Einfach nur Weg!!!!

 

Haupt Personen:

Gabriele Kollmann

Julian (Sohn von Gabi und Ralf)

Ralf Staller

Biggi Schwerin

Karin Thaler

Mike (Gabi’s Bruder)

Andy (Andrea)

Hannah (Tochter von Mike und Andy)

Prof. Maris

Luca

 

 

``Das ist nicht dein Ernst oder?´´ ``Doch sonst hätte ich es dir ja nicht gesagt.´´ ``Und wie lange läuft das schon?´´ ``Keine Ahnung so genau. Halbes Jahr?´´ ``Was??? Ich glaube ich hör nicht richtig.´´ Gabriele wußte nicht was sie sagen sollte. Seid zehn Minuten versicherte Ralf ihr das er sie Liebte und gleichzeitig erzählte er ihr das er seid einem halben Jahr ein Verhältnis hatte. ``Da du ja eh besseres zu tun hast gehe ich jetzt. Unsere Beziehung ist hiermit beendet.´´ ``Aber ich Liebe nur dich. Gib uns eine Chance´´ rief Ralf während er ihr zu ihrem Auto nach lief. Gabriele hatte sich den heutigen Abend so schön vorgestellt und er machte alles Kaputt. Sie schüttelte nur den Kopf und fuhr die Einfahrt runter. Ralf sah ihr wütend nach. Jetzt, wo Ralf sie nicht mehr sehen konnte kamen die Tränen. Sie hatte es geschafft vor ihm die Starke zu spielen doch jetzt konnte sie nicht mehr. Der Schmerz war zu groß. 10 Minuten später klingelte sie bei Karin. Als diese die Tür öffnete sah sie ihre Freundin erstaunt an. ``Hey was ist den passiert?´´ ``Ralf, er… er…´´ wieder fing sie an zu weinen und konnte nicht weiter sprechen. Karin bat ihr Freundin herein und setzte sich mit ihr auf das Sofa im Wohnzimmer. ``Also was ist mit Ralf?´´ fragte Karin vorsichtig. ``Er betrügt mich seit einem halben Jahr.´´ antwortete Gabi leise. Schon seit längerem lief es zwischen ihnen nicht mehr so gut und schon öfter hatte sie den verdacht gehabt das da noch etwas mit einer andren Frau lief doch ausgesprochen hatte sie es nie. Karin hatte so etwas auch schon vermutet trotzdem traf es sie jetzt. Tröstend nahm sie ihre Freundin in den Arm. Eine weile saßen sie schweigend da. Plötzlich klingelte Gabis Handy. Sie zuckte kurz zusammen und sah dann aufs Display. ``Eine SMS von Ralf´´ sagte sie leise während sie las was er wollte. ``Bitte Gib mir noch eine Chance, ich liebe dich, Ralf´´ ohne darauf zu antworten löschte sie die Nachricht. Karin machte Gabi das Gästezimmer fertig. Am nächsten Morgen fuhr Gabi lustlos zur Basis. Sie hatte noch viele SMS von Ralf bekommen doch sie hatte keine beantwortet. Auch als sie jetzt auf den Parkplatz kam wartete er bereits auf sie doch Gabi ging an ihm vorbei und ignorierte ihn. Nachdem sie sich umgezogen hatte ging sie nach draußen. In den nächsten beiden Wochen schwiegen Ralf und Gabriele sich an. Auf fragen ihrer Freundin Biggi antwortete sie gar nicht oder ausweichend. Gabriele bat sogar Michael mit ihr zu Tauschen doch Ebelsieder erlaubte das nicht. Gabriele saß auf der großen Wiese neben dem Hangar als ihr Handy klingelte. Auf dem Display erschien der Name Mike. ``Hallo Großer Bruder´´ sagte Gabriele leise. ``Hey Schwesterchen, was ist den mit dir los?´´ ``Ein Paar Problemchen. Wie geht es dir?´´ ``Mir geht es Prima. Es ist einfach Super hier. Ja klar es ist harte arbeit aber es ist einfach wunderbar zu sehen wie es den Menschen langsam besser geht.´´ ``Das ist doch super. Ich kann das irgendwie noch immer nicht so ganz glauben´´ ``Was?´´ ``Na das ich einen großen Bruder habe. Aber es ist wunderbar.´´ sie lächelte. ``Mir geht es nicht anders. Hast du nicht lust mich mal zu besuchen?´´ ``Warum nicht, ich schaue was sich machen läst´´ versprach Gabriele. Sie unterhielt sich noch eine weile mit ihrem Bruder bevor sie sich von einander verabschiedeten. Sie überlegte kurz und entschloss sich dann zu ihrem Bruder zu Fliegen. Sie stand auf und ging in das Büro ihres Chefs. ``Frau Dr. Kollmann, was kann ich für sie tun?´´ fragte Ebelsieder sie. ``Ich wollte Fragen ob ich ein Paar Wochen Frei haben könnte.´´ Ebelsieder sah sie verwundert an. ``Ja natürlich, allerdings nur wenn ich Ersatz für sie finde.´´ ``OK danke´´ sie nickte und ging wieder in den AR. Dort nahm sie ihr Handy heraus um ihrem Bruder bescheid zu sagen. Sie ereichte jedoch nur seine Freundin. ``Hallo Gabi´´ ``Hallo Andy, kannst du meinem Bruder sagen das ich euch demnächst überfalle?´´ ``Ja klar mache ich. Ich freu mich. Weist du den schon genau wann du kommst?´´ ``nein, mein Chef muss erst noch eine Vertretung finden.´´ ``Ok also bist Bald´´ ``Ja und grüß ihn noch mal.´´ die beiden verabschiedeten sich voneinander und Gabi legte ihr Handy auf den Tisch bevor sie aufs Klo verschwand. Fünf Minuten später kam bereits die SMS von ihrem Bruder. Genau im gleichen Augenblick kam Ralf in den AR. Er Sah wie Gabrieles Handy blinkte. Er sah sich um und als er niemanden sah ging er zum Tisch. ``Eine Nachricht von Mike´´ konnte er auf dem Display lesen. Er sah sich noch einmal um und nahm dann das Handy in die hand. ``Hi kleines, ich freue mich sehr das du kommst. Sag mir bescheid wann du landest damit ich dich am Flughafen abholen kann. Bis demnächst dein Mike.´´ Ralf hörte das Gabriele wiederkam und legte schnell das Handy weg. Er setzt sich aufs Sofa und sah in eine Zeitung. Gabi lass die Nachricht und begann Glücklich zu grinsen. Ralf tat es weh zu wissen das sie einen neuen Mann kennen gelernt hatte. Er konnte ja nicht wissen das Mike ihr Bruder war. Eine Halbe Stunde später kam Ebelsieder in den AR. ``Fr. Dr. Kollmann wenn sie wollen können sie ab sofort Urlaub nehmen. Ihre Freundin Dr. Thaler springt für sie ein´´ ``Echt, wow das ist ja super´´ freute sich Gabriele. ``Du fährst weg?´´ fragte Ralf möglichst gelangweilt. ``Ja, ich fahre zu Mike, was dagegen?´´ ``Nein natürlich nicht. Viel Spaß´´ Ralf wusste nicht warum er das sagte. Eigentlich machte es ihm eine menge aus und er wünschte ihr auch nicht das sie Spaß hatte. Als ihre Schicht endlich zu ende war fuhr Gabriele voller Vorfreude nach hause. ``Vielen Dank Karin´´ rief sie ihrer Freundin zu als sie zur Tür herein kam. Karin grinste ihr nur zu. Sie freute sich das Gabriele endlich wieder lachte. Gabi buchte übers Internet einen Flug nach Afrika für den nächsten Morgen und fing an ihre Sachen zu Packen. Am Abend telefonierte sie noch Kurz mit Biggi. Karin brachte sie am nächsten Morgen zum Flughafen.

