Fehler

 

A- Crew

B- Crew

Pilot:

Thomas Wächter

Gina Aigner / Biggi Schwerin

Notarzt:

Dr. Marc Harland / Dr. Michael Lüdwitz

Dr. Karin Thaler

Sanitäter:

Peter Berger

Ralf Staller

Weitere Personen:Janina

Jochen+ Chris

Manuel

``Bitte Marc tu mir das nicht an´´ flehte Gina. Sie stand auf dem Hof vor dem Hangar. Ihr gegenüber stand ihr freund Marc. Sie arbeitete hier als Pilotin und Marc als Notarzt. Sie waren jetzt seit fast zwei Jahren ein Paar doch in den letzten Wochen war ihre Beziehung immer mehr auseinander gebrochen. Gina zog sich zurück. Sie hatte das Gefühl das Marc sie betrog und das bestätigte er jetzt. ``Es tut mir leid Gina. Mein Entschluss steht fest. Ich werde ab morgen in Hamburg arbeiten und dort mit Janina zusammen leben.´´ ``Aber unser Ba...´´ ``Nein Gina es ist vorbei´´ unterbrach Marc sie. Gina hatte tränen in den Augen. Sie hatte so sehr gehofft ihn halten zu können wenn sie ihm sagte das er Vater werden würde aber er hörte ihr gar nicht zu. ``Und was ist mit unserem Baby?´´ Rief sie ihm verzweifelt nach. Marc drehte sich um. ``Das ist doch eine Lüge. Du kannst nicht von mir Schwanger sein. So lange wie wir schon keinen Sex mehr hatten.´´ Sagte er verächtlich und ging dann ins Gebäude. Gina stand fassungslos da. Marc unterstellte ihr das sie ihn anlügen würde das war zu viel für sie. Weinend setzte sie sich in die Offene Winschtür des Helis. Marc hatte das Gespräch mit Gina so lange herausgezögert wie es nur ging doch da er morgen bereits nach Hamburg fuhr musste er es ihr heute sagen. Darüber das sie wirklich von ihm Schwanger sein könnte dachte er gar nicht nach. ``Alles Ok?´´ Gina hob erschrocken den Kopf. Vor ihr stand ihre Freundin und Kollegin Karin. ``Marc..., er fährt morgen nach Hamburg. Er wird dort mit einer andren Frau leben´´ antwortete Gina leise. Karin nahm sie tröstend in den Arm. ``Im wie vielen Monat bist du?´´ Fragte Karin plötzlich. Gina sah sie verdutzt an. ``Woher weißt du das den schon wieder?´´ ``Du hast den Test nur in den Mülleimer im Umkleideraum geschmissen und da er nicht von mir und wohl auch nicht von den Jungs ist wird er von dir sein´´ lächelte Karin. ``Fast im dritten´´ antwortete Gina leise.

Am nächsten Morgen kam Gina schon sehr früh zur Basis. Zu hause fiel ihr die decke auf den Kopf. In der Tür zum AR blieb sie stehen und beobachtete die schlafende A- Crew. Thomas lag auf dem Sofa, Peter saß auf dem Schreibtischstuhl und hatte die Füße auf den Tisch gelegt und Michael, der Nachfolger von Marc lag auf einer der Ersthatztragen hinten in der Ecke. Nachdem sie sich umgezogen hatte setzte sie sich leise an den runden Tisch in der Mitte des Raumes und fing an Einsatz berichte zu korrigieren. Kurz vor Acht kamen auch Karin und Ralf. Als Karin ihre Freundin so traurig am Tisch sitzen sah wurde sie ebenfalls traurig.

In den nächsten Wochen sprach Gina nur das nötigste. Karin versuchte sie abzulenken und sie auf zu heitern doch Gina ging nicht darauf ein. Ihr Bauch wurde langsam runder. Das Baby abzutreiben kam für sie nicht in Frage. Sie wollte wenigstens das von Marc behalten. Zwei Monate später hörte sie auf zu arbeiten und vier Monate danach brachte sie einen gesunden Jungen zur Welt. Sie blühte wieder etwas auf und sie unternahm auch wieder etwas mit Karin.

