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A-Crew |
B- Crew |
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Piloten |
Thomas Wächter |
Gina Aigner |
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Notärzte |
Michael Lüdwitz |
Karin Thaler |
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Sanitäter |
Peter Berger |
Enrico Cortini |
Weitere Personen:
Biggi und Paul Schwerin
Lisa(14) und Laura(16) Wächter (Thomas Töchter)
Dirk(16) Lüdwitz (Michael Sohn aus erster Ehe)
Rebecca(2) Thaler (Tochter von Michael und Karin)
Dr. Mark Harland
Piloten im Siebten Himmel
Von Mareike
In dieser Story geht es um eine Rettungsbasis. Die Basis von Medicopter 117. Auf dieser Basis arbeiten zwei Teams im Wechsel. In jedem Team ist ein Pilot, ein Notarzt und ein Sanitäter. Die Basis liegt in St. Johann im Pongau in Österreich. Zu ihren Einsätzen fliegen die Teams mit einem Helikopter des Models BK 117. Auf der Basis gibt es noch den Mechaniker Max und den Stützpunktleiter Ebelsieder. Max ist die gute Seele der Basis.
Thomas hatte Nachtschicht und ist erst gegen 6.30 Uhr heute morgen ins Bett gekommen. Da Sommerferien sind, sind beide Mädchen zu Hause
Samstag mittag in Traunstein
``Papa aufstehen wir haben Hunger´´ halte Lisas stimme durchs haus. Thomas drehte sich auf die andere Seite und zog sich die decke über den Kopf. Vorsichtig lugte er unter der Bettdecke hervor auf den Wecker. Er zeigte bereits 12.00 Uhr mittags an. Thomas stöhnte und stand langsam auf. Gähnend stellte er sich auf den Balkon vor dem Schlafzimmer. Er streckte sich und blinzelte in die sonne. Plötzlich klingelte im Nachbargarten das Telefon. ``Seit wann wohnt da wieder jemand?´´ Fragte Thomas sich. Er sah hinüber. Das Telefon lag auf einem Holztisch auf der Terrasse. Er war neugierig geworden und wartete jetzt darauf das jemand abnahm. ``Papa wo bleibst du denn?´´ Rief jetzt Laura seine zweite Tochter. ``Ich komme ja schon´´ antwortete Thomas. Er wollte sich gerade umdrehen als eine junge Frau auf die Terrasse kam. Sie war ungefähr 1.70m und hatte kurze braune haare. Sie trug einen Bikini und um die Hüften hatte sie ein buntes Tuch geschlungen. Thomas blieb wie angewurzelt stehen. Diese Frau hatte etwas bezauberndes an sich und er konnte sich nicht von ihr losreißen. Die Frau telefonierte und lief dabei im Garten auf und ab. Nun erschien Lisa bei ihrem Vater. ``Papa!´´ ``Ja, ja ich komm ja schon´´ doch Thomas bewege sich keinen Millimeter. Plötzlich fing etwas auf dem Tisch an komische Geräusche von sich zu geben. Thomas erkannte ein Babyfon. Die Frau stöhnte auf und verschwand im Haus. Kurz darauf erschien sie wieder mit einem Baby auf dem arm. Das Baby schätzte Thomas auf ein paar Wochen. ``Mist´´ brummte er und ging zurück ins Schlafzimmer. Lisa sah ihrem Vater grinsend nach. ``Na dich hat es aber erwischt´´ stellte sie sachlich fest. Thomas drehte sich zu ihr um. ``Stimmt gar nicht außerdem hat sie ein Baby und wahrscheinlich auch einen dazugehörigen Mann´´ versuchte er abzustreiten. ``Sie heiß Biggi Schwerin, also eigentlich Brigitte aber sie hasst es so genant zu werden. Sie ist 35 Jahre alt und der kleine ist vier Wochen alt. Er heißt Paul, wird von ihr aber gerne Paulchen genannt. Der Vater von dem kleinen ist verheiratet und hat ihr das mit geteilt als sie ihm sagte das sie schwanger sei. Ihre Haare sind Braun ebenso ihre Augen. Sie ist 1.70m groß und ist heute morgen hier angekommen. Möchtest du noch was wissen?´´ Thomas sah seine Tochter perplex an. ``Woher weißt du das denn alles?´´ ``Laura und ich waren heute morgen drüben und haben ihr ein bisschen geholfen.´´ ``Aha´´ Thomas drehte sich um und zog sich an. Die Mädchen hatten Mittagessen gekocht. Spagetti mit Tomatensauce. Nachdem er an gezogen war ging er runter und setzte sich an den Tisch. ``Könnt ihr nicht mehr zählen oder wieso stehen hier vier Teller?´´ Fragte Thomas. Laura sah ihn vorwurfsvoll an. Sie wollte gerade etwas erwidern als es an der Tür klingelte. Thomas sah erstaunt auf und ging zu Tür um zu Öffnen da sich weder Lisa noch Laura dazu bereit erklärten. Als er die Tür öffnete strahlten ihn zwei Reh- braune Augen an. ``Hallo ich bin Biggi und das ist Paulchen. Lisa und Laura haben uns zum Essen eingeladen. Ich hoffe das ist in Ordnung´´ Thomas stand da und starte die junge Frau an. ``Hallo Biggi, komm rein´´ sagte Lisa die jetzt auch zur Tür gekommen war. Biggi lächelte Thomas an und ging dann an ihm vorbei in die Küche. Lisa legte ihre Hand unter das Kinn ihres Vaters und klappte seinen Kiffer wieder hoch. Sie klopfte ihm noch mal mit der flachen Hand auf die Brust und ging dann ebenfalls in die Küche. Thomas hatte sich wieder gefangen und schloss die Tür. Als er in die Küche kam saßen die anderen bereits am Tisch. Er setzte sich dazu und Lisa verteilte die Spagetti. Sie aßen zusammen und danach wurden Thomas und Biggi ins Wohnzimmer geschickt während die Mädchen die Küche aufräumten. Weil Paulchen quengelte ging Biggi mit ihm im Wohnzimmer hin und her. Thomas saß auf dem Sofa und beobachtete sie. Biggi blieb vor der Vitrine stehen. Thomas stand auf und stellte sich neben sie. ``Ist das da Gabriele Kollmann?´´ Fragte sie und zeigte auf das Bild. Thomas nickte. Er nahm das Bild aus der Vitrine und setzte sich wieder aufs Sofa. Auf dem Bild waren sie alle zu sehen. Er, Peter, Michael, Gabi, Ralf und Gina vor ihrem Engel. Das Bild war jetzt schon drei Jahre alt. Lächelnd strich er darüber. ``Woher kennst du Gabi?