Hauptpersonen:
Lena Kollmann
Gabriele Kollmann
Johannes Mau
Ralf Staller
Das Feuer der Liebe erlosch nie!
Von Mareike
``Hallo Lena. Na wie war’s bei Papa?´´ Lena zuckte die Schultern und verschwand in ihrem Zimmer. Gabriele sah ihrer Tochter nach. Seit einem halben Jahr war sie von ihrem Mann geschieden. Sie hatte das Sorgerecht für ihre gemeinsame zehnjährige Tochter bekommen nach dem diese gesagt hatte das sie gerne bei ihrer Mutter währe. Ihr Ex- Mann durfte sie jedes Wochenende sehen doch in letzter zeit ging Lena immer wiederwilliger zu ihm. Seufzend ging Gabriele ihr nach. Leise betrat sie das Zimmer. ``Was ist Passiert?´´ ``Er hat wieder versucht mir einzureden das du keine Zeit für mich hast und das du mich vernachlässigst. Warum kapiert er nicht das ich bei dir bleibe und das ich merke wie er dich schlecht Mach?´´ ``Ich weiß es nicht mein Engel. Komm las uns über was anderes reden. Wie war dein Tag den sonst so?´´ Sanft strich sie ihrer Tochter über den Kopf. ``Wie immer bei ihm. Er schenkt mir haufenweiße Babyzeug (wie Lena die Sachen nannte die ihr Vater ihr schenkte), wir waren im Kino, im Freizeitpark, essen usw.´´ genervt drehte sie sich um. ``Was möchtest du den jetzt essen? Oder hast du keinen Hunger mehr?´´ ``Hunger habe ich schon. Ich möchte am Liebsten Pfannkuchen mit Schinken und Käse´´ sie grinste ihre Mutter an. ``Kriegst du. Hilfst du mir?´´ Lena nickte und lief in die Küche. Gabriele sah ihr lächelnd nach. Sie stand auf und folgte ihr. In der Küche machte sie den Teig während Lena den Gekochten Schinken in Streifen schnitt und den Käse fertig machte. Als sie fertig war setzte sie sich auf die Arbeitsfläche. ``Papa hat echt keine Ahnung was mir gefällt. Die ganzen Sachen die er mir immer schenkt sind doch was für Kleinkinder. Ohrringe, Stifte usw. außerdem habe ich schon Kisten voll von dem Zeug. Er denkt immer ich will Pizza oder Pommes essen dabei hängt mir das Zeug langsam zum Hals raus.´´ ``Warum sagst du ihm das nicht einfach?´´ ``Ha Ha guter Witz hast du ihm schon mal was sagen können ohne das er dir jedes Wort im Mund umdreht?´´ ``Nein´´ musste Gabriele lächelnd zu geben. Früher, ja früher da konnte man Prima mit ihm reden aber irgendwann hat er alles immer als persönlichen Vorwurf verstanden egal was man sagte. ``Siehst du. Bei Ralf ist das Alles irgendwie anders. Warum ist das mit euch eigentlich kaputt gegangen?´´ ``Das weißt du doch außerdem möchte ich jetzt weder über Johannes noch über Ralf reden.´´ Lena merkte das ihre Mutter wirklich nicht darüber reden wollte deswegen wechselte sie das Thema. Sie erzählte ihrer Mutter von der Bevorstehenden Klassenfahrt und von der Schule und was es sonst noch so neues gab. Als das essen fertig war setzten sie sich an den Tisch. Gabriele nahm sich vor am nächsten Wochenende mit Ihrem Ex- Mann Johannes zu sprechen.
