Hauptpersonen:
Angela und Manfred Kollmann
Gabriele Kollmann
Ralf Staller
Leon Anders
Markus (Chauffeur)
Lena(Köchin)
Doppelleben
Von Mareike
``Ich liebe dich warum glaubst du mir das nicht?´´ Gabriele sah ihn verzweifelt an. ``Warum sagst du mir dann nicht wer der Mann ist der dich dauernd her bring und wieder abholt?´´ fragte Ralf traurig. ``Ich kann es dir nicht sagen´´ antwortete Gabriele leise. Ralf sah sie nur an. Plötzlich drehte er sich weg und ging runter zum Fluss Ufer. Gabriele sah ihm Traurig nach. Ralf starrte ins Wasser. Vor Drei Monaten hatte Gabriele hier angefangen zu Arbeiten. Er hatte sich sofort in sie verliebt und es hatte nicht lange gedauert bis sie zusammen kamen doch Gabriele hatte so viele Geheimnisse vor ihm. Er wollte ja gar nicht alles wissen. Aber z.B. warum sie nicht bei ihm übernachten wollte oder warum sie nicht wollte das er mit zu ihr kam oder wer der Typ war. Er liebte sie und es tat ihm weh das sie ihm so wenig vertraute. Bei den beiden Einsätzen die sie während ihrer schicht noch hatten redeten sie nur das nötigste miteinander. Nach dem sich Ralf nach Dienstschluss umgezogen hatte und auf den Parkplatz kam sah er wie Gabriele wieder zu dem Mann ins Auto stieg. Ralf sah sie nur kurz traurig an und stieg dann in sein Auto. Gabriele hatte seinen traurigen blick auch auf diese Entfernung gesehen. Sie ließ sich im Sitz zurück sinken und schloss die Augen. ``Was ist Los kleinen?´´ fragte der Mann neben ihr obwohl er es sich vorstellen konnte. Der Mann war um die 50 und hatte schon leicht graue Haare. ``ich werde ihn verlieren.´´ sagte Gabriele leise. ``Er Liebt dich und es tut ihm weh wenn du ihm etwas verheimlichst.´´ ``ich weis aber was soll ich den machen? Ich kann es ihm nicht sagen.´´ seufzte Gabriele. ``Du wirst schon eine Lösung finden. Du schaffst das´´ Gabriele sah ich Dankbar an. Markus, so hieß der Mann, war der Chauffeur der Familie Kollmann und so etwas wie ein zweiter Vater für Gabriele. Er kannte sie seit ihrer geburt und er war immer für sie da. Nur er und die Köchin Lena wussten von ihrem Doppelleben als Notärztin. Ohne ihn würde sie das wahrscheinlich nicht schaffen. Automatisch öffnete sich kurz Darauf das Tor der großen Einfahrt. Markus fuhr vor den Haupteingang und hielt an. Gabriele seufzte und stieg aus. In der großen Eingangs halle nahm sie ihre Post und ging nach oben doch sie kam nicht weit da ihre Mutter sie rief. ``Hallo Püppi. Wieso bist du den heute so spät?´´ Vorwurfsvoll sah sie ihre Mutter an. ``Entschuldige Mutter. Ich habe noch etwas mit Sabine gelernt. Sie hatte etwas nicht verstanden und ich hab ihr geholfen.´´ ``Ach so. Kommst du gleich Essen?´´ ``Ja mache ich. Ich gehe mich nur noch schnell umziehen.´´ antwortete Gabriele. Angela nickte und ging zurück ins Wohnzimmer. Gabriele verdrehte genervt die Augen und ging nach oben ins 2. Stockwerk. Das hier war ihr Bereich. Direkt neben der Treppe war die Tür zum Badezimmer. Am ende des ziemlich breiten Flurs lag ihr Schlafzimmer. Sowohl von da als auch vom Flur aus führte eine Tür ins Wohnzimmer. Von dort kam man durch einen offenen Durchgang in die Küche. Dies war ebenfalls ziemlich groß und Modern eingerichtet. Die Wände und die Schranktüren waren in einem Warmen rot gestrichen. Eine weitere Tür führte auf den Balkon. Gabriele legte die post auf den Tisch im Wohnzimmer und ging ins Schlafzimmer. Es war wie immer alles ordentlich und aufgeräumt. Gabriele ließ sich auf das große bett fallen und schloss die Augen.
Seit drei Monaten ging das jetzt schon so. Schon als Kind wollte sie Ärztin werden. Sie hatte immer alle ihre Kuscheltiere Operiert und verbunden. Es war ihr Traumberuf. Doch ihre Eltern wollten das sie die Kanzlei ihres Vaters übernahm. Lange Zeit hatte es deswegen Ärger gegeben. Nachdem ihr Vater jedoch einen leichten Herzinfarkt bekommen hatte wegen der Aufregung hatte Gabriele Aufgegeben. Sie hatte angefangen Jura zu Studieren doch lange hielt sie das nicht aus. Dieser Kram interessierte sie nicht und deswegen fing sie an statt Jura Medizin zu studieren. Nachdem sie ihren Docktor in der Notfall Chirurgie gemacht hatte, hatte sie den Job bei medicopter117 bekommen. Sie war froh dort gelandet zu sein. Die Arbeit machte ihr Spaß und sie hatte neue Freunde. Und die redeten nicht den ganzen Tag über Geld und Gesetzte. Wenn ihre Eltern erfuhren das sie als Notärztin bei der Flugrettung arbeitete würden sie nicht mehr mit 9ihr reden und ihr Vater würde einen erneuten Infarkt haben. Gabriele hatte Angst vor dem tag an dem sie alles erfuhren. Ihre Liebe zu Ralf würden sie bestimmt nicht verstehen. Ihre Mutter versuchte sie immer wieder mit Reihen Typen zu verkuppeln. Da sie weder ihre Eltern noch ihre neuen Freunde verlieren wollte versuchte sie beiden zu schaffen. Langsam setzte sie sich auf. Sie war Müde und wollte eigentlich schlaffen doch ihre Eltern erwarteten sie zum Abendessen. Sie zog sich um und ging nach unten. Ihre Eltern saßen bereits am Tisch. ``Entschuldigt, es hat etwas länger gedauert. Abend Vater´´ Gabriele begrüßte ihren Vater mit einem Kuss auf die Wange. Ihrer Mutter legte sie kurz die hand auf die Schulter bevor sie sich setzte. ``Wir war dein Tag?