Eine Verbotene Liebe mit Happy End!!!!
Von Mareike
Es war noch sehr Früh am Morgen als eine Junge Frau durch eine Wohnsiedlung lief. In den Armen trug sie ein Decke. Immer wieder sah sie sich um. Schließlich hatte sie ihr Ziel erreicht. Ein hübsches Einfamilien Haus mit Garten. Leise ging sie zur Haustür. Sie kniete sich hin, drückte das Bündel noch einmal an sich und flüsterte leise: ``Machs gut kleine Gabriele. Bernd wird sich gut um dich kümmern das weiß ich. Bitte verzeih mir das ich das hier tue aber es ist besser für dich.´´ Sie legte das Bündel auf die Fußmatte, holte einen Brief aus der Tasche, legte ihn dazu und drehte sich um. Ohne noch einmal zurück zu sehen lief sie die Straße hinunter. Als es Hell wurde öffnete sich die Tür und ein Junger gut aussehender Mann kam heraus um die Zeitung zu Holen. Beinahe währe er über das Bündel gestolpert. Er beugte sich hinunter und hob es auf. Als er sah was in der Decke eingewickelt war vergaß er die Zeitung. Er ging zurück ins Haus und schloss die Tür. Mit der Decke ging er ins Wohnzimmer. Seine Frau und sein Sohn schliefen noch. Vor einer Woche war er Vater geworden. Er setzte sich aufs Sofa und wickelte das Baby vorsichtig aus der Decke. ``Hallo wer bist du denn und wieso liegst du vor unserer Tür?´´ Fragte er leise. Das Baby sah ihn mit großen Augen an. Er legte das Baby vorsichtig zurück auf die Decke da er den Brief gefunden hatte. Er öffnete ihn und begann zu lesen.
``Hallo Bernd,
Das ist Gabriele. Sie ist vor einer Wochen Geboren. Ich weiß du bist selber seit einer Woche Vater trotzdem möchte ich dich bitten dich um sie zu kümmern. Du weißt wie mein leben aussieht. Ich kann mich nicht um sie Kümmern. Du fragst dich sicher warum ich dann überhaupt ein Kind bekommen habe. Ich habe es erst gemerkt als es für eine Abtreibung zu spät war. Es war ein Unfall. Ein One- Night- Stand. Wenn es führ dich zu viel wird oder deine Frau nicht möchte das die kleine bei euch bleibt gib sie in ein Heim.
Auf wieder sehen Bernd. Angela´´
Bernd lass den Brief noch drei mal. Er konnte nicht glauben was da stand. Angela war seine erste große liebe gewesen doch mit der Treue hatte sie es nicht so genau genommen. Irgendwann hatte er es nicht mehr ausgehalten und hatte sich von ihr getrennt. Doch geliebt hatte er sie noch lange obwohl er das heute, nach über drei Jahren nicht mehr verstehen konnte. Sie war eine Junge Frau die mehr in anderen Betten schlief als in ihrem eigenen. Mit den Männern spielte sie wie mit Karten. Ihre Kariere als Model war ihr am wichtigsten. Dafür tat sie alles. Sie kümmerte sich kaum um die Gefühle anderer. Eigentlich sah er nicht ein das er sich um ihre ``Unfälle´´ kümmerte. Anderer Seits konnte die kleine nichts dafür. Er seufzte, nahm die kleine auf den Arm und ging nach oben. Leise öffnete er die Schlafzimmer Tür. Seine Frau Beatrice lag im Bett und neben ihr lag ihr gemeinsamer Sohn Ralf. ``Guten Morgen mein Schatz.´´ Begrüßte er sie. Er beugte sich zu ihr runter und gab ihr einen Kuss. ``Bist du schon wach genug um mit mir etwas zu besprechen?´´ Fragte er vorsichtig. Erst jetzt sah Beatrice was er auf dem Arm hatte. Fragend sah sie ihn an. Bernd setzte sich neben sie ins Bett und reichte ihr den Brief. ``Was hältst du davon und was sagst du dazu?´´ Wollte er wissen. Beatrice las den Brief und sah ich dann fragend an. ``Was meinst du?´´ Wollte sie wissen. ``Ich finde es ganz schön dreist das sie die kleine einfach hier ablädt und davon ausgeht das wir uns um ihre Eskapaden kümmern. Auf der anderen Seite kann die kleine nichts dafür. Und sie muss es letztendlich ausbaden.´´ ``Du hast recht. Ich bin ziemlich genau deiner Meinung.´´ Die beiden sahen auf ihren Sohn der zwischen ihnen lag und mit den Ärmchen ruderte. ``Wenn du einverstanden bist würde ich sagen wir ziehen sie mit groß. Wir haben uns doch zwei Kinder gewünscht aber ich kann keine mehr bekommen.´´ Sagte Beatrice leise. Ralf war schon ein kleines wunder. Die Ärzte hatten ihm kaum eine Chance gegeben. Bernd nickte und so wurde Gabriele in die Familie Staller aufgenommen. Bernd legte sie neben Ralf und lächelte Beatrice an. Zärtlich streichelte er ihre Wange.
