Zurück ins Leben

Wichtige Personen:

Ralf Staller

Lea, Johannes und Jenin Staller

Gabriele, Nils und Tara Kollmann

Dr. Michael Lüdwitz

Biggi Schwerin

 

Ralf stand nach 5 Jahren endlich vor dem großen Grünen Tor. Er war Frei, nach 5 Jahren Gefängnis konnte er wieder Frei Atmen. Er atmete tief durch und ging auf das Taxi zu das auf ihn wartete. Ohne sich noch einmal umzudrehen stieg er ein. Er nannte dem Fahrer die Adresse und lehnte sich zurück. Er hätte nicht gewusst was er jetzt machen sollte doch seine Schwester und ihr Mann hatten ihm angeboten bei ihnen zu Wohnen und Ralf war ihnen sehr dankbar. Sie waren auch die Einzigen die an seine Unschuld geglaubt hatten und ihn regelmäßig besucht hatten. Seine Damaligen Freunde und Arbeitskolegen hatten den Kontakt entweder sofort abgebrochen oder erst nach und nach. Keiner von ihnen hatte wirklich an seine Unschuld geglaubt und das hatte ihn sehr enttäuscht. Noch nicht mal seine Freundin hatte an ihn geglaubt und ihn sofort verlassen. Seine Eltern hatten den Kontakt ebenfalls abgebrochen. Eine Stunde später hielt das Taxi vor einem schönen Einfamilienhaus. Er bezahlte und stieg aus. Langsam ging er auf die Haustür zu und sah sich um. Doch noch bevor er diese erreichte kam ihm seine Schwester schon entgegen gelaufen. ``Willkommen in der Freiheit kleiner Bruder´´ lachte sie während sie ihn in den Arm nahm und auf die Wange küsste. Ralf war ebenfalls froh sie in den Arm nehmen zu können. Im Knast war Körperkontakt zu Besuchern verboten. ``Tut mir Leid das ich dich nicht ab holen konnte aber Jenin hat die geht es nicht gut. Ich muss morgen früh mit ihr zum Kinderarzt.´´ ``Das ist schon OK. Wie geht’s ihr den?´´ ``Im Moment schläft sie. Ich glaube etwas besser. Kommt mit rein ich zeige dir alles. Hier warst du ja noch nicht oder?´´ Ralf schüttelte den Kopf und folgte ihr. Im Haus stellte er seine Tasche ab und sah sich um. Er stand in einem großen Hellen Raum. Rechts von ihm war ein kleiner Raum der als Garderobe Diente. Der Durchgang war offen. Dahinter war ein WC. Langsam ging er ein paar schritte nach vorne. Als er nun Rechts um die Ecke kuckte sah er ein Paar Schränke mir Glastüren. Rechts vor ihm standen zwei Sofas und ein Sessel vor einem Fernseher und einem Kamin. Da die ganze Wand zum Garten aus Glas war hatte man einen Wunderschönen Blick in den Garten. Eine Offene Treppe führte nach oben zu einer Galerie. Als Ralf nach oben sah konnte er nur das weiße Geländer sehen das verhinderte das jemand herunter Fiel. Links ging ein Durchgang zu Küche. Er war ebenfalls offen. Die Küche war Modern eingerichtet. Als er aus der Küche herauskam und nach Rechts sah konnte er den Hellen Esstisch sehen. ``Gefällt es dir?