Als das Flugzeug endlich landete stieg Gabriele erleichtert aus. Die Hitze Afrikas schlug ihr entgegen als sie aus dem Flugzeug stieg. Als sie in die Halle kam erwartete ihr Bruder sie bereits. Die beiden vielen sich Glücklich in die Arme. ``Du siehst aber gar nicht gut aus´´ meinte Mike und nahm sie fest in den Arm. ``Ich erzähle es dir später´´ sagte sie und folgte ihm nach draußen. Mike führte sie zu einem der Hubschrauber Landeplätze. Aus einem der Helikopter stieg Andy aus. Sie kam auf Gabriele zu und nahm sie in den Arm. ``Hi, wie war dein Flug?´´ ``Lang aber es ging´´ lächelte Gabriele. Mike ging noch einmal zurück um ihr Gepäck zu holen. Außerdem kam noch ein Junger Mann mit der neu zum Team von Ärzte ohne grenzen kam. Als nun alles verstaut war flog Andy los. Sie flogen ca. 1 ½ Stunden. Dann landete Andy mitten in der Wüste auf einem kleinen geteerten Stück Boden. Gabi sah außer einem Hangar gar nichts. Mike stieg aus und holte hinter dem Gebäude einen Jeep. Nachdem sie alles umgeladen hatten ging die Fahrt weiter. Endlich erreichten sie ein kleines Dorf am Meer. Etwas davon entfernt sah Gabi die neue Klinik die hier aufgebaut wurde. Mike fuhr direkt zu der Klinik. Im Dorf winkten ihm ein paar Leute zu. ``Luca, im zweiten stock ist das Büro unserer Verwaltungsdirektorin. Sie erwartet dich bereits. Gabi du kannst mit Andy mitgehen, ich muss noch kurz etwas erledigen.´´ sagte Mike. Gabi nickte. Sie nahm ihre Tasche und folgte Andy. Luca ging ins Klinik Gebäude. ``Hier kannst du dich einrichten.´´ sagte Andy und zeigte ihr ein Zimmer in ihrem und Mikes Haus. Gabi nickte ihr dankend zu.

``Kann ich irgendetwas helfen?´´ Mike drehte sich um und sah seine Schwester an. ``Wolltest du nicht Urlaub machen?´´ ``Nee eigentlich nicht´´ grinste Gabriele. In diesem Moment kam ein Kind zu ihr gelaufen. Gabriele hob es hoch. ``Hallo Mischa, na was hast du den diesmal?´´ lächelnd sah Mike den Jungen an. Dieser grinste ihn an und hielt ihm seinem Fuß hin. Als Mike ihn sich ansah fand er in der Sohle einen ziemlich großen Stachel. Vorsichtig zog er ihn heraus. ``Wo hast du den den her?´´ wollte er wissen doch Mischa war schon wieder verschwunden. Mike sah ihm lachend nach. ``Unser Stammgast´´ erklärte er Gabriele. In den nächsten beiden Wochen half Gabriele wo sie nur konnte. Sie fühlte sich total wohl und lebte wieder richtig auf. Mike freute sich als er sah das es seiner Schwester wieder besser ging.

``Willst du nicht hier bleiben?´´ verdutzt sah Gabriele ihren Bruder an. ``na so eine Ärztin wie dich können wir immer gebrauchen. Und dir macht es doch auch Spaß oder?´´ ``Ja schon aber…Ich meine ich habe zu Hauße einen Job der mir Spaß macht und dort sind meine Freunde.´´ sagte sie. ``Danke aber ich denke ich fahre wie geplant ende der Woche nach Hause. Außerdem muss ich Ralf noch etwas sagen.´´ lehnte Gabriele dankend ab. ``Wie du meinst aber du bist hier immer willkommen.´´ sagte Mike und nahm sie lächelnd in den Arm. Sie hatte mit ihrem Bruder über Ralf gesprochen und fühlte sich jetzt besser. Sie war sich sicher das jetzt zu schaffen.

Eine Woche später war sie schon wieder zu hause. Als sie an ihrem ersten Arbeitstag wieder auf der Basis erschien hatte sie ein komisches Gefühl im Bauch. Langsam ging sie in den AR. Was sie dort sah verschlug ihr die Sprache. Ralf saß auf dem Tisch. Seinen rechten Fuß hatte er auf einen Stuhl gestellt. Vor ihm stand eine Junge Frau die ihn verliebt anlächelte. Auf seinem Arm hatte er ein Baby. Gabriele wusste sofort das es sein Kind war. Leise ging sie weiter in die Umkleide. Dort traf sie auf Biggi doch Gabi bemerkte sie erst gar nicht. Sie setzte sich auf eine der Bänke und stützte den Kopf in die Hände. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Damit hatte sie am aller wenigsten gerechnet. ``Hey schön das du wieder da bist´´ Gabi zuckte zusammen und sah Biggi an. ``Hallo Biggi, ich habe dich gar nicht bemerkt.´´ Biggi lächelte sie an. ``Das habe ich gemerkt. Was ist den los?´´ ``nichts, nichts´´ antwortete sie. Sie lehnte sich nach hinten und hielt sich eine Hand an den Kopf. ``Alles ok mit dir?´´ ``Ja, ja mein Kreislauf ist nur seit meinem Urlaub etwas Durcheinander´´ log Gabriele. ``Bist du sicher?´´ hackte Biggi nach und Gabi nickte obwohl es ihr nicht leicht viel ihr Freundin anzulügen. Sie zog sich langsam um. ``Na dir scheint es ja echt gut gegangen zu sein´´ grinste Biggi. Gabi sah sie fragend an. ``Du hast mindestens zwei Kilo zugenommen´´ stellte Biggi trocken fest. ``Dein Mike scheint dich gut bekocht zu haben.´´ Gabi schloss schnell den Roten Overall. ``Woher weißt du von Mike?´´ ``Ralf hat mir gesagt das du zu ihm fährst.´´ ``Und woher wusste er das?´´ ``ich glaube er hat eine von deinen SMS gelesen wo Mike geschrieben hat das er sich auf dich freut, kleines´´ grinste Biggi. Auch Gabi musste nun lächeln obwohl sie es gar nicht toll fand das Ralf ihre SMS las. ``Dieser Mike ist mein großer Bruder.´´ lachte sie. ``Dein Bruder? Wieso weiß ich nichts von ihm?´´ wollte Biggi beleidigt wissen. ``Weil wir selbst erst seid dem Tod unseres Vaters vor einem halben Jahr voneinander wissen.´´ ``Dann war Ralf ja ganz umsonst eifersüchtig´´ ``Sieht so aus. Ist das Baby von ihm?´´ fragte sie dann noch während sie ihr Gesicht wusch und das Make-up neu auftrug. Biggi nickte. ``Ja das ist seine Tochter. Sie ist vor einer Woche auf die Welt gekommen.´´ sagte Biggi. Gabi nickte und ging mit ihrer Freundin nach draußen. Ralfs Freundin war inzwischen

