A- Crew

B-Crew

   

Jens Köster

Gina Aigner

Dr. Mark Harland

Dr. Karin Thaler

Peter Berger

Florian Lenz

Weitere Personen.: Dr. Yvonne Maier, Laura Wächter, Dr. Markus Moll, Tobias Streif, Biggi Schwerin, Enrico Cortini, Thomas Wächter, Dr. Michael Lüdwitz, Dirk Lüdwitz, Frank Ebensieder (Basisleiter)

 

Einen Notarzt fürs Herz

 

 

"Scheiße ich muss in 10 Minuten zur Basis. Nein, mein Dienst beginnt dann.", schrie Florian Lenz. Dann sprang er aus dem Bett. Er hatte vor einem Monat wegen einen solchen Vorfalls eine Abmahnung erhalten und wurde von Basisleiter Höppner darauf hingewiesen, dass er beim nächsten Mal die Kündigung erhalten würde. Er zog sich an und küsste seine Freundin die promovierte, leitende Bankangestellte, Dr. Yvonne Maier auf den Mund. Dann stürmte er aus dem Haus.

" Wo ist Herr Lenz, Frau Dr. Thaler ?" , fragte Höppner die Notärztin. Dr. Karin Thaler schaute den Basisleiter fragend an. "Ich weiß es nicht und wenn ich ehrlich bin interessiert es mich auch nicht sehr, Herr Höppner. Jedenfalls ist er nicht da. Und mein gutes Zureden hat er ignoriert. Frau Aigner ist bei Max wegen des Helis, die ist da.", gab Karin dem Basisleiter zur Antwort. Florian war der Nachfolger von Ralf Staller, der nach seiner Heirat mit Jenny nach Hamburg gezogen war. Bei ihm kam so was nie vor. Karin ging in die Küche um sich einen Kaffee zu holen, als der Heli mit der A-Crew landete. Mark , Jens und Peter kamen vom Einsatz. Mark war blutverschmiert bis an die Stirn. Karin musste lachen als sie den Kollegen sah. "So, kriegst du von Gina keinen Kuss. Schaust aber sehr interessant aus, Kollege. Flo fehlt schon wieder. Peter kannst bitte noch ne Einsatz mit fliegen. Bitte. Mir zu liebe.", sagte Karin und schaute Peter treudoof an. Herr Höppner stand auch noch im Raum . Der Basisleiter kochte innerlich. "Bitte Herr Berger. So einen Wunsch können Sie doch nicht der Frau Dr. Thaler ausschlagen, Sie haben doch ne Schwäche für schöne Frauen. Ja und wir haben hier halt mal zwei schöne. Herr Lenz erhält die Kündigung. Das mache ich nicht mehr mit. Eine halbe Stunde Verspätung. Mir reicht’ s.", sagte Höppner. Gina betrat den Raum. "Ist er noch nicht da?", fragte sie Karin. "Nein " , bekam sie zu hören. Sie sah Mark der neben Karin blutverschmiert stand. Er ging auf sie zu. Spitzte den Mund zu einem Kuss und hielt ihn ihr hin. " Mit der Kriegsbemalung kriegst du keinen Kuss. Keine Chance!" , sagte Gina. "Oh, schade", kam es von Mark. "Auf dem Weg zum Schockraum ist uns die Arterie geplatzt. Gott sei Dank nicht im Heli. Sonst müsst ich den wieder putzen.", fügte er an und verschwand nach Peter und Jens in die Dusche. Peter beeilte sich auch wenn er über das Verhalten von Flo sehr sauer war, aber Karin konnte er nicht im Stich lassen. Er kam aus der Umkleide und setzte sich zu Karin, die ihm einen Kaffee hingestellt hatte, Gina hatte ihm auch gleich als Bestechung ein Butterhörnchen dazugelegt. Er trank einen Schluck und wollte ins Hörnchen beißen als es aus dem Funk kam "Medicopter 117 bitte kommen. Schwerer Unfall in einer Kurve zwischen Traustein und Rosenheim." "Verstanden Leitstelle wir übernehmen.", rief Gina ins Mikro. Dann rannten die drei zum Heli. " Da kommt Flo.", sagte Peter während Gina aufstieg. "Na, in dem seiner Haut wollte ich nicht stecken. Höppi macht aus dem nun Haschee.", sagte Gina. "Mit Recht.", kam es von hinten, Dr. Karin Thaler hatte sich zu Wort gemeldet. Am Unfallort angelangt rannten Karin und Peter zu dem Mann den Polizei in die stabile Seitenlage gebracht hatte. Währendessen in der Basis. Florian betrat den Raum. "Auch schon da.", wurde er von Jens begrüßt. Der Pilot der A-Crew hatte für vieles Verständnis aber nicht für solches Verhalten. "Ich habe verpennt.", antwortete Florian. "Das musst du nicht mir erklären, sondern Höppi und Peter der deinetwegen, wieder mal einspringen musste.", sagte Jens. Jens Köster war 37 Jahre alt und Vater einer 17-jährigen Tochter, fast 18, namens Anna. Sie war sehr hübsch. Anna war schlank und groß gewachsen. Mit ihren 17 Jahren war sie bereits 1,81 cm groß. Sie ging auf ’s Gymnasium in die 12. Klasse. Im nächsten Jahr machte sie ihr Abitur und wollte entweder Medizin oder Jura studieren. Florian ging sich umziehen. Mark und Jens schüttelten die Köpfe, dann machten sie sich an die Berichte. Als Florian wieder in den Aufenthaltsraum kam stand Höppner da. "Herr Lenz folgen Sie mir in mein Büro.", sagte er fordernd. Die Türe zum Büro wurde nicht ganz geschlossen, da her konnten Mark und Jens das Gespräch mit hören. Die Türe ging auf und Flo ging wieder in die Umkleide. Dann verließ er die Basis ohne ein Wort.

Kurze Zeit später hörten Mark und Jens einen Schlag. Ohne zu überlegen stürmten die Beiden ins Büro des Chef. Der lag reglos am Boden. "Jens den Koffer", wies Mark den Piloten an.

Karin und Peter kamen aus der Notaufnahme. Sie hatten den Verletzten abgeliefert. Peter freute sich auf das Hörnchen. Sie flogen zur Basis. Jens kam ihnen entgegen, er berichtete ihnen was vorgefallen war, Karin und Peter rannten auch in Büro. "Wie schaust aus Mark?", fragte Karin. "Exodus. Herzinfarkt. Ich versuche ihn schon eine Stunde zu reanimieren. Wir informieren die Angehörigen. Er hat ja nur ne Bruder. Aber auch München. Werde vorschlagen, dass wir gemeinsam bis zum neuen Basisleiter die Leitung übernehmen. Kann ich auf dich zählen Karin?", sagte Mark und sah die Kollegin an. Vor 4 Jahren war er hier hergezogen. Sein Vorgänger war in ein Zeugenschutzprogramm geschickt worden, nachdem ihn die Mafia verfolgte. Er hieß Dr. Michael Lüdwitz und war mit Karin verlobt. Er wollte sie auf Bali heiraten. Er hatte einen Sohn der Dirk hieß. Dieser war damals 17 Jahre gewesen. Karin hatte ihn nie vergessen. Mark stand auf, zuvor hatte er dem toten Basisleiter die Augenlieder geschlossen. "Ich lass uns sperren.", meinte Karin. Sie ging zum Telefon und informierte München, die Flugsicherung.

