Ich geh mit dir durch Dick und dünn!!!
„Hy Süße, na wie war dein Urlaub“ fragte Gabriele ihre Freundin Jana? „Super
schön, aber jetzt müssen wir dann mal weggehen und deinen beruflichen Erfolg
feiern“! „Na so wichtig ist das auch nicht aber wir können trotzdem gerne
mal weggehen“. „Na hör mal immer hin bist du jetzt Notärztin im
Rettungshelikopter“! „Ja aber das bin ich schon seit einem Monat“. „Am
besten wir rufen uns zusammen“. Gabriele verabschiedete sich von ihrer
Freundin und fuhr zur Basis. „Hallo zusammen“ meinte sie. „Magst du auch
Spagetti“ fragte Thomas? „Ja klar Spagetti von Thomas sind immer gut“
witzelte Gabriele. „Wo ist denn eigentlich Ralf“ fragte Gabriele? „Ach der
zieht sich noch um“. „Gute Idee das werde ich jetzt auch tun“ und mit diesen
Worten verlies sie den Aufenthaltsraum! Gerade als sie in die Umkleide ging,
stieß sie mit Ralf zusammen. „Hallo schöne Frau, heute so eilig“! Ralf
schaute ihr direkt in die Augen. „Thomas hat gekocht, sonst wird mein essen
kalt“. Gabriele und Ralf schauten sich noch immer in die Augen. „Fr. Doktor
Kollmann, würde sie mal bitte in mein Büro kommen“. Frau Karsten riss die
beiden aus ihren Gedanken. „Ja ich zieh mich noch kurz um“ meinte sie zu
Frau Karsten. „Ich esse dann mal deine Spagetti für dich“ neckte Ralf. „Lass
mir bloß noch was übrig ich habe heute noch nicht Mittag gegessen“. „Ich
auch nicht“ mit diesen Worten ging Ralf in den Aufenthaltsraum, wo es schon
herrlich nach Thomas Spagetti duftete.
„So Frau Doktor, ich würde gerne ihren Dienstplan mit ihnen besprechen“
meinte Frau Karsten. „Wie sie ja wissen werden wir hier auch Stress- und
Konfliktmanagement absolvieren und etwas Sondertraining, ich will bis Herr
Ebelsieder hier wieder aus seiner Kur zurück ist einiges verändert haben“.
„Aber ich versteh das jetzt nicht ganz, so was sollte man aber doch mit der
ganzen Crew besprechen oder“ fragte Gabriele? „Schon aber da wäre noch eine
Sache“…“sie sind hier nicht da um mit unserem Sanitäter zu flirten, sie
sollen hier Menschenleben retten“! „Ich versichere ihnen, dass ich mein
Aufgabe ernst nehme aber im Moment sehe ich kein Leben in Gefahr, und
deswegen spricht nichts dagegen, dass ich mich mit dem Sanitäter
unterhalte“!
„So jetzt hab ich aber Hunger“ meinte Gabi als sie in den Aufenthaltsraum
kam. „Wo ist denn Biggi“ fragte Gabriele Ralf. „Die ist mit Thomas draußen,
Michael und Peter sind schon heimgefahren“. Gabriele holte sich einen Teller
Spagetti und setzte sich zu Ralf an den Tisch. „Hat Frau Doktor für heute
Abend schon was vor“ fragte dann plötzlich Ralf? „Nichts Besonderes“! Ralf
nahm seinen ganzen Mut zusammen… „Lust essen zu gehen“ fragte er dann?
Gabriele verschluckte sich fast, Ralf hatte ihr schon vor 2 Tagen seine
Liebe gestanden, sie wusste das sie mehr empfand aber sie war sich nicht
ganz sicher. Sie war so überrascht, sie mochte Ralf aber sie wusste nicht ob
da wirkliche Liebe ist. Sie flirteten ab und zu mal aber mehr war eigentlich
nicht. Und jetzt fragte er sie plötzlich ob sie mit ihm essen gehen möchte.
„Entschuldigung ich wollte dir nicht zu nahe treten“ meinte Ralf dann als
sie noch immer nichts sagte. „Warum eigentlich nicht“ sagte sie dann
spontan. Ralf grinste…“wann“? „Wie wäre es mit heute Abend um 20 Uhr vor dem
Italiener“? „Abgemacht“! Der Dienst verlief recht ruhig und Gabriele freute
sich eigentlich schon auf heute Abend. Sie hatte schon lange nicht mehr so
spontan zu einem essen ja gesagt aber sie konnte es Ralf nicht abschlagen.
Irgendetwas an ihm war total lieb und süß, so empfand es jedenfalls
Gabriele.
Ralf wartete schon vor dem Italiener, als Gabriele kam. „Hy Entschuldigung
das ich ein wenig spät bin“. „Kein Problem“. Ralf und Gabriele unterhielten
sich sehr gut. Gabi lachte so viel wie schon lange nicht mehr. Hin und
wieder blickten sie sich in die Augen. Einmal blieben ihre Blicke eine ganze
Weile hängen und Gabriele verspürte tausend Schmetterlinge in ihrem Bauch.
Gabriele hatte ihre letzte Beziehung vor 2 Jahren beendet, und hatte am
Anfang eine ganze Zeit lang die Schnauze voll von Männern. Aber bei Ralf war
das alles so anders, er strahlte so viel ruhe und wärme aus. Sie fühlte sich
einfach wohl bei ihm und noch dazu war er kein reicher Arsch, der nur Augen
für sein Geld hatte. Sie schaute ihm nun schon eine ganze Weile in die Augen
uns sagte überhaupt nichts, sie hörte ihm einfach zu. Sie langweilte sie
keines Weges. Denn in seinem Gespräch ging es nicht um Geld oder um eine
Kanzlei, er redete einfach über Gott und die Welt. Ralf fühlte sich etwas
verunsichert, denn sie schaute ihn die ganze Zeit an. Aber Ralf machte sich
nicht viele Hoffnungen, sie hatte bestimmt einen Freund, so hübsch wie sie
ist dachte Ralf für sich. Aber komischerweise dachte Gabriele das gleiche.
Aber hätte er sie dann zum essen eingeladen? Sie kannten sich erst 4 Wochen
aber beiden kam es vor als kennen sie sich schon eine halbe Ewigkeit. „Puh
bin ich voll“ meinte Gabriele als sie auf die Straße traten. „Lust noch
einen kleinen Verdauungsspaziergang zu machen“? Gabriele konnte es ihm nicht
abschlagen, ihr wurden mit jeder Minute, die sie bei ihm war mehr und mehr
klar, das sie sich in ihn verliebt hatte. „Ralf darf ich dich was fragen“?
„Klar du darfst mich alles fragen“! „Was war das schlimmste was du je in
deiner Kindheit angestellt hast“? „Puh du fragst mich Sachen“. Ralf
überlegte kurz...“Vielleicht als ich mit einer Gruppen von Freunden durch
die Straßen zog, wir waren ziemlich betrunken. Wir haben sämtlich Birnen von
den Weihnachtsbeleuchtungen abgeschraubt“! Gabriele musste lachen! Wir waren
fast zwei Stunden beschäftig gewesen. Ich möchte nicht wissen, was die Leute
gedacht haben. „Ich dachte du warst ein süßer braver Junge“! „Das war ich
auch“ verteidigte sich Ralf. „Und was hast du noch so alles angestellt“?
Ralf erzählte ihr einige seiner Jugendstreiche und als ihm nichts mehr
einfiel fragte er sie nach ihren Schandtaten. “Ich…ich war ein braves
Mädchen wohl erzogen“. „Wirklich“? Gabriele musste lachen. „Na ja ich und
meine Freundin wir haben mal einen totalen Milchbubi mit zum Baden genommen
und zu ihm gesagt, das wir nur Nacktbaden gehen. Als er sich dann Ausgezogen
hatte und im Wasser war haben wir uns seine Kleider geschnappt und sind
abgehauen“. Ralf musste lachen „das kann ich mir bei dir lebhaft
vorstellen“. Sie liefen weiter die Straße entlang, bis sie an einen See
kamen. Sie beschlossen, noch um den See zu laufen. Gabriele versuchte sich
Ralf als jungem Teenie vorzustellen und fragte sich, wenn sie ihn damals
kennen gelernt hätte, ob sie ihn dann wohl auch so unwiderstehlich wie jetzt
gefunden hätte? Sie blieben kurz stehen und schauten auf den See. Sie
standen so nah nebeneinander, dass sich ihre Schultern leicht berührten.
„Was denkst du“ fragte Ralf? „Ich dachte nur gerade wie schön es hier ist“.
Gabriele…seit wir uns begegnet sind…doch er verstummte wieder. Er fand
einfach nicht die richtigen Worte. Ralf hob die Hand und strich ihr sanft
über die Wange. Sie schloss für einen Moment die Augen und trotz der
Ungewissheit, konnte sie dem Prickeln in ihrem Körper nicht widerstehen.
Plötzlich empfand sie die Gewissheit, dass es richtig war mit ihm hier zu
sein. Beide gaben sich ihren Gefühlen völlig hin. Ralf küsste zärtlich ihre
Lippen. Eng umschlungen küssten sie sich und kümmerten sich nicht darum ob
sie vielleicht jemand sehen könnte. Gabriele und Ralf gingen Stillschweigend
weiter. Ralf fasste nach Gabrieles Hand. Als sie wieder am Parkplatz standen
küssten sie sie noch einmal. Aber nicht mehr so zaghaft. Ihre küsse wurden
leidenschaftlicher. Als Gabriele in Ralfs Wohnung stand, kam es ihr vor wie
ein Traum. Er küsste sie wieder. Sie ließ ihre Hände über seine Brust
wandern, spürte seine Muskeln. Unter leidenschaftlichen küssen zog sie ihm
sein Hemd aus. Sie küsste seine Brust und sie erschauerte, als sie seine
Hände an ihrem Ausschnitt spürte. Seine Hände glitten unter ihr Sweatshirt
und streichelten ihren Rücken. Er zog sie an sich. Sie spürte die Wärme
seiner Haut auf der ihren. Seine Finger öffneten den Verschluss ihres BHs.
Ihre Finger glitten unter Küssen zu seinem Gürtel. Sie zogen sich
vollständig aus. Ralf hob sie hoch und trug sie ins Schlafzimmer, dort legte
er sie behutsam nieder. Sie küsste seine Brust, die jetzt feucht vom Schweiß
war. Gabriele zog Ralf fest an sich…Gabriele lag völlig erschöpft in Ralfs
Armen. Keiner von den beiden tat heute Nacht ein Auge zu. Sie küssten sich
immer wieder und sagten wie sehr sie den anderen liebten. „Weißt du
eigentlich wie viele Nächte ich wach gelegen bin wegen dir“ fragte dann
Gabi? „Nein wie viele denn? „Seit du mir gesagt hast, das du mehr für mich
empfindest, ich hab fast keine Nacht mehr richtig geschlafen“. Ralf lachte.
„Ich auch nicht, aber nicht erst seit ich es dir gesagt habe, schon seit dem
Moment an als ich dich sah“.
„Morgen na wie war die Nacht“ fragte Gabi und ging in die Küche um Kaffee zu
kochen. „Sehr aufregend“ kam es von Thomas. Die Schicht von Gabi, Ralf und
Biggi verlief ruhig. „Kommst du mit zu mir“ fragte Ralf, auf dem Parkplatz.
„Du ich würde ja gerne aber ich muss Einsatzberichte schreiben“. „Das kannst
du doch auch bei mir“. Schließlich lies sich Gabriele von Ralf überreden und
schrieb ihre Einsatzberichte bei ihm. Gerade als sie den zweiten Angefangen
hatte, kam Ralf und setzte sich neben sie. Er zog sie zurück und küsste sie.
Er schob ihr das T-Shirt hoch, doch Gabriele stieß ihn zurück. „Was ist denn
ich dachte du wärst dir jetzt auch sicher“. „Ja aber Ralf Ebelsieder köpft
mich, meinte sie gestresst“. „Wenn es dir zu viel ist das ich hier bin
bitte“ mit diesen Worten verließ er das Wohnzimmer. Ralf schaute traurig und
ging ins Schlafzimmer um Fußball zu schauen. Als Gabriele einigermaßen
fertig war wollte sie mal nach Ralf schauen. Es tat ihr leid, dass sie ihn
einfach so weggestoßen hatten. Sie lehnte sich an den Türrahmen im
Schlafzimmer. Sie schaute ihm eine Weile zu, als er aber keine Reaktion
zeigte setzte sie sich auf die Bettkante. „He jetzt sei doch nicht
beleidigt, es tut mir leid ich war nur ein wenig gestresst“. Ralf reagierte
immer noch nicht. Sie rutschte näher zu ihm und legte ihren Kopf auf seine
Schulter. „Ralf he das war nicht so gemeint“. Erst jetzt schaute er sie an.
