Trip to America
Personen:
Piloten: Jens Köster Gina Aigner
Notärzte: Mark Harland Karin Thaler
Sanitäter: Peter Berger Florian Lenz
Weitere Personen: Michael Lüdwitz, Dirk Lüdwitz, Max, Marion Thaler, Patienten
Auf der Basis:
Florians erster Tag auf der Medicopter 117 Basis:
Florian: Hi Leute, wo sind den meine Crewmitglieder?
Peter: Die ziehen sich hinten gerade um, das solltest besser auch mal machen.
Florian: Ja, nur was, ich meine, hallo ich bin den ersten Tag hier, ich habe weder geeignete Schuhe noch einen geeigneten Overoul.
Mark: Die ganzen Sachen liegen schon hinten im Umkleideraum.
Florian: Ich glaube dann werde ich mich mal umziehen.
Flo geht nach hinten in Richtung "Damen"umkleideraum, er klopft, übersieht das Wort "Damen" und tritt ohne auf Reaktion zu warten ein.
Gina, die gerade nur in Unterwäsche dasteht bekommt einen halben Herzanfall, Karin die schon ihre Schuhe anzieht wirf Flo einen vorwurfsvollen Blick zu.
Karin: Hast du noch nie etwas von "Damenumkleiden" gehört? Die "Männerumkleide" ist neben an.
Flo: Entschuldigung. Habe ich ja nicht gewusst, bis dann.
Gina: Habe ich jetzt einen Schock bekommen, ich wäre jetzt fast umgekippt.
Karin: Das kommt davon dass du immer so langsam bist. Oh Entschuldigung, aber ich bin heute etwas mies gelaunt, also nichts dabei denken, wenn ich dich mal anmaule.
Gina: Alles klar, ich glaube du brauchst mal wieder einen Mann, ich meine du bist doch jetzt schon zwei Jahre singel. oder?
Karin: Nicht wirklich, ich habe doch in einer Woche, für drei Wochen Urlaub und da werde ich in die USA zu meinen Verlobten fliegen, aber das müssen die anderen nicht wissen, oder?
Gina: Nein, das sind sowieso solche Tratschtanten.
Karin: Ganz meiner Meinung. Weist du schon wer meine Vertretung übernehmen wird?
Gina: Irgendeine Notärztin aus der Rosenheim Klinik, ich glaube es ist sogar die neue Chefärztin?
Karin: Na dann, viel Spaß.
Gina: Warum?
Karin: Das wirst du noch früh genug erfahren.
Von vorne kommt ein etwas Lauteres rufen von Mark.
Mark: Gina, Karin, Flo bewegt echt bitte mal nach vorne.
Gina: Ich muss noch meine Schuhe anziehen!
Karin und Gina gehen nach vorne, Flo zieht sich noch um.
Karin: Was ist denn jetzt schon wieder so wichtig, willst du Gina endlich einen … Oh!!!
Marion: Hallo, Karin, irre ich mich oder hast du abgenommen, du solltest mal wieder ein bisschen mehr essen, du fällst ja noch von den Rippen.
Karin: Leute darf ich vorstellen, meine Mutter, Dr. Marion Thaler.
Gina: Wow, sie können doch nie und nimmer die Mutter von Karin sein, ich meine dafür sind sie doch viel zu jung.
Marion: Wieso Karin ist 26 und immer noch unverheiratet! Und ich bin 44 Jahre alt. Also für diejenigen die in Mathe schlecht sind, ich war 18 als ich Karin bekam.
Flo: Karin, wo ist der Kaffee? Ich brauche jetzt Koffein um wach zu werden.
Karin zieht Flo mit in die Küche.
Karin: Sag nie, hörst du niemals vor meiner Mutter "Ich brauche Koffein!" sie wird dir nämlich gleich eine Stammpredigt über dieses Thema halten.
Marion: Karin? Wo willst du hin, ich meine du musst mir doch den Stützpunk hier mal zeigen.
Karin: Kann das nicht Mark, oder Jens machen, ich muss noch die Bilanzen für den diesigen Monat schreiben, weil Stella nicht da ist, und wenn ich das heute nicht machen, versinke ich hier noch im Chaos.
Gina: Wenn sie wollen, werde ich sie herum führen, sie sind dann ja immerhin in meinen Team.
Marion: Ja, das wäre super.
