Piloten: Thomas Wächter

Biggi Wächter

Notärzte: Michael Lügwitz/Thaler

Karin Thaler

Sanitäter: Peter Berger

Ralf Staller

Weitere Personen:

Gabriele (Gabi) Kollmann

Hannah(6) Staller

Dirk(17) Lüdwitz

Lisa(10), Laura(16) und Moritz(3) Wächter

Carina(6) Thaler

Stella und Oliver(3) Berger

Enrico Contini

Gina Aigner

Angela Kollmann

Renee Marsen

 

Tyranische Mutter

Von Mareike

 

 

In einem Großen Haus in Köln

``Mama bitte. Ich bin jetzt 28 Jahre alt. Ich muss mein eigenes Leben führen.´´ ``Du willst mich verlassen. Du brauchst mich nicht mehr. Ich tauge zu gar nichts mehr. Das hat man jetzt davon das man seinem Kind immer alles gegeben hat was es brauchte. Ich habe meine wünsche immer für dich zurück gesteckt. Immer warst du das wichtigste und jetzt verstößt du mich.´´ ``Mama, ich verlasse dich nicht und ich verstoße dich auch nicht. Ich suche mir nur eine eigene Wohnung und einen Job. Ich möchte wieder fliegen. Immer nur im Krankenhaus das halte ich nicht aus.´´ ``Wenn du gehst bringe ich mich um!´´ mit diesen Worten verließ Angela, eine in die Jahre gekommene aber noch gut gutaussehende Frau das große Wohnzimmer. Die junge Frau mit der sie gesprochen hatte trat ans Fenster. Sie konnte nicht mehr. Sobald sie ihrer Mutter sagte das sie auf eigenen Beinen stehen wolle drohte diese mit Selbstmord. Dauernd schleppte sie für ihre Tochter reiche Typen an. Die meisten waren Affektiert und arrogant. Sie sehnte sich oft nach der zeit vor sechs Jahren zurück. Sie war Notärztin und hatte auf einer Rettungs- Basis gearbeitet. Dort hatte sie auch ihre große Liebe kennen gelernt. Sie war schwanger von ihm und unendlich glücklich. Sie wollten heiraten doch ihre Mutter hatte das zu verhindern gewusst. Bei der geburt war das Baby gestorben. Von ihrer großen Liebe hatte sie nichts mehr gehört. Ihre Mutter hasste es wenn sie flog. In diesem Augenblick wusste sie das sie eine Entscheidung treffen musste wenn sie jemals ihr eigenes leben führen wollte. Sie drehte sich um und ging die Treppe hinauf. Sie nahm ihren Koffer und fing an ihn zu packen. Wie sie erwartet hatte erschien kurz darauf ihre Mutter in der Tür. ``Du gehst also wirklich!´´ ``Ich fahre zu Renee. In drei Tagen ist weihnachten und er ist doch bei seinen Eltern in Tirol und ich möchte gerne mit ihm feiern.´´ bei dieser Lüge die ihr gar nicht schwer fiel lächelte sie Zucker süß. Sie hatte nicht eine Sek. Vor nach Tirol zu fahren. Als sie fertig gepackt hatte verabschiedete sie sich von ihrer Mutter. Ihre Mutter ahnte nicht das es ein abschied für immer war. Nachdem der Koffer im Auto verstaut war drehte sie sich noch einmal um. Sie würde dieses Haus nicht vermissen. Hier hatte sie so sehr gelitten. Sie hatte gewusst das ihre Mutter sie ohne weitere fragen fahren lassen würde wenn sie behauptete nach Tirol zu fahren. Langsam fuhr sie auf die Autobahn und gab gas. Sie wusste sie hatte eine lange fahrt vor sich. Ein, zwei mal hielt sie an einer Tankstelle um sich etwas zu trinken und zu essen zu kaufen. Ihr Handy schaltete sie aus und ließ es im nächsten Mülleimer verschwinden. Jetzt konnte ihre Mutter sie nicht mehr erreichen. Sie fuhr die ganze nacht. Am nächsten Morgen gegen Zehn Uhr traf sie an ihren Ziel ein. Traunstein. Sie fuhr zum Einwohnermeldeamt und fragte nach der Adresse von Ralf Staller. Nachdem sie diese bekommen hatte fuhr sie zu der Adresse. Sie parkte das Auto vor der Tür des schönen Einfamilienhauses. Nachdem sie geklingelt hatte öffnete ein Mädchen die Tür einen spalt breit. Sie lächelte die kleine an. Diese musterte sie eine weile. ``Hallo ich bin...´´ ``Bist du Gabriele?´´ unterbrach sie die kleine. ``Ja bin ich und wer bist du?´´ ``Ich bin Hannah. Du willst bestimmt zu Papa oder?´´ ``Wenn dein Papa Ralf heiß Ja´´ ``Tut er.´´ Hannah trat zur Seite und ließ Gabi eintreten. Gabi stand jetzt in einem großen geräumigen Flur. Eine Treppe führte nach oben und eine nach unten. Rechts neben der Haustür war eine weitere Tür auf der ``Gäste WC´´ stand. Auf der Heizung hinter der Tür lagen Mützen, Schals und Handschuhe. Daneben waren zwei Garderoben. Die Untere auf Hannahs Höhe. Bären hielten mit ihren Tatzen die Jacken und Mäntel. Darüber war eine größere Garderobe. Gabi erkannte eine von Ralfs Jacken. Sie hatten sie zusammen gekauft. Wenn er sie noch trug konnte sie ihm nicht ganz egal sein. Zufiele Erinnerungen hingen daran. ``Zieht Ralf die Jacke noch an?´´ fragte Gabi und zeigte auf die Jacke. Hannah nickte. ``Das ist seine Liebling Jacke. Einmal war sie für ein paar tage verschwunden da ist er rumgelaufen als hätte man ihm gerade gesagt das die Welt untergeht.´´ An der Treppe stand eine kommode auf der eine Lampe und die Ladestation des Telefons standen. Aus einer Schublade hing ein schal. ``Du kannst deinen Mantel an die Garderobe hängen´´ sagte Hannah bevor sie in die Küche verschwand. ``Möchtest du was trinken´´ ``Ja gerne´´ Gabi ging langsam durch die Tür durch die Hannah verschwunden war. Die Küche war modern aber doch schlicht eingerichtet. Hannah war auf die Arbeitsfläche geklettert und holte jetzt aus einem Schrank darüber zwei Gläser. Aus dem Kühlschrank holte sie Orangensaft. Mit den vollen gläsern setzte sie sich an den runden Tisch der am Fenster stand. ``Wie alt bist du eigentlich?´´ fragte Gabi. ``Sechs aber ich werde dieses Jahr noch Sieben.´´ erzählte Hannah stolz. Gabi horchte auf. Ihre Tochter würde jetzt auch sieben werden. ``Wann hast du denn Geburtstag?´´ ``Am 28. Dez.´´ ``Nein das kann nicht sein.´´ Gabi stand auf und ging ins Wohnzimmer ans Fenster. Als sie den kopf zur Seite drehte sah sie mehrere Bilder die Hannah gemalt hatte. Auf manchen war eine Familie zu sehen. Auf anderen der Heli von Medicopter 117 oder Tiere. Gabi trat auf eins dieser Bilder zu. ``Wer ist die Frau?´´ fragte sie. ``Du´´ antwortete Hannah ihr. ``wieso ich?´´ ``weil du meine Mama bist.