Am Nächsten Wochenende:
Es klingelte und Lena ging öffnen. ``Hallo Papa´´ begrüßte sie ihren Vater wenig begeistert. ``Hallo mein Engelchen. Schau mal was ich dir mit gebracht habe.´´ Er gab ihr ein kleines Schächtelchen und Küsste sie auf die Stirn. Lena drehte sich leicht weg doch ihr Vater merkte nichts. ``Du sollst mich nicht dauernd Engelchen nennen.´´ ``Ja ja schon gut Engelchen.´´ Lena sah ihren Vater an. Er hörte ihr überhaupt nicht zu. Sie öffnete das Schächtelchen und zum Vorschein kamen zwei kleine Ohrstecker in vorm von kleinen Häschen.´´ ``Danke Papa´´ sie setzte ein lächeln auf und verschwand in ihrem Zimmer. ``Das dritte paar´´ sagte sie zu sich selbst als sie das Kästchen neben die beiden anderen stellte. Johannes ging ins Wohnzimmer. Er war mit der Scheidung ziemlich gar nicht einverstanden gewesen. Er liebte Gabriele, zumindest redete er sich das ein. ``Hallo´´ begrüßte er seine Ex- Frau. ``Hallo´´ antwortete Gabriele ihm kühl. Lena kam aus ihrem Zimmer. ``Ich will hier bleiben.´´ Johannes drehte sich zu ihr um. ``Aber Engelchen. Wir wollten doch ins Kino und essen gehen und so.´´ ``Papa wenn du dich auch nur ein bisschen für mich interessieren würdest wüstest du das ich Pommes und Pizza mittlerweile Hasse, ebenso wie Freizeitparks und Kinos.´´ Lena schrie ihren Vater fast an. Selbst Gabriele war überrascht. Wütend drehte Johannes sich zu ihr um. ``Was hast du ihr eingeredet?´´ ``Nichts´´ ``Ach so und deswegen will sie auf einmal nicht mehr mit.´´ ``Überleg doch selber mal. Jedes Mal wenn sie nach hause kommt ist sie schlecht gelaunt und durcheinander weil du ihr die ganze zeit was einredest.´´ ``Ich rede ihr was ein?´´ ``Ja´´ Gabriele und Johannes steigerten sich immer mehr. Sie standen sich gegenüber und schrieen sich an. Johannes schmiss ihr einen Vorwurf nach dem anderen an den Kopf und Gabriele versuchte irgendwie sich zu rechtfertigen. Lena stand daneben. Seit die beiden Geschieden waren war es noch schlimmer. Sie drehte sich um und ging in ihr Zimmer. Von dort bekam sie zwar noch alles mit allerdings nur gedämpft. Nach zehn Minuten sagte Gabriele etwas was Lena aufhorchen lies. ``Eigentlich hast du gar kein recht dich hier so aufzuführen.´´ Brüllte Gabriele. ``Und warum das nicht? Ich bin ihr Vater.´´ ``Nein bist du nicht´´ Lena sah entsetzt auf. Johannes war nicht ihr Vater? Sie ging zur Tür und öffnete sie einen spaltbreit. ``Ich bin nicht ihr Vater? Wer ist es?´´ Johannes war außer sich. ``Rechne halt nach´´ antwortete Gabriele nur. Lena schnappte sich ihre Jacke und ihre Kontokarte und verließ das Haus. Hier wollte sie nicht bleiben. Ihre Mutter hatte sie angelogen. Gabriele und Johannes merkten nichts sie standen sich immer noch gegenüber wie zwei Kampf Hähne. Schließlich verließ Johannes stinksauer das Haus. Gabriele lief ins Badezimmer und schloss sich ein. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Warum musste das alles so kommen? Warum war sie nicht bei Ralf geblieben? Ralf war ihr Kollege und ihre große Liebe. Damals waren sie das glücklichste Paar der Welt gewesen. Dann hatte Ralf ihr einen Heiratsantrag gemacht doch sie hatte nur zögernd ja gesagt. Nicht weil sie ihn nicht liebte sondern weil sie angst davor hatte. Eine Ehe war so etwas entgültiges. Dann ging ihr alles zu schnell und irgendwann stritten sie nur noch. Nach einem ziemlich schlimmen Streit hatte sie sich von ihm getrennt. Ralf war in die Kneipe gefahren und hatte sich vollaufen