Giftige Dornen

Wo du auch immer bist, ich werde dich finden!

Ich bin hier aufgewachsen, kenne jeden Winkel in dieser Stadt!

Egal wo du dich versteckst, ich werde dich finden!

Du bist jetzt mein, und wirst auch immer mein bleiben!

Auf immer und ewig!

Deine Schönheit gehört mir!

Mir ALLEINE!

"Verschwinden Sie! Lassen sie mich in Ruhe!" schrie eine junge verzweifelte Frau auf dem Dach eines Hochhauses. "Gehen sie weg!" sagte sie verzweifelt, ihre Haut war blutig und dreckig und nur von einem weißen Kleid spärlich bedeckt. Sie hatte kaum noch Kraft sich auf den Beinen zu halten, immer wieder überkam sie ein Gefühl von Schwindel und die Welt um sie verschwamm. "Aber warum denn? Ich liebe dich doch!" sagte ihr Peiniger. "Komm her mein Liebling! Du fällst sonst runter! Ich will dir doch nur helfen! Komm her!" "Lassen sie mich gehen!" sagte die blonde junge Frau verzweifelt. "Bitte, lassen sie mich gehen!" flehte sie. Sie zitterte, es war eisig kalt und begann langsam zu regnen. Er trat einige Schritte auf sie zu. Sie wich im ohne zu zögern nach hinten aus und stand nur am äußersten Rand des Daches. Noch ein weiterer Schritt und sie wäre Tod. Ihr Peiniger kam weiter auf sie zu. Er stand nun direkt vor ihr und nahm ihr Gesicht in seine beiden dreckigen rauen Hände. "Du bist so schön!" sagte er, sie versuchte ihn ab zu wären, was ihr allerdings nicht gelang. Er wurde wütend, wütend über sie, sie kapierte nicht das er sie liebte. Es reichte ihm, wenn er sie nicht bekommt, bekommt sie keiner. "Ich liebe dich!" schrie er und stieß sie nach hinten. Sie viel nach hinten, riss ihre Augen auf und schrie aus Leibeskräften, für sie schien die Welt still zu stehen, sie flog, nein sie schwebte! Sie verlor das Bewusstsein!

RETTUNGSLEITSTELLE FÜR MEDICOPTER 117, UNFALL IN TRAUNSTEIN; FRAU VOM HOCHHAUS GESTÜRZT; IHRE HILFE IST DRINGEND ERFORDERLICH!

Die B-Crew stürzte auf von ihren Stühlen und sprintete zum Helikopter. "Verstanden, wir übernehmen!" schrie Dr. Thaler ins Funkgerät, dass sie in der Hand hatte und saß schon im Heli, den Biggi gerade startete. "Medicopter 117 an Rettungsleitstelle, benötigen keine GPS Koordinaten!" sagte Biggi durch das Funkgerät. "Eintreffen an der Unfallstelle in drei Minuten. Over." "Wer bringt sich den bitte am 22. Dezember, zwei Tage vor Weihnachten um?" fragte Ralf verständnislos. "Jemand, der keinen zum Lieben hat!?" sagte Biggi und drückte das aus was Ralf gerade selbst dachte.

Die Polizei hatte bereits eine große Kreuzung direkt vor dem Hochhaus gesperrt. So konnte Biggi ohne große Probleme landen. Karin und Ralf sprinteten mit der kompletten Ausrüstung auf ein Gebüsch zu das von Polizisten umringt war. Die beiden machten sich gleich an die Arbeit. "Ralf, leg einen großen Zugang und schließe sie ans EKG an, ich intubiere!" sagte Karin. Nachdem Karin Intobiert hatte machte sie sich daran die Frau genauer zu untersuchen, sie hatte zahlreiche Schnittwunden an Armen und Beinen. Biggi kam mit der Trage. Sie schaute nach oben zu der Stelle von der die junge Frau gestürzt war. "Wie kann man so einen Sturz nur überleben?" fragte Biggi fassungslos. "Man glaubt es zwar kaum aber das Gebüsch hier hat ihr das Leben gerettet." sagte Ralf und nahm einen Blick auf das EKG das regelmäßig aber schwach piepste bis es auf einmal aussetzte und ein durchdringender Piepton durch die kalte Nacht schallte. "Scheiße Herzstillstand! Ralf gib 0,1 mg Adrenalin." sagte Karin und machte sich daran die Frau wieder zu beleben. Nach weiteren zwanzig Minuten gaben Ralf und Karin auf. "Todeszeitpunkt 2 Uhr 46." sagte Karin und zog frustriert ihre Handschuhe aus. Ralf packte die Sachen zusammen während sich Karin die Leiche noch etwas genauer ansah. Ihr vielen auf einmal eine Vielzahl von weißen Rosen auf, die um die Leiche lagen. Die drei verstauten alle Sachen in den Heli und machten sich wieder auf den Heimweg.

