Gefühlschaos
A-Crew
Pilot: Jens Köster/Thomas Wächter
Notarzt: Dr. Michael Lüdwitz
Sanitäter: Peter Berger
B-Crew
Pilot: Gina Aigner
Notarzt: Dr. Gabriele Kollmann
Sanitäter: Ralf Staller
Weitere Personen:
Biggi Schwerin
Jan Schwerin (Biggis Sohn)
Stefanie (Biggis Cousine)
Rainer (Stefanies Vater)
Dirk (Michaels Sohn)
``Und sie liebt ihn doch´´ Gabi stand auf und ging durch den AR. Ralf saß am Tisch und lachte. ``Und warum bist du dir da so sicher? Sie spricht doch nie über ihn.´´ ``Weibliche Intuition´´ grinste Gabi und verschwand in der kleinen Küche. Im gleichen Augeblick betraten Biggi und Gina den AR. Biggi schon einen Kinderwagen. Sie waren beide Piloten. Bis vor zwei Monaten flog Biggi die Einsätze. Seid dem war sie im Mutterschutz und seit einer Woche Mutter. Seid dem Arbeitete Gina hier. ``Na du hältst es ja gar nicht ohne uns aus.´´ lächelnd begrüßte Gabi ihre Freundin. Diese zuckte nur die Schultern. ``Was soll ich zu Hause?´´ ``Dein Mutterglück genießen zum Beispiel´´ lachte Ralf und begrüßte sie ebenfalls. ``Das kann ich auch hier bei euch´´ antwortete Biggi trocken. Da konnten ihr die anderen nur zustimmen außerdem freuten sie sich wenn Biggi bei ihnen war. ``Und wie geht es unserem Nachwuchspiloten?´´ fragte Gina und nahm den kleinen aus seinem Kinderwagen. Mit dem Baby auf dem Arm setzte sie sich an den Tisch. Biggis Handy klingelte und mit einem entschuldigenden Blick lief sie nach draußen. Ohne auf das Display zu sehen nahm sie ab ``Schwerin´´ ``Bitte Biggi leg nicht wieder auf.´´ Doch es war zu spät. Sie hatte bereits wieder aufgelegt. ``Und, wer wollte stören?´´ fragte Gina und sah auf. Biggi schüttelte den Kopf. ``Niemand, verwählt´´ Gabi musterte ihre Freundin. Sie kannte sie gut genug um zu wissen das das nicht stimme. Sie vermutete das es der für sie unbekannte Vater des Kindes war. Doch Biggi sprach nie über ihn.
``Scheint ne ruhige Schicht zu werden´´ meinte Ralf eine halbe stunde später mit einem Blick auf die Uhr. ``Sag es nicht zu Laut. Du weißt doch wie das ist.´´ meinte Gabi und sie behielt recht. Zehn Minuten später meldete sich der Alarm. Gina, Ralf und Gabi liefen zum Heli während Biggi den Einsatz bestätigte. Als ihre Kollegen weg waren legte sie den kleinen wieder in seinen Kinderwagen und machte sich auf den Weg nach Hause. Seid ihr Sohn auf der Welt war ging sie meistens zu Fuß zur Basis. So waren sie beide an der Frischen Luft und Biggi hatte Zeit über vieles nach zu denken.
