Ein heißer Tanz

Es war ein sehr warmer Tag im Sommer. Biggi lag zusammen mit Thomas im
Schatten herum und hatte eine Hand in die Salzach gehängt. Karin und Ralf saßen
faul auf dem Sofa und vermieden jede unnötige Bewegung, da Max noch immer dabei
war, die Klimaanlage zu reparieren. Das Thermometer war inzwichen wieder auf
34° geklettert. "Wenn jetzt ein Einsatz kommt bring ich die Rettungsleitstelle um", murmelte Biggi und lies sich ein paar Wassertropfen auf die Stirn
fallen. Doch natürlich ertönte wieder die Alarmsirene. "Rettungsleistellen für
Medicopter 117, bitte kommen." "Medicopter 117 ist es zu warm", gab Biggi
zurück. "Medicopter 117, das tut uns leid, aber sie müssen trotzdem los. In
Rotgülden ist ein älterer Mann bewusstlos zusammengebrochen." "Verstanden wir
übernehmen", gab sich Biggi geschlagen und rannte zum Helicopter. Karin und Ralf
folgten, Gonzo hob noch nicht einmal seine Nase. Biggi hatte sich inzwischen
auf den Sitz geschwungen und die Turbinen gestartet. "Medicopter 117 for
Munich tower, were on a rescue mission to Rotgülden." "Roger Medicopter 117, go
ahead", gab der Funker zurück. Dann zog Biggi den Heli nach oben. "Ich hasse
das. Kann das kein RTW machen?", fragte Karin. "Was meinst du wie oft ich mich
das in den letzten Tagen schon gefragt hab?", gab Biggi zurück. "Aber
immerhin durften wir ja die Helme gegen die Head-Sets tauschen." Kurz darauf waren
sie am Unglücksort angelangt. Karin und Ralf sprangen heraus und liefen auf
den Mann zu, der auf einem Gehweg lag. Biggi schnappte sich die Trage und
folgte ihnen. Karin hatte inzwischen schon mehrere Zugänge gelegt und den
Patienten stabilisiert. "Biggi, wir können wieder. Meld uns mal an,
Kreislaufkollaps. Am besten Tamsweg." "Okay." Biggi kletterte zurück ins Cockpit und schmiss schon mal die Maschine an. "Medicopter 117 für Rettungsleistelle, bitte
kommen." "Rettungsleitstelle hört." "Erbitten um Anmeldung Tamsweg, Patient nach
Kreislaufkollaps stabilisiert." "Verstanden Medicopter 117, wir leiten das
weiter, aber warten sie bitte die Bestätigung ab." "Verstanden." Im selben
Moment knallte Ralf die Türen zu. "Biggi, haben wir Freigabe?" "Wir müssen die
Bestätigung abwarten." Biggi zog den Heli nach oben. "Rettungsleitstelle für
Medicopter 117, bitte fliegen sie Klinikum Schladming an, Tamsweg ist gesperrt.
Wiederhole, Freigabe für Schladming, Tamsweg gesperrt." "Verstanden
Rettungsleitstelle, fliegen Klinikum Schladming an." Biggi korigierte ihren Kurs.
"Medicopter 117 for Munich tower, were on an ambulance mission destination
Schladming." "Roger Medicopter 117." "Biggi, seh zu, sein Puls sackt durch." "Ich
tu ja schon was ich kann, aber viel schneller kann ich nich, sonst glühen mir
die Turbinen durch." "Das is mir egal, aber ich kann dir nich viel
Zeitspielraum geben." "Okay, okay." Biggi flog so schnell wie sie es konnte zum
Krankenhaus. Sie landete und lies die Rotoren langsam laufen, während Karin mit
hinein ging. Ralf nahm das Head-Set ab und stellte sich in den kühlenden
Rotorwind. "Das musst du öfter mal machen", bat er. "Find ich auch, darf mich nur
nich erwischen lassen", meinte Biggi, die auf Ralf zukam. "Hey wie machst das
denn? Hast dich geklont? Ich denke ihr dürft den Heli nich verlassen wenn die
Rotoren laufen." "Hhm", gab Biggi zurück. "Aber du bist draußen."
"Inoffiziell. Eigentlich bin ich ja noch im Cockpit." Ralf musste grinsen. "Konntest
dieser kleinen Erfrischung wohl nicht wiederstehen, oder?" "Nicht so wirklich."
Im selben Moment kam auch Karin wieder. "Oh Biggi, danke." "Bitte bitte, keine
Ursache, aber jetzt müssen wir mal los." Biggi kletterte zurück ins Cockpit,
setzte sich ihr Head-Set wieder auf und wartete bis alle in der Kabine
waren, dann zog sie den Heli nach oben. "Medicopter 117 for Munich tower, were on
flight back to basic." "Roger Medicopter 117, go ahead." "Karin, kannst mal
deine Sachen festmachen und die Tür 'n Spalt auf?" "Gerne Biggi, liebend
gern." Karin befestigte die Rucksäcke und öffnete dann die Tür. "Tut das gut",
lies sich Ralf vernehmen. "Mal wieder typisch." "Wie lange brauchen wir noch?"
