Das ist eine Geschichte die dort weitergeht wo "Rund um zufrieden" aufhört.

Gabi und Ralf sind verheiratet und haben Zwillinge. Nick und Romina. Dirk und Laura sind ein Paar. Thomas hat noch keine Frau gefunden macht aber jemand schöne Augen.......

 

A-Team

Dr. Michael Lüdwitz

Thomas Wächter

Peter Berger

B- Team

Dr. Karin Thaler

Biggi Schwerin

Ralf Staller

 

 

Der Alltag

 

"Sag mal Biggi was wünscht du dir zum Geburtstag?", wollte Dr. Karin Thaler von der Pilotin und Freundin wissen. Ralf und Gabi kamen rein. Sie hatten die beiden Kinder Nick und Romina dabei. Die beiden waren gerade mal ein ¾ Jahr alt.

"Pruuuuuuuu, du fragst mich anstrengende Sachen. Und das am Morgen. Karin, das ist nicht dein Ernst.", sagte Biggi.

"Muss ich die Frage von Karin wiederholen, weil sie nicht klar genug war?", sagte Gabi und zwinkerte der Kollegin zu.

"Ne, ich habe sie verstanden. Das was ich will kann man nicht kaufen. Gibt es nicht? Wirklich ihr beiden, aber lieb gemeint.", war die Antwort von Biggi. Thomas , Peter, Ralf und auch Michael waren nun auch neugierig geworden.

"Also ne Wunsch hat sie, Karin, nur sie kann ihn nicht definieren. Sagst du ihn mir wenn ich mit den zweien vom Einkaufen komme.", sagte sie

"Ich dachte du bringst sie zu deiner Mutter?", sagte Ralf

"Nein, sie nimmt sie nicht, das sie von dir sind", sagte Gabi.

Blankes Entsetzen machte sich breit. Ralf schluckte. Doch bevor er was sagen konnte kam von hinten.

"Wenn du sie zu uns fährst dann passe ich auf sie auf. Ich muss nur noch Brötchen holen, Dirk und ich wollen, wenn er aus dem Bett gefallen ist gemeinsam frühstücken. Das Fußballturnier war sehr anstrengend gestern, da kam er wohl spät ins Bett. Ist das ne Hilfe Gabi?", es war Laura die Tochter von Thomas

"Mit Sicherheit. Werde mich schicken, dann habt ihr zwei von eurem Samstag auch noch was. Ich fahre dich zur Bäckerei und dann holen wir Brötchen für euch. Danach fahre ich dich heim und ich gehe einkaufen.", sagte Gabi.

"Du kannst die beiden jederzeit bringen, wenn deine Mutter wegen Ralf Ärger macht. Na, ja die hat ihn eh nicht verdient als Schwiegersohn. Also für mich ist sie ne Hexe.", sagte Laura

"Laura", Thomas fuhr seine Tochter scharf an.

"Thomas schrei Laura nicht so an, sie hat Recht. Das ist wahr.", sagte Gabi

Gabi brachte Nick, Romina und Laura in die Wohnung von Thomas und Laura. Dann ging sie einkaufen. Laura deckte den Tisch.

Da klingelte es. Es war Dirk. Sie lies ihn rein. Bevor sie ihn küsste sagte sie

"Hab noch schnell zwei Kinder gekriegt. Was sagst du nun?"

Dirk lachte laut auf. Er schlag seine Arme um ihr Hüfte.

"Das ging aber sehr schnell. Und dann noch so alt. 9 Monate.".

Er zog sie an sich und küsst sie leidenschaftlich. Nick und Romina waren auf allen vieren unterwegs, als sie Dirk Laura küssen sahen, setzten sich und nahmen ihr Schnullerketten aus dem Mund und guckten recht schelmisch. Dirk lies sich nicht abhalten von den zweien und küsste seine Laura nochmals. Dann frühstückten sie. Laura und Dirk spielten mit den Beiden nach dem Frühstück. Dirk erzählte vom Turnier. Laura berichtete was sie übers Gabis Mutter erfahren hatte und dass sie von Thomas ne Rüffel erhalten hatte, wegen ihrer Bemerkung. Dirk schüttelte den Kopf. Gabi war noch schnell in das neue Einkaufszentrum gegangen. Sie sah dort eine Jean mit und ein Twinset das wollte sie Laura schenken. Für Dirk kaufte sie ne CD von der sie wusste er wollte sie schon lange. Sie mochte die beiden sehr. Dann fuhr sie heim um den Einkauf auszupacken. Als sie fertig war fuhr sie zu Thomas.

Dirk und Laura spielten mit den beiden Ball. Sie wurde von den vieren freudig begrüßt.

"Du kannst sie uns ruhig öfters geben. Nur sag uns halt so ne Tag davor Bescheid. Wegen der Schule. Ja!", sagte Dirk. Laura nickte zustimmend.

Als sie nach Hause kam, klingelte das Telefon. Es war ihre Mutter Angela Kollmann. Sie beschwerte sich dass sie nie die Kinder sehen durfte. Gabi wurde sehr sauer. "Wenn ich dich frage dann sagst du, du nimmst sie nicht weil sie von Ralf . Er ist nun mal der einzige der mich liebt, da du mich nur tyrannisierst.", dann haute sie den Hörer auf die Gabel. Sie wollte mit ihr nicht mehr reden. Das sie das noch tat das lag an Ralf. Jedes Mal überredete er sie dazu. Sie brachte die Kinder zum Mittagschlaf und räumte auf. Dann setzte sie sich hin, ins Wohnzimmer und wollte eigentlich alleine sein. Auf einmal wurde sie von einem warmen Pfote die Gonzo gehörte und einem Kuss geweckt. Ralf war nun zu rück. Ihm was vormachen, dass ging nicht. Als sie es ihm erzählte sah er sie an. Er küsste sie und sie vergaß das Theater wieder mal.Es vergingen zwei Jahre.

Gabi und Ralf waren ja glücklich. Michael und Karin ebenso. Nur Biggi für die hatten sie beiden Freundinnen noch keinen Mann gefunden. Da Karin Geburtstag hatte, wollte sie eine Woche später mit Biggi und Gabi essen gehen. "Frauenabend" war angesagt. Bevor sie die Basis verlies wollten die Jungs, Männer sind ja sehr neugierig wissen um was es da ginge.

"Mhmmmm....ihr meint ich verrate euch das", sagte Karin helmisch

Sie grinste breit. Die Jungs nickten. Karin schüttelte ihr blonde Lockenpracht. Dirk sah sie an und strahlte übers ganze Gesicht.

"Karin, ich weiß um was es geht ich bin gut informiert.", sagte er .

Alle Blicke richten sich auf Dirk. Michael zu Max, Peter und Thomas.

"Sag mal bin ich ein schlechter Vater, dass mein Sohn mehr weiß wie ich? Und wenn ja woher?", meinte er, dabei versetzte er Thomas einen Rippenstoss.

"Also der hellste bist du nicht Michael", meinte Peter und ging in die Küche um sich Kaffee zu holen.

Max grinste. Thomas schaute nachdenklich.

"Peter du bist grausam. Wenn du ihn als Arzt so einspannst, dann kann er sich nicht um mich kümmern, außerdem ist ja Karin noch da und die will auch ihr Recht.", konterte Dirk. Sein Vater lachte hellauf.

"Zudem geht es heute Abend nicht um Papa, sondern Gabi, Laura und Karin suchen einen Mann für Biggi mit bestimmten Qualitäten. Pilotinnen sind sehr anspruchsvoll. Wenn du mich fragst gibt es ihn schon. Er ist eigentlich unter uns nur hat das Rindviech noch nicht die Gunst der Stunde erkannt.

Er sah in die Runde und sein Blick blieb bei Thomas stehen. Nur der wusste wieder mal nichts damit anzufangen.

Dirk fuhr mit Karin heim und dann ging er zum Sport. Karin hatte von Gabi und Biggi einen Gutschein für eine Mozartaufführung in Salzburg bekommen. Die Operette "Rosenkavalier" sollte dort aufgeführt werden. Während des Abend verriet Biggi, dass sie schon lange auf Thomas ein Auge geworfen hatte. Als Biggi fort war meinte Karin zu Gabi "Frau Kollegin, da müssen wir nachhelfen. Nicht dass Biggi Liebeskummer kriegt."

"Ne, bei Biggi und Thomas können wir das nicht zulassen. Aber das Thomas das nicht schnallt kapiere ich nicht. Meist du Michael hat da schon was gemerkt?", wollte Gabi wissen.

