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A-Crew |
B-Crew |
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Jens Köster |
Gina Aigner |
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Dr. Mark Harland |
Dr. Karin Thaler |
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Peter Berger |
Enrico Cortini |
Weitere Personen:
Stella Berger, Ehefrau von Peter
Yvonne, Mitbewohnerin von Florian
Florian Lenz, ehemaliger Sanitäter
u.v.a
"Ich will nicht mehr ! " - zwei Frauen und nur ein Mann
Die A- Crew war gerade auf dem Rückflug zur Basis, nach einem kräfteraubenden Einsatz. Ein Bergsteiger war abgestürzt und hatte per Seil geborgen werden müssen. Beim Bergen hatte er die Nerven verloren und war auf den Sanitäter Peter Berger losgegangen, der ihn nur mit Mühe und Not besänftigten konnte. Im Heli wurde der Mann dann von Dr. Harland gleich mit Beruhigungsmittel behandelt um einen erneuten Zwischenfall zu vermeiden. Der Sanitäter wurde auch in der Notaufnahme genäht an der Schläfe. Nun waren sie also auf dem Rückflug. Jens Köster, der Pilot flog zügig. Es war still im Helikopter. Dr. Harland füllte den Bericht aus, den er dann Stella der Frau des Sanitäters gab die ihn dann wiederum in den PC eingab. Sie war die Sekretärin der Basis. Nun unterbrach er die Stille die im Heli herrschte. "Peter was macht den Kopf?", fragte er den Sanitäter. "Er ist noch dran.", war dessen brompte Antwort. Peter Berger war mit Stella verheiratet und sie hatten einen Sohn, der Oliver hieß. "Die Wunde schmerzt nicht so sehr Mark, als das Wissen, das ich zum Spielball von zwei Frauen geworden bin." , fügte er an. Der Notarzt nickte zustimmend. Sie waren gerade auf dem Zuflug an die Basis als ein Einsatz sie in die Realität zurückholte. "Medicopter 117 bitte kommen." Medicopter 117 hört", gab Jens zur Antwort. "Schwerer VU auf der A8 in Fahrtrichtung München", war die Antwort der Leitstelle. Jens wendete den Heli ruckartig und flog zur Unfallstelle.
Sie fanden einen Schwerverletzten vor, der beim Zusammenstoss mit dem LKW durch die Windschutzscheibe seines Wagens geflogen war und 50m weitergeschleudert wurde. Er hatte einen Haufen Schnittwunden. Sie brachten in die Uniklinik nach München. Während sie warteten, meinte Peter nur zu Jens. "Wenn die sich wieder um mich streiten dann haue ich ab. Ich will nach Dienstschluss meine Ruhe haben. Kannst du das verstehen." Jens nickte nur. Als Mark kam flogen sie los.
Sie näherten sich der Basis als sich ihnen folgendes Bild bot.
Auf dem Hof der Basis standen zwei und stritten, man konnte kein Wort hören, aber sie hantierten mit den Händen. Es waren Stella und Yvonne die sich ein Wortgefecht lieferten. Jens schaute Peter an und drehte den Heli ruckartig und flog noch Mals davon. Auf einer nahegelegen Wiese landete er dann. Die drei stiegen aus. Sie setzten sich in Gras. "Ich wollte dir das nicht schon wieder antun, Peter. Ich habe eine Idee bekommen. Nicht weit von hier habe ich vor ein paar Jahren einen Garten geerbt. Am Wochenende ist die Basis zu und wir sind, das letzte Team. Ich fliege dich dorthin. Nachher komme ich vorbei und bringe dir Sachen zum Essen. Stella und Yvonne sagen wir dass du beim Einsatz verloren gegangen bist. An den Reaktionen der beiden wissen wir ziemlich schnell wer es ehrlich mit dir meint. Karin, Gina und Enrico lassen sich den Spaß sicher nicht entgehen und machen mit. Am Montag wenn wir Dienstbeginn haben, dann bist du wieder da. Wenn dich Stella liebt sucht sie dich. Wir helfen ihr nicht dabei. Sonst habe wir ja kein Vergnügen.