´´ Fragte er an Biggi gewand. Biggi bemerkte seinen traurigen Blick. Da Paulchen eingeschlafen war setzte sie sich neben ihn. ``Wir haben eine Zeitlang auf der gleichen Basis gearbeitet. In einen unserer Ersatz Sanis hat sie sich verliebt. Sie hat sich jedoch nicht getraut es ihm zu sagen. Als er wieder weg war wurde sie krank. Sie hat ihn so sehr vermisst. Natürlich wusste sie nicht wohin er als nächstes musste. Meine Kollegen und ich haben ihn für sie ausfindig gemacht und sie ist ihm nachgefahren. Eine weile hatten wir noch Kontakt doch der ist irgendwann abgebrochen. Ich glaube der war es.´´ Dabei zeigte sie auf Ralf. ``Was ist aus den beiden geworden? Sind sie zusammen gekommen?´´ Thomas stand auf und ging zum Fenster. Lisa und Laura waren in der Küche fertig. Laura ging zu Biggi. ``Gib mir den kleinen ich bringe ihn in sein Bettchen. Wenn was ist holen wir dich.´´ Biggi lächelte sie dankbar an und gab ihr den kleinen und die Schlüssel. Vorsichtig nahm Laura den schlafenden Paul auf den arm und zusammen mit Lisa ging sie in Biggis Wohnung. Biggi wandte sich wieder an Thomas. ``Ralf hat bei uns eine feste stelle bekommen. Gabi ebenfalls. Nach einem halben Jahr waren die beiden offiziell ein paar aber ich glaube sie waren es schon lange vorher. Sie waren so Glücklich, so... harmonisch. Ich glaube ich habe die beiden nie streiten gehört. Bei einem Unfall ist Gabi schwer verletzt worden. Sie konnten sie Stabilisieren zuerst sah es auch gut aus doch in der Nacht ist sie gestorben. Die Verletzungen waren zu stark. Ich glaube das war zwei Jahre nach dem sie ein paar wurden. Ralf hatte ihr kurz vorher einen Heiratsantrag gemacht und Gabi erwartete ein Baby. Ralf hat ihren Tod nie überwunden. Er wurde Depressiv und unzuverlässig. Irgendwann musste Ebi, also unser Basisleiter ihn aus dem Team nehmen. Er hat uns gebeten noch einmal mit ihm zu fliegen. Wir haben ihm natürlich zu gestimmt. Er war die ganze zeit ganz still. Schließlich wollte er noch ein letztes mal an die winde. Er hat sein Gurtzeug angezogen und Michael und Peter haben ihn abgeseilt. Plötzlich hat er ein scharfes Messer rausgezogen und dann hat er einfach den Gurt durchgeschnitten. Verstehst du? Er hat sich einfach fallen lassen. Wir saßen oben ihm Heli und konnten nichts machen. In seinem Spind haben wir einen Abschiedsbrief gefunden. Er wollte nicht ohne Gabi leben.´´ Bei den letzten Worten versagte Thomas fast die stimme. Gabi und Ralf waren so klasse Kollegen und Freunde gewesen und Gabi hatte ihm nach dem Tod von Vera sehr geholfen. Sie hatte ihm einfach zugehört und das hatte ihm gut getan. Biggi trat neben ihn. Sie konnte nicht glauben das ihre Freundin Tod war. Leise tränen liefen ihr über die Wange. Thomas atmete tief durch und stellte das Bild zurück. Sie setzten sich wieder aufs Sofa und unterhielten sich noch eine weile. Schließlich musste Biggi wieder rüber da sie noch Kartons auspacken musste. Thomas bot seine Hilfe an. Biggi nickte dankbar und zusammen gingen sie rüber. Im Flur kam ihnen Lisa entgegen. ``Könnt ihr Gedanken Lesen? Ich wollte gerade rüber kommen. Biggi da hat eine Möbelfirma für dich angerufen. Hier ist die Nummer.´´ Lisa gab ihr einen Zettel und ging wieder zu Laura. Biggi zeigte Thomas wo das Kinderzimmer hin sollte. Paulchens Möbel wollte sie so schnell wie möglich aufbauen. Im Moment schlief er in einem Reisebett. Thomas fing an das Bettchen aufzubauen. Lisa und Laura kamen kurz darauf um ihm zu helfen. Die Wände waren in einem angenehmen Blau- Ton gestrichen. Knapp unter der Decke war eine Bordüre mit Bärchen. Biggi rief die Möbelfirma zurück. Eigentlich sollte heute ihr Bett und die Sofas geliefert werden. Die restlichen Möbel sollten morgen gebracht werden. Ihn der Wohnung war bisher nur die Einrichtung der Küche und des Badezimmers sowie Paulchens Kinderzimmer Einrichtung. Ihm Esszimmer stand außerdem schon der Esstisch mit vier Stühlen. Thomas konnte sie am Telefon reden hören. Irgendwas schien nicht zu stimmen. Das konnte er hören. ``Und wie findest du sie?´´ Laura riss ihn mit ihrer Frage aus seinen Gedanken. ``Wen?´´ Fragte Thomas deshalb. Er hatte nicht genau mit bekommen das die Mädchen über Biggi redeten. ``Na die Kaiserin von China. Man Biggi natürlich!´´ Lisa sah ihren Vater fragend an. ``Nett.´´ Antwortete Thomas. Lisa und Laura sahen sich an. ``Nur Nett?´´ Hackte Lisa nach. ``Ok, ich finde sie sehr nett. Zufrieden?´´ Thomas tat genervt. Lisa und Laura nickten lachend. Zusammen hatten sie das Bett aufgebaut und nun betrachteten sie ihr Werk. Sie waren sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Als nächstes kam der Kleiderschrank dran. Nach 10 min. kam Biggi nach oben. In der einen hand das Telefon und in der anderen hand ein glas Wasser. ``Wollt ihr auch was trinken?´´ Die drei nickten. ``Ich komme mit runter, tragen helfen.´´ Thomas grinste und stand auf. Zusammen mit Biggi ging er in die Küche. Sie nahm drei weitere Gläser aus einem Umzugskarton und wusch sie ab. ``Was ist los?´´ Fragte er nach dem er ihr eine weile zugesehen hatte. Biggi sah ihn fragend an. ``Na irgendwas stimmt doch nicht oder?´´ ``Die Möbelfirma kann mein Bett heute nacht nicht mehr liefern.´´ ``Wieso dein Bett?´´ ``Mein Bett und die Sofas sollten heute geliefert werden. Die restlichen Möbel werden morgen gebracht. Wegen einem Fehler im Computer wird jetzt alles morgen geliefert.´´ Sie hatte die Gläser gefüllt. Eins gab sie Thomas. ``Warum hast du nicht die Möbel aus deiner alten Wohnung mitgenommen?´´ Wollte Thomas wissen. ``Weil die meinem Chef gehörten.´´ Antwortete Biggi tonlos. ``Muss ich das verstehen?´´ Fragte Thomas und zog eine Augenbraue hoch. Biggi musste Lachen. ``Meine Eltern sind sehr früh gestorben. Ich bin ins Heim gekommen und langsam bin ich in die Drogenszene abgerutscht. Mein Großes Hobby war Modellhubschrauber fliegen. Für einen großen hat das Geld nicht gereicht.