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A- Crew |
B-Crew |
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Dr. Michael Lüdwitz |
Dr. Karin Thaler |
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Thomas Wächter |
Biggi Schwerin |
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Peter Berger |
Ralf Staller |
Weitere Personen: Dr. Mark Harland, Dr. Gina Harland, Stella Berger , Dr. Gabrielle Kollmann, Dr. Dirk Lüdwitz und Laura Wächter u. v. m.
Nur ein Wunsch
Eine junge Frau trat aus der Flugsicherung. Sie musste sich der jährlichen Untersuchung unterziehen und freute sich nun auf den Abend mit ihrem Mann daheim. Laura Wächter lief zu ihrem Auto und fuhr nach Hause. Sie sah auf die Uhr. Es war kurz vor 18.00 Uhr und sie musste noch kochen. Dirk würde in zwei Stunden kommen und sie freute sich auf ich. Da er Arzt war im Krankenhaus und sie Rettungspilotin bei der Luftrettung waren ihre gemeinsame Freizeit sehr begrenzt. Sie betrat die Wohnung in der Münchner Innenstadt. Auf einmal krachte es. Sie erschrak fing sich aber gleich wieder . Die türkischen Nachbarn über ihr stritten sich wieder. Na, das konnte ja herrlich werden heute nacht.
Sie war gerade dabei den Salat zu machen als es klingelte. Sie öffnete und war sehr erstaunt, die A- und B-Crew von Medicopter 117 zu sehen. Sie lächelte.
"Kommt rein. Dirk kommt erst gegen 21.00 Uhr vom Dienst. ", sagte sie
"Ja, also wenn man dich und Dirk nicht verwischt per Telefon, dann müssen wir schon mal sehen ob es euch noch gibt.", sagte Michael und lachte.
"Hast du angerufen?", fragte Laura unschuldig.
"Schau mal auf deinen ich meine euren AB.", sagte Michael
Laura drehte sich um. Mit Entsetzen stellte sie fest dass da 25 Anrufe waren.
Sie sah Michael an und meinte etwas zögernd.
"Ja....ich....dachte.....das würde Dirk machen. Nur scheinbar .....war der ...wahrscheinlich dienstlich verhindert.
Bevor Michael was sagen konnte sperrte sich die Wohnungstür.
"Hallo mein Schatz. Oh, nein ich hätte Papa schon vor zwei Wochen zurückrufen sollen. Das ist mir durch die Lappen gegangen.", sagte er und ging auf Laura zu und küsste sie.
"Weißt du wer da 25 mal angerufen hat, Dirk?", fragte Laura und musste sich das Lachen verkneifen.
"Papa.", sagte dieser und umarmte seinen Vater herzlich.
Michael konnte den Beiden nicht böse sein. Nun musste er doch lachen.
Sie gingen ins Wohnzimmer. Auch Stella die Frau von Peter war mitgekommen. Laura mochte sie weil so direkt war und es immer wieder schaffte die Männerwelt von Medicopter durcheinander zu bringen.
"Dirk machst du einen Kaffee?", fragte sie ihn
Er nickte.
"Was gibt es bei euch neues? Ist Ebi immer noch so zynisch?", fragte Laura
"Nein, Laura Ebi war nie zynisch. Der ist Mann und das ohne Frau, da hat der halt seine Probleme sich richtig auszudrücken. Das ist ganz natürlich bei so einem Posten. Dein Vater hat sich normal ausgedrückt und ne konfuse Antwort erhalten.", sagte Stella.
"Stella wie meinst du das denn?", fragte Laura
" Ja und erkläre mir mal bitte warum Männer mit Frauen sich anderes ausdrücken als welche ohne.", rief Dirk aus der Küche, der gerade dabei war die Kaffeemaschine zu programmieren.
"Ganz einfach Dirk. Männer die Frauen haben, können mit den Raffinessen derer umgehen. Daher denken die anders.", sagte Stella
"Danke, die Erklärung genügt.", sagte Dirk.
Da klingelte es wieder. Dirk gab Laura den Kaffee und ging zur Türe. Wer von den unmöglichen Nachbarn konnte das sein. Er öffnete.
"Stefan mein Schatz er lebt noch.", sagte eine Stimme.
Sie gehörte Dr. Margarethe Stahl. Sie war Dirk s Mutter und seit zwei Jahren zum zweiten Mal mit einem Pathologen verheiratet.
"Hallo Dirk störe ich. Ich meine wir?", fragte sie und sah den Sohn an.
"Also dich oder Laura zu erreichen ist eine Kunst die jegliche medizinische Kunst übertrifft.", sagte sie. Nun kam auch Dr. Stefan Stahl rein.
"Grüß dich Dirk. Alles o.k. Oder gibt es was, das wir wissen sollten.", sagte er und klopfte auf die Schulter.
"Dirk auf eurem AB sind 25 unbeantwortete Anrufe. Kann es sein, dass ich da auch drauf bin?", sagte sie zu ihm.
"Margarethe, nicht nur du bist da drauf. Ich auch. Nur Laura meinte Dirk würde zurückrufen. Nur dem ist das vor lauter Arbeit durch die Lappen gegangen. Er wollte mich vor 14 Tagen schon zurückrufen.", kam es aus dem Wohnzimmer. Margarethe ging ins Wohnzimmer. Sie sah die Medicopter 117 Crew da sitzen. Michael war aufgestanden und gab seiner Ex-Frau die Hand. Sie lachte herzhaft.
"Soll vorkommen bei Unfallchirurgen? Oder liegt dies doch an der Pilotin, Michael?", sagte sie. Sie ging auf Laura zu die lachte und schloss sie in die Arme.
"Ich denke wir setzen die Unterhaltung im Biergarten fort bei dem Wetter. Ich ziehe mir nur schnell noch was an, d.h. ich ziehe mich um.", sagte sie und ging in Richtung Schlafzimmer. Kurze Zeit später kam Laura wieder und hatte eine Jeans, ein dunkelblaues T-Shirt und eine weiße Strickjacke an. Dirk hatte sich die Jacke, Schlüssel und Geldbeutel geschnappt. Sie gingen in den nächsten Biergarten und verbrachten gemeinsam herrliche Stunden. Alle waren guter Dinge.
Es vergingen 14 Tage. Laura kam vom Dienst heim und holte die Post aus dem Kasten. Sie sah den Brief der Luftsicherung. Sie eilte die Treppen hinauf. Sie öffnete ihn und las ihn durch. Eine Menge an die Reihe geordnete Fremdwörter. Können die Ärzte nicht Deutsch mal schreiben so, dass man dies versteht. Da sie nichts nachteiliges erkennen konnte legte sie ihn beiseite. Da es Wochenende war und sie beide frei hatten wollten sie noch ins Kino. Dirk kam auch bei Zeiten heim. Sie unterhielten sich. Er berichtete von dem Dienst. Da sah er den Brief der Flugsicherung. Er öffnete ihn. Und las ihn. Laura kam ins Zimmer und sah das.
