??? I miss you! ???
Es ist gerade mal Ende Oktober und es schneit schon seit drei Tagen ununterbrochen!
Heute ist es gerade mal zwei Wochen her, dass Michael in die USA geflogen ist und seit dem er hier in Deutschland aufgehört hat zu existieren!
Karin lag wie jede Nacht seit dem auf ihrem Bett und weinte in ihr Kissen. Es klopfte an der Tür, aber sie regierte nicht, nein sie schluchzte darauf weiterhin in ihr Kissen. Es klopfte ein zweites Mal, sie reagierte wieder nicht, doch sie merkte dass jemand die Tür aufmachte und sich ihrem Bett näherte. Dieser Jemand war nicht wie anders zu erwarten Thomas, er setzte sich auf die Bettkante und strich Karin sanft über die Schulter. "Hey Karin, komm Michael hat es da drüben doch gut!" versuchte er sie aufzumuntern. Karin schaute ihn mit total verweinten Roten Augen. Er sah sie da vor sich in ihrer Verzweiflung und konnte auch nichts weiter für sie tun, als sie zu trösten. Thomas nahm sie in den Arm. Karin spürte diese Nähe! Genau diese Nähe, die ihr, ihr Michael auch immer gegeben hatte! Karin überrannte wieder die Sucht, die Sucht nach Nähe zu ihrem Verlobten! "MICHAEL!" schluchzte sie und brachte vor lauter Weinen kein anderes Wort heraus. Thomas nahm sie in den Arm und strich ihr beruhigend über den Rücken, bis sie endlich vor Erschöpfung einschlief.
"Guten morgen!" sagte Mark, als er fröhlich gut gelaunt die Basis betrat. "Guten morgen!" ertönte auch von denen die bereits im Aufenthaltsraum saßen. Heute früh waren sie vollzählig erschienen, da heute ihr neuer Basisleiter kommen sollte. Von Karins Traueranfall gestern war nichts mehr zu spüren, sie markierte vor den anderen die Starke. "Du Karin, gehen wir heute Abend mal wieder essen?" fragte Biggi ihre beste Freundin. "Ne du, ich bleibe lieber zu Hause!" versuchte Karin sich rauszureden. Biggi verstand das Karin einfach nicht wollte, die entschloss sich später mal mit Thomas über Karin zu sprechen. "Wo sind meine letzten Berichte?" fragte Peter ganz aufgeregt. "Die liegen geordnet und abgeheftet ihm Büro. Ich habe doch vorgestern alles auf den neusten Stand gebracht!" versicherte ihm Karin. "Mann Karin, wenn wir dich nicht hätten!" grinste Enrico. "Dann wären wir echt verloren!" musste Mark zugeben.
Ein dunkler BMW fuhr vor, den man in der Schneeverschneiten Landschaft gut erkennen konnte. Aus ihm stieg ein dünner älterer Mann mit einer etwas vergrößerten Nase im Gesicht, die nicht wirklich zu ihm passte. "Da ist er, der Schrecken für die nächsten fünf Jahre!" stellte Thomas sarkastisch fest. Er kam zur Tür herein und sah dort alle sechs Mitglieder plus Max um den Tisch sitzen. "Guten Tag meine Damen und meine Herren, ich bin Gunnar E. Höppler, ihr neuer Stützpunktleiter." "Guten Tag, Herr Höppler." fing Karin als erst an. Sie stellte die anderen und sich kurz vor und zeigte dann dem neuen Leiter das Büro und ging mit ihm noch mal die ganzen Abläufe und Pläne durch.
"Also, so kann das mit Karin auf keinen Fall weiter gehen!" brach Mark auf einmal das Schweigen, dass im Aufenthaltsraum schwebte. "Ach dir ist das auch schon aufgefallen." sagte Enrico perplex. "Also bitte, so Ober aufgedreht wie sich Karin gibt, dass ist doch bestimmt nicht normal." musste Mark doch zugeben. Er kannte sie ja erst seit zwei Wochen. "Das schlimmste bekommt ihr ja gar nicht mit, Nacht für Nacht weint sie sich in den Schlaf. Zu früh hat sie immer total geschwollene Augen. Das kann doch auf keinen Fall gesund sein." machte sich Thomas sorgen. "Aber was sollen wir machen?" fragte sich Biggi verzweifelt. "Michael trotz aller gefahren, wieder her holen?" "Nein, der bleibt wo er ist! Hier in Deutschland wird er gleich umgelegt und dann ist das Geheule noch größer!" sagte Peter. "Du hast ja Recht, ich glaube wir müssen Karin einfach zwingen weiter zu machen, wieder Abends mit uns weg zu gehen!" sagte Mark.