Drei Tage nach dem tragischen Herztod wurde der Basisleiter Herr Höppner zur Grabe getragen.

Mark und Gina wohnten in einer gemeinsamen Wohnung. Da die Basis noch wegen Höppners Tod bis Montag gesperrt war konnten Gina und er sich ein erholsames Wochenende machen. Mark kam vom Einkaufen. Er verstaute alles, Brot, Wurst und Butter, aber auch die Knappereien und den Sekt im Kühlschrank. Gina war in der Badewanne. Mark setzte sich im Wohnzimmer auf die Coach. Nach kurzer Zeit kam Gina aus dem Bad ins Wohnzimmer. Sie trug nur den Bademantel die Haare waren noch struppig. "Mark, Schatz wo wollen wir heute noch hingehen? Tanzen oder Essen erst und dann tanzen?", sagte Gina und setzte sich neben Mark. Mark sah sie fasziniert an. Er legte den Arm um sie und küsste auf den Nacken und dann im Gesicht. Nach einiger Zeit vergasen die beiden alles. Peter war in seinen Wohncoper gegangen und hatte sich hingelegt. Er versuchte sich auszuruhen. Plötzlich klopfte es. Er stand auf und öffnete. Jens stand da. "Gehst du noch ein Bier mit trinken?" , fragte er den Sanitäter und Freund.

Als sie bei einem Bier waren fing Peter das erzählen an. " Dein Vorgänger und der von Mark waren meine besten Freunde. Manchmal denke ich habe alles verloren. Michael und Thomas waren einmalig. Von ihnen habe ich viel gelernt. Michael hat aus mir als Sanitäter das gemacht was ich heute bin. Thomas war Familienmensch. Nach dem Tod von Vera hat er sehr gelitten. Nach dem er ja den Banküberfall von den Mafiatätern, die auch Michael auf dem Gewissen haben, erkannte durfte er auch in den Zeugenschutz. Manchmal denke die beiden haben sich wieder. Nur Karin tut mir so leit. Sie wollte Michael heiraten. Was ich bis heute nicht begreife ist dass sie Thomas nicht Laura mitgegeben haben. Dann kommt so ein Halotrie wie Florian. Ralf dessen Vorgänger ist mit Jenny nach Hamburg gezogen. Sie hatte als Callgirl gearbeitet und sich in ihn verliebt. Sie finanzierte sich dadurch ihr Studium. Sie wollte Betriebswirtin werden. Warum erzähle ich dir das alles? Bin ich noch zu retten, dich mit meinen Sorgen zu quälen?", sagte Peter und brach ab. "Geht es dir nun besser, Peter?. Du wolltest vielleicht auch mal jemand der dir zuhört. Unser Job lässt uns ja nicht viel Zeit. Ich wollte dir nur sagen, ich höre dir zu wenn es dir nicht gut geht.", sagte Jens. "Darf ich mich zu euch setzen?", sagte eine Stimme von hinten. Hinter ihnen stand Karin. "Klar doch. Setz dich.", gaben die Beiden aus einem Mund zur Antwort. " Wie geht es Laura?", wollte Peter wissen. "Es geht. Sie kämpft mit der zerbrochenen Beziehung von Stefan. Der hat sie wegen einer anderen sitzen gelassen. Die Neue ist Anwältin und die passt besser zu ihm, wie Laura. Mit dem Notarzt hat sie auch ihre kl. Probleme. Aber sonst gesundheitlich geht es ihr bestens. Sie wollte mal wieder kommen. Hat nach dir gefragt Peter.", gab Karin den Beiden die Auskunft. Dann nahm sie von ihrem Weißwein einen Schluck. Sie trank gerne einen trocknen Wein. Als Karin von hinten die Augen zugehalten wurden. "Sie ist schon da.", kam ein fröhliches Lachen. Laura stand hinter ihr. "Hallo Süße", sagte Karin. "Setz dich." Jens holte Laura einen Stuhl und lies sie drauf Platz nehmen. Er setzte sich. "Du...äh Sie sind Papas Nachfolger. Laura Wächter", mit diesen Worten gab sie Jens die Hand. "Du", sagte dieser. Karin und Laura verbrachten mit Jens und Peter einen schönen Abend. Dann gingen sie heim zu Karin.

Am anderen Morgen beim Frühstück gestand Laura Karin dass sie von Stefan schwanger war. "Was soll ich nun machen, Karin? Muss ich ihm es sagen? Mit Sicherheit verlangt er dass ich das Kind abtreibe. ", sagte Laura. "Sagen musst du es ihm, da er der Vater ist. Zur Abtreibung zwingen kann er dich nicht. Hast du es deinem Chef schon gesagt?", fragte Karin. Sie schüttelte den Kopf. Nach einiger Zeit ging sie hinaus, in ihr Zimmer. Sie legte sich auf s Bett und weinte. Sie wollte doch noch kein Kind, schon gar nicht von Stefan. Warum waren ihr Vater, Dirk und Michael im Zeugenschutz. So dringend währen sie notwendig. Nach einiger Zeit spürte sie eine Hand auf der Schulter. Karin war ins Zimmer gekommen und hatte sie gestreichelt. "Komm das schaffen wir zwei schon. Wir haben nun schon Übung im Zusammenhalten."

"Guten Morgen, Enrico Cortini, bin ich bei Medicopter 117 hier richtig.", sagte eine ruhige und höfliche Stimme als Karin und Gina bei einer Tasse Kaffee saßen. "Guten Morgen, Gina Aigner, ich bin die Pilotin. Herzlich willkommen.", sagte Gina und reichte dem neuen Sanitäter die Hand. " Hallo, ich bin Dr. Karin Thaler, die Notärztin. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Wir sind hier alle per Du. Ich heiße Karin.", sagte Karin. Die Türe ging auf und die A-Crew kam rein. "Darf ich dir die Kollegen der A-Crew vorstellen, Enrico. Jens Köster, Pilot, dann Dr. Mark Harland, Notarzt und die gute Seele von Sanitäter Peter Berger.", sagte Karin. Enrico reichte jedem die Hand. Nach dem er sich umgezogen hatte und sich zu Karin und Gina setzen wollte ging der Funk los. "Leitstelle verstanden wir übernehmen." ,rief Gina ins Mirko. Dann startete sie mit einem enormen Elan den Heli. Sie mussten zu einer Gaststätte in der ein Mann auf dem Boden lag. Er war zusammengebrochen als er nach dem Essen gehen wollte. "Zugang, Ringerlösung 500ml", wies Karin ihn an. Gina hol den Defi und die Trage. Kurze Zeit später hatten sie den Mann stabilisiert und flogen ihn in die Klinik. Als sie dann an der Basis wiederankamen, war nur noch Peter da, der noch Mals Marks berichtete schrieb, damit München nicht wieder meckerte. Enrico sah dies und fragte ihn "Kann ich helfen?" "Nein, bin gleich fertig. Aber danke", erwiderte Peter. "Sag mal Peter bin ich nicht willkommen?", fragte er. "Nein, du bist willkommen, nur dein Vorgänger hat Karin und Gina oft im Stich gelassen, daher sind die Beiden sehr vorsichtig.", entgegnete er ihm. Enrico war im Vergleich zu Florian, ein richtiger Kavalier. Das bemerkten Karin und Gina schnell sie freundeten sich mit ihm an.