´´ fragte Manfred, Gabriele Vater, nachdem eine der angestellten das Essen serviert hatte. Gabriele schob schnell etwas von dem Fielet in den Mund um zeit zu gewinnen. Entschuldigend sah sie ihren Vater an. Nachdem sie geschluckt hatte antwortete sie. ``Prof. Brand war heute Leider nicht da und man bat mich ihn zu vertreten. Später habe ich noch mit Sabine gelernt.´´ antwortete Gabriele. Ihr viel es nicht mehr so schwer ihre Eltern anzulügen. Sie konnte sehen wie stolz ihr Vater auf sie war. Prof. Brand war einer der besten und angesehensten Professoren an der Uni und es wahr eine Ehre ihn zu vertreten. Gabriele viel das Lernen noch nie Schwer. Deswegen schaffte sie ihr Medizin Studium und ihren Dr. auch in relativ kurzer zeit. Sie war eine der Besten gewesen. Ihre Mutter risse sie aus ihren Gedanken. ``Nächstes Wochenende ist doch das internationale Juristen Treffen. Dein Vater und ich werden Natürlich hingehen. Und weißt du wer noch hingeht und möchte das du ihn begleitest?´´ Gabriele schüttelte den kopf. ``Leon.´´ ``Wer ist Leon?´´ fragte Gabriele überrascht-. Ihre Mutter sah sie vorwurfsvoll an. ``Leon Anders, der Junge, Gut aussehende Anwalt mit dem du so gut befreundet bist.´´ ``Mutter, wir hatten vor drei Jahren eine Affäre und die hat genau zwei Wochen gedauert. Außerdem ist er in New York.´´ ``Nein er ist in der Stadt. Ich habe ihn für heute Abend eingeladen. Er müsste eigentlich schon da sein.´´ Angela sah auf die Uhr und bemerkte so den entsetzten Blick ihrer Tochter nicht. Gabriele ließ ihre Gabel und das Messer sinken. Das konnte nicht war sein. Jetzt schleppte ihre Mutter schon wieder einen Typen an und noch dazu einen den Gabriele schon mal abserviert hatte. An diesem Wochenende würde sie sich zu Tode langweilen. Alle würden nur über Geld und Gesetzte reden und sie hielt von beidem nicht all zu viel. In diesem Moment ging die Tür auf. ``Herr Anders für sie´´ sagte eines der Hausmädchen und verschwand sofort wieder. Gabriele hob den kopf und sah zur Tür. Darin erschien nun ein junger Mann. Seine Schwarzen Haare waren mit viel gehl nach hinten gekämmt. Er trug ein weißes Hemd und darüber ein Jackett. Seinen Mund umgab ein schleimiges lächeln. Gabriele lief es kalt den Rücken runter. Wie konnte sie damals nur mit so einem Mann ins Bett gehen? In der Hand hielt er einen Strauß mit Roten Rosen. Er ging zu erst zu Angela. ``Entschuldige das ich so spät bin aber es war gar nicht so einfach schöne Blumen auf zu treiben.´´ er nahm ihre hand und deutete einen Handkuss an. Angela drehte verlegen den Kopf zur Seite. Leon nahm eine Pose und gab sie Angela. Dann ging er zu Gabriele. Diese stand auf. Leon gab ihr einen Kuss auf die Wange. ``Du bist noch schöner geworden´´ sagte er und hob ihr Kinn an. Gabriele drehte den kopf weg doch Leon ignorierte ihre Reaktion. Er gab ihr die Blumen und sagte: Die Schönsten Blumen für die Schönste und klügste Frau der Welt.´´ Gabriele schüttelte es leicht. Wie konnte eine einzelne Person in so kurzer zeit so viel schleimen?´´ Sie lächelte tapfer und bedankte sich. ``Ich stelle die Blumen schnell ins Wasser.´´ sagte sie und ging Richtung Tür. ``Aber das kann doch Marie machen´´ sagte Angela und sofort erschien das Hausmädchen in der Tür. Gabriele schüttelte den kopf. ``ich mache das schon.´´ sie öffnete die Tür und verschwand ins Wohnzimmer. Nun begrüßte Leon Gabrieles Vater. Gabriele lehnte sich mit geschlossenen Augen an die Tür. Nach einer weile öffnete sie die Augen wieder. Sauer sah sie die Rosen an und ließ den Strauß sinken dann ging sie runter in die Küche. ``Lena?´´ rief sie und kurz darauf erschien die ältere, etwas rundliche Köchin in der Tür der Speisekammer. ``Hallo Gaby´´ Lena kannte Gabriele ebenfalls seit ihrer geburt. Müde ließ Gabriele sich auf einen der Stühle, die um den Tisch in der Küche standen, fallen. ``Kannst du die für mich entsorgen?´´ Bittend sah sie Lena an. Diese nickte und nahm den Strauß entgegen. Nach einer viertel stunde in der sie sich mit Lena unterhalten hatte ging sie wieder nach oben. Im Wohnzimmer kam ihr Leon entgegen. ``Wo warst du den so lange süße?´´ fragte er. ``Was geht dich das an?´´ zischte Gabriele. Leon lächelte. ``Du bist noch süßer und hübscher wenn du sauer bist.´´ Gabriele hob die hand um ihm eine zu scheuern doch Leon hielt ihre hand fest und Küsste sie auf den mund. Gabriele war von so viel Dreistheit so überrascht das sie überhaupt nicht reagierte. Schließlich hörte Leon auf sie zu küssen. Er streichelte ihr über die Wange und nahm, sie an die hand. Gabriele war noch immer so perplex das sie zu spät merkte das Leon immer noch ihre hand hielt. Ihre Mutter hatte es bereits gesehen und lächelte sie Glücklich an. Angela hoffte schon Lange das ihre Tochter endlich einen reichen Mann heiratete und sie zur Oma machte. Gabriele hielt Tapfer den ganzen Abend durch. Ihre Eltern und Leon beschlossen gemeinsam nächstes Wochenende nach Berlin zu fahren. Und Gabriele sollte Leon begleiten. Als Gabriele endlich in ihrem Bett lag liefen ihr Tränen über die Wange. Sie drehte sich hin und her doch sie konnte nicht einschlafen. Schließlich setzte sie sich auf und öffnete de Schublade ihres Nachttisches. Heraus holte sie ein Foto auf dem Ralf zu sehen. War. Fröhlich lächelte er in die Kamera. Er hielt sie im Arm und sie sahen beide glücklich aus. Sie hatte das Foto heimlich von der Pinnwand im AR genommen. Sie trug es fast immer bei sich oder es lag hier in der Schublade obwohl sie wusste das dass gefährlich war. Wenn ihre Mutter das Bild finden würde müsste Gabriele alles erzählen. Das bild war schon sehr verknickt. Eine Träne tropfte darauf als Gabriele zärtlich über das Gesicht von Ralf strich. ``Warum mach ich das? Warum lass ich zu das sie mein Leben bestimmen? Wieso mache ich nicht das was ich möchte und warum lebe ich nicht so wie ich es möchte? Warum?