Liebe und Zoff

Von Mareike

 

 

Hauptpersonen:A-Crew

Pilot: Thomas Wächter

Notarzt: Michael Lüdwitz

Sanitäter: Peter Berger

B-Crew

Pilot: Biggi Schwerin/

Notarzt: Gabriele Kollmann

Sanitäter: Ralf Staller

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Weitere Personen:

Karin Thaler

Frank Ebelsieder

Kinder

Dirk (Sohn von Michael)

Melanie (Tochter von Michael und Karin)

Lisa und Laura(Thomas Töchter)

``Welcher Idiot hat seine Schuhe hier hin geschmissen?´´ schrie Biggi während sie zur Tür herein stolperte. Gaby und Ralf, die auf dem Sofa saßen und sich Küssten, sahen genervt auf. So ging das jetzt schon seit vier oder fünf Wochen. Bei jeder Kleinigkeit die mit Thomas zu tun hatte ging sie an die decke. Vorher hatten sie sich zwar auch nicht wirklich verstanden aber sie ließen sich gegenseitig in ruhe. Biggi lief zur Männerumkleide. Sie war stink sauer. Warum genau wusste sie selbst nicht so genau und das wiederum machte sie noch Wüttender. Thomas lies, ihrer Meinung nach, immer seine Sachen überall rum liegen. Mit Schwung stieß sie die Tür zur Umkleide der Jungs auf. Michael und Peter waren bereits gegangen nur Thomas stand noch unter der dusche. Dorthin lief Biggi jetzt. Da Thomas unter der Dusche stand und das wasser rauschte bemerkte er Biggi nicht die zum Boiler an der wand lief und das heiße wasser abdrehte. Dann lief sie schnell wieder raus. Gerade als sie die Tür schloss stellte Thomas das wasser aus um sich einzuseifen. Als er das wasser wieder anstellte war es eiskalt. Thomas schrie entsetzt auf und zwar so laut das Gaby und Ralf erschrocken auseinander fuhren. Biggi lachte schade froh. Zehn Minuten später kam Thomas hereingestürzt. Biggi saß immer noch am Schreibtisch und lachte. ``Biggi du Biest.´´ schrie er sie an. ``Geht’s dir noch gut? Das wasser war eiskalt´´ ``Eine kleine Abkühlung hat noch keinem geschadet.´´ grinste Biggi. ``Ach ja und danke der nachfrage. Mir geht’s Prima.´´ Die Ironie in ihrer stimme und ihr lächeln brachten Thomas zur Weisglut. Er fing an zu Brüllen und nur wenige Sekunden später standen sich die beiden gegenüber. Sie brüllten sich gegenseitig an und wurden immer lauter. Irgendwann schaffte Ralf es Thomas nach draußen zu ziehen. Dieser machte sich wütend von Ralf los und rannte zu seinem Auto. Er stieg ein und fuhr vom Hof. Ralf hoffte das er heil zu hause ankam den so wie er gerade drauf war achtete er bestimmt nicht so genau auf den verkehr. Biggi machte sich im Aufenthaltsraum von Gaby los und lief nach draußen. Im Flur stieß sie mit Ralf zusammen. ``So geht das nicht weiter. Irgendwann schlagen die zwei sich mal Tod´´ sagte Gaby während sie sich mit zwei Tassen Kaffee an den Tisch setzte. Eine gab sie Ralf. Dieser nickte. ``Wir treffen uns am besten heute Abend bei mir und überlegen uns was. Ich sage Peter bescheid. Kannst du Karin und Michael benachrichtigen?´´ Gaby nickte. Sie hatten in ihrer Schicht nur noch zwei Einsätze.

Um 20:00 Uhr trafen sich alle bei Ralf. Gabriele war bereits bei Ralf als Peter, Michael und Karin kamen. ``Hallo Karin, schön das du mitgekommen bist. Wie geht’s der kleinen?´´ begrüßte Gabriele ihre Freundin. ``Hallo Gaby. Na wenn die beiden auf unsere Verkupplungs- versuche nicht anspringen müssen wir eben härter durchgreifen. Melanie geht es gut. Dirk passt auf sie auf.´´ antwortete Karin. Sie gingen zusammen ins Wohnzimmer. Den ganzen Abend überlegten sie wie sie es schafften das die beiden ihre liebe endlich akzeptierten. Denn das sie sich Liebten war allen klar außer den beiden selber. Gegen halb eins verabschiedeten sich Peter, Michael und Karin. Sie hatten eine Idee doch vorher mussten sie Ebelsieder von ihrer Idee überzeugen. Gaby stand in der kleinen Küche als Ralf sie von hinten umarmte. Er fing an sie zu küssen. Gabriele lächelte und lehnte sich an ihn. ``Und was machen wir beide jetzt?´´ fragte Ralf. ``Schlag was vor´´ antwortete Gabriele und drehte sich zu ihm um. Ralf nahm ihre hand und ging ins Wohnzimmer. Sie setzten sich auf den Teppich vor dem Kamin, in dem das Feuer prasselte. Ralf begann Gabriele zu Küssen was diese mit Begeisterung Erwiderte. Langsam zog sie ihm seinen Pullover aus. Die ganze Zeit küssten sie sich. Gegenseitig zogen sie sich weiter aus. Immer wieder streichelte Ralf sie am ganzen Körper und Gaby genoss es. ``Ich Liebe dich´´ Flüsterte Ralf während er ihr Gesicht streichelte. Gabriele lächelte ihn an. ``Ich liebe dich auch´´ Schließlich, nach unzähligen Küssen schliefen sie miteinander.

Am nächsten Morgen wachte Gabriele eng an Ralf gekuschelt auf. Als sie merkte das sie auf dem Teppich vor dem Kamin lagen und nur mit einer decke bedeckt waren musste sie lächeln. Sie wickelte sich die Decke um und ging in die Küche um sich etwas zu Trinken zu holen. Mit einem Glas in der Hand lehnte sie sich an den Türrahmen und beobachtete Ralf. Langsam wachte dieser auf. Er sah neben sich und als er Gabi nicht fand drehte er sich um und sah sie lächelnd an. ``Mir ist kalt´´ murmelte er. Gabi grinste ihn frech an. Sie stellte das Glas ab und legte sich wieder neben ihn. ``Eigentlich müssten wir zum dienst´´ sagte sie leise. Ralf stöhnte und grinste sie an. Eine halbe stunde später hatten sie es endlich geschafft auf zu stehen und sich anzuziehen und fuhren auf den Parkplatz der Basis.