Mark lachte. Er kannte Jens und wusste, dass dieser nun für Klarheit sorgen würde. Bei dem Gedanken an das andere Team lachte er nun lauthals.
Na, dann wollen wir dafür sorgen, dass du ein ruhiges Wochenende hast. Ich komme dann täglich 3x vorbei und sehe mir die Platzwunde am Kopf an. Das ist meine ärztliche Pflicht. Soll ich dir eine Überraschung auch mitbringen, in Form einer Frau. , meinte der Notarzt spitzfindig. Danke Mark, dann kann ich mich ja nicht erholen, du bist mir mit Jens Enrico und Oliver am liebsten., entgegnete Peter.
Sie stiegen ein und Jens flog zu seinem Garten. Er war schön groß und hatte eine große Wiese mit vielen Obstbäumen. Apfel, Zwetschgen und Kirschen waren darin zu finden. Auch Himbeersträucher und Heidelbeersträucher. Am Ende der Wiese auf der nun Jens gekonnt landete stand ein Gartenhaus. Es war aus Stein gebaut. Als Jens öffnete staunte Peter seinen Augen nicht. Aber auch Mark fiel die Kinnlade herunter. Sie standen in einem Wohnraum. Der mit einem Sitzgruppe aus 3-2-1 Sitzer bestand und ein Holzschrank aus Eiche und ein Fernseher und Video aber auch eine Stereoanlage. Am Ende des Raumes war noch ein Tisch mit Stühlen. Da lag nicht weit vom Wohnraum eine kl. Küche und daneben ein kl. Schlafzimmer. Jens sah nach den Vorräten und meinte dann nur. "Wir bringen dir in einer Stunde noch Brot, Butter und Wurst ja und auch Bier. " Peter nickte zustimmend und setzte sich auf den Sessel der Sitzgruppe. Er lehnte sich zurück. Da die Schmerzmittel noch wirkten fielen ihm im nu die Augen zu. Jens und Mark gingen nach kurzer Zeit.
Sie flogen zurück.
Nach wenigen Minuten landete der Helikopter auf der Basis. Jens landete. Karin und Gina standen vor der dem Landplatz. Sie sahen zu wie Stella und Yvonne noch stritten. Enrico sah den Heli landen und meinte nur genervt an die beiden Frauen gewandt. "Nun mal sehen wenn Peter beachtet. Der ist nämlich wahrscheinlich vom Einsatz gerädert und eure Anfeindungen braucht der nun nicht." Der Heli landete und Jens und Mark stiegen aus und machten sich auf den Weg in den Hangar. Sie liefen an Stella und Yvonne vorbei und auf dem Weg ins Haus bekam Karin ein Augenzwingern und Gina einen innigen Kuss von Mark. Sie zog ihn an sich und flüsterte diesem ins Ohr. "Wo ist Peter?" "Nach dem Duschen bei uns daheim erzähle ich dir alles. Sag Karin und Enrico sie sollen mitkommen d.h. fahrt mal vor.", war die leise Antwort von Mark. Sie sah Mark und Jens an, dann nickte sie zustimmend und zog nach dem sie Karin und Enrico einen Wink gegeben hatte, diese in Richtung zu dem Auto von Karin.
"Karin, könnt ihr mich heimfahren, Mark muss noch Berichte machen, Höppi kommt am Montag aus dem Urlaub und dann will er die haben."