verschwunden. ``Hallo Ralf´´ sagte Gabriele und bemühte sich möglichst Normal zu klingen. ``Oh hallo Gabriele, ich habe gar nicht bemerkt das du gekommen bist´´ ``ich weiß du warst mit deiner kleinen Familie beschäftigt.´´ sagte Gabi und spürte einen kleinen stich ins Herz. Sie merkte wie ihr wieder die Tränen kamen und ging deswegen nach draußen. Biggi lief ihr nach. ``Gabi bitte sag mir was los ist. Dein Schwindelanfall vorhin und die zwei Kilo, da steckt dich was anderes dahinter oder?´´ langsam nickte Gabi. Sie setzte sich auf das Brett auf dem Normalerweise der Helli in den Hangar geschoben wurde. ``Nun sag schon was los ist.´´ bat sie. ``Ich bin Schwanger. Eigentlich hatte ich gehofft Ralf und ich hätten vielleicht doch noch eine Chance. Aber das kann ich mir jetzt abschminken. Ich hätte in Afrika bleiben sollen.´´ sagte sie leise. ``Wie in Afrika?´´ ``Mein Bruder hat mir dort einen Job in der neuen Klinik angeboten.´´ Biggi nickte und nahm sie in den Arm. ``Willst du es ihm sagen?´´ ``ich weiß nicht genau. Ich meine eigendlich müsste er es wissen aber er hat jetzt eine neue Familie. Ich denke ich werde ihm nichts sagen.´´ ``Und willst du jetzt zurück?´´ ``Nein ich kucke mal ob ich es hier schaffe.´´ sagte Gabriele leise.

Die nächsten Wochen waren für sie die reinste Qual. Immer wieder sah sie Ralf mit seiner Tochter und seiner Freundin und sie stand da und würde so was niemals mit ihm erleben. Sie würde ihr Kind alleine großziehen. Ohne es wirklich zu wollen behandelte sie Ralfs Freundin sehr Eisig. Auch mit Ralf stritt sie sich immer wieder. Außer Biggi und Karin schien aber niemandem aufzufallen das sie schwanger war.

``Sag mal was ist eigendlich los mit dir?´´ wollte Ralf wissen nachdem sie sich wieder einmal gestritten hatten. ``nichts was soll sein?´´ wollte Gabriele wissen. ``Lara gegenüber benimmst du dich schlimmer als ein Eiszapfen und mit mir streitest du dich auch dauernd.´´ ``Entschuldige bitte das ich die Frau die mir den Mann ausspannt nicht mit offenen armen empfange.´´ antwortete sie. ``Du bist selber Schuld. Du hast dich von Mir getrennt.´´ ``Sehr witzig, was hättest du den vorgeschlagen? Eine Dreiecksbeziehung?´´ wollte sie wissen. ``Nein ich hätte mich von Lara getrennt.´´ ``Das glaubst du doch wohl selbst nicht oder? Ich habe euch doch gesehen. Ihr seid auf Wolke 7. Außerdem hättest du dich doch nie von einer Schwangeren Frau getrennt, dafür bist du viel zu verantwortungsbewusst.´´ Gabriele sah ihm direkt in die Augen. Sie wollte sich weg drehen doch dann überlegte sie es sich anders. ``Du wirst noch einmal Vater´´ sagte sie leise und ging an ihm vorbei. ``Was?´´ schrie Ralf. ``Das kann doch gar nicht sein. Willst du mir alles zerstören? Ok du hast Recht, ich hätte mich nicht von Lara getrennt und schon gar nicht als ich wusste das sie Schwanger ist. Wenn du es nicht erträgst das ich wieder Glücklich bin ist das dein Problem. Außerdem kann ich doch gar nicht sicher sein ob das Kind von mir ist. Was ist den mit diesem Mike? Wahrscheinlich ist er der Vater und du willst mir nur mein neues Glück zerstören´´ schrie er ihr nach. Gabi blieb wie angewurzelt stehen und drehte sich langsam um. ``Es war ein Fehler hier her zurück zu kommen. Ich wünsche Lara und dir viel Glück, mach’s Gut´´ Gabriele war ganz ruhig und sprach nur sehr leise. Ihr war klar das dass mit ihr und Ralf hier nie Funktionieren würde. Sie suchte Biggi. ``Hi da bist du ja endlich. Ich gehe zurück zu meinem Bruder. Tschüss Biggi.´´ sie nahm ihre Freundin in den Arm. Bevor diese etwas sagen konnte war Gabi schon verschwunden. Sie ging zu ihrem Auto und fuhr vom Hof. Sie hatte gesehen wie Michael gekommen war und hatte deswegen nun auch kein schlechtes gewissen. Michael sah ihr verwundert nach. ``Was war den mit Gabi los?´´ wollte Michael von Ralf im AR wissen. ``Ach, sie hat versucht meine Beziehung mit Lara zu zerstören. Sie hat behauptet sie währe von mir schwanger. Ich bin mir sicher das sie wenn überhaupt von diesem Mike schwanger ist.´´ Biggi hatte seine letzten Worte gehört. ``Hast du ihr das auch gesagt?´´ ``Ja natürlich´´ sagte Ralf. ``Ihr Männer seid solche Deppen´´ stellte Biggi fest. ``Hey was soll das den jetzt?´´ wollte Michael wissen. ``Vergesst es.´´ Gabi schien ihnen nicht erzählt zu haben wer Mike war also würde sie ihm das auch nicht erzählen.

Gabi packte mit Tränen in den Augen ihre Tasche. Sie hatte glück und erwischte einen Lastminute Flug nach Afrika. ``Karin, kannst du mich zum Flughafen bringen?´´ wollte Gabi wissen. Ihre Freundin nickte. Sie fand es sehr schade das Gabi weg ging doch auch ihr war klar das Gabi das Nervlich niemals durchhalten würde. Den ganzen Flug über dachte Gabi an Ralf und wie er reagiert hatte. Sie war froh es ihm erst jetzt gesagt zu haben und nicht damals an dem Abend als er ihr alles Gestand. Wenn sie sich überlegte das er vielleicht Jahre lang mit ihr und Lara zusammen gewesen währe schnürte es ihr die Kehle zu. Irgendwann weinte sie sich in den Schlaf. Als sie endlich am Flughafen ankam atmete sie erleichtert auf. Als sie zum Hubschrauberplatz sah erkannte sie den Hubschrauber mit dem sie damals geflogen war. Als sie ihr Gepäck hatte ging sie darauf zu. Luca erkannte sie und kam zu ihr. ``Gabi, na hast du uns so vermisst?´´ Gabi lächelte ihn nur an. ``Wie lange bleibst du diesmal?´´ ``Vielleicht für immer.´´ sagte sie leise und sah ihn an. ``Fliegst du zur Klinik?´´ ``Ja, ich kann dich mitnehmen aber ich muss vorher noch etwas für die Klinik in empfang nehmen.´´ ``Danke´´ lächelte Gabriele. Eine halbe stunde später konnten sie los. Luca flog jedoch direkt zur Klinik. Gabi sah ihn fragend an. ``Seid letzter Woche haben wir einen Landeplatz auf dem Klinikdach.´´ sagte Luca und setzte zur Landung an. Gabi bedankte sich bei ihm und stieg aus. Langsam ging sie durch die Klinik. Sie brachte ihre Sachen in das haus von Mike und Andy und ging dann auf die Suche nach den beiden. ``Wen haben wir den da?´´ erschrocken drehte Gabi sich um und sah in das lächelnde Gesicht ihres Bruders. ``Musst du mich so erschrecken?´´ ``Na klar.´´ grinste er und nahm sie in den Arm. ``Hast du es dir anders überlegt´´ Gabi nickte. ``Das ist Prima.´´ ``Ja schon allerdings werde ich in vier Monaten Mutter´´ sagte sie und zeigte auf ihren Bauch. Mike lachte laut los und Gabi sah ihn verdutzt an. In diesem Moment kam Andy um die ecke. ``Oh hallo Gabi´´ Als sie Gabis bauch sah begann sie ebenfalls zu lachen und nun wusste auch Gabi was los war. Andy war ebenfalls schwanger. Gabi arbeitete noch so lange wie es ihr zustand zu lies. Mike verwöhnte sie und Andy und Gabi dachte nur sehr wenig an Ralf. Andy und Mike verstanden es super sie von ihm abzulenken.