Karin kam wieder aus dem Büro und war recht bleich im Gesicht. "Karin was ist den los?" fragte Biggi. "Die Erinnerung an Michael kommt immer wieder hoch, wenn ich ins Büro gehe!" seufzte Karin. "Okay, dann würde ich sagen, die B-Crew geht jetzt schön brav nach hause und macht dort noch was schönes!" grinste Thomas. "Nicht ganz, Karin geht mit mir jetzt Einkaufen! Ich brauche unbedingt neue Klamotten." sagte Biggi. "Ich habe aber jetzt keine Zeit!" protzelte Karin schon wieder. "Keine Ausrede! Du kommst mit!" sagte Biggi und legte ihrer besten Freundin den Arm auf die Schulter. "Aber …" wollte Karin widersprechen. "Daheim sitzt du sowie so nur wieder rum!" grinste Thomas. "Okay!" lies sich Karin breitschlagen! Ich gehe mit." und jetzt grinste sie sogar wieder.
Am nächsten Morgen zu früh auf der Basis:
Karin und Biggi kamen gleichzeitig auf die Basis, da Karin bei Biggi übernachtet hat. "Hey Jungs, aufstehen!" grinste Karin und zog ihnen mit Biggi die Decken weg. Thomas, Mark und Peter fanden das gar nicht komisch. Sie schnappten sich die beiden und kitzelten sie richtig durch. "Jetzt hört doch endlich mal auf, ich muss aufs Klo!" versuchte sich Biggi rauszureden. "Nichts gibt’s, du bleibst da!" sagte Mark. "Und habt ihr München unsicher gemacht?" fragte Thomas neugierig. "Du glaubst gar nicht wie viel ich eingekauft habe!" grinste Karin total Happy. "Eines muss ich Karin lassen, sie war gestern ganz schön großzügig!" schmunzelte Biggi. "Wie darf man das jetzt verstehen?" fragte Peter interessiert. "Nun ja, ich habe Biggi mal eine modische Neuorientierung verpasst!" grinste Karin frech. "Ach ja Thomas, es gibt da noch was, was ich dir sagen muss." "Ja, was denn?" fragte Thomas leicht ängstlich da er absolut nicht wusste was ihn jetzt erwartet. "Ich habe eine neue Küche gekauft!" sagte Karin. "Du hast … WAS? Eine neue Küche? Und das soll jetzt so eine große Neuigkeit sein?" fragte er erleichtert. "Na, ich dachte, du hängst so an deiner jetzigen." "Kommt schon Leute, das muss jetzt nicht in einem Streit enden!" versuchte Peter zu schlichten. "Biggi, du siehst recht bleich aus, alles klar, mit dir?" erkundigte sich Karin. "Ja, ja, ich glaube ich habe gestern einfach nur ein paar Cocktails zu viel gebechert." sagte Biggi und rannte aufs Klo. "Karin, du siehst aber auch nicht besser aus!" grinste Mark zu Karin. "Hey, ich bin Topfit! Was ist jetzt eigentlich mit Höppler?" versuchte Karin vom Thema abzulenken. "Der hat sich heute noch nicht blicken lassen!" versicherte Thomas. Biggi kam jetzt wieder zu den anderen. "Mir ist schlecht!" stellte sie fest und setzte sich erst mal aufs Sofa. "Ich glaube es wäre nicht gerade ratsam wenn du jetzt Arbeitest." stellte Mark fest. "Biggi fahr nach Hause, ich Übernehme deinen Dienst!" versicherte ihr Thomas. "Oh nein, willst du das mir heute Abend auch schlecht ist?" fragte Karin scherzhaft. "Wieso?" fragte Thomas. "Du fliegst Brutal und Grob!" sagte Mark. "Okay, ich werde mich bemühen extra für unsere Frau Dr. sanfter und gefühlvoller zu fliegen." scherzte Thomas.
Nach drei Stunden rum sitzen auf der Basis, kam endlich Höppler. "Guten Tag!" sagte er knapp und verschwand in sein Büro ohne nach den Verbleib von Biggi zu fragen. "Ich glaube Höppler bekommt es gar nicht mit, wenn einer mal ne Doppelschicht schiebt" grinste Enrico. "Apro po, Ernico? Wo warst du gestern Nacht eigentlich? Bei Biggi zumindest nicht!" grinste Karin frech. "Ich? Ich war daheim! In meiner Wohnung, dass zusammenleben in einer Wohnung ist weder mit Biggi noch mit mir wirklich einfach!" sagte Enrico.