Nur was geschah zur selben Zeit in München, Basis München 2 am Flughafen. Dort taten auch zwei Teams wie bei Medicopter ihren Dienst. Laura war die einzige Frau. Oft litt sie darunter. Sie arbeitete mit dem Notarzt Dr. Markus Moll und dem Sanitäter Tobias Streif zusammen. Beide waren verheiratet und hatten Familie. Markus Moll war 1,85 groß und schlank. Er hatte eine Tochter im Alter von 15 Jahren, Jana war ihr Name. Tobias Streif war auch 1,80 groß und schlank , er war ebenfalls verheiratet und hatte einen Sohn, der Daniel hieß und 16 Jahre war. Markus und Tobias fuhren in Richtung Flughafenbasis mit Tobias Wagen. Die beiden wechselten sich mit dem Fahren Woche für Woche ab. "Tobias , halt bitte vor der Bäckerei. Ich will uns noch was holen.", sagte der Notarzt. Laura war bereits an der Basis angekommen. Sie zog sich um und stellte einen Kaffee hin. Dann deckte sie den Tisch. Sie musste mit den Beiden reden. Sie legte die Brötchen in den Korb und stellte Marmelade, Wurst, Käse und Butter auf den Tisch. Dann ging sie um den Checkup zu machen in die Heligarage. Tobias parkte nun einige Meter entfernt von der Basis. Während die Männer reingingen fand folgendes Gespräch statt.

"Tobias ich muss mich bei Laura entschuldigen. Jedes Mal wenn mir meine Frau vorwirft, dass ich sie betrüge, dann muss am Tag drauf Laura herhalten.", sagte Markus

"Wenn du es nur einsiehst. Sag mal wie kommt deine Maria, da drauf. Ich meine dass du sie betrügst. Ja und mit wem.", wollte der Sanitäter wissen.

"Sie meint ich betrüge sie mit Laura. Stimmt leider nicht.", antwortete der geknickte Notarzt.

Laura war im Aufenthaltsraum als auf einmal die Türe aufgerissen wurde und ein sehr aufbrausender Stefan reinkam. Sie hatte ihm die Nachricht mit der Schwangerschaft auf Band gesprochen. "Sag mal spinnst du. Du lässt das Kind abtreiben. Ich zahle für den Scheißkrampen nicht.", schrie er sie an. Dann schupste er sie und sie knallte gegen den Schreibtisch. Dann taumelte sie und fiel zu Boden. Als Stefan sah, dass sie sich nicht wehren konnte trat er ihr in Bauch und verlies eilig die Basis. Er stieß an Markus der sich umdrehte und den Kopf schüttelte. Laura lag bewusstlos da. Mit Markus und Tobias kam noch der Pilot der ersten Staffel Timo Lang. "Morgen Timo", grüßten die Beiden. "Was machst du hier. Ihr fliegt doch erst morgen wieder?", wollte Tobias wissen. "Meine Berichte, da ich ne Anpfiff wegen Schlampigkeit erhalten habe. Ich solle mir an der Kollegin Wächter ein Beispiel nehmen, wegen meiner Handschrift. Das meinte Maier. Ich habe ihm gekontert er solle uns ne PC spendieren, oder euren erweitern. ",sagte Timo. Die Drei waren kurz vor der Türe. Laura hatte sich nachdem sie aus der Bewusstlosigkeit erwacht auf einen Stuhl gesetzt. Ihr Unterleib schmerzte. Stechende Schmerzen hatte sie. Sie biss die Zähne aufeinander. "Laura hat mir den letzten freien Parkplatz geklaut. ", sagte Timo. "Das mit den Berichten von euch hat sie Maier auch schon gesagt mit der Begründung, ihr Piloten hättet auch ein Privatleben.", gab ihm Markus zur Antwort. "Morgen Laura. War dein Wochenende schön?", fragte Markus die Pilotin "Morgen Markus, Tobias. Hallo Timo. Markus kann ich dich dann mal unter 4 Augen sprechen?", gab Laura zur Antwort. Unter Schmerzen stand sie auf und ging in die Küche. Sie holte den Kaffee und stellte ihn auf den Tisch. Dann verließen sie ihre Kräfte vor Schmerz und sie brach zusammen. Der Schlag mit dem Laura zusammenbrach war bis in die Umkleide zu hören. Tobias schickte sich. Auch Timo der im Büro war kam angeeilt. Als sie Laura sahen, erschraken sie. Sie lag blass da. "Markus schnell, Laura ist zusammengebrochen.", schrieen Timo und Tobias aus einem Munde. Der Notarzt kam um die Ecke gerannt. Er kniete sich hin und indem Augenblick öffnete Laura die Augen. Er sah sie an. "Laura was ist los! ", sagte er zu ihr währende er sie aufhob und auf das Sofa legte. "Markus ich bin schwanger. Das habe ich Stefan auf Band gesprochen. Er war heute morgen da, hat mich angeschrieen, dann umgestoßen und mir in den Bauch getreten. Ich bin mit höllischen Schmerzen im Bauchraum wieder zu mir gekommen. Dachte die vergehen. Wie soll ich nur fliegen. Zu dem wollte ich mich bei dir entschuldigen wegen Freitag.", sagte sie und man merkte das Sprechen viel ihr schwer. "Zugang, Ringer. Timo du musst uns in die nächste Klinik fliegen, Verdacht auf Abort. Mach Dampf hier steht Leben gegen Leben.", wies Markus die Beiden an. "Laura, ob du das Kind behält weiß ich nicht. Das andere ist erledigt. Ich wollte mich auch bei dir entschuldigen.", sagte er zu ihr. "In meiner Tasche liegt die Handynummer von Dr. Karin Thaler, sie ist meine nächste Angehörige.", sagte Laura. Sie brachten sie in die nächste Klinik. Laura verlor das Kind. Sie wurde ausgeschabt. "Karin Thaler ", meldete sich Karin als ihr Handy anschlug . "Ja ich komme gleich.", war die Antwort. "Laura hatte einen Unfall ich muss nach München.", sagte sie. "Wir fliegen" kam es von Jens. Wenige Minuten später kamen sie in der Klinik an. Dr. Markus Moll ging auf Karin und Mark zu. Er berichte von dem Vorfall. "Ich werde mit den Kollegen reden, dass wir sie mitnehmen können. Das geht sicher nur wenn Sie sich um sie kümmern Frau Kollegin Thaler. ", fügte Dr. Moll an. "Das ist ganz sicher, alleine lasse ich sie nicht. Kann ich zu ihr?", fragte Karin. Da ging die Türe des OP auf und ein Arzt kam auf sie zu. "Dr. Karin Thaler.", rief er " Dr. Ober. Sie sind die Angehörige von Frau Wächter." "Ja, die bin ich .Wie geht es ihr? Kann ich zu ihr?" "Frau Wächter hat das Kind verloren, die Arterie wurde verödet. Sie ist bereits wach . Nur ich habe da ein Problem. Ich kann sie nicht aufnehmen, da ich keine Kapazität mehr habe. Könnten Sie, sie in ein Krankenhaus fliegen wo sie noch zwei Tage betreut wird." "In ein Krankenhaus nicht aber da ich Ärztin bin werde ich mich die nächsten Tage um sie kümmern bei mir daheim. Das gebe ich Ihnen schriftlich.", sagte Karin. Laura wurde mit dem Medicopter zu Karin nach Hause geflogen. Dort wachte sie abends auf. Karin und Mark wechselten sich ab um nach ihr zu schauen. Nach 3 Tagen ging es ihr schon wieder sehr gut. Nach einer Woche war sie wieder in München an ihrer Basis. In diesen Momenten dachte sie an Dirk. Dirk Lüdwitz den Sohn von Dr. Michael Lüdwitz. Wenn sie von ihm schwanger gewesen wäre dann wäre so nicht passiert. Oft sah sie auf das Bild auf dem er und Michael abgebildet waren. Sie hatte es in ihrem Wohnzimmer auf dem Regal stehen, neben dem von Ihrem Vater Thomas Wächter. Auch ihn sehnte sie in solchen Situationen herbei. Nur er musste noch im Zeugenschutz weilen, da er einen Banküberfall der Mafia gesehnen hatte. Er hatte den Mafiaboss Carlo Kralle wieder erkannt und musste fliehen. Karin hatte sich danach wie ein Mutter um sie gekümmert. In Gedanken versunken saß sie auf dem Boden ihrer Wohnung als es klingelte. Sie sah zur Uhr . 21.00 Uhr. Wer konnte dies nur sein. Sie ging an die Gegensprechanlage und drückte drauf. Sie sah einige Männer heraufkommen und erkannte die Kollegen sofort. "Hallo Markus, Tobias, Timo. Was führt euch zu mir? Kommt doch rein.", sagte Laura. Sie gingen ins Wohnzimmer und Markus erklärte ihr warum er oft so rau zu ihr war. Laura lächelte und meinte nur. "Nun weiß ich wenn du mich anschnauzt warum und weshalb. Das ist nicht sehr schön von ihr." Statt Konkurrenten wurden die 3 nun Freunde. Die Kollegen hatten sie voll akzeptiert. Nur im innersten sehnte sich Laura nach Dirk.

