Piloten: Jens Köster

Gina Aigner

Notärzte: Marc Harland

Karin Thaler

Sanitäter: Peter Berger

Florian Lenz

Weitere Personen:

Biggi und Thomas Wächter

Lisa(9), Laura(15) und Jonas(6) Wächter

Michael und Dirk(16) Lüdwitz

Gabi, Ralf und Benny(9) Staller

Stella und Oliver(7) Contini/Berger

Anna Köster

Andre und Konstantin(5) Aigner

Herr Höppner (höppi) Basisleiter

Liesel (Köchin)

Wunder gibt es immer wieder, besonders

im Schnee

Von Mareike

 

 

Beide Crews waren auf der Basis da Höppi eine Versammlung angeordert hatte. Keiner hatte wirklich Lust zu so einer Besprechung. Meistens war es stinklangweilig und dabei heraus kam selten etwas. Entweder er beschwerte sich über die Unpünktlichkeit der Crews oder über den hohen Kerosinverbrauch. Heute kam Karin zu spät. Sie musste Michael noch zur Therapie bringen. Seit einem Unfall saß er im Rollstuhl und das passte ihm gar nicht. ``Ok das war’s. Sie können wieder an ihre Arbeit gehen.´´ Mit diesen Worten verschwand Höppi in seinem Büro. Man konnte hören wie alle aufatmeten. ``Wie geht es Michael?´´ Fragte Gina ihre beste Freundin. ``Ich glaube besser. Er kann mittlerweile wieder die Beine ein ganz kleines bisschen bewegen. Aber er ist so Lust los und genervt. Ihm gefällt es gar nicht das er in dem Rollstuhl sitzen muss. Dabei sagen die Ärzte das er wieder Laufen könnte. ´´ Gina nickte. ``Ach ja hört mal alle her!´´ Rief Karin in den Raum. Alle drehten die Köpfe zu ihr. Sie setzte sich auf den Tisch und stellte die Füße auf einen der Stühle. ``Ich weiß nicht wer von euch noch Thomas und Biggi kennen gelernt hat. Die beiden waren früher hier die Piloten. Nachdem Biggi einen Unfall hatte durfte sie nicht mehr Fliegen. Sie ist dann in die USA gegangen. Thomas ist ihr irgendwann nachgeflogen doch in den USA wollte er nicht bleiben. Zusammen haben sie jetzt ein Berghotel. Im Winter ist es ein Skihotel und im Sommer ein Hotel für Wanderbegeisterte. Biggi hat mir einen Brief geschrieben. Sie lädt uns alle über weihnachten und Silvester ein. Sie, Thomas und ihre Kinder Lisa, Laura und Jonas würden sich auf jeden Fall freuen wenn wir alle kommen. Sagt mir Bescheid wer mit will.´´ Karin nickte zum Zeichen das sie Fertig war. Alle waren begeistert von der Einladung und so wurde beschlossen das man zusammen fuhr. Peter wollte Stella und Oliver mitbringen. Jens fragte seine Tochter und Gina sprach mit ihrem Mann. Der war ebenfalls begeistert. Sein Fünfjähriger Sohn aus erster Ehe wollte auch mit. Alle freuten sich. Höppi gab sein Ok die Basis für Zwei Wochen zu Schließen. Nachmittags gab Karin Biggi Bescheid. Michael und Dirk waren genauso begeistert gewesen.

Zur gleichen Zeit in Hamburg:

