Piloten: Thomas Wächter

Biggi Schwerin

Gina Aigner

Notärzte: Dr. Michael Lüdwitz

Dr. Karin Thaler

Dr. Gabriele (Gabi) Kollmann

Sanitäter: Peter Berger

Ralf Staller

Enrico Contini

 

Weitere Personen:

Gonzo (Rettungshund von Ralf)

Margarete Lüdwitz (Ex- Frau von Michael)

Dirk Lüdwitz (Margaretes und Michaels Sohn)

Lisa, Laura und Max (Thomas Töchter und sein Enkel)

Ralf Junior Kollmann (Gabis und Ralfs Sohn)

Alexa Aigner (Tochter von Gina und Enrico)

Phillip Kauz (Ex- Mann von Gabi)

Dr. Alexander (Karins behandelnder Arzt und freund der Medicopter Crew)

Dr. Bender (Ralfs behandelnder Arzt)

Kommissar Bender

Kommissar Heinze

Ein Jahr wie kein anderes

Von Mareike

 

 

Information für den Leser:

In dieser Story geht es um eine Rettungsbasis. Die Basis von Medicopter 117. Auf dieser Basis arbeiten zwei Teams im Wechsel. In jedem Team ist ein Pilot, ein Notarzt und ein Sanitäter. Die Basis liegt in der nähe von Traunstein in Österreich. Zu ihren Einsätzen fliegen die Teams mit einem Helikopter des Models BK 117. Auf der Basis gibt es noch den Mechaniker Max und den Stützpunktleiter Ebelsieder. Max ist die gute Seele der Basis. Alle weiteren Personen sind oben aufgelistet

 

 

 

 