´´ Biggi lächelte leicht und drehte sich zum Fenster. ``Mein späterer Chef hat mich auf dem Flugplatz angesprochen und er hat gesagt ich hätte Talent. Ich habe mich erst mal verarscht gefühlt. Ich meine ich saß da und habe an einem Modell Heli Rumgebastelt und der erzählt mir ich hätte Talent zum Fliegen. Er hat mir seine Karte gegeben und weil ich nichts besseres zu tun hatte bin ich da hingefahren. Er war Leiter einer Rettungsbasis. Er hat gesagt ich kann dem Mechaniker helfen und so Geld Verdienen. Wenn es reicht kann ich Flugstunden nehmen und dann den schein machen. Ich habe dann geackert wie eine Bekloppte. Ich habe einen Entzug gemacht. Mit der Aussicht Helifliegen zu dürfen war das für mich bald nicht mehr so schwer. Ich habe Flugstunden gekriegt. Manchmal auch um sonst bei ihm. Er war wie ein Vater oder eher wie ein großer Bruder für mich. Als ich meinen Schein hatte habe ich bei ihm eine stelle als Pilotin bekommen. Ich hatte Glück. Die andere Pilotin ist ihrer großen Liebe nach Italien gefolgt. Ich habe da gearbeitet und gewohnt. In dem Basis Gebäude gab es zwei, drei Wohnungen. Eine gehörte ihm. So habe ich mir das Geld für Miete gespart und ich war immer zur Stelle wenn mal Ersatz her musste. Ich glaube ich habe die Basis kaum verlassen. In dieser ganzen Zeit haben wir über so viel gesprochen außer über sein Privatleben. Irgendwann sind wir im Bett gelandet. Manchmal ist er nachts bei mir geblieben aber meistens war er nachts in seiner Wohnung. Ich glaube das restliche Team hat etwas geahnt. Aber dadurch das ich keine sonder Genehmigungen hatte hat es keinen weiter interessiert ob ich mit dem Chef schlafe oder nicht. So ging das, ich glaube zwei Jahre. Vor Neun na ja fast zehn Monaten habe ich ihm gesagt das ich schwanger bin. Als er das gehört hat, hat er mir erzählt das er verheiratet ist. Ich habe gedacht mich trifft der Schlag. Die ganzen zwei Jahre hatten wir Sex aber nicht wirklich mehr. Ich wollte auch bis zur Schwangerschaft keine feste Beziehung und eigentlich schon gar nicht mit meinem Chef. Verstehst du? Ich habe zwei Jahre lang mit einem Mann geschlafen der verheiratet ist und einen Sohn hat. Der kleine ist glaube ich zwei. Zwei Jahre lang hat er mir nicht gesagt das ich eine geliebte bin. Wenn ich gewusst hätte das er verheiratet ist hätte ich die Finger von ihm gelassen. Ich habe jedenfalls sofort meine sieben Sachen gepackt und bin zu einer Freundin gezogen. Von da aus habe ich mir hier das haus gesucht und habe gekündigt. Ihm lag es wirklich nur am Sex. Als ich ihm gesagt habe das ich gehe war er einverstanden und er hat sofort gesagt das er Unterhalt zahlt. Das finde ich in Ordnung. Wenigsten steht er zu dem was er tut.´´ Sie drehte sich wieder zu Thomas um. Der stand da und musterte sie. ``Und was willst du jetzt machen? Ich meine Job mäßig´´ ``Erst mal bleibe ich bei Paulchen. Und dann muss ich mir was suchen.´´ Biggi zuckte die schultern. Sie stellte sich neben Thomas und da sie ein bisschen kleiner war als er musste sie zu ihm aufsehen. ``Weißt du was mein größter Traum ist?´´ Thomas schüttelte den Kopf. Auf Biggis Gesicht breitete sich ein lächeln aus. ``Ich möchte ein Mal in meinem Leben mit einer BK-177 fliegen´´ Biggi seufzte. Dann drehte sie sich ruckartig um und nahm die Gläser für Lisa und Laura. Thomas grinste ihr nach. ``Na da lässt sich doch was machen´´ dachte er sich bevor er ihr nach oben folgte. ``Also, wenn ich das jetzt vorhin richtig verstanden habe hast du heute Nacht kein Bett´´ Biggi gab Lisa und Laura ihre Gläser und nickte. ``Irgendwo in den Kartons habe ich noch eine Isomatte und einen Schlafsack.´´ Thomas sah seine Töchter fragend an und die beiden nickten. ``Das kommt ja mal gar nicht in frage. Wir bringen Paulchens Bettchen zu uns rüber und du schläfst in meinem Bett. Ich habe eh nachher noch schicht und wenn ich wieder da bin leg ich mich aufs Sofa.´´ ``Aber...´´ ``Nichts aber´´ unterbrach Laura sie. Biggi merkte das sie gegen die Mädchen und ihren Vater keine Chance hatte. Sie gab sich geschlagen. Nachdem Thomas, Lisa und Laura den Schrank und den Wickeltisch aufgebaut hatten gingen sie runter. Biggi saß am Tisch und stillte Paulchen. Sie lächelte die drei an als sie runter kamen. ``Ich muss leider zum Dienst. Ich hoffe es ist nicht all zu schlimm das ich heute abend nicht da bin. Du kannst drüben tun und lassen was du willst.´´ Sagte Thomas nach einem Blick auf die Uhr. Es war bereits 19.30 Uhr und um 20.00 Uhr musste er spätestens auf der Basis sein. Biggi nickte dankbar. ``Ich bin so ko das ich wahrscheinlich sowieso gleich einschlafe. So ein Umzug stresst doch ganz schön. Thomas verabschiedete sich und ging nach draußen. Die Mädchen kamen mit. Vor ihrer Haustür fragte Laura ihren Vater. ``Warum hast du schon wieder Nachtschicht?´´ ``Rebecca geht es nicht so gut und Karin möchte nachts lieber bei ihr sein. Außerdem kann Michael seine Kinder tagsüber sehen genauso wie Peter und ich.´´ Er gab den beiden einen Kuss auf die Stirn und ging zum Auto. Bevor er die Tür öffnete drehte er sich noch einmal um. ``Könnt ihr mir einen Gefallen tun?´´ Die beiden nickten. ``Sagt Biggi nicht das ich bei Medicopter arbeite und das wir eine BK 117 haben.´´ Lisa und Laura verstanden zwar nicht was das sollte doch sie nickten. Als Thomas weg war gingen sie ins Haus. Sie räumten sein Schlafzimmer noch ein wenig auf und bezogen das Bett neu. Die zweite Bettwäsche brachten sie nach unten. Alle Fotos auf denen die BK zu sehen war legten sie in die Schublade. ``Was machst du heute Abend noch?