"RETTUNGSLEITSTELLE AN MEDICOPTER 117, MASSENKARAMBOLAGE AUF DER B 306 RICHTUNG INZELL, IHRE HILFE WIRD DRINGEND ERFORDERT!"
Die drei spurteten auf, die Stühle flogen nach hinten. Als Thomas seine Jacke vom Kleiderständer riss ging dieser zu Boden. "Haben verstanden, wir übernehmen!" schrie Karin ins Walkie und saß schon im Heli. Thomas hob im üblichen Schnellstart ab und flog Richtung Unfallstelle. Darüber angekommen krauste es Enrico und Karin schon. Es waren drei Autos mit vollem Tempo ineinander gerast. "Das sieht ja über aus!" sagte Enrico geschockt. "Erst alle auf Lebensfunktionen überprüfen und dann ran an die Schwerverletzten." sagte Karin und sprang schon aus den Heli. Nach dem die drei sich einen kurzen überblick verschafft haben nahm Karin erst mal ihr Funkgerät. "Dr. Thaler für Rettungsleitstelle" "Rettungsleitstelle hier!" "Schicken sie uns bitte die Kollegen aus Rosenheim mit dem Heli und verständigen sie die Traunsteiner Klinik, sie sollen noch zwei Krankenwägen herschicken, hier das reinste Chaos. Dr. Thaler Over." "Verstanden, wir schicken die angeforderte Verstärkung." Karin hatte zusammen mit Enrico die Lage wieder einigermaßen unter Kontrolle gebracht, sie hatten zwei Schwerstverletzte mit Halswirbelfrakturen, eine offene Oberschenkelfraktur, ein kritisches Kind mit einer Milzruptur und noch vier weitere Verletzte bei denen es nicht so schlimm aussah, allerdings war einer von den vieren noch im Wagen eingeklemmt. Jetzt landete der zweite Heli aus Rosenheim und die Krankenwägen kamen auch endlich im Schlepptau noch die Feuerwehr. "Enrico, Defi! Die kleine sackt mir ab!" schrie Karin verzweifelt. Die Notärztin aus Rosenheim Prof. Dr. Thaler kam zu Karin. Die blonde 45jährige Monika Thaler ist Karins Mutter. "Was gibt’s Karin?" "Mama frag bitte Enrico, ich kämpfe gerade um ein Leben." Karin schockte das Mädchen einmal, nichts, sie wiederholte es noch zweimal und hatte dann endlich wieder einen regelmäßigen Sinus. "Enrico verlad mit Thomas die eine Halswirbelfraktur ein, wir nehmen noch das Mädchen mit dann Fliegen wir los." schrie Karin über die Straße. "Mama, fliegt ihr die andere Halswirbelfraktur und den offenen Oberschenkelbruch!" schrie Karin noch ihrer Mutter zu und stieg in den Heli.
Am Krankenhaus angekommen gingen Karin und Enrico noch mit rein, beide kamen mit einer Trage fix und fertig wieder raus. "Thomas ab auf die Basis, ich brauch ne warme Dusche! Ich bin total durchgefroren." bibberte Karin. "Denkst du mir geht’s anders?" fragte Enrico grinsend. An der Basis angekommen meldete Höppler sie erst mal ab, weil ein heftiger Schneesturm es unmöglich machte weiter zu fliegen. Die drei gingen Duschen! Frisch aufgetaut, mehr oder weniger kamen sie wieder in den Aufenthaltsraum und fingen an ihre Berichte zu schreiben. Thomas per Hand, wie immer! Enrico am PC und Karin auf dem Laptop, wie eh und je! Thomas war wie immer als erster fertig und machte seinen Kollegen auf Karins Wunsch einen Tee. "So bitte schön die Dame, und der Herr!" grinste Thomas. "Danke!" sagten beide. "Karin wir lange brauchst du noch?" fragte Thomas. "Ich will dann mal nach hause. Lisa und Laura machen sich bestimmt schon sorgen!" "Muss nur noch Ausdrucken und meine Unterschrift darunter setzen." gähnte Karin. Enrico war auch fertig. Sie verabschiedeten sich von Höppi und fuhren nach Hause.