``Mama wann können wir endlich mal wieder Lisa besuchen, ich vermisse sie?´´ ``Ich weiß mein Schatz aber ich kann es nicht ändern. Bitte versteh das. Ich kann nicht solange im Auto sitzen und der Zug und das Flugzeug sind zu Teuer. Außerdem, Oma würde uns nicht fahren lassen ´´ Den letzten Satz sagte sie so leise das Benny ihn nicht hören konnte. Sie strich ihrem Sohn mit der Hand über den Kopf. Benny sah seine Mutter traurig an. Dann drehte er sich weg und rollte in sein Zimmer. Benny war Querschnittsgelähmt seit fast vier Jahren. Damals saß er und sein Vater Ralf im Auto. Sie waren zusammen in den Bergen gewesen zum Wandern. Das Auto war von der Straße abgekommen und hatte sich mehrfach überschlagen. Er war im Krankenhaus wieder aufgewacht doch sein Vater war seit dem Tag verschwunden. Die Ärzte sagten das der Unfall und das verschwinden seines Vaters zu der Lähmung geführt hatten. Immer wieder musste er an seinen Vater denken. In seinem Zimmer hingen viele Fotos von ihm. Ralf in seinem roten Overall, den er so sehr geliebt hatte, außen an der BK 117 oder mit seinem Sohn vor dem Hangar. Auf Bennys Lieblings Bild saß Ralf in der Offenen Winschtür. Gabi saß auf seinem Schoß und neben ihnen versuchte ein Baby sich an der Kufe hochzuziehen. Er liebte dieses Bild. Es war schon ganz verknittert weil er oft abends damit einschlief. Auch jetzt nachdem er mit seiner Mutter gegessen hatte lag er mit dem Bild im Bett. Er drückte es an seine Brust und eine kleine Träne lief ihm über die Wange. Kurz darauf war er eingeschlafen. Gabi saß im Wohnzimmer zusammen mit ihrer Mutter. Ihre Mutter klapperte mit ihren Stricknadeln und sah sie immer wieder an. Plötzlich sprang Gabi auf. Die blicke ihrer Mutter machten sie nervös. Sie trat ans Fenster und weinte leise. ``Ralf wo bist du? Wir brauchen dich. Meine Mutter macht mich hier völlig verrückt und Benny vergräbt sich immer mehr.´´ Flüsterte Gabi in die dunkle Nacht. ``Heulst du schon wieder wegen dem Nichtsnutz?´´ Fragte ihre Mutter mit einem Spöttischen Unterton. ``Ralf ist kein Nichtsnutz. Ich liebe ihn und daran wird sich nie hörst du nie etwas ändern.´´ Bei den Letzten Worten war sie lauter geworden. Sie lief an ihrer Mutter vorbei in ihr Zimmer. Nach dem Unfall und nachdem klar war das Ralf nicht wieder kommen würde war für sie eine Welt zusammen gebrochen. Ihre Mutter hatte ihr angeboten bei ihr ein zu ziehen. Ihre Mutter besaß ein großes Haus in Hamburg. Sie und Benny hatten im Erdgeschoss eine Wohnung bekommen. Sie konnten sich zwar im ganzen Haus aufhalten doch Gabi hatte auf die Wohnung bestanden um nicht ganz von ihrer Mutter abhängig zu sein und um ab und zu etwas ruhe vor ihr zu haben. Durch diesen Umzug hatte sie alle ihre Freunde von Medicopter zurück lassen müssen. Ihre Mutter war darüber nur froh. Jetzt hatte sie ihre Tochter und ihren Enkel wieder unter Kontrolle. Gabi hasste das und zeitweise hasste sie ihre Mutter. Sie hatte sich ebenfalls bettfertig gemacht. Sie lag in ihrem Bett und dachte an die Zeit vor Vier Jahren zurück. Am nächsten Morgen klingelte das Telefon. Benny war schon in der Schule. Drei Tage musste er noch gehen dann waren endlich Ferien. ``Kollmann´´ ``Hallo Gabi hier ist Biggi´´ ``Hallo Biggi´´ ``Na du klingst ja sehr begeistert mich zu hören´´ beschwerte sich Biggi. Gabi musste Lachen. Sie unterhielten sich eine weile doch Gabi erzählte nichts von ihrer Lage und auch nicht das Ralf weg war und Benny im Rollstuhl saß. Biggi war zwar ihre Beste Freundin doch sie wollte das nicht am Telefon erzählen. Biggi merkte trotzdem das etwas nicht stimmte. Seit vier Jahren hatte sie nichts mehr von Gabi gehört. ``Habt ihr nicht Lust über weihnachten und Silvester zu uns zu kommen? Du weißt doch Thomas und ich leiten ein Skihotel. Die anderen kommen auch.´´ ``Lust schon aber...´´ ``keine Wiederrede.´´ Gabi liefen langsam wieder tränen über die Wange. Sie freute sich so sehr Biggis stimme zu hören. Biggi deutete die Geräusche jedoch anders. ``Hey weinst du?´´ ``Nein tu ich nicht alles in bester Ordnung´´ wehrte Gabi ab. Biggi wurde das langsam unheimlich. ``Wart mal grade. Ich muss dich gleich noch mal anrufen hier stimmt was nicht.´´ ``Ist in Ordnung bis gleich.´´ Beide legten auf. Biggi flitzte durchs Hotel auf der suche nach Thomas. ``Thomas wo bist du?´´ ``Hier, was ist den Los?´´ Thomas saß in der großen Küche. Er hatte seinen Sohn auf dem Schoß und zusammen machten sie sich einen Spaß daraus den Köchinnen die Wurst weg zufuttern. ``Du sollst dem kleinen nicht so was zeigen´´ sagte Biggi mit erhobenem Zeigefinger. Jonas und Thomas sahen sich an und lachten. Biggi setzte sich zu ihnen und griff nach der Wurst. ``Mama!´´ Biggi sah ihren sechs jährigen Sohn schelmisch lächelnd an und legte einen Finger auf den mund. Thomas tat beleidigt. Biggi musste laut lachen und gab ihm einen Kuss als Entschädigung. ``Ich habe gerade mit Gabi gesprochen. Ich glaube ihr geht es überhaupt nicht gut und soweit ich das aus ihrem knappen bericht heraushören konnte Tyrannisiert ihre Mutter sie schon wieder. Ich weiß gar nicht wieso sie überhaupt wieder bei ihr wohnt. Thomas was meinst du sollen wir sie herkommen lassen. Ich glaube nur wir müssen ihr dann das ticket bezahlen.´´ ``Das dürfte kein Problem sein. Ich lasse gleich ein Zimmer herrichten.´´ ``Du bist ein Schatz. Ich kümmere mich um die Tickets´´ Biggi gab ihm einen Kuss auf die Wange und flitzte wieder nach oben an die Rezeption. ``Hallo Manni kannst du bitte zwei Tickets von Hamburg hier her buchen. Wenn es geht bitte noch heute. Und einmal bitte für einen Rollstuhlfahrer.´´ Manni nickte und machte sich gleich auf die suche im Internet. Kurz darauf gab er Biggi die Flugbestätigung. Biggi bedankte sich und rief wieder Gabi an. ``Kollmann´´ ``Hi hier bin ich wieder. Pass auf wo ist deine Mutter?´´ ``Die ist einkaufen und danach hat sie einen Termin bei ihrem Masseur. Warum?´´ ``Du gehst jetzt gleich deine Koffer holen. Wenn du für dich und Benny gepackt hast fährst du zu ihm in die Schule und holst ihn ab. Dann fährst du zum Flughafen. Um 14°° Uhr geht eure Maschine.´´ ``Halt Stopp was wir das Biggi?´´ ``Gabi ich kenne dich. Wenn du eine halbe stunde über alles redest außer über Ralf und Benny dann stimmt etwas nicht und deswegen kommst du jetzt mit deinem Sohn hier her. Dann sehen wir weiter. Und jetzt komm in die Puschen sonst ist deine Mutter wieder da und dann kannst du deinen Ausflug vergessen aber ich glaube das weißt du selber.´´ Gabi sagte nichts mehr. Biggi schickte ihr die Flugbestätigung per Mail. Gabi packte das wichtigste ein und machte sich dann auf den weg zur Schule. Kaum kam Benny auf den Schulhof in die Pause rief sie ihn zu sich. ``Schnell hol deine Sachen wir fahren weg.´´ Benny merkte wie aufgeregt seine Mutter war. Er beeilte sich und Gabi lief zu einem der Lehrer von Benny. ``Entschuldigung aber ich muss mit Benny sofort nach Tirol. Es gibt vielleicht eine neue Chance für ihn. Wir sind ziemlich schnell auf der Warteliste nachgerückt deswegen konnte ich das vorher nicht Organisieren.´´ Bevor noch irgendwelche fragen gestellt wurden war sie schon auf dem weg zum Flughafen. ``Wohin fahren wir?´´ Wollte Benny wissen. ``Überraschung´´ Ein paar min. später waren sie am Flughafen. Gabi und Benny wurden bereits erwartet. Sie parkte vor dem Eingang zum Terminal. ``Guten Tag mein Name ist Petra ich bin ihre Flugbegleiterin.´´ stellte sich eine Junge Frau vor. ``Guten Tag ich bin Gabi und das ist Benny.´´ Stellte Gabi sie beide vor. Ein Junger Mann kam und holte ihre Koffer ab. ``Das ist Max´´ stellte Petra ihn vor. ``Da wo meine Mama und mein Papa früher gearbeitet haben hieß der Mechaniker auch Max.´´ Erzählte Benny. Petra blieb bei ihm während Gabi mit Max die Koffer aufgab. Max verabschiedete sich nachdem die Koffer versorgt waren. Gabi ging zurück zu Benny und Petra. Sie war froh das die beiden sich so gut verstanden. ``Also Benny wir dürfen jetzt schon durch den Check- In. Die anderen Passagiere müssen noch warten.´´ ``Warum dürfen wir jetzt schon durch?´´ Fragte Benny. ``Weil wir mit deinem Rollstuhl etwas länger brauchen. Du bist dann der Erste Passagier im Flugzeug.´´ Benny war begeistert. Nachdem sie durch den Check- In waren schob Petra ihn durch die Gänge zu dem Zimmer wo nachher die anderen warten mussten. Auf dem weg ins Flugzeug fragte Benny: ``Darf ich mal kurz vorne rein Kucken?´´ ``Jetzt noch nicht aber wenn wir nachher in der Luft sind darfst du mal nach vorne das habe ich mit dem Piloten so ausgemacht.´´ Antwortete Petra. Benny nickte Begeistert. Im Flugzeug angekommen trug ihn einer der Angestellten auf seinen Platz. Benny bekam einen Fenster Platz. Neben ihm saß seine Mutter und am Gang würde Petra sitzen. Benny war ganz aufgeregt. Endlich stiegen auch alle anderen ein. Mit ein paar Min. Verzögerung rollte die Maschine auf die Startbahn. Nachdem sie in der Luft waren kam der Co- Pilot nach hinten. ``Bist du Benny?´´ ``Ja bin ich´´ ``Ich heiße Oliver aber nenn mich Olli. Ich bin der Co- Pilot. Kommst du uns vorne helfen?´´ Benny nickte begeistert. Petra und Gabi standen auf und gingen zur Seite. Olli nahm Benny auf den Arm und ging mit ihm ins Cockpit. ``Also das ist hier der Chef!´´ Olli setzte sich wieder in seinen Sitz und nahm Benny auf den Schoß. ``Hi ich bin Marco und wie heißt unser neuer Pilot?´´ ``Ich bin Benny´´ Bennys Augen leuchteten. ``Du kennst doch Thomas und Biggi oder?´´ Fragte Marco ihn. Benny nickte. ``Ich bin ein Freund der beiden. Sie haben mir gesagt das du auch Pilot werden Willst.´´ ``Ja wollte ich eigentlich aber jetzt...´´ dabei zeigte er auf seine Beine. ``Na das wird schon wieder. Jetzt fliegst du erst mal. Komm mal her.´´ Marco nahm Benny auf seinen Schoß und setzte ihm Hadsets auf. ``Hallo Co- Pilot 2 kannst du mich verstehen?´´ ``Klar und deutlich´´ gab Benny lachend zur Antwort. Alle drei mussten Lachen. Gabi sah glücklich aus dem Fenster. ``Er sah so Glücklich aus gerade eben. So Glücklich habe ich ihn seit fast vier Jahren nicht mehr gesehen.´´ Sagte sie zu Petra. ``Ja das stimmt. Ihr Sohn liebt Flugzeuge nicht wahr?´´ ``Ja, vor allem Hubschrauber. Mein Mann und ich wir haben früher bei einer Rettungsstaffel gearbeitet. Da hatten wir eine BK117. Benny hat den Heli geliebt. Ich glaube sein erstes Wort war Heli.´´ Sie musste Lächeln. ``Warum haben sie dort aufgehört zu arbeiten?´´ Gabi überlegte. ``Das ist eine Lange Geschichte.´´ Gabi ließ den Kopf zurück sinken. ``Wir haben Zeit´´ lachte Petra. Es war ein aufmunterndes lachen. ``Sind sie sicher das sie das hören wollen?´´ Petra nickte. Gabi atmete noch einmal tief durch und fing dann an zu erzählen. Es tat ihr gut endlich mit jemandem zu reden. Kurz nachdem sie geendet hatte schlief sie ein. Petra strich ihr Kurz über die Haare. Diese Frau hatte soviel mitmachen Müssen. Benny war in der zwischen zeit hell wach. Er durfte die Maschine Fliegen. Natürlich passten Olli und Marco auf doch er durfte alleine das Steuer halten. Kurz bevor die Maschine in den Landeanflug ging brachte Olli ihn wieder zurück. Gabi war mittlerweile auch wieder aufgewacht. ``Mama das war der Wahnsinn. Ich durfte ganz alleine Fliegen. Und weißt du was? Marco der Pilot kennt Biggi und Thomas.´´ Benny war total aus dem Häuschen. ``Du bleibst am besten sitzen bis alle anderen ausgestiegen sind. Marco kommt dann noch mal zu dir.´´ Mit diesen Worten verschwand Olli wieder nach vorne. Sie landeten in Salzburg und warteten bis alle ausgestiegen waren. ``Ich muss mich jetzt verabschieden. Ein anderes Kind braucht mich jetzt. Gleich kommt jemand der dich weiter begleitet. Tschüss Benny. ich freu mich sehr dich kannengelernt zu haben.´´ Sie nahm in den Arm und verabschiedete sich dann von Gabi. ``Tschüss Petra und vielen Dank für alles.´´ ``Keine Ursache. Ihr Wartet einfach hier bis euch jemand abhold. Dürfte eigentlich nicht mehr lange dauern.´´ Sie gab beiden noch mal die Hand und verließ dann das Flugzeug. In diesem Augenblick kam Marco nach hinten. ``Hallo ich bin...´´ Gabi hob den Kopf. ``Marco´´ rief sie erfreut. ``Gabi! das glaub ich nicht. Das ist dein bezaubernder Sohn?´´ Gabi nickte. Sie Stand auf und ließ sich von Marco in den Arm nehmen. ``Hätte ich mir ja gleich denken können als Benny von Biggi, Thomas und Marco geredet hat. Und du bist jetzt also von Hubschraubern auf Flugzeuge umgestiegen?´´ Marco nickte. ``Könnt ihr mir mal sagen was hier Los ist.´´ Verlangte Benny. Gabi drehte sich zu ihm um und strich im über die Haare. ``Marco hat früher auch bei uns gearbeitet. Er ist ``schuld´´ daran das es dich gibt.´´ ``Was wieso schuld?´´ ``Nein so meinte ich das nicht. Er hat dafür gesorgt das Ralf und ich uns endlich gesagt haben das wir uns Lieben. Dauernd gab es Missverständnisse die verhindert haben das aus uns was wird. Er war auch in mich verliebt und er konnte nicht mit Ansehen wie ich unglücklich war also hat er das in die Hand genommen. Also ohne ihn wären Ralf und ich nicht zusammen gekommen und dich würde es auch nicht geben. So zusagen ist er schuld.´´ Benny sah von einem zum anderen. ``Liebst du Mama immer noch?´´ Gabi wurde leicht rot. Marco lachte. ``Ich habe deine Mama immer geliebt aber jetzt mag ich sie als Freundin. Ich bin jetzt seit vier Jahren verheiraten und ich habe zwei Jungs. Jan dürfte ungefähr in deinem Alter sein.´´ Gabi sah auf die Uhr. ``Unser neuer Begleiter scheint sich ja zeit zu lassen.´´ ``Was? Ach so ich bin euer neuer Begleiter. Biggi und Thomas haben mich auch eingeladen. Bianca, also meine Frau kommt mit den Jungs nach sobald die Ferien angefangen haben. Kannst du mal meinen Koffer nehmen?´´ Gabi nahm etwas Perplex den Koffer und trat zur seit. Benny rutschte auf den Sitz am Mittelgang so das Marco ihn hochheben konnte. Zusammen verließen sie das Flugzeug. Ihre Koffer waren bereits in dem Auto verstaut das Marco Gemietet hatte. Ein silberner Jeep. Er schob Benny zum Auto und hob ihn hinein. Gabi setzte sich auf den Beifahrer Sitz. Nachdem alle fertig angeschnallt waren fuhr Marco los. Zwischendurch hielten sie an um etwas zu essen.

Eine Halbe Stunde später im Hotel:

``Mama wann kommt Benny den endlich?´´ ``Ich weiß es nicht Lisa.´´ Antwortete Biggi. Thomas Töchter sagten schon lange Mama zu ihr. Die Zimmer für Marco, Gabi und Benny waren schon fertig hergerichtet. Marco hatte von unterwegs angerufen und gesagt das er Gabi und Benny mitbrachte. Das Hotel lag etwas oberhalb des Tals. Im Sommer konnte man in der Gegend wunder bar wandern und im Winter Ski fahren. Es gab ein Haupthaus und ein Gebäude rechts davon. In dem rechten wohnten Biggi und Thomas mit den drei Kindern. Für ihre Freunde hatte Biggi die Oberste Etage im Haupthaus herrichten lassen. Hinter dem Haus gab es eine große Terrasse. Von dort aus konnte man wunderbar über die umliegenden Täler und Berge schauen. Plötzlich schrie Lisa auf. ´´Sie sind da´´ sie sprang vom Fensterbrett und lief nach draußen. Marco war gerade aus dem Auto ausgestiegen. Er fing Lisa auf und drehte sich einmal mit ihr im Kreis. Gabi war ebenfalls ausgestiegen. Sie ging zum Kofferraum um den Rollstuhl zu Holen. ``Lass den drin Gabi. Der Schnee ist hier eh zu hoch. Ich hole ihn nachher rein.´´ Sagte Marco. Gabi lächelte ihn dankbar an. Sie öffnete Bennys Tür. Benny war vor einer viertel stunde eingeschlafen. ``Hey süßer wir sind da. Lisa wartet auf dich.´´ ``Lisa?´´ Benny wurde langsam wach. Er sah sich um. ``Wir sind echt zu Lisa gefahren?´´ ``Ja, komm sie wartet schon auf dich.´´ Sie drehte ihn zur Seite und nahm ihn dann auf den Arm. Marco wollte ihn ihr abnehme aber Gabi werte dankend ab. Lisa sah Benny verwundert an. Ihr bester freund wurde von seiner Mutter getragen. Zusammen gingen sie rein. In der Eingangshalle wartete Biggi bereits. ``Hallo Gabi. Schön das ihr hier seid.´´ Sie gaben sich kurz ein Küsschen auf die Wangen. Zusammen gingen sie zu den Sofas und Sesseln die in der Eingangshalle standen. Gabi setzte ihren Sohn in einen der Sessel. ``Marco kannst du mir meinen Rollstuhl hohlen?´´ Bat Benny. Marco nickte und verschwand kurz nach draußen. Kurz darauf kam er mit dem Rollstuhl wieder. ``Bitte schön der Herr!´´ Benny bedankte sich und nachdem er seine Jacke ausgezogen hatte setzte er sich hinein. ``Zeigst du mir das Hotel?´´ Fragte er Lisa. Diese hatte bisher etwas abseits gestanden. Sie sah von einem zum anderen. Sie wusste nicht genau wie sie mit der neuen Situation ihres Freundes umgehen sollte. Marco nickte ihr zu und so nahm sie die griffe des Rollstuhls und schob ihn vor sich her. Marco begrüßte kurz Biggi und machte sich dann auf die suche nach Thomas. Nun waren Biggi und Gabi alleine. ``Komm wir gehen ein Stück spazieren.´´ Schlug Biggi vor. Gabi sah sie an und nickte. Sie zogen sich an und machten sich auf den weg. Es schneite leicht. Sie gingen erst ein Stück den Berg hoch und dann in den Wald. Schließlich blieb Biggi stehen. ``Jetzt lass dich mal richtig begrüßen. Vorhin das war ja etwas karg nach vier Jahren Oder?´´ Biggi lächelte sie an und streckte die Arme aus. Gabi musste auch lächeln. Sie ließ sich von Biggi in den Arm nehmen. Nach einer weile fing sie an zu weinen. Biggi drückte sie noch mehr an sich. ``Oh Gabi warum hast du nicht mal geschrieben oder angerufen und gesagt wie schlecht es dir geht? Wie sollen wir dir den Helfen wenn du vor dich hin leidest?´´ Gabi zuckte die schultern. Sie konnte nicht mehr und sie war Froh das Biggi sie festhielt. Sie legte den Kopf an Biggis Schulter und weinte einfach. Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. So blieben sie eine ganze weile stehen. Irgendwann gingen sie zurück. Schweigend. Biggi hatte jedoch Gabis Hand genommen. Sie setzten sich zusammen in die Gemütliche Küche im Hause Wächter. Biggi machte ihnen einen Tee. ``Nun erzähl schon was Passiert ist´´ forderte sie ihre Freundin auf. ``Bei dem Unfall vor vier Jahren ist Ralf verschwunden. Ich habe ihn seit dem nicht mehr gesehen. Meine Mutter hat mir angeboten bei ihr zu wohnen. Anfangs war ich dankbar doch mit der Zeit... Ach du kennst doch meine Mutter. Benny hat sich immer weiter in sich zurück gezogen. Er kann Ralf nicht vergessen und ich glaube er hofft immer noch das er eines Tages vor der Tür steht und sagt hier bin ich´´ ``Ja aber hoffst du nicht auch immer noch?´´ ``Ja aber irgendwie weiß ich das dass nicht so sein wird. Meine Mutter hat angefangen alles zu kontrollieren. Telefonate, Briefe und sogar alles was ich gekauft habe. Immer wenn ich sie darauf angesprochen habe hat sie gesagt ich müsse dankbar sein und ich solle mir einen Mann suchen der mich und meinen Sohn ernährt. Ich weiß aber das Benny niemals einen anderen Mann akzeptieren wird. Und ehrlichgesagt will ich auch gar keinen anderen als Ralf.´´ Biggi stellte ihr den Tee hin und setzte sich dazu. ``Immer wenn ich versucht habe mit einem von euch Kontakt aufzunehmen ist meine Mutter dazwischen gegangen. Ich war so froh als du angerufen hast. Ich wäre schon längst zu euch oder zu einem der anderen gefahren aber im Auto konnte ich nicht so lange sitzen und fürs Flugzeug oder den Zug hätte meine Mutter nie das Geld rausgerückt.´´ Wieder fing sie an zu Weinen. ``Tut mir leid...´´ ``das will ich nicht gehört haben. Du bist meine Freundin und wenn muss es mir leid tun das ich dich nicht schon viel früher da rausgeholt habe.´´ Unterbrach Biggi sie. Inzwischen bei Lisa und Benny. Die beiden waren in der Küche angekommen und Liesel die Köchin hatte den beiden Schokopudding gegeben. ``Wie ist das Passiert?´´ Fragte Lisa leise. Benny sah auf seine Beine. ``Ein Unfall mit Papa.´´ Lisa merkte das er nicht darüber reden wollte. ``Weißt du was ich habe eine Idee. Hast du Lust auf eine Schlittenfahrt?´´ ``Wie soll ich den schlittenfahren?´´ Fragte Benny traurig. ``Warts ab.´´ Lisa lächelte ihm aufmunternd zu. Sie aßen schnell auf und fuhren dann wieder mit dem Aufzug nach oben in die Eingangshalle. Lisa holte seine Jacke und schob ihn dann nach draußen und rüber zu ihrem Haus. Vorher hatte sie ihm eine große Schneeschüppe in die Hand gedrückt. Die hielt Benny jetzt vor sich und war ein prima Schneepflug. Beim Haus angekommen lief Lisa nach drinnen. ``Mama, Mama!´´ ``Was ist den Lisa?´´ ``Dürfen Benny und ich mit dem Schlitten fahren?´´ ``Na klar aber nehmt Marco mit er soll euch helfen.´´ ``Danke´´ sie lief zu Biggi und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. An Gabi gewannt sagte sie. ``Benny braucht seine warme Mütze, seine Handschuhe und seinen Schal. Und kannst du uns noch eine Kanne Tee machen Biggi?´´ ``Klar mache ich.´´ Gabi sah von einem zum anderen. Biggi nickte ihr zu. Gabi stand auf um die Sachen von Benny zu holen. Lisa war bereits hinters Haus verschwunden. Dort waren die Ställe mit Zwei Pferden und einem Pony. ``Papa, Marco wo seid ihr?´´ ``Hier drüben Lisa´´ antwortete Thomas. ``Biggi hat uns erlaubt mit dem Schlitten zu fahren wenn Marco mit kommt.´´ ``Klar komme ich mit oder brauchst du mich?´´ ``Nein, Nein geh nur mit.´´ Antwortete Thomas. Er half noch die beiden Pferde vor den Schlitten zu spannen. Gabi hatte Benny mittlerweile seine Sachen gebracht. Zehn Min. später kam der Schlitten um die Ecke. Am ganzen Schlitten hingen kleine Glöckchen. Benny lachte. Marco stieg herunter und hob ihn hinauf auf den Kutschbock. Gabi gab ihnen noch eine decke für seine Beine hoch. Lisa setzte sich neben ihn und Marco setzte sich nach hinten. Mit Gebimmel fuhren sie vom Hof. Gabi und Biggi winkten ihnen hinterher. Dann gingen sie zusammen wieder rein. ``Sag mal seit wann nennt Lisa dich Mama?´´ ``Schon eine ganze weile´´ kurz darauf brachte Thomas den Kleinen Jonas zu ihnen. So verging die Woche bis die anderen kamen wie im Flug. Gabi half Biggi wo sie nur konnte im Hotelbetrieb. Sie Kurierte die eine oder andere Grippe der Gäste wieder aus und es zeigte sich als hilfreich einen Arzt da zu haben. Es gab immer wieder Verstauchungen zu bandagieren. Lisa brachte Benny das Schlittenfahren bei. Es machte ihm einen Riesen Spaß und bald musste Marco nicht mehr mit. Lisa und Benny waren die ganze zeit zusammen. Er blühte richtig auf. Der Rollstuhl hinderte sie nicht daran das ganze Hotel auf Trapp zu halten. Am Morgen beim Frühstück im Hause Wächter. Gabi und Benny kamen meistens zu Biggi und Thomas zum Essen. ``Heute kommen die anderen.´´ Stellte Biggi fest. ``Dürfen wir mit dem Schlitten runterfahren und die Kinder abholen? Die finden das bestimmt auch cool. Bitte?´´ Bat Lisa. ``Ich möchte aber fahren´´ meldete sich Benny. Die Erwachsenen hatten nichts dagegen und so machten sich Benny und Lisa zwei Stunden später auf den Weg ins Tal. Sie hatten mit Karin Telefoniert. Die ganze Gruppe hatte bevor sie losgefahren waren beschlossen sich jede stunde auf einem Rastplatz zu treffen. Auf dem letzten stiegen alle Kinder zu Peter ins Auto. Er wollte dann die Kinder im Tal in den Schlitten setzten. Alle freuten sich auf die schlittenfahrt. Benny und Lisa hatten noch Jonas und Laura mitgenommen und einen Haufen decken. Sie warteten bereits als das erste Auto um die Ecke kam. Karin hielt an als sie Lisa sah. Sie stieg aus und lief zum Schlitten. ``Hallo Lisa Hallo Jonas hallo Benny.´´ ``Hallo Karin´´ antworteten die drei im Chor. Lisa reichte Karin den kleinen runter und sprang dann hinter her. Laura war schon aus dem Schlitten gesprungen. ``Hallo Karin. Wo ist den Dirk?´´ ``Der kommt mit Peter. Hallo Laura´´ ``sagt mir auch jemand Hallo?´´ Fragte Michael. Karin lachte. ``Tut mir leid mein Schatz haben wir dich vergessen?´´ Michael tat beleidigt. Karin holte seinen Rollstuhl und half ihm sich hinein zu setzten. Michael rollte zu den anderen und begrüßte sie. Nach und nach trudelten auch die anderen ein. Keiner fuhr direkt zum Hotel. Benny saß die ganze Zeit auf dem Kutschbock. Er sah sich das ganze Treiben von oben an. ``Alle die Mitfahren bitte einsteigen. Mir wird langsam Kalt.´´ Rief er. Dirk und Laura nahmen Jonas und Konstantin auf den Schoß. Oliver setzte sich zu Anna und Lisa setzte sich hinter Benny. ``Nehmt ihr mich auch mit?´´ Fragte Michael. ``Na klar´´ riefen alle im Chor. Jens und Marc halfen ihm in die Kutsche. Lisa machte ihm Platz und setzte sich mit Oliver nach vorne. Oliver fand das klasse. Nachdem alle zugedeckt waren schnalzte Benny mit der Zunge und der Schlitten setzte sich in Bewegung. Die anderen stiegen wieder in ihre Autos und fuhren hoch zum Hotel. Es gab ein rissen Chaos. Als die Kinder mit Geklingel ankamen beruhigten sich alle ein bisschen. Marco hob Benny herunter und Thomas und Jens halfen Michael. Jetzt begann die große Begrüßung von vorne. ``Kommt doch erst mal alle rein´´ versuchte Thomas über alle drüber zu brüllen. Nach fünf weiteren Minuten waren erst mal alle drinnen. Den Neuankömmlingen wurden ihre Zimmer gezeigt und dann wollte man sich bei Wächters im Wohnzimmer treffen. Lisa und Laura waren ganz aufgeregt. Endlich sahen sie alle ihre Freunde wieder. Ebenso Gabi. Sie war so froh Karin, Michael und all die anderen wieder zutreffen. Doch jetzt wo alle da waren fehlte Ralf ihr noch mehr. Während die anderen sich auf ihren Zimmern einrichteten setzte sie sich auf die Terrasse. Einen der Tische mochte sie besonders. Er lag etwas abseits und man bekam den Trubel nicht so mit. Trotzdem hatte man einen wunder schönen Ausblick. Sie hatte in der Letzten Woche oft hier gesessen. Als sie da saß fing sie an zu Träumen.