"Klar ist kein Thema, steig ein, Gina", war Karins Antwort und die Drei stiegen in Karins Auto. Enrico lies den Motor an und sie fuhren los. Als er um die erste Kurve gebogen war fing Gina zu erzählen an. " Mark muss keine Berichte machen. Die beiden wollen mit uns reden. Peter war doch nicht dabei. Ist das euch nicht aufgefallen. Die drei wollen wohl Stella und Yvonne vor eine Entscheidung stellen, da Peter doch so leidet unter den Situation. Der schaut fürchterlich aus.", meinte Gina. "Ja nun wo du es sagst, es stimmt Peter war nicht dabei.", entgegnete Karin, die Notärztin des B-Teams. Dr. Karin Thaler war mittlerweile 5 Jahre hier Notärztin. Sie war blond, ca. 1,71 groß und schlank. Seit dem Tod von Thomas Wächter und dem Weggang von Michael Lüdwitz, dem Vorgänger von Mark und ihrem Verlobten, der in ein Zeugenschutzprogramm musste lebte sie mit Enrico in der Villa. Bis vor einem Jahr war Biggi auch noch da aber die durfte nach einem Unfall nicht mehr fliegen und war nun im Flugsimulator in den USA in Atlanta. Enrico vermisste Biggi sehr, da er sie wie Karin Michael sehr liebte.
Enrico parkte das Auto vor dem Haus in dem Mark und Gina eine 3 ½ Zimmer Wohnung bewohnten. Sie stiegen aus und gingen nach oben. Die Wohnung lag im 1. Stock und hatte einen Balkon. Karin ging auf Toilette und Enrico setzte sich auf Coach. Gina machte Kaffee und sie hatten alle die erste Tasse getrunken, als sich die Tür sperrte und Mark und Jens kamen. Im Gang fing Mark an zu Lachen. Kurze Zeit später standen die beiden im Türrahmen und ihnen liefen die Tränen aus den Augen. Sie schluckten beide dann setzten sie sich zu den anderen an den Tisch. Mark begann zu erzählen.
"Die Beiden streiten immer noch. Wir haben die Basis abgeschlossen. Denen ist nicht aufgefallen, dass wir nur zu zweit sind. Max weis bescheid. Er sagt nichts. Peter ist bei einem Einsatz mit einer Platzwunde davongekommen. Wir haben ihn nun zu Jens in den Garten geflogen dort bleibt er bis Montag und na dann ihr werdet sehen. Stella wird in ein, ja vielleicht zwei Stunden uns alle rebellisch machen. Nur sagt ihr nichts, denn Peter will wissen ob sie ihn noch liebt. Er kommt sich als Spielball vor und kann nicht mehr. Mensch, Jens wir müssen los, Peter braucht Lebensmittel, Kaffee und Bier. Außerdem muss ich eine Wundkontrolle machen. Ihr seit doch dabei und verratet nichts." "Nein. Wir wollen auch Spaß haben. Wir sind dabei.", gaben die Kollegen zur Antwort. "Mark nimm den Kaffee und das Brot und die Butter von uns. Dann müsst ihr nur noch Wurst, Käse, Knabbereigen und Bier kaufen. Wir können ja morgen Grillen im Garten von Jens. Ich habe da eine Idee. Enrico bietet Stella an Oliver zu nehmen, denn die will ja sicher Peter suchen. Wir sagen dann wir machen eine Wanderung mit ihm. Das glaubt die uns. Und dann gehen wir zu Peter mit Oliver. Oliver wenn ein neues Auto kriegt verrät der uns nicht, denn dann hat das Auto Vorrang. Na ist die Idee gut. , wollte Gina von den Kollegen wissen. Karin lachte. Mark meinte nur. "Wenn wir unsere Piloten nicht hätten."
Mark und Jens gingen einkaufen für Peter. Nach einer Stunde waren sie fertig. Karin und Enrico fuhren heim und aßen zu Abend. Während dieser Zeit waren dann auch Stella und Yvonne an der fast 2 ½ stündigen Auseinandersetzung jede in ihre Wohnung gefahren. Stella sperrte die Türe setzte Oliver ab und rief in die Wohnung "Peter bist du da?". Sie ging in jedes Zimmer. Kein Peter. Nun gut er wird mit Mark und Jens ein Bier trinken dachte sie sich. Sie machte Oliver was zu essen und brachte ihn ins Bett. Nach dem sie fertig war, sah sie auf die Uhr und erschrak.