Er stand nicht mehr auf dem Hochhausdach, aber er beobachtete die ganze Szene genau aus seiner Wohnung die genau gegenüber lag. Sie gehörte ihm, er war es den sie als letztes in ihrem Leben gesehen hatte. Sie war Tod! Seine geliebte ist Tod! Wohin sollte er jetzt seine Liebe wenden? Sollte es doch noch jemand geben der seine Liebe erwiderte? Er drehte sich vom Fenster weg und schaltete den Fernseher ein. Die Nachrichten kamen und berichteten von dem Selbstmord der gerade passiert war. Eine Polizistin nahm vor dem Reporter Stellung zu diesem Fall. "Wir können nicht ausschließen dass es Mord war!" sagte sie.

Wieder auf der Basis, es ist eisig kalt und der Regen verwandelte sich langsam in weiße Schneeflocken. Ralf, Biggi und Karin waren durchgefroren bis auf die Knochen, ihre Overouls waren patschnass und fingen schon an langsam zu frieren. "Leute, gehen wir Duschen!" sagte Karin und spurtete ins innere der Basis. Biggi und Ralf folgten ihr. Sie genossen die Dusche, die warmen Tropfen die über ihre kalten Körper perlten. Nach dem Duschen zogen sie sich an und Biggi meldete sie ab. "Gehen wir nach Hause." sagte Ralf und stieg in sein Auto. Biggi fuhr bei Karin mit, sie setzte Biggi zuhause ab und fuhr dann weiter zu Michael. Sie schloss die Tür auf und ging ins Wohnzimmer wo sie Michael schlafend auf der Couch vorfand. "Michael, willst du nicht ins Bett gehen?" fragte Karin leise. "Ich wollte noch auf dich warten." sagte Michael leise und gab Karin einen Kuss. "Hast du gerade Nachrichten gesehen?" fragte Karin. "Ja, ich hab es mitbekommen. Sah echt übel aus." sagte Michael. "Das war es auch!" sagte Karin und ging mit Michael ins Bett, sie war erschöpft und schwebte gleich in einen Traumlosen schlaf über.

Am nächsten morgen piepste der Wecker! Im nächsten Moment knallte er gegen die Wand und gab sein letztes Piepsen von sich. Motzend drehte sich Thomas noch mal in seinem Bett um und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Kurz darauf hörte er es klopfen. "Papa, aufstehen!" schrieen Lisa und Laura und stürmten in sein Zimmer. "Gebt mir noch drei Minuten!" quengelte Thomas. "Komm wir hauen Dirk aus den Federn." sagte Lisa und verschwand mit ihrer Schwester in ein Zimmer weiter. Von diesem morgendlichen Radau wachten auch Michael und Karin auf. Das Telefon klingelte. Michael ging ran, es war Peter! Er wollte bescheid geben das er mit Grippe im Bett liege und auf keinen Fall fliegen konnte. Michael sagte ihm dass er zum Arzt gehen sollte und legte auf. Karin, die hinter ihm stand schaute ihn fragend an. "Peter ist Krank, so wie es aussieht wirst du heute mit mir Fliegen." sagte Michael und gab seiner verlobte einen zärtlichen Kuss. "Aber, ich habe noch nicht mal richtig ausgeschlafen!" trotze Karin. "Morgen ist doch Samstag, und eine Doppelschicht lasse ich dich bestimmt nicht fliegen!" sagte Michael und nahm Karin auf den Arm. "Was wird das jetzt?" fragte sie irritiert. "Wir gehen Duschen!" grinste er und verschwand mit ihr im Bad.