>Ralf kam auf sie zu und lächelte sie an. Er setzte sich hinter sie und nahm sie in den Arm. So saßen sie eine weile schweigend da und genossen die Landschaft. Plötzlich kam Benny um die Ecke geflitzt. ``Mama, Papa kommt mal schnell ich muss euch was zeigen!´´ Ralf und Gabi sahen sich lächelnd an und standen auf um ihrem Sohn zu folgen. Sie gingen ihm nach bis zu einem Schnee Iglu. Sie kletterten hinein und plötzlich stürzte es ein. ``Ralf, Benny wo seid ihr?´´ Rief Gabi panisch.<

``Gabi! Schläfst du? Gabi!´´ Jemand schüttelte sie an der Schulter. ``Meine Güte du hast ja Fieber´´

>Gabi wollte die Augen öffnen doch es ging nicht. Überall um sie war Schnee und er drohte sie zu erdrücken. Sie hörte Stimmen und versuchte zu rufen jetzt konnte sie hören wie jemand zweites kam. Sie warf sich hin und her damit der Schnee sie nicht erdrückte.<

``Was ist denn Biggi?´´ Fragte Thomas. ``Gabi. Ich weiß nicht was mit ihr ist. Ich habe sie gesucht, die anderen warten schon und hier habe ich sie gefunden. Sie hat nach Ralf und Benny geschrieen. Und seit gerade eben schlägt sie um sich und sie windet sich immer wieder.´´ Antwortete Biggi. Gabi lag in einer Schneewehe hinter dem Hotel. ``Ich habe keine Ahnung wie sie hier hergekommen ist´´

>Gabi wollte etwas sagen oder aufstehen sie wollte sich bemerkbar machen doch es ging nicht. Plötzlich wurde ihr richtig Kalt. Sie fing an zu zittern.<

``Schnell Thomas sie friert. Kannst du sie auf ihr Zimmer tragen? Ich hole Karin.´´ Thomas nickte und nahm sie hoch. Biggi stand auf und lief ins Wohnzimmer wo, die anderen schon warteten. ``Karin schnell. Hast du deinen Koffer dabei?´´ Karin nickte. ``Wenn ich mit der Mannschaft unterwegs bin nehme ich den Koffer immer mit. Was ist denn los?´´ ``Sag ich dir später hol deinen Koffer, wir treffen uns gleich in der großen Halle.´´ Karin stand auf und lief nach draußen. Die anderen sahen Biggi gespannt an. ``Später´´ antwortete Biggi auf die fragenden Blicke. ``Gina und Flo könntet ihr euch um den Tee kümmern? Lisa und Laura wissen wo alles steht.´´ Die anderen sahen sich an. Gina und Flo gingen in die Küche und Lisa zeigte ihnen wo die Sachen waren. In der zwischen Zeit holten Laura und Jonas ein Paar Gesellschaftsspiele. Zusammen spielten sie Mensch ärgere dich. Die, die nicht mitspielen konnten feuerten die anderen an. Karin und Biggi liefen die Treppen hoch zu Gabis und Bennys Zimmer. Gabi träumte immer noch.

>Überall um sie rum war Schnee. ``Ralf, Benny so antwortet doch. Wo seid ihr?´´<

``Gabi wach auf. Benny ist bei den anderen und Ralf ist schon seit Vier Jahren weg.´´ Thomas versuchte sie zu wecken doch er bekam Gabi nicht wach. Karin und Biggi erreichten das Zimmer und Thomas machte Karin Platz. ``Ihr müsst Michael holen ich schaffe das nicht alleine und am besten bringt ihr Marc auch noch mit.´´ Biggi nickte und lief nach unten dann über den Hof und drüben wieder rein. ``Michael, Marc Karin braucht euch´´ Marc stand auf und schob Michael nach draußen. Nun wollten die anderen auch wissen was los sei. Das es um einen der Gäste ging glaubte ihr keiner. Also setzte sie sich zu ihnen auf Sofa und erzählte. ``Ich habe Gabi in einer Schneewehe gefunden. Sie hat um sich geschlagen und immer wieder nach Benny und Ralf gerufen. Dann hat sie sich immer wieder von der einen auf die andere Seite gedreht. Plötzlich hat sie angefangen zu zittern und wie panisch zu schreien. Als ich gerade runter kam war sie immer noch nicht wieder wach.´´ Im Wohnzimmer war es ganz ruhig. Keiner konnte es glauben. Alle hatten sich auf den Urlaub hier oben gefreut. Die Erwachsenen gingen in die Küche und die Kinder spielten weiter. Außer Laura und Dirk verstand noch keiner der kleineren was Los war. Und natürlich Benny. Er hatte den Bericht von Biggi Schweigend angehört und hatte sich dann ans Fenster gestellt. Schließlich hielt er es nicht mehr aus. Er fuhr langsam nach draußen. Auf dem Hof hatte jemand Schneegeschippt das erleichterte ihm das fahren. Im Hotel angekommen fuhr er zum Fahrstuhl. Ganz oben angekommen rollte er auf die Tür zu. Karin und Marc standen vor Gabis Bett und Michael saß auf der anderen Seite. Gabi schrie immer noch hin und wieder. Thomas hielt sie an den Schultern fest damit sie nicht aus dem Bett fiel.

>``Warum hilft mir keiner. Hilfe mein Sohn und mein Mann sind verschüttet. Helft mir doch.´´<

Benny stand in der Tür und beobachtete wie seine Mutter sich hin und her wand. ``Ich weiß nicht woher das kommt. Sie hat auf einmal über 40 Fieber. Außer dem verstehe ich nicht warum sie nicht aufwacht´´ Marc stand da und sah seinen Erfahrehren Kollegen an doch Michael wusste auch nicht weiter. Karin nahm die Hand ihrer Freundin die sich etwas beruhigt hatte. Vorsichtig strich sie ihr über das schweißnasse Gesicht. ``Das einzige was mir einfällt ist viel trinken.´´ Sagte Michael. Karin nickte. ``Ich übernehme das. Ich bleibe bei ihr bis es ihr besser geht.´´ ``Ist gut ich bitte unsere gute Fee in der Küche regelmäßig Tee hoch zu schicken.´´ Sagte Thomas. Er ließ Gabi los und ging mit Marc und Michael nach draußen. Da bemerkte er Benny. Er sah erst Benny und dann Karin an. Als diese nickte klopfte er Benny auf die Schulter zum Zeichen das er herein kommen durfte. Langsam fuhr Benny an das Bett seiner Mutter und nahm ihre Hand. Karin ging in das kleine Badezimmer um ein Handtuch zu holen. ``Ich weiß das du Papa vermisst und er vermisst uns bestimmt auch. Ich suche ihn und dann wirst du wieder gesund versprochen? Zur Oma will ich aber nicht mehr. Sie ärgert mich immer. Dauernd muss ich versuchen meine Beine zu bewegen nur weil die Ärzte gesagt haben das dass geht. Mama ich brauche dich und Papa auch. Wo soll ich denn hin wenn du weg bist?´´ Langsam lief eine Träne über seine Wange. Er fuhr auf die andere Seite. Er stützte sich an der lehne ab und stemmte seinen Körper hoch. Jetzt konnte er sich neben Gabi aufs Bett fallen lassen. Mit den Händen zog er seine Beine nach. Karin war wieder zu ihm getreten. Sie bewunderte Benny. Er war in der gleichen Situation wie Michael doch er ging anders damit um. Er schien nicht mehr laufen zu wollen weil sein Vater weg war. Doch Michael schien nicht dran zu glauben. Dabei war er selber Arzt. Benny strich seiner Mutter vorsichtig übers Gesicht. Dann legte er seinen Kopf auf ihren Bauch und blieb so liegen. Karin lächelte. Sie tupfte Gabi die Stirn ab und setzte sich dann in den Sessel den sie sich ans Bett gezogen hatte. Im Wohnzimmer der Familie Wächter wurde in der zwischen zeit eine Schneeballschlacht von Andre und Gina vorgeschlagen. Die Erwachsenen hatten beschlossen so normal wie möglich weiter zu machen auch wenn keiner genau wusste was mit Gabi war. Nachdem alle angezogen waren gingen sie auf die große Wiese hinter dem Haus. Michael stand am Fenster und beobachtete sie. ``Du weißt das du dass auch wieder kannst.´´ Michael erschrak und drehte sich um. In der Tür stand Karin. ``Warum bist du nicht bei Gabi?´´ Versuchte er abzulenken. ``Weil Biggi gerade hoch ist. Und lenk nicht ab. Du musst nur dran Glauben das haben die Ärzte doch gesagt.´´ ``Ärzte erzählen viel wenn der Tag lang ist.´´ Michael drehte sich wieder zum Fenster. Er hatte keine Lust auf diese Diskussion. ``Ich werde nie wieder Laufen´´ fügte er trotzig und etwas leiser hinzu. ``Doch wirst du das weist du ganz genau. Ich weis echt nicht mehr weiter mit dir. Du ziehst dich immer weiter zurück. Du redest nicht mehr mit mir und Dirk vernachlässigst du auch immer mehr. Du hasst es in diesem Ding zu sitzen und trotzdem tust du nicht wirklich was dagegen. Wann hast du mich das letzte mal richtig geküsst oder in den Arm genommen. Mann Michael komm endlich wieder zu dir und hör auf dich Selbst zu bemitleiden. Dirk und ich vereinsamen immer mehr neben dir.´´ Karin stand jetzt neben ihm. Bei ihren letzten Worten war sie etwas lauter geworden und sie war froh das die anderen alle draußen waren. Da Michael sie immer noch nicht ansah drehte sie seinen Rollstuhl zu sich um. Sie kniete sich vor ihn und sah ihn von unten an. So hatte er kaum eine Chance sie nicht anzusehen. ``Michael bitte. Ich liebe dich und ich möchte nicht das unser Kind mit einem griesgrämigen Vater aufwächst der damit beschäftigt ist sich Selbst zu bemitleiden.´´ Bei dem Wort Kind hatte Michael aufgesehen. ``Wieso Kind? Bist du schwanger?´´ ``Und was Wenn?´´ ``Dann lässt du es weg machen. Ich will nicht das mein Kind mit einem Krüppel aufwächst.´´ ``Das ist nicht dein Ernst oder? Du verlangst von mir das ich mein... Unser Baby abtreibe? Ich glaube bei dir hackt’ s. Du kannst wieder Laufen du musst es nur Wollen aber wenn du das nicht einsiehst ist es wohl besser wenn ich gehe.´´ Brüllte Karin. Tränen liefen ihr übers Gesicht. ``Ja verschwinde doch. Ich weiß sowieso nicht warum du noch bei mir bist.´´ Karin drehte sich noch einmal um doch Michael hatte sich bereits wieder zum Fenster gedreht. ``Michael was ist aus uns geworden?´´ Fragte sie leise. Sie ging in den Flur schnappte sich ihre Jacke und lief nach draußen. Vor der Tür lief sie fast Peter über den Haufen der gerade mit Oliver wieder rein kam. ``Hallo Karin´´ rief Oliver. ``Hallo Oliver´´ antwortete sie nur knapp. Sie zog sich die Jacke an und lief dann Richtung Wald. Ihre Handschuhe zog sie im Laufen an. Noch zwei Tage dann war Weihnachten. Das Fest der Liebe und Michael? Der saß in seinem Rollstuhl und dachte gar nicht daran sie zu verstehen. Karin stapfte durch den Schnee. Hier lag er ziemlich hoch. Tränen liefen ihr übers Gesicht und ihre Füße wurden langsam Kalt doch sie hörte nicht auf zu laufen. Sie wollte mit Michael zusammen alt werden doch Michael wollte das Kind nicht. Eigentlich wollte sie es ihm noch nicht sagen doch vorhin war es ihr so rausgerutscht. Wenn er das Baby nicht wollte konnte er auch sie nicht wollen. ``Bevor ich mein Baby töte sterbe ich lieber selber!´´ Dachte sich Karin. Gina kam mit frischen Tüchern hoch zu Biggi und Gabi. Benny hatte sich wieder in seinen Rollstuhl gesetzt. Das Fieber war zwar etwas gesunken doch sie fieberte immer noch