Vier Monate später brachte sie ihren Sohn Julian zur Welt. Nur eine Woche später wurde auch Andys Tochter Hannah geboren. Die beiden Kinder wuchsen wie Zwillinge auf. Gabi schickte sowohl Biggi als auch Karin ein Bild von ihrer neuen Großfamilie.

Es waren inzwischen Fünf Jahre vergangen. Gabi kam gerade von einer anstrengenden OP. Vier stunden hatte sie gebraucht und sie war Hundemüde doch bevor sie sich etwas hinlegte wollte sie ihren Sohn sehen. Sie war gerade auf dem Weg in den kleinen Kindergarten als sich ihr Pieper meldete. Sie sah genervt darauf und machte sich dann auf den weg ins Behandlungszimmer 4. Durch die Scheibe sah sie wie Mike über ein Kind gebeugt an der Liege stand. Gabi öffnete die Tür und ging zu ihm. ``Was haben wir?´´ fragte sie und sah auf die Geräte während sie ihre Handschuh überzog. Als Mike nicht antwortete sah sie das Kind an. ``Julian´´ rief sie entsetzt und beugte sich zu ihm. ``Was ist passiert?´´ ``Marie hat mich gerufen. Er hat mit den anderen Jungs im garten gespielt. Plötzlich ist er umgefallen und hat sich den Kopf gestoßen. Er hat eine Platzwunde am Hinterkopf und vermutlich eine Gehirnerschütterung. Ich würde ihn gerne noch Röntgen´´ sagte Mike und sah sie an. Gabi nickte während sie die Hand ihres Sohnes hielt. Während er Geröntgt wurde wich sie nicht von seiner Seite. Mike sah sich die Bilder an und ordnete dann noch eine Computertomographie an. ``Was ist Mike? Warum muss er auch noch in die Röhre?´´ wollte sie ängstlich wissen. ``ich will nur einen verdacht ausschließen.´´ sagte Mike ausweichend. ``Was für ein verdacht?´´ wollte Gabi sofort wissen. ``Ich möchte dich nicht beunruhigen. Ich sage dir sofort bescheid wenn ich etwas genaueres weiß.´´ ``Ich bin Ärztin und seine Mutter bitte sag mir was los ist´´ bat Gabriele nachdrücklich doch Mike schüttelte den Kopf. ``Am besten du gehst mit Julian hinein. Dann ist er nicht alleine´´ sagte er und zeigte auf den Jungen der bereits auf der Liege lag. Angst hatte er keine da er die Leute um sich herum kannte.´´ ``Mama, kommst du zu mir?´´ wollte er wissen. Gabi sah Mike noch einmal eindringlich an und ging dann zu ihm. Während Gabi die Hand ihres Jungen hielt sah sie immer wieder zu Mike. Dieser sah auf den Computer. Als die Untersuchung beendet war hatte sich Mikes Verdacht leider bestätigt. ``Also was ist los?´´ wollte Gabi wissen. ``Warte noch einen Moment. Andy wird gleich hier sein.´´ Gabi sah ihn fragend an. ``Was soll das Mike?´´ fragte sie ihn und ging an ihm Vorbei in den kleinen Raum. Dort setzte sie sich vor den Computer und sah entsetzt auf die Bilder ihres Sohnes. Dann stand sie auf und sah auf die Röntgen Bilder doch da war genau das gleiche zu sehen. ``Das ist nicht war, das kann nicht sein, ich hätte doch etwas bemerken müssen´´ stotterte Gabi. Bevor sie zusammenbrach. Mike lief sofort zu ihr und hob sie hoch. Julian wurde auf die Kinderstation gebracht. Mike brachte Gabriele ins Behandlungszimmer wo auch kurz darauf Andy eintraf. ``Hey Gabi, hörst du mich?´´ langsam öffnete Gabi wieder die Augen. ``Warum gerade er?´´ wollte sie mit tränen in den Augen wissen. ``Ich weiß es nicht.´´ sagte Mike und versuchte sie zu beruhigen. ``Lass uns erst mal die Ergebnisse der nächsten Untersuchungen abwarten.´´ ``Aber ich hätte doch etwas merken müssen.´´ Verzweifelt sah sie ihren Bruder an. ``Nicht unbedingt. Julian hatte vermutlich nur minimale Gleichgewichtsstörungen.´´ Andy nahm sie in den Arm. ``Aber so ein Tumor ist doch nicht von heute auf morgen einfach da´´ Gabi wollte es einfach nicht glauben. ``Gabi bitte mach dich nicht fertig. Julian braucht dich.´´ Mike sah sie eindringlich an. Julian musste in der Klinik bleiben und Gabi saß die ganze Zeit an seinem Bett. Mike hatte dafür gesorgt das sie vom Dienst frei gestellt wurde. Als Julian eingeschlafen ging Gabi kurz nach draußen auf den Balkon. ``Kann ich dir irgendwie helfen?´´ Gabi sah Luca müde an. ``Nein aber danke für das Angebot. Hast du Dienst?´´ Luca schüttelte den Kopf. ``Mein Dienst beginnt in einer Stunde´´ Luca war ein Junger Arzt der nach seinem Studium keine Stelle in einer Klinik bekommen hatte. Daraufhin hatte er beschlossen zu Ärzte ohne grenzen zu kommen. ``Könntest du dann einfach ein bisschen bei mir bleiben?´´ fragte sie leise. ``Ja natürlich´´ er lächelte sie verliebt an und nahm sie in den arm. Sie waren schon seid einem halben Jahr ein Paar. Zwar war es nicht offiziell bekannt doch das Gerücht ging schon lange in der Klinik um. Luca war immer da wenn Gabi ihn brauchte und er strahlte eine unheimliche Ruhe aus die ihr gut tat. Das sie sich liebten hatten sie schnell herausgefunden doch bis sie ein Paar wurden dauerte es noch eine ganze weile. Mike kam leise ins Zimmer und sah nach Julian. Als er Gabi und Luca auf dem Balkon sah lächelte er. ``Also doch. Aber es ist gut wenn sie nicht alleine ist´´ sagte er zu sich selbst und verließ das Zimmer wieder.

Zwei Tage später war klar das Julian so schnell wie möglich Operiert werden musste.

``Wir können diese OP hier nicht Durchführen. Ich würde die raten nach Österreich zu gehen. Ein alter Freund von mir ist dort Professor. Er könnte Julian Operieren. Gabi hörst du mir überhaupt zu?´´ ``Was? Ja ja´´ ``Er muss Operiert werden´´ sagte Mike mit Nachdruck. ``Wie lange könnte er ohne OP überleben?´´ ``Das ist nicht dein Ernst Gabi oder?´´ ``Wie lange?´´ ``Ich weiß nicht, vielleicht zwei Jahre höchstens Drei. Aber…´´ ``Du weißt selber wie hoch das Risiko ist. Der Tumor lieg direkt am Gehirn. Er könnte Querschnittgelähmt bleiben oder sogar Tod sein´´ rief Gabriele aufgebracht. ``Und die Kosten spielen auch keine allzu kleine Rolle´´ ``Die kosten sind jetzt erst mal unser kleinstes Problem. Ich weiß wie hoch das Risiko ist aber wenn alles gut geht hat er eine reale Chance.´´ Mike sah sie verzweifelt an. Gabi sank auf den Stuhl der beim Schreibtisch stand. ``Ich weiß Mike´´ sagte sie leise. ``Red mal mit Luca´´ schlug Mike vor. Gabi sah ihn verwundert an doch dann nickte sie. Luca riet ihr das gleiche wie Mike und schließlich stimmte Gabi der OP zu. Von nun an ging alles sehr schnell. Mike kümmerte sich darum das Julian Operiert werden konnte. Stundenlang telefonierte er mit seinem Kollegen. Andy kümmerte sich um die Flüge. Sie, Mike, Hannah und Luca würden Gabi und Julian begleiten. Keiner von ihnen wollte Gabi alleine lassen. Zum Glück konnten sie sich alle Freimachen in der Klinik.