``Das kann der nicht machen. Spinnt der eigentlich?´´ Biggi stand wütend im AR. Gabi und Ralf sahen sich genervt an da sie glaubten sie würde sich mal wieder mit Thomas streiten. ``Das finde ich allerdings auch.´´ rief nun Thomas. Gabi und Ralf blieben verdutzt stehen und beeilten sich dann in den AR zu kommen. ``Wer hat es geschafft das ihr euch einig seid?´´ wollte Gabi sofort wissen. Michael und Peter saßen auf dem Sofa und sahen zu wie Biggi und Thomas vor sich hinschimpften. ``Ebelsieder. Er hat gesagt entweder sie fahren gemeinsam Eine Wochen in Urlaub oder sie sind gefeuert.´´ rief Michael. Gabi grinste in an. ``Also hat er uns diese Aktion abgenommen.´´ Michael und Peter nickten. Gabi und Ralf gingen sich umziehen und als sie wieder kamen war die Einigkeit zwischen Thomas und Biggi schon wieder Vergangenheit. ``Das müssen wir doch eh nur wegen dir machen´´ rief Thomas. ``Wieso wegen mir?´´ ``Weil du dich immer gleich aufregst und mich anzickst. Darum´´ ``Ach und was ist mit dir? Du tust nie irgendetwas oder? Genau das ist vermutlich das Problem. Ich mache da auf jeden fall nicht mit.´´ ``Gut dann sind wir dich ja los und du kannst dir einen neuen Job suchen.´´ ``Ich kann das gleiche nur zu dir sagen.´´ schrie Biggi und drehte sich um. Sie lief nach Draußen und setzte sich an die Salzach. Sie wollte ihren Job ganz sicher nicht verlieren doch mit Thomas in Urlaub zu fahren war für sie der reinste Alptraum. Sie legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Warum musste das alles so schwierig sein? Früher hatten sie sich auch nicht gerade Prächtig verstanden doch zumindest waren sie sich da aus dem weg gegangen.

Nach einer Grillparty hier auf der Basis hatten sie sich erst heftig gestritten und dann Geküsst. Dann hatten sie miteinander geschlafen. Als Biggi am nächsten Morgen aufwachte und Thomas neben sich liegen sah erschrak sie. So leise wie Möglich setzte sie sich auf doch sofort dröhnte ihr Kopf. Sie hatte am Abend zu viel Getrunken und das rächte sich jetzt. Ganz langsam stand sie auf und zog sich an. Sie wollte gerade den AR verlassen als Thomas aufwachte. ``Was ist passiert?´´ wollte er wissen. ``Wir waren gestern die letzten, haben uns gestritten und dann miteinander geschlafen.´´ gab Biggi die Kurzfassung ab. ``Was? Nein das darf nicht sein. Ich Liebe Vera und ich bin gerade erst wieder mit ihr zusammen gekommen.´´ rief Thomas. ``Warum hast du das dann nicht verhindert? Außerdem hast du mich geküsst´´ meinte Biggi. ``Ja klar. Ich war total Betrunken. Warum hast du nichts getan?´´ ``Ich hatte genauso viel getrunken wie du. Und du weist genau das du mehr verträgst.´´ antwortete Biggi. Thomas war inzwischen aufgestanden und zog sich wieder an. ``Störe ich?´´ Entsetzt drehte Thomas sich um. Neben Biggi stand Vera. ``Na toll Biggi, echt super.´´ Meinte Thomas leise bevor er versuchte Vera etwas zu erklären was er selbst nicht verstand. Vera hob nur die Hand. ``ich glaube das mit uns hat keine Sinn. Die Mädchen darfst du weiterhin jedes zweite Wochenende sehen. Vorausgesetzt du hast Zeit.´´ meinte sie und ging. ``Was kann ich dafür?´´ wollte Biggi nun wissen. ``Ach vergiss es und geh´´ meinte Thomas sauer. ``Mit dem größten Vergnügen´´ antwortete Biggi sauer.

Seid dem Zoften sie sich sobald sie sich sahen den jeder gab dem anderen die Schuld an den Auswirkungen. Mittlerweile sprach Vera wieder mit Thomas doch verzeihen konnte sie ihm das nicht.

Biggi legte sich ins Gras und blickte in den Himmel. Sie schloss die Augen und dachte wieder an Thomas. Eigentlich mochte sie ihn recht gerne aber da er ihr die Schuld an ihrer Gemeinsamen Nacht gab dachte sie nicht daran freundlicher zu ihm zu sein. Plötzlich viel ein Schatten auf ihr Gesicht. Sie blinzelte und sah Thomas. Sie schloss die Augen wieder und wartete ab was er wollte. Thomas setzte sich neben sie und sah ins Wasser. ``Ich will hier nicht weg und du auch nicht oder?´´ Biggi wollte schon eine unfreundliche antwort geben doch dann überlegte sie es sich anders. Sie nickte einfach nur. ``Dann müssen wir wohl zusammen weg fahren. Ich glaube wenn Ebi das nicht gemacht hätte würden unsere Kollegen dafür sorgen das wir aufhören uns zu streiten.´´ wieder nickte Biggi nur. ``Hast du eine Idee wohin wir fahren könnten?´´ ``Nein such du halt was aus´´ Thomas sah sie an und stand auf. Biggi lies die Augen geschlossen doch sie merkte das Thomas sie beobachtete. Thomas ging zurück zum Parkplatz und fuhr nach Hause. Eine Woche später standen sie auf der Basis und verabschiedeten sich von ihren Kollegen. In dieser Woche war es noch öfter zum Streit gekommen als vorher schon obwohl das eigentlich kaum noch möglich war. ``Und tun sie mir einen Gefallen und kommen sie heile wieder her.´´ bat Ebelsieder und schüttelte ihnen die Hände. Thomas und Biggi nickten. Nachdem sie sich von allen verabschiedet hatten brachte Michael sie zum Flughafen. ``Ok tschüss ihr beiden. Und bitte, schlagt euch nicht Tod´´ bat er noch einmal. Er umarmte sie beide und ging dann zurück zu seinem Auto. ``Na dann mal los´´ meinte Thomas und ging zum Check-In. Biggi ging ihm nach. Sie gaben ihre Taschen auf und setzten sich in eines der Kaffees. Als sie endlich im Flieder saßen hatten sie noch immer kein Wort miteinander gesprochen. Auch im Flugzeug sprachen sie kein Wort. Biggi schlief bald ein und Thomas sah aus dem Fenster. ``Hey Biggi aufwachen. Wir landen gleich´´ meinte Thomas leise. Biggi kam langsam zu sich und sah sich um. Als sie Thomas neben sich sah versteifte sich ihre Körperhaltung.

