Hauptpersonen:

 

A-Crew

B-Crew

Piloten:

Thomas Wächter

Biggi Schwerin

Sanitäter:

Peter Berger

Ralf Staller

Notarzt:

Dr. Michael Lüdwitz

Dr. Gabriele Kollmann/

Dr. Karin Thaler

     

Weitere Personen:

Markus Kollmann

Lena und Luca Merzinger

Maria, Christoph und Michaela (Michi) (Freunde von Ralf)

Gabrieles Bruder Heiko Kollmann

Gabriele Halbschwester Rebecca Kollmann

Max (Mechaniker)

Frank Ebelsieder (Basisleiter)

 

 

Eine Nacht die alles veränderte!!

Von Mareike

``Guten Morgen´´ fröhlich betrat Gabriele den Aufenthaltsraum. Ihre beiden Kollegen Biggi und Ralf saßen am Tisch. ``Morgen´´ murmelte Ralf und Biggi hob nur die Hand. Gabriele achtete nicht auf die schlechte Laune der beiden. Pfeifend verschwand sie im Umkleideraum. Als sie wiederkam ging sie immer noch fröhlich pfeifend in die kleine Küche. ``Möchte noch jemand Kaffee?´´ Keiner der Beiden Reagierte doch Gabriele merkte das gar nicht. Sie nahm sich eine Tasse mit Dampfendem Kaffee und setzte sich aufs Sofa. Ralf sah kurz auf. ``Sag mal warum hast du eigentlich so verdammt Gute Laune?´´ Wollte er dann wissen. ``Markus hat mir einen Heiratsantrag gemacht.´´ Ralf hatte gerade einen Schluck aus seiner Tasse genommen doch als er das jetzt hörte pustete er den Kaffee über den Tisch. ``Ihh du Ferkel´´ motzte Biggi sofort. Ralf stand auf um einen Lappen zu holen. Gabriele schien nichts mitzubekommen. Ralf stand in der Küche. Er lies den Kopf Hängen und stützte die Hände auf die Arbeitsfläche. ``Wo bleibst du den?´´ Rief Biggi ungeduldig. ``Ich komme ja schon.´´ Antwortete Ralf. Er nahm das Handtuch und ging zurück zu Biggi. Nachdem er es ihr gegeben hatte ging er in den Hangar. Jetzt hatte er gar keine Chance mehr Gabriele für sich zu Gewinnen. Klar wünschte er ihr das sie glücklich war aber ihm währe es lieber sie würde es mit ihm sein. Er zwang sich nicht an sie zu denken. Gabriele gehörte zu Markus und er durfte sich keine Hoffnungen machen. Den Rest des Tages verbrachte Ralf damit sich ein zureden das Gabriele zu Markus gehörte. Er wurde immer unglücklicher, versuchte das aber zu verbergen.

2 Monate später:

Es war Freitag nachmittag und die B- Crew hatte Schicht. In drei Wochen sollte die Hochzeit sein. Draußen war es schön warm und die drei lagen vor dem Hangar in der Sonne. Ralf hatte die ganze zeit versucht sich nichts anmerken zu lassen. Gabriele war so im Glücksrausch das sie kaum etwas bemerkte. Biggi hatte ihn manchmal gefragt aber er hatte behauptet das alles in Ordnung sei. Wenn Markus auftauchte um Gabriele abzuholen verschwand er im Hangar oder an den Fluss. Er ertrug es nicht die beiden zusammen zu sehen. Plötzlich fuhr ein Auto auf den Hof. Alle drei drehten die Köpfe zum Parkplatz. Eine junge Frau stieg aus dem Auto, schüttelte ihre Haare und zog ihre Sonnenbrille aus. Ralf und Biggi sahen verdutzt zu der Frau und dann wieder zu Gabriele. Die Fremde Frau sah Gabriele sehr ähnlich. Diese stand ohne ein Wort auf und verschwand im AR. Biggi sah ihr verwundert hinterher und folgte ihr dann. Die Fremde Frau ging auf Ralf zu und fing sofort an zu flirten. ``Hallo schöner Mann.´´ ``Tag´´ antwortete Ralf. Sie gab ihm die Hand und hielt sie länger als notwendig fest. Die ganze Zeit musterte sie ihn. ``Kann ich ihnen helfen?´´ Wollte Ralf wissen. ``Da bin ich mir sicher´´ antwortete die Frau zweideutig. Ralf verdrehte die Augen. Er konnte Frauen, die nur das eine im Kopf hatten nicht leiden. Gabriele war da total anders. Sie war irgendwie.... nein Stopp er durfte nicht schon wieder an Gabriele denken. ``Ich bin Rebecca. Die Schwester von Gabriele, die arbeitet doch hier oder?´´ ``Und was Wenn?´´ ``Ich möchte sie sprechen.´´ ``Aha, Ok warten sie hier. Ich kucke wo sie ist.´´ Ralf stand auf und ging erleichtert Richtung AR. Er hatte das Gefühl gehabt Rebecca hätte ihn auf der stelle verführen wenn es ein anderer Ort gewesen währe. Im AR konnte er die beiden anderen jedoch nicht finden. Er ging zur umkleide und klopfte an. Biggi kam zu Tür und öffnete sie einen Spaltbreit. ``Ach du bist es, komm kein´´ Sie ließ Ralf rein und schloss die Tür wieder hinter ihm. Ralf sah sie verwundert an. Biggi machte eine Kopfbewegung Richtung Fenster. Dort stand Gabriele. Die Arme gegen die wand gelehnt und den Kopf darauf gestützt. Ralf ging langsam auf sie zu und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Gabriele sah auf und als sie Ralf erkannte viel sie ihm um den Hals. Ralf legte verdutzt seine Arme um sie obwohl er es kaum ertrug sie so im arm zu halten. ``Hey was ist dem Los?´´ Fragte Ralf leise doch Gabriele schüttelte den Kopf. Also versuchte Ralf sie zu beruhigen und fragte nicht weiter. Nach einer viertel stunde gingen sie zusammen raus zu Rebecca und Gabriele stellte sie ihnen als ihre ältere halb Schwester vor. Da eh schichtende war verabschiedeten sich alle und fuhren nach Hause. Zu hause stellte Gabriele ihrer Schwester ihren verlobten vor. Rebecca fing sofort an zu flirten. Gabriele verdrehte die Augen und ging in die Küche. Sie vertraute Markus und war sich sicher das er nicht auf ihre Flirt einging. Als sie jedoch zurück kam Küssten sie sich gerade. Gabriele blickte die beiden entsetzt an. ``Störe ich?´´ Wollte sie dann wissen. Rebecca hob langsam den Kopf und sah sie an als währe es das normalste mit dem verlobten der Schwester zu knutschen. Markus sprang sofort auf und versuchte sich herauszureden. Gabriele sah ihn nur traurig an. Der Abend war natürlich im Eimer. Gabriele verabschiedete sich bald um ins Bett zu gehen. Sie hoffte das Markus ihr folgen würde doch der blieb noch etwas bei Rebecca sitzen. Gabriele konnte die lachen hören und die Eifersucht stieg in ihr auf wie die Gedanken an damals. Sie verdrängte diese Gedanken jedoch schnell wieder. Irgendwann schlief sie ein. Sie wachte kurz auf als Markus kam doch sie reagierte nicht. Am nächsten Morgen verschwand sie auf die Basis noch bevor die beiden aufwachten. Ralf war auch schon da. Er saß über seinen Berichten der letzten Woche. Seine Gedanken waren jedoch bei Gabriele. Er sagte sich immer wieder das es verbotene Gedanken waren doch er konnte nichts dagegen tun. Immer wieder hatte er den Duft in der Nase der sie umgab und er sehnte sich danach sie zu berühren. Manchmal kam er sich vor wie ein Schuljunge bei seiner ersten großen Liebe aber das war ihm egal. Er versuchte sich gegen seine Gefühle zu wehren doch es war sinnlos. Er konnte sich nicht wehren. Gabriele beobachtete ihn eine weile bevor er aufschaute. ``Guten Morgen was machst du den schon hier?´´ Wollte er überrascht wissen. ``Ich habe es zu Hause nicht mehr ausgehalten´´ ``Hast du Streit mit Markus?´´ Gabriele nickte. Sie setzte sich an den Tisch und stützte den Kopf in die Hände. Ralf sah sie traurig an. Er mochte es nicht wenn es ihr schlecht ging und er kam sich irgendwie hilflos vor weil er ihr nicht helfen konnte. Er kniete sich neben sie und nahm ihre Hände. Eine wohlige wärme durchflutete seinen Körper und 1.000 kleine Helikopter machten Testflüge in seinem Bauch. ``Wenn ich dir irgendwie helfen kann sag mir Bescheid Ok. Ich höre dir immer zu und du kannst kommen wann du willst Ok?´´ Gabriele lächelte ihn lieb an und Ralf wurde es so richtig flau im Magen. ``Danke´´ flüsterte sie. ``Ich Mach uns mal einen Kaffee´´ sagte Ralf dann schnell. Er konnte ihr nicht länger so in die Augen sehen. Gabriele nickte und drückte noch einmal seine Hand. Ralf stand auf und ging in die kleine Küche. Kurz darauf kam auch Biggi. Sie brachte Brötchen mit und zusammen fingen sie an zu frühstücken. Eine Dreiviertel stunde später kam Max in den AR. ``Sorry aber ihr müsst für heute Schluss machen. Der Kerosin LKW hatte einen Unfall. Vor übermorgen kriegen wir hier kein neues Kerosin her. Wenn Ebi erfährt das sowieso kaum noch was da ist und ich euch losgeschickt hätte reißt der mir eh den Kopf ab. Ich dachte halt der LKW ist früh genug hier.´´ Er sah etwas verlegen in die Runde. Die drei grinsten ihn an. Sie zogen sich um und fuhren nach Hause. Gabriele schloss die Tür auf und ging durch den Flur zum Schlafzimmer. Sie dachte das Markus noch schlafen würde es war schließlich erst kurz nach acht. Sie öffnete die Tür und blieb angewurzelt stehen. ``Nein das glaube ich nicht´´ flüsterte sie. Außer Atem tauchte Markus unter der Bettdecke auf und kurz nach ihm erschien der Kopf von Rebecca über der Bettdecke. ``Wieso bist du schon wieder da?´´ Wollte Markus irritiert wissen. Gabriele starrte die beiden an. Sie waren außer Atem und völlig verschwitzt. ``Warum tust du mir das wieder an? Warum?´´ Schrie sie ihre Halbschwester plötzlich an. ``Reicht es dir nicht das du damals alles zerstört hast?´´ Ihre Augen waren voller Tränen als sie die Tür zu knallte, ihre Schlüssel schnappte und das Haus verließ. Es war ein wunder das sie es bis zu Ralf schaffte ohne einen Unfall zu bauen. Den ganzen Tag war sie ziellos durch die Stadt gefahren und schließlich bei Ralf gelandet. Es wurde bereits Dunkel als sie bei ihm Sturm klingelte und darauf wartete das er öffnete. Endlich hörte sie ihn kommen. Ralf öffnete die Tür und sah sie entsetzt an. Vor ihm stand eine Völlig verheulte Gabriele. Ihre Haare waren nicht mehr ordentlich hingeföhnt sondern zerzaust und durcheinander. Ihre sonst so perfekte schminke hatte sich im ganzen Gesicht verteilt. ``Was ist den Passiert?´´ Wollte Ralf sofort wissen doch Gabriele brachte keinen Ton heraus. Ralf zog sie ins Haus und schloss die Tür hinter ihr. Auf dem weg ins Wohnzimmer knickten ihr die Beine weg. Ralf fing sie auf und trug sie ins Wohnzimmer. Er legte sie aufs Sofa und holte ihr ein Glas Wasser aus der Küche. Als er zurückkam war sie schon wieder zu sich gekommen. Er half ihr sich aufzurichten damit sie trinken konnte. ``Danke Ralf´´ flüsterte sie. ``Schon Ok ich Hab ja gesagt du kannst zu mir kommen aber was ist den passiert?´´ ``Ich habe Markus und Rebecca im Bett erwischt. Warum tut sie mir das schon wieder an?´´ ``Was? Aber ich dachte er liebt dich?´´ ``Das tut er auch denke ich mal. Aber gegen Rebecca hat kaum einer ne Chance. Sie kriegt jeden den sie will.´´ ``Das habe ich auch schon gemerkt.´´ ``Wieso du?´´ ``Gestern, als ihr drinnen wart hat sie mir die Klamotten fast mit den Augen vom Leib gerissen´´ ``davon habe ich ja gar nichts gemerkt. Normalerweise werden Männer in ihrer Gegenwart völlig unzurechnungsfähig.´´ ``Tja es gibt aber nur eine Frau in meinem Leben und andere Interessieren mich nicht.´´ Ralf wünschte sich sofort nichts gesagt zu haben. Doch es half nichts Gabriele fragte sofort. ``Ich wusste gar nicht das du verliebt bist. Wer ist den die Glückliche? Kenne ich sie?´´ Ralf biss sich auf die Lippe. ``Ist nicht so wichtig. Du hast vorhin gesagt schon wieder? Was meinst du damit?´´ ``Das ist eine alte Geschichte.´´ ``Dann erzähl sie mir. Ich merke doch das sie dich bedrückt und reden hilft.´´ Gabriele sah ihn an. ``In Ordnung.´´ Ralf setzte sich aufs Sofa und Gabriele legte ihren Kopf in seinen Schoß. Zuerst war Ralf etwas zurückhaltend weil es ihm schwer fiel sie so nahe zu spüren. ``Also vor sechs Jahren war ich schon mal verlobt. Ich habe Timo richtig geliebt. Er war der erste den meine Mutter Akzeptierte. Du kennst sie ja sie will das ich irgend so einen reichen Typen habe. Jedenfalls kurz vor der Hochzeit bin ich auch früher vom Dienst nach Hause gekommen und ich habe die beiden erwischt. Genau wie gerade eben. Sie war schon immer so. Sie ist die Tochter meiner Mutter aus erster Ehe. Tja sie ist schön, atraktief und sie verführt Männer auf Kommando. Deswegen habe ich das treffen zwischen ihr und Timo so lange wie möglich hinaus gezögert. Irgendwann haben sie sich doch getroffen. Ich dachte erst sie würde ihn ein mal verführen und uns dann in ruhe lassen. Ich wusste das die Männer ihr nicht wieder stehen konnten frag mich nicht warum aber es war so. Ne feste Beziehung hatte sie glaube ich nie und wen, nicht sonderlich lange. Männer waren für sie nur Trophäen. Als ich sie das zweite mal erwischt habe bin ich abgehauen und bei euch gelandet. Bei Markus hatte ich immer die Angst das dass gleiche Passiert und jetzt ist es soweit. Rebecca ist echt krank. Ich mein die kann sich doch nicht wie ein Tier benehmen und alles besteigen was ihr in die Quere kommt.´´ Eine Träne lief ihr über die Wange. Vorsichtig wischte Ralf sie weg. ``Außerdem kann es nicht sein das ich jetzt meine Freunde vor ihr verstecken muss.´´ Ralf wusste nicht was er sagen sollte. Die Geschichte hörte sich..... komisch an und doch glaubte er ihr. Plötzlich setzte Gabriele sich auf. ``Ich weiß gar nicht ob ich Markus wirklich heiraten soll´´ ``was? Wieso das denn?´´ ``Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube ich liebe jemand anders.´´ Ralfs Herz bekam einen Stich. ``Wen den?´´ Fragte er obwohl ihm die frage schwer viel. ``Ich glaube ich liebe....´´ Ralf sah sie fragend an obwohl er die Antwort eigentlich gar nicht hören wollte. Um so erstaunter war er als er realisierte was sie gesagt hatte. ``Was? Sag das noch mal.´´ Gabriele sah ihn an. ``Ich glaube ich habe mich in dich verliebt´´ flüsterte sie leise. Langsam kamen sich ihre Lippen näher. Ralf wollte die Notbremse ziehen. Er war sich nicht sicher ob sie es ernst meinte oder ob sie nur so verletzt war. Doch als sie jetzt ihre Hand in seinen Nacken legte und ihn zu sich runter zog konnte er nicht anders. Er konnte ihr nicht wiederstehen. Er wusste das es falsch war und das sie nicht das gleiche wie Markus machen durfte doch sein verstand schaltete sich aus. Ihre Lippen berührten sich nur kurz. Zögernd begannen sie sich zu Küssen. Ralf hatte das Gefühl in einem Traum zu sein. Gabriele setzte sich auf und Küsste ihn leidenschaftlicher. Ralf wurde schwindelig vor Glück. Er spürte Gabrieles Hände auf seiner Brust wie sie seine Muskeln ertastete. Seine Hände streichelten ihren Rücken ihre weiche Haut. Sie ließen sich auf den Teppich sinken und Küssten sich immer wieder. Ganz langsam zog Gabriele ihm sein Sweatshirt aus und auch Ralf zog ihr ihre Bluse aus. Die beiden vergaßen alles um sie herum. Sie Küssten sich immer wieder voller Leidenschaft so als hätten sie lange aufeinander gewartet. Beide genossen es. Sie saugten jeden Kuss und jede Berührung in sich auf wie verdurstende. Beide hatten noch nie so eine Leidenschaft gespürt. Sie schliefen miteinander und für beide war es so schön wie noch nie. Später lagen sie eng aneinander gekuschelt unter einer leichten Decke auf dem Teppich. Draußen wurde es bereits hell. Sie hatten die halbe nach geredet bis ihre Gefühle zu einander zu stark wurden. Ralf streichelte sie die ganze Zeit. ``Das war ein Fehler´´ sagte er plötzlich. ``Was?´´ Gabriele sah ihn entsetzt an. ``Gabriele das funktioniert doch nicht. Du liebst Markus und ihr Heiratet in drei Wochen. Du warst gestern verzweifelt, enttäuscht..... ich weiß auch nicht. Auf jeden Fall wäre es falsch jetzt....´´ ``Aber ich dachte du liebst mich. Außerdem so falsch kann das gerade nicht gewesen sein.´´ Gabriele war den Tränen nahe. Ralf tat es weh sie so unglücklich zu sehen doch er war sich sicher das sie zu Markus gehörte. ``Bitte Gabriele. Es war wunderschön aber es geht nicht. Lass uns vernünftig sein. Du liebst ihn und du wirst mit ihm bestimmt glücklich. Wir werden immer Freunde sein wenn du das möchtest und ich bin auch weiterhin für dich da aber...´´ Ralf brach ab. Was tat er hier eigentlich? Er liebte diese Frau und nun hatte er die Chance sie zu gewinnen. Statt dessen schickte er sie zurück zu Markus. Gabriele verstand das er nur das beste für sie wollte. Und es stimmte ja auch, sie liebte Markus. Gabriele schlang plötzlich ihre arme um seinen Hals und fing an zu weinen. Ralf tröstete sie so gut er konnte. Er fühlte sich noch mehr zu ihr hingezogen doch sein Kopf arbeitete gegen sein Herz. Als Gabriele sich wieder beruhigt hatte ging sie ins Bad und Ralf begann den Tisch zu decken. Als sie fertig waren mit Frühstücken klingelte es an der Tür. Gabriele sah Ralf an. Dieser Stand auf und ging zur Tür. ``Hallo Ralf ist Gabi bei dir?´´ Ralf nickte und ließ ihn ein. Markus ging langsam in die Küche. Gabriele blickte ihn nicht an. Sie dachte über das nach was Ralf vorhin gesagt hatte. Und auch sie begann nun gegen ihre Gefühle zu reden. Markus kniete sich vor sie und nahm ihr Hände. Endlich sah sie ihn an. Ralf verschwand mit Gonzo nach draußen in den Garten. ``Bitte Gabriele es tut mir leid. Ehrlich. Ich Liebe dich das musst du mir glauben. Ich weiß nicht warum, das passiert ist. Bitte verzeih mir.´´ Bittend sah er sie an. Gabriele wusste das er es so meinte wie er es sagte. Wieder dachte sie an Ralf. Sie war sich sicher das er sie liebte. Doch er hatte sie zurück zu Markus geschickt. Sie wusste nicht ob sie Markus verzieh weil sie ihn liebte oder aus Trotz. Es war ihr auch gerade egal. Wenn Ralf alleine klar kam, ohne sie, dann schaffte sie das schon lange. ``Schon Ok´´ sie lächelte ihn versöhnlich an. ``Ich habe dich vermisst´´ log sie dann und küsste ihn. Sie nahm ihre Sachen, rief Ralf ein kurzes danke zu und verschwand mit Markus nach draußen. Ralf stand im Garten und redete sich noch immer ein das es besser so währe. Abends lag Gabriele im Bett und dachte an Ralf. Sie war sich sicher ihn zu lieben. Die letzte Nacht hätte ohne Gefühle nicht stattfinden können, zumindest nicht so. ``Warum wollte er ihrer Liebe keine Chance geben? Warum? Sie war bereit sich sofort von Markus zu trennen. Irgendwann schlief sie ein. Am nächsten Morgen weckte Markus sie mit einem Zärtlichen Kuss. Rebecca war bereits gestern wieder gefahren noch bevor Gabriele wieder gekommen war. Darüber war sie nur froh. In den nächsten Tagen verwöhnte Markus sie nach strich und Faden. Auf der Basis versuchten die beiden nie alleine in einem Raum zu sein. Drei Wochen später fand die Hochzeit statt. Gabriele sah wunderschön aus. Ihr Kleid war weiß. Das Oberteil war schulterfrei. An den rändern waren kleine weiße Rosen. Sie vielen einem nicht sofort auf und doch vervollständigten sie das ganze irgendwie. Ihre Haare trug sie offen. Sie waren leicht gelockt und mit dem weißen Schleier sah sie aus wie eine Schneekönigin. Ralf ertrug es kaum sie zu sehen doch er riss sich zusammen. Thomas hatte die Idee gehabt die Reiskörner und die weißen Rosenblätter aus dem Heli zu schmeißen. Also kreiste der Gelb- Rote Helikopter über der Kirche als das Brautpaar hinaus trat. Gabriele machte Gute Mine zum Bösen Spiel seit der Nacht mit Ralf spielte sie eigentlich allen Theater vor. Besonders sich selbst. Um so stärker ihre Gefühle für Ralf wurden um so stärker versuchte sie, sie zu ignorieren. Jedes mal wenn die Gefühle zu stark wurden wandte sie sich Markus zu. Der wunderte sich zwar das Gabriele plötzlich öfter mit ihm schlafen wollte und das sie leidenschaftlicher war als sonst doch er dachte sich nichts dabei. Was er nicht wusste war, das sie versuchte sich zu beweisen das sie Markus liebte. In Wahrheit dachte sie dauernd an Ralf. Ralf und Gabriele litten doch keiner der beiden gestand sich das ein. Sie redeten sich ein das es so das beste war. Biggi merkte natürlich etwas doch nach mehrmaligen versuchen gab sie es auf zu fragen. Vier Wochen nach der Hochzeit:

Die Schicht der B-Crew war seit zehn Minuten vorbei. Biggi war schon nach Hause gefahren. Sie hatte es besonders eilig gehabt. Gabriele war noch bei Ebelsieder gewesen wegen der bevorstehenden Weiterbildung. Sie ging in die umkleide und zog sich aus. Als sie unter der Dusche stand fing sie wieder an von Ralf zu Träumen. Sie konnte sich einfach nicht dagegen wehren und es machte sie verrückt. Wie sehr sehnte sie sich danach von ihm berührt und geküsst zu werden. Schließlich drehte sie das Wasser ab und begann sich einzuseifen. Als sie das Wasser wieder andrehen wollte kam nichts. ``Nicht schon wieder´´ stöhnte sie. In letzter Zeit kam es öfter vor das Plötzlich kein Wasser mehr kam. Sie nahm ihr Handtuch und band es sich um. Sie dachte sie währe allein und ging deshalb in die Männer Dusche. Was sie nicht wusste, Ralf war ebenfalls noch da. Er stand auch unter der Dusche. Plötzlich ging die Tür auf und Gabriele stand mitten im Raum. Ralf sah sie verdutzt an. Gabriele bemerkte ihn erst gar nicht. ``Was machst du den hier?´´ Gabriele schrak zusammen. ``Man musst du mich so erschrecken? Ich dachte du wärst schon längst weg. Na duschen siehst du doch. Drüben funktioniert es mal wieder nicht.´´ Sie versuchte ruhig zu bleiben doch bei dem Anblick von Ralfs Durchtrainierten Körper war das schwer. Die beiden standen sich gegenüber. Ralf in der Dusche, Gabriele davor. Plötzlich löste sich der Knoten von Gabrieles Handtuch. Die beiden merkten gar nicht das dass Handtuch zu Boden viel. Sie sahen sich in die Augen und konnten sich nicht mehr wehren. Langsam ging Gabriele zu ihm in die Kabine. Aus irgendeinem Grund waren die Duschen der Basis ziemlich groß. Das war den beiden gerade nur recht. All die aufgestauten Gefühle und Sehnsüchte platzten jetzt aus ihnen heraus. Sie Küssten sich leidenschaftlich. Immer wieder. Gegenseitig streichelten sie sich am ganzen Körper. ``Wir dürfen das nicht Gabriele du bist verheiratet´´ versuchte Ralf ein letztes mal sich zu wehren doch Gabriele reagierte gar nicht. Es gab nur noch sie und Ralf und ihre Liebe. Ralf drehte den Hahn vorsichtig auf und wusch die seife von ihrem Körper. Schon nach kurzer zeit waren die beiden außer Atem. Das Wasser lief über ihre Körper und die beiden kamen sich vor wie im Paradies. Sie bekamen kaum noch etwas mit doch plötzlich hörten sie ein Geräusch. Erschrocken hielten sie inne. ``Ist da noch wer?´´ ``Oh nein Max´´ stöhnte Ralf. Gabriele grinste. Sie hörten wie Max auf die dusch räume zu kam. In der hinteren Ecke der Dusche war eine Nische. Wofür die war wusste keiner doch dort versteckte sich Gabriele jetzt. Sie hatte keine Lust zu gehen aber erwischt werden wollte sie auch nicht. Schon gar nicht von Max den dann wussten es morgen alle. Max klopfte und trat ein. ``Ralf was machst du den noch hier?´´ Wollte er dann überrascht wissen. ``Duschen´´ grinste Ralf. Er war irgendwie überdreht. ``Und wieso bist du so außer Atem? Ist Duschen so anstrengend?´´ Ralf nickte. Er grinste immer noch. Gabriele musste sich die Hände vor den Mund pressen um nicht laut zu lachen. Max zuckte mit den Schulter und ging wieder. In der Tür drehte er sich noch einmal um. ``Ach ja schließt du hinter dir alles ab? Ich gehe dann jetzt.´´ Ralf nickte. Kaum hatte er die Tür geschlossen kam Gabriele wieder hervor. Die beiden mussten richtig lachen. ``Wo wahren wir stehen geblieben?´´ Wollte sie dann verführerisch wissen. ``Ich glaube hier´´ antwortete Ralf. Er drehte das Wasser wieder auf und drückte sie zärtlich gegen die Wand. ``Ich die ist kalt´´ beschwerte sich Gabriele. Sie stieß sich vorsichtig von der wand ab und drückte Ralf dagegen. Ihm machte es nichts aus. Langsam ließ Gabriele ihre Finger über seinen Bauch und seine Brustmuskeln wandern. Dabei sah sie ihn an. Auch Ralf sah sie an. Sein Bauch zitterte leicht als ihre Finger darüber strichen. Gabriele hatte seine Arme hochgehoben und drückte sie nun über seinem Kopf an die wand. Ralf wollte sie Küssen und streckte den Kopf vor doch Gabriele zog ihn lächelnd zurück um ihn zu ärgern. Sie grinsten sich an. Nach einer halben Ewigkeit in der sie sich küssten und berührten schliefen sie miteinander. Es war wie in ihrer ersten Nacht. Insgesamt dauerte es fast zwei stunden bis Gabriele das Bad wieder verlies. Ralf war vor ihr wieder angezogen und wartete im Aufenthaltsraum auf sie. ``Wie soll das weiter gehen?´´ Wollte er dann leise wissen. ``Ich weiß es nicht´´ antwortete Gabriele. ``Wir müssen uns zusammen reißen´´ sagte Ralf dann bestimmt. Gabriele wusste das es früher oder später wieder zum Sex zwischen ihnen kommen würde. Sie wusste nicht genau warum sie sich immer noch dagegen wehrte. Es könnte so einfach sein. Die beiden verabschiedeten sich von einander und fuhren nach Hause. Es kam genau so wie Gabriele es vermutet hatte. Immer wieder wurden sie von ihren Gefühlen übermannt. Jedes Mal schworen sie sich, sich zusammen zu reißen und jedes Mal waren die guten Vorsätze futsch wenn sie alleine waren. Eines Abends saß Gabriele zuhause auf dem Sofa. Neben ihr saß Markus. Im Fernsehen lief irgendein Kitschroman. Gabriele bekam vom Film kaum etwas mit. Erstens interessierte es sie nicht wirklich und zweitens dachte sie an Ralf. Vor drei Sunden hatten sie wieder einmal Sex gehabt. Sie waren wieder mal, wie schon so oft in letzter zeit die letzten auf der Basis gewesen. Ralf war zu ihr gekommen. Keiner der beiden hatte etwas gesagt und doch wussten beide wie sehr sie sich nach dem anderen sehnten. ``Markus ich muss mit dir reden´´ sagte sie. Markus sah auf. Ihre Frage hatte er nicht verstanden. In dem Film wurde ein Mann gerade von seiner großen Liebe wegen einem anderen verlassen. ``Ich glaube ich würde das nicht ertragen´´ sagte er. ``Was? Das ich mit dir rede?´´ ``Was? Ach Quatsch. Nein wenn meine große liebe mich verlassen würde wegen einem anderen.´´ Sagte er. Gabriele sah ihn an. Sie verstand gerade nicht so ganz wie er darauf kam. Den vom Film hatte sie ja nichts mitbekommen. Gabriele sah ihn fragend an. ``Na ja ich glaube wenn du mich verlassen würdest wegen einem anderen würde ich nicht mehr leben wollen.´´ Er lächelte sie an und strich ihr über die Wange. Es sollte wohl so etwas wie ein Kompliment sein doch für Gabriele war es wie ein Schlag auf den Kopf. Markus merkte gar nicht wie sie ihn entsetzt an sah. Er konzentrierte sich bereits wieder auf den Kitsch der da ablief. ``Ich bin müde, ich gehe ins Bett´´ sagte Gabriele und stand auf. Sie drückte ihm einen Flüchtigen Kuss auf die Wange und verließ das Zimmer. Sie ließ sich aufs Bett fallen und begann zu weinen. Das war die reinste Hölle. Sie liebte Ralf und sie wollte mit ihm leben. Doch sie wollte es nicht riskieren das Markus seine aussage war machte den das könnte sie sich nicht verzeihen. Irgendwann schlief sie erschöpft ein. Am nächsten morgen kam sie fast zu spät zur Basis. Sie zog sich in Windeseile um und ließ sich aufs Sofa fallen. Ralf kam herein und lächelte sie an doch Gabriele wich seinem Blick aus. Sie hatte nur eine Möglichkeit: sie musste Ralf vergessen. Sie fing wieder an sich ein zureden das sie Markus liebte. Den ganzen Morgen wich sie Ralf aus so gut es ging. Ralf wunderte sich. Er verstand nicht warum sie plötzlich so abweisend war. Irgendwann fing er sie ab als Biggi gerade draußen beim Heli war. ``Gabriele was ist los?´´ ``Nichts. Was soll sein?´´ ``Du weichst mir schon den ganzen morgen aus.´´ ``Ralf wir müssen damit aufhören. Wir müssen vernünftig sein. Ich meine ich bin Verheiratet.´´ Ralf sah sie entsetzt an. ``Aber, bisher hat dich das auch nicht gestört und ich dachte du liebst mich´´ ``Nein Ralf. Ich glaube das habe ich mir nur eingeredet. Ich war damals so verzweifelt und du hast mir halt und Geborgenheit gegeben. Ich denke deswegen habe ich mir eingeredet dich zu lieben. Ich liebe dich nicht und ich habe dich nie geliebt´´ Gabriele erschrak selbst über ihre Worte, was redete sie da? Ralf sah sie an. In seinen Augen spiegelte sich tiefe Verzweiflung und Trauer. Sie sah ihn noch einmal an und verließ dann den Raum. Ralf stand da, unfähig sich zu bewegen. Sollte das alles vorbei sein? Ihre leidenschaftlichen Nächte und Stunden? Das konnte sie nicht alles gespielt haben. Das wollte er einfach nicht glauben doch sie war so entschlossen gewesen das er nicht den Mut aufbrachte noch einmal mit ihr zu reden. So ging das ein halbes Jahr. Ralf wurde dünner da er kaum noch etwas aß und auch sein lächeln verschwand. Biggi machte sich richtig sorgen um ihn. Gabriele natürlich auch aber sie ließ es sich nicht anmerken. Er saß oft alleine an der Salzach. Die Sehnsucht nach Gabriele fraß ihn förmlich auf. Auch heute saß er wieder am Wasser. Biggi stand am Fenster und beobachtete ihn. Gabriele saß am Tisch und las in einer Medizin Zeitschrift. ``Ist dir aufgefallen wie dünn er geworden ist?´´ Fragte Biggi ihre Freundin doch diese murmelte nur etwas unverständliches. Ihr ging es nicht besser als Ralf doch sie hatte im Laufe der 6 Monate gelernt eine Fassade aufzubauen. Sie spielte Theater und keiner schien etwas zu merken. Ralf miet ihren Blick soweit es möglich war doch wenn sie seine Traurigen Augen sah zog sich in ihr alles zusammen. Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus. Nachmittags fuhr sie zu Ralf. Dort sah sie als erstes etwas was ihr einen schrecken einjagte. Rebeccas Auto stand in Ralfs Hofeinfahrt. Gabriele parkte das Auto etwas abseits und lief zum Haus. Sie sah durch das Küchenfenster. Sie sah wie Rebecca Ralf Küsste. Gabriele spürte sofort die Eifersucht. Sie drehte sich um und lief zum Auto. Währe sie noch ein paar Sekunden stehen geblieben hätte sie gesehen wie Ralf ihre Schwester wegstieß und sie anschrie. Gabriele fuhr nach Hause. Ihr wurde klar das sich ihre Gefühle für Ralf nie verändern würden. Sie wurden höchstens noch intensiver. Sie griff nach dem Telefon und rief ihre Schwester an. Sie wollte wissen wie lange das schon zwischen ihr und Ralf lief. Rebecca versprach sofort zu kommen. ``Was läuft zwischen dir und Ralf?´´ Wollte Gabriele sofort wissen. ``Nichts´´ antwortete Rebecca ruhig. ``Das sah aber vorhin anders aus. Ich habe gesehen wie ihr euch geküsst habt.´´ ``Dann hast du ja auch gesehen wie er mir die vierte abfuhr erteilt hat.´´ Sie konnte Rebecca ansehen das es ihr gar nicht gefiel sooft abserviert worden zu sein. ``Was?´´ ``Ja er hat mich viel mal abserviert. Er hat nur eine Frau im Kopf und zwar dich. Ich wundere mich eh warum ihr euch so quält. Ich meine das er dich liebt ist ja nicht zu übersehen und bei dir ist es doch genauso.´´ Gabriele sah ihre große Schwester verdutzt an. Zum ersten mal kam in ihr die große Schwester durch die sich sorgen machte. Von der Rebecca die die Freunde ihrer Schwester verführte war nichts mehr zu sehen. ``Jetzt kuck nicht so. Es stimmt doch oder?´´ ``Ja schon aber.... ich meine....´´ ``du spielst gut Theater aber nicht gut genug. Zumindest für mich. Wieso seid ihr eigentlich nicht zusammen?´´ ``Markus hat gesagt wenn ich ihn verlasse bringt er sich um´´ ``Tja das ist natürlich ein Problem. Pass auf du kümmerst dich jetzt erst mal um Ralf und ich kümmere mich um Markus. Wo ist der überhaupt?´´ ``Keine Ahnung´´ musste Gabriele zugeben. Sie war immer noch total von den Socken. Plötzlich hatte sie eine völlig andere Schwester vor sich. Sie nahmen sich kurz in den Arm und dann machte Gabriele sich auf den weg zu Ralfs Wohnung. Sie war Glücklich. Endlich würde alles gut werden. Wenn sie gewusst hätte wie sehr sie sich täuschte. Während sie glücklich im Auto saß hatte Ralf einen Entschluss gefasst. Er war auf der Basis. Eben hatte er den Brief an Gabriele fertig geschrieben. Er faltete ihn zusammen und schob ihn in den Umschlag. Vorne drauf schrieb er ``Gabriele´´ ein letztes mal sah er sich um. Dann ging er langsam raus zum Hubschrauber. Er hatte oft genug zugesehen um zu wissen wie er das Baby in die Luft bekam. Danach war ihm alles egal. Gabriele parkte ihr Auto und klingelte. Es öffnete jedoch keiner. Sie stand vor seiner Tür und wusste nicht was sie machen sollte. Plötzlich hatte sie das Gefühl zur Basis zu Müssen. So schnell sie konnte fuhr sie dorthin. Als sie aus ihrem Auto ausstieg hob Ralf gerade ab. Gabriele wusste sofort das weder Biggi noch Thomas den Heli flogen. Dafür wackelte er viel zu sehr. Panik überkam sie. Sie rannte in den Aufenthaltsraum und fand den Brief. Sie riss ihn auf und begann zu lesen:``Liebe Gabriele

Ich Liebe dich das weißt du. Ich habe lange versucht mir etwas anderes einzureden doch es hat nicht geklappt. Meine Gefühle für dich wurden nur noch stärker. Die Sehnsucht nach dir frisst mich auf. Ich kann nicht mehr. Bitte sei mir nicht Böse aber ich ertrage es nicht mehr dich zu sehen und nicht berühren zu dürfen. Leb wohl. Ich Liebe dich und ich werde dich immer Lieben. Irgendwann sehen wir uns wieder und dann haben wir vielleicht mehr Glück!!