´´ Fragte Lisa ihre Schwester. ``Dirk kommt nachher noch vorbei und ich denke mal wir machen es uns vor dem Fernseher gemütlich.´´ Antwortete Laura. Lisa grinste. ``Warum grinst du denn so blöd?´´ Fragte Laura leicht sauer. ``Du bist in ihn verknallt!´´ Stellte Lisa trocken fest. Laura sah ihre Schwester böse an und verschwand dann in ihrem Zimmer. Sie legte ihre Lieblings CD ein und ließ sich aufs Bett fallen. Ihre Schwester hatte recht und das ärgerte sie. Sie mochte Dirk schon immer doch seit einigen Wochen musste sie immer wieder an ihn denken und wenn sie das tat oder wenn sie ihn sah hatte sie kleine Schmetterlinge im Bauch. Sie mochte seine ruhige und sichere art und sie freute sich immer wenn er sie besuchen kam. Kurz vor 20.00 Uhr kam Biggi zu den Mädchen. Sie bauten zusammen das Bettchen im Wohnzimmer auf. Als sie fertig waren klingelte es an der Tür. Laura ging öffnen. Sie stellte Dirk kurz Biggi vor und verschwand dann mit ihm in ihrem Zimmer. Lisa und Laura setzten sich aufs Sofa und unterhielten sich. Thomas saß zur gleichen zeit auf dem Sofa im Aufenthaltsraum. Peter schieb berichte die schon seit einer Woche überfällig waren und Michael saß am Tisch und machte die Liste für die Bestellung der Verbände, Medikamente usw. fertig da Max am Nächsten Tag die Bestellung wegfaxen wollte. ``Wie geht es Rebecca?´´ Fragte Thomas seinen Freund. Michael sah auf. ``Besser aber immer noch nicht gut. Sie Hustet noch und ihre Nase läuft.´´ Thomas wollte gerade etwas antworten als Gina in der Tür erschien. ``Was machst du denn hier? Ist die Sehnsucht so groß?´´ Fragte Thomas scherzend. Gina achtete nicht auf ihn. ``Ist Ebi in seinem Büro?´´ Michael nickte. Gina drehte sich um und verschwand im Büro. Sie setzte sich auf den Stuhl vor Ebi’ s Schreibtisch. ``Guten Abend Frau Aigner. Was kann ich für sie tun?´´ Er lächelte sie aufmunternd an. Gina druckste eine weile herum. Dieses Gespräch hatte sie bis her vermieden aber jetzt musste sie es ihm sagen.. ``Ich bin schwanger!´´ Sagte sie schließlich. ``Na das ist doch wunderbar.´´ ``Ja schon aber wegen dem hohen Risiko darf ich ab sofort nicht mehr fliegen. Ich weis ich sage ihnen das zu spät aber...´´ sie zuckte mit der Schulter. Ebelsieder war natürlich nicht begeistert doch er sah es ein. ``Wir wollen ja nicht das ihnen beiden etwas passiert. Ich wünsche ihnen viel Glück. Wenn sie raus gehen können sie mir dann bitte Wächter reinschicken?´´ Gina nickte. Sie gab Ebi die Hand und verlies das Büro. Zurück im Aufenthaltsraum setzte sie sich zu Michael an den Tisch. ``Thomas du sollst mal zum Chef.´´ Thomas sah sie fragend an doch Gina drehte den Kopf zur Seite. Thomas stand auf und ging ins Büro. ``Was gibt’s?´´ Fragte er nachdem er sich gesetzt hatte. ``Wir brauchen ab morgen einen neuen Piloten.´´ ``Wieso? Haben sie mich rausgeschmissen?´´ Fragte Thomas scherzend. ``Nein. Frau Aigner ist schwanger. Wegen dem Risiko darf sie ab sofort nicht mehr Fliegen.´´ Erklärte Ebelsieder. ``Könnten sie sich darum Kümmern?´´ ``Bin ich Basisleiter oder sie?´´ ``Ich. Aber sie kennen sich besser aus.´´ Ebelsieder sah ihn bittend an und Thomas genoss das. Schließlich kam es nicht oft vor das Ebelsieder ihn um etwas bat und noch dazu mit so einem Blick. Dann überlegte er kurz. Ein grinsen huschte über sein Gesicht. ``Ich glaube ich habe schon jemanden!´´ Er stand auf und verließ das Büro. Ebelsieder sah ihm verwundert hinter her. Thomas ging zur Tür des Aufenthaltsraumes und gab Gina ein Zeichen mit ihm nach draußen zu kommen. Sie stand auf und verabschiedete sich von Michael und Peter. Draußen nahm Thomas sie in den Arm. ``Herzlichen Glückwunsch. Weiß Mark davon?´´ Fragte er. Gina schüttelte traurig den Kopf. ``Kriegt ihr das hin mit dem Ersatz?´´ ``Klar kriegen wir das hin. Wenn du Hilfe brauchst Ruf einfach an. Auch nachts.´´ Gina nickte dankbar und ging zu ihrem Auto. Als sie die Tür aufgeschlossen hatte rief Thomas sie noch mal. Sie drehte sich um. ``Kommst du uns mal besuchen?´´ ``Na logisch. Wenn ich die ganze zeit zu Hause sitze fällt mir die decke auf den Kopf. Ich habe nur Flug verbot nicht Basis verbot.´´ Gina grinste ``Außerdem müssen wir den anderen erklären warum ich nicht mehr Fliege.´´ Thomas nickte. Gina stieg ins Auto und fuhr vom Hof. Gegen 22.00 Uhr kam Max zu ihnen. Ebelsieder war vor einer Stunde nach hause gefahren. ``Was machst du denn noch hier?´´ Fragte Peter verwundert. ``Mit der Funkanlage stimmt was nicht. Ich dachte ich schaffe das heute noch aber das wird nichts mehr. Michael du musst euch abmelden´´ antwortete Max. Michael nickte. ``Also Jungs ab nach Hause.´´ Thomas und Peter freuten sich natürlich genauso wie Michael. Es kam selten genug vor das sie mal frei bekamen. Zu hause angekommen schloss Thomas leise die Haustür auf. Nachdem er Schuhe und Jacke ausgezogen hatte schlich er ins Wohnzimmer. Biggi und Lisa lagen auf den beiden Sofas und schliefen. Leise schlich er zu Lisa. Er hob sie hoch und brachte sie in ihr Bett. Anschließend kuckte er noch nach Laura. Leise machte er die Tür auf. Der Fernseher lief noch. Als er ihn ausmachen wollte merkte er das Dirk neben Laura lag. ``Meine Kleine wird langsam groß´´ dachte er sich und musste grinsen. Er machte den Fernseher aus und deckte die beiden zu. Als er wieder runter kam blieb er im Türrahmen stehen. Während er Biggi beobachtete fühlte er eine wohlige Wärme in sich aufsteigen. Er ging auf sie zu und hob sie hoch. Oben legte er sie in sein Bett und deckte sie zu. Wieder im Wohnzimmer viel ihm das Reisebett auf. Er ging darauf zu und beugte sich darüber. Paulchen