´´ Ralf nickte beeindruckt. Lea lachte und ging nach oben. Ralf folgte ihr. Oben stand vor dem Geländer Ein Sofa mit einem kleinen Tisch davor. An der Wand stand ein Schreibtisch. Daneben standen ein paar Regale in den Ordner usw. standen. Von hier aus gingen noch vier Zimmer ab. ``Also das ist Jenins Zimmer, das daneben ist unser Schlafzimmer. Dann kommt dein Zimmer und dann das Bad.´´ erklärte Lea und öffnete die Türen. Nur Jenins lies sie geschlossen. Ralf trat in sein Zimmer und Lea lies ihn alleine nach dem sie ihm gesagt hatte das es in einer halben stunde essen geben würde. Neben der Tür Stand ein großer Kleiderschrank in dem bereits ein Paar Sachen lagen. Vor dem Fenster stand ein Eckschreibtisch mit PC und Telefon. Das Bett war groß und gemütlich. An der anderen wand stand noch ein Regal und eine Kommode. Ralf lies sich aufs Bett fallen und sah an die Decke. Er konnte es immer noch nicht glauben. Das war alles wie ein Traum. Noch heute Morgen war er im Knast gewesen und jetzt lag er hier. Bei seiner Schwester, in diesem Wunderbaren Haus und er konnte endlich nach 5 Jahren wieder tun und lassen was er wollte. Er blieb noch eine weile liegen und verräumte dann seine wenigen Sachen. Als er damit fertig war überlegte er was er machen sollte. Schließlich beschloss er nach unten zu gehen. Er stand gerade auf der Treppe als Lea ihn Bad die weinende Jenin mitzubringen. Ralf drehte sich um und ging in ihr Zimmer. Als Jenin ihn sah wurde sie still. Sie schaute ihn an und begann dann zu grinsen. Sie fuchtelte mit ihren kleinen Fäusten und Ralf musste lachen. Jenin war erst 8 Wochen alt. Er nahm sie vorsichtig hoch und ging mit ihr nach unten zu Lea. ``Danke noch mal. Für alles´´ sagte Ralf und sah sie Dankbar an. Lea legte den Kochlöffel zur Seite und ging zu ihm. Sie strich ihm über die Wange und lächelte. ``Hey kleiner Bruder. Wir halten zusammen. Es war doch klar das du herkommst. Und du musst dir auch keine Sorgen machen. Genieße erst mal deine Neue Freiheit und dann fängst du an dir einen Job zu suchen. Ich weiß das wird nicht einfach aber Johannes und ich unterstützen dich so gut wir können. OK?´´ Sie legte ihre Stirn an seine und lächelte ihn an. Ralf nickte. Sie hörten wie sich die Tür öffnete und gingen ins Wohnzimmer um Johannes zu begrüßen. Dieser Freute sich Ralf zu sehen. Er war, genau wie seine Frau die ganze Zeit davon überzeugt gewesen das Ralf unschuldig war. Er hatte sofort zugestimmt als Lea ihn gefragt hatte ob Ralf zu ihnen kommen konnte. Die beiden Männer begrüßten sich und setzten sich dann aufs Sofa bis das Essen Fertig war. Als Jenin wieder eingeschlafen war brachte Johannes sie wieder in ihr Bett. Den ganzen abend saßen sie zusammen und redeten und lachten. Als Ralf schließlich in seinem Bett lagen hinderten ihn jede menge Gedanken an Schlafen. Immer wieder dachte er an diesen einen Abend an dem er verhaftete wurde. Und immer wieder sah er die Gesichter seiner Kollegen. Endlich schlief er ein.