Zu Hause angekommen brachte sie den kleinen Jan ins Bett und setzte sich mit einem Glas Orangensaft auf den kleinen Balkon. Warum rief er sie ständig an? War es nicht genug das er ihr verschwiegen hatte das er verheiratet war? Das seine Frau ebenfalls Schwanger gewesen war? Warum hatte er ihr immer wieder gesagt das er sie Liebte? Sie sei seine große Liebe, hat er immer gesagt. Biggi versuchte all diese fragen zu beantworten doch natürlich konnte sie das nicht. Umso länger sie an diese Zeit dachte, umso mehr schmerzhafte Erinnerungen kamen in ihr hoch. Gedanken an wunderschöne, gefühlvolle und Leidenschaftliche Stunden und Tage. Sie war froh als ihr Telefon klingelte. Sie schob die Gedanken zur Seite und griff nach dem Schnurlosen Telefon. ``Schwerin´´ ``Hi Biggi, hier ist dein Cousinchen. Darf ich dich überfallen?´´ ``Klar wenn du leise bist´´ Biggi musste Grinsen. ``Wo bist du den?´´ ``Vor deiner Haustür´´ lachte ihre Cousine. Biggi stand auf und betätigte den elektrischen Türöffner. Kurz darauf stand ihre Cousine Steffi vor ihr. Mit einem riesengroßen Rucksack. ``wieso soll ich leise sein? Hast du deinen Freund im Schrank versteckt? Hi Cousinchen´´ die beiden begrüßten sich mit einem Kuss auf die Wangen und einer Herzlichen Umarmung. ``Komm mit´´ meinte Biggi leise und ging vor zu dem Zimmer ihres Sohnes. An der Tür waren die Holzbuchstaben von seinem Namen. ``Jan?´´ fragend sah ihre Cousine sie an doch Biggi legte nur einen Finger auf den Mund. Leise öffnete sie die Tür und führte sie zu einem Kinderbetchen. Jan lag auf dem Bauch und hatte die Beinchen angezogen. Biggi merkte wie ihre Cousine die Luft anhielt. Sie lächelte und strich ihrem Sohn über den Rücken. Als sie das Zimmer wieder verlassen hatten holte Biggi noch ein Glas und stellte es vor ihre Cousine auf den Tisch. ``Wieso weiß ich nichts von deinem Babyglück? Und wo ist der Vater von dem kleinen?´´ ``Langsam Steffi. Eins nach dem anderen. Erstmal bin ich dran. Also, wo kommst du her und was hast du vor?´´ Steffi sah sie beleidigt an. ``Musst du immer als erstes zum Punkt kommen?´´ ``Klar du kennst mich doch´´ grinste Biggi. Ihre kleine Cousine war gerade Siebzehn geworden. So wie sie ihre Cousine kannte hatte sie sich wieder mit ihrem Onkel gestritten und war nun zu ihr geflogen. ``Papa´´ meinte Steffi nur. Biggi grinste. ``Was ist den diesmal?´´ ``Ach er will das ich mein Abi mache und dann irgendeine langweilige Ausbildung. Nein sag nichts, ich weiß er hat recht und ich sollte vernünftig sein.´´ Genervt sah sie in ihr glas. ``Hey, jetzt kuck nicht so traurig. Was willst du den stattdessen machen? Ich meine es muss doch einen Grund geben warum du die Schule abbrechen willst.´´ ``Ich möchte Singen und Musik machen´´ ``Na da hast du dir ja echt die sicherste Branche ausgesucht´´ lachte Biggi. ``Hey, ich bin gut. Ehrlich.´´ ``Das kann ja sein aber trotzdem ist es bessern wenn du vorher etwas richtiges Lernst. Die Musik musst du ja nicht aufgeben.´´ ``Ja ich weiß aber du kennst doch Papa. Er hat Angst das ich mich mehr auf die Musik als auf die Schule Konzentriere und hat es mir deswegen verboten. Er will das ich eins nach dem anderen mache. Er setzt mich so unter druck das ich den Spaß an allem verliere. Kann ich nicht…´´ ``Hab ich’s mir doch gedacht. Dein Rucksack hat mich gleich stutzig gemacht. Von mir aus schon aber dann ist dein Problem noch immer nicht gelöst.´´ ``Ja ich weiß.´´ ``und wie stellst du dir das dann vor?´´ ``Weis ich noch nicht. Im Moment sind eh Herbstferien. Ich lass mir etwas einfallen ok?´´ ``Ist gut. Du Kannst dich im Gästezimmer einnisten.´´ Biggi grinste. ``Ok aber jetzt zu meinen Fragen´´ ``Einen Vater gibt’s nicht und warum du nichts davon weißt weiß ich nicht. Liegt vermutlich daran das ich es keinem gesagt habe´´ Biggi grinste sie an. Steffi verzog das Gesicht. ``Komm mit ich zeige dir dein Zimmer´´ meinte Biggi und ging vor. Steffi folgte ihr in das kleine Gäste Zimmer. ``Tja ist nicht sehr groß aber mehr kann ich dir leider nicht Bieten.´´ ``Das macht nichts. Hier ist es voll gemütlich.´´ lächelte Steffi und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Biggi ging in die Küche.