Es war bereits fast 21.00 Uhr und immer noch war Peter nicht da. Sie dachte an Yvonne und was diese ihr ins Gesicht gesagt, ja geschrieen hatte. "Du bist eine blöde, hässliche, arrogante und geldgeile Frau. Du liebst nicht Peter sondern nur sein Geld. Was willst du Pizzaschlampe eigentlich. Dich hat er nicht verdient. Außerdem schau dich an wie hässlich du bist. Null Figur und keinen Charakter." Sie setzte sich hin und die Tränen rannen ihr über das Gesicht. Nur weil sie so sagenhaft eifersüchtig war und stur, hatte Yvonne die Stunde der Gunst genutzt und Peter verführt. Sie stand auf und ging zum Telefon. Sie wählte die Nummer von Enrico und Karin. Wenig später hörte sie ein "Cortini", durch den Hörer. Ich bin’s Enrico, Stella weißt du wo Peter ist oder hast du ihn gesehen. Er ist bis jetzt nicht daheim und ich mache mir Sorgen. Ist er bei euch?", wollte Stella wissen. "Nein bei uns ist er nicht und ich, aber auch Karin haben ihn seit gestern nicht mehr gesehen. Karin meint du solltest mal zu Jens oder Mark schauen.", entgegnete Enrico seiner Schwester. Kannst du vielleicht kommen und auf Oliver aufpassen, dann kann ich Peter suchen., wollte sie von Enrico wissen. Gut, mache ich. , entgegnete er. Enrico legte auf und sah Karin an die grinste. Ich rufe nun Gina an und verabredete mich mit ihr., meinte Karin. Das tat sie dann auch. Stella hatte auf gelegt und sah immer wieder zur Türe. Aber sie öffnete sich nicht und Peter kam. Wie gerne hätte sie mal wieder gesagt, dass sie ihn nur liebte.
Enrico rief gleich Mark auf dem Handy an und berichtete von dem Telefonat mit Stella.
Mark und Jens waren nach dem Einkauf zum Garten gefahren. Peter fanden sie schlafen vor. Mark machte das Pflaster ab und ihm selben Moment schlug Peter die Augen auf. "Sag mal kannst du vielleicht mit mir etwas vorsichtiger umgehen. Genauso rau wie Michael bist du. Dein Vorgänger war wie du Unfallchirurg, ihr seit ja die reinsten Metzger." , sagte er ärgerlich. "Sei nicht so wehleidig. Du bist doch Sani.", meinte Jens der gerade den Einkauf einräumte. Dann berichten sie ihm von dem Telefonat.
"Mir ist alles egal. Ich bin müde und mein Kopf tut weh. Ach, ja Gina und Karin kommen noch. ", meinte Jens. Da klopfte es und die Beiden kamen rein. "Poha, das ist ein tolles Haus. Das wäre was für mich und Mark, anlässlich eines Kuschelwochenendes", meinte Gina mit dem Blick auf Karin. Karin nickte und ging dann zu Mark. "Halt, ich habe die Wunde, noch nicht gesehen, Herr Kollege.", sagte sie lachend.
Nach einer halben Stunde gingen die Vier.
Sie fuhren zurück in die Stadt und gingen in ein Eiscafe, an dem Stella sicher vorbei musste.
Währendessen war Enrico bei Stella angekommen. Sie hatte Tränen in den Augen und man sah, dass sie geweint hatte, d.h. sie hatte nie aufgehört. Er hörte ihr zu, gab ihr aber deutlich zu verstehen, dass sie an allem allein schuld wäre und er kein Mitleid hatte mit ihr. Sie zog sich an und ging.
