie an als würde er darauf warten das sie das bestätigte was er sagte. ``Laura richtete sich auf und sah ihren Vater an der im Türrahmen stand. ``Hallo Laura, wie geht es dir?´´ fragte Fr. Schnapp. ``Was wollen sie von mir?´´ ``Ich möchte mit dir reden.´´ ``und worüber?´´ ``Über dein Baby. Wir haben erfahren das du ein Baby bekommst. Da du Minderjährig bist ist das Jugendamt der Vormund deines Kindes. Außer deine Mutter übernimmt diese Aufgabe´´ ``Vera? Nie im Leben´´ rief Laura sofort. ``Ok dann werden wir das tun. Kommst du mit nach unten? Da können wir uns besser unterhalten.´´ ``Nein wir fahren jetzt zu Opa Robert. Ich hab Geburtstag´´ rief Philipp wütend. Laura nickte zustimmend. ``Ok dann komme ich übermorgen wieder und dann unterhalten wir uns. Und denk bloß nicht daran weg zu Laufen.´´ drohte Fr. Schnapp und ging wieder nach unten. Philipp sah ihr Böse nach während Laura eher nachdenklich wurde. ``Ich mag sie nicht´´ sagte Philipp schließlich und ging runter zu seinem Vater. Laura ging ihm nach. Bei Opa Robert angekommen lief Philipp direkt zu ihm. Er bekam noch weitere Geschenke und alles drehte sich nur um ihn was ihm sehr gefiel.

Gegen Nachmittag zog sie sich hinunter an den kleinen See zurück. Kurz darauf folgte Dirk ihr. ``Hey, was ist los?´´ wollte er leise wissen. ``Ich will nicht das sich das Jugendamt um unser Baby und mich kümmern. Ich möchte mit dir zusammen sein und gemeinsam mit dir unser Kind groß ziehen.´´ Sie lehnte sich an ihren Freund. Dieser nahm sie in den Arm. ``Ja ich finde das genauso unfair aber was sollen wir machen? Wir haben keine Chance. Außer du Akzeptierst das Vera sich um euch kümmert.´´ Laura nickte nur. Thomas hatte ihr von seinem Gespräch mit Maike erzählt. Seid dem, Versuchte sie sich mit dem Gedanken anzufreunden das sie sich mit Vera einigen musste. So richtig gelang ihr das nicht doch da ihr die alternative noch weniger gefiel arrangierte sie sich langsam mit dem Gedanken. ``Woran denkst du?´´ fragte Dirk und strich ihr eine Haarsträne aus dem Gesicht. Ihre Augen sahen ihn aufmerksam an. Sie wirkten müde und doch Lebhaft. Sie hatten etwas Geheimnisvolles und Warmes. ``Ich denke ich werde Vera bitten die Vormundschaft zu übernehmen.´´ antwortete Laura leise und nachdenklich. Dirk drückte sie fest an sich. Er spürte und wusste wie schwer ihr diese Entscheidung fiel. ``Ich bin immer Bei dir hörst du? Egal wo du bist. Ich bin immer bei dir und unserem Baby´´ er gab ihr einen Kuss. Laura nickte und lächelte ihn an.

Sie saßen noch eine ganze Weile schweigend und Glücklich da bis Philipp sie fand und zurück zu den anderen holte.

``Hallo Vera´´ ``Laura, was verschafft mir den die Ehre?´´ ``Kann ich erst mal reinkommen?´´ ``Ja natürlich. Entschuldige komm rein´´ Vera trat einen Schritt zur Seite und lies Laura rein. Diese ging ins Wohnzimmer und setzte sich aufs Sofa. ``Ich müsste mit dir reden´´ ``leg los´´ nickte Vera und setzte sich ihr gegenüber. ``Ich weiß das wir nicht das beste Verhältnis haben. Und es wird dir bestimmt komisch vorkommen aber ich brauche deine Hilfe´´ Laura knetete ihre Hände und sah auf ihre Knie. ``Wenn ich kann helfe ich dir. Ich habe so viel Falsch gemacht und freue mich das du zu mir kommst.´´ Vera sah sie aufmunternd an. Sie war wirklich froh das Laura zu ihr gekommen war. ``Ich…´´ Laura holte tief Luft. ``Ich bin im Sechsten Monat Schwanger´´ Vera sah sie entsetzt an. ``Was? Um Himmelswillen wie konnte das den passieren?´´ Entsetzt sah sie ihre Tochter an. Sie hatte mit vielem gerechnet aber nicht damit. ``Kannst du dir das nicht denken? Ziemlich genauso wie bei meiner und Lisas Zeugung´´ antwortete Laura. Vera fasste sich an die Stirn und legte den Kopf zurück. ``Da Dirk und ich nicht verheiratet sind…´´ ``Das währe ja noch schöner´´ unterbrach Vera sie. Laura überging die Bemerkung. ``Da Dirk und ich nicht verheiratet sind wird sich das Jugendamt um uns kümmern außer meine Mutter erklärt sich dafür bereit.´´ ``Ach und du hast dich daran erinnert das ich deine Mutter bin?´´ fragte Vera sarkastisch. Sie hatte die Momente nicht vergessen in denen Laura und Lisa ihr unmissverständlich klar gemacht hatten das nicht sie sondern Biggi ihre Mutter war. ``Bitte Vera, Es ist mir mit Sicherheit nicht Schwer gefallen und ich bin auch jetzt noch nicht sonderlich davon begeistert das gebe ich offen zu. Aber die Alternative gefällt mir noch weniger.´´ ``Na super toll. Ich fühle mich geehrt´´ Vera lachte auf. Laura war aufgestanden und ging im Raum auf und ab. ``Vielleicht…, ich weiß es doch auch nicht. Ausgesucht habe ich mir die Situation bestimmt nicht. Ich möchte einfach nicht das sich das Jugendamt so viel Einmischt. Wie du weißt sind meine Erfahrungen nicht die besten. Ich habe einfach gehofft du würdest anders Reagieren. Du wolltest immer eine Chance haben wieder etwas gut zu machen und jetzt kannst du es versuchen. Das einzige worum ich dich Bitte ist der Vormund meines Babys zu sein.´´ Laura sah Vera verzweifelt an. ``Ja du hast ja recht. Bitte entschuldige.´´ bat Vera. Sie stand auf und trat hinter Laura. ``Es ist in Ordnung. Ich werde mich mit dem Jugendamt in Verbindung setzten und mich um alles kümmern.´´ ``Danke´´ sagte Laura leise und nahm ihre Mutter kurz in den Arm. Sie Unterhielten sich noch eine weile bevor Laura sich verabschiedete und nach Hause fuhr.

``Was hast du heute so gemacht?´´ fragte Dirk als er gemeinsam mit Laura im Bett lag. ``ich war bei Vera´´ antwortete Laura leise und legte Dirks Hand auf ihren Bauch. ``Und?´´ fragte er und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. ``Es war schwer und sie hat es mir noch schwerer gemacht. Aber sie ist einverstanden und meldet sich morgen beim Jugendamt.´´ ``Das ist doch schon mal etwas. Wir beide schaffen das´´ Er gab ihr einen Kuss auf die Wange. Kurz darauf schliefen beide ein.

``Laura steh auf, Fr. Schnapp ist da´´ Flüsterte Dirk und schüttelte seine Freundin an der Schulter. Laura sah ihn verschlafen an. Als sie auf den Wecker blinzelte erkante sie gerade so das es kurz nach Neun war. ``Ist ok ich komme schon´´ nickte sie und quälte sich aus dem Bett. Sie zog sich ihren Morgenmantel über und ging mit Dirk nach unten. Im Wohnzimmer stand Fr. Schnapp, Vera, Thomas und Karin. Michael war im Dienst. ``Hallo Laura, deine Mutter war heute Morgen bei mir. Sie sagte sie kümmert sich um dich und ihren Enkel. Packst du schon mal deinen Koffer?´´ ``Was?´´ Laura war jetzt Hellwach und sah alle anwesenden Entsetzt an. ``Di ziehst zu deiner Mutter´´ erklärte Fr. Schnapp als währe es selbstverständlich. Laura sah von einem zum anderen. ``Nein, ich möchte hier bleiben. Ich will nicht weg´´ rief sie aufgebracht. ``Laura, Dein Vater, Dr. Michael Lüdwitz und alle anderen haben einen Anstrengenden Job der noch dazu nicht ungefährlich ist. Sie können nicht die ganze Zeit auf dich Achten. Du ziehst zu deiner Mutter und so kann nichts passieren. Wenn das Jugendamt die Vormundschaft für dein Baby übernommen hätte hättest du in ein Mutter-Kind-Heim gemusst. Du bist erst Sechzehn und da brauchst du eine Sicherheit. Auch wenn das Baby da ist brauchst du Hilfe. Deine Mutter hat Zeit für euch beide.´´ Fr. Schnapp lächelte sie an. Laura lief es kalt den Rücken hinunter. Sie sah die anderen der Reihe nach an. ``Deine Freunde kannst du natürlich Besuchen wann du willst.´´ erklärte Vera. Laura machte ein Saures Gesicht. Doch sie merkte das sie keine Chance hatte. Vielleicht würde es ja sogar Funktionieren. ``Ok´´ sagte sie dann leise und ging nach oben. Dort ließ sie sich auf ihr Bett fallen. ``Wir beide schaffen das. Uns können sie nicht trennen. Zumindest nicht in den nächsten drei Monaten.´´ Flüsterte sie und streichelte ihren Bauch. Sie stand an der Treppe als Fr. Schnapp sich verabschiedete. Genau wie ihr kleiner Bruder konnte sie diese Frau nicht leiden.

Am Nachmittag standen alle in der Einfahrt. ``Tschüss Laura, bis ganz Bald´´ Lisa umarmte ihre Schwester. Nach einander verabschiedete sie sich von allen. Dann stieg sie zu Dirk ins Auto und zusammen fuhren sie zu Vera. ``Hallo ihr beiden, kommt rein. Laura ich habe dir das Obere Stockwerk fertig gemacht. Du kannst es auch über eine Außentreppe erreichen.´´ Laura sah ihre Mutter überrascht an. ``Danke´´ murmelte sie dann und folgte ihr die Treppe hoch. Dirk folgte kurze Zeit später. Laura sah sich verwundert um. Unter dem Dach war es sehr Hell da ein großer Teil des Daches aus Glas bestand. Es gab ein Wohnzimmer, ein wunderschönes Bad und eine gemütliche Küche. ``Ok hier ist das Schlafzimmer´´ sagte Vera und öffnete eine Tür. Laura sah kurz hinein und folgte ihr dann zu der letzten verschlossenen Tür. ``Und hier kommt das Kinderzimmer hin´´ lächelte sie. ``Leon hat heute Morgen schon mal angefangen zu Renovieren.´´ Laura sah sich verwundert um. Sie erkannte ihre Mutter kaum wieder. Als sie Dirk hinter sich hörte drehte sie sich um. Sie ging zu ihm und gab ihm einen Kuss. ``ich muss dann mal runter. Wenn du was brauchst meldest du dich ok?´´ fragend sah sie Laura an. Nachdem diese genickt hatte verschwand sie nach unten.