Aber er lächelte nicht. „Bekomme ich einen Kuss“ fragte Gabriele? Ralf
konnte ihr jetzt nicht länger widerstehen. Er gab ihr einen Kuss und zog sie
zu sich her. „Manchmal denke ich mir warum wir diesen Job machen und unsre
Leben für ein anderes Riskieren“ fragte Ralf dann plötzlich? Gabriele lag
mit dem Kopf auf Ralfs Oberschenkel und schaut ihm direkt in die Augen.
„Vielleicht, das jetzt zwei Menschen genau das selbe tun wie wir“! Ralf
musste grinsen blickte jedoch dann wieder ernst. „He was ist denn los“
fragte Gabriele. „Ich“…Ralf wusste nicht genau wie er es jetzt in Worte
fassen sollte, „ich hab manchmal echt Angst um dich“. Gabriele merkte das er
sich ernsthaft sorgen um sie machte. Sie richtete sich auf und strich um
zärtlich durchs Haar. „Das brauchst du aber nicht, denn so schnell wirst du
mich nicht los“. Sie blickte ihm immer noch in die Augen. „Bekomme ich jetzt
einen Kuss von einem lächelndem wunderbaren Mann“ fragte Gabriele
verschmitzt? Ralf lächelte und küsste sie kurz. Gabriele wollte
protestieren, doch dazu kam sie nicht mehr, denn Ralf wusste genau was sie
drauf hin sagen würde. Er küsste sie leidenschaftlich. „Schon besser“ meinte
Gabi, als sie wieder von ihm abließ. Sie legte sich wieder mit dem Kopf auf
seine Oberschenkel und nahm seine Hand. „Hat eigentlich deine Schwester den
selben Vater wie du“ fragte dann Ralf? Was er nicht wusste, wahr das er bei
Gabriele einen wunden Punkt getroffen hatte. Sie blickte weg. „He süße
Entschuldigung wenn ich“…“schon gut“ unterbrach ihn Gabriele. „Nein wir
haben nicht denselben Vater, meine Schwester ist von dem jetzigen Mann
meiner Mutter“. „Er ist das volle Arschloch“. Ralf schaute Gabriele an, das
war das erste mal, dass er aus Gabrieles Mund so was hörte. Doch Ralf
unterbrach Gabriele nicht, er spürte dass es ihr gut tat darüber zu reden.
Meine Schwester fällt mir ständig in den Rücken eigentlich ist sie ein
verzogener, arroganter Teenager. Sie bekommt von Eduart immer recht, also
das ist der neue Mann meiner Mutter und sie macht alles richtig“. „Bloß ich
mach alles falsch, ich hätte mehr aus meinem Leben machen können zum
Beispiel eine Anwaltskanzlei aufbauen und am besten noch mit seinem Sohn
zusammen kommen“. „Das war die Kurzfassung“ meinte Gabriele und versuchte
dabei so gefasst wie möglich zu klingen. Ralf schaute sie immer noch an.
„Und was denkst du jetzt von mir“ fragte sie? „Ich…ich denke du bist die
tollste Frau die mir begegnen konnte“. Du weißt wo du hin willst, hast einen
wunderbaren Job und als angenehme Begleiterscheinung, du bist noch umwerfend
hübsch“. Gabriele musste lachen „du Schleimer“. „Bin ich nicht ich sage nur
die Wahrheit, das solltest du aber wissen“, verteidigte sich Ralf. „Ach ja
und was ich noch vergessen habe, sie sind nicht gerade begeistert, von
unserer Beziehung“. Ralf überlegte kurz. „Na und wenn schon, sei doch die
ganze Welt gegen uns ich liebe dich trotzdem“. Gabriele wusste nicht was
sie sagen sollte. Ralf war so süß. Er hatte kein Problem damit, das sie ihr
Leben lebte und er redete nicht andauern von Geld und Klienten. Bei ihm
fühlte sie sich so wohl. Gabriele schaute Ralf an und hatte ihre Hand unter
seinem T-Shirt. „Wer spielt da eigentlich“ fragte Gabriele mit Blick auf dem
Fernseher. „Bayern gegen Dortmund“ kam es von Ralf, der gespannt auf den
Fernseher blickte. „Spielt der Ballack auch mit“? „Ja warum“? „Den find ich
super, der sollte lieber zum Modeln als Fußball spielen“. Ralf musste
lachen. „Das ihr Frauen immer auf das Aussehen schaut, hier geht es um
Fußball“. Na dann fühl die doch geehrt, wenn ich auf das Aussehen schaue“
meinte Gabi und küsste ihn.
Am nächsten Morgen auf der Basis. Gabriele und Ralf spazierten Hand in Hand
in den Aufenthaltsraum. Alle drehten sich nach ihnen um. „Morgen“ kam es von
Gabi und Ralf fröhlich. „Ach Biggi hast du meine Berichte gesehen“ fragte
Gabriele und ließ Ralfs Hand los? Biggi musste sich erst mal wieder fassen.
„Vielleicht hast du sie bei Ralf liegen gelassen“, denn so wie es ausschaut
warst du nicht zu Hause? „Mist, stimmt die liegen bei dir Ralf“. „Sag mal
ihr seit uns nicht zufällig eine Erklärung schuldig“ meinte Biggi lächelnd?
„Da gibt es nicht viel zu erklären“ meinte Ralf knapp. „Heißt das ihr seit
zusammen“ fragte Michael? Gabriele und Ralf nickten. Frau Karsten hatte
dieses Gespräch mitbekommen. Nach dem sie alle zusammen gefrühstückt hatten
beschlossen Gabriele und Ralf ans Ufer der Salzach zu gehen. Ralf setzte
sich hinter Gabriele und nahm sie in den Arm. „Na Frau Doktor so
nachdenklich heute“ fragte Ralf, als Gabi einige Minuten stumm auf das
Wasser blickte. Gabriele legte den Kopf zurück und genoss Ralfs Nähe. „Was
machst du eigentlich heute Abend“ fragte Gabriele? „Na mit dir fällt mir
bestimmt was ein“ scherzte er. Frau Doktor schön das sie sich so gut bei uns
eingelebt haben“ hörten sie plötzlich eine Ernste Stimme hinter ihnen.
Gabriele und Ralf ließen schnell voneinander ab und schauten in das Ernste
Gesicht von Frau Karsten. „Aber sie sollten sich lieber um die wichtigen
Dinge kümmern, falls sie es nicht mitbekommen haben wir betreiben ab jetzt
Öffentlichkeitsarbeit“ fuhr sie fort. „Ja und was heißt das Konkret“ fragte
Ralf nach? „Das heißt, das übermorgen eine 10. Klasse zur Besichtigung kommt
uns sich unsere Arbeit hier mal ansieht“! Gabriele stockte der Atem. „Wie
bitte wir sollen hier Kinder auf unserer Basis herumführen“ fragte sie nach?
„Es sind zwar keine Kinder mehr aber sie haben mich richtig verstanden“.
„Und das wir uns richtig verstanden habe ich möchte morgen hier keine
außerdienstlichen Aktivitäten sehen“ meinte sie noch streng und drehte sich
um. „Dann schauen sie halt weg“ rief ihr Ralf hinterher. Gabriele warf ihm
einen entsetzten Blick zu, „bist du verrückt die ist deine Vorgesetzte“
sagte sie leise. Frau Karsten drehte sich um „Allerdings bin ich das“ meinte
sie streng, doch dann nahm ihre Stimme einen freundlichen Ton an. „Ich
könnte wegsehen, doch dies fällt mir bei ihrem Anblick sehr schwer“ meinte
sie zu Ralf gerichtet und lächelte ihn dabei an. Dann drehte sie sich um und
ging endgültig in ihr Büro. Gabriele und Ralf schauten ihr immer noch
fassungslos hinterher. „Das hat die jetzt nicht wirklich gesagt“ meinte
Gabriele? „Doch ich glaube schon“. Aber Ralf wollte nicht weiter darüber
nachdenken, er zog Gabriele zu sich her und küsste sie am Hals. „Ralf lass
mal gut sein“. Gabriele wollte aufstehen, doch Ralf hielt sie zurück. „He
jetzt lass dir von der nicht die Laune verderben“ versuchte er sie
aufzuheitern und küssten sie. Gabriele konnte ihm nicht widerstehen, wenn
sie in seine Augen blickte. Er zog sie zu sich er und beide legten sich ins
Gras.
Biggi war schon gegangen. Ralf saß an dem Tisch im Aufenthaltsraum und hatte
sich eine Zeitung geschnappt. Er wartete auf Gabriele, die noch beim Duschen
war, denn sie hatte Biggi heute den Vortritt gelassen. „Ach Herr Staller was
machen sie denn noch hier“ fragte Frau Karsten und ging auf Ralf zu. „Heute
Abend schon was vor“ fragte sie ihn“? Lassen sie mich…doch weiter kam Ralf
nicht mehr, denn Gabriele stand im Türrahmen und mit ihr war jetzt nicht
mehr zu scherzen, denn sie hatte beschlossen sich das nicht mehr bieten zu
lassen. „Ja hat er und zwar mit mir ach ja und auf ihre Frage was er noch
hier macht, er wartet auf mich“ meinte sie kühl und stand noch immer im
Türrahmen. Gabriele hatte ihre Haare offen und glatt hingeföhnt. Sie hatte
eine enge helle, leicht ausgestellte Hose an, ein weißes Top und eine weiße
Bluse darüber, die sie aber offen trug. Frau Karsten musste ihr eines lassen
hübsch war sie, sogar sehr hübsch. Aber das änderte nichts an der Tatsache
dass sie sie nicht leiden konnte. Ralf konnte den Blick nicht mehr von
Gabriele anwenden, sie war s o hübsch und er liebte diese Frau so unendlich.
Doch dann mischte sich auch Ralf ein. „Genau und deswegen entschuldigen sie
uns bitte, ich wünsch ihnen noch einen schönen Abend“ meinte er richtete
sich auf, ging auf Gabi zu nahm ihre Hand und dann verließen beide den
Aufenthaltsraum. „Diese Frau kann ich nicht leiden, die war mir von Anfang
an unsympathisch“ meinte Gabriele auf dem Weg nach draußen. „Gott sei Dank
kommt Ebelsieder bald wieder“ stimmte ihr Ralf zu und gab ihr einen Kuss.
„War das alles“? Ralf blieb stehen und ohne Worte küsste er sie
leidenschaftlich. Frau Karsten beobachtet die zwei von ihrem Wagen aus. Als
dann endlich Dienstschluss war, waren die beiden die letzten auf der Basis.
Sie gingen nebeneinander zu ihren Autos. „Kommst du mit zu mir“ fragte Ralf?
„Du ich muss mich mal wieder zuhause blicken lassen, ich war ganze vier Tage
nicht da, meine Mutter macht sich sonst wieder Sorgen“. „Dann sag es ihr
doch einfach wo du bist“ meinte Ralf. „Ja werde ich aber nicht heute“. Ralf
schaute traurig zu Boden. „He Schatz jetzt schau doch nicht so traurig, es
ist doch nur eine Nacht“ sagte Gabriele liebevoll und strich ihm dabei
liebevoll über die Wange. „Ja aber die Nacht ist so viel länger und
überhaupt nicht so schön“ argumentierte Ralf. „Ach wie lange ist denn die
Nacht mit mir“ fragte Gabriele mit einem verführerischen Blick. Ralf
beantwortete diese Frage mit einer Gegenfrage…“Wie lange ist denn die Nacht,
wenn dein Gefühl mich hilflos macht“? Gabriele starrte ihm einfach nur in
die Augen und musste dann lächeln. Sie ließ ihren Blick jedoch nicht
abschweifen. Sie wunderte sich immer wieder wie lieb Ralf war. „Hat es die
jetzt die Sprache verschlagen“ fragte er vorsichtig. „Vielleicht“…Gabriele
strich ihm noch einmal sanft über die Wange und machte dabei ein ernstes
Gesicht. „Du bist das beste was mir je passiert ist“ flüsterte sie dann
leise und bekam feuchte Augen, die aber schnell wieder weg waren, denn Ralf
hatte sie zu sich hergezogen und sie begonnen leidenschaftlich zu küssen.