"Der kam heute mit der Post. Ein Fremdwörtersalat der Extraklasse. Ich konnte nichts negatives entdecken. Du etwa?", sagte sie.
Dirk las noch weiter als er hochsah um ihr eine Antwort zu geben, hörte er nur das Rauschen des Wasser aus dem Bad. Er las den Brief ein zweites Mal durch. Auf Grund von schlechten Blut – und Eisenwerten, sollte Laura nie Kinder bekommen können. Er schluckte. Nun musste er sich setzen. Irgendetwas war hier faul, denn er konnte alles glauben nur das nicht. Außerdem wusste er nicht wie er es Laura beibringen sollte. Sei beide wünschten sich doch nichts sehnlicher wie ein Kind. Er beschloss, wenn Laura Dienst hatte mal mit seinem Vater zu reden und ihm den Brief zu zeigen. Hier musste ein Irrtum vorliegen.
Laura kam mit Handtuchturban aus dem Bad. Sie sah bezaubernd aus.
Auf dem Heimweg vom Kino sprach sie ihn auf den Brief an.
"Sag mal Dirk in dem Brief der Flugsicherung war doch nicht gestanden, das meine Arbeit als Pilotin beeinträchtigen könnte. Oder doch?", fragte sie ihn und drückte seine Hand.
"Nein, deine Arbeit als Pilotin ist nicht gefährdet. In keinster Weise. Aber....", sagte er
"Aber ......was ... Dirk sei bitte ehrlich zu mir.", sagte sie und sah ihn mit flehenden Augen an.
"Aber darin steht geschrieben, dass deine Blut- und Eisenwerte so miserabel sind, dass eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist. Das heißt ein Kollege bescheinigt, dass du nicht schwanger werden kannst. Das kann ich nicht glauben. Das deine Eisenwerte eine Herausforderung für jeden Arzt sind, das weiß auch ich. Deine Blutwerte sind es wenn der monatliche Hormonwechsel kommt eine reine Katastrophe, deshalb nimmst du ja die Eisenpräberate. Aber dass du nicht schwanger werden kannst, das glaube ich nicht.", sagte er ruhig. Laura blieb stehen und sah ihn mit großen Augen an. Sie hatten sich mit Tränen gefüllt. Er zog sie an sich und streichelte sie. Er wusste wie weh das tat.
"Soll ich mit Papa mal drüber reden. Darf ich ihm den Brief zeigen? Vielleicht weiß der noch ne Rat. Ich würde die Blutprobe gerne wiederholen, da ich die Ergebnisse stark anzweifele.", sagte er zu ihr.
"Wenn du meinst dass dies was bringt, Schatz. Warum nicht.", sagte sie.
Sie verbrachten noch einen schönen Abend auf dem Sofa daheim. Laura schubste Dirk an, der in Gedanken mit dem Befund der Flugsicherung beschäftigt war. Sie hatten sich eine Flasche Weißwein aufgemacht.
"Sag mal Schatz sollten wir uns nicht nach einer neuen Wohnung oder einem Haus umschauen, der Krach da oben geht mir auf die Nerven und der Vermieter hält zu den Landsleuten. Ich habe heute Mittag wieder gemeint die kommen runter.", sagte sie und nippte an ihrem Weinglas
"Doch. Darüber sollten wir uns machen. Bei denen kommen wir nie zur Ruhe. Wir sollten ins Bett gehen sie sind auf Achse. Außerdem ich habe nächste Woche Spätdienst. Wie hast du Dienst?", fragte er sie und zog sie an sich um ihr einen Kuss auf den Hals zu geben.
"Nachtdienst. Leider", sagte sie.
"Das hat den Vorteil, dass wir beide den Krach nur am Rande mitbekommen", sagt Dirk.
Die A-Crew kam gerade von einem Einsatz zurück. Ebensieder wartete schon auf sie. Als sie den AR betraten meinte er nur "Dachte muss nach Ihnen schauen, nicht dass sie mir davonlaufen."
"Mit Sicherheit kommen wir nicht mehr, wenn wir .....
"Herr Berger wenn Sie was nicht.", wollte der Chef wissen
"....bald ne Gehaltserhöhung bekommen.", sagte Peter ruhig. Stella grinste ihn an.
"Jetzt kriegen Sie schon Nachwuchs Herr Berger, da wollen Sie noch ne Gehaltserhöhung. Sie stellen Ansprüche.?", sagte er lachend.
"Da hat er aber recht. Bei Frau Berger ihrer Figur bin ich am Zweifeln ob sich das Kind nach 40 Wochen Schwangerschaft meldet, wenn ihr Mann keine Gehaltserhöhung bekommt Herr Ebensieder. Außerdem gute Mitarbeiter/innen sollte man von Zeit zu Zeit mit einer ordentlichen Gehalterhöhung an sich binden Herr Ebensieder. Da wirtschaftlich erwiesen.", sagte Dirk der gerade zur Türe reinkam. Die A-und die B-Crew grinsten. "Er ist herrlich!", sagte Biggi zu Stella. "Und so ehrlich und fürsorglich. Warum haben die noch keine Kinder?", wollte sie von Biggi wissen.
"Guten Tag Herr Dr. Lüdwitz. Ich wusste nicht dass Sie von der Wirtschaftlichkeit als Chirurg was wissen müssen? Wie geht es Ihnen und ihrer Frau? Ist möglich, dass die B-Crew übernimmt?", fragte Frank Ebensieder und sah die Crews an.
Biggi sah die Kollegen an und meinte dann zum Chef.
"Was sollen wir übernehmen? Frau Bergers Schwangerschaft oder den Dienst der A-Crew damit sich Vater und Sohn unterhalten können. Bei Frau Berger Schwangerschaft wird dies jedoch sehr problematisch. Der Dienst das ist machbar." Sie erntete ein schallendes Gelächter. Dirk standen die Tränen in den Augen vor Lachen. Karin und Michael ebenfalls.
So zog sich die A-Crew um. Die B-Crew setzte sich an den Tisch und frühstückte. Stella freute sich so konnte sie Peter zu einem Gang durch die Geschäfte vielleicht überzeugen. Wegen des Kinderzimmers.
"Danke Biggi", sagte sie bevor sie und Peter gingen.
Als sie die Basis verlassen hatten, meinte Thomas zu Michael .
"Ich gehe einkaufen und komme dann erst nach Hause. Dann habt ihr Zeit zum Reden"
"Danke Thomas", war die kurze Antwort von Michael.