Ralf und Gabriele wuchsen als Zwillinge auf. Zwar sahen sie sich nicht wirklich ähnlich aber das schien keinen zu Interessieren . Die beiden hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Keiner schaffte es sie auseinander zu bringen. Fast überall tauchten sie im Duo auf. Beatrice und Bernd waren froh das die beiden so gut miteinander klar kamen. Mit 16 verliebte Ralf sich das erste mal. Gabriele war wenig begeistert. Auf einmal gab es noch eine Frau im Leben ihres Bruders und das Passte ihr gar nicht. Sie war Eifersüchtig. Es dauerte eine weile bis sie es sich selbst gegenüber zu gab. Sie Distanzierte sich langsam von ihm. Beatrice beobachtete das verhalten ihrer Tochter. Auf einmal stritt sie sich mit Ralf. Heftiger als sonst oder sie war zickig Ralfs Freundin gegen über. Sie wusste das dass nicht die Eifersucht einer Schwester war. Sie wusste das Gabriele mehr für Ralf empfand. Zumindest ahnte sie etwas. Gabriele zog sich immer mehr in sich zurück. Sie merkte mit der zeit immer stärker das sie mehr für ihren Bruder empfand. Sie wusste das sie ihn nicht Lieben durfte und deswegen zog sie sich zurück. In letzter Zeit wurde ihr richtig warm wenn sie Ralf sah oder seine Stimme hörte. Ihre Mutter merkte wie sehr sie litt. Und es versetzte ihr Stiche ins herz. Auch wenn Gabriele nicht ihre Leibliche Tochter war liebte sie sie wie ihre eigene. Ralf merkte auch das Gabriele sich veränderte. So ging das eine weile. Ralf und Gabriele litten im Stillen und jeder für sich alleine. Das unzertrennliche Duo gab es nicht mehr. Ralf führte ein ziemlich wildes Liebesleben obwohl er noch recht jung war. Dauernd hatte er eine neue Freundin. Gabriele dagegen war sehr ruhig. Sie las viel und hörte die meiste zeit Musik und sie arbeitete für die Schule. Manchmal musste Beatrice sie bremsen weil sie sonst die ganze Nacht durch lernte. Eines Abends setzte sie sich zu ihrer Tochter. Die beiden waren vor drei Wochen 17 geworden aber Gabriele interessierte sich kaum für Jungs. ``Hallo kleines.´´ Sagte sie leise. Gabriele nahm die Kopfhörer ab und sah ihre Mutter traurig an. Beatrice konnte sehen das sie geweint hatte. Gabriele drehte sich um so das sie ihren Kopf in den Schoss ihrer Mutter legen konnte. Beatrice strich ihr zärtlich über den Kopf. Manchmal war sie froh das ihre Tochter sich noch so von ihr behandeln lies. Aber manchmal währe es ihr lieber wenn sie mehr mit gleichaltrigen machen würde. Wieder liefen kleine Tränen über Gabrieles Wangen. ``Willst du mir erzählen was los ist?´´ Fragte sie leise. Gabriele zuckte mit den schultern und seufzte. ``Ich liebe ihn.´´ Sagte sie dann leise. ``Das habe ich mir schon gedacht.´´ Antwortete Beatrice. Ohne das Gabriele einen Namen erwähnte wusste sie wen sie meinte. ``Aber er ist doch mein Bruder.´´ Brachte Gabriele verzweifelt hervor. Eigentlich hätte Beatrice ihr sagen können das Ralf nicht ihr Bruder war doch sie brachte es nicht übers Herz. Nach einer weile war Gabriele eingeschlafen. Leise stand Beatrice auf und ging nach unten. Bernd saß auf dem Sofa und wartete auf sie. Als er seine Frau kommen sah stand er auf und nahm sie in den Arm. ``Es ist das passiert wovor ich angst hatte.´´ Sagte sie leise. ``Sie hat sich in ihn verliebt.´´ Bernd nahm sie fester in den Arm. Zusammen setzten sie sich aufs Sofa. Sie redeten fast die ganze Nacht. Schließlich beschlossen sie den richtigen Zeitpunkt ab zu warten und es ihnen dann zu sagen.
