Neue Lieben
Neue Leben
Fortsetzung von: Von Eifersucht gepackt
Personen:
A-Crew: Thomas Wächter, Peter Berger (Aigner) und Dr. Michael Pichler (Lüdwitz)
B-Crew: Gina Aigner (Berger), Enrico Contini und Dr. Karin Thaler – Lüdwitz
Weiters:
Ariane Lüdwitz
Simone Berger,
Max (Mechaniker),
Dr. Mark Harland,
Biggi Schwerin,
Tanja und Raphael Berger,
Margarete, Gerhard und Janina (14) Aigner
Stella und Oliver Contini
Gunnar E. Höppler Junior (Basisleiter)
Es verging ein Monat, seit dem Mark und Jens im Knast saßen.
Gina saß wie üblich auf dem Sofa und schlürfte ihr Lieblingsgetränk.
"Guten Morgen!" gähnte Enrico ihr ins Ohr.
"Morgen." Murrte sie und sah auf die bräunliche Brühe.
"Wer wollte einen Tee? " fragte Karin, als sie von der Küche kam und zu ihren Kollegen blickte.
"Ich!" meldete sich Enrico und streckte die Beine nach vorne.
"Ahhh!" schrie sie auf und gleich hörte man einen knall und Karin lag am Boden mit Tee überströmt.
"Eine Leiche auf der Basis, mal was Neues!" Schrie Max, der vom Hangar kam. Gina konnte sich wehrend dessen vor lachen nicht mehr halten und half ihrer Kollegin auf.
"Jetzt kann ich nicht mehr fliegen!" sagte die Notärztin sauer.
"Wieso? " fragte Enrico und sah zu ihr.
"Denkst du, ich kann mit den nassen Klamotten in den Heli steigen? Da bringt mich Höppi ja um! Und dann gibt’s hier wirklich eine Leiche." Sagte sie und lächelte ein wenig.
"Hast du keine Ersatzkleidung? " fragte Gina leise und etwas nachdenklich.
"Nein. Die hängt Zuhause. Als ich euch suchen gegangen bin, habe ich sie dann Daheim gelassen. Ja und da liegt sie jetzt gemütlich." Erklärte sie und sah zu Höppi, der auf die Crew zukam.
"Was ist denn hier passiert? " fragte er etwas sauer.
"Kollegin Thaler hat gebadet." Kicherte Max und wischte auf.
"Haben sie keinen Ersatz ..."
"Nein, die hängen am Strick und zwar nicht hier." Sagte Karin und stand dann auf.
"Na, da brauchen sie wohl einen Ersatz." Meinte Enrico und ging in die Küche, um sich einen neuen Tee zu machen.
"Was sollen wir jetzt tun? " fragte Gina ihren Chef erwartungsvoll.
"Frau Aigner, könnten sie nicht ..."
"Ich? Ihr eine Ersatz .... Na ja, jetzt ist nur die Frage, ob sie hineinpasst. Sie ist ja größer als ich!" rief diese etwas empört.
"Versuchen sie es!" ermutigte Höppi die Pilotin.
"Und wenn nicht? " fragte diese etwas skeptisch.
"Na dann sind sie oder ist sie freigestellt. Man kann ja ... Ich habs! Die beiden Notärzte tauschen einfach die Schichten. Bis da hin hat Frau Dr. Thaler sicher einen sauberen Overall parat." Meinte er und ging.
"Und wie bitte Wie sollen die Dienst tauschen, wenn Michael nicht da ist!" fragte Enrico in die Runde.
Die Frauen stürmten nach dieser Feststellung in die Damengardarobe. Und nach fünf Minuten kam Karin im Kabriolook heraus.
"Passt ja!" riefen Enrico und Max.
"Rettungsleitstelle an Medicopter 117."
"Medicopter 117 hört? "
"Verletzter im Gefängnis-Traunstein. Koordinaten wehrend des Fluges."
"Verstanden Rettungsleitstelle, wir übernehmen." Rief Karin und sputete mit Enrico zum Heli, den Gina bereits angeworfen hatte.
In der Luft.
"Im Gefängnis? Hatten wir auch noch nie." Ließ Enrico von sich hören.
Gina stöhnte nur vor sich hin, da sie wusste, dass Mark in Traunstein irgendwo saß.
"Gut dort ist es Ich geh mal runter." Sagte Gina leise und senkte nun den Heli.
Enrico und Karin, im Kabriolook liefen in die Justizanstalt und wurden von einem Gefängniswächter zugewiesen.
"Oh, Hallo Mark." Sagte Enrico, der den Notarzt unter den Anderen sah.
"Wo ist er? " fragte Karin und ein Mann deutete auf einen Anderen, der sich vor Schmerzen hin und her warf.
Karin bückte sich über den Mann um ihn zu untersuchen.
"Das ist doch eine Pilotin!" rief einer der Wächter und zog Karin von dem Verletzten fort.
"Nein das ist die Notärztin." Sagte nun Mark etwas laut.
"Ja und warum? "
"Ist ‚ne längere Geschichte." Unterbrach ihn Enrico und gab Karin, was sie brauchte.
"Karin für Gina, bitte komm mit der Trage. Ich schicke dir Enrico." Nach diesen Worten war der Sanitäter bereits weggesprintet.
"Und wo ist nun die Pilotin? " fragte der Wächter interessiert, als Gina mit Enrico mit der Trage herbeigelaufen kam.
"Das ist die Pilotin." Sagte Mark zu dem Mann. Doch plötzlich blieb Gina wie angewurzelt stehen.
"Gina was ist? " fragte Karin besorgt, erst nachher sah sie, dass Gina blass wurde und Mark böse anfunkelte.
"Hier gehörst du hin." Sagte sie sauer und sehr leise zu Mark und half dann Enrico und Karin mit der Trage.
Beim Rückflug.
"Man so habe ich mir den Tag eigentlich nicht vorgestellt." Seufzte Gina laut.
"Ich auch nicht." Sagte Karin lächelnd und sah auf die Pilotenuniform, die sie anhatte.
"Basis in Sicht!" rief Gina erleichtert.
Beim Aussteigen erwarteten die B-Crew ein lachender Höppi und ein ebenso lachender Michael mit Karins Overall in der Hand.
"Sehr witzig." Sagte sie ein wenig beleidigt.
"Ich muss sagen Frau Dr. Thaler dieser Cabriolook und diese Pilotenuniform passt ihnen gut." Lachte Höppi und ging den Bauch haltend in sein Büro zurück.
"Ach Gott, was machst du nur." Lachte Michael und gab ihr ihren frischen Overall in die Hand. Karin stürmte sofort in die Damengardarobe, wo sie kurz darauf herauskam
"Endlich." Atmete sie erleichtert auf.
"Du hast aber echt witzig ausgesehen." Lachte nun auch Gina.
"Spart euch eure Sprüche." Lächelte sie und verschwand in die Küche.
Michael folgte ihr unauffällig.
"Hallo mein Schatz!" rief er, als er hinter ihr stand. Sie zuckte daraufhin heftig zusammen.
"Na na. Ich bin ja kein Geist." Spaßte dieser.
"Danke, du warst meine Rettung." Sagte sie und sie küssten sich lange.
"Woher wusstest du davon? " fragte sie neugierig.
"Max rief mich an, als ich abhob, lachte er und konnte sich kaum noch halten." Sagte Michael lächelnd zu seiner Freundin.
"Was war eigentlich warum bist du so still? " fragte Peter im Aufenthaltsraum seine Kollegin.
"Mark, wir hatten einen Einsatz im Gefängnis, wo Mark saß und der Andere auch. Ja du kannst dir ja schon denken ..." sagte Gina misstrauisch und ging, als Karin aus der Küche kam mit ihr vor die Basis.
"Wars sehr schlimm? " fragte Karin, die den Einsatz bei Mark meinte.
"Na ja. Ich meine ich liebe ihn nicht mehr. Ja ich hasse ihn sogar. Aber sehen will ich ihn trotzdem nicht, obwohl er mir egal ist." Erklärte sie und sie gingen ein wenig herum.
Als sie form Hangartor standen, kam Thomas angerannt.
"Hi Karin, ich habe gehört was passiert ist. Michael ist vor einer Stunde aus der Wohnung gestürmt." Sagte er keuchend mit einem Lächeln im Gesicht.
"Bitte du nicht auch noch." Jammerte Karin und wandte sich dann wieder Gina zu.
Es verging noch eine Stunde und die B-Crew hatte keinen Einsatz mehr.
"Ich will jetzt heim." Sagte Gina etwas geschafft. Woraufhin Karin und sie zu ihrer Gardarobe gingen und sich umzogen.
"Tschüs!" riefen die beiden und Karin rannte kurz zu Michael, gab ihm einen Kuss und verschwand dann mit Gina nach draußen.
"Ciao!" riefen ihnen die anderen nach.
Bei Karin angekommen.
"Man bin ich hungrig!" sagte Gina und ging sofort in die Küche.
"Und ich brauche jetzt eine Dusche." Sagte Karin und verschwand.
Als es Sturm läutete.
"Oh hallo Peter." Begrüßte Gina ihren Kollegen.
"Hi Gina. Das hast du vergessen. Ich war halt in der Nähe und da dachte ich mir, ich nehms gleich mit. Ach und wir haben einen Maschinenschaden. Deshalb mein Erscheinen." Erklärte er und überreichte Gina ihre Weste.
"Danke. Möchtest du hereinkommen? " fragte Gina und machte eine einladende Bewegung.
"Gerne." Antwortete dieser und betrat die Wohnung.
"Tee, Kaffee, Saft oder Wasser? " bat Gina dem Sani an.
"Einen Kaffe, wenn’s keine Umstände macht." Sagte dieser und setzte sich in den Stuhl.
"Sonst würde ich dich ja nicht fragen. Und außerdem möchte ich auch einen. Wenn man einmal mit dieser Brühe angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören." Sagte sie lächelnd und setzte sich zu Peter an den Tisch, wehrend der Kaffee durch de Maschine lief.
"Gina wer wars? " schrie Karin vom Bad aus.
"Peter!" schrie Gina zurück.
"Ach so." Sagte sie erleichtert und kam nun frisch ins Wohnzimmer.
Plötzlich klingelte ihr Handy.
"Thaler." Meldete sie sich etwas unfreundlich.
"Ja aber ich habe doch keinen Dienst!" rief sie empört.
"Ja. Ja. Nein. OK, ich komme." Sagte sie sauer und legte auf.
"Wer wars denn? " wollten die beiden wissen.
"Höppi, der will sich bei einigen beschweren." Sagte sie und zog ihre Jacke an, bevor sie aus dem Haus lief und wegfuhr.
"Ach der Kaffee!" Rief Gina und sprang auf. Nach zwei Minuten kam sie wieder.
"Bitteschön. Hier ist Milch und Zucker." Sagte sie und stellte die Sachen auf den Tisch.
"Mein Tag war echt beschissen." Fluchte Gina und nahm einen Schluck.
"Meiner nicht. Wir hatten ja einen Maschinenschaden. Zum Glück, Höppi ist so wie so nicht gut drauf." Meinte er und verzog dabei ein wenig das Gesicht.
"Na dann viel Spaß Karin." Sagte Gina mit einem Lächeln und sah dabei aus dem Fenster.
"Und bei dir und Stella? Ich habe gehört, dass ihr euch getrennt oder besser, geschieden habt." Fragte Gina und sah ihn interessiert an.
"Ja wir haben uns geschieden. Aber Olli darf ich regelmäßig und oft sehen. Eigentlich wann ich will. Wir haben uns ausgemacht, dass ich ihn zu Weihnachten zu mir nehme und Stella auch kommt." Erklärte er.
"Das ist schön." Sagte Gina leise und sah etwas betrübt auf den Tisch.
"Sag einmal Peter, was würdest du machen. Ich hasse Mark, doch gehen mir er und seine Tat nicht mehr aus dem Kopf. Ich kann noch immer nicht glauben, dass er das gemacht hat ..."
"Das war wirklich scheiße ... entschuldigung... von ihm." Meinte dieser und sah sie dabei etwas komisch an.
"Hab ich irgendetwas? " fragte Gina ihn vorwurfsvoll.
"Nein nein." Rief er und sah schnell wieder weg.
"Oh mist. Ich muss los. Ich treffe Stella und Olli gleich. Also tschüs." Sagte er, gab ihr die Hand und war schon durch die Tür als er mit Thomas zusammenkrachte.
"Autsch!" rief dieser schmerzhaft auf.
"Entschuldige Herr Kollege ich habs eilig." Erklärte Peter und rannte zu seinem Wagen.
"Soll ich den Notarzt holen oder reicht ein Erste Hilfekoffer? " fragte Gina spaßig und verzog sich dann mit einem Buch in ihr Schlafzimmer.
Nach einer halben Stunde kam sie wieder heraus.
"Ist Karin immer noch nicht hier? " fragte Gina, die ungeduldig auf ihre Freundin wartete.
"Hallo!" Rief sie und schloss die Tür hinter sich.
"Da bist du ja!" rief Gina und begrüßte sie.
"Was war denn nun so wichtig? " fragte Gina, die nicht glauben konnte, dass Höppi einen von ihnen nach Dienstschluss noch zu ihm auf die Basis bat.
"Ja ich habe ein Jobangebot, das ich sofort mit Ja oder Nein und Unterschreiben musste." Erklärte sie atemlos.
"Was? Du hast einen Anderen Job? Und ich? " rief sie empört.