>Mittlerweile war der Schneeberg um sie rum immer größer geworden. Sie konnte keine stimmen mehr hören nur ab und zu tropfte Wasser auf ihre Stirn. Durch das drehen und schlagen lag sie jetzt in einer Kuhle. In Panik versuchte sie einen Gang zu graben. Immer wieder rief sie nach Ralf und Benny. ``Benny, Ralf wo seid ihr bitte antwortet. Ich lass euch nicht alleine. Ich gehe nicht weg. Bitte verlasst ihr mich auch nicht. Ralf komm wieder zu mir.´´<

Gina tupfte ihr mit dem Tuch den Schweiß von der Stirn. ``Ganz ruhig Gabi Benny ist in Sicherheit´´ Benny saß am Fenster. Plötzlich sah er Karin über den Hof laufen. Sie schien zu weinen auf jeden Fall strich sie sich immer wieder mit den Händen über die Augen. Sie lief auf den Wald zu wusste aber anscheinend nicht genau wohin sie wollte. Benny spürte das da etwas nicht stimmte. Doch er unternahm erst mal nichts. Er wollte bei seiner Mutter bleiben. Karin kam den ganzen Abend nicht wieder. Irgendeiner hatte behauptet sie hätte sich hingelegt und deswegen vermisste sie niemand. Benny wusste das dass nicht stimmte doch er machte sich genug sorgen um seine Mutter da konnte er nicht auch noch an Karin denken. Michael wusste ebenfalls das Karin nicht in ihrem Bett war doch sein Stolz ließ es nicht zu nach ihr zu suchen, noch nicht. ``Sie wird schon wieder kommen.´´ Dachte er sich. Die Männer, also Marc, Jens, Andre, Flo, Peter und Thomas kochten das Abendessen für alle. Biggi und Gina saßen bei Gabi und die Kinder deckten den Tisch. Michael versuchte überall ein bisschen zu helfen. Nach dem Essen wurden Oliver, Jonas und Konstantin ins Bett gebracht. Die drei waren davon gar nicht begeistert doch kaum das sie in ihren Betten lagen waren sie auch schon eingeschlafen. Dirk und Laura verzogen sich in Dirks Zimmer und Lisa ging in ihr Zimmer um zu malen. Sie wollte Benny jetzt nicht stören. Der saß immer noch an dem Bett seiner Mutter. Anna ging nach draußen um mit ihrem Freund zu Telefonieren und danach ging sie ins Bett. Die Erwachsenen saßen im Wohnzimmer zusammen und redeten. Nach und nach verschwand jeder in sein Bett. Alle waren müde von der langen Fahrt. Langsam kehrte ruhe ein. Das Hotelpersonal ging ebenfalls ins Bett. Marc blieb bei Gabi damit nachts ein Arzt da war falls was sein sollte. Benny lag in seinem Bett. Er konnte nicht schlafen. Karin war immer noch nicht wieder gekommen und langsam machte er sich auch um sie sorgen. Er setzte sich auf. ``Ich muss rausfinden was da war. Mama ist hier in guten Händen´´ dachte er sich. Leise zog er sich an und setzte sich in seinen Rollstuhl. So leise er konnte fuhr er auf den Flur und dann zum Aufzug. Als er in die Eingangshalle kam sah er Michael im Speisezimmer. Er rollte zu ihm und stellte sich neben ihm ans Fenster. ``Warum ist Karin weg gelaufen?´´ Fragte er direkt. Michael sah ihn an. Benny konnte sehen das er geweint hatte und wenn Michael weinte musste etwas Passiert sein. ``Bitte Michael sag mir was passiert ist.´´ Bat er eindringlich. Wieder lief eine Träne über Michaels Wange. ``Ich habe mich mit ihr gestritten. Sie hat mir vorgeworfen das ich ein Griesgrämiger Vater bin der sich im Selbstmitleid badet und das ich sie und Dirk vernachlässige.´´ In seiner stimme schwang etwas trotziges mit. Er erzählte Benny was am Nachmittag passiert war und er ließ nichts aus. ``Und glaubst du daran das du wieder Laufen kannst?´´ ``Nein eigentlich nicht´´ ``und warum glaubst du nicht daran?´´ ``Ach ich weiß nicht. Ich habe es so oft versucht aber es klappt nicht. Ich quäle doch nur mich und sie mit Hoffnungen die nicht erfüllt werden können.´´ Er drehte sich von Benny weg und sah wieder aus dem Fenster. ``Bei mir sagen die Ärzte das der Verlust meines Vaters zu der Lähmung geführt hat und das ich nicht Laufen will weil Papa nicht da ist.´´ Sagte Benny leise. ``Ich habe mich an den Rollstuhl gewöhnt. Ich werde wahrscheinlich mein ganzes Leben in dem Ding verbringen aber das ist mir egal. Ich habe mich damit abgefunden. Wenn es für mich einen guten Grund gibt wieder zu laufen dann werde ich es versuchen bis ich es kann.´´ Benny hatte sich ebenfalls zum Fenster gedreht und mehr zu sich selber geredet. Michael hatte ihm zugehört und angefangen nach zu denken. ``Benny ist erst neun und er hat seine Situation Akzeptiert. Er jammert nicht dabei ist sein Vater seit vier Jahren verschwunden. Ich habe alles was ich brauche. Ich habe einen wunderbaren Sohn und eine Frau die ich über alles Lieb. Ich habe ihr heute so weh getan und das nur weil ich nicht kämpfen wollte.´´ Er stützte den Kopf in die Hände und weinte leise. Benny sah ihn von der Seite an. ``Meinst du das ist das richtige?´´ ``Was meinst du?´´ ``Na Karin irrt da draußen rum mit deinem Baby im Bauch. Du hast sie so verletzt. Sie liebt dich mehr als ihr eigenes Leben und das weist du und du? Du schickst sie weg. Und jetzt ist sie schon über einen halben Tag da draußen in dem Schnee und du sitzt hier und heulst.´´ Michael sah ihn perplex an. ``Was ist sollen wir sie suchen oder wartest du bis die Bergwacht dir ihre Steifgefrorene Leiche vor die Füße legt?´´ Fragte Benny. ``Wie sollen wir beide sie den suchen?´´ Fragte Michael zweifelnd und zeigte auf seine Beine. ``Siehst du das hat Karin gemeint. Du denkst nicht weiter als bis zu deinen Rollen. In einer Halben stunde treffen wir uns vor den Ställen. Bring was warmes zum anziehen und Karins Koffer mit. Ich mache den Rest.´´ Ohne auf eine Antwort zu warten machte er sich auf den weg in die Küche. Michael sah ihm nach machte sich dann auf den weg nach oben. Benny holte Tee aus der Küche und machte sich dann auf den in die Ställe. Thomas und Marco hatten den Schlitten so umgebaut das er alleine hinauf und herunter kam. Die beiden Pferde kannten ihn bereits so gut das er sie anschirren konnte auch wenn er saß. Als Michael kam war er fertig. Er legte die Decken und den Koffer hinten rein und half Michael beim einsteigen so gut er konnte. Michael gab sich Mühe. Schließlich saß auch Benny auf dem Kutschbock. Er gab den Pferden ein Zeichen und die beiden zogen an. Kurz darauf waren sie im Wald. Benny hatte zwei große Taschen Lampen dabei. Sie riefen immer wieder Karins Namen doch sie antwortete nicht. Nach einer halben stunde gab Michael auf. Immer wieder bat er Benny umzudrehen. ``Jetzt reicht es mir mit dir. Wir sind noch keine stunde unterwegs und du gibst schon auf. Michael was ist mit dir Passiert? Ich kann mich an einen Michael erinnern der seinen Patienten Mut zusprach und ihnen sagte sie sollen kämpfen. Früher warst du der letzte der irgendwas aufgegeben hat.´´ Benny rastete richtig aus. Nachdem er Michael so angebrüllt hatte holte er noch einmal tief Luft. ``So und jetzt suchen wir bis wir Karin gefunden haben. Damit das klar ist.´´ Michael traute sich nicht noch irgendwas zusagen. Außer Karins Namen. Benny fuhr kreuz und quer durch den Wald. Die ganze Nacht. Immer wieder riefen sie Karins Namen. Plötzlich hielt Benny die Pferde an. ``Leuchte mal da vorne hin´´ rief er Michael zu. Er ließ sich auf den Boden gleiten und robbte zu der stelle die er gesehen hatte. ``Hier liegt jemand. Michael du musst kommen.´´ Rief Benny. Michael saß auf dem Kutschbock und wusste nicht weiter. Seine Beine trugen ihn nicht das wusste er von unzähligen versuchen. Benny war mittlerweile bei der Person angekommen. Er drehte sie auf den Rücken. Es war ein Mann. Er hatte eine Platzwunde am Kopf. Das Blut war schon getrocknet. Das Gesicht des Mannes konnte er nicht sehen. Ein Schal verdeckte es. Benny fühlte den Puls wie er es bei seinem Vater gelernt hatte. Er konnte so schnell jedoch die stelle nicht finden deswegen legte er eine Hand auf den Bauch des Mannes und hielt sein Ohr über dessen Mund. ``Mensch Michael komm jetzt endlich. Er atmet nur noch ganz schwach.