´´ diese fragen quälten sie bis sie in einen unruhigen schlaf fiel. Die ganze Woche war sie Traurig und bedrückt. Ralf ging ihr aus dem weg. Es tat ihm weh sie so traurig zu sehen doch es tat ihm noch mehr weh das sie ihm nicht richtig vertraute. Gabriele bat Frank Ebelsieder, den Basis Leiter, ihr ab Freitag frei zu geben. Mit etwas Murren und Protest gab er ihr Frei. Sie genoss die zeit in Ralfs nähe. Gabriele hatte zwei-, dreimal versucht ihren Eltern zu erklären das sie nicht mit wollte doch ihre Eltern unterbrachen sie immer wieder und ließen sie nicht ausreden. Immer wieder sagten sie ihr wie stolz sie auf sie währen und was sie und Leon für ein schönes Paar währen. Schließlich gab Gabriele es auf. Jeden Abend wartete Leon zu Hause auf sie. Gabriele ging das langsam auf die nerven doch sie sagte nichts. Wenn er sie Küssen wollte drehte sie den Kopf weg und wenn er mit ihr schlafen wollte erfand sie irgendwelche ausreden. Sie musste oft an Ralf denken und er fehlte ihr sehr. Heute war Donnerstag. Die B- Crew saß im AR und langweilte sich. Immer wieder sah Gabriele zu Ralf rüber doch der lies den Kopf gesenkt. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus. Ruckartig stand sie auf und lief nach draußen. Biggi sah verdutzt auf. Sie wollte ihr nach doch Ralf hielt sie zurück. ``Ich geh schon´´ sagte er leise und ging Gabriele nach. Biggi zuckte die Schulter und setzte sich wieder. Ralf ging durch den Hangar nach draußen. Er sah sich suchend um. Schließlich entdeckte er Gabriele auf der großen Wiese. Langsam ging er zu ihr. Gabriele hatte die Beine angezogen und die Arme darum gelegt. Ihr Kopf lag auf ihren Knien. Ohne etwas zu sagen setzte Ralf sich neben sie. Als Gabriele kurz aufsah konnte er sehen das sie geweint hatte. Es versetzte ihm Stiche wenn er sie so traurig sah. Vorsichtig legte er einen Arm um sie. Gabriele lehnte sich Dankbar an ihn. ``Warum sagst du mir nicht was los ist?´´ fragte Ralf leise. ``Ich kann nicht Ralf. Damit würde ich alles zerstören und verlieren.´´ antwortete Gabriele mit Tränen erstickter stimme. Ralf schob sie etwas von sich weg und sah ihr in die Augen. ``Warum? Vertraust du mir so wenig? Liebst du mich vielleicht nicht oder ist da ein anderer Mann?´´ ``Ich kann dir nichts sagen Ralf´´ wich Gabriele aus. ``Ok ich verstehe schon. Übringens dein Typ wartet schon wieder da hinten´´ sagte Ralf Traurig. Gabriele sah ihn verzweifelt an. Dann viel ihr ein was Ralf gesagt Hatte sie drehte sich um und sah zum Parkplatz. Markus wartete bereits auf sie und er gab ihr ein Zeichen das sie sich beeilen musste. ``Wie viel Uhr ist es?´´ fragte sie mit einem Anflug von Panik. ``Gleich zwanzig nach acht´´ antwortete Ralf verwundert. ``Scheiße. Ok Tschüss Ralf es tut mir Leid´´ mit diesen Worten stand sie auf und lief zum Auto. ``Beeil dich wir haben keine Zeit mehr.´´ rief Markus ihr zu. Gabriele nickte und stieg ein. Zeit um sich um zu ziehen hatte sie keine mehr. Markus fuhr zu seiner Wohnung wo Gabriele sich schnell umzog. Sie hatte für solche Notfälle immer ein paar Klamotten bei Markus. Als sie wieder im Auto saß Atmete sie erleichtert auf. ``Du siehst Müde aus´´ stellte Markus lächelnd fest. ``Ich bin auch Müde. Ich hab die letzten Nächte kaum geschlafen. Immer wieder Frage ich warum ich das mitmache´´ Markus konzentrierte sich auf die Straße doch er sah immer wieder zu ihr rüber. Gabriele lehnte sich zurück und schloss die Augen. ``Ach kleines, du musst dich entscheiden. Du gehst kaputt wenn du so weiter machst.´´ er nannte sie oft kleines und Gabriele mochte das. Es erinnerte sie an früher als sie noch klein war. ``Ich weiß aber wie soll ich mich entscheiden? Papa würde es nicht überleben wenn er erfährt das ich ihn die ganze Zeit angelogen habe und Mama währe total entsetzt. Sie sind so stolz auf mich. Wenn sie noch erfahren das ich Ralf liebe bin ich für sie sofort gestorben. Aber ich will Ralf auch nicht verlieren obwohl ich das sehr wahrscheinlich werde. Er Liebt mich so wie ich bin und nicht wegen dem Geld oder weil er mich vorzeigen kann. Er liebt einfach nur mich. Außerdem habe ich auf der Basis einen job der mir Spaß macht und ich habe richtige Freunde.´´ ``Und was ist mit Leon?´´ ``Meine Eltern wünschen sich ihn als ihren Schwiegersohn.`` ``Liebst du ihn?´´ ``Nein´´ antwortete Gabriele sofort. ``Aber du lässt dich von ihm Küssen´´ Gabriele sah ihn traurig an. ``Ich habe versucht ihnen zu erklären das ich Leon nicht Liebe aber sie hören mir nicht zu. Ich habe keine Kraft mehr mich gegen ihn zu wehren. Bisher habe ich immer ausreden erfunden wenn er mit mir schlafen wollte.´´ Mittlerweile waren sie vor dem Haupteingang angekommen. Gabriele seufzte. ``Morgen früh geht’s ab nach Berlin.´´ Markus legte ihr eine hand auf die Schulter. ``Wenn es zu schlimm wird rufst du mich an.´´ Gabriele nickte und stieg aus. Im Treppenhaus kam ihr ihre Mutter entgegen. ``Hallo Püppi´´ `Hallo Mama´´ ``Du siehst müde aus.