Neue Liebe
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A- Crew |
B-Crew | |
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Piloten: |
Thomas Wächter |
Biggi Schwerin |
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Notarzt: |
Dr. Marc Harland |
Dr. Karin Thaler |
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Sanitäter |
Peter Berger |
Ralf Staller |
Weitere Personen:
Gabriele Kollmann
Jessica Kollmann
Jascha Neuman
``Gaby es tut mir leid´´ rief Ralf zum wiederholten mal. ``Das hättest du dir früher überlegen können.´´ Sie hatte ihre Koffer schon gepackt und ging nun in den Flur wo sie ihre Jacke an zog. Ralf ging ihr nach. ``Wo willst du den jetzt hin?´´ Wollte er aufgebracht wissen. ``Erst mal zu Karin. Seid Michael weg ist fühlt sie sich eh oft alleine. Sie wird sich freuen Gesellschaft zu bekommen.´´ Gaby war nun fertig angezogen. Sie nahm ihren Koffer und den Maxicosi in dem ihre gemeinsame Tochter Jessica lag und machte sich auf den Weg nach unten. Nachdem Gaby die kleine im Auto fest geschnallt hatte und ihr Koffer im Kofferraum lag fuhr sie mit Quietschenden Reifen auf die Strasse. Ralf sah ihr Traurig nach obwohl er wusste das er selber schuld war. Gaby war noch immer sauer als sie bei Karin ankam. Seit der Geburt ihrer Tochter stritten sie fast nur noch und als Ralf ihr nun den zweiten Seitensprung gestanden hatte war es ihr zu viel geworden. Sie glaubte ihm das er sie liebte aber im Moment brauchte sie erst mal eine Pause. Es tat einfach zu weh. Nachdem sie ihren Koffer vor die Haustür gestellt hatte und Jessica in ihren Armen lag klingelte sie doch Karin öffnete nicht. ``Scheiße´´ fluchte sie. Ihr fiel ein das sie ja noch Karins Schlüssel hatte da diese sie gebeten hatte sich um die Wohnung zu Kümmern während sie in den USA war. Sie kramte den Schlüssel aus ihrer Handtasche und schloss die Tür auf. Sie stellte den Koffer in den Flur und ging weiter ins Wohnzimmer. Von dort ging sie in die Küche wo sie sich ein Glas Orangensaft aus dem Kühlschrank nahm. ``Na meine kleine was sollen wir jetzt machen? Ich hoffe Karin ist mir nicht Böse das ich einfach so herein gekommen bin´´ Gabriele strich ihrer Tochter über den kleinen Kopf und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Jessica sah ihre Mutter an und fuchtelte mit den Ärmchen. Gabriele lächelte und setzte sich mit ihr auf die Terrasse. Sie hatte mit eigenen Kindern eigentlich noch warten wollen doch als sie dann schwanger war hatte sie sich doch gefreut. Ralf und sie hatten sich Kinder gewünscht aber seid der Geburt war er komisch ihr gegenüber. Sie konnte nicht genau sagen was es war aber es tat ihr Weh.
Eine halbe stunde später kam Karin nach hause. Sie sah vor ihrem haus Gabis Auto und als sie im Flur einen ihr unbekannten Koffer vor fand konnte sie sich schon denken was los war. Sie ging auf die Terrasse und begrüßte ihre Freundin. ``Ich hoffe es ist nicht all zu schlimm das ich einfach rein gegangen bin´´ ``Nein, nein schon Ok. Ich gehe mal davon aus das du mir nicht die Bunde ausräumen wolltest´´ lächelte Karin. ``Doch klar deswegen liege ich ja hier draußen in der Sonne´´ grinste Gaby und für einen Moment vergaß sie Ralf. ``Hat der Koffer im Flur das zu bedeuten was ich denke?´´ Wollte Karin wissen. Gaby sah auf die schlafende Jessica hinunter und nickte langsam. ``Ich erzähle es dir später Ok? Kann ich eine weile bei dir bleiben?´´ ``Ja natürlich das Haus ist ja groß genug.´´ Karin nickte. Zusammen gingen sie nach oben um Gabis zukünftiges Zimmer her zu Richten. Als sie die Treppe hoch kamen standen sie in einem Hellen, großen Flur. Von dort kam man in jeweils drei Zimmer auf jeder Seite. Die Zimmer auf der Rechten Seite nutze Karin. Die auf der Linken Seite hatte früher mal Michael benutzt zusammen mit seinem Sohn doch seit die beiden weg waren standen sie leer. Am ende des Flures war ein großes Badezimmer. Für Gaby wollten sie das Vordere Zimmer, und für Jessica das daneben herrichten. Sie legten Jessica vorsichtig auf eine decke auf den Boden und begannen das Bett frisch zu beziehen und zu Lüften.