Ralf war in der Zwischen zeit mit einer seiner Klassen Kameradienen beschäftigt. Sie waren auf einer Party und Ralf war schon leicht angeheitert. Er hatte mit Jenny getanzt und wollte nun mehr. Er hatte sie an die Hand genommen und sie suchten sich ein stilles Plätzchen. Ralf Küsste sie immer wieder. Seine rechte Hand glitt unter ihr T-Shirt und die andere wanderte unter ihren Rock. Jenny lächelte. Ralf war einer der Hübschesten Jungs der Klasse und viele Mädchen wollten eine Nacht mit ihm verbringen. Jenny war Glücklich. Während dem Sex merkte Ralf auf einmal das es ihm gar keinen Spaß mehr machte. Ihm viel auf das er in letzter zeit immer öfter an seine Schwester gedacht hatte wenn er mit einem Mädchen schlief. ``Nein das kann nicht sein. Sie ist meine Schwester.´´ Versuchte er sich selber zu überzeugen. Jenny merkte das er nicht bei der Sache war. ``Hallo Ralf alles klar?´´ ``Ja klar.´´ Von jetzt an spielte Ralf nur noch Theater. Als er später nach hause kam und in seinem Bett lag konnte er lange nicht ein schlafen. Immer wieder musste er an Gabriele denken. Er merkte auf einmal wie viel er für sie empfand. Am nächsten Tag war Samstag. Ralf schlief bis zum Mittag. Als er aufstand und ins Bad ging sah er das Gabriele in ihrer Hängematte lag und Musik hörte. Er ging zur Tür und beobachtete sie eine weile. Es sah das sie geweint hatte. Er drehte sich um und ging ins Bad. Erwiderte Gabriele seine Gefühle? Ihm fiel wieder ein das Gabriele sich verändert hatte seit er seine erste Freundin hatte. Aber sie durften sich nicht Lieben. Mit hängenden schultern stand er vor dem Badezimmer Spiegel. Als er im Bad fertig war ging er in die Küche um etwas zu essen. Eigentlich hatte er keinen Hunger. Also räumte er das Zeug wieder in den Kühlschrank. Er ging zurück in sein Zimmer und setzte sich vor den PC. Am Abend wollten Beatrice und Bernd ins Theater. Ralf wartete bis sie weg waren und ging dann in Gabrieles Zimmer. Er wollte mit ihr reden doch er konnte sie nicht Finden. ``Gabriele?´´ ``Ich bin im Bad. Einen Moment noch.´´ Antwortete seine Schwester. Ralf setzte sich in ihre Hängematte und wartete. Kurz darauf kam Gabriele zurück in ihr Zimmer. Um ihre Blonden Haare hatte sie ein Handtuch geschlungen, genauso wie um ihren Körper. Ralf hatte seine Schwester schon öfter mehr oder weniger nackt gesehen schließlich waren sie Geschwister doch jetzt sah er sie zum ersten mal als Frau. Er sah ihre Helle weiche Haut und ihm wurde fast schwindelig. Gabriele bemerkte seinen Blick. Sie stand einfach nur da. Sie konnte sich nicht bewegen. Etwas in Ralfs Blick irritierte sie. Langsam stand Ralf auf und kam auf sie zu. Zärtlich strich er über ihre nackte Schulter. Gabriele spürte das sie eine Gänsehaut am ganzen Körper bekam. Die beiden sahen sich in die Augen. Beide wussten das sie das nicht durften doch beiden war es egal. Ihre Lippen kamen sich immer näher. Ganz leicht berührten sie sich. So etwas wie jetzt hatte Ralf noch nie gespürt. Es war überwältigend. Langsam streifte er das Handtuch von Gabrieles Körper. Seine Hände glitten über ihre Brüste und ihren Bauch. Gabriele griff nach seiner Hose und öffnete sie. Während Ralf sie weiter Küsste streifte er die Hose ab. Gabriele zog ihm sein T-Shirt über den Kopf. Sie ließen sich auf Gabrieles Bett fallen und vergaßen alles. Sie schliefen miteinander und für beide war es so schön wie noch nie. Später schlief Gabriele eng an Ralf gekuschelt ein. Als Ralf sicher war das sie schlief stand er leise auf. Er nahm seine Sachen und ging in sein Zimmer. Was hatte er nur getan? Gabriele war seine Schwester. Er durfte sie nicht Lieben und er durfte nicht mit ihr schlafen. Ralf lag noch lange wach. Am nächsten Morgen wachte Gabriele mit einem Glücklichen lächeln auf doch als ihr bewusst wurde was letzte nach Passiert war verschwand das lächeln wieder. Beim Frühstück sahen sich die beiden nicht an und sie redeten nicht miteinander. Bernd und Beatrice bemerkten das zwar, sagten aber nichts. ``Wann fahrt ihr nach Österreich?