Michael und Dirk fuhren zu der Wohnung von Michael. Als sie alleine waren, fragte Michael Dirk
"Was ist los, dass du unter der Woche kommst? Hast du Krach mit Laura?", wollte er von seinem Sohn.
"Nein, aber ich mache mir um sie Sorgen berechtigter weise. Da, lies mal. Das ist der Bericht der Flugtauglichkeitsuntersuchung. Der besagt, dass Laura keine Kinder kriegen kann. Und gerade das ist ihr d.h. unser sehnlichster Wunsch. Ich kann es nicht glauben. Ich weiß selber wie grottenschlecht ihre Blut – und Eisenwerte sind, besonders wenn es zum monatlichen Hormonwechsel kommt. Dann kannst du sie vergessen. Da muss ich ihr oft eine Spritze oder auch schon mal ne Tropf geben, sonst fällt sie um.", sagte er.
Michael las den Bericht. Dann sah er Dirk an. Da stand es schwarz auf weiß. Laura sollte auf Grund von schlechten Werten keine Kinder bekommen. Nach einer Weile stand er auf und holte zwei Gläser aus der Hausbar. Er schenkte sich und Dirk einen Whisky ein. Das Glas leerten beide auf einen Zug.
"Wie hat Laura auf die Nachricht reagiert, Dirk?", fragte er ihn.
"Sie hat geweint, Papa. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass ich es nicht glauben kann und das ich der Meinung bin, dass dies nicht an den Werten liegt, da sie organisch gesund ist. Auch habe ich ihr gesagt, dass ich die Blutprobe wiederholen will. Sie ist auch dafür. Aber sie seit her stiller als sonst. Irgendwie anders. Zwar suchen wir immer noch eine neue Wohnung oder ein Haus, aber das ist nun Nebensache. Im innersten glaube ich, dass hier jemand ihr d.h. uns eine auswischen will.", sagte Dirk.
"Soll ich mit ihr mal reden oder vielleicht Karin oder Mama. Sie mag sie sehr gerne. Aber wer sollte ihr so was antun, dass er einem Arzt den Auftrag für ein Gefälligkeitsgutachten gibt. Ich wüsste da keinen. Wirklich Dirk. Jeder der Laura kennt mag sie weil sie so froh und natürlich ist.", sagte er.
Er hatte die Hand auf Dirks Schulter gelegt. Es tat ihm weh, was er da erfahren hatte.
"Doch ich kenne da schon jemand Papa, der das Laura antun könnte.", sagte Dirk
"Wer?", wollte Michael wissen.
"Opa. Ja und das nur weil ich nun nach meiner Facharztprüfung nicht gleich seine Klinik, die er ja für dich aufgebaut hat, übernehme. Er ist der Meinung, dass da Karin daran Schuld ist. Sie hat dich verdorben, das höre ich mir immer wieder an. Nun hat er mir das Angebot gemacht und ich habe es ausgeschlagen. Nun ist Laura die Verursacherin. Laura hat zu mir gesagt, egal wie ich mich entscheide, sie steht hinter mir. Nur der Grund ist der, dass ich mir nicht bei der ersten Meinungsverschiedenheit, den Vorwurf anhören will, dass ich mich ins gemachte Nest setze. Du kennst Opa ja. Er lässt ja nur seine Meinung gelten, eine andere wie bei dir darf man nicht haben. Das ist traurig aber wahr.", sagte er
"Ja, das tue ich und das ist auch der Grund warum ich mich weigere dort einen Tag zu arbeiten.", sagte Michael.
"Ich überlege mir was, aber ich verspreche dir ich rede mit Karin und Mama. Wir helfen euch da schon. Das mit dem Kind soll für euch nicht nur ein Wunsch bleiben. Soll ich Thomas das auch sagen?", wollte Michael wissen. Dirk nickte. Die Türe sperrte sich und Thomas kam nach Hause. Dirk half ihm noch den Einkauf zu verstauen, dann fuhr er zu Laura heim.
Als er kam dufte es schon nach dem Essen. Laura hatte Schnitzel , Salat und Kartoffeln gemacht. Er ging auf sie zu und küsste sie zärtlich. "Ich war bei Papa wegen deines Berichtes. Er ist meiner Meinung, die Blutuntersuchung nochmals zu wiederholen. Auch will er mal die Meinung von Mama und Karin haben. Aber er glaubt so wenig dran wie ich.", sagte er und küsste sie dabei.
"Dirk sag mal hast du was dagegen wenn die Blutuntersuchung von Michael und Markus durchgeführt wird?", wollte Laura wissen.
"Wer ist Markus? Was hat er mit der Blutuntersuchung zu tun?", sagte er und sah Laura entsetzt an.
"Dr. Markus Maier mein Notarzt. Ich habe ihm den Bericht gezeigt und der hat nur den Kopf geschüttelt und gemeint, der ausstellende Arzt sollte seine Approbation (Berechtigung zur Ausführung des ärztlichen Berufes) zurückgeben. Das wäre ein Witz mit Anlauf. Der Meinung ist auch der Notarzt des anderen Team, Dr. Thorsten Mugg. Ich wollte nicht dich kränken sondern einfache mehrere Meinungen hören, da ich selber am Zweifeln war, nachdem was du mir erklärt hast. Aber wenn ich ehrlich bin ich bin für die Medizin nicht geboren, sondern fürs Fliegen.", sagte sie. Dirk begann herzhaft zu lachen. Dann nickte er und küsste sie. Sie aßen. "Nein, lass dir von den Ärzten ruhig auch Blut nehmen und dir ihre Ergebnisse geben, wenn dies mehre Sagen, können wir die Ergebnisse anfechten. Der beste Gegenbeweis wäre ne Schwangerschaft.", meinte er. "Dafür müssen wir noch ein bisschen üben, Schatz.", Laura lächelte als sie es sagte.
Michael hatte seine Ex-Frau Dr. Margarethe Stahl angerufen und sie um Rückruf gebeten, es ging um Dirk hatte er ihr draufgesprochen. Karin, Thomas und Michael waren beim Essen als es klingelt.
Michael öffnete. Es war Margarethe.
"Stefan hat mich über das Handy informiert, du hättest angerufen es ginge um Dirk. Was ist passiert Michael?", wollte Margarethe wissen.
"Komm mit in die Küche wir essen gerade. Ist er verletzt.?" Wollte sie wissen.
"Nein, ist er nicht.", sagte Michael
"Hallo Karin, hallo Thomas", sagte Margarethe
"Hallo Margarethe", grüßten die Beiden.
Dann berichtete Michael Margarethe, Thomas und Karin von dem Gespräch das er mit Dirk geführt hatte. Auch Dirks Verdacht verriet er ihnen. Nach einer Weile meldete sich Thomas zu Wort.