´´ ``ich bin auch müde. In der Uni war es ziemlich anstrengend. Ich lege mich etwas hin und dann geht es schon wieder´´ Gabriele lächelte mühsam und wollte an ihrer Mutter vorbei doch die hielt sie fest. ``Dein Vater und ich sind sehr stolz auf dich. Du weißt wie sehr dein Vater sich wünscht das du in seine Fußstapfen trittst. Bitte enttäusch ihn nicht das würde er nicht überleben. Ich finde ihr seid ein schönes paar. Du und Leon.´´ Angela drückte kurz ihren Arm und verschwand dann im Arbeitszimmer ihres Mannes. Gabriele war wie vor den Kopf geschlagen. Langsam drehte sie sich um und ging nach oben. Als sie die Tür zu ihrem Wohnzimmer öffnete wartete Leon bereits auf sie wie jeden Abend. Gabriele sah ihn nur kurz an und ging dann weiter ins bad. ``Du bist spät´´ ``Ich wusste nicht das ich wie ein kleines Kind pünktlich um Acht zu hause sein muss.´´ antwortete Gabriele Provozierend. Leon trat hinter sie und begann ihren Nacken und ihre Schultern zu Küssen. ``Leon ich bin Müde´´ sagte Gabriele und drehte sich weg. ``Spuckt dir immer noch der kleine Sanitäter im kopf rum?´´ Gabriele blieb wie angewurzelt stehen. Langsam drehte sie sich um und sah ich Leons Gesicht. ``Woher weißt du das?´´ wollte Gabriele leise wissen. ``Ich habe in der uni angerufen und habe erfahren das dort keine Gabriele Kollmann Jura studiert. Also habe ich noch ein wenig Telefoniert. Außerdem habe ich das in deinem Nachttisch gefunden.´´ Er lächelte fies und holte ein Bild aus seiner Tasche. Es war das Bild von ihr und Ralf. Gabriele hielt die Luft an. ``Was bitte schön machst du an meinen Sachen?´´ ``ich habe mich ein wenig umgesehen um dich besser kennen zu lernen.´´ Leon grinste fies. Plötzlich fiel Gabriele etwas ein. Hastig lief sie ins Badezimmer und sah in den Mülleimer. ``Suchst du das hier?´´ fragte Leon. Gabriele drehte sich zu ihm um. Das durfte alles nicht war sein. Er wusste alles und sie war sich sicher das er ihr nicht helfen würde. So wie sie ihn einschätzte würde er sie erpressen und damit lag sie gar nicht so falsch. Ohne ihn weiter anzusehen setzte Gabriele sich auf ihr Bett. ``Pass auf, wenn du genau das tust was ich dir sage wird niemand etwas von deinem Geheimnis erfahren. Wenn du dich weigerst werde ich dem lieben Herrn Papa mal erzählen was seine Tochter so alles tut wenn er glaubt sie währe in der Uni.´´ Gabriele sah ihn entsetzt an. Das hatte sie befürchtet. Langsam schüttelte sie den kopf. ``Nein das kannst du nicht machen.´´ ``Oh doch ich kann. Das Foto und den Schwangerschaftstest werde ich für dich aufheben.´´ ``Was willst du?´´ zischte Gabriele. ``Die Kurz Fassung? Du wirst meinen Heiratsantrag morgen Abend annehmen und du wirst diesen Ralf nicht wieder sehen. Und denk dran wenn du dich nicht an die Abmachung hältst wird dein Vater einiges erfahren und das würde sein herz bestimmt nicht überleben.´´ Er hob die hand und wollte ihre Wange streicheln doch Gabriele drehte den Kopf weg. ``Bis morgen Liebling´´ flüsterte er fies und verließ dass Zimmer. Gabriele sah ihm, immer noch entsetzt, nach. ``Nein, Nein, Nein´´ rief sie leise und lies sich rückwärts aufs Bett fallen. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Sie dachte an Ralf und das Baby. Sie Liebte beide so sehr doch so wie sie Leon einschätzte würde er nicht zu lassen das sie Das Baby eines anderen behielt. Ihre Angst wuchs. Ihr ganzes Leben wurde von anderen bestimmt. Nach einer weile fiel sie in einen unruhigen schlaf. Gegen zehn Uhr wachte sie mit Kopfschmerzen auf. Sie hielt sich den Kopf und ging nach unten. Die Geräusche im Wohnzimmer machten sie stutzig. Sie klopfte an und öffnete die Tür. Ihr Vater lag auf einem der großen Sofas. Ihre Mutter stand neben ihrem Hausarzt der gerade den Blutdruck ihres Vaters maß. ``Was ist den hier Los?´´ fragte Gabriele. ``Dein Vater hatte einen schwäche Anfall. Er hat sich aufgeregt weil in der Kanzlei etwas schief gelaufen ist.´´ erklärte ihre Mutter ihr. ``Es ist noch mal gut gegangen aber er darf sich nicht mehr so stark aufregen´´ mischte sich nun der Arzt ein. Gabriele musste sich zusammen reißen um nicht nach den werten ihres Vaters zu fragen. Während sie die hand ihres Vaters hielt begriff sie das es für sie keine Chance gab ihr Leben zu Leben ohne das ihres Vaters zu zerstören. Nach einer weile ging sie wieder nach oben. Müde lies sie sich aufs bett fallen. Sie musste Ralf vergessen und ihr Schicksal akzeptieren. Irgendwann schlief sie ein. Am nächsten morgen weckte Marie sie schon sehr früh. Verschlafen und mit Kopfschmerzen stand sie auf und ging ins Bad. Eine halbe stunde später war sie fertig. Hunger hatte sie keinen da ihr übel war und ihre Laune war auch nicht gerade bestens. Gegen 9:30 Uhr kam Leon zu ihr. ``Guten Morgen mein Schatz. Können wir Los?