lassen. Irgendeine junge Frau hatte ihn angemacht und er war drauf eingegangen. Als Gabriele erfuhr das er mit einer anderen Frau geschlafen hatte, kurz nach dem sie sich von ihm getrennt hatte war sie sehr enttäuscht. Eigentlich wollte sie ihm sagen das sie schwanger war doch dann war sie zu verletzt. Er hatte ihr so weh getan. Mehr aus trotz als aus Liebe heiratete sie dann Johannes. Damit hatte sie Ralf weh getan das wusste sie doch damals war es ihr egal gewesen. Johannes war immer ein guter Vater für Lena gewesen. Es hatte lange gedauert bis sie und Ralf wieder normal miteinander umgehen konnten. Jetzt waren sie wieder fast so gute Freunde wie früher. Später konnte sie nichts mehr sagen. Für Lena war Johannes der Vater und da wollte sie jetzt nicht kommen und ihr einen neuen vorsetzen. Traurig sah sie ihr Spiegelbild an. Nach einer halben Stunde verließ sie das Badezimmer wieder. Sie wollte gerade zu Lena gehen als das Telefon klingelte. Sie drehte im Flur um und ging in die Küche. ``Kollmann´´ ``Hallo Mama´´ ``Lena? Wo bist du?´´ ``Bei... einer Freundin und hier bleibe ich vorerst auch.´´ ``Aber warum?´´ ``Weil du mich angelogen hast. Wenn du mich suchst haue ich immer wieder ab. Ich melde mich regelmäßig damit du dir keine sorgen machst. Ich will schließlich nicht das in drei Stunden ganz Österreich nach mir sucht.´´ Bevor Gabriele etwas antworten konnte hatte Lena aufgelegt. Verdutzt sah Gabriele aufs Telefon. Was sollte sie jetzt machen? Sie lies sich auf den nächsten Stuhl sinken und stützte den Kopf in die Hände. Lena stand in der zwischen zeit am Bahnhof. Sie hatte ihr ganzes Geld vom Konto geholt und wartete jetzt auf den Zug. Sie dachte nicht daran zu einer Freundin zu fahren. Sie wollte zu Ralf. Er nahm sie ernst und ihm konnte sie vertrauen. Er war vor drei Tagen in Urlaub gefahren. In ein Skihotel und dahin wollte sie jetzt. Endlich kam der Zug und sie stieg ein. Als es nur noch eine halbe stunde bis zu ihrem Ziel war holte sie ihr Handy heraus. Sie drückte die Taste für das Telefonbuch und suchte Ralfs Handynummer. ``Staller´´ meldete sich dieser bald am anderen Ende. ``Hallo Ralf hier ist Lena. Kannst du mich in einer halben Stunde am Bahnhof abholen?´´ ``Ja. Aber warum? Was ist den passiert?´´ ``Erkläre ich dir später. Tschüss.´´ Ralf sah verdutzt aufs Telefon. Dann zuckte er mit den schultern und aß sein Mittagessen weiter. Eine halbe stunde später war er am Bahnhof. Lena sprang aus dem Zug und lief auf ihn zu. Ralf lachte. Er fing sie auf und drehte sich mit ihr im Kreis. ``Was machst du hier?´´ Wollte er wissen nachdem er sie wieder abgesetzt hatte. ``Dich besuchen.´´ ``Einfach so. Ohne Gepäck?´´ ``Ich will jetzt nicht drüber reden. Kann ich eine weile bei dir bleiben?´´ ``Ja klar. Weiß Gabriele wo du bist?´´ ``Ja ja klar.´´ Ralf merkte sofort das sie log doch er sagte nichts. Er nahm ihre Hand und zusammen verließen sie das Bahnhofsgebäude. Er wollte erst mal herausfinden was loswar und dann mit Gabriele reden. ``Ich rufe Gabriele nachher mal an. Ich wollte ihr mal erzählen wie es hier so ist und sie fragen was es auf der Basis neues gibt. Möchtest du auch mit ihr sprechen?´´ ``Nein´´ antwortete Lena sofort. Ralf sah sie gespielt verwundert an. ``Komm ich lade dich ein zu ner Heißen Schokolade und du sagst mir was passiert ist Ok?´´ Lena nickte wiederwillig. Sie setzten sich in ein Cafe und Lena begann zu erzählen. Als sie erzählte das Johannes nicht ihr Vater war sah Ralf auf. ``Er ist nicht dein Vater?