Karin lag eng an Michael gekuschelt in ihrem Bett und träumte von den letzten Stunden. Sie liebte Michael über alles doch er war verheiratet. ``Heute sag ich es ihr versprochen´´ flüsterte Michael ihr ins Ohr. Karin drehte sich um. ``Das glaube ich erst wenn es soweit ist.´´ Antwortete sie. Michael konnte sie verstehen. Schon so oft hatte er ihr versprochen sich von Margarete zu trennen. Doch immer wieder war etwas dazwischen gekommen. Nach einer halben stunde in der sie viel gekuschelt hatten musste Karin zum Dienst, sie hatte Nachtschicht und die begann um 20.00 Uhr. Sie gab Michael noch einen Kuss und fuhr dann zum Dienst. Michael fuhr nach Hause. Mit den Worten ``Wo warst du?´´ Begrüßte ihn seine Frau Margarete. ``Bei Karin´´ antwortete Michael. ``Und was hast du da gemacht?´´ Wollte Margarete wissen. ``Das kannst du dir doch denken, oder?´´ Margarete antwortete nicht, sondern arbeitete weiter in der Küche. Michael ging nach oben um sich umzuziehen. Er stand mit dem Rücken zur Tür und merkte nicht das Margarete herein kam. Sie umarmte ihn von hinten. Michael stutzte. Was sollte das werden? Margarete fing an ihn zu Küssen, ihre Hände glitten zu seiner Hose. Michael wurde es zu bunt, er stieß Margarete weg, sie fiel aufs Bett und sah ihn gespielt fragend an. ``Was ist den mein Schatz?´´ Fragte sie ihn unschuldig. ``Was los ist fragst du mich? Erstens liebe ich Karin und nicht dich, zweitens nervst du mich und drittens streiten wir nur noch und deswegen packe ich jetzt meine Sachen und ziehe zu Karin.´´ Michael holte tief Luft und zog seinen Koffer vom Schrank. Margarete sah ihn an und verließ dann ohne ein Wort das Schlafzimmer. Michael sah ihr verwundert hinterher. Er hatte eigentlich mit einem Tobsuchtsanfall gerechnet. Aber ihm war das jetzt auch schon egal. Er packte seine Koffer fertig und fuhr dann zur Basis. Margarete hatte er nicht mehr gesehen. Zehn Minuten später fuhr er auf den Basishof. Karin kam ihm entgegen. ``Hallo Michael, was machst du denn hier?´´ Fragte sie ihn. ``Ich habe dich vermisst.´´ Antwortete Michael ihr grinsend. ``Und Margarete?´´ ``Keine Ahnung, bin ausgezogen.´´ ``Ach nee und was hat sie diesmal erfunden um dich zurück zuhalten?´´ ``Nichts. Sie hat versucht mich zu verführen. Ich habe sie zurückgestoßen und ihr gesagt das ich dich liebe und das ich zu dir ziehe. Daraufhin ist sie verschwunden und ich habe sie nicht mehr gesehen.´´ ``Wie? Und keine Schwangerschaft, keine Selbstmord Drohungen und kein verweigertes besuchsrecht für Dirk?´´ Hackte Karin nach. Michael schüttelte den Kopf. Karin begann zu strahlen. Michael legte seine Hände um ihre hüfte und hob sie hoch. Zusammen drehten sie sich im Kreis. Schließlich hielt Michael wieder an und sie fingen an sich zu küssen. Biggi und Ralf standen am Fenster. Sie gönnten den beiden ihr Glück. Ein paar Minuten später saßen Karin und Michael auf dem Sofa und küssten sich. Biggi saß am Schreibtisch und schrieb berichte und Ralf saß am Tisch und kraulte Gonzo. Eine halbe stunde vor schichtende kamen Peter und Thomas ziemlich zeitgleich auf die Basis. Als sie den Aufenthaltsraum betraten mussten sie lachen. Auf dem Sofa lag Michael. Halb auf ihm und eng an ihn gekuschelt lag Karin. Biggi hatte die Füße auf den Schreibtisch gelegt und Ralf lag halb unter dem Tisch. Alle vier schliefen. Thomas und Peter beschlossen den Tisch draußen vor dem Hangar zu decken. Es war jetzt schon um 7.30 Uhr schön warm. Als sie fertig waren ging Peter sich umziehen und Thomas ging zu Biggi. Er liebte sie doch er war sich nicht sicher ob Biggi nur Freundschaft für ihn empfand. Frech Küsste er sie auf den Mund. Es war nur ein leichter Kuss doch Biggi sprang erschrocken auf. Sie hatte keinen Freund deswegen wunderte sie sich über den Kuss. Sie drehte sich um und sah in die Eisblauen Augen in die sie sich vor 1 ½ Jahren verliebt hatte. Thomas grinste sie frech an. ``Guten Morgen!´´ Biggi musterte ihn, bevor sie ihm antwortete. Sollte er ihre Gefühle vielleicht doch erwidern? Doch sie redete sich das selber wieder aus. Durch den Radau waren auch die anderen wach geworden. Zusammen gingen sie nach draußen um zu Frühstücken. Ralf wollte gerade in sein Nutella Brötchen beißen als der Alarm ihn daran hinderte. ``Medicopter 117 Explosion einer Fabrikhalle es werden beide Teams benötigt!´´ ``Medicopter 117 verstanden wir übernehmen!´´ Antwortete Karin der Leitstelle. Biggi saß bereits im Heli und wartete. Kaum hatte Peter die Tür geschlossen da hob Biggi auch schon ab. Sie flog so rasant wie immer und kurz darauf erreichten sie den Unfallort. ``Wie fliegst du denn?´´ Fragte Thomas. ``Na viel besser fliegst du auch nicht´´ motzte Biggi zurück. Alle fingen an zu lachen. ``Was sich liebt das neckt sich´´ stichelte Karin. Nun mussten die anderen noch mehr lachen und nachdem sie sich angesehen hatten mussten auch Thomas und Biggi grinsen. Als sie jedoch unter sich das Feld der Verwüstung sahen verging ihnen das lachen. ``Ach du meine Güte!´´ Stieß Karin aus. Die Halle stand immer noch in Flammen. Die Kufen hatten den Boden noch nicht richtig berührt da sprangen Karin, Michael, Ralf und Peter auch schon raus. Thomas lief zu dem angeforderten Zweit Heli und Biggi fuhr die Turbinen runter. Dann lief sie mit der Trage zu Michael der neben einer Schwerverletzten Frau saß die sofort in die Klinik musste. Nach ein paar Minuten hatte sich Karin einen Überblick verschafft und kurz darauf hatte sie die Situation unter Kontrolle. Nach einer halben stunde waren die meisten verletzten entweder mit dem Heli oder mit dem RTW in die Kliniken gebracht worden. Biggi und Thomas waren gerade mit den letzten beiden Patienten los geflogen. Karin war die einzige der Medicopter Crew am Unfallort. Ralf war mit Biggi und einem anderen Notarzt und dem Ersatz Heli unterwegs und Thomas war mit Peter und Michael in ihrer Maschine unterwegs. Karins letzter Patient konnte mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden und ein Notarzt aus dem Krankenhaus hatte übernommen. ``Dr. Thaler, schnell´´ rief jemand. Karin horchte auf, nahm ihren Rucksack und lief los. Das Feuer war mittlerweile gelöscht und die Feuerwehrleute räumten zusammen. Karin lief in die Halle. ``Hallo wo sind sie? Ist jemand verletzt?´´ rief sie doch sie bekam keine antwort. Als nach mehrmaligem rufen immer noch keiner antwortete wollte sie wieder gehen. Plötzlich hörte sie hinter sich ein Geräusch. Gleitzeitig hörte sie das Brummen des Helis. ``Wer sind sie?´´ rief sie ins dunkle der Halle. ``Du kennst mich!´´ antwortete eine stimme aus dem dunkel. ``Margarete? Was machst du hier?´´ wollte Karin wissen. ``Bist du verletzt?´´ ``Oh ja aber da bringt dir dein Dr. nichts. Du hast mir das Herz gebrochen. Du hast mein Leben zerstört!´´ Karin konnte Margarete immer noch nicht sehen. Draußen suchten Ralf und Biggi nach ihrer Kollegin. ``Haben sie unsere Kollegin gesehen. Sie hat blonde etwa so lange haare und so einen Roten Overall?´´ fragte Biggi einen der Feuerwehrmänner. ``Ja die ist vor ein paar Minuten da in die halle gerannt. Irgendjemand hat sie gerufen.´´ Biggi dankte und lief mit Ralf zum Hallen Tor. Margarete war inzwischen aus der Dunkelheit hinter Karin getreten. Sie forderte Karin auf sich umzudrehen. Als diese sich umdrehte sah sie in den Lauf einer Pistole und in die hasserfüllten Augen von Margarete. ``Glaubst du wirklich Michael kommt zu dir zurück wenn du mich Tötest?´´ fragte Karin Fassungslos. ``Er hat mich wegen dir verlassen, wegen dir ist unsere Ehe kaputtgegangen. Wenn es dich nicht mehr gibt wird alles wie früher. Ich werde ihm verzeihen das er mich betrogen hat und dann sind wir wieder eine glückliche Familie.´´ ``ihr ward schon lange keine glückliche Familie mehr. Wenn Michael dich geliebt hätte, hätte ich keinen platz in seinem herzen gehabt.´´ Biggi und Ralf standen im hallen Eingang und beobachteten was da vor sich ging. Karin ging auf Margarete zu. Sie war sich sicher das sie nicht schießen würde doch da hatte sie sich getäuscht. Plötzlich hallte ein Schuss durch die Halle und Karin fiel zu Boden. Biggi schrie auf und wollte zu ihrer Freundin laufen. Ralf versuchte sie fest zu halten doch es war zu spät. Ein Streifschuss traf sie am arm. Ralf zog sie aus der Schusslinie hinter einen Stapel mit Paletten. Ralfs Funkgerät piepste. ``Ralf für Medicopter bitte kommen´´ ``Ralf hört´´ ``Was ist denn los? Wieso bist du so außer Atem?´´ fragte Thomas. ``Margarete ist hier aufgetaucht. Sie hat Karin irgendwo am bauch getroffen und Biggi hat einen Streifschuss abbekommen. Ich glaube es währe gut wenn Michael herkommen würde.´´ ``Medicopter für Ralf, verstanden wir sind gleich da! Over and Out´´ Thomas drehte zur Seite und flog zurück. ``Margarete´´ rief Ralf. ``Was ist?´´ ``Michael wird gleich da sein´´ sagte Ralf. Er hoffte das Margarete nicht noch mal auf Karin schoss. Denn diese lag hilflos mitten in der Halle. Kurz darauf landete der Heli mit den Jungs. Michael kam in die Halle. Als Margarete ihn sah lies sie die Pistole sinken. Michael gab Thomas unauffällig ein Zeichen neben ihm zu laufen. Er ging vorsichtig auf Margarete zu. Sie kam auf ihn zu doch kurz vor ihr drehte Michael sich zur Seite und lief zu Karin. Margarete hob sofort wieder die Pistole doch Thomas schlug sie ihr aus der hand. Nachdem die Polizei Margarete übernommen hatte lief Thomas zu Biggi. Michael versorgte Karin so gut es unter diesen umständen möglich war. ``Thomas schnell Karin muss sofort in die Klinik.´´ rief Michael. Thomas hatte sich vergewissert das es Biggi einiger maßen gut ging und holte jetzt die trage. Ralf versorgte Biggis Streifschuss. Zusammen flogen sie in die Klinik nach Rosenheim. ``Schnell Thomas´´ drängte Michael. ``Ich fliege schon so schnell ich kann. Noch schneller geht nicht den dann stürzen wir alle ab. Wir sind aber in drei... nein zwei Minuten da´´ antwortete Thomas. Nach der Landung wurde Karin sofort in den OP gebracht. Ein weiterer Arzt sah sich Biggi Streifschuss an. Sie hatte noch mal glück gehabt. Sie bekam ein Klammerpflaster und einen verbannt und der Arzt betonte das sie sich schonen sollte. Nun begann das warten. Nach vier stunden kam Dr. Alexander, ein guter Freund der Crews, aus dem OP. ``Hallo Michael, Karin geht es den umständen entsprechend gut. Es gab zwar ein paar Komplikationen doch ihr und dem Baby geht es prima.´´ Michael sah ihn verwundert an. ``Wir bekommen ein Baby?´´ ``Ach du wusstest das noch gar nicht? Das tut mir leid dann habe ich dir Überraschung verdorben.´´ ``Macht nichts Hauptsache den beiden geht es gut. Kann ich zu ihr?´´ ``Ja natürlich komm mit´´ Michael nickte den anderen zu und folgte dem Arzt. Karin lag in ihrem Bett und sah sehr blas aus. Um sie herum piepsten und leuchteten eine menge Geräte. Michael musterte sie und trat dann neben ihr Bett. Er strich ihr vorsichtig übers Gesicht und nahm ihre hand. Kurz darauf schlug sie die Augen auf. ``Hallo mein schatz! Wie geht es dir?´´ wollte Michael sofort wissen. ``Mein bauch tut weh. Was ist den passiert?´´ fragte Karin. ``Die schmerzen kommen von der OP- Narbe das ist normal. Margarete hat dich angeschossen. Biggi hat einen Streifschuss am arm.´´ antwortete Michael. Karin nickte beruhigt und ließ sich zurück sinken. Doch plötzlich schreckte sie wieder hoch. ``Was ist mit unserem Baby?´´ fragte sie entsetzt. Michael beruhigte sie. ``Dem Baby geht es gut!´´ ``Oh man bin ich froh. Tut mir leid das du es so erfahren musstest. Ich wollte es dir heute Abend bei einem netten Abendessen sagen. Es tut mir wirklich leid. Bitte sei mir nicht böse´´ bat Karin. ``Du weißt das ich dir nicht böse sein kann.