Ralf´´Gabriele ließ den Brief sinken. Was hatte sie ihm nur angetan? Sie hatte versucht das eine leben zu retten und dabei das andere zerstört. Sie hatte versucht es richtig zu machen und dabei war es Falsch gewesen. Sie hätte auf ihr Herz hören sollen. Sie setzte sich an Funkgerät und fing an mit Ralf zu reden. ``Bitte Ralf tu es nicht. Bitte. Ich liebe dich und ... es tut mir leid. Ich dachte ich würde es so richtig machen. Ich wollte nie das du so leidest. Bitte lande wieder.´´ ``Ich dachte du liebst mich nicht´´ Ralfs stimme klang zitternd und sie konnte die Verzweiflung hören. ``Ich habe dich immer geliebt. Aber ich dachte wenn ich mich für dich entscheide stürze ich einen anderen Menschen in den Tod. Das wollte ich nicht. Ich wusste nicht wie sehr ich dir weh tue. Ich wusste das dass mit uns immer so weiter gegangen währe und das hätte uns alle drei kaputt gemacht. Bitte Ralf lande wieder BITTE´´ Gabriele umklammerte das Funkgerät. Sie flehte Ralf an wieder zu landen. Ralf konnte hören wie verzweifelt sie war und das sie es ernst meinte. Sie war genauso verzweifelt wie er selber. Langsam setzte er zur Landung an. Als Gabriele das sah lief sie nach draußen. Kaum war Ralf ausgestiegen viel sie ihm um den Hals. ``Ich liebe dich hörst du und ich lasse dich nie wieder los´´ flüsterte sie unter tränen. Ralf lächelte leicht. Zärtlich strich er ihr über die Haare. Gabriele Fassade brach zusammen. Sie konnte nicht mehr und sie war am Ende ihrer Kräfte. Solange hatte sie die starke gespielt, die glückliche. Sie war froh das Ralf sie fest hielt. Ganz eng schmiegte sie sich an ihn. Ein halbes Jahr waren sie getrennt. Ihre Gesichter kamen sich näher. Die beiden Küssten sich wie noch nie in ihrem Leben. Der Kuss war leidenschaftlich aber doch so zärtlich. Sie vergaßen alles um sie herum. Es gab nur noch sie und das Glück endlich wieder zusammen zu sein und sie waren sich einig sich nie wieder zu trennen. In diesem Augenblick fuhr ein Auto auf den Hof. Die beiden merkten nichts bis Markus neben ihnen stand. ``Sag mal geht’s euch noch gut?´´ Wollte er wissen. Er war stink sauer. Rebecca hatte ihm versucht alles zu erklären. Gabriele lächelte ihn an. Sie schmiegte sich an Ralf und Ralf legte seine arme um sie. ``Uns geht’s so gut wie nie.´´ Lächelte Gabriele. Markus funkelte die beiden böse an. ``Ach so und.... ich weiß das ist ein bisschen plötzlich aber ich werde in den nächsten Tagen zum Scheidungsanwalt gehen´´ Markus glaubte sich verhört zu haben. ``Sag das noch mal´´ ``du hast schon ganz richtig gehört. Ich lasse mich von dir scheiden. Das wollte ich eigentlich schon vor einem halben Jahr machen. Komm Ralf lass uns nach Hause fahren´´ sie achtete nicht weiter auf Markus und ging zusammen mit Ralf zum Auto. Zurück ließen sie den vor Wut tobenden Markus. Gabriele und Ralf stiegen ins Auto und fuhren vom Hof. Noch am gleichen Tag rief Gabriele bei Ebelsieder an und bat um zwei Wochen Urlaub für sich und Ralf. Ebelsieder hatte natürlich gemerkt das es Ralf immer schlechter ging und er hatte schon überlegt ob er ihn in Zwangs Urlaub schicken sollte. Das Gabriele jetzt mit wollte fand er nicht so gut doch nach dem Gabriele eine viertel stunde auf ihn eingeredet hatte gab er nach. Gabriele begann sofort zu packen. Ralf sah sie fragend an. ``Wir fahren weg. Du brauchst dringend Erholung und Pflege mit viel Liebe.´´ Sie grinste und auch Ralf musste Lächeln. Zwei Stunden später saßen sie im Auto. Gabriele wollte endlich weg hier. Sie wollte mit Ralf alleine sein und ihr Glück genießen. Rebecca hatte ihr ein Paar Sachen vorbei gebracht so musste sie nicht mehr in ihre Gemeinsame Wohnung mit Markus. Ralfs Eltern hatten auf Sylt ein kleines Haus. Dort wollten sie hin. Da es jetzt außerhalb der Hauptsession war würde am Strand kaum etwas los sein. Gabriele freute sich richtig. Endlich waren sie da. Ralf hielt an einer stelle von der man wunderbar das Meer sehen konnte. Staunend stieg Gabriele aus. ``Wow, ist das schön.´´ Mehr konnte sie nicht sagen. Ralf lächelte. Er wusste gleich das es ihr hier gefallen würde. Er stellte sich hinter sie und legte seine Arme um ihren Bauch. Gabriele lehnte sich an ihn und schloss die Augen. Der warme wind strich ihr übers Gesicht und spielte in ihren Haaren. Gabriele sog die Frische Luft in sich auf wie ein Schwamm. Nach zehn Minuten stiegen sie wieder ins Auto und Ralf fuhr zu dem Haus seiner Eltern. Es war ein kleines Haus was von weitem ein wenig windschief wirkte. Die Fassade war früher mal in einem Kräftigen Rot gewesen doch durch das Wetter wurde es im Laufe der Jahre immer heller. Um das Haus herum war ein schöner, aber leicht verwilderter garten. Zwischen zwei großen Bäumen konnte Gabriele eine Schaukel sehen. In einer anderen Ecke konnte sie die Reste eines Gemüsebeetes sehen. Zusammen gingen sie um das Haus herum. Gabriele hielt die Luft an. Am Haus war eine wunderschöne Terrasse. Zumindest stellte Gabriele sie sich wunderschön vor. Hier schien schon seit längerem keiner mehr gewesen zu sein. Alles war ein wenig verwildert und vernachlässigt und trotzdem strahlte der Ort eine ruhe aus die sie beeindruckend fand. Sie fühlte sich hier sofort wie zu Hause. Markus wäre nie auf die Idee gekommen hier hin zu fahren. Wenn man auf der Terrasse stand hatte man einen herrlichen Blick auf eine ruhige Bucht. Hinter dem Garten Zaun ging es nur ein Paar Meter über den feinen Strand bevor das Wasser kam. Das Wasser war dunkel Blau und am Rand konnte man ein Stück auf den Grund sehen. Ralf trat hinter sie. ``Ich weiß hier ist alles etwas verwildert aber seit dem Tod meines Vaters war ich nicht mehr hier.´´ ``Ich finde es wunderbar.´´ Nach einer weile gingen sie zusammen ins Haus. Die Einrichtung war ein bisschen altmodisch aber gemütlich. An den Wänden hingen Bilder von Landschaften und manchmal auch von Ralf. Gabriele war total begeistert. Nachdem sie alles gesehen hatte lud sie mit Ralf das Auto aus. Eingekauft hatten sie unterwegs. Sie räumten alles ein und begannen dann essen zu machen. Es wurde draußen schon fast dunkel. Während Gabriele in der Küche stand deckte Ralf den Tisch. ``Gabriele komm mal schnell´´ rief er plötzlich. Gabrie machte den Herd aus und lief zu ihm auf die Teerasse. Hier draußen war es auch jetzt noch angenehm warm. Ralf hatte den Tisch gedeckt und Kerzen auf der ganzen Terrasse verteilt. Jetzt stand er am Geländer der Terrasse und deutete zum Himmel. Gabriele hielt die Luft an. Ein feuerroter Ball verschwand langsam im Meer. Der Himmel war Rot/Gelb/Orange. Gabriele war total hin und weg. Eine viertel stunde standen sie arm in arm da und sahen einfach nur in den Himmel. Endlich erinnerte sich Gabriele ans Abendessen. Sie musste die Gemüse Lasange noch einmal kurz aufwärmen doch das machte keinem der beiden etwas aus. Das essen schmeckte herrlich. Die Kerzen verbreiteten eine Geheimnisvolle Atmosphäre. Im Hintergrund rauschte ganz leise das Meer. Gabriele kuschelte sich an Ralf. Sie saßen noch lange auf der Terrasse. Gegen Mitternacht beschlossen sie dann doch ins Bett zu gehen. Sie Räumten die Sachen in die Küche und machten die Kerzen aus. Gabriele schlief ziemlich schnell ein. Ralf lag noch eine weile wach. Er konnte es immer noch nicht glauben. Noch vor ein paar stunden wollte er sich umbringen und jetzt lag er hier mit ihr im Arm. Irgendwann schlief er glücklich lächelnd ein.

1. Tag

Als Gabriele am nächsten Morgen von dem Morgenstrahlen geweckt wurde war das Bett neben ihr leer. Noch etwas verschlafen griff sie nach ihrem Morgen Mantel und ging nach unten. Die sonne schien und auf der Terrasse war der Tisch gedeckt. Ralf war jedoch nicht zu sehen. Als sie zum Rand der Terrasse ging sah sie ihn jedoch. Er war schwimmen gewesen und kam nun über den Strand auf sie zu gelaufen. Das Wasser auf seinem Körper spiegelte ein wenig das licht der sonne. Gabriele lächelte. Als Ralf sie sah hob er die Hand um ihr zu winken. Wenig später stand er neben ihr. ``Guten Morgen mein Schatz. Hast du gut geschlafen?´´ ``So gut wie schon lange nicht mehr´´ antwortete Gabriele lächelnd. Die beiden Küssten sich. ``Ich ziehe mir schnell was an und dann können wir frühstücken.´´ Lächelte er. Er küsste sie noch einmal und verschwand dann im Haus. Gabriele sah ihm nach, dann drehte sie das Gesicht zur Sonne und lächelte. Als Ralf wieder da war frühstückten sie gemütlich. ``Und was sollen wir heute machen?´´ Fragte Ralf. ``Also ich würde gerne etwas im Garten machen. Ist das Ok? ´´ ``Na klar. Dann repariere ich mal das Geländer der Terrasse sonst passiert irgendwann noch mal was.´´ Die Terrasse war etwas höher als der Rest des Grundstückes. Drei Treppenstufen führten in den garten. Nach dem Frühstück zog Gabriele sich um und suchte sich dann das Werkzeug was sie brauchte. Genauso wie Ralf. Gabriele liebte es eigentlich im Garten zu Arbeiten doch zu Hause bei ihren Eltern hatten sie einen Gärtner gehabt und auch später kam sie nicht dazu. In ihrer Wohnung mit Markus gab es nur ein paar Topfpflanzen. Hier konnte sie sich so richtig austoben. Als erstes entfernte sie das Unkraut so gut es ging. Danach mähte sie den Rasen und kümmerte sich dann um die Details. Langsam sah man wie schön das Grundstück war. Immer wieder unterbrachen sie und Ralf ihre Arbeit um sich zu Küssen oder die Aussicht zu genießen. Nachdem Ralf alles Repariert hatte fing er auch gleich noch an das ganze zu streichen. Gegen Mittag machte sie ein Pause um etwas zu essen. Beiden sah man an das sie glücklich waren. Nach dem Essen legte sie sich in zwei Liegestühlen auf die Frisch gestrichenen Terrasse. Die garten Arbeit war doch ganz schön anstrengend. Gabriele schlief bald ein. Ralf lag da, das Gesicht zur Sonne gedreht und dachte nach. Es war jetzt alles so perfekt hier. Es war wie in einem Traum und er hatte angst davor wieder nach hause zu kommen. Markus würde die Scheidung bestimmt nicht so hin nehmen. Er nahm sich jedoch vor die zwei Wochen erst mal zu genießen. Hier war es so schön ruhig. Kein Einsatz der sie aus ihrem Nickerchen riss und keiner vor dem sie sich verstecken mussten. Gegen vier stand er auf um Kaffee zu Machen. Als er den Schlüssel bei seiner Mutter geholt hatte, hatte sie ihm noch Kuchen mitgegeben. Den legte er jetzt auf einen Teller und machte Kaffee. Alles zusammen stellte er auf ein Tablett und ging nach draußen. Er stellte das Tablett ab und beugte sich runter zu Gabriele. Vorsichtig Küsste er sie auf die Stirn. ``Wie? Ist das alles?´´ Wollte Gabriele noch ganz verschlafen wissen. Ralf grinste und küsste sie nun richtig. ``Schon besser´´ lächelte Gabriele. Sie öffnete die Augen und sah ihn ernst an. ``Ich liebe dich´´ sagte sie dann. Mit der rechten Hand strich sie ihm über die Wange. Ralf lächelte sie an und schmiegte sich an ihre Hand. ``Ich liebe dich auch´´ Ralf half ihr auf und zusammen setzten sie sich an den Tisch. Während sie aßen sagten sie kaum etwas. Jeder der beiden genoss die Aussicht und die nähe des anderen. Den Rest des Tages arbeiteten sie noch ein wenig am Haus und im Garten. Am Abend waren sie mit ihrem Werk richtig zufrieden. Weder dem garten noch dem Haus sah man an das es längere zeit nicht bewohnt worden war. Gabriele und Ralf waren glücklich in ``Ihrem´´ Haus. Als es bereits dunkel wurde beschlossen sie schwimmen zu gehen. Das war schöner als duschen und wenn sie das Wasser schon direkt vor der Tür hatten. Ralf hatte seine Badehose noch an und musste nur das T-Shirt ausziehen. Als er Gabriele kommen hörte drehte er sich um. Ihm blieb fast der Mund offen stehen. Sie trug einen Schwarzen Badeanzug. Eigentlich war es mehr ein Bikini. Die beiden teile waren jedoch verbunden. Ein schwarzer streifen führte von der linken Hüfte zur Brust. Dort war er in der Mitte mit dem Oberteil verbunden. Im Nacken waren die Träger zusammen Geknotet. Gabriele lächelte ihn an. ``Du siehst... umwerfend aus´´ hauchte Ralf. ``Danke´´ lächelte Gabriele. Arm in Arm gingen sie runter zum Wasser. Sie verbrachte zwei herrliche stunden im Wasser bevor sie wieder zum Haus hoch gingen. Ralf sah Gabriele immer wieder an. Sie war so wunderschön. Gabriele stand gerade oben vor dem Spiegel und rubbelte sich die Haare trocken. Sie hatte keine Lust sie jetzt zu Föhnen und wollte sie so trocknen lassen. Ralf trat hinter sie und fing an ihren Hals zu Küssen. Gabriele ließ das Handtuch sinken. Ralf strich ihre Haare aus dem Nacken und sie beugte ihn runter damit er sie besser Küssen konnte. Wenn sie seine weiche Lippen spürte durchlief sie ein angenehmer Schauer. Langsam glitten Ralfs Hände über ihre Schultern und über ihren Rücken. Gabriele drehte sich zu ihm um. ``Ich liebe dich´´ sagte sie gleichzeitig. Sie mussten lachen und versanken in einem zärtlichen Kuss. Vorsichtig streifte Ralf die Träger ihres Sommerkleides von ihren Schultern. Langsam glitt es zu Boden. Gabriele hatte nun nur noch ihren Slip an. Ralf nahm ihre Hand und ging ins Schlafzimmer. Dort zog er seine Hose aus und legte sich aufs Bett. Gabriele grinste ihn frech an. Sie setzte sich rittlings auf seinen Bauch und begann ihn unter seinem T-Shirt zu streicheln. Ralf beobachtete sie dabei. So lange hatte er darauf gewartet sie wieder zu spüren. Nach einer weile zogen sie sich ganz aus und schliefen miteinander. So sehr hatten sie sich nach dem anderen gesehnt und endlich durften sie sich wieder berühren. Erst spät in der Nacht schliefen die beiden ein.

