Alles ist für immer anders

Heute war es den 8. Juni 2003. Heute war es genau ein Jahr her dass das Leben von Pilot Thomas Wächter sich drastisch änderte…

‘Darf ich neben dir sitzen?’ Biggi wartete nicht auf eine Antwort und kuschelte sich gleich in Thomas’ Armen. Thomas kicherte und kusste sie kurz auf ihren Stirn. So saßen sie eine Weile zusammen nach dem Salzach zu starren. ‘Biggi?’ ‘Hm?’ ‘Ich habe nachgedacht… Über uns.’ Biggi sah ihn erschrocken an. ‘Nein, nein, das meine ich nicht. Ich liebe dich. Sehr viel selbst. Mehr als ich jemals jemanden geliebt habe. Ich ähm… Ich weiß nicht, aber… Es ist vielleicht nur eine Idee, aber… Willst du mich heiraten?’ fragte Thomas nervös und holte einen glänzenden, goldenen Ring aus seiner Hosentasche. Biggi sah ihn ein Moment erstaunt an und flog ihn dann lächelnd um seinen Hals. ‘Natürlich!’ Thomas seufzte erleichtert und kusste Biggi lang auf ihren Mund.

‘Rettungsleitstelle an Medicopter 117! Schwere Explosion in einer alten Grube bei Traunstein! Wenn möglich beide Teams! GPS koordinaten wärend der Flucht!’ ‘Medicopter 117 hat verstanden, wir übernehmen.’ sagte Thomas ins Funkgerät, wärend er Biggi hochhielf und nacht dem Heli rannte. Er wartete bis sie allen im Heli waren und flog weg.

‘Medicopter 117 an Rettungsleitstelle, gerne genauere Informationen über den Unfall.’ ‘Ein paar Jungs sind in eine Grube hineingegangen. Eine ehemaliger Grubenarbeiter hat das ze spät gesehen und hat das Dunamit explodieren lassen. Feuerwehr, Polizei und RKWs sind schon am Unfallorts. Noch immer Explosionsgefahr.’ ‘Danke Rettungsleitstelle, wir haben den Unfallort erreicht. Over and out.’ ‘Sieht nicht gut aus.’ stellte Michael fest. Ein paar Jungs waren schon durch die Feuerwehr aus der Grube geholt und lagen schon im Gras. Thomas landete und jeder, abgesehen von den zwei Piloten, sprang heraus. Mcihael, Karin, Enrico un Peter rannten sofort nach den Jungs, wärend Thomas und Biggi nach einem Polizisten liefen und fragten was bis jetzt passiert war. ‘Da ist noch einen Jungen drin. Er sitzt fest unter einem Balken. Die Feuerwehr versucht ihn raus zu holen.’ Thomas sah Biggi an. ‘De bleibst hier, ich geh rein.’ Noch vor Biggi ihn zurückhalten konnte hatte er ihr einen kurzen Kuss gegeben und war er herein gerannt. Biggi sah ihn seufzend nach. ‘Nog immer Explosionsgefahr.’ hämmerte es durch ihren Kopf. Hoffentlich passiert jetzt nichts mit Thomas…

‘Sie sind nicht zo schwer verletzt und können mit einem RKW mit.’ sagte Karin und holte Biggi aus ihren Gedanken. ‘Was?’ ‘Die Jungs sind nicht zo schwer verletzt. Sie können mit einem RKW mit.’ Biggi nickte. ‘Sag mal, ist etwas los?’ fragte Karin besorgt. Biggi seufzte und sagte: ‘Thomas ist dadrinnen noch ein Kind holen.’ Karin legte ihres Hand auf Biggi’s Schulter und wollte gerade sagen dass mit Thomas nichts passieren würde, als ein ohrenbetäbender Knall durch das Tal erschallte, gefolgt durch einen enormen Feuerball aus der Grube. ‘THOMAS!!!’ schrie Biggi und wollte hereinrennen, aber Karin hielt sie zurück. Biggi schrei noch immer und versuchte sich los zu machen. ‘Michael! Hilf mir!’ rief Karin, die Biggi kaum noch halten konnte. Michael kam sofort und nam Biggi, die noch immer schrie, in seinen Armen. ‘Was ist los?’ ‘Tho-mas ist noch da-drin-nen!’ schluchzte Biggi. Michael sah nach der Grube und schluckte. ‘Wir… wir werden ihn gleich suchen, gut? Bleib ruhig. Er ist bestimmt in Ordnung.’ Michael versuchte Biggi ein bisschen zu trösten und gleichzeitig selbst ruhig ze bleiben. Thomas war sein bester Freund.