"Zwei Minuten." Kurz darauf setzte der Heli wieder auf seinem Landeplatz auf.
Biggi öffnete ihre Tür und lies die Rotoren auslaufen. Ralf und Karin gingen
in der Zeit zurück in den Aufenthaltsraum. "Na Max, wie sieht's aus mit der
Klimaanlage?" "Frag nich, frag einfach nicht. okay? Ich tu was ich kann, aber
die is so alt, dass sie schon fast prähistorisch ist. Aber weder Ebelsieder
noch Malstein, seinem Vorgänger war das Ding mal einen Pfennig wert. Aber
jetzt wo wir schwitzen, da muss ich dann schauen, wo ich mir meine Teile
zusammenimprovisiere." "Okay Max, war ja auch nur 'ne Frage." Während Max weiter an der Klimaanlage schraubte, ging Biggi wieder zur Salzach. Sie setzte sich ans
Wasser, zog Schuhe und Strümpfe aus, krempelte die Hosenbeine hoch und hängte
dann die Füße ins Wasser. Zwar war die Salzach nicht gerade kalt, doch
immerhin erfrischte es etwas. Kurz darauf setzte sich Thomas neben sie. Er war
während ihres Einsatzes in der Salzach gewesen und trug daher nur eine Shorts.
"Man du hast's gut, ich würd auch gern schwimmen gehen", sagte Biggi neidisch.
"In einer Stunde darfst ja rein, dann muss ich mir 'n Ast schwitzen." "Na
das will ich sehen." "Hier", meinte Thomas und zog einen Ast aus dem Gebüsch
hervor. "Du Scherzkeks!" Doch im selben Moment ertönte die Alarmsirene.
"Rettungsleitstelle für Medicopter 117, bitte kommen." "Medicopter 117 hört",
antwortete Thomas während Biggi fluchen ihre Schuhe wieder anzog. "Auf dem Bahnhof Schladming wurde ein Junge von einem Zug erfasst. Können sie übernehmen?"
"Verstanden Rettungsleitstelle, übernehmen sofort." Biggi rannte zum Helicopter,
dir Schnürsenkel noch offen. Sie setzte sich ins Cockpit und startete die
Turbinen, dann erst nahm sie sich die Zeit ihre Schuhe zuzubinden. "Beeil dich
Biggi, bei Unfällen mit Zügen zählt jede Minute", rief Karin. "Ich weiß. Aber
bevor ich nich meine 70 Prozent hab kann ich eh nicht los." Dann riss Biggi
auch schon den Heli nach oben. "Medicopter 117 to Munich tower, were on a
rescue Mission destination Schladming. Were on low altitude flying, highest
priority." "Roger Medicopter 117, go ahead." Biggi forderte ihren Heli bis aufs
Letzte und war kurz darauf am Unglücksort. Biggi war noch nicht ganz gelandet,
da war Karin schon aus der Maschine gesprungen und rannte auf die Sanitäter
zu. "Was ist passiert?" "Das wissen wir auch noch nicht so genau, aber er ist
mit beiden Beinen unter einen Zug gekommen, Amputationsverletzungen
beidseitig." Karin hatte sich entzwischen die Beine des Jungen angeschaut. "Das sieht
nicht gut aus. BIGGI!!!!! Die Trage, schnell! Und meld uns in Salzburg an!!"
Zwar hatten die Sanitäter die Beinstümpfe schon so gut wie nur möglich
versorgt, doch verlor der Junge nach wie vor viel Blut. Als Biggi gerade mit der
Trage kam, kam ein weiterer Junge auf sie zu. "Wird Markus es schaffen?",
fragte er. "Ich kann es dir nicht sagen, aber du kannst mitkommen." "Danke."
Biggi half Karin und Ralf noch den Jungen auf die Trage zu legen, dann lief sie
zurück zum Heli und startete die Turbinen. "Medicopter 117 für
Rettungsleitstelle, wir haben einen Patienten an Bord, ca. 15 Jahre alt, schwerste
Amputationsverletzungen der Beine. Erbitten sofortige Klinikzuweisung." "Verstanden
Medicopter 117, fliegen sie bitte Uniklinik München an." "Verstanden
Rettungsleitstelle." Im selben Moment stiegen auch Karin und Ralf ein, zusammen mit dem Jungen. "Karin, wir müssen nach München, hält er das durch?", fragte Biggi,
während sie schon den Helicopter nach oben zog. "Ich hoffe. Ralf, noch ein
HAES und mach mir noch ein Ringer fertig." "Hier." Ralf gab ihr die gewünschten
Sachen und Karin hängte die Infusionsbeutel an. "Wie ist das eigentlich
passiert?", wandte sich Karin an den Jungen. "Wir waren auf dem Bahnhofsgelände,
wollten an dem Zug 'n bisschen Grafitti sprühen. Dann is der Zug plötzlich
losgefahren. Markus war zwei Wagen weiter und wollte dann zu mir kommen. Über
den ersten Wagen ist er dann auch rübergekommen aber als er dann zum zweiten
springen wollte ist er abgerutscht und unter den Wagen gekommen. Es ging alles
so schnell. Er hat nur gestöhnt und dann war er still. Da kamen auch schon
zwei Bahnarbeiter die auf dem Zug zum Rangieren mitgefahren sind. Dann weiß
ich nur noch, dass er Krankenwagen und etwas später halt auch der Hubschrauber
kam." "Wie könnt ihr nur so'n Scheiß machen? Er wird nie wieder richtig
laufen können und das nur weil ihr einen auf cool machen und Wagons beschmieren
wolltet. Hättet ihr nicht ins Freibad gehen können?", sagte Ralf sichtlich
aufgebracht. "Biggi, wie lang noch zur Klinik?" "Viertelstunde."