Gina und Marion verlassen den Stützpunk und begeben sich zum Heli. Karin, die gerade ins Büro abgewandert ist wird von vier Wissbegierigen Männer aufgesucht.
Jens: Ist deine Mutter verheiratet?
Karin: Ja, natürlich mit meinem Vater.
Jens: Könnte das in die Brüche gehen?
Karin: Nein ich glaube eher kaum, da mein Vater bei der Bundeswehr ist, und du weißt ja was man dort von geschiedenen Männern behauptet.
Jens: Also gar keine Hoffnung auf Erfolg?
Karin: NEIN! Und jetzt raus hier ansonsten bekomme ich hier noch einen Koller.
Die vier verlassen das Büro und setzten sich auf die Couch die sich im Gemeinschaftsraum befindet.
Mark: Ich nehme mal an, Karin ist nicht besonders gut auf ihre Mutter zu sprechen.
Peter: Das wäre bei mir genauso wenn ich als Begrüßung von ihr gesagt bekäme, ich solle doch mehr essen.
Flo: Wieso ist Karins Mutter eigentlich hier?
Mark: Karin hat in einer Woche für drei Wochen Urlaub, denn sie nicht hier verbringen möchte, sie wird nehme ich mal an ins Ausland fliegen, und sich einen neuen Kerl anlachen.
Flo: Dann habe ich ja nur noch eine Woche Zeit um mich an sie ran zu machen.
Jens: An Karin, dafür bist wohl etwas zu jung! Karin steht auf ältere!
Flo: Wie du hä?
Mark: Na so alt wie Jens auch wieder nicht, ich meine Jens könnte Karins Vater sein.
Karin kommt aus dem Büro gestürmt und knallt Mark einen ganzen Stapel mit berichten vor die Nase.
Karin: Ich meine ich bin zwar Ärztin, aber so ein Geschmier kann doch keiner lesen, bitte schreibe diese Berichte so, das auch ICH sie lesen kann.
Mark: Aber … ich …
Karin: Kein aber, in zwei Stunden habe ich sie fein sauber sortiert und lesbar auf meinen Schreibtisch.
Karin verschwindet wieder ins Büro und knallt die Türe zu, in dem Moment kommen auch Gina und Marion wieder ins Zimmer.
Gina: Was war das den jetzt?
Peter: Mark muss alle seine Berichte neu schreiben, weil Karin das nicht lesen kann und ich gebe zu ich kann’s auch nicht lesen, und ihr bestimmt auch nicht, oder?
Marion: Das kann noch nicht mal einer aus der Apotheke entziffern. Ich glaube ich sollte mal mit Karin reden.
Jens: Das würde ich an ihrer Stelle jetzt lieber lassen, sie ist gerade sehr, sehr, sehr wütend.
4 Wochen später:
Peter: Kommt Karin heute nicht wieder?
Gina: Ja, Gott sei dank, ich meine ihre Mutter ist echt kompetent, aber auch sehr nervig!
Ein Auto fährt gerade auf den Parkplatz. Und Karin steigt aus dem Wagen, frisch gebräunt und voll Happy.
Flo: Da kommt meine Traumfrau!
Karin: Hey, I’m back.
Gina: Sag mal du warst doch in Amerika, und da kann es doch gar nicht so warm gewesen sein, dass du jetzt so braun bist.
Karin: It was so great. Ach ich war noch so neben bei zwei Wochen auf Hawaii, da war echt super Wetter, und ich habe auch total viele Bilder gemacht. Where is my mom, ich meine ich fange erst morgen das Arbeiten wieder an.
Gina: Die zieht sich gerade um.
Karin: Where is my uniform, I have to change something.
Karin geht in Richtung Spinnt und holt ihre Overoul und ihre Jacke heraus und setzt sich damit aufs Sofa.
Peter: Karin, was machst du da?
Karin: No extremes.
Peter: Moment mal, du warst doch in den USA, stimmts oder habe ich Recht? Und da wohnt doch so weit ich mich erinnern kann ein Mann namens Michael.
Karin: It is possible.
Karin hat während des Gespräches ihre Namensschilder abgenommen und neue mit dem Namen "Dr. Lüdwitz" darauf angebracht.
Peter: Kannst du auch mal wieder Deutsch sprechen?
Karin: Yes, I can!
Peter: Ohoo … Karin, du bringst mich noch auf die Palme.