´´ Fragte Beatrice. ``Morgen früh.´´ Antwortete Gabriele. Ihre Klasse fuhr für zwei Wochen nach Österreich. Sie war froh das sie morgen erst mal führ zwei Wochen weg fuhr. So hatte sie genug zeit über alles nach zu denken. Nach dem Frühstück verzog sie sich sofort in ihr Zimmer um zu packen. Immer wieder musste sie an die letzte Nacht denken. Am Abend lag sie im Bett und dachte mal wieder an Ralf. Plötzlich klopfte es an ihre Tür. ``Herein´´ sagte sie und setzte sich etwas auf. Ralf streckte seinen Kopf herein. ``Darf ich rein kommen? Ich muss mit dir reden.´´ Gabriele nickte. Sie wusste das dass nicht gut gehen würde doch sie wollte seine stimme hören. Ralf kam herein und schloss die Tür wieder hinter sich. Es war schon relativ spät und ihre Eltern schliefen schon. Ralf setzte sich zögernd zu ihr aufs Bett. Gabriele setzte sich auf und sah ihn an. ``Ich... ich glaube wir haben ein Problem.´´ Sagte Ralf leise. Gabriele sah ihn an und nickte langsam. ``Ich liebe dich aber ich weiß das wir das nicht dürfen.´´ Fügte er hinzu. Gabriele sah ihn einfach nur an. Ralf versuchte erst ihrem Blick auszuweichen doch er konnte nicht. Immer wieder musste er in diese Augen sehen die ihn so voller Liebe und Zärtlichkeit musterten. Langsam hob er die Hand und berührte ihre Wange. Gabriele schmiegte sich an seine Hand. Langsam kamen sich ihre Gesichter wieder näher. Sie konnten sich nicht wehren. Ralf versuchte vernünftig zu sein doch sein verstand schaltete sich aus und sein herz sagte ihm das er diese Liebe nicht verleugnen konnte. Sie Küssten sich zärtlich und verfielen ihrer Leidenschaft ein zweites mal. Sie dachten nicht an die Folgen. Am nächsten Morgen fuhr Gabriele mit ihrer Klasse nach Österreich. Sie freute sich auf die Reise doch sie wusste jetzt schon das sie Ralf vermissen würde. Sie hatten eine Große Hütte gemietet. Zum Glück war ihre Klasse nicht allzu groß. Gabriele genoss die tage in den Bergen. Sie blühte ein wenig auf doch abends lag sie in ihrem Bett und dachte an Ralf. Sie wusste das sie das nicht durfte aber sie versuchte das zu verdrängen. Ralf saß zu Hause und hatte die gleichen Gedanken. Er vermisste Gabriele so sehr. Nach einer Woche hielt er es nicht mehr aus. Er packte seine Sachen und fuhr zu ihr. Bernd und Beatrice waren am Abend vorher zu einem Urlaub nach Spanien aufgebrochen. Er wusste das Gabriele irgendwo in St Johann war. Wo genau wusste er jedoch nicht. Als er im Zug saß rief er Gabriele auf ihrem Handy an. ``Gabriele´´ ``Hallo Gabriele ich bin’s Ralf.´´ ``Hallo Ralf. Wo bist du? Und was ist das für ein krach im Hintergrund?´´ ``Ich....ähm.....ich sitze im Zug und bin in ca. 1 Stunde in St Johann.´´ Sagte Ralf kleinlaut. ``Wo bist du?´´ Fragte Gabriele entsetzt. Eigentlich freute sie sich total das er kam doch im ersten Moment war sie etwas überrumpelt. ``Im Zug. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten.´´ ``Und was ist mit Mama und Papa?´´ ``Die sind gestern abend spontan zu einem Urlaub nach Spanien aufgebrochen.´´ ``Oh man Ralf du machst Sachen. Ok ich hole dich in einer Stunde vom Bahnhof ab.´´ ``Danke´´ die beiden legten auf und sie freute sich den anderen wieder zu sehen. Gabriele meldete sich bei ihrem Lehrer ab und machte sich auf den weg zum Bahnhof. Sie freute sich wie ein kleines Kind. Ihren verstand, der ihr sagte das dass alles Falsch war, ignorierte sie. Unterwegs traf sie eine alte Klassenkameradin. ``Hallo Karin!