2. Tag

Am nächsten Morgen schliefen sie sehr lange. Gegen Mittag wurde Gabriele langsam wach. Sie drehte sich in Ralfs Armen um und sah ihn an. Er schlief noch friedlich. Wenn er so da lag erinnerte er sie an einen kleinen jungen. Sie musste lächeln und strich ihm zärtlich übers Gesicht. Sanft küsste sie ihn auf die Nase. Langsam wachte Ralf auf. ``Guten Morgen´´ flüsterte Gabriele. Ralf lächelte sie an und gab ihr einen Kuss. ``Morgen´´ antwortete er dann verschlafen. Die beiden lagen so eng aneinander das sich ihre Nasen fast berührten. ``Ich liebe dich´´ Gabriele lächelte ihn an. ``Ich liebe dich auch´´ antwortete sie. ``Darf ich dich was Fragen?´´ Fragte Gabriele vorsichtig. ``Du darfst mich alles Fragen.´´ ``Warum hast du damals gesagt das es ein Fehler war das wir miteinander geschlafen haben. Ich meine da hättest du die Chance gehabt mich von der Hochzeit abzuhalten.´´ Ralf sah sie eine weile an. Er überlegte. ``Ich weiß es nicht so genau. Du warst die ganze zeit so Glücklich und an dem Tag an dem du uns gesagt hast das du Markus heiratest habe ich angefangen mir ein zureden das du bei ihm glücklich wirst. Als ich von der Verlobung erfuhr habe ich kapiert das ich keine Chance mehr hatte und später war ich so überzeugt davon, oder ich glaubte davon überzeugt zu sein, das du nur bei ihm Glücklich wirst.´´ Ralf verschränkte die Hände hinter dem Kopf und starrte an die decke. Gabriele legte ihre arme auf seine Brust und stützte den Kopf darauf. ``Ich dachte auch immer das ich mit ihm glücklich und Alt werde aber diese einen Nacht hat alles verändert. Ich konnte nur noch an dich denken. Ich bin fast verrückt geworden. Ich glaube in der Zeit hatten Markus und ich fast mehr Sex als in unserer ganzen Beziehung. Irgendwie wollte ich mir selbst beweisen das er der richtige für mich ist. Das ich dabei eigentlich die ganze zeit an dich gedacht habe ist mir erst später bewusst geworden.´´ Gabriele sah ihn nicht an. Sie malte mit dem Finger Muster auf seine Brust. Ralf hob die Hand und strich ihr lächelnd über den Kopf. Es war bereits 14:30 Uhr als sie endlich aufstanden. Sie hatten noch eine weile geredet und gekuschelt. Nach dem sie sich angezogen hatten machte Gabriele einen kleinen Piknickkorb zurecht und dann gingen sie zusammen runter zum strand um zu ``Frühstücken.´´ Das Wasser war Ruhig und die sonne war wunderbar warm. Gabriele lag auf dem Rücken, das Gesicht zur Sonne gedreht. Ralf saß neben ihr und beobachtete sie. Er war immer wieder von ihrer Schönheit fasziniert. Gabriele öffnete die Augen ein klein wenig um Ralf an zu sehen. ``Was ist Los?´´ Fragte sie lächelnd nachdem sie sich auf die Ellenbogen gestützt hatte. ``Nichts.´´ ``Nichts sieht aber anders aus. Na los sag schon´´ forderte Gabriele ihn lächelnd auf. ``Ich kann es immer noch nicht glauben. Noch vor ein paar tagen sah alles so aussichtslos aus. Und jetzt? Jetzt sitze ich mit der Frau meines Legends in Sylt am Meer. Ich habe das Gefühl in einem Traum zu sein und ich habe Angst das er zerplatzt wie eine Seifenblase.´´ Sagte Ralf leise. Gabriele setzte sich auf und nahm sein Gesicht in ihre Hände. Sanft strich sie ihm über die Wange. ``Ich liebe dich. Uns wird nie wieder etwas auseinander bringen. Das lasse ich nicht zu. Ich will nicht das du noch einmal so leidest. Es hat mir weh getan dich so zu sehen. Ich will das nicht noch mal. Es tut mir leid das ich erst so spät begriffen habe wie schlecht es dir wirklich geht.´´ Zärtlich küsste sie ihn. ``Danke Gabriele´´ flüsterte Ralf. ``Wofür?´´ Wollte Gabriele wissen. ``Dafür das du da bist und das du mich vor einem großen Fehler bewart hast.´´ ``Ich war ja auch Schuld dran´´ ``Nein Schuld habe Wenn dann nur ich. Ich habe dich zu ihm zurückgeschickt.´´ ``Ok wir haben beide Schuld´´ lachte Gabriele. Ralf lächelte sie an und Küsste sie. Gabriele ließ sich nach hinten sinken. Ralf beugte sich über sie und Küsste sie weiter. Seine Hand streichelte ihren Bauch. Gabriele spürte wie sie am ganzen Körper eine Gänsehaut bekam. Sie lächelte als Ralf kurz den Kopf hob um sie an zu sehen. Eine ganze weile lagen sie einfach nur da, Küssten und streichelten sich. Da sie lange geschlafen hatten verging der Rest des Tages sehr schnell. Sie waren so froh hier zu sein. Kein Markus der ihnen die Laune verdarb und keine Einsätze die sie nicht zur Ruhe kommen ließen. Es tat gut einfach nur am Strand zu liegen und sich zu entspannen. Der ständige Dienst schlauchte auf Dauer doch ganz schön da tat so ein Urlaub richtig gut. Als es dunkel wurde gingen sie zurück zum Haus. Ralf setzte sich auf die Bank und Gabriele kuschelte sich an ihn. Sie redeten kaum etwas sondern genossen einfach die ruhe. Ralf streichelte Gabriele immer wieder über den Kopf. Gabriele musste an Markus denken. Mit ihm war alles so anders als mit Ralf. Ralf war irgendwie ... Normal. Er genoss die kleinen Freuden des Lebens. Markus dagegen liebte nur was laut und Teuer war. Schließlich schlief sie mit einem lächeln auf den Lippen ein. Endlich hatte sie ihr Paradies gefunden. Als Ralf merkte das sie schlief hob er sie hoch und brachte sie ins Bett. Als er sie zudeckte wachte sie noch einmal kurz auf. Sie murmelte: ``Danke´´ kuschelte sich an ihn und schlief wieder ein.

3.Tag

Gabriele wachte sehr früh auf. Draußen schien bereits die sonne. Ralf schlief noch. Sie hatte Lust mal wieder Joggen zu gehen. Früher hatte sie das regelmäßig gemacht aber in letzter Zeit kam sie einfach nicht mehr dazu. Leise stand sie auf und zog sich an. Unten in der Küche machte sie sich eine Flasche Wasser für unterwegs und sie schrieb Ralf einen kleinen Zettel damit er sich keine sorgen machte. Sie lief durch den garten runter zum Strand. Dort angekommen lief sie rechts den Strand weiter entland. Links waren hauptsächlich Felsen. Eine leichte Prise wehte ihr entgegen als sie aus der geschützten bucht kam. Glücklich breitete sie die arme aus und lief schneller. Lachend lief sie den Strand entlang. Sie hatte die Schuhe ausgezogen und lief nun im seichten Wasser. Außer Atem blieb sie schließlich auf einer Landzunge stehen. Um sie herum rauschte das Meer und der Wind Pfiff durch die Masten der Schiffe die im nahen Hafen lagen. Gabriele wollte gerade zurück laufen als sie etwas hörte was sie stutzig machte. Verwundert sah sie sich um. Plötzlich sah sie wie sich etwas am Strand bewegte. Sie lieg darauf zu und als sie näher kam erkannte sie ein Kind. Gabriele lief schneller und kniete sich neben das Mädchen. ``Hallo. Ich heiße Gabriele. Tut dir etwas weh?´´ Fragte Gabriele sofort. Das Kind drehte sich zu ihr um. Langsam nickte es. ``Ja mein Arm und mein Kopf.´´ Die kleine war Klatsch nass und zitterte. Gabrieles Blick fiel auf das Bein des Kindes. Das Hosenbein war voller Blut. ``Komm her ich bringe dich ins Krankenhaus.´´ ``Nein ich will nicht ins Krankenhaus. Bitte nicht´´ sie drehte sich weg. Gabriele wusste das sie schleunigst aus den Klamotten raus musste da blieb keine Zeit zum Diskutieren. ``Ok dann komm mit zu mir. Ich bin Ärztin, ich kann dich auch untersuchen.´´ Das Mädchen musterte sie eine weile abschätzend und entschied sich dann ich zu vertrauen. Sie streckte Gabriele die Arme entgegen und Gabriele hob sie hoch. Ihr viel auf das dass Mädchen die Beine nicht bewegte und auch die wunde schien sie nicht zu spüren. Nach der halben strecke kam ihr Ralf entgegen. Nachdem sie so lange weg gewesen war hatte er sich sorgen gemacht. Als er sie sah lief er auf sie zu. ``Wo warst du denn so lange?´´ Fragte er besorgt. Gabriele deutete mit dem Kopf auf das Mädchen. Ralf nahm ihr die kleine ab und trug sie zurück zum Haus. Dort legte er sie auf eine der Liegen die auf der Terrasse standen. Gabriele holte ihre Tasche aus dem Auto und fing an die kleine zu Untersuchen. Als erstes zogen sie ihr die nassen Sachen aus bzw. Gabriele half ihr beim ausziehen während Ralf drinnen wartete. Die wunde am Bein konnte Gabriele mit Klammerpflaster und nem Verband versorgen. Die Hand war geprellt. Außerdem hatte sie wegen der Nassen Sachen etwas Fieber. ``Wie heißt du eigentlich?´´ Fragte Ralf sie. ``Lena und du?´´ ``Ich bin Ralf´´ ``und ihr bringt mich wirklich nicht ins Krankenhaus?´´ ``Nein. Dein Arm ist nicht gebrochen sondern nur geprellt, dein Bein kriegen wir auch ohne Chefarzt wieder hin, wir müssen nur ein wenig auf dein Fieber aufpassen. Sag mal wo sind eigentlich deine Eltern? ´´ Fragte Gabriele. Lena ließ den Kopf sinken. ``Wir waren Segeln. Plötzlich hatte es von unten ganz doll gequalmt. Mein Vater hat mich in unser kleines Schlauchboot gesetzt. Das haben wir immer an unserem Segelboot hinten dran. Für mich.´´ Sie lächelte ein wenig doch dann wurde sie wieder ernst. ``Ich wurde immer weiter vom Boot weggetrieben. Irgendwann ist Wasser in das Schlauchboot gekommen. Ich weiß nicht was mit meinen Eltern ist.´´ Sagte sie leise. Eine träne lief ihr übers Gesicht. Gabriele und Ralf sahen sich bestürzt an. Gabriele nahm Lena in den Arm und tröstete sie. Ralf deckte den Tisch damit sie endlich Frühstücken konnten. ``Möchtest du auch etwas essen?´´ Lena nickte. ``Na dann komm, Ralf hat den Tisch gedeckt´´ Gabriele stand auf und ging zum Tisch doch Lena blieb sitzen. Gabriele drehte sich um und sah sie fragend an. ``Meine Bein... Ich kann sie nicht mehr bewegen seit ich vier bin.´´ Sagte Lena leise. Gabriele nickte. Sie sagte jedoch nichts weiter sondern ging zu ihr und nahm sie auf den Arm. Sie trug Lena an den Tisch und setzte sie auf den Stuhl. Lena lächelte sie dankbar an. Ralf kam mit einer Kanne Orangensaft raus zu den beiden. Sie Frühstückten zusammen. Nach dem Essen wollte Ralf einkaufen gehen. ``Wenn ich eingekauft habe erkundige ich mich nach deinen Eltern Ok?´´ Lena nickte. Gabriele bat Ralf noch ein paar Sachen für Lena zu kaufen. Ralf versprach etwas mit zu bringen und fuhr los. Gabriele holte ein Paar Bücher von Ralf und begann ihr vor zu lesen. Lena fühlte sich wohl bei Ralf und Gabriele. Sie legte ihren Kopf in Gabrieles schoss und hörte ihr gespannt zu. Zwei stunden später hörten die beiden wie Ralf vor der Haustür das Auto parkte. ``Ich gehe mal nach vorne und helfe Ralf das Auto auszuladen. Bin gleich wieder da.´´ Sie lächelte Lena an und ging dann zu Ralf. ``Hallo mein Schatz´´ begrüßte sie ihn. Ralf lächelte sie an. ``Hallo.´´ Sie Küssten sich zärtlich. ``Und hast du was raus gefunden wegen ihrer Eltern?´´ Ralf nickte langsam. Gabriele wollte gerade eine Kiste ins Haus tragen doch nun stellte sie die Kiste wieder ab und sah ihn gespannt an. ``Ihr Vater liegt in der Klinik. Wie schwer seine Verletzungen sind weiß ich nicht. Ihre Mutter.... sie ist Tod.´´ Gabriele sah ihn entsetzt an. ``Und was passiert jetzt mit Lena?´´ ``Sie wird wohl in ein Heim kommen bis ihr Vater wieder gesund ist.´´ Gabriele gefiel der Gedanke gar nicht. Die beiden sahen sich an. Keiner sagte etwas und doch wussten sie das sie das gleiche dachten. Lena sollte solange bei ihnen bleiben. Gabriele Küsste Ralf kurz und ging dann mit der Kiste nach drinnen. Lena wartete schon auf die beiden. Gabriele setzte sich neben sie und Ralf setzte sich ihr gegenüber auf einen Stuhl. Lena sah gespannt von einem zum andern. ``Lena, wir haben deinen Papa gefunden´´ fing Gabriele an. Ihr viel es schwer der kleinen zu sagen das ihre Mutter Tod war. Trotzdem musste sie es ihr sagen. ``Und wie geht’s ihm? Wo ist er und wo ist Mama?´´ ``Dein Vater liegt im Krankenhaus. Ich weiß nicht wie schwer er verletzt ist. Aber er kann sich im Moment nicht um dich Kümmern.´´ ``Und was ist mit Mama?´´ Fragte Lena leise. Gabriele konnte nur traurig den Kopf schütteln. Lena sah erst sie und dann Ralf entsetzt an. Dann brach sie in Tränen aus. Verzweifelt brach sie in Gabrieles Armen zusammen. Auch Gabriele kamen jetzt die Tränen. Ganz fest nahm sie Lena in den Arm. Sie wollte ihr das Gefühl geben nicht alleine zu sein. Sie wollte ihr zeigen das sie für sie da waren. Auch Ralf musste sich zusammen reißen. Gabriele hob Lena auf ihren Schoss und strich ihr beruhigend über den Rücken. Ralf kniete sich vor die beiden. Gabriele strich ihm zärtlich über die Wange. Sie war froh das er da war. Ralf legte einen Arm um sie und Lena. Zusammen blieben sie so eine weile sitzen. Gabriele kannte die kleine erst seit ein Paar stunden und doch war sie ihr schon so ans Herz gewachsen. Irgendwann hob Lena den Kopf. ``Und was wird jetzt aus mir?´´ Fragte sie mit leiser stimme. Gabriele sah Ralf an. Dieser nickte kaum merklich. ``Wenn du möchtest kannst du bei uns bleiben bis dein Papa wieder gesund ist.´´ Schlug Gabriele vor. Lena sah sie an. ``Wirklich?´´ Die beiden nickten. ``Oh danke´´ sie lächelte ein wenig zaghaft und umarmte Gabriele. Bei Ralf zögerte sie kurz doch als er sie aufmunternd anlächelte umarmte sie auch ihn. ``Ich habe dir noch etwas mitgebracht´´ fiel Ralf ein. Lena sah ihn gespannt an. Ralf stand auf und holte die Tüten und Taschen. ``Ich hoffe sie passen.´´ sagte er lächelnd und gab ihr die Sachen. Lena nahm die Tüten entgegen und sah hinein. ``Wow´´ rief sie begeistert. Ralf hatte ein Paar jeans gekauft. Dazu ein Paar Modische T-Shirts und was sie sonst noch so brauchte. Gabriele war überrascht an was er alles gedacht hatte. Unterwäsche, Socken, Zahnbürste, Haarspangen einfach alles. Gabriele stand auf und gab ihm einen Kuss. ``Und ich?´´ Fragte sie lächelnd. ``Du hast mich. Reicht das nicht?´´ Gabriele grinste und gab ihm noch einen Kuss. ``Gabriele, ich möchte gleich etwas anziehen. Hilfst du mir?´´ ``Na klar´´ Gabriele löste sich von Ralf und ging zu ihr. ``Ich bring dich rein, Ok?´´ Ralf sah sie fragend an. Lena nickte und hob die Arme. Ralf hob sie hoch und brachte sie nach drinnen. Dort half Gabriele ihr sich die neuen Sachen an zu ziehen. ``Ralf du kannst jetzt kommen´´ rief Lena als sie fertig angezogen war. Ralf kam herein und lächelte sie an. ``Du siehst super aus´´ Lena strahlte sie an. ``Wann darf ich Papa besuchen?´´ Wollte Lena wissen. ``Wir warten noch ein bisschen bis es dir wieder besser geht und dann fahren wir zu ihm Ok?´´ Lena nickte. Den Rest des Tages verbrachten sie mit Spielen und vorlesen. Gegen Abend richtete Ralf sein Kinderzimmer von früher für Lena her. Gabriele machte Abendessen und Lena half ihr so gut sie konnte. Als alles fertig war saßen sie zusammen auf der Terrasse. Lena saß auf Ralfs Schoss und sah hinunter in die Bucht. ``Das war ein wunderschöner Tag´´ sagte sie dann leise. Ralf und Gabriele sahen sich an. Sie waren froh das sie Lena ein wenig von ihrem Schmerz ablenken konnten. Als Lena auf seinem Arm eingeschlafen war brachte er sie hoch ins Bett. Als er wieder runter zu Gabriele kam stand diese am Geländer der Terrasse. Die Arme hatte sie vor dem Bauch verschränkt. ``Ich bin froh das sie so gut damit klar kam und das wir ihr helfen können. Sie scheint sich hier wohl zu fühlen.´´ Sagte Gabriele leise als Ralf sie von hinten Umarmte. ``Es war echt ein schöner Tag´´ antwortete Ralf. ``Ich bin auch froh das sie sich nicht verschlossen hat sondern so offen war.´´ Eine weile standen sie schweigend da. ``Ralf?´´ ``Ja?´´ ``Möchtest du mal Kinder haben?´´ Ohne zu zögern antwortete Ralf: ``Ja natürlich. Ich möchte eine Richtige Familie. Mit dir und zwei oder drei Kindern.´´ Gabriele lächelte. Sie drehte sich in seinen Armen um und fing an ihn zu Küssen. Das Erwiderte Ralf natürlich mit Begeisterung. ``Ich würde sagen ein Junge und ein Mädchen´´ lächelte Gabriele. Ralf grinste. Leise Lachen verschwanden die beiden im Haus.