Kroatien, Anreise und der 1.Tag(Aus neutraler sicht):

Das Flugzeug landete und die beiden gingen zum Gepäckband. Als sie ihr Gepäck hatten winkten sie sich ein Taxi heran und ließen sich zu dem kleinen Ferienhaus am Meer bringen das sie gemietet hatten. ``Da vorne ist es´´ meinte Thomas und deutete nach vorne. ``Ja das sehe ich auch´´ meinte Biggi patzig. Thomas sah sie an und ignorierte sie dann. Das Taxi setzte sie vor dem haus ab. Thomas schloss die Tür auf. Zusammen gingen sie durch alle Räume. ``Wenn es für dich Ok ist würde ich gerne das Zimmer hier unten nehmen´´ meinte Thomas. Biggi sagte nichts sonder ging die kleine Leiter nach oben. Der Raum hier oben war nicht sehr groß aber gemütlich. Unter der Dachschräge stand ein Bett und unter einem kleinen Fenster an der Schmalen Wand eine Kommode. Biggi stellte ihre Tasche ab und ging zu dem Fenster. Von hier aus konnte sie das Meer sehen. Sie überlegte kurz und ging dann wieder runter. Sie ging zum Strand und sah aufs Meer. Als sie ein stück weiter gegangen war versperrten große Steine ihr den weg. Ohne zu überlegen begann sie darüber zu klettern. Als sie ganz oben stand sah sie in eine wunderschöne, kleine Bucht. Langsam kletterte sie in die Bucht und sah sich um. Hier ließ es sich eine Wochen aushalten. Plötzlich hatte sie rissen große Lust zu baden. Da sie sonst niemanden sehen konnte zog sie sich aus und ging ins Wasser. Es war Eiskalt aber das war ihr egal. Sie schwamm ein Stück und es tat richtig gut. Sie hatte Gefühl das kalte Wasser würde ihre Gefühle betäuben. Schon bald mischten sich tränen mit dem Salzwasser. Sie wollte gar nicht immer mit Thomas streiten doch irgendwie konnte sie nicht anders wenn sie ihn sah. Der Schmerz war zu groß. Damals, in ihrer gemeinsamen Nacht hatte er sie Berührt und Geküsst. Immer wieder. Sie konnte und sie wollte nicht glauben das er das alles nicht so gemeint hatte. Ein Paar echte Gefühle mussten dabei gewesen sein. Oder redete sie sich das alles nur ein? Hatten sie wirklich nur wegen dem Alkohol miteinander Geschlafen? Machte sie sich etwas vor? Und war es vielleicht doch besser wenn sie die Basis verließ und sich irgendwo anders einen Job suchte? Sie wusste wie die anderen unter ihrem Streit litten. Früher hatten sie viel miteinander unternommen und sie hatte sich zusammen gerissen wenn Thomas dabei war. Sie wusste das Ebelsieder ihnen diese eine letzte Chance gab bevor er sie rausschmiss den das er diese Situation nicht weiter dulden konnte war klar.

Als sie zurück zum Haus kam war Thomas nicht da. Der Mietwagen, der bei ihrer Ankunft vor dem Haus stand, war ebenfalls weg. Biggi vermutete das er einkaufen war. Sie ging nach oben in ihr Zimmer und begann ihre Tasche auszupacken. Ihre Kleidung schichtete sie in die Kommode. Ihr Buch legte sie auf den Nachttisch. Dann nahm sie noch ein Foto und legte es neben das Buch. Auf dem Bild war sie mit einem Jungen Mann und einem klein Kind zu sehen. Alle drei lächelten Glücklich in die Kamera.

Als Thomas zurückkam saß Biggi auf der Terrasse und sonnte sich. Als sie das Auto hörte stand sie auf und ging zu ihm. ``Kann ich dir helfen?´´ fragte sie und sah Thomas an. ``Nanu, Plötzlich so freundlich?´´ fragte Thomas und nahm die Kiste aus dem Auto in der ein Teil der Lebensmittel waren. Biggi zuckte nur die Schultern und nahm ihm die Kiste ab. Nachdem sie alles Rein gebracht und verräumt hatten wurde es gerade Dunkel. ``Hast du schon Hunger?´´ wollte Thomas wissen während er die Wasserflaschen neben die Küchentheke stellte. ``Hunger habe ich noch nicht so richtig. Kommst du mit auf einen Spaziergang?´´ antwortete Biggi und sah ihn fragend an. Thomas nickte und folgte ihr nach draußen. Schweigend gingen sie nebeneinander her. ``Warum Zofen wir uns eigentlich dauernd? Eigentlich hat das doch voll keinen Sinn´´ stellte Thomas fest. ``tja da hast du recht.´´ sagte Biggi und sah aufs Meer. ``Und warum reagierst du dann auf mich immer so gereizt? Was habe ich dir getan?´´ ``Weist du das nicht selber?´´ ``nein, bitte sag es mir. Ich will mich gar nicht dauernd mit dir streiten.´´ ``meinst du vielleicht ich? Aber du hast mir so wehgetan´´ sagte Biggi leise und ging zurück zum Haus. Thomas sah ihr nach. Aber er folgte ihr nicht. Biggi ging nach oben und machte sich fertig fürs Bett. Als sie da lag und durch das Dachfenster in den Dunklen Himmel sah wusste sie nicht warum sie einfach gegangen war. Endlich hatten sie und Thomas in normalem Ton miteinander gesprochen und sie war weggegangen. Irgendwann schlief sie ein.