Eigentlich zeigten die zwei sich nicht so auf der Basis, aber da keiner mehr
da war, dachte zumindest die beiden war es ihnen egal. Biggi, die noch
einmal zurückgekommen ist stand am Eingang und schaute den beiden zu. Sie
gönnte es Gabriele und sie freute sich für Gabi, dass sie so glücklich war.
Denn sie wusste von Gabriele, das sie bis jetzt auch noch nie so richtig
Glück in der Liebe hatte, und dass vor allem ihre Mutter ihr immer Weg
stand. Was sie jedoch nicht ahnen konnte ist, dass ihre Mutter noch nichts
davon weiß und das ein echtes Problem ist. Aber auch Ralf wusste nichts
davon, denn Gabriele hatte einfach noch nicht den richtigen Moment gefunden,
es ihm zu sagen. „Ich ruf dich an“ meinte Gabriele dann als sie wieder
voneinander abließen.
Gabriele war noch nicht einmal richtig bei der Tür herein, schon kam ihre
Mutter ihr entgegen und sie bereute es schon das sie jetzt nicht bei Ralf
war. „Püppi, wo warst du nur so lange“? Ich hatte viel Nachtschicht,
obgleich das gelogen war, denn Gabriele hatte alles andere als Dienst. Sie
war die ganze Zeit bei Ralf gewesen. Ihre Mutter gab sich erstmals damit
zufrieden und bat Gabriele mit ihr zu Abend zu essen. Als Gabriele in das
Esszimmer kam traute sie jedoch ihren Augen nicht. Da saßen ihre Tante und
ihre Tochter, die im selben Alter wie Gabrieles Halbschwester ist. Gabriele
schluckte einmal und setzte sich dann an den Tisch. Sie machte wie immer
Gute Miene zum Bösen Spiel. „Na und bist du jetzt glücklich mit deinem Job“
fragte ihre Tante provozierend. Aber bevor Gabriele antworten konnte viel
ihr auch schon ihre Schwester Leonie in das Wort. „Klar ist sie das, immer
hin ist sie ja jetzt die Frau Doktor“. Gabriele sagte darauf hin nichts, sie
wollte sich nicht provozieren lassen. Das Essen wurde für Gabriele immer
unangenehmer, denn es drehte sich immer wieder um dasselbe Thema, ihren
Beruf und Männer. Gott sei Dank klingelte dann Gabrieles Handy, eine SMS.
„Entschuldigt mich aber ich muss los, ein Notfall“. Mit diesen Worten
verließ sie das Esszimmer. Alles blickten ihr Fragend hinterher. „Furchtbar“
meinte ihre Tante gerade in diesem Moment, als Eduart das Zimmer betrat.
„Was ist denn so furchtbar“ mischte er sich ein. „Na Gabriele“. Eduart
winkte ab, und so hatten sie alle ein gutes Gesprächs Thema. Gabrieles Tante
verzog sich jedoch gleich.
Gabriele, hatte eine sms von Ralf bekommen, ob sie Lust hätte sich am
Osteingang der Parks zu treffen, denn er würde noch ein wenig mit Gonzo
spazieren gehen. Gabriele war wie immer sehr elegant und sexy angezogen, sie
hatte eine enge schwarze, leicht ausgestellte Hose an, dazu ein enges
Bordochsfarbernes Top mit einem schönen Ausschnitt an. Sie ging auf Ralf zu.
Ralf küsste Gabriele stürmisch, als sie bei ihm stand. „Na wir waren wohl
schon zu lange getrennt“ meinte sie lächelnd. „Das glaube ich auch“ fügte er
hinzu und küsste sie noch einmal. Gabriele wollte gerade weiter gehen, als
Ralf sie festhielt. Er nahm ihre Hand und streichelte sie sanft, während er
ihr mal ausnahmsweise nicht in die Augen schaute. Er umarmte sie. Gabriele
senkte ihren Blick und lächelte ihn an. Jetzt schaute auch Ralf sie wieder
an. „Alles OK fragte sie lächelnd“. „Ja das Top ist echt schön“. Gabriele
musste lachen und wollte gerade etwas sagen, doch Ralf legte ihr seinen
Finger auf den Mund und küsste sie. Erst ganz zärtlich, dann wurden seine
Küsse immer leidenschaftlicher. Er führ Gabriele unter das T-Shirt und
küsste sie unablässig. Seine Hände wandern immer weiter hoch. Gabriele hätte
so gerne die Welt um sich herum vergessen, doch sie beherrschte sich und
schob Ralfs Hände wieder aus ihrem Top. „Ralf… wir sind hier nicht bei dir
oder mir zu Hause, schade eigentlich“ fügte sie hinzu. Sie sagte das nicht
ernst, sodann sie musst dabei lachen. „Entschuldigung aber ich kann ja auch
nichts dafür, vielleicht solltest du nächstes mal im Jogginganzug kommen,
aber ich glaube nicht einmal dass würde dir was helfen“ meinte er lächelnd
und küsste sie wieder. „So viel Komplimente auf einmal“ meinte sie lächelnd.
Was die zwei jedoch nicht ahnten, war das Gabrieles Tante alles Beobachtet
hat. Gabriele war mit etwas anderem beschäftig und Ralf kannte sie nicht
einmal, also war es ihr ein leichtes nicht gesehen zu werden. Ihre Tante
fand das alles nicht so lustig wie die beiden, sie war entsetz über das
Verhalten von Gabriele. Zum einem dass sie überhaupt mit einem Mann rummache
und zum anderem, war er keiner wo ihr Bekannt war, daraus schloss sie, das
er kein Anwalt mit Geld wie Heu ist. Die beiden gingen Hand in Hand weiter.
„Ich liebe dich Gabriele“ meinte dann Ralf und hielt wieder inne. „Ich dich
auch mehr als ich je einen Mann geliebt habe“. Daraufhin küsste sie sich
wieder. Als sie dann ihren Spaziergang beendet hatten, verabschiedete sie
sich von Ralf, denn sie konnte nicht schon wieder nachts nicht nach Hause
kommen.
„Gabriele wir müssen reden“ kam es dann ernst von ihrer Tante. „Deine Mutter
hat mir erzählt, das du vier Nächte nicht zu Hause warst und Dienst
hattest“??!! Gabriele sagte nichts. „Du warst bei diesem Mann“ meinte sie
dann knapp, ich hab euch vorhin im Park gesehen und überhaupt was sollte das
denn ich glaube bei dir Tickt es nicht richtig macht hier mit einem Mann
rum, der…doch weiter kam sie nicht mehr. Jetzt trat auch ihre Mutter herein.
„Wie bitte Püppi du hast mich angelogen“? Gabriele musste erst einmal
registrieren was gerade gespielt wurde. „Was bleibt mir denn anderes, warum
denkst du wohl lüg ich dich in dieser Beziehung an, weil ihr mir keine Wahl
lasst. Ich hab es satt mit euch zu diskutieren“!! Ihre Tante wollte sie
unterbrechen, jedoch ließ Gabriele sie nicht zu Worte kommen. „Jetzt rede
ich…und jetzt hört ihr mir mal ganz genau zu. Es ist ganz alleine meine
Sache mit wem ich was habe und es ist auch meine Sache mit wem ich ins Bett
gehe“ schrie Gabriele die beiden an. „Und jetzt hört endlich auf euch in
mein Leben einzumischen ich habe es satt und ich mach das nicht länger mit.
Entweder ihr akzeptiert es jetzt so wie es ist oder wir gehen getrennte
Wege“. Jetzt stockte den beiden aber der Atem. „Willst du uns jetzt drohen“
fragte ihre Tante? „Ich drohe keines Wegs, es ist ganz alleine eure
Entscheidung, aber glaubt nicht ich mach das nicht war, ich bin alt genug
und ich verdiene genügend um mir eine nette Wohnung zu ne nehmen. Mit diesen
Worten lies sie die beiden stehen und ging in ihren Bereich. Sie musste sich
erst einmal beruhigen. Plötzlich ging die Tür bei Gabriele auf. „Ach die
Frau Doktor hat einen Freund“ ärgerte ihre Schwester sie. „Komm mal rein“
forderte Gabriele sie ruhig auf. „An deiner Stelle würde ich ruhig sein,
denn du weißt ja noch nicht einmal wie ein Kondom außerhalb der Packung
aussieht, ach entschuldige da bin ich schon zu weit gegangen, du weißt ja
noch nicht einmal wie man rumknutsch“. Mit diesen Worten lies sie auch ihre
Schwester stehen, schnappte sich ihre Handtasche, ein paar Klamotten, viel
brauchte sie nicht, denn es war noch einiges bei Ralf und machte sich auf
den Weg zu Ralf. Sie sagte niemand einen Ton, wo sie hingeht, geschweige
denn wann sie wieder kommt. Sie sollten ruhig mal merken, dass sie zu weit
gegangen sind.
„Hy Schatz ich wusste doch das du kommst“ begrüßte sie Ralf. Gabriele
schaute ihn fragend an. Ralf lachte, „Na deine Pille liegt bei mir auf dem
Küchentisch“. „Och Gott daran habe ich überhaupt nicht gedacht, das wäre mir
wahrscheinlich erst morgen früh aufgefallen. Jetzt schaute Ralf fragend.
„Was bewegt dich dann hier her ich dachte du wolltest dich zu Hause sehen
lasse“? „Darf ich rein kommen“ fragte sie dann? „Entschuldigung klar“. „Ralf
hast du mir vielleicht einen starken Kaffee“? „Klar aber um diese Zeit,
kannst du da noch schlafen“? „Klar aber wir müssen ja nicht schlafen,
zumindest nicht alleine“! Ralf lachte, da soll mir noch einmal einer sagen
„Männer“!! 5Minuten später kam er mit zwei Tasse Kaffee wieder. Er setzte
sich zu Gabriele und nahm sie in den Arm. „Jetzt erzähl doch mal was los
ist“. Gabriele erzählte alles von Anfang an, bis jetzt. Zu ihrer eigenen
Verwunderung, machte es ihr nichts aus. Sie war froh, dass sie den Schritt
gewagt hatte und fühlte sich super. Ralf dachte, ihr müsste es jetzt total
schlecht gehen und fragte wie es ihr geht. „Ralf du wirst es nicht glauben
aber mir geht es super“! Gabriele sagte das mit so einer Überzeugung und
einer Ausstrahlung, dass er es ihr glaubte. Gabriele lehnte sich zurück, und
fühlte sich so richtig wohl. „Was haltest du eigentlich davon, wenn du
daweil bei mir bleibst“ fragte Ralf vorsichtig. Gabriele blickte ihn an, „du
meinst so richtig, so abends mit dir ins Bett und in der früh, wach ich
neben dir auf, tag für tag“? „Wenn du das willst“!? „Ich kann mir nichts
Schöneres vorstellen“. Sie fielen sich überglücklich in die Arme und Ralf
küsste Gabriele ganz sanft. Ihre küsse wurden immer leidenschaftlicher, bis
sie genau an der Stelle waren, wie im Park. Doch diesmal hielt sie nichts
und niemand davon ab. Denn sie waren alleine…fast alleine. Gonzo fing laut
an zu Bellen und sprang zu den beiden. Er hörte nicht auf zu Bellen, bin
Ralf und Gabriele voneinander abließen. Gabriele schaute Gonzo an. „Na
Eifersüchtig, brauchst du aber nicht sein ich nehme ihn dir nicht weg, ich
leih in mir nur mal kurz aus“! Jetzt lachte auch Ralf, der das am Anfang
nicht so lustig fand. Aber dann schickte er Gonzo raus, denn die beiden
wollten jetzt doch mal unter sich sein. Ralf setzte sich neben Gabriele, und
wollte was sagen, doch diese ließ ihm keine Zeit dazu. Sie rutschte zu ihm
rüber und zog ihm das T-Shirt aus, das dann wahllos ihm Raum landete. Auch
Ralf tat es Gabriele gleich und so kam es, das sie sich einige Zeit später
beide eng aneinander gekuschelt im Bett wieder fanden. Gabriele lag auf dem
Bauch und halb auf Ralfs Oberkörper. Sie streichelte ihn ganz sanft mit den
Fingernägeln über den durchtrainierten Oberkörper. „Wie hat es dich
eigentlich in die Notfallmedizin verschlagen“ fragte Ralf dann? Gabriele
grinste…“Ich hab mich damals verpflichtet Menschenleben zu retten und nicht
sie umzubringen“. Ralf verstand nicht recht. „Ich konnte nicht den Menschen
die Krebs haben nicht sage sie sollten den Weg der Schulmedizin gehen, denn
das ist das einzige was hilft. „Denn damit hätte ich sie angelogen und ich
würde sie damit ganz sicher umbringen“. „Denn alternativ Medizinisch ist man
in der Lage den Krebst zu bekämpfen, aber mit der Schulmedizin nicht“. „Mein
Chef hat aber genau das von mir verlangt, also hab ich ihm gekündigt,
natürlich erst als ich die Zusage von euch hatte“. Das war eigentlich der
Hauptgrund. Aber dazu kam noch, dass es ein Kindheitstraum war, einmal
Notärztin zu sein. Ralf küsste Gabriele. „Ich denke das war Schicksal“! Sie
kuschelten noch etwas und schliefen dann beide eng umschlungen ein.