Karin: Da war ich die letzten zwei Wochen.
Flo: Hi, Karin wie geht’s?
Karin: I’m fine, thanks.
Flo: Karin? Wir sind in Deutschland, du kannst wieder in deiner Muttersprache kommunizieren.
Karin: Oh sorry, I … Ich bin so auf Amerikanisch eingeschossen. Ich habe jetzt vier Wochen nur Englisch geredet, und da …
Marion: Hallo Baby, da bist du ja, was hast du da gerade an deiner Uniform geändert?
Karin: Ich habe nur den Namen geändert.
Marion: DU HAST OHNE MICH GEHEIRATET? BIST DU DEN NOCH BEI SINNEN?!!!
Karin: Du wolltest doch immer das ich Heirate, now I have done it, und du hast schon wieder was dagegen.
Marion: Sag bloß du hast einen Amerikaner geheiratet?
Karin: Ich habe Michael geheiratet. Deinen vorzeige Schwiegersohn.
Marion: Du hast … Baby … wie kannst du das denn nur ohne deine Eltern machen?
Karin: Wir können das kirchliche ja hier in Deutschland nachholen. Ich meine in drei Monaten kann Michael wieder offiziell nach Deutschland, außerdem muss er noch Arbeiten.
Flo: KARIN! Wie kannst du nur? Du hast geheiratet ohne von meinen Gefühlen von mir zu wissen. Bist du dir eigentlich im klaren was für einen super Typ durch die Lappen hast gehen lassen?
Karin: Flo, bleib auf dem Boden! Du bist zu jung für mich, und außerdem bin ich jetzt verheiratet und …
Gina: Karin? Weißt du eigentlich wer in vier Monaten meine Vertretung übernehmen wird?
Karin: Hast du es Mark endlich gesagt? Ich habe keine Ahnung.
Gina: Ja, und stell dir vor, es werden Zwillinge, ein Junge und ein Mädchen.
Karin: Ich meine das könnte ja eigentlich ich machen, aber nein, das geht auch nicht, ich meine Michael könnte dann zwar als Notarzt einspringen, aber ich müsste dann noch mal ein paar Flugstunden nehmen, aber das kannst du ja machen, ich meine wenn Höppler nichts dagegen hat, mache ich das, wo ist er überhaupt?
Gina: Keine Ahnung. Fliegst du heute schon wieder mit?
Karin: Nein, heute noch nicht, meine Mutter will doch ihren letzten Tag hier so richtig genießen.
Gina: Ja, das könnte gefährlich werden, wenn wir ihr vorschlagen, das du jetzt schon heute für sie wieder einspringst.
Mark: Karin! Du bist ja wieder da! Gott sei dank, aber heute gibt es wieder offiziell Kaffee auf der Basis.
Karin: Ich muss dich enttäuschen, leider erst ab morgen. Ich bin heute nur auf besuch, mehr oder weniger, ich habe nur was an meinem Overoul ausgebessert.
Mark: Lüdwitz? War das nicht mein Vorgänger, der gestorben ist?
Karin: Es war dein Vorgänger, ja er ist offiziell in Deutschland gestorben, aber da die Verbrecher Bande endlich geschnappt worden ist, kann er in drei Monaten wieder nach Deutschland, er ist sozusagen von den Toten auferstanden.
Flo: Also habe ich gar keine Chancen mehr bei dir?
Karin: Korrekt erkannt. Flo, ich bin verheiratet. Du hast keine Chance.
Gina: Gehen wir heute Abend essen? So weil du jetzt wieder da bist und geheiratet hast.
Karin: Ich würde sagen, JA! Nehmen wir die Jungs mit, oder lassen wir sie daheim?
Gina: Die lassen wir daheim. Die nerven doch eh nur. Wir machen so einen richtig schönen zweisamen Weiberabend.
Karin: Wo gehen wir hin?
Gina: Ich würde sagen als erstes zum Italiener, und dann ins Kino!
Karin: Ja, in die Disco is ja nicht so gut, in deinem Zustand.
Gina: Stimmt auch wieder.
Auf einmal geht der Alarm los: Gina, Flo und Monika spurten zum Heli, Karin rennt auch in Richtung, allerdings hält sie Mark fest.
Mark: Du hast morgen erst wieder Dienst.
Karin: Sorry, ich bin schon wieder total im Arbeitsfieber.