``Es ist Komisch schon wieder von ihr getrennt zu sein´´ ``Ihr seid doch nicht getrennt. Sie wohnt nur wo anders. Sehen könnt ihr euch doch immer. ``Ja schon, aber das ist etwas anderes.´´ ``Ich verstehe dich schon. Aber du kannst es nicht ändern´´ ``Ja ich weiß´´ Thomas nickte. Dann seufzte er schwer. ``ich hab mich endlich daran gewöhnt das meine 16 Jährige Tochter ein Baby bekommt und nun wohnt sie schon nicht mehr bei mir. Das geht mir einfach alles ein bisschen zu schnell.´´ Maike legte eine Hand auf seine Schulter und Thomas grinste sie an. ``ich bin froh das du da bist´´ ``ich auch. Wirst du meine neue Mama?´´ erschrocken drehten die beiden sich um. Hinter ihnen stand Philipp und grinste von einem Ohr zum anderen. ``Na ja… also…ich weiß nicht´´ stotterte Maike. ``Mal sehen´´ sagte Thomas und wuschelte seinem Sohn durch die Haare. Dieser nickte und verschwand wieder auf den Spielplatz. Thomas und Maike sahen ihm lachend nach. ``Was meinst du? Wann sollen wir es den anderen sagen?´´ fragte Thomas Plötzlich. ``ich weiß es nicht. Nach allem was ich bisher von euch gehört habe ist es eh ein Wunder das es noch keiner Bemerkt hat. Ich meine wir sind jetzt seid vier Monaten ein Paar und keiner hat bisher verdacht geschöpft.´´ ``Bis auf Philipp´´ lachte Thomas. ``Ja stimmt, der kleine ist ganz schön auf zack´´ nickte Maike. ``Lass uns warten bis es sich ergibt. Wir können es ja so ganz langsam Publik werden lasse. Also das wir uns nicht mehr ganz so Heimlich treffen´´ schlug Thomas vor und gab ihr einen Kuss. ``Also doch, hatte Philipp also recht´´ abermals drehten die beiden sich erschrocken um. Hinter ihnen stand Laura. ``Was tust du den hier?´´ fragte Thomas überrascht. ``Hallo Papa, ich freue mich auch dich zu sehen und ja es geht mir gut und dir?´´ sagte Laura und setzte sich zwischen die beiden. ``Entschuldige. Ich freue mich natürlich dich zu sehen.´´ er nahm sie kurz in den Arm. Nachdem Laura auch Maike begrüßt hatte erzählte sie wie es ihr bei Vera erging. ``Ich hab die kleine Wohnung im Dachgeschoss bekommen. Sie ist super und ihr neuer Freund Leon hat schon mit der Renovierung des zukünftigen Kinderzimmers begonnen. Ich glaube er ist ganz ok. Ich fühle mich nur manchmal etwas allein. Aber in der Regel ist ja Dirk da. Ich bin zwar erst eine Woche dort aber ich glaube ich kann es aushalten.´´ ``na also das hört sich doch gar nicht so schlecht an.´´ nickte Thomas. Laura stimmt ihm zu doch so Richtig glauben konnte sie noch nicht das ihre Mutter sich Plötzlich geändert haben sollte. Den Rest des Nachmittages verbrachte sie mit Thomas, Maike und Philipp auf dem Spielplatz.

``Wie geht’s Heidi eigentlich?´´ fragend sah Thomas seinen Kollegen an. ``Gut, also beiden. Ab und zu tritt der kleine zwar mal ganz gewaltig doch im Großen und Ganzen hatte sie wirklich Glück.´´ ``und wann ist der ausgerechnete Termin?´´ ``In zwei Wochen. Sie kommt mich nachher abholen. Dann könnt ihr euch mal wieder mit ihr unterhalten. Sie vermisst euch sehr. Aber im Moment schafft sie es einfach nicht öfter her zu kommen.´´ ``Das ist ja wunderbar´´ freuten sich Gabriele und Karin. Kurz darauf kam Julia zu ihnen. ``Thomas, wie geht’s eigentlich Laura?´´ ``ganz gut. Natürlich ginge es ihr besser wenn sie bei uns währe aber sie macht das beste draus. Und wie läuft es bei dir und Kevin?´´ ``In ein Paar Wochen ziehen wir zusammen´´ Julia grinste in die Runde.

Zusammen saßen sie noch eine Ganze weile vor dem Hangar. Jens, Michael, Peter, Thomas, Gabi, Karin und Julia genossen die letzten warmen Sonnenstrahlen des Herbstes. ``Wo ist eigentlich Ralf?´´ wollte Karin wissen. ``Der ist mit den Jungs im Schifffahrtsmuseum.´´ ``Aha, Und wann wird jetzt eure Hochzeit stattfinden?´´ ``Das… wird noch nicht verraten.´´ grinste Gabi und nahm ein Stück Kuchen in die Hand. Die anderen sahen sie gespielt beleidigt an. Gabi lachte nur.

``Hallo alle zusammen´´ strahlend und mit Kugelrundem Bauch kam Heidi um die Ecke. Gabi und Karin liefen auf sie zu und umarmten sie. Julia folgte ihnen.

``Ich muss dann mal los´´ meinte Gabi eine halbe stunde später und stand auf. Nachdem sie sich von allen Verabschiedet hatte stieg sie in ihr Auto und fuhr nach Hause. Nachdem die Schicht der A-Crew zu Ende war fuhren alle Nach Hause. Das Wochenende hatten sie frei da der Heli zum 100Stunden Service musste.

Thomas fuhr mit Philipp zu seinen Eltern, Lisa übernachtete bei einer Freundin und Dirk war bei Laura. Karin und Michael fuhren zu Tommy und Ralf fuhr mit seiner Familie in die Berge. Peter und Stella wollten ebenfalls wegfahren und Jens musste zu einer Fortbildung. Am Sonntag war Heidi allein zu Hause als sie Plötzlich einen Stechenden Schmerz im Bauch verspürte. Sie krümmte sich zusammen und griff sofort zum Telefon. Doch das lag zu weit weg. Stöhnend ließ sie sich aufs Sofa fallen. Zur gleichen Zeit vor der Haustür. ``Sind wir hier Richtig?´´ ``Ja schau da stehen die Namen auf dem Klingelschild. Hübsches Haus das die zwei sich da ausgesucht haben.´´ sagte Dirk und sah sich um. Das Kleine Einfamilienhaus hatte einen wunderschönen Garten und sah Richtig gemütlich aus. ``Mhh… es macht keiner auf´´ stellte Laura nach mehrmaligem klingeln fest.

Heidi lag schwer Atmend auf dem Sofa als sie hörte wie es Klingelte. Sie nahm all ihre Kraft zusammen und schrie um Hilfe. Laura und Dirk wollten gerade wieder gehen als Laura meinte eine Stimme zu hören. ``Da ruft jemand um Hilfe.´´ rief sie dann. ``Ja, ist das nicht Heidis Stimme?´´ wollte Dirk wissen. Die beiden sahen sich an und liefen um das Haus herum. ``Da liegt Heidi´´ schrie Laura entsetzt und deutete auf die Freundin. Dirk sah sich um. Die Terrassentür war geschlossen und er sah auch sonst keine Möglichkeit ins Haus zu kommen. Also griff er nach einem Stein und schlug Kurzerhand die Scheibe ein dann öffnete die Tür. ``Gut das ihr beide da seid. Ich komme nicht ans Telefon ran´´ stöhnt Heidi. ``Keine Angst wir bleiben bei dir´´ beruhigte Laura sie während Dirk den Notarzt rief. Nur Fünfminuten später hörte er die Sirene. Er ging nach draußen und zeigte den Rettungsassistenten wo sie hin mussten.

``Wo können wir Jens erreichen?´´ wollte Laura wissen. ``Beieilung. Die Fruchtblase ist geplatzt und sie verliert Blut´´ rief einer der beiden Sanis und machte die Liege im Wagen fest. Sein Kollege war bereits vorne eingestiegen. ``Kann ich bitte Mitfahren´´ bat Laura. ``Ja können sie.´´ Laura stieg in den RTW und Dirk in sein Auto und schon ging es ins Krankenhaus. Immer wieder verkrampfte Heidi sich wenn eine Wehe kam. Laura hielt die ganze zeit ihre Hand und dachte daran das sie das auch noch alles vor sich hatte.

In der Klinik angekommen wurde Heidi nach wenigen Untersuchungen in den OP gebracht. Laura musste auf dem Flur warten und war froh das Dirk bei ihr war.

Eine Halbe stunde später kam Jens nach Hause. Er schloss die Tür auf und stellte seinen Koffer ab. ``ich bin wieder da mein Schatz. Der Fortbildungsleiter ist Krank geworden und sie haben das ganze verschoben. Heidi?´´ er ging ins Wohnzimmer und blieb entsetzt stehen. Die Scheibe der Terrassentür war eingeschlagen und auf dem Sofa war Blut. ``Heidi?´´ schrie er Panisch und lief durchs Ganze Haus doch er fand seine Freundin nicht. Als er im Garten stand und sich umsah sprach ihn seine Nachbarin an. ``Herr Köster, geht’s ihnen nicht gut?´´ ``Hallo Fr. Schlei, wissen sie wo meine Freundin ist?´´ ``Ja sicher. Sie wurde vor einer Halben Stunde mit dem Krankenwagen abgeholt. Ein Junger Mann und ein Junges Mädchen waren bei ihr´´ ``Laura und Dirk´´ rief Jens sofort und griff nach seinem Handy.

Laura und Dirk zuckten erschrocken zusammen als Dirks Handy zu klingeln begann. ``Ja?´´ ``Dirk? Wo seid ihr? Was ist mit Heidi und dem Baby?´´ ``Hallo Jens, wir sind in der Uniklinik. Was mit den beiden ist wissen wir noch nicht´´ bevor er noch etwas sagen konnte hörte er das gleichmäßige tuten des Telefons. Jens hatte aufgelegt. Er rannte zu seinem Wagen und fuhr in die Klinik. Unterwegs wurde er noch wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt und Baute fast einen Unfall als er bei rot über eine Kreuzung fuhr. Als er die Klinik endlich erreichte war er fertig mit den Nerven. Laura und Dirk sahen ihn erschrocken an als er den Flur entlang gestützt kam. ``Gibt’s schon was neues?´´ wollte er außer Atem wissen. Die beiden schüttelten den Kopf.

Zwei stunden später wussten sie noch immer nichts. Immer wieder liefen Schwestern mit Blutkonserven in der Hand an ihnen vorbei in den OP. Keine von ihnen konnte ihnen eine Auskunft geben. Jens war inzwischen völlig runter mit den Nerven und die Oberschwester hatte ihm ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben.

Fortsetzung

A-Crew:
Jens Köster
Michael Lüdwitz
Peter Berger

B-Crew
Thomas Wächter
Gabriele Kollmann
Ralf Staller

Sonstige Personen: Karin Thaler, Julia Pfau, Vera Wächter, Heidi, Lena und Mars, Kevin, Natalie(Nelly, Babysitterin), Maike (Mitarbeiterin des Jugendamtes), Leon (Veras neuer Freund), Opa Robert

Lisa(14) und Laura Wächter(16), Philipp Schwerin(4), Dirk (18) und Max Lüdwitz(2), Lars(5) und Jascha Kollmann(1), Jasmin Pfau(5), Veronika(5) (Vero, Kevins Adoptivtochter), Marie, Anna-Lena und Julian Köster,

Um diesen Teil zu verstehen muss man die vorherigen teile von Zweifel aufmerksam gelesen haben.