"Also in der Hinsicht ist Michael nicht der Schnellste. Das hat nix mit Chirurgie zu tun.", Karin lachte dabei.

"Eher Peter. Dem sollte mal von dem Verdacht erzählen. Der hat sicher ne Idee wie wir die beiden zueinander führen können. Ich denke Michael hat den Dienstplan abgeändert und Ralf hat frei das Wochen. Ach, Scheiße das war ja seine Überraschung für dich zum Hochzeitstag. Mensch Gabi vergiss was ich gesagt habe.", sagte Karin.

"Klar ich weiß von nix.", sagte sie.

Dann trennten sich die Beiden. Karin fuhr zu Michael und Dirk und Gabi nach Hause zu Ralf. Der war noch wach und schaute das aktuelle Sportsstudio. Aber nicht mehr lange. Als Gabi sich mit einem Glas Rotwein neben ihn setzte und sich an ihn schmiegte war die Sportschau nicht mehr interessant.

Ralf wandte sich dem Fernseher ab und küsste sie.

"Na, wie war’s bei dir?", fragte er sie.

"Gut. Einfach nur toll. Habe schon lange nicht mehr so gelacht wie diesen Abend. Biggi und ich haben Karin doch Karten für den Rosenkavalier geschenkt. Karin war ganz begeistert."

"Schatz, sag mal wie machen wir das, wenn ich als Lehrerin für Anästisie demnächst unterrichte. Wer holt dann die Kinder von dem Kindergarten. Ja und wo sollen sie dann hin am Mittag. Zu meiner Mutter auf keinen Fall?", sagte sie. Dann trank sie einen Schluck. Ralf sah sie an. Er küsste sie, bevor er ihr die Antwort gab.

"Mhmmm.... vielleicht sollten wir mal mit Dirk und Laura reden? Wenn die sie im Wechsel abholen, ich denke essen können die auch bei uns oder ist dir das nicht recht? Sag mal hast du den Kindergarten für den ganzen Tag gebucht oder nur bis 14.00 Uhr?", wollte er wissen

"Ich wollte ihn eigentlich nur bis 14.00 Uhr haben, da ich ja von den beiden auch noch was haben will. Sind ja auch meine Kinder.", sagte Gabi.

"Papppa mein Bauch tut weh.", jammerte Romina. Sie stand nun in der Türe mit ihrem blauen Elefant in der Hand.

"Komm her Süße. Lass mal deinen Bauch sehen. Komm setz dich zu Papa auf den Schoss.", sagt Gabi. Sie taste den Bauch ab und konnte nichts feststellen.

"Willst du bei Papa heute schlafen. Wenn das gegen die Bauchschmerzen nichts hilft dann gehen wir morgen zum Kinderarzt.", sagte Gabi zu ihrer kleinen Tochter und küsste sie schnell.

"Nee zu Michael und Karin", sagte Romina.

Ralf trug sie zu sich ins Bett und sie war in den nächsten Minuten eingeschlafen.

Ralf war bereits im Einsatz. Romina stand auf. Sie tappte es unbeholfen in die Küche zu Gabi. "Na, mein Schatz was macht der Bauch?", fragte sie ihre Tochter. "Tut nicht mehr weh. Hat Papa geheilt. Gehen wir trotzdem zu Michael und Karin?", sagte Romina und schaute die Mutter fragend an. "Ich will zu Dirk und Peter Fußballspielen", kam’s von hinten. Es war Nick. Er war ca. ne 1,10cm groß hatte eine Frisur wie Einstein, so sah nun aus. Er kam aus dem Bett. Im Schlepptau hatte er seine Maus und Gonzo. Der wurde nun von den Beiden erst mal geküsst und gekrault. Die drei tranken Kaffee. Währendessen kam die B-Crew vom Einsatz zurück. Sie hatten einen Mann mit einem Infarkt in die Klinik geflogen.

"So nun brauch ich erst mal ne Kaffee? Ihr auch?", wollte Karin wissen und sah Ralf und Biggi an. Diese nickten. Die drei setzten sich an den Tisch. Karin hatte Brötchen mitgebracht. Ralf erzählte dann von den Bauchschmerzen von Romina. Karin schmunzelte. Biggi grinste. Michael der mit einigen Berichten zu Karin kam hörte dies auch.

"Also da fehlen die Unterschriften. Sonst sind sie o.k. Ja, was macht der Bauch von Romina?", sagte er.

"Dem geht es wieder gut. Denke ich. Sie ist eine Maus. Wenn die meint sie muss bei mir schlafen, dann fällt ihr alles mögliche ein. Aber wenn sie noch Bauchweh hätte, dann würde Gabi sicher mit ihr zum Kinderarzt gehen. Ich denke die mag den bloß nicht, denn dann will sie immer zu euch.", sagte Ralf

"Die weiß was gut ist", fügte Biggi an.

"Nick will immer zu Peter und Dirk da die am besten und ausdauernsten mit ihm Fußball spielen. Ach, Michael hättest du was dagegen, wenn Dirk die beiden vom Kindergarten abholt?", wollte Ralf wissen.

"Nein, da habe ich nichts dagegen, aber du musst mit ihm reden, da ich seinen Stundenplan nicht im Kopf habe.", sagte Michael und ging mit den Berichten ins Büro. Ab und an fluchte er weil München wieder unmögliche Anweisungen gab und sie auch noch neue Formulare erstellt hatten. Auf den fand man sich schlecht zu recht.

"Diese blöden Erbsenzähler. Das sind doch alles Schreibtischhengste.", motzte er vor sich hin.

Die B-Crew hörte dies und grinste. Thomas und Peter kamen zur Türe rein. Sie hörten den Kollegen motzen.

Thomas ging auf Karin zu.

"Sag mal ist der ungeküsst geblieben? Aber du meinst nicht dass ich den mit der Laune mitnehme. Also gehe und tue deine Pflicht.", sagte er schelmisch. Peter darauf zu allen.

"Na, dann fliegt die B-Crew ohne Arzt. Thomas ist der Meinung Karin lässt Michael so schnell wieder los. Der unterschätzt unsere Frau Doktor."

"Thomas, Peter da hilft ne Streicheleinheit von mir auch nicht mehr. München hat neue Formulare geschickt. Die sind sehr umständlich auszufüllen. Ja und dann haben die wieder was zu beanstanden gehabt wegen der Schrift, das war zu viel für ihn. Also muss die B-Crew mich doch mitnehmen. Außerdem geküsst habe ich ihn, aber nach dem Öffnen der Post war die gute Laune im Eimer.", sagte Karin

"Warum lässt er die Post dann nicht zu?", sagte der Pilot und setzte sich neben Biggi.

Außer dem Geschimpfe von Michael störte keiner die Ruhe. Doch auf einmal ging die Türe auf.

"Michael, Karin ihr braucht keine Überzeit machen. Mein Bauch tut nimmer mehr weh. Habe heute schon ne Brezel gegessen.", die stimme gehörte Romina die mit Gabi und Nick kam. Michael stand auf vom Schreibtisch. Er kam in den AR. Karin drehte sich um und ging auf Romina zu. Sie ging in die Hocke.

"Wirklich alles wieder o.k. Süße? Michael und ich wollen dich doch gesund wissen.", sagte sie zu ihr. Michael war auch in die Hocke gegangen.

"Weißt du wenn du krank bist dann könnt ihr ja am Wochenende nicht zum Grillen, nach Dienstschluss von Karin kommen. Ich denke da hätten der Papa und Mama was dagegen.", sagte er und streichelte die 3-jährige.

"Alles wieder gut. In Papas Bett ist ganz viel Medizin, Michael und Karin", war die Antwort von Romina. Dabei schaute sie recht verschmitzt. Die Kollegen lachten in sich hinein.

"Biggi, Thomas die neuen Pilotenformulare sind da. Bitte macht euch mit ihnen vertraut.", sagte Michael bevor er in die Umkleide ging.

"Ich habe mir die schon angeschaut. Nur den Durchblick habe ich noch nicht gefunden. Aber, wenn du den findest Thomas, dann kannst du ja nach Dienstschluss zu mir kommen und mir die bei einer Flasche Rotwein erklären.", sagte Biggi und stieß den Kollegen in die Rippen.

"Ahhäääää......Pruhhhhhh.....da verlangst du aber viel von mir Biggi", sagte Thomas und sah die Kollegin mit augeblassen Backen an. Innerlich grinste er. Dann trabte er ins Büro. Er kam mit dem neuen Formular in der Hand raus..