"Rettungsleitstelle für Medicopter 117, Klinikum München erbittet genauere Angaben über den Zustand des Patienten." "Hier Medicopter 117. Der Patient ist männlich, 15,
beide Beine unterhalb des Kniegelenkes sind durchtrennt und zerquetscht, kaum
noch Gewebe vorhanden, starke Gefäßverletzungen, hoher Blutverlust. Machen sie
sofort den OP bereit und halten sie mindestens 10 Konserven AB negativ
bereit." "Verstanden Medicopter 117. Landung auf Deck A." "Verstanden, Ankunft in
ca. 8 Minuten." Biggi holte auch noch die letzten Reserven aus ihrer Maschine
heraus und so landeten sie wenig später auch auf dem Landeplatz der Klinik.
Der Junge wurde sofort in den OP gebracht und sein Freund von der Polizei
verhört. Biggi, Karin und Ralf machten sich auf den Rückflug zur Basis. "Warum
zum Teufel machen die so einen Schwachsinn?", fragte Ralf erneut. "Woher soll
ich das wissen?", gab Karin zurück. "Aber sicher ist, dass der Junge nie
wieder ohne Protesen wird laufen können, falls er es überhaupt überlebt. Von
seinen Beinknochen sind allerhöchstens noch Splitter über, die werden nie wieder
zusammenwachsen." "Wer kommt nachher mit ins Freibad?", wechselte Biggi das
Thema. "Ich." "Ich." "Also ihr beide." "Klar, oder glaubst du ich gammel bei
der Hitze länger als nötig auf der Basis rum?" "Na bei dir weiß man nie...",
erwiderte Biggi, worauf sie von Ralf einen kleinen Klatsch gegen den Kopf
bekam. "Hey pass 'n bisschen auf, wenn du mich K.O. haust, dann musst du selber
fliegen." "Ja ja." "Nix  jaja." Biggi und Ralf alberten noch eine Weile herum,
dann kam auch schon die Basis in Sicht. Biggi landete und alle sprangen aus
dem Helicopter heraus. "Na, auch wieder da?", fraget Michael. "Ja, aber wir
müssen noch mal putzen. Der hat eben so viel Blut verloren, dass wir grad 'ne
Blutbank hintendrin haben." "Ich helf euch noch kurz", beschloss auch Biggi.
Sie schnappten sich Eimer und Lappen und wenig später war der Heli wieder
sauber wie immer. "Tschüß Leute, wir gehen dann ins Freibad", verabschiedeten
sie sich und verschwanden. Währenddessen saßen die Jungs gelangweilt vorm
Wrack. "Man wieso müssen wir immer bei so 'nem Scheißwetter bis mogens um 7
dableiben?", fragte Peter. "Was regst du dich denn auf? Biggi und so sind viel
Schlimmer dran. Die müssen sogar über die Mittagszeit in diesen Brutoveralls
rumlaufen", sagte Thomas. "Rettungsleitstelle für Medicopter 117, wir haben einen
Einsatz für sie. Auf dem großen Knallstein ist ein Kletterer in der
Steilwand hängengeblieben, könnten sie ihn holen?" "Verstanden Rettungsleitstelle,
wir übernehmen", antwortete Michael und rannte hinter Thomas und Peter her zum
Heli. "Medicopter 117 for Munich tower, were on a rescue mission destination
großer Knallstein." "Roger Medicopter 117, go ahead." Thomas flog ins
Gebirge. "Medicopter 117 für Rettungsleitstelle, erbitten genauere Angaben zu
unserem Einsatz." "Verstanden Medicoüter 117. Auf der Kletterroute in der Westwand
ist ein Kletterer hängen geblieben. Er soll unterhalb des Felsüberhanges auf
ca. 1900 Metern sein." "Danke Rettungsleitstelle." Thomas steuerte die Stelle
an. "Medicopter 117, hier Rettungsleitstelle, wir haben so eben eine
Steinschlagwarnung für sie erhalten. Passen sie auf." "Verstanden
Rettungsleitstelle. Also Peter, du hasts gehört." "Jaja, ich muss wieder Helm aufsetzen. Und das bei der Hitze", stöhnte der Sanitäter. Peter zog den Helm auf und legte
sich Gurtzeug um, dann öffnete er die Tür. "Thomas, ich hab ihn. Noch zehn Meter
höher." "Okay, hab ihn auch. Moment." Thomas drehte den Heli so, dass Peter
sich abseilen konnte. Er hatte gerade den Kletterer erreicht, als der
Steinschlag erneut einsetzte. Peter versuchte sich und den Kletterer zu schützen,