Zwei Tage später:
Biggi kam mit dem Kinderwagen und Steffi im Schlepptau auf die Basis. ``Nanu, du lebst noch?´´ fragte Michael und begrüßte sie lachend. Bisher war Biggi jeden Tag auf der Basis gewesen. Außer der letzten beiden eben. ``Na klar. Hab nur noch etwas Zuwachs bekommen. Sie deutete auf Steffi. ``Das ist Michael und das ist meine Cousine Steffi.´´ Die beiden begrüßten sich. Biggi ließ den Kinderwagen vor der Tür stehen und nahm ihren Sohn auf den Arm. ``Ach ja, wir haben einen neuen Piloten´´ ``Wieso den das?´´ ``Jens hat gekündigt. Warum weiß keiner und ebi lässt nichts raus. Der neue ist ganz ok, nur an seine Sprüche müssen wir uns wohl noch gewöhnen.´´ Michael lächelte und hielt ihnen die Tür auf. Da Jan anfing zu weinen sah sie auf ihren Sohn. ``Darf ich vorstellen…´´ Biggi sah auf und blieb wie angewurzelt stehen. Langsam drehte sich der neue Pilot um doch Biggi hatte ihn längst erkannt. ``Thomas´´ flüsterte sie leise. Die beiden sahen sich minutenlang in die Augen ohne das irgendjemand etwas sagte. Was jedoch alle sahen waren die Verletzten Gefühle, Enttäuschungen, Unbeantwortete Fragen und der Schmerz der sich in Biggis Augen spiegelte. Dann schüttelte Biggi leicht den Kopf so als wolle sie diese Minuten aus ihrem Kopf schütteln. ``Hallo´´ meinte sie dann Kühl und setzte sich zu Gabi an den Tisch. Die anderen standen noch immer da und sahen die beiden Piloten verdutzt an. ``Darf ich vorstellen? Das ist meine Cousine Steffi, sie wohnt seid zwei Tagen bei mir.´´ meinte Biggi und griff zu einer der kleinen Wasserflaschen auf dem Tisch. ``Hi ich bin Dirk. Komm ich zeig dir mal die Basis´´ Biggi sah auf. Dirk hatte sie gar nicht bemerkt doch sie war froh das er sich um Steffi kümmerte. Die beiden verschwanden nach draußen nachdem Steffi sich noch einmal zu Biggi umgedreht hatte. ``Ralf fahren wir nach Hause? Ich bin Müde´´ Gabi sah zu Ralf. Der brauchte einen Augenblick bis er wusste was sie wollte. Dann nickte er. ``Ok wir sind dann weg. Bis morgen´´ die beiden verabschiedeten sich und verließen eilig den Raum. ``Ich muss noch etwas mit Ebi abklären, Ähm… wegen der Medikamenten Bestellung´´ meinte Michael schnell und verschwand ebenfalls. ``Und was ist mit dir? Musst du nicht zufällig gerade noch etwas ganz wichtiges erledigen?´´ fragte Biggi Böse. Natürlich war ihr Klar das die anderen sie mit Absicht alleine mit Thomas ließen. Peter sah sie hilflos an. ``Schon ok. Ich gehe dann mal. Wollte eigentlich eh nur kurz hallo sagen und das habe ich jetzt getan´´ sie trank ihr Wasser aus und stand auf. ``Tschüss Peter und sag den anderen das ich Sauer auf sie bin´´ meinte Biggi und ging. Thomas hatte die ganze Zeit still auf dem Sofa gesessen. Nun lief er Biggi nach. ``Biggi warte.´´ ``Steffi, ich gehe nach Hause´´ ``ist gut Dirk bringt mich später´´ rief Steffi vom Heli aus. Biggi war das recht. Sie legnte den kleinen in den Kinderwagen und machte sich auf den Weg nach Hause. Thomas hielt sie jedoch am Arm fest. ``Biggi bitte, wir müssen reden´´ ``Müssen wir das? Lass uns in Ruhe´´ Böse blitzten ihre Rehbraunen Augen ihn an.