"Nein, ich hab natürlich auf meinen Beruf als Notärztin beim Medicopter 117 bestanden. Da bringt mich niemand so schnell weg. Das kannst du mir glauben." Beruhigte Karin die Pilotin, die fast aus den Latschen gekippt war.
Es war bereits Abend, als auch Michael endlich die Tür öffnete und zu den Anderen an den Tisch trat.
"Sag mal wo warst du? " Fragte Karin etwas verärgert.
"Ich musste in einer Klinik bleiben. Ich habe zwei O.Pes hinter mir und bin jetzt total geschafft." Sagte er und setzte sich neben Karin.
Nach einer Stunde lagen bereits alle in den Federn.
Am nächsten Morgen auf der Basis.
"Morgen!" rief Gina und sah, dass nur Peter auf der Basis war.
"Hallo Gina." Sagte er lächelnd.
"Wo sind denn Thomas und Michael. Ich hab die beiden heute im Haus nicht gesehen." Fragte sie und sah sich etwas verdattert um.
"Ja wir haben noch immer keinen Dienst. Max, Michael und Thomas ärgern sich draußen mit der Schrottkiste, die man Helikopter nennt herum. Es scheint aber nicht zu klappen. Ich half zu erst. Aber dann löste mich Thomas ab." Erklärte er.
"Aha." Sagte diese verständnislos und setzte sich nieder.
"Wie wars gestern mit Oliver und Stella? " fragte Gina interessiert.
"Super, Olli hat sich gefreut. Und Stella und ich haben uns erstaunlicherweise nicht gestritten." Erzählte er und trank immer wieder Wasser.
"Hast du nicht schon einen Wasserbauch? " fragte die Pilotin, die sah, dass er sich bereits, das von ihr gezählte vierte Mal ein Glas Wasser holte.
"Ich hab einfach durst." Sagte er und trank es mit einem Mal aus.
Plötzlich fragte sie: "Sag mal Peter, hast du heute Abend schon was vor? "
"Nein." Antwortete dieser lächelnd.
"Möchtest du vielleicht mit mir was machen? Z .B: Essen gehen und dann ins Kino? " fragte sie ihn freundlich.
"Gerne. Sehr gerne." setzte er hinzu und sie machten sich eine Uhrzeit aus, als die drei "Handwerker" von der Arbeit zurückkamen.
"Der Heli kann nur noch mehr von einem Spezialisten gerettet werden." Erklärte Thomas, der total verdreckt war, doch seine Kollegen sahen nicht besser aus.
"Na dann fahr ich nach Hause." Meldete sich Gina und lief aus dem Gebäude. Hin zu ihrem Wagen und fuhr zum Haus.
"Hallo Karin!" rief sie fröhlich und sah die Ärztin am Wohnzimmertisch sitzen.
"Na, was ist denn mit dir los? Woher kommst du eigentlich? " fragte sie interessiert.
"Also Entwarnung. Der Heli muss von einem Spezialisten repariert werden und Höppi hat da weil keinen Ersatzheli. Und ich, ich habe ein Date." Erzählte sie fröhlich.
"Oh, mit wem? " fragte Karin kichernd.
"Lass dich überraschen, er kommt heute und holt mich ab." Sagte sie und hüpfte herum.
"Und um wie viel Uhr " Fragte Karin interessiert.
"19:00 Uhr gehen wir Essen und gehen danach ins Kino." rief sie freudig.
"Hallo." Sagte Thomas erschöpft und lief ins Bad.
"Na wie sieht denn der aus? " fragte Karin, die sich über die Gestallt wunderte.
"Tja, er, Michael, Max und Peter haben versucht den Heli auf Vordermann zu bringen, doch Fehlanzeige." Sagte die Pilotin und war total aufgeregt.
"Guten Tag." Kam nun auch Michael ganz erschöpft in das Wohnzimmer gestapft.
"Du siehst auch nicht viel besser aus. Willst du was trinken? " sorgte sich Karin gleich um Michael.
"Ja Frau Dr. gerne. Einen starken Kaffee." Sagte er lächelnd und gab ihr einen Kuss.
"Kommt sofort." Sagte diese und begab sich in die Küche.
"Für mich auch!" schrieen Thomas und Gina gleichzeitig.
"Ja!" schrie Karin aus der Küche zurück.
"Sonst noch einen Wunsch? " rief sie durchs Haus.
"Für mich nicht!" Sagte Gina und kam zu Karin in die Küche.
"Für mich einen Toast!" rief Thomas und kam auch kurz danach in die Küche.
"Michael ist grade ins Bad." Sagte Thomas, der sich nun frischgewaschen in das Wohnzimmer begab und sich von den beiden Damen bedienen ließ.
"Thomas, ich muss mich ja schon sehr wundern. Warum lässt du die armen Mädels schuften? " fragte Michael spielend empört.
"Lass dich doch auch einmal bedienen, da kommt man gar nicht von weg." sagte er und streckte sich auf der Kautsch aus.
"Faulsack." Sagte Michael, doch dann tat er das Selbe.
Es war bereits 17:00 Uhr, als die drei beisammen am Tisch saßen und Kaffee und Tee schlürften.
Gina wurde immer unruhiger.
"Dein Date muss ja ganz was Besonderes sein." meinte Karin und sah ihre Freundin fragend an.
"Ja, das ist es." Antwortete sie lächelnd.
"Liebst du den Jenigen? " fragte nun Thomas.
"Wer weiß, das wird sich noch herausstellen." Antwortete sie schmunzelnd.
"Ich bin ja schon gespannt auf deinen Begleiter." Sagte Karin und schenkte sich noch Tee ein.
Um 18:30 Uhr.
Es läutete Sturm.
"Ja ja ich komm ja schon!" Rief Karin und stürmte zur Tür.
"Oh Peter!" rief sie erstaunt, als sie ihren Kollegen in einem Sakko vor sich stehen sah.
"Bist du verabredet? " fragte sie interessiert.
"Ja, mit Gina und ich bin hier, um sie abzuholen." Erklärte er mit einem Funkeln in seinen Augen.
"Wer ist, ach Peter!" Rief Gina und wurde ein wenig rot. Sofort rannte sie los und zog sich schnell um.
"Hier bin ich. Wir können los!" sagte sie und riss ihre Jacke vom Hacken.
"Viel Spaß!" sagte Karin und grinste sie an.
"Danke." Sagte sie aufgeregt und gab ihrer Freundin einen freundschaftlichen Kuss auf die Wange. Und schon war sie durch die Tür mit Peter verschwunden.
"Man die hats ja voll erwischt." Sagte Thomas, der sich das Schauspiel mit angesehen hatte.
Michael hatte sich hingelegt und Karin war ins Schlafzimmer geschlichen und hat sich ihr Buch geholt, mit dem sie sich ins Wohnzimmer setzte und las.
Thomas verzog sich in sein Zimmer und schaltete seinen Fernseher ein.
Karin war schon fast auf der Kautsch eingeschlafen als: "Nein Vera und wenn du mir die Kinder weiterhin so wegnimmst, muss ich leider damit vor Gericht!" schrie er durchs ganze Haus.
Karin schreckte auf und ließ das Buch fallen. Sofort rannte sie zu Thomas ins Zimmer.
"Sag einmal spinnst du? Du weckst ja alle ... Tut mir leid." Sagte sie leise, als sie sah, dass er zu weinen begonnen hatte.
"Vera. Sie lässt mir Laura und Lisa nicht sehen. Aber ich bin doch der Vater ich habe ein Recht darauf. Ich will aber das ganze außerhalb des Gerichts klären. Den klagen will ich sie eigentlich nicht." Jammerte er seine Kollegin an. Nach kurzer Zeit ging sie aus dem Zimmer. Nun war auch Michael wieder hellwach und saß unten im Wohnzimmer und wartete auf Karin.
"Vera? " fragte Michael, der sah, wie Karin von Thomas Zimmer herunterkam.
"Ja. Sie will nicht, dass Thomas mit Lisa und Laura Kontakt hat." Sagte sie und setzte sch dicht neben ihn.
"Ich dachte immer, dass Vera vernünftig ist." Seufzte er, dem die Probleme von Thomas auch mitnahmen, denn der Pilot ist Michaels bester Freund.
"Er will Vera nicht anklagen, weil er es außerhalb des Gerichts hinkriegen will. Denn er hat keine Lust auf Streitigkeiten vor dem Volk." Erzählte Karin und lehnte sich in Michaels Arme zurück.
"Da kann ich ihn ja auch verstehen. Zum Glück haben Margarete und ich uns das mit Dirk außerhalb des Gerichts klären können." Sagte er leise bevor Thomas langsam aus seinem Zimmer zu ihnen herunterkam.
"Redet ihr über mich? " fragte er und setzte sich zu ihnen.
"Ja. Thomas du musst dich irgendwie entscheiden. Du willst ja deine Kinder sehen. Da musst du halt zu anderen Maßnahmen greifen, wenn Vera so ist." Versuchte Karin dem Piloten klar zumachen.
Plötzlich schreckten alle auf, da es Sturm läutete.
"Ich gehe schon." Sagte Karin und stand etwas verärgert auf.
"Hallo Karin." Sagte Gina mit einem Strahlen im Gesicht.
"Na wie wars denn? " fragte Karin sie freudig, und war froh, dass Gina da war, denn sie verbreitete im Moment die einzig gute Stimmung.
"Es war traumhaft." Sagte Gina verträumt und trat in das Haus ein.
"Wie wars denn? " grinsten Thomas und Michael die Pilotin frech an.
"Super!" rief sie und ließ sich auf einen Sessel fallen.
"Hast du deinen Traummann gefunden? " fragte Thomas sie und lächelte dabei.
"Ach Quatsch!" rief sie und lief ins Bad, um sich die Schminke runter zu waschen und um sich umzuziehen.
"So und jetzt gehe ich schlafen." Sagte Thomas entschlossen und verließ das Wohnzimmer.
"Ich warte oben auf dich." Sagte Michael und gab Karin noch einen Kuss, bevor diese in das Bad zu Gina verschwand.
"Jetzt erzähl mal. Hast du dich in Peter ..."
"Nein!" rief Gina empört und ließ ihre Freundin nicht einmal zu Ende reden.
"Na ja, vielleicht ein Bisschen." Verratete Gina ihr im Flüsterton.
"Aha!" Sagte Karin und grinste.
"Und ich ... ich geh jetzt schlafen!" gähnte Gina und lief in ihr Schlafzimmer. Kurz danach verschwand auch Karin in ihres und es war Ruhe eingekehrt.
Am nächsten Morgen.
"Morgen." Sagte Gina verschlafen zu Karin, die bereits zwei Stunden wach war und in ihrem Buch schmökerte.
"Hallo Gina." Sagte sie leise und mürrisch.
"Na du hast vielleicht eine Laune." Sagte diese fröhlich und setzte sich neben sie.
"Ich bin nur etwas down. sonst nichts." Erklärte die Ärztin und verschwand mit Gina in der Küche.
Michael und Thomas standen kurze Zeit später auf und dann wurde gemeinsam gefrühstückt.
"Nein!" rief Karin und stürmte zum Festnetztelefon.
"Thaler. Wer spricht? " meldete sie sich etwas unhöflich.
"Herr Höppler." Meldete sich der Stützpunktleiter etwas erstaunt, über diese "Freundlichkeit"
"Ja bitte was wollen sie? " fragte sie so höflich wie möglich.
"Tja um 15:00 Uhr kann die B-Crew bereits wieder ihren Dienst anfangen. Der Helikopter wird gerade von einer Frau durchgecheckt doch dann haben sie wieder Einsätze zum annehmen. Ich informiere auch ihre Kollegen. Schönen Tag bis dann Frau Dr." sagte er am anderen Ende der Leitung. Karin blieb einige Sekunden mit dem Hörer in der Hand stehen, dann schmiss sie in auf und rannte verärgert ins Wohnzimmer.
"Karin!" Rief Gina erstaunt, über ihre "Super Laune!"
"Dass du es gleich weißt, um 15:00 Uhr haben wir wider Schicht. Eine Pilotin checkt gerade den Heli nochmals durch. Aber wir müssen mit Sicherheit wieder Einsätze fliegen." Sagte sie sauer und setzte sich hin.
"Oh nein!" jammerte Gina und stöhnte auf.
Um 15:00 Uhr auf der Basis.
"Jetzt beginnt der Alttag wieder." Jammerte Gina, wehrend sie sich ihre Schuhe zuband.
"Ja ja. Leider." Jammerte nun auch Karin und schnappte ihre Jacke.
"Hallo Max!" riefen die beiden, als sie in den Aufenthaltsraum kamen.
"So der Heli ist flugklar!" rief eine Stimme.
"Biggi!" rief Karin erfreut.
"Hi Karin!" rief nun auch Biggi und sie umarmten sich freundschaftlich.
"Ich hab mein Baby nur gecheckt. Das ihr nicht abstürzt." Lächelte sie und Gina, Karin und Biggi setzten sich nieder.
"Hallo Leute ... Biggi!" rief Enrico, der aus der Gardarobe kam erfreut. Erst jetzt erfuhren Karin, Max, Gina und Enrico, dass Biggi mit Stella und Oliver ganz in der Nähe ein Haus hatten.
"Und wie geht’s dir? " fragte Enrico erfreut.
"Super, wenn ich dich sehe." Sagte Biggi und wollte ihn küssen als:
"Rettungsleitstelle an Medicopter 117."
"Medicopter 117 hört? " meldete sich Gina.
"Mann mit Herzempfakt am Traunsee. Koordinaten wehrend des Fluges."
"Verstanden Rettungsleitstelle wir übernehmen." Sagte sie und warf die Turbinen an.