Als er am nächsten Morgen aufwachte brauchte er eine weile bis er wußte wo er war doch so nach und nach viel es ihm wieder ein und er lächelte Glücklich. Er war Frei. Er konnte jetzt aufstehen und ins Bad gehen ohne auf den Schließer warten zu müssen und sich im Bad mit hunderten von anderen Männern unterhalten. Er blieb noch eine weile liegen und ging dann ins Bad. Als er dort fertig war und sich angezogen hatte ging er nach unten. Der Frühstückstisch war noch gedeckt und neben seinem Teller lag ein Zettel.

``Guten Morgen du Langschläfer. Ich bin mit Jenin beim Arzt und gehe danach einkaufen. Ich denke ich bin so gegen 14.00 Uhr zurück. Bis später

Lea´´

Ralf sah lächelnd auf den Tisch. Da er keinen Hunger hatte Räumte er die Sachen weg und setzte sich an den Computer um nach Job angeboten zu Schauen. Er wollte so schnell wie möglich wieder arbeiten und ein normales Leben führen. Er wußte das dass nicht einfach werden würde doch er hoffte es zu schaffen. Er hatte 5 Jahre mehr oder weniger nur rum gesessen und jetzt, wo er frei war wollte er endlich wieder etwas tun. Er wollte arbeiten und sich selbst versorgen. Nach zwei Stunden hatte er ein paar Sachen gefunden die ihm zusagten. Da Lea kurz darauf kam machte er den PC aus und ging zu ihr runter. ``Hallo, na was sagt der Arzt?´´ wollte Ralf wissen und nahm ihr die kleine und die Einkäufe ab. Den Maxicosi mit Jenin stellte er auf den Esstisch und die Einkäufe brachte er in die Küche. ``Sie hat sich wahrscheinlich nen ordentlichen Virus eingefangen. Der Kinderarzt sagt aber das es nicht so schlimm ist. Und was hast du den ganzen Morgen so gemacht?´´ ``Ich habe mir ein Paar Job Angebot herausgesucht und werde nachher ein paar Bewerbungen schreibend antwortete Ralf und verräumte die Einkäufe. Lea sah ihn zweifelnd an. Sie fand das Ralf alles etwas zu schnell machte und er sich lieber noch etwas zeit lassen sollte doch sie sagte nichts. Sie kannte ihren Bruder und sie wußte das man ihn nicht von dem abbringen konnte was er wollte.

Nachdem sie sich eine Kleinigkeit zum Essen gemacht hatten begann Ralf mit seinen Bewerbungen und Lea kümmerte sich um die Wäsche.

In den nächsten Wochen schrieb Ralf eine Bewerbung nach der anderen. Doch entweder kamen sie so wieder zurück oder er hörte gar nichts mehr. Wenn ihn doch mal jemand zu einem Vorstellungsgespräch einlud scheiterte das ganze spätestens dann wen sie Ralf fragten was er die letzten vier Jahre getan hatte. Doch Ralf gab nicht auf. Zwischendurch kümmerte er sich noch um Jenin und den Haushalt. So hatte er wenigstens etwas zu tun. Lea und Johannes bewunderten ihn für seinen eisernen Willen. Irgendwann bot er Lea an auf Jenin aufzupassen damit sie wieder Arbeiten gehen konnte. Er wußte wie gerne Lea ihren Beruf als Erzieherin ausübte. Nachdem sie mit Johannes gesprochen hatte und sich vergewissert hatte das es für Ralf OK war stimmt sie zu. So hatte Ralf eine Richtige Aufgabe und gab sich nicht völlig nutzlos vor und Lea konnte wieder arbeiten.