``Was war das den heute Nachmittag?´´ Steffi saß am Tisch und Aß ihre Tiefkühlpizza. Biggi saß ihr gegenüber an ihrem Laptop. Sie sah nur kurz auf doch sie sagte nichts. ``Hey, ich rede mit dir´´ ``Wie war dein Nachmittag mit Dirk?´´ wollte Biggi wissen ohne auf ihre Frage einzugehen. ``Super aber du sollst nicht ablenken, also?´´ ``Steffi weißt du eigentlich das du einem ganz schön auf die Nerven gehen kannst?´´ ``Klar, frag mal meinen Vater. Der kann ein Lied davon singen.´´ ``Wunderbar dann hast du ja schon einen Partner. Ich gehe ins Bett gute Nacht´´ Biggi klappte den Laptop zu und ging ins Bad. Steffi sah ihr verdutzt nach. Sie brauchte eine weile bis sie wusste was sie gemeint hatte doch dann schnitt sie dem leeren Türrahmen eine Grimasse. Biggi stand vor dem Spiegel und putzte ihre Zähne. Warum musste er gerade jetzt wieder auftauchen. Sie war sich jedoch ziemlich sicher das ihr auch kein anderer Zeitpunkt gefallen hätte. Sie wollte gerade ins Bett gehen als Jan anfing zu weinen. Biggi drehte auf dem Absatz um und ging zu dem kleinen. Sie nahm ihn auf den Arm und nahm ihn mit in ihr Bett. Dort gab sie ihm die Brust und kuschelte sich an ihn. Während Jan trank schweiften ihre Gedanken wieder zu Thomas. Einerseits freute sie sich ihn wieder zu sehen aber auf der anderen Seite war all der Schmerz und die Enttäuschung. Zu zeit war diese Seite stärker als die andere. ``Autsch, Hey du kleiner Racker. Du sollst mich nicht beißen´´ murmelte Biggi zärtlich und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Noch während dem Trinken schlief Jan wieder ein. Biggi lächelte und schlief ebenfalls Kurz darauf ein.
``Und was hast du heute vor?´´ ``Dirk holt mich gleich zum Schwimmen ab.´´ ``Sag mal irre ich mich oder Täusche ich mich. Irgendwie habe ich das Gefühl das du nur noch mit Dirk unterwegs bist.´´ ``Weder das eine noch das andere. Es ist einfach super mit ihm. Ich kann mit ihm über alles reden und er kann super aufmuntern. Außerdem bringt er mich immer dann zum Lachen wenn ich es unbedingt brauche. Also bis später. Und verzeih ihnen endlich.´´ Steffi war schon fast durch die Tür als ihr noch etwas ein viel. ``Ach ja und in Zwei Wochen gehe ich bei Dirk in die Klasse. Mal schnuppern´´ sie grinste Biggi an und verschwand. Biggi stand in der kleinen Küche. In der einen Hand hielt sie die Kaffeekanne und mit der anderen Jan. ``Kann ich dir etwas abnehmen?´´ erschrocken drehte Biggi sich um. Hinter ihr stand Gabi. Seid diesem einen Nachmittag waren mehrere Tage vergangen in denen Biggi jeglichen Kontakt zu ihren Kollegen abblockte. ``Was machst du den hier?´´ wollte Biggi wissen. ``ich wünsche dir auch einen Wunderschönen Guten Morgen. Steffi hat mich rein gelassen´´ ``Aha und was willst du?´´ Biggi stellte eine Tasse Kaffe vor ihre Freundin und ging Richtung Kinderzimmer. Gabi nahm den Kaffee und folgte ihr. ``Kannst du dir das nicht denken? Man Biggi es tut mir leid. Wie oft soll ich dir das noch sagen? Ich dachte halt es währe dir lieber wenn du mit ihm alleine wärst´´ ``Und wie kommst du darauf? Gesagt habe ich so weit ich weis nichts´´ ``Ja schon aber du hast ihn angesehen. Da musste nicht mehr viel gesagt werden.´´ ``Hast du jetzt zur Psychologin umgeschult?´´ fragte Biggi und warf die Windel ihres Sohnes in den Eimer. Ihre Stimme klang jedoch schon etwas milder. ``Nein dafür reicht es sogar wenn man weiß was Liebe bedeutet.´´ sie lächelte Biggi an. ``Warum machst du es dir… euch so schwer?´´ wollte sie dann mitfühlend wissen. ``Er hat mir zu viel verschwiegen. Außerdem war es nur ein Urlaubsflirt und nichts ernstes.