Thomas und die drei Kinder saßen bereits in der Küche und Frühstückten. "Karin? Was machst du den schon auf? fragte Thomas. "Ich darf heut mit euch fliegen! Peter ist krank!" sagte Karin schlecht gelaunt und schenkte sich einen Tee ein. "Kein Kaffee?" fragte Dirk. "Nein, sonst renne ich später wieder nur aufs Klo." antwortete Karin. "Haben wir noch was gegen Übelkeit im Haus?" fragte Karin. "Ja, wieso?" fragte Michael geschockt. "Gut, den spätestens heut Abend werde ich es brauchen!" grinste Karin und schaute Thomas schief an. "Was soll das denn jetzt schon wieder heißen?" fragte er vorwurfsvoll. "Du fliegst einfach grobmotorisch!" sagte Michael und klopfte seinem Freund auf die Schulter. "Und ich dachte schon unsere Frau Docktor hätte ein kleines Geheimnis." sagte Thomas grinsend. "Nein, soweit sind wir in unsere Planung doch noch nicht." sagte Michael hustend da er sich gerade verschluckt hatte. "Das hört sich jetzt aber schwer verräterisch an." grinste Lisa. "Hey, wann ich eigene Kinder bekomme, bestimme ich immer noch selbst!" sagte Karin und trank ihre Tee.

"Können wir jetzt endlich gehen?" fragte Michael genervt, da Thomas wieder mal ins Klo gefallen ist. "Ja, ich komme ja schon!" sagte er und stand neben Karin die gerade ihre Schuhe anzog. "Bringen wir es hinter uns!" sagte Karin immer noch schlecht gelaunt. "Karin ich glaube du solltest dann doch noch was essen und einen Kaffee trinken." sagte Michael da sich Karin gerade am ihm festhielt um nicht umzukippen. "Mir ist nur ein bisschen Schwindlig! Fahren wir noch beim Bäcker vorbei?" "Ja können wir machen." sagte Thomas und stieg hinters Lenkrad.

Er hatte sich sein neues Opfer bereits ausgesucht. Sie ist die wahre! Sie wird mich verstehen. Sie war jung, sie war hübsch uns sie war schwarzhaarig! Eigentlich nicht wirklich sein Typ aber sie gefiel ihm!

Er legte sich bereits im Morgen auf die Lauer um sie abzufangen! Sie kam aus der Polizeistation, fertig und abgearbeitet. Ihr einziger Gedanke war nur noch: Ab ins Bett und schlafen! Bis auf einmal ein dunkler Schatten aus dem Gebüsch sprang und sich ihr bemächtigte! Sie sank bewusstlos zu Boden!

Als sie zwei Stunden später wieder aufwachte befand sie sich in einem dunklen Raum der nur spärlich beleuchtet war. Sie trug nicht mehr ihre eigenen Sachen sondern ein dünnes weißes Nachthemd aus Seide. Genau so eines wie die Frau, die gestern ermordet worden ist! "Hilfe!" schrie sie, aber es hörte sie keiner. "Hilfe!" schrie sie immer verzweifelter. Die Tür wurde aufgerissen und er stand in der Tür mit einem Tablett. "Willst du vielleicht was essen?" fragte er. "Lassen sie mich gehen!" schrie sie ihm an. "Aber warum denn?" fragte er irritiert. "Ich liebe dich doch!" "Ich will hier weg. Machen sie meine Fesseln los!" flehte sie. "Nein, du bist mein! Ich liebe dich und du liebst mich auch!" sagte er schleimig und strich ihr über das Gesicht. "Sie waren es nicht war? Sie haben gestern die junge Frau umgebracht! Haben sie mit mir jetzt das gleich vor?" fragte sie. "Bettina hat mich nicht geliebt! Sie musste nur deswegen sterben! Sie erwiderte meine Liebe nicht! Sie ist selbst schuld gewesen!" sagte er und fing an ihr Kleid aufzureisen. "Nein!" schrie sie und versuchte sich zu wären. "Jetzt halt doch endlich still!" schrie er und schlug ihr mit voller Wucht ins Gesicht. Sie ging bewusstlos zu Boden. Er ließ von ihr ab und verließ den Raum.