"Also von der Medizin verstehe ich nichts, aber vom Fliegen....
"Und vom Salat machen, fügte Margarethe an.
"aber wenn da nur die Andeutung stimmen würde mit dem Verdacht eines Gefälligkeitsgutachtens, dass wäre schöne Sauerei. Nur weil Dirk nicht gewechselt hat. Laura hat mir es erzählt. Sie hat sich bewusst rausgehalten. Um ehrlich zu sein, sie will sich nie vorwerfen lassen sie hätte sich in gemachte Nest gesetzt.", sagte Thomas. Margarethe und Michael sahen entsetzt drein.
"Das sich Laura ins gemachte Nest setzt, das habe ich überhört. Die schaut erst, dass es Dirk an nichts fehlt, bevor sie an sich denkt. Eigentlich bräuchte sie Mittel die den Körper wieder aufbauen. Nimmt sie da welche Michael? Weißt du was davon?, fragte sie ihn fragend
"Ich weiß dass Laura Eisenpräparate nimmt. Bei dem anderen bin ich mir nicht sicher. Da muss ich mit Dirk reden. Aber sollte Dirks Vermutung stimmen und ich was mitbekommen, dann hältst du mich nicht zurück, Thomas nicht, Karin und Laura auch nicht. Dann fahre ich mit meinem Vater Schlitten. Wenn er nicht so stur wäre, nur weil wir uns scheiden haben lassen und das wie er meint die Familienehre verletzt, dann hätte ich die Klinik vielleicht genommen. Ja und dann ist da noch die Sr. Nadine Schreier. Die war wie ich jung war schon ne Hexe und die heute keinen Strich besser.", sagte Michael
"Ist das die mit den roten Haaren?", fragte Margarethe
Michael nickte nur.
"Ach, meine rote Zora. Die hatte ich schon gehasst wie wir noch verheiratet waren. Die muss überall ihre Nase drin haben."
"Viel machen können wir nicht. Wir sind gezwungen zu warten, aber eins ist sicher, wenn Stefan das erfährt setzt Ärger. Der hat deinen Vater eh am Wickel. Er hat schon in einem Wutanfall, als er das Verhalten von ihm gegenüber Laura mitbekam ihn als "Stinkstiefel" beschimpft. Stefan mag Laura sehr gerne. Sag mal kannst du mich auf dem Laufenden halten, nur ich muss ins Bett, ich bin 14 Stunden schon im Dienst gewesen und hundemüde.", sagte Margarethe.
Sie fuhr heim und nahm sich vor mal mit Laura zu sprechen. Denn das wollte sie nicht haben, dass es ihr schlecht ging. Michael war dankbar über die Mithilfe von Margarethe aber sehr sauer auf seinen Vater.
Laura hatte Spätdienst und lief in Richtung Auto. Es stand in der Tiefgarage der Flugsicherung. Sie besorgte sich noch in dem Flughafenshop einige Lebensmittel. Mit ihrem Einkaufskorb lief sie nun in Richtung Auto.
"Laura, Laura, hallo", rief Margarethe ihr nach.
Laura drehte sich um und sah Margarethe im schnellen Schritt auf sie zukommen. Sie hatte zwei Buketts unter dem Arm.
Sie begrüßten sich herzlich. Dann beschlossen sie das Gespräch bei Laura und Dirk in der Wohnung fortzusetzen.
Sie waren alleine als sie ankamen, da Dirk noch operierte. Eine Schwester hatte ihn entschuldigt. Margarethe sprach das Thema an. Laura zögerte nicht und bestätigte Dirks Vermutung.
"Ich habe Michael den Vorschlag von Aufbaupräparaten gemacht. Die werden über einen Tropf verabreicht. Aber auch wenn es sich hier um ein Gefälligkeitsgutachten handelt, sie schaden nicht. Soll ich das Medikament mal besorgen und ich oder Karin sollen es dir verabreichen?", fragte sie.
Dirk stand in der Türe und hörte den Beiden zu.
"Ja, das ist gut machbar. Du musst dich aber nach meinem Dienstplan richten. Ich habe die nächste Woche frei. Und wenn wir jetzt nix essen, meine liebe Frau Doktor, dann breche ich vor Hunger zusammen. Stell dir mal den Fettflecken in der Küche vor. So nun nimm den Ros’e und begebe dich ins Wohnzimmer.", sagte Laura
Dirk lachte hell auf. Ebenso Margarethe.
" Der Fettfleck muss erst noch geboren werden, Schatz, den du hinterlässt.", sagt er und küsste sie.
Laura hatte sich von Michael und ihrem Notarzt noch mal Blut abnehmen lassen. In der Flughafenklinik traf der Befund ein. Er war das glatte Gegenteil von dem vorherigen. Die beiden Notärzte Dr. Maier und Dr. Mugg sahen sich an.
"Denkst du das selbe wie ich, Thorsten?", wollte Dr. Maier vom Kollegen wissen.
"Ja, wir müssen mit den Kollegen von Medicopter 117 ein Facharztgespräch führen? Das erzählen wir jetzt Bauer, da es zu viele Neuerungen in der Notfallmedizin gibt. Man sollte sich absprechen. Findest du nicht Markus.", sagte Dr. Mugg und ging mit dem Kollegen in das Büro des Chefs. Dieser sagte der Unterredung zu und meldete die beiden für Montagmorgen in der Basis Traunstein an.
"Dr. Lüdwitz, Dr. Thaler, am Montag haben alle frei außer Sie beide da die Kollegen der Flughafenklinik mit Ihnen ein Fachgespräch führen wollen über die Neuerungen in der Notfallmedizin. Ich werde nicht da sein. Sollte etwas neues gebraucht werden, dann melden sie es mir bitte am Dienstagmorgen. Ach ein schönes Wochenende allen.", sagte er und zog von dannen. Karin schubste ihren Schatz.
"Kennen wir ihn anders, Michael? Weißt du was die Kollegen aus München wollen?", sagte sie und küsste ihn. Thomas und Peter grinsten hinter der Fachzeitschrift. Thomas an Peter angelehnt. "Macht sie gut, unsere Karin, wie sie Michael um die Finger wickelt.", sagte Thomas zum Kollegen. Der grinste.
Als Karin umgezogen wiederkam sah sie Michael an.
"Doch ich denke zu wissen, was die wollen von uns, Karin.", sagte er
Dann grinste er über alle beide Backen.