"Herzstillstand im Altenheim. 88-jährige schwer gestürzt.", kam es aus dem Funk

"Medicopter 117 wir übernehmen. GPS-Kooridnaten während des Fluges", schrie Thomas in Mirko und schmiss das Formular auf den Tisch im AR. Dann rannte er zum Heli und als Michael und Peter drinnen waren flogen sie ab.

"Sag mal Biggi ist das Formular wirklich so schwer zu verstehen?", wollten Gabi und Karin wissen. Sie waren alleine, da Ralf duschte. Biggi schüttelte den Kopf.

"Im Gegenteil es ist idiotensicher. Nur ich muss nun Initiative ergreifen, wenn ich noch ne Mann will. Der scheint ja in der Hinsicht nichts zu merken", sagte sie.

"Sag mal weiß jemand wo Laura und Dirk sind?", wollte Gabi wissen

"Ich denke daheim am Schreibtisch. Also bei Dirk bin ich mir sicher. Wie ich den kenne hat mir wieder ne Kaffee gekocht.", sagte Karin.

Als Ralf kam gingen die Beiden in die Dusche. Biggi fuhr mit der BMW nach Hause. Sie wollte ja Thomas etwas überraschen. So lies sie ihm einen Zettel auf dem Tisch liegen.

Hallo Thomas,

kannst du mir das Formular nochmals erklären?

Würde mich freuen, wenn dies klappt auf meinem Balkon um 22.00 Uhr.

Sag mir Bescheid!

Biggi

Dann ging sie. Karin sah den Zettel und grinste. Sie kannte die Pilotin gut. Auch Gabi musste schmunzeln. Michael und Peter versuchten am Einsatzort die 88-jährige wiederzubeleben. Sie war beim Aufstehen vom Stuhl zusammen gebrochen. Erfolglos. Nach einer ¾ Stunde brachen sie die Reanimation ab. Nach wenigen Minuten kehrten sie zurück.

Thomas sah den Zettel von Biggi und las ihn durch. Er grinste helmisch. Dann rief er sie an. Da sie noch nicht daheim war sprach er auf Band.

Hallo Biggi,

ich habe das Formular noch nicht studiert. Nehme die Einladung zum Umtrunk auf dem Balkon gerne an. Wir können ja dann in die Spätvorstellung von "Maragaska" gehen. Thomas

Als Biggi nach dem Einkaufen in die Wohnung kam sah sie die Nachricht auf dem Band. Sie hörte sie ab. Sie blieb stehen. Innerlich machte ihr Herz einen Hüpfer.

Karin kam heim. Dirk hatte wirklich schon einen Kaffee für sie und sich gekocht. Dirk und Karin verstanden sich hervorragend. Er berichtete ihr von seinen Erfolgen in der Schule. Er hatte in Englisch und Französisch ne zwei geschrieben, in Latein eine glatte eins. Ja und auch in Mathe und Physik war er wieder mal Bester. Er zeigt ihr die Aufgaben. "Du bist ein Genie. Sag mal hast du Zeit mit mir einkaufen zu gehen. Ich muss Getränke holen und die sind mir zu schwer. Wir können ja dann mal nach einer Hose für dich schauen, die du an hast, schiebt Hochwasser.", sagte sie und sah auf die Hose. Dirk sah an sich hinunter. Als er hochsah lachten beide herzhaft. "Klar mache ich doch gerne für dich, Karin. Können wir um 17.30 Laura an der Sporthalle holen, sie hat Volleyballtraining?", sagte er. Karin nickte nur. Sie und Dirk gingen einkaufen. Laura war erfreut beide zu sehen. Karin berichtet den Beiden von Biggis Vorhaben und Rominas Bauchweh. Sie lachten. Bei dem Vorhaben Biggis meinte Laura nur noch. "Das wäre die richtige Frau für Papa. Da hätte er jemand der seine Interessen ganz mit ihm teilt. Ich versuche ja schon lange ihm Biggi schmackhaft zu machen. Scheinbar ist mir die Würze nicht gelungen.", sagte sie. Karin und Dirk lachten. Dann brachten sie Laura nach Hause.

Gegen 21.00 Uhr kam Michael aus dem Büro. "Feierabend für heute. Ich habe uns abgemeldetet. Thomas kannst du Biggi das mit dem Formular erklären?", wollte er wissen, während die drei sich in die Umkleide begaben.

"Klar Chef", meinte Thomas und grinste. Denn erwusste bei dem Wort "Chef " brachte er Michael zum kochen.

Frohgelaunt, kam er gegen 21.30 nach Hause. Laura war noch auf.

"Hallo Papa", sagte sie

"Hallo Laura", meinte Thomas

"Papa unterschreibst du noch die Arbeiten von Englisch, Franz, Latein, Mathe und Physik? Sie liegen auf dem Küchentisch.", sagte Laura

"Ja. Sag mal haben eure Lehrer nichts anders zu tun wie Arbeiten zu schreiben.", meinte Thomas.

Dann ging er in die Küche. In Englisch, Franz und Latein hatte Laura ne eins. In Mathe und Physik hatte sie eine knappe zwei. Thomas schaute sich die Arbeiten an. Dann unterschrieb er sie und brachte sie zu ihr ins Zimmer. Laura hatte sich hingelegt. Er setzte sich an die Bettkante zu ihr.

"Gut hast du das gemacht. Habt ihr nicht ab nächster Woche Ferien. Für zwei Wochen?", wollte er wissen.

Laura nickte.

"Dann steht aber erst mal Dirk und erholen auf deinem Tagesplan. Ich muss nochmals zu Biggi und ihr was erklären. Die ist bei dem neuen Formular nicht durchgestiegen.", sagte er und küsste Laura.

Sie nickte und grinste vor sich hin als Thomas ihr Zimmer verließ.

Biggi sah zur Uhr. Es war kurz vor dreiviertel zehn. Sie hatte auf dem kleinen Beistelltisch die Gläser für sich und Thomas zurechtgestellt. Sie hatte ein enges Kleid angezogen, das bunt war. Die Grundfarbe war weiß. Auf ihm waren Efeuranken abgebildet. Sie sah in den Spiegel. Da klingelte es. Es war Thomas. Pünktlich war er schon immer. Er kam die Treppen herauf. In der einen Hand hielt er eine Flasche Sekt, in der anderen einen Strauß Blumen. Wo hatte er das Formular fragte sich Biggi. Nur sie sagte.

"Hallo Thomas, komm rein."

"Hallo Biggi, na, wie geht’s dir. Ich hoff du hast nichts gegen Sekt und Blumen.", grüßte er sie.

"Nein, im Gegenteil. Mag ich beides sehr gerne. Hast du das Formular?", wollte sie wissen.

Sie gingen auf den Balkon wo der Tisch mit den zwei Stühlen stand. Biggi hatte Weingläser daraufgestellt.

"Aber bevor wir was arbeiten, trinken wir erst einen Schluck. Oder nicht, Thomas?", sie sah den Kollegen fragend an. Er lächelte.

Mei Biggi du schaust umwerfend aus, in dem Kleid . Im Overall machst du schon ne gute Figur, aber in dem Minikleid bist du ne Wucht., dachte Thomas.

"Klar, wenn du willst.", war seine Antwort.

"Sekt oder Rotwein?", wollte sie wissen.

Biggi merkte das Thomas nicht mit seinen Blicken von ihr lassen konnte. Ah, ich bin auf der Zielgeraden dachte sie sich.

"Mhmmm...Sekt und dann den Rotwein nach der Besprechung.", sagte er mit aufgeblasenen Backen. Wie er sie heute früh hatte.

Machst du den Sekt auf. Ich stelle die Blumen in die Vase und hole noch andere Gläser.