``Hallo Karin, hier ist Gabi´´ ``Hallo Gabi, schön das du dich mal meldest. Wie geht es dir?´´ ``nicht so gut. Ich muss für kurze Zeit nach Österreich kommen, könntet ihr uns unterbringen?´´ ``Ja klar, wie viele seid ihr den?´´ ``Wir sind zu sechst´´ ``Klar das schaffen wir schon irgendwie. Was ist den los?´´ ``Ich erzähle dir alles wenn wir bei euch sind. Im Moment sind wir erstmal im Stress. Ich bin auf jedenfalls froh das wir bei euch unterkommen können´´ ``Das ist doch klar. Weist du schon wann ihr kommt?´´ ``Ja Moment´´ Andy gab ihr den Termin und Gabi gab ihn an Karin weiter. ``Bitte sag keinem etwas. Ich weiß nicht wie viel Zeit ich haben werde.´´ bat sie noch und Karin versprach ihr das. Fünfminuten später verabschiedete sie sich von Karin. ``Ok sie bringen uns unter.´´ sagte Gabi und lehnte sich stöhnend zurück. Andy trat hinter sie und begann ihr die Schläfen zu massieren. ``Du solltest mehr schlafen´´ ``Und wie? Julians Zustand verschlechtert sich von Tag zu Tag. Die Gleichgewichtsstörungen werden stärker und er hat immer öfter Kopfweh. Wie kann sich das so schnell entwickeln?´´ ``ich weiß es nicht, aber wir schaffen das alle zusammen´´ Andy versuchte sie zu beruhigen. Eine Woche später machten sie sich auf den weg. Mit zwei Hubschraubern wurden sie zum Flughafen gebracht. In ihrem Flugzeug war eine Extravorrichtung damit Julian liegen konnte. Die Bordangestellten kümmerten sich besonders um den kleinen Passagier und seine angehörigen. Am Flughafen in Österreich wurden sie von einem Krankenwagen erwartet. Die anderen Fuhren mit einem Taxi. Zum Glück verschliefen die Kinder den größten Teil der Reise. Als sie in der Klinik von Prof. Maris ankamen begrüßter dieser sie Persönlich. Er zeigte ihnen Julians Zimmer und mit Mike besprach er das weitere vorgehen. Gabi hatte dazu im Moment keine Nerven und Luca wollte sie nicht alleine lassen. ``Ok wir haben jetzt soweit alles geklärt.´´ Mike betrat das helle Zimmer auf der Kinderstation. ``Gut dann fährst du jetzt mit den Frauen und Hannah zu Gabis Freundin. Ich bleibe hier bei Julian. Sieh zu das Gabi sich etwas hinlegt. Wenn sie wieder Fit ist kann sie mich hier ablösen.´´ sagte Luca. Gabi wollte widersprechen doch Luca sah sie bittend an. Gabi war zu Müde um dich dagegen zu wehren. Sie verabschiedete sich von ihrem Sohn und ging mit den anderen ihr Gepäck holen das sie im Zimmer des Prof. abgestellt hatten. Von dem Büro aus rief sie auch Karin an. Diese versprach sofort zu kommen. Eine Viertelstunde später klopfte Karin an die Büro Tür. ``Hallo ich bin Karin.´´ ``Hi ich bin Mike und das ist meine Frau Andy mit unserer Tochter Hannah. Gabi ist noch einmal zu Julian´´ ``Was ist mit ihm?´´ ``Kommen sie mit ich bringe sie zu ihr.´´ sagte Andy. ``Soll ich schon mal das Gepäck runter bringen?´´ Karin nickte. Sie gab ihm ihre Autoschlüssel und sagte ihm wo ihr Wagen stand. Dann folgte sie Andy. Gabi saß an Julians Bett und hielt seine hand. Innerhalb dieser zwei Wochen hatte sich sein Zustand sehr verschlechtert. Leise tränen liefen ihr über die Wange. Andy zeigte ihr das Zimmer und ging dann zurück um Mike zu helfen. Karin sah entsetzt auf den kleinen Jungen der Umgeben von Geräten und Schläuchen in seinem Bett lag. Sie Klopfte leise an und betrat das Zimmer. Gabi sah auf und versuchte zu lächeln als sie Karin sah. ``Hallo´´ sagte sie leise. Karin merkte sofort wie fertig ihre Freundin war. Schweigend nahm sie sie in den Arm. Eine weile standen sie schweigend da. ``Bringen sie sie nach Hause´´ Karin drehte sich um. Erst jetzt bemerkte sie den Jungen Mann der Hinter ihr saß. Sie nickte und ging mit Gabi nach draußen. Den ganzen weg bis zum Auto hatte sie einen Arm um ihre Freundin gelegt. ``Wo fahren wir den hin?´´ wollte Gabi wissen. Sie war zwar Müde doch das sie nicht zu Karins Wohnung fuhren merkte sie. ``ich wohne seid einer Woche bei Michael und Thomas. Dort ist auch genug Platz für euch alle.´´ Gabi nickte. Die lange Reise und die Durchwachten Nächte der letzten Woche hatten doch stark an ihr genagt. Noch während sie fuhren schlief sie ein. Als sie an der Villa ankamen hob Mike sie hoch und trug sie ins Bett. Im Flur kamen ihnen Thomas und Michael entgegen. Sie wollten ihre Kollegin schon freudig begrüßen als sie bemerkten das Gabi schlief. Sie sahen sich verwundert an und zeigten Mike wo er hinmusste. Dann gingen sie raus um beim Ausladen des Gepäcks zu helfen. Nachdem Hannah im Bett war setzten sich die anderen auf die Terrasse. ``Was ist den nun mit Julian? Ich habe mich vielleicht erschrocken als ich ihn gesehen habe´´ fragend sah Karin Mike an. Sie kannte ihn und auch seine Frau von Fotos die Gabi geschickt hatte. ``Er hat einen Tumor. Er liegt so nah am Gehirn das das Risiko noch höher ist. Wir haben ihn eher zufällig gefunden. Seid dem hat sich Julians Zustand stark verschlechtert. Gabi hat seid dem kaum geschlafen. Sie saß immer nur an seinem Bett. Kein wunder das sie eben im Auto eingeschlafen ist. Sie war echt fertig. Ihr Freund Luca ist bei Julian´´ Die drei freunde sahen sich traurig an. Sie hätten sich gerne unter anderen umständen mit Gabi wieder getroffen. Sie unterhielten sich noch eine weile bevor auch Andy und Mike ins Bett gingen. Karin sah noch einmal nach Gabi bevor auch sie in ihr Bett ging. Als Gabi am nächsten Morgen aufwachte brauchte sie eine weile bis sie wusste wo sie war doch dann lächelte sie. Sie stand auf und ging leise nach unten. Es war noch sehr früh und alle anderen im Haus schliefen noch. Allerdings bemerkte sie das Michael und Thomas wohl schon zum Dienst gefahren waren. Sie überlegte und sah auf die Uhr. Die beiden konnten erst seid ein paar Minuten weg sein da ihr dienst in Fünf Minuten erst begann. Sie nahm sich einen kleinen Zettel und schrieb Karin einen Brief bevor sie sich ihre Autoschlüssel lieh und zur Basis fuhr. Sie wusste das sie jetzt in der Klinik nur alle wecken würde und untätig herum sitzen wollte sie auch nicht. Nur wenige Minuten später erreichte sie die Basis und betrat sie mit mulmigem Gefühl. Im AR sah sie Thomas, Michael, Peter, Biggi und Ralf. Dann war da noch eine Junge Frau die auf Ralfs Schoß saß und ein Kind das ihnen gerade etwas erzählte. Ganz langsam ging sie durch den Flur in den AR. ``Schau mal Papa´´ das Mädchen hielt Ralf ein Blatt Papier hin. Sie war also Ralfs Tochter, aber wer war die Frau. Gabi war sich sicher das es nicht Lara war. ``Wer bist du?´´ Gabi sah überrascht nach unten. Das Mädchen stand vor ihr und sah sie mit großen Augen an. Gabi lächelte sie an und nahm sie auf den Arm. ``ich bin Gabi und du?´´ ``Ich heiße Nina´´ Nun sahen auch die erwachsenen auf. ``Gabi´´ Biggi sprang überrascht auf und stürmte auf ihre Freundin zu. Gabi stellte schnell die kleine auf den Boden und nahm dann Biggi in den Arm. ``Was machst du hier? Warum hast du nichts gesagt?´´ ``Langsam, Langsam´´ rief Michael und ging nun auch zu Gabi. ``Hallo, gestern Abend warst du schon am Schlafen als Mike dich ins haus getragen hat.´´ Er umarmte Gabi. ``Ich schließlich mal an. Wenigstens siehst du jetzt schon etwas besser aus als Gestern Abend.´´ sagte Thomas und begrüßte sie ebenfalls. ``Hää? Wieso gestern Abend? Kann mir mal einer sagen was hier los ist?´´ Biggi sah von einem zum anderen. ``Wir sind gestern hier angekommen, nachdem wir in der Klinik waren hat Karin uns abgeholt. Ich bin im Auto eingeschlafen und Mike hat mich rein getragen deswegen konnten sie mich nicht mehr begrüßen. Bitte endschuldige Biggi aber ich wusste nicht ob ich Zeit haben würde euch zu begrüßen.´´ Biggi sah zwar immer noch etwas beleidigt aus doch sie bot Gabi einen Kaffee an den sie gerne nahm. Bevor sie sich setzte sah sie noch zu Ralf. Ihre Blicke trafen sich. Gabi wollte sich schon setzten als Ralf aufstand und zu ihr ging. ``Hallo Gabriele´´ sagte er leise und nahm sie lange in den Arm. Es tat gut ihr so nah zu spüren doch Gabi merkte das da kein Kribbeln mehr war, erleichtert löste sie sich wieder von ihm. ``Hallo ich bin Bianca, Ich vermute mal das ich deine Nachfolgerin bin.´´ Bianca gab ihr die Hand. Gabi begrüßte sie lächelnd. Dann setzte sie sich. ``Also jetzt sag endlich. Warum bist du hier und warum in der Klinik und wer ist wir?´´ ``Ach Biggi, wie habe ich deine Neugier vermisst´´ grinste Gabi. Biggi tat beleidigt. ``Also wir sind Mike, Andy, Hannah, Luca, Julian und ich. In der Klinik waren wir wegen Julian und auch wegen ihm sind wir hier.´´ ``Ist Mike dein neuer Freund?´´ Gabi grinste Ralf an. ``Ich fand es nicht sehr nett das du meine SMS von Mike gelesen hast. Deswegen habe ich dir auch nicht gesagt das er mein großer Bruder ist.´´ als sie Ralfs Gesicht sah musste sie noch mehr lachen. ``Du bist selber schuld´´ grinste sie. ``Andy heißt eigentlich Andrea und ist seine Frau. Hannah ist ihre Tochter. Luca ist mein neuer Lebenspartner und Julian ist mein…´´ sie sah zu Ralf. ``Unser Sohn´´ sagte sie dann. Ralf hatte sich kurz zu Nina hinunter Gebäude und sah nun wieder auf doch er sagte nichts. ``Und warum ist er in der Klinik?´´ ``Vor zwei Wochen ist er gestürzt und hatte eine Platzwunde am Hinterkopf. Mike hat wegen dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung noch ein Röntgenbild gemacht. Dabei hat er einen Tumor festgestellt.´´ ``Was?´´ Biggi und Ralf sahen sie entsetzt an. Gabi schluckte. Sie merkte wie ihr schon wieder die tränen kamen. ``Er liegt Ziemlich nah am Gehirn und ihr wisst ja was das für ein Risiko ist. Mitte nächsten Monat wird er Operiert.´´ sie sah auf den Tisch. Im Raum herrschte absolute ruhe. ``Warum hast du mir nichts gesagt?´´ wollte Ralf wissen. Gabi lächelte ihn an. ``Du hast mir vor Fünf Jahren sehr deutlich zu verstehen gegeben das du uns nicht in deinem neuen Leben möchtest und das habe ich respektiert.´´ Ralf senkte den Kopf. ``Darf ich fragen was mit Lara ist?´´ fragend sah sie Ralf an. ``Sie hatte einen Autounfall. Vor drei Jahren.´´ sagte er. Er wirkte zwar sehr gefasst doch Gabi kannte ihn gut genug um zu wissen das er noch immer darunter litt. ``Es tut mir leid aber ich muss los. Karin und die anderen Drei warten in der Villa auf mich und Luca ist noch immer in der Klinik bei dem kleinen´´ sagte Gabi und verabschiedete sich von ihren Freunden. Auf dem weg zurück in die Villa fuhr sie noch beim Bäcker vorbei. Als sie bei den anderen wieder ankam warteten die bereits auf sie. ``Guten Morgen. Wo warst du den schon unterwegs?´´ wollte Karin von ihr wissen. ``ich war auf der Basis und beim Bäcker´´ lächelte sie. ``Und?´´ ``Biggi war neugierig wie eh und je, Ralf war ungewöhnlich still und ich habe Bianca kennen gelernt. Und Nina. Michael und Thomas waren ganz normal´´ ``und wie war es Ralf wieder zu sehen? Immerhin seid ihr nicht in Freundschaft auseinander gegangen. Und du hast ihn damals noch geliebt.´´ ``Es war total ok. Ich Liebe ihn nicht mehr da bin ich mir sicher und auch sonst sind wir ganz normal miteinander umgegangen. Er wollte zwar wissen warum ich ihm nichts von Julians Krankheit erzählt habe aber dann habe ich ihn daran erinnern das er uns damals sehr deutlich aus seinem leben gestrichen hat.´´ Nach dem Frühstück fuhr sie direkt in die Klinik.