schlief friedlich. Nach ein paar Minuten legte er sich aufs Sofa und kurz darauf war er eingeschlafen. Am nächsten Morgen wachte Thomas gegen 6.30 Uhr durch ein leises Geräusch auf. Es dauerte eine weile bis er wusste woher es kam. Er ging zu Paulchens Bett und lächelte ihn an. Der kleine Junge lag da und ruderte mit seinen kleinen Ärmchen in der Luft. Thomas dachte an die zeit zurück als Lisa und Laura so klein waren. Plötzlich merkte er das er gerne noch einmal so einen kleinen Wurm im Haus hätte und er merkte das er eigentlich in den letzten Jahren einsam gewesen war. Natürlich hatte er seine Töchter und seine Kollegen aber das war etwas anderes. Er sehnte sich nach Liebe. Nach der Liebe einer Frau. Vorsichtig strich er Paulchen mit dem Finger über den Bauch. Paulchen gluckste und versuchte nach seinen fingern zu greifen. Thomas lachte leise. Jetzt kapierte er auch warum die Mädchen ihn gefragt hatten wie er Biggi fände und warum sie, sie zum Essen eingeladen hatten. Die beiden wollten wieder eine Mutter haben und er hatte nichts gemerkt. Er hatte nicht daran gedacht wieder eine Beziehung einzugehen. Doch seit er Biggi kannte hatte er das Gefühl das ihm in den letzten Jahren etwas gefehlt hatte. ``Was meinst du, habe ich bei deiner Mutter eine Chance? Ich glaube ich habe mich in sie verliebt!´´ Thomas sah den kleinen fragend an. Paulchen gab ein paar Geräusche von sich über die Thomas lachen musste. ``Du hast recht Abwarten und Tee trinken.´´ Er nahm das Baby langsam auf den arm. ``Na hast du Hunger? Wir gehen mal kucken ob die Milchbar schon geöffnet hat.´´ Vorsichtig ging er die Treppe hoch. Er öffnete die Tür und setzte sich neben Biggi aufs Bett. Er rutschte soweit runter das Paulchen auf seinem Bauch liegen konnte. Der kleine hat die Hand zu einer Faust geballt und lutschte darauf herum. Thomas strich ihm mit der Hand über den Rücken. Gegen 7.00 Uhr drehte Biggi sich verschlafen um. ``Guten Morgen´´ flüsterte Thomas. ``Morgen´´ erwiderte Biggi noch immer nicht ganz wach. Sie hob den Kopf und sah ihren Sohn an der friedlich auf Thomas Bauch lag. ``Ich wollte dich nicht wecken und ich dachte wenn er in deiner nähe ist bleibt er noch ein wenig ruhig. Ich hoffe es macht dir nichts aus das ich mich einfach neben dich gelegt habe.´´ Biggi lächelte ihn an. ``Du hast ja was an´´ sie grinste. Thomas musste auch lachen. Lisa und Laura waren inzwischen ebenfalls wach und als sie sich auf dem Flur trafen hörten sie die Stimmen von Biggi und Thomas aus dem Schlafzimmer. Sie schlichen zur Tür und öffneten sie einen Spalt breit. Thomas saß auf der einen Seite des Bettes mit Paulchen auf dem Bauch und Biggi saß neben ihm. Die beiden Mädchen grinsten sich vielsagend an und schlossen die Tür wieder. Lisa ging runter Frühstück machen und Laura ging zurück in ihr Zimmer. ``Sag mal hast du mich ins Bettgebracht? Soweit ich mich erinnern kann bin ich gestern auf dem Sofa eingeschlafen.´´ Thomas nickte. ``Und mit deinem Sohn habe ich heute morgen schon ernste Männergespräche geführt!´´ Sagte Thomas mit wichtiger Mine. Biggi sah ihn belustigt an. ``Männergespräche mit einem Baby das 4 Wochen alt ist? Aha und um was ging es?´´ ``Neugierig bist du wohl gar nicht?´´ Biggi schüttelte lachend den Kopf. ``Wobei geht es schon bei ernsten Männergesprächen?´´ ``Keine Ahnung. Bei so einem ernsten Gespräch war ich bis jetzt noch nicht anwesend.´´ ``Na um Frauen Natürlich.´´ ``Aha also um Frauen. Ok und was ist dabei herausgekommen?´´ ``Der Junge Mann hat Hunger und ich auch. Übringens um 10.00 Uhr sind wir verabredet.´´ Thomas gab ihr den Kleinen. Er war Plötzlich sehr Ernst. Er wollte Biggi nicht sagen was er für sie empfand und das hätte er tun müssen wenn das Gespräch in diese Richtung weiter gegangen währe. Er stand auf und ging zur Tür. Biggi sah ihm verdutzt hinter her. ``Mit wem sind wir den verabredet?´´ ``Überraschung´´ antwortete Thomas knapp. ``Habe ich irgendwas falsches gesagt?´´ Fragte Biggi zaghaft. Thomas schüttelte den Kopf und verließ das Zimmer. Biggi sah ihm immer noch verwundert hinterher als Paulchen schon angefangen hatte zu trinken. ``Ihr Männer seid vielleicht Kompliziert.´´ Sagte sie zu ihrem Sohn. Der schmatzte nur, ihn interessierte es gerade nicht sonderlich was seine Mutter sagte. Nach dem Frühstück fuhren Dirk, Lisa und Laura zum See um zu Baden. Biggi ging in ihre Wohnung da der Möbelwagen heute Morgen kommen wollte. Thomas war beim Frühstück wieder ganz normal gewesen. Kurz vor 10.00 Uhr holte Thomas Biggi ab. Er legte ihr ein Tuch um die Augen und führte sie zum Auto. ``Was hast du vor Thomas?´´ Fragte Biggi skeptisch. ``Sagte ich doch schon Überraschung´´ grinste Thomas. Er ging zurück zum Haus um Paulchen zu Holen. Der kleine lag im Maxicosi. Thomas schnallte den Sitz fest und fuhr los. Vor der Basis parkte er das Auto. Er half Biggi heraus. ``Warte einen Moment. Ich muss noch Paulchen holen.´´ Sagte Thomas und ließ ihre Hand los. Nachdem er Paulchen auf dem Arm hatte kam er wieder zu Biggi. Langsam führte er sie auf den Hof. Er merkte wie aufgeregt Biggi war. ``Du hast es gleich geschafft. So noch ein paar schritte. Jetzt kannst du stehen bleiben´´ sagte Thomas. Als Biggi stand nahm er ihr das Tuch ab. Vorsichtig öffnete Biggi die Augen. Vor sich sah sie das Baby der Basis. Die BK 117 Stand in der Sonne und leuchtete und blitzte. Der Gelb- Rote lack glänzte sauber. Max hatte ganze Arbeit geleistet. Biggi hielt die Luft an. Sie schlug die Hände vors Gesicht und ging langsam auf den Heli zu. Thomas ging lächelnd neben ihr her. ``Eine BK 117! Das ist der Traum jedes Piloten und meiner besonders.