´´ Rief sie als sie ihre Freundin erkannte. ``Hallo Gabriele.´´ Karin kam ihr verwundert entgegen. ``Was machst du hier?´´ Wollte Karin wissen nach dem sie ihre Freundin umarmt hatte. ``Wir sind mit der Klasse hier zum Ski fahren und jetzt gehe ich zum Bahnhof. Seit wann wohnst du den hier?´´ Karin war früher ihre Beste Freundin gewesen doch dann war sie weggezogen und der Kontakt war irgendwann abgebrochen. ``Seit einem Halben Jahr. Mein Vater ist jetzt Notarzt auf einer Rettungs- Basis.´´ Die beiden schlenderten noch ein Stück die Straße entlang. Dann musste Karin sich verabschieden und Gabriele musste sich beeilen. Endlich fuhr der Zug in den Bahnhof ein. Ralf sprang aus der Tür und lief ihr entgegen. Er ließ seine Tasche fallen und fing sie auf. Sie küssten sich immer wieder. ``Ich bin so froh das du da bist.´´ Seufzte Gabriele. ``Ich auch. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten.´´ Die beiden lächelten sich an. Ralf nahm seine Tasche und arm in arm verließen sie das Bahnhofs Gebäude. Ralf suchte sich eine kleine Pension in der nähe von Gabrieles Hütte. Er schmiss seine Tasche in die Ecke und ließ sich mit Gabriele aufs Bett fallen. Wieder vergaßen sie alle guten vorsetze und schliefen miteinander. So ging das die ganze Woche. So oft sie konnte seilte Gabriele sich von der Gruppe ab um mit Ralf eine wunderbare Nacht nach der anderen zu erleben. Die beiden bekamen überhaupt nicht genug von einander. Doch als sie wieder zu Hause waren kam das schlechte Gewissen. Sie konnten die Finger nicht von einander lassen. Es war ein wunder das Ihre Eltern nichts mit bekamen. Sie merkten zwar das Gabriele wieder etwas aus sich heraus kam aber sie dachten sich nichts dabei. Eigentlich wollten sie den beiden sagen das sie keine Geschwister waren doch dann brachten sie es irgendwie nicht über sich. So ging das ein halbes Jahr. Ralf und Gabriele schliefen immer wieder miteinander und nahmen sich dann vor sich zusammen zu reißen. Gabriele hatte den Kontakt zu Karin wieder aufgenommen. Sie mailten sich regelmäßig. Die beiden hatten beschlossen nach der Schule zusammen Medizin zu studieren. Eines nachts wachte Gabriele plötzlich auf. Sie hatte einen schrecklichen Traum gehabt. Das heißt unter anderen umständen währe er wunder schön gewesen. Sie war schwanger gewesen von Ralf. Panisch stand sie auf und suchte nach ihrem Kalender. Als sie ihn endlich fand sah sie entsetzt auf das Kalender Blatt. Ihre Regel war seit einer Woche überfällig. Normalerweise kam sie immer ziemlich genau. Gabriele geriet noch mehr in Panik. Wieso war ihr das nicht früher aufgefallen? Sie lies sich in ihr Bett fallen doch Schlafen konnte sie nicht mehr. Am nächsten morgen schwänzte sie die Schule und fuhr zum Arzt. Sie bekam zum Glück direkt einen Termin. Der Arzt verteilte etwas von dem Gehl auf dem unteren Teil ihres Bauchen. Er schaute eine weile auf den Bildschirm und nickte hin und wieder. ``Ja sie sind im 4 Monat schwanger. Dem Baby geht es gut. Herzlichen Glückwunsch.´´ Gabriele war wie vor den Kopf geschlagen. Das durfte alles nicht wahr sein. Der Arzt machte noch ein paar Untersuchungen. Als sie endlich vor der Praxis stand konnte sie es immer noch nicht glauben. Langsam ging sie nach hause. Unterwegs festigte sich ein plan in ihrem Kopf. Sie musste hier weg und zwar noch bevor man etwas sah. Sie hoffte nur inständig das mit dem Baby wirklich alles in Ordnung war. Als sie zu hause ankam fing sie an ihre Sachen zu packen. Sie warf das nötigste in ihren Koffer. Nachdem sie sich ein Taxi gerufen hatte schrieb sie Ralf einen Brief.