Dann ging sie in die Küche. Thomas sah auf das Formular. Wenn er ehrlich war, dann hatte er es noch nicht mal richtig angeschaut. Das tat er nun. Es war übersichtlich gestaltet. Was Biggi nicht verstand, das konnte er nicht verstehen. Oder sollte das Formular nur ein Grund sein, um ihm ihre Gefühle zu zeigen. Denn vor den Kollegen wollte er ja nicht. Das hatte sie wohl erkannt. Er legte das Formular hin und ließ den Sektkorken knallen. Biggi beobachtete ihn. Sie fand den Kollegen recht attraktiv. Thomas war nicht ganz 35 Jahre alt, und Vater einer fast 15-jährigen Tochter. Laura war sein ein und alles. Sie ging ins Gymnasium in die 9.Klasse. Mit Leidenschaft spielte sie Volleyball und interessierte sich für das Fliegen. Die Leidenschaft hatte sie von Thomas. Thomas Frau Vera war vor 3 Jahren überfahren worden. Seit her hatte er keine Freundin mehr. Das wusste Biggi. Sie kam mit den Gläsern ins Wohnzimmer. Die Luft war lau. Diese zog herein. Mit den Gläsern und dem Sekt gingen sie auf den Balkon. Thomas schenkte beiden ein. Biggi stand vor ihm. Die Gläser standen am Tisch. Biggi sah auf die Stadt hinunter. Thomas stellte sich hinter sie. Erst überlegte er. Statt ihr ein Glas zu geben, schlag er seine Arme um ihren Hals und zog sie an sich. "Ein toller Ausblick von hier oben. Der ist mindesten so toll wie du und dein Kleid", flüsterte er Sie drehte sich um. Schlag ihre Arme um seine Hals und küsste ihn ohne Vorwarnung. Dann schaute sie ihn an. Thomas sah sie kurz an. Dann beugte er sich zu ihr herunter und küsste sie vorsichtig auf die Stirn, dann auf die Augen, auf die Nasenspitze, auf die Wangen, abwärts am Hals und auf den Mund. Irgendwann nach langem Küssen nahm er sie wortlos auf den Arm und trug sie ins Wohnzimmer. Dort setzte er sich mit ihr auf die Choat. Sie küssten sich lange und innig. Biggi sah ihn zwischen einem Kuss an.

"Unser Sekt wird nass, es hat das regen begonnen. Ich hole ihn schnell denn regnerischen Sekt will ich nicht trinken.", sagte sie und stand auf. Sie ging auf den Balkon und holte Gläser, Formular und Sekt. Als sie zurück kam war sie beladen und nass. Sie sah Thomas an. Er sah sie an. Dann mussten beide lachen.

"Wir benehmen uns wie Teenager. Findest du nicht. Das hätten wir beide billiger haben können.", sagte Thomas, er musste dabei lachen.

"Also ich beneide Dirk und Laura um ihre Jugend Thomas.", sagte sie und reichte ihm das Glas.

Sie tranken die Flasche Sekt leer. Das Formular lag da. Bevor Thomas den Rotwein öffnete wollte er wissen.

"Hast du alles verstanden Biggi?", sagte und küsste sie.

"Ja Thomas deine Erläuterungen leuchten mir ein. Ich kenne mich aus.", sagte sie.

Beim Abschied so gegen drei vereinbarten sie den Kollegen nichts zu sagen. Auch Dirk und Laura sollten nicht erfahren.

Die B-Crew hatte die erste Schicht. Karin war bester Laune. Sie unterhielten sich mit Ralf über den Film der gestern im Fernsehen lief. Biggi versuchte die Berichte der Piloten auszufüllen nur die Gedanken wanderten immer wieder hin zu Thomas. Der Abend war so schon mit ihm. Sie hatte schon einen Stapel ausgefüllt und für München fertiggemacht. Sie verglich ihre Berichte mit denen von Thomas und stellte fest, dass alles richtig war. Bevor sie, diese zu Michael ins Büro brachte schaute sie diese nochmals durch und war, nach einem Seufster sehr zu Frieden mit ihrer Arbeit. Der Dienst der B-Crew verlief ruhig. Dafür war sie heute sehr dankbar. So konnte sie vor sich hin träumen.

"Biggi ist dir nicht gut?", wollte Karin wissen. Sie war aufgestanden und ging zu ihrer Kollegin hin.

"Nein. Mir geht’s gut. Nur Thomas und ich haben gestern ewig mit den Scheißberichten rumgemacht. Bis ich das kapiert hatte, das dauerte. Versteh gar nicht dass Ebensieder so für mich ist, Thomas ist in der Hinsicht der hellere von uns Beiden. Na, nun sind sie fertig.", sagte Biggi

Die A-Crew kam. Thomas grinste Biggi an ohne das es jemand merkte. Nach dem Umziehen tigerte Michael in sein Büro. Er sah die Berichte und es kam ein

"He Klasse ihr beiden. Dann kriege ich ja keine Rüffel von Ebi wegen der Scheißberichte. Dann kann der seine Erbsen wieder in Ruhe zählen.", rief er in Richtung AR. Thomas sah Biggi an. Leise nur für sie hörbar flüsterte er ins Ohr.

"Ich bin saumüde nach dem Besuch bei dir. Aber wir können dies gerne öfters machen. Auch mal bei mir." Biggi leise zu Thomas.

"Ich bin saumüde. Hoffentlich sind die Dinger richtig ausgefüllt. Ich habe es wie du gemacht. Das mit der Wiederholung können wir machen, falls uns unser Dienst mal gnädig gegenübersteht. Es war wunderschön in deinen Armen.", sagte sie und schmunzelte.

"Karin nimmst du den Brief für die Erbsenzähler mit?", sagte Michael

"Was kriege ich dafür.", grinste Karin in Richtung Büro.

Ralf, Peter, Thomas und Biggi standen um den Tisch.

Biggi nahm die Kollegen in die Arme, d.h. sie legte ihre um sie.

"Na, was wohl? Ne, Kuss oder gleich ein Duzend. Das kostet weniger.", meinte sie

Peter grinste, Ralf grinste, Thomas grinste.

Michael kam aus dem Büro nahm seine Karin in die Arme und gab ihr einen innigen Kuss.

Dann ging er wieder ins Büro. Nach einiger Zeit folgte Karin ihm. Die Tür des Büros schloss sich.

Biggi zu den Kollegen

"Karin hat Michael aber gut im Griff. Findet ihr nicht?", sagte sie.

"So könnte man das Sagen.", meinte Peter.

Sie saßen da und tranken einen Kaffee.

Mit einem Mal kam es von hinten

"Entschuldigen Sie können sie mir vielleicht sagen welcher Arzt Notdienst hat. Ich bin von einem Auto gerahmt worden und vom Rad gefallen. Mir tut mein Arm und die Knie weh.", es war die Stimme einer jungen Frau.

Peter drehte sich um.

"Peter Berger, Sanitäter. Den Arzt haben wir da. Setzen Sie sich. Michael, Karin Notfall. Thomas gib mir mal die Tasche?", sagte er .

Die junge Frau kam langsam auf ihn zu. Man merkte ihr an, dass ihr das Laufen Schmerzen bereitete. Kurz vor Peter brach sie zusammen. Peter fing sie ab und legte sie auf das Sofa im AR. Da kamen Karin und Michael.

"Dr. Lüdwitz, das ist die Kollegin Dr. Thaler.", sagte Michael

"Können Sie mich hören und mir ihren Namen nennen?", fragte er weiter.

"Stella Cortini. Ich bin von einem Auto angerammt worden und vom Rad gefallen. Mein Arm tut weh und die Knie.", sagt sie

"Peter, Zugang und Ringer", wies er den Sanitäter an.

"Nun bleiben Sie mal liegen, das wird schon wieder.", sagte Karin zu ihr und strich ihr über die Schulter.

"Der Arm ist sicher ausgerenkt. Aber wahrscheinlich auch angebrochen. An ihrem Knie kann der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Wir fliegen sie nun in die Klinik. Dann wird man sie dort röntgen. ", sagte Michael.

"Sag mal wem gehört den das da.", sagte Max und stand mit einem verbeultem Fahrrad in der Türe.

"Das ist mein Rad.", gab Stella Cortini zur Antwort.

"Max stell das Rad bei uns in den Hangar, Thomas in welchem Krankenhaus werden wir erwartet? Trage bitte!", sagte Michael.

Sie legten die junge Frau auf die Trage. Peter betrachte sie so gut es ging. Sie war jung, schlank und hatte dunkle Haare. Auf Grund der Mittel schlief sie nun. Thomas starte den Heli und sie flogen in das Klinikum Traunstein. Dort wurde Stella Cortini geröntgt. Sie musste wegen Verdachts auf eine Gehirnerschütterung dableiben. Ihr Arm war nur stark geprellt. Der Meniskus hatte nicht den Schaden erlitten den Michael befürchtet hatte. Nach dem Einsatz kehrte die A-Crew zurück zum Stützpunkt. Da heute der Nachtdienst ausfiel und die B-Crew erst morgen den Dienst der ersten Schicht übernehmen würde, war Peter der letzte der die Basis verlies. Auf dem Boden neben dem Sofa entdeckte er eine Tasche. Er schaute nach und sah, dass Stella Cortini gehörte. Na, wenn das kein Zufall ist , dachte er und nahm sie mit in seinen Wohncopter.