In der zwischen Zeit waren Angela, Marie-Louise und Leonie immer noch wach,
sie hatten den Brief von Gabriele gerade gefunden und begannen zu lesen:
Liebe Mama,
in erster Linie ist dieser Brief an dich gerichtet. Ich will dass du weißt,
dass ich dich total lieb habe, aber ich kann und will nicht länger so
weiterleben. Vielleicht ist es besser, wenn ich mir einfach eine Wohnung
suche und wir nicht mehr unter einem Dache wohnen. Ich würde mich sehr
freuen, wenn wir dann wieder so ein gutes Verhältnis wie früher kriege
würden. Ich weiß nicht, was dein Problem ist das ich einen Freund habe,
vielleicht hast du Angst das es so werde könnte wie bei meinem Vater, aber
das ist kein Grund sich nicht auf etwas einzulassen!! Du bist doch mit
Eduart auch glücklich, hab ich dir einmal Reingeredet?? Nein habe ich nicht,
weil ich glücklich war, das du endlich wieder einen Mann hattest, den du
liebst und mit dem du glücklich bist. Obwohl ich nicht so toll mit ihm
auskomme wie du auch weißt. Ich wäre auch bereit, mich mit ihm zu versöhnen,
wenn er mich so nimmt wie ich bin und endlich akzeptiert, das ich schon
erwachsen bin und nicht seine Tochter.
Und wenn du dann auch noch unsere Beziehung akzeptierst wäre das echt super,
dann könnten wir wieder wirklich eine Familie werden. Denn du brauchst keine
Angst zu haben, das unsere Beziehung etwas an unsere Freundschaft ändert.
Das einzige was unser Freundschaft kaputt macht, bist du (eigentlich ihr
alle) da ihr mich nicht mein Leben leben lasst. Du brauchst mich auch nicht
zu überreden, dass ich doch bei dir wohnen bleibe, denn das werde ich nicht,
und glaub mir das ist gut für uns alle. Du kannst dich ja bei mir melden,
aber nur, wenn du bereit bist mich und mein Leben zu akzeptieren und
aufhörst, mir ständig reinzureden. Denn über Ralf darfst du dir überhaupt
kein Urteil erlauben, denn du kennst ihn nicht einmal!!
Denk darüber nach!!!
Gabriele
„Typisch deine Tochter“ kam es dann gleich von Eduart. „Eduart“… meinte
Angela streng, „ so geht es nicht weiter Gabriele hat recht, und auch ich
muss einiges in meinem Leben ändern“! „Bist du bereit, dich mit ihr zu
versöhnen und bist du bereit, dich mit ihr zu vertragen“ fragte sie Eduart?
Er schaute Angela nur an. „Schau mich nicht so an, sie ist meine Tochter und
wir haben uns immer gut verstanden, dass lass ich mir nicht durch dich
kaputt machen“. „Sie akzeptiert dich also tu du es auch oder wir müssen es
lassen“! „Eigentlich hast du recht, ja ich bin bereit, aber lass sie eine
Nacht darüber schlafen und schlaf du auch eine Nacht darüber meinte er
lieb“! „Aber ich mach mir Sorgen um sie“! „Das brauchst du nicht, ich denke
auch damit solltest du aufhören, und außerdem bin ich sicher ihr geht es
gut“! Und so gingen auch im Hause Kollmann alle schlafen.
„Einen wunderschönen Guten Morgen mein Schatz“. Ralf weckte sie mit einer
schönen heißen Tasse Kaffee und einem Kuss. „Morgen“ murmelte sie
verschlafen. „Daran könne ich mich gewöhnen“ fügte sie dann noch hinzu. „Na
dann tu es doch einfach“. Gabriele zog sich schnell einen Bademantel über
und ging dann ins Bad. Nach einer halben Stunde kam sie dann fertig
angezogen und gerichtet aus dem Bad. Ralf saß schon fix und fertig am
gedeckten Frühstückstisch. Gabriele traute ihren Augen nicht. Auf dem Tisch,
stand ein riesengroßer roter Rosenstrauch. „Aber…aber Ralf“, weiter kam sie
nicht mehr, denn er küsste sie. „Darf ich mich jetzt vielleicht einfach mal
bedanken“ fragte sie dann? „Nur zu“! „Danke Ralf für alles“, und dann gab
sie ihm noch einen Kuss. Sie setzte sich an den Tisch und Frühstückte mit
Ralf zusammen, danach fuhren sie zu Arbeit.
„Guten Morgen allerseits, na einen ruhigen Dienst gehabt“ fragte Ralf
fröhlich, und auch von Gabriele war ein fröhliches guten Morgen zu hören“!?
„Wahrscheinlich ruhiger als eure Nacht“ meinte Thomas lachend. „Kann sein“
meinte Ralf und stimmte in das lachen mit ein. „Hab ich was verpasst“
meldete sich Biggi dann aus dem Hintergrund? „Wie diskutieren gerade, wer
die aufregender Nacht hatte“ antwortete ihr Gabriele knapp. „Wie bitte“
fragte Biggi noch einmal? „Na die Jungs oder ich und Ralf“, jetzt verstand
auch Biggi und sie musste auch lachen. Als sie sich wieder alle gefangen
hatte, wurde es ernst, denn Frau Karsten betrat den Aufenthaltsraum.
„Morgen“ kam es von der Crew einstimmig. „ Morgen“ meinte Frau Karsten und
verließ den Aufenthaltsraum wieder. „Was habt ihr denn mit der gemacht
fragte Gabriele? „Männersache“!! „ So dann wünsche wir euch noch einen
schönen aufregenden Dienst“ meinten die drei und gingen. „So aufregend wie
die Nacht kann er ja nicht werden“ rief ihnen Gabriele hinterher. Die drei
zogen sich um und gingen zu ihrem zweiten Frühstück über. Irgendwann am
Nachmittag klingelte das Telefon. „Medcopter117 Dr. Kollmann Grüß Gott“
meldete sich Gabriele. „Gabriele…ich bin es deine Mutter“. „Hallo, was
willst du „? „Mit dir reden, das heißt, mit euch reden auf neutralem Boden,
selbstverständlich auch mit Ralf, denn ich möchte ihn doch mal kennen
lernen“. Gabriele stockte der Atem…“Püppi bist du noch dran“? „Ja ich war
nur gerade etwas Baff“! „Wann hättet ihr denn Zeit“? „Am besten ich ruf dich
heute Abend an, ich klär das erst mal ab“. Die beiden verabschiedeten sich
noch und dann setzte sich Gabriele wieder an den Tisch. Ralf fragte nicht
nach, denn er wusste dass Gabi das nicht an die große Glocke hängen wollte.
Die Schicht verlief relativ ruhig und Gabriele führ dann mit Ralf nach
Hause. „Du meine Mutter hat angerufen, sie will mit uns essen gehen“. Ralf
schaute Gabriele an, „das ist doch schon mal ein Anfang“. „Wann hast du
Zeit“ fragte sie? „Mir egal für dich hab ich immer Zeit“ meinte er und gab
ihr noch einen Kuss bevor er die Wohnungstür aufsperrte. „Von mir aus können
wir auch heute Abend gehen“ meinte er! „Ich weiß nicht,…“! „He jetzt drück
dich nicht davor, du kommst sowieso nicht rum“, meinte Ralf einfühlsam und
nahm sie dabei in den Arm. „Ach ich weiß aber…“es gibt kein aber“ unterbrach
Ralf sie. „Doch eben schon, ich hab keine Lust auf eine weiter Szene im
Restaurant“. „Glaub ich nicht, das sie das macht, sonst hätte sie dich nicht
angerufen“. „Vielleicht hast du Recht, am besten ich ruf sie gleich mal an“.
Gabriele befreite sich aus der Umarmung von Ralf, küsste ihn noch kurz und
ging dann zum Telefon. „Hallo Mama, ich bin es Gabriele“, also von uns aus
ist es relativ egal wann habt ihr denn Zeit“? „Wie wäre es mit heute Abend“
fragte ihr Mutter? „Gabriele überlegte kurt, dachte dann aber an Ralfs Worte
und antwortete mit einem kurzem und knappen „ist in Ordnung um 20 Uhr beim
Italiener“? „Ja bis dann ich freu mich Püppi“. „Ach noch was, könntest du
vielleicht mich nicht immer Püppi nennen“? „Wie du meinst Entschuldigung“.
„Bis dann“. Gabriele ging in die Küche, und umarmte Ralf von hinten. „Na
und“ fragte er nach? „Heute Abend um acht beim Italiener“. „Etwas mehr
Begeisterung wenn ich bitten darf“ meinte er lächelnd.
„Bist du jetzt endlich fertig“ fragte Ralf etwas genervt? „Ja gleich einen
Moment ich komm ja schon“ rief sie aus dem Bad. Als Gabriele dann nach einer
weiteren viertel Stunde aus dem Bad kam, sah sie traumhaft schön aus. Ralf
konnte seine Blicke nicht abwenden. Er ging langsam auf sie zu und küsste
sie leidenschaftlich. „Jetzt müssen wir aber wirklich los“ meinte Gabriele
und drückte ihn sanft weg. Ralf ließ wieder willig von Gabriele ab und zehn
Minuten später standen sie auf dem Parkplatz vor dem Restaurant. Gabriele
war sich nicht sicher, ob das richtig war hier zu sein. Ralf nahm ihre Hand
und so gingen sie Hand in Hand ins Restaurant. Gabriele war es ganz recht,
das ihre Mutter noch nicht da war, sie setzten sich an einen freien Tisch.
Ralf saß sich neben Gabriele und versuchte sie ein wenig abzulenken. Das
gelang ihm ganz gut, denn Gabriele kam es fast so vor, als wäre sie nur mit
Ralf zum essen gegangen. Sie lachten beide total viel und dann küssten sie
sich kurz. Sie konnten ja nicht ahnen, dass Angela sie schon ein paar
Minuten beobachtete, während Eduart das Auto parkte. Doch als die beiden
dann neben Ralf und Gabriel standen holte es sie wieder in die Realität
zurück. Sie begrüßten sich alle und zu Gabrieles Überraschung war auch
Leonie mitgekommen. Am Anfang unterhielten sie sich lange Zeit über alles
Mögliche. Das Gespräch zwischen ihnen wurde immer lockerer. Ralf verstand
sich super mit den beiden und auch Gabriele gefiel es recht gut. Nach einer
Weile wandte sich Angela dann plötzlich an Ralf, während Eduart mit Gabriele
redete. „Herr Staller, also ich glaube ich muss mich bei ihnen
entschuldigen, sie sind echt ein netter junger Mann und auch ich glaube auch
der richtige für meine Tochter, es tut mir leid was passiert ist ich war
ungerecht“. Gabriele, die mit einem Ohr ihre Mutter reden hörte drehte sich
um und lächelte zuerst ihre Mutter an und dann Ralf. Sie küsste Ralf kurz
und wandte sich dann wieder Eduart zu. Gabriele legte unauffällig unter dem
Tisch ihre Hand auf Ralfs Schenkel. So wurde das ganze noch ein ganz netter
Abend und Ralf hatte das Gefühl, das er in Zukunft keine Probleme mehr mit
Angela und Eduart haben wirt. Leonie, die auf der Seite von Ralf und
Gabriele saß, hatte mitbekommen das ihre Schwester die ihre Hand auf Ralfs
Schenkel hatte und ihn leicht streichelte. Sie fand das bewundernswert, wie
die beiden miteinander umgingen, sie selbst hatte nämlich ein kleines
Problem, wusste aber nicht recht, an wen sie sich wenden sollte, doch dann
kam ihr plötzlich eine Idee...“Gabriele, kann ich mal kurz mit dir reden“
fragte dann plötzlich Leonie? Gabriele drehte sich um, „klar was ist denn“?