´´ Gabi drehte sich zu ihr um. Hannah stand da und sah sie mit bittenden Augen an. Gabi kniete sich hin. Sie hatte Tränen in den Augen. Sie breitete die Arme aus und Hannah lief hinein. Sie weinte jetzt auch. Gabi hob sie hoch und setzte sich mit ihr aufs Sofa. In diesem Augenblick kam Ralf vom einkaufen nach Hause. ``Hannah ich habe dir Pudding mit gebracht wie du bestellt hast.´´ Hannah reagierte gar nicht. Ralf ging mit den vollen Einkaufstaschen in die Küche. Gabi stand auf, behielt Hannah aber auf dem Arm. Als sie Ralf sehen konnte blieb sie stehen. ``Hallo Ralf!´´ Ralf drehte sich erschrocken um. Er konnte es nicht glauben. Da stand Gabi in seiner Küche mit ihrer Tochter auf dem Arm. Gabi lies Hannah runter. Sie sah von einem zum anderen und verschwand dann in ihr Zimmer. Ralf ging langsam auf sie zu. ``Was machst du hier?´´ ``Ich habe es zu hause nicht mehr ausgehalten und ich hatte gehofft dich zu treffen. Ist Hannah wirklich meine Tochter?´´ ``Na klar du hast sie doch selber vor meiner Tür abgelegt.´´ ``Ich habe nirgendwo was abgelegt und meine Tochter schon gar nicht. Als damals die wehen eingesetzt haben hat meine Mutter dafür gesorgt das dass Baby per Kaiserschnitt geholt wurde während ich eine Vollnarkose bekam. Als ich aufgewacht bin hat man mir gesagt das dass Baby Tod sei und als ich nach dir gefragt habe hat meine Mutter gesagt du würdest mir die schuld am Tod des Kindes geben und du würdest mich nicht mehr sehen wollen. Ich habe ihr geglaubt. Nirgendwo konnte ich hingehen ohne das sie mich danach gefragt hat. Dauernd sollte ich mit irgendwelchen Typen ausgehen die sie angeschleppt hat für mich. Sie macht mich für ihr leben verantwortlich. Ich bin schuld das sie keine kariere machen konnte. Ich bin schuld dass Papa abgehauen ist. Ich bin oder besser war schuld daran das kein anderer bei ihr geblieben ist. Dauernd hält sie mir vor das sie für mich alles aufgegeben hat. Das ich ihr dankbar sein müsste. Ich habe alles ertragen. Wenn sie wüsste wie sehr sie mir weh getan hat. Immer wenn ich ihr gesagt habe das ich ausziehen möchte hat sie auf die Tränendrüse gedrückt und sie hat mit Selbstmord gedroht. Am Anfang habe ich sie ernst genommen doch irgend wann haben wir uns so gestritten das ich meine Tasche gepackt habe. Als ich ihr sagen wollte das ich jetzt gehe lag sie ihm Schlafzimmer, neben ihr eine leere Schlaftabletten Schachtel. Im Krankenhaus haben sie ihr den Magen ausgepumpt. Zuhause habe ich im Mülleimer alle Tabletten gefunden. Sie lässt sich lieber den Magen auspumpen als mich in frieden. Gestern Abend konnte ich nicht mehr. Ich wusste wenn sie weis das ich weg fahre, weg von ihr dann würde sie wieder so was machen und ich wusste das ich dann wieder bei ihr bleiben würde. Also habe ich gesagt ich fahre zu Renne nach Tirol. Renee ist der letzte Typ den sie angeschleppt hatte. Sie schien ihn besonders zu mögen. Ich mochte ihn um so weniger.´´ Gabi seufzte. Eine Träne lief ihr über die Wange. Ralf wischte sie vorsichtig weg und nahm sie in den arm. ``Warum bist du ausgerechnet zu mir gekommen?´´ ``Ich wusste nicht zu wem ich sonst sollte. Du bist mir eben als erstes eingefallen. Außer dem wollte ich dich schon lange mal besuchen. Meine erste und einzige große liebe wollte ich nicht einfach so aus meinem leben streichen. Doch meine Mutter hat immer dafür gesorgt das ich nicht kommen konnte. Bestimmt hat sie Hannah hier hergebracht. Sie war von Anfang an gegen unser glück und unser Baby. So konnte sie sich sicher sein das sie die einzige Person in meinem leben blieb und sie musste keine angst mehr haben das du wieder auftauchst. Sie wusste ja nicht wer in meinem herzen seinen Platz hat. Diese Plätze werden auch so schnell nicht frei.´´ ``So, wer hat den einen platz?´´ fragte Ralf lächelnd. ``Alle die ich lieb habe´´ antwortete Gabi ebenfalls lächelnd. ``Papa Telefon´´ rief Hannah. Ralf ging in den Flur und nahm das Telefon entgegen. ``Staller´´ ``Hi Ralf ich bin’s Karin.´´ ``Hallo Karin was kann ich für dich tun?´´ ``Ich wollte fragen ob ihr zum Weihnachtsessen auf die Basis kommt?´´ ``Ja klar aber plant mal einen mehr für uns ein. Wir bringen noch jemanden mit.´´ ``Ist gut. Tschüss bis Morgen.´´ ``Tschüss Karin.´´ Ralf legte wieder auf. ``Heißt das dass Mama über weihnachten hier bleibt?´´ fragte Hannah. ``Ich hoffe doch.´´ gab Ralf zur antwort. Hannah die bisher noch auf der Treppe gestanden hatte flitzte jetzt an ihren Vater vorbei ins Wohnzimmer. ``Mama bleibst du über weihnachten hier?´´ fragte sie ganz aufgeregt während sie sich neben Gabi aufs Sofa fallen ließ. ``Wenn ich darf gerne!´´ Hannah viel ihr um den Hals und fing an zu Jubeln. ``Darf ich schnell rüber zu Carina?´´ ``Na klar. Hau schon ab. Gabi und ich gehen vielleicht noch etwas Spazieren.´´ Hannah nickte und verschwand in den Flur. Kurz darauf hörten die beiden die Haustür zuschlagen. ``Wer ist den Carina?´´ fragte Gabi. ``Das ist die Tochter von Michael und Karin.´´ ``Die beiden haben eine Tochter?´´ ``Ja. Hier ist eine ganze menge Passiert seid du weg gegangen bist. Komm lass uns spazieren gehen.´´ Gabi nickte und ging in den Flur. Ralf half ihr in den Mantel. ``Dankeschön´´ lächelte sie. Ralf nickte nur kurz und öffnete ihr dann die Tür. Zusammen gingen sie ein stück. Nach einer weile kamen sie zu einem See. ``Das ist doch unser See, oder?´´ fragte Gabi während sie sich lächelnd zu Ralf umdrehte. Ralf nickte. Sie gingen zu einer kleinen, etwas versteckten bucht. Gabi ging zu einem Baum. ``Schau mal unser Herz ist auch noch da.´´ Ralf stellte sich neben sie. ``Es ist alles noch da.´´ flüsterte Gabi. Ralf konnte Gabi ansehen wie viel es ihr bedeutete. Traurigkeit über kam ihn. Das war immer ihr See gewesen. Hier hatten sie sich gesagt das sie sich liebten. Hier hatten sie sich das erste mal geküsst und hier hatten sie sich immer getroffen wenn Gabis Mutter sie wieder tyrannisierte. Ralf dachte an diese schwere zeit zurück.