´´ erwiderte Michael lächelnd.. ``Du musst jetzt aber schlafen damit du bald wieder nach Hause kannst.´´ sagte Michael gespielt streng. ``Jawohl Herr Doktor.´´ antwortete Karin lachend. Die beiden küssten sich noch einmal zärtlich und dann verließ Michael das Zimmer. Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen da war Karin auch schon eingeschlafen. Michael fuhr nach hause da sich einer um Dirk kümmern musste. Peter und Ralf, die in einer sani- WG wohnten fuhren ebenfalls nach Hause. Biggi durfte auch schon nach Hause da Michael dem Arzt versprach nach ihr zu sehen. Aufpassen wollte Thomas auf sie. Zusammen flogen die beiden Piloten zur Basis. Ebelsieder hatte sie sperren lassen da er erstmal Ersatz besorgen musste. Sie waren froh das Max den Frühstückstisch bereits abgeräumt hatte so mussten sie nur noch alles abschließen. Biggi saß bereits auf ihrem Motorrad und sie wollte sich gerade den Helm überziehen als Thomas sie aufhielt. ``Moment mal Madame, du willst doch jetzt nicht wirklich mit dem Motorrad nach Hause fahren?´´ es sah sie gespielt entsetzt an. Biggi sah ``ihren´´ Thomas wie er so streng vor ihr stand. Plötzlich musste sie lachen. ``Was ist daran bitteschön lustig?´´ fragte Thomas beleidigt. ``Nichts ich finde es nur Süß wie du dir sorgen um mich machst´´ ``Ich weiß zwar nicht was daran süß ist aber ich fahre dich jetzt nach Hause.´´ ``Aber....´´ ``Und ich dulde keine Widerrede. Ich habe Michael versprochen auf dich aufzupassen. Einsteigen´´ er hielt ihr die Tür seines Wagens auf und Biggi stieg ein. Vor Biggis Wohnung bremste er scharf. ``Meine Güte du fährst ja noch schlimmer als du fliegst!´´ stöhnte Biggi. Thomas grinste sie an. Was soll mir das jetzt genau sagen?´´ ``Nichts. Kommst du noch mit hoch? Ich mache uns Spagetti mit Tomatensauce.´´ ``Du bist gemein. Du weißt genau das ich da nicht wieder stehen kann.´´ maulte Thomas. Zusammen gingen sie nach oben in Biggis Wohnung. Beim Kochen musste Thomas dann doch helfen den mit der schlinge konnte sie den arm nur beschränkt bewegen. ``Wie wolltest du den damit Motorrad fahren?´´ fragte Thomas nachdem er sie einen weile beobachtete hatte. ``Ich hätte sie abgenommen.´´ antwortete Biggi trocken. Thomas musste lachen. Es ergaben sich immer wieder Situationen in denen sie überlegten ob der andere die eigenen Gefühle vielleicht doch erwiderte. Nach dem essen saßen sie beide mit vollen Bäuchen am Tisch. ``Ich habe definitiv zufiel gegessen. Aber du weiß ja bei Spagetti mit Tomatensauce und wenn die dann auch noch von dir sind bin ich nicht mehr zu Stoppen.´´ sagte Thomas. Biggi lächelte ihn verliebt an. ``Gehen wir noch etwas spazieren?´´ ``Na klar´´ Thomas fand die Idee gut und nachdem sie den Tisch abgeräumt hatten zogen sie sich an. Sie gingen zu dem Park der nur ein paar Straßen von Biggis Wohnung entfernt lag. Sie liefen dich nebeneinander. Biggi sah Thomas von der Seite an. Sie überlegte wie er wohl reagieren würde wenn sie seine hand nahm. Nach kurzem zögern nahm sie seine hand. Thomas blieb stehen und sah ihr tief in die Augen. ``Ich muss dir jetzt endlich etwas sagen. Wenn du nicht meiner Meinung bist vergessen wir das Gespräch. Ok?´´ fragte er etwas zögernd. Biggi sah ihn gespannt an und nickte. ``Als du vor 5 ½ Jahren zur Eröffnung der Basis gekommen bist habe ich mich in dich verliebt. Ich habe mich genau in dem Augenblick zu dir umgedreht als du deinen Helm abgenommen hast. Die sonne hat in deinen Haaren geleuchtet und deine Augen haben unternehmungslustig geblitzt. Michael hat mir fast die Freundschaft gekündigt weil ich nur noch von dir geredet habe und mich aber nicht getraut habe dir das zu sagen.´´ Thomas hatte ihre andere hand auch noch genommen und Biggi konnte fühlen wie er zitterte. Gespannt sah er sie an. ``Du bist süß! Ich liebe dich!´´ war das einzige was sie sagen konnte. Eine kleine träne lief ihr über die Wange während sich ihre Lippen langsam näher kamen. Als sie Thomas Lippen auf ihren eigenen spürte durchlief sie ein warmer Schauer. Sie küssten sich immer wieder leidenschaftlich und doch unendlich zärtlich. Hinter den beiden Piloten spiegelte sich der Mond im nahe gelegenen See und über ihnen funkelten die Sterne. Nach einer weile gingen sie zurück zu Biggis Wohnung. Im Kamin prasselte das Feuer. Sie legten sich eng aneinander auf den Teppich vor dem Kamin. Thomas streichelte sie unter ihrem Pullover über den rücken. Biggi sah zu ihm hoch, lächelte ihn an und begann ihn zu küssen. ``Ich liebe dich´´ flüsterte er Biggi ins Ohr während er ihr den Pullover auszog. Biggi streifte die schlinge ab und ließ sich von Thomas verwöhnen. Er küsste sie am Hals, auf die Brust und auf den Bauch. Biggi genoss es von ihm berührt zu werden. Nach einer ganzen weile in der sich küssten und auszogen schliefen sie miteinander. Biggi war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Später lagen sie unter einer decke vor dem Kamin und sahen sich an. ``Ich liebe dich´´ flüsterte Biggi und strich ihm mit der hand übers Gesicht. Thomas lächelte sie an und gab ihr einen Kuss auf die nasenspitze. ``Ich liebe dich auch´´ nach einer weiteren halben stunde kuscheln schliefen sie ein. Als die Sonne aufging wachte Biggi auf. Ihr oberarm schmerzte. Als sie auf die wunde sah erschrak sie. Der verbann war rot und auch auf der decke war bereits etwas blut. Sie sah neben sich doch Thomas war nicht mehr da. Doch bevor sie weiter darüber nachdenken konnte kam Thomas schon herein. ``guten morgen du bist ja schon wach.´´ begrüßte Thomas sie. Er kniete sich neben sie und gab ihr einen zärtlichen Kuss. ``Morgen, kuck mal mein arm!´´ Biggi erwiderte seinen Kuss und zeigte ihm dann den arm. ``Oh je, das gibt ärger mit Michael. Ich glaube wir waren letzte Nacht etwas zu leidenschaftlich´´ Thomas grinste sie an. ``Ich fand es wunder bar und um den blöden arm machen wir einfach einen neuen verbannt´´ Biggi grinste ebenfalls. Sie zogen sich an und Thomas fuhr sie ins Krankenhaus. Die wunde blutete Mitlehrweile stärker. Dr. Alexander musste lächeln als er sie sah. ``Hast du nicht gesagt du passt auf sie auf?´´ fragte er Thomas. ``Ich habe doch auf sie aufgepasst. Ich bin die ganze Nacht nicht von ihrer Seite gewichen´´ lachte Thomas. ``Bitte keine Details´´ bat Dr. Alexander. Biggi und Thomas sahen sich an und zuckten mit den schultern. ``Na dann komm mal mit. Diesmal muss ich nähen´´ Dr. Alexander ging vor und Thomas und Biggi folgten ihm. ``Und die nächsten Tage und Nächte bitte etwas weniger leidenschaftlich auf sie aufpassen´´ bat er Thomas nach dem er die wunde versorgte hatte. Nachdem sie fertig waren beschlossen sie Karin zu besuchen. Vor Karins Zimmer küssten sie sich noch einmal und klopften dann an. Nach Karins ``Herein´´ betraten sie das Zimmer. Michael saß bereits neben ihrem Bett. ``Ach nee, was haben wir den da? Habt ihrs also doch noch geschafft?´´ fragte Karin. ``Was? Wieso? Was ist den los?´´ fragte Biggi. Karin sah Michael fiel sagend an und fing dann an zu lachen. ``Thomas hält doch nicht deine Hand damit du nicht umfällst oder?´´ Thomas und Biggi sahen sich an und dann ihre Hände. Nun mussten sie auch lachen. Thomas setzte sich auf das leere Bett in Karins Zimmer und Biggi setzte sich auf seinen schoss. Sie unterhielten sich eine weile und gegen 9.00 Uhr half Michael seiner Karin in den Rollstuhl. Michael hatte mit Dr. Alexander ausgemacht das Karin eine stunde mit ihnen in die Cafeteria durfte. Unten angekommen frühstückten sie gemeinsam. Sie hatten jede menge spaß. Um 10.00 Uhr musste Karin allerdings wieder auf ihrem Zimmer sein. Sie kamen fünf Minuten zu spät und wurden bereits vom Stationsdrachen (Oberschwester) erwartet. Doch die beiden Piloten und die beiden Notärzte ignorierten sie einfach. Karin war jetzt schon eine Woche in der Klinik. Ihr und dem Baby ging es gut und es traten keine weiteren Komplikationen auf. Biggi und Thomas genossen die zeit die sie zusammen verbringen konnten. Biggi schonte sich natürlich nicht, trotzdem verheilte ihre Verletzung gut. Fliegen durfte sie aber immer noch nicht. Da es zur zeit sehr schwer war Ersatz für Karin und Biggi zu bekommen hatte Ebelsieder die Basis für eine Woche geschlossen. Am Montag mussten Thomas und Michael wieder zum dienst. Heute sollten auch die Vertretungen kommen. Karins Vertretung würde gleich bleiben da Karin direkt in Mutterschutz ging. Durch die Verletzung bestand ein höheres Risiko. Im laufe der Jahre war die Medicopter Crew neuen gegenüber sehr misstrauisch geworden. Sie waren trotzdem sehr gespannt auf ihre neuen Kollegen. Alle außer Karin saßen im Aufenthaltsraum. Michael, Peter und Ralf spielten Karten und Biggi und Thomas genossen die ruhe. Biggi saß auf Thomas schoss. Der wiederum saß auf dem Sofa. Die beiden küssten sich die ganze zeit. ``Wie währe es mal mit Luft holen´´ witzelte Peter. Thomas hörte kurz auf Biggi zu küssen. Er streckte Peter die Zunge raus und wandte sich dann wieder Biggi zu. Ralf verlor eine runde nach der anderen und bald hatte er keine Lust mehr. ``Ich gehe Flippern, verliere eh die ganze zeit.´´ murrte er bevor er mit hängendem kopf in Richtung Hangar verschwand. Im Flur stieß er mit einer blonden Frau zusammen. ``Oh Entschuldigung´´ murmelte er ohne aufzusehen und verschwand im Hangar. Gabi stand etwas verdutzt im Flur. Sie schüttelte den kopf und ging weiter in den Aufenthaltsraum. Sie blieb in der Tür stehen und beobachtete die anderen eine weile. ``Hallo ich bin Gabriele Kollmann, die neue Notärztin´´ machte sie sich irgendwann bemerkbar. Michael der mit dem rücken zur Tür gesessen hatte drehte sich um und stand auf. Peter schaute von seinen karten auf und Biggi und Thomas machten eine Pause. ``Hi ich bin Michael, der Notarzt in der A- Crew. Das ist Peter mein Sani und Thomas unser Pilot. Biggi ist normalerweise die Pilotin in eurem Team aber wir kriegen sie von ihrer Wolke 7 nicht mehr runter.´´ Michael holte Luft und Biggi streckte ihm die Zunge raus. Michael lachte und fuhr fort. ``Nein, sie hat eine Verletzung und darf noch nicht wieder Fliegen. Ihre Vertretung kommt morgen früh. Ach ja und noch was wir duzen uns hier alle.´´ Gabi nickte ``Ist gut mir ist es am liebsten wenn ihr mich Gabi nennt.´´ ``Die anderen nickten. ``Es fehlt doch noch einer. Ich nehme mal an wir haben auch einen Sani´´ fügte sie noch hinzu. Michael nickte. ``Ralf, ihm dürftest du gerade noch begegnet sein.´´ ``Er hat mich fast über den Haufen gerannt. Der heißt nicht zufällig Ralf Staller?´´ Die anderen sahen sie verwundert an. ``Doch! Kennst du ihn?´´ fragte Peter. Er hatte Gabi einen Kaffee gebracht und sie hatte sich zu den Jungs an den Tisch gesetzt. ``Nein, Nein´´ stritt sie schnell ab. ``Wenn vertrete ich eigentlich?´´ fragte sie um vom Thema abzulenken. ``Du vertrittst Karin Thaler. Sie ist meine Freundin und liegt zur zeit im Krankenhaus´´ ``Na das kann ja heiter werden´´ lachte Gabi. ``Wieso das denn?´´ fragte Peter verdutzt. ``Eure Piloten werden angeschossen, Notärzte liegen im Krankenhaus und die Sanitäter rennen Leute über den Haufen´´ jetzt mussten auch die anderen lachen. ``Aber warum bleibe ich solange? Was hat Karin?´´ ``Bei einem Einsatz hat meine Ex- Frau auf sie geschossen. Als Biggi ihr helfen wollte wurde sie auch getroffen. Außerdem ist sie Schwanger. Durch die Verletzung besteht ein höheres Risiko einer Fehlgeburt deswegen geht sie gleich in Mutterschutz.