„Kommst du mal mit“. Gabriele schaute sie verwirrt an aber ging dann mir
ihrer kleinen Schwester nach draußen.
„Gabriele ich hab ein Problem“!! „Also als du mir vor zwei Tagen an den Kopf
geworfen hat, das ich noch keine Ahnung hätte, na ja du weißt schon von was,
da“…doch weiter kam sie nicht mehr. „Das…das war nicht so gemeint ich war
einfach total sauer und ich hatte es satt mich immer recht zufertigen“
verteidigte sich Gabriele. „Das ist schon OK aber…na ja ich weiß nicht wie
ich es dir sagen soll aber du hattest recht“ sagte sie dann ganz schnell.
Gabriele schaute sie verdutzt an, „ja aber das verstehe ich nicht ganz
weshalb wolltest du dann mit mir reden“? „Ich hab ein Problem und ich weiß
niemanden, an den ich mich wenden könnte beziehungsweise mit dem ich über so
etwas reden will außer dir natürlich“! Gabriele lächelte matt, sie hätte das
nie gedacht von Leonie. Sie schwiegen eine Weile einfach nur. „Und was ist
jetzt dein Problem“ fragte sie vorsichtig. „Es ist nicht nur ein Problem
also es ist ein Hauptproblem mit vielen kleinen Problemen“. Gabriele
verstand nicht, was sie wollte. „Na komm jetzt sag schon“. „Also ich habe
jemanden kennen gelernt, also einen Jungen“. „Na das ist doch toll“ freute
sich Gabriele. „Schon aber ich habe Angst, Angst vor allem ich weiß nicht
wie ich mich verhalten soll, geschweige denn wie ich ihn küssen soll und
ganz große Angst habe ich wenn er weiter gehen will“. Leonie blickte zu
Boden. Gabriele grinste, „aber schau noch bist du ja noch nicht so weit, das
ihr weiter geht, das ergibt sich dann schon und verhalte dich einfach so wie
du bist“. „Ganz wichtig geh nur weiter, wenn du dir wirklich sicher mit ihm
bist“. „Das ist es ja ich glaube ich bin mir sicher“. „Was ist denn
eigentlich genau dein Problem“ fragte dann Gabriele. „Ach weißt du bei dir
und Ralf…da sieht das alles so vertraut und so super schön aus, ihr wisst
beide was ihr wollt, keiner hat Angst vor was und vor allem ist der nicht so
verdammt schüchtern wie Jonas“ erklärte sie Gabriele. Gabi lachte und dachte
an sich und Ralf, vertraut war es das stimmte allerdings. „Aber weißt du
Ralf ist manchmal schüchterner als du denkst“ erzählte dann Gabriele.
„Was…heißt das ihr habt noch nicht“ fragte Leonie überrascht. „Nein das
natürlich schon ich meinte manchmal vom Verhalten aber das kann unter
umständen total süß sein“ antwortete Gabriele. „Tut es eigentlich weh“
fragte sie dann? „Nein wie kommst du denn da drauf“? „Na ja in den
Zeitschriften steh da immer so was“? „Sex tut nicht weh, es ist neu für dich
und bestimmt auch für deinen Freund aber dafür wunderschön“. „Ich erzähl dir
das jetzt alles als Frau und nicht aus der Medizinischen Sicht“ fügte sie
noch hinzu. „Danke, dass du darüber mit mir redest ich kann das irgendwie
mit Mama nicht so gut“. „Das ist ja auch kein Thema wo Tod geschwiegen
werden muss“ meinte Gabriele lächelnd und dachte ohne es zu wollen dabei an
Ralf und sich. „Ich habe Angst das ich was falsch mache und überhaupt, ich
weiß nicht wie ich an die Sache ran gehen soll“ sagte Leonie! „Lass es
einfach passieren“! „Redet man da vorher darüber“? Das macht jeder wie er
meint reden darüber eigentlich nicht, eher dann Jugendliche… denke ich mal“
fügte sie noch hinzu! „Und du und Ralf habt ihr darüber geredet“? Gabriele
lachte, „nein dazu war keine Zeit und ich find das auch nicht so toll wenn
ich zu jemanden hingehe und sage so ich will jetzt mit dir schlafen das ist
ja wie im Kindergarten“! Gabriele und Leonie redeten noch eine ganze Weile,
bis sie beschlossen rein zu gehen, da es jetzt ziemlich frisch wurde. „Na
habt ihr eure Frauengespräche beendet“ fragten die drei, als sie sich wieder
an den Tisch setzten. „Ja haben wir“ kam es von Gabriele und Leonie. Gabi
setzte sich zu Ralf und gab ihm einen kleinen Kuss. Sie unterhielten sich
noch eine ganze Zeit lang, bis sie dann beschlossen nach Hause zu gehen.
Angela hatte Ralf und Gabriele gleich zu ihrem Geburtstag in zwei Wochen
eingeladen.
„Puh das ist ja echt ganz gut gelaufen“ meinte Gabriele erleichtert und ließ
sich auf die Couch fallen. „Ich habe nichts anderes erwartet“ sagte er und
ließ sich neben Gabriele nieder. „Na du warst dir deiner Sache aber sicher“!
Ralf küsste sie kurz. Gabriele schaute ihm tief in die Augen. Gabriele
strich ihm sanft durch die Haare und dann über die Backe. „Ich liebe dich“
flüsterte sie dann ganz leise. „Ich dich auch“. Ihre Lippen näherten sich
ganz langsam, Gabrieles Hand vergrub sich wieder in Ralfs Haaren. Die beiden
küssten sich eine halbe Ewigkeit, und so wäre es wahrscheinlich auch weiter
gegangen, wenn nicht einer was dagegen gehabt hätte. Gonzo störte die beiden
mit einem lautem „Wuff“. Die beiden lösten sich voneinander. „Gonzo musst du
uns immer stören“ fragte Ralf seinen Hund etwas genervt. „Hau ab“ meinte er
dann zu ihm in einem etwas gröberen Ton. „He Gonzo komm mal her“ kam es dann
von Gabriele lieb. Ralf schaute sie an. „Na du darfst nicht so böse zu
deinem Hund sein, der ist doch bloß Eifersüchtig“. Gabriele graulte Gonzo
hinter den Ohren. „Na du süßer musst doch nicht Eifersüchtig sein“ sprach
Gabriele zu Gonzo. „Jetzt heißt der auch schon süßer, der macht mir ja
Konkurrenz“ meinte Ralf gespielt sauer. „Oh Schatz bist du jetzt auch
Eifersüchtig“? „Ja“ erwiderte er, wobei Gabriele aber genau wusste, dass es
nicht ernst gemeint war. Ralf stand auf und machte die Musik leise an.
Gabriele stand ebenso auf und umarmte ihn von hinten. Ralf drehte sich um
und blickte direkt in Gabis Augen, er konnte den Blick nicht mehr abwenden,
aber auch Gabriele ging es nicht anders, in ihrem Bauch fühlte es sich so
an, als wären tausend Schmetterlinge drin. Sie zog Ralf zu sich her und
küsste ihn stürmisch. Die zwei ließen sich zusammen auf die Couch fallen und
kuschelte dort weiter. Ralf schob seine Hand unter Gabrieles Bluse und
streichelte ihren Rücken, dann knöpfte er sie langsam auf. Gabriele hatte
Ralf schon das Hemd aufgeknöpft und auf den Boden geschmissen. Doch
plötzlich hörte Gabriele auf und schob Ralf sanft etwas von sich weg. „Was
ist denn“ fragte er leise und lag dabei noch immer über ihr. „Ich hab einen
um Hilfe rufen hören, glaube ich zumindest“! Auch Ralf lauschte jetzt
gespannt. „Quatsch das ist nichts“ meinte und fing Gabriele wieder an zu
küssen, er wanderte mit seiner Hand immer weiter runter und schob sie
zwischen Gabrieles Schenkel. „HHHIIILLFEEE“ ein markerschütternder Schrei
ertönte wieder von draußen, diesmal hörte ihn auch Ralf, die zwei sprangen
auf und zogen sich schnell ihre Sache an, dann rannte sie auf die Straße vor
Ralfs Haus. Es war eine ruhige Straße, eigentlich führen um diese Zeit da
keine Autos, doch auf der Straße lag eine junge Frau und ein Mann stand
daneben. Ein Auto stand 10 Meter weiter im Gebüsch. „Gabriele lief sofort
auf die Frau zu und kniete sich neben sie. „Oh mein Gott“ flüsterte Gabriele
leise. „Biggi“! Biggi lag blutüberströmt auf der Straße. Gabriele vergaß für
einige Sekunden, das sie Ärztin war, sie starrte einfach nur auf Biggi und
sie kam sich so hilflos vor, sie kniete wie gelähmt neben Biggi. Jetzt kam
auch Ralf und sah, wer dort am Boden liegt. „Bitte helfen sie ihr“ schrie
der Mann neben Biggi voller Panik. Gabriele schaute ihn an und blickte dann
wieder auf Biggi, jetzt fasste sie sich langsam wieder. „Ralf hol den
Notfallkoffer aus meinem Auto“ wies sie ihn an. Gabriele tastet Biggi ab und
stellte fest, dass sie wahrscheinlich innere Verletzungen hatte. „Rufen sie
die Rettungsleitstelle, und sagen sie die sollen einen Medicopter 117
schickt und sagen sie meinen Namen Gabriele Kollmann. Gabriele in dem Wagen
sitzt auch noch einer“ informierte Ralf Gabriele als er zurückkam. „Um den
kümmern wir uns dann, wir müssen Biggi stabilisieren“. „Verdammt ohne
Ausrüstung kann ich nicht viel für sie tun“, flüchte Gabriele. Als sie Biggi
einigermaßen stabilisiert hatten kamen auch schon ihre Kollegen. Gabriele
übergab an Michael und machte sich dann auch gleich auf den Weg in die
Klinik. Gabi ging auf und ab vor dem Schockraum. „Ich geh da jetzt rein“
meinte sie, „ die müssen mich zu ihr lassen“! „He jetzt setzt dich hin, du
kannst da drin nichts tun, die lassen dich nicht rein“ versuchte Ralf sie zu
beruhigen. Plötzlich tauchte ein Mann auf und fragte Gabriele, wie es Biggi
geht. Gabriele schaute etwas verwirrt. „Wer sind sie überhaupt“ fragte sie
dann? „Markus Schönberg“, wir waren zusammen essen. „Ach so wir wissen es
leider noch nicht wie es ihr geht. Dann endlich nach einer Stunde trat ein
Arzt heraus. „Ach guten Abend Frau Kollegin, gut das sie da sind, Frau
Schwerin hat die OP gut überstanden sie liegt jetzt auf Intensiv aber sie
wird es schaffen, dank ihrer professionellen Hilfe“.
Als Ralf und Gabriele wieder zuhause waren, zogen sie sich um und kuschelten
sich ins Bett. „Hier ist irgendwie kalt“ bemerkte Gabriele. Ralf der sofort
verstand, zog sie zu sich unter die Decke und nahm sie fest in den Arm. „Und
so besser“ fragte er? Gabriele lächelte. „Ich bin so froh, das Biggi wider
ganz gesund wird“ meinte sie dann. „Ich auch aber für einige Zeit müssen wir
uns wahrscheinlich an einen Ersatz gewöhnen“! „Ach du, meine Mutter hat doch
morgen Geburtstag, sie hat uns eingeladen“ meinte Ralf! „Uns, aber die kennt
mich doch nicht“? „Na genau deswegen“. Gabriele versprach Ralf, das sie
mitkommt und so schliefen sie beide ein.
„Schatz hast du es jetzt endlich“ fragte Ralf? „Uno Momente, ich brauch nur
noch meine Schuhe“. Gabriele hatte eine enge schwarze Hose an, dazu einen
eng geschnittenen braunen Pulli. Sie sah wie immer bild hübsch aus. Die
Haare trug sie offen und ziemlich glatt. Sie warf einen letzten prüfenden
Blick in den Spiegel. „Du siehst wie immer gut aus“ schleimte Ralf, wobei
sie aber genau wusste dass er es ernst meinte.