 

 

4.Tag

Leise stand Ralf auf. Heute war er mal vor Gabriele wach. Er zog sich etwas über und schlich dann zu Lenas Zimmer. Lena lag im Bett und sah zum Fenster raus. Als Lena ihn hörte drehte sie den Kopf zu ihm. ``Guten Morgen´´ lächelte Ralf. ``Guten Morgen´´ antwortete Lena gut gelaunt. Jemand der vorbei kam und die beiden sah würde denken das hier eine ganz normale Familie wohnte. Ralf saß auf Lenas Bettkante und sie erzählte ihm fröhlich von ihrem Traum in dem sie auf einem Schnee Weißen Pferd über die Wiesen Galoppiert war. Keiner würde vermuten das dieses Kind am Tag zuvor fast gestorben währe, das es seine Mutter verloren hatte und das ihr Vater im Krankenhaus lag. ``Sollen wir mal Frühstück für Gabriele machen?´´ Fragte Ralf als Lena geendet hatte. Diese nickte. Ralf hob sie hoch und ging mit ihr nach unten. Zum Glück war Lena nicht all zu schwer so das Ralf sie noch gut durch die Gegend tragen konnte. Er setzte sie in der Küche auf die Arbeitsfläche und begann ihr alles hinzustellen was sie brauchten. Die beiden hatten jede Menge Spaß. Als sie fertig waren hob Ralf sie wieder hoch. Lena nahm das Tablett in die Hand und zusammen Balancierten sie es nach oben. Vorsichtig öffnete Ralf die Tür. Gabriele, die gerade wach geworden war, blinzelte ihnen entgegen. Als sie die beiden sah musste sie lachen. Sie nahm Lena das Tablett ab und Ralf setzte sie aufs Bett. Gemütlich frühstückten sie zusammen. Danach sah sich Gabriele ihr Bein an. Sie war ganz zufrieden. Sie zogen sich an und überlegten was sie machen sollten. Lena wollte schwimmen gehen, was wegen ihrem Bein jedoch nicht ging. Ralf wollte zu Freunden seiner Mutter fahren. Die hatten hier in der nähe eine Farm mit ein paar Ponys und Gabriele wusste nicht so genau was sie wollte. Schließlich entschieden sie sich dafür erst zu Lenas Vater zu Fahren. Im Krankenhaus wollten sie auch einen Rollstuhl besorgen und danach wollten sie zu den Freunden von Ralf. Als endlich alle im Auto waren fuhr Ralf los. Lena wurde immer stiller. Als Ralf auf dem Parkplatz des Krankenhauses hielt war sie froh das Ralf und Gabriele bei ihr waren. Ralf nahm sie auf den Arm und ging mit ihr und Gabriele zum Empfang. Er fragte nach der Zimmernummer von Lenas Vater. Nachdem sie diese bekommen hatten machten sie sich auf den weg durch die vielen Flure. Gabriele und Ralf kannten Krankenhäuser aber für Lena war alles neu und ein bisschen unheimlich. Gabriele nahm ihre Hand und drückte sie sanft. Lena lächelte sie dankbar an. Als sie das Zimmer erreicht hatten klopfte Ralf an und nach einem Freundlichen ``herein´´ betraten sie das Zimmer. Ein Mann, ungefähr in Ralfs Alter, lag mit einem Gips Bein und einem Verbad um den Kopf im Hinteren der zwei Betten. ``Papa´´ rief Lena glücklich. Ralf ging zu dem Bett und setzte Lena darauf. Sie fiel ihrem Vater sofort um den Hals. ``Kuck Papa das sind Gabriele und Ralf. Gabriele hat mich am Strand gefunden.´´ Stellte Lena sie Lachend vor. Die Erwachsenen gaben sich zur Begrüßung die Hand. ``Ich weiß gar nicht wie ich ihnen danken soll´´ sagte Luca, Lenas Vater, nachdem diese ihm alles erzählt hatte. ``Das Müssen sie nicht. Wenn es für sie in Ordnung ist kann Lena bei uns bleiben bis sie hier raus kommen´´ bot Ralf an. Luca nahm das Angebot dankend an da er nicht wusste was er sonst mit Lena machen sollte solange er hier rum lag. Nach zwei stunden gingen sie wieder. Lena war glücklich ihren Vater gesehen zu haben und sie war froh das Gabriele und Ralf sich gut mit ihm verstanden. Sie besorgten noch einen Rollstuhl und machten sich dann auf den weg zu Ralfs Freunden. Dort wurden sie bereits mit einem leckeren Mittagessen erwartet. Nach dem essen saßen sie eine weile auf der Terrasse in der Sonne während Lena mit Michi spielte. Michi war die Tochter von Christoph und Maria, Ralfs Freunden. Eigentlich hieß sie Michaela Aber sie mochte es lieber wenn man sie Michi nannte. Michi schob Lenas Rollstuhl zur Pony-Koppel. Lena war von den Ponys total begeistert. Vorsichtig streichelte sie dem einen Pony über die Nüstern. Michi schien überhaupt kein Problem mit Lenas Behinderung zu haben so wie viele andere Kinder. Sie ging ganz normal mit Lena um und das tat ihr gut. Gabriele saß neben Ralf und beobachtete die Kinder. ``Es ist seltsam wie gut sie mit dem Tod ihrer Mutter klar kommt´´ sagte Gabriele leise. Ralf nickte. Ihm war das auch aufgefallen. Plötzlich rief Lena nach ihnen. Gabriele ging zu ihr und sah sie fragend an. ``Michi hat gesagt die Ponys sind ganz lieb und man kann auf ihnen reiten. Darf ich? Bitte´´ ``ich frage mal Maria Ok?´´ Lena nickte. ``Aber beeil dich´´ Gabriele grinste und ging zu Maria in die Küche. ``Hallo Maria. Und ich kann dir wirklich nicht helfen?´´ Maria schüttelte lächelnd den Kopf. ``Na gut. Lena möchte reiten. Geht das?´´ Maria nickte. ``Ja das ist kein Problem. Am besten nehmt ihr Hamster. Er ist der älteste und ruhigste. Außerdem ist Max auch schon auf ihm geritten. Max ist mein Neffe. Er ist auch querschnittsgelähmt.´´ ``Deswegen geht Michi so normal mit Lena um.´´ Maria nickte. ``Christoph soll die beiden Ponys für die Mädchen satteln. Ich bin hier gleich fertig dann können wir einen Spaziergang machen und die beiden Mädchen begleiten.´´ Gabriele war einverstanden. Christoph und Ralf sattelten die beiden Ponys und Michi half ihnen. Eine viertel stunde später gingen sie los. Ralf führte Lenas Pony Hamster da Lena noch etwas unsicher war. Gabriele ging auf der anderen Seite von ihr. ``Warum heißt das Pony eigentlich Hamster?´´ Wollte Lena von Michi wissen. Michi fing an zu kichern. ``Er hat früher immer ganz schnell und ganz viel gefressen wen wir sie gefüttert haben. Deswegen habe ich ihn Hamster getauft.´´ Die erwachsenen schmunzelten während die beiden Mädchen sich halb tot lachten. Sie machten eine Riesigen Spaziergang. Sie gingen über den Strand und über die großen wissen. Es wurde schon fast dunkel als sie zurück zum Haus kamen. Lena wollte unbedingt noch mit ihrer neuen Freundin zu Abend essen also blieben sie noch. Auch nach dem essen blieben sie noch eine weile. Die erwachsenen unterhielten sich im Licht der Kerzen die auf dem Tisch standen und die Mädchen spielten oben im Michi`s Zimmer. Als Ralf gegen 10.00 Uhr nach den beiden sah lagen sie schlafend auf dem Bett. Ralf lächelte. Er nahm Lena auf den Arm und trug sie runter. ``Michi schläft. Ich würde mal sagen wir fahren mal nach Hause.´´ Sagte Ralf leise. Maria und Christoph nickten. Sie begleiteten die drei zum Auto. Bevor Ralf losfuhr verabredeten sie sich noch. Da sie sich alle so gut verstanden wollten sie sich noch mal treffen. Zu Hause angekommen brachte Ralf Lena ins Bett während Gabriele eine Flasche Wein aufmachte und sich auf die Terrasse setzte. Als Ralf zu ihr kam lächelte sie ihn an. ``Alles in Ordnung.´´ Lächelte Ralf. Gabriele nickte. ``Es war eine gute Idee von dir zu Maria und Christoph zu fahren.´´ ```Ja du hast recht. Das hat vor allem Lena gut getan. Was machen wir den morgen?´´ ``Keine Ahnung. Lass uns morgen mit Lena drüber reden.´´ Die beiden saßen noch eine weile zusammen bevor sie die lichter ausmachten und ins Bett gingen.

5. Tag

Am nächsten morgen frühstückten sie zusammen und überlegten was sie machen sollten. Als erstes wollten sie zu Lenas Vater ins Krankenhaus. Danach wollten Gabriele und Lena Shoppen gehen und Ralf musste notgedrungen mit. Es wurde ein Lustiger Tag. Luca ging es schon besser und Lena und Gabriele kaufen später jede menge schöne Sachen. Der Tag verging ziemlich schnell. Am Abend machten sie einen gemütlichen Spielabend auf der Terrasse. Da es am Abend vorher auch schon später geworden war gingen sie relativ früh ins Bett. Gabriele konnte jedoch nicht schlafen. Nach einer Weile stand sie leise auf und ging nach unten. Dort nahm sie sich ein Glas Wasser. Langsam ging sie durch den Garten runter zum Meer. In der Bucht war es ruhig doch sie konnte in der Ferne das Wasser rauschen hören. Ein warmer, leichter Wind blies ihr ins Gesicht. Gabriele dachte über ihr leben nach. Sie hätte schon so viel Früher Glücklich sein können. Warum hatte sie nicht auf ihr Herz gehört? Die ganzen Qualen hätten ihr erspart bleiben können. Sie musste an Markus denken. Er war so sauer gewesen als sie ihn das Letzte mal gesehen hatte. Sie hatte Angst vor der ersten Begegnung wenn sie wieder zurück war. Er würde die Trennung nicht einfach nur so hinnehmen. Würde Ralf das aushalten wenn Markus jetzt anfing sie zu Tyrannisieren? Gabriele war sich nicht sicher. Am Liebsten würde sie für immer hier bleiben. An diesem schönen, stillen Ort. Hier konnte sie ungestört mit Ralf glücklich sein. Doch sie wusste das sie nach einiger zeit ihre arbeit und ihre Freunde vermissen würde. Nach einer weile ging Gabriele wieder zurück zum Haus. Sie ging jedoch nicht nach oben ins Schlafzimmer sondern legte sich in einen der Liegestühle.

Am Himmel konnte man die Sterne sehen. Gabriele begann nach dem Sternbild des Bären zu suchen. Sie erinnerte sich daran wie sie früher mit ihrem Großen Bruder Heiko manchmal im Garten gezeltet hatte. Im Sommer, wenn es draußen schön warm war. Doch das konnten sie nur dann machen wenn ihre Eltern nicht da waren. Sie wollten nicht das Gabriele und Heiko im garten zelteten. Ihre Mutter hatte immer Angst sie würden krank werden. Gabriele hatte sich immer auf diese Nächte mit ihrem Bruder im Zelt gefreut den Heiko wusste so schöne Geschichten und er kannte die Sterne am Himmel. Am Liebsten mochte sie das Sternenbild des Bären. Warum wusste sie nicht so genau. Sie wurde ein wenig traurig. Heiko war nach einem Streit mit ihrem Vater weg gegangen. Heiko liebte die Natur und er hasste es irgendwo zu sitzen und zu lernen. Er hatte die schule abgebrochen und begonnen Ferienfahrten für Kinder zu Organisieren. Er fuhr dann immer mit einer Gruppe von ca. 15 Kindern durch die Länder. Gabriele hatte sich oft gewünscht mit ihm zu fahren doch ihre Eltern hatten es ihr verboten. Ihren Eltern gefiel das natürlich gar nicht was Heiko machte doch ihm war das egal. Er machte sich nichts aus Geld genauso wie Gabriele und er sah es auch nicht ein Anwalt oder so etwas zu werden nur weil sein Vater das so wollte. Er machte das was er für richtig hielt. Zuletzt hatte sie ihn vor vier Jahren gesehen. Seit dem war er in der Weltgeschichte unterwegs. In Momenten wie diesen vermisste Gabriele ihren Bruder noch mehr. Sie waren sich so ähnlich. Doch Heiko hatte es geschafft sein eigenes leben zu führen. Auch gegen den willen seiner Eltern. Sie dagegen ließ sich noch oft von ihrer Mutter drein reden lassen. Sie konnte sich nicht von ihr Lösen obwohl sie es gerne tun würde. Seit Heiko damals einfach weg gegangen war verleugneten ihre Eltern ihn. Selbst zur Beerdingung ihre Vaters wurde er nicht eingeladen. Klar, niemand wusste wo er war doch Gabriele war sich sicher das sie ihn gefunden hätte. Traurig blickte sie noch ein Mahl in den Himmel bevor sie den Kopf senkte. ``Oh Heiko wo bist du nur?´´ Flüsterte sie. Ein paar Minuten später schlief sie ein.