´´ Gabriele sah ihn nicht an und seinem Kuss wich sie aus. Leon grinste. ``Denk dran was auf dem Spiel steht´´ warte Leon sie Leise doch das hätte er sich sparen können. Gabriele hatte sich längst mit der Situation abgefunden. Sie nickte langsam und schloss den Koffer. ``Wir können´´ sagte sein leise und verließ das Zimmer. Während der fahrt zum Flughafen sagte Gabriele kein Wort. Sie und ihre Mutter saßen hinten im Wagen. Leon fuhr und Gabrieles Vater saß neben ihm. Die drei redeten über Gesetzte und Geld und den neusten klatsch der rum ging. Gabriele konnte und wollte sich nicht am Gespräch beteiligen. Endlich kamen sie am Flughafen an. Sie gaben ihr Gepäck auf und eine weitere halbe stunde später wurden sie ins Flugzeug gelassen. Während dem Flut schlief Gabriele ein. Sie träumte von Ralf und dem Baby. Er hatte es auf dem Arm und lächelte sie an. Langsam wurde der abstand zwischen ihnen größer. Gabriele begann nach ihm zu rufen und schließlich schrie sie richtig doch es half nichts. Als sie sich umdrehte sah sie wie Leon sie weg zog von Ralf und dem Baby. ``Hey Gabriele wach auf´´ Leon strich ihr über die Wange und versuchte sie zu wecken. Panisch wachte Gabriele auf. Als sie ihn erkannt ließ sie sich traurig zurück in den sitz fallen. Sie fasste sich an die Stirn und versuchte wieder normal zu Atmen. Sie war froh als sie endlich im Hotel waren. Ihre Laune besserte sich nicht als sie hörte das sie zusammen mit Leon auf einem Zimmer war. Eigentlich hätte sie darauf vorbereitet sein müssen. Zusätzlich hatte sie noch immer Kopfschmerzen und ihr war vom Flug noch etwas übel. Als sie auf ihrem Zimmer waren wollte Leon sie Küssen doch Gabriele wich ihm wie immer aus. ``Ich möchte jetzt ein wenig allein sein´´ sagte Gabriele und verließ das Zimmer bevor Leon etwas sagen konnte. Im Flur lehnte sie sich mit geschlossenen Augen an die wand. Wie sollte sie dieses Wochenende bloß überstehen? Sie hatte jetzt schon keine Kraft mehr. Nach ein paar Minuten stieß sie sich von der wand ab und verließ das hotel. Nachdem sie ein Paar schritte gelaufen war merkte sie wie ihr die tränen kamen. 2 ½ stunden lief sie durch Berlin. Als sie zurück ins Hotel kam wartete ihre Mutter bereits auf sie. ``Püppi wo warst du den so lange? Leon macht sich schon sorgen.´´ Gabriele sah ihre Mutter nur Müde und Traurig an. Ihre Kopfschmerzen und die Übelkeit waren stärker geworden doch Angela schien gar nicht zu bemerken wie schlecht es ihrer Tochter ging. In diesem Augenblick kam Leon in die Halle. Als er Gabriele sah legte er ein Besorgtes lächeln auf und kam zu ihr geeilt. ``Liebling wo warst du denn? Ich habe mir ernsthaft sorgen um dich gemacht. Geht’s dir nicht gut? Du siehst Müde aus.´´ Gabriele sah ihn nur an. Sie hatte keine kraft um die Glückliche zu spielen. Sie wollte sich jetzt hier nicht rechtfertigen müssen nur weil sie mal 2 ½ stunden weg war. Sie fing an zu zittern und dann lies sie sich einfach fallen. Sie wusste das Leon sie auffangen würde. Wenn sie alleine währen währe sie sich da nicht so sicher doch ihre Mutter stand daneben. Leon fing sie tatsächlich auf. Da sie Ärztin war wusste sie genau wie so ein Kreislauf Zusammenbruch aussah. Ihre Mutter schrie erschrocken auf. Leon trug sie nach oben auf ihr Zimmer und legte sie aufs Bett. Angela holte aus dem Bad ein Handtuch und machte es etwas nass. Damit kühlte Leon Gabrieles Stirn. Besorgt sah er sie an. ``Sollen wir nicht lieber einen Arzt holen?´´ ``Nein ich möchte nur etwas schlafen.´´ Immer wieder war sie erstaunt darüber wie gut Leon sich verstellen konnte. ``Ist gut dann schlaf ein wenig´´ sagte Leon lächelnd. Er deckte sie zu und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Gabriele zwang sich den kopf nicht weg zudrehen da ihre Mutter daneben stand. ``Danke´´ flüsterte sie und schloss die Augen. Leise verließen Leon und Angela das Zimmer. Gabriele öffnete die Augen wieder und drehte sich auf den Rücken. Wieder liefen ihr tränen über de Wangen. Aug was hatte sie sich da nur eingelassen? Das konnte nur die Hölle werden. Irgendwann schlief sie ein. Gegen 17:00 Uhr weckte Leon sie. ``Um 18:30 Uhr sind wir mit deinen Eltern zum Essen verabredet. Stehst du Bitte auf.´´ Gabriele nickte. Er war nicht mehr ganz so kalt wie am Abend vorher trotzdem widerte er sie an. Als sie im Bad stand und sich schminkte lehnte Leon sich an den Tür rahmen. ``Ach ja da währe noch was, du wirst das Kind abtreiben wenn wir zurück sind.´´ ``WAS?´´ Gabriele sah ihn entsetzt an. ``Ich zahle nicht für eine Rotznase die du dir von einem Sanitäter hast machen lassen´´ sagte Leon und dabei betonte er das Wort Sanitäter abwertend. ``Das kannst du mir nicht antun. Lass mir wenigstens mein Kind!´´ flehte Gabriele. ``Nein!´´ ``Aber..´´ ``Nichts Aber. Nächste Woche wirst du dir einen Termin geben lassen.´´ Gabriele ließ den Lippenstift sinken. ``Denk an deinen Vater´´ ermahnte Leon sie und drehte sich um. Um 18:30 Uhr trafen sie sich mit Gabrieles Eltern in einem der teuersten Restaurants. Gabriele fühlte sich unwohl doch sie setzte ein lächeln auf und hoffte das der Abend schnell vorbei sei. Nachdem sie bestellt hatten stand Leon auf und ging zu Manfred. ``Du weiß ich Liebe deine Tochter sehr und ich möchte hier und jetzt um ihre hand anhalten.´´ sagte Leon. Angela schlug vor Begeisterung die Hände vors Gesicht. Manfred stand auf und legte Leon eine hand auf die Schulter. ``Ich bin sehr stolz dich als meinen Schwiegersohn in der Familie willkommen zu heißen.