¾ Jahr später

``Ich bin mit Jenin auf dem Spielplatz. Soll ich noch einkaufen gehen?´´ Ralf zog die kleine gerade an. Lea streckte den Kopf aus der Küche und schüttelte diesen. Nee, nee geniest ihr mal die schöne Sonne. Bis später´´ sie lächelte ihrer Tochter zu und verschwand wieder in der Küche. Ralf nickte. Er setzte Jenin in den Kinderwagen und machte sich auf den Weg zum Spielplatz. Sein ``Job´´ als Babysitter machte ihm Richtig Spaß. Er war gerne mit seiner Nichte zusammen. Das war zwar nicht das was er bis an sein Lebensende machen wollte doch im Moment war es ganz gut so wie es war. Als er auf dem Spielplatz ankam schob er den Kinderwagen neben eine Bank und nahm Jenin auf den Arm. Zusammen mit ihr setzte er sich auf die Schaukel und schwang hin und her. Jenin jauchzte vor Freude. Ralf lachte und drückte sie an sich. Plötzlich kam ein Mädchen auf ihn zu gelaufen. ``Ich will auch schaueln´´ Ralf lachte und nahm sie auf seinen Schoss. Die kleine lachte vor Freude. Ralf grinste. Kinder waren einfach etwas wunderbares. ``Tara wo bist du?´´ ``Hier´´ antwortete die kleine doch von Ralfs Schoss ging sie nicht runter. Hinter dem Kletterhäuschen, an dem die Schaukel hing, tauchte eine Junge Frau auf. Ralf lächelte sie freundlich an was sie erwiderte. Sie hatte eine Moderne Jeans an und darüber ein Ärmelloses Top. Ihre Blonden Haare fielen ihr locker auf die Schulter. Ihre Sonnenbrille hatte sie oben auf dem Kopf in die Haare gesteckt. ``Ach hier steckst du. Na dann kann ich dich ja lange am Sandkasten Suchen´´ lächelte sie ihre Tochter an. Ralf hielt an so das sie Tara auf den Arm nehmen konnte. ``Ralf Staller´´ sagte er uns Streckte ihr die Hand hin. Die Junge Frau setzte Tara so auf ihre Hüften das sie eine Hand frei hatte mit der sie nun Ralfs ergriff. ``Gabriele Kollmann.´´ antwortete sie. Ralf stand auf und ging mit ihr zum Sandkasten. Dort schauten sie den beiden Mädchen bei Sandburgen bauen zu. ``Wie alt ist ihre Tochter?´´ ``Nichte´´ verbesserte Ralf lächelnd. ``Knapp ein Jahr´´ antwortete er dann. Er unterhielt sich noch eine ganze Weile mit Gabriele bis sie schließlich beide mit den Kindern nach hause mussten. Als Ralf nach Hause kam merkte Lea sofort das etwas passiert war. ``Na wen hast du kennen gelernt?´´ wollte sie sofort wissen. Ralf grinste. Keiner kannte ihn so gut wie sie. ``Sie heiß Gabriele Kollmann. Sie hat Schulter lange Blonde Haare, ist sehr sexy und hat eine 3 Jährige Tochter´´ antwortete Ralf . die beiden sahen sich an und lachten. Ralf und Gabriele hatten sich noch für den nächsten Tag verabredet. Pünktlich um Drei Uhr kam Ralf auf den Spielplatz. Obwohl die Sonne nicht sehr stark schien hatte Gabriele ihre Sonnenbrille auf. Und sie hatte ein Langärmliches Shirt an was Ralf wunderte den es war relativ warm auch wenn die Sonne nicht direkt schien. Da Jenin schlief stellte er den Kinderwagen neben die Bank auf der sie saß und setzte sich neben sie. ``Alles in ordnung?´´ wollte er wissen ohne sie anzusehen. Gabriele sagte nichts bis Ralf sie ansah. Langsam drehte sie den Kopf zu ihm doch bevor Ralf etwas sagen konnte stand sie auf und ging Tara holen. Mit der kleinen auf dem Arm ging sie zu ihrem Auto. Ralf sah ihr verwundert nach. Doch bevor er weiter reagieren konnte war sie schon weg. Er ging noch eine weile Spazieren bevor er zurück nach Hause ging. Lea merkte wieder das er nachdenklich war doch auf ihre Fragen antwortete er nicht.

Ralf ging jeden Tag zum Spielplatz doch Gabriele kam nicht mehr. Er wußte nicht was passiert war oder warum sie nicht mehr kam. Schließlich gab er die Hoffnung auf das sie noch einmal kommen würde.

