Interview mit Serge Falck

 

"Medicopter"-Star Serge Falck will nach 78 spektakulären Einsätzen als Sanitäter aus der Erfolgsserie aussteigen.

Hier erfahrt ihr die Gründe...

 

Serge Falck, Sie überlegen ernsthaft aufzuhören?

SERGE: Ich überlege nicht mehr, mein Entschluss steht bereits fest. Er ist dieser Tage endgültig gefallen. Auslöser war der Terrorangriff in den USA. Aber gewälzt habe ich diesen Gedanken schon länger.

Weshalb?

SERGE: "Medicopter" läuft nun das vierte Jahr; ich drehe gerade die fünfte Staffel und habe für die sechste schon unterschrieben. Das heißt, dass ich das nächste Jahr jedenfalls noch machen muss. Dann ist es aber endgültig Schluss. Denn vor "Medicopter" war ich immerhin jahrelang im "Kaisermühlen Blues" engagiert - als Sohn vom Pepi Schoitl - und somit bleibt mir seit nunmehr sieben Jahren nicht viel Raum für etwas anderes. Aber man muss sich ab und zu auch wieder einmal neu orientieren, statt der finanziellen Sicherheit nachzulaufen. Und man muss sich schon auch fragen, was man mit seinem Leben macht. Ich bin überzeugt davon, dass man sich die Chance der Niederlage geben muss, damit etwas Neues entstehen kann. Deshalb werde ich aufhören.

Ihr Entschluss ist jetzt gefallen. Warum gerade jetzt?

SERGE: Weil ich mich seit diesem entsetzlichen Vernichtungsschlag frage, ob Actionserien wie "Medicopter" überhaupt Sinn machen. Wenn die Realität ja doch alles übertrifft, was sich Drehbuchautoren in ihren kühnsten Fantasien ausdenken! Ich frage mich auch: Wohin geht der Weg? Wenn die Wirklichkeit schlimmer ist als alles, was man sich bislang vorstellen konnte! Was mich besonders schockiert: Wenn die Amerikaner jetzt glauben, sie müssen unbedingt einen Gegenschlag verüben, dann dreht sich die Spirale der Gewalt wohl immer weiter...

Ihre körperliche Kraft geht aber NOCH vor allem in Actionszenen?

SERGE: Das stimmt; weil ich die meisten Actionszenen selber mache. Auch wenn ich mir dabei schon eine aufgeschnittene Hand, eine Schulterluxation und eine Nackenprellung geholt habe. Trotzdem habe ich nie ein mulmiges Gefühl dabei. Denn irgendwelche Leute aus der Gondel in den Hubschrauber zu ziehen - sogar das ist schon fast Routine. Mit ein Grund, weshalb ich meine Zukunft wieder mehr in einer gewissen Unabhängigkeit sehe.

 

Ausschnitt aus "Neue Kronenzeitung" , 17. September '01.

 

 

Copyright: www.falck.at

 

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