Am nächsten Tag rief Peter in der Klinik an und erfuhr, dass sie noch sicher bis Ende der Woche dort bleiben müsse. Na, gut dachte er dann werde ich sie demnächst besuchen. Seinen Kollegen verriet er nichts.

Die A-Crew hatte Dienst und die B-Crew war schon im AR. Biggi sah den Heli und ein Auto kommen. Das Auto hatte Münchner Kennzeichen und gehörte Frank Ebensieder. Er war nun im Aufsichtsrat der Flugsicherung beschäftigt. Der Heil landete mit viel Wind, so machten sie das immer Thomas und sie.

"Hallo Ralf, Karin und Biggi", klang es fröhlich zur Türe rein.

"Hallo Laura. Wie geht es dir?", fragte sie die Tochter des Kollegen.

"Gut, es sind Ferien. Seit einer Stunde. Gott sei Dank den ich bin ausgepowert. Die nächste Woche werde ich sicher viel schlafen, lesen ja und Romina und Nick, die stehen auch auf dem Programm. Dirk kommt auch gleich.", sagte sie.

Die A-Crew kam rein.

"Hallo Laura. Ebi hat Michael hat Michael in Beschlag genommen, das heißt nix gutes. Dein Papa kommt noch.". sagte er zu ihr.

"Bin schon da. Die hohe Eminenz aus München kommt Biggi. Nun werden wir gleich sehen ob unsere Berichte richtig waren. Hoffen wir’s für uns.", sagte Thomas und sah die Kollegin etwas entsetzt an.

"Guten Morgen die Herrschaften. Ach ich sehe Sie haben Besuch. Hallo Laura", grüßte Ebensieder.

"Grüß Gott. Herr Ebensieder. Denn für Morgen ist ja schon sehr spät. Es ist fast 15.00 Uhr", sagte Laura.

"Herr Wächter, Frau Schwerin, Sie werden Überstunden machen müssen. Die Berichte waren eine Katastrophe. Sie haben zwar alle Berichte ausgefüllt, wenn man davon absieht, dass Frau Schwerin, mit den Namen ein Problem hat. Aber die neuen Berichte haben zwei Seiten. Sie haben nur eine Seite abgegeben.", sagte er mit einem höhnischen Grinsen auf dem Gesicht.

Biggi sahs am Tisch. Thomas setzte sich nun. Sie sahen sich an. Bevor einer der Beiden was sagen konnte ergriff Laura Partei.

"Also das ist ja nun der Gipfel der Unverfrorenheit. Sie schicken denen neue Formulare. Nicht mal ein Probeformular. Erwarten, dass die sich ohne Anleitung da durchkämpfen und machen dann noch Vorwürfe wenn es nicht nach ihrem Geschmack ist. Ich habe mir das Formular mal angeschaut. Ist zwar übersichtlich, doch eine Ausfüllhilfe wäre auch ganz nett. Außerdem wie sollen die Beiden die zweite Seite ausfüllen oder sich mit ihr beschäftigen, wenn keine da ist , Herr Ebensieder? Das kostet denen wieder ihr freies Wochenende. Meinen Sie die haben keine anderen Hobbys? Mein Vater und ich wollten am Wochenende was unternehmen. Das können wir uns ja nun abschreiben.", sagte sie ruhig, aber sehr bestimmend.

Laura kochte vor Wut. Sie sah Ebensieder sehr böse an. Dann ging sie in Büro und holte den Ordner und die Vorlage des Formulars und legte es auf den Tisch. Es war ruhig sehr im AR. Die anderen waren auch sehr entsetzt. Ebensieder sah das Formular. Laura drehte sich um . Sie sah Dirk. Sie ging an Ralf, Karin, Michael, Peter und Dirk vorbei. Zu ihm sagte sie leise. "Ich gehe raus. Sonst verliere ich meine Fassung noch. Ich finde das eine Schweinerei.", dann verlies den Raum. Sie setzte sich vor den Heli.

Zur gleichen Zeit drinnen. Ebi schaute nach der zweiten Seite. Biggi leise zu Thomas

"Die ganze Arbeit um sonst. Laura ist nun sauer. Und mit Grund berechtigt. Aber woher hatte sie das Formular?", fragte sie ihn.

"Von mir. Ich habe die Berichte daheim gemacht, weil ich auch mal wieder Sehnsucht nach meiner Tochter hatte. Da hat sie, sie gesehen und mir beim Ausfüllen geholfen.", sagte er.

"Ich sehe Ihnen wurde zweite Seite nicht geschickt. Tut mir leide aber ich brauche die korrigierten Berichte bis in einer Woche. Ich habe ein Formular der zweiten Seite im Auto. Ich hole es Ihnen.", sagte Ebi . Dirk schüttelte verständnislos den Kopf.

Dann ging er zu Laura. Er setze sich neben sie. Vorsichtig legte er seine Arme um ihren Hals. Er küsste sie. Sie sah auf.

"Ist er weg?", wollte sie wissen

"Nein, er will die korrigierten Berichte bis nächste Woche. Mir tun Thomas und Biggi leid. Ja und du vor allem. Ihr wolltet doch was unternehmen. Du und Thomas.", sagte er einfühlsam.

"Ich werde wohl wie immer an zweiter Stelle kommen. Diese Scheißberichte. Sag mal müssen die Fliegen oder müssen die Formulare ausfüllen. Nur wegen dem....", Laura sagte es unter Tränen.

"Ich komme gleich wieder.", sagte Dirk zu ihr. Er ging in den AR. Ebensieder war noch da.

"Gut ich komme in einer Woche wieder und hole mit den Bestellungen, Statistiken und den Arztberichten, die Pilotenberichte. Einen schönen Tag, Herrschaften", sagte Ebi und ging. Michael folgte ihm. Er wollte ihn um Verständnis bitten, das er doch sie erst in zwei Wochen holen würde, so hätten Thomas und Laura mal Zeit für sich. Nur Ebi blieb hart.

Als Ebi und Michael den Raum verlassen hatten, meinte Dirk.

"Laura weint. Hat jemand ein Taschentuch. Ich habe keine bei mir.", sagte er.

Karin gab ihm welche. Er ging.

"Hoffentlich erreicht Michael was.", sagte Karin.

"Das kannst du vergessen. Ich gehe nun zu Laura. Wir wollten doch nach München und zum Schwimmen am Wochenende. Jedenfalls habe ich ihr versprochen, dass ich für sie da bin.", sagte Thomas.

Dann sah er zu Biggi. Auch sie war sehr enttäuscht.

Laura weinte noch als sich Thomas neben sie und Dirk setzte. Sie hatte den Kopf an Dirks Schulter gelegt. Er streichelte sie, genauso wie Dirk.

Michael kam zurück in AR.

"Und?", wollten alle wissen.

"Nein, er will die Berichte nächste Woche, er kann nicht eine Woche länger warten. Blöde Erbenzähler. Na, der hat keine Familie und mit dem Verhalten wird er auch keine kriegen. Wo ist Thomas und Dirk?", wollte er wissen.

"Draußen bei Laura die heulte nun. Verständlicherweise.", sagte Ralf und sah die Kollegen an.

"Meint ihr wenn ich mit ihr rede.....", weiter kam Michael nicht, da ihm Peter ins Wort fiel

"Das kannst du vergessen, Thomas und sie wollten nach München und am Sonntag schwimmen gehen. Mal ganz allein wollte sie ihren Papa haben, das hat ihr nun Ebi verdorben. Bloß wegen solcher Scheißberichte. Zu dem fand ich es sehr mutig von ihr sich hinter Thomas und Biggi zu stellen.", sagte er und man konnte ihm die Wut in der Stimme anhören.

"Wo ist die zweite Seite? Darf ich sie mal sehen?", sagte Biggi.

Michael gab sie ihr. Sie sah sie an. Sie seufzte.

"Da brauchen ich und Thomas ja wieder ne Nachtschicht, um durchzusteigen. Haben wir diesmal ne Ausfüllhilfe erhalten?" ,sagte sie

"Nein", war Michaels knappe Antwort.

Thomas kam rein. Er war sehr sauer.