``Na endlich´´ erleichtert stand Jens auf und lief auf den Arzt zu. ``Wie geht es ihnen?´´ wollte er wissen. ``Den Umständen entsprechen gut´´ sagte der Arzt und bat Jens im zu folgen. Als dieser in Heidis Zimmer kam leuchteten seinen Augen auf. Langsam ging er auf das Bett zu. ``Wie geht es dir?´´ wollte er leise wissen. ``Danke, es geht schon. Sind Lisa und Dirk noch da? Und warum bist du schon wieder da? Haben sie dich angerufen?´´ ``Nein´´ Jens gab ihr einen Kuss. ``Der Typ der den Kurz leiten sollte ist Krank geworden und so wurde der Kurs verschoben. Zu Hause hab ich dann den voll schock bekommen. Die Terrassentür war eingeschlagen und das Blut und so. Ich hatte solche Angst um dich´´ Er nahm sie fest in den Arm. ``unsere Nachbarin hat mir dann gesagt das du hier bist und den Rest haben mir Dirk und Laura erzählt. Sie sitzen im Flur.´´ ``Ich war so froh das die beiden gekommen sind. Die wehen haben eingesetzt und ich kam nicht ans Telefon. Ich will gar nicht darüber nachdenken was passiert währe wenn die beiden nicht da gewesen währen. Holst du sie bitte rein?´´ ``Ja natürlich´´ Jens ging nach draußen und winkte die beiden herein. ``Hallo Heidi, na wie geht’s dir und dem Kind?´´ fragte Laura und begrüßte Heidi mit einem Kuss auf die Wange. Bevor Heidi antworten konnte wurde an die Tür geklopft und nachdem Heidi herein gerufen hatte öffnete sich die Tür. Eine Schwester schob drei Bettchen herein. Laura, Dirk und Jens sahen diese Perplex an. Die Schwester gab Jens eins der Babys und legte die anderen beiden in Heidis Arme. Diese lächelte dankbar. Jens sah auf seinen Sohn und musste sich setzten. Laura begann zu Lachen. ``Drillinge, wusstet ihr das?´´ fragte sie dann. Heidi grinste und schüttelte den Kopf. ``Nein, was glaubst du wie geschockt ich war als die beim Kaiserschnitt immer mehr Kinder holten.´´ sie lachte und gab Jens einen Kuss. ``Aber sieht man so was nicht auf den Ultraschall Untersuchungen?´´ ``Ich habe nur zwei machen lassen da mehr nicht von der Kasse bezahlt werden und außerdem sind die Strahlen schädlich für die Kinder. Die erste haben wir ganz am Anfang gemacht und da sah man noch nicht so viel und bei der zweiten scheinen sich die beiden Mädchen versteckt zu haben.´´ ``herzlichen Glückwunsch´´ Laura nahm Heidi in den Arm. Dirk Gratulierte ihr ebenfalls. Jens konnte es noch immer nicht glauben. ``Habt ihr schon Namen?´´ fragte er dann. Er hatte sich einen Stuhl herangeholt und Laura saß bei Heidi auf der Bettkante. ``Wir hatten jeweils einen Namen für einen Jungen oder ein Mädchen. Jens können wir die beide ja nehmen aber dann brauchen wir noch einen Mädchen Namen´´ antwortete Heidi. ``Sagst du eigentlich auch mal was?´´ wollte Laura von Jens wissen. ``ich bin Stolz auf dich´´ brachte Jens heraus und gab Heidi einen Zärtlichen Kuss. ``Ok also wie Heißen die drei Mäuse jetzt?´´ ``Marie, Anna-Lena und Julian´´ schlug Jens vor und Heidi war einverstanden. Eine ganze weile saßen sie noch zusammen und freuten sich über die drei kleinen. Langsam gewann auch Jens seine Fassung wieder. Gegen 17 Uhr machten sich Laura und Dirk auf den Heimweg.

Die drei Babys schliefen und Jens saß neben Heidis Bett. ``Was ist los? Du siehst so aus ob du mich was fragen willst´´ ``Du kennst mich einfach zu gut. Ja ich möchte dich gerne etwas fragen.´´ Jens stand auf und setzte sich zu ihr ins Bett. ``Möchtest du mich Heiraten?´´ Heidi strahlte ihn an. ``Ja, ja ich will´´ die beiden vielen sich in die Arme und Küssten sich Zärtlich.

Am Dienstagmorgen traf sich die A- und die B-Crew auf der Basis. Sie sahen alle wunderbar erholt aus und ihre Laune war super. ``Guten Morgen´´ Alle drehten sich um und sahen Heidi an, die Strahlend im Türrahmen stand. Auf dem Arm hatte sie Marie. ``Hallo, ich dachte es würde noch zwei Wochen dauern´´ Thomas sah sie fragend an. Bevor noch jemand etwas sagen konnte kam Jens herein. Er trug zwei Maxicosie. Die anderen rissen die Augen auf. ``Dürfen wir vorstellen, Marie, Anna-Lena und Julia´´ sagte Jens und stellte die beiden Babyschalen auf den Runden Tisch. Nachdem sich alle wieder gefangen hatten brach das reinste Chaos aus. Jeder beglückwünschte die Frischgebackenen Eltern und begrüßte die Kinder. Als Plötzlich der Alarm losschrillte stöhnte die B-Crew auf. ``Medicopter 117 hört?´´ fragte Julia während Gabi, Ralf und Thomas zum Heli liefen. ``Massenunfall auf der Autobahn Richtung Traunstein.´´ ``Medicopter117, wir übernehmen, Ende´´ Kurz darauf hob der Heli ab.

``Da unten ist es, das sieht ja gar nicht gut aus. Thomas, frag mal ob bereits ein zweiter Heli angefordert wurde.´´ bat Gabi und sah nach unten. Thomas sprach kurz mit der Leitstelle.

Eine Viertelstunde zuvor:

Die Autobahn war recht voll und die Junge Frau in ihrem Dunklen Viat Ponto stöhnte von Zeit zu Zeit. Sie hatte es eigentlich eilig und nun hatte sie so eine Trantüte vor sich. Plötzlich sah sie im Rückspiegel wie ein Schwarzer Porsche mit hohem Tempo auf sie zukam. Mehrere Autos hupten ihm nach doch das interessierte den Fahrer nicht. Wenn es auf der Straße zu eng wurde wich er auf den Standstreifen aus. Schon bald konnte die Junge Frau erkennen warum der Fahrer so schnell fuhr. In einiger Entfernung folgte ein Streifenwagen. Der Mann in dem Porsche sah nervös in seinen Rückspiegel und drehte sich immer wieder um. Ausgerechnet heute hatte er seinen frischen Stoff dabei. Warum hatte er das zeug nicht seinem Kollegen mitgegeben? Er drehte sich wieder um und sah nach hinten. Als er wieder nach Vorne sah schrie er entsetzt auf. Genau vor ihm Scherte ein LKW ein. Der LKW Fahrer hatte den Porsche nicht gesehen da er im Toten Winkel fuhr. Der Porsche Fahrer versuchte auszuweichen und rammte einen Familienwagen. Nur wenige Minuten später gab es einen Großunfall. Ein Wagen fuhr auf den nächsten auf und kaum jemand hatte die Möglichkeit auszuweichen. Die Junge Frau in dem Dunklen Viat schlug auf den Knopf für die Warnblinkanlage und Bremste ab. Dann schaffte sie es auf den Standstreifen auszuweichen. Sie Parkte ihr Auto und lief zum Kofferraum. Während sie mit dem Handy die Polizei anrief baut sie ihr Warndreieck auf und stellte es hinter der Kurve auf. Außerdem machte sie den kommenden Autofahrern mit Winken klar das sie Langsamer fahren sollte. Zum Glück hielten die kommenden Autos. Ein LKW Fahrer stellte seinen Truck Quer so das keiner mehr durchkam. Die Junge Frau lief zurück zum Unfallort und begann mit der Erstversorgung so gut sie konnte.

Es dauerte nicht lange bis die ersten Rettungskräfte eintrafen. Die Frau hatte zu der Zeit bereits ein Stück wiese zum Lager für Leichtverletzte umfunktioniert. Viele Autofahrer hatten die Zivilkorage zu helfen. ``Hallo Haben sie uns Informiert?´´ wollte der Einsatzleiter wissen. ``Ja´´ nickte die Frau. ``Vielen Dank, der Helikopter ist Unterwegs.´´ ``Einer reicht aber nicht.´´ stellte die Frau klar. ``Na sie scheinen sich ja auszukennen. Wir haben im Moment keinen Piloten zur Verfügung´´ ``Und wieso das nicht? Wo ist den der nächste Heli stationiert?´´ Der Polizist nannte ihr den Standort. Sofort bat die Frau darum dort hingebracht zu werden. Ein Streifenwagen fuhr sie zu dem Heli. Die Frau stieg ein und hob ab. Sie flog an der Klinik vorbei und nahm einen Notarzt und eine Rettungssanitäterin an Bord. ``Hallo, ich bin Dr. Korell, das ist Bianca, sie ist Rettungssanitäterin.´´ Die Pilotin bestätigte und nannte ihren Namen.

``Schaut mal, da kommt ein zweiter Heli.´´ sagte Thomas. Nur wenige Sekunden später meldete sich der Einsatzleiter. ``Medicoptter117 hört?´´ ``Bitte setzten sie sich mit Chrisoph51 in Verbindung. Wir haben hier unten soviel zu tun das wir nicht auch noch sie Koordinieren können, over´´ ``Medicopter117, ist in Ordnung, wir kriegen das schon geregelt, Over and Out´´ ``Christoph51 für Medicopter117 bitte kommen´´ bat Thomas. Es knackte kurz bevor er die Stimme des Zweiten Piloten hörte. ``Christoph51 für Medicopter117, wir hören´´ Die beiden sprachen sich ab und Landeten kurz darauf am Unfallort.

Als Thomas aus dem Heli stieg waren Gabi, Ralf, Bianca und Dr. Korell schon beim Unfall. Als Thomas um die BK117 herum ging und die andere Pilotin sah blieb er wie angewurzelt stehen. Die Pilotin sah ihn verwundert an und holte dann die Trage aus dem Heli. ``Hab sie noch nie ne Frau im Heli gesehen?´´ wollte sie frech wissen. Thomas konnte nicht antworten. ``Biggi´´ flüsterte er. ``Was?´´ fragte die Frau und sah ihn fragend an. Als Thomas nicht Antwortete zuckte sie die Schultern und ging an ihm vorbei. Thomas sah ihr nach und wurde dann von seinem Walki aus seinen Gedanken gerissen. Von nun an Arbeitete er wie eine Maschine. Er begegnete der Frau nicht mehr und doch war er die ganze Zeit mit seinen Gedanken bei ihr. Als er Vier Stunden später wieder auf der Basis landete war er noch immer total durcheinander doch da auch die anderen beiden Müde und fertig waren viel es nicht auf das er anders war. Er fuhr nach hause und ging in sein Schlafzimmer. Dort nahm er das Bild von Biggi in die Hand. Es Klopfte und als er nicht antwortete öffnete sich langsam die Tür. Karin steckte den Kopf herein und fragte ihn ob alles ok sei. ``ich hab Biggi gesehen´´ sagte er leise als Karin schon wieder gehen wollte. Doch nun kam sie wieder herein. ``Biggi ist Tod Thomas.´´ ``ja ich weiß ja´´ nickte er und stellte das Bild weg. ``Hab mich vermutlich getäuscht´´ er lächelte Karin an und stand auf. ``Das mit Heidi ist ja ein Ding ne, Drillinge hätte auch keiner von uns erwartet. Ich hoffe das Laura bei einem bleibt zumindest fürs erste´´ er die beiden gingen nach Unten und begannen das Abendessen vorzubereiten wobei Thomas sich mehr mit Max beschäftigte als mit dem Essen.

Laura trug ihre Einkäufe hoch als ihre Mutter sie abfing. ``Du sollst nicht so schwer tragen´´ Laura verdrehte die Augen und gab ihr die Tasche. Seid Wochen mischte Vera sich immer wieder ein. Sie verbot ihr dies und jenes und war über fürsorglich. Es wurde langsam immer Schlimmer. Laura hatte das Gefühl erdrückt zu werden. Nur selten schaffte sie es Vera zu Unterbrechen und Rauszuschmeißen. Laura schloss ihre Tür auf und ließ Vera herein. Diese sah sich Kritisch um. ``Ich hab da so ein Buch für Yoga in der Schwangerschaft. Das wird dir gut tun. Es entspannt den Körper ungemein´´ Laura sagte nichts sondern Räumte die Einkäufe weg. ``Gehst du eigentlich zu den Geburtsvorbereitungskursen?´´ ``Ja´´ ``Und gehst du auch regelmäßig zum Arzt?´´ ``nein´´ ``Nein? Wieso das den nicht?´´ ``Karin, Michael und Gabi schauen Regelmäßig nach dem Baby.´´ ``Aber sie haben keine Technischen Apparate wie z.B ein Ultraschallgerät.´´ ``Die Strahlungen sind eh nicht gut für mein Baby.´´ ``Aber es gibt dir die Sicherheit das alles in Ordnung ist.´´ Vera hatten sich vor ihr aufgebaut. ``Ich möchte das du Regelmäßig zu den Untersuchungen gehst. Heut zu Tage muss man die Chancen nutzen die man hat.´´ ``Das ist mein Bauch und ich sage das es Reicht wenn die anderen nach dem Baby sehen.´´ schrie Laura. Dirk war rein gekommen und stand nun im Türrahmen. Er hatte Ebenfalls einen Wohnungsschlüssel. ``Und ich bin deine Mutter und sowohl für dich als auch für dein Baby verantwortlich und ich will…´´ ``Was du willst ist mir egal´´ brüllte Laura und krümmte sich kurz zusammen da sie einen Tritt von ihrem Baby bekommen hatte. Vera ging besorgt auf sie zu. ``Lass mich´´ schrie Laura, hielt sich den Bauch und rannte an ihrer Mutter vorbei. Nun merkte sie auch das Dirk da war. Sie sah ihm Kurz in die Augen und verschwand dann im Schlafzimmer. Vera wollte ihr nach doch Dirk hielt sie fest. ``Es ist besser wenn du gehst´´ sagte er und sah sie Eindringlich an. Vera sah ihn abschätzend an und verließ dann die Wohnung. Dirk ging zu Laura und setzte sich neben sie. Laura Kuschelte sich an ihn und Weinte. ``ich halte das nicht mehr aus. Ich kann einfach nicht mehr. Jedes mal wenn ich mich aufrege tritt das Baby mich und jedes Mal wird es schlimmer.´´ Dirk hörte ihr einfach nur zu und beruhigte sie langsam wieder. Ihm tat es sehr weh Laura so zu sehen. Irgendwann schlief sie erschöpft ein. Dirk blieb bei ihr Liegen.