´´ ``Aha, also das was ich gesehen habe war mehr als der Blick eines Flirts und Jan ist jawohl ernster als der Papst erlaubt oder?´´ Biggi nahm ihren Sohn auf den Arm und drehte sich zu Gabi um. ``Und was ist wenn du recht hast? Gelogen hat er trotzdem, genau wie er mir weh getan hat´´ ``Ja schon aber vielleicht lässt sich das ja Klären.´´ ``Nein tut es nicht. Ich komme mit Jan und Steffi prima alleine klar. Die beiden halten mich genug auf Trapp da brauche ich nicht auch noch so einen wie Thomas. Was meinst du warum ich ihm nichts von Jan erzählt habe?´´ ``Weil du verletzt warst?´´ ``Ja auch´´ nun musste auch Biggi grinsen. ``Es tut mir wirklich leid´´ ``schon gut, ich denke ich habe auch etwas über reagiert´´ die beiden nahmen sich lächelnd in den Arm. ``Ok, also gibt’s was neues auf der Basis?´´ ``Außer das Thomas uns über dich ausfragt eigentlich nicht. Das heißt doch. Wir wissen jetzt warum Jens so Plötzlich abgehauen ist.´´ ``Aha und warum?´´ ``Weil seine Tochter Anna in Griechenland einen Unfall hatte. Sie wird wohl immer ein Pflegefall bleiben. Deswegen ist er auch so Überstürzt abgereist.´´ Die beiden saßen noch eine ganze weile zusammen und redeten. Gabi verabschiedete sich kurz bevor sie zum Dienst musste. Es war bereits Spätnachmittag als es an der Tür klingelte. ``Moment´´ rief Biggi da sie Jan gerade Stillte. ``Nie hat man seine ruhe, was kleiner?´´ Kaum war Jan fertig mit Trinken da nahm Biggi ihn schon und legte ihn so das sein Köpfchen auf ihrer Schulter lag. Während sie ihm auf den Rücken klopfte ging sie zur Tür. ``Was willst du den hier?´´ ``Mit dir reden. Kann ich rein kommen?´´ Biggi antwortete nicht sondern ging zurück ins Wohnzimmer. Thomas schloss hinter sich die Tür und folgte ihr. Als er gerade die Küche betrat machte Jan sein Bäuerchen. ``Das ging heute aber schnell´´ meinte Biggi Liebevoll und legte den kleinen in ihren Arm. ``Warum bist du so sauer auf mich? Ich sage dir du bist die Liebe meines Lebens und du haust ab und meldest dich nicht mehr.´´ ``Wir kannten uns genau eine Woche und drei Tage´´ meinte Biggi während sie ihre und Gabis Tasse in die Spüle legte. ``Na und?´´ ``Nichts na und. In dieser Kurzen zeit kann ich mich doch nicht entschließen die Liebe meines Lebens getroffen zu haben.´´ ``Es hat immer hin für ihn gereicht´´ Thomas lächelte seinen Sohn an. Dieser musterte das Fremde Gesicht und wedelte mit seinen kleinen Ärmchen. ``Außerdem dürftest du mich trotzdem gut genug kennen um zu wissen das ich so etwas nicht einfach sage.´´ Da bin ich mir eben nicht mehr so sicher.´´ ``Wieso das den?´´ ``Was ist den mit deiner Schwangeren Frau und deiner kleinen Tochter?´´ ``Was?´´ ``Falsche antwort.´´ Biggi sah ihn herausfordernd an. ``Wie kommst du bitte darauf das ich verheiratet bin und eine Tochter habe?´´ ``Ganz einfach sie war bei mir´´ ``Wer?´´ ``Man der Weihnachtsmann. Deine Frau wer den sonst?´´ ``Wie sah sie aus?´´ ``Wie hast du das schon vergessen?´´ ``Nun sag schon´´ ``Schwanger´´ ``Das erwähntest du bereits´´ ``Keine Ahnung immerhin ist das über ein halbes Jahr her. Ich weiß nur noch das sie zu mir sagte ich soll dich in ruhe lassen und schleunigst wieder verschwinden weil du schon genug durchgemacht hättest und sie meinte noch sie währ deine Frau und die kleine deine Tochter. Außerdem hast du deinen Ehering an einer kette um den Hals getragen´´ Thomas wollte gerade etwas erwidern als sein Handy klingelte. Jan zuckte zusammen und Biggi sah Thomas böse an. Der murmelte eine Entschuldigung und verschwand ins Wohnzimmer. Biggi sah ihren Sohn an und gab ihm einen Kuss. Dann legte sie ihn in den Maxicosie damit sie fertig aufräumen konnte.