"Enrico!" schrie Karin zu ihrem Kollegen, der mit Biggi herumschmuste.
"Ja ja!" rief dieser und stürmte zum Heli, der gleich danach abhob.
Fünf min nachdem der Medicopter abflog, kam Peter bei der Basis an.
"Ich habe schon gehört. Wir müssen ab morgen erst wieder Dienst schieben." Sagte er und kam auf Max zu.
"Peter hallo!" rief Biggi, die aus der Küche kam und ihn freundschaftlich begrüßte.
"Biggi, was machst denn du hier? " fragte er erfreut.
"Ja ich hab euer oder auch natürlich noch mein Baby durchgecheckt, ob es noch recht tickt." Erklärte sie und setzte sich mit Peter zu Max.
"Sagt wo ist den Gina!" wollte Peter wissen.
"Die hatten einen Einsatz." Erzählte Max und stand auf und ging vor die Basis.
Nach zwei Minuten landete der Heli wieder und die B-Crew rannte zurück ins Basisgebäude.
"Hallo Gina!" rief Peter freudig und Gina gab ihm ein Küsschen auf die Wange.
"Komm wir gehen vor die Basis." Schlug Gina vor und sie waren gleich weg.
"Na die hat es ja schwer erwischt." Ließ Enrico von sich hören.
Max und Enrico sahen den beiden nur mit weit aufgerissenem Mund nach.
Es waren nachher nur noch mehr drei Einsätze bis die B-Crew Feierabend hatte.
Biggi und Enrico gingen zusammen fort. Karin und Gina fuhren nach Hause, wo Peter kurz mitkam, aber nach einer viertel Stunde wieder ging. Sehr zu Ginas Bedauern.
So verging wieder ein Monat.
An diesem Tag hatte die B-Crew wieder einmal Ärger mit Höppi.
"Frau Aigner bitte konzentrieren sie sich mehr auf ihren Job. Das mit ihren Kollegen Dr. Harland können sie ja Zuhause klären. Frau Dr. Thaler, wenn sie noch einmal die Medikamentenliste vergessen, muss ich andere Konsequenzen ziehen und Herr Contini, bitte telefonieren sie nicht ständig mit ihrer Liebsten Frau Schwerin. Ich kann mich ja schließlich auch zusammenreißen." Sagte er Sauer und schickte sie danach mit Warnung wieder hinaus.
"So ein Depp. Ich bin doch nur bedrückt, weil Mark so einen Scheiß gemacht hat und nicht, weil er im Gefängnis ist." Sagte Gina und ging mit Karin in die Gardarobe.
"Ich habe die Medikamentenliste bis jetzt nur zwei Mal vergessen. Das wird er wohl überleben." Ärgerte sich Karin über ihren Chef. Nach den Ärgernissen verschwanden die beiden in den Aufenthaltsraum.
"Bla bla bla. Ich kann mit Biggi telefonieren wann ich will. Und wenn wir keinen Einsatz haben ist es doch eh OK." Regte sich auch Enrico auf, als Karin und Biggi den Raum betraten.
"Typisch Höppi." Sagte Gina und setzte sich auf das Sofa.
"Sag Karin, warum hast du deinen Overall noch an? Ihr habt ja keine Schicht mehr." Meinte Max verwundert.
"Man kann ja nie wissen." Sagte Karin.
"Hallo!" rief Thomas und ging fröhlich in die Gardarobe.
"Pünktlich zum Schichtwechsel!" lobte Enrico ihn, als er wieder kam.
"Hallo! Hallo Gina!" rief Peter und ging ebenfalls in die Umkleide. Als er wiederkam gingen er und Gina vor die Basis um zu reden.
"Morgen." Sagte Michael verschlafen und betrat den Aufenthaltsraum.
"Es ist bereits Mittag, also Mahlzeit." Erklärte Max dem Verschlafenen, der sich sofort neben Karin setzte.
"Ich glaube, ich werde heute die Einsätze verschlafen." Sagte er lachend.
"Geht’s dir nicht gut? " fragte Karin ihn etwas besorgt.
"Doch, doch." Meinte dieser und lief dann in die Umkleide.
"Ich glaube nicht, dass es ihm so gut geht." Meinte Enrico und folgte ihm.
"Herr Kollege, geht es ihnen wirklich gut? " versuchte Enrico, der in der Tür stand, aus dem Arzt herauszubekommen.
"Na ja. Ich bin halt ziemlich kaputt." Erklärte er.
"Na komm einmal." Sagte Enrico, nahm seinen Kollegen an der Hand und ging mit ihm zurück.
"Weißt du was, ich übernehme deinen Dienst." sagte Karin mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck.
"Nein!" rief Michael empört.
"Rettungsleitstelle an Medicopter 117."
"Medicopter 117 hört? " meldete sich Thomas.
"Unfall auf der Abfahrt Traunstein. Vermutlich mehrere Verletzte. Anflugkoordinaten folgen."
"Verstanden over und Ende." Sagte er nochmals und ließ bereits die Turbinen. An.
"Schlaf dich aus!" rief Karin und rannte zum Heli. Michael war auch nach draußen verschwunden, da er sie zurückhalten wollte, doch der Heli startete bereits.
"Sei froh, so einen Service möchte ich auch mal haben." Sagte Gina, die nachdem Peter in den Heli stieg zu ihnen gekommen war.
"Sag, was ist da eigentlich zwischen dir und Peter? " fragte Enrico seine Kollegin eindringlich.
"Nichts." Meinte diese und sah etwas griesgrämig drein.
"Was ist denn? " fragte ihr Kollege, der das sah.
"Ich bin heute mit Karin gefahren. Meinen Wagen ließ ich bei ihr stehen. Tja und jetzt kann ich nicht heim, aber ich muss was erledigen. Und duschen will ich auch nicht hier." Erklärte sie verärgert.
20 Minuten später.
"Hallo!" rief Karin und kam wieder in den Aufenthaltsraum.
"Na aber jetzt fliege ich." Sagte Michael und gab ihr einen Kuss.
"Geh endlich heim, ich habe doch gesagt ..."
"Keine Widerrede, das ist mein Dienst und ich ..."
"Hört doch einmal auf. Sei froh Michael und geh schlafen!" rief Gina, die über diesen "Kindergarten" lachte.
Nach viel Überredungskunst fuhr Michael mit Gina nach Hause.
"Liebst du ihn? " fragte Michael, als er mit Gina Kaffee schlürfend im Wohnzimmer saß.
"Wen? " fragte sie, weil sie nicht wusste, woraufhin er hinaus wollte.
"Na Peter." Sagte er etwas laut und nahm sich dann einen Apfel.
"Wieso? Nein." Meinte sie und verschwand dann in ihr Zimmer.
"Ja ja." Sagte Michael grinsend, als sie aus dem Wohnzimmer war.
5 Stunden später.
"Guten Abend." Gähnten Thomas und Karin und betraten das Haus.
"Hallo mein Schatz!" rief Michael und stürmte zu Karin.
"Jetzt brauch ich eine saftige Portion Schlaf." Erklärte sie müde und lief ins Bad.
"Mal was anderes mit einer Frau Schicht zu haben." Lächelte Thomas seinen Kollegen an.
"Was willst du damit sagen? " fragte Michael mit einem herausfordernden Blick.
"Na ja. Manchmal besser, als mit einem Herrn Dr. Lüdwitz." sagte er lächelnd.
"Na warte." Sagte Michael und gab ihm einen freundschaftlichen Boxer in die Hüften.
"Außerdem heiße ich ja jetzt. Pichler." Erklärte Michael mit einem kindischen Tonfall.
"Für mich bist du aber mein alter Freund, Dr. Michael Lüdwitz." Sagte Thomas und er gab ihm auch einen Boxer.
"Ist Karin auch schon da? " fragte Gina, an ihre Kollegen gerichtet.
"Ja im Bad!" riefen die beiden im Chor.
"Ich habe Hunger!" rief Thomas und stürmte in die Küche.
"Will noch wer was? " schrie er durchs Haus.
"Spagetti!" riefen Michael und Gina gleichzeitig.
"Was? " fragte er empört.
"Ja ja. Heut bist du dran mit dem Kochen!" riefen die beiden und sie verzogen sich in deren Zimmer.
"Hätte ich doch niemals gefragt." Jammerte er und machte sich an die Arbeit.
Nach einer halben Stunde standen Spagetti mit Tomatensauce fertig am Tisch.
"Fertig!" schrie er nun durchs Haus und Michael und Gina kamen mit knurrenden Mägen gestürmt.
"Köstlich." Sagte Gina und stopfte es in sich hinein.
Plötzlich läutete es Sturm. Gina rannte hin und riss die Tür auf.
"Peter!" rief sie überrascht.
"Hallo Gina!" sagte er erfreut.
"Kann ich hereinkommen? " fragte er, doch seine Miene war ernst.
"Oh hallo Peter." Begrüßten Thomas und Michael seinen Kollegen mit vollem Mund.
"Hallo Leute." Sagte er etwas geschafft.
"Na was ist denn los? " fragte Michael seinen Kollegen, der sah das etwas nichts stimmte.
"Tja, ich komme nach Hause und was sehe ich? Meine Wohnung und alle anderen auch, in Schutt und Asche. Es hat gebrannt." Ärgerte er sich.
"Und jetzt willst du uns fragen, ob du für eine Weile hier her ziehen könntest." Erkannte Michael und schob sich einen Löffel voll in den Mund.
"Ist doch nicht so schlimm oder? " fragte nun Karin, die käseblass aus dem Bad kam.
"Was ist denn mit dir los? " fragte Michael etwas geschockt.
"Ich hab was Falsches gegessen." Jammerte sie und setzte sich an den Tisch.
"Und? " fragte Peter bettelnd.
"Wir haben doch kein Herz aus Stein." Sagte Karin lächelnd und sah die anderen kurz an, die daraufhin nickten.
"Und wo kann ich? " fragte er, und meinte sein Zimmer.
"Komm ich führe dich hin." Sagte Gina, die gerade mit dem Essen fertig war und ihn an der Hand nahm.
"Na das kann was werden." Lächelte Thomas den beiden nach.
"Will noch irgendwer einen Tee? " fragte Karin in die Runde und stand auf, als sie nur Kopfschütteln bekam, ging sie langsam in die Küche.
"So da wären wir wieder. Ich muss morgen in der Früh unbedingt in die Stadt, um mir neues Gewandt zu kaufen, ist ja alles, wirklich alles verbrannt." Erklärte er und ärgerte sich dabei.
"Kommst du mal? " fragte Gina Peter und sie verschwanden ins Schlafzimmer.
"Na ja, ich geh jetzt auch mal." Sagte Karin und ging die Treppen langsam rauf und viel erschöpft in die Federn.
"Sag was ist hier los? " fragte Michael verwundert.
"Keine Ahnung, was meinst du? " fragte Thomas, der es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte.
"Gina und Peter? Ich mein was ist mit denen? " fragte er verwundert.
"Na was wohl. Die lieben sich halt. So wie du Karin. ..."
"Ja ja ich weiß." Sagte er etwas genervt.
"und warum war Karin so blass? Ich mein was kann man schon falsches auf der Basis essen? Da gibt’s ja nichts." Meinte Michael und sah seinen Freund fragend an.
"Na ja. Wer weiß, irgendwas Komisches hat sie schon gegessen. Nur weiß ich halt nicht was. Wieso Willst du sie nicht gleich auf Vergiftung untersuchen? " spaßte Thomas herum.
"Ha ha." Meinte dieser und stand dann auf.
Nur eine Halbe Stunde später gingen auch Thomas und Michael ins Bett. Doch Peter und Gina, kamen nicht mehr aus dem einen Gästezimmer heraus.
Am nächsten Morgen.
"Hallo." Sagte Gina und ließ sich auf den Stuhl fallen.
"Was hast du denn angestellt? " fragte Karin lächelnd, die wusste, dass Peter die ganze Nacht bei Gina im Zimmer war.
"Frag nicht, du weißt es doch eh." Sagte Gina mit einem breiten Grinsen.
"Liebst du ihn sehr? " fragte Karin nun etwas ernster.
"Ja." Antwortete sie knapp und fing wieder an wie ein Honigkuchenpferd zu grinsen.
"Pscht, die Burschen." Sagte Karin doch Gina redete weiter:
"Ist doch egal, früher oder später kommen sie eh drauf." Sagte sie und begrüßte Peter mit einem leidenschaftlichen Kuss.
"Hey!" riefen Thomas und Michael, die gleichzeitig ins Wohnzimmer kamen.
"Brauchen wir Champagner oder Sekt? " fragte Thomas und ging in die Küche.
"Champagner natürlich!" rief Peter erfreut.
"He, nie Alkohol auf lehren Magen!" rief Karin vorsichtshalber.
"Ja Frau Dr.." lachte Peter und aß blitzschnell einen Apfel.
"Passt das so? " fragte er, als er das Kerngehäuse in den Mistkübel schmiss.
"Na ja. Aber lass mir später keine Klagen kommen." Sagte Karin und ging ebenfalls in die Küche, wo sie sich einen Tee zubereitete.
"Karin du nicht? " fragte Thomas und deutete auf die Flasche.
"Nein danke." Sagte sie und schüttelte heftig den Kopf.
"Mit Alkohol im Blut sollte man nicht fliegen." Meinte Gina vorsichtshalber und stellte ihr Glas zur Seite.
"Doch, wir können gar nicht. Goldegg übernimmt. Denn wir haben jetzt immer für sie übernommen, da sie schaden hatten. Doch jetzt sind sie an der Reihe." Erklärte Thomas und nahm einen Schluck.