"Wenn das stimmt, dann haben die gerade zwei Basisleiter über den Tisch gezogen. Denn ich vermute, das sind die Kollegen die bei Laura auf der Basis arbeiten. Dirk hat gestern am Telefon erzählt, dass Laura sich von ihnen auch Blut hat nehmen lassen. Wir haben doch auch eins eingeschickt und ich habe die Ergebnisse bekommen. Die sind das ganze Gegenteil von dem was in der Flugtauglichkeitsuntersuchung raus kam. Sie hat zwar einen hunds miserablen Eisenhaushalt. Aber eine Schwangerschaft kann immer zu Stande kommen. Ich habe die speziellen Test angekreuzt und es Ebi untergejubelt. Wenn die uns die selben Ergebnisse bringen wie ich habe, dann hat jemand einen gewaltigen Erklärungsnotstand.", sagte er zu Karin
"Wer?", wollte Peter wissen
"Mein Vater. Denn er hasst Laura und Karin.", sagte er zu seinem Sanitäter.
"Wenn sie nicht die selben Ergebnisse haben, Michael? Was ist dann noch zu machen." , wollte Thomas von ihm wissen als sie zu den Autos liefen.
"Das wäre ein Anzeichen auf eine schwere Krankheit, dann müsste man weiter forschen. Aber ehrlich gesagt, das glaube ich nicht, Thomas.", sagte Michael.
"Nur eine Bitte an euch beide. Haltet den Mund vor Dirk und Laura.", sagte er zu Peter und Thomas.
Sie nickten. Dann beschlossen sie, dass alle sich um 20.00 Uhr am Kino treffen wollten. Biggi und Ralf wollten sie noch informieren.
Michael und Karin waren am Montag morgen beide zeitig in der Basis. Sie deckten den Tisch für die Kollegen und sich. Brötchen hatten sie auch mitgebracht.
Michael holte den Bericht von Lauras Ergebnissen. Da ging die Türe auf und Thorsten Mugg und Markus Maier traten ein.
"Guten Morgen Frau Kollegin Thaler", grüßten die Beiden.
Guten Morgen, Herr...
Markus Maier, sagte Dr. Maier
Thorsten Mugg, sagte Dr. Mugg.
"Setzen sie sich doch bitte. Mein Kollege kommt gleich.", sagte sie
"Morgen Dr. Maier, Dr. Mugg", grüßte Michael und gab den Beiden die Hand.
"Sie können sich denken warum wir hier sind? Die Neuerungen in der Notfallmedizin waren nur eine Ausrede für den Chef.", begann Dr. Maier.
"Wegen Laura Wächter", sagte Dr. Mugg.
"Wir haben hier die Ergebnisse der Blutuntersuchung und wir hatten schon am Anfang einen nicht guten Verdacht. Ich denke Laura will jemand sehr schlecht. Denn die Eisenwert sind zwar hunds miserabel, aber eine Schwangerschaft kann deshalb auch zu Stande kommen, ich habe die besonderen Test extra machen lassen.
Er legte das Ergebnis auf den Tisch. Michael sah es sich durch. Es waren haargenau die Ergebnisse die er erhalten hatte. In ihm kroch eine Wut hoch, die sehr groß war. Er reichte Karin die Ergebnisse. Sie las sie durch. Auch sie war sehr entsetzt.
"Hier handelt es sich um ein Gefälligkeitsgutachten. Irgendjemand muss Laura so abgrundtief hassen, dass er dies in Auftrag gab. Nur wer? Mit ihm hätten wir gerne ein Wörtchen geredet. Können Sie sich denken wer das ist? Auch würden wir gern Laura den Vorschlag von einer Aufbau kur machen. Ich meine wir würden ihr zweimal in der Woche nach Dienstschluss einen Tropf legen über den wir dann Aufbaumedikamente geben würden.", sagte Dr. Mugg.
Michael war aufgestanden und lief durch den Raum. Karin sah ihn an.
"Ja, wir können uns denken wer das Gefälligkeitsgutachten in Auftrag gab. Er hasst nicht nur Laura, sondern auch mich Abgrund tief. Mein Kollege und Mann war schon mal verheiratet. Lauras Ehemann ist sein Sohn. Schon bei der Scheidung gab’s heftige Auseinandersetzungen mit seinem Vater. Er hat die erste Frau meines Mannes vergöttert. Die Ehe zerbrach daran, dass seine Frau nicht verstand warum mein Mann so gerne den Luftrettungsdienst machte. Sie hat nach einer Entführung von Dirk den Arztberuf an den Nagel gehängt, der Familie halber. Aber können Sie als Ärzte nicht das Flugtauglichkeitsgutachten anzweifeln und ihr und unser Gegengutachten vorlegen. Dann muss sich der jenige der das Gefälligkeitsgutachten ausgestellt hat, ja zur Wehr setzen? Oder nicht?", sagte sie. Dann sah sie Michael und die Kollegen an. Es war ruhig im Raum.
" So traurig die Vorgeschichte ist und ich sie nicht nachvollziehen kann, aber ihr Vorschlag Frau Kollegin ist sehr gut. Was meinen Sie dazu Herr Dr. Lüdwitz. Hier geht es um ihren Vater?", wollte Dr. Maier wissen.
"Der Vorschlag meiner Frau ist sehr gut auf die Idee bin ich nicht gekommen. Sie haben meine Zustimmung.", sagte er zu den Kollegen aus München.
"Wer redet mit Laura und ihrem Mann Klartext?", wollte Dr. Mugg wissen
"Sie reden mit Laura und ich mit meinem Sohn.", sagte Michael
"Aber sagen Sie ihr die Wahrheit und reden Sie nicht um den heißen Brei. Ach, ja meine Ex-Frau ist wieder als Anästestin im Dienst. Sie hat den Vorschlag mit den Aufbauprägeraden schon mit Laura besprochen.
Da sagt sie sicher nicht nein. So gut kenne ich sie.", sagte Michael.
Am Dienstag meinte er dass die Kollegen ein neues Präparat verwendeten und er es auch gerne hätte. Ebensieder lies es auf die Medikamentenliste nehmen. Michael wusste nicht wie er Dirk die Wahrheit sagen sollte. Thomas merkte das mit dem Freund was nicht stimmte. Zwischen eines Einsatzes sprach er ihn auf das Gespräch mit den Kollegen an. Michael sagte Thomas die ganze Wahrheit und sah ihn an. Nun schaute der so verlegen wie er selber. Karin sah die Beiden. Sie ging auf ihn zu.
"Hallo. Michael auf unserem AB war dein Vater drauf. Du sollst dich mal melden.", sagte sie und küsste ihn.
"Der wartet, bis ich will. Dann erlebt er sein blaues Wunder.", sagte er gereizt.
Als Laura wieder zum Dienst kam waren die Kollegen und der Chef mit einer Frau da.
"Oh Herr Bauer haben Sie nun zwei Frauen. Sie stammen doch nicht vom Orient.", sagte Laura.
Die Frau neben Herrn Bauer grinste breit. Bauer schaute wie ein begossner Pudel.
