Julia Cencig: Vom "Orth" - Stubenmädel in den "Medicopter"

TV Media traf die quirlige Schauspielerin zum Interview und sprach mit ihr über ihr neues Leben als Medicopter - Pilotin, Karriere und privates Glück.
Rotierende Motorblätter, actionreiche Flughelfer - Stunts, rasante Schnitte: Seit zwei Wochen hebt die Erfolgsserie Medicopter 117 wieder bei ORF und RTL ab. Und das Beste: Mit Julia Cencig ist eine Österreicherin mittendrin – und neu dabei.
Als Gina Aigner rettet die 31-jährige Salzburgerin als Medicopter - Mechanikerin und Testpilotin Menschenleben.
Durch Zufall zu "Medicopter". Schon als Kind war mir klar: Ich will Schauspielerin werden", erzählt die gebürtige Salzburgerin, die in Kärnten aufgewachsen ist, im TV Media Interview. Im Schultheater gab’s deshalb für Julia bereits erste Rollen. Eine Schauspielausbildung absolvierte sie schließlich von ’92 bis ’95 am Wiener Volkstheater. Cencig schwelgt in Erinnerungen: "Das war riesig. Bereits im zweiten Schuljahr stand ich auf der Bühne."
Den Part der Gina Aigner in Medicopter 117 bescherte ihr ein wohlgesinnter Schicksalsgott: Beim Casting für einen neuen Medicopter - Sanitäter vor nunmehr eineinhalb Jahren sollte sie bloß die _ unbedeutende – Sprechpartnerin für zwei Sanitäter - Anwärter geben. Julia Cencig: "Da es für mich um nichts ging, war ich total locker. Die beiden Jungs, die gecastet wurden, waren hingegen verkrampft."
Nach dem Vorsprechen gab’s dann die große Überraschung: "Der Regisseur sagte:" Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht ist: Es kann nur einen geben. Die gute Nachricht: Die Julia ist auf jeden Fall dabei." Damals dachte sich Cencig: "Ja, ja, die reden alle viel, wenn der Tag lang ist."
Doch ehe sie sich’s versah, flatterte der Medicopter - Vertrag ins Haus, und sie wurde als Nachfolgerin von "Pilotin" Sabine Petzl, die drehbuchgemäß nach einem Unfall aus der erfolgreichen Actionserie aussteigt, engagiert.
In ihren Medicopter - Part sieht Cencig eine große Karrierechance. "Ich glaub, was Besseres, als in einer erfolgreichen Serie mitzuspielen, kann man sich als Schauspielerin kaum wünschen." Serien - Erfahrung sammelte die fesche Wahlwienerin allerdings bereits: In einer Kommissar Rex - Episode wurde sie TV - gerecht ums Eck gebracht, und in der gemächlichen Familienserie Schlosshotel Orth ist sie seit dem Start in einer – zugegebenermaßen kleinen – Rolle als Stubenmädel Lisa zugange. Bereits ab April steht die smarte Julia wieder staubsaugerschwingend vor der Kamera.
Damit ist der Terminplan der attraktiven Jungmimin prall gefüllt: Von April bis Dezember pendelt Cencig zwischen dem Schlosshotel Orth - Set in Gmunden und dem Medicopter - Set in Wien und St.Johann in Salzburg.
Cencig, die vor ihrer TV-Karriere fast ausschließlich Bühnenerfahrung sammelte, ist ob des Totaleinsatzes eher erfreut denn gestresst. "Offensichtlich meint es das Schicksal gut mit mir, denn mein beruflicher Erfolg ist alles andere als selbstverständlich."
Privat im Glück. Viel Zeit fürs Privatleben bleibt ob des beruflichen Totaleinsatzes nicht. Doch Freund Wolfgang, der in Wien Hotelmanagement studiert, hat so Cencig, Verständnis: "Er freut sich einfach wahnsinnig für mich und unterstützt mich wo er nur kann."
Seit Sommer 2000 ist Shooting - Star Cencig mit dem 23-jährigen Studenten glücklich. Die Love - Story, so Julia, sei beinahe zu kitschig, um wahr zu sein. "Als ich vor zwei Jahren bei den Festspielen in Haag Im Diener zweier Herren auf der Bühne stand, hat er im Publikum gesessen und sich in mich verliebt. Ich habe ihn sozusagen von der Bühne runter verzaubert." Seither sind die beiden ein herz und eine Seele.
Dass "ihr " Wolfgang sechs Jahre jünger ist, stört Cencig nicht: "Vor ihm hatte ich immer ältere Freunde. Aber mit einem Jüngeren klappt’s einfach besser. Da sind die männlichen Neurosen noch nicht so ganz ausgebildet." Konkrete Hochzeitspläne gibt’s noch nicht, aber eines steht für Julia fest: "Ich möchte mindestens zwei Kinder haben."
Traum vom großen Kinofilm Trotz des großen Erfolges von Medicopter 117 – die erste Folge der fünften Staffel am 12. März 2002 bilanzierte mit 5,2 Millionen deutschen und 679,000 österreichischen Sehern – ist Cencig am Boden geblieben. Allerdings: Einen großen Traum hat die 29-jährige: Sie will unbedingt den Sprung auf die Kinoleinwand schaffen. Cencig: "Mindestens einen Kinofilm muss ich in meinem Leben machen – und wenn ich ihn selbst produziere!"
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