"Na wenn das so ist." Sagte Gina und nahm ihr Glas wieder in die Hand.
Es vergingen wiederum vier Monate.
Vier Monate, wo Gina und Peter glücklich zusammen waren. Vier Monate, in denen es keinen Maschinen schaden gab und Vier Monate, wo sich auch nichts Weiteres tat.
"Scheiße heute kommt Mark wieder aus dem Gefängnis." Schrie Gina und verzog das Gesicht.
"Glaubst du er wird dich aufsuchen? " fragte Karin und kam zu ihr.
"Ich glaube nicht, ich weiß es." Sagte sie trotzig und seufzte laut auf.
"Mann ich will dieses Schwein nicht mehr sehen!" rief sie verärgert.
"Wird schon werden." Ermutigte Karin die Pilotin.
"Hallo mein Schatz!" rief Peter und gab Gina einen Kuss.
"Hallo." Sagte sie bedrückt.
"Was ist denn? " fragte er etwas besorgt.
"Mark, er kommt heute wieder." Erklärte sie, woraufhin auch Peter ein wenig blass wurde.
"Verdammt." Sagte nun auch er und nahm Gina in den Arm.
"Hallo Leute, lange nicht gesehen!" rief plötzlich jemand und betrat kurz darauf die Basis.
"Mark du Schwein verschwinde!" schrie Gina ihn an.
"Ach hast du dir entwischen schon Peter gekrallt? " fragte er unhöflich.
"Ich habe ihn mir nicht gekrallt. Wir lieben uns, und daran kannst du nichts ändern. Denn ich hasse dich!" rief sie sauer und gab ihm einen Stoß.
"Herr Dr. Harland, ich muss sie von diesem Grundstück verweißen." Sagte Höppi, der aus dem Büro trat. Daraufhin schmiss Mark die Tür zu und startete sein Auto.
"Danke Herr Höppler." Sagte Gina und küsste dann Peter.
Plötzlich wurde sie blass und sie stürmte auf das Klo.
"Gina." Rief Karin und rannte ihr nach.
"Ist alles in Ordnung? " fragte sie, als sie beim WC ankam.
"Ja ja. Ich habe mich nur übergeben." Sagte Gina und machte die Tür auf.
"Ich glaube du bist schwanger." Sagte Karin und lächelte kurz.
"Was? Nein." Antwortete Gina ungläubig.
"Du hast dich sicher schon öfters in den drei Monaten übergeben und du hast sicher Gustar auf die verrücktesten Sachen. Und schlecht und schwarz vor den Augen wird dir sicher auch oft, oder? " fragte Karin worauf sie ein ertapptes Nicken bekam.
´"Ja." Sagte Gina noch kleinlaut und wollte mit Karin zurückgehen, als diese zusammenklappte.
"Karin!" rief Gina und bückte sich über sie.
"Schon OK." Sagte Karin etwas schwach und stand langsam wieder auf.
"Ich glaube, hier bin nicht nur ich schwanger." Lachte Gina und ging mit Karin zurück.
"Kein Wort zu den Anderen bitte." bat Karin und betrat erst dann den Aufenthaltsraum
"Na da seid ihr ja endlich!" rief Peter und ging zu Gina.
"Karin was ist mit dir? Warum bist du so blass? " fragte Michael, der auch schon da war besorgt und kam auf sie zugestürmt.
"Nichts gar nichts. Ich hab mich halt über irgendetwas vorhin erschrocken." Log sie und setzte sich dann nieder.
"Und über was hast du dich erschrocken? " fragte Michael, der ihr nicht so ganz glaubte.
"Gina hat mir einen Schrecken eingejagt." Erklärte Karin ihren Freund.
Gina zwinkerte ihr zu und verließ dann mit Peter das Gebäude.
"Mark war da." Erzählte Karin den Anderen.
"Oh scheiße." Sagte Michael und nahm sie in den arm.
"Höppi hat ihn vom Grundstück verwiesen." Sagte sie jedoch schon etwas fröhlicher.
"Na wenigstens." Seufzte Thomas und stand auf, um in den Hangar zu gehen.
Der Tag verlief ruhig, ohne dass sich Mark noch einmal blicken ließ.
Am Abend bei Gina, Peter, Thomas Karin und Michael Zuhause.
Es klingelte Sturm. Karin lief zu Tür und machte langsam auf.
"Mark." Rief sie erschrocken.
"Wo ist Gina? " fragte er leise und etwas bedrückt.
"Das werde ich grade dir sagen. Geh bitte. Sie will dich nicht mehr sehen." Sagte Karin kalt und sah in das blass gewordene Gesicht ihres Ex-Kollegen.
Dieses verzog sich jedoch gleich zu einer verärgerten Miene und er rannte zu seinem Wagen und verschwand.
"Na jetzt haben wir die Scherereien." Seufzte Karin und erzählte Gina, dass Mark gerade hier war.
"Man Scheiße." Seufzte Gina und sah zur Tür, um sich zu versichern, dass wirklich niemand dort stand, obwohl sie so wie so nicht dran glaubte.
"Kann man ja auch nichts machen." Murmelte Karin vor sich hin.
"Man, ich will nicht, dass Mark die Liebe von Peter und mir zerstört." Jammerte Gina und sah ihre Kollegin ins Gesicht.
"Ach und Karin, Peter und ich werden in ein paar Tagen eine neue Wohnung beziehen. Aber ich danke dir, dass ihr uns hier so lange aufgenommen habt." Sagte Gina und gab ihrer Freundin ein Küsschen auf die Wange.
"War doch selbstverständlich." Sagte sie lächelnd und ging dann ins Schlafzimmer. Nach einer halben Stunde war wieder Ruhe eingekehrt.
Mitten in der Nacht jedoch, klingelte das Festnetz und Ginas Handy. Karin sprang auf und sputete in den Flur, wo auch Gina ihr Handy verschlafen abnahm.
"Hallo wer spricht? " fragten beide gleichzeitig.
"Mark." Ertönte bei beiden Telefonen die Stimme.
Karin und Gina sahen sich verärgert an und legten dann gleichzeitig auf. Gina drehte dann ihr Handy ab und Karin legte den Telefonhörer daneben, so dass für die, die anriefen, immer besetzt war.
Die Männer wachten jedoch nicht auf.
Am nächsten Morgen saß Karin bereits im Wohnzimmer und aß ein Käsebrot mit Erdbeersauce. Als Gina in den Raum trat.
"Also, wenn die Männer das sehen, wissen sie sofort was ist." Sagte Gina lächelnd und erschreckte Karin dabei.
"Ja." Gab Karin ihr Recht und aß danach nur noch mehr die Erdbeersauce.
"Aber gut ist es." Meinte sie und schmiss den Rest des Käsebrotes weg.
"Und ich mach mir jetzt ein Nutellabrot und Gurkensalat." Sagte Gina und sah, wie Karin das Gesicht verzog.
"Ich will aber. Kann nicht widerstehen." Sagte sie und machte sich an die Arbeit.
Als Michael und Thomas aufstanden und Gina so sahen, verdrehten sie die Augen.
"Na Mahlzeit." Sagten sie und setzten sich ebenfalls nieder.
"Karin? " fragte Michael seine Freundin, die wiederum totenblass wurde.
"Was ist denn los? " fragte er besorgt und ging zu ihr hin.
"Gar nichts. Mir ist ordentlich schlecht." Sagte sie und sah ihn kurz an.
"Sag einmal bist du ..."
"Nein!" rief sie vorwurfsvoll in Thomas Worte hinein.
Daraufhin stürmte sie aufs Klo und kam erst nach fünf Minuten wieder.
Als sie zurückkam, saß bereits Peter mit Gina im Arm auf dem Sofa. Peter hatte auch nichts von Ginas Gefräs mitbekommen. Und auch Karin setzte sich zu Michael.
"Da wird man ja direkt neidisch." Sagte Thomas und sah auf die zwei Paare.
"Ach Gina, dein Termin im Krankenhaus komm!" rief sie und zog sie mit sich.
"Der Vater bleibt da!" rief Gina noch und schmiss die Tür hinter sich zu.
Daraufhin sahen sich die Männer ein wenig ratlos an. Und verstanden eigentlich nichts.
"Welcher Termin? " fragte Peter und sah ungläubig zur Tür.
Im Krankenhaus.
"Was ist es wohl." Sagte Gina zu Karin, die mit ihr auf die Befunde wartete.
"So Frau Aigner und Frau Kollegin." Sagte ein Arzt und kam mit Ultraschallbildern heraus.
"Ich darf ihnen, Frau Aigner gratulieren, sie sind im dritten Monat." Sagte er und gab ihr die Hand.
"Wollen sie wissen ..."
"Nein." Sagte sie erfreut.
"Und Frau Dr. Thaler. Sie sind im zweiten Monat, wollen sie ..."
"Ich weiß es." Sagte sie und deutete auf das Ultraschallbild, wo ihr Name und das Bild oben waren.
"Na dann. Schonen sie sich. In ihren letzten Monaten wäre es besser, wenn sie in Ruhe gehen würden." Riet er und verabschiedete sich. Als er draußen war machte Gina einen Freudensprung.
"Was wird es denn bei dir? " fragte Gina ihre Kollegin, die sich ebenso freute.
"Ein Mädchen." Sagte sie glücklich und sie gingen Hand in Hand zum Auto.
Zuhause bei den Burschen.
"Peter was machst du? " fragte Thomas, der seinen Freund mit Koffern und Rucksäcken in der Hand sah.
"Na ich und Gina, wir ziehen wieder aus. Wir haben eine Wohnung." Freute er sich und lächelte seinen Kollegen an.
"Schade." Sagten Michael und Thomas gleichzeitig, als die Mädels lachend hereinkamen.
"Oh Schatz, hast du schon gepackt? " fragte Gina und gab ihren Freund einen Kuss. Dieser nickte und ging zum Auto, um die Koffer und anderen Sachen einzuräumen.
"Und was war? " fragten Thomas und Michael Gina gespannt.
"Ich bin im dritten Monat. Aber pscht ich sage es ihm noch. Aber da sollten wir vorher ein super Festmahl machen." Meinte Gina erfreut.
"Ja, ich mach mich schon dran." Sagte Karin und wollte in die Küche gehen, als sie wiederum zusammenklappte.
"Karin!" rief Michael erschrocken und rannte zu ihr hin.
"Was machst du denn für Sachen? " fragte er sie lächelnd.
"Ich bin ausgerutscht und habe mir halt den Kopf angehaut." Log sie und stand auf.
Er lächelte sie nur kurz an, hob sie dann hoch und legte sie auf die Couch.
"Ich bin doch nicht verletzt!" rief sie empört.
"Nein aber schwanger!" erkannte Michael und gab ihr einen Kuss.
"Woher? "
"Glaubst du, das merke ich nicht? " sagte Michael und nahm sie fest in seine Arme.
Nach einer halben Stunde war das Essen fertig und Peter hatte nichts, von dem, was sich abgespielt hatte, mitbekommen.
"So Mahlzeit." Sagte Thomas und brachte allen das Essen.
"Gibt es irgendeinen besonderen Anlass dafür? " fragte Peter und zeigte auf die Champagnerflasche und auf ein köstliches Festessen.
"Ja." Sagten die beiden Frauen glücklich.
"Und was? " fragte Peter ungeduldig.
Nun konnten es die beiden auch nicht mehr zurückhalten: "Ich bin schwanger!" riefen sie gleichzeitig.
"Wievieltes Monat? " fragten nun Peter und Michael gespannt.
"Drittes." Platzte Gina heraus.
"Zweites." Sagte Karin kleinlaut.
Daraufhin nahmen die Männer das Glas mit Champagner und die Frauen nahmen ihre Gläser mit Orangensaft.
"Auf den Nachwuchs!" rief Peter.
"Auf die Frauen." Sagten Thomas und Michael aus einem Mund.
Die Mädels grinsten nur und stießen mit den beiden an, als es Sturm klingelte.
"Hallo!" rief Mark und trat in die Wohnung. Thomas wollte ihn zurück halten doch es klappte nicht.
"Was feiert ihr denn? " fragte er und setzte sich neben Gina, die ihn sofort fest in die Rippen stieß.
"Das geht dich nichts an und verschwinde!" schrie sie.
"Ich will mich ja nur ..."
"Was denn? " Fragte Gina sauer.
"Entschuldigen." Sagte er kleinlaut.
"Für was denn? Für dass, dass ich mein Kind verloren habe, für das, dass Thomas angeschossen war? Oder für dass, dass du mich umbringen wolltest? " schrie sie ihn an.
"Für alles." Sagte er und sah sie flehend an.
"Verschwinde jetzt!" sagte Peter und packte ihn am Arm und schleppte ihn zur Tür.
"Ja ja." Sagte er genervt. "Sag mal Gina bist du schwanger? " fragte Mark unverschämt.
"Na und wenn, es ist nicht von dir!" schrie sie zu ihm.
"Von wem denn sonst? " fragte er etwas sauer.
"Von jemanden, aber nicht von dir!" schrie sie wütend.
"Du weißt schon, dass ich ein Recht habe, mein Kind zu sehen!" schrie er laut.
"Erstens: dein Kind ist wegen dir in meinem Leib gestorben, zweitens: glaube ich nicht, dass ich einem krimineller Vater ein Kind anvertrauen würde und Drittens: Ist das Kind, das ich erwarte nicht von dir!" schrie sie und warf die Tür zu.
Mark startete das Auto und fuhr schnell weg.