´´ ``Danke´´ sagte Leon. Die beiden Männer nahmen sich kurz in den Arm und klopften sich auf den Rücken. Dann kniete Leon sich vor Gabriele und bat sie seine Frau zu werden. Nur wiederwillig antwortete Gabriele mit ``Ja´´ Leon streifte ihr den ring an den Finger und küsste sie. Gabriele musste sich stark zusammen reißen um nicht raus zu laugen. Angela und Manfred waren total aus dem huschen. Den ganzen Abend schmiedeten sie Pläne für die Zukunft ihrer Tochter. Gabriele beteiligte sich kaum am Gespräch. Gabriele war froh als sie endlich zurück im hotel waren. Sie schminkte sich ab, zog sich um und legte sich ins Bett. Leon fing an ihre Schulter zu streicheln und ihren Nacken zu küssen doch Gabriele schob ihn weg. ``ich bin Müde. Bitte lass mich schlafen´´ demonstrativ drehte sie ihm den Rücken zu. Leon verdrehte die Augen. Ihm gefiel es nicht das Gabriele ihn nicht ran ließ. ``Hast du eigentlich mitbekommen das die Hochzeit in vier Wochen ist?´´ ``Ja hab ich´´ log Gabriele. Sie hatte gar nichts mitbekommen. Gabriele schlief erst sehr spät ein. Ihre Gedanken kreisten wie so oft um Ralf und das Baby. Als sie am nächsten Morgen aufwachte war Leon schon zu einem der vorträge, die am morgen stattfanden, gegangen. Gabriele war das nur recht. So hatte sie den restlichen morgen für sich. Sie sah auf die Uhr und beschloss Ralf anzurufen. Sie wollte ein letztes mal seine stimme hören. Nachdem sie gewählt hatte wartete sie bis Ralf sich endlich meldete. ``Ralf Staller´´ ``Hallo Ralf hier ist Gabriele´´ ``Hallo Gabriele´´ ``ich wollte mich nur von dir verabschieden. Ich werde nicht mehr bei euch Arbeiten und wir werden uns nicht wieder sehen. Bitte akzeptier das´´ ``Aber.. Warum?´´ ``Ich heirate in vier Wochen. Tschüss Ralf. Es war eine sehr schöne Zeit mit dir´´ ``Gabriele....´´ doch Gabriele hatte schon aufgelegt. Sie konnte seine stimme nicht mehr hören. Es tat zu weh. Sie wischte sich die Tränen weg und ging ins Bad. Dort zog sie sich ihr Schlafanzug Oberteil aus und drehte sich vor dem Spiegel zu Seite. Man sah noch nichts von ihrer Schwangerschaft. Nur bei genauerem hinsehen konnte man eine leichte Rundung des Bauches feststellen. ``Ich werde dich nicht Töten. Irgendwie schaffen wir beide das.´´ sie strich sich noch einmal über den Bauch und zog sich dann an. Als sie fertig war ging sie nach unten um zu frühstücken. Am Nachmittag begleitete sie Leon genau wie am Sonntag. Sie war froh als sie am Sonntag Abend endlich wieder zu hause war. Leon beschloss bei ihr zu übernachten was Gabriele gar nicht passte doch sie sagte nichts. Als sie am nächsten morgen aufwachte war Leon zum glück schon weg. Er musste noch mal nach New York um etwas zu regeln. Nachdem sie einen Orangensaft getrunken hatte suchte sie Markus. Sie musste jetzt mit jemandem reden und es gab keinen besseren zum zuhören. In der Küche fand sie ihn schließlich. Sie bat ihn sie ein stück durch den Park zu begleiten. Markus zog seinen Mantel über und Gabriele hackte sich bei ihm ein. ``Wie war das Wochenende?´´ fragte Markus nachdem sie eine weile schweigend durch den herbstlichen Park gelaufen waren. ``Es war schrecklich. Du weißt doch das ich Ralf Liebe. Ich hatte ein bild von ihm in meinem Nachttisch.´´ Wieso hatte?´´ ``Leon hat es gefunden. Außerdem hat er einen positiven Schwangerschafstest gefunden.´´ Markus blieb stehen. ``Du bist Schwanger?´´ Gabriele nickte und ging weiter. ``Sehr Glücklich siehst du aber nicht aus´´ ``Er erpresst mich´´ ``Wer? Leon?´´ Gabriele nickte. Markus blieb wieder stehen. ``Was will er von dir?´´ ``Kurzfassung? Ich darf Ralf nicht mehr sehen und nicht mehr arbeiten. Ich muss ihn in vier Wochen Heiraten und ich muss das Baby Abtreiben.´´ ungewöhnlich gefasst sah sie ihn an. Markus sah sie ziemlich entsetzt an. ``Das geht so nicht weiter Gaby. Du willst das doch nicht alles so machen wie er das will.´´ ``Was soll ich den machen? Papa hatte vor dem Wochenende einen Schwächeanfall weil er sich wieder aufgeregt hat. Er würde es nicht überleben wenn ich ihm alles sage.´´ ``Aber du kannst doch nicht dein baby töten und einen Mann Heiraten den du hasst.´´ ``Das mit dem Baby schaffe ich schon irgendwie. Töten werde ich es auf keinen fall. Es ist das einzige was mir von Ralf geblieben ist.´´ ``Und was ist mit der Hochzeit und mit Ralf? Was ist mit deinen neuen Freunden?´´ fragte Markus verzweifelt. ``Und was ist mit meinen Eltern? Markus ich muss mich so entscheiden. Es geht nicht anders´´ ``Gaby das ist nicht dein Ernst.´´ ``Doch Markus. Die Zeit auf der Basis und mit Ralf war schön. Aber es geht nicht. Ich schaffe das schon irgendwie.´´ traurig sah sie zu Boden. Schweigend liefen sie neben einander her. ``Aber... was ist mit Ralf?´´ ``Ich werde ihn nicht wieder sehen. Ich habe ihm gesagt das ich Heiraten werde´´ ``Nee das hast du nicht wirklich oder?´´ ``Doch und ich habe ihm gesagt das ich nicht mehr zum Dienst komme.´´ ``Gabriele das kannst du ihm nicht an tun. Er liebt dich und du hast ihn mit deinem Schweigen schon sehr verletzt.´´ ``ich...´´ Gabriele sprach nicht weiter. Eine einzelne kleine träne lief ihr über die Wange die sie jedoch schnell weg wischte. Gabriele war froh Markus alles erzählt zu haben. Lange hätte sie das nicht mehr mit sich rum tragen können. Eine halbe stunde später kamen sie wieder am Haupteingang an. ``Danke Markus´´ ``Wofür?´´ ``Fürs zuhören.´´ lächelte Gabriele. ``Schon Ok. Aber das ich damit nicht einverstanden bin weißt du.´´ Gabriele nickte langsam. ``Trotzdem, ich muss das tun.´´ Markus zuckte die Schultern und nahm sie in den Arm. Als Gabriele in ihr Schlafzimmer kam lies sie sich aufs bett fallen. Markus hatte recht.