``Ich glaube...´´Karin verschwand plötzlich im Flur. Gabriele sah noch einmal zu der kleinen und folgte ihr dann verdutzt. Karin hatte bereits die Treppe zum Dachboden herunter geholt und stieg nun die Leiter hoch. ``Was ist den los?´´ Wollte Gaby wissen. ``Moment.. Ich glaube... ja ich habe sie´´ rief Karin von oben. Gaby verstand noch immer nichts. Plötzlich tauchte Karin wieder in der Luke auf. ``Hier oben steht noch eine alte Wiege, ein Wickeltisch und ein kleines Regal. Ideal für ein Kinderzimmer.´´ Grinste sie. Gaby lachte. ``Was macht den das Zeug da oben´´ wollte sie wissen. ``Lange geschickte. Ich erzähle sie dir mal aber nicht jetzt. Ich fürchte alleine bekommen wir das Zeug nicht runter.´´ ``Und was machen wir jetzt? Ich habe eigentlich keine Lust jemandem von den anderen auf die Nase zu binden das ich hier ein gezogen bin. Vorüber gehend zumindest.´´ ``Von mir aus kannst du hier ganz einziehen. Für mich alleine ist das Haus eh zu groß.´´ Lächelte Karin. ``Mal sehen´´ antwortete Gaby. ``Ich Hab ne Idee´´ sagte Karin und kam wieder runter. Da Jessica weinte musste Gaby zu ihr gehen. Karin verschwand nach unten. 10 Minuten später kam sie in Begleitung eines Jungen Mannes wieder hoch. ``Darf ich vorstellen das ist Jascha, mein Nachbar. Er hilft uns.´´ Gabriele legte Jessica an ihre Schulter und reichte ihm die Hand. Er lächelte sie freundlich an. ``Also womit kann ich dienen?´´ Wollte er wissen als er den Blick endlich von Gaby wendete. ``Auf dem Dachboden sind ein Paar Möbel die wir brauchen. Aber wir bekommen sie nicht alleine herunter.´´ Erklärte Karin und zeigte ihm alles während Gaby nach unten verschwand um Jessica zu stillen. Als sie wieder nach oben kam standen die Möbel schon im Flur. Sie waren verstaubt und etwas verblicken aber sonst wunder schön. ``Na was sagst du?´´ Wollte Karin strahlend wissen. ``Sie sind sehr schön. Glaube ich.´´ Die beiden Frauen lachten. ``Was gibt’s den da zu lachen?´´ Wollte Jascha wissen. Er war noch immer auf dem Dachboden und sah nun zu den beiden herunter. Die beiden schüttelten nur mit den köpfen.
Eine halbe stunde später war der Dachboden wieder verschlossen und Jascha hatte die Möbel nach unten auf die Terrasse gebracht. Während Karin und Gaby nun mit Mittagessen machen beschäftigt waren ging Jascha mit der kleinen auf dem Arm durch den garten. Gaby beobachtete ihn immer wieder. Plötzlich fiel ihr auf das sie schon den ganzen Morgen nicht mehr an Ralf gedacht hatte. Nach dem essen säuberten sie zusammen die Möbel und brachte sie wieder nach oben. Jascha half ihnen noch ein bisschen. Ab und zu spielte er auch mit der kleinen. Schließlich verabschiedete sich Karin da sie zum Dienst musste und Nacht Schicht hatte. Gaby und Jascha beschlossen sich einen gemütliche Abend zu machen.