6.Tag

Gabriele gähnte und räkelte sich. Langsam öffnete sie die Augen und sah direkt in die sonne. Sofort schloss sie die Augen wieder. Als ihr wieder einfiel warum sie hier draußen lag musste sie lächeln. Sie hatte noch keine Lust aufzustehen und blieb deswegen einfach liegen. Sie drehte das Gesicht zur Sonne. Sie genoss es die warmen strahlen zu spüren. Schließlich nickte sie wieder ein. So merkte sie nicht wie Ralf sich von hinten anschlich. Auf dem Arm hatte er Lena. Die beiden grinsten sich an. Lena hielt in den Händen einen Becher mit Wasser. Als sie hinter Gabriele standen nickte Ralf ihr zu und Lena drehte den Becher um. Erschrocken schrie Gabriele auf. Sie hatte das ganze Wasser ins Gesicht bekommen. Ralf und Lena lachten. ``Guten Morgen´´ riefen sie gleichzeitig. ``Na wartet das gibt Rache´´ rief Gabriele. Ralf und Lena quietschten und Ralf lief los. Er lief über die Treppen runter in den garten. Gabriele war inzwischen aufgestanden und lief ihm lachend nach. ``Hey ihr zwei bleibt stehen´´ rief sie doch Ralf und Lena dachten gar nicht daran. Als sie am Gartenschlauch vorbei liefen hatte Ralf eine Idee. ``Pass auf! Ich laufe gleich wieder am Garten Schlauch vorbei und setzte dich da ab. Du drehst das Wasser auf und spritzt Gabriele nass Ok?´´ Lena grinste und nickte. Ralf lief schneller und ließ sie am Wasserhahn runter. Dann lief er weiter. Gabriele lief ihm nach. Sie dachte er hätte Lena nur abgesetzt damit ihr nichts passierte. Lena drehte lachend den Hahn auf und hielt den Schlauch auf die beiden. Natürlich dachte sie gar nicht daran nur Gabriele nass zu machen. ``Hey nicht mich das war nicht abgemacht´´ rief Ralf Protestierend doch Lena lachte nur. Ein Paar Minuten später waren die beiden erwachsenen Pitsch nass. Lachend ließen sie sich neben Lena ins Gras fallen. Lena drehte das Wasser ab und robbte zu den beiden. ``Duscht ihr immer in Klamotten?´´ Wollte sie dann scheinheilig wissen. Ralf und Gabriele sahen erst Lena und dann sich an. Gleichzeitig stürzten sie sich dann vorsichtige auf Lena. Sie begannen die kleine durch zu kitzeln. Lena kreischte erschrocken auf. Nach dem sie eine weile getobt hatten nahm Ralf Lena auf den rücken und ging mit ihr nach drinnen, den mittlerweile war sie auch nass. Nachdem sie sich alle trockene Sachen angezogen hatten fingen Gabriele und Ralf an das Frühstück zu machen. Lena saß auf der Terrasse und malte ein Bild für ihren Vater. ``Ich liebe dich´´ flüsterte Ralf als er Gabriele von hinten umarmte. Gabriele drehte sich lächelnd in seinen armen um. ``Ich liebe dich noch viel mehr´´ ``das geht gar nicht´´ lachte Ralf. Nun musste auch Gabriele lachen. ``Weißt du was unser Perfektes Glück noch perfekter machen würde?´´ Wollte Ralf wissen. ``Nein aber du wirst es mir gleich sagen´´ lächelte Gabriele. ``Ein Kind.´´ Sagte Ralf. Gabriele hob die Hand und streichelte ihm über die Wange. ``Du wünscht es dir sehr nicht war?´´ Ralf nickte. ``Ja ich möchte so einen kleinen Zwerg durch die Wohnung laufen sehen, sein lachen hören. Ich möchte eine richtige Familie mit dir zusammen.´´ Lächelte er. Gabriele nickte. Zärtlich küssten sich die beiden. ``Was macht ihr den so lange? Ich verhungere gleich´´ beschwerte sich Lena. Ralf und Gabriele grinsten sich an. ``Wir kommen schon Madame´´ rief Ralf lachen. Er Küsste Gabriele noch einmal und lächelte sie an. Als er nach draußen ging nahm er den Saft aus dem Kühlschrank mit. Gabriele sah ihm lächelnd nach. Es stimmte ein Kind würde ihrer Liebe die Krone aufsetzen. Gabriele seufzte glücklich und ging nach draußen zu den beiden anderen. ``Und was machen wir heute?´´ Wollte Ralf nach einer Weile wissen. ``Papa besuchen´´ rief Lena sofort. Gabriele und Ralf lachten. ``Na das ist doch klar.´´ Grinste Gabriele. ``Aber was machen wir danach?´´ ``Ich möchte gerne schwimmen gehen´´ sagte Lena. ``Na ja Salz Wasser währe nicht so gut für dein Bein´´ gab Gabriele zu bedenken. Lena sah sie traurig an. Ralf sah die beiden an. Plötzlich stand er auf und ging nach drinnen. Gabriele und Lena sahen ihm verdutzt nach. Ralf ging zum Telefon. Nachdem er gewählt hatte wartete er ungeduldig. Endlich meldete sich am anderen ende eine stimme. ``Maria bist du das?´´ ``Ja, Hallo Ralf.´´ ``Hallo sag mal gibt es hier nicht irgendwo ein Schwimmbad mit einem niedrigen Chlorgehalt?´´ ``Ja da gehen wir mit Michi immer baden weil sie bei zu viel Chlor allergisch reagiert. Warum?´´ ``Lena möchte gerne Baden gehen aber sie hat noch die wunde am Bein. Sie verheilt zwar gut aber sie kann weder ins Salz Wasser noch in eins wo der Chlorgehalt zu Hoch ist.´´ ``Ja da ist das Bad gut geeignet. Habt ihr was dagegen wenn wir mitkommen?´´ ``Nein natürlich nicht. Wir freuen uns sogar. Aber sagt Michi und Christoph sie sollen nichts sagen. Das wird eine Überraschung für die beiden.´´ ``Ist gut ich sage es ihnen. Also dann treffen wir uns um Drei Uhr in Keitum vor dem Schwimmbad Pastorat.´´ ``Ist gut bis später.´´ Die beiden legten auf und Ralf ging wieder raus zu Lena und Gabriele. Die beiden sahen ihn fragend an doch Ralf frühstückte weiter als wenn nichts gewesen währe. ``Mit wem hast du den gerade Telefoniert?´´ Wollte Lena schließlich wissen. ``Neugierig bist du gar nicht oder?´´ Fragte Ralf lachend. Lena schüttelte den Kopf. ``Nun sag schon´´ ``Überraschung´´ grinste Ralf. Lena und Gabriele versuchten noch eine weile etwas aus ihm heraus zu bekommen doch Ralf verriet nichts. Als der Tisch abgeräumt war bat Ralf Gabriele noch etwas zu essen ein zupacken. Lena half ihr dabei. In der Zeit packte Ralf seine und Gabrieles Badesachen ein. Er brachte die Sachen gerade ins Auto als Gabriele mit Lena heraus kam. ``So es kann los gehen´´ lächelte Gabriele. Ralf nickte. Er ging ihr entgegen und nahm ihr Lena ab. Er setzte sie ins Auto und schloss die Klappe vom Kofferraum. Am Krankenhaus ließ Ralf die beiden nur raus. ``Kommst du nicht mit?´´ Wollte Lena wissen. ``Ich muss noch etwas erledigen.´´ Als die beiden ausgestiegen waren fuhr er weiter in die Stadt. Dort kaufte er einen Badeanzug für Lena und Schwimmflügel und einen Schwimmreifen. Er wusste nicht genau was sie brauchte. Als er fertig war mit einkaufen fuhr er zurück zum Krankenhaus. Als er das Zimmer betrat erzählte Lena gerade von heute Morgen. Gabriele saß auf einem Stuhl neben dem Bett. Als sie Ralf sah lächelte sie ihn an. ``Hallo Ralf. Wo warst du den so lange?´´ Wollte Lena vorwurfsvoll wissen. Ralf lächelte sie an. ``Ich musste noch etwas für die Überraschung besorgen. Hallo Luca. Na wie geht’s?´´ Fragte er an Luca gewannt. ``Danke mir geht’s schon besser. Was den für ne Überraschung?´´ ``Wird nicht verraten sonst ist es ja keine Überraschung mehr´´ grinste Ralf. Die drei sahen ihn bittend an doch Ralf schüttelte den Kopf. Sie unterhielten sich noch eine weile doch um 14 Uhr mahnte Ralf zum Aufbruch. Sie verabschiedeten sich von Luca und gingen wieder zum Auto. Lena wurde immer aufgeregter. Gabriele drehte sich lächelnd zu ihr um. Ralf sah ihn den Rückspiegel und lächelte sie ebenfalls an. Endlich fuhr Ralf auf den Parkplatz des Schwimmbades. Lena sah gespannt aus dem Fenster. Viel sehen konnte sie jedoch nicht. Der Eingang des Schwimmbades war um die Ecke. Ralf hatte extra so geparkt das Lena nichts sehen konnte. Gabriele sah ihn Fragend an doch Ralf lächelte nur. Er stieg aus und gab Gabriele die Tasche. ``Aber nicht rein kucken´´ ermahnte er sie lächelnd. ``Meine Güte machst du es spannend´´ stöhnte Gabriele. Ralf zuckte nur mit den Schultern. Er ging ums Auto herum und öffnete die Tür von Lena. ``Du hast es gleich geschafft´´ sagte Ralf. Er nahm sie auf den Arm und gab Gabriele die Schlüssel damit sie das Auto abschließen konnte. Mit der einen Hand hielt er Lena fest und den Anderen arm legte er um Gabriele. Als sie um das Gebäude herum kamen und Lena das Schild über dem Eingang sah fing sie an zu jubeln und als sie dann auch noch ihre neue Freundin Michi sah war sie total aus dem Häuschen. Gabriele sah ihn lächelnd an. ``Nur ganz wenig Chlor´´ sagte Ralf leise. ``Du bist ein Engel.´´ Antwortete Gabriele. Die beiden küssten sich zärtlich. ``Hey ihr zwei das könnt ihr auch nachher noch machen´´ unterbrach Lena die beiden. ``Ist ja schon gut´´ lachte Ralf. Zusammen gingen sie zu Maria, Christoph und Michi. Nachdem sie sich alle Begrüßt hatten gingen sie ins Schwimmbad. Vor den Umkleiden blieb Ralf stehen. ``Deine Sachen sind bei mir in der Tasche. Hier sind Lenas Sachen. Ich hoffe sie passen ihr. Schafft ihr das mit dem Umziehen?´´ ``Klar schaffen wir das´´ lachte Lena. ``Ach so ich wusste nicht genau was du zum schwimmen brauchst. Ich meine...´´ ``schon Ok. Am besten ist ein Schwimmreifen´´ lächelte Lena. ``Ist gut. Der ist auch in der Tasche.´´ Lächelte Ralf. Die beiden Männer verabschiedeten und verschwanden in der Männer Umkleide. Natürlich waren sie schneller fertig als die Frauen. Ralf wartete vor den umkleiden um Gabriele Lena wieder ab zu nehmen. Endlich kamen sie heraus. Ralf lächelte sie an. Er gab Gabriele einen Kuss und nahm dann Lena auf den Arm. Sie sah total süß aus. Der Badeanzug saß super. Er war Rot und hatte kleine Schildkröten überall. Lena war von dem Badeanzug total begeistert. ``Gehen wir gleich ins Wasser?´´ Wollte Lena wissen. Ralf nickte Lachend. Maria und Gabriele brachten die Handtücher und decken auf die Wiese und kamen dann nach. Als Ralf mit Lena unter die Dusche ging damit sie schon mal abgekühlt waren schrie Lena erschrocken auf. Sie hatte nach Gabriele geschaut und deswegen nicht gesehen was Ralf vorhatte. Ralf lachte und lief mit ihr zum Becken. Langsam ging er die Treppe runter und immer weiter ins Becken. Fast den ganzen Nachmittag tobten sie im Wasser. Die beiden Mädchen bekamen gar nicht genug. Lena war erstaunlich flink im Wasser. Gegen 17.30 Uhr nahm Ralf Lena auf den Arm und trug sie zur Decke. Lena protestierte da sie noch nicht raus wollte. Doch Ralf ließ sich nicht erweichen. ``Wir machen jetzt ne Pause, essen etwas und wenn wir uns etwas ausgeruht haben können wir wieder rein gehen Ok?´´ Wiederwillig nickte Lena obwohl sie eigentlich keine andere Wahl hatte. Ralf lächelte und setzte sie auf die Decke. Gabriele wickelte sie in ihr neues Handtuch und rubbelte sie ein wenig trocken. ``Ok wer hat Hunger?´´ Fragte Christoph in die Runde. Natürlich hatten alle Hunger also gingen die erwachsenen Pommes holen. Lena und Michi hatten gesagt das die erwachsenen ruhig gehen konnten. Alleine hätten die beiden Männer es nämlich kaum geschafft alles zu tragen. Die beiden Mädchen begannen in den Büchern zu Blättern die Ralf eingepackt hatte. Nach kurzer Zeit war ihnen das aber zu langweilig. Michi stand auf und nahm den Ball. ``Lass uns mit dem Ball spielen das ist lustiger´´ schlug sie vor. Lena sah sie traurig an. ``Ich muss aber hier sitzen bleiben´´ sagte sie, doch Michi lächelte sie an. ``Ich weiß. Du bleibst da sitzen und wirfst den Ball und ich muss ihn fangen´´ Lena lachte und nickte. Michi gab ihr den Ball und lief ein Stück weg. Lena schmiss den Ball und Michi versuchte ihn zu fangen doch er fiel kurz vor ihr auf den Boden. Michi viel hin und die beiden lachten. Als die erwachsenen mit den Pommes kamen spielten die beiden immer noch. ``So, da sind die Pommes´´ sagte Ralf und gab den beiden ihren Teller. Lena und Michi strahlten ihn an. Zusammen setzten sie sich auf die decke. Als alle aufgegessen hatten wollten Lena und Michi sofort wieder ins Wasser doch Ralf erinnerte sie an die Baderegeln das man nicht mit vollem Bauch ins Wasser sollte. Murrend gaben Michi und Lena auf. Ralf lehnte sich zurück und verkündete das er jetzt schlafen wollte. Gabriele sah ihre Chance sich für den angriff heute morgen zu Rechen. Sie erklärte Lena kurz was sie vorhatte. Lena grinste Begeistert. Gabriele nahm einen der kleinen Eimer den sie dabei hatten und lief zur Dusche. Denn das Wasser der Dusche war richtig kalt. Nach dem der Eimer voll war lief sie zurück. Als sie neben Ralf stand kippte sie ihm das ganze Wasser über das Gesicht und den Bauch. Ralf schrie entsetzt auf und die anderen lachten. Ralf sprang auf und fing an Gabriele zu kitzeln. Jetzt schrie Gabriele auf. ``Schnell Lauf zum Becken´´ rief Lena. Gabriele befreite sich von Ralf und lief zum großen Becken. Dort sprang sie mit dem Kopf zu erst hinein. Ralf sprang natürlich hinterher doch Gabriele war schneller. Sie war eine gute Schwimmerin und hatte Ralf schon nach kurzer zeit abgehängt. Als sie das Becken durchquert hatte kletterte sie wieder heraus und lief zur Decke. Als sie die Decke erreichte stieg Ralf gerade aus dem Wasser. Lachend und außer Atem kam er bei den anderen an. ``Gewonnen´´ lächelte Gabriele und gab ihm einen zärtlichen Kuss. ``Ok du hast gewonnen.´´ Ralf gab sich geschlagen. Nachdem sie sich eine stunde ausgeruht hatten gingen sie wieder ins Wasser. Erst kurz vor 21.00 Uhr verließen sie das Schwimmbad. Auf dem Parkplatz verabschiedeten sie sich von einander. Auf dem weg nach hause schlief Lena ein. Ralf sah mehrmals lächelnd in den Rückspiegel. Gabriele lehnte sich zurück und schloss die Augen. Mit Ralf hatte sie immer viel Spaß egal was sie unternahmen. Als Ralf das Auto vor dem Haus anhielt war Gabriele ebenfalls eingenickt. Leise stieg Ralf aus und öffnete die hintere Tür. Er nahm Lena auf den Arm und trug sie ins Haus. In seinem alten Zimmer legte er sie aufs Bett und zog ihr die Schuhe und die Jeans aus. Als er damit fertig war deckte er sie liebevoll zu. Lena kuschelte sich lächelnd in die Decke. Ralf sah sie noch eine weile an und ging dann wieder nach unten. Am Auto angekommen nahm er Gabriele auf den Arm und trug sie ins Haus. Gabriele wachte jedoch auf und bat ihn sie runter zu lasse. Ralf blieb im Flur stehen und lies sie runter. Gabriele lächelte ihn an. ``Das war ein wunderschöner Tag´´ sagte sie leise und Küsste ihn. ``Es freut mich wenn er dir gefallen hat.´´ Lächelte Ralf. Zusammen hängten sie noch die nassen Sachen auf und gingen dann in Bett. Beide waren sehr schnell eingeschlafen.

7. Tag

``Guten Morgen mein Schatz´´ Gabriele drehte sich verschlafen in Ralfs Armen um. ``Guten Morgen´´ murmelte sie. ``Oh da ist aber noch jemand müde´´ grinste Ralf und Küsste sie zärtlich. ``Ist das ein wunder? Morgens muss man durch den Garten rennen und sich verteidigen. Dann wird man fast verrückt weil ein gewisser jemand es so spannend macht und dann muss man noch den ganzen Nachmittag durchs Schwimmbad toben mit einem Wirbelwind wie Lena da kann man ja nur müde sein.´´ Ralf lachte. ``Du bist wohl gar nichts mehr gewöhnt. Eine Woche Urlaub und die Kondition ist Futsch.´´ ``Du bist gemein´´ beschwerte Gabriele sich. Als Antwort Küsste Ralf sie. Nachdem sie sich eine weile Geküsst hatten kuschelte Gabriele sich an Ralf und sah aus dem Fenster. ``Woran denkst du?´´ Fragte Ralf sie leise. ``Ich denke an... Heiko´´ ``wer ist Heiko?´´ ``Mein Bruder´´ ``Ich wusste gar nicht das du einen Bruder hast´´ ``ich weiß. Es weiß niemand.´´ ``Erzähltst du mir von ihm?´´ Langsam nickte Gabriele. Sie fing an von Heiko zu erzählen. Erst zaghaft doch mit der Zeit schwelgte sie richtig in alten Erinnerungen an ihn. Ralf hörte ihr schweigend zu. Er merkte das sie ihn vermisste. Als Gabriele geendet hatte drehte sie sich zu ihm um. ``Du vermisst ihn sehr, nicht wahr?´´ Gabriele nickte. ``Komm lass uns aufstehen. Lena wartet bestimmt schon darauf das wir sie holen kommen´´ sagte sie nach einer weile. Ralf nickte. Die beiden Standen auf und zogen sich an. Gabriele ging dann nach unten und Ralf in Lenas Zimmer. ``Lena ist nicht in ihrem Zimmer´´ rief Ralf plötzlich von oben. Gabriele Stand in der Terrassen Tür. ``Ralf komm mal schnell´´ rief sie leise. Ralf kam sofort zu ihr runter. Der Tisch auf der Terrasse war wunderschön gedeckt. ``Warst du das?´´ Wollte Gabriele von Ralf wissen doch der schüttelte den Kopf. ``Was hast du vorhin gesagt? Lena ist weg?´´ Ralf nickte. Langsam ging Gabriele auf den Liegestuhl zu der Auf der Terrasse stand. Er stand so das die beiden bisher nur das Rückenteil gesehen hatten. Im Liegestuhl lag Lena und schlief. Gabriele musste lächeln. Vorsichtig weckte sie die Kleine. ``Hey Mäuschen, aufwachen. Wie kommst du den hier runter?´´ ``Gelaufen´´ grinste Lena verschlafen. Ralf und Gabriele sahen sich verdutzt an. ``Nein Quatsch. Ich bin die Treppe vorsichtig runtergeklettert. Hier unten bin ich dann gerobbt. Das geht ganz gut.´´ Lena lächelte und hob die Arme damit Ralf sie zum Tisch tragen konnte. ``Ich würde sagen nachdem wir Luca besucht haben machen wir uns hier im Garten einen schönen Tag.´´ Schlug Gabriele vor. Die beiden anderen waren einverstanden. Nach dem Frühstück räumte Ralf die Sachen auf und Gabriele half Lena beim Anziehen. Als sie ins Krankenhaus kamen wartete Luca schon auf sie. ``Ich darf für heute hier raus. Aber ich muss heute abend wieder hier sein.´´ ``Super´´ freute sich Lena. ``Was hattet ihr den heute vor?´´ Fragte Luca. ``Wir wollten uns eigentlich einen gemütlichen Tag zu Hause machen aber wenn du was anderes möchtest sag einfach Bescheid.´´ Antwortete Ralf. ``Nein, Nein´´ das ist schon Ok´´ lächelte Luca. Also gingen sie zusammen runter zum Auto. Ralf hob Lena auf ihren Platz und schnallte sie an. ``Darf ich hinten bei Lena sitzen?´´ Fragte Luca als Ralf ihm vorne rein helfen wollte. ``Natürlich´´ grinste Ralf und schob ihn ums Auto herum. Nachdem die Rollstühle im Kofferraum waren und alle angeschnallt waren fuhr Ralf los. Zu Hause angekommen Hob er Lena aus dem Auto und setzte sie in ihren Rollstuhl. Sofort fuhr sie in den Garten. Luca fuhr ihr nach. Den ganzen Tag über hatten sie jede Menge Spaß. Lena war froh mal wieder mit ihrem Vater spielen zu Können und Luca war froh das es Lena so gut ging. Sie spielten Brettspiele bei denen Lena meistens Gewann. Später kochten Sie und Gabriele zum Mittagessen Spagetti während Ralf und Luca sich unterhielten. Nach dem Essen machten sie zusammen einen Spaziergang. Der Tag verging Lenas Meinung nach viel zu schnell. Am Abend fuhr sie mit um ihren Vater in die Klinik zu bringen. Gabriele blieb im Haus. Nachdem Ralf und Lena wieder da waren und Lena im Bett war gingen Ralf und Gabriele noch etwas an den Strand. ``Ich habe vorhin noch mal mit dem Arzt gesprochen. Lenas Vater kann übermorgen aus dem Krankenhaus raus. Und er möchte dann so schnell wie möglich nach Hause.´´ ``Das kann ich verstehen.´´ Lächelte Gabriele. ``Weiß Lena davon?´´ Wollte sie noch wissen. Ralf nickte. ``Ich würde sagen dann machen wir morgen noch mal was richtig tolles oder?´´ ``Wie währe es wenn wir etwas mit Maria, Christoph und Michi zusammen unternehmen würden? Darüber freut sich Lena bestimmt.´´ Schlug Gabriele vor ``Das Glaube ich auch. Vielleicht können wir noch mal einen Ausflug mit den Pferden machen´´ überlegte Ralf. ``Ich rufe Maria morgen früh mal an. Natürlich nachdem wir Lena gefragt haben.´´ Die beiden lächelten und gaben sich einen Kuss. Sie saßen im Sand und schauten auf die ruhige Bucht. Gabriele saß vor Ralf und lehnte sich an ihn. Ralf hatte seine Arme um sie gelegt. Sie genossen die ruhe und die Gegenwart des anderen. Schließlich gingen sie wieder zurück zum Haus da Gabriele müde war. Kurz darauf lagen die beiden in ihren Betten und schliefen.