Langezeit wusste auf der Basis keiner das Gabi und Ralf ein paar waren. Eigentlich wusste es nie jemand. Gabi wurde immer wieder von anderen Männern zum Dienst gebracht. Diese Männer hatte ihre Mutter für sie ausgesucht. Sie ertrug die Verkupplungsversuche ihrer Mutter weil Ralf ihr zur Seite stand. Er hatte es auch nicht toll gefunden das Gabi immer wieder mit anderen Männern ankam doch er vertraute ihr. Eines abends brachte Ralf Gabi nach Hause. Gabi dachte ihre Mutter wäre weg doch diese stand hinter der Gardine und beobachtete sie. Ralf und Gabi verabschiedeten sich und Ralf streichelte noch einmal über ihren kleinen bauch. Als Gabi ins Haus kam nahm ihre Mutter sie ins Kreuzverhör. Sie hatte alle fragen über sich ergehen lassen aber auf keine hatte sie eine Antwort gegeben. Von dem Abend an Kontrollierte sie ihre Tochter. Ständig rief sie auf Gabis Handy an. Dauernd erschien sie auf der Basis. Gabi und Ralf ertrugen alles. Sie ließen sich von Angela tyrannisieren und genossen die zeit in der sie alleine am See sitzen konnten. Irgendwann sah man Gabi an das sie Schwanger war. Ihre Kollegen glaubten das einer ihrer Lover der Vater war doch ihre Mutter fand ziemlich schnell heraus das Ralf der Vater war und das gefiel ihr erst recht nicht. ``Mit einem Balg am Bein von so einem hast du gar keine Chance im leben´´ predigte sie ihrer Tochter immer wieder. Gabi lächelte dann nur und ließ sie reden. Immer wenn sie von zuhause weg kam fuhr sie zu Ralf. Schließlich setzten die wehen ein und ihre Mutter brachte sie ins Krankenhaus. Nach der geburt brachte sie das Baby zu Ralf. Er sollte sich um das Kind kümmern und sie würde ihrer Tochter zu einem ordentlichen leben verhelfen.