``Ich gehe eben einkaufen. Brauchen wir noch etwas außer Milch und Brot?´´ Fragte Lea. Ralf und Johannes saßen im Garten. ``Nee ich glaube nicht aber laß mich gehen. Ich muss sowieso noch zur Post und die ist direkt um die ecke.´´ ``Ist gut.´´ sagte Lea und setzte sich auf seinen Platz. Jenin. Schlief oben und so konnten die beiden den schönen Samstag vormittag genießen. Ralf lächelte noch einmal als er die beiden sah und machte sich dann auf den weg. Kurz vor dem Supermarkt war eine Ampel an der Ralf stehen bleiben musste da sie Rot war. Während er wartete beobachtete er die anderen Leute. Plötzlich Hörte er ein Quietschen und mehrere Autos die anfingen zu Hupen. Ralf drehte den Kopf zur Seite und sah wie mehrere Autos ineinander Rasten. Automatisch zog er den Kopf ein. Als er wieder aufsah bot sich ihm ein Schreckliches Bild. Mehrere Autos waren ineinander gefahren. Aus ein Paar Motorhauben Qualmte es und er hörte mehrere Personen die unter Schmerzen stöhnten. Sofort lies er seine Tasche fallen und lief zu dem Unfall. Mittlerweile hatte sich eine Menschenmenge angesammelt doch nur ein oder zwei Passanten versuchten zu helfen. Ralf, der Früher mal als Rettungssanitäter gearbeitet hatte, wies einen weiteren Passanten an über Handy den Notruf abzusetzen., den anderen sagte er was sie tun sollten. Er selber verschaffte sich selbst einen Überblick und ordnete dann an das die Leichtverletzten auf eine Wiese gegenüber dem Unfall gebracht werden sollten. Dann versuchte er irgendwie Ordnung in das restliche Chaos zu bringen. Als er gerade ein Baby aus einem der Autos holte kamen die gerufenen Rettungskräfte. ``Guten Tag haben sie das hier alles gemacht?´´ fragte der Leitende Notarzt. Ralf sah sich um. Dann nickte er. ``Ja, also die Leichtverletzten liegen dort drüben.´´ sagte er dann sagte er dem Notarzt noch kurz was er über die anderen wußte. Dieser nickte ihm dankend zu und kümmerte sich dann um seine Leute. Er teilte sie ein und schon nach kurzer zeit wurden die ersten in die Klinik gebracht. Plötzlich hörte er über sich die Geräusche eines Hubschraubers. Als er hoch sah konnte er sehen das es sich um einen Rettungshubschrauber handelte. Er kümmerte sich jedoch nicht weiter um ihn sondern um die Junge Frau die vor ihm lag. Sie hatte bei dem Aufprall den Airbag voll ins Gesicht bekommen. Außerdem war ihr Bein eingeklemmt gewesen und sie klagte über Bauch schmerzen. ``Guten Tag was ist mit ihr?´´ fragte eine Stimme. Ralf stutzte und drehte den Kopf zur Seite. Neben ihm hockte Gabriele. Diese sah ihn genauso verblüffe an. Die beiden sahen sich eine weile tief in die Augen bis eine barsche stimme sie in die Wirklichkeit zurück holte. ``Vom kucken wird die Patientin nicht gesund. Gabriele kümmere dich um sie´´ Ralf merkte wie Gabriele beim Klang der Stimme zusammen zuckte. Ohne aufzusehen begann sie mit der Behandlung. Ralf sagte ihr seine Diagnose und sie bestätigte diese. ``Ich Fliege mit in die Klinik´´ bot Ralf an. Er hatte bemerkt das der Sanitäter der Crew beschäftigt war. Gabriele nickte. Nachdem sie die Patientin auf die Trage gelegt hatten brachten sie sie zum Heli. Ralf wollte gerade einsteigen als er grob zurück gehalten wurde. ``Du bleibst hier, ich Fliege mit´´ Ralf erkannte die stimme von vorhin. Er sah den Mann an und konnte in seinen Augen Eifersucht und Hass sehen und leicht erschrocken wich er zurück. Er sah kurz zu Gabriele, die ihn traurig ansah, und ging dann wieder zurück. Erst eine Stunde später waren alle verletzten versorgt. Ralf musste seine Adresse bei er Polizei hinterlassen bevor er nach hause ging. Eingekauft hatte er nun natürlich nicht. Als er das Haus betrat kam ihm Lea schon besorgt entgegen. ``Ralf wo warst du? Ich habe mir sorgen gemacht.´´ ``Keine Sorge es geht mir gut´´ lächelte er müde und ging ohne weitere Erklärung nach oben. Lea sah ihm verwundert nach. Ralf legte sich aufs Bett und sah an die Decke. Der Mann schien ihr Freund oder Mann zu sein. Und so wie es aussah konnte er es gar nicht leiden wenn Gabriele andere Männer bei sich hatte. Plötzlich merkte er das er sie ziemlich vermisst hatte obwohl er sie so gut wie gar nicht kannte. Er merkte das er drauf und dran war sich in sie zu verlieben aber er wußte jetzt auch das er nie eine Chance haben würde. Nach einer weile schlief er ein. Es war doch ziemlich anstrengend gewesen.