"Thomas schau dir mal die zweite Seite an. Sag nichts. Das ist wieder ne Nacht für uns. Die ist noch undurchsichtiger wie die erste.", mit diesen Worten gab Biggi ihm das Formular.

Er schüttelte den Kopf. Dann setzte er sich zu Biggi an den Tisch.

"Laura hat sich mit vereinten Kräften beruhigen lassen. Musst ihr aber versprechen, dass wir wenigsten Essen gehen zum Italiener. Das ist doch blanke Schikane. Aber ich muss fast 50 Berichte korrigieren. Die neuen noch mit inbegriffen. Mal sehn ob wir da durchsteigen. Aber vielleicht fahre ich mit ihr trotz allem nach München morgen früh. Laura kann nichts dazu.", sagte er.

"Hast du morgen abende dann Zeit Biggi? So gegen 21.30 bei uns.", sagte er.

"Ja gut. Wir könnten heute Abend ja bei mir noch zusammen die Berichte korrigieren. Macht 22.00 Uhr was aus, Thomas? Kann auch später sein, wenn du mit Laura noch essen gehen willst?", meinte Biggi

Dirk kam rein. Er ging geradewegs in das Büro seines Vaters. Er schloss die Türe.

"Kann ich heute mal länger weg? Es ist die Nacht des Buches und alle Büchereinen und Buchhandlungen haben bis 0.00 Uhr offen. Ich wollte Laura fragen ob sie Lust hat dort hinzugehen. Hast du Ebi gefragt, ob er verlängert?", fragte er seinen Vater und setzte sich vor seinem Schreibtisch auf den Stuhl.

"Ja, das habe ich , aber er hat nicht mit sich reden lassen. Das mit heute Abend geht klar. Ich gebe dir dann noch ein Geld dann könnt ihr euch ja beide einige Bücher kaufen. Ich kann Lauras Wut verstehen. Mir geht es nicht besser. Auch wenn dies keiner meinte", sagte Michael zu seinem Sohn. Da klopfte es.

Es war Laura.

"Ich fahre heim. Kommst du mit oder rufst du mich später mal an? Ich lege mich erst mal hin, wenn ich daheim bin. Ich bin von der Schule noch ziemlich fertig und das hat mir nun den Rest gegeben.", sagte sie.

Ihr Augen waren noch rot vom Weinen. Dirk sah sie an.

"Ich rufe dich dann an. Oder ich komme bei euch gegen 18.00 Uhr vorbei", sagte er. Dabei lächelte er sie an. Sie lächelte zurück auch wenn es ihr schwer viel.

Laura verabschiedete sich von allen. Thomas sah sie an. Er drückte sie. "Leg dich erst mal hin, Maus. Ich rufe dich dann mal an. O.k.", sagte er.

Nach einiger Zeit ging auch Dirk. Die B-Crew ging bis auf Biggi. Die nahm sich die Berichte vor. Ja und die zweite Seite. Thomas hatte sich neben sie gesetzt. Beide mussten sich nun damit beschäftigen. Ob sie wollten oder nicht. Da kein Einsatz war, blieb es ruhig. Peter hatte noch mal s Kaffee gemacht und stellte ihn nun auf den Tisch. Dann ging er den Heli putzen. Das war nun Ablenkung. Denn soviel Ungerechtigkeit brachte ihn zur Weißglut. Gerade Laura. Er mochte die Tochter von Thomas so gerne. Sie war eigentlich sehr fröhlich, höflich und ausnehmend hübsch. Die Schwäche die Dirk für sie hatte konnte er gut verstehen. Als er nach dem Putzen wieder in den AR kam stieß er fast mit Michael zu sammeln. Dieser setzte sich zu den Piloten an den Tisch.

"Ich habe Ebi um eine Woche Verlängerung gebeten nur er hat nicht mit sich reden lassen. Lauras Wut kann ich verstehen. Mir geht es nicht anders. Ich könnte schon ne Woche länger auf die Dinger warten. Darf ich die Formulare mal sehen? Dirk will mit Laura in "Nacht des Buches" heute Abend. Ich habe ihm erlaubt bis 0.00 Uhr wegzubleiben. Ich hoffe du hast nicht dagegen Thomas?", sagte Michael

Thomas fuhr sich mit den Händen erst übers Gesicht, dann durch die Haare.

"Ist schon o.k. Michael. Das es an dir nicht liegt wissen wir alle hier. Nein, wenn Laura Lust hat ist das kein Thema. Biggi ich blicke das nicht. Du etwa?", sagte er uns atmete tief. Sehr tief. Die Verzweiflung war ihm anzumerken.

"Nein Thomas ich auch nicht. Weist du was wir zeigen das mal Laura. Vielleicht hat sie ne Idee. Mehr als ne Wutanfall kann sie nicht bekommen. Aber ich gehe jetzt duschen und fahre heim. Kommst du heute Abend Thomas?", sagte Biggi.

Er nickte nur. Als Biggi aus der Dusche kam war die A-Crew im Einsatz. Ein Mann war in eine Grube gestürzt. Peter musste in mit der Seilwinde bergen. Danach sah er aus wie der Mann. Schlammig. Sie flogen ins Krankenhaus.

Sie waren auf dem Rückflug. Biggi wollte schon gehen als Thomas sich per Funk meldete.

"Medicopter 117 für Basis bitte kommen", sagte er.

"Basis hört. Thomas was ist los?", sagte Biggi

"Wir kommen nicht mit Sani sondern mit Erdmännchen", scherzte er.

Biggi sah die Drei. Als sie Peter sah brach sie in schallendes Gelächter aus.

Zu Thomas und Michael

"Ihr seit nicht mehr einsatzfähig. Ihr habt keinen Sani mehr. Also Feierabend.", sagte sie.

"Schön wär’s " war die knappe Antwort der Beiden. Biggi ging.

Sie fuhr in ihre Wohnung und räumte auf. Dann ging sie einkaufen. Als sie aus dem Lebensmittelgeschäft rauskam, sah sie Peter. Sie ging auf ihn zu.

"Hallo, hatte ich doch recht mit dem dienstunfähigen Sani.", sagte sie und lachte.

"Hallo Biggi. Nein, Ebi hat angerufen. Er meinte Thomas solle eher gehen, dann hätte ja Laura wenigsten ein paar Stunden den Vater. Das habe ich mit bekommen. Dann hat Michael die Türe vom Büro geschlossen. Als er rauskam hat er zwar ruhig "Feierabend" gesagt aber dem seine Augen haben gefunkelt als wolle er jemand den Hals umdrehen.", sagte Peter

"Klar, der steht voll hinter uns.", sagte sie

Dann ging sie heim und legte sich in die Badewanne.

Thomas sperrte kurz vor 18.00 Uhr die Wohnungstüre auf. Er war am Rückweg noch einkaufen gewesen. Bei Aldi, Lidl und Getränke hatte er geholt. Laura hatte er einen Kasten Punika mitgebracht. Den trank sie so gerne. Er stellte die Tüten in die Küche. Dann ging er zu Lauras Zimmer. Die Türe war angelehnt. Er öffnete sie langsam. Da lag sie uns schlief. Seine Laura. Er streichelte ihr übers Haar. Dann ging er aus dem Zimmer und schloss die Türe. Als er eine Tüte ausgepackt hatte klingelte es. Er öffnete und Dirk und Michael standen vor ihr.

"Hallo ihr beiden.", sagte er und lies die Freunde ein.

"Hallo Thomas.", sagten sie

"Dirk, Laura schläft noch. Willst du sie wecken?", fragte er

"Nein. Lass sie ruhig schlafen, die hat so viel gelernt und ohne Aufregung war ihr Tag nicht.", sagte er .

Sie gingen in die Küche. Thomas und Michael tranken ein Bier miteinander. Dirk eine Cola. Michael erzählte von dem Gespräch mit Ebi. Er hatte ihm klar gemacht, dass man mit guten Mitarbeitern nicht so umgeht. Ebi hatte sich über Lauras Verhalten beschwert. Er fand es unsozial. Thomas hörte zu. Auch Dirk . Sie schüttelten nur die Köpfe. Da hörten sie eine Türe gehen. Laura war aufgewacht. Sie kam in die Küche. Als sie den Kasten Punika sah, drückte sie Thomas.

"Papa du bist der Beste.", sagte sie

"Das weiß ich zu schätzen, aber ich denke den brauchst du . Denn du musst dir die zweite Seite von dem Formular anschauen und es mir erklären, damit ich es Biggi erkläre. Wir verstehen es nicht. Für das Blatt Papier sind wir zu dumm, Laura.", sagte Thomas und sah die Tochter an.