indem er sich ganz eng an den Felsen drückte, doch vergeblich. Er wurde von
einem Steinbrocken am Kopf getroffen. Verzweifelt versuchte Peter sich weiterhin
festzuhalten, doch dann erwischte ihn ein zweiter Stein, es wurde schwarz
vor seinen Augen und er konnte sich nicht mehr halten. "Peter, alles klar?",
fragte Thomas. "Peter?" "Scheiße, er antwortet nicht. Thomas, da unten ist 'ne
Wiese setz ihn da mal ab." Vorsichtig setzte Thomas Peter auf der Wiese ab
und Michael sprang sofort heraus um sich den Sanitäter anzuschauen. Er war noch
dabei den sanitäter zu untersuchen, als Thomas aus dem Cockpit stieg. "Wie
sieht's aus?" "Schaut mir nach 'ner Gehirnerschütterung aus. Ich würd sagen
Peter muss ins Krankenhaus, hier kann ich keine genau Diagnose abgeben." "Und
was machen wir mit dem Kletterer?" "Ich kann ihn nicht holen, denn wenn mir du
kannst mich nicht versorgen, falls mir was passiert. Wir müssen erst Peter
in die Klinik bringen und dann Ralf holen. Oder kann Christophorus
übernehmen?" "Nee, die sind im Einsatz." "Dann lass uns mal los." Sie legten Peter auf
die Trage und Thomas flog nach St. Michael in die Klinik. Michael begleitet
noch kurz Peter in die Notaufnahme, kehrte dann aber schnell wieder zu Thomas
zurück. "Dann lass uns mal Ralf abholen. Wo sind die denn?" "Im Freibad." "Na
dann mal hin." "Bin doch schon auf dem Weg. Aber wie willst du Ralf da
finden?" "Das hab ich mich auch schon gefragt." Zur selben Zeit im Freibad: Ralf
und Gabi waren gerade is Wasser verschwunden, während Biggi noch auf der Wiese
lag und in einem Buch las. Während sie gerade dabei war, in die Welt der
Hexen und Zauberer abzutauchen, vergnügten sich Gabi und Ralf auf der
Wasserrutsche. Inzwischen näherte sich Thomas dem Freibad. "Also Michael, lass dir was einfallen wie du da Ralf finden willst. An seiner Badehose kannst du ihn
bestimmt nicht erkennen." "Ja aber du kannst doch nicht einfach auf der Liegewiese
landen." "Wieso denn nicht?" "Weil dann die ganzen Sachen in die Bäume
fliegen. Das ist Sachbeschädigung." "Wieso? Tut den Handtüchern doch nicht weh.
Und zu not komm ich halt nachher wieder und helf mit die Handtücher wieder aus
den Bäumen zu holen. Und jetzt seh zu Doktörchern." Im selben Moment hatte
Biggi den Heli gehört. Sie stopfte ihr Buch in ihre Rucksack und rannte raus,
auf die Straße, über der der Heli schwebte. "Ey Michael, da unten ist Biggi,
geh mal runter." "Lande du doch." "Okay okay." Thomas landete den Heli mitten
auf der Straße und Biggi öffnete die Tür. "Was macht ihr denn hier?", fragte
sie. "Peter ist verletzt, wir brauchen Ralf, wo ist er?" "Ich glaub hinten
bei der Rutsche, könnt ihr mich reinschmeißen? Das geht am schnellsten." "Okay,
komm rein." Biggi kletterte in den Heli und hielt sich fest. Dann zog Thomas
den Helicopter nach oben. Er flog über das Becken und hielt den Heli dann
über dem tieferen Teil. Biggi verlies die Kabine, lies sich an den Kufen hinab
und lies sich dann ins Wasser fallen. "Saubre Arschbombe, aber Abzug in der
B-Note", meinte Thomas. Inzwischen waren auch Ralf und Gabi aufmerksam
geworden. "Was ist denn los, dass du hier Kunstsprung aus 'm Heli machst?", fragte
Ralf. "Du sieh mal zu, Peter is verletzt, die brauchen 'nen Sani." "Och nöö."
"O doch. Du musst, ich kann das nicht machen, sonst würd ich ja helfen."
"Okay, ich mach mich mal fertig, sag denen, die sollen mich am Eingang
aufsammeln, in drei Minuten." "Soll ich mit?", fragte Gabi. "Weiß ich nicht. Willst du
mit?" "Nee, nicht unbedingt." Biggi winkte Thomas, dass er ihr wieder Seil
runterlassen sollte, da sie sich ohne Funkgerät nicht verständigen konnte.
Michael lies ihr das Seil mit einer Rettungsschlaufe nach unten. "Und, wie siehts
aus, was ist mit Ralf?", fragte Michael, als Biggi wieder auf den Kufen saß.