´´ Biggi hatte Tränen in den Augen vor Freude. Sie fiel Thomas um den Hals so gut das ging mit dem Baby. Thomas lachte. Mit der einen Hand hielt er Paulchen und die andere hatte er Biggi um die Schulter gelegt. ``Unsere Pilotin ist Schwanger und darf ab sofort nicht mehr Fliegen. Wenn du möchtest kannst du ihre Vertretung machen.´´ Sagte Thomas. Biggi sah ihn perplex an. Ihr großer Traum ging in Erfüllung. Sie würde sogar mit ihrem Traum arbeiten. ``Aber was ist mit Paulchen?´´ Fragte Biggi. Sie hatte noch immer Freuden Tränen in den Augen. Sie hatten den Heli erreicht und Biggi berührte ehrfürchtig die Nase des Helikopters. ``Wenn du Schicht hast passe ich auf Paulchen auf. Natürlich nur wenn es dir recht ist.´´ Antwortet Thomas. ``Bei dir weiß ich mein Kind in guten Händen. Ich nehme das Angebot gerne an.´´ Sagte Biggi strahlend. ``Im Moment stimmt etwas mit der Funkanlage nicht deswegen kannst du erst bei deiner ersten schicht fliegen. Deswegen war ich gestern auch so früh zu Hause. Kuck mal da kommt Max, unser Mechaniker. Hallo Max!´´ Thomas und Biggi gingen Max entgegen. ``Hallo Thomas. Wer ist den deine Hübsche Begleiterin?´´ Fragte Max grinsend. ``Das ist Biggi. Meine neue Nachbarin. Ich zeige ihr mal wo ich arbeite. Wirst du bis zu unserer schicht fertig?´´ Thomas stellte Biggi vor. Paul lag immer noch auf seiner Brust. Thomas hielt ihn mit einer Hand. Das Köpfchen lag auf seiner Schulter. Biggi sah ihn fragend an. Kaum merklich schüttelte er den Kopf. ``Nein die B- Crew kann morgen früh wieder fliegen. Ich bekomme ein Ersatzteil erst heute Abend.´´ Er gab Biggi die Hand und ging zum Heli. ``Die anderen wissen noch nichts von Ginas Schwangerschaft´´ sagte Thomas erklärend. Er zeigte ihr den Hangar und den Aufenthaltsraum sowie das Büro, die Umkleiden und Duschen. Zuletzt zeigte er ihr den Heli. Biggis Augen leuchteten wie ein Christbaum an Weihnachte. Gegen 12.00 Uhr waren sie wieder zu Hause. Thomas kam natürlich mit zu Biggi. Diese stillte ihren Sohn während Thomas versuchte sich einen Überblick zu verschaffen. Die Leute von der Möbelfirma hatten alles ins Wohnzimmer und in den Flur gestellt und jetzt herrschte das reinste Chaos. ``Pass auf, du bringst Paulchen bei uns drüben ins Bett und ich rufe den Rest vom Team an. Dann lernst du gleich deine neuen Kollegen kennen und heute Abend ist alles aufgebaut.´´ Schlug Thomas vor. Biggi nickte. Sie war froh über jede Hilfe. Thomas rief Michael, Peter, Enrico und Gina an. Alle versprachen zu kommen. Karin kam natürlich auch mit. Nachdem Paul satt war wurde er von Biggi gewickelt und ins Bett gebracht. Über das Babyphon konnte sie hören wenn er wach wurde. Als sie zurück kam waren Michael und Karin schon da. Sie hatten Rebecca zu Stella gebracht. Stella war die Frau von Peter und zusammen hatten sie einen Sohn. Oliver war ungefähr in Rebeccas alter. Thomas stellte sie alle vor und begann gleich mit Michael die Möbel fürs Schlafzimmer hoch zu tragen. Nachdem sie das Bett und den Kleiderschrank hochgebracht hatten kamen auch Enrico, Peter und Gina. Die Frauen verstanden sich super. Peter und Enrico bauten im Wohnzimmer die Möbel auf während Thomas und Michael im Schlafzimmer mit Anleitungen und schrauben kämpften. Sie hatten mit dem Kleiderschrank angefangen damit Biggi ihn einräumen konnte. Karin räumte in der Küche die Kisten aus. Biggi hatte ihr kurz gezeigt wo was ungefähr hinsollte. Zwischendurch kam sie hoch um Biggi etwas zu fragen oder mit ihr und Gina zu Quatschen. Zwei Stunden später ging Thomas nach unten um etwas zu trinken. Auch Ralf und Peter saßen jetzt oben um zu Quatschen. Im Wohnzimmer waren sie fast fertig mit de Möbeln. Als Thomas gerade einen Schluck trinken wollte meldete sich das Babyfon. Paul war aufgewacht. Thomas nahm das Gerät in die Hand und ging in den Flur. Er wollte gerade nach Biggi rufen als er es sich anders überlegte. Er stellte sein Glas ab und ging nach drüben zu Paulchen. Vorsichtig nahm er ihn aus dem Bett. Mit dem kleinen auf dem Arm ging er wieder zu Biggi. Oben im Schlafzimmer lehnte er sich an den Türrahmen. ``Wo hast du den das Baby auf einmal her?´´ Fragte Peter verdutzt. Biggi drehte sich um. ``Oh ist er aufgewacht? Danke das du ihn geholt hast.´´ Biggi stand auf und nahm ihm den kleinen ab. ``Hab ich doch gerne gemacht.´´ Lächelte Thomas. ``Ich denke ihr kennt euch erst seit Gestern?´´ Fragte Michael. ``Ja und?´´ Wollte Thomas wissen. ``Na der kleine ist nicht dein Sohn nehme ich mal an. Aber du kümmerst dich bereits um ihn als wenn es so währe.´´ Grinste Enrico. Die anderen lachten und Thomas streckte ihm die Zunge raus. ``Ähm Leute, ich muss euch noch was sagen.´´ Gina sah unsicher in die runde. Die andern sahen sie gespannt an. Gina holte tief Luft. ``Ich bin Schwanger und darf ab sofort nicht mehr Fliegen. Biggi übernimmt für mich.´´ Die andren sahen sie an, sagten aber nichts. Karin stand als erste auf um ihr zu Gratulieren. Kurz darauf Gratulierten auch die anderen. Keiner fragte nach dem Vater des Kindes. Biggi fiel das auf und sie nahm sich vor mit Thomas zu reden. Nach einer viertel stunde arbeiteten alle weiter. Paulchen lag fast die ganze zeit in seinem Maxi Cosi und sah den Erwachsenen zu. Gegen 18.00 Uhr machten Karin, Gina und Biggi essen. Nach dem essen quatschten sie noch eine weile und dann verabschiedeten sich alle nach und nach. Biggis Möbel waren alle aufgebaut und standen an ihren Plätzen. Biggi musste nur noch die restlichen Kartons auspacken doch dazu hatte sie heute keine Lust mehr. Sie brachte Paulchen in sein Bett. Als sie zurück kam setzte sie sich zu Thomas aufs Sofa. ``Wer ist eigentlich der Vater von Ginas Baby? Mir ist aufgefallen das keiner von ihm gesprochen hat.