Früher war er solche Einsätze gewöhnt gewesen. Er hatte die Ausbildung zum Polizisten gemacht doch nachdem er eine ganze weile keinen Job gefunden hatte machte er eine Ausbildung zum Rettungssanitäter und fuhr dann eine weile im RTW mit. Schließlich hatte er doch eine Stelle bei der Polizei gefunden. Mit seinen Kollegen verstand er sich super und auch im Job lief alles super. Er arbeitete sich hoch und wechselte irgendwann zur Mordkomision. Dort war er schon nach kurzer zeit mit der Staatsanwältin Lisa Sturm zusammen gekommen. Er und sein Kollege Stefan Kehler hatten einige erfolge die sich sehen lassen konnten. Er, Stefan, Lisa und der Oberstaatsanwalt Max Brunner waren ein fast unschlagbares Team gewesen. Zumindest bis zu dem abend an dem er in seinem Büro verhaftet wurde. Als er fragte warum man ihn festnahm bekam er zur Antwort das er angezeigt wurde. Wegen Vergewaltigung. Entsetzt sahen seine Kollegen ihn an. Ralf beteuerte seine Unschuld und anfänglich glaubten sie ihm auch. Doch nach und nach kamen immer mehr beweise zusammen die gegen ihn sprachen. Irgendwann gab er die Hoffnung auf. Jenny, seine Ex- Freundin hatte echt alles eingeplant. Sie hatte alles so raffiniert gemacht das alle ihr glaubten. Ralf hatte ihren Blick im Gerichtssaal gesehen und er hatte sofort gewusst das sie das alles veranstaltet hatte um sich für seine Trennung zu rechen. Ja er gab es zu, er hatte sich nicht auf die Feine Englische Art von ihr getrennt doch das war doch eigentlich noch lange kein Grund ihm so etwas anzutun. Er war lange sauer auf sich gewesen und hatte sich geschworen sich zu Rechen doch nun wo er draußen war war ihm das alles egal. Er wollte wieder Normal leben und er hoffte ihr nie wieder zu begegnen.

Als Ralf wieder aufwachte war es draußen Dunkel. Leise stand er auf um nach unten zu gehen. Er hatte sich gerade ein Glas Wasser genommen als Lea um die ecke kam. Sie hatte Jenin auf dem Arm. Diese zahnte und konnte deswegen schlecht schlafen. ``Hallo´´ sagte sie leise. Ralf lächelte sie an und nahm die kleine in den Arm. ``Was ist los Ralf?´´ wollte Lea wissen. Ralf setzte sich aufs Sofa und Lea setzte sich neben ihn. ``Nun sag schon´´ meinte sie und stupste ihn an der Schulter an. ``Ach nichts. Ich musste nur wieder an Früher denken. Also ich meine an diese zeit vor vier Jahren. Ich weiß nicht ich vergesse diese Blicke einfach nicht. Sie haben ihr alle geglaubt. Ich dachte wir währen ein Team aber sie haben mir nicht geglaubt. Wie kann man sich nur so in den Menschen täuschen?´´ fragte Ralf seine Schwester und legte seinen Kopf auf ihre Schulter. Jenin war wieder eingeschlafen und lag nun auf Ralfs Bauch. Lea streichelte ihrem Bruder über den Kopf. Sie saßen noch eine weile schweigend da bevor Ralf ihr von dem Unfall und von Gabriele erzählte. Lea hörte ihm schweigend zu. Als Ralf fertig war sagte sie erst mal nichts. Schließlich beschlossen die beiden wieder ins Bett zu gehen. Ralf brachte die kleine Ins Bett und legte sich dann in sein eigenes. Zum Glück schlief er auch Bald darauf ein.