Zwei Tage später wiederholte sich die Situation. Vera redete auf Lisa ein sich in der Klinik untersuchen zu lassen, einen Babykurs zu machen usw. Sie gab ihr Ratschläge die Laura gar nicht brauchen konnte und die eigentlich völligüberflüssig waren. ``Lass mich endlich in Ruhe´´ brüllte Laura. ``Nein das werde ich nicht. Du bist erst Sechzehn und bekommst ein Baby.´´ ``Ich kann nicht mehr ich gehe´´ brüllte Laura zehn Minuten später und lief in ihr Zimmer. Dort stopfte sie ein Bisschen Wäsche in eine Tasche und lief Richtung Haustür. ``Wohin willst du? Du bleibst hier´´ ``Nein, ich fahre zu Dirk und du wirst mich nicht aufhalten´´ Laura lief die Treppe runter und Vera lief ihr nach. ``Laura bleib stehen. Ich habe die Verantwortung für dich und will doch nur dein Bestes.´´ Laura hörte nicht auf sie sondern lief die Straße entlang. Sie weinte und schimpfte vor sich hin während sie durch die Stadt rannte. Mehrere Passanten drehten sich nach ihr um doch Laura bemerkte das gar nicht. Irgendwann erreichte sie Dirks Wohnung. Sie Klingelte Sturm doch da keiner öffnete ließ sie sich weinend vor die Tür sinken. Eine alte Dame kam durchs Treppenhaus und sah sie. ``Laura, was ist den mit Dir passiert?´´ fragte sie entsetzt und suchte den Schlüssel für Dirks Wohnung. ``Danke Magdalena. Dirk ist nicht da und ich hab es bei meiner Mutter nicht mehr ausgehalten. Langsam ging sie durch den Flur ins Wohnzimmer. Dort legte sie sich aufs Sofa. Sie war noch immer total aufgeregt. ``Kann ich sonst noch etwas für dich tun?´´ ``Nein Danke.´´ lächelte Laura. Magdalena nickte und verließ Dirks Wohnung. Sie kannte die beiden jetzt schon eine weile und sie fand es super wie sie zusammen hielten. Dirk hatte ihr einmal zur Sicherheit einen Ersatzschlüssel gegeben.

Laura schlief nach Kurzer Zeit ein. Als Dirk nach Hause kam flog er fast über Lauras Tasche. Entsetzt sah er auf seine Freundin die auf dem Sofa lag. Er rannte zu ihr und rief gleichzeitig seinen Vater an. ``Laura, hörst du mich?´´ er klopfte ihr auf die Wange. Es dauerte eine weile bis Laura reagierte. Erleichtert nahm Dirk sie in den Arm. ``ich hab das nicht mehr ausgehalten. Ich konnte einfach nicht mehr´´ flüsterte sie. Zehn Minuten später kam Michael und Untersuchte sie. Zum Glück war nichts Passiert und dem Baby ging es gut doch er bestand darauf das sie sich ausruhte und liegen blieb. Er gab ihr ein leichtes Beruhigungsmittel das dem Baby nicht schadete und kurz darauf schlief sie ein.

Michael und Dirk gingen in die kleine Küche. ``Papa, ich möchte Laura Heiraten ich bin sicher das sie einverstanden ist.´´ ``Hast du dir das gut überlegt? Ich meine sie ist Sechzehn und du bist Achtzehn.´´ ``Ja ich bin mir sicher.´´ ``Gut dann Heirate sie aber du weißt das du Veras und Thomas Einverständnis brauchst.´´ ``Ja ich weiß. Veras hab ich schon.´´ ``Wie hast du das den geschafft?´´ fragte Michael überrascht. ``Den einen Abend wo ich da war musste Vera mehrere Sachen unterschreiben. Sie war so darauf Fixiert ganz schnell alles zu Unterschreiben damit sie die Vormundschaft hatte das sie nicht genau gekuckt hat was sie Unterschreibt. Ich habe vorher die Einverständniserklärung dazwischen gelegt. Ich meine wenn ich sie dann nicht gebraucht hätte währe es auch ok gewesen aber so hatte ich die Sicherheit Laura helfen zu können.´´ Michael musste Lachen. Dann nahm er seinen Sohn in den Arm. ``Ich wünsche euch viel Glück.´´ ``Danke.´´ Eine Halbe Stunde später ging Michael und Dirk trug Laura ins Bett. Als sie am Morgen neben ihrem Freund erwachte lächelte sie ihn an. ``So habe ich mir das immer Gewünscht. Und in zwei Monaten haben wir ein Kind´´ sie lächelte ihn an und gab ihm einen Kuss. ``Laura, möchtest du das wir eine Familie sind. Das wir zusammen abends ins Bett gehen und gemeinsam morgens aufwachen? Möchtest du mich Heiraten?´´ Laura sah ihn verdutzt an. Erst begann sie zu strahlen doch dann wurde sie Traurig. ``Was ist?´´ wollte Dirk wissen. ``Vera, sie wird das nie erlauben.´´ ``Mach dir mal keine Sorgen.´´ Dirk erklärte es ihr und schon begann sie zu strahlen. Sie begann in Stürmisch zu Küssen. Sie bleiben noch eine ganze weile liegen. Schließlich machte Dirk frühstück und danach machte ner sich auf den Weg zu Thomas.

``Hallo Thomas, Hast du einen Moment zeit?´´ ``Ja natürlich. Komm rein´´ Sie setzten sich ins Wohnzimmer. ``Ich Liebe Laura und ich möchte sie Heiraten´´ Thomas brauchte einen Moment bis er realisiert hatte was Dirk gerade gesagt hatte. ``Na ja einen Besseren als dich ganz sie eh nicht bekommen´´ meinte er dann grinsend und nahm seinen Schwiegersohn in Spee in den Arm. Er Unterschrieb die Erklärung und wünschte den beiden viel Glück. Dann Fuhr er mit Dirk zu Laura und holte sie ab. Laura hatte eine Schicke Jeans angezogen und ihre Schönste Umstandsbluse. Die Haare hatte sie Hochgesteckt. Dirk war begeistert. Zusammen Fuhren sie zum Standesamt. Ein Freund von Michael arbeitete dort und sie hatten noch Kurzfristig einen Termin bekommen. Dort trafen sie auf Karin und Michael. Max hatten sie Natürlich dabei. Thomas hatte Lisa bescheid gesagt und sie kam Kurz nach ihnen mit Philipp. Als sie nun vollständig waren wurden Dirk und Laura getraut. Karin war Lauras Trauzeugin Und Jan Dirks. Jan ist ein Studienkollege von ihm und sie waren sehr gute Freunde. So Glücklich wie bei dem Hochzeitskuss war Laura schon lange nicht mehr gewesen. Nach der Trauung fuhren sie in ein kleines Restaurante an einem See. Nach dem Essen gingen Dirk und Laura Spazieren. ``Bist du sicher das du es nicht Bereust? Ich meine das war jetzt alles arg Überstürzt.´´ ``Nein Laura ich liebe dich Über alles und ich Wünsche mir nichts Sehnlicher als mit dir ein gemeinsames Leben zu haben. Natürlich hätten wir mit der Hochzeit noch warten können aber wenn das im Moment die einzige Möglichkeit ist das wir zusammen sind ist das für mich in Ordnung.´´ Er Küsste sie Zärtlich. Als sie am Abend nach Hause kamen wartete Vera bereits auf sie. ``Was fällt dir eigentlich ein so lange weg zu sein ohne mit bescheid zu sagen? Ich habe mir sorgen gemacht. Immerhin bin ich für euch beide Verantwortlich.´´ ``Nein Vera das bist du nicht´´ sagte Laura ruhig. Dirk schloss die Tür auf und hob sie hoch. Dann trug er sie über die Türschwelle. Vera wollte ihnen folgen doch Laura machte ihr Tür vor ihrer Nase zu.

``Das wird sie nicht auf sich Sitzen lassen.´´ stellte Laura leicht amüsiert fest. Dirk zuckte nur die Schultern. Er legte Laura aufs Sofa und bat sie kurz zu warten. Gespannt sah Laura zu wie Dirk Kerzen verteilte, sie anzündete und das große Licht ausmachte. Dann setzte er sich neben Laura und zog ihr ihre Bluse aus. Dabei Küsste er sie immer wieder. Laura genoss seine Zärtlichkeiten. Als Dirk ihr ihre Bluse ausgezogen hatte sah er sie lächelnd an. Er wusste das Laura nicht mit ihm schlafen wollte solange sie Schwanger war und für ihn war das Ok. Er wusste wie er sie auch anders verwöhnen konnte. Er griff hinter sich ins Regal und holte eine Flasche mit Arnikaöl von Weleda heraus. Etwas von dem Öl träufelte er auf seine Hand und begann dann Laura zu Massieren. Zärtlich verrieb er das Öl auf ihrem Bauch. Laura schloss die Augen und genoss es. Es dauerte nicht lange und sie war total entspannt. Dirk lächelte als er ihren Glücklichen Gesichtsausdruck sah. Eine Ganze stunde verwöhnte er Laura mit seiner Massage. Immer wieder zwischendurch Küsste er sie. Laura konnte spüren wie auch das Baby ruhiger wurde.

Zur gleichen zeit kam Thomas auf den Friedhof. Als er um die Ecke bog sah er eine Frau vor Biggis Grab sitzen. Sie hatte die gleichen Braunen, kurzen Haare wie Biggi sie hatte. Er blieb wie angewurzelt stehen und beobachtete sie. Bevor er jedoch zu ihr gehen konnte stand sie auf und war im nächsten Augenblick verschwunden. Thomas schüttelte kurz den Kopf. Er musste sich getäuscht haben. Langsam ging er auf Biggis Grab zu und Kniete sich hin.

``Hallo Biggi, Kannst du mir nicht sagen wer die Frau eben war? Ja ich weiß, du kannst es mir nicht sagen schon klar. Ich glaube echt ich werde langsam verrückt. Ich meine ich sehe dich aber du bist Tod.

Ok reden wir über was anderes. Philipp fragt jetzt immer öfter nach dir und nächstes Mal bringe ich ihn mal wieder mit. Aber sonst geht’s ihm Gut auch wenn er Laura etwas vermisst. Sie hat ja bis Heute bei Vera gewohnt. Aber nachdem es Gestern wiederholt Heftigen Streit gab ist sie ausgezogen. Ich denke das war auch jetzt höchste Zeit den das Baby bekommt das ja auch alles mit. Damit sie nun bei Dirk bleiben kann hat er sie geheiratet. Ich hoffe so sehr für die beiden das sie es schaffen und eine richtig Glückliche Familie werden. Ich wünsche es ihr wirklich nach allem was sie bisher durchgemacht hat. Lisa ist in der Schule Richtig gut geworden und sie ist kaum zu Hause. Dauernd ist sie mir ihren Freunden unterwegs aber auch ihr gönne ich es. Sie Blüht wieder richtig auf. Nach deinem Tod ist sie ziemlich zusammen gebrochen. Du weißt ja was dann noch alles Los war. Sie ist sehr still geworden und zog sich immer mehr zurück. Es macht mich richtig froh sie wieder so Glücklich zu sehen.