Zuerst wollte sie zu dem Lokal wo Mark und Jens sich immer trafen. Sie ging hinein und sah die beiden nicht. Sie verlies es wieder. Während sie lief , rannen Tränen über ihr Gesicht. Dann schaute sie in die Pizzeria nach wo sie auch schon waren. Sie lief durch den Park. Vielleicht war er verletzt. Hauptsache ich finde ihn lebend. Als sie aus dem Park gelaufen war, bog sie in die Hauptstrasse. Auf der anderen Seite sah sie Yvonne mit einem Mann rumkutschen. Es war Florian. Der ehemalige Sanitäter. Ihm hatte sie die Misere zu verdanken. Nach einem Fehler am Unfallort, bei dem der Patient fast gestorben wäre, hätte Karin nicht zu schnell reagiert, war er von Höppner gekündigt worden. Fristlos. Sie näherte sich den Beiden und hörte ein Gespräch. Sie stellte sich hinter die Hauswand, vor der die Beiden schmusend standen. Yvonne meinte nur zu Florian." Ich habe der Stella heute die Meinung gesagt. Die voll drauf angesprungen. Die merkt nicht dass ich nichts von Peter will sondern nur sie explodieren sehen will, da sie so dumm ist.
In einem unbeobachteten Moment ging sie an den Beiden vorbei. Dann setzte sich auf die Bank die einige Meter entfernt stand, nur Yvonne und Florian konnten sie nicht sehen. Das tat ihr sehr gut. Sie setzte und musste das eben gehörte erst mal verarbeiten. Peter hatte immer wieder gesagt und beteuert, das da nichts wäre und sie hatte ihm nicht geglaubt. Nun musste sie sich sein Verschwinden wohl selbst zuschreiben. Enrico hatte sie so oft gewarnt das mit der Eifersucht nicht zu übertreiben. Alle Warnungen der anderen die auf der Basis arbeiteten, hatte sie in den Wind geschlagen. Sie hatte nie gedacht, dass Peter irgendwann mal gehen würde. Oder wollte er nur ein bzw. zwei Tage Ruhe vor ihr haben. Ein Wochenende ohne Streit und Theater daheim. Nach einer geraumen Zeit, stand sie nun auf und lief die Strasse entlang. Sie führte zu der Eisdiele die sie und Peter während der Schwangerschaft mit Oliver besucht hatten. Na, vielleicht ist er dort. Er war nicht dort, aber Karin, Mark, Jens und Gina. Die anderen hatten damit gerechnet, denn sie waren ja von Enrico vorgewarnt. Es dauerte nicht lange und Stella kam. Stella trat in die Eisdiele ein und sah die anderen gleich. Sie ging auf den Tisch zu. "Hallo miteinander.", sagte sie. " Hallo Stella, komm setz dich doch her. Sag mal was ist los mit dir?", fragte Gina ohne mit der Wimper zu zucken. "Wisst ihr wo Peter ist? Er ist nicht heimgekommen. Ich habe mich heute Nachmittag mit Yvonne so gestritten, dass ich bei euer Rückkehr auf keinen ein Auge hatte. Ich wollte der doch nur klarmachen, dass Peter zu Oliver und mir gehört. Nur die hat mich wieder mal voll erwischt. Und das schlimmste an der Sache ist, dass jeder von euch mich gewarnt hat und alle Warnungen in den Wind geschlagen habe. Als ich vorhin an der Straßenecke vorbei bin habe ich Yvonne mit Florian gesehen und ein Gespräch mit bekommen, dass sie es nur macht damit sie mich explodieren sieht und sie hätte an Peter kein Interesse. Nur warum küsst sie ihn dann jedes Mal vor mir und Peter wehrt sich nicht. Wie viel Uhr ist es eigentlich?", sagte Stella. "23.30 Uhr", war Jens kurze Antwort. "Nein gesehen haben wir ihn nicht, denn er ist dann nachdem er euch streiten gesehen hat nur zum Umziehen, dann wollte er nur noch weg von hier.", meinte Mark zu Stella.
"Ich muss nun heim und wohl oder übel morgen weitersuchen. Nicht das Peter was passiert ist und er womöglich sich verletzt hat. Ich weiß noch einige Plätze wo er sein könnte. Aber das muss ich morgen machen. Vielleicht habe ich Glück und Enrico nimmt mir Oliver ab, damit ich in Ruhe suchen kann.", sagte sie aber das Sprechen viel ihr sehr schwer. Sie ging dann und die anderen sahen sich an. Ihr Plan schien aufzugehen.