2. Tag (aus Thomas sicht)

Heute Morgen war ich schon sehr früh wach. Ich hatte schlecht geschlafen und ging deswegen erst einmal schwimmen. Als ich zurückkam schlief Biggi immer noch. Ich musste lächeln. Sie konnte ein richtiger Langschläfer sein. Nachdem ich mich wieder angezogen hatte ging ich in den Garten und deckte den Tisch. Dabei dachte ich an unser Gespräch vom letzten Abend. Ich wusste wovon Biggi sprach. Damals Liebte ich Vera schon nicht mehr und trotzdem schnauzte ich Biggi an und Kämpfte weiter um Vera. Ich wusste das Biggi weniger Alkohol verträgt als ich und ich war noch ziemlich klar bei Verstand als ich sie Küsste. Später habe ich es geleugnet. Warum weiß ich nicht mehr. Mittlerweile kommen Vera und ich wieder gut miteinander klar und ich darf die Mädchen sehen sobald ich Zeit habe aber bei Biggi wird das vermutlich nicht so einfach sein. ``Wie lange bist du den schon wach?´´ erschrocken drehe ich mich um. Hinter mir steht Biggi und sieht verschlafen auf den Garten Tisch. ``Nicht so lange. Kommst du essen?´´ ich lächeln sie an. Biggi mustert mich und verschwindet kurz im Haus. Als sie wieder kommt sieht sie etwas munterer aus. Nach dem Frühstück verschwindet Biggi nach oben und ich überlege mir was ich machen soll. Schließlich beschließe ich mich mit meinem neuen Buch in den Garten zu legen. So vergeht der Vormittag. Gegen drei Uhr raffe ich mich auf. ``Hast du lust auf ein Eis?´´ es dauert eine weile bis Biggi von oben antwortet. ``Warum nicht. Ich bin gleich unten.´´ ich suche mein Geld und die Autoschlüssel. Kurz darauf höre ich wie sie Treppe herunter kommt. Auf dem weg zum Auto holt sie mich ein. In Rogoznica parke ich und wir gehen durch den kleinen Ort. ``Da vorne ist die Eisdiele.´´ Ich merke wie Biggi etwas sagen will doch dann bleibt sie still. Mit dem Eis in der Hand gehen wir zu dem Hafenbecken wo mehrere kleine Boote liegen. Keiner von uns sagt etwas bis wir wieder beim Auto sind. ``Danke´´ murmelt Biggi dann leise. ``Bitte´´ ich grinse sie an und entlocke ihr damit ebenfalls ein Lächeln. Zurück beim Haus nimmt Biggi ihre Badesachen und ist wieder verschwunden bis es Dunkel wird. Gegen 20.30 Uhr bekomme ich Hunger und mache Rührei mit Kartoffel. ``Oh richt es hier gut. Bekomme ich auch was?´´ ``Ja klar. Kannst du den Tisch decken? Ich bin hier gleich fertig. Es fehlt nur noch der Salat.´´ Biggi nickte und kurz darauf war alles fertig. ``Es Tut mir leid´´ ``Was?´´ Biggi sah mich fragend an. Ich kucke auf meinen Salat und war mir nicht so sicher ob es ausgerechnet jetzt gut war dieses Thema wieder anzuschneiden. Noch immer sah Biggi mich an. ``Das ich dir damals die Schuld gegeben habe an unserer gemeinsamen Nacht. Du hattest recht´´ zögernd sah ich sie an. Ich konnte erkennen das sie überrascht war. ``Das heißt also du wusstest ziemlich genau was du tust und hinterher hast du es geleugnet. Und das nur weil du weiter um Vera kämpfen wolltest die du eigentlich sowieso nicht mehr geliebt hast?´´ ``Ja´´ antwortete ich klein Laut. ``Es tut mir wirklich leid. Ich weiß auch nicht mehr warum ich… ich meine ich hab sie damals schon nicht mehr geliebt und trotzdem habe ich weiter versucht mit ihr zusammen zu kommen obwohl…´´ ich merke wie ich langsam anfange zu stottern. Ich möchte es Biggi irgendwie erklären und mich entschuldigen aber das geht doch nicht so einfach wie ich dachte. ``Obwohl was?´´ Jetzt müsste ich eigentlich das sagen was ich vermeiden wollte. Ich versuche eine ausrede zu finden doch Biggi sieht mich noch immer an. ``Schon gut, lass uns weiter essen sonst wird alles kalt.´´ weiche ich aus. Biggi sieht mich an und ihn ihrem Blick liegt dieser bestimmte Ausdruck. Ich kenne ihn nur zu gut und weis das sie sich jetzt mit dieser antwort begnügt aber auf jeden fall noch mal darauf zukommt. Schnell schiebe ich mir eine Gabel voll Ei in den Mund und schaue sie entschuldigend an. Nach dem Essen waschen wir gemeinsam ab. Als wir fertig sind geht Biggi wieder nach oben und ich mache mich fertig fürs Bett. Ich hoffe inständig das ich diese Nacht besser schlafe.

3. Tag (aus Biggis sicht.)

Als ich durch die Sonne geweckt werde ist es gerade mal kurz vor Sieben. Nachdem ich mich noch zweimal hin und her gedreht habe, aber nicht schlafen konnte stehe ich auf. Da Thomas noch schläft beschließe ich einen Spaziergang zu machen. Ich klettere über die Felsen und setzte mich in meine kleine Bucht. Schon kurze Zeit später schweifen meine Gedanken zu Thomas und unserem Gestrigen Gespräch. Warum war nur alles so Kompliziert? Sie Liebte Thomas, Thomas liebte sie und trotzdem kriegten sie es nicht auf die reihe sich das gegenseitig zu sagen. Immer wich einer von ihnen zurück.