Heidi hat ja jetzt ihre Drillinge und sie ist ganz schön im Stress. Jens genauso. Er ist oft Müde wenn er zum Dienst kommt aber er schlägt sich Tapfer. Julia und Kevin sind zusammen gezogen und bei Gabi und Ralf gibt’s nichts neues.

Na ja dann ist da noch Maike. Sie ist die erste Frau seid deinem Tod mit der ich mir ein Leben vorstellen könnte. Sie bedeutet mir sehr viel. Ich hoffe wir haben deinen Segen. Sie Liebt Philipp und er sie, ich glaube wir haben wirklich eine gute Chance. Ich hoffe du verstehst das ich nicht weiter alleine sein Möchte.´´

Thomas schwieg eine weile. Dann stand er auf und verabschiedete sich von Biggi. Als er zur Basis kam um seinen Dienst anzutreten war Karin im AR. ``Hallo wartest du auf Michael?´´ ``Ja, was ist los, du kuckst so komisch´´ wollte Karin sofort wissen. Max kam um die Ecke und lief auf Thomas zu. Er hielt ihm ein Blatt von einem Baum hin und verschwand ohne ein Wort wieder nach draußen. Thomas sah ihm nach. ER musste grinsen und drehte das Blatt in seinen Fingern. ``Thomas?´´ ``Was?´´ er drehte sich um und sah Karin fragend an. Diese wiederholte ihre Frage. ``Ich…Ich habe sie wieder gesehen?´´ ``Wen?´´ ``Na Biggi, ja ich weiß es kann nicht Biggi gewesen sein.´´ er hob abwehrend die Hand und ging sich umziehen. Karin sah ihm besorgt nach. Kurz darauf kam die A-Crew von ihrem Einsatz zurück. Jens verschwand sofort in der Umkleide. Er wollte so schnell wie möglich nach Hause. Max lief auf seinen Vater zu und der fing ihn Lachen auf. Dann begrüßte er Karin. Peter sah den dreien kurz zu bevor er in Julias Büro ging. ``Hallo Peter, was kann ich für dich tun?´´ wollte Julia gestresst wissen. ``Ich muss mit dir reden´´ ``Dann leg los´´ Julia legte die Unterlagen zur Seite. Atmete tief durch und sah ihn auffordernd an. Für ihre Crew nahm sie sich auch im größten Stress noch Zeit. ``Stellas Schwägerin ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihr Bruder ist nun mit den drei Kindern (½ , 3, und 13) alleine. Stella Fliegt nächste Woche zu ihm. Oliver nimmt sie natürlich mit. Sie wird wohl länger weg bleiben und sie hat mir die Entscheidung offen gelassen ob ich mit ihr Fahre oder ob ich hier bleibe. Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen aber ich werde sie begleiten. Ich muss hier also Kündigen.´´ er senkte den Kopf und sah auf seine Hände. Eine weile schwiegen sie beide. ``Ich verstehe deine Entscheidung gut. Auch wenn es mir sehr schwer fällt dich gehen zu lassen das weißt du aber es ist deine Entscheidung. Ich werde mich um eine Nachfolge für dich Kümmern´´ nickte sie und gab ihm die Hand. ``Danke´´ sagte er und verließ das Büro.

``Papa´´ rief Oliver begeistert als er seinen Vater sah. Lachen lief er auf ihn zu. Peter fing seinen Sohn auf und drückte ihn kurz. Dann stellte er ihn wieder hin und Oliver verschwand zu ihren Freunden um mit ihnen Fahrrad zu Fahren. Peter seufzte und ging zu seiner Frau. Diese war am Kofferpacken und gab ihm nur einen flüchtigen Kuss. ``Ich habe mich entschieden´´ sagte Peter und setzte sich auf einen der Stühle am Küchentisch. Stella drehte sich um und sah ihn fragend an. ``Ich muss ja wohl nicht fragen wie sie ausgefallen ist. Dein Job war dir eh immer wichtiger. Ich sag dir Peter lange mache ich das nicht mehr mit. Oliver bekommt dich ja kaum noch zu Gesicht.´´ Sie drehte sich um und arbeitete weiter. Wieder kam die Wut in ihr hoch. ``Ich Fahre mit´´ Stella wollte gerade zu neuen Vorwürfen ansetzten als sie realisierte was er gerade gesagt hatte. ``Sag das noch mal.´´ bat sie und kam langsam auf ihn zu. ``Ich komme mit dir mit. Ich habe heute mit Julia gesprochen´´ Müde sah er sie an. Es würde ihm gut tun eine weile Pause zu machen. Stella lächelte ihn Glücklich an. ``Du hast dich wirklich für uns entschieden? Du gehst mit nach Spanien zu Enrico und den Kindern?´´ Peter nickte. Glücklich Küsste Stella ihren Mann. Er gab ihrer Ehe noch eine Chance und die wollte sie auf alle fälle nutzen. Sie hatte schon Angst gehabt das sie zerbrechen würde weil Peter kaum noch zu hause war. Doch das er sich jetzt für sie und gegen Seine Kollegen Entschieden hatte zeigte ihr das es ihm wichtig war.

``Och man, können die uns nicht am Sonntagmorgen alle in Frieden lassen?´´ murrte Laura. Sie lag an Dirk gekuschelt ihm Bett und hatte überhaupt keine lust aufzustehen. Dirk lächelte sie an und gab ihr einen Kuss. Dann stand er auf und ging zur Tür. Davor standen Vera und Fr. Schnapp. Er stöhnte und überlegte ob er sie überhaupt reinlassen sollte. Dann öffnete er doch die Tür. ``Wo ist sie?´´ wollte Vera wissen. ``Ich wünsche dir auch einen wunder schönen Guten Morgen. Und wo ist wer?´´ Dirk lächelte sie ungerührt an und bat sie herein. Vera stürmte ins Wohnzimmer und sah sich um Überall standen Kerzen. Lauras Bluse und ihr BH lagen neben dem Sofa. Ebenso Dirks Hemd da Laura auch ihn gestern Abend noch Massiert hatte. Entsetzt sah Vera sich um. Für sie sah alles nach einer wilden Nacht aus. Dirk merkte das Natürlich und grinste Amüsiert während er begann alles aufzuräumen. ``Sehen sie was ich meinte? Und hier will meine Tochter Leben, gegen meinen Willen. Das hier ist keine Umgebung für ein Kind.´´ Dabei hob sie Lauras BH hoch. Dirk nahm ihn ihr weg und sagte gar nichts. Er grinste nur vor sich hin und Räumte weiter auf. Fr. Schnapp ging von einem Zimmer ins nächste und sah sich um. Doch sie sagte nichts. Als sie ins Schlafzimmer kam stand Laura gerade vor dem Spiegel. Sie trug nur einen BH und einen Slip. Dadurch sah man ihren Kugelrundenbauch auf den sie mittlerweile richtig stolz war. Laura drehte sich um und sah Fr. Schnapp an. Ihr war es völlig egal was diese Person von ihr Dachte. Sie lebte nun bei Dirk und niemand würde sie von hier weg bekommen. ``Guten Morgen´´ sagte sie Freundlich. ``Guten Morgen. Kannst du mir die Momentane Situation erklären?´´ wollte Fr. Schnapp wissen während sie sich im Zimmer umsah. ``Ich bin bei Vera ausgezogen´´ erklärte Laura und zog ihre Jenas an. Darüber zog sie ein T-Shirt und eine Weste. Nachdem sie fertig war zog sie noch ihre Socken und ihre Turnschuhe an. Prüfend betrachtete sie sich im Spiegel. ``Aber du weißt doch das das nicht geht. Wenn du nicht bei deiner Mutter Wohnst musst du in ein Mutter-Kind-Heim.´´ Laura verdrehte die Augen und ging ins Wohnzimmer wo Dirk gerade die letzten Sachen aufräumte. Vera lief die ganze Zeit hinter ihm her und redete auf ihn ein. Laura gab Dirk einen Kuss und setzte sich aufs Sofa. ``Ich fahre gleich Einkaufen. Ist es Ok wenn wir das Zimmer neben dem Schlafzimmer zum Kinderzimmer machen? Ich wollte gleich mal zu Opa Robert fahren und ihn Besuchen. Danach wollte ich in den Baumarkt.´´ Das die beiden Frauen da waren Ignorierte sie einfach. Dirk nickte ihr zu. ``Halt, stopp es reicht. Laura du bist Minderjährig und hast dich von diesem Jungen Mann Schwängern lassen. Jetzt musst du auch die Konsequenzen tragen. Das bedeutet entweder du wohnst bei mir oder im Heim´´ schrie Vera. Sie war völlig außer sich. Laura sah ihre Mutter verdutzt an. So kannte sie sie nicht an. ``Hör mal zu und Krieg dich mal wieder ein. Dirk und ich sind seid Gestern Verheiratet. Du kannst jetzt gar nichts mehr tun. Dirk, ich und unser Baby werden zusammen Leben und ihr werdet uns nicht Trennen.´´ rief Laura aufgebracht. Vera hielt entsetzt die Luft an. ``Das ist nicht war. Das kann überhaupt nicht sein´´ antwortete sie. ``Hier ist die Heiratsurkunde. Deine Unterschrift ist drauf und Papas auch. Von mir aus lass sie testen oder tu sonst was damit aber lass uns endlich in Frieden. Ich habe ja geglaubt nach allem was Damals passiert ist hätten wir jetzt noch mal eine Chance aber du hast es verbockt. Genau wie damals. Nur das du damals zu wenig und jetzt zu viel da warst. Und bevor sie irgendwas sagen Fr. Schnapp ich kann sie nicht leiden und wenn irgendwer vom Jugendamt auf mich aufpassen muss dann tut das Maike. Ist das Klar? Ich bin zwar erst 16 Jahre alt doch ich bin Selbständiger als ihr alle zusammen. Drei von meinen Sechzehn Lebensjahren hatte ich eine Mutter. Den Rest bin ich auch alleine Klar gekommen also. Lasst mich und mein Kind in Ruhe.´´ den letzten Satz sprach sie Langsam und deutlich aus. Dann drehte sie sich zu Dirk um, gab ihm einen Kuss und verließ das Haus. Vera und Fr. Schnapp standen etwas verblüfft in der Wohnung. ``Sie haben es gehört meine Damen. Bitte verlassen sie meine Wohnung.´´ bat Dirk und öffnete die Wohnungstür. Noch immer perplex verließen die beiden die Wohnung. Dirk ging zurück in seine Wohnung und lächelte Stolz. Seine Laura durfte man eben nicht Reizen.

Eine Woche später hatte Julia eine Vorübergehende Vertretung für Peter gefunden und alle zusammen Feierten sie seinen Abschied mit einem Großen fest auf der Basis. Als Peter seinen Kollegen erzählte das er gehen würde waren sie alle sehr Traurig doch alle Verstanden seine Entscheidung und Spanien war ja auch nicht aus der Welt.

Fortsetzung

A-Crew:
Jens Köster
Michael Lüdwitz
Bianca Kaue

B-Crew
Thomas Wächter
Gabriele Kollmann
Ralf Staller

Sonstige Personen: Karin Thaler, Julia Pfau, Vera Wächter, Heidi, Lena und
Mars, Kevin, Maike (Mitarbeiterin des Jugendamtes), Leon (Veras neuer
Freund), Opa Robert,

Lisa(14) und Laura Wächter(16), Philipp Schwerin(4),  Dirk (18) und Max
Lüdwitz(2), Lars(5) und Jascha Kollmann(2), Jasmin Pfau(5), Veronika(6)
(Vero, Kevins Adoptivtochter), Marie, Anna-Lena und Julian Köster,

Um diesen Teil zu verstehen muss man die vorherigen teile von Zweifel
aufmerksam gelesen haben.