"Super. Ich war bis vor kurzem so happy." Sagte sie und ließ sich seufzend auf einen Stuhl nieder.
"Lass dir wegen diesem Nichtsnutz nicht den Tag verderben." Ermunterte Karin ihre Freundin.
"Hast ja Recht." Sagte sie und Thomas, Peter, Michael, Karin und sie quatschten noch lange.
"Na aber jetzt müssen wir los." Sagte Peter und Gina und er verabschiedeten sich von Michael und Thomas. Karin fuhr mit, um die Wohnung zu sehen.
"Und sie ist sogar schon eingerichtet? " fragte Karin ungläubig, die nicht wusste, wann Peter oder Gina dafür Zeit gehabt hätten.
"Ja, fix und fertig." Lächelte Peter und startete seinen Wagen. Karin fuhr mit ihren hinterher.
Als sie ankamen, sperrte Peter das Haus auf und führte Karin und Gina hinein.
"Bitteschön!" rief er und Gina und Karin rissen die Augen weit auf.
"Na bumm." Ließ Karin leise von sich hören.
Daraufhin viel Gina Peter um den Hals.
"Und wie viel ist die Miete? " wollte Gina wissen, die deshalb ein bisschen ein schlechtes Gewissen hatte.
"Nichts. Ich habe dieses Haus geerbt." Sagte er lächelnd.
"Wa Was? " fragte Gina und sah sich um.
"Ist nicht dein Ernst oder? " fragte Karin und sah zur Theke, wo ein großer Tisch und ca. 10 Sesseln standen.
"Doch, dieses Haus gehört uns." Sagte er und legte den Arm um Gina.
"Danke." Sagte sie und gab ihm einen Kuss.
"Wer ist den der edle Spender? " fragte Karin interessiert.
"Mein Onkel. Leider ist er gestorben. Aber ich habe ihn kaum gekannt. Das macht mich nicht so traurig. Aber er hat mir immerhin dieses wunderbare Haus vererbt." Sagte er stolz.
"Jetzt bleibt nicht so angewurzelt hier stehen! Kommt weiter!" forderte er die beiden auf.
"Hier ist die Küche." Sagte er und öffnete die Tür, die zu einer wirklich hochmodernen Küche führte. Danach zeigte er ihnen noch alle anderen Räume. Vom Bad war Gina kaum wegzukriegen.
"Na ich muss dann mal." Sagte Karin mit einem Blick auf die Uhr.
"Kommst du uns eh oft besuchen? " fragte Gina ihre beste Freundin.
Karin nickte: "Sehr oft? " fragte Gina nochmals.
"Versprochen. Aber wir sehen uns so wie so jeden Tag. Wir sind ja nicht von Welten getrennt." Sagte Karin und verabschiedete sich von Gina und Peter.
Niemand merkte es, doch Mark hatte sie bis zu Ginas und Peters Haus verfolgt und ständig beobachtet. Als Karin wegfuhr, läutete er bei dem Traumpaar an.
"Mark!" schrie Peter sauer.
"Hast du nicht gehört, du sollst ..."
"Du rede nicht. Gina liebt dich ja gar nicht. Ich will, dass sie zugibt, dass das Kind von mir ist und du sollst das auch einsehen." Schrie Mark in seine Worte. Jetzt war auch Gina neben Peter getreten.
"Erstens: Du warst ein halbes Jahr im Knast. Zweitens: Ich bin im dritten Monat und das heißt, dass du nicht der Vater sein kannst, da ich mit Peter seit fünf Monaten zusammen bin. Und Drittens: sollst du endlich verschwinden, sonst klage ich dich wegen Belästigung an." Drohte sie und schmiss die Tür zu.
Mark ging verdutzt weg. Im Wagen hatte er eine Idee. Er steuerte auf das Haus von Karin, Thomas und Michael zu. Dort läutete er ebenfalls Sturm.
"Kannst du uns nicht in Ruhe lassen? " fragte Karin, die ihm aufgemacht hatte sauer.
"Ich weiß, wo Gina und Peter wohnen. Ich bin euch gefolgt." Sagte er, doch Karin sah Tränen in seinen Augen.
"Ich will mich ja nur bei Gina entschuldigen und ich will, dass sie zugibt, dass das Kind von mir ist. ..."
"Das Kind ist nicht von dir!" fuhr Karin, die dem Gerede bis jetzt ruhig zugehört hatte, die es aber jetzt satt hatte ihn an.
"Das weißt du aber. Und finde dich damit ab." Sagte sie verärgert und auch sie schmiss die Tür zu.
Es vergingen wieder zwei Monate.
An diesem Tag ging es Gina überhaupt nicht gut. Sie saß im Sofa und tat nichts außer den Heli fliegen und die Trage zu Karin und Enrico bringen.
"Sag was ist denn mit dir? " fragte Karin besorgt, der die Laune ihrer Kollegin zwar schon früher auffiel, doch sie hatte erst jetzt Zeit, sie darauf anzusprechen.
"Ach weißt du ... Komm lass uns vor die Basis gehen." Sagte Gina und verließ mit Karin das Gebäude.
"Mark. Er kommt immer und nervt einfach furchtbar. Er meint, dass das Kind von ihm ist. Er macht Telefonterror und er, ja er lässt mich einfach nicht in Ruhe. Und meine Schwangerschaft macht mir zu schaffen." Erzählte sie ihrer Freundin, die aufmerksam zuhörte.
"Da muss man doch irgendetwas tun können." Sagte Karin und sah ihre Kollegin fragend an.
"Peter, dem geht das auch schön ganz auf die Nerven. Ich mein dann ist er um mich und das Baby ständig besorgt und ja ..."
"Da bist du nicht die Einzige." Sagte Karin und sah ihrer Freundin ins Gesicht.
"Ohweier!" rief Gina und rannte zum WC.
Als sie wieder kam, war sie etwas blass.
"Geht’s wieder? " fragte Karin lächelnd und bekam ein Nicken als Antwort.
"Karin, was soll ich machen? " fragte Gina ihre beste Freundin um einen Rat.
"Ich weiß es nicht. Wirklich." Sagte diese und ging dann mit Gina zurück in den Aufenthaltsraum.
"Hallo Ju ..." und schon war auch Karin aufs Klo verschwunden.
"Na ja. Unsere Mädels." Kicherte Enrico.
"Hallo Leute!" rief Biggi und betrat die Basis.
"Hey Schätzchen!" rief Enrico und stürmte zu ihr hin.
"Na wie geht’s? " fragte er fröhlich.
"Super. Ich wollt euch halt einmal wieder besuchen und da ..."
"Hallo Biggi!" riefen Karin und Gina.
"Hallo ihr beiden!" rief Biggi und wollte sie umarmen, als sie von Karin und Gina zurückgewiesen wurde.
"Ach so ja." Sagte sie und erinnerte sich daran, was ihr Enrico erzählt hat.
"Weiß eigentlich Stella schon davon? " fragte Gina an ihre Vorgängerin gerichtet.
"Ja, die hat sich für dich und Peter gefreut. Und auch für Olli, dass er ein Halbgeschwisterchen bekommt." Erzählte Biggi und setzte sich nieder.
"Dann ist ja gut." Atmete Gina erleichtert auf und setzte sich mit Karin ebenfalls nieder.
"Von was redet ihr überhaupt? " fragten nun Max und Enrico, die nichts von dem Nachwuchs wussten.
"Na ja ich, wir sind schwanger." Platzte Gina glücklich heraus.
Wie, was, von wem? " fragten Max und Enrico.
"Na bei Karin, kann sich’s ja jeder denken. Und wer es noch nicht bemerkt hat, Peter und ich sind seit sieben Monaten ein Paar. Und jetzt ja ..." erzählte sie freudig.
"Natürlich. Jetzt ...na klar. Anders kann’s ja gar nicht sein." Sagte Max lachend, der sich innerlich ein wenig über seine blöde Frage ärgerte.
Biggi blieb zwei Tage bei Enrico und fuhr dann zurück zu ihrer Wohnung, da sie Stella mit Olli helfen musste.
Eine Woche später.
"Ja Mama. Nein, ich will.... Ja, und tschüs." Sagte Gina am Handy genervt und legte dann sauer auf.
"Meine Eltern. Ist ja typisch. Sie wollen gleich wissen, wer du bist und wollen dich natürlich auch gleich kennen lernen. Deshalb haben sie sich selber für nächste Woche Freitag eingeladen." Erklärte Gina Peter.
"Na ja, so schlimm können sie ja nicht sein." Sagte Peter und legte den Arm und Ginas Schultern.
"Nein, sie fragen dich nur, als was du arbeitest und, dass du auf mich aufpassen sollst und, dann bekommst du einen Vortrag über Kindererziehung usw. Ich sag dir, die sind der Horror." Jammerte Gina ihren Freund an, der sich über diese Beschreibung köstlich amüsierte.
"Warte ich gehe aufmachen." Sagte Gina und rannte zur Tür.
"Du schon wieder. Verschwinde und lass mich in Ruhe!" brüllte Gina zu Mark, der in der Tür stand.
"Jetzt Gina warte mal." Sagte er doch es war zu spät. Gina hatte ihm bereits die Tür auf die Nase geschmissen, so dass sie zu bluten begann.
Nach diesem Vorfall fuhr er zu Karin.
"Hallo, kann ich kurz rein? " fragte er Karin, die etwas zerzaust vor ihm stand. Nach paar Minuten Überlegung ließ sie ihn herein.
"Was willst du? " fragte sie ihn vorsichtig.
Plötzlich fing er an zu heulen.
"Bist du hergekommen um dich bei mir auszuheulen? " fragte Karin unfreundlich.
"Nein, oder ja. Ich will mich bei Gina bloß entschuldigen. Ich will ja nur, dass sie es mit einem Lächeln annimmt oder so. Und mir nicht die Tür vor der Nase zuschmeißt." Sagte er mit Tränen überströmten Gesicht.
"Ich will mich ja nur entschuldigen, und das in aller Form. Dann lasse ich sie in Ruhe." Sagte er weinend.
"Glaubst du nicht, dass du ein wenig zu viel von ihr verlangst? Ich meine du wolltest sie ja umbringen." Versuchte sie ihm klar zu machen.
"Ja ich will ja nur Entschuldigung, verstehst du? Nur Entschuldigung sagen. Aber das will ich eben etwas länger ausbauen. Und ihr sagen, warum ich das gemacht habe." Sagte er.
"Warum hast du das denn gemacht? " Fragte nun Karin interessiert.
"Tja. Ich habe geglaubt, dass sie und Thomas zusammen sind. Da sie andauernd gemeinsam herumgehockt sind. Es tut mir ja schrecklich leid. Ich mach das ja auch nie wieder. Ach Karin kannst du nicht mit ihr reden? " fragte er Karin mit einem bittenden Gesichtsausdruck. Karin dachte kurz nach.
"Also gut. Ich versuchs halt." Sagte sie und Mark bedankte und verabschiedete sich und fuhr davon.
Thomas und Michael waren noch bei der Schicht. Doch sie kamen kurz darauf nach Hause. Karin schlief bereits, als Michael das Schlafzimmer betrat.
Am nächsten Morgen auf der Basis.
"Mark war schon wieder bei mir." Erzählte Gina ihrer Kollegin in der Gardarobe.
"Bei mir auch." Sagte Karin und band sich die Schuhe zu.
"Was hat er ..."
"Dass er sich bei dir nur entschuldigen möchte. Er ginge sofort wieder weg. Er will nur, dass du seiner Entschuldigung zuhörst." Erzählte Karin ihr.
"Was " rief Gina empört.
"Glaubst du nicht, dass du es versuchen kannst? Er will sich ja nur entschuldigen." Sagte Karin, und versuchte ihre Freundin zur Vernunft zu bringen.
"Stehst du jetzt auf seiner Seite? " Fragte Gina etwas sauer.
"Ich stehe auf gar keiner Seite. Ich denk mir einfach was ist dabei, wenn er sich entschuldigen will. Ich verstehe dich ja auch. Du bist verletzt aber er ..."
"Ach lass mich doch." Sagte Gina und ging sauer zu Peter in die Küche.
Peter erzählte sie auch, das Selbe, was sie von Karin vermutete. Dieser meinte jedoch das Selbe: "Na ja. Ich glaube schon, dass sie ein bisschen unter Druck ist. Denn er redet auf sie ein und du redest auf sie ein." Sagte Peter und sah, dass Gina gleich in die Luft gehen würde.
"Ich red herum ja? " brüllte sie.
"Nein, aber du redest nun mal viel über Mark mit Karin. Und Mark redet genauso über dich mit Karin. Ich mein was kann sie denn dafür, wenn Mark sich bei ihr ausheult? " fragte er in einem lauten Tonfall.
"Ja jetzt bist du wieder auf Karins Seite? " fragte sie wütend.
"Nein aber ..."
"Komm lass mich!" schrie sie und rannte vor die Basis.
Da die A-Crew mit ihrer Schicht dran war, fuhr Gina zu sich nach Hause.
Das Selbe tat Karin, doch lange hatte sie keine Ruhe, da Mark dort bald auftauchte.
Er kam, um zu fragen, ob sie mit Gina geredet hat. Auf die Erzählung von Karin fuhr er weder weg.
Gina hatte sich inzwischen vor den Fernseher gelegt und aß Nutellabrot mit Gurken und dazu trank sie jede menge Tee. Bis Peter nach Hause kam.
"Hallo." Sagte er vorsichtig, weil er nicht wusste, wie sie reagieren würde.