Als ich zurück zum Haus kam schlief Thomas noch immer. Ich fing an den Tisch zu decken und war schon wieder in Gedanken. Während der Kaffee durch die Maschine lief Träumte ich wie es wohl währe nicht dauernd mit Thomas zu streiten sondern ihn zu Küssen und ihn zu berühren. Plötzlich spürte ich seine Hände auf meinem Arm. Erschrocken öffnete ich die Augen. Thomas stand nur mit einer Boxershorts bekleidet hinter mir und sah auf den Kaffee. Ich fing an zu zittern und spürte eine Gänsehaut auf meinem Rücken. Ich versuchte ruhig zu bleiben und mich nicht zu bewegen. Ich spürte seinen Atem im Nacken und musste mich richtig zusammenreißen. ``Es währe doch wunderschön wenn wir miteinander umgehen könnten ohne uns zu streiten, oder?´´ Thomas stützte sein Kinn auf meine Schulter. Ich schob ihn von mir weg und ging an ihm vorbei. Sagen konnte ich nichts deswegen nickte ich nur. Ich setzte mich an den Tisch und begann zu Frühstücken. Thomas beobachtete mich ein paar Minuten und setzte sich dann zu mir. Nach dem Frühstück nahm ich meine Tauchflossen und die Taucherbrille mit dem Schnorchel und ging in meine Bucht. Thomas folgte mir ein paar Minuten später. Erst wollte ich nicht das er mit in die Bucht kam doch dann kam ich mir irgendwie albern vor und sagte nichts. Langsam staksten wir ins Wasser und ließen uns dann hineingleiten. Langsam Schnorchelten wir an der Küste entlang und aus der Bucht raus. Thomas blieb die ganze Zeit an meiner Seite. Das Wasser war wunderbar klar und so konnten wir Seesterne und viele Fische sehen. Plötzlich sah ich etwas im Wasser und deutete darauf. Thomas holte tief Luft und Tauchte hinunter. Als er wieder hoch kam zogen wir beide die Brillen aus und sahen uns an was wir gefunden hatten. ``Ich glaube das ist ein Toter Seeigel. Die Stacheln sind hier noch teilweise dran.´´ Thomas deutete auf die restlichen stacheln. Ich nickte und nahm den Seeigel in die Hand. ``Du hast recht´´ Wir beschlossen den Seeigel mitzunehmen und schnorchelten weiter. Zwei Stunden später waren wir endlich wieder zurück. ``Man hab ich ein Kohldampf´´ Thomas sah mich Todernst an. Ich versuchte mir das Lachen zu verkneifen jedoch ohne erfolg. Thomas machte ein beleidigtes Gesicht und lachte dann ebenfall. Für ein paar Minuten vergaßen wir alles und lachten einfach. In unserem Haus kochte ich Spagetti mit Tomaten Sauce während Thomas den Tisch deckte. ``Oh ich liebe deine Tomatensauce´´ rief Thomas begeistert als er in den Kochtopf vor mir sah. Er streckte die Hand aus und wollte mit dem Finger probieren. ``Hey, es gibt gleich etwas, solange wirst du doch wohl noch warten können oder?´´ Tadelnd sah ich ihn an. Thomas sah mich wie ein kleines Kind an und ging zurück zum Tisch. ``Das schmeckt so...´´ Thomas lächelte mich an und machte einen Kussmund. Ich grinste ihn an und genoss die Spagetti. Nach dem Essen half er mir abwaschen. Dabei alberten wir herum und hinterher war mein T-Shirt nass. Ich zog es aus und hängte es über das Terrassen Geländer. ``Oje´´ Thomas sah mich mitleidig an. ``Was ist?´´ wollte ich wissen und sah ihn an. ``Du hast dir den ganzen Rücken verbrand. Genauso wie die Beine.´´ Mitleidig lächelte er mich an. Ich versuchte mir auf den Rücken zu sehen. Natürlich funktionierte das nicht also stellte ich mich vor den Spiegel. ``Oh nein´´ stöhnte ich. ``Karin hat uns etwas dagegen mitgegeben. Kannst du mir den Rücken einschmieren?´´ bittend sah ich Thomas an. Dieser nickte. Also legte ich mich aufs Sofa und öffnete mein Bikinioberteil. Thomas kniete sich neben mich und verteilte das kühlende Aloe Vera Gel auf meinem Rücken. ``Autsch, geht das vielleicht auch ein bisschen mit Gefühl? Du bist hier nicht auf dem Schlachthof´´ ``Entschuldigung´´ murmelte Thomas sofort. Ich musste lächeln und schloss die Augen. Es tat gut das Kühlende Gel und Thomas Hände zu spüren. Irgendwann schlief ich auf den Sofa ein. Als ich wieder aufwachte war es bereits kurz vor Fünf. Verschlafen sah ich mich um und setzte mich auf. Plötzlich räusperte Thomas sich. Erschrocken sah ich in die Küche. Thomas stand an dem kleinen Tressen und sah mich an. Erst jetzt bemerkte ich das ich ja mein Oberteil nicht mehr anhatte. So schnell ich konnte schloss ich es am Rücken. Leider vergas ich meinen Sonnenbrand und lies die Träger auf meine Schultern knallen. Sofort spürte ich einen Stechenden schmerz. Erschrocken öffnete ich den Mund. ``Vorsicht, dein Sonnenbrand´´ meinte er und grinste mich an. ``Vielen Dank, wie lange stehst du den schon da?´´ ``Och eine ganze weile. Du siehst süß aus wenn du schläfst´´ er grinste mich frech an. Böse sah ich zu ihm rüber. ``Wieso hast du eigentlich keinen Sonnenbrand?´´ ``den hab ich schon nur nicht so stark wie du.´´ er kam zu mir und setzte sich auf das Sofa neben mir. ``Und was machen wir jetzt? Außer hier hält man es nirgendwo aus.´´ viel zu warm.´´ fragend sah er mich an. Ich zuckte die Schulter. ``Keine Ahnung. Wie währe es wenn wir endlich mal über unser kleines Problem reden? Jetzt kann kein Essen kalt werden und ich kann nicht weg rennen. Zumindest nicht all zu weit´´ Thomas sieht mich Skeptisch an. ``Na wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder wir genießen diesen Urlaub gemeinsam und klären das jetzt oder wir schneiden das Thema immer wieder an und jeder macht seinen eigenen Urlaub. Den so wie bisher ist es ja wohl kaum möglich. Oder?´´ ich sehe Thomas an und er stimmt mir zu. ``Ok also dann los. Was wolltest du gestern sagen?´´ Fragend sieht Thomas mich an, so als wüsste er nicht wovon ich rede. ``Du weißt genau wovon ich rede also?´´ ``ich wusste schon damals das ich Vera nicht mehr liebte. Und trotzdem habe ich dir so weg getan und hab dir die Schuld an allem gegeben. Es tut mir Leid.´´ Thomas sieht zu Boden. Ich sitze da und warte darauf das er weiter spricht. ``Es tut mir wirklich leid Biggi.´´ Vorsichtig sieht er mich an. ``Schon in Ordnung. Ich hätte ja danach auch noch einmal mit dir reden können.´´ ``Ja schon aber eigentlich hätte ich mit dir reden müssen um mich zu entschuldigen´´ ``Gut also lassen wir die Streitereien und Genießen unseren Zwangsurlaub´´ ich grinse Thomas an und er lächelt zaghaft. Gegen 20.00 Uhr machten wir uns etwas zu essen und den Rest des Abends verbrachten wir damit Kanaster zu spielen.