Hallo Ralf,
Wir haben einen Riesen Fehler gemacht. Wir hätten niemals etwas miteinander anfangen dürfen. Es war doch klar das da was schief geht. Ralf ich bin schwanger. Ich werde weg fahren und mich um das Baby kümmern. Auch wenn es behindert sein sollte. Ich möchte nicht das du nach uns suchst. Ich liebe dich über alles aber unsere Liebe hat keine Chance. Ich liebe dich und ich werde dich immer Lieben. Bitte versteh mich.
Tschüss Gabriele
Sie legte den Brief auf sein Bett, nahm ihren Koffer und verließ das Haus. Das Taxi brachte sie zum Bahnhof und von dort fuhr sie nach Österreich zu Karin. Während sie im Zug saß kam Ralf nach Hause. Er schloss die Haustür auf und hatte sofort das Gefühl das etwas nicht stimmte. Er lief nach oben in Gabrieles Zimmer. Als er sie dort nicht fand lief er in sein Zimmer. Er sah den Brief und riss ihn auf, während er las stiegen ihm die Tränen in die Augen. Er setzte sich aufs Bett und stützte den Kopf in die Hände. Er akzeptierte Gabrieles Entscheidung obwohl es ihm schwer fiel. Gabriele war jetzt bei Karin angekommen. Sie klingelte an der Haustür und wartete. Nach einer weile öffnet Karins Mutter die Tür. ``Ach du meine Güte wie siehst du den aus?´´ Fragte sie sofort besorgt. Sie zog Gabriele ins Haus und nahm sie in den Arm. Gabrieles Schminke war verlaufen. In ihrem Gesicht konnte man deutlich die Spuren der Tränen sehen. ``Karin ist noch in der Schule. Am besten du legst dich erst mal etwas hin.´´ Gabriele nickte dankbar Ruth brachte sie in Karins Zimmer und ging dann wieder nach unten. Gabriele schlief kurz darauf ein. Eine halbe stunde später kam Karin nach hause. ``Hallo Ruth bin wieder da. Wessen Koffer steht den hier rum?´´ Wollte sie dann wissen. ``Gabrieles. Sie stand vorhin vor der Tür. Irgendwas muss passiert sein. Sie sah furchtbar aus. Sie liegt jetzt oben und schläft.´´ ``Danke´´ Karin drückte ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange und lief nach oben. Leise öffnete sie die Tür. Gabriele schlief sehr unruhig. Sie setzte sich neben das Bett und strich ihrer Freundin sanft über den Kopf. Gabriele öffnete die Augen. ``Hallo´´ sagte Karin leise. Gabriele versuchte zu lächeln. Langsam setzte sie sich auf. Karin nahm sie in den Arm und drückte sie fest. ``Was ist Passiert?´´ Fragte sie direkt. Gabriele überlegt kurz. ``Ich bin schwanger.´´ ``Ist das jetzt gut oder schlecht?´´ Fragte Karin vorsichtig. ``Normalerweise würde ich mich Freuen aber...´´ ``was aber?´´ ``Ralf ist der Vater´´ sagte sie dann leise. Sie konnte das nicht mehr länger mit sich herum tragen. ``Was?´´ Fragte Karin entsetzt. ``Ja ich weiß er ist mein Bruder aber wenn wir alleine wahren konnten wir uns nicht dagegen wehren. Was meinst wie oft wir versucht haben uns zusammen zu reißen. Aber es geht nicht. Deswegen bin ich auch sofort her gekommen. Ich habe ihm einen Brief geschrieben. Er weiß das er Vater wird und ich hoffe er akzeptiert meine bitte nicht nach mir zu suchen. Kann ich noch eine weile hier bleiben?´´ ``Ja klar natürlich.´´ ``Danke´´ die beiden nahmen sich noch einmal in den arm bevor sie zusammen runter gingen. Sie erzählten Ruth alles und sie versprach zu helfen wo sie konnte. Ralf ging es richtig schlecht. Er vermisste Gabriele so sehr. Seine Eltern waren bei Freunden. Er sah auf die Uhr. Schon fast 0.00 Uhr. Eigentlich müssten sie schon wieder hier sein dachte er sich. Genau in diesem Augenblick klingelte es an der Haustür. Ralf stand langsam auf und ging nach unten. Vor der Tür Standen zwei Polizisten. ``Guten Tag. Sind sie Herr Staller?