``Guten Morgen meine beiden Männer´´ lächelnd betrat sie das Zimmer. Luca saß an Julians bett und las ihm aus seinem Lieblingsbuch vor. ``Mama´´ rief Julian erfreut als er seine Mutter sah. Gabi begrüßte ihn und beugte sich dann zu Luca um ihn mit einem Leidenschaftlichen Kuss zu begrüßen. ``Papa soll mir weiter vorlesen´´ rief Julian und schob seine Mutter mit den Füßen zur Seite da er auf dem Rücken lag. Gabi lachte und setzte sich auf den zweiten Stuhl. ``Ja er liest dir gleich weiter vor.´´ sagte sie beruhigend und streichelte seinen Kopf. ``Gibt es was neues?´´ ``Nein, sie werden noch ein paar Untersuchungen machen bevor sie ihn in vier Wochen Operieren können.´´ ``Ok. Ich war heute Morgen schon bei meinen Früheren Kollegen.´´ ``und? Hast du auch Ralf getroffen?´´ ``Biggi wollte natürlich alles genau wissen und sie war etwas beleidigt weil ich sie nicht sofort eingeweiht habe. Ralf hat sonst nichts Großartiges gesagt. Seine Tochter heißt Nina und ist richtig süß. Er ist jetzt allerdings mit der neuen Notärztin zusammen da die Mutter seiner Tochter vor Drei Jahren verstorben ist. Er wollte nur wissen warum ich ihm nicht früher etwas davon gesagt habe dass Julian Krank ist. Ich habe ihn nur an unser Gespräch von damals erinnert und schon war’s gut. Ich bin froh das du da bist´´ fügte sie lächelnd hinzu. Luca grinste sie an und gab ihr einen Kuss.