Auf der Basis angekommen begann Karin schon zu niesen. "Na ich glaube unsere Frau Docktor hat sich gestern etwas erkältet!" grinste Thomas. "Ach quatsch mir hat nur gerade die Nase gejuckt!" versuchte sich Karin rauszureden. Das Telefon klingelte, Michael ging ran. "Medicopter 117 Basis, Dr. Lüdwitz!" meldete er sich. "Ja hi Michael, hier ist Biggi, ich wollte dir nur bescheid geben das ich mit einer heftigen Grippe im Bett liege! Und von Ralf soll ich ausrichten das er ebenfalls Krank im Bett liegt!" "Danke Biggi, ich komme heute Abend mal vorbei! Gute Besserung!" Michael legte auf. Thomas und Karin schauten ihn fragend an. "Biggi und Ralf liegen mit Grippe im Bett!" sagte er und setzte sich neben Karin und legte seine Hand auf ihre Stirn. "Karin du hast Fieber!" sagte Michael. "Hey, ich bin selber Ärztin, ich muss nur was essen dann geht’s mir wieder gut!" sagte Karin und wehrte Michaels Hand ab.

Drei Stunden später kam die junge Polizistin wieder zu sich. Ihr war kalt und er saß ihr gegenüber. "Willst du jetzt vielleicht was essen?" fragte er fürsorglich. "Nein, ich will hier raus!" schrie sie ihn wieder an. "Na gut, machen wir einen Ausflug." sagte er und packte sie am Arm. Sie wusste genau dass sie gerade ihr Todesurteil unterschrieben hat. "Nein, stopp! Ich möchte doch was essen." versuchte sie zu sagen, doch er hörte nicht auf sie.

Er zog sie hinter sich her, viele Gänge entlang und dann die Treppen hinauf. Er schlug die Tür auf und sie standen auf einem Hochhaus. Sie Ries die Augen auf und flehte verzweifelt. "Lassen sie mich gehen! Bitte!" Er drängte sie an den Rand des Hochhausdaches das noch unbewohnt war, da es noch nicht fertig gestellt war. "Du bist genau wie Bettina! Du liebst mich auch nicht! Ich hätte dir den Himmel auf Erden geben können, aber du hast mich abgelehnt! Du wolltest meine Gefühle nicht erwidern! Und wenn du mich nicht liebst, sollst du auch keinen anderen Lieben!" mit diesen Worten die er ihr entgegen schrie stieß er sie vom Hochhausdach. Sie schrie!

RETTUNGSLEITSTELLE FÜR MEDICOPTER 117, UNFALL IN TRAUNSTEIN; FRAU VOM HOCHHAUS GESTÜRZT; IHRE HILFE IST DRINGEND ERFORDERLICH!

Die drei sprangen auf. "Haben verstanden, wir übernehmen, Dr. Lüdwitz Over." schrie er ins Mikro. Thomas saß bereits im Heli, Karin neben ihm und Michael stieg wie immer hinten ein. "Irgendwie überkommt mich ein leichtes De Javou Gefühl bei der Sache." sagte Karin. "War euer Einsatz gestern nicht auch ein Hochhausabsturz?" fragte Thomas. "Ja, wir konnten die junge Frau leider nicht retten." sagte Karin. "Wie lange noch?" fragte Michael um wieder vom Thema wegzukommen. "Noch eine Minute." antwortete Thomas.

Er landete und Michael und Karin machten sich an die Arbeit, sie schnappten sich ihre Ausrüstung und liefen auf einen Container zu, der mit Müllsäcken gefüllt war. Ein Polizist sagte ihnen dass es sich um eine Kollegin von ihnen handeln würde. Karin legte einen Zugang während Michael sie ans EKG anschloss. "Wir stabilisieren sie und fliegen dann ins Klinikum Traunstein." sagte Michael. "Wird sie durchkommen?" fragte der junge Polizist besorgt. "Wir tun was wir können, aber versprechen kann ich’s nicht." sagte Karin und verlud die schwarzhaarige Frau mit Michael auf die Trage. Einige Polizisten halfen noch mit sie in den Heli zu tragen.