"Mark , Telefon.", rief Karin ihrem Kollegen entgegen. "Ja ich komme.", schrie Mark und rannte in Richtung Telefon. Als er dort war schloss er die Türe des Büros. Er hatte ohne jemand was zu sagen nach Thomas und Michael geforscht und erhielt nun einen Rückruf aus München. " Also am 12. um 15.00 Uhr landet die Maschine auf Deck 3. Ja habe ich notiert und werde dort sein.", sagte er. Gina und Karin waren im Aufenthaltsraum. Peter, Enrico und Max kickerten. Max schimpfte und Enrico und Peter lachten. "Karin, hast du mal Zeit für mich?", fragte Gina. "Klar, was ist los.", Karin stand auf und setzte sich neben Gina. "Ich bin schwanger. Mark und ich wollen ja heiraten und auch Kinder nur.....der ist zur Zeit so komisch. Meist du der hat eine andere.", Gina schaute die Ärztin fragend an. "Nein, Gina. Mit Sicherheit nicht. Nur, Mark und ich müssen uns durch den Haufen an Arbeit durchwühlen, bei dem wir nicht wissen, ob alles richtig ist. Einen Sanitäter hatten wir sofort nur den Chef bekommen wir erst dann nehme ich an wenn ich oder Mark .....", sagte Karin "Bitte nicht ihr .....besonders nicht du....", unterbrach sie Gina. "Weiß er es schon?", fragte Karin. Mark kam rein. "Sag mal wer hat für den 12. eine neue Pilotin angefordert? Du Karin? ", er sah die Kollegin fragend an. "Nein, Mark das war ich, nicht Karin. Denn ich habe vom Arzt absultes Berufsverbot bekommen. Ich bin schwanger. Ich weiß es seit gestern.", sagte Gina ruhig. Mark ging auf sie zu schaute sie an. "Sag mal ich traue meinen Ohren nicht. Aber das ist nun kein Scherz, von dir das ist Ernst gemeint. Ja.", sagte Mark. Gina nickte stumm. Er nahm sie in den Arm und wirbelte sie durch die Luft. Als sie wieder stand, atmete sie tief durch. "Bitte nicht nochmals das verträgt das Kind nicht. Karin lachte. "Ich muss am 12. nach München, da ich mich mit einem ehemaligen Kollegen treffe, er hat mir die Bücher für die Notfallmedizin besorgt. Eins habe ich für dich mit bestellt, Karin. War das o.k.?", Mark sah die Kollegin fragend an. "Ja. Danke", erhielt von Karin die Antwort.

Biggi Schwerin war nicht ganz einen 1,65 cm groß, schlank und hatte dunkle kurze Haare. Sie war 28 Jahre alt und hatte sich nach dem Tod von ihrem Freund John, nach Traunstein versetzen lassen. Davor war sie bei der Bundeswehr als eine der wenigen Frauen in England stationiert. In London war sie mit einem Arzt und einem Sanitäter geflogen. Aber nun atmete sie durch. Vor ihr lag die Basis Traunstein "Medicopter 117". Sie ging in das Gebäude. Dort hatte sie schon mal vor Jahren gearbeitet. Sie dachte an Gabi, Thomas und Ralf, sowie Michael und Peter.

"Guten Morgen Biggi Schwerin.", grüßte Biggi. Karin, Enrico und Gina gaben ihr die Hand. "Nein, das darf nicht war sein. Ich glaube mich tritt ein Pferd. Biggi, wie geht es dir?", kam es von hinten. Biggi drehte sich um. Sie sah Peter. "Hallo Peter, bist du er einzige der von der Crew vor 6 Jahren, noch da ist.", sagte Biggi. "Ja", war seine Antwort. Dann berichteten die Beiden den anderen wie und woher sie sich kannten. Biggi fand sich schnell ins Team wieder ein und sie, Gina und Karin wurden bald unzertrennliche Freundinnen.