``Woran denkst du?´´ Gabi war neben ihn getreten. ``Ich habe gerade versucht mir vorzustellen was in dem Kopf deiner Mutter vor sich ging.´´ ``Ich glaube nicht das man sich das vorstellen kann. Ich werde mir hier eine Wohnung und einen job suchen. Auf jeden fall werde ich nicht zurück zu ihr fahren.´´ Gabi lies den kopf sinken und ging ein stück am See Ufer entland. Ralf sah ihr nach. So oft hatte er überlegt zu ihr zu fahren und mit ihr zu reden. In dem Augenblick in dem er das Baby vor seiner Tür gefunden und die Karte gelesen hatte, hatte er gewusst das sie nicht von Gabi kam. Er hatte geahnt das dass alles Angelas werk war doch er hatte angst gehabt. ``Sie hat die kleine am Leben gelassen aber was macht sie wenn ich Gabi besuche?´´ diese Gedanken waren so oft in seinem kopf gewesen. Langsam ging er Gabi nach. ``Warum ist Hannah eigentlich nicht sauer auf mich. Ich meine ich habe sie sechs Jahre lang alleine gelassen?´´ rief Gabi. ``Sie war nicht alleine!´´ antwortete Ralf in einem etwas schärferen ton als er eigentlich gewollt hatte. Er wusste wie Gabi die frage gemeint hatte. ``Ich weiß und so meinte ich das auch nicht.´´ Gabi war stehen geblieben und sah ihn an. Ralf blieb ebenfalls stehen. Sie standen jetzt in einigem abstand einander gegenüber. Ihr Atem bildete kleine Wölkchen vor ihren Gesichtern. ``Ich weiß schon wie du die Frage meintest. Ich habe ihr von Anfang an von dir erzählt wenn sie es hören wollte. Wenn sie gefragt hat warum du nicht bei uns bist habe ich ihr die Erklärung gegeben die ich hatte.´´ ``Und welche war das?´´ fragte Gabi. ``Ich habe ihr gesagt das du sie liebst, denn davon bin ich mal ausgegangen. Und ich habe ihr gesagt das ich dich sehr lieb habe das aber deine Mutter das nicht wollte und du sie nicht sehen darfst. Sie hat das dann immer mit ihrer Prinzessin verglichen.´´ ``welcher Prinzessin?´´ ``Ihre Lieblings Geschichte handelte von einer Prinzessin die einen Bauernsohn liebte aber einen Prinzen Sohn heiraten musste. Als die Prinzessin dann ein Baby bekam musste der Bauernsohn mit dem Baby weglaufen.´´ ``Und wie geht die Geschichte aus?´´ ``am ende stellt sich heraus das der Prinz kein Prinz ist sondern mit dem Bauernsohn die rollen getauscht hat da der Prinz kein Prinz sein wollte.´´ ``Und warum wollte der Prinz kein Prinz sein?´´ ``Das weiß ich nicht mehr.´´ antwortete Ralf nach kurzer Überlegung. ``Auf jeden fall ist am ende alles in bester Ordnung!´´ ``Aha!´´ Ralf sah sie an. ``Warum waren wir nie stank genug uns gegen deine Mutter zu wehren?´´ fragte Ralf ernst. ``Ich weiß es nicht.´´ antwortete Gabi genauso ernst. Sie drehte sich von Ralf weg und ging weiter. Ralf blieb noch eine weile stehen und folgte ihr dann. Zusammen gingen sie schweigend um den See herum. Als sie wieder vor Ralfs Haustür standen blieb Gabi stehen. ``Was ist kommst du nicht mit rein?´´ fragte Ralf. ``Nein lieber nicht. Ich werde mir ein Hotel hier in der nähe suchen und morgen wieder vorbei kommen. Tschüss bis morgen!´´ sie drehte sich zur Seite und wollte gerade das Auto aufschließen als Ralf sie rief. Sie hielt kurz inne und drehte sich dann zu ihm um. ``Was ist denn?´´ Ralf kam zu ihr auf den Bürgersteig. ``Ich bin froh das du da bist!´´ er nahm sie schnell und kurz in den Arm und verschwand dann nach drinnen. Gabi lächelte und stieg in ihr Auto. Sie sah noch einmal zum Haus und fuhr dann Los. ``Warum sind die Erwachsenen immer so kompliziert?´´ fragte Hannah ihren Teddy. Sie stand oben am Fenster und hatte Gabi und Ralf beobachtet. Nun lief sie runter zu Ralf. ``Wo ist Mama?´´ fragte sie ihn. ``Gabi ist ins Hotel gefahren.´´ antwortete Ralf knapp. ``Und warum ist sie nicht hie geblieben?´´ ``Weis ich nicht´´ Hannah konnte an der stimme ihres Vaters hören das er nicht weiter reden wollte. Sie drehte sich um und ging in den Flur. ``Es gibt gleich Essen´´ rief Ralf ihr nach. ``Ich habe keinen Hunger´´ rief Hannah aus ihrem Zimmer. ``Wofür Koche ich dann?´´ fragte Ralf sich selber. Er nahm den Topf wieder vom Herd und räumte die Sachen wieder weg. Er überlegte was er machen sollte. Schließlich beschloss er Berichte zu schreiben die schon längst überfällig waren. Er nahm sich ein Glas Rotwein und setzte sich an seinen Schreibtisch. Er fing an zu schreiben doch das Bild dass auf seinem Schreibtisch stand lenkte ihn ab. Es stand da eigentlich schon immer doch heute fiel es ihm wieder auf. Das Bild zeigte Gabi. Es war an einem Grillabend auf der Basis gemacht worden. Er nahm das Bild in die hand und strich mit dem Finger über Gabis Gesicht. Eine Träne lief über sein Gesicht. Als er merkte das Hannah hinter ihn getreten war stellte er das bild wieder hin und wischte sich die Träne weg. ``Was ist kleine Prinzessin, möchtest du doch was Essen?´´ Hannah nickte kleinlaut. Ralf lachte und nahm sie auf den arm. Zusammen gingen sie in die Küche um Spagetti zu Kochen. Am nächsten morgen wachte Hannah sehr früh auf. Sie stieg aus dem Bett und Tapste zu dem Schlafzimmer ihres Vaters. ``Papa ich kann nicht mehr schlafen.´´ Ralf rieb sich die Augen und sah auf die Uhr. ``Es ist sieben Uhr´´ stöhnte er. ``Stimmt und heute ist weihnachten. Gehst du mir nach draußen?