Ein paar Minuten später sah Michael dass die Feuerwehr sich fertig machte um herein ze gehen. ‘Bleib hier, ich geh rein.’ sagte Michael zu Biggi und stand auf. ‘Ich gehe mit.’ sagte Peter leise. Sie mussten eine Gasmaske auf und folgten die Feuerwehrmänner richtung Grube. ‘Thomas!’ schrie Michael. Niemand antwortete und sie liefen weiter.

Zehn Minuten später hatten sie Thomas noch immer nicht gefunden. ‘Ich glaube dass wir davon ausgehen können dass Ihre Kollege nicht mehr lebt.’ sagte ein Feuerwehrmann leise. ‘Unsinn, er muss hier irgendwo sein.’ antwortete Michael, obwohl er wusste dass der Feuerwehrmann wahrswcheinlich recht hatte. Sonst hätte Thomas schon lange geantwortet. ‘Thomas!’ ‘Wir müssen jetzt wirklich zurück.’ ‘THOMAS!!!’ ‘Komm.’ Der Feuerwehrmann nam Michael bei seinem Arm und wollte ihn mit nacht draußen nehmen. ‘Moment! Was ist das da?’ sagte Peter und zeigte richtung einen Haufen Steinen. Michael sah es auch und erschrock. Thomas! Er rannte nach Thomas und wierf die Steinen von Thomas weg. ‘Oh mein Gott.’ flüsterte er. ‘Thomas?’ Er klopfte Thomas leise auf seine Wange, worauf diese seine Augen öffnete und stöhnte. ‘Mein Kopf!’ jammerte er. ‘Bleib ruhig Thomas, wir kriegen dich heraus.’ Dann sah er den schweren Balken auf Thomas’ Bauch. ‘Thomas, spürst du deine Beine noch?’ fragte er, aber Thomas antwortete nicht mehr, er war wieder bewustlos. Mit viel mühe holten die Männer den Balken von Thomas weg. Michael fühlte vorsicht an Thomas’ Rücken, um zu sehen ob diesen gebrochen war. ‘Gott sei dank.’ seufzte er erleichtert als er spürte dass das nicht so war. ‘Enrico, die Trage!’ sagte er ins Funkgerät: ‘Und lass Biggi den Heli starten.’ Enrico kam mit der Trage und sie brachten Thomas schnell nach dem Heli.

‘Wie lange noch zum Krankenhaus, Biggi?’ Michael versuchte noch immer um Thomas auf zu wachen. ‘Zehn Minuten, wie geht es mit Thomas?’ Biggi versuchte nicht zu weinen. ‘Er wacht noch immer nicht auf.’ ‘Das meine ich doch nicht, was ist los mit ihm? Ist er in Ordnung?’ Eine dicke Träne rollte über ihre Wange. ‘Er hat ein paar leichte Brandwunden und ein paar Platzwunden. Vielleicht innere Verletzungen, das kann ich nicht sagen.’ Mehr konnte Michael nicht sagen. Er konnte es nicht übers Herz bringen Biggi zu sagen dass da noch viel mehr los war mit Thomas. Er konnte ihr nicht sagen was den Balken wahrscheinlich angerichtet hatte. ‘Noch fünf Minuten.’ Schweigend flogen sie weiter.