Mark telefonierte kurz und dann ging er in den Aufenthaltsraum. Karin , Gina und Biggi saßen beim Frühstück. "Karin, kannst du am 18., deinem Geburtstag ausnahmsweise, eine Stunde länger machen, da ich sonst nicht weiß ob ich dir eine Überraschung machen kann. Die muss ich abholen in München.", sagte Mark. Er legte die Hand auf die Schulter der Kollegin. "Also gut Kollege, weil es du bist.", war ihre Antwort.

Eine Woche später, es war Karins Geburtstag. Mark war nach München gefahren. Er sollte Michael und Dirk und eine dritte Person holen. Die Dritte Person war Thomas Wächter der wie Michael und Dirk aus dem Zeugenschutz kamen. Auf Thomas Zettel stand nur Terminal drei, 15.00 Uhr. "Dr. Michael Lüdwitz", fragte eine nicht bekannte Stimme Michael. "Ja, der bin ich.", bekam Mark zur Antwort. "Dr. Mark Harland, ich bin der jenige der Sie abholen soll. Ich muss noch jemand mitnehmen, dann müssen wir zur Party, da Karin Geburtstag hat.", sagte er zu Michael. Der 42-jährige Kollege war groß und hatte braunes Haar. Dirk war seinem Vater sehr ähnlich, nur um ganze 21 Jahre jünger. "Wartet ihr hier, ich hole die 3. Person.", sagte er. Er drehte sich um und vor ihm stand Thomas Wächter. "Thomas , du bist die dritte Person. Ja." Nach einer Umarmung wie sie nach 8 Jahren angebracht ist machten sie sich auf den Weg. Sie mussten an dem Durchgang vorbei wo Lauras Basis lag. Als die vier auf der Höhe waren hörten sie ein unüberhörbares "Papa. Papa .Michael und Dirk", sie drehten sich um und auf sie sauste eine junge hübsche Frau zu. Sie stürzte sich in Thomas Arme. Er küsste sie , seine Laura. Dann sah er sie an. Mit ihren langen blonden Haaren, die himmelblauen Augen und dem Gesichtsausdruck den er nur von Vera kannte. Seine Frau war tödlich verunglückt als Laura 10 Jahre alt war. Nun war sie 22 Jahre und einfach hübsch. " Sag mal Lauraschatz, wo kommst du her?", fragte er sie. "Vom Arbeiten. Ich bin Pilotin im Rettungswesen, zu deiner Zeit nannte man dies Rettungspilot. Ich darf Tag und Nacht fliegen. Und ich bin es gerne. ", sagte sie und ihre Augen funkelten. Michael und Dirk schauten sie an. "Mark. Ich habe da ne Idee!", sagte Laura "Oh, wenn du mit Ideen kommst, dann.....Na, gut ich bin ganz Ohr...Ich ergebe mich heute freiwillig. Habe heute meine soziale Ader.", entgegnete Mark. Er hatte es noch nie über Herz gebracht, Laura etwas auszuschlagen. Zu den anderen dreien meinte er nur, sehr leise, Laura sollte es nicht hören. "Nun, kommt Lauras Idee. Jungs, die hat’s faustig hinter den Ohren. "Pass auf! Ich gehe nochmals auf die Basis von uns. Dort steht doch ein Medicopter in Reparatur. Der dürfte fertig sein. Dann fahre ich heim und hole die Sachen für Karins Fest. Die nimmst du mit, Mark mit samt dem Gepäck von Michael, Dirk und Papa. Papa und Michael sowie Dirk fliegen mit mir dann.", meinte sie und hielt einen Moment inne. "Sch.....ich brauch ja mein Auto. Wie komme ich sonst am Sonntag wieder her. Gut dann ändern wir den Plan. Michael oder Dirk fahren mit meinem Wagen dir nach. Ich fliege mit dem Rest. Auf die Gesichter von denen bin ich gespannt. Vor allem das von Karin. Die will doch Michael immer noch heiraten. Für die gibt’s doch niemand anders als Michael. Ich denke die braucht dann ne Spritze. Hast du was gegen meinen Plan?, fragte sie Mark und legte den unschuldigste Blick auf den man machen konnte. Mark war überrumpelt worden. Er nickte stumm. "Ich gehe dann da rein und regele alles andere", sprudelte sie heraus. Sie sauste zurück. Als sie um die Ecke verschunden war meinte Dirk . "Laura ist ja eine wahre Schönheit. Sie war schon immer schön, aber so habe ich sie nicht in Erinnerung. Aber ihr Temperament das hat sie immer noch". "Die schönsten Jahre habe ich als Vater verpasst.", meinte Thomas nachdenklich. "Thomas da bin ich anderer Meinung, aber darüber reden wir mal andermal. Nun lassen wir uns mal von Laura überraschen.", sagte Dirk. "Was machst du eigentlich, beruflich, Dirk?", wollte Thomas wissen. "Ach ich habe Medizin studiert. Nun muss ich die wichtigsten Scheine hier in Deutschland noch Mals machen. Werde wohl in München weitermachen. Mein Erzieher war da net so begeistert. Er wollte das ich was anständiges lerne.", sagte er scherzend im Blick auf Michael. Mark und Michael traten von einem Bein auf das andere. Nach fast einer ½ Stunde kam eine strahlende Laura an. Mit einem spitzbübischen Lachen meinte sie. "Ist alles geregelt Mark, ich habe gerade mit Gina telefoniert und gesagt, dass ich dich beschlagnahmt hat. War schwer begeistert. Wir sollen noch Bugetts mitbringen. So nun fahren wir zu meiner Wohnung und holen den Kram fürs Wochenende und die Schlüssel für Papas Wohnung in Traunstein. Will dort jemand duschen?" , fragte Laura. Sie fuhren in die 3 Zimmer-Wohnung von Laura. Thomas staunte nicht schlecht. Sie war hell und schön eingerichtet. Vor einem Bild das ihn, Michael und Dirk zeigte blieb er stehen.

Er schaute es an und dachte an die Begebenheit, damals. Laura lies sich Zeit. Als sie aus dem Bad nach sage und schreibe 20 Minuten kam richten sich 4 Augenpaare auf sie. "Sag mal Laura-Schatz, was hast du so lange, über 20 Minuten im Bad gemacht? Wir wollen doch noch zu Karin Party.", fragte sie Thomas. "Nun...ja ....muss ich dir da ne Antwort geben, Papa. Ich habe mich geduscht, Haare gewaschen schnell, halt hübsch gemacht, für euch versteht sich. Ach, Dirk wenn du weiterstudierst hast du schon ne Bleibe?", wollte die neugierige Laura wissen. Dirk schaute sie an, dann Michael, da nach schüttelte er den Kopf. "Nein, habe noch keine Bleibe. Warum fragst du?", wollte er neugierig wissen. Was die kann, kann ich auch dachte er bei sich. "Wenn du willst kannst du hier mit einziehen. Denn das Zimmer da vorne ist noch unbewohnt. Es war eingerichtet von dem Vorgänger von mir. Holzdecke, Laminat, ach, was rede ich schau es dir einfach an und überlege es dir. Will jemand duschen? Vorne da links ist das Bad. "Ja ich, mache den Anfang , denn Michael und Dirk brauchen so lange immer", feixte Thomas. Mark lachte hell auf. Dirk ging in das Zimmer. Michael folgte ihm. Nach einer Weile kamen beide zurück. "Ich bleibe bei dir. Ok. Ja und wie machen wir das mit den Kosten?", wollte er wissen. Laura verdrehte die Augen. Nach einer Stunde waren die drei geduscht und alles im Auto verstaut. Mark fuhr erst noch mit zum Flughafen. Dirk fuhr dann mit Lauras Auto und Thomas und Michael stiegen in den reparierten Helikopter ein.