8. Tag

``Morgen Lena. Wir haben Besuch´´ vorsichtig zog Gabriele die Vorhänge auf. Lena blinzelte in die sonne. ``Wie viel Uhr ist es den?´´ Fragte sie verschlafen. Gabriele lachte. ``Viel zu spät um zu Schlafen. Es ist schon nach 10.00 Uhr. Los raus aus den federn.´´ ``Wer ist den da?´´ ``Steh auf und komm mit runter dann siehst du es.´´ Grinste Gabriele. ``Du bist gemein´´ beschwerte Lena sich. Gabriele lachte und half ihr beim Anziehen. Als sie runter kamen kam ihnen Michi entgegen. ``Na endlich. Ich dachte du schläfst den ganzen Tag´´ lachte Michi. ``Ha, Ha´´ sagte Lena und streckte ihr die Zunge raus. Beide mussten Lachen. Ralf nahm Gabriele Lena ab und brachte sie in den garten auf die große Decke. Dort spielten die beiden fast den ganzen Tag während die Erwachsenen auf der Terrasse saßen und sich unterhielten. Am Abend wurde Lena traurig. Sie freute sich natürlich das sie zurück nach hause konnte doch irgendwie wollte sie nicht von ihren neuen Freunden weg. Nachdem Michi, Maria und Christoph sich verabschiedet hatten saßen Gabriele, Lena und Ralf noch zusammen auf der Terrasse. Lena saß auf Gabriele schoss. Keiner sagte etwas. Jeder hing irgendwie seinen Gedanken nach. Irgendwann schlief Lena auf Gabrieles Arm ein. Ralf brachte sie ins Bett. ``Ich werde sie vermissen´´ sagte Gabriele als Ralf wieder bei ihr war. ``Ich auch. Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen.´´ Antwortete Ralf und begann sie zärtlich zu Küssen. Gabriele lächelte. ``Ich Liebe dich´´ flüsterte sie. ``Ich liebe dich auch´´ antwortete Ralf und Küsste sie wieder. Seine Hände tasteten sich unter ihr T-Shirt. Gabriele genoss seine Berührungen. Ralf konnte so zärtlich sein. ``Komm wir gehen nach oben´´ sagte Gabriele leise. Ralf nickte und nahm ihre Hand. Oben angekommen machten sie da weiter wo sie gerade eben aufgehört hatten. Sie zogen sich gegenseitig aus. Sie Küssten und streichelten sich die ganze Zeit. Schließlich schliefen sie miteinander. Später lagen sie eng aneinander gekuschelt im Bett. Jeder hing seinen Gedanken nach und genoss die Gegenwart des anderen. So lange hatten sie drauf warten müssen. Irgendwann schlief Gabriele ein. Als Ralf merkte das sie schlief lächelte er. Vorsichtig strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht und Küsste sie auf die Stirn. Ein paar Minuten später war er auch eingeschlafen.

9. Tag

``Ich werde dich vermissen´´ sagte Lena leise als Gabriele ihr beim anziehen half. Gabriele hielt in der Bewegung inne und lies dann das T-Shirt wieder sinken. ``Ich werde dich auch vermissen. Aber wir besuchen uns doch und wir können uns schreiben´´ versuchte Gabriele es ihr einfacher zu machen doch es fiel ihr schwer da sie die kleine jetzt schon vermisste. Nachdem Lena angezogen war ging Gabriele mit ihr nach unten. Beim Frühstück war es ungewöhnlich ruhig. Alle waren Traurig das Lena wieder ging obwohl sie die ganze zeit wussten das es so kommen würde. Nach dem Frühstück packte Gabriele Lenas Sachen während Ralf die Sachen vom Frühstück weg räumte und Lena auf der Terrasse saß und in die kleine Bucht sah. Um 12.00 mussten sie in der Klinik sein. Lena viel es schwer sich von allem zu Verbaschiden. Ralf trug sie ins Auto und schnallte sie an. Eine kleine träne lief ihr über die Wange. ``Hey kleine nicht weinen. Wenn du Schulferien hast und dein Vater einverstanden ist können wir hier her Fahren in Ordnung?´´ Lena nickte tapfer. Ralf lächelte und strich ihr über die Wange. Lena wischte sich die tränen aus dem Gesicht und lehnte den Kopf zurück. Eine Viertelstunde später waren sie am Krankenhaus. Lenas Vater wartete bereits vor dem Krankenhaus. Gabriele und Ralf hatten angeboten die beiden zum Flughafen zu bringen. Ralf half Luca einzusteigen und Gabriele verräumte sein weniges Gepäck im Kofferraum. Während der fahrt sagte keiner etwas. Am Flughafen erwartete sie bereits ein Flugbegleiter. Er half ihnen mit dem Gepäck und dem Rollstuhl. Langsam liefen Lena wieder Tränen über die Wange. Sie versuchte tapfer zu sein doch die Tränen kamen immer schneller. Gabriele spürte einen Kloß im Hals. Sie hob Lena hoch und trug sie in die halle. Lena legte ihren Kopf auf Gabrieles Schultern. Nachdem sie das Gepäck aufgegeben hatten gingen sie zum Check-In. Nun mussten sie sich verabschieden. Gabriele drückte Lena nach einmal fest und setzte sie dann in ihren Rollstuhl. Sie verabschiedete sich noch von Luca und ging dann ein paar schritte zurück. Ralf verabschiedete sich ebenfalls von Lena. ``Tschüss kleines und Kopf hoch. Du kommst uns ja bald besuchen.´´ Lena nickte. ``Vielen Dank für alles´´ bedankte sich Luca noch einmal. ``Kein Problem. Wie hatten sie gerne bei uns. Wenn mal etwas ist, du hast ja unsere Nummer. Ruf einfach an Ok?´´ Luca nickte. Die beiden gaben sich die Hand. Lena winkte ihnen bis sie, sie nicht mehr sehen konnte. Ralf hatte Gabriele fest in den Arm genommen da ihr nach und nach kleine Tränen über die Wangen liefen. ``Sie wird uns besuchen und uns bestimmt auch schreiben.´´ Sagte Ralf leise um sie auf zu muntern. Gabriele nickte und wischte die Tränen weg. Arm in Arm gingen sie raus zum Auto und machten sich auf den weg nach Hause. Unterwegs hielt Ralf an und sie machten einen langen Spatziergang am Strand. Der warme wind spielte in Gabrieles Haaren. Erst am Späten Nachmittag kamen sie zurück zum Haus. Gabriele setzte sich auf die Terrasse und Ralf brachte ihr etwas zu trinken. ``Du vermisst sie ganz schön doll nicht war?´´ Fragte er leise. Gabriele nickte langsam. ``Ja. Ich Hab gar nicht gemerkt wie sie mir ans Herz gewachsen ist. Aber ich weiß ja das sie jetzt bei ihrem Papa ist und das sie uns besucht.´´ Sie lächelte tapfer und gab Ralf einen Kuss. Den Rest des Tages verbrachten sie gemütlich auf der Terrasse. Am Abend kochten sie zusammen und gingen dann früh ins Bett.

10. Tag

``Guten morgen mein Engel´´ Ralf Küsste sie zärtlich. Verschlafen erwiderte Gabriele den Kuss. Draußen schien die sonne und in der Ferne konnte sie das Meer rauschen hören. ``Wie spät ist es den?´´ Fragte Gabriele und rieb sich die Augen. ``Gleich zehn. Hast du Lust auf eine Fahrrad Tour?´´ Fragte Ralf. Gabriele nickte langsam. Sie war noch gar nicht richtig wach. Langsam setzte sie sich auf. ``Wow ist mir schlecht´´ stöhnte sie auf. ``Hey Schatz was ist los?´´ Fragte Ralf sofort besorgt. ``Ich weiß nicht mir ist übel.´´ Stöhnte Gabriele. ``Wahrscheinlich eine Magen Verstimmung.´´ Ralf setzte sich neben sie aufs Bett und stützte sie. ``Hilfst du mir nach unten? Das geht bestimmt gleich wieder.´´ Bat Gabriele. Ralf half ihr natürlich. Kurz darauf saß sie auf der Terrasse und Ralf brachte ihr einen Tee. ``Du wirst jetzt aber nicht krank oder?´´ ``Nein das ist bestimmt bald wieder vorbei.´´ Gabriele lehnte sich zurück. So was hatte sie noch nie. Ihr war einfach auf ein Mal schlecht geworden. Eine Viertelstunde später ging es ihr besser und sie bestand auf den Fahrrad Ausflug. Ralf gab es auf ihr zu wieder sprechen. Sie packten etwas zu essen und ihre Badessachen ein. Ralf kannte aus seiner Kindheit ein paar wunderschöne stellen wo kaum jemand war. Sie verbrachten einen wunder baren Tag. Gabriele war zwar noch immer etwas flau im Magen doch das ignorierte sie. Sie fuhren den Damm entlang, gingen Baden und lagen in der sonne. ``Weißt du das ich schon seit ewigweiten keinen Urlaub mehr hatte?´´ Sagte Gabriele nachdenklich als sie mit Ralf am Strand lag. Ralf stützte sich auf seinen Ellenbogen und sah sie an. ``Mir geht es ja genauso. Aber bei unseren Dienstplänen ist das auch kein wunder oder?´´ Mit dem Finger fing er an Muster auf ihren Bauch zu malen. ``Hey das kitzelt´´ lachte Gabriele. Ralf lachte und fing an sie richtig zu Kitzeln. Gabriele lachte noch mehr und versuchte sich zu wehren. Ralf wurde immer stürmischer. Gabriele schaffte es nach einer weile sich zu befreien. Sie sprang auf und lief zum Wasser. Ralf lief ihr nach doch Gabriele war schneller. ``Du bist ganz schön langsam geworden. So ein Urlaub ist wohl doch nicht so gut´´ lachte Gabriele. ``Du bist ganz schön frech geworden. Dir zeig ich was ich drauf habe´´ lachte Ralf. ``Oh da bin ich aber gespannt´´ lachte Gabriele und spritzte ihn an. Ralf spritzte zurück und kurz darauf war eine tolle Wasser Schlacht im Gange. Irgendwann fielen sie sich lachend in die Arme und Küssten sich zärtlich. ``Ich liebe dich und ich lasse dich nie wieder los´´ sagte Gabriele leise. Plötzlich waren sie beide ganz Ernst. ``Ich liebe dich auch und ich bin froh das wir endlich zusammen sind.´´ Antwortete Ralf. Sie küssten sich leidenschaftlich. Gabriele ging langsam rückwärts bis sie im seichten Wasser war. Dort legte sie sich hin und zog Ralf mit. Der lächelte sie an und legte sich neben sie. Er streichelte ihren Bauch und lächelte sie an. Zärtlich küssten sie sich. Ralf öffnete ihr Bikini Oberteil und streifte es ihr über den Kopf. Gabriele drehte sich auf ihn und Küsste ihn stürmisch. Nach unzähligen Streicheleinheiten und Küssen schliefen sie miteinander. Es wurde bereits Dunkel als sie wieder zum Haus kamen. ``Ich bin Hunde müde.´´ Stöhnte Gabriele. Ralf lachte. ``Das war ja auch so anstrengend heute nachmittag´´ grinste er. Gabriele lachte und legte ihm die Arme um den Hals. ``Es war sehr, sehr anstrengend.´´ Grinste sie und küsste ihn. Eine weile standen sie noch auf der Terrasse und küssten sich. Der Mond spiegelte sich im Wasser und ein leichter wind spielte mit Gabriele Sommerkleid. ``Ich liebe dich´´ flüsterte Ralf und küsste sie wieder. Ralf ließ sie plötzlich los und ging ins Wohnzimmer. Dort machte er leise Musik an und ging wieder raus zu Gabriele die ihn glücklich anlächelte. Eng umschlungen tanzten sie eine ganze weile. ``Es ist hier wunderschön und möchte nicht wieder zurück´´ sagte Gabriele plötzlich leise. Ralf sah ihr in die Augen. ``Hey du weißt doch selber das du die anderen vermissen würdest. Ich finde es hier auch wunderschön aber hier können wir nicht für immer bleiben. Wir können immer herkommen wenn wir unsere ruhe wollen aber wir könnten beide nicht ohne unseren Job leben´´ antwortete er ebenso leise. ``Ich weiß. Trotzdem´´ seufzte Gabriele. Ralf lächelte sie an und Küsste sie zärtlich.

11. Tag

Die beiden schliefen lange. Als sie schließlich aufwachten hatte keiner der beiden Lust aufzustehen. Also blieben sie liegen. Sie Küssten sich und kuschelten noch eine ganze weile. Erst am Späten Mittag standen sie endlich auf. Gabriele kochte eine Kleinigkeit zum Essen denn großen Hunger hatten sie nicht. Plötzlich sprang Gabriele auf und lief zur Toilette. Ralf sah ihr erschrocken nach. ``Alles in Ordnung?´´ Fragte er besorgt als sie wieder kam. ``Mir ist nur schon wieder etwas übel´´ sagte Gabriele und setzte sich wieder. Sie hatte einen verdacht doch sie sagte nichts. Denn wenn sich dieser Verdacht bestätigte würde der Stress mit Markus noch weiter gehen. Den Rest des Tages verbrachten sie mit Lesen. Sie genossen die ruhe und die Sonne. Doch Gabriele musste immer wieder an ihren verdacht denken. ``Was ist los mit dir Schatz?´´ ``Nichts, Nichts´´ wehrte Gabriele schnell ab. ``Du hast doch was. Ich merke das du bedrückt bist. Bitte sag es mir?´´ Bat Ralf. Gabriele seufzte. ``Ich habe einen Verdacht wegen meiner Übelkeit. Ich glaube nicht das die von einer Magen Verstimmung kommt.´´ ``Sondern?´´ ``Ich glaube ich bin ....Schwanger´´ Gabriele sah zu Boden. Sie hatte angst vor Ralfs Reaktion. Der sah sie eine weile einfach nur an. Dann nahm er sie in den Arm. Zu erst war Gabriele etwas überrascht doch dann war sie froh. Ralf konnte sich denken wie schwer ihr das ganze viel. So sehr hatten sie sich ein Kind gewünscht doch es war fast unmöglich das dass Kind von ihm war. ``Markus ist der Vater oder?´´ Gabriele nickte langsam. ``Ich glaube schon. Meine Regel hätte Mitte unseres Urlaubes kommen müssen aber durch die ganze Aufregung habe ich vergessen darauf zu achten.´´ Sagte sie leise. ``Es tut mir leid Ralf´´ langsam traten ihr tränen in die Augen. ``Hey ganz ruhig. Gabriele beruhig dich. Wir schaffen das schon Ok?´´ Gabriele löste sich von ihm und sah ihn an. ``Du würdest das Kind Akzeptieren?´´ ``Na klar. Ich helfe dir so gut ich kann.´´ Lächelte Ralf und gab ihr einen Zärtlichen Kuss. Gabriele wischte sich die Tränen weg. ``Aber was ist mit Markus? Er wird es nie Akzeptieren das er sein Kind nicht sehen darf.´´ Gab Gabriele zu bedenken. ``Ich weiß aber wir schaffen das trotzdem.´´ Sagte Ralf. Weiter sprachen sie darüber nicht mehr. Gabriele ging schon früh ins Bett da sie sich nicht so wohl fühlte. Ralf ging auch kurz darauf ins Bett. Als Gabriele merkte das er kam kuschelte sich lächelnd an ihn. Ralf beobachtete sie noch eine weile und schlief dann ebenfalls ein.