Stella war kurze Zeit später daheim in der Wohnung von Peter und ihr. Sie hatte die Wohnung, eine 31/2 Zimmerwohnung geschmackvoll mit leuchten Farben eingerichtet. Enrico hörte sie und ging aus dem Wohnzimmer in dem der Fernseher mit den Nachtnachrichten liefen raus. Er sah ihr Gesicht. Sie hatte anscheinend die ganze Zeit geweint. Irgendwo tat sie ihm leid, aber das war ihre Schuld alleine. Trotzdem nahm er sie nun in die Arme. Als sie wieder in Tränen ausbrach und ihm dann das Gespräch von Yvonne und Florian, berichtete, tat sie ihm leid. Sehr sogar. Nach einiger Zeit ging er dann und Stella legte sich in Bett.
Enrico ging zu den andern. "Na, auch schon da. Ich sage euch die wird sich das hinter die Ohren schreiben. Da war ihr eine Lehre. Aber finden wird sie ihn. Dafür kenne ich sie zu gut. Wenn sie will versetzt die Frau Berge. Nur sie ist auch so stur wie tausend Rindviecher"., meinte er. Dann setzte er sich. Plötzlich klingelte das Handy von Mark. Er stand auf und ging kurze Zeit hinaus. Als er kam grinste er über beide Backen. "Na, Schatz willst du uns nicht verraten, was los ist?", meinte Gina. "Nein ", meinte Mark, mit dem Blick eines Lausbuben.
Stella lag in ihrem Bett. Sie versuchte zu schlafen, aber es ging nicht. Also stand sie auf und ging in die Küche um sich einen Tee zu kochen. Sie sah nochmals nach Oliver der friedlich in seinem Bett schlummerte und nichts davon mit bekam. In ihr sah es aus wie in einem Trümmerfeld nur Scherben auf der Seele und zu allem Überfluss noch fast alle selber zugefügt.
Während Stella ihre Tasse Tee trank und immer wieder weinte und sich Vorwürfe machte sahs Peter in Jens Gartenhaus vor dem Fernseher und sah sich die Nachrichten an. Die Ruhe tat ihm gut. Das war es was er wollte, wenn er abends oder halt nach Dienstschluss nach Hause kam. Er wollte mit Oliver spielen und wenn dieser im Bett war mit Stella fernsehen oder sich mit unterhalten, ja oder sich mit ihr anderweitig beschäftigen. Aber bitte nicht immer streiten wegen dieser dummen Yvonne. Die brachte ihn auf 190 und es folgte nur Streit mit Stella. Wie es ihr wohl ging? Ob sie ihn vermisste oder was sie machte. War das was ihnen da eingefallen war die richtige Entscheidung, nur um zu testen ob Stella ihn noch liebte. Danach legte er sich hin, aber nicht ohne die Schmerztablette von Mark zu nehmen, den die Platzwunde tat weh. Er schlief gleich ein.
Stellas Nacht war ein einziger Vorwurf an sich selber. Sie versuchte zu schlafen aber konnte nicht. Irgendwann gegen früh muss sie dann doch eingeschlafen sein. Als sie aufwachte standen Karin und Enrico vor ihr. Sie war beim letzten Versuch ins Bett zu laufen auf dem Weg dorthin zusammengebrochen und die Beiden hatten im Gang dann gefunden, da sie einen Ersatzschlüssel hatten. "Gut Enrico zieh du Oliver an und dann geht ihr Brötchen holen. Ich bliebe bei Stella, die Spritze muss noch ihre Wirkung zeigen. Sie muss noch eine Stunde mindesten liegen.", hörte sie Karin sagen. Sie drehte sich um die Notärztin sah sie an. "Du bist zusammengebrochen. Wir haben dich im Gang gefunden. ", erklärte ihr Karin. Stella stand auf, zwar war ihr schwindlig und ihr Kopf schmerzte nur sie wollte Peter finden um mit ihm alleine zu reden.