´´ erklärte Michael. Die Sache mit Margarete musste er noch mal genauer erklären. Die schicht der A- Crew verlief ungewöhnlich ruhig, was allen recht war. Nach einer halben stunde fing Biggi an ihrer neuen Kollegin die Basis und den Heli zu zeigen. Gabi war beeindruckt. Da Biggis Vertretung erst am nächsten Tag kommen würde war für heute Schluss. Michael fuhr zu Karin ins Krankenhaus. Peter hatte sich endlich wieder mit seiner Frau Stella versöhnt und freute sich jetzt auf sie und ihren gemeinsamen Sohn Oliver. Thomas und Biggi wollten so schnell wie möglich nach Hause. Gabi ging runter zum Fluss. Sie hatte gesehen wie Ralf hier runter gegangen war. Als sie hinter ihm Stand flüsterte sie ``Hallo Ralf!´´ Ralf drehte sich um und sah sie von unten an. Langsam stand er auf. ``Gabi, bist du das wirklich?´´ fragte er fassungslos. Gabi nickte und kurz darauf fielen sie sich in die Arme. ``Weißt du eigentlich wie sehr ich dich vermisst habe?´´ fragte Ralf leise. Gabi nickte wieder ``Ja das weiß ich mir ging es ja genauso´´ Nach einer weile ließ Ralf sie wieder Los und sah sie ernst an. ``Warum hast du mir nicht gesagt das ich für dich nur ein Abendteuer vor der Ehe war?´´ fragte er traurig. ``Wieso ich? In deinem Brief hast du gesagt....´´ ``In was für einem Brief? Ich habe dir keinen Brief geschrieben.´´ unterbrach er sie. ``Ach der war gar nicht von dir?´´ Ralf schüttelte den Kopf. ``Jetzt wird mir einiges klar´´ stöhnte Gabi auf. ``Was denn?´´ wollte Ralf wissen. Sie setzten sich nebeneinander ans Ufer und Gabi fing an zu erzählen. ``Nach unserem letzten Treffen lag ich abends auf meinem Bett und habe von uns geträumt. Nach einiger zeit kam meine Mutter rein und gab mir einen Brief. Sie sagte der währe bei der Post gewesen. Der Brief war mit Computer geschrieben. In dem Brief stand du hättest dich in eine andere verliebt und du würdest deswegen von da weg ziehen. Und es würde dir sehr leid tun´´ ``Ich habe auch so einen Brief bekommen. In dem sagtest du mir das du bald heiraten würdest und das es dir leid tät. Ich konnte das nicht ertragen und bin deswegen direkt zu meinen Eltern gefahren. Dann habe ich hier den Job bekommen.´´ ``Nach dem ich dich nicht mehr erreichen konnte ging es mir total schlecht. Meine Mutter hat immer wieder versucht mich mit reichen Typen zu verkuppeln. Ich habe mich immer dagegen gewehrt aber irgendwann konnte ich nicht mehr. Philip war besonderes hartnäckig. Irgendwann hat er mir den Dritten Heiratsantrag gemacht und ich habe einfach ja gesagt´´ Gabi hielt die Hände vors Gesicht. Ralf konnte trotzdem eine träne sehen. Vorsichtig legte er einen Arm um ihre Schulter. Gabi nahm die Hände weg und lächelte ihn zaghaft an. ``Ich habe Philip nie geliebt. Dauernd musste ich an dich denken. Ich glaube ich war die unglücklichste braut die es jemals gab. Mir ging es so schlecht aber keiner hat es was bemerkt. Die hochzeit war Riesen groß. Du kennst ja meine Mutter. Ich habe mich total fehl am Platz gefühlt und ich war froh als endlich alles vorbei war. 7 Monate später habe ich dann einen Sohn bekommen. Da ging es mir endlich besser. Ich habe ihn Ralf genannt. Meine Mutter und Philip waren davon überhaupt nicht begeistert. Vor zwei Wochen habe ich es bei meiner Mutter und Philip nicht mehr ausgehalten. Ich habe meine Sachen gepackt und bin mit Junior abgehauen.´´ ``Warum?´´ ``Philip war dagegen das ich als Notärztin arbeite und er hatte ständig Affären. Er hat mich wie Dreck behandelt und ab und zu ist ihm auch mal die hand ausgerutscht. Dauernd hat er rumgemotzt weil junior geschrieen hat. Meine Mutter hat sich dauernd über all eingemischt. Ich habe die Scheidung eingereicht. Am Mittwoch ist der Gerichts Termin. Philip will unbedingt das Sorgerecht für Junior aber das wird er nicht bekommen.´´ ``Warum bist du dir da so sicher?´´ fragte Ralf. ``Ich weiß es eben´´ antwortete Gabi. Ralf strich ihr zärtlich die Haare aus dem Gesicht. Gabi schloss die Augen und genoss seine Berührung. ``Ich bin so froh dich wieder getroffen zu haben und das dass alles nur eine Intrige deiner Mutter war. Gabi ich liebe dich.´´ Gabi öffnete die Augen und sah ihn an. ``Ich liebe dich auch. Würdest du mich noch nehmen?´´ fragte sie zaghaft. Ralf nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und küsste sie leidenschaftlich. ``würdest du mitkommen zu dem Gerichtstermin?´´ Ralf nickte und Gabi atmete erleichtert auf. ``Wie alt ist junior eigentlich?´´ ``Junior ist Zwei Jahre als´´ antwortete Gabi und stand auf. Ralf sprang auf und lief ihr nach. Am Mittwoch Nachmittag hatten sie zum Glück keinen dienst. Sie fuhren zusammen zum Gericht. Vor dem Gerichtssaal trafen sie auf Philip. Er lachte Gabi gehässig an. ``Na du schlampe, hast du schon nen neuen?´´ Gabis Anwalt hatte das gehört und schrieb es sich gleich auf. Ralf setzte sich in den Zuschauer bereich so nah zu Gabi wie es möglich war. Die Richterin betrat den Saal und nachdem sich alle wieder gesetzt hatten eröffnete sie die Verhandlung. ``Es geht heute um die Eilscheidung der Eheleute Gabi Kollmann/Kauz und Philip Kauz. Später geht es um das sorgerecht des gemeinsamen Sohnes.´´ Nachdem sowohl Gabi als auch Philip ihre aussage gemacht hatten wurden noch ein Paar zeugen befragt. Außerdem hatte die Richterin ein Ärztliches Schreiben über Gabis Verletzungen. Nach kurzer zeit hatte die Richterin festgestellt das es besser für alle beteiligten war die beiden zu scheiden. So war Gabi ca. eine Stunde später von Philip geschieden. Als es um das Sorgerecht ging bat Gabi darum etwas sagen zu dürfen. Die Richterin nickte ihr zu zum Zeichen das sie sprechen durfte. ``Er´´ dabei zeigte Gabi auf Philip ``Kann das Sorgerecht nicht bekommen´´ ``Erklären sie das bitte genauer´´ bat die Richterin. Gabi nickte. ``Er kann nur das Sorgerecht bekommen wenn Junior sein Sohn ist nicht war?´´ die Richterin nickte abermals. ``Dem ist aber nicht so. Junior wurde zum errechneten Zeitpunkt geboren und das war 7 Monate nach der Hochzeit. Ich habe Philip ca. einen Monat vor unseres hochzeit das erste mal gesehen. Demnach war ich schon in der 4 Woche schwanger als wir uns Kennen lernten. Er hat nicht mal gemerkt das junior nicht sein Sohn sein kann.´´ Als Gabi geendet hatte fing Philip an rum zu brüllen. ``Heißt das ich habe die ganze zeit ein Balg ertragen das nicht mal von mir war?´´ Gabi nickte. Plötzlich sprang Philip auf. Ein Wachmann lief auf ihn zu doch Philip war schneller. Er lief zu Gabi und holte ein Messer aus dem Hosenbund. Ralf sah etwas blitzen und sprang über die Absperrung zu Gabi. Er stellte sich vor sie und bekam das Messer in den Bauch. Die Wachleute nahmen Philip fest und brachten ihn weg. Gabi kniete sich zu Ralf. Er blutete stark aus einer wunde am Bauch. Dadurch das Philip das Messer wieder herausgezogen hatte blutete es stärker. Gabi zog ihre Bluse aus und drückte sie auf die Wunde. Ihr war es egal das sie im BH im Gerichtssaal saß. ``Rufen sie schon einen Krankenwagen´´ schrie sie ihren Anwalt an der neben ihr stand. ``Wieso hat eigentlich keiner gemerkt das der ein Messer dabei hatte?´´ fragte sie in die runde doch keiner antwortete. Nur ein paar Minuten später kamen die Sanitäter mit der trage. Sie lagerten Ralf um und brachten ihn zum RTW. Gabi fuhr mit ins Krankenhaus. Ralf wurde sofort in den OP gebracht. Eine der Schwestern brachte ihr ein T- Shirt. Eine stunde später kam der Arzt und teilte ihr mit das alles in Ordnung war. ``ES wird aber noch dauern bis er aus der Narkose aufwacht.´´ Gabi nickte dankend. Sie durfte Kurz zu Ralf. Danach fuhr sie zu ihrer Freundin bei der sie Junior gelassen hatte. Nachdem sie ihn abgeholt hatte fuhr sie zurück ins Krankenhaus. Da sie zur zeit auch bei der Freundin wohnte konnte sie sich noch schnell umziehen. Im Flur kam ihr Ralfs behandelnder Arzt entgegen. ``Hallo Frau Dr. Kollmann, es tut mir leid ihr Freund ist vor einer viertel stunde ins Koma gefallen. Ehrlich gesagt haben wir kaum Hoffnung das er wieder aufwacht. Wenn sich seine werte bis heute Abend nicht gebessert habe werden wir die maschinen abstellen.´´ Gabi sah Dr. Bender entsetzt an. Sie musste sich erst mal hinsetzen. Sie drückte Junior fest an sich und flüsterte. ``Nein das darf nicht sein. Jetzt habe ich deinen Papa endlich wieder gefunden. Er darf nicht sterben´´ ``Alles in Ordnung?´´ fragte Dr. Bender. Gabi nickte abwesend. Sie stand auf und ging zu Karins Zimmer. Sie war gestern schon mal hier gewesen und sie hatte sich prima mit Karin verstanden. Sie klopfte an und betrat, ohne auf eine antwort zu warten das Zimmer. ``Hoppla, da hat es aber jemand eilig. Hallo Gabi.´´ wurde sie von Gabi begrüßt. Michael lächelte ihr zur Begrüßung zu. Gabi stand noch immer unter schock. ``Gabi was ist los?´´ fragte Karin der das nicht entgangen war. ``Ralf liegt auf der ITS im Koma. Die Ärzte sagen wenn bis heute Abend nichts passiert stellen sie die Geräte ab.´´ Gabi setzte sich auf Karins Bettkante und sah sie zum ersten mal an. Karin nahm ihre neue Freundin in den arm. ``Wie ist das denn passiert?´´ ``Ich hatte heute meinen scheidungs- Termin. Ralf hat mich begleitet. Als mein Ex- Mann gehört hat das Junior nicht sein Sohn ist, ist er aufgesprungen. Ralf hat das Messer gesehen und hat sich vor mich gestellt. Er hat dann das Messer abbekommen. Ich wollte dich bitten auf Junior aufzupassen damit ich bei Ralf sitzen kann.´´ Gabi sah sie bittend an. Karin nickte. ``Gib mir den kleinen Hosenmatz ich passe auf ihn auf.´´ ``Danke´´ Gabi gab ihr den kleinen und ging wieder. Sie zog sich einen grünen Kittel über und setzte sich zu Ralf. ``Michael wir müssen ihr Helfen´´ Michael nickte. ``Ich habe eine Idee, bin gleich wieder da.´´ mit diesen Worten verließ er das Zimmer. Er ging zum Ärzte Zimmer und klopfte an. ``Guten Tag mein Name ist Dr. Lüdwitz. Kann ich mal ihr Telefon benutzen?´´ ``Klar kannst du, Hi Michael´´ ``Oh hallo Alexander, dich habe ich ja gar nicht gesehen vielen dank´´ bedankte sich Michael bei dem Freund. Er wählte eine Nummer und wartete. `` Villa Lüdwitz/Wächter/Thaler Thomas Wächter am Apparat´´ ``Hallo Thomas hier ist Michael. Wir haben ein Problem bei dem die Medicopter Crew was tun muss. Hör mir jetzt gut zu. Du fährst jetzt auf die Basis. Von unterwegs rufst du Peter an. Und nimm das Dicktier gerät mit. Ihr nehmt dann das Geräusch unseres Babys auf. Wenn ihr dann nach Traunstein in die Klinik kommt bringt auch noch Ralfs Helm mit. Hast du alles verstanden?´´ ``Ja habe ich wir sind in einer halben stunde da!´´ Beide legten auf und Thomas machte sich auf den weg zur Basis. Michael wählte eine weitere Nummer. ``Gina Aigner´´ meldete sich die Pilotin die Biggi vertrat. ``Hallo Gina hier ist Michael. Ralf hatte einen Unfall und braucht unsere Hilfe´´ ``Was kann ich tun?´´ ``Du könntest zu Ralfs Wohnung fahren und Gonzo holen. Wir treffen uns dann vor der Klinik´´ ``Ist gut. Wie komme ich rein?´´ ``Die Rechte Nachbarin hat einen Schlüssel. Sag einfach das ist ein Notfall´´ die beiden verabschiedeten sich. ``Das ist nicht dein Ernst Michael´´ sagte Alexander der wusste wer Gonzo war. ``Wir müssen alles ausprobieren´´ antwortete Michael. ``Du weißt von nichts´´ fügte er noch hinzu. Alexander wusste das Michael für seine Kollegen alles machen würde. Michael klopfte ihm auf die Schulter und ging dann zu Gabi. Eine halbe stunde später kamen Thomas und Peter. ``Gina wartet unten auf dich´´ teilte Thomas seinem freund mit. Michael nickte dankend. Er verschwand nach unten und Thomas und Peter gingen zu Ralf. Kurz darauf kam auch Michael wieder. Er hatte es wirklich geschafft Gonzo rein zu schmuggeln. Allerdings musste Gonzo nach 10. min. wieder raus gebracht werden. Gabi war überwältigt davon das sich alle so um Ralf bemühten. Doch es brachte alles nichts. Ralf regte sich nicht.