Peter: Ja, ja kaum ist sie wieder da, ist sie voll im Einsatz. Setz dich doch mal zu uns her und erzähle uns was über deinen Trip über den großen Teich.
Im Heli:
Rettungsleitstelle: Rettungsleitstelle an Medicopter 117.
Gina: Medicopter hört.
Rettungsleitstelle: Wohnhaus Brand in Rosenheim, Polizei bittet um Verstärkung, sie sollen Verletzte so schnell wie möglich abtransportieren, es besteht Explosionsgefahr.
Gina: Medicopter 117 hat verstanden, wir werden in ca. …
Gina schaut zu Flo, der neben ihr sitz und mit den Fingern drei Minuten anzeitgt.
Gina: … drei Minuten am Unfallort eintreffen. Medicopter ende.
Marion: Endlich mal was aufregendes.
Florian: Na ja, ich meine es besteht doch nur Explosionsgefahr, Karin ist ja mittlerweile schon fast drei mal ums Eck gekommen so viel wie ich mitbekommen habe.
Gina: Es waren mindestens fünf mal eins mehr oder weniger, aber das ist doch Schnee von gestern konzentriert euch lieber mal auf unseren nächsten Einsatz.
Monika: Ja, ich glaube ich sehes, da vorne ist eine riesige Rachwolke.
Florian: Da vorne ca. 150m vom Haus hat die Polizei einen Landeplatz frei gemacht, ich würde vorschlagen wir landen dort, oder?
Gina: Ganz meine Meinung Herr Lenz. Ich gehe runter.
Nachdem Florian und Monika den ersten Patienten auf ihre Trage gelegt hatten und ihn Notdürftig versorgt hatten, wendeten sie sich dem nächsten zu und versorgten den auch noch mit, Gina kam auf die beiden zu.
Monika: Gina mach schon mal den Heli klar, wir fliegen gleich los.
Gina: Ist gut, ich melde uns für das UKE an.
Monika: Das UKE ist voll, hat der eine Sanitäter vorhin gesagt, ich würde die Rosenheimklinik anfliegen.
Gina: Ist ok, ich werde uns dort anmelden.
Die drei steigen wieder in den Heli nachdem sie die zwei Patienten verstaut haben und Gina hebt ab, der Flug verläuft ganz normal. Sie laden ihre Patienten ab und begeben sich wieder zum Heli und fliegen wieder in Richtung Basis.
Auf der Basis: Jens, Mark und Peter sitzen zusammen mit Karin draußen vor der Basis auf einer Bierbank und reden über Karins Urlaub. Höppler hat sich ebenfalls dazu gesellt.
Höppler: Dr. Thaler, Frau Aigner hat vorhin eine Andeutung gemacht, sie hätten einen Ersatz für sie, während sie im Schwangerschaftsurlaub ist.
Karin: In der Tat, den habe ich.
Höppler: Und wenn hätten sie sich da so vorgestellt?
Karin: Na mich, ich meine einen Heli zu fliegen ist gar nicht so schwer, ich müsste nur noch das Winschen kombiniert mit dem Fliegen üben ansonsten kann ich alles.
Höppler: Und wer macht dann bitte schön den Notarzt?
Karin: Definitiv nicht meine Mutter, die würde mich auf die Palme bringen, aber meinen Mann könnten wir nehmen, der kommt in drei Monaten wieder nach Deutschland.
Höppler: Sie sind verheiratet?
Karin: Seit ca. drei Wochen, ich heiße jetzt Lüdwitz.
Höppler: War das nicht der Notarzt, der ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden ist, und offiziell in Deutschland gestorben ist?
Karin: Genau der, ich konnte ihn ausfindig machen und stehen schon seit mittlerweile einem halben Jahr mit ihm in Kontakt und war jetzt drei Wochen bei ihm.
In diesem Moment landet der Heli. Und die drei Steigen fix und alle aus ihrem Heli aus.
Florian: Schluss für heute, ich gehe Duschen.
Gina: Und wer macht den Check up vom Heli.
Höppler: Damit könne sie noch warten, ich möchte mich erst von den Fähigkeiten unserer Dr. Thaler, Sorry Dr. Lüdwitz überzeugen, Herr Köster wären sie so lieb und würden sich mit in den Heli begeben, und eingreifen falls etwas schief gehen sollte?