"Er kommt in drei Minuten zum Eingang, da könnt ihr ihn abholen." "Im
Overall?" "Denk schon, er hatte ja einen an." "Wie jetzt? Beim Schwimmen?" "Nein du
Teilzeithonk. Als er zum Freibad gefahren ist." "Achso." Thomas hatte es
sich inzwischen wieder mitten auf der Straße bequem gemacht, was dazu führte,
dass einige Autos sich stauten und ein Hupkonzert ertönte. "Ja man, regt euch
doch ab, hier ist eh kein Parkplatz, ob ich hier jetzt stehe oder nicht",
meinte Thomas entnervt. Biggi hatte sich inzwischen zu ihm gesellt. "Lass dich
doch nicht nerven, denen geht die Hitze halt auch auf die Nerven", meinte Biggi
und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Thomas erwiederte ihn grade, als
Ralf kam. "Okay, dann mal ab mit uns", meinte Michael. Biggi gab Thomas noch
einen letzten Kuss, dann flog er zurück zum Einsatzort. Der Kletterer hing
noch immer in der Wand. "Ralf, da kann jederzeit Steinschlag kommen. Wenn sich
da was löst, dann stoß dich von der Wand ab, so schnell es geht, okay? Wenn du
dich dranfestklammerst, dann wirst du vermutlich getroffen, also wenn was
passiert, dann stoß dich ab, egal was mit dem Patienten ist, okay?" "Okay, geht
klar." Ralf setzte den Helm auf, legte Gurtzeug an und lies sich erneut zu
dem verletzten Kletterer herab. "Hallo, können sie mich verstehen?", fragte
er. "Ja", kam es schwach zurück. "Haben sie Schmerzen?" "Mein rechter Arm und
meine Brust", gab dieser zur Auskunft. "Michael, rechter Arm gebrochen,
vermutlich mehrer Rippenbrüche", informierte der Sanitäter den Notarzt. Ralf legte
dem Verletzten vorsichtig die Rettungsschlaufe um. Im selben Moment als er
sich von der Wand abstieß, kam wieder ein Teil des Berges ins rutschen. Ralf
war gerade auf der Kufe des Helicopters, als ein Stein genau auf der Stelle
aufschlug, wo er zusammen mit dem Patienten noch vor wenigen Sekunden gewesen
war. "Das war knapp", meinte Thomas. "Ja, dass wars wirklich", kam es vom
Sanitäter zurück. Michael hatte sich inzwischen ebenfalls den Patienten angeschaut
und bestätigte Ralfs Einschätzung. "Thomas, kannst du uns nach St. Michael
fliegen, dann können wir gleich noch nach Peter schauen." "Wenn's weiter
nichts ist...." Thomas flog zur Klinik und der Kletterer wurde hineingebracht.
Während sich Michael noch um die Versorgung des Patienten kümmerte, machten sich
Thomas und Ralf auf die Suche nach Peter. Er hatte ein Zimmer im 5. Stock
bekommen, da er die Nacht über zur Beobachtung bleiben sollte. "Na Peter, wie
geht's?", wurde er von Thomas gefragt. "Ach ganz gut, ich versteh nur nicht,
weshalb sie mich über Nacht dabehalten wollen, ist doch nur 'ne leichte
Gehirnerschütterung und 'ne Platzwunde." "Tja, so sind wir Ärzte halt", gab
Michael, der gerade durch die Tür gekommen war und den letzten Rest des Satzes
mitbekommen hatte, seinen Senf dazu. "Außerdem haben die's hier angenehm kühl, die
haben 'ne Klimaanlage. Also ich würde es an deiner Stelle genießen", meinte
Thomas. "Stimmt. Und ich kann ausschlafe, ohne dass ich mitten in der Nacht
geweckt werde." "Dann machs mal gut, wir müssen wieder los", meinte Thomas und
gab Peter einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter. Kaum das sie
wieder zurück zur Basis geflogen waren, kam der nächste Einsatz.
"Rettungsleitstelle für Medicopter 117, auf der Schlangenfarm in Koim-Saigen ist eine Person von einer Schlange gebissen worden. Können sie sie in die Klinik bringen?"