``Warum führst du dich so auf? Wir haben eben noch einen Notfall reinbekommen. Ich kann doch dann nicht hingehen und sagen: Tut mir leid ich habe jetzt Dienstschluss und bin mit meiner Freundin zum Essen verabredet. Mein Kollege kommt gleich und wird sie versorgen.´´ ``Das war jetzt unser dritter Versuch Essen zu gehen und immer kommen irgendwelche Notfälle dazwischen. Dein Job ist dir doch wichtiger als unsere Beziehung.´´ Marc und Janina standen sich gegenüber. Marc arbeitete seit sie hier waren in der Notaufnahme eines großen Krankenhauses. Er hatte sich so darauf gefreut mit Janina hier zu leben und in der Klinik zu arbeiten. Er war sich sicher gewesen Janina richtig zu Lieben doch mittlerweile war er sich gar nicht mehr so sicher. Sie stritten sich dauernd und Marc dachte immer öfter an Gina obwohl er versuchte diese Gedanken zu verdrängen. ``Du weißt genau das dass nicht stimmt aber wenn nun mal ein Notfall rein kommt kann ich doch nichts dafür.´´ Rief Marc. Janina zuckte nur die Schulter. ``Du könntest auch in einer Praxis arbeiten. Da währen zumindest geregelte Arbeitszeiten und du hätte wieder Zeit für mich.´´ ``Du weißt genau das ich Routine hasse. Ich bleibe in der Notaufnahme.´´ Marc verließ wütend die Wohnung. Als er unten auf der Straße stand rief er einen freund an und verabredete sich mit ihm in einer Kneipe. Eine Viertelstunde später saß er neben Jochen am Tresen. ``Na wieder Stress mit Janina?´´ Marc nickte. ``Wir haben gestern den dritten Versuch gestartet essen zu gehen doch dann ist mir wieder ein Notfall dazwischen gekommen. Janina war ganz schön sauer aber was soll ich den machen? Ich liebe diesen Job obwohl mir der bei Medicopter noch besser gefallen hat´´ gab er klein laut zu. ``Aber sie scheint sich ja trotzdem ganz gut Amüsiert zu haben.´´ Marc sah seinen alten Schulfreund fragend an. ``Wie meinst du das?´´ ``Na ja´´ Jochen zögerte. ``Nun sag schon´´ drängte Marc. ``Ich war gestern mit Chris, also mit meiner Freundin spazieren. Wir sind an einem Restaurante vorbei gekommen und haben Janina gesehen. Ihr Begleiter saß mit dem Rücken zu uns. Wir dachten du wärst das aber wenn du sagst du warst in der Klinik musst das wohl jemand anderes gewesen sein, und...´´ ``Was und?´´ Fragte Marc sofort. ``Sie schienen sich sehr vertraut zu sein.´´ Marc reagierte kaum. Er war zwar stink sauer doch seinem Freund gegen über ließ er sich nichts anmerken. Nachdem er sein Bier ausgetrunken hatte verabschiedete er sich von seinem Freund und fuhr in die Klinik. In seinem Büro stand ein Sofa auf dem er jetzt die Nacht verbrachte. Immer wieder sah er Gina vor sich. Er konnte sie einfach nicht aus seinen Gedanken vertreiben. Immer wieder tauchte sie in seinen träumen auf. Und jedes Mal sah sie ihn traurig an. Janina saß zu Hause und wartete auf ihn. Als es später wurde und er nicht kam ging sie stink sauer ins Bett.

Als Marc am nächsten Abend von seiner Schicht nach hause kam wartete Janina bereits auf ihn. ``Wo warst du letzte Nacht?´´ ``In der Klinik´´ antwortete Marc. ``Und wo warst du vorletzte Nacht?´´ ``Ist das hier ein Verhör?´´ Fragte Janina trotzig. Marc zuckte die Schultern. ``Du hast angefangen, also?´´ ``Zu hause. Ich habe hier vergebens auf dich gewartet´´ in ihrer Stimme konnte man hören das sie immer noch sauer war. ``Komisch warum haben Jochen und Chris dich dann im Restaurant gesehen? In Begleitung eines Mannes mit dem du dich prächtig amüsiert hast´´ Janina Funkelte ihn böse an. ``Du hast mich zum dritten mal versetzt. Da habe ich mir eben eine andere Begleitung gesucht und den Abend genossen.´´ Sagte sie trotzig. Sie drehte sich um und ging Richtung Wohnzimmer. Marc sah ihr nach und ihm war klar das es so nicht weiter gehen konnte. ``Ich ziehe aus´´ Janina blieb wie angewurzelt stehen und drehte sich um. ``Was tust du?´´ Fragte sie obwohl sie ihn genau verstanden hatte. ``Ich glaube es ist besser so. wir streiten uns nur noch und auf Dauer kann das doch so nicht weiter gehen´´ ``Vielleicht hast du recht. Du denkst noch oft an Gina stimmts?´´ Marc sah sie verwundert an und nickte dann langsam. ``Ich habe ihr sehr weh getan und ich möchte dir nicht auch so weh tun.´´ ``Bereust du es?´´ ``Was? Das ich mit dir hier her gekommen bin? Nein. Es kann sein das ich einen Fehler gemacht habe und um die Beziehung mit Gina hätte kämpfen müssen aber ich bereue es nicht. Die Zeit mit dir war schön´´ er lächelte sie zaghaft an. ``Fährst du jetzt zu ihr?´´ ``Nein ich denke nicht. Zumindest nicht sofort.´´ Janina nickte und ging in die Küche. Marc packte ein paar Sachen und verabschiedete sich von ihr. Er war froh das sie nicht im Streit auseinander gingen. Marc fuhr in das Ferienhäuschen seiner Eltern. Er wollte über sein leben nachdenken und er wollte herausfinden was er wollte.