4.Tag (aus Thomas sicht)

Nachdem ich um Kurz vor zehn endlich mein Bett verlassen habe gehe ich Duschen. Als ich danach in die Küche komme sehe ich mich verwundert um. In der Kaffeemaschine ist bereits fertiger Kaffee. Ich nehme mir eine Tasse und gehe nach draußen. Es ist schon richtig heiß. Bereits nach kurzer Zeit sehe ich Biggi. Sie liegt unter einer der Palmen auf dem Bauch. Ihr Rücken ist Komplett frei und Krebsrot. Biggi ist eigentlich schon gut gebräunt und hat trotzdem so einen Sonnenbrand abbekommen. Sie tut mir richtig leid. Ich mache das Frühstück fertig und lege alles auf ein Tablett. Mit diesem gehe ich zu ihr. Vorsichtig wecke ich sie auf. ``Hey Guten Morgen. Wie hast du geschlafen?´´ Verschlafen sieht sie mich an. ``Scheiße´´ murmelt sie bevor sie den Kopf wieder sinken lässt. Ich hole von drinnen das Gel und reibe ihren rücken ein. ``Und warum? Wegen dem Sonnenbrand?´´ Biggi nickt. ``Auf dem Rückenliegen konnte ich nicht ohne das mich die Schmerzen wach gehalten hätten und auf dem Bauch kann ich nicht einschlafen. Hier draußen bin ich dann endlich eingeschlafen. Allerdings geht es mit den Schmerzen mittlerweile. Es juckte nur immer mal wieder.´´ Dankbar lächelt sie mich an als ich fertig bin. Dann zieht sie sich ihr T-Shirt über und setzt sich auf. Zusammen frühstücken wir. ``Kommst du gleich mit schwimmen? Außer im Wasser hält man es im Moment vermutlich so wieso nirgendwo aus. Heute Nachmittag wollte ich nach Trogie. Jetzt ist es schon zu warm. Kommst du mit?´´ Biggi nickt. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den weg zu der kleinen Bucht. Dort angekommen puste ich Biggis Luftmatratze auf. ``Vielen Dank. Du bist ein Held´´ sie grinst mich an und flitzt ins Wasser. Ich laufe ihr nach und spritze sie nass. Kurz darauf ist die schönste Wasserschlacht im Gange und wir benehmen uns wie Kinder aber das macht uns nichts aus. Endlich lachen wir zusammen und haben Spaß anstatt uns zu streiten. Nach unserer Wasserschlacht legten wir uns auf unsere Handtücher und sahen in den Himmel. ``Es ist wunderschön hier´´ höre ich Biggi leise sagen und drehe mich zu ihr. ``Du klingst aber Traurig. An wen denkst du?´´ fragend sehe ich sie an. ``Niemanden´´ antwortet sie doch ich weiß das dass nicht stimmt. Da sie aber nichts sagen möchte frage ich auch nicht weiter. ``Lass uns zurückgehen. Ich habe Hunger.´´ bittet Biggi mich und packt ihre Sachen. Ich nicke und nehme mein Handtuch. Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen hatten machten wir uns auf den weg nach Trogie. Bereits vor der Stadt kamen wir zum Stehen. Der Verkehr ging nur Schleppend voran und es dauerte eine ganze weile bis wir endlich den Stadtkern erreichten. Immer wieder wunderten wir uns über die Fahrweise der Kroaten. Sie Fuhren einfach in die Kreuzungen und der jenige der am meisten drängelte kam am schnellsten durch die Kreuzung. Erst nach längerem Suchen fanden wir einen Parkplatz. Wir Atmeten erleichtert auf und gingen in die Altstadt. Während wir am Wasser entlang gingen bestaunten wir die riesengroßen Jachten die hier lagen. Weiter hinten sahen wir eine Burgruine. ``Komm, lass uns mal da hochklettern.´´ meinte Biggi die auf dem Turm Leute entdeckt hatte. ``Ok dann schauen wir uns Trogie mal von oben an´´ grinste ich und bezahlte an der Kasse. Der Mann der an der Kasse saß gab mir noch ein Prospekt wo etwas über die Burg drin stand. Während ich daraus vorlas stiegen wir die Treppen hoch. Nun konnten wir über die Burgzinnen schauen und einmal um die Burg gehen. Ich machte ein Paar Fotos und stieg dann hinter Biggi auf den Turm. ``Wow, ist das schön´´ Biggi sah begeistert über die Dächer der Altstadt. Hinter den Dächern erhoben sich die Berge in den Himmel. Ich stellte mich hinter Biggi und sah ihr über die Schulter. ``Ja du hast recht.´´ stimmte ich ihr zu. Biggi lehnte sich leicht an mich und so standen wir eine ganze weile da ohne das jemand etwas sagte. ``Lass uns wieder runter gehen´´ meinte ich schließlich leise. Biggi nickte. Wir sahen ein letztes Mal über die Stadt und das Wasser und kletterten dann wieder runter. ``Lust auf ein Eis?´´ ``immer´´ Biggi grinst mich an. Mit dem Eis in der Hand schlendern wir durch die kleinen verwinkelten Gässchen. Wir Kauften ein paar Ansichtskarten und landeten schließlich auf dem Markt. Wir kauften ein bisschen Frisches Obst und eine halbe Melone. ``Kommen wir noch mal her?´´ ich bezahle gerade ein paar Flip-Flops für mich und drehte mich dann zu Biggi um. ``Warum?´´ ``Da drüben ist ein Stand mit wunderschönen Ketten. Das währe vielleicht etwas für Gabi und Karin.´´ ``Und warum nimmst du sie jetzt nicht mit?