Jens: Aber natürlich doch. Karin darf ich bitten?
Karin und Jens steigen in den Heli, sie ziehen sich ihren Helm über und Karin startet den Heli in völliger Routine. Sie heben ab, Karin macht ein paar kleine Kunststückchen und zieht ein paar Kurven um die Basis und landet wieder.
Jens: Ich glaube Frauen haben einfach ein Gefühl fürs fliegen.
Höppler: Sie sind engagiert.
Auf einmal geht der Alarm wieder los, Karin die ihre Notarztjacke anhat steigt mit Jens und Mark in Heli.
Jens: Medicopter 117 an Rettungsleitstelle, wir übernehmen.
Rettungsleitstelle: Rettungsleitstelle verstanden, sie haben einen Einsatz auf der Rosenheimer Autobahn, Koordinaten … Süd, und … Nord eine Schwerverletzte Autofahrerin. Näheres ist nicht bekannt.
Jens: Medicopter verstanden wir werden in ca. …
Jens schaut ganz verdattert zu Karin rüber, die neben ihm sitz, sie zeigt zwei Minuten mit den Fingern an.
Jens: … zwei Minuten am Unfallort eintreffen. Medicopter Ende.
Mark: Peter, was machst du heute Abend eigentlich, ich meine die zwei Mädels sind außer Haus, wir können doch dann mal wieder einen drauf machen, du weist schon was ich meine.
Karin: Mark, ich kann mir leider nur Vorstellen was du meinst, aber ich kann Peter ja mal fragen was er davon hält und Gina werde ich nichts davon erzählen.
Mark: Karin was machst du denn hier?
Karin: Na meine Mutter, Flo und Gina sind Duschen gegangen und Peter saß so viel ich weiß auf der Toilette und da ich gerade eh nur Rumstand bin ich jetzt mitgeflogen.
Mark: Oh man, ist da peinlich. Warum hast du mich nicht schon vorher unterbrochen?
Karin: Ich wollte dich erst mal ausreden lassen, hätte ja sein können, dass es wichtig gewesen wäre und den Einsatz betrifft.
Jens: Du kannst dich doch aus jeder Frackelen Lage herausreden.
Karin: Das Talent haben zum Glück nur Frauen. Des wegen erwischt man die Männer öfter beim Fremdgehen, weil sie immer so unglaubwürdig lügen.
Jens: Jungs, … Sorry Karin du natürlich auch wir sind da, ich lande gleich neben der Straße.
Karin und Mark spurten aus dem Heli und stürzen sich regelrecht auf das Autofrack zu.
Das Auto ist total demoliert, die Frau was darin eingeklemmt ist schreit vor Schmerzen immer wieder auf. Mark ist als erstes bei der Frau. Karin wendet sich als erstes dem Beifahrer, der auch noch im Auto liegt.
Karin: Mark? Wie sieht’s bei dir aus?
Mark: Die Frau hier ist Schwanger und liegt in den Wehen, ich glaube wir sollten sie da mal lieber schnell aus dem Auto herausziehen. Und bei dir?
Karin: Beidbeinigen offene Beinfracktur und Schädelhirntrauma mit verzögerter Reaktion.
Die Feuerwehr trifft gerade ein. Karin rennt gleich in die Richtung aus der das Feuerwehrauto kommt und weißt die Männer gleich an, die Patienten sofort und so schnell wie möglich aus dem Auto herauszuschneiden. Nach ca. 20 Minuten sind beide Patienten aus dem Auto herausgeschnitten und der Beifahrer wird in den RHW getragen und abtransportiert.
Karin die sich mit der Frau in den Heli zurückgezogen hat versucht sie erst mal zu beruhigen und ihr klarzumachen dass sie ihr Kind höchstwahrscheinlich im Heli bekommen wird. Mark der gerade den anderen Patienten versorgt hat wendet sich nun auch der Patientin zu.
Karin: Mark, hast du eigentlich schon mal an einer Geburt teilgenommen?
Mark: Bei einer, aber das war ein Kaiserschnitt.
Karin: Na Gott sei dank, kann ich das. Mit dir alleine wäre eine schwangere Frau voll aufgeschmissen. Bis zur Geburt deines Kindes üben wir das aber mal.
Mark: Ja, aber nur wenn es sein muss.
Karin: Und? Wie geht’s ihnen?