Es ist der 24. Dezember, heute war heiliger Abend! Die Medi-Crew hat sich auf der Basis versammelt um gemeinsam zu feiern und den Abend zu genießen. Karin saß mit Biggi, Stelle, Oliver, Laura und Lisa auf dem Sofa und tranken gemütlich Tee. Mark, Peter, Enrico, Thomas und Max diskutierten wer wohl das schönste Geschenk bekam. "Na ich kann mir schon vorstellen was Enrico von seiner Biggi bekommt." grinste Peter. "Wage es jar nicht mich zu verarschen." drohte ihm Enrico. "Ihr seid doof." grinste Mark. "Hast du jetzt eigentlich ne Freundin, oder nicht?" fragte Thomas interessiert. "Ich?" fragte Mark. "Nein, der Computer?" sagte Thomas. "Nein, leider noch nicht!" antwortete Max. "Mach dir nichts draus! Du findest auch noch die richtige!" versuchte Peter ihn zu ermutigen. "Ach weil wir gerade beim Thema sind, Max hat doch ne neue!" sagte Enrico. "Ja, na und! Ich bin auch schon etwas älter als ihr!" konterte Max lachend und stellte sich gegenüber von Thomas. "Was ist jetzt eigentlich mit dir Thomas? Läuft da jetzt was zwischen dir und Karin?" Die jungs insbesondere Mark drehte sich ohne weitere Verzögerung zu Thomas um. Dieser druckste herum. "Nein!" sagte er etwas enttäuscht. Mark machte sich seine Gedanken zu diesem Thema. "Jungs wollen wir nicht langsam mit dem Essen anfangen?" fragte Stella. Alle stimmten freudig zu. Es gab allerlei Leckereien, die die Mädels vorbeireitet und gekocht haben. "Mhmm, lecker!" schwärmten alle beim Essen. "Wer von euch hat diese wunderbare Suppe gemacht?" fragte Peter schwärmend. "Das war ich!" grinste Biggi und freute sich richtig, dass es allen schmeckte. Ein paar Gänge später saßen alle voll bis zum Anschlag am Tisch und rieben sich die vollen Bäuche. "So und jetzt kommt noch die Nachspeise!" grinsten Lisa und Laura. Max, Thomas und Marks Augen weiteten sich, heute konnten sie mit dem Essen wirklich nicht aufhören, es schmeckte einfach zu gut. Dementsprechend schlangen sie die Mouse’o Schokola nur so in sich hinein. Jetzt waren wirklich alle voll! "So, und wen von euch hübschen dürfen wir jetzt verklagen, dass wir alle drei Kilo schwerer sind?" fragte Thomas grinsend. Die Mädels grinsten sich an und alle deuteten auf Karin. "Verräter!" grinste sie und nahm sich beherzt noch eine Schüssel ihrer köstlichen Nachspeise. Später saßen sie alle um den Weihnachtsbaum und packten freudig ihre Geschenke aus. Thomas saß ein bisschen abseits und dachte an Vera, grinste aber gleich wieder als seine Mädels auf ihn zukamen und ihn umarmten. Auch Karin saß jetzt etwas abseits und dachte an Michael. Wie es ihm wohl jetzt geht? Ob er auch gerade an sie dachte? Karin liefen ein paar tränen über die Wange. Biggi die es bemerkte ging zu ihr und legte einen Arm trösten auf ihre Schulter. "Ihm geht’s gut!" grinste sie. "Komm wir packen jetzt unsere Geschenke aus!"
Nicht anders verlief ein paar Tage darauf Silvester. Das Feuerwerk war riesig und alle hatten mächtig Spaß daran. Um Punkt zwölf Uhr hatten sich Peter und Stelle und Biggi und Enrico in den Armen und wünschten sich gegenseitig ein frohes neues Jahr. Thomas und Mark standen nebeneinander und wollten sich gerade die Hand geben als Karin sie von hinten umrannte und beiden einen Kuss auf die Backe gab. "Frohes neues Jahr, Jungs!" wünschte sie den beiden. Beide nahmen sie zwischen sich und gaben ihr ebenfalls aber gleichzeitig einen Kuss auf die Backe. Peter und die anderen schauten diesem Spektakel grinsend zu. "Da haben sich zwei Jungs so richtig in unsere Notärztin verschossen!" grinste Biggi. "Ob das gut geht, wenn sich zwei Männer um eine Frau streiten?" sagte Stelle zweifelnd.