"Verstanden Rettungsleitstelle, wir übernehmen", antwortete Ralf, dann rannte
auch er zum Heli. Thomas hob ab und flog los. "Munich Tower, this is
Medicopter 117. Were on a rescue mission destination Koim-Saigen." "Roger Medicopter
117. Go ahead." "Mensch Thomas beeil dich, bei Schlangenbissen zählt jede
Sekunde." "Ich tu doch schon was ich kann", gab Thomas zurück. Wenig später
landete der Hubschrauber auf dem Gelände. Michael und Ralf rannten ins Gebäude wo
sie schonb von einer vollkommen aufgelösten Frau empfangen wurden. "Gut dass
sie da sind. Mein Mann ist von einer schwarzen Mamba gebissen worden." "Haben
sie das Gegengift da?" "Ja, er hat schon zwei Ampullen bekommen und drei
haben wir noch." "In Ordnung. Ich schau mir mal ihren Mann an, Ralf, mach mal
'nen Zugang fertig." "Okay." Ralf legte dem Patienten einen Zugang, während
Michael den Patienten untersuchte. "Und Ralf, mach gleich nochmal 'ne Spritze
Gegenmittel klar, wir müssen dann schauen, dass wir so schnell wie möglich in
die Klinik kommen." "Okay." Michael holte sein Walkie heraus. "Thomas, kannst
du mal bei der Rettungsleitstelle nachfragen, wir haben einen Schlangenbiss,
schwarze Mamba, aber nicht genug Gegengift. Erstens nach 'ner Klinikzuweisung
und zweitens wo die noch Gegengift haben." "Geht klar. Medicopter 117 für
Rettungsleitstelle, bitte kommen!!" "Rettungsleitstelle für Medicopter 117, was
gibt's?" "Wir haben einen Patienten der von einer schwarzen Mamba gebissen
wurde. Es ist noch Gegengift vorhanden, aber laut unserem Notarzt wird es
nicht reichen. Wir erbitten Klinikzuweisung sowie Informationen über weitere
Gegengiftdepots." "Das ist verstanden Medicopter 117. Bitte fliegen sie den
Patienten nach Salzburg.Wegen dem Gift melden wir uns wieder sobald wir genaueres
wissen." "Das ist verstanden Rettungsleitstelle." Im selben Moment kamen
Peter und Michael mit dem Patienten. "Thomas, hast du was wegen dem Gegengift?"
"Jein. Wir sollen nach Wien, wegen dem Gegegngift melden die sich wenn sie
genaueres wissen." "Dann sollten sie sich beeilen. Wir haben nur noch eine
Ampulle, und das reicht nie im Leben." Thomas zog den Heli nach oben und flog los.
"Salzburg tower, this is Medicopter 117, we had a transport mission,
destination central Hospital Salzbug." "Roger Medicopter 117. Go ahead, clear to
proceed." Thomas flog so schnell er konnte zur Klinik. Mark brachte den
Patienten hinein und kam dann wieder nach oben. Im selben Moment meldete sich die
Rettungsleitstelle erneut. "Rettungsleitstelle für Medicopter 117, bitte
kommen." "Medicopter 117 hört." "Wir haben ein Gegengiftdepot für sie ausfindig
gemacht. Das Tropeninstitut in Nürnberg hat noch einen Vorrat an Gegengift. Dort
können sie sich das Gegengift abholen." "Verstanden Rettungsleitstelle. Wir
holen jetzt das Gegengift ab, daher melden sie uns bitte für die nächsten zwei
Stunden aus." "Verstanden Medicopter 117." "Medicopter 117 für Flughafen
Salzburg, bitte kommen." "Flughafen Salzburg hört." "Brauchen dringend Kerosin,
Ankunft in ca. 2 Minuten." "Thomas was wird das, wir brauchen jede Minute um
den Mann zu retten", fragte Michael entrüstet. "Michael, ich hab für die
Strecke nicht genug Kerosin als dass es sicher reichen würde. Entweder du gibst
mir hier die Fünf Minuten, oder es kann sein, dass wir mitten in der Pampa
runter müssen und dann hat er keine Chance mehr, denn bis dann das Gegengift da
ist ist der gestorben." "Okay, aber beeil dich." "Was meinst du wohl was ich
hier mache?" Thomas landete, tankte nach und hob dann wieder ab. "Munich
tower, this is Medicopter 117, were on a transport mission destination Nürnberg,
is there a chance for low altittude flying?" "Roger Medicopter 117. There is
a chance for low altittude flying, go ahead." Thomas flog so schnell er
konnte Richtung Nürnberg. Während des Fluges wurde Michael immer unruhiger. "Was
ist denn los Doktörchen, musst du aufs Klo oder was?", fragte Thomas. "Nein,
aber für den Mann zählt jede Sekunde." "Man was soll ich noch machen, ich bin
so schnell wie es geht." "Nürnberg Radar für Medicopter 117, bitte kommen."
"Medicopter 117 hört." "Sie nähern sich dem Stadtgebiet, drosseln sie daher
bitte ihr Tempo. Maximale Fluggeschwindigkeit 70 Knoten, wiederhole 70 Knoten."
"Verstanden Nürnberg Radar." "Thomas, egal was die sagen, wir brauchen das
Gegengift so schnell wie möglich." "Michael, jetzt hör mir mal zu. Ich weiß,
dass das dringend ist. Aber es gibt eine Sache die du nicht weißt. Wenn dich
schon das Gebietsradar dazu auffordert, dass du langsamer fliegst, dann haben
die ihre Gründe dafür. Und wenn du dich als Pilot weigerst, dann war das dein
letzte Flug. Die nageln dich dann sofort nach der Landung fest. Aber wenn du
unbeding willst, dass ich meine Lizenz verlier, dann nur zu. Allerdings halt
ich mich an deren Angaben. Wenn du willst, dann flieg selber." Nach diesen
Worten verringerte Thomas das Tempo und flog vorschriftsmässig
dasTropeninstitu an. Kaum das er gelandet war kam ein Mitarbeiter auf sie zu und reichte eine Kiste mit den Ampullen in den Helicopter hinein. Thomas hob wieder ab,
schlich bis zum Ende von Nürnbergs Kontrollbereich und holte dann alles aus
seiner Kiste raus. Gerade noch rechtzeitig kamen sie mit dem Gegengift an. "Er
wirds überleben, aber knapp", meinte Michael, als er bald darauf wieder auf dem
Heliport auftauchte. "Na siehste, hat doch noch alles gelangt", meinte
Thomas, der in der Dunkelheit nur noch als dunkler Schatten zu sehen war. Michael
stieg in den Helicopter und wenig später waren sie auf der Basis zurück. Das
Gebäude war inzwischen verlassen, da der Einsatzt extrem lange gedauert hatte.