Patientin: Na ja, die schmerzen werden immer schlimmer, aber ich kann mir vorstellen das das normal ist.
Karin: Ok, den Wehen kommen jetzt regelmäßig in kurzen abständen und der Druck aufs Becken nimmt auch zu, also ich würde sagen, mit der nächsten Wehe holen wir es raus.
Patientin: Alles kkkkklllllllaaaaaarrrrrrrrr. Das ist … die … nächste….
Karin: Also jetzt pressen!
Karin ermuntert die Patientin das Kind endlich herauszupressen, Mark steht nur unglaubwürdig daneben und schaut zu. Da das Kind mittlerweile mit dem Kopf draußen ist, kreift Karin nach dem Kind und dreht es zu 45° zur Seite, und bei der nächsten Wehe ist es draußen.
Karin: Es ist ein Mädchen.
Karin schneidet die Nabelschnur durch und legt der Mutter das neugeborene Kind eingewickelt in eine Decke auf ihren Bach.
Mark: Ich würde sagen wir verlegen die zwei mal in den RHW und wir fliegen wieder nach Hause.
Karin: Ja, würde ich auch sagen.
Mark und Karin bringen die Patientin mir ihrem Baby zum RHW, der auch gleich daraufhin losfährt und die beiden steigen selber in den Heli und fliegen zurück zur Basis.
Wieder auf der Basis:
Monika: Karin, sag mal wie siehst du überhaupt aus? Was hattet ihr denn für einen Einsatz?
Karin, die gar nicht bemerkt hat, das ihre hellblaue Bluse jetzt Blutverschmiert ist schaut an sich herunter und schaut dann zu Mark, der nicht gerade viel besser aussieht.
Mark: Karin hat gerade ein Kind auf die Welt gebracht.
Peter: Du warst schwanger?
Karin: Ich doch nicht, noch nicht, unsere Patientin. Da Mark noch nie bei einer normalen Geburt dabei war, hatte er Glück das ihr drei Duschen wart, und Peter auf der Toilette saß.
Mark: Ich glaube ich sollte mich jetzt besser mal Duschen gehen.
Karin: Ich gehe mich auch mal Duschen, ich sehe aus wie na ja …
Mark und Karin verschwinden beide in der Dusche, nach ca. 10 Minuten kommt Karin mit nassen Haaren und sauber angezogen in den Aufenthaltsraum wo die anderen mit Ausnahme von Mark schon gespannt auf sie warteten.
Karin: Wo ist Mark? Ich dachte Männer wären immer schneller, als Frauen.
Monika: Der war schon die ganze Zeit immer so langsam, aber was dich mehr interessieren wird, ist das ich euch beide, also dich und Mark bei dem nächsten Geburtshilfekurs angemeldet habe.
Karin: Wieso, du hättest lieber Florian mit anmelden sollen. Ich kann das ja.
Monika: Na ja dort musste man sich immer paarweise anmelden. Zwecks Rollenspielen und so.
Karin: Ohh nein, ohne mich, vergiss es, ich habe genug von Kinder kriegen, das reicht mir für die nächsten Acht Monate, dann können wir uns weiter unterhalten.
Gina: Bist du etwa in fröhlicher Erwartung?
Karin: Es ist möglich.
Eben kommt Mark in den Aufenthaltsraum, Karin erzählt ihm von dem vorhaben ihrer Mutter.
Mark: Ja wegen mir, ok. Die Frau darfst ja eh du spielen.
Karin denkt sich, wenn du dich da mal nicht irrst und grinst nur vor sich hin. Der wird noch so sein blaues Wunder erleben.
Mark: Warum grinst du so komisch, du hast doch noch was zu verheimlichen, oder?
Karin: Ja, aber die anderen wissen es schon. Ich werde in acht Monaten Mama sein.
Mark: Tja, dann ist dieser Kurs ja die richtige Vorbereitung für dich.
Karin: Ja, für dich aber auch, ich meine Gina ist ja auch Schwanger und das auch schon im dritten Monat. Das heißt das ist gleichzeitig eine Übung für dich.
Mark: Stimmt auch wieder. Ich würde sagen, wir gehen jetzt alle nach Hause und bestellen uns beim Italiener was zu essen.
Gina: Das könnt ihr Jungs ja machen, aber Karin und ich gehen erst zum Italiener und dann gehen wir noch ins Kino.
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