15 min. vorher hin Karins Zimmer. Sie hatte nach einer Schwester geklingelt und diese betrat gerade das Zimmer. ``Was kann ich für sie tun Fr. Dr. Thaler?´´ ``Ich möchte gerne Dr. Alexander sprechen. Es ist dringend!´´ Die Schwester nickte und verschwand wieder. 5 min später klopfte es an Karins Tür und nach ihrem Herein betrat Dr. Alexander das Zimmer. ``Hallo Karin. Was gibt es den so dringendes? Huch das ging aber schnell. Also in der Schule habe ich gelernt das so was 9 Monate dauert. Ich dachte du wärst erst im 5 Monat´´ grinste er und zeigte auf Junior der in Karinas Armen lag und Schlief. ``Was? Ach so, nee das ist nicht meiner. Das ist der Sohn einer Kollegin. Ich muss sofort auf die IST. Es ist wirklich wichtig. Mein Kollege Ralf Staller liegt dort im Koma. Es sieht ziemlich schlimm aus. Wenn bis heute Abend nichts passiert werden die Geräte abgestellt. Gabi hat zwar nicht gesagt das Junior Ralfs Sohn ist aber ich gehe mal davon aus. Ich denke er wacht auf wenn er spürt das der kleine bei ihm ist.´´ Sie sah Dr. Alexander eindringlich an. Dieser nickte, besorgte einen Rollstuhl und half ihr sich hinein zusetzen ohne den kleinen aufzuwecken. Dann schob er sie zur Intensivstation. Gabi saß immer noch da und weinte. Dr. Alexander schob Karin auf die Seite des Bettes wo keiner war. Thomas, Gina, Michael, Peter und Biggi gingen nach draußen. Als Biggi gehört hatte was passiert war, war sie sofort gekommen. Karin stand langsam auf und legte Ralf seinen Sohn auf den Bauch. Sie nahm eine seiner Hände und legte sie auf den rücken von Junior. Sie sah Gabi kurz fragend an und als diese genickt hatte wandte sich Karin wieder an Ralf. ``Schau mal Ralf, ich glaube hier möchte dich jemand kennen lernen.´´ Sie sahen gespannt auf Ralfs hand doch es passierte nichts. Gabi wollte ihren Sohn gerade wieder auf den arm nehmen als Ralfs hand sich bewegte. Wenn ich das richtig gerechnet habe ist der kleine mein Sohn oder?´´ fragte er leise. Gabi fing wieder an zu weinen doch gleichzeitig lachte sie auch. ``Ja er ist dein Sohn du Held.´´ vorsichtig gab sie ihm einen Kuss. ``Du wirst bestimmt ein super Fußballer und Sanitäter´´ sagte Ralf zu seinem Sohn. Alle fingen an zu lachen. Die anderen kamen auch wieder rein. Dr. Alexander überprüfte Ralfs werte. ``Wir können dich nachher zu Karin aufs Zimmer legen.´´ Gegen Abend schoben die Schwestern sein Bett in Karins Zimmer. Gabi war nicht von seiner Seite gewichen. Junior hatte Karin wieder mit zu sich genommen. Eine Woche später durften Ralf und Karin wieder nach hause. Gabi und Ralf kauften sich ein schönes haus in der nähe der Lüdwitz/ Wächter/ Thaler Villa. Stella wohnte mit Peter und Oliver auch in der Gegend. Thomas beschloss aus der Villa auszuziehen da es dort langsam zu voll wurde. Er zog mit Biggi in ein schön großes Einfamilienhaus mit großem Garten. Ihr neues heim lag nur zwei Straßen von der Villa entfernt. Michael wohnte zusammen mit Karin und Dirk in der Villa. Margarete und Philip wurden zu Haftstrafen verurteilt. Die Verletzungen von Biggi, Karin und Ralf verheilten Prima. Biggi durfte bald wieder fliegen. Ralf musste noch etwas warten. Als Vertretung führ ihn kam Enrico Contini, der Bruder von Stella. Gina half Max. Sie wollte ihre neuen Freunde noch nicht wieder verlassen. Es waren inzwischen einige Wochen vergangen. Der Alttag war auf der Basis wieder eingekehrt. Karin hatte einen Kugelrunden Bauch. Junior wurde von allen geliebt und verwöhnt. Wenn Gabi und Ralf schicht hatten passte Gina oder Karin auf ihn auf. An einem Kalten Morgen ende August saßen alle im Aufenthaltsraum. Die A- Crew hatte schicht und der Rest hatte keine Lust nach Hause zu fahren. Plötzlich stand Ralf auf. Er zog Gabi vom Sofa hoch und ging mit ihr nach draußen. Die anderen sahen den beiden verwundert nach. Ralf führte Gabi zur Seitenwand des Hangars. Dort hatte Max ein Herz aus roten Rosen an die wand genagelt. Ralf hatte ihn ein paar Tage vorher darum gebeten. Er kniete sich vor Gabi und nahm ihre hand. ``Gab, ich liebe dich über alles! Bitte werde meine Frau´´ Bittend sah er sie an. ``Ich liebe dich auch und ich werde sehr gerne deine Frau´´ Sie zog Ralf hoch und die beiden Küssten sich. Ralf steckte ihr einen wunderschönen ring an und zusammen gingen sie wieder zu den anderen. Kurz nachdem Gabi und Ralf das Zimmer verlassen hatten war Thomas aufgestanden. Er kniete sich vor Biggi und nahm ihre Hand. ``Ich liebe dich! Möchtest du mich heiraten?´´ ``Ich soll dich Chaoten heiraten?´´ fragte Biggi gespielt entsetzt. Thomas sah sie verunsichert an. ``Aber ich denke ich riskiere es´´ fügte sie grinsend hinzu. Thomas fing an zu lachen. ``Du hast mir einen ganzschönen schrecken eingejagt weist du das?´´ ``Das hof ich doch´´ Thomas stand auf und nachdem er ihr den Ring angesteckt hatte küssten sie sich. In diesem Augenblick kamen Gabi und Ralf wieder rein. Ralf setzte sich aufs Sofa und Gabi setzte sich auf seinen schoss. ``Und was habt ihr draußen gemacht?´´ wollte Biggi wissen. ``Ralf hat mir einen Heiratsantrag gemacht´´ lächelte Gabi. ``Na da hatten wohl zwei die gleiche Idee. Thomas hat mir auch einen gemacht´´ lachte Biggi. ``Nicht nur ihr zwei. Ich hatte die gleiche Idee´´ sagte Michael. ``Und was sitzt du dann noch hier rum?´´ fragte Thomas ihn. Michael stand auf, kniete sich vor Karin und fragte sie. Karin antwortete natürlich mit Ja. Zur Verwunderung aller stand nun auch Enrico auf. ``Gina du weißt das ich dich über alles liebe. Ich habe mir heute ganz fest vorgenommen dich zu fragen. Jetzt waren die anderen leider schneller. Ich frage dich jetzt nicht damit wir beide nicht übrig bleibeben sondern weil ich dich liebe und weil ich weiß das du schon lange auf die frage wartest. Also Gina ich frage dich möchtest du mich heiraten?´´ Gina sah ihm Tief in die Augen. ``Ja´´ hauchte sie. Enrico stand auf und Küsste sie. Die anderen standen Perplex daneben. ``Kann mir mal einer sage was hier abgeht?´´ fragte Peter. Enrico fing an zu erklären. ``Gina und ich sind bereits seit zwei Jahren ein paar.´´ ``Meine Güte das habt ihr aber gut getarnt. Wir haben immer gedacht wenn wir nicht aufpassen zerfleischt ihr euch´´ sagte Biggi. ``Wir wollten nicht das ihr was mitbekommt außerdem kabbeln wir uns ganz gerne mal. ``Ginas vorheriger Chef hat sie Sexuell belästigt aber keiner hat ihr geglaubt also hat sie gekündigt. Sie hat den job bei euch angenommen und ist hierher gezogen. Ich habe es ziemlich schnell nicht mehr ohne sie ausgehalten deswegen habe ich mich hierher versetzen lassen.´´ Er sah Gina an und gab ihr einen Kuss. Plötzlich schrie Gina auf. ``Hey schatz was ist Los?´´ fragte Enrico erschrocken. Gina konnte nicht antworten, sie krümmte sich vor schmerzen. Gabi und Karin sahen sich an, nickten und grinsten. ``Gina wo hast du schmerzen?´´ fragte Karin. Gina zeigte auf ihren Unterbauch. ``Ich glaube ich weiß was los ist. Alle Männer außer Enrico gehen jetzt mal in den Hangar und nehmt Junior mit. Biggi kannst du bitte warmes wasser holen?´´ Biggi nickte und verschwand Richtung Duschräume. Thomas, Michael, Peter und Ralf gingen in den Hangar. Ralf hatte seinen Sohn auf dem Arm. Gabi hatte decken auf dem Fußboden ausgebreitet. Darauf legten sie Gina jetzt. Eine halbe stunde später hatte Gina ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Enrico konnte es noch gar nicht glauben. Während Karin Gina versorgte untersuchte Gabi das Baby. ``Sag mal wieso fliegst du überhaupt wenn du hoch schwanger bist?´´ fragte Karin jetzt vorwurfsvoll. ``Ich wusste davon überhaupt nichts. Mein Frauenarzt hat bei der letzten Untersuchung gesagt ich könne keine Kinder bekommen.´´ verteidigte sich Gina. ``Wann war den das?´´ fragte Gabi. Sie war mit ihren Untersuchungen fertig und legte Gina ihre Tochter auf den Bauch. ``Letzte Woche´´ ``Na das nenn ich Fehldiagnose.´´ stellte Karin trocken fest. ``Karin können wir ein paar von deinen Baby Sachen benutzen?´´ fragte Gabi. Karin nickte. Gabi nahm Gina die kleine wieder ab um sie anzuziehen. Enrico sah ihr dabei über die Schulter. ``Was meinst du Gabi, ich würde sagen die beiden müssen nicht unbedingt ins Krankenhaus oder?´´ Fragte Karin. Gabi stimmte ihr zu. ``Wie heißt die kleine eigentlich?´´ fragte Biggi. ``Ich währe für Alexa´´ sagte Gina und Enrico stimmte zu. Nachdem Alexa angezogen war wickelte Gabi sie in eine Decke und gab sie ihrem Vater. Enrico nahm sie vorsichtig auf den arm und gab Gina einen dicken Kuss. Dann ging er in den Hangar. ``Hey Jungs kuckt mal ich bin gerade Papa geworden. Darf ich vorstellen meine Tochter Alexa´´ sagte er stolz. Kurz darauf kamen auch die Frauen in den Hangar. Alexa wurde begrüßt und die Eltern wurden beglückwünscht.