"Na, dann gib mal her Papa", sagte sie und setzte sich zu Dirk

Der bekam in einem Moment , in dem sich Laura nicht beobachtet fühlte, schnell noch einen Kuss auf die Wange.

"Was? Das Formular oder den Punika? , wollte Thomas wissen.

"Beides", sagte sie.

Thomas gab stellte ihr ein Glas Punika hin und gab ihr das Formular in die Hand.

Dirk fragte sie.

"Gehst du mit?"

"Wohin?" wollte Laura wissen ohne von dem Formular aufzusehen.

"In die Nacht des Buches. Sie beginnt um 20.00 Uhr. Alle Läden und Bücherereien haben bis 0.00 Uhr auf und ich muss erst danach daheim sein.", sagte er.

"Klar gehe ich mit. Aber ich muss um 22.00 Uhr daheim sein.", sagte sie

"Nein, um 0.00 Uhr", sagte Thomas.

Auf einmal stand Laura auf. Sie ging zum Telefon und wählte Biggi Nummer.

Da Biggi nicht da war sprach sie auf Band.

Hallo Biggi, hier ist Laura. Wenn du heute Abend was tolles Erleben willst dann musst du ganz schnell zu uns kommen. Ich weiß brandaktuelles. Also auf bald! Laura

Biggi hörte nach dem Heimkommen den Anrufbeantworter ab und stellte nur die Sachen hin. Dann hörte sie die Nachricht von Laura nochmals ab. Bevor sie ging stellte sie den Sekt noch kalt. Der war für Thomas und sie gedacht.

Dann fuhr sie zu Thomas.

Laura ging in die Küche. Sie grinste wie ein Honigkuchenpferd. Thomas, Michael und Dirk sahen sie entsetzt an.

"Der Ebi ist so blöd Papa. Der weiß net mal was er für ne Mist macht.", sagte sie und lachte. Da klingelte es. Biggi stand vor der Türe.

"Hallo Biggi", sagte Thomas und lies die Kollegin ein.

"Hallo Thomas. Laura hat mich angerufen und gesagt, sie wüsste was brandaktuelles.", sagte Biggi

Laura war mit ihrem hellem Lachen nicht zu überhören. So kannte Biggi die Tochter des Kollegen. Lustig und froh. Der Schlaf hat ihr gut getan, dachte sie.

"Hallo Biggi, der Ebi ist so blöd der merkt nicht mal, wenn er Mist baut", sagte sie.

"Warum? Erzähle, bzw. erkläre uns das mal!", sagte sie.

"Setz dich, neben Papa.", sagte Laura.

Dann ging sie in ihr Zimmer und holte die erste Seite des neuen Formulars.

Oben stand darauf. Einsatzprotokoll.

  1. Für den Piloten.
  2. Das war eine Seite lang. Am Anfang der zweiten Seite stand ganz groß drauf.

  3. Für den Notarzt/in, medizinische Befunde. Bitte geben Sie dies bei der Einweisung in die Klinik dem Kollegen.

Das zeigte sie nun Thomas und Biggi. Die sahen sich an. Dann fingen sie herzhaft das Lachen an. Laura ging um den Tisch zu Michael. Dem zeigte sie das auch. Auch dieser musste Lachen.

"Nur eines Michael leuchtet mir nicht ein. Warum muss der Pilot/in auf der zweiten Seite unterschreiben, wenn die für den Arzt/Ärztin in der Klinik bestimmt ist? Kannst du mir das klarmachen. Wahrscheinlich suchen deine "Bürohengste und Erbsenzähler" in München nur nach Papas und Biggis Unterschrift, die aber leider in der Notaufnahme der einzelnen Kliniken liegt. Da die zweite Seite ja für die bestimmt ist.", sagte Laura und verdrehte die Augen. Dann verzog sie das Gesicht. Schaute Dirk an und meinte

"Habe ich recht?"

"Ja, hast du Laura", sagte Biggi und stand auf und gab ihr ein Bussi auf die Wange.

"Siehst du der Abend ist gerettet.", sagte Laura

"Gehen wir morgen in München dann essen Papa?", fragte sie Thomas

Dieser nickte. Dann ging sie sich duschen und umziehen. Als sie fast fertig war kam rief sie nach Thomas. Er ging in ihr Zimmer. Das Geld legte er auf den Schreibtisch.

"Du und Biggi ihr macht euch einen schönen Abend. Ich komme pünktlich. Ach, ja gib es endlich vor dir zu, du liebst Biggi Papa. Außerdem Mama ist nun schon 5 Jahre tot und du musst auch an dich denken. Ich bin keine 10 mehr. Außerdem, wenn das mit Biggi was werden würde, wäre ich auch total glücklich.", sagte sie zu ihm und küsste ihn. Dann nahm sie die Strickjacke und das Geld, sowie ihren Rucksack und ging. Thomas folgte ihr.

Michael fuhr heim zu Karin, mit der wollte er auf der Terrasse einen schönen Abend bei Kerzenschein und Wein verbringen. Laura und Dirk gingen in die Nacht des Buches.

Thomas und Biggi fuhren zu Biggi. Bevor er ging legte er auf Lauras Schreibtisch einen Zettel

Hallo Laura

Weiß nicht wann oder ob ich komme.

Alles Liebe

Papa

Peter machte sich einen schönen Abend beim Fernsehen. Morgen wollte er Stella Cortini besuchen. Da musste er ausgeruht sein.

Am anderen Tag es war ein Samstag. Die Basis war für das Wochenende geschlossen. Peter war sehr früh auf, da er etwas nervös war. Das kam ihm bei sich schon etwas seltsam vor. Nur die Frau, die sie vor einigen Tagen in die Klinik flogen, ja die hatte etwas sonderbares an sich. War es ihr südländisches Aussehen. Er war es der Name, der ihm schon südländisch vorkam. Nicht jeder heißt ja Cortini. Also eine deutscher Name war das nicht. Er frühstückte und las genussvoll die Zeitung. Dann machte er sich auf den Weg ins Krankenhaus. Fast hätte er beim Einparken ein anderes Auto angefahren. Gerade im letzten Moment hatte er die Kurve bekommen.

Er nahm die Blumen, ein bunter Strauss aus Sommerblumen und die Tasche die ihr gehörte, so wie einen Saft und ein Buch hatte ihr gekauft. Er ging zur Information und bekam gleich die Auskunft wo das Zimmer war in dem die junge Frau lag.

Er klopfte. Sein Plus stieg und ihm schoss das Adrenalin in die Adern.

"Ja bitte", bekam er zu hören.

Er öffnete die Türe. Da war sie. Genauso hübsch , ja auf alle Fälle noch schöner als er sie in Erinnerung hatte.

"Herr Berger von Medicopter 117 oder irre ich mich. Nur ihr Vorname ist mir entfallen.", sagte Stella Cortini.

"Hallo Frau Cortini, ich wollte Ihnen nur die Tasche wieder bringen, die habe ich am Abend gefunden. Nur die letzten Tage hatte ich bis abends Dienst. Daher hat es so lange gedauert.", versuchte er sich zu entschuldigen.

"Setzen Sie sich. In der Tasche sind alle Ausweise drin. Und mein Geldbeutel.", sagte sie und fügte nach einer Weile an. Peter zog einen Stuhl an das Bett und setzte sich neben sie.

"Es fehlt nicht ein Cent. Sie sind ein wahrer Schatz.", sie war begeistert.

Stella Cortini war von der Ehrlichkeit des Sanitäters überwältigt. Sie setzte sich auf.

"Am Dienstag darf ich heim. Gestern war mein Bruder da. Man hat ihn verständigt. Er ist bei den "Ärzten ohne Grenzen" angestellt. Dort arbeitet er immer im Ausland bei Katastropheneinsätzen. Er ist Notarzt und Chirurg. Sie haben ihn in Kuba angetroffen. Dann ist er hergeflogen .Nun will er bleiben bis ich wieder auf den Beinen bin. Muss nicht sein.", sagte sie.

"Warum?", wollte Peter wissen.

"Na, weil große Brüder alles besser wissen.", sagte sie.

Es klopfte. Nach kurzer Pause trat ein großer stattlicher Mann ein. Er hatte braunes Haar und eine Brille auf der Nase.

"Herr Berger der Sanitäter von Medicopter 117, mein Bruder Dr. Enrico Cortini.", stellte sie die Beiden vor.