Gina genoss die Zeit in vollen Zügen die sie mit Manuel verbringen konnte. Sie war zu Karin in die Große Villa gezogen und ihr ging es wieder einigermaßen gut. Es war kurz vor Sieben als sie das Kinderzimmer betrat. Der kleine war ungewöhnlich still und als sie ins Zimmer kam überkam sie ein ungutes Gefühl. Sie hatte Manuel um Halb Sechs das letzte mal gestillt und normaler weiße wachte er dann so gegen halb Sieben auf doch er lag ganz ruhig in seinem Bettchen. Gina lief schneller und geriet in Panik. Manuel atmete nicht mehr. Gina legte zwei Finger an seinen Hals doch sie spürte nichts. Tränen schossen ihr in die Augen. Sie ahnte was los war doch sie wollte es nicht glauben. Manuel durfte nicht Tod sein. Er war doch noch so klein. Schnell holte sie ihr Handy raus und wählte die Nummer von Karin. ``Gina was gibt’s?´´ Meldete sich die Freundin. ``Du musst ganz schnell herkommen. Manuel... er atmet nicht mehr und ich kann auch keinen Puls spüren.´´ rief Gina Panisch. ``Ich bin sofort da Gina´´ rief Karin. Sie legte auf und rannte nach draußen. Bereits während sie mit Gina gesprochen hatte, hatte sie den beiden anderen bescheit gegeben. Kurz darauf hörte Gina schon den Heli und wenige Minuten später war ihre Freundin bei ihr. Karin trat an das Babybettchen doch ihr verdacht hatte sich bestätigt. Manuel war Tod. ``Gina es tut mir leid. Er ist am Plötzlichen Säuglingstod gestorben´´ ``NEIN, NEIN, NEIN´´ rief Gina und brach weinend zusammen. Über Funk bat Ralf Biggi, Ginas Vertretung, das sie die Trage raufbringen würde. Sie legten Gina darauf und brachten sie in die Klinik.

Eine Woche später war die Beerdigung. Gina überstand die ganze Veranstaltung kaum. Immer wieder brach sie in Tränen aus und ihre Kollegen mussten sie stützen. Karin bat Ebelsieder, den Basisleiter, um Urlaub damit Gina nicht alleine war. Dieser gab ihr den Urlaub ein da er einsah das Gina besser nicht alleine sei. Gina war wieder stiller und sie litt ohne sich von Karin helfen zu lassen. Meistens saß sie traurig in ihrem Zimmer und starte auf die Fotos von Manuel. Weinen konnte sie nicht mehr. Sie fühlte sich leer. Drei Wochen später fing sie wieder an zu Arbeiten. Karin und die anderen versuchten ihr das aus zu reden doch Gina hörte nicht auf sie. Sie wollte sich ablenken und das ging nun mal am besten mit Arbeit.

Marc war jetzt schon seit vier Wochen in dem Ferienhäuschen und er war sich jetzt endlich im klaren darüber was er wollte. Er hatte viel nachgedacht und er wusste jetzt das er Gina noch immer liebte. Nachdem er alles abgeschlossen hatte machte er sich auf den Weg zur Basis.