Am nächsten Morgen wachte er sehr Früh auf. Da es draußen schon hell war zog er sich an und ging ins Bad. Als er wieder raus kam merkte er das Jenin schon wach war. Er ging leise zu ihr rein. Nachdem er sie gewickelt hatte zog er sie an und setzte sie in ihren Kinderwagen. Er hatte jetzt irgendwie Lust mal wieder Joggen zu gehen. Er legte Lea einen Zettel hin und machte sich auf den Weg in den Park. Nachdem er ca. eine Viertelstunde Gejoggt war sah er vor sich eine Junge Frau die ihm irgendwie bekannt vorkam. Er lief etwas schneller und erkannte sie. ``Gabriele?´´ fragte er verwundert und Blieb stehen. Als Gabi seine Stimme erkannte blieb er abrupt stehen. Langsam drehte sie sich um. Sie war außerdem und schwitzte. Ralf sah sie entsetzt an. Er hatte das Gefühl als ob Gabriele mit Absicht so schnell gelaufen war und so wie dass aussah lief sie schon eine ganze weile so schnell. Gabriele beugte sich nach vorne und stützte sich auf ihre Oberschenkel. Als sie Kurz schwankte hielt Ralf sie fest. Dann half er ihr sich auf eine der Bänke zu setzten. Den Kinderwagen stellte er neben die Bank. Ihm viel ein das er ja eine Flasche Wasser dabei hatte. Er holte sie heraus und bot sie Gabriele an. Ohne etwas zu sagen nahm Gabriele die Flasche um einen Schlug zu Trinken. Dann murmelte sie ein leises danke und lief weiter. Ralf sah ihr verdutzt nach. ``Jetzt reichts´´ murmelte er und lief ihr nach. ``Gabriele bleib stehen. Bitte ich muss mit dir reden´´ Gabriele wurde langsamer und blieb schließlich stehen. Sie hielt sich die Seite und beugte sich wieder leicht nach vorne. ``Bitte sag mir was los ist´´ bat Ralf. Doch Gabriele sah ihn nur Traurig an. ``Ist es dein Mann? Er ist ziemlich eifersüchtig oder?´´ Gabriele nickte langsam. ``Ja. Ich halte das kaum noch aus´´ murmelte sie leise doch Ralf konnte sie verstehen. ``Und warum verlässt du ihn dann nicht? Ich meine du hast echt etwas besseres Verdient.´´ Er legte ihr eine Hand auf die Schulter. ``Und was ist mit Tara? Soll sie ohne Vater aufwachsen?´´ ``Nur weil Tara sonst keinen Vater hat lässt du dich Schlagen und anbrüllen? Du rennst dich lieber zu Tode als ihn zu verlassen und einen guten Ersatzvater für sie zu Finde? Das kann nicht dein Ernst sein. Was ist wenn er sie auch irgendwann schlägt? Bitte Überleg es dir.´´ Ralf nahm einen Kugelschreiber aus seiner Tasche und schrieb seine Adresse auf einen Zettel den er ihr gab. ``Bitte melde dich wenn ich dir helfen kann´´ bat er. Gabi nickte nur und lief weiter. Ralf hatte sie nachdenklich gemacht. Eigentlich hatte er ja recht. Sie konnte sich gut vorstellen das er ein Super Vater währe. Ihren Mann liebte sie eigentlich schon länger nicht mehr doch klar geworden war ihr das erst als sie Ralf kennen gelernt hatte.

Als Ralf wieder zu hause war zog er der kleinen die Jacke aus und begann dann Frühstück zu machen. Dabei dachte er an Gabriele. ``Warum musst du dich auch ausgerechnet in eine Frau verlieben die einen dermaßen Eifersüchtigen Mann hat. War ja klar das du dir gerade die aussuchst die du nicht haben kannst. Du bist echt doof. Du hast wohl gar nichts gelernt.´´ ``Wer hat was gelernt? Mit wem redest du?´´ Erschrocken drehte Ralf sich um. In der Tür stand Lea. Sie sah noch ziemlich verschlafen aus. Ralf sah sich etwas unsicher um. ``Ähm also ich habe nichts gelernt und ich habe mit mir selber geredet´´ er lächelte verlegen und zuckte die Schultern. Lea kuckte ihn etwas komisch an doch dann widmete sie sich ihrer Tochter.

Vier tage später holte Ralf die Post rein. In der Post waren wieder drei absagen. Ralf warf sie sofort in den Müll. Dann viel ihm ein Brief auf den er vorher gar nicht bemerkt hatte. Er öffnete ihn und begann zu lesen.