"Hallo. Tut mir leid, dass ich so ausgezuckt bin." Sagte sie und gab ihm einen Kuss.
"Die Hauptsache ist, dass du dich beruhigt hast." Meinte er und kurz darauf setzten sie sich vor den Fernseher und Peter aß nun jede menge Gurken.
"Und was ist mit Karin? " fragte er Gina vorsichtig.
"Bitte rede mich nicht auf diese Person an. Ich will sie nicht mehr sehen." Sagte sie. Nach dem sie das gesagt hatte, war sie selbst ein wenig geschockt über ihre Worte, doch ihr Stolz ließ es nicht zu, dass sie es zurücknahm.
Inzwischen saß Karin in einem Buch vertieft in ihrem Zimmer und hörte deshalb nicht einmal, dass Thomas und Michael nach Hause kamen.
"Hallo mein Schatz!" rief Michael und kam zu Karin.
"Ach hallo." Sagte sie ein wenig traurig, wegen dem Streit mit Gina, der ihr nicht mehr aus dem Kopf ging.
"Was ist denn los? " fragte er besorgt und zog sie zu sich.
Danach schüttete sie ihm ihr Herz aus. Michael dachte lange nach doch er konnte sie nicht richtig wieder zur Freude bringen.
Eine Woche später.
"Oh Nein." Seufze Gina, als sie aufstand und auf die Uhr schaute.
"Na toll. Ich muss noch Besorgungen machen." Jammerte sie verschlafen vor sich hin.
"Was ist den? " fragte nun Peter, der sich regte und streckte.
"Meine Eltern kommen ja heut. Leider." Setzte sie hinzu und sputete ins Badezimmer, um sich fertig zu machen.
"Ach, nur, dass du es weißt, meine kleine Schwester kommt auch." Sagte sie und setzte sich noch kurz zu Peter in die Küche.
"Wie alt ist sie denn? " fragte er, der glaubte, dass Janina 20 Jahre oder jünger ist.
"Janina? Die ist 14 Jahre alt." Sagte sie lächelnd.
"Aha. Ich wusste gar nicht, dass du so eine junge Schwester hast? " sagte er grinsend.
"Willst du vielleicht damit sagen, dass ich alt bin? " fragte Gina mit einem herausfordernden Blick.
"Nein nein!" rief er und lachte kurz.
Daraufhin rannte Gina in den Flur, schnappte sich ihre Jacke und rannte blitzschnell zu ihrem Wagen.
"Wenn ich wiederkomme erwarte ich einen Tee!" rief sie noch und fuhr dann los.
Eine Stunde später stand sie mit Einkaufstüten bepackt vor der Tür.
"Ist das alles? " fragte Peter vorsichtshalber, der vermutete, dass noch einiges im Wagen ist. Doch er hatte glück.
Gina trank nur schnell ihren Tee aus und machte sich dann an das Essen.
Eine Stunde später.
Es klingelte Sturm.
"Ja ja ich komm ja schon!" rief Gina und lief aufgeregt zur Tür.
"Hallo Mausi!" überfielen ihre Eltern sie gleich. Peter war nachgekommen und stand nun neben Gina.
"Das ist also dein Scharmanter Freund? " fragten die beiden ihre Tochter eindringlich.
"Ja das ist Peter. Peter, das ist Margarete meine Mutter! Und Papa, Herr Gerhard Aigner mein Vater. Das ist Peter. Und das ... Ist Janina meine Schwester. Janina das ist mein Freund Peter." Nachdem sich alle die Hände gereicht hatten, setzten sie sich zum Tisch.
"Also jetzt erzählen sie mal, wo arbeiten sie? " Fragten die Eltern Peter neugierig, wehrend Janina Gina in der Küche half.
"Ich arbeite auch beim Medicopter 117. Ich bin Sanitäter in der A-Crew." Erzählte er und sahen, dass Gina mit Janina und Tabletts in der Hand aus der Küche kam.
"So guten Appetit." Sagte Gina und stellte jedem sein Essen hin.
"Danke Gina." Sagten alle im Chor.
Die Eltern und Janina blieben vier Stunden. Vier Stunden Qual für Gina. Wie nicht anders erwartet, bekamen Gina und Peter einen Vortrag über Kindererziehung und dabei verdrehte sogar Janina die Augen und fragte Gina, ob sie sich nicht zum Fernseher verabschieden könnte. Gina hatte vollstes Verständnis und lachte mit ihr, als sie allein im Zimmer waren.
"Ja, versprochen Mama und Tschüs." Sagte Gina und machte die Tür zu.
"Endlich. Glaubst du mir jetzt, dass sie der Horror sind? " fragte sie ihren Freund lächelnd, der andauernd von ihren Eltern gelyncht wurde.
"Ja." Sagte er und ein wenig später gingen sie schlafen.
Es verging wieder ein Monat. Ein Monat in dem Mark sich immer bei Karin ausheulte wegen Gina, in dem Gina auch kein Wort mit Karin sprach und Michael Karin gegenüber auch ein wenig misstrauisch wurde.
Einmal kam Michael zu Besuch zu Gina und Peter. Als Peter nicht im Raum war, begannen sie über Karin zu reden.
"Ja Mark kommt immer öfter zu ihr. Ich glaube nicht, dass er sich nur ausheult. Ich glaube da ist mehr." Sprach Gina ihre Vermutung aus.
"Ich auch, dann zieht sie sich immer mehr zurück und ich weiß nicht, was ich noch machen kann. Sie sagt, dass sie nur so ist, weil sie die Situation kaputt macht. Weil sie es nicht aushält, dass sie sich mit dir nicht mehr versteht." Erzählte Michael und nahm ein paar Schlucke vom Saft.
"Ich traue ihr nicht." Sagte Gina und sah Michael kurz an.
"Ich glaube, ich werde mich von ihr trennen." Sagte er kalt.
"Und was ist mit eurem Kind? " fragte Gina etwas geschockt.
"Das wird sie abtreiben müssen." Sagte er und kurz danach verabschiedete er sich von Gina und fuhr wieder nach Hause. Wo sie Mark wieder vorfand und eine Karin, die schon langsam die Augen verdrehte. Als Mark endlich aus dem Haus war sah er sie wütend an: "Ist was? " fragte sie vorsichtig.
"Du bist mit ihm zusammen." Sagte er wütend.
"Was soll der Scheiß denn jetzt? " fragte sie ihn vorwurfsvoll.
"Das ist kein Scheiß. Warum kommt er denn dann immer da her? " schrie er.
"Was kann ich denn dafür. Er will doch nur mit Gina reden. Er will sich doch nur entschuldigen, was kann ich dafür, wenn sie nicht mit sich reden läst. Denkst du es nervt mich nicht, dass er andauernd da her kommt? " schrie nun auch sie.
"Nein das glaube ich nicht. Und ich glaube das du ihn liebst!" brüllte er und sah ihr wütend in die Augen.
"Das glaubst du doch wohl selber nicht." Meinte sie und konnte nicht glauben, was sie da zum hören bekam.
"Doch das glaube ich. Und deshalb will ich mich von dir trennen und du wirst hier rausziehen! Und komm nie wieder!" brüllte er nun, wehrend Karin die Tränen kamen.
"Ach und das Kind lässt du abtreiben, oder ich nehme das in die Hand." Schrie er ihr ins Gesicht.
"Das meinst du nicht ernst oder? " fragte sie mittlerweile mit tränenüberströmten Gesicht.
"Doch!" schrie er und schmiss die Tür hinter sich zu.
Sie fühlte sich schrecklich, sie konnte nicht glauben, dass sich alles so ändern musste. Sie wollte nur, dass Mark auch endlich geht und, dass Gina ihm wenigstens zuhört. Und das auch nur zu Ginas Wohl. Und jetzt? Jetzt trennte sich sogar ihr Freund, den sie über alles liebt von ihr.
Sie lief ins Zimmer und riss ihre Klamotten aus dem Schrank, packte in zehn Minuten alles in Koffer und fuhr dann mit dem Auto davon. Sie buchte sich ein Zimmer in einem Hotel in Traunstein, wo sie übernachtete.
Am nächsten Morgen stand Gina mit einem sehr schlechten Gewissen auf.
Es plagte sie nun.
"Vielleicht hat sie das ja auch nur gut gemeint. Nein, sicher. Und Mark, sie will mir doch nur helfen. Und ich, ich habe sogar mit ihrem Freund schlecht über sie geredet." Dachte sich Gina und ihr kamen langsam die Tränen.
Peter schlief noch tief und fest. Gina machte sich noch schnell ein Brot und fuhr dann zu Michael und Thomas, da sie dachte, dass Karin dort sein würde.
"Hallo Michael. Ist Karin da? " fragte sie ihn und sah, wie er eine Grimasse zog, bei dem Namen.
"Nein. Ich habe mich von ihr getrennt. Ich habe ihr gesagt, dass sie verschwinden soll. Ich will sie einfach nicht mehr sehen." Erzählte er, als er sie hinein bat.
"Nein. Was ist, wenn wir ihr wirklich Unrecht tun? Ich bin mir sicher, dass es nicht so war, wie wir gedacht haben. Ich bin erst heute Morgen wieder an meinen Verstand gelangt." Erzählte sie aufgeregt.
"Was soll das? Thomas meint das auch. Aber ich nicht, und ich will Karin nie wieder sehen. Deshalb muss ich mich hüten vor der Schicht der B-Crew. Nach der Abtreibung wird sie so wie so wieder fliegen." Sagte er wütend.
"Abtreibung? Was? " fragte Gina geschockt.
"Ja, ich habe ihr gesagt, dass sie abtreiben soll. Aber das habe ich dir ja eh erzählt. Sonst nehme ich das in die Hand." Sagte er und wurde bei den letzten Worten immer lauter.
"Spinnst du? Weißt du, was du Karin da antust? Und außerdem würde sie es nie übers Herz bringen ein anderes Leben zu töten." Sagte Gina wahrheitsgemäß.
"Ach Blödsinn. Wenn es so wäre, dann muss ich Karin eben dazu zwingen. Und jetzt geh bitte." sagte er und Gina lief mit Tränen in den Augen außer Haus. Sie konnte nicht glauben, dass Michael sich so ändern konnte. Sie dachte immer, Karin und Er seien ein Herz und eine Seele und Michael würde so einen Blödsinn nicht glauben, doch da hat sie sich geschnitten.
Gina war bereits im 8. Monat und Karin im 7.. Sie wusste, dass Karin ihr Kind niemals abtreiben würde und Eher würde sie sich selbst umbringen, als dass sie ein Leben ohne Michael führen müsse. Deshalb musste sie sie finden.
Gina fuhr auf die Basis, doch dort fand sie nur Biggi und Enrico vor.
"Wisst ihr wo Karin ist? " fragte Gina aufgeregt.
"Solltest du nicht Zuhause sein? Und auf deine Frage hin. Nein." Sagte Biggi.
"Nein, ich muss Karin finden, sonst ..." weiter redete sie nicht, da sie Karins Auto vorfahren sah.
"Karin!" rief Sie schon von weitem.
"Hallo Gina. Schön, dass du auch noch mit mir sprichst." Sagte Karin und Gina sah, dass es ihr sehr schlecht ging, obwohl Karin es nicht zeigte.
"Hör zu, es tut mir leid. Alles tut mir leid, dass ich dich beschuldigt habe, dass du mit Mark etwas hast. Dieser Gedanke war idiotisch." Sagte Gina verzweifelt, doch sie hoffte, dass Karin ihr verzeiht.
"Allerdings." Sagte sie und sperrte ihren Wagen ab.
"Ich weiß, dass Michael sich von dir getrennt hat. Er kam gestern zu mir. Da hab ich auch noch an diesen idiotischen Verdacht geglaubt und habe Michael bei allem Recht gegeben. Karin es tut mir leid, bitte." sagte Gina bereits mit Tränen in den Augen.
Karin lächelte nur. Denn sie war froh, dass Gina ihr jetzt glaubte.
"Schon gut. Mach dir keine Vorwürfe." Sagte Karin und dachte jedoch nur daran, was sie machen sollte. Sie wollte ihr Kind nicht umbringen und sie wollte auch nicht ohne Michael leben.
"Karin ich werde dir helfen." Sagte Gina und sah, dass ihrer Freundin bereits Tränen in die Augen stiegen.
"Ich weiß, dass Michael will, dass du das Kind ..."
"Bitte rede nicht davon." Sagte Karin und versuchte ihre Tränen zurück zuhalten.
"Du arbeitest noch? " fragte Gina Karin, die auf das Basisgebäude zusteuerte.
"Ja! Ein bisschen geht’s noch." sagte diese und sah Gina, die ein wenig weiß wurde an.
"Aber du bist doch schon im 7. Monat!" versuchte Gina ihr in Erinnerung zu rufen.
"Ja, ich kann ja noch. Man sieht es mir ja auch nicht so an. Zum Glück, dass ich das von meiner Mutter beerbt habe." Sagte Karin und brachte ein leises Lächeln hervor.
Karin wollte gerade zum Gebäude zurückgehen, da sie jetzt wieder neben Gina stand, doch sie brach zusammen.
"Enrico!" schrie Gina, da kein anderer Arzt und nur ein Sanitäter auf der Basis war. Dieser kam gerannt und Karin wachte nach fünf Minuten wieder auf.
"Nein nein. Du fliegst mir nicht mit." Sagte Biggi lächelnd zu der Ärztin, die sich aufsetzte.
"Wo ist jetzt Gina? " fragte Karin verwundert.
"Ach die hat sich aufs WC vertschüst." Sagte Enrico lachend und Gina kam gleich darauf mit blassem Gesicht heraus.