Zwei Monate später:
``Dirk wach auf´´ Laura schüttelte Dirk an der Schulter. Sie Atmete Schwer
und der Schweiß stand ihr auf der Stirn. ``Dirk, die Wehen haben
eingesetzt.´´ Sofort war Dirk Hell wach. Er sprang aus dem Bett und zog
seine Jenas an. ``In welchem Abstand kommen die Wehen?´´ wollte er wissen
während er sein T-Shirt überzog. ``Nur wenige Sekunden´´ Japste Laura. Dirk
griff zum Telefon und rief seinen Vater an. ``Ich hoffe es ist wichtig´´
murrte Michael am anderen ende. ``Bei Laura haben die Wehen eingesetzt. Ihr
müsst kommen´´ rief Dirk und legte wieder auf.
``Thomas schnell, bei Laura haben die wehen eingesetzt´´ rief Michael und
weckte auch noch Bianca, die neue. Weil Jens am nächsten Morgen sehr früh
zur Flugtauglichkeitsuntersuchung musste hatte Thomas mit ihm die Schicht
getauscht. Sofort war er hell wach und Rannte mit den beiden anderen zum
Helli.
Dirk hatte Laura auf den Arm genommen. Sie stöhnte und schrie immer wieder
auf. Dirk lief mit ihr nach draußen. Auf dem Feld neben dem Haus landete nur
wenige Sekunden später der Helli. Dirk brachte Laura zu ihm und legte ihn
auf die Trage. Sofort hob Thomas wieder ab. ``Michael tu doch was das tut so
weh´´ schrie Laura schmerzvoll. Dirk saß neben ihr und hielt ihre Hand.
Michael tastete ihren Bauch ab. ``Ich kann dir nichts geben ohne dein Baby
zu gefährden´´ Plötzlich versteinerte sich sein Gesichtsausdruck und er
wurde Hektischer. ``Papa was ist´´ wollte Dirk sofort wissen. Lara schrie
Lauter und schmerzvoller. Thomas drehte sich kurz zu ihr um. Ihm viel es
sehr schwer seine Tochter so zusehen und ihr nicht richtig helfen zu können.
Hektisch sah Michael auf den Monitor der die Herztöne von Laura und ihrem
Baby anzeigte. Er drehte an zwei knöpfen und wurde dann Panisch. ``Thomas
wie weit noch zur Klinik?´´ ``3 Minuten, warum? Was ist los?´´ ``Das dauert
zu lange. Kannst du hier landen?´´ ``Ja da vorne ist ne wiese aber was ist
los?´´ Thomas drehte sich wieder um doch dann musste er sich auf die Landung
Konzentrieren. ``Papa was ist mit Laura, sie schreit nicht mehr und auf mein
Händedrücken reagiert sie auch nicht mehr´´ rief Dirk. Nun waren alle in
Panik bis auf die neue Sanitäterin Bianca. ``Die Herztöne des Babys sind
kaum noch vorhanden und Laura ist Bewusstlos´´ Erklärte Bianca. Thomas
landete und stieg aus. Dirk kam ebenfalls aus dem Heli. Michael folgte
wenige Minuten später. ``Wir müssen hier Operieren sonst schaffen sie es
vielleicht beide nicht.´´ ``Aber… wie willst du hier Operieren?´´ fragte
Dirk und sah sich um. Es war stock dunkel und sie standen irgendwo auf einem
Feld neben einer Stark befahrenen Straße. ``Ich weiß es nicht aber wir
müssen es schaffen. Bianca Assestier mit. Bis wir in der Klinik gewesen
währen und Laura im OP, währe es schon zu spät gewesen´´ ``Wir können´´ rief
Bianca aus dem Heli. Michael nickte seinem Sohn kurz zu und verschwand im
Heli.
Nun begann das Warten. Thomas sah sich um und erkannte in der Dunkelheit
etwas. Langsam ging er darauf zu. Es war das Kreuz das Biggis Todesstelle
Kennzeichnete. Er hatte auf die Koordinaten nicht geachtet als er landete
und hatte so nicht bemerkt das sie genau dort gelandet waren wo Biggi starb.

Dirk lief vor dem Heli auf und ab. Er hörte die leisen Geräusche und wie
Michael immer wieder nach einem Instrument verlangte.
Thomas saß vor dem Kreuz und Bettete. Das hatte er schon lange nicht mehr
getan doch jetzt bettete er dafür das Laura überlebte und auch das ihr Baby
es schaffte. Die Minuten verstrichen sehr langsam und sie kamen ihm wie
Stunden vor. Als er sah wie Bianca aus dem Heli kam lief er zurück zu ihnen.
Biancas Gesichtsausdruck verriet überhaupt nichts. ``Und?´´ wollte Dirk
wissen. ``Laura ist noch immer Bewusstlos aber ihre Werte sind ansonsten
wieder im normal bereich.´´ ``Und das Baby?´´ fragte Dirk ängstlich. Bianca
senkte den Kopf. Hinter ihr verließ Michael den Helikopter. Auf dem Arm trug
er eine Rettungsdecke in die etwas eingewickelt war. Dirk rannte sofort auf
ihn zu. Michael sah ihn Traurig an. ``Es tut mir Leid. Ich konnte ihr nicht
mehr Helfen.´´ Dirk sah ihn entsetzt an und nahm das Bündel in seine Arme.
Vorsichtig sah er auf das kleine Gesicht das keine Regung zeigte. Langsam
ging er von den anderen weg und drückte den kleinen Körper an sich. Die
Erwachsenen ließen ihn. Dirk kam Biggis Kreuz immer näher. Tränen liefen ihm
übers Gesicht. Würde Laura das schaffen wenn sie erfuhr das ihr Baby Tod
war? Er Kniete sich vor das Kreuz und legte das Gesichtchen des Babys frei.
Zwei Dunkelbraune Augen sahen ihn überrascht an. Dirk bemerkte es erst gar
nicht sondern legte seine Wange an das Köpfchen des Babys. Er spürte die
Wärme und Atmete den Babygeruch ein. Noch immer weinte er. Er wunderte sich
nicht darüber das der kleine Körper noch warm war. Immerhin hatte er bis
gerade in Lauras Bauch gelegen. Plötzlich begann das Baby leise zu weinen.
Erst jetzt bemerkte er das das Kind auf seinem Arm lebte. Er sah ihn die
Dunklen Augen die ihn Interessiert musterten und konnte es nicht glauben. Er
nahm ein kleines Händchen und legte seinen Finger hinein. Sofort fasste das
Baby zu. Nun liefen Dirk Glückstränen übers Gesicht. Sein Baby lebte.
Thomas musste mit den Tränen Kämpfen. Er stieg in den Heli und setzte sich
neben seine Tochter. Vorsichtig strich er ihr über den verschwitzten Kopf.
Er war froh das wenigstens sie lebte.
Michael und Bianca standen vor dem Heli. Dirk kam auf sie zu. Michael sah
seinem Sohn traurig entgegen. ``Es ist ein Mädchen nicht war?´´ fragte Dirk.
Michael nickte Langsam. Vorsichtig nahm Michael das Baby auf seinen Arm.
``Ist sie nicht süß? Meine Tochter? Wie geht es Laura?´´ wollte er wissen.
``Papa wo ist das Baby? Und wo ist Dirk?´´ Thomas wollte gerade aus dem Heli
steigen als er Lauras stimme hörte. Langsam drehte er sich um. ``Wie geht es
dir? Hast du Schmerzen?´´ fragte Thomas sofort. ``Ich möchte erst mein Baby
und Dirk sehen´´ antwortete Laura. Thomas wurde Traurig. ``Ok Moment´´ sagte
er leise und öffnete die Winschtür. ``Laura ist wach und möchte ihr Baby und
Dirk sehen´´ Er sah verzweifelt zu Michael. Dirk begann zu Strahlen. Er nahm
seine Tochter auf seinen Arm und ging zum Heli. Ihn verwunderte es das
Michael noch immer nicht gemerkt hatte das die kleine Lebte. Er sah noch
einmal in das kleine Gesicht um sich zu vergewissern. Dann öffnete er die
Tür und kletterte in den Heli zu Laura. ``Hallo mein Schatz´´ er gab ihr
einen Zärtlichen Kuss. ``Ist mein Baby Tod?´´ wollte Laura wissen. Dirk sah
sie Überrascht an. ``Wie kommst du darauf?´´ ``Ich weiß nicht. Kurz bevor
ich aufgewacht bin hatte ich so ein Gefühl´´ sie zuckte die Schulter und sah
ihn an. ``Das ist unsere Tochter´´ er gab ihr die kleine und Laura begann zu
lächeln. Sie gab der kleinen einen Kuss auf die Stirn und streichelte sie
Zärtlich. ``Aber du hast recht. Auf dem Flug bist du Bewusstlos geworden und
die Herztöne unseres Babys waren kaum noch vorhanden. Thomas ist dann
gelandet und Michael und Bianca haben dich Operiert. Als er aus dem Heli
stieg sagte er das er nichts für die kleine tun konnte. Ich hab es auch
gesehen. Sie hat keine Regung gezeigt. Eigentlich hätte sie ja schreien
müssen. Auf jedenfall bin ich mit ihr ein stück gelaufen bis zu der stelle
an der Biggi starb. Als ich sie wieder ansah hab ich in ihre Braunen Augen
gesehen. Papa hat noch immer nicht gemerkt das sie Lebt. Ich weiß nicht
warum. Vielleicht will sie nicht das er es merkt´´ sie mussten beide lachen.
Die kleine verzog das Gesicht so das es aussah als würde sie ebenfalls
Lachen. Dirk und Laura Küssten sich Zärtlich als Michael die Winschtür
öffnete. Verdutzt sah er in die strahlenden Gesichter. Ohne etwas zu sagen
zeigte Dirk auf die kleine die an Lauras Brust lag und trank. ``Aber… wie
ist das möglich?´´ fragte Michael völlig Perplex. ``Ich weiß es nicht. Als
ich sie wieder ansah sah ich in ihre Braunen Augen. Sie Lebt Papa, unsere
kleine Lebt.´´ rief Dirk und viel seinem Vater um den Hals. Dieser konnte
sich das noch immer nicht erklären doch er freute sich mit den anderen.
``Nun kommt aber wir müssen in die Klinik. Ich möchte sichergehen das es
beiden gut geht´´ sagte Michael. Die anderen nickten und stiegen ein. ``ich
hoffe aber ich muss nur so lange bleiben wie es unbedingt sein muss´´ sagte
Laura und sah ihn bittend an. Michel nickte nur. Er konnte es noch immer
nicht glauben.
Zwei Stunden später kamen sie auf der Basis an. Da Michael dem Arzt
versichert hatte auf sie aufzupassen durfte sie mit nach Hause. Keiner von
ihnen hatte mal daran gedacht den Rest der Mannschaft zu Informieren. Nun
kam Julia völlig aufgelöst auf sie zu gelaufen. ``Könnt ihr mir mal verraten
wo ihr wart? Über Funk habt ihr nicht Reagier, ihr seid seit drei Stunden
spurlos verschwunden gewesen und die Leitstelle macht mir die Hölle heiß.´´
Erst jetzt sah sie das auch Dirk und Laura dabei waren. ``Können wir erst
mal rein gehen? Mir wird kalt´´ bat Laura. Natürlich nickten die anderen
sofort und so liefen sie alle in den AR. So langsam spürte man den
Spätherbst richtig. Der Wind wehte ganz schön doch heute morgen hatten sie
das vor Lauter Aufregung kaum war genommen. ``Dirk hat heute Morgen
angerufen. Bei Laura hatten die Wehen eingesetzt. Wir haben sie mit dem Heli
abgeholt. Unterwegs gab es einige Komplikationen deswegen musste Thomas
landen. Wir haben die kleine per Kaiserschnitt geholt da die Herztöne kaum
messbar waren und Laura bereits Bewusstlos war. Zu erst sah es so aus als
würde die kleine es nicht schaffen aber sie Lebt. Wir sind dann in die
Klinik geflogen und dort wurden die beiden noch einmal Untersucht. Es ist
soweit alles in Ordnung. Laura durfte unter der Voraussetzung nach Hause das
wir auf sie aufpassen und sie sich schont.´´ erklärte Michael. ``Und warum
habt ihr auf meine anfragen über Funk nicht Reagiert?´´ ``wir haben keine
bekommen´´ erklärte Thomas. Max verschwand sofort nach draußen um sich die
Funkanlage anzusehen. Julia beglückwünschte Laura und Dirk und begutachtete
die kleine. ``Wie heißt sie den?´´ ``Lea´´ antwortete Laura und gab ihrer
Tochter einen Kuss auf die Stirn.
Eine halbe stunde später kam Max wieder herein. ``Man ist das ein Wetter da
draußen. Jetzt hat es auch noch angefangen zu Regnen.´´ schimpfte er. ``Also
die Funkanlage hat einen Wackelkontakt. Bis ich das wieder Gerichtet habe
dauert es noch eine weile.´´ ``Ok dann würd ich sagen ich meld euch ab und
ihr fahr schön nach Hause.´´ sagte Julia und verschwand im Büro.
Thomas fuhr Dirk und Laura nach Hause und dann zu einem Haus das bei ihnen
in der nähe war. Nach Zehn Minuten traf auch der Makler ein und zeigte ihm
alles. Das Haus war groß und Gemütlich. Es gab drei Stockwerke, einen Großen
Garten und eine nette Terrasse. Thomas war sofort begeistert. Er sagte
sofort ja da es auch noch andere Interessenten gab. Mit der Bank hatte er
schon gesprochen. Zwar war es bei Karin und Michael nett aber wenn er
wirklich mit Maike zusammen ziehen würde wollte er mit ihr und Philipp in
einem eigenen Haus wohnen. Zufrieden fuhr er zum Kindergarten um Philipp
abzuholen.
``Was machst du den hier Papa?´´ wollte er wissen. ``Ich hol dich heute mal
ein bisschen Früher ab. Laura hat ihr Baby bekommen und ich habe ein Haus
für uns gekauft´´ erklärte er seinem Sohn. ``Laura hat ein Baby, Laura hat
ein Baby´´ rief er begeistert. ``Wie heißt er den?´´ Thomas zog ihm seine
Schuhe an und lachte. ``Es ist ein Mädchen und sie heißt Lea´´ Philipp
machte ein leicht enttäuschtes Gesicht doch dann begann er wieder zu
strahlen. ``Ok dann bringe ich ihr bei wie man Fußball spielt´´ ``Tu das´´
lachte Thomas und zusammen fuhren sie nach Hause.