Medicopter 117 Basis

St. Johann

Herr Staller,

Wir haben gehört was sie bei dem Unfall vor einer Woche geleistet haben. Außerdem wissen wir das sie auf Job suche sind. Wir würden uns Freuen wenn sie mal zu einem Vorstellungsgespräch kommen würden.

Mit Freundlichen grüßen

Dr. Michael Lüdwitz

Stellvertretender Basisleiter

 

Ralf las den Brief noch zwei mal bevor er es glauben konnte. Nach ein paar Minuten beruhigte er sich wieder. Er griff zum Telefon und rief bei der Nummer an unter dem Brief stand. Er machte einen Termin aus und lief dann zu Lea um ihr alles zu erzählen.

Drei Tage später fuhr er mit dem Auto seiner Schwester auf den Basishof. Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch öffnete er die große Tür und trat in den Flur. Links von ihm war eine Glasscheibe durch die er mehrere Personen sehen konnte. Er konnte Gabi auf dem Sofa sehen. Neben ihr saß eine Frau mit kurzen Braunen Haaren. Am Tisch sah noch ein Mann. Er sah Ralf als erstes. Er kam zu ihm. ``Guten Tag. Kann ich ihnen Helfen? Moment sie müssten Ralf Staller sein´´ Ralf nickte und schüttelte die Hand die der Mann ihm entgegen hielt. ``ich bin Dr. Michael Lüdwitz. Kommen sie mit in mein Büro´´ sagte Michael und öffnete eine Tür. Als Gabi Ralfs Namen gehört hatte war sie kurz zusammengezuckt und hatte dann aufgesehen. ``Bitte setzten sie sich. Also ich möchte gleich zum Punkt kommen. Ich habe gehört wie sie bei dem Unfall gehandelt haben. Was sind sie von Beruf?´´ ``Ich war bei der Mordkomision. Davor habe ich eine weile als Rettungsassistent gearbeitet.´´ ``Warum sind sie nicht mehr bei der Mordkomision?´´ Ralf Atmete tief durch. ``Ich saß vier Jahre im Gefängnis. Unschuldig. Das ist auch der Grund warum ich bisher noch keinen neuen Job habe und ich nehme mal an jetzt wo sie das wissen kann ich wieder gehen.´´ er stand auf und ging zur Tür. ``Moment. Wenn sie gehen sollten hätte ich ihnen das schon gesagt. Wir brauchen einen Fähigen Rettungsassistenten. Ich weiß nicht genau warum sie vorbestraft sind aber ich gebe ihnen eine Chance. Am Wochenende kriegen sie einen Craschkurs in der Helirettung und am Montag möchte ich das sie Punkt Acht Uhr zum Dienst erscheinen.´´ Michael lächelte ihn an und gab ihm die Hand. Ralf stand an der Tür und wußte nicht was er sagen sollte. Immer noch Perpelex ging er mit Michael nach draußen in den AR. Michael stellte ihn den anderen vor doch Ralf nahm kaum etwas war. Nach einer Viertelstunde ging Ralf nach draußen zu seinem Auto. Er wollte gerade einsteigen als Gabriele ihm nachgelaufen kam. ``Ralf´´ Ralf bleib stehen und sah sie an. ``Danke´´ ``Wofür?´´ ``Dafür das du mir Klar gemacht hast das ich meinen Mann nicht mehr Liebe und das ich etwas ändern muss. Ich habe ihn angezeigt und weil er nicht gehen wollte hat die Polizei ihn geholt.´´ ``Schon OK. Ich möchte nur das du Glücklich bist und das es dir und der kleinen Gut geht. Ich möchte dir etwas sagen. Kann sein das es jetzt etwas unpassend ist aber ich möchte das du das weißt.´´ Gabriele sah ihn Fragend an. ``ich Liebe dich.´´ sagte Ralf leise aber Deutlich. Gabriele kam auf ihn zu und nahm ihn in den Arm. ``Ich Liebe dich auch aber bitte gib mir Zeit.´´ ``Soviel wie du willst´´ lächelte Ralf.

ENDE

Copyright 13.06.2005:Mareike

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