``Das ist wunderbar sag mal hast du sie noch alle?´´ ``Hallo Brüderchen. Was habe ich jetzt schon wieder angestellt?´´ ``Nichts außer das du dich mal wieder in mein Leben eingemischt hast. Wann kapierst du endlich das ich dass alleine geregelt kriege und du mich nicht immer vor allem und jedem schützen musst?´´ ``ich fände es sehr nett wenn du mir erst einmal sagen würdest worum es geht.´´ ``Vor etwas mehr als neun Monaten hast du einer Jungen Frau erzählt das ich verheirate mit dir bin und das Jennifer unsere Tochter ist.´´ ``Ach du meinst bei dieser Pilotin die dir den Kopf verdreht hat?´´ ``Genau bei der.´´ ``Und?´´ ``Ich Liebe diese Frau und dank dir habe ich hier jetzt das reinste Chaos.´´ ``Was heißt hier?´´ ``Hier bei Biggi, der Pilotin.´´ ``heißt das du bist bei ihr?´´ ``Ja und hier bleibe ich wenn ich das alles irgendwie geregelt kriege. Kannst du mir mal sagen was du dir dabei gedacht hast? Nee lass es lieber du denkst dir ja bei allem irgendetwas. Pass auf ab jetzt kümmerst du dich um dein leben und ich mich um meins Klar?´´ ``Aber Thomas ich wollte dich doch nur vor einer Enttäuschung bewahren´´ ``Danke die habe ich gerade eben erlebt.´´ Thomas legte einfach auf und schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete sah er Biggi im Türrahmen. ``Was genau war das eben?´´ wollte sie wissen. Sie legte Jan auf die Krabbeldecke und setzte sich daneben aufs Sofa.
``Kurz nach meinem Dritten Geburtstag sind unsere Eltern gestorben. Meine Schwester Lisa-Ann war damals Zwölf. Wir kamen zu Verwandten die sich allerdings nicht wirklich um uns gekümmert haben. Also war Lisa-Ann von da an meine Mutter. Natürlich war sie total überfordert doch sie ließ sich nichts anmerken und biss die Zähne zusammen. Ich war noch viel zu klein um etwas zu Kapieren. Sie heiratete mit Zweiundzwanzig weil sie Schwanger war. Sie behielt mich Trotzdem und zog mich groß. An meinem Achtzehnten Geburtstag lernte ich eine Frau kennen. Katharina. Wir waren Fünf Jahren zusammen als wir Heirateten. Zwei Jahre später fuhr sie vor einen Baum. Sie Liebte sowohl mich als auch einen anderen Mann und da sie sich nicht entscheiden wollte und konnte nahm sie diesen Weg. Erklärt hat sie mir das irgendwie in einem Abschiedsbrief. Der andere Mann wusste nichts von ihrer Liebe. Bei ihr war es wie mit dir. Sie hat bei uns in der nähe Urlaub gemacht und ist nach zwei Wochen wieder nach hause gefahren. Wir haben uns geschrieben und Telefoniert. Tja nach ihrem Tod machte ich mir vorwürfe das ich mich nicht genug um sie gekümmert habe und zu viel als Pilot unterwegs war. Also das sie einfach zu oft alleine war. Ich wollte weg ziehen doch Lisa-Ann hielt das für keine gute Idee. Sie wollte mich in meiner Trauer nicht alleine lassen was ich auch ok fand. Als du jetzt aufgetaucht bist dachte sie vermutlich das sich das ganze wieder holt. Den Ring trage ich immer an der Kette um Katharina nahe zu sein. Wobei ich ihn in letzter Zeit immer seltener an habe. Bitte Biggi du musst mir glauben das ich es ernst meine wenn ich dir sage das ich dich Liebe. Und wie du jetzt weißt bin ich nicht mehr verheiratet und habe auch keine Kinder. Ok abgesehen von dem kleinen Racker da auf der Decke.