Auf der Basis hatten Jens, Peter, Enrico, Karin , Biggi und Gina genügend zu tun. Der letzte Einsatz war lang. Gina wollte die Bierzeltgarnituren gerade aufstellen als sie ein "Sag mal bis du den ganz verrückt" aufschrecken lies. Es waren Peter, Enrico und Jens die aus wie aus einem Munde schrieen. "Du willst uns wohl noch ne Einsatz bescheren und wir kommen nicht zur Party. Denk bitte an dein Kind, Gina", musterte sie Karin. Biggi wollte der Kollegin helfen musste aber feststellen, dass Karin recht hatte. Jens schmiss den Grill an als die Garnituren aufgestellt und die Girlanden angebracht waren. Auf einmal war das Geräusch einer BK 117 zu hören. Mark und Dirk kamen um die Ecke als der Heli landete. Alle sahen Laura beim Landen zu. "Die fliegt wie ihr Papa.", sagte Biggi. "Ganz Thomas", fügte Karin an. Auch Jens war über den Flugstiel von Laura sehr angetan. Er mochte sie sehr, da sie eine frische Art an sich hatte. Die Pilotentüre öffnete sich. Laura stieg aus. Karin wollte lachend auf sie zugehen, als allen der Atem stockte. Die hintere und linke Cockpittüre öffneten sich ebenfalls. Aus der Cockpittüre kam Thomas Wächter, aus der hinteren stieg Michael aus. Karin traute ihren Augen nicht. Als Michael die Arme ausbreite, lief sie auf ihn zu und ließ sich in die Arme fallen. Er küsste sie innig. "Sag mal Karin, willst du auf Bali heiraten oder tut s auch Traunstein. Ach, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. ,sagte er lachend zu ihr. "Egal aber dich will ich Michael", war Karins Antwort unter Tränen. Diese wischte sie sich nach einiger Zeit aus dem Gesicht. "Herzlichen Glückwunsch, Karin", kam eine Stimme von hinten. Es war Dirk. Auch ihn und Thomas schloss sie in die Arme. Also mich musst du nur bis Sonntag ertragen, da ich dann mit Laura nach München gehe um am Montag in der Uni mir die Termine für die Prüfungen geben zu lassen, denn meine Vorprüfungen von Los Angels werden hier voll anerkannt. Vielleicht kann ich hier ja meine Träume erfüllen.", berichtete Dirk. "Welche Träume?", wurde er von Gina, Biggi und Karin aus einem Mund gefragt. Laura beobachtete ihn. Sie merkte ein mulmiges Gefühl im Magen wenn sie ihn ansah. Er war nicht nur ein gut aus sehender Mann, sondern ein feiner Charakter auch noch. So was hat mir gefehlt. Als sie so mit den Gedanken bei sich war, kam ein Teller mit Steak und Salat von hinten heran. "Dein Magen knurrt, Laura", sagte Thomas . Er und Jens hatten sich wie Männer mit Handschlag begrüßt und dann beschlossen die Mannschaft abzufüttern. Sie waren beim Essen als ein Mann um die Ecke kam. "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Frau Dr. Thaler", Frank Ebensieder stand hinter Karin. Er überreichte Karin einen großen Strauss Blumen und eine Flasche Sekt. "Die Herren Lüdwitz und Wächter habe ich nicht eingepackt, die bekommen Sie gratis dazu.", scherzte er "Ich bin der neue Basisleiter. Oder doch der Alte. Herr Wächter hat die Nachtlizenz. Er wird nur im Nachtdienst fliegen. Frau Schwerin und Herr Köster werden daher nur im Tagdienst fliegen, da Herr Wächter alle 14 Tage ein Wochenende frei haben muss, wird jede Crew alle 4 Wochen ein Wochenende frei haben. Laura ganz leise zu Jens "Leg mal ein paar Bratwürste und ne Steak drauf, sonst hört der heut das Lappern nimmer auf." Jens tat wie im befohlen und grinste dabei über das ganze Gesicht, wie ein Honigkuchenpferd. " So, genug geredet nun wird gegessen Herr Ebensieder, wer die Basis Traunstein leiten will muss was auf den Rippen haben. Bitte sehr, ein Teller und ein Bier." , sagte Laura und gab ihm den Teller mit Fleisch und Salat. "Laura das kann dir nicht passieren, da du ja ne Figur wie ne Model hast.", scherzte Dirk und zwinkerte ihr zu. Sie feierten mit Herrn Ebensieder bis in die Morgenstunden.

Vier Wochen später. Michael hatte ein Angebot bekommen eine Praxis mit OP-Zentrum zu übernehmen, deren Inhaber verstorben war. Karin und er heirateten an einem sonnigen Samstag morgen in Traunstein im Standesamt. Thomas und Biggi waren Trauzeugen. Da nach wurde noch gefeiert. Laura hatte ein langes enges Kleid mit einem Jäckchen darauf an. Ihre Haare hatte sie zurückgesteckt. Da sie sehr anstrengende Wochen hinter sich hatte war sie sehr müde. Thomas merkte dies sofort. Als Jens ihn fragte ob nur er der Meinung wäre, dass Laura überarbeitet bekam er zu hören. "Nein, auch ich bin der Meinung. Nur sie ist da anderer Meinung. Michael hat diese Bemerkung schon Dirk gegenüber geäußert nur der ist ja auch ein Arbeitstier und will davon nichts hören, ja und meine Laura ist nicht besser.", sagte er mit sorgenvollem Blick. "Die beiden würden ein schönes Paar abgeben.", sagte Jens "Da stimme ich nur zu.", sagte eine weibliche Stimme hinter ihnen. Es war Dr. Eva Thaler die Mutter von Karin. Sie war auch sehr schlank, 1,66 groß und hatte einen frechen Kurzhaarschnitt. Sie war auch Ärztin und arbeitete als Chefanästistin in einer Münchner Klinik. Mit ihrer Tochter verband sie die Liebe zur Medizin. "Endlich hat sie ihren Michael. Die hätte nie im Leben einen anderen geheiratet. Nun ja sie hat einen guten Geschmack. Zu dem schafft sie für Ausgleich in der Familie. Zwei hübsche Ärzte, was will ich mehr. Dirk ist ein Charmeur wie er im Bildbuch steht. Ein richtiger Vorzeigeenkel. Nun hab ich alles. Bin sauglücklich. Ach, ja ich heiße Eva.", sagte sie und sah Jens und Thomas mit einem innigen Blick an. "Also Eva , dann iss noch was, denn sonst müssen wir Angst haben, dass du beim nächsten Sturm abhebst und Pilotin wirst.", scherzte Jens. Sie setzten sich zu Dirk und Laura, die in ein Gespräch vertieft waren. "Na, Eva alles bestens?", wollte Dirk wissen. "Ja, und bei dir?", kam die Frage zurück. "Fast alles. Sag mal kann ich von dir einige Bücher von Anästsie haben. Ich bräuchte sie nächste Woche.", fragte Dirk Karins Mutter. "Klar, kannst du sie haben. Wenn du mir sagst wo du wohnst, dann bringe ich sie die vorbei, Dirk.", sagte Eva Thaler zu Dirk. Sie feierten noch lange. Die Hochzeitfeier war schön und alle fielen dann am anderen Morgen erst in ihre Betten. Michael und Karin brachen nach Borkum auf wo sie ihre Flitterwochen verbrachten. Drei herrliche Wochen ohne Trubel.