In den nächsten vier Wochen waren alle mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Gabriele schaffte es Leon vor zu machen sie hätte das Kind abgetrieben. Sie wusste noch nicht wie das weiter gehen sollte aber darüber machte sie sich jetzt noch keine Gedanken. Wenn Leon mit ihr schlafen wollte wich sie ihm weiterhin aus. Aus den Vorbereitungen hielt sie sich raus was gar nicht so schwer war da ihre Mutter alles so machte wie sie es wollte. Markus versuchte ein paar mal sie zur Vernunft zu bringen doch Gabriele reagierte überhaupt nicht. Markus merkte wie es ihr immer schlechter ging. Sie vermisste Ralf und die schwangeschafft machte ihr zu schaffen. Markus unterstützte sie so gut er konnte. Einen Tag vor der hochzeit hielt Markus es nicht mehr aus. Er stieg ins Auto und fuhr zur Basis. Er ertrug es einfach nicht mehr das Gabriele so litt und er hoffte das Ralf ihm helfen würde. Die B- Crew saß mit ihrem neuen Notarzt Dr. Marc Harland im AR als Markus das Gebäude betrat. ``Guten Tag. Kann ich ihnen Helfen?´´ fragte Biggi als sie den Mann bemerkte. Marc und Ralf sahen auf. Als Ralf den Mann sah stand er auf und ging an ihm vorbei in den Hangar. Markus sah ihm nach. ``Danke. Hat sich schon erledigt´´ Er hob zum Abschied die hand und folgte Ralf in den Hangar. Biggi und Marc sahen ihm verwundert nach. Ralf war in den Hangar gegangen und hatte sich auf das Rollbrett des Helikopters gesetzt. Markus setzte sich neben ihn. ``Ich bin Markus. Gabriele....´´ ``Verlobter?´´ unterbrach Ralf ihn. Markus lachte. ``Nein, ich bin ihr Chauffeur´´ Ralf sah ihn verdutz an. ``Wie Chauffeur?´´ ``Am Besten ich erklär dir alles von Anfang an. Bitte hör mir bis zum ende zu.´´ bat Markus. Ralf nickte. ``Also ihre Eltern sind sehr wohlhabend und darunter hat Gabriele schon als Kind oft gelitten. Ihr Vater will das sie seine Anwaltskanzlei übernimmt doch Gabriele wollte lieber Ärztin werden. Es gab deswegen lange streit. Als ihr Vater wegen der Aufregung einen leichten Herzinfarkt bekam. Gabriele hat sich nicht mehr getraut sich dem Wunsch ihrer Eltern zu wieder setzten. Sie hat eine weile Jura studiert doch dann hat sie zum Medizin Studium gewechselt. Ihre Eltern wissen von all dem nichts. Sie denken das sie Jura studiert. Sie hat sich hier sehr wohlgefühlt. Hier wurde nicht nur über Geld geredet und über gesetzte. Hier hat sie seit langem richtige Freunde gehabt. Ihre Eltern sagen ihr immer wieder wie stolz sie auf sie sind und machen es ihr damit noch schwerer. Eine Woche bevor sie hier aufgehört hat ist Leon aufgetaucht. Mit ihm hatte sie vor drei Jahren eine kurze Affäre. Ihre Mutter hatte Leon angeschleppt. Dauernd hat sie versucht Gabriele mit Reichen Typen zu verkuppeln. Na ja jedenfalls sollte sie Leon an dem Wochenende begleiten. Zu so einem Internationalen Juristen treffen oder so. Gabriele hat öfter versucht ihren Eltern zu erklären das sie das alles nicht wollte doch die haben ihr nicht zu gehört. Am Donnerstag Abend hat Leon angefangen sie zu erpressen.´´ ``Erpressen?´´ hackte Ralf nach. Das hörte sich alles ziemlich komisch an. ``Ja er hat ein Foto von dir und einen positiven Schwangerschaftstest bei ihr gefunden.´´ ``Die ist Schwanger? Von Mir?´´ ``Ja.´´ ``Und was wollte er?´´ ``Sie sollte seinen Heiratsantrag am Abend annehmen. Außerdem sollte sie aufhören hier zu Arbeiten und dich zu sehen.´´ ``Was hätte er sonst gemacht?´´ ``Er hat ihr gedroht alles ihrem Vater zu erzählen. Gabriele wusste das sein herz das nicht mitmachen würde. Aber der Höhepunkt kommt noch. Er wollte das sie euer Baby Abtreibt.´´ Ralf sprang auf. ``Was? Sie hat unser Baby abgetrieben?´´ ``Nein. Sie hat ihm gesagt sie hätte es getan doch sie wollte ihr baby nicht Töten.´´ ``Warum erzählen sie mir das alles?´´ fragte Ralf. ``Ich weiß Gabriele ist erwachsen und selbst für das Verantwortlich was sie tut aber ich Bitte sie. Verhindern sie diese Hochzeit.´´ ``Sie hat mir aber deutlich zu verstehen gegeben das sie mich nicht mehr sehen will.´´ ``Sie Liebt sie und sie sind der einzige der diese Hochzeit verhindern kann.´´ ``Und was ist mit ihren Eltern?´´ ``Auf die können wir keine Rücksicht nehmen. Mit diesem Ja morgen Ruiniert sie sich ihr ganzes Leben.´´ Er stand auf und gab Ralf die hand. ``Bitte´´ bat er noch einmal und ging zu seinem Auto. Ralf sah ihm nach. Den Rast des Tages dachte Ralf über das nach was er eben erfahren hatte. Er wusste nicht was er tun sollte. Auf der einen Seite sah er nicht ein das er sich da ein, mischte wenn Gabriele beschlossen hatte einen anderen zu heiraten aber auf der anderen Seite vermisste er sie ganz schön und er wollte eigentlich auch nicht das sein Kind bei einem Mann wie Leon aufwuchs. Am nächsten Morgen um 11:00 Uhr war die Trauung. Gabriele lächelte die Ganze Zeit gequält doch das schien außer Markus keiner zu bemerken. Markus hoffte das Ralf kommen würde. Dieser hatte schon wieder Dienst. Er saß vor dem Hangar und grübelte hin und her. Sein verstand sagte ihm das er sich da raus halten sollte, das ihn das nichts anging und das Gabriele alt genug war um selbst zu entscheiden was sie wollte. Doch sein herz sagte ihm das er um Gabriele kämpfen musste und um sein Baby. Es war Zehn nach Elf als er sich entschloss auf sein Herz zu Hören. ``Max, meld uns ab´´ rief Ralf dem Mechaniker zu. Er musste mit dem Heli fliegen den mit dem Auto würde er zu lange brauchen. Er sprang auf und lief zum Heli. Unterwegs funkte er Biggi im AP an. ``Schnell Biggi du musst mich zum Standesamt fliegen´´ ``Was?