"Ich bin froh, wenn das vorbei ist." Sagte sie und Karin und sie fuhren zu Ginas Haus.
"Wenn du willst, kannst du ja da weil zu uns kommen." Bot Peter ihr an. Der Karins und Ginas Erzählung zuhörte und schon die ganze Zeit der Meinung war, dass zwischen Karin und Mark nichts lief.
"Nein, weil, wenn Michael hier her kommt. Es tut so wie so schon sehr weh. Ich will nicht mehr von ihm angeschrieen werden." Sagte sie und nach einer Stunde fuhr sie mit dem Auto zum Hotel.
Noch etwas später fuhr Peter mit Gina zur Basis. Gina blieb jedoch dort und flog keinen Einsatz.
"Hi Leute!" rief Peter, als er die Basis betrat.
"Hallo Peter." Sagte Thomas und bat Gina mit ihm vor die Basis zu kommen.
"Wo ist Karin? " fragte er gleich, da Karin ihm leid tat und er wusste, dass Michael sich das niemals verzeihen würde, wenn er bestätigt bekommen würde, dass Mark und Karin kein Verhältnis hatten.
"Glaubst du auch, dass sie nichts mit Mark ..."
"Natürlich. Und sie ist eine super Freundin. Und ich will nicht, dass mein bester Freund dann am Ende ist, wenn er die Wahrheit erfährt." Sagte Thomas und sah Gina dabei flehend an.
Bevor Gina noch antworten konnte, klappte sie zusammen.
Sie wachte auf dem Sofa neben Peter und Michael wieder auf.
"Na wie geht’s? " fragte Peter seine Freundin.
"Ja, mir ist halt schlecht." Sagte sie und sah starr nach oben.
Als sie sich aufsetzte kniete sich Peter vor sie hin.
"Was soll das? " fragte Gina etwas erstaunt.
"Willst du mich heiraten? " fragte er sie in einem supersüßen Tonfall.
Sie überlegte kurz, umarmte ihn dann und antwortete dann: "Ja ich will. Sehr gern."
Und sie küssten sich dann stürmisch.
Michael sah etwas traurig dabei zu. Und dachte eigentlich nur an Karin.
"Und wann ist eure Hochzeit? " fragte nun Biggi interessiert.
"In zwei Wochen." Sagte Peter stolz.
"Wie? " Fragte Gina, die nicht wusste, wann er das gemacht hat.
"Ja, das habe ich schon viel früher geplant." Lächelte er Gina an.
"Und was hättest du gemacht, wenn ich nein gesagt hätte? " fragte sie ihn herausfordernd.
"Nichts, weil ich wusste, dass du ja sagen würdest." Sagte er und sie küssten sich wiederum.
Am selben Tag verschickte Gina die Einladungen an alle ihre Freunde. Und Peter musste seinen Eltern versprechen, dass sie kommen dürfen. Ebenso Gina. Diese freute sich jedoch darauf nicht. Doch die Hauptsache war, dass Peter und sie heirateten. Natürlich wurde auch Karin eingeladen. Diese hatte zuerst Bedenken, da Michael auch auf der Hochzeit erscheinen würde. Doch mit viel Überredungskunst von Gina und Peter willigte sie ein.
Karin war sehr stark. Sie hatte bis jetzt noch nichts unternommen, was ihr oder dem Kind schaden könnte. Sie wollte das Kind, nach dem sie es gebären würde, Biggi anvertrauen. Diese willigte ebenfalls darauf ein, aber nur, weil sie Karin ihren falschen Grund erzählte. Sie glaubte ihr Kind, damit in guten Händen.
Zwei Wochen später.
Die Hochzeit machte einen großen Wirbel. Die Medicopter- Basis wurde festlich geschmückt und sie ließen einen anderen Stützpunkt übernehmen.
Da sie Wie bei Stella und Peters Hochzeit auf der Basis heiraten wollten.
Max hatte den Standesbeamten bereits informiert und Biggi, Enrico, Max und Stella richteten die Basis und das Essen her. Olli turnte herum und Stella musste andauernd von ihrer Arbeit ab, um ihm vor irgendeinen Blödsinn zu bewahren.
"Olli mit dir macht man was mit Schätzchen." Sagte Stella, als sie ihren Sohn am Tisch stehen sah.
Er lachte ihr nur frech ins Gesicht. So musste er nach draußen und mit Tanja und Raphael Berger, Peters Eltern bleiben.
"Oma Opa!" rief er und stürmte die beiden um.
"Na, wie geht es unserem kleinen Enkel." Sagte Ralph und nahm den kleinen Rabauken auf den Arm. Stella erklärte ihm die Situation und danach verschwanden Ralph und Tanja vor das Basisgebäude.
Nun kamen auch Margarete, Gerhard und Janina an. Sie stiegen aus und fragten gleich wegen Gina.
"Die dürfen aber nur sie sehn." Sagte Max und brachte sie zur Mädchengarderobe.
"Hallo Schwesterherz!" rief Janina und stürmte ihre Schwester, die von einer Frisöse behandelt wurde.
"Hallo Schwesterchen. Und natürlich auch Mama und Papa!" rief sie, doch durch ihre Glücklichkeit verfloss der immer wieder entstehende Ärger mit den Eltern.
Peter wurde ebenfalls in der Männergarderobe hübsch gemacht.
Jetzt trafen auch Thomas und Michael ein.
Dieser zog schon eine Grimasse, doch als er die Basis betrat, war keine Karin in Sicht.
Wehrendessen bei der Abfahrt in die Richtung, die zur Basis führte.
Karin stand etwas länger im Stau. Dann bog sie nach links ab und plötzlich fuhr ein Auto mit voller Geschwindigkeit direkt in ihr Auto, auf der linken vorderen Seite hinein.
Karin war sofort bewusstlos. Doch der Mann stieg aus und bekam nichts mit, da er stock betrunken war. Ein Mann aus dem anderen Auto stieg aus und rief bei der Rettungsleitstelle an.
Gina machte sich inzwischen schon Sorgen, da Karin noch immer nicht erschien. Als plötzlich die Alarmsirenen erklangen.
"Basis Medicopter 117. Wächter? " hob Thomas ab.
Der Mann am anderen Ende gab kurze Anweisungen. Dass die andere Basis Maschinenschaden hatte und dass sie übernehmen müssten.
Thomas lief sauer zu Enrico Biggi und Michael, die zusammen standen.
"Ein Unfall bei der Abfahrt, die zu unserer Basis führt. Es gibt nur einen Verletzten." Sagte Thomas aufgeregt.
"Aber ..."
"Unsere Kollegen haben da drüben einen Maschinenschaden. Also wir sind im Einsatz." Sagte Thomas und schon waren Michael, Enrico und er in der Luft.
"Ganz in der Nähe. Ich sehe es schon." Rief Enrico.
"Ja ich ..." plötzlich stockte er und sah auf das angefahrene Auto.
"Ist das nicht Ka Karins Wagen? " fragte er seinen Kollegen geschockt.
"Nein, oder doch!" rief Michael und Thomas landete schnell.
Michael und Enrico hechteten zum Auto und sahen Karin drinnen.
"Karin kannst du mich hören? " fragte Enrico vorsichtig, da sein Kollege nur dastand.
Karin öffnete langsam die Augen und fing schwer an zu atmen.
"Karin was ist? " fragte Enrico geschockt.
"Die Wehen. Schnell!" schrie sie leidend auf und Michael wurde stock wütend und stand nur da.
"Jetzt hilf endlich. Sie braucht dich!" rief Enrico ihn sauer an.
Er half ihr zwar aus dem Wagen, doch dann schaffte er Thomas an, mit der Trage zu kommen.
"Sie ist hochschwanger." Sagte Enrico und sie trugen ihre verletzte Kollegin zum Heli.
Wehrendessen auf der Basis.
"Wo bleibt Karin? " fragte Gina und ihr kamen fast die Tränen.
"Ich weiß es nicht. Aber die Hochzeit beginnt gleich." Wollte Biggi ihr klar machen.
Nach zehn Minuten standen nun Peter und Gina nebeneinander.
"Und so frage ich sie, Herr Peter Berger, wollen sie, die hier anwesende Gina Aigner zu ihrer recht angetrauten Gemahlin nehmen? So antworten sie mit ja."
"Ja." Sagte dieser glücklich.
"Und so frage ich auch sie, Frau Gina Aigner wollen sie, den hier anwesenden Peter Berger zu ihrem recht angetrauten Gemahlen nehmen, so antworten sie mit ja."
"Ja, ich will." Sagte sie glücklich.
"So erkläre ich sie zu Mann und ..."
"Nein Gina!" schrie plötzlich ein Mann von hinten. Die Leute drehten sich zu ihm um und erstarrten.
"Nein!" seufzte Peter.
"Mark! Was machst du hier? " schrie Gina.
"Ruhig Schatz." Versuchten sie ihre Eltern, die nach vorne kamen zu beruhigen.
"Nein ich Ahhh!" schrie sie nun auf.
"Was, was ist? " fragte Peter erschrocken.
"Die Wehen unser Kind." Schrie sie leidend auf. Nun geriet alles aus dem Häuschen. Mark stürzte zu Gina und redete ihr gut zu.
Währenddessen im Heli.
"Ganz ruhig Karin." Sagte Enrico, der nichts anderes zu tun wusste. Da Michael sich weigerte, ihr zu helfen. Sie atmete immer schwerer und verzog schmerzhaft das Gesicht.
"Michael jetzt tu was!" Schrie nun Thomas von vorne.
Doch dieser antwortete nicht. Sie landeten und Karin wurde sofort in den Kreissaal gebracht.
Sie konnte kaum noch mehr die Augen offen halten, doch die Ärzte ließen es nicht zu, dass sie einschlief.
Inzwischen rief Thomas auf der Basis an, weil ihm Karin wichtiger als die Hochzeit war. Er erzählte keuchend, was passiert ist. Und Biggi, die mit ihm redete konnte ihren Ohren nicht trauen. Jetzt sagte sie auch, dass Gina ebenfalls in den Wehen lag und Mark es bis jetzt nicht schaffte.
Biggi lief zurück und Stella, Peter und die anderen sahen sie fragend an.
"Was ist passiert? " fragte Peter, den Biggi an der Hand zur Seite zog.
"Karin wurde angefahren. Bekommt ebenfalls ihr Kind. Doch sie hat schwere Verletzungen. Und Michael wollte ihr bei der Geburt seines Kindes nicht helfen." Erzählte sie im besorgten Flüsterton, dass es Gina nicht hören konnte.
Es verging eine Stunde. Karins Kind, lag an Schläuchen angehängt auf der Intensivstation. Sie selbst wurde versorgt und wachte nun auf und sah Thomas am Bett sitzen.
"Was ist? " fragte sie schmerzhaft, als sie Thomas Gesicht sah, dass nichts Gutes hieß.
"Gina, sie bekommt ihr Kind. Doch Mark schafft es nicht." Nach diesen Worten sprang sie auf und zog sich an. Thomas wollte sie zurück halten doch er schaffte es nicht. Er erzählte ihr jedoch zuvor, dass ihr Kind einen Sauerstoffmangel hatte und deshalb auf der Intensivstation lag. Sie wusste, dass ihr Kind hier in guten Händen ist und sie rannte aus dem Krankenhaus. Die Schmerzen, die sie hatte wollte sie unterdrücken. Nach dem fuhren Michael, der bei seinem Kind war und Thomas Karin zur Basis nach.
Auf der Basis.
"Wo ist … ist Karin? " wollte Gina wissen und sah Peter dabei an.
"Später jetzt mach endlich was Mark!" schrie peter. Dieser sah ratlos aus. Als Karin plötzlich in die Basis stürmte.
"Karin beeile dich! Lange kann ich die Wehen nicht mehr zurück halten." Schrie Gina. Erst jetzt merkten alle, dass sie nicht wollte, dass ihr Kind mit Marks Hilfe zur Welt kam.
"Ich komme." Sagte sie und verzog das Gesicht, weil sie schlimme Schmerzen hatte.
"Karin was was ist? " fragte Gina, als sie Karins verbundene Wunden sah.
"Später, jetzt beginnen wir." Sagte sie und bat Peter, dass er ihre Hand nehmen sollte.
Nach einer Stunde Qual, für Peter, weil Gina ihn so fest die Hand drückte, für Karin, der ihre Wunden Schmerzen bereiteten und für Gina vorbei.
Ein Babyschrei und Gina wurde Mutter. Janina freute sich ebenfalls, Tante zu sein und die Eltern von Gina und Peter freuten sich, ihren Enkel in der Welt begrüßen zu dürfen.
Karin versorgte noch die kleine Simone und gab sie dann, der stolzen Mutter und dem stolzen Vater in den Arm.
Karin ging ein paar Schritte zurück als ihr schwarz vor den Augen wurde und sie zusammenklappte.
"Was ist Karin!" schrie Gina und rannte zu ihr hin.
Nun erzählte Peter ihr im Schnelldurchlauf die Situation. Und Thomas und Enrico flogen auf den schnellsten Weg mit Karin in die Klinik.
Was Karin nicht wusste ist, dass Michael das Baby selbst versorgt hatte, als ihre Wunden vom Unfall versorgt wurden.
Dort wachte sie in ihrem Zimmer wieder auf.
Das erste, was sie wollte, war zu ihrem Kind.
Die anderen Ärzte führten sie zu ihrer Tochter.