Morgen war der erste März und es war immer noch eisig kalt! Der Schnee lag seit Dezember Knie hoch und machte das vorankommen öfters mal schwer. "Biggi, kommst du mal her?" fragte Max, da er Hilfe beim Reparieren brauchte. "Ja klar, ich ziehe mich nur noch um!" grinste Biggi und verschwand zu Karin in die Umkleidekabine. "Morgen Biggi, schon so fröhlich?" fragte Karin. "Ja, Enrico und ich wollen es noch mal in einer Wohnung probieren!" grinste sie wie auf Wolke sieben. "Ach hast du es gut!" seufzte Karin und zog gerade ihren Pullover aus. "Na holla, Karin du hast aber ganz schön zugenommen!" stellte Biggi entsetzt fest. "Na ja, die ganzen Plätzchen, Stollen und guten Essen zu Weihnachten und Neujahr haben sich ganz schön angesetzt." versuchte Karin zu drucksen. Biggi schaute sie schräg an. "Du willst mir doch diese Version jetzt nicht wirklich weiß machen, oder?" fragte sie. "Wieso?" fragte Karin unschuldig. "Ich meine, du bist zwar die Ärztin, aber den kleinen Bauch was du so stolz vor dich herträgst sieht mir nicht nach Speck aus!" grinste Biggi. "Bist wohl a wenig Schwanger hee?" "Ich? Von wem den?" versuchte sich Karin rauszureden. "Von Michael!?" sagte Biggi mehr als Feststellung als, als Frage. "Ja!" sagte Karin und fing an übers ganze Gesicht zu strahlen. "Und warum hast du mir nicht schon früher davon erzählt?" fragte Biggi beleidigt. "Weil ich damit erst mal selber fertig werden musste, immerhin erwarte ich das Kind alleine ohne den Vater!" versuchte sie sich zu rechtfertigen. "Okay, aber jetzt weiß ich’s ja!" freute sich Biggi und umarmte ihre beste Freundin. "Wer weiß es überhaupt?" "Nur du und meine Eltern!" grinste Karin und streichelte ihren kleinen Babybauch. "Lass mal rechnen, wenn Michael jetzt schon seit vier Monaten weg ist, dann bist du ja mindestens im Vierten Monat!" erschrak Biggi. "Um genau zu sein, bin ich in der 22. Woche!" sagte Karin und zog sich schnell ihren Overoul an, da Enrico gerade in die Umkleide kam. "Schämst du dich vor mir, Karin?" fragte Enrico verwundert. "Ich? Nein, mir ist nur kalt!" grinste Karin und verschwand in den Aufenthaltsraum. "Was hat sie den?" fragte Enrico Biggi. "Hast du doch gehört, ihr ist nur kalt!" sagte Biggi knapp, gab ihren Schatz einen Kuss und gesellte sich wieder zu Karin.
"Biggi, könntest du mir jetzt bitte mal helfen?" schrie Max. "Ja, ich komme!" schrie Biggi zurück. "Karin kommst du mit? Ich muss dich noch a weng was fragen." grinste Biggi und Karin folgte ihr in den Hanger. Max und Biggi reparierten was am Heli während Karin den Heli von ihnen checkte. Neben bei fragte Biggi weiter. "Weißt du schon was es wird?" "Biggi!" sagte Karin da Max da war. "Karin, du musst dir keine Sorgen machen, ich weiß schon seit längerer Zeit, dass du Schwanger bist!" grinste Max. "Bist du jetzt zum Hellseher mutiert?" fragte Karin scherzhaft. "Nein, aber deine Art hat sich verändert, du geht’s nicht mehr volles Risiko, du bist ruhiger geworden die Art wie du dich bewegst das hat sich alles verändert." antwortete Max. "Okay, aber bitte sagt es den Jungs nicht, vor allem Thomas und Mark. Sonst habe ich keine ruhige Minute mehr, bis zur Geburt!" grinste Karin, die beiden nickten verständnisvoll. "Also Biggi zu deiner Frage, ja ich weiß es." "Und was wird’s?" stocherte Max weiter. "Ein Mädchen!" grinste Karin richtig froh. "Und was hast schon einen Namen?" fragte Biggi wieder. "Nein, noch keinen bestimmten, aber mir schweben schon einige vor. Aber ihr könnt gerne Vorschläge machen." Die Tür zum Hanger knallte zu und Enrico und Höppler kamen auf die drei zu. "Und Max, wie sieht es aus, bekommen sie die Maschine wieder zum laufen?" fragte Höppler. "Das Baby läuft gleich wieder!" grinste Biggi. Höppler schaute verdutzt. "Wir nennen den Heli, Baby!" versuchte Karin zu erklären. "Ah ja, alles klar. Frau Thaler ich muss sie dann noch mal im Büro sprechen." sagte Höppler und verschwand wieder in sein Büro. "Von innen ist unser Baby wieder auf neusten stand!" grinste Karin quitsch vergnügt. "Karin, hast du schon einen gebechert?" fragte Enrico entsetzt. "Nein, doch nicht ihm bzw. vorm Dienst! Wieso?" fragte Karin ganz nüchtern. "Weil du so fröhlich bist?" sagte Enrico. "Tja, das sind eben die mütterlichen Hormone!" grinste sie wieder und verschwand zu Höppler ins Büro. "Sie wollten mich sprechen?" fragte Karin. "Ja, ihre Mutter hat mich gerade angerufen und gesagt, sie werde in zwei Wochen ihren Dienst übernehmen! Könnten sie mir das vielleicht erklären?" fragte Höppi. "Ähm, ja, also das ist so…" versuchte Karin zu erklären und wurde rot. "Ich bin Schwanger und darf nur noch zwei Wochen fliegen!" rückte sie heraus. "Na herzlichen Glückwunsch! Warum haben sie mir das nur so lange verschwiegen, ich hätte ihnen dann keine Nachschichten mehr aufgebrummt." grinste Höppler freundlich. Karin bedankte sich und ging wieder zu den anderen. "Mir ist gerade was Unheimliches passiert! Höppler war richtig nett zu mir!" sagte Karin leicht verdutzt. "Also, Karin du hättest uns wirklich was von deinem Glück erzählen können!" sagte Enrico vorwurfsvoll. "Okay, jetzt wisst ihr es ja! Aber bitte sagt es auf keinen Fall Thomas oder Mark! Ihr habe auch schon eine ausrede wenn ich in zwei Wochen nicht mehr mitfliege." grinste Karin ganz sachlich. "Und die wäre?" fragte Biggi neugierig. "Ganz einfach, ich arbeite im Krankhaus und mache meinen Dr. in Chirurgie! Ach ja, das mach ich wirklich." sagte Karin stolz.