Im Krankenhaus stand ein Ärztenteam schon bereit. Biggi landete und Thomas wurde an den Ärzten übertragen. Das Medicopterteam folgte sie traurig ins Krankenhaus. Enrico rufte den Basis und Lisa und Laura an, der Rest der Männer lief nervös hin und her und Karin versuchte Biggi zu trösten, die vor sich aus sah ohne wirklich etwas zu sehen. ‘Er wird das schaffen, er ist doch stark?’ Biggi nickte nur.

Zehn Minuten später kam Max angerannt mit Lisa und Laura. ‘Ich habe sie angerugen. Sie wollten mitkommen.’ sagte Max als Lisa und Laura Biggi umarmten. ‘Hm hm.’ Jeder sah auf, in das Gesicht von einem Arzt. ‘Was ist mit Thomas?’ fragte Biggi gleich. ‘Ist er in Ordnung? Darf ich ihn sehen?’ ‘Herr Wächter hat keine innere Verletzungen und die Verbrennungen sind nicht so schlimm. Er hat Glück gehabt. Wenn ihr…’ ‘Redet nicht so herum!’ sagte Michael böse. Der Arzt seufzte. ‘Es ist so wie wir dachten. ‘sagte er ze Michael und Michael ging mit seinen Händen vor sein Gesicht auf einem Stuhl sitzen. ‘Was? Michael?’ Karin sah Michael ängstlich an. Der Arzt wollte es erklären, aber Michael unterbrach ihn. ‘Thomas’ Beine sind gelähmt. Er kann nie wieder laufen.’ sagte er leise. Biggi schrie ein Moment und fiel dann weinend auf den Boden. Karin setzte sich neben ihr und legte ihren Arm um Biggi’s Schulter. ‘Er ist schon aufgewacht. Sie können ihn sehen.’ sagte der Arzt vorsicht. Karin half Biggi hoch und folgte die Anderen nach Thomas’ Zimmer. Biggi nahm sich vor um stark zu sein, um nicht zu weinen wo Thomas bei war. Aber als sie Thomas in dem Bett liegen sah, konnte sie es nicht mehr helfen. Sie fing wieder an ze wienen und flog Thomas um seinen Hals. ‘Hé!’ sagte Thomas erstaunt. ‘Alles ist doch wieder in Ordnung? Hé, Schatz. Ich habe nur ein paar Brandwunden und Platzwunden. Nichts Schlimmes.’ Was Thomas auch sagte, Biggi hörte nicht auf mit weinen. Langsam drang es zu ihm durch dass da viel mehr los war als nur ein paar Wunden. Er sah Michael fragend an, aber dieser sah schnel nach der Wand. ‘Michael?’ sagte Thomas scharf. Michael machte eben einen Laur, der am meisten einen unterdrückten Schluchzer glich und fing dann an zu reden: ‘Es tut mir Leid, Thomas. Ich konnte nichts dafür, ich… Du kannst nicht mehr laufen Thomas. Nie wieder. Diene Beine sind gelähmt.’ Michael traute sich nicht seinen Freund anzusehen. Thomas starte ihn an. ‘Aber… Ich…’ Thomas seufzte und sah nach der Wand. ‘Ich will ein Moment allein sein.’ ‘Ich liebe dich, Thomas.’ sagte Biggi bevor sie heraus ging. ‘Für immer.’ Als Thomas noch immer nach der Wand schaute, schließ sie die Tür und war Thomas allein in dem Zimmer.

Laute OrgelMusik ries Thomas aus seinen Gedanken. Er sah sich um und sah Biggi, seine Biggi, ankommen laufen über den Mittelgang. Thomas lächelte als er sie so sah, sie war so schön, so lieb! Ungeachtet seines Rollstuhls was sie nicht aufgehört ihn zu lieben, war sie bei ihm geblieben. Und jetzt, jetzt stand sie schmutzlnd vor ihm, bereit seine Frau zu werden.

Copyright 2004: Rachel

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