´´ ``Nun mach schon ich erkläre es dir unterwegs´´ drängte Ralf. Kurz darauf waren sie in der Luft. Marc kam natürlich mit. Unterwegs erklärte Ralf in der Kurzversion warum er zum Standesamt musste. Biggi flog so schnell sie konnte. Endlich landete sie auf dem großen Platz vor dem Gebäude. Ralf sprang aus dem Heli noch bevor die Kufen den Boden richtig berührt hatten. So schnell er konnte lief er die Treppen hoch und durch die Gänge. In der Zwischenzeit wandte sich der Standesbeamte an Leon. ``Und so frage ich sie Leon Anders, Möchten sie die hier anwesende Gabriele Kollmann zu Ihrer Gesetzlich angetrauten Frau nehmen? Sie Lieben und Ehren, In Guten wie in Schlechten Tagen bis das der Tod euch Scheidet? So antworten sie mit Ja ich will´´ Leon saß erst Gabriele und dann den Standesbeamten an. ``Ja ich will´´ antwortete er dann Laut und deutlich. Markus saß wie auf heißen kohlen. ``Ralf beeil dich. Es wird langsam eng´´ flüsterte er. Ralf hatte den Richtigen Flur erreicht und suchte nun das Richtige Zimmer. Inzwischen wandte sich der Standesbeamte an Gabriele. ``Und so frage ich sie Gabriele Kollmann, Möchten sie den hier anwesende Leon Anders zu Ihrem Gesetzlich angetrauten Mann nehmen? Ihn Lieben und Ehren, In Guten wie in Schlechten Tagen bis das der Tod euch Scheidet? So antworten sie mit Ja ich will´´ Gabriele sah zu Leon. Der sah sie drängend und warnend an. Gabriele seufzte leise und Öffnete den mund. ``NEIN´´ Alle drehten sich um. In der großen Flügeltür stand ein junger Mann in einem Roten Overall. Er war außer Atem. ``Nein Gabriele Tu es nicht´´ sagte Ralf und ging auf sie zu. Gabriele sah ihn an. In ihren Augen standen tränen. Bittend sah Ralf sie an. Gabriele sah zu ihren Eltern die Ralf entsetzt ansahen. Gabriele begriff das sie endlich selbst entscheiden musste wie ihr Leben aussah. Sie drehte den kopf zu Leon. Der kochte vor Wut. ``Gabriele ich warne dich. Wenn du jetzt gehst erfahren sie alles.´´ ``Tut mir Leid Leon aber mein freund und mein Baby sind mir wichtiger. Meine Eltern werden nicht immer da sein Ralf und das baby schon. Ich habe mich immer nach dem Gerichtet was sie wollten jetzt will ich entscheiden was ich tue und wie mein leben aussieht.´´ Jetzt weinte sie richtig. Es war ihr egal ob es jemand sah oder nicht. Sie lief zu Ralf und ließ sich in seine arme fallen. ``Es tut mir so leid was ich dir angetan habe´´ flüsterte Gabriele. Ralf lächelte nur und Küsste sie Zärtlich. ``Ich Liebe dich und ich werde dich nie wieder gehen lassen.´´ sagte Ralf als er aufgehört hatte sie zu Küssen. ``Püppi was tust du da?´´ fragte Angela entsetzt. ``ich küsse den Mann den ich Liebe und den Vater meines Kindes. Und wenn ich jemanden Heirate dann ihn. Sag mal hab ich das Markus zu verdanken?´´ fragte Gabriele leise. ``Oder woher wusstest du das ich heute hier war?´´ Ralf nickte. Gabriele gab ihm noch einen Kuss und ging dann zu Markus. ``Danke Markus´´ sagte sie leise und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Markus lächelte verlegen. ``Nun lauf schon´´ sagte er. Das ließ Gabriele sich nicht zweimal sagen. Sie nahm Ralfs Hand und zusammen liefen sie die Gänge und Treppen nach unten. ``Seid ihr mit dem Heli da?´´ fragte Gabriele und als Ralf nickte lief sie noch schneller. Alle Gäste liefen jetzt ebenfalls nach unten doch als sie den Platz erreichten hob der Helikopter gerade ab. ``Was hat das zu bedeuten?´´ fragte Manfred an Leon gewannt. Dieser sah ihn Kalt an. Er wusste genau das er Manfred in einen zweiten Infarkt treiben würde wenn er ihm die Wahrheit sagte doch das war ihm egal. ``Deine Tochter hat statt Jura Medizin Studiert. Dann hat sie auf dieser Rettungsbasis gearbeitet und von dem Sanitäter gerade eben hat sie sich Schwängern lassen. Ich habe ihr verboten dort weiter zu Arbeiten und diesen Mann zu sehen doch sie hat sich meinen Anordnungen wieder setzt. Sie hat euch die ganze Zeit belogen´´ Leon log Eiskalt. Plötzlich griff sich Manfred an Herz. Er konnte nicht begreifen warum seine Tochter auf die er doch immer so stolz gewesen war ihn so sehr hinter gehen konnte. Er rang nach Luft und sank zu Boden. Angela schrie auf und kniete sich neben ihn. Sie wurde Hysterisch und heulte. ``Warum hat sie uns das Angetan? Sie wusste doch das du ein Schwaches Herz hast.´´ jammerte sie. Das Gabriele genau deswegen nie etwas gesagt hatte und lieber eine Ehe der Hölle eingegangen währe kam ihr nicht in den Sinn. Einer der Gäste rief einen Notarzt. ``Wie konnte sie mich nur so hintergehen und enttäuschen?´´ fragte Manfred leise bevor sein kopf zur Seite fiel und er aufhörte zu Atmen. Angela schrie entsetzt auf. Der Notarzt, der kurz darauf eintraf, stellte fest das er mit großer Wahrscheinlichkeit an einem Zweiten Herzinfarkt gestorben war. Angela schwor sich nie wieder ein Wort mit Gabriele zu reden. Für sie war ihre Tochter gestorben.
Noch am gleichen tag entließ sie Lena und Markus da die beiden von Gabriele Doppelleben gewusst hatten. Lena fuhr zu ihrem Sohn in die Eifel und Markus half ab und zu auf der Basis. Gabriele hatte ihn gebeten in ihrer nähe zu bleiben. Als sie von Markus erfuhr das ihr Vater Tod war brach sie in Ralfs Armen weinend zusammen. Sie gab sich lange die Schuld am Tod ihres Vaters doch Ralf, Markus und ihre Freunde halfen ihr das ganze zu verarbeiten. Zur Beerdienung wurde sie nicht eingeladen doch sie ging Trotzdem hin. Sie hielt sich jedoch im Hintergrund. 8 Monate später brachte Gabriele einen gesunden jungen zur Welt. Zusammen mit Ralf beschloss sie ihn Markus zu nennen da er sie zusammen gebracht hatte, den wenn er nicht zu Ralf gefahren währe, währe Gabriele jetzt unglücklich und mit Leon verheiratet. Ein Jahr später Heirateten Gabriele und Ralf. Mit ihrer Mutter sprach sie nie wieder ein Wort doch das Grab ihres Vaters besuchte sie Regelmäßig.
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