12. Tag

Als Gabriele am nächsten Morgen aufwachte war ihr schlecht und sie hatte Kopfschmerzen. Ralf schlief noch neben ihr. Leise stand sie auf und ging nach unten. Sie machte sich einen Tee und setzte sich mit einer Decke in den garten. So fand Ralf sie auch vor. Er machte sich sorgen um sie den er hatte angst das die Schwangerschaft sie mehr belastete als sie zu gab. Langsam ging er auf sie zu. ``Guten Morgen mein Schatz´´ flüsterte er und ging neben ihr in die hocke. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn und lächelte sie an. ``Morgen´´ murmelte Gabriele und sah ihn an. ``Ich habe Angst?´´ ``Wovor?´´ ``Das alles wieder von vorne los geht. Markus wird....´´ ´´wir schaffen das zusammen. Ich werde nicht zulassen das er uns beiden noch einmal so weh tut und er wird auch deinem Kind nicht weh tun.´´ ``Ich weiß und ich bin froh das du da bist. Vielleicht ist es auch wirklich nur eine Magen Verstimmung.´´ Hoffte Gabriele obwohl sie wusste das dem nicht so war. ``Sollen wir früher zurück fahren? Dann kannst du direkt zum Arzt gehen und dir Gewissheit verschaffen´´ schlug Ralf vor. ``Aber was ist mit unserem Urlaub. Sollten wir nicht die letzten tage noch genießen?´´ ``Ich sehe doch wie dich das beschäftigt und wenn es dir dann besser geht ist das für mich Ok. Den Urlaub können wir jeder Zeit wieder holen.´´ Er lächelte sie an und strich ihr über den kopf. ``Danke´´ sagte Gabriele leise und küsste ihn. Die beiden Frühstückten noch gemütlich und fingen dann an auf zu räumen und ihre Sachen zu Packen. Gabriele war es lieber zu wissen was los war als noch die nächsten tage in der Ungewissheit zu sein. Am Späten Abend waren sie fertig. Sie hatten beschlossen am nächsten Morgen ganz früh zu Fahren. Zwischen durch hatte Gabriele ein schlechtes gewissen doch Ralf beruhigte sie. Sie packten das Auto und gingen dann schlafen um am nächsten morgen fit zu sein.

Gegen Mittag erreichten sie am nächsten Tag Ralfs Wohnung. Sie hatten unterwegs mehrere Pausen gemacht. Nachdem sie alles ausgepackt hatten machte Gabriele einen Termin bei ihrem Arzt. Das Angebot von Ralf, sie zu begleiten, nahm sie dankbar an. Sie hatte Glück und bekam noch einen Termin für den nächsten Tag. Eine Andere Patientin hatte abgesagt. Sie war Nervös als sie am nächsten Tag zusammen mit Ralf die Praxis betrat. Ralf hielt ihre Hand. Gabriele war froh das er mitgekommen war. Endlich kam sie dran. Ralf wartete im Wartezimmer. Als sie wieder zu ihm kam konnte er an ihrem Gesicht sehen das sich ihre Vermutung bestätigt hatte. Als sie vor der Praxis standen nahm er sie in den Arm. Gabriele merkten wie die Tränen in ihr hochstiegen. Sie klammerte sich an Ralf und weinte. Ralf hielt sie fest und versuchte sie zu beruhigen. Langsam gingen sie zum Auto.

In den nächsten Wochen war Gabriele hauptsächlich zu Hause. Ralf musste wieder Arbeiten doch Gabriele hatte sich krank gemeldet. Sie wollte die anderen nicht sehen. Ralf tat es weh sie so leiden zu sehen. Er konnte es immer kaum abwarten bis seine Schicht endlich vorbei war und er zurück zu Gabriele konnte. Eines Morgens jedoch beschloss Gabriele sich nicht unterkriegen zu lassen. Sie war bereits im Mutterschutz. ``Warte auf mich ich komme mit?´´ Rief Gabriele und kam die Treppe herunter gelaufen. Ralf sah sie fragend an doch Gabriele schob ihn zur Tür raus. Sie wollte das leben genießen. Ralf freute sich ein wenig das sie mitkam. Auf der Basis wurde sie von allen freudig begrüßt. Da sie einen weiten Mantel anhatte konnte erst mal keiner ihren Bauch sehen. Natürlich mussten sie von ihrem Urlaub erzählen den Ralf hatte bisher geschwiegen. ``Sag mal willst du deinen Mantel nicht mal ausziehen?´´ Fragte Peter. Gabriele sah zu Ralf. Kaum merklich nickte er. ``Ja Ok´´ lächelte Gabriele und stand auf. Peter nahm ihr den Mantel ab und hängte ihn an die Garderobe. ``Sag mal schiele ich oder hast du zu genommen?´´ Fragte Biggi ihre Freundin. ``Nein ich bin schwanger´´ antwortete Gabriele leise. Richtig freuen konnte sie sich immer noch nicht. Bis her war ihr Markus noch nicht über den weg gelaufen doch sie wusste das sie ihn eines Tages wieder sehen würde. Spätestens beim Scheidungs- Termin. ``Besonders glücklich siehst du aber nicht aus.´´ Stellte Michael fest. Gabriele zuckte die Schulter. Die anderen konnten sich vorstellen warum sie nicht so besonders Glücklich war. Schließlich hatten sie alles miterlebt. Sie wechselten das Thema und unterhielten sich noch eine weile. Zwei tage später kam Rebecca zu Besuch. ``Hallo Schwesterchen. Und alles in Ordnung mit dir und Ralf?´´ ``Ähm ja. Alles in Ordnung. Der Urlaub war wunderbar. Und bei dir auch alles Ok? Du siehst irgendwie so Glücklich aus.´´ Lächelte Gabriele. Sie setzten sich aufs Sofa. ``Ja bei mir ist alles Ok. Nach der Sache mit euch beiden Hab ich mal über mein Leben nach gedacht. Ich bin auch nicht mehr die jüngste und ich möchte glaube ich so langsam auch eine Familie. Den Passenden Mann habe ich schon gefunden, glaube ich.´´ Rebecca lächelte ihre Schwester an. Gabriele war verblüfft wie sehr sie sich verändert hatte aber es freute sie auch. ``Und was ist mit dir? Hat Ralf zu Gut gekocht?´´ ``Was? Nein ich bin Schwanger´´ antwortete Gabriele. Ihr viel es immer noch schwer sich über das Baby zu freuen obwohl sie wusste das dass Kind am wenigsten etwas für die Situation konnte. ``Von Markus?´´ Gabriele nickte. Ihre Schwester stand auf und nahm sie in den Arm. ``Und was sagt Ralf?´´ ``Der hat gesagt er Akzeptiert das Kind und ich bin mir sicher er wird ein guter Vater sein aber ich habe Angst vor Markus.´´ Sagte Gabriele leise. Plötzlich klingelte es an der Tür. Gabriele lächelte ihre Schwester an und stand auf. Als sie sah wer vor der Tür stand erschrak sie. ``Hallo Liebling.´´ Sagte Markus und drängte sich an ihr vorbei. ``Was willst du hier?´´ Fragte Gabriele als sie sich etwas beruhigt hatte. Rebecca hatte sofort Ralf angerufen als sie Markus hörte und Ralf hatte versprochen sofort zu kommen. ``Bitte Gabriele überleg es dir noch einmal. Ich liebe dich und es tut mir leid was ich dir angetan habe. Es wird bestimmt nie wieder vorkommen.´´ Markus lächelte sie versöhnlich an. ``Du hast recht es wird nie wieder vorkommen. Weil du jetzt gehen wirst.´´ Sagte Gabriele. Das Baby wurde unruhig und trat sie immer wieder. Gabriele legte eine Hand auf ihren Bauch. Jetzt wurde auch Markus darauf aufmerksam. ``Du bekommst ein Baby von diesem...´´ ``Halt die Klappe Markus´´ rief Rebecca und lief zu Gabriele. Sie stützte sie und half ihr sich aufs Sofa zu setzten. Gabriele versuchte gleich mäßig zu Atmen. ``Im wievielten Monat bist du?´´ Fragte Rebecca leise. ``Sechsten´´ antwortete Gabriele eben so leise. ``Du hast unsere liebe zerstört. Wir wollten doch Kinder haben aber du hast immer gesagt du willst noch keine. Warum bekommst du jetzt eins? Weil’s von diesem... Sanitäter ist?´´ Das Wort Sanitäter betonte er abfällig. Gabriele wollte das Kind nicht verlieren. Sie versuchte sich nicht weiter aufzuregen doch das war schwer den Markus redete nur Blödsinn. Plötzlich ging die Tür auf und Ralf kam herein. Er nahm Markus am Kragen und beförderte ihn vor die Tür. Dann lief er zurück zu Gabriele. ``Hallo Rebecca.´´ Begrüßte er diese Kurz. Gabriele beruhigte sich langsam wieder. ``Ich will das Baby nicht verlieren´´ sagte sie plötzlich leise. Ralf lächelte sie an. Er wusste das sie sich endlich auf das Baby freute. ``Wir bringen dich lieber ins Krankenhaus zur Sicherheit´´ sagte Ralf. Gabriele wollte Protestieren doch Rebecca und Ralf ließen sie gar nicht zu Wort kommen. Zum Glück wurde in der Klinik festgestellt das alles in Ordnung sei. Gabriele bestand darauf direkt wieder mit nach Hause zu fahren.

Da sie nicht mehr alleine bleiben wollte bot Rebecca an bei ihnen ein zu ziehen bis das Baby da war. Gabriele und Ralf nahmen das Angebot dankend an. Ralf machte sich nicht mehr so viele sorgen da er wusste das Gabriele nicht alleine war. So vergingen zwei Weitere Monate. Markus tauchte nicht mehr auf und ihr leben Normalisierte sich wieder etwas. Gabriele reichte die Scheidung ein. Gabriele und Rebecca unterhielten sich oft und lange und ihr Verhältnis wurde immer besser. Gabriele freute sich jetzt richtig auf das Baby. Sie kauften Kleidung ein und richteten das Kinderzimmer her. Sie alle hofften das Markus kapiert hatte das er nichts mehr zu melden hatte doch da hatten sie sich getäuscht. Er war die ganze zeit in ihrer Nähe und beobachtete sie. An einem Freitag nachmittag waren Gabriele und Rebecca einkaufen da sie am Wochenende zusammen mit der Medicopter Crew Grillen wollten. Rebecca hatte etwas im Supermarkt vergessen und während Gabriele das Auto einräumte lief sie noch einmal rein. Gabriele hatte schon seit einigen Tagen das Gefühl beobachtet zu werden doch sie verdrängte diese Gedanken. ``Hallo Mama Gaby´´ erschrocken drehte Gabriele sich um. Vor ihr stand Markus. Etwas in seinen Augen machte ihr Angst. Sie wirkten irgendwie kalt und gefühllos. Gabriele fing an zu zittern. ``Ich werde nicht zu lassen das er das Leben lebt welches mir zu steht. Er soll leiden. Und wenn du mit mir keine Kinder willst dann sollst du auch keine mit ihm haben.´´ Gabriele sah ihn ängstlich an. Blitzschnell zog er ein Messer aus der Tasche. Gabriele war wie gelähmt vor Angst. Markus stieß ihr das Messer in den Bauch und sah sie dabei hasserfüllt an. Gabriele konnte sich noch immer nicht bewegen vor angst. Als Rebecca raus kam sah sie Markus weg laufen. Sie ließ alles fallen und lief zu Gabriele. Diese begann nun sich zu Krümmen. Entsetzt sah Rebecca sie an. Dann holte sie ihr Handy heraus und rief die Rettungsleitstelle an.

``Rettungsleitstelle für Medicopter 117. Auf dem Parkplatz des Supermarktes wurde eine Schwangere Frau nieder gestochen. Können sie übernehmen?´´ ``Medicopter 117 verstanden wir übernehmen´´ rief Ralf und lief den anderen nach. ``Wer macht den so einen Scheiß?´´ Fragte er als sie in der Luft waren. Die andern zuckten die Schultern. Als der Parkplatz in Sichtweite kam schrie Ralf entsetzt auf. ``Das ist Gabriele. Los beeil dich´´ rief er Biggi zu. Biggi sah ebenfalls erschrocken nach unten. So schnell sie konnte landete sie. Ralf sprang aus dem Heli noch bevor die Kufen den Boden richtig berührt hatten. ``Rebecca was ist passier?´´ ``Ich hatte drinnen was vergessen und bin wieder rein. Als ich raus kam lief Markus weg.´´ Rebecca hatte Tränen in den Augen. Ihre Halbschwester war ihr richtig wichtig geworden. Von dem früheren Hass der beiden Schwestern spürte man nichts mehr. Karin begann sofort Gabriele zu untersuchen. Gabriele bekam kaum noch etwas mit. Die sorge um ihr Kind und die Schmerzen machten sie fast bewusstlos. ``Ich glaube nicht das wir es bis in die Klinik schaffen. Das Messer hat die Fruchtblase zerstört.´´ Sagte Karin. ``Wir versuchen es trotzdem. Tempo, Tempo´´ rief sie. In Windeseile wurde Gabriele umgelagert und in den Heli gebracht. Biggi legte einen Blitzstart hin und nur fünf Minuten später waren sie in der Klinik. Gabriele wurde sofort in den OP gebracht. Ralf durfte mit.

Rebecca gab in der Zwischen Zeit bei der Polizei eine anzeige auf. Man musste irgendwas machen sonst würde Markus sie nie in Frieden lassen. Danach fuhr sie in die Klinik. Zum Glück wurde das Baby nicht Verletzt und auch Gabriele hatte Glück gehabt doch viel später hätte der Medicopter nicht kommen dürfen. Gabriele bekam ein gesundes Mädchen. Sie und Ralf waren überglücklich. Ralf durfte die kleine Baden. Später bekamen sie noch Besuch von allen anderen. ``Wie heißt die kleine eigentlich?´´ Fragte Peter neugierig. Ralf und Gabriele sahen sich an. ``Manuela´´ antwortete sie im Chor. Nun fingen alle an zu lachen.

Eine Woche später durfte Gabriele mit der kleinen nach hause. Auf der Basis gab es eine große Überraschungs- Party für die sie. Gabriele konnte endlich wieder lachen und das leben genießen den sie wusste das Markus ihr und der kleinen nichts mehr tun konnte. Die Polizei hatte ihn festgenommen. Er wurde angeklagt und er hatte mit einer saftigen straffe zu rechen. ``Hallo Gabriele´´ Gabriele drehte sich verdutz um. ``Lena!´´ Rief sie erfreut und lief auf das Mädchen zu. Lena hatte tränen in den Augen vor Freude als sie Ralf und Gabriele wieder sah. Auch Ralf kam jetzt zu ihnen. Gabriele nahm die kleine in den Arm. ``Na wie geht’s dir?´´ Fragte Gabriele. ``Prima. Papa ist wieder ganz gesund und er hat gesagt wenn er wieder Auto fahren kann kommen wir dich und Ralf besuchen.´´ Gabriele lachte. Sie gab Luca die Hand und nahm ihn kurz in den Arm. ``Ich bin froh das es dir wieder besser geht.´´ Lächelte sie. Nachdem auch Ralf Lena begrüßt hatte stellten sie die beiden ihren Kollegen vor. ``Gabriele da verlangt jemand nach dir´´ rief Karin plötzlich. ``Oh ich komme schon.´´ Gabriele stand auf und lief zum Kinderwagen der bisher ruhig in einer Ecke, abseits des Trubels, gestanden hatte. Sie nahm Manuela auf den Arm und setzt sich wieder zu den anderen. ``Kuck mal Lena. Das ist unsere Tochter Manuela´´ ``Oh ist die süß´´ lachte Lena und streichelte das kleine Köpfchen. Manuela hatte Hunger also ging Gabriele mit ihr in den AR da es dort ruhiger war. Lena begleitete sie.

Kaum war sie weg fuhr ein Taxi auf den Hof. Als Ralf das Taxi sah ging er nach draußen. Aus dem Taxi stieg ein junger Mann aus und sah sich um. ``Guten Tag ich bin Ralf Staller.´´ ``Hi ich bin Heiko´´ ``Hallo Heiko. Gabriele ist gerade im AR. Sie stillt unsere Tochter. Ich sag dir die wird sich Freuen. Und ich bin froh das ich dich erreichen konnte.´´ Sagte Ralf. Heiko grinste. Sie luden seinen Rucksack aus dem Auto und bezahlten. Ralf stellte ihm seine Kollegen und Lenas Vater vor und bot ihm etwas zu essen an. Eine Viertelstunde später kam Gabriele mit den beiden Mädels zurück. Sie hatten Manuela noch gewickelt. Nun hatte Lena sie auf dem schoss und Gabriele schob sie. Da sie den Kopf gesenkt hatte merkte sie erst gar nichts. Doch dann viel ihr auf das es so ruhig war. Sie sah hoch und erblickte ihren Bruder am Tisch. Der sah sie einfach nur an. Alle waren still und beobachteten was passierte. Gabriele ließ den Rollstuhl von Lena los und ging langsam auf den Tisch zu. Auch Heiko stand auf und ging ihr entgegen. Als sie voreinander standen vielen sie sich um den Hals. ``Wo kommst du jetzt her? Wo warst du?´´ Fragen über fragen vielen Gabriele ein. Sie hatte Tränen in den Augen und musste gleichzeitig lachen. ``Ich war mal hier und mal da. Je nachdem wie lange es mir an einem Ort gefallen hat. Ralf hat mich erreicht aber frag mich nicht wie. Er hat mich gebeten her zu kommen und da bin ich´´ Heiko lächelte sie an. Gabriele konnte es immer noch nicht glauben. Ralf trat nun neben sie. ``Er ist es wirklich und er wird eine weile hier bleiben. Das hat er mir zumindest versprochen´´ sagte Ralf. Gabriele lachte und nahm beide gleichzeitig in den Arm. Die anderen lachten und fingen an zu Klatschen. Sie feierten noch bis spät in die Nacht. Lena und Luca fuhren eine Woche später nach Hause doch Heiko blieb noch. Gabriele vergaß Markus nie den sie wusste das er irgendwann wieder frei kommen würde doch sie hatte keine angst mehr vor ihm. Und sie hoffte das er sie in ruhe ließ.

ENDE

Copyright 2005: Mareike

 

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