In den folgenden vier Wochen wurden mehrere Untersuchungen gemacht. Einmal kam Ralf um seinen Sohn zu sehen doch er blieb auf dem Flur stehen. Die anderen kamen immer wieder um Gabi und Julian zu besuchen. Gabi war froh das alle ihre Freunde sie unterstützten und sie nicht alleine war. Endlich war es soweit. Gabi verabschiedete sich von Julian bevor dieser in den OP gebracht wurde. Karin hatte angeboten mit in den OP zu gehen und die Anästhesie zu machen. Gabi war froh das ihre Freundin nun mit dabei war. Sie, Luca, Mike und Andy warteten im Krankenhausflur. Ihre Freunde warteten auf der Basis. Nervös ging Gabi auf und ab und sah immer wieder zu Uhr. ``Es wird schon alles gut gehen´´ Luca nahm sie in den Arm. ``ich habe Angst, was ist wenn doch etwas passiert und er stiebt?´´ ``Er wird nicht sterben. Gabi wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben das weist du.´´ Gabi lehnte sich dankbar an ihn auch wenn es ihr schwer viel die Hoffnung nicht zu verlieren. Zwischendurch ging Andy Kaffee holen. Doch Gabi war viel zu nervös um etwas zu trinken oder zu Essen. Siebenstunden später öffnete sich endlich die OP Tür. Heraus kamen der Prof. und Karin. In keinem der beiden Gesichter konnte man sehen wie die OP verlaufen war. ``Was ist mit meinem Sohn?´´ rief Gabi sofort. ``Kommen sie doch bitte mit in mein Büro.´´ bat der Prof. ``nein, ich möchte sofort wissen was mit ihm ist.´´ Gabi sah ihn ängstlich an. Der Prof. nickte. ``Es gab bei der OP Komplikationen. Er hatte zwei Herstillstände. Wir konnten nur die hälfte des Tumors entfernen. Sein zustand war zu schlecht, wir mussten abbrechen. Er liegt jetzt auf der Intensiv im Koma.´´ ``nein´´ rief Gabi laut. ``ich will sofort zu meinem Sohn.´´ sie hatte Tränen in den Augen. ``Sie können noch nicht zu ihm. Fahren sie nach Hause und ruhen sie sich etwas aus. Wenn sie morgen früh wiederkommen können sie zu ihm.´´ Gabi sah ihn entsetzt an. ``Sie glauben doch wohl nicht das ich jetzt nach hause fahre wenn mein Sohn fast Tod ist und im Koma liegt. Sie drehte sich um und ging Richtung Intensiv Station. Luca lief ihr sofort nach und hielt sie auf. ``Gabriele es hat keinen Sinn.´´ sagte er leise. ``ich will zu Julian´´ sagte sie eben so leise und lehnte sich verzweifelt an ihn. Sie bemerkte wie ihr schwarz vor Augen wurde. Sie hielt sich ein Luca fest. ``Hey was ist den los?´´ ``mir war nur ein bisschen schwindelig.´´ ``Gabi komm mit und ruh dich etwas aus. Du hast die letzten Nächte wieder kaum geschlafen.´´ Gabi nickte. Und folgte ihm. Zuhause schlief sie sofort ein. Karin fuhr zu den anderen auf die Basis. Biggi, Ralf und Bianca kamen gerade von einem schweren Einsatz zurück. ``Wie war euer Einsatz?´´ wollte sie als erstes wissen. ``Schlimm. Ein besoffener ist Falschrum auf die Autobahn gefahren. Er hat einen Familien wagen gerammt. Vater, Mutter und drei kleine Kinder Tod.´´ sagte Biggi und sah sie müde an. Die Schicht war echt anstrengend gewesen. ``Hast du wenigstens bessere Nachrichten für uns?´´ ``nein leider nicht, es gab Komplikationen. Julian liegt Im Koma´´ ``Oh nein, das ist nicht war. Wie geht’s Gabi?´´ ``Sie schläft jetzt in der Villa aber sie ist echt fertig.´´ Karin erzählte den anderen ausführlich was passiert war.

In den nächsten vier Wochen blieb Julians zustand so Kritisch das es viel zu Riskant gewesen währe ihn ein zweites Mal zu Operieren. Gabi schlief kaum. Sie saß die ganze Zeit bei ihrem Sohn und redete kaum mit jemanden. Ihre ganze Kraft konzentrierte sie auf Julian. Endlich war er wieder soweit Stabil das sie eine zweite Operation wagen konnten. Das Risiko war jedoch diesmal noch höher als beim letzten mal. Gabi lief unruhig den Gang auf und ab. Sie hatte ein ungutes Gefühl doch sie konnte nicht sagen woher es kam.