Als sie dann endlich bei seinen Eltern waren, war Gabriele ganz schön
erleichtert. Seine Eltern waren super nett und auch sein Bruder mit dem Ralf
ein Herz und eine Seele war total nett. Alex Freundin Claudia verstand sie
auch auf Anhieb mit Gabriele, sie waren total auf derselben Wellenlänge.
„Kommt die Sonja heute nicht mehr“, fragte Ralf seine Mutter? Sonja war die
beste Freundin von seiner Mutter Lisa. „Doch die müssten auch gleich
kommen“? Während Ralf sich mit seiner Mutter unterhielt, forderte Bernd, das
ist der Vater von Ralf Gabriele zum tanzen auf. „Da muss jede durch, die mit
einem seiner Söhne Beineinader ist“, meinte Claudia zu Gabriele die
schließlich aus Erfahrung sprach. „Na wenn es weiter nichts ist“ meinte
Gabriele und tanzte eine runde mit Bernd. „Darf ich sie dir mal kurz
entführen“ fragte dann Ralf seinen Vater lächelnd. „Ungern, aber wenn es
sein muss“! Ralf nahm Gabriele an der Hand und ging mit ihr raus in den
Garten. Die Luft war lau. „Ich zeig dir jetzt mal den See bei Nacht“ meinte
Ralf leise. Gabriele wusste, dass er wahnsinnig viel Sinn für Romantik hatte
und freute sich unheimlich. Ralf legte den Arm um sie und führte sie durch
einen kleinen Wald zu einem See. Der Mond spiegelte sich auf dem See wieder.
Gabriele und Ralf küssten sich eine Ewigkeit im Mondschein. Nach einer
Stunde beschlossen sie dann wieder zurück zu gehen. Gerade als sie zum
Gartentor rein kamen kam ihnen einer entgegen. „Servus Ralf, schön dich
wieder zu sehen, wie geht’s die so“ fragte der Mann. „Ach du bist es Stefan,
der ihn erste jetzt an der Stimme erkannte. „Mir geht super, ach darf ich
dir meine Freundin Gabriele vorstellen, Gabriele das ist Stefan“. Stefan
schaute jetzt genauer zu Gabriele und ihm stockte der Atem. „Gabriele du“
fragte er ungläubig? „Mensch Stefan schön dich zu sehen, na wie geht’s was
macht die Arbeit“ fragte sie erfreut und umarmte ihn. „Ihr kennt euch“
fragte Ralf der verwirrt daneben stand? „Ja er ist ein guter Freund von mir,
er hat damals mit mir Abi geschrieben“ erklärte Gabriele ihrem Schatz. „Na
dann lass ich euch mal alleine und schau mal zu meinem Bruder“ meinte Ralf
und gab ihr noch einen Kuss. „Bist du etwa mit Ralf Staller zusammen“? „Ja
wir …wir sind Kollegen also wir haben uns da kennen gelernt. Stefan war
keines Wegs erfreut darüber. Als sie dann wieder bei den anderen waren
schaute er die ganze Zeit den beiden zu. „He Stefan hast lust mit uns zwei
morgen das EM Endspiel anzuschauen auf der Großbildleinwand“ fragte Ralf und
Alex? Stefan sagte zu und freute sich schon. Egal was Gabriele machte er
verfolgte sie auf Schritt und Tritt. Er konnte nicht glauben, dass sie mit
Ralf zusammen ist. Doch umso länger er die beiden beobachtete, umso mehr
wurde es ihm bewusst. Gabriele, Ralf, Alex und Claudia halfen noch mit
aufräumen und fuhren dann auch nach Hause.
Gabriel und Ralf fielen todmüde ins Bett. „Guten morgen mein Schatz“ weckte
Ralf Gabriele sanft und gab ihr einen Kuss. Als sie gemütlich gefrühstückt
hatten führen sie zusammen auf die Basis. Am Abend führ Gabriele zu sich,
denn Ralf ging mit Alex und Stefan zum Fußball schauen. Er hatte ihr aber
versprochen danach zu ihr zu kommen.
Als das Spiel dann zu Ende war, hatte Stefan nicht schlecht getrunken. Aus
heiterem Himmel ging er auf Ralf zu und maulte ihn an. „Was soll das
eigentlich, das du mit Gabriele zusammen bist, du meinst wohl weil du der
Sanitäter bist kannst du dir alles erlauben“ schrie er!!! „Da kann ja wohl
ich nichts dafür, das sie von dir nichts wollte“, Gabriele hatte Ralf
erzählt, das Stefan in sie verliebt war, aber sie hatte anscheinend keine
Ahnung, das er das immer noch ist. „Vielleicht solltest du auch mal ein
wenig Sport machen, vielleicht findest du dann eine“ meinte Ralf
provozieren. Stefan war keines Wegs Fett, aber er hatte einen Körper wie ein
Kind, es war wenig Männliches zu erkennen. Stefan war auf 180, er holte aus
und stieß Ralf mit aller Gewalt in die Rippen. „Gabriel die Schlampe hat das
ja nötig“ schrie er. Ralf sank kurz zusammen, aber er war so wütend, das er
den Schmerz unterdrückte. Er nahm ihm am Kragen. „Nenn sie nie wieder
Schlampe oder du liegst am anderen Ende der Straße. Alex zerrte Ralf von
Stefan weg. „Lass gut sein das ist der Typ nicht wert“. „Alles OK“ fragte
Alex seinen Bruder. „Ja Ja schon gut“ log er!
„Hy Schatz“ begrüßte er Gabriele und gab ihr einen Kuss. Ralf zog sich sein
T-Shirt aus und wollte sich den Pulli anziehen. Er drehte sich extra so hin,
dass Gabriele nur seinen Rücken sah. Er konnte ja nicht ahnen, dass sie vor
ihn ging. Sie küsste ihn leidenschaftlich und als sie von ihm abließ sah sie
den blauen Fleck auf seiner Brust. „Ralf was hast du denn gemacht“ fragte
sie entsetzt? „Nichts“! „Das sieht aber nicht nach nichts aus“ bohrte sie
nach!? „Dann frag doch deinen Kumpel Stefan meinte er sauer! „Ralf sag mal
spinnst du, du hast dich mit dem geschlagen“ schrie Gabriele. „Nein hab ich
nicht“. „Ach was denn dann“? „Du lasst mich ja nicht einmal ausreden, du
ergreifst sofort Partei führ ihn, klar ich bin schuld“ schrie jetzt auch
Ralf und rannte zu Tür. „Jetzt warte“…doch diese Worte waren überflüssig,
denn Ralf hatte schon die Tür zu geschlagen. Gabriele ließ sich auf Sofa
fallen. „Scheiße“ flüchte sie leise. Sie schnappte sich ihre Autoschlüssel
und fuhr zu ihrer Freundin Jana.
Gabriele saß mit Jana am Tisch und erzählte ihr alles. „Ich glaube er hat
wirklich nicht zurück geschlagen“! „Und ich hab ihn nicht einmal ausreden
lassen“. „Rippenverletzungen tun so verdammt weh, und ich hab es nicht
einmal angschaut“ meinte Gabriele verzweifelt. „He der steht das schon druch
und morgen sieht die Welt schon wieder anders aus“ versuchte Jana Gabi zu
beruhigen. Gabriele führ dann nach einem langem Gespräch, nach dem sie sich
jedoch nicht viel besser fühlte nach Hause. Sie versuchte zu schlafen, es
gelang ihr aber erst in den frühen morgen Stunden.
„Morgen“ kam es von ihren Kollegen freundlich, als Gabi und Ralf den
Aufenthaltsraum betraten. Sie haben sich draußen schon getroffen, Ralf hat
jedoch keine Anstalten gemacht, sie zu begrüßen. Gabriele ertappte Ralf
dabei, wie er sich ein Aspirin auflöste. „Warum nimmst du Schmerzmittel“
fragte Gabriele besorgt. „Ich habe Kopfweh ist das verboten“ antwortete er
ihr pampig. Gabriele schaute ihm mit einem Blick an der tausend Worte
sprachen, sie wusste dass er sie angelogen hatte und er wusste, dass sie es
gemerkt hatte. Aber sie sagte nichts sie drehte sich um und ging wieder in
den Aufenthaltsraum. Als ihre Schicht zu Ende war, hielt sie Ralf am Pulli
fest, bevor er in sein Auto stieg. „Jetzt wartest du mal“ meinte sie im
ernsten Ton. „Ja ich habe mich falsch verhalten und es tut mir verdammt noch
mal leid aber jetzt rede mit mir und hau nicht immer ab“! „Schrei mich von
mir aus an aber“…Gabriele versuchte ihre Tränen zu unterdrücken…“ aber red
verdammt noch mal mit mir und ignorier mich nicht“ schrie sie!!! Ralf sah
wie nah ihr dass alles ging. „OK dann komm mir zu mir“! Gabriele stieg in
ihr Auto und fuhr zu Ralf.
Sie setzte sich auf die Couch. „Und hast du jetzt deinen Freund angerufen“
fragte er? „Nein habe ich nicht“! „Ach willst du nicht seine Meinung dazu
hören“ fragte er mit enttäuschter Stimme. „Du weiß ganz genau, das ich dir
glaube ja und dazu brauch ich keine Bestätigung“. Ralf blickte ihr in die
Augen, „also du meinst nicht das ich lüge“ fragte er nach? „Nein das mein
ich nicht, es war ein Fehler von mir das ich dich nicht ausreden hab lassen
und es tut mir leid“ entschuldigte sich Gabriele. Er schaute in die Augen
von Gabriele und erkannte, dass sie sich ernsthaft Sorgen um ihn machte.
Ralf sagte nichts, er hatte genau so einen Dickschädel wie Gabriele.
„Ich…ich erwarte jetzt nicht von dir, das du mich küsst aber zeig mir bitte
deine Rippen“ meinte sie ernst. Ralf schüttelte den Kopf und grinste dann,
seine Gabriele sie war so lieb. „Ich zeig sie dir aber erst wenn ich dich
küssen darf“. Ralfs Gesicht näherte sich ganz langsam Gabriele. Sie
schlossen beide die Augen und Gabriele gab sich seinen Zärtlichkeiten völlig
hin. Er küsste sie mit so viel Liebe und Leidenschaft. Er zog sie sich
herüber und dachte dabei keines Wegs an seine Rippen. Auch Gabriel dachte in
diesem Moment nicht daran und legte sich auf ihn. Doch Ralf Atmete tief ein.
Auch jetzt merkte Gabriele dass sie auf seinen Rippen lag. Sie setzte sich
schnell auf. „Jetzt zeig mal her“ forderte sie ihn auf. Ralf wollte sie
wieder küssen, doch Gabriele schob ihn weg. Ralf wollte es Gabriele nicht
zeigen, denn er hatte Angst dass mehr ist. „Sag mal kann das vielleicht
sein, das du Angst hast, das was ist“ fragte sie lächelnd. Da Ralf sie nicht
anlügen konnte sagte er nichts. Gabriele lächelte. Sie nahm ihn in den Arm.
„Schau falls wirklich etwas gebrochen ist, ist das auch nicht schlimm das
wächst doch wieder zusammen“ versuchte sie ihn zu beruhigen. „Aber was ist
wenn sich das durch die Lunge gespiest hat“ fragte er besorgt. „Gabi lachte,
Och Ralf das hättest du gemerkt, da ist nichts“. „Ich wusste ja überhaupt
nicht, dass du solche Angst vor Ärzten hast“ meinte sie lächelnd und küsste
ihn sanft am Hals. “Und außerdem will ich nicht ins Krankenhaus“!! „Komm
jetzt zeig es mir mal, ich schau es auch nur an“. Ralf löste sich von
Gabrieles Umarmung und hob den Pulli. „Hinlegen so kann ich nichts
anschauen“ meinte sie lieb. Ralf legte sich zurück. „Ganz locker“ meinte
Gabriele die merkte das Ralf sich total verkrampfte. „Sonst bist du doch
auch locker wenn du dich zurück legst“ meinte sie lachend. Jetzt musste auch
Ralf lachen, er verstummte aber bald wieder weil beim lachen tat ihm der
ganze Brustkorb weh. Gabi schob seinen Pulli hoch und schaute sich seine
Rippen an. „Das kann jetzt mal kurz weh tun“ meinte sie zu Ralf. Ralf lies
sich nichts anmerken. „Und“ fragte er gespannt? „Es ist alles OK, gebrochen
ist nichts aber geprellt ganz sicher, schmerzhaft ist es auf jedenfalls“!!