Er stand bei den schaulustigen und beobachtete das geschehene. Seine weißen Rosen, die er sonst um die Tote verteilte hatte er noch im Arm. Er hatte einen Fehler gemacht, sie lebte noch! Er müsse diesen Fehler auf jeden Fall beheben! Aber wer sagt das sie es überlebt … Er werde abwarten und falls sie es überlebt wird es sich noch mal vergewissern das sie keiner außer ihm bekommt!

Im Heli kam die Polizistin zu sich. Karin setzte ihr einen Helm auf und drückte ihr das Mikro auf die Lippen. "Können sie mich verstehen?" fragte Michael mit sanfter Stimme. "K…ko…!" versuchte sie zu sagen bekam aber nicht viel raus. "Wissen sie, wer ihnen das angetan hat?" fragte Karin behutsam. "Kosak!" stammelte sie weinend. Karin versuchte die Frau zu beruhigen. "Sie werden ihn sicherlich schnappen!" versicherte ihr Michael als Thomas bereits auf dem Heliport landete. "Ich gehe noch kurz mit rein!" sagte Karin und war schon verschwunden.

"Meinst du es war der Kosak?" fragte Michael seinen besten Freund. "Du meinst der, der Karin vor einem Jahr entführt hat." sagte Thomas. "Ja, genau den meine ich. Ich glaube Karin hat den Namen nicht verstanden oder erinnert sich nicht mehr ihn. Sie hat auf jeden Fall nicht mal mit der Wimper gezuckt wie der Name viel." sagte Michael. "Ich hoffe es für sie!" sagte der Pilot und klopfte Michael freundschaftlich auf die Schulter. "Stell mir mal ne Verbindung zur Polizei her, wir geben den Namen schnell durch." sagte der Notarzt und setzte sich vorne mit in den Heli. Eine halbe Stunde später kam Karin wieder mit der Trage. "Und?" fragte Thomas. "Sie ist Tod! Sie hat während der OP eine Lungenembolie bekommen, jegliche Wiederbelebungsversuche waren zwecklos." sagte die blonde Ärztin und stieg in den Heli.

Kosak hatte sich wieder mal in seine Wohnung zurückgezogen. Eigentlich sitzt er ja immer noch Hinter Gitter aber dank eines Cleveren Planes war er auf freien Fuß gekommen. Er ist ausgebrochen und bis jetzt hat die Polizei nicht den kleinsten Anhaltspunkt wo er ist. Die Wohnung hat er auch nur bekommen weil er sich unter einem anderen Namen eingeschrieben hat.

Er hatte seine einzige große Liebe wieder gefunden! Sie würde ihn jetzt bestimmt verstehen! War sie doch noch schöner als das letzt mal…

Der Heli landete auf der Basis und Michael und Thomas stiegen aus. Doch wo war Karin? "Michael, Karin ist doch vorhin eingestiegen, oder?" fragte Thomas nach. "Sicher sie hat doch noch in der Luft gesagt <Fliegen wir endlich>" sagte Michael. Die beiden öffneten die hintere Heli Tür und da saß Karin friedlich schlafend auf dem Sitz. "Jetzt kann sie aber nicht mehr leugnen, dass sie Krank ist!" sagte Michael, schnallte sie ab und trug sie ins innere der Basis. "Ich melde uns mal ab!" sagte Thomas. "Sag denen das wir Krankheitsbedingt in dieser Woche auf keinen Fall mehr fliegen können." schrie ihm Michael noch halb laut hinter her um Karin nicht aufzuwecken.