´´ Michael überlegte noch einmal kurz und machte es dann wie Benny. Als er bei ihm ankam versorgte er den Mann und zusammen schoben und zogen sie ihn zu ihrem Schlitten. Michael zog sich am Schlitten hoch um Benny zu helfen den Mann hinauf zu heben. Es funktionierte nicht deswegen robbte Benny auf die andere Seite. Er zog sich in den Schlitten und konnte den Mann jetzt zu sich hoch ziehen. Michael zog sich ebenfalls hinten auf den Schlitten. Er deckte den Mann zu und Flösste ihm etwas Tee ein. Benny schob sich wieder nach vorne und fuhr weiter. Im Hotel: Lisa wollte nach Benny sehen und lief deswegen in sein Zimmer. Es war noch sehr früh und alle anderen schliefen. Sie hatte jedoch das Gefühl das etwas nicht stimmte. Leise schlich sie an Gabis Bett vorbei. Diese hatte die Nacht mehr oder weniger ruhig verbracht. Leise öffnete Lisa die Tür. Sie sah sofort das Lehre Bett. Sie machte sich erst mal keine sorgen. Benny stand gerne früh auf. Meistens war er dann bei den Pferden. Sie lief wieder nach unten und dann zu den Ställen. Doch das einzige was sie dort fand waren die beiden Rollstühle. Jetzt machte sie sich sorgen. Bennys Bett war kalt gewesen. Er musste schon länger unterwegs sein. Lisa lief wieder nach drinnen und zu Karins und Michaels Zimmer. Sie klopfte an und betrat das Zimmer doch das Bett von Karin und Michael war ebenfalls unberührt und kalt. ``Wo sind die alle?´´ Überlegte sie. Sie drehte sich nach rechts zu Dirks Zimmer. Sie klopfte an und trat ein. Im Bett lag Dirk und schlief. Auf seinem Nackten Oberkörper lag ihre Schwester. Der Ärmel ihres Nachthemdes war herunter gerutscht. Lisa blieb kurz stehen. Dann waren ihr die verschwundenen Freunde wichtiger. Sie ging zu Dirk und rüttelte ihn und Laura wach. ``Dirk wo sind Karin und Michael?´´ ``Was ist? Wovon redest du?´´ ``Ich habe dich gefragt wo Karin und Michael sind?´´ ``Keine Ahnung. Karin war gestern den ganzen Tag verschwunden und so weit ich weiß ist sie auch nicht ins Bett gegangen. Michael habe ich zuletzt gestern abend unten im Esszimmergesehen. Warum was ist den passiert?´´ Er war immer noch verschlafen und Laura war gar nicht begeistert davon das Lisa sie gefunden hatte. ``Der Schlitten und die Pferde sind weg. Im Stall stehen nur noch die beiden Rollstühle. Benny ist nämlich auch nicht in seinem Bett. Er scheint da auch nur kurz drin gelegen zu haben.´´ ``Mein Vater war gestern schon die ganze zeit so komisch.´´ Überlegte Dirk. Jetzt war er hell wach. ``Ich glaube er hat sich mit Karin gestritten´´ fuhr er fort. ``Und was ist wenn sie in den Wald gelaufen ist? Ich meine sie war gestern den ganzen Nachmittag verschwunden.´´ Fragte Laura. ``Dann ist Papa los um sie zu suchen aber warum ist Benny mit?´´ Führte Dirk ihre Überlegungen weiter. ``Weil er den Schlitten fahren kann.´´ Sagte Lisa. ``Sie müssen aber dann schon die ganze Nacht unterwegs sein.´´ Stellte Dirk fest. Die beiden Mädchen nickten. ``Ich gehe sie suchen. Kommt ihr Mit?´´ Fragte Lisa. ``Ja schon aber wie willst du sie suchen?´´ ``Ich habe Aus versehen ein Weihnachtsgeschenk gefunden. Ein neuer Schlitten.´´ Antwortete Lisa kleinlaut. ``Gut wir kommen natürlich mit. Lisa du holst den Schlitten und etwas zu trinken und viele warme Sachen. Du Dirk kommst mit mir. Wir besorgen die Pferde. In einer halben stunde treffen wir uns wieder unten in den Ställen.´´ Laura war jetzt Feuer und Flamme. ``Aber seit leise. Wir müssen nicht noch den Rest des Hauses um fünf Uhr aufwecken.´´ Alle drei liefen los. Lisa zog den Schlitten aus seinem Versteck und holte dann aus der Küche warmen Tee und warme Suppe. Laura und Dirk liefen zu dem Bauern im Dorf. Sie fanden ihn im Stall bei den Kühen. ``Hallo Hans. Dürfen wir uns zwei deiner Pferde ausleihen? Das ist ein Notfall.´´ Laura sah den Bauern Bittend an. Dieser nickte. ``Natürlich. Nimm Schecki und Isabel.´´ Laura dankte dem Bauern und lief zu den Pferden. Nachdem sie die beiden Pferde aus ihren Boxen geholt hatte schwang sie sich auf den Rücken von Schecki. Dirk schwang sich auf Isabel. Er kannte das Pferd von einem seiner früheren Besuche bei Laura und ohne Sattel reiten konnte er auch. Zusammen ritten sie die Straße zum Hotel hoch. Vor der Tür wartete Lisa bereits. Neben ihr standen Jonas und Oliver. ``Was machen denn die beiden hier?´´ Fragte Laura ärgerlich. ``Oliver ist rüber gekommen weil er nicht mehr schlafen konnte und Jonas rannte schon im Haus rum. Ich habe versucht sie zum hier bleiben zu überreden aber sie haben gesagt wenn wir sie hier lassen schreien sie solange bis die Erwachsenen kommen und dann können wir gleich hier bleiben.´´ Antwortete Lisa. Laura nickte gnädig. Schnell spannten sie die Pferde ein. Sie setzten die kleinen in den Schlitten und wickelten sie in warme Decken ein. Lisa wollte mit dem Pony reiten da sie nicht wussten was mit den anderen war und sie vielleicht den Platz brauchten. Endlich kamen sie Los. Langsam wurde es hell. Benny und Michael waren immer noch auf der Suche. Plötzlich blieb der Schlitten hängen. ``Mist ich komm nicht weiter.´´ Sagte Benny. ``Macht nichts. Kuck mal da oben ist eine Hütte wir müssen es bis dahin schaffen. Wenn der Mann nicht ins warme kommt erfriert er.´´ Antwortete Michael. Benny nickte. Er ließ sich in den Schnee fallen und robbte dann nach vorne um die Pferde los zu machen. Die beiden konnten schließlich nicht in dem beginnenden Schneetreiben bleiben. Dann half er Michael. Zusammen schoben und zogen sie den Mann zu der Hütte. Die beiden Pferde trotteten ihnen hinter her. Oben angekommen stieß Benny die Tür auf. Zusammen brachten den Mann in die Hütte. Sie zogen ihn vor den Ofen und Benny holte aus dem neben Raum Holz. Michael schaffte es nach mehreren versuchen den Ofen anzuzünden. Benny zog sich bereits die Treppe rauf. Oben angekommen stieß er die Tür auf. Das erste was er sah war ein Arm und eine Hand die aus einem Bett hing. Er erkannte sofort das Armband an dem Handgelenk. ``Karin´´ rief er aufgeregt. So schnell er konnte robbte er zu dem Bett. Er zog sich an der Bettkante hoch und setzte sich auf die Bettkante. Karin öffnete die Augen. ``Benny was machst du denn hier?´´ ``Dich suchen. Schaffst du es bis unten? Ich glaube nicht das Michael es bis hier oben schafft.´´ Karin nickte schwach. Langsam stand sie auf und ging auf die Tür zu. Benny folgte ihr. Sie hatten es fast die Treppe runter geschafft als Karin die Kräfte verließen. Sie war den ganzen Nachmittag und fast die ganze Nacht gelaufen. Erst vor ein paar stunden hatte sie diese Hütte gefunden. Karin ließ sich einfach nach vorne fallen. Benny, der hinter ihr gewesen war, faste nach ihrer Jacke. ``Michael schnell Karin fällt!´´ ``Wieso Karin?´´ fragte Michael aus dem Raum wo sie den Mann abgelegt hatten. ``Karin war oben. Sie verliert langsam das Bewusstsein. Ich kann sie nicht mehr halten.´´ Michael stutzte. Dann stand er einfach auf ohne nachzudenken. Er lief in den Flur und fing Karin gerade auf als Benny los ließ. Er konnte sie nicht mehr halten. ``Ich Hab sie´´ sagte Michael leise. Er nahm Karin auf den arm und trug sie zu dem Mann. Der Ofen hatte den Raum bereits ein wenig geheizt. Benny kletterte wieder nach oben um alle decken zu holen die er finden konnte. Michael kümmerte sich in der zwischen zeit um die beiden Patienten. Karin hatte keine Verletzungen. Plötzlich begann der Mann sich hin und her zudrehen wie Gabi am Vortag. ``Nein, Nein, nicht schon wieder..... Benny pass auf halte dich fest der Baum...... Gabi ich kann nichts dafür...... Deine Mutter...´´ Michael horchte auf die Fetzen die der Mann sagte. Er ging zu ihm rüber und kniete sich neben ihn. Vorsichtig zog er ihm die Kapuze aus. Als er auch noch den Schal vom Gesicht des Mannes entfernte konnte er das Gesicht sehen. ``Ralf!´´ Rief Michael. ``Benny komm mal schnell.´´ Benny kam um die Ecke gerobbt. ``Was ist denn?´´ ``Kuck mal ist das nicht Ralf?´´ Fragte Michael ihn aufgeregt. ``Quatsch. Papa ist weg!´´ Ohne hinzusehen drehte er sich wieder weg. Genau in diesem Augenblick rief der Mann wieder etwas. ``Benny ich habe das nicht gewollt..... ich konnte nichts dafür....´´ Benny drehte sich um und robbte zu dem Mann der immer noch schlief. ``Papa?´´ Fragte er leise. Dann erkannte er seinen Vater. ``Papa´´ rief er aufgeregt. Er schlang die arme um den Hals seines Vaters und weinte. Michael lächelte. Langsam flößten die beiden ihren Patienten den Tee ein. ``Der Tee ist gleich leer und draußen tobt der Schnee. Hoffentlich finden die uns bald.´´ Sagte Michael. ``Was habe ich dir heute morgen bei gebracht? Die werden uns schon finden.´´ Michael musste lachen. In der zwischen Zeit kämpften sich die anderen durch den Schnee. Zum Glück hatte es nach einer halben stunde wieder aufgehört zu Schneien. Oliver und Jonas waren ganz leise während die großen suchten.