´´ Fragte Biggi. ``Der Vater heißt Dr. Mark Harland. Er hat Karin vertreten als sie mit Rebecca schwanger war. Sie hat vor drei, oder vier Wochen erst wieder angefangen zu arbeiten. Rebecca war ziemlich oft Krank. Die beiden sind schnell ein Paar geworden. Doch sie haben dauernd gestritten und dann haben sie sich wieder versöhnt. Ich weiß nicht aber diese Beziehung wird mir immer ein Rätsel bleiben. Marc arbeitet jetzt in einer Klinik hier in der nähe. Zur zeit Reden sie mal wieder nicht miteinander obwohl ich glaube das es diesmal schlimmer ist als sonst. Sie freut sich auf das Baby das weiß ich und sie liebt Mark über alles aber...´´ er zuckte mit den schultern. ``Da wir wissen wie es den beiden geht fragen wir nicht nach.´´ Biggi nickte und ging in die Küche um etwas zu trinken zu holen. ``Darf ich dich etwas fragen?´´ Fragte sie als sie wieder kam. Sie gab ihm das Glas und setzte sich wieder. ``Klar ich muss ja nicht antworten.´´ Grinste Thomas. Biggi lächelte kurz doch dann wurde sie wieder ernst. ``Was ist mit der Mutter der Mädchen?´´ ``Vera ist vor 5 Jahren bei einem Verkehrs Unfall gestorben. Wir hatten uns gerade wieder versöhnt und beschlossen es doch noch mal miteinander zu versuchen. Sie hat sich umgedreht und ist auf mich zu gelaufen. Sie hat das Auto nicht gesehen. Die anderen wurden zu einem Einsatz gerufen der getürkt war deswegen kamen sie zu spät zu Vera. Gabi hat mir damals sehr geholfen und ich war froh die Mädchen zu haben.´´ Biggi lächelte ihn aufmunternd an. Sie unterhielten sich noch eine weile bevor Thomas sich verabschiedete. Als er ins Bett ging sah er noch nach Lisa und Laura. Dirk war direkt vom See aus nach hause gefahren. Am nächsten morgen um 8.00 Uhr musste Biggi auf der Basis sein. Eine halbe stunde vorher traf sie sich mit Thomas vor der Haustür. Zusammen fuhren sie zur Basis. Dort angekommen nahm Thomas den Maxicosi mit Paulchen aus dem Auto und ging hinter Biggi ins Gebäude. Gegen neun Uhr machte er sich auf den Heimweg. Unterwegs viel ihm ein das er mit Mark reden wollte. Er fuhr zum Krankenhaus und fragte am Empfang nach dem Büro von Mark. ``3. Etage den Gang runter und dann letzte Tür rechts. Soll ich ihm bescheid sagen?´´ Fragte die Schwester. Thomas schüttelte den Kopf und bedankte sich für die Information. Mark war noch bei der Visite als Thomas das Büro betrat. Er nahm den kleinen auf den arm und stellte sich ans Fenster. 10. Minuten später betrat Mark mit gesenktem Kopf das Büro. Er las in einer Akte. ``Guten Tag mein Name ist Dr. Harland. Was kann ich für sie tun?´´ Er setzte sich an den Schreibtisch, klappte die Akte nach ein paar Minuten zu und sah hoch. Thomas hatte sich inzwischen ihm gegenüber gesetzt. Paulchen lag auf seiner Brust und Thomas hielt ihn mit der Hand fest. ``Thomas was machst du den hier?´´ Fragte Mark. ``Und seit wann bist du Vater?´´ ``Hallo Mark. Das ist nicht mein Sohn sondern der meiner Nachbarin. Seine Mutter ist unsere neue Pilotin im B-Team.´´ ``Wieso? Was ist mit Gina?´´ ``Die darf nicht mehr Fliegen.´´ ``Und warum nicht?´´ ``Deswegen bin ich hier. Sag mal wann hast du das letzte mal mit ihr gesprochen?´´ Mark stand auf. ``Ich weiß es nicht. Ist aber schon länger her.´´ ``Liebst du sie?´´ ``Ja. So wie Gina habe ich noch keine Frau geliebt. Sie fehlt mir so.´´ Mark war ans Fenster getreten. ``Warum habt ihr euch eigentlich dauernd gestritten?´´ ``Ginas Vater hätte gerne das sie den Sohn seines besten Freundes heiratet. Er weiß nicht das Gina und ich zusammen sind, oder waren. Sie will es ihm nicht sagen aus angst ihn zu verletzen und zu verlieren. Ich habe das nicht mehr ausgehalten. Ich wäre so gerne mit ihr zusammen. Ich möchte eine Familie mit ihr aber diese Geheimnistuerei will ich nicht. Bei unserem letzten Streit habe ich ihr vorwürfe gemacht. Ich habe gesagt sie würde ihrem Vater nichts sagen weil sie sich für mich schämt oder das sie mich nicht liebt oder so was.´´ oh je weist du wie weh du ihr damit getan hast? Sie liebt dich über alles.´´ Mark drehte sich mit verzweifeltem Blick zu Thomas um. ``Ich weiß und ich würde es so gerne wieder gut machen aber sie redet ja nicht mit mir.´´ Mark schüttelte traurig den Kopf. Thomas überlegte ob er ihm von Ginas Schwangerschaft erzählen sollte. ``Ich bin mir sicher Gina reißt mir den Kopf ab wenn sie herausfindet das ich es dir gesagt habe´´ seufzte Thomas. ``Wenn du mir was sagst?´´ ``Sie ist Schwanger und sie braucht dich.´´ Mark ließ sich auf seinen Stuhl fallen. ``Darf ich dir einen rat geben?´´ Fragte Thomas. Mark nickte. ``Ruf ihren Vater an und sag ihm das du Gina liebst. Versuch ihm die Situation zu erklären.´´ Mark nickte. Thomas stand auf. ``Sag mal darfst du eigentlich die U- Untersuchungen bei Kindern machen?´´ Mark nickte. ``Hast du Zeit?´´ Mark nickte wieder. ``Darf ich mal Telefonieren?´´ Mark nickte ein drittes mal und musste lachen. Thomas lachte ebenfalls. Er diktierte Mark die Nummer und wartete. ``Medicopter 117 Basis. Karin Thaler am Apparat.´´ ``Hallo Karina. Kann ich mal mit Biggi sprechen?´´ ``Hallo Thomas. Na Klar.´´ Kurz darauf war Biggi am Telefon. ``Hallo Thomas. Ist etwas mit Paulchen?´´ Thomas sah den kleinen an. ``Nöö, dem geht’s gut. Sag mal hat er die U- 2 schon?´´ ``Nein. Das habe ich noch nicht geschafft. Warum?´´ ``Hast du was dagegen wenn er sie jetzt bekommt?´´ ``Nein.´´ ``Gut dann bis heute Abend und flieg ordentlich!´´ Biggi lachte. Sie verabschiedeten sich und legten auf. ``Ok wir können.´´ Sagte Thomas. Zusammen mit Mark und dem kleinen verließ er das Büro. Nachdem die Untersuchungen abgeschlossen waren fuhr er nach Hause. Da Mark Dienstschluss hatte aber in Bereitschaft sein musste setzte er sich an seinen Schreibtisch. Er rief Ginas Vater an und unterhielt sich lange mit ihm. Ginas Vater tat es sehr leid das seine Tochter und auch Mark so sehr gelitten hatten. Er versprach zu kommen und mit Gina zu reden den das wollte er nicht am Telefon tun.