``Guten Tag, was kann ich für sie tun?´´ fragend sah Heidi die Junge Frau an
die vor der Tür stand. Im selben Moment begannen zwei Kinder zu weinen.
Heidi stöhnte auf. ``Kommen sie doch bitte herein´´ bat sie dann und ging
ins Wohnzimmer. Die drei Babys lagen auf einer Decke im Laufstall. Zwei von
ihnen weinten. Heidi nahm Marie heraus und setzte sie in den Maxicosie der
auf dem Tisch stand. Dann holte sie Julian. Da Anna-Lena im Moment ruhig war
lies sie sie im Laufstall. Dann holte sie zwei Gläschen aus der Küche und
stellte sie auf den Tisch. ``Darf ich?´´ fragte die Fremde Frau und deutete
auf das eine Gläschen. ``Ja gerne wenn sie möchten´´ nickte Heidi dankbar
und bot ihr einen Stuhl an. ``Ich bin übrigens Heidi und das sind Marie und
Julian´´ ``ich bin Bianca´´ die beiden gaben sich die Hand. ``Warum sind sie
eigentlich gekommen? Doch bestimmt nicht um meine Kinder zu Füttern. ``Nein,
eigentlich wollte ich mit Jens sprechen. Er wohnt doch hier oder?´´ ``Ja,
ich bin seine Verlobte. Er musste allerdings heute zur
Flugtauglichkeitsprüfung.´´ Bianca nickte nur und Fütterte Julian weiter.
``Darf ich Fragen wer sie sind?´´ fragte Heidi nach einer weile. ``Ja sie
dürfen. Ich bin die neue Sanitäterin der A-Crew. Peter ist ja gegangen.´´
``Und warum sind sie hergekommen?´´ ``Ich muss mit Jens sprechen. Ist aber
nicht so wichtig´´ Nach dem alle drei gegessen hatten brachten sie die Babys
ins Bett. Zehn Minuten bevor Jens nach Hause kam verließ Bianca das Haus.
``Hallo mein Schatz, sind die kleinen schon im Bett?´´ ``Ja wir haben sie
eben hingelegt?´´ ``Wir?´´ ``Ja, Bianca, deine neue Sanitäterin war da. Sie
wollte mit dir reden´´ Jens dachte kurz nach doch ihm viel kein Grund ein
warum Bianca mit ihm reden wollte. Also half er Heidi beim Aufräumen und
setzte sich dann mit ihr ins Wohnzimmer. Während er ihre Füße Massierte
unterhielten sie sich.

``Papa, wann ziehen wir endlich um?´´ wollte Philipp zum wiederholten male
wissen als Thomas ihn ins Bett brachte. ``Es dauert nicht mehr lange. Noch
zwei mal Schlafen dann ist es soweit.´´ ``Und dann kann ich Laura immer
Besuchen wann ich will?´´ ``Wenn sie einverstanden ist, ja´´ Thomas lächelte
und sah zu wie Philipp in sein Hochbett kletterte. Er streckte den kopf noch
einmal über die Umrandung. ``Und Maike zieht mit ein?´´ ``Möchtest du das
den?´´ ``Ja. Gute Nacht´´ und schon war sein Kopf verschwunden. Thomas
lachte und verließ das Zimmer nachdem er das Licht ausgemacht hatte.
Im Wohnzimmer traf er auf Karin und Michael. ``Warst du heute bei Laura und
Lea?´´ fragte Thomas an Karin gerichtet und setzte sich in einen der Sessel
vor dem Kamin. ``Ja, den beiden geht’s Prima.´´ ``Es ist echt super wie die
drei das geregelt Kriegen. Ich glaube nicht das ich das ihn ihrem alter
geschafft hätte.´´ sagte Thomas und seufzte. ``Laura ist in einer anderen
Situation als du damals. Überleg mal was sie alles durchgemacht hat. Sie ist
so Selbstbewusst und stark das ist echt Klasse. Und Dirk ist auch seinem
Alter voraus. Die beiden Schaffen das darin besteht überhaupt kein Zweifel´´
sagte Karin und sah die beiden Männer an. Diese nickten. Sie waren Stolz auf
ihre Kinder und auf ihre Enkelin. ``Steht eigentlich jetzt fest ob und wann
Max seine Augen OP bekommt?´´ ``Ja, so wie es aussieht hat er wirklich eine
Chance irgendwann sehen zu können. Die OP ist sehr Riskant und es kann viel
Schief gehen. Sie muss in den USA gemacht werden und dort gibt es eine lange
warte Liste. Wenn wir Glück haben bekommen wir in einem halben Jahr einen
Termin. Es kann aber auch noch länger dauern.´´ Eine weile schwiegen sie
alle und hingen ihren Gedanken nach. ``Ich gehe dann mal hoch und packe noch
ein Bisschen´´ sagte Thomas schließlich und verabschiedete sich von seinen
beiden Freunden.

``Bleib liegen süße, ich bring sie dir´´ flüsterte Dirk als Laura aufstehen
wollte. Sie lächelte ihn dankbar an und lehnte sich wieder zurück. Dirk
holte seine Tochter aus ihrem Bettchen im Nebenzimmer und brachte sie zu
Laura. Diese legte sie an die Brust und kuschelte sich an Dirk. Aufmerksam
sah Lea ihre Eltern an. ``Irgendwie erinnern ihre Augen mich immer mehr an
Biggi´´ sagte Laura Plötzlich. ``Ja du hast recht. Als sie mich das erste
Mal ansah hatte ich das Gefühl sie schon lange zu kennen aber ich konnte es
nicht zu ordnen´´ zärtlich strich er seiner Tochter über die Stirn und gab
Laura einen Zärtlichen Kuss. Nachdem die kleine fertig getrunken hatte
brachte Dirk sie wieder in ihr Bett. Nachdem er sich neben Laura gekuschelt
hatte schliefen sie beide schnell wieder ein.

Seid zwei Wochen Lebten sie nun schon mit ihrer kleinen Tochter zusammen.
Karin oder Michael kamen Regelmäßig vorbei um nach Laura und Lea zu sehen.
Auch die anderen Besuchten sie immer wieder. Auch wenn sie nachts kaum
schliefen und es eine große Umstellung war waren sie beide Glücklich.


Zwei Tage später war es endlich soweit. Philipp war ganz aufgeregt und lief
die ganze Zeit durchs Haus. Laura war mit Heidi und den ganz kleinen schon
ins Haus gefahren. Gabi und Julia kamen kurz darauf mit Lars, Jascha, Jasmin
und Vero nach. Zusammen kümmerten sie sich um die Kinder und fingen schon
mal an die Kisten auszupacken die die Jungs schon gebracht hatten. In der
Lüdwitz/Thaler/Wächter Villa herrschte das reinste Chaos. Karin versuchte
vergebens dieses zu Ordnen. Endlich nach Fünf Stunden waren alle Sachen im
neuen Haus. Dort halfen nun alle die Kisten auszupacken. Am Abend waren sie
alle Todmüde aber Glücklich. Die Einzugsfeier wollten sie am Wochenende
machen wenn Thomas, Maike und Philipp sich ein bisschen eingewöhnt hatten.

``Wie haben eigentlich deine Töchter darauf reagiert das wir beide ein Paar
sind und das ich mit euch einziehe?´´ fragte Maike als sie zusammen mit
Thomas auf der Terrasse saß. Thomas schenkte ihr noch etwas Wein ein.
``Genau wie meine Kollegen haben sie sich gefreut. Sie sind froh das ich
nicht mehr alleine bin und das Philipp eine neue Mutter hat. Ich hoffe
nur…´´ ``Was?´´ liebevoll sah sie ihn an. ``Ich hoffe nur das wir beide mehr
Glück haben´´ Fragend sah Maike ihn an. ``Na ja Vera hat mich verlassen als
ich Querschnittsgelähmt war, Biggi ist gestorben nachdem unser Sohn geboren
ist. So langsam hab ich echt Angst.´´ ``ich passe auf mich auf´´ lächelte
Maike und gab ihm einen Kuss. ``Was ist los?´´ wollte sie ein paar Minuten
später wissen weil Thomas abwesend in sein Glas sah. Er schüttelte abwehrend
den Kopf. ``Nun sag schon´´ bat Maike. ``Ich musste wieder an diese Frau
denken´´ ``Welche Frau?´´ ``Ich habe jetzt ein paar mal eine Frau gesehen
die genauso aussieht wie Biggi. Ich weiß ja das sie es nicht sein kann. Sie
ist Tod aber trotzdem. Sie geht mir nicht aus dem Kopf. Sie hat die gleiche
Figur wie Biggi. Die gleichen kurzen Haare und die gleichen Augen.´´ ``Das
hört sich wirklich nach Biggi an obwohl ich sie ja nur von Photos und von
euren Erzählungen her kenne.´´ ``Aber sie ist Tod. Aber…´´ ``Was aber?´´
``Ach das ist viel zu abwegig´´ ``Nun erzähl schon´´ vorderte Maike ihn auf
da sie merkte das es ihn bedrückte. ``Michael musste mal für zwei Jahre ins
Zeugenschutzprogramm. Dafür wurde auch sein Tod vorgetäuscht. Wir alle haben
gedacht er läge in dem Sarg als wir ihn beerdigten. Als er wieder kam hat er
uns alles erklärt.´´ ``Und du glaubst das mit Biggi jetzt das gleiche
währe?´´ ``Ich weiß es nicht aber was für eine Erklärung gibt es sonst
noch?´´ Maike wusste auch nicht weiter und so ließen sie das Thema. Eine
Halbe stunde später gingen sie auch ins Bett nachdem sie noch einmal nach
Philipp gesehen hatten.

Am nächsten Tag feierten sie Veronikas und Jaschas Geburtstag. Jascha hatte
zwar vor ein Paar Tagen doch sie hatten die beiden Feste zusammengelegt.
Morgens feierten sie in den Familien und nachmittags trafen sie sich bei Opa
Robert.