Im Hotel:

Es war mittlerweile nach acht Uhr und Biggi wunderte sich das ihr Sohn noch nicht aufgetaucht war. Normalerweise stürmte der kleine wirbelwind jeden morgen um halb sieben das Schlafzimmer seiner Elter. Stöhnend stand sie auf und ging in das Zimmer von Jonas doch das war leer. Sie ging weiter in das Zimmer von Lisa und dann von Laura doch beide waren leer. Sie lief zurück ins Schlafzimmer. Das Jonas so früh schon unterwegs war, war normal aber die Mädchen musste man normalerweise aus ihren Betten zerren und gerade dann wenn Ferien waren. Biggi zog sich an und lief ins Hotel. Doch da war außer dem Hotelpersonal auch keiner zu sehen. Biggi versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren. Doch auf der Treppe nach oben kam ihr eine panische Stella entgegen. ``Gut das ich dich treffe. Oliver ist weg und seine warmen Sachen auch.´´ ``Meine Kinder sind auch verschwunden und zwar alle drei. Das ist normalerweise gar nicht ihre Art. Sie wissen wie gefährlich die Berge im Winter sind deswegen sagen sie eigentlich immer wohin sie gehen.´´ Antwortete Biggi. ``Komm wir kucken erst mal wie es Gabi geht´´ Stella nickte und zusammen gingen sie zu dem Zimmer von Gabi und Benny. Biggi sah sofort das die Tür zu Bennys Zimmer offen stand und das sein Bett auch leer war. ``Benny ist auch weg.´´ Teilte sie Stella mit. Als sie sahen das Gabi und Marc noch schliefen gingen sie wieder. Auf dem Flur fiel Stella auf das die Tür zu Karins und Michaels Zimmer offen stand. Sie machte Biggi darauf aufmerksam. Zusammen gingen sie in das Zimmer der beiden. ``Die Betten sind nicht angerührt. Kuck mal die Pralinen des Hotels liegen noch auf dem Kopfkissen.´´ Biggi achtete nicht auf Stella. Sie hatte das Nachthemd von Laura auf Dirks Bett gefunden. Sie hob es hoch. ``Was ist hier Los?´´ Fragte sie. Sie weckten die anderen und eine halbe stunde später trafen sich alle im Wächter Wohnzimmer. Biggi war noch in der Küche gewesen und hatte herausgefunden das zwei Thermoskannen und Suppe fehlte. Thomas und Marco hatte nach den Schlitten gekuckt und festgestellt das beide weg waren. Biggi wurde langsam Panisch. Gina war bei Gabi geblieben. Sie schlief immer noch und das Fieber war etwas gesunken. Zur gleichen Zeit rief Oliver plötzlich ``Da vorne ist ein Schlitten!´´ Alle anderen sahen in die von ihm gezeigte Richtung. ``Da ist der Schlitten aber sonst niemand´´ stellte Dirk fest. ``Da oben ist aber eine Hütte´´ sagte Jonas. Die großen sahen nach oben und Lobten dann die zwei kleinen. Laura lenkte den Schlitten zur Hütte. Davor angekommen hoben sie die kleinen herunter und kümmerten sich um die Tiere. Jonas und Oliver drückten die Tür auf. ``Hier sind sie!´´ Rief Oliver. Vor dem Fast erloschenen Ofen lag Michael mit Karin im Arm und Benny hatte sich an seinen Vater gekuschelt. Lisa, Laura und Dirk kamen herein und gingen zu Michael. Sie weckten ihn und verteilten erst mal Tee und Suppe. ``Danke Kinder. Viel länger hätten wir nicht durchgehalten.´´ Sagte Michael. ``Papa ist so heiß´´ sagte Benny. Michael kam zu ihm rüber und sah nach Ralf. ``Wieso Papa?´´ Fragte Lisa. ``Erklären wir euch später. Ralf muss sofort ins Hotel. Er lag gestern zulange im Schnee. ``Seit wann läufst du wieder?´´ Fragte Dirk seinen Vater. ``Ich laufe doch gar nicht´´ sagte Michael. ``Sondern?´´ Michael sah an sich herunter. Erst jetzt merkte er das er stand. Durch die sorge um Karin hatte er gar nicht gemerkt das er wieder lief. Er freute sich natürlich doch erst mal wollte er Karin und Ralf ins warme bringen. ``Auf unseren Schlitten passen nicht alle.´´ Sagte Lisa. Michael nickte. ``Bleibt ihr beide mit Benny hier und ich hole mit den Jungs den anderen Schlitten aus dem graben.´´ Lisa und Laura nickten. Michael verschwand mit Dirk , Oliver und Jonas nach draußen. Nachdem sie den Schlitten wieder ausgegraben hatten spannten sie die Pferde wieder an. Eine Stunde später lagen Karin und Ralf auf dem neuen Schlitten. Oliver, Jonas, Dirk, und Michael saßen auf dem anderen. Benny bestand darauf selber zu fahren. Laura fuhr vor und Lisa ritt neben Benny. So setzte sich der Zug in Bewegung und machte sich auf Richtung Hotel. Im Hotel waren Biggi und Stella in Panik. Gabi war inzwischen aufgewacht und als ihr keiner sagen konnte wo Benny war brach sie zusammen. Erst verschwand Ralf dann musste sie die Sticheleien ihrer Mutter ertragen dann hatte sie einen Fieberanfall und jetzt war ihr Sohn verschwunden. Endlich ertönte das Klingeln der Glöckchen. Biggi sprang auf dicht gefolgt von Stella. Zusammen liefen sie nach draußen. Michael sprang aus der Kutsche kaum das sie gehalten hatte. ``Ich will das Papa zu Mama kommt´´ sagte Benny bevor er vom Kutschbock viel. Marco fing ihn auf. Biggi und Stella nahmen ihre Kinder in den arm. Florian nahm Karin und trug sie hinauf in ihr Bett. Michael trug Ralf und Marco brachte Benny hinauf. Alle andern Kümmerten sich um die Tiere und Schlitten. Lisa ging zu ihrem Vater. ``Papa tut mir leid aber beim Spielen habe ich den neuen Schlitten gefunden.´´ Kleinlaut sah sie auf in die Blauen Augen ihres Vaters. ``Ach kleines. Ich bin doch bloß froh das euch nichts Passiert ist.´´ Sagte Thomas. Er hob Lisa hoch und drückte sie an sich. Lisa lachte und schlang ihre arme um den Hals ihres Papas. Michael kümmerte sich um Ralf und Marc um Benny. Benny war unterkühlt und am Ende seiner Kräfte. Doch mit etwas Tee und viel ruhe ließ sich das kurieren. Ralf hatte Riesiges Glück gehabt. Er würde auch bald wieder gesund sein. Gabi war schon wieder zu sich gekommen. Als sie Ralf neben sich sah glaubte sie immer noch zu träumen doch die anderen konnten sie überzeugen. Karin ging es schon fast wieder Gut und Michael hatte nur eine saftige Erkältung. Alle versammelten sich im großen Speisesaal. Auch die Gäste des Hotels hatten gehört was Passiert war und wollten deswegen jetzt die ganze Geschichte hören. Die Kinder die mit waren erzählten soviel sie wussten. Den Rest erzählte Benny nachmittags als er aufwachte. Karin schlief ebenfalls bis mittags. Als sie aufwachte sah sie Michael der am Fenster stand. ``Du stehst ja?´´ Sagte sie leise. Michael drehte sich zu ihr um. ``Ja ich stehe. Als du gestern von der Treppe gefallen bist habe ich mich so erschrocken das ich aufgesprungen bin. Ich wollte nicht das dir oder dem Baby was passieret.´´ Er ging zum Bett und setzte sich zu Karin. ``Es tut mir leid. Ich habe mich wie ein Idiot benommen und es tut mir wirklich leid was ich über das Baby gesagt habe. Natürlich freue ich mich. Du hattest recht mit allem was du gesagt hast. Ich glaube richtig klar gemacht hat mir das Benny. Kannst du mir noch mal verzeihen?´´ Dabei sah er sie bittend an. ``Du weißt doch das ich nicht ohne dich leben kann und will. Ich wäre lieber letzte Nacht gestorben als mein leben ohne dich zu verbringen. Das heißt aber nicht das du dir so was öfter leisten darfst.´´ Michael lächelte sie an. Karin setzte sich auf und legte ihre arme um seinen Hals. Kurz darauf küssten sie sich leidenschaftlich. Biggi saß zur gleichen zeit in ihrer Küche mit einer Tasse Tee. Gabi und Ralf schliefen. Lisa war mit Jonas, Oliver und Konstantin draußen während Gina mit Andre Ski fahren war. Peter und Stella erholten sich von dem Morgendlichen Schreck und lagen auf dem Balkon in der Sonne. Marc sah immer mal wieder nach den Kranken. Jens und Florian waren ebenfalls Ski fahren allerdings auf einem anderen Hang. Da kam Laura in die Küche. ``Hallo Biggi. Tut mir echt leid wegen heute morgen.´´ ``Ist schon gut große. Ich bin ja bloß froh das euch nichts passiert ist. Sag mal wo hast du eigentlich die letzte Nacht verbracht?´´ Fragte Biggi betont gleichgültig. ``Im Bett wieso?´´ Fragte Laura gedehnt. ``Und in welchem wenn man fragen darf?´´ Biggi musste bereits grinsen doch Lara stand mit dem Rücken zu ihr. Als sie sich jetzt umdrehte und Biggis grinsen sah atmete sie erleichtert auf. ``Du weißt doch wo ich war. Oder?´´ Biggi nickte. Lara setzte sich neben sie. ``Liebst du ihn?´´ Laura nickte lächelnd. ``Das ist doch super. Genieße es aber pass bloß auf das dein Vater das nicht mitkriegt. Und wenn brings ihm schonend Bei.´´ Lachte Biggi. ``Wer soll mir was schonend bei bringen?´´ Fragte Thomas als er hereinkam. ``Och nichts das hat noch Zeit.´´ Sagte Biggi und gab Laura ein Zeichen sich aus dem Staub zu machen was diese sich nicht zweimal sagen ließ. Im vorbei laufen drückte sie ihm noch ein Küsschen auf die Wange. ``Hab dich lieb Papi!´´ Dann war sie nach draußen verschwunden. ``Hast du Geheimnisse mit meiner Tochter?´´ Fragte Thomas. Dabei tat er sehr beleidigt. ``Nur ganz kleine´´ sagte Biggi lachen. Sie zog Thomas neben sich auf die Bank und gab ihm einen dicken Kuss. Gabi wachte eine stunde später wieder auf. Nachdem Marc noch mal nach ihr und Ralf gesehen hatte ging er nach unten. Morgen war weihnachten und er wollte zusammen mit Thomas einen Baum aus dem Wald holen. Thomas hatte mit dem Förster gesprochen. Zusammen machten sie sich auf den weg. Oliver, Jonas und Konstantin wollten unbedingt mit. Lisa hatte keine Lust und suchte Benny. Sie fand ihn im Stall. Er wollte nicht im Bett bleiben. ``Was machst du da?´´ Fragte Lisa ihren Freund. ``Ich stehe das siehst du doch´´ Benny stand an eine Box geklammert da. Langsam versuchte er einen Fuß zu heben. Mit viel Anstrengung schaffte er es. Lisa klatschte. Sie ging auf die eine Seite und stützte ihn. Zusammen übten sie den ganzen Abend. Gabi hatte sich auf die Seite gedreht. Sie beobachtete Ralf. Sie hob die Hand und strich ihm übers Gesicht. Langsam schlug Ralf die Augen auf. ``Wo bin ich?´´ ``Du bist im Hotel von Biggi und Thomas. Wie geht es dir?´´ Antwortete Gabi. ``Hotel?... Biggi?.... Thomas?...´´ ``Ja Michael und Benny haben dich im Schnee gefunden.´´ ``Ich kann mich erinnern. Das war so ein schöner Traum. Benny war bei mir und Gabi auch.