´´ ``Nein´´ ``und wer ist es dann?´´ ``Keine Ahnung. Mama hat gesagt er soll nach rechnen´´ Ralf sah sie nur an. In seinem Kopf fing es an zu arbeiten. ``Du hast doch am 28.11 Geburtstag oder?´´ Lena nickte mit dem Kopf. ``Nein das kann nicht sein.´´ Ralf stand auf, zahlte und verließ das Cafe. Lena sah ihm verdutzt nach. Dann sprang sie auf und lief ihm nach. ``Ralf bleib stehen. Was ist denn?´´ ``Lena, fünf Monate bevor du geboren wurdest haben Johannes und Gabriele geheiratet. Kannengelernt haben sie sich zwei Monate vorher. Das heiß...?´´ ``Mama war schon Schwanger als sie Johannes kannengelernt hat.´´ ``Genau und zwar ungefähr in der siebten Woche.´´ ``Und, jetzt weiß ich immer noch nicht wer mein Vater ist.´´ ``Ich glaube ich schon.´´ ``Ach nee und wer?´´ Ralf zögerte erst. ``Nun sag schon´´ ``Ich´´ ``du?´´ ``Ja Gabriele hat sich kurz bevor sie Johannes kennen gelernt hat von mir getrennt. Allerdings war ich selber dran schuld´´ ``wieso kurz vor her? Und warum du?´´ ``Hat sie dir nichts erzählt?´´ ``Nein sie hat nur gesagt ihr hättet euch nen Monat bevor sie Johannes kennen gelernt hat getrennt weil ihr euch nicht mehr geliebt habt.´´ Ralf sah Lena an. ``Komm wir machen einen spazier gang. Ich weiß zwar nicht was Gabriele davon hält wenn ich dir jetzt alles erzähle aber das können wir dann sehen.´´ Zusammen gingen sie durch den Schnee Richtung Wald. Ralf erzählte ihr alles. Lena lief neben ihm her und hörte aufmerksam zu. ``Das heißt also echt das du mein Vater bist?´´ ``Sieht so aus.´´ Ralf lächelte sie ein wenig unsicher von der Seite an. Lena blieb stehen. Als Ralf ebenfalls stehen blieb viel sie ihm um den Hals. Er hob sie hoch und drückte sie fest an sich. Bald hörte er wie Lena weinte. Er drückte sie noch fester an sich. So standen sie eine weile im Wald. Schließlich ließ Ralf sie wieder runter. ``Aber warum hat sie nichts gesagt?´´ ``Ich glaube ich habe ihr damals zu sehr weh getan und später wollte sie dir nicht plötzlich einen zweiten Vater vorsetzten.´´ ``Sie hat aber doch gesehen das ich mit Johannes nicht klar kam und das war schon so bevor sie sich scheiden ließen. Eigentlich kam ich nie wirklich gut mit ihm aus aber ich habe mich immer zusammen gerissen weil ich Mama nicht verletzen wollte.´´ Wieder lief eine Träne über ihr Gesicht. Ralf wischte sie vorsichtig weg. ``Sie wollte immer nur das beste für dich. Komm wir gehen zurück. Ich rufe Gabriele an und sage ihr wo du bist.´´ ``Nein´´ rief Lena aufgebracht. ``Ich rufe sie an sag ihr aber das du hier bei mir bleibst bis ich wieder zurück komme. Ok?´´ Lena nickte. Sie gingen zurück zum Hotel, aßen zu Abend und gingen dann auf Ralfs Zimmer. Lena war Tod müde. Sie zog eins von Ralfs T-Shirts an und verschwand im Bett. Ralf wartete bis sie eingeschlafen war und ging dann mit dem Telefon raus auf den Balkon. ``Kollmann´´ Ralf konnte hören das Gabriele geweint hatte und das sie mit den nerven fertig war. ``Hallo hier ist Ralf.´´ Hallo Ralf. Wie ist dein Urlaub?´´ ``Ich glaube nicht das dich das wirklich interessiert.´´ Ralf stimme klang lieb und Gabriele musste lächeln. ``Erzähl mir mal lieber was bei euch los ist?´´ ``Was soll lossein?´´ ``Gabriele bitte. Ich höre doch das du geweint hast und das du mit den nerven runter bist.´´ ``Ach Ralf. Ich habe mich mal wieder mit Johannes gestritten. Irgendwann ist mir in der Wut was rausgerutscht und Lena hat es gehört. Jetzt ist sie bei irgendeiner Freundin und wenn ich sie suche läuft sie immer wieder weg.