Während Thomas seinen Engel schon zum zweiten Mal in dieser Schicht
betankte, waren Ralf und Michael schon nach drinnen verschwunden. Als Thomas
hereinkam, schliefen sie schon auf beiden Sofas. "Danke ihr Frettchen, wenn ihr mir
nur noch den Sessel lasst, dann zieh ich halt ins Wrack", murmelte der Pilot
noch, dann verzog er sich in seinen alten Heli und lies die Tür mit einem
lauten Rums zuknallen. Doch eine ruhige Nacht sollte es trotzdem nicht werden.
Nur zwei Stunden später wurden sie vom Klang der Alarmsirene aus dem Schlaf
gerissen. "Rettungsleitstelle für Medicopter 117, im Gebiet des Schneewinkels
ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Können sie übernehmen und die Besatzung
bergen?" Thomas war versucht 'nein, denn es ist nachts um vier' zu sagen, besann
dich dann aber doch auf seinen Auftrag und antwortete der Rettungsleitstelle.
Dann sprang er aus dem Wrack, knallte erneut die Tür zu und rannte zu Heli.
Da sah er, wie Ralf und Michael aus dem Hangar kamen und sich suchend
umblickten. "Du wo ist denn Thomas?", fragte Ralf. "Keine Ahnung", kam es von
Michael, doch im selben Moment peitschte ihm die erste Windböe des Rotorwindes
durchs Gesicht. "Im Heli", beantwortete Ralf seine Frage selber und lief genau wie
Michael los. Kaum das sie in der Kabine waren hob Thomas ab. "Munich tower,
this is Medicopter 117, we had a rescue mission destination Schneewinkel. Is
there a chance for low altittude flying?" "Roger Medicopter 117, go ahead."
"Thomas, weisst du schon genaueres?" "Nee, woher denn? Medicopter 117 für
Rettungsleitstelle, erbitten genauere Informationen zu unserem Einsatz." "Negativ
Medicopter 117, genauere Informationen liegen nicht vor. Die Flugleitstelle
konnte uns wegen eines Computerfehlers keine GPS-Koordinaten übermitteln,
daher werden sie suchen müssen. Wir wissen nur von einem Freund die ungefähre
Flugstrecke und laut den Angaben der Flugleitstelle kommt nur dieses Gebiet in
Frage." "Das ist verstanden Rettungsleitstelle. Over and out." "Und wie
sollen wir die bei der Dunkelheit finden?", fragte Ralf. "In 'ner halben Stunde
geht die Sonne auf, wenn wir sie bis dahin nicht haben, dann sehen wir immerhin
was", gab Thomas nur zur Auskunft. Bald darauf hatten sie das Gebiet
erreicht und versuchten nun mit Hilfe des Suchscheinwerfers etwas zu sehen.
"Michael, siehst du was?", fragte Ralf. "Nein. Hier ist nix, nur Wald, Wald und
nochmals Wald." "Rettungsleitstelle für Medicopter 117, bitte kommen." "Medicopter
117 hört." "Sie können abbrechen, das war ein Fehleinsatz. Dem Piloten ist
der Transponder ausgefallen, deshalb wurde gedacht das er abgestürzt sei.
Kehren sie bitte zur Basis zurück." "Danke Rettungsleitstelle, wir fliegen
zurück." Thomas drehte um und flog zurück zur Basis. "Man ich hass das. Und das
denen das immer Nachts um vier einfällt." "Tja, da ist die Flugaufsicht
wenigstens mal aufmerksam", meinte Ralf. "Da hast du recht", stimmte ihm Michael zu.
Thomas landete, warf noch einen kurzen Blick in den Heli und ging dann zurück
in den Aufenthaltsraum. Michael und Ralf folgten. Nur wenig später hörte man
nur noch geschnarche aus dem Aufenthaltsraum. Als Biggi am nächsten Morgen
in den Aufenthaltsraum kam, schliefen sie noch immer. Leise schlich Biggi in
die Umkleide. Als sie sich umgezogen hatte, wachten auch die Jungs gerade
wieder auf. Biggi begrüßte Thomas mit einem Kuss und kochte danach erstmal
Kaffee. Als Biggi gerade mit dem Kaffe fertig war, kamen dann auch Peter und Gabi.
Gabi hatte noch Brötchen mitgebracht und so wurde gemütlich gefrühstück,
diesesmal ohne Störung durch einen Einsatz. Doch kaum das die Teller wieder in
der Küche verschwunden waren, ertönte schon wieder die Alarmsirene.