Ihr fiel ein das Peter von den Gärten erzählte die dort in der Nähe eines von hier nicht weitgelegen Waldes waren. Da wollte sie hinfahren, ja und an das Grab von Thomas Wächter, dem Vorgänger von Jens wollte sie hin. Denn er und Peter waren ja die besten Freunde. Peter hatte fast ein ¾ Jahr gebraucht bis Thomas Tod verkraftet oder nicht mehr so oft von ihm sprach. Aber sie war sich sicher dass er dort vielleicht war, da dort auch eine Bank davor stand. So zog sie sich an. Als sie aus dem Bad kam , bekleidet mit einer Jens und einem Pulli der weiß war und ein Zopfmuster hatte. Peter mochte den Pulli gerne. Sie frühstückten Karin, Enrico, Oliver und sie.
Danach gingen die drei. Karin wollte mit Oliver nach München fahren.
Sie zog sich an, steckte ihr Telefonbuch in ihre Handtasche mit allen Nummern von Freunden und Bekannten und ging zu ihrem roten Jeep. Er war nicht weit vom Haus weg geparkt. Im nahegelegen Blumengeschäft, kaufte sie einen Strauss bunter Frühlingsblumen für Thomas Grab. Auch wollte sie mal wieder Laura und Lisa einladen. Ja zu Karins Geburtstag, da hätte sie auch eine Überraschung. Sie fuhr zum Friedhof. Am Grab von Thomas war er nicht. Sie legte die Blumen aufs Grab und setzte sich eine Weile hin. Als sie auf einmal ein Geistesblitz durchfuhr. Thomas war für alles unmögliche und mögliche zu haben. Ja und Jens der jetzig Pilot hatte es auch faustig hinter den Ohren. Der hatte doch von einem geerbten Garten was erzählt.
Sie blieb noch eine Weile vor dem Grab sitzen und meinte nur leise dar auf hinsprechend "Danke Thomas du hast mir sehr geholfen."
Im Auto wählte sie erst die Nummer von den Verwandten bei denen Thomas Kinder untergebracht waren. Sie rief an und hatte Glück da Onkel und Tante ohne Lisa und Laura in Urlaub fahren wollten, durften sie die zwei Wochen Ferien bei ihnen verbringen.
Dann fuhr sie in die Richtung in der sie Jens Garten vermutete.
Jens und Mark hatten dann Peter verarztet und wollten gerade wieder weg, als das Auto von Stella sahen." Sie ist in der Nähe", meinte Jens und zog Mark in den Geräteschuppen. "Von dort aus beobachten wir nun alles meinte Jens und verdreht die Augen. Vielleicht können wir von Stella und Peter ja noch was lernen, meinte er zu Mark. Peter sollte sich auf die Terrasse oder irgend wo hinlegen. Der tat das aber mit dem Hintergrund nicht weil Stellas Auto gesehen, sondern weil er saumüde war. Zwar schmerzte die Wunde nicht mehr, da sie ein Pflaster abdeckte, aber er war müde. So legt er sich einfach auf die Liege die auf dem Rasen stand. Bald war er eingeschlafen.
Stella lief den Weg vom Parkplatz in Richtung Gärten. Als sie auf einmal in einen schönen Garten mit ganz vielen Obstbäumen sah. Sie sah die Apfelbäume, Zwetschgenbaume, Birnen. Doch dann traute sie den Augen nicht. Sie rieb sie sich aber dann sah sie jemand dort liegen und schlafen. Peter. Ihren Peter.