Langsam ging es auf den Winter zu. Das Leben der Familien hatte sich wieder
etwas Normalisiert und die Hochzeit von Gabi und Ralf stand vor der Tür.

``Und bist du schon aufgeregt? Noch Zwei Tage dann ist dein Großer Tag´´
Karin saß mit Gabi auf der Terrasse. Jascha lief tapsig um sie herum. Lars
und Max spielten im Garten. Die beiden hatten kein Problem damit das Max
Blind war. Sie waren es so gewöhnt und hatten ihre eigene Methode entwickelt
damit umzugehen. ``Ja ein bisschen. Im Moment grad bin ich von dem Ganzen
Stress abgelenkt. Obwohl eigentlich hab ich ja kaum was zu tun. Robert und
Ralf hecken irgendwas aus wovon ich nichts wissen darf. Ich habe keine
Ahnung wo die Trauung stattfindet und wo wir hinterher Essen und so. Ich
durfte mich nur um die Einladungen Kümmern und um die Gästeliste.´´ ``ich
glaube nicht das ich das könnte.´´ ``Was bleibt mir den anderes Übrig?´´
lachte Gabi. ``ich hab mir eine Hochzeit in Weiß gewünscht. Mal sehen was
die beiden Planen. Ich vertraue Ralf.´´ Sie machte ein überzeugtes Gesicht.
``Hast du dich jetzt eigentlich für ein Brautkleid entschieden?´´ fragte
Karin und dachte belustigt an den Nachmittag vor einer Woche zurück. Sie,
Gabi, Laura, Lisa, Julia und Heidi waren Brautkleidshoppen gewesen. Es war
sehr Lustig doch wie zu erwarten war konnte Gabi sich nicht entscheiden.
``Ja habe ich. Ich hab mich für das erste entschieden das ich im letzten
Laden anhatte.´´ Karin machte ein begeistertes Gesicht. Als Michael und Ralf
zu ihnen kamen wechselten sie schnell das Thema. ``Ok Michael, ich glaub wir
stören´´ lachte Ralf und gab seiner Zukünftigen einen Kuss. ``Stimmt.´´
lachten die beiden Frauen. ``Magst du mir nicht doch ein klitzekleines
bisschen was verraten?´´ bittend sah Gabi Ralf an. Doch dieser blieb hart
und schüttelte den Kopf. Gabi gab mit einem Lachen auf und zusammen
verbrachten sie noch einen schönen Nachmittag.

Endlich war es soweit. Gabi stand in ihrem Schlafzimmer und hielt sich ihr
Kleid vor den Körper. Es Klopfte leise und nachdem sie das Kleid schnell weg
gehängt hatte öffnete sie die Tür. Herein kamen Julia und Karin. Die beiden
halfen ihr beim anziehen. Unten im Garten erklärte Ralf allen wohin sie
Fahren mussten und verabschiedete sich dann von ihnen. Nach und nach machten
sich alle auf den Weg zu dem von Ralf angegeben Ort. Zum Schluss waren nur
noch Gabi, Julia und Karin übrig. Julia war Gabis Brautjungfer und Karin
ihre Trauzeugin. Als sie die Treppe heruntergingen und das Haus verließen
staunten sie nicht schlecht. Vor dem Gartenzaun stand eine Weiße Limousine.
Max kam auf sie zu und lächelte sie an. ``Du siehst klasse aus Gabi.´´ sagte
er und deutete einen Handkuss an. Gabi lächelte ihn dankbar an. Zusammen
gingen sie zu der Limousine. Max öffnete ihnen die Tür und wartete bis sie
alle drei eingestiegen waren. Dann stieg er vorne ein und fuhr los. Karin
und Julia stießen mit Gabi an und lenkten sie ab so das sie nicht darauf
achtete wohin sie fuhren.
Als er endlich hielt sah Gabi sich das erste mal um doch durch die Getönten
Scheiben sah sie nicht all zuviel. Zu erst stiegen Karin und Julia aus. Dann
folgte Gabi. Staunend sah sie sich um. Sie waren in den Bergen und standen
vor einer kleinen, wunderschönen Kapelle. Überall lag Schnee und glitzerte
in der warmen Sonne. Zum Eingang der Kapelle führte ein Roter Teppich.
Dieser war gesäumt von Blumengestecken mit Weißen Rosen. Da Gabis Vater
nicht mehr Lebte führte ihr Schwiegervater Markus sie zum Alter. Max schlich
sich vor ihnen schnell in die Kappelle. Julia und Karin folgten ihm und
gingen nach ganz vorne. Nachdem die Orgel eingesetzt hatte gingen Markus und
Gabi langsam, Schritt für Schritt Richtung Altar. In der Kapelle war alles
in weiß geschmückt. Gabi sah sich vorsichtig um. Sie war überwältigt. Ralf
ging es nicht anders als er sie sah. Er stand vorne und sah ihr gespannt
entgegen. Gabi hatte ein weißes Kleid an bei dem die Schultern frei lagen.
Der Rock des Kleides war weit und die oberste Schicht bestand aus weißem
Samt. Das Korsett hatte feine Stickereinen die nur bei näherem hinsehen
auffielen die dem ganzen aber eine wunderbare Vollendung gab. Hinten hatte
das Kleid eine Schleppe. Ihre Haare waren leicht Gelockt und waren
wunderschön hochgesteckt. Zwei sehr Kostbare Haarnadeln ihrer Großmutter
versetzten dem ganzen eine wunderschöne und einzigartige Note. Ein weißer
Schleier viel über ihren Rücken bis auf den Boden. Ralf hielt den Atem an
als sie auf ihn zukam. Sie sah einfach Zauberhaft aus. Er lächelte ihr
entgegen. Auch den anderen sah man die Begeisterung an. Sie alle hatten sich
umgedreht und sahen der wunderschönen Braut entgegen. Endlich waren die
beiden vorne. ``Pass gut auf sie auf´´ Flüsterte Markus seinem Sohn zu als
er ihm die Hand seiner Braut überreichte. Ralf nickte. Zusammen drehten sie
sich nach vorne. Der Pfarrer sagte ein Paar Worte bevor er zum Wichtigen
Teil kam. ``Sie beide, Gabriele Kollmann und Ralf Staller haben sich dafür
entschieden den Treue Schwur selbst zu Formulieren. Bevor wir jedoch hierzu
kommen möchte die Brautjungfer noch ein Paar Worte sagen.´´ Julia stand auf
und ging nach Vorne. Sie stellte sich vor die beiden und alle anderen.
``Also eigentlich hatte ich mir vorgenommen nicht so nervös zu sein aber
Gabi hat mich heute Morgen angesteckt´´ sie lächelte ihrer Freundin zu.
``Aber ich werde mir mühe geben sie nicht so sehr zu Zeigen. Also ihr
beiden, es hat einige Zeit gebraucht bis ihr euch für einander entscheiden
konntet. Nicht ganz unschuldig daran ist euer Sohn Lars. Ich finde, genau
wie alle anderen das ihr ein Wunderbares Paar seid und wir alle freuen uns
sehr den heutigen Tag mit euch Feiern zu dürfen. Ich hab dann noch ein
kleines Gedicht für euch:

Wenn zwei Menschen auf der Welt,
Ein Gefühl zusammen hält,
So kann es nur die Liebe sein,
Den die kann niemand so schnell entzwei’n,
Mit der Liebe im Herzen,
Kann mal viel Beherzen,
Denn man ist nie allein.

Ihr beide seid für einander Bestimmt,
Wie das Meer und der Wind,
Wie Regen und Sonne,
Sollt ihr Leben in Wonne
Und niemals werdet ihr sein
Auf dieser Welt allein
Den ihr habt euch!!

Keiner sagte etwas. Alle saßen da und hörten noch immer diese Worte. Gabi
musste sich eine Träne aus den Augenwinkeln wischen. Dankbar lächelte sie
Julia an. Diese nickte ihr und Ralf zu und setzte sich wieder auf ihren
Platz. Gabi und Ralf drehten sich wieder nach Vorne. ``Die Ringe Bitte´´ bat
der Pfarrer woraufhin Michael mit Lars an der Hand zu den beiden kam. Lars
hatte einen weißen Anzug an, genau wie sein kleiner Bruder. Auf den Armen
trug er ein weißes Kissen auf dem die Ringe Lagen. Gabi lächelte ihren Sohn
an. Gab ihm einen Kuss auf die Wange und nahm den Ring. ``Lieber Ralf, als
ich dich das erste mal traf wollte ich dich wieder vergessen. Doch ich
konnte nicht. Immer wieder musste ich an dich Denken. So viel mühe ich mir
auch gab ich konnte dich nicht Vergessen. Als ich damit aufhörte dich
vergessen zu wollen wollte ich mein Leben mit dir Teilen. Mit dir alt werden
und eine Familie haben. All das darf ich nun. Ich werde dich Lieben und
Ehren, in Guten wie auch in Schlechten Zeiten zu dir stehen und bei dir
bleiben bis der Tod uns scheidet. Ich Liebe dich´´ mit diesen Worten
streifte sie ihm den Ring über und sah ihn Verliebt und Glücklich an. Nun
beugte Ralf sich zu seinem Sohn, klopfte ihm auf die Schulter und nahm den
Zweiten Ring. ``Liebe Gabi, Nachdem ich gegangen bin hab ich an dich gedacht
und mich gefragt warum ich gegangen bin. Ich habe eine Zweite Chance
bekommen und sie Genutzt. Ich werde nie wieder gehen. Werde in Guten wie
auch in Schlechten Tagen zu dir stehen. Ich werde dich Lieben und Ehren und
alles tun um dich Glücklich zu machen. Bis der Tod uns scheidet. Ich Liebe
dich´´ Er streifte ihr den Ring über und lächelte sie an. ``Das hast du
schon´´ flüsterte sie bevor sie sich wieder zum Pfarrer drehten. Gabi und
Ralf hielten sich an den Händen und der Pfarrer legte seine oben drauf.
``Was Gott zusammen führt, soll der Mensch nicht scheiden. Kraft meines
Amtes erkläre ich sie zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut nun Küssen´´ er
sah die beiden Aufmunternd an. Ganz langsam legte Ralf seine Hände um Gabis
Kopf und zog sie näher zu sich. Zärtlich und wie in Zeitlupe kamen sich ihre
Lippen näher. Dieser Kuss besiedelte alles was sie sich Versprochen hatten.
Als sie sich voneinander lösten hatte Gabi tränen in den Augen. Sie drehten
sich zu den anderen um. All ihre Kollegen und Freunde Lachten, Klatschten
und Jubelten. Vor dem Brautpaar verließen sie die Kapelle. Als das Brautpaar
vor die Tür trat schien die Sonne noch immer wunderschön vom Wolkenlosen
Himmel. Der Schnee leuchtete und vor den Gesichtern aller bildeten sich
kleine Fost Wölkchen. Alle Gäste warfen Reis und Weiße Rosenblätter während
Gabi und Ralf über den Roten Teppich gingen. Vor ihnen gingen Jasmin,
Veronika, Lars und Jascha, sie hatten kleine Körbchen und verstreuten
ebenfalls Blütenblätter. Alls sie am Ende des Teppichs angekommen waren
ertönte Plötzlich der klang der BL117. Als alle nach oben sahen Regnete es
Weiße Rosen. Gabi lachte und Küsste Ralf. ``Alles Gute ihr beiden´´ sagte
Jens über das Außenmikrophon. Ein Profi Photograph machte noch Wunderschöne
Fotos bevor es zu Stallers nach Hause ging. Dort Feierten sie noch bis Spät
in den Abend.
Als Spät in der Nacht alle gegangen waren lagen Gabi und Ralf Glücklich
nebeneinander im Bett. ``Das war der Schönste Tag meines Lebens. Die
Hochzeit war einfach wunderbar. Vielen, Vielen Dank´´ sagte Gabriele leise.
``Ich Liebe dich und es freut mir wenn es dir gefallen hat. Es war eine
Hochzeit in Weiß wie du es dir Gewünscht hast. Ich bin so Glücklich´´
zärtlich küssten sich die beiden.
Was weiter in dieser Nacht geschah bleibt ein Geheimnis

Copyright 2005: Mareike

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