"Rettungsleitstelle für Medicopter 117, bitte kommen." "Medicopter 117 hört." "In
Obervellach gab es einen schweren Vekehrsunfall mit einem schwerstverletzten, sie
werden zum Abtransport nach Klagenfurt benötigt." "Verstanden
Rettungsleitstelle, wir übernehmen", antwortete Michael, während Biggi, Peter, Ralf und Gabi zum Heli rannten. "Munich Tower, this is Medicopter 117, were on an ambulance mission destination Obervellach." "Roger Medicopter 117, go ahead." "Sag mal ist das jetzt trendy das wir mit zwei Sanis fliegen oder was?", fragte
Biggi, da neben ihr nicht wie sonst Ralf, sondern Peter saß und Ralf mit Gabi
hinten in der Kabine saß. "Ähm nun ja, eigentlich hatte ich gedacht, dass ich
jetzt für Ralf übernehmen und auch die Nachtschicht flieg", meinte Peter nur.
"Und ich dachte, dass ich jetzt wie immer fliege", erwiderte Ralf. "Okay okay,
also ich hab da nix gegen", meinte Biggi. Kurz darauf waren sie am
Unglücksort angekommen und Biggi landete auf einer Wiese neben der Straße. Während Gabi und Ralf schon auf den Verletzten zuliefen, holte Peter die Trage. Die
Sanitäter vor Ort hatten schon gute Arbeit geleistet, sodass der Patient schon
transportfertig war. Während er auf die Trage gehoben wurde, schaute Gabi sich
noch kurz den anderen Verletzten an, der jedoch von einem Krankenwagen
transportiert werden konnte. Gemeinsam trugen sie noch die Trage zum Heli, dann
verschwanden die Sanitäter wieder und Biggi hob ab. "Medicopter 117 for Klagefurt
tower, we had an ambulance mission destination central hospital." "Roger
Medicopter 117, go ahead." Biggi flog zügig zur Klinik, da sich in der Ferne
einige schwarze Gewitterwolken zeigten. Sie landete auf dem Heliport und Gabi
brachte den Patienten noch hinein. Gabi kam bald darauf wieder und Biggi machte
sich auf den Rückflug. "Rettungsleitstelle für Medicopter 117, bitte
kommen." "Medicopter 117 hört." "Sie müssen zwei eingeschlossene Feuerwehrmänner
bergen. Sie wurden auf dem Wildkogel von den dort wütenden Waldbränden
eingeschlossen. Beeilen sie sich!" "Verstanden Rettungsleitstelle, wir übernehmen",
antwortete Biggi, dann flog sie so schnell sie konnte zum angegebenen
Einsatzort. "Biggi, da auf 1 Uhr, da ist das Feuer. Seht ihr was?" "Nein, Biggi, ich
geh raus." "Okay." Peter sicherte sich und stellte sich auf die Kufen. "Da
Biggi, auf 9 Uhr, geh mal tiefer." "Viel tiefer geht nicht, das Feuer heizt mir
den Tank auf." "Ich seh sie. Biggi, halt den heli ruhig, ich versuch sie per
Seil zu nehmen." "Aber pass auf dich auf." "Immer doch." Peter lies sich
runter, während Biggi versuchte, den Heli so ruhig wie möglich zu halten. Dennoch
pendelte Peter mehrmals gefährlich nah an die in Flammen stehenden Bäume
heran. Er hatte die beiden Feuerwehrmänner beinahe erreicht, als eine Windböe
ihn in die Bäume drückte. "AAAhh!! Biggi, ich muss ins Wasser, schnell!!!",
hörte man ihn entsetzt schreien und Gabi sah, dass seine Hose brannte. Biggi
reagierte Blitzschnell und tauchte Peter wenige hundert Meter weiter in den dort
fließenden Fluss. "Danke", kam es zurück. "Peter alles kalr?" "Ja. Biggi,
zweiter Versuch." Diesmal gelang es Biggi, Peter auf der Lichtung abzusetzen.
Noch während er den Feuerwehrmännern die Rettungsschlaufen umlegte, fraßen
sich die Flammen weiter durchs Gras auf sie zu. Im letzten Moment bevor sie von
den Flammen erreicht wurden, hatte Peter die Männer in der Rettungsschlaufe
und Biggi zog den Heli nach oben. "Puh, das war knapp", meinte Gabi, als sie
Peter und die Männer wieder in der Kabine hatte. "Das kannst du laut sagen,
war echt ein heißer Tanz", kam es von Peter zurück. Biggi flog die Männer ins
Krankenhaus und kehrte dann zur Basis zurück. "Mensch Peter, was hast du denn
gemacht?", fragte Michael, als er Peters vekohlten Overall sah. "Naja, war
heut ein heißer Tanz bei denen mitzufliegen", meinte der Sanitäter nur und
verschwand dann in der Dusche, während Biggi, Gabi und Ralf sich vor lachen kaum
auf den Beinen halten konnten, Michael und Thomas sie jedoch nur fragend
ansahen.


The End

© 2003: Laura

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