Und so kam es das drei ein halb Monate später Karin im totalen Lernstress verfallen war. Thomas, Mark und Peter waren auf der Basis und kamen gerade von einem anstrengenden Einsatz zurück. Biggi, Enrico und Monika (Karins Mutter) saßen schon bereit, da in fünf Minuten Schichtwechsel war. "Biggi, willst du noch einen Tee?" fragte Enrico seine Verlobte und gab ihr einen Kuss. "Ja, bitte!" grinste sie zurück. "Karin, willst du nicht mal eine Pause machen?" fragte Monika besorgt. "Ja, gleich! Nur noch das Kapitel, dann bin ich fertig." klärte sie kurz. Peter war mittlerweile eingeweiht, nur Thomas und Mark wussten immer noch nichts von Karins kleinem Geheimnis, das man ihr nur wenn man genau hinsah auffiel. "Ich brauche einen Kaffee!" schrie Thomas schon förmlich als er durch den Hanger lief. "Ich werde mal einen machen!" erklärte sich Enrico bereit, bevor Thomas noch mehr nervte. Mark kam in den Aufenthaltsraum und sah Biggi und Monika reden, Karin lernen und Enrico hörte er nur in der Küche. "Sag mal Karin, willst du gleich einen Professor Titel anhängen?" Karin klappte ihren Ordner zu. "Nein, dafür fühl ich mich noch nicht alt genug, aber nur zu Info, du hast lange dafür Studiert, ich habe es in Eigenleistung gelernt!" grinste sie frech. "Kunststück! Nicht jeder hat Eltern denen eine eigene Klinik gehört!" konterte er geschickt und kniff Karin in die Seite. Mark schaute etwas komisch und goss sich dann einen Kaffee ein. "Peter, wo war dieses eine Geschäft noch mal? fragte Karin. "Du meinst das Ba … Bastelgeschäft?" fragte Peter und hätte sich fast vor Thomas und Mark verplappert. "Ja, genau das! Ich wollte da noch mal kurz vorbeifahren nach dem ich die Mädels von der Schule abgeholt habe." sagte Karin mit einem vorwurfsvollem Blick.