2 Monate später gab es auf der Basis eine Riesen große Hochzeitsfeier und Alexa wurde getauft. Biggi und Karin waren die Taufpaten. Ein Pfarrer kam auf die Basis um die vier paare zu trauen. Danach wurden erst mal Fotos gemacht. Danach wurde endlich das Büffet eröffnet. Es wurde gegessen, gelacht und geredet. Gegen 19.00 Uhr fuhr ein Taxi auf den Basis hof. Zwei Mädchen im alter von ca. 14 und 17 Jahren stiegen aus. Die ältere der beiden hatte eine decke auf dem arm. Der Taxi Fahrer holte ihnen ihre beiden kleinen Koffer aus dem Kofferraum und nachdem er sein Geld bekommen hatte fuhr er wieder. In der halle trat Biggi hinter Thomas. ``Kannst du mir mal die Schlüssel fürs Auto geben ich muss mich umziehen sonst schwitze ich mich zu Tode.´´ bad sie. ``Aber klar, hier´´ antwortete Thomas und gab ihr die Schlüssel. sie küssten sich noch einmal und dann lief Biggi in Richtung Auto. ``Hey Laura, schau mal da ist Biggi.´´ sagte Lisa, die jüngere der beiden. Laura nickte. Biggi hatte inzwischen den Kofferraum geöffnet und beugte sich jetzt hinein. Plötzlich wurde sie von hinten angesprochen. ``Biggi?´´ Biggi schrak zusammen und drehte sich um. ``Lisa? Laura?´´ sie erkannte die beiden und nahm sie in den arm. Als sie Lara in den Arm nahm bemerkte sie die Decke. ``Was ist den das?´´ wollte sie wissen. Laura druckste eine weile herum. ``Nun sag es ihr schon. Sie wird es sowieso herausfinden´´ sagte Lisa zu ihrer Schwester. Diese wusste das sie Biggi vertrauen konnte. ``Setz dich lieber hin´´ sagte sie. Biggi setzte sich in den Offenen Kofferraum und sah sie gespannt an. Laura atmete tief durch und gab ihr die decke. Als Biggi sie vorsichtig auseinander faltete sah sie ein schlafendes Baby. ``Das ist mein Sohn Max.´´ sagte Laura. ``Er ist 4 Tage alt´´ ``Na euer Vater wird begeistert sein wenn er erfährt das er bereits Opa ist.´´ grinste Biggi. ``Na dann kommt mal mit ihr beiden´´ Biggi ging vor in Richtung halle. Lisa und Laura sahen sich verdutzt an und folgten Biggi. Lisa und Laura warteten am Tor während Biggi zu Thomas ging. Biggi wollte es ihm schonend beibringen. ``Ich dachte du wolltest dich umziehen. Jetzt hast du immer noch dein kleid an und eine alte decke auf dem arm.´´ sagte Thomas als er sie sah. Biggi ging nicht darauf ein. ``Michael holst du mal bitte deinen Notfall Tasche. Ich glaube den brauchen wir gleich.´´ bat Biggi. Michael nickte und holte seine Tasche. Als er wieder da war ging sie zu Thomas. Als sie sicher war das Thomas saß rief sie die beiden rein. ``Kommt mal rein ihr beiden´´ alle drehten die Köpfe zum Tor. Dort erschienen jetzt Lisa und Laura. Als sie ihren Vater sahen liefen sie auf ihn zu. ``Papa du lebst!´´ rief Lisa ganz aufgeregt. Thomas saß da und sah seine Töchter fassungslos an. ``Lisa? Laura?´´ fragte er vorsichtig. Die beiden nickten und fielen ihm um den Hals. Biggi nahm Max in der zwischen zeit aus der Decke. Als Thomas seine Mädchen kurz los ließ sagte sie. ``Thomas das ist dein Enkel Max´´ Thomas sah sie perplex an. Das war zu fiel für ihn. Seine Augen drehten sich zur Decke und er fiel nach hinten um. Enrico fing ihn auf bevor er auf den Boden aufschlug. ``Das hab ich mir gedacht, Männer.´´ lachte Biggi. Michael kümmerte sich um seinen Freund. Zusammen mit Gabi, Karin und den Kindern ging sie in den Behandlungsraum. ``Also Mädels. Karin untersucht euch und Gabi untersucht Max. ich gehe mich schnell umziehen und komme dann wieder zu euch.´´ Lisa und Laura nickten. Nach einer halben stunde gingen sie zurück in die Halle. Max war gewaschen und frisch angezogen in Biggis Armen eingeschlafen. Thomas saß etwas bleich aber glücklich am Tisch. Lisa und Lara setzten sich neben ihren Papa. ``Was ist hier eigentlich los?´´ fragte Lisa. ``Ich habe euren Vater geheiratet, Karin hat Michael geheiratet, Gabi ihren Ralf und Enrico seine Gina. Ach ja und Alexa wurde getauft´´ fasste Biggi zusammen. Dabei stellet sie auch gleich Gina und Enrico vor den die anderen kannten die Mädchen noch von früher. ``Ihr habt vorhin gerufen >Papa du lebst< was meintet ihr damit?´´ fragte Gina. Alle sahen die beiden Mädchen an. ``Vor Fünf oder sechs Jahren kamen wir aus der schule heim. Im Flur standen unsere Koffer. Als wir Mama gefragt haben was los sei sagte sie Papa währe bei einem Unfall ums leben gekommen und wir würden deswegen sofort zu Oma und Opa fahren. Da wir wussten wie gefährlich Papas Job war haben wir ihr geglaubt. Wir waren dann ein Jahr bei Oma und Opa und sind dann nach Schweden gezogen. Wir haben uns schnell eingewöhnt und es war alles in Ordnung abgesehen davon das wir Papa vermisst haben. Vor 2 ½ Jahren hat Mama Jan kennergelernt. Jan war am Anfang in Ordnung und wir mochten ihn richtig gerne. Nach einem halben Jahr hat Mama ihn geheiratet. Von da an war es die reinste Hölle. Immer wieder hat er mich angefasst. Er hat mir gedroht, wenn ich irgendwas sage fast er Lisa auch so an. Das wollte ich nicht. Also habe ich alles über mich ergehen lassen. Vor zwei Wochen habe ich gesehen das er Lisa wohl anfasst. Er hat ihr das selbe gedroht. Mama wusste davon aber sie meinte wen wir so aufreizend rumlaufen sollen wir auch die Konsequenzen tragen. Wir waren aber immer ordentlich angezogen. Also habe ich beschlossen das wir abhauen. Ich habe Sachen für Lisa und mich eingepackt. Da wusste ich schon lange das ich schwanger bin. Mama wusste das auch. Sie hat gesagt ich soll das Kind nach der Geburt zur Adoption frei geben. Unsere Sachen haben wir bei einer Freundin gelagert und sind dann nachts abgehauen. Letzte Woche haben wir uns auf den weg hier her gemacht. Wir dachten ja das Papa Tod sei aber wir haben gehofft das Biggi noch hier ist. Wir wollten dann bei ihr bleiben. Vor vier tagen haben dann die wehen eingesetzt. Da waren wir gerade auf einem Bauernhof. Die Bäuerin und ihre Tochter haben bei der Geburt geholfen. Bis zu ihnen sind wir Getrampt und gewandert. Das bisschen Geld das wir Mama und Jan klauen konnten brauchten wir für Essen. Taschengeld haben wir keins bekommen. Wir haben dann bei der Bäuerin übernachtet und wir haben bei ihr etwas zu essen bekommen. Als wir dann am nächsten tag weiter wollten hat ihr Mann uns mit dem Auto zum Bahnhof gebracht. Sie haben unsere Tickets bezahlt und sie haben uns Geld fürs Taxi gegeben. Wir wussten ja nicht wo Biggi wohnt und sind deswegen hier hergekommen.´´ Lara hatte ihren Bericht immer wieder kurz unterbrechen müssen weil sie weinen musste. Keiner sagte etwas, alle waren still. Thomas nahm seine Töchter in den Arm. Biggi sah zu Karin. Diese nickte kurz und kaum merklich. Ihr waren die Verletzungen der beiden an den Armen, Beinen und Unterleib auch aufgefallen. Niemand hatte jetzt noch Lust auf Party. Sie räumten zusammen auf und fuhren dann nach Hause. Laura pumpte noch etwas Milch ab und stellte sie in den Kühlschrank. Thomas brachte die Mädchen in sein und Biggis Bett und blieb solange bei ihnen sitzen bis sie eingeschlafen waren. Als er zurück ins Wohnzimmer kam saß Biggi auf dem Sofa. Max lag in ihrem Arm und schlief. Ihr lief eine träne über die Wange. ``steht dir gut, so ein Baby´´ meinte Thomas leise. Biggi musste Lächeln. ``Ich lege mich zu den beiden. Bleibst du bei Max?´´ fragte Biggi. Thomas nickte. Sie zogen das Sofa aus damit Max die beiden Mädchen nicht aufweckte falls er nachts schrie. ``Die Milch ist im Kühlschrank. Wie alles Funktioniert weißt du ja´´ Sie legte Thomas den kleinen in den arm und küsste ihn noch mal zärtlich bevor sie nach oben verschwand. Lisa wachte in der Nacht zweimal auf doch als sie merkte das Laura und Biggi bei ihr waren schlief sie wieder ein. Biggi wachte am nächsten Morgen sehr früh auf. Sie ging runter ins Wohnzimmer doch das Sofa war leer. Da die Terrassentür offen stand ging sie in den Garten. Thomas lag in der Hängematte und genoss die ersten Sonnenstrahlen. Auf seinem bauch lag Max. ``Guten Morgen ihr beiden´´ begrüßte Biggi die beiden lächelnd. Thomas stand vorsichtig auf und gab ihr einen dicken Kuss. ``Die Drei bleiben doch bei uns, oder?´´ ``Na klar!´´ antwortete Thomas ihr während er sie zärtlich am hals küsste. ``Ich liebe dich´´ flüsterte er. Biggi kicherte. ``Ich liebe dich auch aber wir sollten aufhören. Hier sind Minderjährige anwesend.´´ Thomas sah Max abschätzend an. Dann entschied er sich dafür Biggi rechtzugeben. Lachend gingen sie zurück ins haus. ``Ich wollte nachher mal zu meinen Eltern fahren. Immerhin konnten sie gestern nicht. Ich dachte ich nehme die Kinder mit. Kannst du das Jugendamt informieren? Karin schreibt den Bericht.´´ Biggi sah Thomas fragend an. Dieser nickte. Karin war vorhin schon da. Sie konnte nicht schlafen. Ihr geht das auch ganz schön nahe. Sie wollte ihn eigentlich in den Briefkasten werfen aber dann hat sie mich im garten gesehen und wir haben uns noch etwas unterhalten.´´ Vorsichtig gab er Biggi den kleinen und machte das Frühstück. ``Die Mädchen schlafen noch´´ sagte Biggi als sie sich an den Tisch setzte. ``Tun wir gar nicht´´ kam es von der Tür. Biggi drehte sich um. ``Guten Morgen ihr beiden´´ ``Und habt ihr Gut geschlafen?´´ fragte Thomas seine Töchter. ``Ja vor allem konnten wir endlich mal wieder ohne angst schlafen. Jede nacht mussten wir angst haben das er kommt. Eigentlich haben wir kaum geschlafen in den letzten Monaten.´´ sagte Laura leise. Lisa nickte und setzte sich neben Biggi. Laura nahm ihren Sohn und kuschelte mit ihm. ``Na mein kleiner Sonnenschein. Hat Opa heute nacht auf dich aufgepasst?