´´ Ralf sah seine Tochter an und nickte dann. Hannah jubelte und lief in ihr Zimmer. Sie liebte es so früh draußen zu sein. Eine halbe stunde später standen sie fertig angezogen unten im Flur. Über Nacht hatte es geschneit. Zusammen gingen sie zum See. Hannah liebte diesen ort genauso wie ihre Eltern. Sie lief am Ufer entlang und beschmiss Ralf immer wieder mit Schnee. Gabi hatte schlecht geschlafen und war früh aufgestanden. Die Pension in der sie untergekommen war lag nur 10 min. von Ralfs Wohnung entfernt. Nachdem sie nicht mehr schlafen konnte zog sie sich an. Als sie ihre Hose aus dem Koffer nahm fiel ihr ein Bild vor die Füße. Sie hob es auf und betrachtete es. Ralf saß auf der wiese vor dem Hangar und ließ sich von Gonzo abschlecken. Gabi lächelte. Nachdem sie fertig angezogen war ging sie nach draußen. Als sie vor der Pension im Schnee stand überlegte sie kurz wohin sie gehen sollte. Schließlich entschied sie sich zum See zu gehen. Er lag nur 10 min. entfernt. Ralf und Hannah tobten bereits im Schnee. Hannah sprang auf, nachdem sie Ralf eingeseift hatte und lief davon. Ralf klopfte sich den Schnee ab und wollte ihr nachlaufen. Als er sich jedoch noch einmal umdrehte blieb er wie angewurzelt stehen. Ein stück vor ihm stand eine Frau. Ihre Blonden Haare wurden vom Wind nach hinten geweht. Durch den fallenden Schnee sah sie irgend wie Geheimnisvoll aus. Als sich die Frau zur Seite drehte erkannte er sie. Hannah war jedoch schneller als er. Sie hatte ihre Mutter schon erkannt und rannte jetzt auf sie zu. Gabi stand am Ufer und sah über den See. Wie viele schöne stunden hatte sie hier mit Ralf verbracht. Sie musste lächeln als sie daran dachte. Zusammen mit Gonzo hatten sie hier getobt. Im Winter und im Sommer. Hier waren sie zusammen schwimmen und Schlittschuhlaufen. Es war einfach ihr See gewesen. Plötzlich hörte sie jemanden von der Seite rufen. Sie drehte sich um und sah Hannah auf sich zu laufen. ``Mama, Mama´´ rief sie immer wieder. Gabi lachte. Sie breitete die Arme aus und fing Hannah auf. Zusammen fielen sie in den Schnee. ``Was machst du denn schon so früh hier draußen?´´ ``Ich gehe mit Papa spazieren. Ich konnte nicht mehr schlafen und weil ich so gerne morgens draußen bin ist Papa mit mir hier her gekommen.´´ antwortete Hannah. Ralf war mittlerweile zu ihnen gekommen. Er reichte Gabi die Hand und half ihr auf. ``Guten Morgen Ralf´´ sagte Gabi. ``Guten Morgen´´ erwiderte Ralf. Hannah sah von einem zum anderen und schüttelte denn kopf. Sie stellte sich zwischen ihre Eltern und nahm ihre Hände. Zusammen gingen sie weiter. Nach einer weile zog Hannah die Hände ihrer Eltern immer weiter zusammen. Als sie sich berührten zog sie ihre Hände vorsichtig weg und legte die ihrer Eltern zusammen. Dann blieb sie stehen und ging ein stück hinter den beiden. Gabi und Ralf brauchten eine weile um zu merken das Hannah nicht mehr zwischen ihnen war. Keiner der beiden hatte jedoch Lust den anderen loszulassen. So spazierten und Tobten sie noch zwei stunden um den See. Danach waren sie alle durch Gefroren. Gabi kam gleich mit zu Hannah und Ralf. Während Hannah sich trockene Sachen anzog deckten Ralf und Gabi den Tisch. ``Was wünscht sich Hannah eigentlich zu weihnachten?´´ fragte Gabi. ``Ich gebe dir nachher ihren Wunschzettel. Ich habe ihn im Schlafzimmer.´´ antwortete Ralf während er den Tee und den Kakao auf den Tisch stellte. Sie riefen Hannah herunter und frühstückten zusammen. Nach dem frühstück verabschiedete sich Gabi noch einmal. ``Ich muss noch etwas besorgen und ich muss mich noch umziehen. So kann ich doch nicht zum Weihnachtsessen heute Abend gehen oder?´´ versuchte sie es Hannah zu erklären. Hannah überlegte kurz und nickte dann. Gabi verabschiedete sich von Ralf und stand schon am Auto als Hannah sie noch mal rief. ``Mama warte ich hab noch was für dich!´´ ``Was denn?´´ fragte Gabi. Hannah kam zu ihr und gab ihr einen Briefumschlag. ``Aber erst aufmachen wenn du in deiner Pension bist´´ sagte sie noch nachdrücklich. Gabi nickte und steckte ihn in ihre Manteltasche. Ralf stellte sich vor sie und sah sie an. Vorsichtig strich er ihr eine Strähne hinters Ohr. Gabi genoss die Berührung. Hannah stand in der Tür und beobachtete sie. ``Vielleicht wird das ja doch noch was.´´ dachte sie sich. Die Gesichter von Gabi und Ralf kamen sich immer näher. Hannah stand da und zerquetschte sich fast die Daumen vor Aufregung. Sie wusste das Ihr Vater Gabi noch liebte. Gestern Abend hatte er wieder ihr Bild in der hand gehabt. Und auch bei Gabi hatte sie das Gefühl das da noch mehr war. Doch irgendwie bekamen die zwei es nicht auf die reihe. Kurz bevor sich ihre Gesichter trafen drehte Gabi den Kopf zur Seite. Sie gab Ralf einen Kuss auf die Wange und lief dann los Richtung Pension. Hannah stampfte mit dem Fuß auf. ``Mist´´ sie drehte sich um und lief in ihr Zimmer. Ralf war traurig. Er schloss die Tür hinter sich und ging ins Wohnzimmer. Gabi lief die Straßen entlang Richtung Pension da fiel ihr der Brief wieder ein. Sie zog in aus der Tasche. ``Für Mama´´ stand vorne drauf. Gabi lächelte. Sie setzte sich auf eine der Bänke die in dem Park standen durch den sie gerade lief. Aus dem Umschlag zog sie zwei Blätter. Sie waren mit kindlicher Schrift geschrieben. Doch die Schrift sah nicht so aus wie von einer sechs jährigen. ``Diesen Brief diktiert mir Hannah Staller an ihre Mutter!´´ stand oben drüber.