"Nein Frau Wächter eine Frau daheim reicht mir voll und ganz, ja und dass es mir hier nicht langweilig wird, dafür sorgen sie ja. Das ist Paula Herz. Sie ist angehende Pilotin und muss hier einige Testflüge absolvieren. Ich hoffe Sie alle nehmen sie gut auf.", sagte Bauer und ging sein Büro
Die Neue ging auf Laura zu.
"Das war vorhin Hollywoodreif von Ihnen Frau Kollegin. Das Gesicht war genial. Der Satz hätte von mir stammen können.", sagte Paula Herz und reichte Laura die Hand.
"Wir sind hier unter uns per du. Ich bin Laura.", sagte sie
"Komm Paula wir gehen uns umziehen, ich zeige dir alles." ,fügte sie an.
Als Laura und Paula wieder kamen, wollte diese ihr die Basis zeigen.
Thorsten Mugg und Markus Maier meinten aber das müsse der Kollege machen, da sie mit Laura reden müssten.
Sie gingen in ein Zimmer das sonst nur für Besprechungen war.
Markus Maier und Thorsten Mugg eröffneten Laura den Bericht und berichteten ihr über das Gespräch mit den Kollegen und den Beschluss. Sie schluckte. Dann setzte sie sich. Sie schniefte und die Tränen standen beim Reden in ihren Augen.
"Das ist ja eine Gemeinheit. Wie kann er das nur Dirk antun. Er ist doch sein Enkel. Nur weil der die blöde Klinik nicht übernimmt oder sich mit der Hexe von leitender Krankenschwester nicht rumärgern will. Na, der wird sich freuen, wenn er das erfährt. Zweifelt ihr nun das Gutachten von der Flugsicherung an? Ja und was hat das für mich für Folgen?" wollte sie wissen. Die Kollegen nickten nur stumm. Dann sagte Markus Maier.
"Also so weit ich weit ich weiß keine. Aber ich rede mal mit Bauer. Den werden wir eh informieren müssen, wenn wir das Gutachten anzweifeln. Wir werden ihm das Ganze sagen unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Aber so wie unseren Chef kenne wird er schweigen wie ein Grab. Es kann nur sein, dass er den Pilotenchef Jens Köster informieren muss, da er ja die Ergebnisse auch für die Personalakte bekommt.", meinte Dr. Mugg.
"Michael wann fährst du nach München zu Dirk und Laura, um mit Dirk zu reden. Soll ich dann Margarethe einen Besuch abstatten? Einer muss es auch ihr sagen.", sagte Karin und sah Michael an.
"Ich fahre heute, da er Spätdienst hat und ich ihn nach dem Dienst erwischen will. So gegen 19.00 Uhr. Ja, ich setze dich dann bei Margarethe ab.", sagte Michael zu Karin.
"Sagt mal ihr was läuft hier eigentlich?", sagte Thomas ihm scharfen Ton.
Michael erinnerte Thomas was er ihm gestern zwischen zwei Einsätzen erzählt hatte. "Wer spricht mit Laura offen darüber?", wollte er wissen.
"Dr. Markus Maier ihr Notarzt, der mit ihr zusammenarbeitet.", sagte Michael. Schweigen folgte. Nach einer Weile des Schweigens brach Thomas es.
"Ich fahre mit und gehe zu Laura. Wir wollten schon lange miteinander alleine essen gehen. Ich erzähle ihr nichts. Ich sage ihr habt einen Termin bei Freunden der Medizin. Aber es wäre gut wenn sie die Wahrheit erfährt, Michael?", sagte er.
"Das wird sie. Dr. Maier hat mir versprochen ihr alles zu sagen. Den er muss ja das Gutachten als Arzt anzweifeln und .....sag mal Karin wo hast du die Blutuntersuchung hingeschickt in die Pathologie nach München oder wo anders hin?, sagte Michael
"Die habe ich zur Privatklinik Dr. Harland geschickt. Die haben ein eigenes Labor. Mark Harland und ich sind seit meiner Studienzeit befreundet. Er weiß über alles Bescheid und ist unserer Meinung. Er wird auch einen ausführlichen Bericht anfertigen. Er ist mit einer Kollegin verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter . Gina, seine Frau ist eine hervorragende Chirurgin, mit spanischem Temperament. Nur wenn das mit ihr durchgeht... dann rennt alles im OP. Mein Gott, Schatz die beiden muss ich anrufen.", sagte sie. Das Telefon klingelte. Thomas stand auf und hob ab, nach kurzer Zeit kam er wieder.
"Karin, eine Frau Dr. Harland will dich sprechen.", sagte er.
Karin ging ans Telefon.
"Hallo Gina", sagte sie
"Hallo Karin. Ich wollte nur wissen ob unsere Vermutung stimmt. Mark hat das Gutachten fertig. Können wir uns treffen, dann brauchen wir es nicht schicken.", sagte Gina Harland zu ihrer Freundin.
"Klar können wir das. Was kriegt ihr dafür?", wollte Karin wissen.
"Nix", war die Antwort von Gina
Sie vereinbarten einen Termin, in München zum Essen. Karin informierte Gina, dass Dirks Mutter auch käme. Dann legte sie auf und wählte Margarethes Nummer. Sie sprach auf den AB, da sie noch im Dienst war.
Nach dem Telefonat kehrte sie zurück in die Küche.
Thomas klingelte bei Laura. Sie war erstaunt, dass ihr Vater alleine da war. Über die Einladung zum Essen freute sie sich. Sie gingen zu einem Griechen in der näheren Umgebung. Die beiden unterhielten sich über das Fliegen.
Michael war nicht lange auf dem Parkplatz vor der Klinik in der Dirk arbeitete. Dirk war heute froh, dass der Dienst um war. Er war müde von der langen OP. Als er vor der Klinik war sah er Michael. Er ging auf den Vater zu und umarmte ihn.
"Mensch, Papa das ist ne Überraschung.", sagte er zu ihm.
"Freu dich nicht zu früh. Ich weiß was, das wir dir sehr weh tun, Dirk. Es geht um Laura.", sagte Michael zu seinem Sohn.
Sie gingen zum Auto. Da Michael mit Karin vereinbart hatte, dass er nachkommen werde. Während der Autofahrt, berichtete er Dirk von dem Gespräch mit den Kollegen aus München. Dann erzählte er ihm, dass Karin sich mit den Kollegen Harland und seiner Mutter treffen würde und sie dorthin auf dem Weg sind. Laura wäre mit Thomas essen. Nur dieser wüsste zwar alles würde aber nichts zu ihr sagen. Dirk schwieg nach dem Bericht des Vaters.
Karin wartete vor dem Lokal in dem Gina den Tisch für sie bestellt hatte.