´´ fragte sie ihn liebevoll. Biggi fing an zu lachen. ``Was ist denn so lustig´´ fragte Thomas. Biggi stand auf und ging hinter Thomas. Der sah sie skeptisch an. Sie legte ihre arme von hinten auf seine Schulter. ``Na Opa wie geht’s uns heute? Müssen wir nächste Woche wieder in Kur?´´ Sie grinste. Als sie weiter an den Kühlschrank ging strich sie Laura über den Kopf und lächelte sie an. Thomas zog eine etwas säuerliche Mine. ``Ha, Ha sehr Komisch.´´ jetzt mussten auch Lisa und Laura lachen. Biggi holte den Jogurt mit Himbeergeschmack aus dem Kühlschrank. Sie gab ein bisschen in ein Schüsselchen und gab es Lisa. ``Das weißt du noch?´´ fragte sie verdutzt. ``Na klar. Ich esse den auch so gerne. Ich habe manchmal an dich gedacht wenn ich welchen gegessen habe. Du warst ja noch verrückter danach als ich.´´ grinste Biggi. Sie frühstückten schweigend weiter. ``Müssen wir zurück zu Mama und Jan?´´ fragte Lisa nach einer weile zaghaft. Thomas und Biggi sahen sich an. Thomas schüttelte den kopf. ``Nein Müsst ihr nicht. Ich spreche nachher mit dem Jugendamt. Biggi fährt gleich mit euch zu ihren Elter. Schließlich seid ihr seid gestern ihre Stief Enkel und Urenkel ist das in Ordnung?´´ fragte Thomas. Lisa und Lara nickten. Nach dem Frühstück ging Biggi duschen während Laura ihren Sohn stillte und Lisa sich anzog. Biggi war vor den beiden Mädchen fertig und ging zu Thomas in die Küche. ``Ich gehe nachher noch mit den dreien Shoppen. Gabi kommt auch noch mit. Lisa und Laura brauchen neue Klamotten und für Max haben wir nur die Sachen von Karin´´ Thomas nickte. Eine viertel stunde später saßen alle im Auto. Laura hatte Max auf dem Arm da sie noch keinen Auto sitz für ihn hatten. Biggis Eltern freuten sich riesig über den besuch. Als Biggi sich 1 ½ Stunden später verabschiedete steckte ihre Mutter ihr noch Geld zu. ``Für die drei. Du weist schon Klamotten, Möbel usw.´´ ``Danke Mama!´´ sie verabschiedeten sich und Biggi fuhr ins Einkaufszentrum in München. Dort wartete Gabi schon. ``Ich würde sagen erst die Sachen für Max, dann für Lisa und Laura oder?´´ schlug Biggi vor. Die anderen waren einverstanden. Zusammen schlenderten sie Richtung >Babyland<. Dort angekommen zählte Biggi auf was sie brauchen. ``Also Mädels, wir brauchen Alles für die Sauberkeit unseres Herrn, ebenso Anziehsachen. Dann brauchen wir einen Kinderwagen, Maxicosi, Bett und Wickeltisch usw.´´ ``Das können wir uns nicht leisten´´ unterbrach Laura sie. ``Eure neue Oma war heute gut drauf.´´ grinste Biggi. Zwei stunden später verließen sie vollbepackt den Laden. Sie brachten die Sachen ins Auto und machten sich wieder auf den weg. Max lag in seinem neuen Kinderwagen und schlief. Die ausgesuchten Möbel sollten im Laufe der nächsten Woche geliefert werden. Gabi verabschiedete sich eine stunde später. Ralf wartete auf sie und sie wollte mit ihm und Junior noch einen Ausflug machen. Am Spätnachmiettag fuhren sie endlich zu hause die einfahrt hoch. Thomas machte ihnen die Tür auf und Lisa und Laura stürmten ihm entgegen. Sie fingen gleichzeitig an ihm zu erzählen was sie eingekauft hatten. ``Halt, Halt einer nach dem andern.´´ lachte Thomas. Die beiden lachten ihn an und verschwanden nach drinnen. ``Hallo mein Schatz´´ er begrüßte Biggi mit einem langen und zärtlichen Kuss den sie gerne erwiderte. Thomas lud das Auto aus und machte dann erst mal was zu essen. Nach dem essen gingen Lisa nach oben. Sie war müde. Nachdem Laura Max gestillt hatte legte sie ihn in sein neues Bettchen das im Wohnzimmer stand. Sie wünschte Thomas und Biggi noch eine gute Nacht und verschwand dann auch nach oben. Thomas setzte sich mit einem Glas Wein zu Biggi aufs Sofa. ``Ich habe mir überlegt das wir Lisa mein Arbeitszimmer geben und Laura und Max auf dem Dachboden einquartieren. Den müssen wir natürlich vorher ausbauen. Was hältst du davon?´´ fragte Thomas. ``Dürfen die drei den hier bleiben?´´ stellte Biggi die Gegenfrage. ``Ich habe dem Jugendamt die Fotos und berichte von Karin gegeben. Sie wollten die drei ins heim stecken aber das habe ich denen erfolgreich wieder ausgeredet. Vera und Jan habe ich bei der Polizei angezeigt´´ antwortete Thomas. In diesem Augenblick kamen Lisa und Laura runter. Thomas und Biggi sahen auf. ``Wir können nicht schlafen´´ sagte Lisa. Sie setzten sich zu ihrem Vater und Biggi aufs Sofa. ``Biggi und ich haben beschlossen das wir den Dachboden ausbauen. Dort können dann Laura und Max wohnen. Du Lisa bekommst mein Arbeitszimmer. Was haltet ihr davon?´´ Fragte Thomas seine Töchter. Die beiden fingen an zu jubeln, allerdings leise damit Max nicht aufwachte. Lisa beugte sich zu Thomas und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Als sie sich zu Biggi beugte flüsterte sie ihr ins Ohr: ``Danke Mama.´´ ``Wie hast du mich gerade genannt?´´ fragte Biggi verdutzt. Thomas und Laura sahen auf. ``Na du bist doch unsere neue Mama oder?´´ fragte Lisa lachend. ``Ja, Ja natürlich. Wenn ihr das wollt´´ erwiderte Biggi. Alle mussten lachen da Biggi so ein komisches Gesicht gemacht hatte. Lisa und Laura nahmen Biggi in den arm und verschwanden dann nach oben. Biggi kuschelte sich an Thomas. ``Warum ist Vera eigentlich damals verschwunden?´´ wollte Biggi wissen. Thomas sah sie an. ``Ich habe ihr gesagt das ich sie nicht mehr liebe´´ antwortete er. ``Ich konnte nicht mehr bei ihr sein, mit ihr schlafen, sie küssen. Ich hatte mich in eine andere Frau verliebt und konnte nur noch an sie denken. Ich hätte das nicht ausgehalten und das wollte ich auch Vera nicht antun. Ich konnte ja nicht ahnen was sie meinen Mädchen antut´´ Thomas seufzte. ``In wen hattest du dich den so dermaßen verliebt?´´ fragte Biggi. Sie dachte nicht daran das dass genau die zeit gewesen war nachdem sie Thomas kennergelernt hatte. ``Na Du natürlich´´ sagte Thomas. ``Ich?´´ Thomas nickte und gab ihr einen zärtlichen Kuss. Biggi erwiderte diesen. Plötzlich klingelte es an der Tür. Thomas sah auf die Uhr. ``Wer stört und den so spät?´´ ``Mach die Tür auf dann weißt du es´´ antwortete Biggi. Thomas gab ihr noch einen Kuss. Plötzlich fing Max an zu weinen. Biggi ging zu ihm und nahm ihn aus seinem Bettchen. Thomas öffnete in der zwischen zeit die Tür. Draußen standen zwei Uniformierte Polizisten. ``Guten Abend Herr Wächter. Bitte entschuldigen sie die späte Störung. Ich bin Kom. Kunze und das ist mein Kollege Kom. Heinz. Dürfen wir kurz reinkommen?´´ Thomas nickte und ließ die beiden ein. Er führte sie ins Wohnzimmer und stellte ihnen Biggi vor. ``Das ist meine Frau Biggi mit unserem Enkel Max und das sind Kom. Kunze und sein Kollege Kom. Heinz.´´ Lara hatte ihren Sohn gehört und kam jetzt herein. Sie ging zu Biggi und nahm ihr den kleinen dankend ab. Biggi lächelte sie an und setzte sich mit ihr zusammen aufs Sofa. ``Und das ist meine Tochter Laura´´ stellte Thomas sie vor. Die Polizisten grüßten und Thomas bat sie sich zu setzen. ``Ich muss ihnen leider mitteilen das Vera und Jan Kramer heute bei einem Autounfall ums Leben kamen.´´ erklärte Kom. Heinz nachdem er eine weile drum herum geredet hatte. Thomas sah auf und Biggi beobachtete Lauras Gesicht. Doch da rührte sich nichts. Biggi meinte ein kleines lächeln gesehen zu haben war sich aber nicht sicher. ``Biggi kannst du Max noch nehmen? Er müsste gleich wieder einschlafen.´´ bat Laura und Biggi nickte sofort. Laura verabschiedete sich kurz und ging wieder nach oben. Thomas schmiss die Kommissare nach ein paar Minuten raus. Als er zurück ins Wohnzimmer kam atmete er erst mal tief durch. ``Hast du Lauras Gesicht gesehen?´´ fragte Biggi. Thomas nickte. Max war wieder eingeschlafen und Biggi legte ihn zurück in sein Bettchen. ``Ich sehe noch mal nach Laura´´ sagte Biggi bevor sie Richtung Treppe ging. Vorher bekam Thomas noch einen dicken gute Nacht Kuss. Vorsichtig ging sie rüber zu Laura und kniete sich neben das Bett. Sie strich ihr leise über die Haare als Laura sich umdrehte. ``Oh Entschuldigung. Ich wollte dich nicht wecken´´ entschuldigte sich Biggi. ``Hast du nicht. Ich kann nicht schlafen. Kann ich ein bisschen mit dir reden? Ich weiß es ist schon spät aber...´´ ``Na klar komm mit wir gehen runter´´ sagte Biggi. Leise schlichen sie sich raus. Im Wohnzimmer bat Biggi Thomas nach oben zu gehen. Dieser sah das es ernst war und verschwand nachdem er seinen Damen gute nacht gewünscht hatte. Zusammen setzten sie sich aufs Sofa und Laura kuschelte sich an Biggi. ``Als ich vorhin gehört habe das Mama und Jan Tod sind habe ich mich irgendwie frei gefühlt. Ich weiß ja nicht aber normal ist das doch nicht oder? Ich meine sie war meine Mutter´´ ``Nachdem was sie und Jan euch angetan haben kann ich dich verstehen. Sag mal ich hätte da mal zwei fragen?´´ ``Schieß los´´ ``Ist Jan der Vater von Max?´´ Laura nickte. ``Das hab ich mir gedacht´´ seufzte Biggi. ``Und die zweite frage?´´ ``Ich weiß nicht wie ich es formulieren soll´´ ``Versuch es einfach´´ ``Nicht das du denkst ich möchte mich zu sehr in dein Leben einmischen aber ich wollte dich fragen oder dir anbieten das ich mich mehr um Max kümmern.´´ sagte Biggi vorsichtig. ``Das würdest du echt tun?´´ fragte Laura erfreut. ``Ja gerne. Ich meine du bist erst 17 Jahre alt. Nicht das ich dir das nicht zutraue aber du bist ja selber noch ein halbes Kind. Ich wusste halt nicht wie du dein Leben so geplant hast und ob du das nicht alleine schaffen wolltest.´´ ``Biggi du bist ein schatz. Ich habe mich nicht getraut zu fragen. Eigentlich fühle ich mich leicht überfordert mit Max und Lisa. Ich habe ihr seid der Hochzeit mehr oder weniger die Mutter ersetzt. Mama hat sich kaum um uns gekümmert. Nach der Hochzeit hat sie sich so verändert.