Thomas fuhr an diesem Nachmittag noch zu Biggi. Er konnte doch seine Freundin nicht Krank alleine lassen. Er stand vor der Tür und klingelte. Biggi machte ihm auf, sie hatte sich warm angezogen und eine Wärmflache in der Hand. "Ich packe dir ne kleine Reisetasche! Du bleibst hier auf keinen Fall alleine, wenn du krank bist!" sagte Thomas und stiefelte in ihr Schlafzimmer in dem er sich mittlerweile gut auskannte. "Thomas, ich will aber hier bleiben!" versuchte Biggi sich rauszureden. "Nichts da, du bist ja fast so schlimm wie Karin. Ach ja, die liegt auch Krank im Bett." grinste Thomas und wollte Biggi einen Kuss geben. "Nein lieber nicht, sonst stecke ich dich auch noch an." sagte die junge Pilotin und wich Thomas aus. "Ich ziehe mich schon mal an." Kaum zehn Minuten später saßen sie im Auto von Thomas und fuhren in Richtung Villa Wächter, Thaler-Lüdwitz.

Michael und Karin stritten gerade das die Fetzen flogen. "Michael lass mich einfach in Ruhe!" schrie Karin mit heißerer Stimme. "Ich will dir doch nur helfen!" versuchte er ihr zu erklären. "Ich brauche deine Hilfe nicht, ich bin selber Ärztin uns weiß was mir fehlt! Lass mich jetzt einfach schlafen!" krächzte sie zurück und ging hoch ins Schlafzimmer. Biggi und Thomas standen in der Tür und hörten diesen Wortwechsel der beiden mit an. "Euch Frauen soll einer mal verstehen!" schrie Michael seiner Karin noch hinter her. "Aber Hallo, hier geht ja echt die Post ab!" staunte Biggi. "Hallo Biggi, na wie geht’s dir?" fragte Michael. "Na ja, ich habe halt die Grippe! Der Arzt hat mich ne Woche Krank geschrieben." sagte sie während Thomas sie auf dem Sofa einquartierte. "Schön, wenigstens eine Frau die hört auf das was man ihr sagt." seufzte Michael erleichtert auf und setzte sich ebenfalls aufs Sofa.

Am nächsten morgen sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Michael und Karin hatten sich wieder vertragen und Biggi und Thomas waren noch nicht gesehen an diesem morgen.

Er lief gerade eine ganz bekannte Strecke … Er suchte seine geliebte … Irgendwo hier muss das Haus doch sein …! Wegen ihr wurde er vor knapp einem Jahr geschnappt … Sie war schuld … Jetzt würde er sich nehmen was ihm gehört! Er stand im Garten des besagten Hauses und beobachtete sie wie sie im Wohnzimmer auf der Couch lag und schlief, neben ihr eine weitere Frau die er allerdings nicht kannte …

Thomas und Michael fuhren gerade die Mädels zu ihrer Oma und Dirk zu seiner Mutter und wollten auf dem Rückweg noch Brötchen besorgen. Die fünf waren kaum aus dem Haus, als jemand durch die Terrassentür kam. Er lief zielstrebig auf das Sofa zu und drückte seine Hand auf Karins Mund so dass sie nicht schreien konnte. Sie wachte auf und schlug um sich als sie Kosak erkannte. Karin trat nach ihm und biss ihm in die Hand, daraufhin ließ er sie los. Biggi wachte ebenfalls auf und verstand sofort in welcher Lage sie sich gerade befanden. Kosak hatte bereits ein Messer gezückt und bedrohte Karin damit. Biggi konnte nichts weiter machen, sie saß Hilflos auf dem Sofa während Kosak Karin ins Badezimmer zog. Er schloss die Tür ab und stieß Karin auf den Boden.

Biggi überlegte nicht lange, sondern verständigte sofort die Polizei und natürlich Michael und Thomas.