``Hallo Mama. Ich bin so froh das du endlich da bist. Papa hat mir immer so viel von dir erzählt und ich war richtig gespannt auf dich. Doch ich weiß das Oma nicht will das wir eine glückliche Familie sind. Ich habe euer Gespräch gestern belauscht. Ich will nicht das du wieder gehst. Warum bleibst du nicht bei mir und Papa? Du kannst auch mein Zimmer haben.´´

Gabi hielt kurz inne. Sie musste lächeln.

``Bitte Mama geh nicht wieder weg. Das ist mein Weihnachtswunsch. Bleib bei mir und Papa. Wenn du nicht bei mir und Papa bleibst bist du alleine und wir auch. Denn zur Oma wolltest du ja nicht mehr. Tschüss deine Tochter Hannah´´

Gabi ließ denn Brief sinken. Dann griff sie zu ihrem neuen Handy und wählte Ralfs Nummer. ``Hannah Staller´´ meldete sich Hannah nach mehrmaligem Pipen. ``Hallo Hannah gibst du mir mal Papa?´´ ``Na klar´´ Kurz darauf meldete sich Ralf. ``Hallo Gabi was gibt es denn?´´ ``ich muss dich treffen es ist wichtig. Kannst du Hannah schnell zu einer Freundin bringen und dann in die Pension kommen?´´ ``Ja klar bin gleich da.´´ sie verabschiedeten sich nachdem Gabi ihm noch den Namen der Pension genannt hatte. ``Hannah komm mal her. Ich muss mal eben weg. Gehst du rüber zu Carina?´´ Hannah nickte. Sie zog sich an und Ralf brachte sie zu Karin und Michael. ``Hallo Karin. Ich muss ganz schnell weg kann Hannah zu euch? Es dauert auch bestimmt nicht lange.´´ Karin nickte und Ralf machte sich auf den weg. ``Spielen wir draußen?´´ fragte Hannah ihre Beste Freundin. Diese nickte und zusammen gingen sie in den Garten. ``Pass auf Carina ich muss was erledigen. Hilfst du mir?´´ Carina nickte. ``Na klar wir sind doch Freundinnen.´´ ``Gut also mein Papa und meine Mama treffen sich und ich will wissen ob die beiden wieder zusammen kommen oder ob ich nach helfen muss.´´ ``Und was mache ich?´´ ``Du musst aufpassen das Karin nicht merkt das ich weg bin´´ Carina nickte. Hannah dankte ihrer Freundin und lief dann los. Sie wusste wo die Pension lag. Sie lief die Straße runter, durch den Park und dann um zwei Ecken. Sie konnte von außen in den Frühstücksraum der Pension sehen. An einem der Tische saß Gabi. Hannah schlich sich näher ran. Zum Glück hatte Gabi sich ans Fenster gesetzt und das war leicht geöffnet. Jetzt kam auch Ralf dazu. Hannah duckte sich unter das Fenster und wartete gespannt. ``Hallo Gabi, also was gab es so wichtiges?´´ Gabi legte den Brief auf den Tisch und sah ihn auffordernd an. Ralf nahm den Brief und las ihn. ``Ich glaube unsere Tochter geht davon aus das wir wieder eine richtige Familie werden und das ich deswegen hier hergekommen bin.´´ ``Und das bist du nicht?´´ fragte Ralf etwas verwundert. ``Nein eigentlich nicht. Ich wollte mit dir über früher reden und mir dann irgendwo einen job suchen. Möglichst weit weg von meiner Mutter. Ich konnte ja nicht wissen das meine Tochter noch lebt. Das ist mir alles zu viel auf einmal.´´ ``Muss ich das verstehen?´´ ``Ich würde mich jedenfalls freuen wenn du mich verstehst.´´ ``Gut aber dann musst du es mir erklären´´ ``Ralf ich habe sechs Jahre in dem glauben gelebt meine Tochter wäre Tod und du würdest mich Hassen. Jetzt will ich endlich mit dir über damals reden und vielleicht eine Freundschaft aufbauen und auf einmal habe ich eine fast sieben jährige Tochter. Das geht mir irgendwie alles ein bisschen sehr schnell.´´ ``aber du hast doch zeit´´ ``Da bin ich mir eben nicht so sicher. Wenn meine Mutter rausfindet das ich nie in Tirol war rastet sie aus und als erstes wird sie hier suchen.´´ ``Wieso geht es eigentlich dauernd um deine Mutter? Führst du kein eigenes leben?´´ Gabi sah ihn an. Ihr blick war traurig. ``Nein tu ich nicht aber ich möchte es gerne.´´ ``Und warum tust du das dann nicht mit Hannah und mir?´´ ``Ich kann nicht Ralf.´´ sagte Gabi leise. Sie stand auf. Als sie an ihm vorbei ging sagte sie leise. ``Es tut mir leid.´´ sie berührte ihn noch mal an der Schulter und ging dann auf ihr Zimmer. Ralf saß da und eine Träne lief über sein Gesicht. Er hatte so gehofft das alles wie früher wurde. Er liebte Gabi immer noch über alles. Gabi saß in der zwischen zeit in ihrem Zimmer und weinte. Sie liebte Ralf über alles doch wenn sie wieder mit ihm zusammen kam würde ihre Mutter sie früher oder später finden und das wollte sie nicht. Sie hatte Hannah bereits so in ihr Herz geschlossen und sie wollte nicht das ihr irgendwas passierte. Es klopfte und kurz darauf betrat Renee das Zimmer. ``Hallo süße. Hast du dich verfahren oder was machst du hier in diesem Kaff´´ bei seinem schleimigen lächeln lief es Gabi kalt über den Rücken. ``Was machst du hier?´´ ``Ich hole meine Braut nach Hause´´ ``WAS?´´ Gabi glaubte sich verhört zu haben. ``Du hast schon ganz richtig gehört. Deine Mutter hat gestern die Verlobung bekannt gegeben.´´ ``Werde ich da vielleicht auch gefragt?´´ Gabi war jetzt stinksauer. ``Ich dachte das wäre deine Idee gewesen.´´ sagte Renee gespielt perplex. Er ging auf Gabi zu und wollte sie Küssen. ``Hör auf ich will das nicht.´´ ``aber ich will´´ Gabi versuchte sich zu wehren doch Renee war stärker als sie. Sie schrie einmal laut auf bevor Renee ihr den Mund zuhalten konnte. ``Dachtest wohl du könntest deine Mutter reinlegen. Doch die ist nicht dumm. Sie hat gleich bei mir angerufen und denn Rest konnten wir uns denken. Gabi, Gabi du solltest deine Mutter mittlerweile kennen. Sie hat dafür gesorgt das du dein Balg wieder loswirst mitsamt diesem Taugenichts. Wenn du mich heiratest kannst du für den Rest deines Lebens tun und lassen was du willst. Du brauchst nicht mehr arbeiten und kannst dir immer kaufen was du willst.´´ Gabi war soweit zurück gewichen das sie stolperte und aufs bett fiel. Renee beugte sich über sie. Nachdem Gabi gegangen war hatte Hannah noch kurz gewartet bevor sie um das Gebäude herum lief und das Zimmer von Gabi suchte. Sie hatte es ziemlich schnell gefunden. Sie wollte sich gerade bemerkbar machen als ein Mann das Zimmer betrat. Sie duckte sich wieder und lauschte. ``Ich liebe meinen Beruf und ich liebe meine Tochter.´´ sagte Gabi in diesem Augenblick. ``Deine Tochter ist Tod!´´ ``Nein ist sie nicht. Ich habe sie gesehen und ich liebe sie genauso wie ihren Vater!´´ Gabi wollte sich aufsetzten doch Renee stieß sie zurück. ``Du bleibst liegen. Du hast keine Tochter. Du bist frei. Ein Kind zerstört dein ganzes leben. Keine Partys und keine Freiheit!´´ ``Ich liebe meine Tochter und ich bin Froh das es sie gibt und du kannst meiner Mutter ausrichten das ich wenn ich Heirate Ralf heirate und sonst keinen. Dich schon gar nicht.´´ ``Das werden wir ja noch sehen. Du kommst jetzt mit.´´ ``Ich komme nirgendwo mit hin´´ antwortete Gabi trotzig. Hannah saß unter dem Fenster und hörte sich alles an. Langsam kuckte sie wieder ins Zimmer. ``Deine Mutter möchte das du mich heiratest und du kommst jetzt mit. Angela mag diese Leute hier nicht und sie findet das sie der Falsche Umgang für dich sind. Wenn wir deine Mutter getroffen haben fliegen wir nach Spanien. Dort werden wir noch dieses Jahr Heiraten.