Enrico und Biggi hatten die Zuneigungen für sich entdeckt. Auch die Kollegen freuten sich mit Ihnen. Eigentlich wollten sie heiraten. Nur ab und zu spielt jedem das Leben einen Streich. "Wow, bin ich fertig. Das Wetter und mein Kreislauf der spinnt. Ich freue mich auf das Wochenende, das wir frei haben.", seufzte Biggi. " Also die Kreislaufbeschwerden lege ich als was anders aus, Biggi. Ernsthaft. Ich denke du bis schwanger.", meinte Karin. "Nun ja aber ich freue mich auch auf das Wochenende mit Michael. Wir wollen nach München fahren. Etwas Shoppen und dann bei Lisa und Dirk vorbei. Je, länger ich Michael kenne, desto weniger kann ich mir die Zeit ohne ihn nicht mehr vorstellen.", sagte Karin. Die Schicht verlief ruhig. Kurz vor Dienstschluss kam Michael. Da er freitags keine Nachmittagssprechstunde mehr hatte kam er oft eher. Er war gerngesehen. Ebensieder verwickelte ihn erst mal in ein Gespräch über Fußball. Er würde ja jetzt noch reden wenn Enrico nicht ihn angeschubst hätte und ihn leise da rauf hin wies " Frau Dr. Lüdwitz möchte Feierabend machen."