´´ ``Bin ich der Vater?´´ ``Was?´´ ``Bin ich Lenas Vater?´´ ``Woher weiß du das?´´ ``Lena ist bei mir. Sie hat mich aus dem Zug angerufen und ich habe sie am Bahnhof abgeholt. Sie war total fertig. Erst hat sie gesagt du wüsstest das sie hier wärst aber als ich ihr vorschlug dich anzurufen wollte sie das nicht. Sie hat mir dann alles erzählt und wir haben zurückgerechnet. Na ja ich habe ihr das mit uns früher erzählt. Ich hoffe du bist mir nicht all zu Böse. Auf jeden Fall fragt sie sich warum du ihr nichts gesagt hast. Anscheinend kam sie nie gut mit Johannes klar. Sie sagt sie hätte sich zusammen gerissen weil sie dir nicht weh tun wollte.´´ ``Soll das ein Vorwurf gewesen sein?´´ ``Nein Gabriele und das weißt du. Ich habe damals den Bockmist gebaut und nicht du. Du hast dafür gesorgt das dein... unser Kind behütet aufwächst. Ich habe nicht vor mich jetzt einzumischen wenn du das nicht willst. Allerdings hatte ich das Gefühl das Lena im Moment sehr verletzt und enttäuscht ist. Wenn es dir recht ist würde ich sie gerne hier behalten bis ich auch zurück komme. Weniger als Vater mehr als Freund. Denn ich glaube den braucht sie jetzt. Sie hat so gelitten unter euren dauernden Streitereien.´´ Gabriel konnte hören das Ralf es so meinte wie er es sagte. ``In Ordnung aber bitte Ruf mich regelmäßig an damit ich weiß ob alles Ok ist.´´ Ist doch ehren Sache.´´ Antwortete Ralf. Sie quatschten noch eine weile und verabschiedeten sich dann von einander. Ralf sah noch eine weile auf Lena hinunter bevor er sich auszog und auf die andere Seite des Bettes legte. Als er am nächsten Morgen aufwachte war das Bett neben ihm leer. ``Lena?´´ Fragte er verschlafen. ``Ich bin hier. Guten Morgen.´´ Lena saß am Tisch. Vor sich hatte sie Ralfs Laptop. Ralf ließ sich erleichtert zurück fallen. Er hatte schon Angst gehab Lena wäre weg gelaufen. ``Ich habe gestern abend mit Gabriele telefoniert. Es ist in Ordnung wenn du bei mir bleibst hat sie gesagt. Ist das auch in deinem Sinne?´´ ``Ja nur da gibt es ein kleines Problem.´´ ``Und das wäre?´´ ``Für einen zwei Wöchigen Ski Urlaub bin ich nicht ganz passend ausgestattet.´´ ``Na das ist doch das kleinste Problem. Wenn wir Frühstücken waren gehen wir einkaufen und dann Ski fahren. Ok?´´ Lena nickte. Nachdem Ralf sich angezogen hatte gingen sie nach unten um zu Frühstücken. Als sie fertig waren fuhren sie mit Ralfs Wagen in die Stadt. Den ganzen Tag waren sie unterwegs. Sie kauften alles was Lena für die nächsten zwei Wochen brauchte und sie hatten jede menge spaß. Zum Schluss gingen sie noch etwas essen und Lena durfte aussuchen wo. Sie genoss es mit Ralf unterwegs zu sein. Er war ein echter Freund und er behandelte sie nicht wie ein klein Kind so wie Johannes es dauernd tat. Als sie am Abend im Hotel ankamen sprach Ralf mit dem Hoteldirektor. Es war kein Problem das Lena bei Ralf blieb. Nach dem sie zu Abend gegessen hatten viel Lena todmüde ins Bett. So ein Tag in der Stadt war eben doch anstrengend. Ralf nahm wieder das Telefon und kurz darauf meldete sich Gabriele. ``Hallo Gabriele hier ist der Tägliche Sicherheitsanruf.´´ ``Ha Ha sehr komisch. Wie geht’s ihr?´´ ``Ich würde sagen gut. Wir waren heute einkaufen weil sie ja nichts dabei hatte. Ich glaube sie ist dir nicht mehr all zu Böse.´´ ``Und wie behandelt sie dich? Ich meine als Vater oder...?´´ ``Wie würdest du es den wollen?