´´ Er zwang Gabi aufzustehen und ihre Sachen zu packen. Auf dem weg durch die Eingangshalle musste er Gabi so tun als wenn sie ein Paar währen. Ralf stand vor der Pension vor seinem Auto. Er wollte gerade einsteigen als Gabi heraus kam. In Begleitung eines anderen Mannes. ``Was soll das den jetzt?´´ fragte Ralf sich. Erst kreuzte sie bei ihm auf und heulte ihm was vor, dann sagte sie, sie hätte zuviel angst vor ihrer Mutter und jetzt fuhr sie mit einem anderen Mann weg. Ralf schüttelte traurig den Kopf. Gabi lief um einen Blauen BMW herum und sollte einsteigen da sah sie Ralf. Sie versuchte ihm ein Zeichen zu geben doch er fuhr nur mit traurigem blick an ihr vorbei. Hannah saß hinter einem Blumentopf. Nachdem Gabi und der Mann aus dem Zimmer verschwunden waren war sie zum Eingang gelaufen. Sie schrieb sich die Nummer des Autos auf die Hand und lief dann los. Schnaufend kam sie nach zehn min. auf der Basis an. Thomas, Michael und Peter hatten schicht. Sie schmückten die Basis für das Weihnachtsfest. ``Hallo Hannah was machst du denn hier?´´ fragte Enrico sie. Er war der Bruder von Stella, Peters Frau und er besuchte sie über weihnachten. Er hatte schon mal Peter vertreten deswegen war ein guter freund auf der Basis. ``Wo ist Thomas?´´ fragte Hannah ganz außer Atem. Auf seine frage ging sie nicht ein. ``Ich glaube der ist mit Biggi im Aufenthaltsraum.´´ antwortete Enrico verwundert. Hannah ließ ihn einfach stehen und lief in den Aufenthaltsraum. Sie stieß die Tür auf und sah sich um. ``Thomas bist du hier?´´ ``Ja ich bin in der Küche´´ antwortete Thomas. ``Komm schnell Mama ist in Gefahr!´´ Thomas kam jetzt aus der Küche zu Hannah. ``Mal langsam, was ist Los?´´ ``Meine Mama ist gestern gekommen, übernachtet hat sie aber in einer Pension obwohl sie Papa lieb hat. Heute habe ich ihr einen Brief gegeben. Den habe ich Vorhin Lisa diktiert und dann hat sie Papa angerufen. Sie haben sich in der Pension getroffen. Papa hat mich zu Karin gebracht doch da bin ich abgehauen. Ich habe die beiden dann belauscht. Mama hat gesagt sie kann nicht bei mir und Papa bleiben weil sie Angst vor Oma hat und weil ihr das zu viel auf einmal ist.´´ Hannah musste Luft holen. ``Was stand denn in dem Brief?´´ fragte Thomas. ``Da stand drin das ich mir wünsche das sie bei uns bleibt. Jedenfalls haben sie sich gestritten und Mama ist dann gegangen. Papa hat geweint, heimlich aber ich habe es trotzdem gesehen. Ich bin dann um die Pension rum zu Mamas Zimmer. Ich wollte gerade mit ihr reden als ein Typ rein kam. Der sah so... ich weiß nicht irgendwie war der komisch. Der hat gesagt das Angela gesagt hätte Mama müsse ihn Heiraten und sie hätte dafür gesorgt das sie kein Kind am Bein hätte und sie könne alles haben was sie will. Aber Mama hat immer gesagt >mein Kind ist nicht Tod und ich liebe es< Der Mann hat aber immer wieder gesagt das sie kein Kind hat. Als Mama weglaufen wollte hat der Typ sie aufs bett geschupst und da fest gehalten. Dann hat er noch gesagt das sie noch dieses Jahr in Spanien heiraten. Papa hat sie gesehen mit dem Typen. Er denkt bestimmt Mama würde ihn lieben deswegen musst du mir helfen!´´ Hannah sah ihn Bittend an. Biggi war jetzt auch zu ihnen gekommen. ``Weißt du wann die nach Spanien wollten?´´ fragte Biggi. Hannah schüttelte den Kopf. ``Ich weiß das wir Mama da rausholen müssen. Sie kann sich nicht wehren.´´ Traurig sah sie zu boden. Da fiel ihr noch etwas ein. ``Ich habe mir die Autonummer aufgeschrieben.´´ Sie gab Thomas die Nummer. Der schrieb sie sich auf und zusammen überlegten sie was sie machen konnten. ``Wer ist eigentlich deine Mama?´´ fragte Biggi auf einmal. Ralf hatte nie über die Mutter seiner Tochter gesprochen und Hannah auch nicht. ``Wer meine Mama ist? Gabi natürlich.´´ ``Moment unsere Gabi Kollmann?´´ Fragte Biggi perplex. Hannah nickte. ``Na dann wollen wir mal los ich habe eine Idee!´´ Sagte Thomas. ``Biggi kommst du mit?´´ Biggi nickte und zusammen mit Hannah liefen sie zum Heli. Thomas lies die Motoren anlaufen und nachdem die Türen geschlossen waren hob er ab. Enrico, Michael und Peter standen auf dem Hof und wunderten sich Ralf fuhr auf den Basis hof. Nachdem er Gabi mit dem Typen gesehen hatte war er noch eine weile durch die Gegend gefahren. Er hatte gerade gepackt als sein Handy klingelte. Vor ihm hob gerade der Heli ab. ``Staller´´ meldete er sich. ``Hallo Ralf hier ist Karin´´ ``Hallo Karin was gibt’s? Ist was mit Hannah?´´ ``Sie ist weg. Carina sagt sie wollte was mit ihren Eltern erledigen. Es Tut mir leid´´ ``Schon gut Karin. Ich bin gerade auf der Basis und frage die anderen mal ob sie hier war.´´ sie verabschiedeten sich und Ralf stieg aus. Karin rief nach Carina und machte sich auf den weg zur Basis. Ralf sah den Heli am Horizont verschwinden. Er ging in den Hangar. ``Peter was machst du denn hier? Habt ihr keinen Einsatz?´´ ``Nein haben wir nicht. Zumindest keinen wo Michael und ich dabei sein Müsse´´ ``Was soll das den Heißen? Mit wem ist den Thomas dann unterwegs?´´ ``Mit Hannah und mit Biggi´´ antwortete ihm Michael der dazu gekommen war. ``Wieso Hannah? Kann mir mal einer sagen was hier los ist?´´ Ralf geriet in Panik. Enrico hatte sich ebenfalls zu ihnen gestellt. ``Hannah kam hier total außer Atem und irgendwie komisch an. Sie hat nach Thomas gefragt und ich habe sie in den Aufenthaltsraum geschickt. Ein paar Minuten später kamen sie, Biggi und Thomas raus gerannt. Sie sind in den Heli gestiegen und weg waren sie.´´ Ralf sah einen nach dem anderen an. ``Michael krieg ich mal den Walki?´´ Michael nickte und gab es ihm. `` Basis Medicopter 117 für Medicopter Bitte kommen´´ Ralf wartete und kurz darauf meldete sich Thomas. ``Medicopter 117 hört´´ ``Thomas kannst du mir mal verraten was zwei Piloten und meine Tochter im Heli machen?´´ ``Hallo Ralf klar kann ich. Hannah kam zu mir weil ihre Mutter entführt wurde und zwar vor den Augen ihres Vaters. Wir haben jetzt beschlossen sie da raus zu holen.´´ antwortete Thomas als wenn er vom Wetter reden würde. ``Gabi wurde entführt?´´ schrie Ralf ins Walki. Thomas bestätigte. Michael und Peter sahen den hin und her laufenden Ralf perplex an. ``Gabi?´´ Ralf machte ihnen mit einer Handbewegung klar das sie still sein sollten. ``Thomas was hast du vor?´´ ``Ich habe bereits mit einem Freund bei der Autobahn Polizei gesprochen. Ich habe ihm die Nummer des Wagens gegeben und er hat ihn auf einer Autobahn ausfindig gemacht. Wart mal gerade da unten ist das Auto. Wir werden ihm Folgen und Gabi bei nächster Gelegenheit rausholen.´´ erklärte Thomas seinen Plan. Sie hatten glück gehabt. Jan, Thomas freund bei der Autobahn Polizei hatte gute Beziehungen zu LKW Fahrern. Er hatte ihnen die Beschreibung des Wagens durchgegeben und einer der LKW Fahrer konnte ihm sagen wo das Auto gerade war. Ralf lief immer noch im Hangar auf und ab. Michael, Peter und Enrico wagten nicht in weiter zu fragen. Karin kam gerade herein und Michael gab ihr ein Zeichen bloß nichts zu fragen. Karin nickte und setzte sich zu den dreien. ``Thomas gib mir mal Biggi´´ bat Ralf. Thomas bestätigte und kurz darauf hörte sie Biggis stimme. ``Hallo Ralf was gibt’s?´´ ``Tu mir einen Gefallen und pass auf die beiden Dickschädel auf. Besonders auf Thomas.