´´ ``Ja.´´ ``Können wir kurz rein kommen?´´ ``Ja natürlich.´´ Ralf trat zur Seite und lies die beiden ein. ``Es tut uns sehr leid aber wir müssen ihnen leider Mitteilen das ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen.´´ Ralf sah die beiden entsetzt an. Das war zu viel für ihn. Er merkte wie ihm langsam Schwarz vor Augen wurde. Er hörte noch wie der eine Polizist den anderen anwies einen Notarzt zu holen. Dann verlor er das Bewusstsein. Als er wieder aufwachte saß ein Notarzt neben ihm. ``Hallo da sind sie ja wieder.´´ Lächelte er freundlich. Eine Stunde später waren alle wieder weg. Ralf hatte darauf bestanden zu hause zu bleiben. Er legte sich in sein Bett und blieb da liegen. Schlafen konnte er nicht doch zu etwas anderem war er auch nicht fähig. Am nächsten morgen beschloss er die Beerdigung seiner Eltern zu Organisieren und dann Gabriele zu suchen. Er riss sich sehr zusammen. Zwei Tage später begann er die Unterlagen zusammen zu suchen die er brauchte. Er saß gerade auf dem Boden mit einer Kiste von seinem Vater auf dem Schoss als ihm ein Brief auffiel. Er wusste nicht genau warum ihn der Brief stutzig machte doch er nahm ihn und begann zu lesen.
``Hallo Bernd,
Das ist Gabriele. Sie ist vor einer Wochen Geboren. Ich weiß du bist selber seit einer Woche Vater trotzdem möchte ich dich bitten dich um sie zu kümmern. Du weißt wie mein leben aussieht. Ich kann mich nicht um sie Kümmern. Du fragst dich sicher warum ich dann überhaupt ein Kind bekommen habe. Ich habe es erst gemerkt als es für eine Abtreibung zu spät war. Es war ein Unfall. Ein One- Night- Stand. Wenn es führ dich zu viel wird oder deine Frau nicht möchte das die kleine bei euch bleibt gib sie in ein Heim.
Auf wieder sehen Bernd. Angela´´
Nein das konnte nicht sein. Er las noch einmal und begann dann die unterlagen zu durchsuchen. Und tatsächlich fand er Adoptions- Papiere. ``Das darf nicht wahr sein. Gabriele und ich leiden hier wie die irren und dabei sind wir gar keine Geschwister. Warum haben uns die beiden nichts gesagt?´´ Überlegte Ralf. Er beschloss die Sachen erst mal zur Seite zu legen und sich erst mal um die Beerdienung zu kümmern. Diese fand eine Woche später statt. Er hatte kaum zeit an Gabriele zu denken da er soviel Stress hatte. Er bekam unerwartet eine Zivi stelle im Krankenhaus die er sofort annahm. So brauchte er sich erst mal keine sorgen um seine Zukunft machen. Das war zwar kein Job auf Dauer aber für den Anfang schon mal nicht schlecht. Er versuchte Gabriele zu finden jedoch ohne Erfolg. So verging ein ganzes Jahr. Ralf arbeitete wie besessen. Für ihn gab es nichts anderes mehr. In seinem herzen wohnte Gabriele und andere Frauen sah er überhaupt nicht an. Gabriele brachte einen gesunden Jungen zur Welt den sie Timo nannte. Ruth passte auf den kleinen auf während sie arbeitete. Sie und Karin studierten zusammen Medizin. Da Gabriele schon immer gut lernen konnte hatte sie keine Probleme. Nebenher jobte sie auf der Basis, auf der Karins Vater arbeitete, als Sekretärin. Irgendwie schaffte sie es genug Zeit für Timo, fürs Lernen und für den Job zu haben. Sie beklagte sich nie. Karin bewunderte sie oft für ihre Kraft und ihren Willen. Ralf saß mal wieder in Gabrieles Zimmer. Es war immer noch alles so wie vor einem Jahr. Plötzlich viel sein Blick auf ihre Pinnwand. Ihm viel ein Bild auf auf dem Gabriele mit einem anderen Mädchen zu sehen war. Er nahm es in die Hand und drehte es um. Auf der Rückseite stand: Meine Beste Freundin Karin und ich beim Ski fahren.