´´ ``Ich weiß nicht Ralf. Ich meine du bist ihr Vater. Theoretisch hättest du ein recht auf deine Tochter.´´ ``Ich weiß Gabriele aber ich mische mich nicht ein wenn du das nicht willst. Ich habe dir damals so weh getan das ich es verstehe Wenn...´´ ``Ralf ich habe dir mit der Hochzeit mit Johannes auch weh getan. Also aus der Sicht haben wir beide schult. Ich weiß das Lena nie gut mit Johannes klar kam aber ich wollte wohl nicht sehen das sie mit dir besser klar kam. Ich meine ich habe Johannes damals mehr aus trotz als aus liebe geheiratet.´´ ``Wie Bitte?´´ ``Ja ich weiß das es falsch war aber ich habe mich einfach so verletzt gefühlt. Außerdem habe ich dich so geliebt das ich dachte wenn ich seinen Antrag nicht annehme verzeihe ich dir. Und das wollte ich in dem Augenblick nicht. Ich wollte dir einfach nur beweisen das ich auch ohne dich klar komme.´´ ``Und wie geht’s jetzt weiter?´´ ``Ich weiß es nicht. Lena wird dich als Vater wollen.´´ ``Und was ist mit uns?´´ ``Was soll mit uns schon sein?´´ ``Ich weiß nicht ob ich das kann?´´ ``Was? Vater sein? Logisch kannst du das. Du warst doch bisher auch wie ein Vater für Lena.´´ ``Nein das meine ich nicht. Ich weiß nicht ob ich es ertrage dir jeden Tag so nah zu sein. Denn das wir uns dann öfter sehen lässt sich ja wohl kaum vermeiden.´´ ``Warum erträgst du das nicht?´´ ``Weil...´´ ``Jetzt sag schon.´´ ``Ich weiß nicht. Es wird schon irgendwie gehen.´´ ``Ralf bitte sag mir was los ist.´´ ``Ich Liebe dich eben immer noch.´´ ``Was tust du? Aber ich dachte du würdest mich nicht mehr Lieben.´´ ``Gabriele ich habe dich immer geliebt.´´ ``Aber warum hast du nie etwas gesagt?´´ ``Ich dachte nicht das ich das recht dazu hätte. Ich meine ich habe dich betrogen und du hast dich eben in jemand anderen verliebt.´´ ``Oh Ralf ich war nie wirklich in Johannes verliebt´´ ``Aber...´´ ``Nichts aber. Ich.. Ach Ralf was haben wir bloß für eine Scheiß gemacht. Wir könnten jetzt eine Glückliche Familie sein.´´ Ralf konnte hören wie Gabriele weinte. Es tat ihm weh jetzt nicht bei ihr sein zu können. Wie gerne würde er sie in den Arm nehmen und sie Küssen. Ihren Duft riechen und ihre Haut spüren. ``Ralf bist du noch da?´´ ``Ja ja Hab nur gerade ein bisschen geträumt. Meinst du... meinst du wir haben noch eine Chance?´´ Fragte Ralf leise. Eigentlich rechnete er damit das Gabriele auflegte oder das sie mit nein antwortete. ``Ich weiß es nicht aber wir können es ja mal versuchen.´´ Gabriele sprach ebenfalls sehr leise. Ralf war erst mal verdutz. ``Ist das dein ernst?´´ ``Ja´´ ``Oh Gabriele das habe ich mir so gewünscht aber daran geglaubt habe ich nicht mehr. Ich würde dich jetzt gerne in den arm nehmen.´´ ``Wie lange bist du noch wach?´´ Fragte Gabriele plötzlich. ``Kommt drauf an.´´ ``Ok wartest du bis ich mich wieder melde? Ich muss etwas erledigen aber es kann eine weile dauern.´´ ``Jetzt habe ich schon so lange gewartete da werde ich das jetzt auch noch überleben aber was hast du vor?´´ ``Überraschung. Bis später.´´ ``Ja bis später.´´ Ralf legte auf und zuckte die schultern. Richtig glauben konnte er es immer noch nicht. Gabriele lief in der zwischen zeit durch ihre Wohnung. Sie stellte ihren Koffer aufs Bett und schmiss ein paar Klamotten hinein. Gleichzeitig wählte sie Biggis Telefon Nummer. Biggi war die Pilotin in ihrer Crew und ihre Beste Freundin. ``Schwerin´´ ``Hi Biggi. Hier ist Gabriele. Kannst du mich wohin fliegen?´´ ``Mal langsam. Ist was passiert?