"Was wollen sie von mir Kosak?" fauchte Karin ihn an. "My Girl! Ich habe dich wieder gefunden! Und jetzt gehörst du wirklich mir alleine!" grinste er dreckig und schnitt ihr den Pulli den sie anhatte in zwei Teile so dass sie auf einmal in T-Shirt da stand. Karin kochte vor Wut. Sie sprang hoch und kickte Kosak das Messer aus der Hand, es flog klierend ins Wachbecken. Ohne weiter zu überlegen schlug Karin mit einem gezielten schlag Kosak zu Boden. Sie schloss die Tür auf und schrie zu Biggi nach unten. Biggi kam kurz darauf mit einem Seil das sie im Keller gefunden hatte und einem Wischtusch wieder. Die beiden Damen fesselten den immer noch Bewusstlosen Kosak und ließen ihn in der Badewanne sitzen. Die Polizei und die beiden Herren des Hauses kamen gleichzeitig ins Haus gestürzt. Biggi und Karin saßen bereits wieder auf dem Sofa und warteten. "Sagten sie nicht, dass ihre Freundin von Kosak bedroht wird?" fragte der Polizist der schon damals die suche nach Karin geleitet hatte. "Hätte ich darauf gehofft dass sie rechtzeitig kommen, wäre ich wahrscheinlich schon Tod." sagte Karin und nahm ihren Mann in die Arme. "Du hast ihn überwältigt?" fragte Thomas fassungslos. "Na ja, für irgendwas musste der Karatekurs ja gut sein." grinste Karin und schlug bei Biggi mit der Hand ein. Zwei Polizisten führten Kosak ab. "Ach, lassen sie bitte die Nase von Kosak gipsen, die ist gebrochen." schrie ihnen Karin noch hinter her.

So wie dir vier jetzt dastanden war es ein Bild zu lachen. Thomas hatte seine Biggi im Arm und Michael seine Karin. "Du Thomas, kann ich bei euch einziehen?" fragte Biggi. "Wieso?" fragte er spitzbübig. "Ich dachte nur, dass du vielleicht deinem Sohn ein vertrautes Heim geben willst." grinste Biggi. "Bist du etwa?" fragte Karin grinsend. "Oh ja, ich bin Schwanger! Thomas wir bekommen einen Sohn!" grinste Biggi. "Biggi, du bist ne Wucht!" sagte er und fing an sie stürmisch zu küssen. Michael schaute Karin erwartungsvoll an. "Was denn?" fragte Karin grinsend. "Nichts weiter, aber vielleicht gibt es ja auch was, dass du mir sagen willst." sagte Michael erwartungsvoll. "Wir sind verheiratet, hier wohnen tue ich auch schon seit einem Jahr. Ich wüsste nichts was ich dir sagen soll, außer das ich dich ganz doll lieb habe!" grinste Karin wie ein Honigkuchenpferd. Michael war etwas betröpelt! Er wünschte sich doch noch so sehr ein weiteres Kind mit Karin zusammen. "Hey Michael, lass den Kopf nicht hängen! Was nicht ist, kann doch nur werden!" grinste Karin verführerisch. "Äh mir wird’s zu schmalzig! Komm Biggi wir gehen ins Schlafzimmer und reden da ein bisschen!" sagte Thomas und die beiden verschwanden. "Hey wir sind allein!" sagte Michael auf einmal und erschreckte Karin damit doch etwas. "Ja und?" fragte Karin mit verführerischer Stimme. "Jetzt frag nicht so lange." sagte Michael und nahm Karin auf den Arm und wanderte mit ihr die Treppen nach oben …

Kai Kosak saß nun im Hochsicherheitstrakt für Psychisch Kranke Schwerverbrecher! Dort würde er bestimmt nicht mehr ausbrechen können. So hofften es jedenfalls alle! Immerhin hatte er es ja schon zwei mal geschafft auszubrechen.

Wo auch immer ich bin, ich werde nicht da sein wo du dich gerade aufhältst!

Ich lebe schon lange in dieser Stadt und kenne mich bestimmt besser aus als du!

Egal wo ich bin, du wirst mich nicht mehr finden!

Ich bin nicht dein, und werde es auch nie sein!

Nie werde ich dein sein!

Mit diesen Worten legte Karin ihren Stift beiseite und schloss ihr Tagebuch. Sie schaute zu ihrem Michael der friedlich neben ihr schlief! "Meine Liebe gilt dir Michael!" sagte sie und gab Michael einen Kuss auf die Stirn bevor sie einschlief.

Copyright 2005: Jacqueline

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