Sie war in Gedanken versunken und erschrak als eine Stimme sagte.
"Sag mal Karin was ist mit Laura passiert, dass du mich anrufst. Geht es ihr nicht gut?", fragt Margarethe Karin. Dann berichtete sie ihr was sie wusste. In Margarethes Gesicht wurde erst weiß und dann rot vor Wut auf den Vater von ihrem Ex-Mann Michael.
Zwei Tage später informierte Dr. Maier Laura, dass der Personalchef sie sprechen möchte, wegen des Gutachtens. Ob er mit solle wollte er wissen. Laura nickte stumm. Sie gingen in die Verwaltung des Münchner Flughafens in der Jens Köster sein Büro hatte. Sie klopften.
Jens Köster bat sie herein. Jens Köster war bis vor zwei Jahren selber Pilot und nun verantwortlich für die Piloten die hier arbeiten. Bei den Mitarbeitern war beliebt, da er die Vor- und Nachteile des Berufes kannte. Nur die Nichtpiloten hatten nicht viel für seine Theorie übrig. Er verlangte Pünktlichkeit und Ausdauer. Aber er unterstützte sie auch besonders wenn wieder mal jemand mit Ärzten und der Polizei über Kreuz gekommen war.
"Guten Tag Frau Wächter, Grüß Gott Herr Dr. Maier. Bitte nehmen Sie Platz.", sagte er.
Dann begann Dr. Maier von dem Gespräch der Kollegen und der Möglichkeit eines Gefälligkeitsgutachtens zu berichten. Jens Köster hörte ihm zu. Dann sah er Laura an.
"Können Sie sich das vorstellen, Frau Wächter?", wollte er wissen.
Laura nickte und schilderte ihm das Ganze.
Er hörte wieder zu und dann meinte er abschließend.
"Ich werde mit dem ärztlichen Leiter der auch bei Ihnen die Untersuchung durchgeführt hat reden und ihn mit dem Gutachten von Dr. Harland konfrontieren. Ich melde mich bei Ihnen dann wenn ich mehr weiß. Nur eines ist sicher. Wenn dies stimmt hat das für ihn sowie den Großvater ihres Mannes rechtliche Konsiquensen. Denn mit meinen Piloten/innen lasse ich nicht spielen. Nur Sie tun mir sehr leid, Frau Wächter. Ich schätze Sie und ihre Arbeit.", sagte Jens Köster.
Dr. Maier und Laura gingen zum Stützpunkt und der Dienst verlief sehr ruhig.
Am Abend saß Laura auf dem Sofa. Das Gespräch mit Jens Köster ging ihr nicht aus dem Kopf. Sie versuchte sich durch ein Buch abzulenken. Vergebens. Dirk sperrt die Türe. Er ging ins Wohnzimmer und sah Laura traurig auf dem Sofa. Er setzte sich neben sie.
"Dr. Maier hat mit dir gesprochen. Du weißt alles. Oder ist da noch was?", wollte er wissen.
"Ja, hat er und ich war heute in der Personalabteilung. Jens Köster mein Chef steht hinter mir. Er will mit dem ärztlichen Leiter der die Untersuchung durchgeführt hat sprechen. Wenn es der Realität entspricht, dann hat das rechtliche Folgen für ihn und deinen Großvater. Das traurige ist nur, dass dein Opa nicht merkt dass er alles kaputt macht zwischen euch. Margarethe muss bei dem Gespräch mit Karin, den Eheleuten und .....
sie ist explodiert, fügte Dirk an.
"Ich war dabei. Papa hatte mich abgeholt und mir alles erzählt. Das war wie du mit Thomas essen warst. Ich weiß auch nicht wie es weitergehen soll.", sagte er zu ihr.
"Ich schon..", flüsterte Laura.
"Ich gehe ins Bett. Kommst du mit? Kuscheln?", sagte sie.
"Kuscheln", sagte Dirk
Dann gingen sie gemeinsam ins Bett und genossen es sich nur sich zu haben.
Die Wochen vergingen. Michael und Margarethe hatten Dirks Großvater in einem Gespräch klargemacht, dass sie Dirk bei allem unterstützen würden nur nicht bei der Übernahme der Klinik nach dem was er ihm und Laura angetan hatte.
Laura war nochmals zu Jens Köster gerufen worden. Dort erfuhr sie, dass leider alles wahr war. Nach dem Gespräch eilte sie die Treppe runter. Da oben Bauarbeiter eine Messer fallen ließen traf sie es. Sie verlor den Halt und stürzte die Treppe runter. Sie schrie kurz auf dann blieb sie bewusstlos liegen. Jens Köster wollte zu seinem Auto. Er fand die blut überströmte Laura. Er rief die Kollegen. Diese hatte sie schon vermisst. Dr. Mugg und Dr. Maier kamen mit den Sanitäterin im Eiltempo angerannt. Sie versorgten Laura und wollten in die Klinik mit ihr fliegen. Paula Herz kam zum Unfallort. Sie hatte die Trage unterm Arm.
"Die Kollegen aus Traunstein kommen gleich. Ich habe sie informiert, da unser Heli einen Motorschaden hat. Der andere ist in der Inspektion. Wie geht es ihr?", wollte sie wissen.
"Na, ja sagen wir den Umständen entsprechend. Wie lange brauchen die denn?", wollte Dr. Mugg wissen
Die B-Crew war gerade dabei eine Tasse Kaffee zu trinken.
"Medicopter 117 bitte kommen. Sie sollen eine Kollegin in die nächste Klinik fliegen, da in München die Helis aufgefallen sind.", sagte der Funk
"Verstand wir übernehmen. GPS-Kooridinaten während des Fluges erbeten.", rief Biggi und sauste mit Ralf und Karin los.
Während des Fluges erfuhren sie mehr. Karin meinte auf einmal
"Hoffentlich ist das nicht Laura?"
Biggi landete gekonnt und ein Sanitäter stand schon und wartete auf sie.
Im Gebäude war Laura wieder zu sich gekommen.
"Markus mein Arm. Mir tut mein Bauch weh?", jammerte sie.
"Bleib ruhig liegen. Du hast ein Messer im Arm stecken. Als es runterfiel hat es dich getroffen, du bist die Treppe vom oben nach unten gefallen und hast dir wahrscheinlich innere Verletzungen zugezogen. Die Kollegen aus Traunstein kommen gleich. Ich begleite dich mit ins Krankenhaus. O.k." ,sagte er.
Der Sanitäter hatte während des kurzen Weges alles den Kollegen erzählt. Nun waren sie bei Laura. Sie war blass.
Karin ging in die Knie. Sie streichelte sie.
"Das schaffen wir schon.", sagte sie zu Laura.