„Aber wie wäre es mit einem schönem heißem Bad“ fragte Gabriele
verführerisch? Ralf zog Gabriele hoch, ging mit ihr ins Bad und fing an sie
auszuziehen. „Für so was, da bist du immer fit“ meinte Gabriele lachend.
„Klar was denkst du denn da vergisst man ja auch alle Schmerzen“! „Männer“!!
Als Gabriele und Ralf es sich dann nach dem heißen Bad auf der Couch
gemütlich gemacht hatten klingelte es plötzlich an der Tür. „Wer kommt denn
bei dir noch so spät am Abend“ fragte Gabriele und küsste ihn kurz. „Keine
Ahnung, aber wir werden es gleich wissen“. Ralf ging zur Tür und öffnete
sie. Ralf stand wie perplex da, er konnte im ersten Moment nichts sagen. „Du
traust dich hier her“? „Kann ich rein kommen“ fragte Stefan kleinlaut? Ralf
überlegte kurz, ließ ihn aber dann doch rein. „Du Süßer, wo ist denn die
Fernbedienung“ fragte Gabriele, die dachte dass Ralf zu Tür rein kam. Als
sie aber keine Antwort bekam drehte sie sich um und blickte in das Gesicht
von Stefan. Hinter ihm tauchte auch Ralf dann auf. Gabriele blickte zu Ralf
und dann wieder zu Stefan. „Ich…ich wollte mich entschuldigen“ stammelte er.
„Entschuldigen“ fragte Gabriele ungläubig, „das ist jetzt nicht dein ernst,
du schlägst ihm erst in die Rippen, das er eine Rippenprellung hat, noch
dazu ohne Grund und dann kommst du hier her und willst dich entschuldigen“!!
Gabriele blieb aber dabei ganz ruhig, als sie das sagte. „Gabriele hol mal
Luft“ unterbrach sie Ralf. „Luft holen keine Angst das vergesse ich nicht“.
„Ich glaub es einfach nicht, du hast zu mir gesagt, du wärst über mich
hinweg und du hast gesagt, du würdest nie im Leben was zu meinem Freund
sagen“. „Das hatte ich auch vor, aber als ich Ralf mit dir gesehen hab, wie
ihr so glücklich seid, kam alles wieder in mir hoch“ verteidigte sich
Stefan. „Das ist mir jetzt scheißegal komm mir bloß nicht auf die
Mitleidstur, bei dir tickt es doch nicht ganz richtig, du kannst nur froh
sein, das der Ralf nicht zurück geschlagen hat, denn sonst würdest du jetzt
wahrscheinlich anders aussehen, denn das ist ja noch lächerlicher, du drohst
ihm Schläge an, ist dir nicht klar das du da den kürzeren ziehst“. „Aber
genau deswegen bin ich doch hier, ich habe einen Fehler gemacht aber ich
will mich entschuldigen und außerdem muss ich mit dir reden“. „Vielleicht
will ich aber nicht mit dir reden“ meinte Gabriele kühl. „Gabi bitte lass
mich mit dir reden“ bettelte Stefan. Ralf ging auf Gabriele zu, „komm jetzt
sei nicht so hart“ meinte er lieb. „OK setz dich“. „Weißt du mir ist klar
geworden, das ich doch noch nicht darüber hinweg bin, ich liebe dich immer
noch“. „Stefan ich werde darin nichts ändern, check bitte endlich das ich
dich nicht liebe, versuch damit klar zu kommen, irgendwie aber bitte lass
mich mein Leben leben“! „Ich mag dich wirklich als Kumpel aber mehr ist da
nicht und wird auch nie sein“! „Und das wir und richtig verstehen, wenn noch
einmal so was vorkommt wie gestern, dann ist es mit unsere Freundschaft
aus“. Gabriele und Ralf verabschiedeten Stefan und setzten sich wieder auf
das Sofa. „Na wenigsten ist er nicht zu feig, um sich zu entschuldigen“
meinte Ralf zu Gabriele. „Muss ganz schön hart für ihn sein“ meinte Ralf
dann. Gabriele kuschelte sich an ihren Ralf.
Am nächsten Tag, nach Gabis und Ralfs Schicht führen die beiden schnell nach
Hause, denn Gabriele war mit ihrer Freundin Jana verabredet, die beiden
wollten einen richtigen Frauenabend machen. Angela und Eduart waren eine
Woche in den Urlaub gefahren und Gabriele war es überhaupt nicht wohl bei
dem Gedanken, das ihre kleine Schwester Leonie alleine zuhause war, aber sie
hatte ja noch ihre Freundin Marie bei sich. Gabriele hatte die Haare offen
und glatt gefönt. Sie zog eine enge schwarze Hose an, ein ziemlich gut weit
ausgeschnittenes Top und darüber eine Jeansjacke. Sie war wie immer perfekt
geschminkt und fast fertig zu gehen. Sie suchte nur noch ihre Stiefel. Aber
auch Ralf blieb heute nicht zu Hause. Er ging mit ein paar Kumpels weg, ein
Fußball Kollege von ihm hatte Geburtstag. Auch er war gut angezogen. Er
hatte eine moderne etwas weitere Jeans an, ein enges T-Shirt und darüber ein
modernes Streifenhemd, das er offen trug. Die Haare hatte er wild
durcheinander mit Gel aufgestellt. Er sah wirklich super aus. Er nahm sich
seine Jeansjacke von dem Hacken und wollte sich von Gabriele verabschieden.
Gabriele stockte fast der Atem. „Wen willst du denn heute noch verführen“
fragte sie scherzhaft. „Vielleicht dich, außer dir schafft das so wieso
keine“. Aber auch Ralf blickte Gabriele an. „Und was hast du heute noch so
vor“ fragte er mit dem Blick auf ihren Ausschnitt gerichtete. „Lass dich
überraschen…“ meinte sie verführerisch und gab ihm einen zärtlichen Kuss.
„Hab ich jetzt den ganzen Lippenstift im Gesicht“ fragte er lächelnd. „Nein,
der ist Kussecht“!! Und so verließen beide zur gleich Zeit das Haus.
Gabriele machte mit ihrer Freundin die Disco unsicher und Ralf feierte mit
seinen Fußballfreunde.
Ralf war gerade nach Hause gekommen und hatte die Jeansjacke ausgezogen, als
das Telefon klingelte. Es war 3 Uhr. Gabriele war noch nicht da, das wundere
ihn allerdings auch nicht und es machte ihm auch nichts aus. „Staller“
meldete er sich. „Hallo Ralf ich bin es Angela“. Ralf und Angela waren in
der Zwischenzeit per Du. „Es tut mir wirklich leid, das ich dich so spät
stören muss, aber ist Gabriel da“? „Nein tut mir leid die ist mit Jana weg
und die sind noch nicht zurück“. „Das sieht ihr ähnlich, wenn die mit Jana
unterwegs ist“ meinte ihr Mutter lächelnd. „Was hättest du denn von ihr
gebraucht“ fragte Ralf? „Ach wir sind doch im Urlaub und Leonie ist mit
einer Freundin weg gewesen, eigentlich hätten sie dort übernachtet, aber
jetzt klapp es doch nicht und sie wissen nicht wie sie heim kommen sollen“
erklärte Angela besorgt. „Aber das ist doch kein Problem, dann hole ich sie
eben, gib mir doch mal schnell die Handynummer dann ruf ich sie an und mach
es aus mit ihr“? „Ich nimm sie dann noch mit zu mir“, fügte er hinzu. Er
hatte Leonie angerufen und mit ihr ausgemacht, das er sie in einer viertel
Stunde bei der Disco Mambo abholt.
„Wer holt uns jetzt“ fragte Petra Leonies Freundin? „Das ist Ralf, der
Freund meiner Schwester, der ist total nett und außerdem sieht er verdammt
gut aus“ schwärmte Leonie. „Kann ich glauben, wenn ich deine Schwester so
anschaue, die sieht ja auch verdammt gut aus“. „Hy Ralf, danke dass du uns
holst“. „Habt ihr Hunger“ fragte Ralf? „Ja schon aber das geht schon“
meinten die beiden! „Lust auf MC Donald“? „Würdest du echt noch da hin
fahren“? „Klar ich habe auch total Hunger“. Die drei holten sich alles noch
was bei MC, Ralf lud die beiden ein. Sie nahmen es mit und aßen es zuhause.
Gerade als sie anfangen wollten zu essen, sperrte Gabriele dir Tür auf, es
war jetzt halb viel Uhr morgens. Sie ging ins Wohnzimmer und schaute die
drei an. Die drei amüsierten sich prächtig und merkten nicht einmal, das
Gabriele sie beobachtete. „Ihr esst jetzt nicht wirklich um halb viel dieses
ungesunde Zeug“ meinte sie dann lächelnd. Die drei blickten sie an. „Ab und
zu kommt dann doch noch die Frau Doktor in ihr durch meinte Ralf lächelnd.
Gabriele begrüßte die zwei und gab Ralf einen Kuss. „Magst auch was wir
haben genug“ fragte sie dann? „Klar warum nicht“. Ralf erzählte Gabriele
schnell wie die beiden hier her gekommen sind. „Ich hol mal schnell was zu
trinken“ meinte Gabriele. Ralf stand ohne Worte mit auf. Petra und Leonie
blickten sich an. Ralf trat hinter Gabriele und umarmte sie. Gabi drehte
sich um. „Danke dass du meine Schwester abgeholt hast“ meinten sie dann.
„Aber das ist doch selbst verständlich und überhaupt kein Problem“. „Bei
vielen wäre das nicht selbstverständlich“ meinte Gabriele. Ralf legte ihr
den Finger auf den Mund und küsste sie erst ganz zärtlich und dann immer
leidenschaftlicher. Was die beiden ja nicht ahnen konnte war, dass Leonie
und Petra ihnen zuschauten. „Echt süß wie die beiden miteinander umgehen,
ich wünsche mir auch mal so einen Freund“ sagte Petra leise so das sie die
beiden nicht störten und dann gingen sie wieder ins Wohnzimmer. Kurze Zeit
später kamen auch Gabriele und Ralf wieder. Sie was zum trinken mitgebracht.
Um fünf Uhr in der früh gingen dann die beiden ins Bett. Ralf hatte ihnen
das Gästezimmer hergerichtet.
Gabriele setzte sich zu Ralf auf dass Sofa. Ralf zog sie zu sich her und
küsste sie leidenschaftlich. Petra war schon eingeschlafen, aber Leonie
konnte nicht schlafen, sie schlich sich ganz leise in das Wohnzimmer um zu
schauen ob noch jemand wach war. Sie sah die beiden auf der Couch sitzen und
erschrak erst einmal, da sie dachte Ralf und Gabriele hätten sie gehört, das
wäre ihr nämlich unangenehm gewesen. Aber die beiden bekamen nichts mit,
denn sie waren dafür zu sehr mit sich beschäftigt. Leonie wollte eigentlich
gerade wieder gehen, doch dann lösten sie sich voneinander. „Ich bin so
froh, dass wir morgen Dienstfrei haben“ meinte Gabriele und kuschelte sich
ganz eng an Ralf. „Siehst du man kann beruflich und privat doch ganz gut
trennen“ meinte Ralf gespielt rechthaberisch. „Man kann es fast immer ganz
gut trennen“, die Betonung lag dabei auf fast! „OK, OK wir einigen uns
darauf, dass man es fast immer gut trennen kann“ meinte er lächelnd und
küsste Gabriele wieder. Ralf fuhr Gabriele zu erst unter das T-Shirt und
streichelte ihren Rücken. Er legte drückte sie sanft auf das Sofa und legte
sich ganz vorsichtig über sie. Er musste sich zusammenreißen, denn seine
Rippen taten verdammt weh, aber er wollte es Gabriele jetzt nicht spüren
lassen. Dann führ er ihr vorne unter das T-Shirt, doch plötzlich hörte
Gabriele auf Ralf zu küssen. Ralf schaute sie erschrocken an. „Was ist denn“
fragte er? „Ralf…ich merk doch dass dir das weh tut“ meinte sie besorgt.