An diesem Abend kam Thomas müde und erschöpft nach Hause. Er musste noch mit Biggi den Heli reparieren und war wirklich fix und fertig. Karin lag auf dem Sofa und schlief. Lisa und Laura hatten beide ihren Kopf auf Karins Bauch gelegt und schliefen ebenfalls ruhig. Thomas wunderte sich über das sich gebende Bild, als auch Mark hinter ihm eintrat, da er auch seit einer Woche mit in der Villa wohnte. "Sollte uns das jetzt zu denken geben?" fragte Mark misstrauisch. "Ich weiß nicht, ist das normal bei Frauen?" stellte Thomas die Gegenfrage. "Wir sollten zumindest mal Lisa und Laura in ihr Bett tragen." sagte Mark führsorglich. "Bist du der Vater der beiden, oder ich? Aber du hast recht!" Die zwei trugen die Mädels in ihr Zimmer und gingen wieder ins Wohnzimmer wo sie sich gemütlich vor den Fernseher setzten. Thomas auf den Zweisitzer und Mark direkt neben Karin. Nach einer knappen Stunde viel Marks Kopf auf Karins Schulter und rutschte dann weiter nach unten auf ihren Bauch. Mark schrak auf, so dass auch Karin aufwachte. "Mark, musst du mich so erschrecken!" schrie Karin. "Du bist Schwanger?!" sagte Mark vorwurfsvoll und auch Thomas schaute jetzt dumm aus der Wäsche. Karin grinste etwas und versuchte in ihr Zimmer zu flüchten, leider wurde sie von Thomas festgehalten. "Jetzt klär uns wenigstens auf!" verlangte Mark. "Haben das eure Eltern nicht gemacht?" fragte Karin verwundert. "Wie…? Ach nein, wer ist der Vater? In welchem Monat bist du?" fragte Thomas. "Ich bin in der 34. Woche! Michael ist der Vater!" sagte Karin und grinste wieder wie ein Honigkuchenpferd. "Und … und warum hast du mir … uns das nicht gesagt?" fragte Thomas entsetzt. "Ganz einfach, ich wollte es genießen Frau zu sein und ein Baby zu bekommen, hättet ihr es schon vorher gewusst wäre es in Stress pur ausgeartet" sagte Karin und nahm sich eine Decke. "Du bist witzig!" stellte Mark fest. "Lernst in deinem Zustand für einen zweiten Arzt Titel und schreibst … Moment… in der 36. Schwangerschaftswoche deine Prüfung! Man du musst echt nerven haben." "Genau das meinte ich!" sagte Karin genervt und verschwand in ihr Zimmer. "Oh oh, Frau mit Hormonüberdosis!" grinste Thomas der das Prozedere schon von Vera kannte. "Meinst du wir sollten Michael irgendwie versuchen zu kontaktieren. Ich meine er sollte schon wissen das er Papa wird, oder?" fragte Mark. "Ja, schon aber wie?" fragte Thomas und überlegte Fieberhaft. "Ich werde morgen mal einen Freund von mir fragen, ob er nicht rausbekommen könnte, wo Michael ist." sagte Mark. "Das wäre super! Hast du mitbekommen dass Karin irgendwann mal schlecht war, oder sonst so die typischen Schwangerschaftsanzeichen?" fragte Thomas verwundert. "Nein, sie ist einfach ne super Schauspielerin." grinste Mark und beide beschlossen Karin noch ein bisschen zu ärgern. So gingen die zwei hoch zu Karin ins Zimmer, sie klopften. "Ich will euch beide jetzt nicht sehen!" kam genervt von Karin die in ihrem Bett lag und ein Buch las. Thomas hinderte diese Aussage nicht die Tür aufzumachen. "Sagte ich nicht, ihr sollt draußen bleiben!" plusterte sich Karin auf. "Hey, hey jetzt reg dich mal nicht so auf!" versuchte Mark sie zu beruhigen, "Wir wollen keine Frühgeburt!"
Zwei Wochen später:
Alle waren auf der Basis und warteten auf Karin, die heute ihre Prüfung geschrieben hatte, als das Telefon auf einmal klingelte. Peter ging ran. "Wer?" fragte Peter ganz aufgebracht. "Nein!" "Wo?" fragte er geschockt. "Okay wir kommen!" sagte Peter paralysiert. "Was ist?" fragte Monika ganz aufgebracht. "Moment, ich muss mich erst mal hinsetzten!" sagte Peter und machte die anderen damit noch nervöser. "Ist was mit Karin?" fragte Biggi vorsichtig. Peter holte tief Luft. "Karin? Ich glaube der geht’s gut!" grinste Peter. "Aber Michael ist gerade in Deutschland gelandet, wir sollen ihn doch bitte am Flughafen München abholen!" "Peter! Du …!" schrieen alle und rannten zum Heli. "Moment mal, alle können wir auf keinen Fall fliegen!" sagte Monika. "Thomas fliegt, Peter und ich kommen mit! Der Rest bleibt hier und stellte schon mal Sekt kalt!" freute sich Monika. "Woher kennen du eigentlich Michael?" fragte Mark. "Na hör mal, er ist der Vater meiner Enkelin!" grinste Monika und gab Mark eine Kopfnuss. "Tschuldigung!" gab Mark kleinlaut bei.