´´ Laura fing leise an zu weinen. ``Um Lisa kümmern Thomas und ich uns jetzt und um dich natürlich auch. Um Max können wir uns gemeinsam kümmern. Du kannst immer zu mir kommen hörst du. Ich helfe dir wo ich kann. Und sag mir bitte auf jeden fall bescheid wenn du bei etwas anderer Meinung bist oder wenn ich mich zu sehr einmische.´´ Laura nickte. Sie weinte immer noch. Teilweise aus Freude das ihr Vater noch lebte und das sie so eine super Freundin hatte. Teilweise aber auch aus Erleichterung das sie Vera und Jan nicht mehr begegnen musste. Biggi nahm sie in den Arm und strich ihr beruhigend über den rücken. Irgendwann schliefen sie beide ein. Lisa zeigte am nächsten Morgen auch nicht mehr Gefühl als Laura. Sie nahm es zur Kenntnis und fing an zu Frühstücken. Ebelsieder die Basis für 4 Wochen schließen lassen da alle in Flitterwochen wollten. ``Dirk kommt heute´´ stellte Biggi mit einem blick auf den Kalender fest. Sie und Thomas fuhren natürlich nicht weg. Die Handwerker wollten heute kommen und Thomas wollte mit Lisa und Laura in den Baumarkt fahren. ``Die Milch für Max steht im Kühlschrank´´ sagte Laura bevor sie mit ihrer Schwester nach draußen verschwand. Biggi nickte. Eine stunde nachdem Thomas gefahren war klingelte es an der Tür. Biggi sah noch einmal nach Max der in seinem Maxicosi in der Küche auf den Tisch stand und ging dann öffnen. Draußen stand die ganze Medicopter Crew. ``Was macht ihr den hier?´´ fragte Biggi überrascht. ``Wir stehen vor eurer Tür und frieren uns den Arsch ab´´ antwortete Ralf schlagfertig. Alle anderen fingen an zu Lachen. ``Ähm ja natürlich. Kommt rein und sucht euch ein Plätzchen.´´ sagte Biggi und ging in die Küche. Enrico schloss die Tür hinter dem letzten. Sie nahm Max auf den arm und fing an Wasser zu kochen für Tee und Kaffee. Zurück im Wohnzimmer wollte sie doch wissen was lossei. ``wir haben einstimmig beschlossen das wir alle hier bleiben und euch beim Umbau helfen´´ erklärte Enrico. ``Woher wisst ihr das schon wieder?´´ fragte Biggi. ``Du kennst doch die Buschtrommeln.´´ antwortete ihr Ralf. Kurz darauf klingelte es wieder. Biggi öffnete den Handwerkern die Tür und zeigte ihnen wo sie arbeiten mussten. Als sie zurück ins Wohnzimmer kam grinsten die anderen sie an. ``Was?´´ fragte Biggi. ``Das steht dir richtig gut´´ sagte Peter. Biggi sah ihn irritiert an und wiederholte ihre frage. ``Na das Baby´´ half Ralf ihr auf die Sprünge. Biggi griff nach einem Kissen und warf es Richtung Ralf. Allerdings traf sie Gina. Gegen 12.00 Uhr fingen Gina, Gabi, Karin und Stella an Nudeln zu Kochen. Biggi sah nach den Handwerkern, Fütterte und wickelte Max und versuchte irgendwie Ordnung zu schaffen. Was ihr bei so vielen Leuten nicht wirklich gelang. Eine halbe stunde später kam Thomas mit Lisa und Laura wieder. Er staunte nicht schlecht als er seine ganzen Freunde und Kollegen sah. ``Hallo mein Schatz´´ er begrüßte Biggi mit einem langen leidenschaftlichen Kuss. ``Bin ich froh das du wieder da bist´´ flüsterte Biggi. ``Wir haben Farbe und Tapete mitgebracht das heißt wir können nach dem Essen in Lisas Zimmer anfangen.´´ rief Thomas seinen Freunden zu .Dirk war mittlerweile auch aus der schule gekommen. Laura saß mit Gina auf dem Sofa. Thomas brachte das Bettchen von Max nach oben und Michael half ihm. Nachdem Alexa und Max gestillt waren wurden sie ins bett gebracht. Oliver durfte ausnahmsweise aufbleiben. Die Handwerker würden ca. 3 Wochen brauchen wenn alle mithalfen. Nach dem Essen fingen Thomas, Michael, Peter und Ralf an zu Tapezieren. Stella, Karin, Gabi, Biggi und Gina gingen einkaufen und Enrico räumte die Küche auf. Da es da nach dem Essen aussah wie auf einem Schlachtfeld. Nachdem Alexa und Max wieder wach waren gingen Dirk und Laura mit den beiden und Oliver auf den Spielplatz. Alexa und Max lagen in ihren Kinderwagen und Oliver Schaukelte. Dirk saß auf der Bank bei den Kinderwagen und Laura schupste Oliver an. Dirk beobachtete Laura. Er war ungefähr in ihrem Alter und er bewunderte sie ein wenig. Sie war so stark. Oliver hatte schnell keine Lust mehr zu schaukeln. Er nahm seinen Eimer und seine Schaufel und verzog sich zum Sandkasten. Laura setzte sich zu Dirk. Sie mochte ihn. Er strahlte eine ruhe und Sicherheit aus die ihr gefielen. ``Darf ich dich etwas fragten?´´ Dirk sah sie von der Seite an. ``Ich muss ja nicht drauf antworten´´ Laura lächelte ihn an. Dirk nickte. ``Wie schaffst du es dich um Max zu kümmern? Ich meine nach allem was sein Vater dir und deiner Schwester angetan hat. Ich weiß nicht ob ich das könnte.´´ Laura sah ihn an. Sie mochte es wenn er sprach. ``Max kann am aller wenigsten was dafür. Ich liebe meinen Sohn und ich versuche nicht an seinen Vater zu denken. Ich kann nicht ihn dafür bestrafen für das was sein Vater getan hat.´´ antwortete Laura leise. Eine träne lief ihr über die Wange. Dirk wischte sie vorsichtig weg und nahm sie ihn den arm. Laura lehnte sich dankend an ihn. Gina, Stella, Gabi, Biggi und Karin standen im Supermarkt und wussten nicht mehr was sie brauchten. Den Einkaufszettel hatten sie zu hause vergessen. Schließlich kauften sie das was sie für richtig hielten. Karin hatte seit einiger zeit ein ziehen im bauch doch sie versuchte es zu ignorieren obwohl sie wusste das es unklug war. ``Mädels ich fürchte wir müssen uns beeilen. Die wehen haben eingesetzt.´´ meldete sich doch irgendwann. Biggi, Gina, Gabi und Stella sahen sie entsetzt an. ``dein Termin ist aber doch erst in einer Woche´´ stellte Gabi fest. ``Ach nee! Und seit wann halten sich Kinder an Termine? Das dürftest du als Ärztin eigentlich wissen.´´ wollte Karin wissen. Gabi und Biggi gingen mit ihr zum Auto und fuhren sie ins Krankenhaus während Gina und Stella fertig einkauften und mit dem zweiten Auto später nach kamen. Nun ging alles sehr schnell. Die wehen kamen in immer kürzeren abständen und kaum das sie im Krankenhaus angekommen waren wurde Karin in den Kreissaal gebracht. Biggi durfte mit ihrer besten Freundin mit und Gabi ging als Ärztin mit in den Kreissaal. Als Gina und Stella kamen hatte Karin schon einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Da alles in Ordnung war durften sie beide schon mit nach Hause. Als Karin im Auto saß fiel ihr ein das Michael noch gar nichts von seinem Sohn Julian wusste. Da in Biggis Auto der Kindersitz von Max war fuhr Karin bei ihr mit. Als sie bei Wächters ankamen waren die Jungs schon fast fertig mit tapezieren. Karin ging nach oben während die anderen das Auto ausluden. ``Hey Michael kuck mal was Karin auf dem Arm hat´´ rief Thomas seinem Freund zu. Der drehte sich um und blieb wie angewurzelt stehen. ``Ist das Wirklich...?´´ ``Ja das ist dein Sohn Julian´´ Karin lächelte ihn an. Vorsichtig nahm er seinen Sohn auf den arm. Er war begeistert. Er nahm Karin in den Arm und gab ihr einen Langen leidenschaftlichen Kuss. Biggi rief zum Abendessen und zusammen gingen sie runter. Sie hatte belegte Brote gemacht da jetzt alles andere zufiel arbeit machte. Kurz darauf kamen auch Dirk und Laura wieder. Dirk war von seinem kleinen Bruder begeistert. Am nächsten tag wurden die neuen Möbel für Lisas Zimmer geliefert. Die nächsten zwei Monate war im Hause Wächter die reinste Baustelle. Thomas hatte beschlossen im Erdgeschoß gleich noch mit anzubauen. Er wollte das Wohnzimmer vergrößern und er wollte das gemeinsame Schlafzimmer nach unten verlegen. Ebenso sollte in den Anbau ein weiteres Bad und ein kleines Arbeitszimmer. In das alte Schlafzimmer sollte ein Gästezimmer. Biggi und die Mädchen waren davon begeistert. Alle halfen mit wo sie nur Konnten. Die dritte Crew kam jetzt erstmal nicht mehr zum Einsatz. Die A- Crew bestand weiterhin aus Thomas, Michael und Peter und die B- Crew aus Biggi, Gabi und Ralf. Gina und Biggi wechselten sich ab. So musste Gina nicht ganz aufs Fliegen verzichten und Biggi hatte zeit für Lisa, Laura und Max. Karin passte auf alle Kinder auf währen die Eltern Dienst hatten oder Renoviren halfen. Lisa, Dirk und Laura halfen ihr sooft sie konnten. Lisa und Laura mussten natürlich wieder zur schule. Lisa fand schnell wieder neue Freundinnen aber Lara fiel es etwas schwerer. Sie war froh das Dirk in ihrer Klasse war und ihr Half. Enrico half wo er gebraucht wurde. Die gesamte Crew wollte weihnachten auf der Basis feiern. Am Heiligabend trafen sie sich alle um 18.00 Uhr auf der Basis. Die Männer hatten einen großen Baum auf dem hof aufgestellt und ihn wunderschön geschmückt. Die Frauen hatten ein umwerfendes Essen zusammen gestellt. Es wurde gegessen, geredet und gelacht. Alle waren Glücklich. Bei der Bescherung hatten alle eine menge spaß. Vor allem die Kinder. Sie saßen noch bis Spät in die Nacht zusammen und erzählten. Allerdings zogen sie gegen 21.00 Uhr in die Villa Lüdwitz da man dort die Kinder hinlegen konnte. Zwei Tage vor Silvester war die Baustelle im Hause Wächter endlich verschwunden und es wurde beschlossen Silvester im neuen heim zu feiern. Es wurde die rück kehr von Lisa und Laura gefeiert und das Haus wurde eingeweiht. Lisa, Laura und Dirk zählten die letzten Sekunden im Alten Jahr mit. 10......9.....8.....7.....6.....5.......4.....3......2....1....0 FROHES NEUES JAHR! Alle umarmten sich und die Paare versanken in leidenschaftlichen Küssen. Sie stießen die Gläser aneinander und wünschten sich gegenseitig alles gute. ``Ich würde sagen das war ein Jahr wie kein anderes´´ flüsterte Thomas seiner Biggi ins Ohr bevor er sie lange und zärtlich küsste.

 

 

ENDE

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