Als er endlich bei Basis ankam sah er Gina gerade zum Heli gehen. Er stieg aus und folgte ihr. Gina hatte sich in die offene Winschtür gesetzt und das Bild von Manuel herausgeholt. Zärtlich strich sie über das Gesicht des Babys. ``Hallo Gina´´ Gina zuckte zusammen und versteckte schnell das Bild. Den Kopf ließ sie gesenkt. Marc kniete sich vor sie und hob langsam ihr Gesicht an. Als er dieses sah erschrak er. Ginas Gesicht war farblos und sie hatte tiefe Augenringe. Ihre Augen schauten ihn traurig und müde an. Gina drehte den Kopf fast sofort wieder weg. ``Was willst du hier?´´ Fragte sie unfreundlich. ``Eigentlich bin ich her gekommen um dir zu sagen das es mir leid tut und das ich dich noch immer Liebe.´´ Gina sah ihn zum ersten mal an. ``Was?´´ ``Du hast schon ganz richtig gehört. Ich Liebe dich bitte gib mir noch eine Chance. Ich weiß ich habe dir sehr weh getan aber ich würde es gerne wieder gut machen. Bitte!!! Ich habe dich vermisst Gina. Ich möchte mit dir alt werden und mit dir Kinder haben´´ Bei seinen Letzten Worten waren Gina wieder die Tränen gekommen. Sie stand auf und ging zum Hangar. Marc sah ihr verdutzt nach. Karin hatte die beiden vom AR aus beobachtet. Jetzt kam sie Gina entgegen. Nachdem sie die Tränen gesehen hatte nahm sie ihre Freundin in den Arm. ``Was ist den los? Hab ich was Falsches gesagt?´´ Fragte Marc der nun zu den beiden Frauen kam. ``Egal was du sagst. Es kann nur Falsch sein. Bitte geh. Du hast Gina schon genug weh getan´´ sagte Karin in einem Sachlichen Ton. Sie nahm Gina bei der Schulter und zusammen gingen sie ins Gebäude. Marc sah ihnen verständnislos nach. Er ging zu seinem Auto und setzte sich hinein. Er wollte mit Gina reden doch ihm war klar das er das hier nicht konnte. Er hatte vor zu warten bis Ginas Schicht zu ende war.

Endlich kam sie umgezogen zum Parkplatz. Sie verabschiedete sich von Karin und stieg dann in ihr Auto. Marc wunderte sich etwas darüber das sie Schwarz angezogen war den eigentlich war das nicht so Ginas Farbe. Er folgte ihr zu einem Blumen Geschäft und dann zum Friedhof. Marc wunderte sich immer mehr. Nachdem Gina ein Stück gelaufen war stieg er auch aus und folgte er. Sie blieb an einem kleinen Grab stehen dich Marc konnte nicht erkennen was darauf stand. Marc merkte das Gina weinte da ihre schultern zuckten. Er wartete bis sie wieder gegangen war und ging dann zu dem Grab. Am Kopf des Grabes stand ein Helles Marmor Kreuz. Im oberen Teil waren zwei kleine Engel Eingemeißelt die miteinander spielten. Darunter stand:

Dein Leben war viel zu Kurz

Ich werde dich nie Vergessen mein Kleiner

Manuel Aigner: * 28.04.2005

+ 01.07.2005

Marc stand vor dem Grab und las immer wieder die Inschrift. So schnell er konnte lief er Gina nach doch sie war schon weg gefahren. Er atmete tief durch.

Am nächsten Morgen fuhr er wieder zur Basis. Er musste mit Gina reden. Er stürmte in den AR in dem Gina und Karin am Tisch saßen und sich unterhielten. ``Was machst du den schon wieder hier?´´ Fragte Karin ihn sofort. ``ich muss mit Gina reden. War Manuel mein Sohn?´´ Gina sah ihn entsetzt an. ``Woher weißt du von Manuel?´´ ``Das ist doch jetzt egal. War er mein Sohn?´´ ``Und was wenn?´´ ``Warum hast du mir nichts gesagt?´´ Gina sah ihn empört an und schnappte nach Luft. ``Sag mal spinnst du? Ich glaube dir geht’s zu gut. Darf ich dich an unser Letztes Gespräch erinnern? Du hast mich freundlich abserviert und ich habe dir gesagt das ich schwanger bin aber was hast du gemacht? Du hast mir unterstellt ich würde Lügen. Oder ein anderer Währe der Vater.´´ Marc sah sie an und schwieg. Ihm viel das Gespräch von damals wieder ein und auch wie er sich Gina gegenüber verhalten hatte. Er senkte den Kopf und setzte sich auf einen der Stühle. Gina war aufgebracht zum Fenster gegangen. ``Woran ist er gestorben?´´ Fragte Marc leise. ``Er ist am Plötzlichen Säuglingstod gestorben´´ antwortete Karin für ihre Freundin. Marc stand auf und ging zu Gina. Kurz lies sie sich von ihm in den Arm nehmen doch dann löste sie sich wieder von ihm. ``Bitte Marc geh. Du hast mir so weh getan. Ich kann das alles nicht vergessen und auch nicht verzeihen. Ich möchte das du gehst. Sonst gehe ich.´´ Sagte Gina leise aber sehr bestimmt. ``Nein schon Ok ich gehe. Es tut mir leid Gina. Ehrlich.´´ Marc drehte sich um und verließ die Basis. Er machte sich vorwürfe. Wenn er damals bei ihr geblieben währe, um ihre Beziehung gekämpft hätte währe vielleicht alles anders gekommen. Wenn er ihr wenigstens geglaubt hätte dann hätte er ihr nicht so weh getan. Doch daran konnte er jetzt nichts mehr ändern.

Ende

 

Copyright 29.04.2005: Mareike

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