´´ ``Wie man’s nimmt. Ich muss auf jeden Fall ganz schnell wohin und mit dem Auto brauche ich zu lange.´´ ``Dir ist schon klar das das einen Riesen Stress mit Ebi gibt wenn der das rausfindet.´´ ``Ja ja ich weiß aber Ebi turnt irgendwo in der Südsee rum. Biggi bitte.´´ ``Ok in ner halben Stunde an der Basis.´´ Die beiden legten auf. Gabriele packte ihren Koffer fertig und machte sich dann auf den weg zu Basis. Als sie dort ankam fiel ihr noch etwas ein. Sie ging zum Telefon und wählte eine Nummer. ``Thaler´´ meldete sich ihre Freundin bald. ``Hallo Karin hier ist Gabriele. Entschuldige Bitte das ich dich so spät noch störe. Sag mal suchst du immer noch einen Job?´´ ``Nein eigentlich nicht warum?´´ ``Schade. Na ja ich muss mal weg und es ist wichtig. Biggi fliegt mich gleich.´´ ``Na dann ist es wirklich ein Notfall wenn du dich mit dem Heli wohin Fliegen Lässt. Ich organisiere das für dich.´´ ``Geht das echt?´´ ``Ja ja ich kümmere mich drum.´´ ``Karin du hast was gut bei mir.´´ Karin lachte. Karin hatte mal vertretungsweiße auf der Rettungsbasis von Medicopter 117 gearbeitet. Jetzt arbeitete sie im Krankenhaus und das gefiel ihr eigentlich gar nicht. Die beiden verabschiedeten sich und Gabriele packte ihre Koffer in den Heli. Kurz darauf kam auch Biggi auf die Basis. Sie stieg sofort ein und hob ab. ``Kannst du mir jetzt mal sagen was los ist?´´ ``Ich habe mich gestern mit Johannes gestritten´´ ``Ach nee mal was neues´´ grinste Biggi. Gabriele ignorierte ihre Bemerkung. ``Mir ist dabei was raus gerutscht. Lena hat es gehört und ist abgehauen.´´ ``Und was ist dir rausgerutscht?´´ ``Das Johannes nicht ihr Vater ist.´´ Antwortete Gabriele kleinlaut. ``Was? Und wer ist es dann?´´ ``Ralf´´ ``und du weißt das die ganze zeit und erzähltst mir nichts?´´ Gabriele zuckte mit den Schulter. ``Sie ist zu Ralf gefahren. Zusammen haben sie sich ausgerechnet wer ihr Vater ist. Ralf und ich haben vorhin lange Telefoniert und....´´ ``was und?´´ ``Vielleicht haben wir eine zweite Chance.´´ ``Weiß er das du kommst?´´ Gabriele schüttelte den Kopf. Eine viertel Stunde später landete sie auf der großen Wiese hinter dem Hotel. Gabriele nickte Biggi kurz zu, sprang aus dem Heli. Sie nahm ihre Koffer und ging zur Seite. Biggi hob sofort wieder ab. Ralf hatte das Geräusch gehört und sofort erkannt. Als er sah wer auf dem rasen vor dem Hotel stand fing er an zu lachen. Er lief nach unten und dann nach draußen. Langsam gingen die beiden aufeinander zu. Schließlich standen sie voreinander. Es schien nur etwas licht von der Hotelbeleuchtung herüber. Um sie herum war der weiße Schnee und am Himmel konnte man die Sterne und den Mond sehen. ``Ich Liebe dich´´ flüsterte Gabriele. Die Atmosphäre war so wunderschön das sie nicht laut sprechen wollte. Sie hatte angst das sie dann kaputt gehen würde. ``Ich Liebe dich auch und wenn ich könnte würde ich die zeit zurück drehen und alles wieder in Ordnung bringen.´´ ``Psst das kannst du auch jetzt noch.´´ Lächelte Gabriele. Ganz vorsichtig und zögernd kamen sich ihre Lippen näher. Sie berührten sich nur für ein paar Sekunden. Ganz sanft Küsste Ralf seine Gabriele und die Gefühle waren fast noch stärker als damals. Auch Gabriele war überwältigt von ihren Gefühlen. So intensiv hatte sie ihre Gefühle das letzte mal vor zehn Jahren gespürt. Ihr Feuer der Liebe war nie erloschen. In ihnen hatte es weiter geglüht bis es jetzt neu entfachte wurde. Entfacht zu einem Feuer der Liebe, der Leidenschaft und der Sehnsucht.
Copyright 2005: Mareike