Da lag er und schlief seelenruhig. Sie ging hin und setzte sich. Dann nahm sie ihre Hand und streichelte vorsichtig über sein Gesicht. Peter der durch die Berührung aufgewacht war und Stella erkannte öffnete die Augen nicht. " Gott sei Dank habe ich dich gefunden. Das war die schlimmste Nacht meines Lebens. Ich liebe dich doch Peter. Ich will dich nur nicht mit Yvonne teilen müssen. Die hat Flo gestern erzählt dass sie da nur macht damit sie mich explodieren sieht und von dir will sie nichts. Ich hätte es nie erfahren, wenn ich die beiden nicht bei einem Gespräch belauscht hätte. Peter, bitte lass uns noch mal von vorne anfangen, ich lieb dich doch." Stella hatte den Satz gerade fertig gesprochen als sie auf einmal jemand zu sich runterzog und küsste. Es war Peter der die Augen aufgemacht hatte und sie nun ansah. Als er sah das ihr die Tränen in den Augen standen, nahm er sie wortlos in den Arm. "Mark, Jens und ich haben da interniert, da ich gestern keine Lust auf Streit hatte nach........." Weiter kam Peter nicht denn die Liege auf der sich beide befanden kippte und Peter knallte mit dem Kopf auf einen Stein. Er schrie auf und darauf hin kamen Mark und Jens angerannt. "Schatz jetzt hast noch ne Wunde wegen mir." Stella wollte ihm helfen nur Peter schüttelte den Kopf. Die Wunde war neu aufgesprungen und er blutete sehr stark am Kopf. "Auwau", war zu hören. Mark rief dem nachkommenden Jens zu. "Hol aus meinem Wagen den Koffer, ich kann nun Peter nochmals nähen. Er ist auf die Wunde gefallen. Mach schnell, ich brauch ihn noch. Ich will net so Idiot als Sani wie Florian einer war." Der Pilot lief den Koffer holen. Währendessen nahm Stella ihn in den Arm. Da Blut lief auf ihre Jeans. Da kam Jens und nun musste er auch noch Mark assistieren. Der nähte Peter und meinte dabei. "Jens mach voran wir müssen noch das Grillfest organieren für heute Abend. Wir wollen doch hier grillen. "Hier grillen, könnt ihr vergessen. Wir nehmen uns eine Auszeit und ihr weil ihr auf die Idee gekommen seit Oliver, grillen könnt ihr an der Basis. Peter und ich werden uns hier bis Montag in der Frühe es gemütlich machen. Ja meine Herren, wer solche Sachen mit mir macht muss mit den Kosequensen leben. Na, vielleicht fliegt die BK117 ja nächstes Jahr mal den Kreissaal an."
Jens stand auf und lief einige Schritte dann drehte er sich um und schaute die Beiden an. "Komm Peter nach so schweren Operationen muss man liegen, ich begleite dich. Mit diesen Worten, gingen die Beiden ins Wohnhaus und Peter und Stella ließen sich es nicht nehmen das Bett auszuprobieren. Sie legten sich beide nur hinein, mit allen Kleidern und waren in wenigen Minuten eingeschlafen.
Mark und Jens machten sich nach dem sie sich von den Beiden schlafenden überzeugt hatten, kopfschüttelnd wieder zu Karin und den andern gefahren und sie hatten ihnen das Erlebte erzählt.
Nach dem sie Mark und Jens nicht mehr hörte schlug Stella die Augen auf und wollte aufstehen, aber sie wurde von Peter liebe voll zurückgehalten. "Mir tut mein Kopf so weh aber auf dich will ich nicht verzichten und deine Liebe, Stella. Wohin willst du nun?", wollte er von ihr wissen, bevor er sie liebevoll küsste. " Dir einen Eisbeutel für den verletzten Kopf holen, nachdem Mark ja für mich vorhin nicht Arzt sondern Metzger war. Sag mal nennt man das bei Menschen nicht Unfallchirurg?, meinte sie einfühlsam. Nun kam ihre Besorgnis die besonders bei Peter sehr intensiv war durch. Sie löste sich nach einiger Zeit aus der Umarmung und schaute in der Küchennische nach einem Eisbeutel im Eisfach. Sie hatte schnell einen gefunden und war zu Peter in Bett zurückgekehrt. Sachte legte sie den Beutel auf seinen Kopf und ihren auf seinen Brustkorb.
So ein "Gefühlchaos" will ich nicht mehr erleben., meinte sie zu Peter bevor beide erschöpft einschliefen.
Stella und Peter verbrachten ein herrliches Wochenende in Jens Gartenhaus, das sie beide wieder zueinander brachte.
Copyright 2004: Daniela