´´ ``Vielleicht finde ich ja noch schönere. Aber wenn nicht kann ich sie ja am ende des Urlaubes doch noch holen.´´ ``Ich denke schon das wir noch mal herkommen´´ ich lächeln sie an und Biggi nickt. Am Spätnachmittag beschließen wir uns in eines der kleinen Cafès zu setzten. ``Wie währe es mit dem da vorne? Dann können wir aufs Meer kucken´´ Biggi deutet auf ein kleines Cafè vor uns. Wir haben Glück und es wird gerade ein Tisch frei. Nachdem wir beschtelt haben versuchen wir mit Hilfe unseres Reiseführers herauszufinden welche Insel wir da vor der Nase haben. Nach einigem Hin und Her einigen wir uns auf Ciovo was uns der Kellner bestätigt. ``Also bei uns ist es ja manchmal echt heiß aber hier ist das ja…´´ Biggi fuchtelt mit den Armen und versucht sich wind zu zufächeln. Obwohl wir im Schatten sitzen und es langsam immer später wird ist die Hitze noch immer da. Und ich weiß aus Erfahrung das Hitze und Biggi zusammen keine gute Kombination sind. ``ich bin mir sicher du gewöhnst dich dran. Hoffe ich zumindest´´ frech grinse ich Biggi an. ``Hey, was soll das den heißen?´´ ``Och nichts besonderes´´ lachte ich. Biggi macht ein beleidigtes Gesicht. ``Ich will nach Hause, da kann ich mich ins haus verkriechen.´´ ``Na gut wie du meinst´´ ich muss immer noch lachen. Wir bezahlen und gehen dann zurück zu unserem Auto. Als wir endlich zu Hause sind verschwindet Biggi sofort im Haus. ``Och nee´´ ``Was ist den los?´´ fragend stehe ich im Wohnzimmer. Doch bereits jetzt wird mir klar was sie meinte. Es war Tierisch warm da wir vergessen hatten die Fenster zu zumachen. Stöhnend und nur mit ihrem Bikini bekleidet kommt Biggi wieder herunter. Leidend sieht sie mich an. ``Tja das ist das Kroatische Wetter´´ lache ich und sehe sie an. ``Und warum war das die letzten beiden Tage nicht so?´´ ``Keine Ahnung. Leg dich draußen in den Schatten. Wenn du Glück hast weht mal ein leichter Wind vorbei´´ ``Meinst du?´´ aufmunternd nicke ich ihr zu. Während Biggi nun im Schatten liegt gehe ich in die Küche und überlege mir was ich zu essen mache. Zwischen durch sehe ich in den Garten. Ich bin Richtig froh das wir einen Garten mit Palmen haben. Zum Glück habe ich, bevor wir gefahren sind, noch Kaffee in den Kühlschrank gestellt. Den Kaffee Fülle ich jetzt in zwei Gläser, dazu gebe ich etwas Vanille Eis das ich vom Einkaufen mitgebracht hatte. Darüber kommt noch etwas geschlagene Sahne. Nachdem ich noch einen Strohhalm in jedes Glas gesteckt habe gehe ich raus zu Biggi die unter einer der Palmen liegt. Sie ließt in ihrem Buch und fächelt sich mit dem Lesezeichen Luft zu. ``Schau mal hier´´ ich reiche ich das eine Glas und setzte mich neben sie. ``Oh du bist ein Engel´´ ``nee nur fast, darf ich mich vorstellen? Pilot´´ lachend reiche ich ihr die hand. Biggi stupst mich an und Trinkt einen Schluck. ``Weis unser super Pilot inzwischen was es zu Essen gibt?´´ ``nee noch nicht so ganz. Außerdem muss ich morgen früh Einkaufen fahren. Hast du auf etwas bestimmtes Hunger?´´ Biggi kuckt mich schief an. ``Wenn ich an deine Kochkünste denke mache ich mich lieber selber daran´´ grinst sie dann. Beleidigt sehe ich sie an. ``Hey, du weißt selber wie du kochst oder? Komm wir kochen zusammen. Ebi und die anderen haben uns immerhin hier her geschickt das wir uns zusammen raufen und da können wir auch zusammen kochen.´´ Sie steht auf und geht in die Küche. Ich sehe ihr nach und denke daran wie wir uns noch vor ein paar Tagen angeschrieen hatten. Ich glaube wenn mir da jemand gesagt hätte das ich jetzt mit ihr zusammen Urlaub mache und wir zusammen richtig viel Spaß haben hätte ich ihn für verrückt erklärt. ``Kommst du jetzt? Oder willst du mir von da aus zusehen?´´ Ich schaue auf und kucke sie an. ``Nee, nee ich komme schon.´´ Ich gehe zu ihr und stelle mein Glas in die Küche. Um die Hüften hatte Biggi sich einen bunten Pareo gebunden. Zusammen machten wir uns daran mit den Resten die wir noch haben eine Lasangne zu zaubern. Als wir am Tisch sitzen müssten wir uns eingestehen das sie richtig gut gelungen ist. Nach dem Essen spülten wir gemeinsam das Geschirr und setzten uns dann auf die Terrasse um zu Lesen. ``Weißt du was?´´ meinte Biggi Plötzlich und sieht in den Himmel. Fragend sehe ich sie an. ``Nee woher soll ich was wissen?´´ ``Ich schlafe draußen. Oben in meiner Bude ist es sowieso zu warm´´ meinte sie und steht auf. Zehn Minuten später kam sie mit ihrem Bettbezug und ihrem Kopfkissen wieder. Sie nahm sich eine der Luftmatratzen und legte sich in die eine Ecke der Terrasse. Etwas verdutzt sehe ich ihr zu und beschließe dann das gleiche zu tun. Eine weile liegen wir schweigend nebeneinander bevor wir beide kurz nacheinander einschlafen.