"Na mein kleiner Spatz." Sagte sie und nahm das kleine Händchen. Das Baby war an Schläuchen und Geräten angehängt und Karin konnte sich dann auch die Tränen nicht mehr zurückhalten. Eine Stunde verging und sie wollte eigentlich dableiben, doch die Ärzte schickten die besorgte Mutter hinaus. Sie stand auf und plötzlich setzte das Herz und die Atmung bei dem Baby aus. Karin und die anderen Ärzte versuchten das Kind wieder in das Leben zurück zu holen. Doch es war vergebens. Nach dieser Nachricht brach Karin wiederum bewusstlos zusammen.
Als sie aufwachte, war Gina neben ihr.
"Es tut mir so leid." sagte Gina und strich ihrer Freundin übers Haar.
Sie redete nur leise.
"Es muss dir doch nicht Leid tun." Sagte Karin, doch sie fing wie zuvor wieder fürchterlich zu weinen an.
"Das Schlimme ist, ich habe sie ja noch gesehen. Ich kann mir nicht,... Ich darf wohl nicht glücklich sein." Schluchzte Karin.
"Nein. Blödsinn. Jetzt erinnere dich mal an mich. Ich hab auch mein Kind verloren. Und jetzt ist uns ein Neues geboren." Sagte sie leise.
"Wo ist sie denn? " fragte Karin, die Ginas Kind meinte und damit auch ablenken wollte.
"Sie ist bei Peter. Schau mal, du bist stark, du schaffst das. Und außerdem glaube ich nicht, dass Michael länger ohne dich aushalten würde." Versuchte Gina ihre Freundin zu ermutigen.
"Er hasst mich. Wahrscheinlich ist er froh, dass es mir nicht gut geht. Und ..."
"Nein das glaube ich nicht." Sagte Gina und sah Karin an, die noch immer weinte.
"Aber jetzt schlaf."
"Was ist mit Michael? " wollte Karin von Gina wissen, weil sie schon etwas Schlimmes ahnte.
"Der lyncht gerade Mark." Lächelte Gina.
"Und wo ist er? " fragte Karin noch immer mit Tränen in den Augen.
"Auf der Basis." Erklärte sie ihrer Freundin leise.
"Ich gehe jetzt. Meine Hochzeit Feiern wir noch, das verspreche ich dir." Sagte Gina und ging zur Tür.
"Gina, danke. Und schöne Grüße an Simone." Sagte Karin und nach dem Gina die Tür schloss schlief Karin erschöpft ein.
Karin durfte jedoch wieder nach zwei Tagen hinaus. Doch sie musste unter ärztlicher Aufsicht bleiben. Und so musste sie, gegen ihren Willen wieder zu Michael und Thomas.
Si hatte riesen Ängste Michael zu begegnen.
Doch vom Krankenhaus wurde sie von Gina und Thomas abgeholt.
"Karin ich verspreche dir, ich helfe dir mit Michael." Versprach Thomas und nahm ihre Hand, die heftig zitterte.
"Er liebt dich. Das weiß ich." Sagte Thomas und sah der blassen Freundin ins Gesicht.
"So wir sind da, ich komme noch mit hinein." Sagte Gina, als sie den Wagen abstellte.
Karin, Thomas und sie gingen zum Haus und läuteten an.
Langsam hörte man Schritte von innen und ein Schluchzenden Michael, der immer wieder Karins Namen sagte.
"Karin!" rief er erleichtert und schloss sie fest in seine Arme. Diese weinte nur und konnte nicht aufhören. Thomas und Gina verließen mit einem Lächeln das Haus und sie fuhren zu Peter und Ginas Eltern, zu Peters Eltern und natürlich zu Janina und der kleinen Simone.
Wehendessen bei Michael und Karin.
"Es tut mir so leid." Sagte er und weinte fast dabei.
"Ich liebe dich, mehr als mein eigenes Leben. Es tut mir leid was ich gesagt habe. Und es tut mir leid. Wir werden den Verlust unseres Kindes gemeinsam durchstehen." Sagte er sanft und gab ihr einen Kuss. Karin sah ihn nur kurz flehend an.
"Nein. Ich raste nie wieder so aus." Sagte er, der ihren Blick richtig interpretierte.
"Ich habe unser Kind auch noch gesehen. Ich habe es versorgt." Sagte Michael und wollte, dass sie sich nicht so alleine vorkam.
Nach fünf Minuten schlief sie in seinen Armen ein. Als Thomas nach Hause kam, lagen die beiden bereits im Schlafzimmer und ebenso Michael schlief tief und fest.
Thomas lächelte nur und legte sich dann auch nieder.
Eine Woche später, wurde gefeiert.
Und gemeinsam mit Gina, Thomas, Biggi und natürlich Michael, der auch sehr bedrügt über den Tod seiner Tochter war, stand Karin alles durch.
Nach einem Monat flog Karin schon wieder kerngesund und sogar glücklich wieder Einsätze. Jedoch mit Biggi, denn Gina war für ein weiteres halbes Jahr in Karenz gegangen.
Noch ein halbes Jahr später saß bereits Gina wieder am Pilotensessel und flog als Mitglied der B-Crew wieder die Einsätze.
"Hi Karin!" sagte Gina, als sie ihre Kollegin in der Gardarobe erblickte.
"Hallo Gina." Sagte sie glücklich.
"Sag einmal wo ist denn Simone? " fragte Karin, weil sie sich darüber wunderte.
"Peter und ich haben uns ausgemacht, dass wir Teilschicht machen. Wenn ich Schicht habe, übernimmt er Simone und, wenn er Schicht hat, bringt er sie mit und ich fahre dann mit ihr wieder nach Hause oder sonst wo hin. Aber so können wir unser Geld verdienen, für unser Baby dar sein und es ist trotzdem nie ohne Elternteil." Erklärte Gina ihrer Freundin.
Nach dem Gespräch gingen die Beiden in den Aufenthaltsraum. Wo Michael Karin schon erwartete.
"Sag erinnerst du dich noch an unseren Flug nach Bali? " fragte er sie.
"Bevor du ins ..."
"Genau." Sagte er schnell, weil er an die Zeit in Amerika, die Zeit ohne Karin und den Namen: Zeugenschutzprogramm nicht hören wollte.
"Ja." Sagte sie und sah ihn erwartungsvoll an. Dieser zog zwei Tickets aus der Tasche.
Sofort vielen sich die beiden in die Arme.
Eine Woche später wartete der Flieger bereits.
Was sie nicht wusste, war dass der Rest der B-crew, Biggi, Stella, Oliver, die ganze A-Crew und ihre Eltern nachfolgen.
Michael organisierte, wie er es sich eigentlich vorgenommen hatte eine Überraschung.
An dem Mittwoch war Michael bereits früh aufgestanden, da er sich mit allen, die ihnen nach geflogen waren, treffen wollte. Dort bereiteten sie alles vor.
Karin fand, als sie fünf Stunden später aufstand, den Zettel mit der Nachricht auf dem Tisch:
Bin am Strand. Komm nach.
Wir treffen uns bei einem weißen Haus. Dem Clubhaus am Strand.
Also bis dann mein Schatz!
Dein Michael.
Karin wunderte sich, da das Clubhaus nie verwendet wurde. Es wurde ein anderes Holzhaus als Clubhaus verwendet. Doch das richtige, das weiß gestrichen war, war eigentlich leer.
Sie zog sich um und hechtete dann in die Richtung.
Als sie ankam, fand sie jedoch niemanden vor.
Sie ging ums Haus, als sie den Eingang endlich fand. Sie machte die Tür auf als:
"Überraschung!" riefen alle im Chor.
Bevor sie sich noch fassen konnte, wurde sie bereits von Biggi und Gina gefasst und in einen Raum geführt, wo sie hergerichtet wurde.
Danach wurde sie herausgeführt und zum Standesbeamten und Michael geführt. Der Standesbeamte war ebenfalls aus Österreich mit geflogen.
Nach 20 Sekunden war alles mucksmäuschen still.
"Ich darf mich in anbetracht der Lage so kurz wie möglich fassen und nun frage ich sie, Herr Michael … Lüdwitz, wollen sie die hier anwesende Karin Thaler zu ihrer recht angetrauten Gemahlin nehmen? So antworten sie mit ja."
"Ja."
Und wollen sie Frau Karin Thaler, den hier anwesenden. ..."
"Ja ich will." Platzte sie heraus.
"So mit erkläre ich sie zu Mann und Frau." Alle jubelten und für Karin und Michael ging ein Traum in Erfüllung.
Als Karin und Michael allein am Meer standen konnte sie es nicht mehr länger zurückhalten.
"Ich habe ein Geschenk für dich." Begann sie und strahlte über beide Ohren.
Er sah sie nur fragend und sehr gespannt an.
"Ich bin wieder schwanger!" sagte sie und gleich darauf gab es eine heftige Umarmung und die Küsserei folgte.
Gina wusste es schon länger und grinste Karin glücklich an.
Drei Monate später.
Karin war schon im 9. Monat und Michael und Thomas, die mit ihr zusammen wohnten, ließen sie nicht mehr aus den Augen.
"Ich bin ja nicht aus Glas, ihr könnt mich auch einmal alleine lassen." Sagte sie etwas verärgert.
"Weil ich ahhh!" schrie sie nun auf.
"Ja ja. Frau Dr. Lüdwitz." spaßte Thomas.
"Wenn wir dich jetzt allein gelassen hätten. ..." und Michael und Thomas brachten Karin sofort mit ihrem Auto ins Krankenhaus. Thomas rief Gina und die Anderen an, die ebenfalls dort hinkamen.
"Und wie weit ..." stürmte Gina in den Kreissaal und sah das kleine Mädchen in Karins Arm.
"Oh ist die süß." Sagte sie und kam mit Simone zu ihr.
"Tante Karin!" rief Simone und wollte zu ihr, als Gina sie rechtzeitig zurückhielt.
"Nein, nein. Du lässt jetzt Tante Karin in Ruhe. Und Onkel Michael auch." Sagte Gina, as sie sah, dass Simone auf den Vater zustürmen wollte.
"Wie heißt sie denn? " wollten nun alle wissen.
Karin und Michael sahen sich kurz an und sagten dann gleichzeitig: "Ariane." Sagten si dann, wie aus einem Mund.
Daraufhin wurde Karin mit ihrem Kind im Arm in ein Zimmer geschoben.
Nach zwei Tagen durfte sie bereits wieder heraus.
"Das wird mal eine super Ärztin." Begrüßte Michael seine kleine Tochter.
"Ja gel." Sagte Gina und Karin gab Ariane Gina.
"Süß. Meine kleine will schon Kaugummis. Sei froh, dass das deine noch nicht will." Sagte Gina und sah die kleine Ariane kurz an, die ihr fröhlich ins Gesicht lachte.
"Ne? " fragte sie und übergab das Mädchen wieder den stolzen Ältern.
Zwei Jahre später auf der Basis.
"Mama!" riefen Ariane und Simone, die ihren Eltern ein Kunststück vorführten.
"Du bist unsere Nachwuchspilotin was? " fragte Max und sah Simone an.
"Sie wird Sanitäterin." Sagte Peter entschlossen.
"Ich glaube sie wird beides." Sagte Biggi, die auch hier war.
"Sie wird Ärztin." sagte Karin und sah stolz auf Ariane.
"Ariane! Simone!" rief plötzlich Oliver und stürmte zu den beiden.
Oliver war bereits fünf Jahre alt. Er begrüßte seine beste Freundin Ariane und seine Halbschwester Simone.
"Na mein Großer." Sagte Peter und hob seinen Jungen hoch.
"Hallo!" sagte nun auch Stella, die ihren Sohn nachhechtete.
"Frau Berger!" rief Höppi aus dem Büro und Gina verdrehte die Augen und lief zu ihm.
"Ich komme!" hörte man nur eine leidende Stimme.
Plötzlich: "Rettungsleitstelle an Medicopter 117. Verkehrsunfall auf der Abfahrt Richtung Salzburg. Vermutlich mehrere verletzte."
"Medicopter 117 hat verstanden. Over and out." Rief Olli ins Funkgerät und die Eltern hauten sich ab.
"Jetzt steht’s fest. Simone wird eine super Pilotin und Olli wird ein super Sanni!" sagte Max und hob Oliver auf seinen Schoß, der sich ebenfalls kaputtlachte.
Die A-Crew war bereits weggestürmt.
Diese musste der Rettungsleitstelle diesen Vorfall erklären. Doch diese nahmen dies auch als Spaß auf.
"Einmal muss dich dein Vater oder deine Mutter auf Einsatz mitnehmen." Meinte Max und der fünf-jährige stimmte ihm lachend zu.
"Und wer denkt an die Gene der Mutter? Vielleicht wird er ja auch erfolgreicher Chef. Vielleicht gerade von dieser Basis hier!" meldete sich Stella, die einen Job als Chef im Stützpunkt Goldegg hatte.
"Ja, aber da muss er noch viel von Höppi lernen." Lachte Gina, die gerade aus seinem Büro kam. Alle lachten.
Beim nächsten Einsatz von Peter, bat Olli so lange, bis die A-Crew keinen anderen Ausweg sah, als den kleinen Schlawiner mitzunehmen. Doch die Crew bereute es nicht. Oliver war artig und half sogar ein bisschen.
Ariane, Simone und Oliver waren unzertrennlich.
Die Kinder waren oft auf der Basis und ärgerten ihre Eltern.
Gina und Peter, Karin und Michael und ihre Kinder Olli, Simone und Ariane waren nie wieder zu trennen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann retten sie noch heute!
Ende
Copyright: 6. 1. 2005-01-06 By Ornella und Bettina