"Haben sie schon den Ehemann informiert? Oder sollen wir es machen?" ,fragte sie Jens Köster.
"Den habe ich vergessen Frau Dr. Thaler. Ich habe erst geschaut, dass wir sie kriegen und die Zuweisung der Klinik. Sie werden in Privatklinik Dr. Harland erwartet. Das ist die nächste Klinik. Ihn werde ich nun informieren. Haben Sie die Nummer im Kopf oder muss ich nochmals in mein Büro?", fragte er höflich.
Karin nannte die Nummer und Jens Köster ging mit dem Zettel in der Hand. Laura wurde in die Klinik geflogen und sofort in den OP gebracht.
Sie wurde von Dr. Mark Harland operiert. Währendessen informierte Jens Köster Dirk. Er teilte ihm die Klinik mit. Auch informierte er noch die Basis von Medicopter. Dort erreichte die Nachricht Thomas noch rechtzeitig. Er war schockiert.
"Auf wir fahren mit meinem Wagen.", sagte Peter zu Thomas und Michael.
Sie trafen eine Stunde später in der Klinik ein. Vor dem OP wartete die B-Crew und Dr. Maier ungeduldig. Mit ihm kam von einer anderen Seite Dirk. Sein Chef war mit dabei. Er hatte ihn hergefahren.
Dr. Maier informierte ihn über das Geschehene. Nun hieß es Warten.
Nach weiteren zwei Stunden kam Dr. Mark Harland aus dem OP
Er ging auf die wartende Gruppe zu.
"Dr. Harland. Herr Kollege Lüdwitz", rief er im Laufschritt.
"Guten Tag miteinander. Frau Wächter hat die OP sehr gut überstanden. Wir haben das Messer entfernt. Der Blutverlust ist den Umständen entsprechend hoch. Außerdem hat sie sich alles geprellt was man sich prellen kann. Ja und dann habe ich noch ne Frage an Sie , Dr. Lüdwitz.", sagte Dr. Harland.
"Wissen Sie was sich ihre Frau am meisten wünscht?", wollte er von Dirk wissen.
"Ja, ein Kind. Aber was hat das mit dem Unfall zu tun.", war Dirks Antwort
"Ganz einfach. Ihre Frau ist in der 6.Schwangerschaftswoche, das haben wir bei unseren Untersuchungen festgestellt." ,sagte Mark Harland.
Dirk sah Mark Harland an.
"Wo ist meine Frau? Weiß sie es schon? Ist dem Kind was passiert?", wollte er von Dr. Mark Harland wissen.
"Sie ist noch im OP. Sie wird gerade ausgeleitet. Meine Frau und ich sind er Meinung, dass sie ihr es sagen sollten. Wir müssen sie eine Woche sicher hier behalten und sie wird sicher für 5-6 Wochen ausfallen. Dann kann sie aber bis zum Beginn der Schutzfrist arbeiten. Dem Kind geht es sehr gut. Es hat einen guten Herzschlag. Unser Gynäkologe hat dies festgestellt. Wir werden sie auf der Privatstation unterbringen. Da das AU war, entstehen Ihnen ja keine Kosten. Es wäre gut, wenn nur sie und Dr. Thaler, ihr Vater und Herr Wächter zu ihr gingen. Für den Rest ist sie noch zu schwach. Sie können bei ihr bleiben wir haben ein zweites Bett mitreingestellt.", sagte Dr. Mark Harland.
Jens Köster hatte das Gespräch mitverfolgt. Er ging auf Dirk zu. Den Blumenstrauß den er in der Hand hatte gab er ihm mit den Worten.
"Sagen Sie ihrer Frau alles Gute und vor allem dass sich nichts ändert. Sie ist wie nur wenige Frauen eine Ausnahme in ihrem Beruf, aber eine exzellente Pilotin. Ich werde Sie erst in den nächsten Tagen, d.h. am Wochenende besuchen. Der Blumenstrauß ist von den Kollegen, die ihr gute Besserung wünschen. Über ihre Schwangerschaft freue ich mich, aber auch wieder nicht, da ich auf so eine sehr gute Pilotin drei Jahre verzichten muss. ",sagte er.
"Herr Köster Sie können sicher sein, Frau Herz wird den Platz meiner Frau sicher gut ausfüllen, daher verlieren sie ja nicht. Ob die Pilotin, Schwerin, Herz oder Wächter heißt ist egal, fliegen können alle drei und sie brauchen sich vor keinem Kollegen verstecken. Danke für die Blumen. Da wird sie sich freuen.", sagte Dirk. Er erhielt klatschenden Beifall nicht nur von den Piloten.
"Sagt ihr schöne Grüße von mir und sie soll sich mit Gesundwerden beeilen. Da ich sie und alle hier sehr vermissen. Wir kommen dann mal nach Dienstschluss. Ach, Dirk ich freue mich für euch.", sagte Paula.
"Danke, Paula! Ich weiß, das sie mit euch allen nämlich sehr gerne arbeitet. Gib mir mal deine Nummer ich rufe dich an, dann sage ich dir wann es gut ist sie zu besuchen.", sagte er zu der Kollegin seiner Frau.
Karin, Michael, Dirk und Thomas gingen in das Zimmer von Laura. Dirk gab der Krankenschwester den Strauß Blumen. Sie stellte in eine Vase und kam bald wieder. Sie schlief noch. Er setzte sich auf die Bettkante und streichelte sie. Nach einiger Zeit wachte sie auf. Sie sah ihn an. Als sie was sagen wollte, legte er den Zeigefinger auf ihren Mund.
"Nicht reden, Schatz. Du hattest Glück. Sehr großes. Deine Rippen sind geprellt und das Messer hat keinen Knochen verletzt. Außerdem weiß ich was, das wird dich sehr freuen.", sagte er zu ihr und küsste sie auf den Mund.
Michael, Thomas und Karin sahen das und mussten schmunzeln.
Thomas leise zu Karin und Michael.
"Dirk trägt Laura auf Händen obwohl sie im Bett liegt. Ja und da sag einer sie wäre die falsche Frau für ihn. Verstehe ich nicht."
"Wir auch nicht.", kam es von hinten. Margarethe war da. Michael hatte sie per Handy informiert und sie war sofort hergeeilt.
"Was weißt du was mich freuen wird, Dirk? Ich weiß nur, dass mir alles weh tut und ich 6 Wochen nicht fliegen darf. Das reicht schon.", sagte Laura leise. Denn das Reden fiel ihr schwer. Da sah sie Margarethe, Karin, Michael und Thomas. Sie amtete tief durch.
"Du bist schwanger, Laura. In der 6. Woche." , sagte Dirk. Laura lächelte und schlief ein. Es war mehr als nur ein Wunsch.
Copyright 2005: Daniela