´´ Gabi sah verwundert auf. Ralf schien noch immer nicht ganz wach zu sein. ``Das war kein Traum. Benny ist unten und ich bin hier!´´ ``Nein Gabi kann nicht hier sein. Sie ist Sauer auf mich und Benny ist Tod!´´ Benny ist nicht Tod und Ich bin auch nicht sauer auf dich Ralf wach auf.´´ Gabi schüttelte ihn leicht an der Schulter. Ralf Schloss kurz die Augen und öffnete sie dann wieder. ``Gabi?!´´ Gabi nickte. Ralf setze sich auf und Gabi stützte ihn. Jetzt sah Ralf ihr richtig in die Augen. Vorsichtig hob er die Hand und strich über ihr Gesicht. ``Wo ist deine Mutter?´´ Fragte Ralf mit einem Anflug von Panik in der Stimme. Irgendwo in Hamburg.´´ Antwortete Gabi verdutzt. ``Und du bist alleine hier?´´ ``Nein Benny ist mit und alle anderen von Medicopter sind da.´´ Ralf atmete auf. Er und Gabi nahmen sich in den Arm. Nach einiger Zeit fragte Gabi. ``Warum fragst du nach meiner Mutter und wo warst du die Vier Jahre lang?´´ Ralf lies sich zurück sinken. ``Bist du sicher das du das hören willst?´´ Gabi nickte. ``Vor vier Jahren habe ich deiner Mutter einen Ring gezeigt und ich habe sie gefragt wie er ihr gefällt und ob ich dich Heiraten darf. Sie konnte mich ja noch nie leiden doch an dem Abend war sie zuckersüß. Sie war von der Idee total begeistert. Das hätte mich eigentlich stutzig gemacht doch ich war einfach nur glücklich. Am nächsten Abend wollte ich dich fragen. Vorher wollte ich aber noch wie geplant mit Benny wandern gehen. Auf dem Rückweg konnte ich nicht bremsen. Wie ich später herausgefunden habe hat deine Mutter die Bremsen Manipuliere oder Manipulieren lassen. Bei dem Unfall habe ich das Gedächtnis Verloren. Als mir ein paar Tage später alles wieder einfiel habe ich mir sorge um dich und um Benny gemacht. Bei unserer Wohnung war niemand und ein Nachbar sagte mir das du bei deiner Mutter wärst. Doch dort habe ich nur sie angetroffen. Du warst im Krankenhaus bei Benny. Sie bat mich herein und hat dann solange auf mich eingeredet bis ich ihr alles geglaubt habe. Sie sagte das Benny vielleicht sterben müsse und das ich daran schuld sei. Außerdem sagte sie du würdest mich hassen und du würdest mich nie wieder sehen wollen. Ich wusste wie viel dir Benny bedeutete und deswegen habe ich ihr alles geglaubt. Ich bin dann die ganze Nacht durch die Stadt gelaufen. Am nächsten Tag wollte ich Benny besuchen doch die haben mich nicht zu ihm gelassen. Ich dachte du wärst das gewesen. Die nächsten Wochen habe ich bei einem Freund gewohnt. Nach einiger Zeit wollte ich mit dir reden doch deine Mutter hat mir wieder erfolgreich eingeredet das du mich nicht sehen willst. Ich habe Benny oft beobachtet wenn er in der Pause auf dem Schulhof war. Wiederum einige zeit später wollte ich wieder Kontakt mit euch aufnehmen. Ich glaube da hat deine Mutter gemerkt das sie mich nie loswird. Tja sie hat mich abgewimmelt und am nächsten Tag hatte ich einen Unfall den ich mit Mühe und Not Überlebt habe. Ich glaube das es ihre tat war. Ich habe einen Freund bei der Spurensicherung gebeten sich mal meinen wagen anzusehen. Er hat mir bestätigt das die Bremsschläuche angeschnitten waren. Und ohne Flüssigkeit ist nichts mit Bremsen. Ich hatte Kapiert das es ihr ernst war und ich war mir sicher das du nichts von meinen Besuche wusstest. Ich wollte irgendwie von Anfang an nicht glauben das du mich nicht sehen wolltest. Jedes Jahr bin ich hier her gekommen zum Wandern. Keine Ahnung was dieses Jahr los war.´´ Ralf seufzte. ``Jetzt weißt du wo ich war und was war bei euch so los?´´ Gabi sah ihn traurig an. Sie legte ihren Kopf auf seine Brust und machte es sich gemütlich. ``Meine Mutter hat mir angeboten bei ihr zu wohnen. Nachdem du einfach verschwunden warst und Benny im Rollstuhl saß wusste ich mir nicht anders zu helfen. Sie hat dafür gesorgt das ich mit keinem meiner Freunde Kontakt hatte. Wahrscheinlich hatte sie angst das wir uns wieder sehen. Immer wieder hat sie versucht mir einzureden das du mich sitzen gelassen hast. Immer wieder sagte sie ich solle mir einen reichen Mann suchen der mich und Benny ernährt. Mein Einwand die Typen nicht zu lieben schien sie gar nicht zu interessieren. Immer wieder hat sie dich schlecht gemacht. Doch dadurch wurde meine Liebe zu dir nur noch stärker. Außerdem akzeptierte Benny keinen Mann an meiner Seite. Wenn ich es nicht geschafft habe die Männer zu vergraulen dann Benny. Fast jeden Abend hat er geweint. Das Bild von uns dreien hatte er Abends immer bei sich.´´ Gabi stand auf um es zu holen. Sie gab es Ralf und legte sich wieder neben ihn. `` Siehst du es ist schon ganz verknittert. Meine Mutter hat das Geld kontrolliert. So hatte ich keine Chance abzuhauen. Zum Schluss haben wir uns nur noch gestritten. Biggi hat vor Ca. einer Woche angerufen. Ich wollte ihr nichts erzählen aber du kennst ja Biggi. Die kriegt alles mit. Sie hat sich nach einer halben stunde kurz verabschiedet und als sie wieder anrief wollte sie wissen wo meine Mutter war. Dann hat sie gesagt ich solle packen , Benny holen und dann zum Flughafen fahren. Sie hatte eine total nette Flugbegleiterin organisiert. Im Flugzeug dufte Benny nach vorne ins Cockpit. Marco der Pilot ist ein Freund von Biggi und Thomas. Er hat uns auch mit hier hoch genommen. Du glaubst gar nicht wie froh ich war als ich im Flieger saß und wusste das sie uns jetzt nicht mehr zurück holen konnte.´´ Gabi lächelte. Ralf hatte ihr während der ganzen Erzählung über die haare gestrichen. ``Ich bin echt froh das ich wieder bei dir bin!´´ Flüsterte Ralf. ``Ich weiß gar nicht wie ich es Vier Jahre ohne dich aushalten konnte.´´ Gabi nickte. ``Und ich erst.´´ Sie setzte sich auf und half Ralf als er sich aufsetzte. Die beiden nahmen sich in den Arm und Küssten sich. Benny machte eine Pause vom üben und stand jetzt in der Großen Halle. Er wartete auf Lisa. Plötzlich sah er seine Oma auf das Hotel zu stürmen. Sie hatte ihn bereits entdeckt und ihm zu gewunken. So schnell er konnte fuhr er zum Aufzug doch der war gerade ganz oben und würde zu lange brauchen. Er fuhr um die Kurve und stieg vorsichtig aus. Dann lief er so schnell er konnte zur Treppe. Laura sah ihn gerade auf der Treppe verschwinden. Verdutzt sah sie sich um. Das sah sie seine Oma die gerade das Hotel betrat. ``Oh, Oh´´ war das einzige was sie sagte bevor sie los lief um ihre Eltern zu Holen. Thomas war mittlerweile wieder da. Er stellte gerade den Baum im Großen Esszimmer auf und Biggi dirigierte ihn. ``Mama, Papa schnell. Bennys Oma ist auf dem weg nach oben. Ich fürchte da gibt es gleich ärger.´´ ``Das glaube ich auch´´ zusammen mit Thomas und Lisa lief Biggi nach oben. Gabi und Ralf küssten sich immer noch als Plötzlich die Tür aufgerissen wurde. Gabi und Ralf fuhren erschrocken auseinander. Benny lief auf die beiden zu ``Oma ist da!´´ Sagte er bevor er sich erschöpft aufs Bett fallen ließ. ``Was ist Los?´´ Fragte Ralf. Er war überrumpelt. Er hatte seinen Sohn so lange nicht gesehen. ``Meine Mutter hat uns irgendwie gefunden´´ antwortete Gabi doch Benny machte ihr mehr sorgen. Erst sein Ausflug heute Morgen und dann rannte er die Treppen rauf und runter. Sie zog ihn vorsichtig auf ihre und Ralfs Höhe. Langsam öffnete Benny die Augen. ``Mama ich bin bis hier oben gelaufen ohne den Rollstuhl.´´ Er sah seinen Vater an und lächelte. ``Und ich habe dir Papa wieder gebracht. Wie versprochen.´´ Er grinste seine Eltern an. Er war zwar noch außer Atem doch das interessierte ihn nicht. Gabi und Ralf lächelten sich an. Sie beugten sich über ihren Sohn und Küssten sich. Benny freute sich. Endlich war sein Vater wieder da. In diesem Augenblick kam Gabis Mutter herein. Sie fing schon an zureden bevor sie wusste mit wem sie redete. ``Wie kannst du glauben das ich dich nicht finde? Ich finde dich immer. Du glaubst doch nicht das ich Ralf loswerde und dich dann geh.....´´ sie brach ab. Vor ihr im Bett lag ihre Tochter und Küsste einen Mann. Benny kam unter den Armen seiner Eltern hervor gekrabbelt. ``Mama ich glaube wir haben Besuch´´ sagte Benny. Mittlerweile standen auch Biggi, Thomas und Lisa in der Tür. Gabi hielt Ralfs Kopf mit den Händen. So konnte ihre Mutter nicht das Gesicht des Mannes sehen. Sie gab Ralf noch einen Kuss und nahm dann die Hände weg und lächelte ihre Mutter an. Mit Ralf an ihrer Seite und Thomas und Biggi im Hintergrund konnte sie sich gegen ihre Mutter wehren das wusste sie. ``Aber das ist ja...´´ Gabis Mutter hielt die Luft an. Sie fasste sich jedoch schnell wieder. ``Pack deine Sachen du kommst mit mir zusammen zurück nach Hamburg. Dann will ich dir verzeihen das du einfach weggelaufen bist.´´ ``Angela du redest mit mir wie mit einem klein Kind. Ich bin Erwachsen und ich kann sehr gut entscheiden wohin ich gehe und mit wem. Eins weiß ich mit Sicherheit zu oder mit dir gehe ich nie wieder. Ich liebe Ralf und ich werde nicht zu Lassen das du ihm, mir oder Benny auch nur noch einmal weh tust.´´ Das gesagte bekräftigte sie mit einem Leidenschaftlichen Kuss den Ralf gerne erwiderte. ``Wie ist der Bengel eigentlich so schnell hier hoch gekommen kurz vor mir war er doch noch unten. Ich dachte der wäre ein Krüppel?´´ Gabi schnappte nach Luft. Thomas bemerkte das und ging deshalb schnell auf Gabis Mutter zu. ``Ich glaube sie gehen besser. Ich erteile ihnen Haus und Hof verbot. Bitte verlassen sie das Grundstück.´´ Jetzt schnappte Angela nach Luft. Bisher hatte es noch niemand gewagt sie rauszuschmeißen. Hoch erhobenen Hauptes verließ sie das Grundstück. ``Du warst klasse.´´ Sagte Biggi und gab Thomas einen dicken Kuss. Sie zwinkerte Gabi noch einmal zu und schloss dann die Tür. Gabi hatte mit den Lippen noch schnell das Wort ``danke´´ geformt. ``Wunder gibt es eben immer wieder! ´´ Sagte Lisa während sie mit ihren Eltern runter ging zum Christbaum schmücken. Schließlich war morgen Weihnachten. Das Fest der Liebe und der Wunder!

Copyright 2004: Mareike

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