´´ sagte Ralf leise. ``Wieso auf Thomas?´´ fragte Biggi verwundert. ``Weil ich angst habe das er was tut was zu gefährlich ist. Du kennst ihn doch. Bei Hannah weiß ich das sie vernünftig ist und ich brauche mir bei ihr keine sorgen machen das sie irgendwelche Dummheiten macht´´ Biggi grinste da Thomas ein schmoll Gesicht zog. Dann versprach sie auf die beiden aufzupassen. Ralf ließ das Walki sinken und setzte sich neben die andere. Das Auto war inzwischen auf einen Waldweg abgebogen und für Thomas wurde es schwierig ihm zu Folgen. ``Hier ist eine Schutzhütte eingezeichnet.´´ sagte Biggi nachdem sie die Karte abgesucht hatte. ``Etwas weiter Nördlich ist eine Wiese. Da müssten wir landen können.´´ Thomas nickte und flog zu der wiese nachdem sich herausgestellt hatte das dass Auto wirklich zu der Hütte fuhr. Nachdem er gelandet war stiegen er und Biggi aus. ``Du bleibst hier´´ sagte Thomas streng als Hannah ebenfalls aussteigen wollte. Hannah sah im in die Augen. In ihrem Blick lag etwas Bittendes. Thomas musste lächeln. Er nahm sie an die hand und zusammen gingen sie zu der Hütte. Die letzten Meter schlichen sie sich an. Langsam gingen sie von einem Fenster zum anderen. In einem der Zimmer konnten sie schließlich Gabi sehen. Renee stand vor ihr und lachte sie schleimig an. Er beugte sich zu ihr runter und fing an sie zu Küssen. Gabi werte sich doch Renee schlug sie. Thomas hielt Hannah die Hand vor die Augen damit sie nicht Mitansehen musste was mit ihrer Mutter geschah. Plötzlich ging die Tür auf und eine ältere Dame stand in der Tür. ``Das ist Gabis Mutter´´ sagte Biggi entsetzt. ``Wie bekommen wir Gabi da raus. Wir können ja schlecht rein gehen und sagen >Tut uns leid aber Gabi müssen wir mit nehmen<´´ sagte Thomas. Hannah sah von einem zum anderen. ``Ich habe eine Idee´´ da es in den letzten tagen ein paar mal geregnet hatte war der boden teilweise Matschig. Sie ließ sich in den Matsch fallen und schmierte sich ein ganz bisschen ins Gesicht. Biggi und Thomas sahen sie entsetzt an. ``Also ich gehe jetzt nach vorne und klopfe an. Dann heule ich ne runde und sage wir währen wandern gewesen und ihr seid gestürzt. Wenn die beiden den Raum verlassen holt ihr Mama´´ Sie sah die beiden erwartungsvoll an. ``Kommt gar nicht in frage das du da hingehst und überhaupt wie sollen wir dich da wieder weg bekommen?´´ Thomas war nicht sonderlich begeistert von der Idee. ``Ganz einfach. Wenn Gabi in Sicherheit ist.... Improvisieren wir!´´ Sie grinste und sah ihn herausfordernd an. Thomas sah zu Biggi doch auch die schüttelte den Kopf. Hannah merkte das sie so nicht weiter kam. Als die beiden kurz darauf ins Zimmer sahen und nicht auf sie achteten lief sie einfach los. Als Biggi sich umdrehte konnte sie Hannah gerade noch um die Ecke flitzen sehen. ``Scheiße. Thomas überleg dir mal wie wir da rein kommen Hannah ist gerade nach vorne gelaufen wir müssen ihren plan durch ziehen.´´ sagte Biggi. Thomas sah sie an und nickte. Im neben Zimmer war das Fenster kaputt. Dadurch wollte er einsteigen. Biggi lief zur Ecke um zu sehen was Hannah machte. Hannah stand vor der Tür. Sie war außer Atem und sie weinte. Sie hämmerte gegen die Tür und schrie verzweifelt. ``Hilfe ist hier den niemand? Hallo´´ nach kurzer zeit wurde die Tür geöffnet. ``Was ist den Passiert?´´ fragte Gabis Mutter das Kind. Hannah rieb sich über die Augen und verschmierte so den Dreck noch mehr. ``Meine Mama und mein Papa sind gestürzt. Wir sind gestern hier im Wald wandern gewesen. Plötzlich sind die beiden gestürzt. Weil ich hinter ihnen gelaufen bin konnte ich früh genug anhalten.´´ sie jammerte dabei Herzzereisend. Renee kam an die Tür um zu sehen was los war. Kaum hatte er das Zimmer verlassen war Thomas zu Gabi gelaufen. Er war vorher schon im neben Zimmer eingestiegen um zeit sparen. Gabi war bewusstlos und ohne ihre Hilfe konnte er sie nicht durchs Fenster rausbringen. Er hob sie hoch und schlich leise Richtung Tür. Immer wieder wich er in eins der Zimmer zurück. Als er die Tür sehen konnte gab er Hannah ein Zeichen sie von der Tür weg zu locken. Hannah verstand zum Glück sofort. Biggi sah das die beiden Improvisierten und lief zum Heli um direkt starten zu können. `` Mein Papa bewegt sich aber nicht mehr. Heute morgen bin ich dann losgelaufen um Hilfe zu holen. Bitte kommen sie mit. Sie müssen ihm helfen.´´ jammerte Hannah. ``Und was ist mit deiner Mutter?´´ fragte Renee. ``Die habe ich nicht gesehen.´´ wieder ließ Hannah die Tränen laufen. Sie nahm Renee bei der Hand und zog ihn mit sich Richtung Wald. Kaum waren sie außer sicht lief Thomas mit Gabi nach draußen. Hannah drehte sich noch einmal um und sah Thomas. Als sie das Motorengeräusch hörte wusste sie was die beiden vorhatten. Plötzlich stellte sie Renee ein Bein und er fiel vornüber in den Matsch. Hannah lief los Richtung Heli. Angela war so perplex das sie nicht reagierte. Hannah und Thomas erreichten den Heli gleichzeitig. Sie stiegen ein und Biggi hob mit einem Gewaltstart ab. ``Biggi du bist genial´´ stöhnte Thomas. Renee hatte sich wieder aufgerappelt und war Hannah hinterher gelaufen doch als er die Wiese erreichte konnte er nur noch dem Hubschrauber hinterher sehen. Im Heli klatschten Hannah und Thomas mit den Händen ab. Biggi Informierte über funk die Polizei und flog zügig zurück zur Basis. Gabi war noch immer bewusstlos als sie die Basis erreichten. Als die anderen das Geräusch des Helikopters hörten liefen sie nach draußen. Ralf hatte ihnen mittlerweile die ganze Geschichte erzählt. Sobald der Heli gelandet war lief Ralf auf ihn zu. Hannah sprang aus der Tür und lief ihm entgegen. ``Wie siehst du denn aus?´´ fragte Ralf entsetzt. Doch dann war er froh das ihr nichts passiert war. Thomas stieg ebenfalls aus. Er nahm Gabi wieder auf den Arm doch Ralf nahm sie ihm ab. Er trug sie in den Aufenthaltsraum und legte sie aufs Sofa. Michael und Karin kümmerten sich um sie. Nachdem sie versorgt war bedankte sich Ralf bei Biggi und Thomas und die drei erzählten wie sie Gabi befreit hatten. ``Ich glaube ich kann doch nicht ohne euch zwei leben´´ alle drehte sich zum Sofa. Gabi lag da und lächelte in die runde. Hannah lief auf ihre Mutter zu und umarmte sie. ``Heißt das wir sind jetzt eine richtige Familie?´´ ``Wenn dein Vater nichts dagegen hat.´´ sagte Gabi. Ralf kam ebenfalls ans Sofa. ``Nein hab ich nicht.´´ Gabi zog ihn vorsichtig zu sich runter. ``Ich liebe dich und ich möchte nie wieder ohne dich oder ohne unsere Tochter leben. Bitte verzeih mir´´ Ralf lächelte sie an und gab ihr einen Kuss. ``Ich liebe dich auch!´´ Gabi setzte sich auf und sie nahmen sich in den arm. Die anderen standen um die beiden herum und freuten sich.

 

Gabis Mutter und Renee wurden noch auf der Hütte festgenommen. Sie kamen wegen Körperverletzung und Entführung vor Gericht. Renee und Angela durften sich ihnen Dank eines Gerichtsbeschlusses nicht mehr nähern Ein halbes Jahr später heirateten Gabi und Ralf. Sie waren eine glückliche Familie. Zu Ihrer Mutter oder Renee hatte Gabi keinen Kontakt mehr.

Copyright 2005: Mareike

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