´´ Darunter stand noch eine Telefon Nummer. Ralf erinnerte sich an Karin. Aber er wusste nicht das Gabriele noch Kontakt zu ihr hatte. Er lief zum Telefon und wählte die Nummer. ``Karin Thaler´´ ``Guten Tag. Hier ist Ralf. Kannst du dich noch an mich erinnern?´´ ``Ja klar du bist do Gabrieles Bruder.´´ ``Genau sag mal ist sie bei dir? Ich muss dringend mit ihr reden. Es ist wirklich wichtig.´´ Karin hörte an seiner Stimme das es wohl wirklich wichtig war. ``Ja sie ist hier. Aber ich glaube nicht das sie am Telefon mit dir spricht. Kannst du herkommen?´´ ``Ja klar. Wann und wohin?´´ ``Am besten kommst du morgen gegen 10.30 Uhr zur Rettungs- Basis ins St Johann.`` ``Ist gut ich werde da sein. Aber bitte sag ihr nichts.´´ Sie verabschiedeten sich von einander und Ralf begann sofort seine Sachen zu packen. Dann rief er im Krankenhaus an und bat um ein paar tage Urlaub. Sein Chef war froh das er endlich Urlaub nahm und bewilligte diesen sofort. Ralf suchte übers Internet noch eine Zugverbindung für heute abend raus. Er wollte nicht mehr bis morgen warten. Am nächsten Morgen wachte er sehr früh auf. Er war in der gleichen Pension wie damals. Er stand auf und ging nach unten in den Frühstücksraum. Nachdem er gefrühstückt hatte ging er ein wenig in die Stadt. Er suchte ein kleines Geschenk für Gabriele. Schließlich fand er nach langen suchen etwas was ihm gefiel. Ein vergoldetes Kettchen mit einem kleinen Herz als Anhänger. Als es endlich 10.00 Uhr war machte er sich auf den weg zu der Rettungs- Basis. Als er aus dem Taxi stieg sah er Gabriele über den Hof gehen. ``Gabriele!!´´ Gabriele blieb wie angewurzelt stehen. Langsam drehte sie sich um. Sie hatte Timo auf dem Arm und sah irgendwie müde aus. Ralf konnte es nicht glauben sie endlich wieder zu sehen. Er lief auf sie zu und auch Gabriele lief ihm entgegen. Die beiden vielen sich um den Hals. ``Gabriele ich liebe dich!!!´´ Lachte Ralf. ``Nein Ralf bitte nicht schon wieder.´´ Bat Gabriele. ``Doch Gabriele. Kuck mal was ich gefunden habe. Du bist nicht meine Schwester. Wir dürfen uns Lieben.´´ Gabriele sah verdutzt auf das Blatt das er ihr hin hielt: Adoption von Gabriele Kollmann. Adoptions- Eltern: Bernd und Beatrice Staller. ``Aber.. Warum haben sie uns nichts gesagt. Ich meine... Beatrice wusste das ich dich liebe.´´ ``Ich weiß es nicht. Ich muss dir außerdem noch etwas sagen. Die beiden sind vor einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen.´´ Ralf sah sie traurig an. Gabriele lief eine Träne über die Wange. Ralf nahm sie in den Arm und hielt sie ganz fest. Er würde sie niemals alleine Lassen. ``Ich liebe dich kleine Schwester.´´ Sagte er lächelnd. ``Ich liebe dich auch großer Bruder.´´ Trotz der traurigen Nachricht grinsten die beiden sich an und versanken in einem Zärtlich Kuss. Timo sah seinen Eltern mit Großen Augen zu.
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