Am nächsten Morgen gegen Acht klingelte das Telefon. Gaby lief bereits Pfeifend durchs Haus. Auf dem Arm hatte sie Jessica. Sie nahm ab und meldete sich. ``Oh Hi Karin.´´ ``Hallo Gaby. Na du bist ja gut gelaunt´´ lachte Karin. ``Ich habe auch super gut geschlafen.´´ ``Das kann man von deinem Mann nicht unbedingt behaupten. Sag mal hast du Lust ein bisschen einkaufen zu gehen?´´ ``Bist du nicht müde?´´ ``Nee hatten nur einen Einsatz und der war schnell erledigt. Kommst du mich abholen?´´ ``Ja mache ich. Ich bitte Jascha mich zu fahren. Sonst stehen auf der Basis zwei Autos rum.´´ ``Ist gut. Da wird Ralf sich freuen´´ ``das ist mir ziemlich egal. Also bis gleich´´ die beiden verabschiedeten sich und Gaby rief bei Jascha an. Der versprach sie in Zehn Minuten ab zu holen. Gaby zog sich schnell um und machte Jessica fertig. Sie hatte die kleine gerade in ihrem Maxicosi festgeschnallt als es klingelte und Jascha vor der Tür stand um sie ab zu holen. ``Ok wir können´´ lächelte sie. Jascha nickte und schnallte den Sitz mit Jessica im Auto fest. Gaby schloss die Haustür ab und stieg vorne ein. Auf der Basis angekommen bedankte sie sich bei Jascha. ``Kein Problem. Muss eh noch in die Stadt. Außerdem kann ich mir dann mal ankucken wo Karin so arbeitet und wie der Mann ist der eine Frau wie dich einfach betrügt.´´ Gabriele lächelte ihn lieb an. ``Na ihr beiden süßen. Was habt ihr die letzte Nacht noch so angestellt?´´ Wollte Karin grinsend wissen. Gaby und Jascha waren nun im AR. Jascha nahm gerade die kleine heraus als Ralf kam. Er hörte Gabis Antwort. ``Ach weißt du Karin ich finde du musst nicht alles wissen.´´ Gaby grinste ihre Freundin frech an. Jascha stand nun bei den beiden Frauen. Jessica hielt seinen kleinen Finger fest. Ralf stand in der Tür und beobachtete sie. Ihm gefiel es gar nicht das ein fremder Mann seine Tochter auf dem Arm hatte und anscheinend die Nacht mit Gabriele verbracht hatte. Wütend ging er auf sie zu. ``Was soll das Gabriele? Mir wirfst du vor das ich dich betrogen habe und du steigst gleich am ersten Abend unser Trennung mit dem nächsten ins Bett. Viel besser ist das auch nicht oder?´´ Gabriele sah ihn kühl an. ``Erstens geht es dich nichts mehr an und zweitens war ich mit Jascha nicht im Bett klar?´´ Ralf ging auf Jascha zu und wollte ihm die kleine abnehmen doch Gaby ging dazwischen. ``Lass es sein. Ich habe mich von dir getrennt in der Hoffnung wir würden uns wieder zusammen raufen aber so wie es aussieht hast du nichts begriffen. Es ist wohl besser wenn wir uns endgültig trennen.´´ Ihre Stimme war ruhig und gefasst. Sie hatte gestern abend noch lange darüber nachgedacht und eigentlich hatte sie schon bei ihrem Auszug gewusst das dass nichts mehr werden würde. Sie wollte es nur nicht wahr haben. ``Was?´´ Fragte Ralf. ``Du hast schon ganz richtig verstanden´´ ``Mach doch was du willst. Aber meine Tochter lasse ich mir nicht weg nehmen.´´ rief er stink sauer. Er wollte nicht das Gaby das Gefühl bekam das sie ihm noch wichtig war. Gabriele schüttelte den Kopf. ``Das hatte ich gar nicht vor. Du kannst deine Tochter regelmäßig sehen.´´ Ralf sah sie verdutzt an. ``Du meinst du willst es mit nicht verbieten?´´ ``Nein warm auch? Du hast mich betrogen und du hast mir weh getan und nicht ihr. Sie kann dafür nichts.´´ Immer noch etwas sauer verließ Ralf den AR. Er wollte nicht so ganz Akzeptieren das Gabriele ihn verlassen hatte. Andererseits wusste er das er nichts erreichte wenn er um sie kämpfen würde. Er hatte ihr zu weh getan und wenn er sie jetzt nicht los ließ würde sie ihm vielleicht verbieten seine Tochter zu sehen und das wollte er nicht. ``Wollen wir los?´´ Fragte Gaby und Karin nickte. Jascha begleitete sie noch zum Auto und schnallte die kleine fest. ``Tschüss und danke fürs herfahren.´´ Lächelte Gabriele und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Jascha wurde leicht rot. Gabriele grinste ihn frech an und stieg dann zu Karin ins Auto.
Zwei Tage später holte sie ihre restlichen Sachen bei Ralf ab. Als sie anfing ihr Zimmer und das ihrer Tochter zu renovieren half Jascha natürlich. Er und Gabriele verstanden sich super doch bis sie ein Paar wurden dauerte es noch ein Paar Monate. Ralf hatte sich inzwischen damit abgefunden das Gabriele nicht zu ihm zurück kommen würde. So oft er konnte besuchte er die Kleine.
Copyright 2005: Mareike