´´ Biggi sah zu Jan und dann wieder zu Thomas. ``Und was ist jetzt mit deiner Schwester?´´ ``Sie soll sich um ihr eigenes Leben Kümmern ich bin schließlich keine drei mehr.´´ Thomas lächelte Biggi zaghaft an. ``Willst du ihn mal nehmen?´´ fragte Biggi. Sie hatte seinen Blick beobachtet. Thomas nickte und Kniete sich vor die Decke. Vorsichtig hob er seinen Sohn hoch. ``Hallo kleiner Mann, na alles klar?´´ Jan sah ihn an und nieset dann. Thomas grinste ihn an. Dann spürte er Plötzlich Biggis Hände an seinen Wangen. Ganz vorsichtig zog sie seinen Kop zu sich und Küsste ihn. ``Na gut. Dann will ich dir mal glauben´´ lächelte sie und Küsste ihn wieder. Thomas strahlte bis über beide Ohren und setzte sich neben sie. Biggi lehnte sich an ihn und sah auf ihren gemeinsamen Sohn. ``Na siehst du, alles in Butter und die ganze Aufregung umsonst.´´ Biggi und Thomas sahen verdutzt auf. Im Tür rahmen standen Steffi und Dirk. Die beiden grinsten. Biggi schnappte sich ein Kissen und warf es nach den beiden. ``Und wie war euer tag?´´ wollte sie wissen nach dem Steffi dem Kissen ausgewichen war. ``Och der war ganz wunderbar. Im Schwimmbad haben wir ein paar von meinen Baldigen Klassenkameraden getroffen und meinen Zukünftigen Direktor. Er hat gesagt er legt ein gutes Wort für mich ein und da meine Noten so gut sind habe ich eine Gute Chance.´´ ``heißt das etwa du machst dein Abi?´´ Steffi nickte und Biggi fing an zu grinsen. ``Was den?´´ wollte Steffi wissen. ``Das hat nicht zufällig was mit einem gewissen jemand zu tun?´´ wollte Biggi wissen. ``Wie kommst du den darauf?´´ wollte Steffi wissen und gab Dirk einen Kuss. Dann mussten sie alle vier lachen.
Zwei Jahre Später:
``Ich hab mein Abi´´ alle Köpfe drehten sich zur Tür. ``Hey das ist ja super, aber ehrlich gesagt habe ich da auch nie dran gezweifelt´´ lachte Biggi und Umarmte ihre Cousine. Steffi hatte die Schule fertig gemacht und gleichzeitig Gesangsstunden genommen. Ob sie das wirklich zu ihrem Beruf machen wollte wusste sie noch nicht. Gabi und Gina Gratulierten ihr ebenfalls. ``Ok aber jetzt müssen wir los sonst lässt Thomas noch die Staatspolizei nach uns suchen´´ meinte Gabi. Die anderen stimmten ihr lachend zu. Sie stiegen in den warteten Heli. Max hatte die Ganze Nacht wie ein Besessener Poliert und nun leuchteten die Farben wunderschön in der Nachmittagssonne. Gina Flog sie zu einer großen wiese. Unter sich sahen sie das kleine Podest auf dem der Altar aufgebaut war. Ein gang führte zu ihm. Rechts und Links von dem Roten Teppich standen weiße Stühle. Diese waren bis auf den letzten voll besetzt. Weit genug weg, um nichts aufzuwirbeln, landete Gina. Zwei Männer brachten nun vier wunderschöne Schwarze Friesen. Sie halfen den Damen in den Sattel und schon ging es zum Altar. Da Biggis Vater nicht mehr Lebte führte ihr Onkel sie zum Alter. Sie war leicht außer Atmen als sie Rainer erreichten. Das kam von ihrem Schnellen Ritt und von ihrer Nervosität. Rainer drückte kurz ihre Hand um sie etwas zu beruhigen. Biggi nickte ihm Dankbar zu. Er wartete bis sie sich etwas beruhigt hatte und führte sie dann ruhig