"Grüß Gott Herr Dr.Cortini", grüßte Peter.

"Herr Berger hat mir meine Tasche wiedergebracht. Ich habe sie beim Umfallen in der Basis vergessen.", sagte sie.

"Ich gehe dann und wünsche Ihnen alles gute Frau Cortini.", sagte er.

"Am Dienstag darf ich heim. Kann ich Sie am Samstag zum Essen einladen. Ich bestelle uns einen Tisch beim Italiener. Sagen wir so um 20.00 Uhr.", sagte sie.

"Tut mir leid am nächsten Wochenende habe ich Dienst.", sagte Peter

" Am Donnerstag da hätte ich Zeit.", schlug er vor.

"Gut am Donnerstag um 20.00 Uhr beim Italiener am Markt. Ich bestelle uns einen Tisch. Sie sind mein Gast. Ich freue mich sehr.", sagte sie.

Peter verabschiedete sich.

Dann ging er.

Biggi und Thomas hatten bei Biggi einen Film geschaut. Nur beide hatten vor lauter Küssen und Zärtlichkeiten austauschen nicht viel mitbekommen. Irgendwann schaltete Biggi den Film aus und ließ sich von Thomas in ihr Schlafzimmer tragen. Es folgte eine wunderschöne Nacht.

Thomas wachte gegen acht Uhr auf. Er küsste sie und eine verschlafene Biggi sah ihn an.

"Es war wunderschön. Schlaf noch ein wenig. Ich will mit Laura nach München. Ich habe es ihr versprochen. Oder willst du mit.", sagte er sanft zu ihr. Dann küsste er sie.

"Nein, der Tag gehört dir und Laura, Thomas. Sie ist deine Tochter.", sagte Biggi.

"Aber auf heute Abend freue ich mich jetzt schon.", fügte sie an.

Thomas fuhr nach hause. Als er die Wohnung betrat schlief Laura noch. Er kochte Kaffee. Als er den Tisch gedeckt hatte ging eine Türe, Laura war aufgewacht. Sie stand an den Türrahmen gelehnt. Sie wischte sich den Schlaf aus den Augen.

"Morgen Papa, ich muss dir was gestehen. Ich bin erst um 1.00 Uhr in der Wohnung gewesen. Bin von Dirk nicht losgekommen. Bist du sauer.", sagte sie.

Thomas sah sie an dann begann er zu lachen. Er schüttelte nur den Kopf. Dann berichtete er Laura wo er war. Sie sah in an. Beide lachten.

Sie frühstückten, dann fuhren sie nach München. Sie gingen shoppen durch die Stadt. Dann besuchten sie noch Lauras Großeltern. Veras Eltern. Diese freuten sich die Enkelin wieder zu sehen. Mit ihnen gingen sie Essen. Gegen 20.00 Uhr kamen sie zurück. In einer halben Stunde würde Biggi kommen. Thomas freute sich auf sie schon. Laura telefonierte nach der Rückkehr mit Dirk. Sie wollten sich das neue Jugendtanzcafe anschauen. So verabredeten sich die beiden auch für 20.30 Uhr.

Als Laura weg war, setzte sich Thomas erst mal an den Tisch im Wohnzimmer und sah die Post durch. Da klingelte es. Hatte Laura was vergessen. Es war nicht nur Biggi sondern auch Michael und Karin die vor der Türe standen.

"Sag mal wo ist Laura?", wollte Biggi wissen.

"Du hast drei Versuche.", sagte Thomas

"Mit Dirk unterwegs. Na, die braucht morgen nicht aufstehen. Wir schon. Leider.", "Karin und Michael gehen ins Kino. Wollen wir mitgehen und unseren Schreibkram dann machen, Thomas?", sagte fragte sie

"Gut, ich zieh mich nur schnell um. Ich schwitze immer noch. Also den nächsten Einkaufsbummel macht Laura allein. Das ist sicher. Oder Dirk hält her. Aber ich nicht. Das ist sicher. Die ist so was von wählerisch und sprunghaft das ist nicht auszuhalten. Also wenn ich richtig gezählt habe hatte sie min. 15 Hosen an. Davon hat sie dann am Schluss drei genommen – die günstigsten.", sagte er und schüttelte den Kopf. Michael verzog das Gesicht, denn er verstand den Freund. Karin und Biggi sahen sich an und mussten lachen. Als Thomas kam meinte er nur.

"Sagt mal was lacht ihr beide so.?" und sah Karin und Biggi vorwurfsvoll an.

"Weil ihr Männer im allgemeinen herrlich seit.", sagte Karin

"Wie dürfen wir das verstehen?", sagte Thomas.

Michael machte einen Sprung nach zurück. Da ging die Türe auf und Laura, die bis auf die Knochen nass war herein und schimpfte. Sie verschwand so gleich ins Badezimmer. Michael sah Thomas an und der zuckte mit den Schultern. Kurz da nach öffnete sich die Türe und Dirk lugte herein. Er sah seinen Vater an. Dann Thomas, Karin und Biggi. Im standen Tränen in den Augen.

"Ich sage dir eins Laura ist und bleibt ein Original. Wir waren am Markt an dem Brunnen. Bevor ich Eis holen gegangen bin war sie noch trocken. Jetzt ist sie nass.", sagte er

"Das sehe ich, Dirk. Ja und sauer.", sagte Michael

"Laura kam und hat mir erzählt was sie mit Thomas heute erlebt hat. Ja und das sie einkaufen waren. Im geheimen war Thomas heute nicht zu beneiden. Wenn die wirklich 5 Hosen anprobiert hat. Ich wäre nach der zweiten gegangen. Ja von den Hosen rede ich nun. Also Laura sitzt auf dem Rand des Brunnens und will das Eis nehmen. Radfahrer kommt vorbei. Verliert einen Teil des Gleichgewicht. Hält sich kurz an. Das heißt er schubst Laura mit samt dem Eis in den eiskalten Brunnen. Die macht ne Drehung in den Brunnen und kommt ohne Verletzungen raus. Aber stinksauer. Die Drehung war schon pilotenreif, das hätte ich nicht hinbekommen. Na, ja ich hoffe sie ist nicht mehr so sauer wenn sie geduscht hat.", sagte er.

"Wenn die nur 5 Hosen probiert hätte dann wäre ich net so fix und fertig. Die hat 15 probiert und du gehst das nächste mal mit, Dirk. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.", sagte Thomas.

Laura huschte in ihr Zimmer und zog sich frisch an. Sie zog einen langen Rock an. Darauf hatte sie ein Twinset an. Die Haare waren gefönt. Sie sah bezaubernd aus.

"Karin, mir schon klar warum Laura ne Freund braucht. Der ist muss zwei Aufgaben erfüllen. Freund und Bodygard. Die kann man nicht alleine auf die Strasse lassen.", flüsterte Biggi ihrer Freundin ins Ohr. "Das sehe ich auch so", bekam die beiden zu hören. Es war Laura die es gehört hatte. Sie tippte Dirk an, lachte ihn an. "Gehst du mit mir schauen ob mein Eis noch im Brunnen schwimmt?", meinte sie und sah ihn etwas verführerisch. Dirk konderte sehr schnell. " Wenn du mir versprichst nicht wieder ein Bad zu nehmen, dann ja.", sagte er lachend. Die beiden gingen. Thomas und Michael schauten sich an. Dann gingen sie ins Kino. Danach wollten Michael und Karin noch was trinken. Biggi wollte heim. Thomas wollte sie heimfahren. "Nein ich will nicht heim, wollten wir uns nicht bei dir ne schönen Abend machen?", sagte sie lachend im Auto.

Thomas fuhr zu der Wohnung. Sie setzten sich noch aufs Sofa und tranken ein Glas Rotwein. Biggi schlug ihre Beine über seine und fing ihn an zu küssen. Thomas stellte das Glas hin, er küsste sie, nach einer Weile nahm er sie auf den Arm und trug sie in Richtung Schlafzimmer. Sie verbrachten ein wunderschöne Nacht miteinander. Nur leider endete mit Klingeln von Thomas Wecker.

Peter war am Montag der erst der in der Basis war. Er kochte Kaffe und deckte den Tisch. Dabei pfiff er durch die Gegend. Michael und Thomas waren von der Nacht noch etwas benommen und nicht so begeistert von der guten Laune von Peter. Doch sie wurden auch neugierig.

Michael zu Thomas "Peter scheint bei einer Frau gelandet zu sein. Der Laune nach."

Copyright 2005: Daniela

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