Am Flughafen wartete bereits ein dunkelhaariger Mann mit seinem Sohn. Thomas landete und sprang förmlich aus dem Heli, er rannte auf seinen Freund zu und umarmte ihn. "Wenn du mich noch mal mit dem Weiberhaushalt allein lässt, bring ich dich um!" grinste Thomas. Auch Peter begrüßte seinen besten Freund herzlich. "Wo habt ihr Karin gelassen?" fragte Michael neugierig. "Die schreibt gerade Chirurgen Prüfung!" grinste Monika und nahm ihren zukünftigen Schwiegersohn in den Arm. "Papa, es scheint so als hätten wir hier einiges verpasst!" sagte Dirk. "Schein so!" musste Michael zugeben. "Können wir jetzt endlich los?" drängelte Dirk, der es kaum erwarten konnte dass er Lisa und Laura wieder sah. Wieder in der Luft klingelte Monikas Handy. "Thaler!" meldete sie sich. "Ja, okay bis gleich!" sie legte auf. "Thomas, leg doch mal bitte einen Zahn zu und flieg das Klinikum Rosenheim an." "Warum haben wir einen Notfall?" fragte Michael schon wieder am Arbeiten. "Nein, aber wir müssen Karin abholen, ihn ihrem Zustand habe ich sie heute früh nicht Auto fahren lassen!" grinste Monika. Michael verstand diese Aussage so, als wäre Karin aufgeregt gewesen. Thomas landete auf dem Heliport und eine Quitschvergnügte Karin rannte auf sie zu. Alle stiegen aus, nur Michael und Dirk blieben sitzen. "Ich habe die Prüfung bestanden!" schrie Karin und sprang Monika in die Arme. "Ich habe nichts anderes erwartet!" sagte Peter zu Thomas und beide grinsten sich an. "Mh…" Räusperte sich Thomas, "Karin, wir hätten da noch was für dich!" grinste Peter und drehte sich zum Heli. Karin schaute etwas misstrauisch und als Michael sah ließ sie ihre Handtasche fallen und blieb vor Schock wie angewurzelt stehen. Michael lief auf sie zu. "Karin!" sagte er sanft und schon lagen sich beide in den Armen und küssten sich.
"Was haltet ihr mal von Lufthohlen?" fragte Thomas nach einer weile frech. "Willst du Michael nicht vielleicht was sagen? fragte Monika. Michael schaute Karin erwartungsvoll an, allerdings wusste Karin gerade nicht was ihre Mutter meinte. "Was denn?" fragte Karin verwirrt. Monika holte darauf hin einen Schnuller aus ihrer Hosentaschen, den sie als Glücksbringer bei sich trug. "Oh Schande!" Karin schlug sich die flache Hand auf die Schläfe und drehte sich zu Michael, dieser stand recht verwirrt vor ihr.
"Michael, ich … wir …" "Ja, was?" fragte er. "Wir bekommen ein Baby!" lächelte Karin. "Wir …? Was …? Wir bekommen …" stotterte Michael. "Wir bekommen ein Baby!" versicherte ihm Karin und legte seine Hand auf ihren jetzt schon leicht (aber nur ganz leicht) runden Bauch. "Ich … Karin, ich liebe dich!" sagte Michael und beide versanken wieder in einen innigen Kuss.
Vier Wochen später hatte sich die Situation wieder eingespielt. Monika arbeitet wieder im Krankenhaus, Michael fliegt wieder in der A-Crew. Dirk hat sich wieder in die Schule integriert und Lisa und Laura heckten mit ihm die tollsten Pläne aus. Karin saß in der Basis und las den letzten Bericht von Michael Korrektur. Peter und Thomas schrieben noch ihre Berichte. "Michael, da ist schon wieder ein Fehler!" sagte Karin leicht gestresst. "Und da ist noch einer …" Michael ging zu seiner Frau und legte einen Arm um sie. "Genau reg dich ein bisschen auf, dann kommt unser kleiner Notarzt endlich." grinste er. "Woher willst du eigentlich wissen, dass es ein junge wird?" fragte Karin grinsend. "Weist du was es wird?" fragte Thomas. "Es weiß keiner, außer meiner Mutter!" ("Und mir" dachte sie)sagte Karin, "Aber ich bin ne Frau ich hab das im Gefühl." "Und was glaubt unsere Frau Doktor?" fragte Peter. Die drei Jungs verpassten Karins ansage und widmeten sich wieder ihren Berichten. Karin ging auf Toilette und kam gleich darauf wieder. "Himmel Herrgott, ich dachte nicht, dass das Baby so pünktlich ist." sagte Karin aufgebracht. "Was ist den?" fragte Thomas neugierig. "Ich hab nen Blasensprung!" sagte Karin und schon begannen bei ihr die ersten Wehen einzusetzen.
Nach einer sechs stündigen Geburt brachte Karin eine gesunde kleine Tochter auf die Welt. Sie wurde auf den Namen Rebecca Leatitia getauft.
"Wenn das keine Ärztin wird!" grinste Michael stolz zu seiner Karin. "Sie geht bestimmt nach mir!" grinste Karin frech zurück und war froh wieder mit Michael und ihrer kleinen Familie zusammen zu sein.
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