zum Altar. Gabi schlich sich außen an den Gästen vorbei und stellte sich neben Ralf. Er war Thomas Trauzeuge und sie Biggis. Gina und Steffi gingen hinter Biggi als ihre Brautjungfern. Thomas drehte sich langsam um und sah seiner Biggi entgegen. Sie war wunderschön und er musste sich eine kleine Freudenträne aus dem Augenwinkel wischen. Mit einem leichten nickten übergab Rainer die Braut an den Bräutigam. Sie sahen sich tief in die Augen und drehten sich dann zum Alter. Nachdem der Priester eine kleine Rede gehalten hatte kam er zum Wichtigen Teil. ``Wer etwas gegen diese Eheschließung hat möge sich jetzt erheben oder für immer schweigen.´´ da sich niemand meldete fuhr er fort. ``So frage ich sie Brigitte Schwerin wollen sie den hier anwesenden Thomas Wächter zu ihrem gesetzlich angetrauten Ehemann nehmen? Ihn Lieben und Ehen, in Guten wie auch in schlechten Tagen bis das der Tod euch Scheidet so antworte mit Ja´´ ``Ja´´ antwortete Biggi klar und deutlich. ``und nun Frage ich sie Thomas Wächter, wollen sie die hier anwesende Brigitte Schwerin zu ihrer gesetzlich angetrauten Ehefrau nehmen? Sie Lieben und Ehre, in guten wie auch in Schlechten Tagen bis das der Tod euch scheidet so antworte mit Ja´´ ``Ja´´ antwortete auch Thomas. Die beiden lächelten sich an. ``Die Ringe Bitte´´ bat der Priester. Ralf nahm Jan an die Hand und ging mit ihm nach vorne. Der kleine Trug ganz Stolz das Kissen auf dem die Ringe lagen. Biggi und Thomas lächelten ihren Sohn an. ``Danke mein Kleiner´´ sagte Thomas und nahm Biggis Ring. Vorsichtig nahm er ihre Hand und streifte ihn ihr über den Finger. Biggi lächelte ihn an und griff nach dem Ring für Thomas. Nachdem sie beide ihren Ring anhatten hielten sie die Hand des anderen fest. Der Priester legte seine Hand auf ihre. ``Hiermit erkläre ich sie zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut nun Küssen´´ Das ließ Thomas sich nicht zweimal sagen. Vorsichtig nahm er Biggis Kopf in seine Hände und Küsste sie lange und Zärtlich. Die anderen begannen zu Jubeln und zu Klatschen. Als Biggi und Thomas sich voneinander lösten strahlten sie bis über beide Ohren. Biggi drehte sich um und warf den Brautstraus. Gabi fing ihn auf und lachte Ralf an. Der machte ein gequältes Gesicht und Küsste sie dann. Nachdem alle dem Brautpaar gratuliert hatten brachte Rainer die vier Friesen. Thomas half Biggi hinauf und schwang sich dann selber in den Sattel. Ralf tat es ihm gleich. Als Thomas im Sattel saß reichte Rainer ihm seinen Sohn. Als Jan fest vor Thomas saß trieb er sein Pferd an. Die drei anderen folgten. Sie wollten zurück zum Heli und mit ihm zur Basisfliegen. Dort sollte ein großes Feststatfinden. Außerdem würden sie noch Steffis bestandenes Abi feiern.
Als sie auf den Heli zu ritten ging gerade hinter den Bergen die Sonne unter. Jan jauchze und Biggi lächelte Thomas verliebt und Glücklich zu.
``Und was habe ich gesagt? Sie liebt ihn doch´´ Gabi grinste Ralf an. Der nickte ergeben. Doch er freute sich genau wie Gabi für die beiden. Als der Heli startete zog er hinter sich ein großes weißes Tuch mit. Auf diesem Stand:
I Love You 4Ever and Ever
Copyright 2005: Mareike