5.Tag (aus Biggis sicht)

Plötzlich war mir richtig kalt. Ich öffnete die Augen und sah in Thomas Gesicht. Zu erst erschrak ich etwas doch dann erinnerte ich mich das wir ja auf der Terrasse lagen. Vorsichtig suchte ich meine Uhr und stellte Entsetzt fest das es erst kurz vor Sechs war. Also drehte ich mich auf die andere Seite. Nach kurzer Zeit schlief ich zum Glück wieder ein. Als ich das nächste mal aufwachte war es richtig warm. Etwas verwundert stand ich auf und sah neben mich. Thomas war bereits unterwegs. Auf dem Weg in die Küche fällt mein Blick auf die Uhr. ``Was? Erst neune Uhr?´´ verwundert sehe ich auf die Uhr. Den Temperaturen nach hätte ich geschätzt das es bereits mittags war. Stöhnend gehe ich nach oben und ziehe meinen Bikini an. Wie kann die Temperatur innerhalb von drei Stunden so steigen? Natürlich habe ich weiß ich keine Ahnung und mache mich auf den weg ans Meer. Leider ist das genauso warm. Schlechtgelaunt komme ich zum Haus zurück. ``Oh, oh deinem Gesichtsausdruck nach sollte ich heute lieber einen Bogen um dich machen´´ Thomas lächelt mich an. ``Nein, sorg einfach nur dafür das diese Hitze aufhört´´ ``Und wie soll ich das anstellen?´´ fragte Thomas mich und lacht. Ich zucke nur die Schultern und gehe nach drinnen. ``Ich will nach Hause´´ Jammer ich drei Stunden später. ``Och Biggi´´ Thomas sieht mich genervt an was ich ihm noch nicht einmal übel nehmen konnte. ``Wer hatte eigentlich die Idee ausgerechnet nach Kroatien zu fahren?´´ wollte ich wissen. ``Ich glaube Ebelsieders´´ ``Na super.´´ ``Hey, wir haben sowieso nur noch zwei Tage.´´ meinte Thomas. ``Zum Glück. Länger würde ich es hier auch nicht aushalten. Meinen nächsten Urlaub mache ich wieder schön zu Hause in Österreich. Dann kann ich Ski fahren und frieren. Das ist immer noch Besser als hier gekocht zu werden´´ ``Jetzt hör halt auf zu Jammern und geh schwimmen´´ meinte Thomas. ``Haha, im Wasser ist es ja noch schlimmer.´´ ``also einfach hat man’s mit dir wirklich nicht.´´ ``Wieso auch´´ grinste ich ihn an. ``immerhin kannst du schon wieder lachen´´ meinte Thomas lachend. Ich kucke ihn Böse an und muss dann ebenfalls lachen. Als es am Abend endlich etwas Kühler wird bin ich richtig erleichtert.

In den nächsten zwei Tagen ist es noch genauso Heiß. Biggis Laune wird immer schlimmer obwohl Thomas sich alle mühe gibt sie ab zu lenken. Beide sind froh als sie endlich wieder in den Flieger nach Hause steigen können. Zwar hat ihnen der Urlaub gefallen doch die Hitze machte schließlich auch Thomas zu schaffen.

``Hey da seid ihr ja´´ lachen begrüßt Michael sie am Flughafen. ``Jep und wir leben noch´´ antwortet Thomas lachen. ``Juhu es Regnet´´ freut sich Biggi. Michael sieht sie verdutzt an und Thomas lacht. Zurück auf der Basis werden sie von allen begrüßt. ``Und wie war’s?´´ will Gabi wissen und sieht Biggi gespannt an. ``Heiß´´ antwortet Biggi sofort. Wieder muss Thomas lachen.

``Kann ich mal mit dir reden Thomas?´´ Thomas nickt und folgt Biggi nach draußen. Seid einer Woche sind sie jetzt schon wieder im Dienst. Seid dem gab es kaum noch streit. Und wenn dann nur die Sparversion. ``Ich wollte mich bei dir entschuldigen´´ ``Und wofür?´´ fragend sieht Thomas Biggi an. ``Ich war in den letzten drei Tagen unseres Urlaubes Unausstehlich.´´ ``So kenne und Liebe ich dich´´ grinste Thomas doch dann wurde ihm bewusst was er gesagt hatte. Biggi sieht ihn verdutzt an. Hatte sie das richtig gehört? Hatte er wirklich gesagt das er sie Liebte? ``Du Liebst mich also doch?´´ fragte sie leise. Langsam nickte Thomas. ``Aber woher weißt du das? Ich meine wieso hast du gesagt also doch?´´ ``Weil ich bei unserer Nacht schon das Gefühl hatte das da mehr sein musste aber ich habe mich nicht getraut dich zu fragen. Und nachdem du hinterher gesagt hast das währe alles nur wegen dem Alkohol passiert wusste ich überhaupt nicht mehr was ich denken sollte.´´ ``Doch, ich habe dich schon vor dieser Nacht geliebt und habe die Situation Quasi genutzt. Warum ich hinterher alle wieder kaputt gemacht habe weiß ich nicht. Ich glaube einfach ich hatte Angst du würdest nicht das gleiche Fühlen wie ich.´´ Biggi drehte sich um und legte die Hände aufs Gesicht.

``Streiten die schon wieder?´´ fragte Ralf. Er stand am Fenster des AR und beobachtete die beiden. Gabi stellte sich neben ihn.

Biggi drehte sich wieder um und hob die Arme. Thomas ging auf sie zu und nahm sie in den Arm. ``ich Liebe dich´´ flüsterte Biggi ihm ins Ohr. Thomas lächelte. Dann Küsste er sie vorsichtig und Liebevoll.

``Also ich würde eher sagen die Küssen sich´´ lachte Gabi. ``Was?´´ Michael und Peter sprangen auf und stellten sich neben die beiden. ``Wir haben es geschafft´´ lachte Michael und klatschte bei Peter ab.

Als Thomas und Biggi in den AR zurückkamen sahen sie in Lauter grinsende Gesichter. Thomas ging zum Lichtschalter und machte ihn an und aus und wieder an. ``Was tust du da?´´ wollte Biggi verdutzt wissen. ``ich wollte kucken ob man das Grinsen unserer Kollegen ausschalten kann.´´ grinste Thomas. Biggi fing an zu lachen. ``Ich glaube die haben alles beobachtet´´ meinte Biggi. Gabi nickte zur Bestätigung. ``Wobei den? Ist irgendwas aufregendes passiert?´´ wollte Thomas scheinheilig wissen. ``nichts besonderes.´´ meinte Gabi. ``Wenn man bedenkt das ihr euch seid Ewigkeiten Liebt und das nun auch endlich geschnallt habt würde ich sagen wir sprechen hier von einem mittleren wunder´´ meinte Peter und sah Todernst zu den beiden. Nun fingen alle an zu lachen.

Copyright 2005: Mareike

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