In zwischen war es 12.20 Uhr. Vor vier stunden hatten sie mit der OP begonnen. Plötzlich fing Gabi an zu weinen und sich zusammen zu Krümmen. Sofort waren Mike und Luca bei ihr. Gabi lies sich zu Boden fallen und hielt sich den Bauch. ``schau mal´´ sagte Luca Plötzlich. Gabis weiße Jeans war Blutig. Eine Schwester brachte sofort eine Liege. ``Ist ein OP frei?´´ wollte Luca von der Schwester wissen. ``Ja schon aber wir haben zu Zeit kein Team frei. Die sind alle bei dem Kleinen Jungen und in zwei anderen OPs´´ ``Gut dann zeigen sie meiner Frau bitte den OP. Dann Operieren wir selber.´´ sagte Mike. Andy nickte und folgte der Schwester. Während sie den OP vorbereitete versuchten Mike und Luca herauszufinden was Gabi hatte. ``Schau mal da´´ sagte Mike und deutete auf den Bildschirm des Ultraschall Gerätes. Luca sah genauer hin. ``Das ist jetzt nicht war oder?´´ ``Doch sieht so aus. Mike ging zu dem Wandtelefon. ``Ich bräuchte einen Gynäkologen in OP5´´ sagte er der Schwester. Kurz darauf kam der Kollege. ``Das sieht gar nicht gut aus. Sie ist bereits im 5. Monat.´´ ``Was? So weit schon?´´ rief Luca entsetzt. Sie brachten Gabi in den OP. Sie hatte eine Fehlgeburt. Ausgelöst wurde die vermutlich durch den ganzen Stress. ``Sie wird unruhig´´ sagte Andy Plötzlich. Mike sah auf die Geräte hinter seiner Frau. ``Kannst du etwas tun?´´ ``Ja´´ nickte Andy. Dadurch das sie alleine war hatte sie ganz schönen Stress. Doch sie schaffte es sie wieder ruhig zu stellen. Als sie fertig waren brachten sie Gabi auf Station. Kurz darauf wachte sie auf. ``Was ist passiert? Warum liege ich hier?´´ wollte sie wissen. Andy stellte noch etwas an den Geräten ein und wandte sich dann ihr zu. ``Du bist im Flur zusammen gebrochen.´´ ``Was ist mit meinem Baby?´´ wollte sie sofort wissen. ``Du wusstest das du schwanger bist?´´ Überrascht sah Andy sie hat. Gabi nickte. ``Ja aber durch den ganzen Stress mit Julian habe ich es verdrängt. Also was ist mit meinem Baby? Geht’s ihm gut?´´ Andy atmete tief durch. ``Du hast es verloren. Du hattest eine Fehlgeburt die vermutlich durch den Schlafmangel und den Stress ausgelöst wurde.´´ Gabi hatte sofort Tränen in den Augen. ``Danke Benni´´ sagte sie leise. Sie drehte sich um und sah zum Fenster. Andy sah sie noch eine weile an. Sie wusste nicht so ganz was sie davon halten sollte. Leise verließ sie das Zimmer. Kurz nachdem sie weg war kam Luca. Er setzte sich zu Gabi und nahm ihre hand doch die Zog sie sofort zurück. ``Was ist mit Julian?´´ wollte sie wissen. ``ich weiß es nicht. Wenn du möchtest sehe ich mal ob es schon etwas neues Gibt.´´ Gabi nickte nur leicht. Luca stand auf und ging zurück zu den OPs. ``Da bist du ja endlich, wo seid ihr den alle?´´ Luca drehte sich um. Hinter ihm stand Karin. ``Was ist mit Julian?´´ wollte er wissen ohne auf ihr Frage zu reagieren. Karin senkte den Kopf. ``Er ist uns wieder weggeklappt.´´ ``Aber jetzt ist doch alles in Ordnung.´´ Karin schüttelte langsam den Kopf. ``ER lebt, aber er wird Querschnittsgelähmt bleiben und im Moment liegt er noch im Koma. ``Wenigstens Lebt er. Wenn er auch gestorben währe hätte sie das nicht überlebt.´´ Karin sah ihn fragend an. ``Gabi hatte vor einer Stunde eine Fehlgeburt.´´ ``Was? Sie war Schwanger?´´ Luca nickte. ``Vor einer stunde sagst du?´´ Luca nickte wieder. ``Vor einer Stunde haben wir auch Julian verloren. Und dann war er Plötzlich wieder da.´´ die beiden sahen sich an und beschlossen dann gemeinsam zu Gabi zu gehen. ``Er lebt nicht war?´´ sagte sie leise. Karin und Luca sahen sie überrascht an. ``Sein kleiner Bruder Benni hat ihm das Leben geschenkt´´ sagte sie und drehte sich wieder um. Luca ging zu ihr. ``Wir beide werden mit Julian Kämpfen.´´ ``Aber er ist nicht dein Sohn. Und wegen ihm hast du deinen verloren.´´ ``ich habe einen wunderbaren Sohn und ich bin Froh das er lebt.´´ lächelte Luca. Karin verließ das Zimmer leise. ``Du wirst ihm das bestimmt mal vorwerfen.´´ ``Nein, bestimmt nicht. Das haben die beiden Jungs alleine abgemacht. Ändern hätten wir es eh nicht können.´´ Lächelnd nahm er sie in den Arm. Karin kam eine Viertelstunde später noch mal zu ihr. Luca hatte sie inzwischen über Julians zustand informiert doch Gabi war sich sicher das sie das jetzt schaffen konnte. ``ich fahre zu den anderen auf die Basis. Die warten noch immer auf Nachrichten´´ ``ist ok. Und danke.´´ Gabi lächelte ihre Freundin an. Nachdem Karin weg war kamen auch Andy und Mike. ``Hallo ihr beiden.´´ sagte Gabi und lächelte sie an. ``Darf ich dich etwas fragen?´´ fragte Andy. Gabi nickte. ``Du hast vorhin etwas gesagt was ich nicht so ganz verstanden habe.´´ ``nämlich?´´ ``warum hast du gesagt <Danke Benni>?´´ ``Du hast unseren Sohn Benni genant obwohl er noch gar nicht auf der Welt war?´´ fragend sah Luca sie an. ``Ja habe ich. Ich wusste das er sein Leben für Julian gegeben hat.´´ Andy sah sie an. So richtig überzeugt war sie davon nicht.

Karin war inzwischen auf der Basis. Alle waren da und warteten auf sie. Fragend sahen sie sich an. ``Er Lebt´´ Alle Atmeten erleichtert auf. ``Aber Im Moment liegt er im Koma und er wird Querschnittsgelähmt bleiben. Aber ich bin mir sicher das er Kämpft, schon alleine wegen Benni´´ ``Wer ist Benni?´´ verwirrt sahen sie sich an. ``Sein ungeborener Bruder. Gabi war im Fünften Monat schwanger. Genau in den Minuten als wir Julian verloren, hatte sie eine Fehlgeburt. Wir wollten mit den Wiederbelebungs- Maßnahmen schon aufhören als er Plötzlich wieder da war. Medizinisch kann man das eigentlich gar nicht erklären.´´ lächelnd sah sie in die Runde. Die anderen Kuckten nicht sehr überzeugt doch sie sagten nichts. Sie waren einfach nur froh das er lebte.

Eine Woche später konnte Gabi aus dem Krankenhaus entlassen werden. Julian war aus dem Koma aufgewacht und endlich ging es für die kleine Familie bergauf. Mike, Andy und Hannah mussten bald nach Afrika zurück. Da Julian jedoch noch nicht Transportfähig war blieb er noch mit Gabi und Luca.

``Ich habe hier von der Klinik ein Jobangebot bekommen´´ sagte Luca eines Abends als er mit Gabi auf der Terrasse der Villa saß. ``und wirst du es annehmen?´´ ``ich weiß nicht, wenn du hier bleiben möchtest´´ fragend sah er sie an. ``Ich würde schon gerne.´´ ``na also. Dann müssten wir Julian die weite reise erst gar nicht zumuten.´´ er lächelte sie an. ``Darf ich noch mal darüber schlafen?´´ fragte Gabi lächelnd. ``Na klar. Bis ende des Monats hast du Zeit. Also noch drei Wochen.´´ er lächelte sie an und gab ihr einen Kuss. Gabi nickte und erwiderte den Kuss. In den nächsten beiden Wochen dachte sie fiel über dieses Gespräch nach. Sie sprach mit ihrem Bruder und auch mit ihren Freunden hier. Am ende des Monats hatte sie sich entschlossen hier zu bleiben. Zumal das auch besser für Julian war. In Afrika hatten sie zwar schon viel getan doch hier würde er mit dem Rollstuhl vermutlich besser zu Recht kommen. Luca sagte im Krankenhaus zu und fand eine schöne Wohnung. Es gab nur eine Etage und so würde auch Julian keine Probleme haben. Da er noch sehr Jung war hatte er kaum Probleme sich an den Rollstuhl zu gewöhnen. Er lernte ziemlich schnell wie er damit umgehen musste und schon bald war er richtig Flink.

Das sein Bruder ihm vermutlich das Leben geschenkt hatte erzählte Gabi ihm nie.

ENDE

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