Laura hatte nach einem anstrengenden Dienst nur noch das Bett gesucht. Dirk hatte als er vom Spätdienst kam nach ihr geschaut und war dann auch in sein Bett gefallen. Michael und Karin waren vor der Türe von Dirk und Laura angekommen. Sie klingelten einmal. Zweimal. Nichts rührte sich. Nochmals klingelte Michael. Er lies den Finger länger auf der Klingel. Laura hatte die Klingel gehört. Auch Dirk. Beide schwankten in Richtung Wohnungstür. Dirk öffnete. "Morgen ihr Langschläfer, auch schon wach.", meinte Michael. Laura stand da und konnte immer noch nicht richtig fassen was da passierte . "Ich hatte gestern Spätdienst. Sage und schreibe nur 10 Einsätze. Bin nach Dienstschluss ins Bettgefallen um 23.00 Uhr. Jetzt um nicht ganz 9.00 Uhr stehst du da und verlangst dass ich wach bin oder werde. Ich bisschen Schönheitsschlaf musst du mir schon gönnen, sonst wird das nichts mit der Schönheit. Während wir uns anziehen, kannst du den Tisch decken Michael.", meinte Laura. Michael schaute Dirk an. "Wo sie recht hat, muss sie recht kriegen. Ich war bis 1.00 im OP, Papa.", fügte er an. Nach einer knappen halben Stunde waren die beiden angezogen. Sie trafen sich am Tisch wieder. Michael und Karin machten ihnen klar, dass sie sich Sorgen machten, da sie so lange (fast zwei Wochen ) nichts von ihnen gehört hatten. Dann gingen die 4 noch in die Stadt und in den Englischen Garten. Dirk merkte dass er seine Gefühle für Laura langsam nicht mehr verbergen konnte. Er wollte mit ihr reden, wenn er mal ne Tag dienstfrei hatte. Das nahm er sich vor. Während sie so bei einem Radler und Weißwürsten saßen, fragte er Laura. "Wie hast du denn nächste Woche Dienst?" "Ich habe heute noch Spätdienst und dann Montag bis Mittwoch frei. Dann ab Donnerstag aber 2 Wochen Nachtdienst. Warum?", sagte sie. "Ach nur so. Denn sehen tue ich dich ja nicht oft.", bekam sie zur Antwort. "Und du?", wollte sie wissen. "Ich habe auch Montag bis Mittwoch frei. Dann muss ich auf den NA-Zubringer für 4 Wochen im Tagdienst von 6.00 – 20.00 Uhr.", sagte Dirk. Am Montagmorgen rede ich mit ihr nahm er sich fest vor. Nur wusste er nicht, dass Laura das Gleiche mit ihm vorhatte. Laura hatte einen anstrengenden Dienst hinter sich. Sie ging am Sonntag früh ins Bett. Dirk kam nach einem, wie er es nannte "normalen" Dienst zurück. Er sah noch die Sportschau. Die Türe von Lauras Zimmer war angelehnt. Er spitzte hinein. Sie schlief tief und fest. Er schloss die Türe und ging wieder ins Wohnzimmer. Am anderen Morgen stand er auf, nach dem ihn der Krach, den die Müllabfuhr machte geweckt hatte. Er sah zur Uhr. Es war 7.00 Uhr. Nun beschloss er zur Bäckerei und zum Blumenladen zu gehen. Nach einer Weile kam er mit frischen Brötchen zurück. Er hatte den Tisch gerade gedeckt als eine Türe langsam aufging. Laura hatte der Kaffeeduft geweckt. Auch roch es nach frischen Brötchen. Hatte sie Dirks Geburtstag vergessen? Sie dachte nach, während sie langsam die Türe öffnete. Oder war was anderes passiert. Nun, ja er wird es mir schon sagen, dachte sie. Nun aber rieb sie sich die Augen als sie im Türrahmen zum Wohnzimmer stand. Sie sah zweimal hin. Blumen? Etwa für sie? Bevor sie weiterdenken konnte, sagte sie "Guten Morgen Dirk. Sag mal habe ich was vergessen? Geburtstag oder bestandene Prüfung?", wollte sie wissen. Innerlich platzte sie vor Neugierde. Da hat er sich wieder was ausgedacht. Was liebe ich den Kerl doch. Könnte ihn ja mit Haut und Haaren vernaschen. Laura denk nicht so kindlich, rief sie ihre innere Stimme zur Vernunft auf. "Nein, du hast nichts vergessen. Guten Morgen, Laura.", sagte Dirk. Seine innere Stimme moserte mit ihm. Nun sag es ihr schon. Die schaut im totalverschlafenen Zustand, in dem befindet sie sich jetzt, sehr gut aus. Die Frau musst du dir krallen, Dirk. Hörst du! Also los ! Überwinde den Schweinehund vor dir selbst. Am besten du nimmst in den Arm und küsst. Da wehrt sich keine Frau. Sie schon gar nicht denn sie will dich. " Ich wollte uns mal die Gelegenheit geben, nicht nacheinander zu frühstücken sondern miteinander. Außerdem finde ich sollten wir mal was miteinander unternehmen. Findest du nicht, Laura? Seit fast einem ½ Jahr wohne ich hier mit in der Wohnung und wenn ich die Tage zähle an denen wir mal zusammen waren, dann.....", weiter kam er nicht, denn Laura beendete den Satz " musst du feststellen, dass dies kein Einziger war. Stimmt’ s." "Außerdem....", weiter kam er nicht, denn nun passierte was, damit hatte er in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. Laura ging auf ihn zu und legte beide Hände um seinen Hals und sah ihm in seine tiefblauen Augen. Die liebte sie so sehr. Denn stille Wasser sind bekanntlich ja tief. Dirks Puls erreicht die Höchstgeschwindigkeit. Der Adrenalinspiegel stieg in schwindelerregende Höhe. Er versuchte ruhig zu bleiben. Seine innerer Stimme tobte mit ihm. "Sag mal du Schlappschwanz, wann küsst du sie jetzt endlich. Eine bessere Gelegenheit kriegst du nicht mehr. Muss ich dir das auch noch zeigen. Wenn du sie nun nicht küsst....". Dirk legte seine beiden Arme um ihre Hüften. Er sah sie an. Sie lächelte. Ihr Temperament kam nun zum Ruhen. Oder war dies die Ruhe vor dem Sturm. Er zog sie an sich. Ihre Lippen berührten sich. Nach einigen endlosen Küssen und sah sie ihn wieder an. " Fast ein ½ Jahr habe ich darauf warten müssen. Mich haben Blitze gestreift als ich dich und Michael am Flughafen gesehen habe. Amore hat seine Pfeile ausgepackt.", dabei lachte Laura. Doch dann wurde sie ernst. Dirk sah sie an. "Ich liebe dich, Dirk", sagte sie mit fester Stimme. Man merkte wie ernst ihr es war. "Ich liebe dich auch Laura, die Blumen sind von mir. Gefallen sie dir?", fragte er. Sie nickte "Komm wir frühstücken, dann dusche ich und da nach machen wir uns zwei herrliche Tage nur für uns? Wie findest du den Vorschlag?", meinte Laura. Dirk nickte. Die beiden verbrachten den Tag mit einem Bummel in der Stadt. Sie besuchten den Englischen Garten. An einem versteckten Platz legten sie sich in Gras und küssten sich lange und innig. Am Abend schauten sie sich noch einen Film an. Dirk hatte den Arm um sie gelegt und sie genoss es sich anzulehnen. Er hob sie hoch und trug sie in sein Zimmer. Es folgte eine wunderschöne Nacht. Sie genossen die gemeinsamen freien Tage. Am Donnerstag klingelte Dirks Wecker um 4.30 Uhr. Um 6.00 hatte er Dienstbeginn in der Bereitschaftszentrale der Klinik. Er wusste, dass dort Pünktlichkeit Pflicht war. So sputete er sich. Um 5.55 war er umgezogen im Bereitschaftsraum und pfiff fröhlich durch die Gegend. Was wiederum dem Sanitäter, Rolf Rau und dem Leiter der Bereitschaftszentrale Otto Gau nicht so gefiel. Denn die Beiden waren saumüde, da sie etwas zu lang im Biergarten waren, vergangenen Abend. "Guten Morgen, Dr. Lüdwitz, würde es Ihnen etwas ausmachen mit dem Pfeifen aufzuhören, da mein Kopf....", weiter kam Herr Gau nicht, da Dirk meinte " noch nicht ganz munter ist. Soll ich Ihnen eine Tablette geben. Wo finde ich die Rettungstaschen? Ich würde gerne einen Blick hineinwerfen, da ich nicht gerne nur die Hälfte dabei habe.", meinte Dirk

Erst schauten ihn vier Augen entsetzt an, aber er bekam was er wollte und am Abend des 1. Tages hatte er bei seinem Sani Rolf Rau einen Stein im Brett. Der meinte zum Abschied "Gell wenn du nochmals Sie sagst Doc, dann fährst du morgen selber. Mit dir macht des nämlich Fun des Arbeiten.", meinte Rolf. Dirk grinste .Gegen 21.00 Uhr kam auf der Basis des Flughafens eine bestens gelaunte Laura an. Sie pfiff, dass es jeder hörte. Sie zog sich um und pfiff so vor sich hin. Die 1. Staffel machte sich fertig zum Heimgehen. Da einer der 2. Staffel da war, konnten die gehen. Sie kochte Kaffee für die Nacht. Tobias und Markus werden gleich da sein, dachte sie. Plötzlich hörte sie ein "Sag mal bin ich krank, Tobias oder hat Laura saugute Laune. ". Der Notarzt Dr. Markus Moll und der Sanitäter Tobias Steif waren da. Sie lästerten was Laura bei ihnen nicht mehr störte. " Nein, saugute Laune hat sie nicht, aber Laura ist verliebt.", spottete. Mit einem Ruck drehte sie sich zu den beiden Lästermäulern um und sagte "Richtig." Markus und Tobias wollten natürlich alles wissen, denn die Gesichter der Beiden fielen herunter wie Schubladen. Sie drehten sich einen Stuhl um und meinten wie aus einem Munde." Na, wie schaut er aus?" "Gut.", war ihre knappe Antwort. "Na, wie küsst er?", wollten die Beiden wissen. Ihre Neugierde stieg wie der Adrenalinspiegel von ihr wenn sie Dirk küsste. "Gut.", war ihr knappe Antwort wieder. Also die könnte wirklich etwas mehr sagen, dachten sich die beiden. Nur Laura wollte die Kollegen auf die Folter spannen. Verrate denen doch net alles, dachte sie bei sich. "Was ist er von Beruf?", wollte Markus wissen. Ha, auf die Frage kannst du nicht mit "Gut antworten dachte sich der Notarzt. "Dirk ist angehender Chirurg und hat die Notarztausbildung.", antwortete sie. "Notarzt ich höre wohl net recht. Das hättest du auch billiger haben können. Warum? Notarzt!", meinte er "Das ist halt mal so. Du bist ja vergeben. Und ich wollte ne Notarzt fürs Herz"., sagte sie.

Copyright 2005: Daniela

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