„Ach quatsch bei dir tut mit nichts weh“. „Ralf ich weiß wie verdammt weh
Rippenprellungen tun und ich will nicht, dass du mit mir schläfst und dir
dabei deine Rippen weh tun“ meinte sie mit einem lächelnden Gesicht. „Doch
bist eben doch schwer zu täuschen, aber küssen darf ich dich noch oder“?
Gabriele tat so als sie angestrengt nachdenken musste. Doch dann zog sie ihn
ohne Worte zu sich her und küsste ihn. Leonie schaute den beiden immer noch
zu, irgendwie war es komisch ihre Schwester so zu sehen, aber sie fand es
total süß wie die beiden miteinander umgehen. Sie wünschte sich so sehr
einen Freund der so ist. Sie würde genau so wie ihre Schwester sein, wenn
sie nicht so viel Angst hätte vor all dem. Für Gabriele war das alles
normal, das er ihr mal unter das T-Shirt fasste und sie dabei „richtig“
küsste. Aber für mich, dachte Leonie ist das alles so komisch. Als er mich
kurz geküsst hat bin ich schon zurück gewichen und er mich angefasst hatte
dachte ich schon gleich er will jetzt mehr von mir erinnerte sich Leonie.
Für die beiden ist das überhaupt kein Thema, warum dann für mich? Sie
beschloss dann ins Bett zu gehen und die beiden alleine zu lassen. Ralf
stand auf und zog Gabriele sanft auf. „Komm wir gehen ins Bett“ meinte er
lieb und küsste sie kurz. Sie gingen zusammen ins Bad und richteten sich.
Ralf war wie immer schneller als Gabriele und umarmte sie von hinten. „Ich
komm, ja gleich“ meinte sie lieb. Ralf küsste sie noch kurz an den Hals und
ging dann schon einmal vor. Als sie dann 10 Minuten auch ins Schlafzimmer
kam musste sie grinsen. Ralf lag in seinem Bett, und war bis oben hin
zugedeckt. „Sag mal sind wir in Sibirien“ fragte Gabriele lächelnd? „Nein
aber das Fenster war die ganze Zeit auf“! Gabriele legte sich ins Bett und
zog die Bettdecke über sich. „OHH das ist ja wirklich kalt, danke das du
meine auch vorgewärmt hast“. „Wieso eine eicht uns doch“. Ralf hob seine
Decke hoch, Gabriele rutschte zu ihm herüber und kuschelte sich an ihn.
„Schön warm“ meinte Gabriele. Ralf zog sie noch enger an sich und nahm sie
fest in den Arm. „Ich wünschte manchmal, dass ich die Zeit anhalten könnte“
sagte Ralf. Gabriele musste grinsen. Sie führ ihm unter das T-Shirt und
streichelte seinen Rücken.
Als die Leonie und Petra in der Schule warne machten sich auch Gabriele und
Ralf an das Frühstück. Sie mussten sich beeilen, denn sie hatten in einer
Stunde Schichtbeginn.
„Morgen allerseits“ begrüßte Gabriele ihre Kollegen. Kaum waren Thomas,
Peter und Michael weg läutete auch schon der Alarm. Ein Bergsteiger Unfall
an der Finkenzellerwand. „Vorsicht Gabriele ich komm hinter, wir müssen den
Verletzten mit der Winde bergen“ gab Ralf Gabriele bescheid. „Aber beeilt
euch es ist hier eine ziemlich starke Liewalz, ich weiß nicht wie lange ich
den Vogel noch einigermaßen ruhig halten kann“ meinte Biggi! „Ist OK, ich
geh jetzt runter“. Es verlief alles planmäßig, Ralf blieb noch unten in der
Wand, da Biggi erste den Verletzten hochzog und nicht beide auf einmal hoch
ziehen konnte wegen den Windböen. Doch plötzlich kam eine Orkanböe, der Heli
schwankte zwanzig Meter auf die Seite, aber Biggi hatte ihn schnell wieder
unter Kontrolle. „Ralf alles OK bei dir“ fragte Biggi? Doch Ralf meldete
sich nicht. Gabi warf einen Blick nach unten und erschrak. Ralf hing leblos
in der Wand. Er bewegte sich nicht. „Biggi lass mich zu ihm runter“ schrie
Gabriele schon fast ins Mikro. „Bist du dir sicher, eine Windböe, und du
bist geköpft“. „Egal das muss ich riskieren“. Gabriele seilte sich zu Ralf
ab und als sie bei ihm war, versuchte sie ihn aufzuwecken. Gott sei Dank er
machte nach ein paar Minuten die Augen auf. „Gabriele“ flüsterte er leise.
„Ich …ich kann meine Beine nicht bewegen und mein Rücke schmerzt“ meinte er
mit zittriger Stimme. „Ganz ruhig Schatz ich das kriegen wir schon hin“
versuchte sie Ralf zu beruhigen, aber sie war sich natürlich selbst nicht
sicher und sie wusste wie gefährlich Rückenverletzungen sein konnten.
Gabriele und Biggi schafften ihn so schnell und so behutsam wie möglich aus
der Wand und flogen auf direkten Weg in die Unfallklinik. Ralf wurde als
erstes zum Röntgen gebracht. „Ich will die Bilder sehen“ forderte Gabriele
den Arzt auf. „Sie wissen Frau Doktor dass ich das eigentlich nicht darf,
sie sind nur eine Kollegin von Herrn Staller“ meinte der Arzt an Gabi
gerichtet. „Gabriele standen die Tränen in den Augen, aber sie riss sich
zusammen, wenn der Arzt erfährt, das sie mit ihm zusammen ist, zeigt er sie
ihr erst recht nicht. „Aber ich bin Ärztin und Herr Staller hat bestimmt
nichts dagegen“ argumentierte Gabriele. Der Arzt lies sich dann doch
überreden und zeigte ihr die Bilder. Also mit Herr Staller ist soweit alles
OK und das mit der Lähmung ist nur vorüber gehend. Der Druck ist vom
Rückenmark genommen und so besteht nun keine Gefahr mehr. Physisch, ist kein
Grund einer Lähmung da aber die Lähmung kommt von dem Psychischen her“
meinte der Arzt. Auch Gabriele war der selben Meinung, das hieß zwar, das
Ralf wieder laufen kann, aber er muss es wirklich wollen und das ist nicht
so leicht, denn betroffene gaben oft den glauben an sich auf. „Kann ich
jetzt zu ihm“ fragte Gabriele? Der Oberarzt gab sein OK.
„Hy Schatz“ begrüßte sie ihn und versuchte dabei so locker wie möglich zu
klingen. Gabriele wollte ihn küssen, doch er drehte den Kopf weg. „Was ist
mit meinen Beinen“? Gabriele erklärte ihm den Befund und versicherte ihm,
das er wieder ganz gesund wird, wenn er nur an sich glaubte.
Ralf blieb noch eine Woche im Krankenhaus, und in dieser einen Woche machte
er total zu. Nicht einmal Gabriele kam noch an ihn hin. Sie war am Boden
zerstört, wusste nicht mehr wie sie sich verhalten sollte. Sie kam am Ende
der Woche zu ihm und wollte ihn abholen. „Was willst du hier“ fragte er
kalt? “Dich abholen“. Als Ralf bei sich zu Hause war setzte er sich auf das
Sofa und sagte nichts. Gabriele stand vor ihm. „Ralf jetzt hör mir mal zu,
seit das hier passiert ist, machst du von Tag zu Tag immer mehr zu, niemand
kommt an dich mehr ran“. „Du tust gerade so, als wäre ich für dich eine
fremde Person, Verdammt noch mal ich liebe dich“ schrie sie dann!!
Ralf zeigte noch immer keine Reaktion. Gabriele setzte sich jetzt zu ihm auf
die Couch. „Rede wenigstens mit mir“ meinte sie dann in einem etwas netteren
Ton. Er schaute ihr in die Augen und sagte noch immer nichts. „Was willst du
mit mir, du bist jung gut aussehend, kannst jeden haben, bitte tu mir den
Gefallen und leb dein Leben, du bist mir nichts schuldig, ich will nicht das
du mit einem Krüppel lebst. Gabriele hatte Tränen in den Augen. Sie
schüttelte den Kopf. „Nein Ralf ich will nicht irgendeinen Mann, ich liebe
dich nur dich, du bist der Mann mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen
kann, den ich mal heiraten will, mit dem ich mein Leben teilen will“. „Und
was machst du, du sagst mir mal schnell, ich soll gehen“!! „Bedeute ich dir
eigentlich noch was“ fragte sie dann? Ralf sagte darauf nichts. „Ich will
wissen, ob ich dir noch was bedeute“ schrie sie Ralf an!!!! „Natürlich
bedeutest du mir noch was“ schrie er zurück. „Du bist die erste Frau, mit
der ich mir eine Zukunft vorstellen ich liebe dich mehr als mein eigenes
Leben. Ralfs Augen wurden glasig. Er konnte nicht mehr, plötzlich konnte er
sich gegen das Gefühl Gabriele gegenüber nicht mehr wehren, er dachte er
könnte sie vergessen. Aber eigentlich wünschte er sich nichts sehnlicher,
als das sie ihn in den Arm nimmt wie früher. Ach Gabriele lief eine Träne
über die Wange. Sie ging vorsichtig und ganz langsam auf Ralf zu. Sie setzte
sich wieder zu ihm und strich ihm zärtlich mit dem Handrücken über die
Wange. „Ralf lass es uns gemeinsam durchstehen, du wirst wieder ganz gesund,
ich spüre das“!! Ihre Gesichter näherten sich ganz langsam und zaghaft. Bis
sich schließlich ihre Lippen trafen. Es war das erste Mal, das Ralf Gabriele
seit dem Unfall wieder richtig küsste. Ralf zog Gabriele ganz fest an sich.
„Ich liebe dich“ flüsterte er dann leise. „Ich dich auch“. Und wieder
küssten sie sich eine Ewigkeit.
Es vergingen zwei weitere Wochen, in denen Ralf nicht viel Fortschritte
machte. Gabriele war einfach nur müde und mit den Nerven fertig. Der Ersatz
von Ralf war nicht gerade besonders. Man konnte ihm nicht viel anschaffen.
Und zuhause bei sich und Ralf herrschte auch keine Bessere Stimmung, Ralf
war zwar nicht mehr so abweisend, aber es war einfach nichts wie früher.
Gabriele hatte heute Geburtstag, da ihr aber nicht viel nach Feiern zumute
war fuhr sie gleich nach Hause.
Gabriele sperrte die Tür auf, legte ein freundliches Gesicht auf, obwohl es
ihr überhaupt so zumute war. „Hallo Schatz“ meinte sie fröhlich. Doch es
rührte sich nichts. Plötzlich spürte sie etwas unter ihren Schuhen, über das
sie fast darüber geflogen wäre. „Hier stolpert man aber auch über alles“
schimpfte sie leise für sich. Doch dann richtete sich ihr Blick nach unten.
Es war eine Rose, nein es war nicht nur eine im ganzen Gang verteilt lagen
Rosen. Sie ging den Rosen nach, sie führten sie ins Schlafzimmer. Um das
Bett herum lagen auch dir Rosen verstreut und alles war mit Kerzen
beleuchtet. Sie staunte einfach nur noch. „Alles Gute zum Geburtstag Schatz“
kam es dann von hinten. Gabriele erschrak erst einmal, drehte sich um und
richtete wie schön gewohnt den Blick nach unten, doch da wo sonst der
Rollstuhl und Ralf waren, sah sie seine Füße. Langsam hob sie den Blick und
blickte in Ralfs Augen. Gabriele konnte es nicht fassen. Sie fiel ihm um den
Hals und weinte. Sie weinte einfach nur auf Ralfs Schultern. Der Stress und
die Ängste der letzten Wochen kam alles in ihr hoch. „Du musst jetzt aber
nicht traurig sein“ meinte er dann lieb. „Das ist das schönste
Geburtstagsgeschenk, das du mir machen konntest“. „Aber das ist ja überhaupt
nicht das eigentliche Geschenk. Er hielt ihr einen Briefumschlag vor das
Gesicht. Sie öffnete ihn langsam und darin war ein Gutschein, für ein
Wochenende im Grödnertal zum Skifahren. „Danke“ meinte Gabriele und küsste
ihn leidenschaftlich. „Aber jetzt darf ich mich mal bedanken“ meinte Ralf.
„Danke für alles, es tut mir so leid, wie ich zu dir war“!
Gabriele und Ralf wurden ein glückliches Paar und heirateten ein Jahr
später.
Copyright 2004: Nadine