Eine Woche später:
Gina war fast die ganze zeit auf der Basis. Sie half Max so gut sie konnte und wenn er sie ließ. Denn Max war der Ansicht das sie sich ausruhen sollte. Zuhause war ihr nur Langweilig und auf der Basis konnte sie immer mit der Diensthabenden Crew Quatschen. Gerade hatte die B- Crew Schicht. Michael und Karin saßen auf dem Sofa und Thomas ging draußen auf der Wiese mit Biggi Spatzieren. Enrico schrieb Einsatzberichte und Gina war im Hangar bei Max. Thomas hatte den kleinen mal wieder auf dem Arm. Paulchen hielt seinen Daumen fest und Thomas streichelte ihm mit dem Finger über den Bauch. Immer wenn Biggi Schicht hatte war Thomas mit dem kleinen unterwegs oder er lag einfach mit ihm im Garten. Biggi ließ ihm jeden Morgen Milch da so dass Thomas nicht immer zur Basis kommen musste wenn Paul Hunger hatte. Wenn man nicht wusste das Paulchen nicht sein Sohn war merkte man den Unterschied nicht. Er wickelte ihn, gab ihm die Flasche, ging mit ihm Spazieren oder brachte ihn ins Bett. Thomas gefiel seine neue Aufgabe. Bei Lisa und Laura war das schon so lange her. Sie setzten sich ins Gras und Biggi schloss die Augen. Thomas zog die Beine etwas an und legte Paulchen so das er ihn ankucken konnte. Biggi öffnete die Augen wieder und sah ihn an. ``Weißt du was Laura mich gestern gefragt hat?´´ Thomas schüttelte den Kopf und sah sie gespannt an. Biggi sah zum Heli der auf dem Hof stand und glänzte. ``Sie hat mich gefragt ob ich dich Liebe!´´ Sie drehte den Kopf wieder zu Thomas um zu sehen wie er reagierte. Thomas sah sie fragend an. ``Und was hast du geantwortet?´´ Biggi senkte den Kopf und wurde leicht rot dann musste sie musste grinsen. Thomas sah sie immer noch fragend an. ``Ich habe ihre Frage noch nicht beantwortet. Paulchen hat geweint und das Telefon hat geklingelt.´´ Sie zuckte mit den schultern und strich ihrem Sohn über die Wange. ``Was währe den deine Antwort gewesen?´´ Fragte Thomas lächelnd. ``Ich weiß nicht ob ich ihr die Wahrheit gesagt hätte.´´ ``Was ist den die Wahrheit?´´ ``Die Wahrheit ist das ich mich in dich verliebt habe und das ich jeden Augenblick mit dir genieße und das ich so Glücklich bin wie schon lange nicht mehr und ...´´ Thomas legte ihr einen Finger auf den Mund. Biggi verstummte. Thomas strich ihr zärtlich über die Wange. Langsam kamen sich ihre Gesichter näher. Kurz bevor sich ihre Lippen trafen flüsterte Thomas: ``Ich Liebe dich!´´ Biggi lächelte. Ihre Lippen berührten sich zärtlich. Als Biggi Thomas Lippen spürte durchlief sie eine Wohlige wärme. In ihrem Bauch fing es an zu Kribbeln und sie hatte das Gefühl gleich abzuheben. ``Na endlich. Wir dachten schon das wird gar nichts mehr.´´ Thomas und Biggi fuhren erschrocken auseinander. Sie drehten sich um und sahen in die strahlenden Gesichter von Lisa und Laura. ``Wie lange steht ihr da schon?´´ Wollte Thomas wissen. ``Lange genug.´´ Lachte Laura. ``Außerdem was heißt hier na endlich. Wir kennen uns gerade mal etwas länger als eine Woche.´´ Beschwerte Biggi sich. Doch dann musste sie auch lächeln. ``Eben´´ grinste Lisa, sie setzte sich neben Thomas und nahm Paulchen auf ihren Schoß. ``Hallo kleiner Bruder. Jetzt hast du zwei große Schwestern und einen super Papi.´´ Paulchen sah sie an und gab ein glucksendes Geräusch von sich. Biggi und Thomas sahen sich perplex an. ``Aber..´´ ``Was Aber?´´ Unterbrach Thomas Biggi. Er gab ihr einen Kuss und die Mädchen grinsten sich an. Karin und Michael standen am Fenster und beobachteten das geschehen auf der Wiese. Gina stand am Tor und beobachtete ihre Kollegen ebenfalls. Eine Träne lief ihr über die Wange. Sie legte eine Hand auf ihren Bauch. ``Was soll aus uns beiden bloß werden ohne Mark? Ich will nicht ohne ihn Leben aber ich will auch nicht meinen Vater verlieren. Ach kleines!´´ Sie seufzte. Plötzlich legte sich eine Hand auf ihre Schulter. Gina drehte sich erschrocken um. Vor ihr stand ihr Vater. ``Papa! Was machst du den hier?´´ ``Hallo meine süße. Ich gebe deine Verlobung bekannt.´´ Ihr Vater lachte sie an. Gina sah ihn erschrocken an. ``Was jetzt schon? Ist Markus schon hier?´´ ``Wieso Markus? Ich rede von Mark.´´ ``Wieso Mark? Papa was ist Los?´´ ``Na ich denke du liebst ihn und mein Enkel braucht einen Vater.´´ ``Sag mal gibt es etwas was du nicht weißt? Mal langsam, woher weißt du von Mark und dem Baby?´´ Ihr Vater lachte sie an und legte ihr einen arm um die schultern. Langsam ging er mit ihr über den Hof zum Heli. ``Frag ihn doch selber´´ ``was? Mark weiß auch bescheid?´´ Gina legte die Hände vors Gesicht und setzte sich auf das Rollbrett. ``Gib ihm eine Chance!´´ Ihr Vater klopfte ihr auf die Schulter und ging in den Aufenthaltsraum. Gina hob den Kopf wieder. Aus dem Schatten des Hangars kam Mark langsam auf sie zu. Gina stand auf und ging ihm entgegen. Als sie voreinander standen lächelten sie sich an. ``Tut mir leid das ich deinen Vater angerufen habe, na ja eigentlich tut es mir gar nicht leid aber egal. Jeden falls als Thomas mir erzählt hat das du schwanger bist wusste ich mir nicht anders zu helfen. Bitte Gina gib mir noch eine Chance. Ich kann und will nicht ohne dich leben. Ich habe dich so vermisst. Dein Vater ist einverstanden.´´ Mark sah sie Bittend an. Gina legte ihre Hände um seinen Hals. ``Ich liebe dich´´ flüsterte sie bevor sie ihn leidenschaftlich Küsste. Als die beiden sich küssten kamen gerade Biggi und Thomas mit den Kindern zurück auf den Hof. Paulchen lag in den Armen seiner neuen Schwester und schlief. Gina gab Mark noch einen Kuss und ging dann auf Thomas zu. ``Was habe ich dir gesagt? Sie reißt mir den Kopf ab.´´ Rief Thomas gespielt ängstlich während er versuchte sich hinter Biggi zu verstecken.. Gina stand jetzt von Biggi. ``Lass ihn leben´´ bat Biggi grinsend bevor sie zur Seite trat. Gina fiel Thomas um den Hals. Sie gab ihm ein Küsschen auf die Wange und ging dann zurück zu Mark. Thomas grinste ihr nach und gab Biggi einen zärtlichen Kuss. Gina und Mark Küssten sich ebenfalls. Michael, Karin und Ginas Vater kamen raus auf den Hof. ``Unsere Piloten im Siebten Himmel´´ grinste Karin. Alle fingen an zu lachen.
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